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	<title>BiodynWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-10-28T04:50:04Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024&amp;diff=28751</id>
		<title>Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024</title>
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		<updated>2026-10-25T13:46:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesamtglossar Navigation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrages Biographie Rudolf Steiner, Martin von Mackensen, 2024 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Dezember 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 1 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6s Begrüßung 00:00:06] ===&lt;br /&gt;
Also ich hoffe ja, ich verspreche euch nicht zu viel, dass ihr am Ende dieses Kurses jetzt nochmal sitzt und hört, aber es ist ein schöner Ausflug, es wird Spaß machen, man kommt wirklich in eine andere Welt und mir liegt da ganz viel dran. Insofern ist es auch ein bisschen sich mal zurücklehnen und sozusagen diese ganze Perspektive genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=34s Rudolf Steiner gesehen im Kontext seiner Zeit vor 100 Jahren - was kann das zur Lösung der heutigen Probleme beitragen? 00:00:34] ===&lt;br /&gt;
Worum geht es? Die Biografie Rudolf Steiners ist ein Thema, was in der Literatur sehr, sehr intensiv bearbeitet worden ist. Es gibt sehr viel Material, ich habe nur einen kleinen Teil hier mitgebracht. Das ist der Teil, den ich für die besten Sachen halte und wo ich das meiste von herhabe. Aber ich habe auch noch aus anderen Büchern und von Zeugen und so allerhand. Also die Quellen sind reichhaltig und man könnte sehr wohl sagen, warum machen wir hier, wo wir es doch so knapp haben mit der Zeit und so, warum machen wir in einem landwirtschaftlichen Kurs jetzt eine Biografie, die vor 100 Jahren zu Ende ging. Das ist doch vielleicht gar nicht so unbedingt nötig. Nein, ich glaube, dass es sehr, sehr nötig ist und sehr, sehr sinnvoll ist. Warum? Wir haben die &#039;&#039;&#039;Biodynamik&#039;&#039;&#039;, wir haben diese &#039;&#039;&#039;[[biologisch-dynamische Landwirtschaft]],&#039;&#039;&#039; wir haben die &#039;&#039;&#039;Waldorfpädagogik&#039;&#039;&#039;, wir haben die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin.&#039;&#039;&#039; Und wir haben die ganze Anthroposophie, als etwas, was ohne Rudolf Steiner undenkbar ist und was aber heute für unsere Fragen und unsere Probleme, vor allem Interessantes für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin fest davon überzeugt, deshalb mache ich das jetzt hier, dass wir mit den Quellen der Anthroposophie, mit dem, was da eigentlich mal entwickelt worden ist vor 100 Jahren, in der Lage sind, die &#039;&#039;&#039;Probleme&#039;&#039;&#039; zu lösen oder zu ihrer &#039;&#039;&#039;Lösung beizutragen&#039;&#039;&#039;, die in den nächsten 100 Jahren kommen. Also ich will deutlich sagen, da ist noch ganz viel Luft nach oben und Luft nach vorne. Und deshalb bringe ich das, weil ich eigentlich möchte, dass wir jetzt nach 100 Jahren auch &#039;&#039;&#039;in ein anderes Verhältnis zu [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]&#039;&#039;&#039; kommen, nämlich eines, welches davon gekennzeichnet ist, dass wir ihn und diese Bildung dieser Idee, die Person, den Mensch, die Biografie und die Bildung der Ideen auf … in einem komplexen Prozess sehen können. Dass wir einerseits feststellen, an den Ideen ist etwas dran, was uns hilft, in die Zukunft zu kommen und auf der anderen Seite sind diese Ideen in dieser Ausformulierung, durch diese Persönlichkeit in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also noch mal ganz knapp zusammengefasst: Es kommt darauf an, &#039;&#039;&#039;Steiner zukünftig im Kontext seiner Zeit&#039;&#039;&#039;, seiner Beziehungen, seiner Zuhörer, seiner Rezipienten zu verstehen, und gleichzeitig kommt es darauf an, die Anthroposophie, die Ideenwelt, die Steiner uns eigentlich zugänglich gemacht hat - ich sage absichtlich nicht die Steiners ist, sondern die &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner uns zugänglich gemacht hat&#039;&#039;&#039; - ja wie kann man sagen, so wahrzunehmen, so in eine Beziehung dazu zu kommen, dass sie auch in uns, durch uns &#039;&#039;&#039;zukunftsfähig wird&#039;&#039;&#039;. Sie wird nicht dadurch zukunftsfähig, wir werden damit nicht etwas lösen, weil wir daran glauben oder weil das so gedacht ist oder weil uns das irgendwelche Leute erzählt haben, sondern das wird dadurch interessant und wir werden dadurch in der Zukunft reicher, menschlicher, größer werden können, weiterkommen und die brennenden Probleme besser lösen können, weil wir in uns Interesse an diesen Ideen haben, entwickeln können. Es wird nur durch uns gehen. Und deshalb möchte ich, dass man sozusagen diesen Beitrag hört, der mir sehr am Herzen liegt, diese Person, diesen Mensch, diese Zeit, diese Situation kennenzulernen, um das menschlich-persönlich-zeitliche auf der einen Seite zu haben und das Ideelle, Gedankliche, Allgemeine der Anthroposophie auf der anderen Seite eben dadurch vielleicht auch ein Stück weit freizuschälen, dadurch zugänglicher zu machen. Das ist mein Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mir ist es eben selber so gegangen, dass ich irgendwann gedacht habe, Moment mal, ich mache hier biodynamische Landwirtschaft und ich habe da mehr und mehr von der Anthroposophie kennengelernt vor 30, 35 Jahren und habe dann gedacht, was ist das eigentlich? Ich kam aus einem &#039;&#039;&#039;Elternhaus,&#039;&#039;&#039; wo das schon ein Thema war und ich habe durch &#039;&#039;&#039;meine Bekanntschaft mit dem Joseph Beuys&#039;&#039;&#039; sehr früh sehr deutlich gemerkt, dass jemand, der voll in der Welt steht, der eine ganz andere Sprache spricht, sich explizit auf Steiner bezieht und ich musste mir das selber neu erschließen natürlich, das ist superwichtig. Und ich musste auch durch mich oder durch mein Studium an dieser Biografie eben diesen Schritt machen. &#039;&#039;&#039;Wer ist dieser Mensch?&#039;&#039;&#039; Wie ist es dazu gekommen? In welcher Zeit? In welchen Menschenzusammenhängen ist es passiert? Und was hat das jetzt eigentlich mit mir und mit der Zukunft zu tun? Und ich möchte gerne deshalb eben das hier bringen, damit man da einfach Bescheid weiß und sich selber &#039;&#039;&#039;seinen eigenen Zugang entwickeln kann&#039;&#039;&#039; und eben auch einen, wie man heutzutage sagt, &#039;&#039;&#039;kritischen Umgang&#039;&#039;&#039; damit entwickeln kann. Das heißt, kritisch meint jetzt nicht, also meint jetzt die Quellen. Wo kommt es her? Was ist da eigentlich drin mit in diesem Paket oder was gehört dazu? Kann ich mir darüber Klarheit verschaffen, aus welchen Quellen die Anthroposophie eigentlich entstanden ist und die biodynamische Landwirtschaft und so weiter? Und dazu soll das ein Beitrag sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=427s Der Mensch Rudolf Steiner und sein familiäres und kulturelles Umfeld 00:07:07] ===&lt;br /&gt;
Ja, Rudolf Steiner ist geboren 1861 in Südostmitteleuropa. 1861 bis 1925. Und dieses Südostmitteleuropa meint eben im 19. Jahrhundert die K&amp;amp;K-Monarchie, die königlich-kaiserliche Monarchie Österreich-Ungarn, eine Welt, die längst, längst verschwunden ist. Ein Staat ist schon fast falsch gesagt, eine, ja, eine Welt ist vielleicht viel besser, eine Welt, in der es eine Monarchie gab, aber gleichzeitig ein Vielvölkerwesen. Da wurde in vielen Städten, in vielen Gebieten Mitteleuropas wurden mehrere Sprachen gesprochen. Von Haus zu Haus waren ganz unterschiedliche Sprachen. Überall waren die Juden mit anwesend. Also eine ganz andere Situation. In Österreich-Ungarn gab es Städte, in denen waren drei oder vier Sprachen da. Das ist nicht so, wie das heute ist. Und wir können große Fragen daran haben, ob das, was seit dem Ersten Weltkrieg dann passiert ist, dass man diesen eigentlich Wahn oder Doktrinen oder, ja, dass man diesen Nationalstaat gebildet hat. Das ist eine ganz fragwürdige Sache. Jedenfalls damals war das nicht so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=531s Eine Kindheit in Armut. Im technischen Umfeld der ersten dampfbetriebenen Eisenbahn 00:08:51] ===&lt;br /&gt;
Und in dieser Welt wird dieses Kind geboren. Und die Eltern sind ganz einfache und ganz arme Leute. Der Vater ist eigentlich so etwas wie Forst- und Jagdgehilfe und kann eigentlich da nicht mehr weitermachen, in dem Moment, wo er heiraten möchte. Und die Mutter kommt auch aus ganz einfachen Verhältnissen. Und es tut sich plötzlich für den Vater auf etwas, was ganz bezeichnend ist jetzt für Rudolf Steiner, dass er zu der Eisenbahngesellschaft geht. Die &#039;&#039;&#039;Österreich-Ungarische Südbahn&#039;&#039;&#039; baut eine allererste Strecke &#039;&#039;&#039;von Wien nach Triest, also ans Mittelmeer&#039;&#039;&#039;. Und diese Strecke, dafür gibt es eine eigene Eisenbahngesellschaft, wird bereits Ende der 50er-Jahre geplant und, ich glaube, 1859 begonnen und dann in die 60er-Jahre hinein realisiert. Und da geht der Vater hin. Und zunächst als Stenograf und Nachrichtenübermittler und dann als Stationsvorsteher. Und das muss man sich, glaube ich, sehr gut vorstellen, weil das ist die Welt, in der dieses Kind groß wird. Ein Dörfchen Kraljevec heute in Kroatien, ne Entschuldigung in Slowenien. Und es ist sozusagen in diesem Dreieck Ungarn, Österreich, Slowenien und es … Kroatien, Ungarn, Slowenien. Und das gehörte alles damals zu Österreich dazu. Und das Ganze ist auch wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Also so eine Ecke, wo ganz vieles sich mischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist eigentlich heute, es ist ein kleines Städtchen, aber es ist eigentlich ein größeres Dorf gewesen. Und selbst vor dem Bahnhof, der Hauptplatz, eine Straße, die nicht befestigt war. Kein Pflaster, im Winter, im Herbst, im Frühling Schlamm. Unbefestigte Wege, immer dreckig, überall trägt man das rein. Man ist eigentlich wirklich auf dem Land. Und da kommt jetzt eine Eisenbahn. Man hat eigentlich den Eindruck, &#039;&#039;&#039;diese Eisenbahn ist die erste Technologie&#039;&#039;&#039;, die sich in die Welt fräst, die sich sozusagen in die Welt hineinarbeitet. Und mit der Eisenbahn kommt die allermodernste Technik, nämlich &#039;&#039;&#039;der Strom,&#039;&#039;&#039; das &#039;&#039;&#039;Telegrafieren&#039;&#039;&#039; und eben diese gewaltige &#039;&#039;&#039;Dampfkraft&#039;&#039;&#039; mit der Kohle. Und an jeder von diesen Stationen muss Kohle nachgeladen werden, muss Wasser nachgefüllt werden können. Und diese Eisenbahnen sind riesige, erschreckende, laute Kolosse, wo man gar nicht so ohne weiteres mit umgehen kann. Und die sind wahnsinnig schnell, in Klammern wahrscheinlich so zwischen 30 und 50 kmh. Das war schon sehr schnell. Bei den meisten ersten Eisenbahnen konnte man nebenher rennen. Eine Technologie, die es bis dahin nicht gab. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts die Menschen, wenn sie das das erste Mal gesehen haben, wirklich erschreckt sind und den Mund nicht mehr zugekriegt haben. Ist sowas möglich? Man sieht ja außen an so einer Lok sehr gut die Kraft, die da wirkt. Und dann kann man da reingucken und sieht in diesen Ofen rein diese Kohle und das Wasser, was oben als Dampf rauskommt und die Lautstärke, das Rumpeln dieser vielen Tonnen schweren Stahlkolosse auf den Schienen. Etwas sehr, sehr Beeindruckendes und eben eine ganz neue Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau da ist nun der Vater angestellt. Und diese Eisenbahn und diese &#039;&#039;&#039;Eisenbahngesellschaft spielt für Rudolf Steiner eine riesige Rolle&#039;&#039;&#039;. Einerseits muss er immer mit der Familie umziehen, weil der Vater versetzt wird, seine ganze Kindheit durch. Das längste sind, glaube ich, dreieinhalb Jahre, die er an einem Ort verbleiben kann. Dann ist schon wieder ein Umzug angesagt. Manchmal ist das auch weniger als ein Jahr. Das ist für ein &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;problematisch&#039;&#039;&#039;, weil da &#039;&#039;&#039;kann man sich nicht verwurzeln&#039;&#039;&#039;. Da kriegt man keine Freundschaften zu den sowieso schon entfernten Menschen des Dorfes, weil die ja bäuerliche Kinder sind. Und man selber kommt aus so einem komischen Bahnhof da raus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist man auch &#039;&#039;&#039;der Älteste&#039;&#039;&#039;. Die nächsten zwei Geschwister sind wesentlich jünger. Das ist eigentlich wie so eine Einzelkind-Situation. Und damit sieht man schon, dass dieses kleine Kind oder dieses Kind bis zum Schuleintritt &#039;&#039;&#039;leidet an Einsamkeit&#039;&#039;&#039;. Und für den Vater war das so und für die Mutter, dass man so eine Station alleine betreuen musste. Da gab es sonst niemand. Und das hieß eben das Abfertigen von Zügen. Da gingen mehrere Telegrafie-Geschichten voraus, bis der Zug kam. Und dann musste da eben nachgetankt werden. Da musste Kohlen reingeschippt werden. Da mussten Güter abgeladen werden, eingeladen werden. Da mussten Fahrkarten verkauft werden und so weiter und so weiter. Und einmal in der Woche kam jemand mit diesem Zug an, der blieb für 24 Stunden. Und der ersetzte dann den Vater. Und dann war ein Tag, einmal 24 Stunden, dienstfrei. Sonst musste man seinen Schlaf und alles, sein ganzes Leben nach dem Fahrplan richten. Gewerkschaft und sowas, das gab&#039;s da alles noch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=912s Erste hellsichtige Erfahrung des Schauens hinter die Sinneswelt 00:15:12] ===&lt;br /&gt;
Ja und jetzt kommt es zu einem ersten sehr wesentlichen Erlebnis für dieses Kind. Er sitzt in dem Warteraum, spielt oder träumt oder wie auch immer. Und &#039;&#039;&#039;er hat eine Erscheinung&#039;&#039;&#039;. Es erscheint ihm eine Frau, die er irgendwie kennt und doch nicht ganz richtig klarkriegt, wer das so ist. Irgendwie eine bekannte ältere Frau, die ihn ganz dringend anfleht, ihm, ihr zu helfen. Und er weiß überhaupt nicht, was er machen soll. Und er geht zu seinen Eltern und die sagen: Sei still, du dummer Bub!&amp;quot; Also sowas ist Quatsch. Was du da so siehst, da war niemand, fertig, aus. Und es dauert zwei Wochen und dann kommt die Meldung, die Schwester der Mutter hat sich umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für ihn ist völlig klar, das hat er wahrgenommen. Also ein erstes Erlebnis, das für dieses Kind, das was so für uns in unserem offiziellen Leben so ja eben nicht vorkommt oder als Quatsch und überflüssig angesehen wird, dass man eben &#039;&#039;&#039;hinter die Sinneswelt schaut,&#039;&#039;&#039; dass man Zusammenhänge mitkriegt, die man sozusagen mit dem Oberstübchen oder mit der einfachen Logik so nicht mehr klar kriegt. Das steht ganz am Anfang, vor dem Schuleintritt, dieses Erlebnis. Und das ist schon sehr bezeichnend. Dieses Kind, dieser junge Mensch scheint mehr mitzukriegen und kommt sofort damit in einen Konflikt mit seinem Umfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens - ich versuche jetzt bis 1900 so Etappen zu schildern, mehr so Fenster zu öffnen, oft vielleicht auch oder einiges vorzulesen. Danach, in der zweiten Stunde heute Nachmittag, werde ich es ganz anders machen, da werde ich es mehr erzählen. Jetzt versuche ich ganz stark an einzelnen Erlebnissen zu bleiben, die vielleicht für sich sprechend sind und die unbekannt sind, die oft nicht so bekannt sind und die aber in meinem Dafürhalten ganz wichtig sind, um diese Persönlichkeit zu fassen. Ein zweites: Schule, Dorfschule. Vielleicht stellen wir uns acht, zehn, zwölf Kinder vor, die unterschiedlichen Alters sind, vielleicht zwischen sieben und elf, zwölf, dreizehn und die fast alle irgendwie mehr oder weniger bäuerlichen, landwirtschaftlichen Hintergrund haben. Und ein, zwei &#039;&#039;&#039;Dorfschullehrer&#039;&#039;&#039;, die diese Kinder unterrichten. Und die jetzt, einer von den beiden merkt, dieser Junge, dieser Rudolf, dem kann man eigentlich gar nichts beibringen, der weiß das alles schon. Der ist scheinbar sehr helle und kriegt das irgendwie so schnell mit oder hat das schon von irgendwoher, dass er stinkgelangweilt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1121s Der Schüler findet in der Geometrie sein Glück. Er entdeckt in ihr einen Schauplatz geistiger Wesenheiten, der ihm ebenso gewiss ist wie die sinnliche Welt 00:18:41] ===&lt;br /&gt;
Und ein guter Lehrer, der jetzt kein Autoritätsproblem hat oder der seinen Stoff nicht kennt oder so, der wirklich bei den Schülern ist, dem tut das weh, wenn er ein Kind nicht fördern kann. Und dieser Lehrer aber, in diesem Sinne ein guter Lehrer, er macht nämlich folgendes, er erlaubt dem jungen kleinen Bub da im Nachbarzimmer, in seinem Vorbereitungszimmer bei den Büchern, sich eins aussuchen zu dürfen. Und das sind nicht die Bücher für die Schüler, das sind die Bücher für die Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter den Büchern für den Lehrer findet er ein &#039;&#039;&#039;Geometriebuch&#039;&#039;&#039;. Und jetzt schreibt er uns, 30, 40 Jahre später, in seiner nicht zu Ende gekommenen Autobiografie, [[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]], und in einem &#039;&#039;&#039;Vortrag, den er 1913 hält&#039;&#039;&#039; - und auch ansonsten an anderen Stellen gibt es auch schon einiges Originalquellen &amp;quot;Steiner über Steiner&amp;quot;, schreibt er uns dazu. Und mir geht es jetzt darum, vielleicht gar nicht alles super wortgetreu darzustellen, sondern so ein paar Pinselstriche zu machen. Und zu diesem kommt jetzt Folgendes. Da schreibt er nun später dazu, dass er mit diesem Geometriebuch, was er da ausleihen durfte, kommt er zu Folgendem:&amp;lt;blockquote&amp;gt;… &#039;&#039;dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könne, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raum. Aber ebenso, wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistig Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von dem Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihm ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühl fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Soll ich es nochmal lesen, das Ganze? Ist es verständlich gewesen? Ihr dürft gerne sagen, nochmal, weil das ist ja Steiners Sprache, die man nicht so schnell knackt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könnte, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Geometrie machen. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raume. Aber ebenso wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistiger Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von den Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihnen ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie die Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühle fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dieser letzte Satz ist ein bisschen später, der ist auch ein bisschen anderer Zusammenhang, aber da macht er dasselbe: &#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst gelernt … kennengelernt habe. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch, der auf seine Biografie zurückschaut, und diesen Moment vielleicht als neun, zehn, elfjähriges Kind gelangweilt im Schulunterricht ausleihen dürfen, das Lehrbuch der Geometrie zu Hause und in der Schule, das Nachdenken, Nachzeichnen, Mitberechnen und dieses Einsteigen in die Welt, in die Vorstellungen, in die Gedankenbildungen, die hinter und in diesen geometrischen mathematischen Formen liegt und das dann so kommentieren. &#039;&#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie zuerst das Glück kennengelernt habe&#039;&#039;&#039;. Das heißt, dieses Glück, etwas ist wirklich, wirklich greifbar, klar, glasklar, wahr und nachvollziehbar für jeden Menschen, obwohl es nicht sinnlich ist. Ein geistiges Erlebnis und vielleicht wird jetzt auch ein bisschen deutlich, warum wir hier Geometrie gemacht haben. Er hat das Glück, auf das &#039;&#039;&#039;Gymnasium&#039;&#039;&#039; zu kommen. Es spielt dabei eine Rolle dieser Lehrer. Er hat das große Glück, dass er ein Stipendium schon fürs Gymnasium bekommt durch diese Eisenbahngesellschaft, bei der der Vater eben ist, und er macht das &#039;&#039;&#039;Abitur mit Auszeichnung&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1596s Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also Nachhilfeunterricht, um selber die Sache anders, besser, tiefer zu verstehen und Nachhilfeunterricht, an dem ich wie in den anderen hineinschlüpfe. Das kennt vielleicht der ein oder andere von euch, wie das bei anderen ist. Bei sich selber kennt man es ganz gewiss. Wie ist dieses Gefühl, wenn man plötzlich etwas versteht in der Mathe oder wenn man etwas, einen Zusammenhang bilden kann im Geschichtsunterricht oder oder oder. Man kann in dem Moment, wo man es plötzlich geschnallt hat, wo man plötzlich, ah natürlich, so ist das! - kann man gar nicht mehr verstehen, dass man es mal nicht verstanden hat. Kennt ihr das? Das schlägt so in einen ein. Ja klar! Dieses, ich möchte es nennen, Evidenzerlebnis, das spricht er hier an. Ich musste durch den Nachhilfeunterricht in die Art, wie der andere tickt, so rein, dass ich im richtigen Moment, ja jetzt musst du noch, jetzt bring doch das dazu und dann hast du es. Also diese Gedankenbewegungen, die man ganz individuell im 1 zu 1 machen muss, wenn man jemandem etwas beibringt, was der einfach noch nicht kennt. Und wenn der intellektuell langsamer ist, kann man das viel besser genießen oder kann man das viel besser nachvollziehen. Wo hängt es, was brauche ich, wie geht das? Das wird hier angesprochen. &#039;&#039;&#039;Praktische Seelenkunde&#039;&#039;&#039; nennt er das. Am anderen, an seinem mühsameren verstehen-Können, sich selber klar werden über das, wie habe ich es eigentlich verstanden. Oder noch mal anders gesagt, auf die Seele schauen und dabei erleben, was passiert eigentlich seelisch-geistig, wenn ich mich andocke an eine Wirklichkeit, die da draußen ist. Der Satz des Tales oder nicht irgendwas, Geometrie, Mathematik oder so, das ist nicht in mir. Das meint man ja dann, jetzt hat man es verstanden, jetzt ist es in mir. Aber eigentlich hat man sich nur angedockt an etwas, was es schon gegeben hat, bevor es überhaupt Menschen gab und was es noch geben wird, wenn die Erde ganz andere Zustände erreicht hat. Kommt ihr mit? Ganz wichtiger Punkt. Dieser junge Mensch erlebt durch die Nachhilfe am anderen eine Art innerer Reflexion zu dem, was ist eigentlich geistig und was ist eigentlich physisch-sinnlich und wie kann man das Geistige präzise fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1876s Studium in Wien: Rudolf Steiner erwirbt sich an der Universität ein breites Universalwissen und schreibt Artikel 00:31:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, er kommt in eine begnadete Situation, die genießt er auch sehr als 19-Jähriger, mit der Schule fertig zu sein, studieren zu dürfen, weil wieder diese Eisenbahngesellschaft ihm das ermöglicht. Und die Aussicht, in Wien leben zu können, in Wien studieren zu können und diese Stadt und dieses Kulturleben genießen zu können. Und er muss hinnehmen, dass die Eisenbahngesellschaft ihm nur ein Brotstudium finanzieren möchte, das heißt eine Art - ja, technische Universität, ein Ingenieursstudium. Aber das macht ihm nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er tut schon bevor dem ersten Semester zwischen Schule und Uni eben mal gerade Kants [[A:Kritik der reinen Vernunft|&#039;&#039;&#039;Kritik der reinen Vernunft&#039;&#039;&#039;]] studieren und ein bisschen Fichte [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Johann Gottlieb Fichte|Johann Gottlieb Fichte]]] und so Sachen, wo wir nach einem Satz sagen, müssen wir das jetzt lesen? Ich verstehe gar nichts. Dann liest man den Satz nochmal oder den Absatz und nochmal und nochmal, dann schreibt man sich den irgendwie ab und macht sich Notizen und nach zwei Stunden glaubt man, man hat was verstanden von dem einen Absatz. &#039;&#039;&#039;Sowas liest er irgendwie zum Sport,&#039;&#039;&#039; das kann der einfach. Wahnsinnig gescheit, wahnsinnig beweglich, wahnsinnig schnell, wahnsinnig gute Auffassungsgabe - da kommen wir einfach schlichtweg nicht mit, muss man ganz ehrlich sagen. Also jemand, der sicher &#039;&#039;&#039;hochbegabt&#039;&#039;&#039; war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und &#039;&#039;&#039;er studiert&#039;&#039;&#039; dann ab dem Herbst 79 [1879] acht Semester &#039;&#039;&#039;Mathematik, Chemie, Physik, Mineralogie, Zoologie, Botanik, Biologie, Geologie und Maschinenbautechnik.&#039;&#039;&#039; Er muss auf sein Lieblingsfach darstellende Geometrie verzichten, weil das in der anderen Uni stattfindet, zu einer Zeit, wo er nicht kann. Aber in der anderen Universität nimmt er noch an &#039;&#039;&#039;Vorlesungen über Literatur, Geschichte und Philosophie&#039;&#039;&#039; teil. Da sagen wir, Moment mal, wie geht denn das? Und der Mann hat kaum Geld, das Stipendium reicht so eher zum Sterben als zum Leben. Eigentlich muss er immer noch zwischendurch jobben. Und das macht er auch. Und was macht er da? Er schreibt Artikel. Worüber? Was halt gerade irgendwo ein paar Heller bringt. Und in der Zeit kommt es auf, dass Lexika geschrieben werden. Das kennt ihr gar nicht mehr. Heute hat man Wikipedia nicht oder sowas. Aber früher gab es also den Brockhaus, 20-bändig, so ein riesiges Lexikon und so. Und das fing da an in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In so einer Kulturhauptstadt wie Wien gab es da also mehrere Verleger, die jetzt ein &#039;&#039;&#039;Universallexikon&#039;&#039;&#039; produzierten. Und das auch dann in der nächsten und nächsten Auflage. Das muss man alle 10, 12 Jahre komplett überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da braucht man eine riesige Menge von Autoren, die zu jedem Gebiet Fachmann sind., jeweils. Da gibt es also den Mineralogen und den Chemiker und den Ingenieur für Brückenbautechnik und, und, und, und. Und jeder schreibt eben zu seinem Teil da sein kleines Artikelchen. Und der Steiner, Rudolf Steiner, ist kein Spezialist. Der ist nicht fertig studiert für Mineralogie oder Chemie oder so etwas. Aber er schreibt für diese Bereiche. Und schreibt ganz offensichtlich so, dass die Verleger sagen, okay, bitte das nächste! Und wenn das nicht reicht als Job, dann gibt es noch einen zweiten Job. Und das ist, sich in eine Parlamentsdiskussion, in eine Parlamentssitzung knallen und mitschreiben. Und dann anschließend zwei Stunden und die ganze Diskussion von dreieinhalb Stunden in einen kleinen Artikel zusammenfassen. Mit möglichst vielen Originalzitaten derer, die da gesprochen haben. Richtig, richtig anstrengend. Wir machen sowas heute, indem wir da unser Handy mitlaufen lassen. Und dann tun wir uns das vielleicht nochmal in Text übertragen und gucken uns das so an und streichen uns was raus, und so. Wir haben es da heute viel einfacher. Der schreibt einfach Steno mit, wenn da gesprochen wird. Und dann bastelt der daraus einen Artikel und der soll am nächsten Morgen in der Zeitung stehen. Und dazu hat er dann vielleicht ein, zwei Stunden Zeit, dann muss der in Druck. Weil das alles viel länger dauerte damals. Also, es ist einem rätselhaft, wie dieser Mensch, wie konnte der mit dieser Intelligenz ausgestattet sein? Mit dieser schnellen Auffassungsgabe, &#039;&#039;&#039;mit dieser unglaublichen Formulierungsfähigkeit&#039;&#039;&#039;. Beeindruckend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2161s Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es, mit dem 21-Jährigen kommt es dazu, dass der Professor in der Universität, wo er eigentlich nur Gast ist, über deutsche Geschichte und deutsche Literatur, der - mit dem freundete sich an, [[A:Karl Julius Schröer|&#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039;]], so ein 40, 50 Jahre Älterer, so eine Professoren-Ikone. Und der lädt ihn sogar mal ein zu sich nach Hause. Und der hat so &#039;&#039;&#039;Forschungen&#039;&#039;&#039; gemacht über die Sprachinseln, die &#039;&#039;&#039;deutschen Sprachinseln in Ungarn und Rumänien&#039;&#039;&#039;. Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;[[A:Weihnachtsspiele|Weihnachtsspiele]]&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Karl Julius Schröer ist beauftragt wieder von einem großen Verlag und muss eine ganze Gruppe von Wissenschaftlern anleiten: &#039;&#039;&#039;Goethes Gesamtausgabe&#039;&#039;&#039;. Goethe ist jetzt 40, 50 Jahre tot. Und man möchte gerne sozusagen alles, was Goethe gemacht hat, herausgeben. Damit man das anständig lesen kann, mit allen Notizen, mit allen Entwürfen, eine kritische Gesamtausgabe. Eine Ausgabe, in der man verfolgen kann, wie sich die Ideen umgebildet haben, wie seine Romane, wie sein Faust, wie sein Werther [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Die Leiden des jungen Werthers|Die Leiden des jungen Werthers]]] und so weiter, wie sich das entwickelt hat und wie er so das gemacht hat. Und jetzt ist das große Problem, dass bei Goethe relativ viele &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaften&#039;&#039;&#039; eine Rolle spielen. Natürlich, das war noch der Anfang der Naturwissenschaften, da waren Naturwissenschaften noch überschaubarer. Aber dennoch - Goethe hat sich unglaublich viel Zeit in seinem Leben genommen, mit Meteorologie, mit Farbenlehre, mit Botanik, mit Zoologie, mit Mineralogie, mit Geologie auseinanderzusetzen. Goethe hatte 30.000 Gesteinsproben, die er selber gesammelt hatte sein ganzes Leben. Beschriftet hatte, wusste, wo die herkamen, konnte die zu Hause aus ihren Kisten holen, miteinander vergleichen, um irgendwie mal langsam klarzukriegen, wie entsteht eigentlich Gestein. Das war alles unbekannt damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt dieser Professor, Carl Julius Schroer, bekommt die Aufgabe von diesem Verlag, die Autoren zu suchen, die eben diese Ausgabe machen. Er selber macht natürlich auch einen wesentlichen Teil. Und jetzt kommen diese naturwissenschaftlichen Schriften, wo Goethe nur einen Teil, oft nur kleine Teile von dem, was er gemacht hat, veröffentlicht hat. Vieles war auf Zetteln und Entwürfen und so weiter - sehr unterschiedliche Themen behandelt. Wer könnte das jetzt bearbeiten? Der kommt wirklich auf die verrückte Idee, diesen Studenten, den 21-jährigen Studenten vorzuschlagen. Der wahrscheinlich 60-jährige Literaturpapst schlägt den Studenten vor, eine sehr merkwürdige Sache. Vielleicht auch einfach, weil er Literat war und nicht viele Naturwissenschaftler kannte, wie auch immer. Und Steiner muss einen Vorentwurf machen, muss ein bisschen skizzieren, muss ein erstes Kapitelchen schreiben, macht das innerhalb von sechs Wochen. Und jetzt wird dieses Kapitelchen weitergereicht. Und jetzt sind auch Naturwissenschaftler, die das lesen und die kommen zu dem Schluss, der soll das machen. Das ist vernünftig, das ist gut. Und so kriegt dieser Student die Aufgabe, die &#039;&#039;&#039;Gesamtherausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften&#039;&#039;&#039; zu machen von Goethe. Und das ist eine riesenumfangreiche Sache und schlussendlich ist es für ihn auch ein Fluch. Es ist ein Segen und es ist ein Fluch. Er ist nämlich 15 Jahre damit beschäftigt. Es ist überhaupt nicht so, dass er das mal eben schnell macht. Er merkt nach Jahren, das geht gar nicht in Wien. Er muss nach Weimar, er muss das vor Ort machen, da wo das ganze Goethe- und Schillerarchiv ist, wo die ganzen Materialien sind. Er muss da unheimlich viel Klein-Kleinarbeit machen und das nervt ihn dann irgendwann auch sehr. Aber es ist eine ganz wichtige Geschichte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2426s Unterricht bei der Familie Specht: Einblicke in die Zusammenhänge von geistig-Seelischem und Körperlichem betrachtet Rudolf Steiner als reiche Quelle des Lernens 00:40:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, ein neues Bild, was noch zu Wien gehört und das ist jetzt die &#039;&#039;&#039;Familie Specht&#039;&#039;&#039;. Familie Specht ist eine jüdische Familie, der Vater ist Händler, Baumwollhändler und die sind sehr wohlhabend und die Mutter hat vier Söhne und von diesen Söhnen ist der dritte, glaube ich erst, der ist schwer krank. Wahrscheinlich hat er eine Neugeborenen- Meningitis gehabt, eine Hirnhautentzündung, ein sogenanntes Wasserkopfkind, ein Kind, was einen riesigen Schädel hat und ganz geistig zurückgeblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Krankheit, die wird um die Geburt herum, meistens kurz nach der Geburt, eben durch eine Hirnhautentzündung verursacht und beim Heilen dieser und … ja, die Reaktion des Körpers auf diesen Entzündungsprozess ist eine übermäßige Bildung des Hirnwassers, des Liquors und da der Kleinkindschädel noch offen ist, nicht völlig geschlossen ist und der Druck dieses Liquors besteht als Heilungsfunktion, dehnt sich bei die Schädelbildung. Deshalb haben die diese großen Köpfe, das muss erstmal noch gar nichts heißen. Oft geht aber eben leider auch damit einher die Schwerhörigkeit, an verschiedensten Nerven, Sinnesorganen gibt es eben Schädigungen. Und dieses Kind wird dem Steiner vorgestellt und diese Frau kommt auf die Idee zu sagen, wollen Sie nicht unser Hausmeister werden? Also ein reiches, bürgerliches Familienleben und die Frage, können Sie sich nicht um dieses Kind kümmern? Wir wissen nicht so recht, was wir machen sollen. Und damals war es ja so, dass solche Kinder groß werden durften und dann irgendwo ihr Dasein fristen mussten in irgendwelchen Anstalten oder so als Dorftrottel so mitgehen durften. Man hat eigentlich ganz wenig gewusst und gekonnt und man hat es eben so akzeptiert. Und Steiner kriegt, macht das, nimmt diese Stelle und ist sehr glücklich darüber und formuliert uns Folgendes: [Vielleicht können wir auch mal kurz lüften]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Diese Erziehungsaufgabe wurde für mich eine reiche Quelle des Lernens.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;So fängt das an, schon spannend. Er sagt nicht, ich musste dem Kind etwas lernen, &#039;&#039;&#039;sondern ich habe was gelernt.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es eröffnete sich mir durch die Lehrpraxis, die ich anzuwenden hatte, ein Einblick in den Zusammenhang zwischen geistig-Seelischem und Körperlichem im Menschen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Es eröffnete sich mir etwas, was das physisch-Körperliche betrifft und das seelisch-Geistige. Wie ist das eigentlich miteinander verbunden? Ich übersetze, ich wiederhole. Da, wo es uns eigentlich nicht auftaucht, weil es so harmonisch und gesund ist. Da, wo es förderungsbedürftig ist, merke ich auf einmal, was nötig ist, wie es geht. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Da machte ich mein eigentliches Studium in Psychologie und Physiologie durch.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, wie funktionieren wir, Physiologie? Und wie ist die Seele beschaffen, indem sie sich dem Geistigen versucht, den Inhalten, dem seelischen Leben zu öffnen, wie ist die Psychologie? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich wurde gewahr, wie Erziehung und Unterricht zu einer Kunst werden müssen, die in wirklicher Menschenerkenntnis ihre Grundlage hat.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Ein junger Mann, 25, betreut ein schwer entwicklungsverzögertes Kind und kommt auf den Eindruck, das ist &#039;&#039;&#039;ein künstlerischer Prozess.&#039;&#039;&#039; Hier ist etwas gefragt, was ich jeden Moment neu schöpfen muss, wo ich voll anwesend sein muss, wo ich mich selber reflektieren muss, wo ich was lerne, viel mehr noch vielleicht als das Kind. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein ökonomisches Prinzip hatte ich sorgfältig durchzuführen. Ich musste mich oft für eine halbe Unterrichtsstunde zwei Stunden lang vorbereiten, um den Unterrichtsstoff so zu gestalten, dass ich dann in der geringsten Zeit und mit der möglichst wenigen Anspannung der geistigen und körperlichen Kräfte ein Höchstmaß der Leistungsfähigkeit des Knabens erreichen konnte.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Der junge Mann stellt fest, dieses vier, fünf, sechs, siebenjährige Kind, dem kann man etwas beibringen. Man muss sich aber sehr geschickt darauf vorbereiten, wie man es macht, dass man spielerisch an es herankommt. Und diese Vorbereitung, wie man das gut in Bilder bringt, wie man das gut macht, das braucht viel Überlegung und viel Hinwendung und die ist viel länger als die eigentliche Unterrichtsstunde. Man würde ja normalerweise sagen, jemand, der so intelligent ist, der muss sich doch darauf nicht vorbereiten. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Der Mann sagt uns, ich musste mich darauf intensiv vorbereiten und ich habe aber in diesem Lernen und in diesem Vorgehen eigentlich das vom Menschen gelernt, was ich später unbedingt gebraucht habe. Ich will gar nicht noch mehr von den Zitaten dazu lesen, sondern ich will einfach die Sache kurz, sozusagen dieses Fenster dann auch gleich wieder schließen. Der Junge schafft es, in die Schule zu kommen. Der kann doch so viel nachholen, dass er eigentlich als Kind mehr oder weniger beschulbar gilt. Und Steiner bleibt dran. Und das Kind kommt ins Gymnasium. Und Steiner braucht eigentlich nichts mehr machen. Das Kind macht Abitur und das Kind wird Mediziner, wird Arzt. Eine Biografie, die völlig unvorgesehen war. In der Gesellschaft gab es das damals nicht. Hydrocephalus-Kinder konnten eigentlich nicht zur Schule gehen, geschweige denn, dass sie ins Gymnasium gehen konnten, geschweige denn, dass sie studieren und dann noch Medizin und dann auch noch Arzt werden. Der Mann stirbt im Ersten Weltkrieg als Sanitäter - und &#039;&#039;&#039;für Steiner eine unglaublich wichtige Sache&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2884s Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04] ===&lt;br /&gt;
Und man sieht hier, ich mache jetzt einen ganz großen Bogen an das Ende des Vortrags heute Nachmittag, warum er von den &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftigen Menschen&#039;&#039;&#039; spricht und nicht von Behinderten. Steiner wird gefragt, ganz am Ende seines Lebens, von jungen Leuten in eurem Alter, wir wollen hier gerne in Jena eine Schule machen, eine Einrichtung, ein Heim für solche Kinder, wie dieser einer war. Und Steiner sagt, ja klar, unterstütze ich euch gerne. Kommt nach Dornach, ich mache euch eine Einweisung dafür, worum es da geht. Macht 14 Vorträge, die sogenannte heilpädagogische Kurs. Und ganz wesentlich ist, &#039;&#039;&#039;das sind gesunde Menschen, wie wir&#039;&#039;&#039; auch. Da ist nur eine &#039;&#039;&#039;besondere Pflege erforderlich&#039;&#039;&#039;. Seelenpflegebedürftig, nicht behindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein das zu kapieren, erklärt ganz viel von dem, was man Steiner oft ja zum Vorwurf macht, er sei irgendwie … hätte ein merkwürdiges Menschenbild. Überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, er ist weit seiner Zeit voraus. Er sieht sehr klar, auch der Mensch, der mit größeren Widerständen zu tun hat, der größere Probleme überwinden muss, ist genauso ein Mensch, hat genauso Menschenrechte wie ich und du. Ganz modern für diese Zeit. Er eckt damit auch an. Aber er zieht das knallhart durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist auch 1924, kurz vor seinem Tod, der Meinung, sogar im Gegenteil, diese Kinder haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Zuwendung&#039;&#039;&#039;, haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Hilfe und Unterricht&#039;&#039;&#039; und Schule zu kriegen als alle anderen. Und ein Wegsperren, ein Weggucken, ein Ignorieren, einen vor sich hin vergammeln lassen, ist sozusagen das Allerverwerflichste, was man machen kann. Ja, er spricht dann sogar in seiner geistigen Ausdrucksweise von dem Karma, von dem Schicksal und sagt, ihm kommt es so, als hätten diese Kinder, als hätten &#039;&#039;&#039;diese Menschen sich eine besondere Aufgabe vorgenommen&#039;&#039;&#039; in ihrem &#039;&#039;&#039;vorgeburtlichen Leben&#039;&#039;&#039;, um etwas wie für die Allgemeinheit, für die Menschheit im Ganzen zu erarbeiten, zu erringen, zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man solle &#039;&#039;&#039;möglichst viel Hochachtung&#039;&#039;&#039; vor diesen hohen Persönlichkeiten haben, die sich da verkörpern. Also er sagt nicht nur Gleichheit, sondern Achtung, liebe Freunde, uns geht es so ganz gut, aber wir haben nicht gecheckt, wenn man so etwas wie Reinkarnation und Karma überhaupt denken kann, dass möglicherweise gerade in diesen Persönlichkeiten sich Menschen einen Weg zur Erde gesucht haben, &#039;&#039;&#039;die ganz besonders Großes mitbringen&#039;&#039;&#039; und denen ganz besonders Großes eigentlich zu verdanken ist, die eine große Bedeutung haben. Darüber könnte man lange sprechen. Mir ist das gar nicht möglich. Ich würde da ziemlich schnell die Sprache verlieren, weil mich das sehr berührt. Meine Mutter ist Heilpädagogin gewesen aus diesem Impuls heraus. Und ich kenne viele solche Kinder. Ich bin mit solchen Menschen auch groß geworden. Und ich muss sagen, ich verdanke denen unglaublich viel. Ich möchte einfach nur behaupten zum Abschluss von diesem Fenster, unsere Menschheit, unsere Gesellschaft, unsere sozialen Zusammenhänge, unser Leben überhaupt wird unglaublich bereichert, vermenschlicht genau durch diese. Und wenn wir das nicht schnallen, sind wir eigentlich auf einem ganz schön üblen Trip. Und wir sind im großen Stil dabei. Wir treiben diese Kinder heute alle ab. Die allermeisten werden abgetrieben, weil man das früh erkennen kann mit der modernen Medizin. Und die Frage, was das eigentlich bedeutet für unsere Gesellschaft, die stellen wir uns gar nicht. Ich möchte da jetzt nicht tiefer einsteigen. Ich möchte nur meine persönliche Betroffenheit und meine persönliche Beziehung und meine persönliche Emotion zu diesem Thema doch auch zum Ausdruck bringen an dieser Stelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir springen ungefähr zehn Jahre weiter in die 90er Jahre. Der intellektuelle Steiner hat mittlerweile &#039;&#039;&#039;zwei Bücher&#039;&#039;&#039; geschrieben. Er hat einen &#039;&#039;&#039;Philosophie-Doktor&#039;&#039;&#039;. Er sitzt da immer noch in Weimar an diesem blöden Goethe-Ding. Das nervt ihn tierisch. Er macht alles Mögliche nebenbei, was irgendwie interessanter ist. Und es kommt ein Brief bzw., ja, es kommt ein Brief. Und der geht so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Sehr geehrter Herr,&#039;&#039; schreibt Kürschner. &#039;&#039;&#039;Kürschner ist der Verleger&#039;&#039;&#039; dieser Goethe-Gesamtausgabe. &#039;&#039;Sie werden wohl unschwer erraten, was mir heute wieder die Feder in die Hand zwingt. Zwei Jahre sind es in der nächsten Zeit, dass ich auf meine wiederholten Mahnungen das erste Telegramm von Ihnen erhielt: Manuskript folgt bestimmt Sonnabend. Es sind seither 87 Wochen vergangen und mindestens 4 ganz gleichlautende Telegramme auf meine Mahnungen an mich gekommen. Von dem letzten Band der naturwissenschaftlichen Schriften, aber noch kein einziges Blattmanuskript.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mann hat irgendwie &#039;&#039;&#039;ein Terminproblem.&#039;&#039;&#039; Und das ist typisch für diesen Mann. Das gibt es öfters. Der macht und will und tut ganz, ganz viel, ist wahnsinnig gescheit und kriegt echt auch was auf die Reihe, aber kriegt auch manches nicht auf die Reihe. Hat auch wirklich ein Problem mit der Zeit. Das schafft er dann irgendwann in späteren Jahren. Aber ich würde mal sagen, so ungefähr bis 1900 ist das ein Thema. Wie kann ich mich überhaupt selbst so organisieren, dass es schaffbar wird? &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3305s Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05] ===&lt;br /&gt;
Ich muss eine ganz, ganz wichtige Sache noch nachschieben, die in der Weimarer Zeit war - Entschuldigung, die in der Wiener Zeit war. Nämlich die &#039;&#039;&#039;Bekanntschaft&#039;&#039;&#039; mit dem sogenannten Kräutersammler. [[A:Felix Koguzki|&#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039;]] war ein &#039;&#039;&#039;Kräutersammler&#039;&#039;&#039; und der war wahrscheinlich so 40 Jahre ungefähr älter als Steiner, ein alter Mann. Und Steiner sieht den als ganz junger Kerl, 22, 25, im Zug. Er darf Zug fahren, weil er diese Eisenbahngesellschaft als Stipendiengeber hatte und hatte da ein billiges, also ein stark verbilligtes Ticket, mit dem er immer rausfahren konnte zu den Eltern und aufs Land und so. Und da sieht er diesen Mann, der stumm sprach, der hält sich … an den ranzukommen ist ganz schwierig, mit dem ins Gespräch zu kommen ist fast unmöglich. Aber er sieht, dass der morgens mit so einem riesigen Rucksack mit Kräutern in die Stadt fährt. Und dieser Kräutersammler ist eben wirklich ein professioneller Kräutersammler in einem kleinen Mittelgebirge südöstlich von Wien und der &#039;&#039;&#039;versorgt die Wiener Apotheken&#039;&#039;&#039;. Man muss sich ja klarmachen, im 19. Jahrhundert gab es noch nicht ein einziges allopathisches Mittel. Die ganze &#039;&#039;&#039;moderne Medizin gibt es noch nicht&#039;&#039;&#039;, aber es gibt eine Großstadt mit Apotheken. Und die Apotheker waren selber Pharmazeuten. Das sieht man ja manchmal noch in alten Apotheken, dass irgendwie so Mörser noch so stehen und dass das noch so ein bisschen dekoriert ist. Früher konnte, im 19. Jahrhundert, konnte der Apotheker aus den gelieferten Kräutern alle möglichen Zubereitungen und Medizin machen. Und dieser Kräutersammler, der muss schon auch Qualität bringen. Sonst bezieht man es bei jemand anderem. So viel vielleicht für das Äußere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich wieder vorlesen, weil ich eigentlich finde das wichtig, dass man das auch im Original hat und nicht nur in meiner Schilderung. Also er ist da mehrfach gefahren und irgendwie interessiert ihn dieser Mann, aber er kommt nicht so richtig ran. Und dann irgendwann gelingt es doch, mit ihm ein bisschen in Kontakt zu kommen. Und jetzt schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man musste gewissermaßen erst seinen geistigen Dialekt lernen, nach und nach. Wenn man mit ihm zusammen war, konnte man tiefe Blicke in die Geheimnisse der Natur tun. Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nochmal:  E&#039;&#039;&#039;r trug auf seinem Rücken das Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&#039; Also, das ist der Steiner in eurem Alter. Der sitzt mit jemandem im Zug und spricht mit ihm und trifft ihn immer wieder und kommt viel später zu solchen Formulierungen, aber die wird er schon auch so erlebt haben. Dieser Mensch kann etwas sagen, eben fast nicht. Der hat &#039;&#039;&#039;ein Erlebnis von einem geistigen Zusammenhang dieser Natur&#039;&#039;&#039;, aus der dieses Kraut jetzt sozusagen wie eine Kondensation ist, wie ein Herausfallen ist. Kommt ihr mit? Man kann sich ja lange fragen, was macht eine Pflanze zur Heilpflanze? Und man kann sich lange fragen, &#039;&#039;&#039;was ist eigentlich Heilung&#039;&#039;&#039;? Und wie docke ich da an? Und wie kommen eigentlich die Kräfte der Zerstörung oder des Kranken, des Pathologischen, und wie kommen die Kräfte der Gesundung in mich? Und wie komme ich da dran? Und so weiter. Und wie werden die wirksam? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier erlebt ein junger Mensch, da ist ein alter Kerl, der ist da irgendwie so unterwegs und sucht die richtigen Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt am Tageslauf und so weiter. Dann trocknet er die auf eine bestimmte Weise und so. Und dann wickelt er die da so ein und verkauft die da so. Und darin hat er ein Erlebnis von diesen Kräften, die da wirksam werden. Sonst geht das gar nicht. Also das kann man sich ja so vorstellen. Aber das als 25-Jähriger bei einem anderen in der S-Bahn zu erleben, das ist natürlich schon eine Leistung. Und den auch noch zum Sprechen zu bringen. Und es kommt dann dazu, dass er diesen Felix Koguzki besuchen darf. Das schildert er sehr genau. Er macht später auch &#039;&#039;&#039;eine Art Denkmal für diesen Mann&#039;&#039;&#039;, weil er in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist. Das schreibt er auch. Also er darf den besuchen und möchte eigentlich mehr davon. Er möchte irgendwie an diese unglaubliche &#039;&#039;&#039;Geistigkeit der Natur&#039;&#039;&#039;, die dieser Mann in sich erleben kann, da möchte er irgendwie drankommen. Und das gelingt nur ganz, ganz partiell und anfänglich, weil dieser Mann das selber gar nicht formulieren kann. Sondern der erlebt das einfach und arbeitet damit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieser Mann schickt den jungen Studenten zu einem anderen. Und das ist für Steiner ganz, ganz bedeutsam. Und über diese Person schweigt er sich völlig aus. Den besucht er zwei, dreimal und sagt uns nur, &#039;&#039;&#039;der hat mir meinen Lehrer vermittelt.&#039;&#039;&#039; Und das war ein Mensch, der konnte mir helfen, &#039;&#039;&#039;die Ordnung&#039;&#039;&#039; in das, &#039;&#039;&#039;was man geistig wahrnimmt&#039;&#039;&#039;, zu bringen. Die Struktur, dass man darüber so greifen kann, dass man darüber sprechen kann und dass es eine Logik bekommt. Und er sagt nur, &#039;&#039;&#039;mein Meister.&#039;&#039;&#039; Und er sagt, vielleicht zwei oder dreimal hat er den getroffen und das war&#039;s. Und wenn man jemand seinen Meister nennt - das macht er nur einmal, nämlich bei dieser Person - dann hat das eine bestimmte Qualität. Und wenn das jemand ist, der ganz offensichtlich weit über unser Wahrnehmungsvermögen hinaus Wahrnehmungen hat, dann hat das noch eine größere Bedeutung. Also ganz offensichtlich ist dieser Felix Koguzki mit diesem Vermögen, &#039;&#039;&#039;in der Natur das Geistige wahrzunehmen&#039;&#039;&#039;, für ihn eben wie eine Schlüsselfigur, dass er noch zu etwas kam, was für ihn und seine vielen Wahrnehmungen, die er hatte, irgendwie eine Ordnung, irgendwie ein besseres Umgehen ermöglichte. Er &#039;&#039;&#039;spricht bis 1900&#039;&#039;&#039; überhaupt &#039;&#039;&#039;nicht von dieser Innenwelt.&#039;&#039;&#039; Und wie er dazu kommt und was das eigentlich dann ausgelöst hat und wie diese Situation dann in Berlin ist, das würde ich dann gerne nachher besprechen. Es ist äußerlich einfach so, dass er von ungefähr 1890 bis 1896 ist er in Weimar, immer noch mit dieser Goethe-Geschichte beschäftigt. Und man kann sagen, ab 1897 Berlin. Und diese Situation, wie das eigentlich da um die Jahrhundertwende in Berlin war und was er da erlebt hat und wie das da eigentlich dann dazu kam, dass er sozusagen plötzlich darüber sprechen und schreiben konnte, was da eigentlich für ihn die Anthroposophie dann wurde, oder so hat er es ja dann viel später erst genannt, das möchte ich dann gerne nachher um halb drei fortsetzen. Herzlichen Dank bis hierher des Zuhörens!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 2 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3873s Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33] ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns in der ersten Einheit beschäftigt mit dem Rudolf Steiner bis 1900, der unglaublich Begabte, der Suchende, der Philosoph, derjenige, der mehrere Gesamtausgaben gemacht hat von anderen Literaten und Philosophen, demjenigen, der sich an dieser Goethe-Arbeit, man könnte sagen, abgearbeitet hat, der daran sich wirklich abgemüht hat und gleichzeitig dadurch - und das formuliert er auch - in gewisser Weise mit dem Übersinnlichen, mit dem Geistigen eben durch den Goethe, wie gebremst wurde, wie systematisiert wurde, wie immer wieder neu in diese Verhältnismäßigkeit zwischen Sinnlichem und Übersinnlichem gekommen ist. Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht &#039;&#039;&#039;eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können&#039;&#039;&#039;, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem, wie ist eigentlich in dem, was man übersinnlich wahrnimmt, wie ist das verbunden mit dem Sinnlichen. Und ich kürze das jetzt ein bisschen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner sagt dann letztendlich, durch das vorher sich &#039;&#039;&#039;in dem Übersinnlichen orientiert haben,&#039;&#039;&#039; war es mir ein wirkliches Problem, i&#039;&#039;&#039;m Sinnlichen mich zurechtzufinden&#039;&#039;&#039;. Also man hat den Eindruck, er will und muss sich mit &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaft und mit Erkenntnistheorie&#039;&#039;&#039; und mit Systematik auseinandersetzen, damit er diesen Weg systematisch und ordentlich geht. Und das hat dann 10, 15, 20 Jahre später eine riesige Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich will jetzt anders vorgehen in diesem zweiten Teil und möchte, ja wie voranstellen etwas, was sehr wichtig ist. Steiner, von dem wir wissen, dass &#039;&#039;&#039;er 6000 Vorträge in seinem Leben gehalten hat,&#039;&#039;&#039; dass er ungefähr 25 Bücher, &#039;&#039;&#039;30 Bücher&#039;&#039;&#039;, je nachdem, wie weit man die ganzen &#039;&#039;&#039;vielen Aufsätze&#039;&#039;&#039; dazu zählt, produziert hat. Der unglaublich fleißig war, der immer wieder Neues entdeckt hat, der aber von sich selber sagt, ist nicht meine Entdeckung, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Bin nicht ich, sondern ich habe eigentlich formuliert, ich habe eigentlich systematisiert, &#039;&#039;&#039;ich habe eigentlich Zugänge geschaffen&#039;&#039;&#039;, ich habe eigentlich das, was man übersinnlich seit Jahrtausenden weiß und kennt und wie in Untergrundströmungen - er würde vielleicht sagen, wie in Geheimschulen bekannt war - das habe ich sozusagen erstens mal systematisiert und zweitens mal öffentlich gemacht. Ich glaube, man versteht nichts bei Steiner, wenn man nicht dieses Grundmotiv sieht. Derjenige, dem die Weisheitslehren erschließbar sind, demjenigen, der, ob es die indischen, die fernöstlichen, die christlichen, die theosophischen Weisheitslehren sind, das kann der sich erschließen, da kann der mit umgehen, das hat der vor sich und der schafft es jetzt, uns das in eine nachdenkbare, in eine logische, in eine bearbeitbare Struktur zu bringen. Das ist, glaube ich, sein Hauptziel und auch sein &#039;&#039;&#039;Haupt- Erreichnis&#039;&#039;&#039; und er wird dann später, ja die Leute,  … Sie sind ja ein ganz Großer und sie haben sich ja uns die ganze Geisteswissenschaft, die ganze Welt des Unsichtbaren zugänglich gemacht! Und so sagt er: Vorsicht, ich habe &#039;&#039;&#039;das beschrieben, was einfach überall schon da war.&#039;&#039;&#039; Das sind ganz wenige wirklich neue Ideen und wir haben gearbeitet über die Idee der Dreigliederung, von der er dann in dem Moment sagt, ja das ist nun wirklich eine, die ich entdeckt habe, die es natürlich schon vorher gab, aber die ich so vielleicht das erste Mal formuliert habe. Aber vieles, vieles andere gibt es eigentlich schon und ich habe es nur &#039;&#039;&#039;in eine Art moderne Sprache und Denkbarkeit&#039;&#039;&#039; gebracht, Logik gebracht, in der man es heute verstehen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4195s Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55] ===&lt;br /&gt;
Und immer wieder weist er bei solchen Situationen von sich weg und sagt, es ist eine &#039;&#039;&#039;Zeitnotwendigkeit.&#039;&#039;&#039; Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine &#039;&#039;&#039;Erweiterung nach der geistigen Seite&#039;&#039;&#039;. Hinter dem sinnlich Sichtbaren, hinter dem physisch sinnlich Sichtbaren, das zu finden, das zu suchen, das damit umzugehen, was bildend, was gestaltend, was wirksam ist, in dem sinnlich Sichtbaren, diese Erweiterung, die ist sein eigentliches Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das vielleicht so als Überschrift für diesen zweiten Teil. Und wir sehen ihn um 1897, 98, 99 in Berlin und wir sehen einen Philosophen, wir sehen einen Anarchisten, wir sehen einen Sozialisten, wir sehen einen Menschen, der arm ist, der eine Witwe geheiratet hat, die vier Kinder hat, um die er sich mitkümmert. Wir sehen einen Menschen, der Lehrer ist, plötzlich der &#039;&#039;&#039;Lehrer an einer Arbeiterbildungsschule&#039;&#039;&#039; wird, der jede zwei Wochen eine &#039;&#039;&#039;Zeitschrift herausgeben&#039;&#039;&#039; muss, mühsames Geschäft. Man hat als jemand, der eine Zeitschrift herausgibt und dann noch ein offizielles Blatt der deutschen Bühnen und Schauspielhäuser, diese Zeitschrift herauszugeben, bedeutet, alle zwei Wochen muss da was zusammen sein, das muss veröffentlicht werden und wenn die Autoren einen wieder mal hängen gelassen haben, muss man selber sich irgendwas aus der Feder saugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, nach vier Jahren gibt er das endlich ab und ist so froh drum, das los zu sein, diese Qual, dass er immer sich damit, viele Zeit, er macht das eigentlich sehr gerne, er ist absolut up to date, diese Zeitschrift muss sozusagen ständig das Neueste von der Kunst, von dem Schauspiel, vom Theater, von der Oper, von den Romanen, das muss diese Zeitschrift bringen. Aber es ist mühsam und es ist sehr mühsam als Herausgeber, wenn man nur wenige Autoren hat und die Autoren einen hängen lassen und man eigentlich Tag und Nacht kämpft dafür, dass in zwei Wochen schon wieder die nächste Ausgabe da sein muss. Und wir sehen einen Menschen, der eigentlich sucht, der eigentlich, wo man sich fragen kann, was willst du eigentlich, &#039;&#039;&#039;wo willst du eigentlich hin?&#039;&#039;&#039; Diese Frage haben sich manche von den Biografen gestellt und sie sind immer wieder zu dem Punkt gekommen, ja, vielleicht wollte er eigentlich einen Lehrstuhl für Philosophie haben, aber ich glaube das gar nicht. Er hat eine Promotion gemacht in Philosophie, er hat diese wunderbare Schrift der [[A:Philosophie der Freiheit|Philosophie der Freiheit]], &#039;&#039;&#039;der Mensch ist da frei&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wo er sich seines Denkens bedient&#039;&#039;&#039; und in seinem Denken sich selbst begründet. Also auch ein höchst individualismusmäßiges Grundwerk. Und er sucht, so kommt es mir jedenfalls vor.  Er hat diese massive Anbindung an Goethe und er schreibt 1999 schon einen Aufsatz über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie|Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]] und schreibt von dem Ich und von dem &#039;&#039;&#039;Höheren Ich.&#039;&#039;&#039; Und da hätte man schon auch hellhörig werden können, es ist aber niemand hellhörig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben ging so weiter, er hat bestimmt dreimal die Woche abends in der &#039;&#039;&#039;Arbeiterbildungsschule Unterricht&#039;&#039;&#039; gemacht, eine wunderbare Sache, ein paar von diesen Unterrichten sind mitgeschrieben. Und diejenige, die das gemacht hat, die hat das später in Text gebracht, das ist sehr, sehr lesenswert, über Geschichte. Aber er hat da unterrichtet über alles mögliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4466s Ein Wandel vollzieht sich: Vorträge vor der Theosophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner lässt das Geistige nun erstmals durch seine Darstellungen durchleuchten  01:14:26] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es am 23. September 1900 kommt es dazu, dass er eingeladen wird in einer Gesellschaft, in der er überhaupt noch nicht unterwegs war. Und zwar sind es Menschen, die in so ein bisschen adeligem, erlauchten, sehr gutbürgerlichen, wohlhabenden Zusammenhängen leben und die da in Berlin so ihren Sitz haben, so ein ordentliches, man würde sagen Halbschloss. Also schon wirklich Residenz. Diese meisten von denen hatten auch noch große Ländereien irgendwo im Osten und waren dann im Sommer auf ihren Gütern. Und im Herbst zog man dann wieder nach Berlin und lebte den Winter über in der Stadt und so. Also ein Kreis von Menschen, die waren schon in der Zeit, die interessierten sich schon sehr für moderne Kunst, für fremde Sprachen, für die Kultur überhaupt, für die Dichtung, für die Musik, fürs Schauspiel. Und die pflegten so &#039;&#039;&#039;eine Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sich jetzt &#039;&#039;&#039;mit Theosophie und übersinnlichen Tatsachen beschäftigte&#039;&#039;&#039;, aber auf eine ganz anachronistische Art, kann man eigentlich sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine Art, die sehr &#039;&#039;&#039;an dem Indischen angelehnt&#039;&#039;&#039; war und die durch eine russische Theosophin halt  ihre Prägung bekommen hatte, Blavatsky [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Helena Petrovna Blavatsky|Helena Petrovna Blavatsky]]]. Und diese &#039;&#039;&#039;theosophische Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die gab es in Deutschland gar nicht. Das war eine indisch-englische Geschichte, amerikanische. Und in Deutschland gab es nur eine Sektion, eine Abteilung, kann man sagen. Es gab keine eigenständige Landesgesellschaft. Und die hatten eben in Berlin dieses, ich möchte mal sagen, Teekränzchen, diese Nachmittags-, Spätnachmittagsveranstaltung. Ich kann so ein bisschen darüber auch lästern sprechen, weil meine Urgroßmutter zu genau diesen Kreisen gehörte. Da fuhr dann nachmittags zwischen dem Flügel und der Sitzgruppe, fuhr dann der Diener mit der weißen Livree, Handschuhe und dem weißen Tuch da herein und brachte die Früchte, so zur Unterhaltung. Und dort ließ man also Dichter und Literaten und Künstler auftreten, um - ja schon in guter Weise einfach an der Kultur teilzunehmen, um up to date zu sein, um sich mit solchen Sachen zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun wurde Steiner da eingeladen und zwar aus einem ganz merkwürdigen Anlass. Es war nämlich so, dass er sich in den Weimarer Jahren mit der Witwe, späteren Witwe, also mit der, ne Entschuldigung, mit der Schwester, mit der Schwester von Friedrich Nietzsche beschäftigt hatte und dadurch auch einmal wirklich noch an den [[A:Friedrich Nietzsche|Friedrich Nietzsche]] rankam, kurz vor seinem Ableben. Da war er eben schon ganz umnachtet, wie man so sagt, also er war ganz unansprechbar und lag nur noch auf so einem Kanapeé. Und Steiner hat ihn da besucht und &#039;&#039;&#039;hatte ein starkes Erlebnis&#039;&#039;&#039; von dieser Persönlichkeit und hat eben auch dann eine Schrift verfasst, &#039;&#039;&#039;Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 5|GA 5]]] und hat versucht, eigentlich das Motiv bei Nietzsche zu suchen. &#039;&#039;&#039;Wer ist eigentlich Nietzsche&#039;&#039;&#039; und was hat Nietzsche eigentlich zu bedeuten? Und zu diesem Thema wird er jetzt bei dieser adeligen &#039;&#039;&#039;Theosophischen Teegesellschaft eingeladen&#039;&#039;&#039;, da im September 1900 und die sind begeistert. Die finden es cool, was er da so vorbringt. Und am Ende dieses Vortrags kommen sie zu ihm und sagen, können Sie nicht nächste Woche wieder? Und er sagt ja, er ist immer scharf da drauf, weil er bettelarm ist. Und zu was soll ich denn sprechen? Was wollen Sie denn? Nietzsche haben wir jetzt abgegrast, so ungefähr. Und dann sagen die nur, ja, was Sie wollen. Und dann überlegt er sich das. Und dann spricht er am 29. am Michaelitag 1900 vor dieser Gesellschaft und spricht über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039;. Das ist ja ein Widerspruch, was Geheimes kann sich nicht offenbaren. Also das ist ja schon merkwürdig. Und Goethe nennt das selber so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe eben schon darauf hingewiesen, indem ich gesagt habe, ja, &#039;&#039;&#039;Goethe spricht da in geheimnisvollen Bildern&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Steiner übersetzt die mit dem höheren Ich&#039;&#039;&#039;. Und diese Theosophen merken auf einmal, da gibt es eine Welt. Und da gibt es einen Mann, der kann uns da was zu sagen. Das ist ganz unglaublich. Und er selber formuliert das jetzt folgendermaßen. Das möchte ich gerne nochmal im Original vorlesen, dieses Zitat. Ich kann es zwar eigentlich auswendig, aber ich will dann doch nicht ins Holpern kommen. Also die Gesellschaft fand im Salon der &#039;&#039;&#039;Graf und Gräfin von Brockdorf&#039;&#039;&#039; statt. Und dieses Thema, was er da sich eben dann selber wählt, Goethes geheime Offenbarung. Und da kommt jetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Vortrag wurde ich in Anknüpfung an das Märchen,&#039;&#039; [Goethes Märchen]&#039;&#039;, ganz esoterisch. Es war ein wichtiges Erlebnis für mich, in Worten, die aus der Geistwelt herausgeprägt waren, sprechen zu können. Nachdem ich bisher in meiner Berliner Zeit durch die Verhältnisse gezwungen war, das Geistige nur durch meine Darstellungen durchleuchten zu lassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er empfindet das als einen Punkt, der jetzt für ihn ganz wesentlich war. Und die empfinden das auch so. Und ich möchte ausdrücklich hinweisen auf dieses Buch, was erst ein paar Jahre alt ist. Ein &#039;&#039;&#039;Norweger&#039;&#039;&#039;, ein toller Autor, ein Literat, glaube ich. Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühen Berliner Jahre, 1897 bis 1902. [Kaj Skagen, &#039;&#039;&#039;Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühe Berliner Jahre 1897-1902&#039;&#039;&#039;] Der versucht zu fassen, was ist da eigentlich passiert? Wie geht es eigentlich, dass dieser Mann einen solchen Wandel vollzogen hat? Und er weist eigentlich wunderschön nach, da ist eine Kontinuität, da ist eine Logik, da ist ein Sinn drin. Und der wird eben im Nachhinein deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4914s Beginn einer ausgedehnten Vortragstätigkeit 01:21:54] ===&lt;br /&gt;
Er sucht jetzt mit diesen zunächst sehr elitären und sehr eingeengten Gruppen, also mit dieser speziellen Gruppe sucht er jetzt eine kontinuierliche, konzentrierte, schnell und intensiv fortschreitende Arbeit. Er spricht dort wöchentlich und schon ein halbes Jahr später fasst er diese Vorträge in einem Buch zusammen. Es dauert nicht lange und diese deutsche Sektion wird größer und größer. Und es tauchen jetzt vor allem Frauen auf, die für die ganze Entwicklung der Anthroposophie dann sehr bedeutsam werden, die ihn bitten, da weiterzumachen und die ihre komplette Arbeitskraft da zur Verfügung stellen und das vorantreiben. Es kommt wieder zu einer &#039;&#039;&#039;Zeitschriftbegründung&#039;&#039;&#039;. Er hat jetzt wieder eine Zeitschrift an der Backe, aber eben jetzt mit seinen Inhalten, nicht für die deutschen Bühnen, sondern für die theosophische Gesellschaft. Er wird deren &#039;&#039;&#039;Generalsekretär&#039;&#039;&#039;. Er kommt in eine Lebenssituation nach zwei, drei Jahren schon, wo er eigentlich ganz viel unterwegs ist. Er ist eigentlich hauptsächlich nicht nur in Deutschland, sondern man kann sagen in Mitteleuropa, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Norditalien, Schweiz, Österreich, überall im, man könnte sagen, deutschsprachigen Raum unterwegs. Und so ein Typisches, so ein Setting war ungefähr so, das ist irgendwie eine Stadt, sagen wir mal Leipzig oder Kassel oder Düsseldorf oder Stuttgart. Er kommt da hin, da gibt es &#039;&#039;&#039;einen öffentlichen Vortrag&#039;&#039;&#039;, da mietet man einen großen Saal an. Dann gibt es einen sogenannten &#039;&#039;&#039;Zweigvortrag&#039;&#039;&#039;, der jeweils für den Zweig der theosophischen Gesellschaft dann war. Dann gibt es möglicherweise eine &#039;&#039;&#039;Logenarbeit&#039;&#039;&#039;, das hieß eine intime meditative Übungseinheit für wenige. Und dann gab es vielleicht noch einen zweiten Zweigvortrag und dann reiste er wieder ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und viele von diesen Vorträgen reihen sich hintereinander. Die kann man eigentlich gar nicht so ganz gut verstehen, wenn man die nicht hintereinander hat. Und die sind aber dann in zwei oder drei Städten gehalten. Und so kommt es dann auch sehr schnell dazu, dass die &#039;&#039;&#039;mitstenografiert werden&#039;&#039;&#039; und als sogenannte &#039;&#039;&#039;Zyklen&#039;&#039;&#039; zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden. Er schreibt ein zweites, ein drittes Buch, es kommt zu diesem Grundlagenwerk, &#039;&#039;&#039;die Theosophie&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 9|GA 9]]]. Davon haben ja manche ein paar Seiten mitgekriegt, 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5088s Entfremdung von den Theosophen: Eine Anwendung der Theosophie im praktischen Leben findet kein Interesse 01:24:48] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt ändert sich die Situation schon dahin, dass man eigentlich das Gefühl hat, er versucht seinen Zuhörern zu sagen, hey, mit dieser Geisteswissenschaft kann man etwas im praktischen Leben machen. Das ist nicht nur für ein schönes Leben und für ein gutes meditatives Erfahren der eigenen geistigen Individualität oder großer Weltzusammenhänge, sondern man kann in der Welt manches einfach wesentlich besser machen, wenn man aus dieser Quelle schöpfen kann. &#039;&#039;&#039;Und das wollen die nicht hören.&#039;&#039;&#039; Ganz deutlich. Mir ist das ganz deutlich, an vielen Stellen. Er spricht über die Erziehung des Kindes 1905, einen wunderbaren Vortrag und mehrfach und sicher auch nicht alles dokumentiert. Passieren tut daraufhin gar nichts. Das interessiert die eigentlich nicht. Da sind immer wieder Ärzte und Ärztinnen, er macht medizinische Andeutungen. Das interessiert die gar nicht, dass man damit irgendwie einen Bezug zur Medizin hätte, der einen vielleicht da auch tiefer und weiter und größer therapieren lässt. Gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat eigentlich den Eindruck dann in dieser zweiten Phase, ich sag mal ungefähr von 1905, 1907 bis dann 1909, 10, 11, er sucht eigentlich überall, wie könnte die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; jetzt irgendwie langsam &#039;&#039;&#039;fruchtbar werden.&#039;&#039;&#039; Es heißt da noch Theosophie und es ist noch auch schon sehr stark von diesem Kreis dominiert, der da den Anfang gemacht hat. Aber es sind jetzt auch schon viele andere Menschen dabei. Es ist eine wirklich eingetragene Gesellschaft, da wird man Mitglied. Es sind, ich glaube, &#039;&#039;&#039;15.000 Mitglieder in Deutschland&#039;&#039;&#039;, irgendwie um &#039;&#039;&#039;1907&#039;&#039;&#039; oder so. Also das ist wirklich angewachsen, es hat eine Bedeutung. Auch die Kulturschaffenden, die Maler, die Bildhauer, die Literaten, die Lyriker, die hören sich das an. Steiner ist interessant, also das ist die Zeit, in der in München &#039;&#039;&#039;Kandinsky&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Wassily Kandinsky|Wassily Kandinsky]]] Steiner hört und so weiter. Aber es passiert ganz, ganz wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5234s Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14] ===&lt;br /&gt;
Und es gibt dann ein erstes Moment, was sehr wichtig ist für die weitere Entwicklung. Und das sind die sogenannten &#039;&#039;&#039;Mysterienspiele in München&#039;&#039;&#039;. Und es beginnt mit einem Stück, man sollte vielleicht gar nicht an Theaterstück denken, sondern man sollte eigentlich an eine beispielhafte Erzählung über wiederholte Erdenleben und esoterische Zusammenhänge oder schicksalsmäßige Zusammenhänge von einer Menschengruppe. Sowas wird da dann eigentlich geschildert. Und da gibt es eine Vorentwicklung, das ist das erste Mal, das ist noch gar nicht von ihm, sondern das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird. Und dann sind das die Mitglieder der Gesellschaft, das sind keine Schauspieler, sondern das sind die Leute selber. Und der Saal wird selber dekoriert mit so Tüchern, kriegt da so einen bestimmten Ausdruck. Dann kommen solche Siegel dazu, so goldene Formen und so weiter und so weiter. Und dann wird da geübt und zum Schluss im August wird das eben aufgeführt. Und es geht eine ganze Woche immer wieder und dazwischen sind immer Vorträge von ihm und so. Also das ist wie so ein Sommer-Event, so ein Sommer-Festspiel oder so dieser Gesellschaft. Und das Theater ist gemietet in den Sommerferien, das Theater hat Ferien, man mietet dieses Theater während den Ferien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich sind es dann eben &#039;&#039;&#039;fünf solche Aufführungen&#039;&#039;&#039; hintereinander, jedes Jahr eine weitere. Die nächsten Stücke sind dann eben von ihm selber geschrieben. Das muss man sich so vorstellen, er kommt morgens zu den Proben mit den nächsten Szenen für die Leute und verteilt denen &#039;&#039;&#039;die Texte handgeschrieben&#039;&#039;&#039;, die wahrscheinlich in der Nacht vorher entstanden sind. Und dann üben die und dann am nächsten Morgen geht es weiter. Und irgendwie nach zwei, drei Wochen ist das Stück zusammen und die verschiedenen Szenen hintereinander und dann wird es aufgeführt. Und das nächste Jahr kommt das nächste Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5390s Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen plötzlich ein paar &#039;&#039;&#039;Architekten&#039;&#039;&#039; und ein paar andere Mitglieder und sagen, ja, also schön und gut diese Sommerspiele, aber das reicht doch eigentlich nicht. Können wir nicht so eine Bühne wirklich selber haben? Sollten wir nicht was bauen, wo die theosophischen deutschen Festspiele, Mysterienspiele, wo die eine Heimat haben? Und Steiner, ja klar, machen Sie doch, ist doch super! Und die versuchen. Und die verhandeln mit der Stadt München. Und die haben schon ein Grundstück, das ist so richtig, da gibt es Pläne von, das ist so richtig riesige Sache, das sind vier, fünf, sechs so Wohnblöcke, die sozusagen so ein Areal, wo man da, also eine Bühne mit einem Saal und das ist eine runde Bühne, ein größerer, runder Saal, so zwei Halbkreise oder drei Viertelkreise. Da gibt es Räume für Farbtherapie, da gibt es alles Mögliche. Und schlussendlich wollen die Stadtväter in München doch nicht. Diese komischen Theosophen, das wollen sie nicht haben. Das wird erst 1913, 12, 13 so richtig klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da taucht ein Mitglied auf, das &#039;&#039;&#039;aus Basel ist, ein Zahnarzt&#039;&#039;&#039;, und der sagt ja, also wenn es an einem Grundstück mangelt, ich habe da noch so ein Grundstück bei Basel, das ist so eine Apfelwiese, die würde ich gerne dafür hergeben. Und Steiner fährt sozusagen übermorgen dahin, guckt sich das an, läuft da drei Tage durch alle, durch die ganze Landschaft, durch alle Höhlen in Arlesheim und so weiter und stellt fest, das ist eigentlich super. Und ich glaube, drei Wochen später ist die Baugenehmigung, der Bauantrag bei der Behörde und &#039;&#039;&#039;drei Monate später wird gebaut&#039;&#039;&#039;. Ein unglaubliches Tempo - zack, zack, zack, zack, es geht los. Und jetzt geht es sozusagen Schlag auf Schlag. Und es ist schon interessant, dass ein Bau einer Gemeinschaft ist - man kann hier das vielleicht nachher auch, könnt ihr euch das hier angucken, es ist ein wunderbares Heftchen, wo nicht die Anthroposophen, sondern eigentlich &#039;&#039;&#039;die Welt der Architektur,&#039;&#039;&#039; die hat sich dieses Themas, eine Architekturzeitschrift - die hat einmal das Schwerpunktthema Bauen und Gemeinschaft. Und die entdecken eigentlich, die Anthroposophen haben da eigentlich vor dem Ersten Weltkrieg der Bau der Gemeinschaft. Und da sind diese zwei Kuppeln zu sehen und diese ganzen Menschen auf dem Gerüst, viele, viele von diesen theosophischen Mitgliedern, die da anfangen zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es zu dem &#039;&#039;&#039;Konflikt,&#039;&#039;&#039; schon lange gibt es einen Konflikt, aber jetzt kommt es zur Eskalation, kann man sagen, mit der &#039;&#039;&#039;theosophischen Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sollen jetzt also bestimmte Lehren vertreten werden. Und Steiner hat schon 1901 gesagt, wenn ich da Generalsekretär werde, nur unter der Bedingung, dass ich das lehre, was ich für richtig halte. Ich werde mich hier &#039;&#039;&#039;keiner irgendwie gearteten Doktrin beugen&#039;&#039;&#039;. Und als das immer enger und schwieriger wurde und eigentlich er jetzt bestimmte indischen Weisheitslehren, die die neue Weltvorsitzende dazu verkündete, die jetzt da auch sozusagen predigen sollte und so, dann wurde das immer schwieriger und irgendwann kam es zur Trennung. Und er sagt dann, ja, wir begründen jetzt eine Gesellschaft, die geht vom Menschen aus. &#039;&#039;&#039;Anthropos und die Weisheit des Menschen&#039;&#039;&#039; liegt da im Namen drin und die kann man jetzt einfach synonym nehmen. Alles, was ich vorher mit Theosophie benannt habe, das kann man jetzt mit Anthroposophie benennen und damit ist auch eine gewisse Kontinuität da. Er entwickelt schon vor dem Ersten Weltkrieg 12, 13 [1912, 1913] eine ganze Menge von sogenannten &#039;&#039;&#039;esoterischen Stunden&#039;&#039;&#039;, Unterweisungen, wie jetzt durch das eigene Üben jeder Mensch in die Fähigkeit kommt, das auch wahrzunehmen, was sozusagen der Blick in die geistige Welt ist. Und er ist fortgesetzt weiter damit beschäftigt, Vorträge zu halten und auch Schriften zu machen. 1910 erscheint das große Grundlagenwerk [[A:Die Geheimwissenschaft im Umriss|Die Geheimwissenschaft im Umriss]], wo er sozusagen nochmal die Theosophie und die Frage der Welt, überhaupt der Weltentstehung zusammenfasst - &#039;&#039;&#039;das grundlegende Werk&#039;&#039;&#039; der ganzen anthroposophischen Welt und Menschen-Auffassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher schon auch in dieser ersten Zeit um diese Begründung des ersten Baus in Dornach kommt es dazu, dass eine Frau kommt. Ja, ihre Tochter, die ist glaube ich 16 oder 17, die möchte so gerne so ein Tanzballett machen und ob es da nicht was Besseres gäbe. Ihr käme das Ballett so steif vor. Und Steiner sagt, na klar, schicken Sie die mal zu mir, wir können doch mal was entwickeln, wir können doch mal was ausprobieren. Und zack, kommen ein paar neue noch dazu und so. Und so entsteht die [[A:Eurythmie|Eurythmie]] als eine wirklich &#039;&#039;&#039;neue Bewegungskunst,&#039;&#039;&#039; die völlig aus dem Bedarf heraus von Menschen entwickelt wird und immer an den konkreten Fragen weiterentwickelt wird: Geführte, gefühlte Bewegung. Also von innen heraus geführt, aber empfunden, ein bestimmtes, nicht irgendwas gefühlt, sondern jeweils etwas ganz Bestimmtes und aber alles in Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tanz, eine Bewegungskunst. Und das fängt eben an mit ganz einfachen &#039;&#039;&#039;Übungen mit Sprache&#039;&#039;&#039;. Er spricht dann oft davon, dass die Eurythmie eigentlich die äußere Erscheinung dessen ist, was hier in uns passiert, wenn wir sprechen, wenn wir sozusagen die Luft bewegen mit unseren Sprachorganen. Dasjenige würde auch sozusagen äußerlich durch den ganzen menschlichen Körper dargestellt werden, wenn man Eurythmie macht. Und dann später kommt die &#039;&#039;&#039;Ton-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu und ganz viel später kommt noch ziemlich zu seinem Ende hin die &#039;&#039;&#039;Heil-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu. Und so ist diese ganze Bewegungskunst. Es sind, glaube ich, insgesamt 5000 Skizzen gibt es, wo Eurythmistinnen dann zu ihm kommen und sagen, ja, also können Sie mir zu dem und dem Gedicht eine Form, eine Laufform auf der Bühne machen. Und dann liest er das Gedicht und während er liest und so, dann entsteht eine Form. Und dann erklärt er, wie die Ton-Eurythmie geht und so. Und dann macht er zu vielen, vielen Musikstücken solche Formen. Und es ist schon sehr erstaunlich, wenn man mit Leuten spricht, die sich 20 Jahre mit Eurythmie beschäftigt haben und mit diesen Formen und selber auch solche Formen entwickeln und so, wie die die interpretieren, was der wohl da erlebt hat und &#039;&#039;&#039;wie er das wohl konnte&#039;&#039;&#039;, das dann einfach so zack mal hin aufs Papier zu bringen und dann haben die damit geübt. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5859s Rudolf Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg 01:37:39] ===&lt;br /&gt;
Ja, jetzt muss ich ein Kapitel anklingen lassen, was ja sehr dramatisch ist für unsere Zeit und bis heute große, große Nachwirkungen hat. Ich muss jetzt sprechen über den Ersten Weltkrieg. &#039;&#039;&#039;Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg&#039;&#039;&#039; ist sehr wichtig. Ohne diese Rolle zu verstehen, kann man ihn eigentlich nicht verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt so, dass er ja als Österreicher, hauptsächlich in Deutschland lebend und dann in der Schweiz auch tätig, eigentlich einen ziemlichen Überblick hat. Und es ist so, dass es in Österreich Mitglieder gab, der jetzt schon anthroposophischen Bewegung, die sehr - wie soll man sagen - an dem Machthebel nahe dran waren. Da gab es also einen Bruder von jemandem, der im Kabinett war, also der Minister war und so weiter und so weiter. Da gab es also einen gewissen Kontakt auch zu den Machthabern und zu dem Kaiser und so. Und in Deutschland war das genauso. Da gab es also Leute, die aus dem Adel stammten und die jetzt beim Militär in hoher Stellung waren und die bei dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine entscheidende Rolle spielten. Und die stehen nun interessanterweise in Kontakt zu Rudolf Steiner. Einige wenige. Und dabei wird deutlich, dass Steiner alles versucht, &#039;&#039;&#039;um diese Katastrophe frühzeitig&#039;&#039;&#039; in seinen Vorträgen zu kennzeichnen und &#039;&#039;&#039;alles zu tun&#039;&#039;&#039;, um die Menschen davon zu überzeugen, &#039;&#039;&#039;dass das keine Lösung ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt muss man sich ganz klar machen, die damalige Zeit 1914, Sommer 1914, ist überhaupt nicht so, dass die Menschen im Großen und Ganzen kapieren, was eigentlich so ein Weltkrieg bedeutet. Die haben natürlich keine Idee, dass das jetzt ein Weltkrieg wird, aber sie haben eben die Idee, dass es eine kriegerische Auseinandersetzung insbesondere mit Frankreich geben würde. Und die finden das großenteils eigentlich gut. Also man muss sich vorstellen, so ein toller Künstler wie der &#039;&#039;&#039;Franz Marc&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, den ich nach wie vor sehr schätze, der diese wunderbaren Tiergestalten malt. Oder, oder, oder, oder - viele, viele Intellektuelle, viele Künstler, die halten das für eine gute Sache. Die ziehen mit in den Krieg. Und Steiner gehört zu den wenigen, die von vornherein sehr klar sagen, nein, d&#039;&#039;&#039;as ist eine riesige Katastrophe&#039;&#039;&#039;. Und jetzt springe ich kurz an das Ende des Ersten Weltkriegs, und zwar wirklich nach dem Ende. Der endet ja bekanntlich im November 18 [1918] und im Frühjahr 19 [1919] ist Steiner in der Lage, &#039;&#039;&#039;die Memoiren des Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039;, einer der Generäle des Ersten Weltkriegs auf der deutschen Seite, diese Memoiren zu bekommen. Die Frau ist nämlich Mitglied der Gesellschaft, der anthroposophischen Gesellschaft, und er hat mehrere Gespräche mit diesem Helmut von Moltke dem Jüngeren, geführt und ist ganz sicher der Überzeugung, dass es wichtig ist, jetzt wo der Krieg zu Ende ist und wo die &#039;&#039;&#039;Friedensverhandlungen&#039;&#039;&#039; beginnen, deutlich zu machen, was Helmut von Moltke im Frühling 1914, sozusagen in den letzten Tagen und Wochen vor dem Kriegsbeginn erlebt hat - in Berlin im Zusammenhang mit Wilhelm II., dem Kaiser, und den Depeschen, die man zwischen Wien und London und St. Petersburg hin und her schickte - &#039;&#039;&#039;um diesen Krieg möglicherweise noch zu verhindern&#039;&#039;&#039;. Und Steiner will das unbedingt veröffentlichen. Und man fragt sich, warum? Warum willst du jetzt in so einer Katastrophenzeit, 1919 - die Menschen sterben noch an Hunger in Deutschland - es ist wirklich eine üble Zeit. Es ist Nachkriegszeit. Man hat Deutschland zum Besiegten gemacht und es hat natürlich auch diesen Krieg nicht gewonnen. Man kann lange darüber streiten, ob er nur unentschieden ist, verloren ist und so weiter. Das interessiert mich jetzt alles gar nicht. Sondern diese Frustration in Deutschland, dieser Niedergang. Der Kaiser ist weg und jetzt soll da also eine Demokratie kommen. Und viele sind von vornherein gegen diese Demokratie und so weiter und so weiter. Die Armut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt diesem Mann wichtig, die Situation von 1914 darzustellen. Man versteht es erstmal nicht. Er schreibt ein kleines Vorwort. Und dann wird es nicht möglich, dieses Buch zu veröffentlichen, weil Anthroposophen in die Druckerei in Stuttgart gehen und sagen, habt ihr schon gesehen? Das Neueste vom Steiner! Hier ein Buch zum Ersten Weltkrieg, zum Ausbruch und so. Und das kriegt die &#039;&#039;&#039;Familie von diesem Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039; mit. Und die &#039;&#039;&#039;verbieten&#039;&#039;&#039; der Witwe, dass sie die Genehmigung für diese Memoiren, für diese Tagebuchaufzeichnung freigegeben hat. Und so muss dieses Buch eingestampft werden und steht nicht, es wird nicht veröffentlicht. Und zwei Jahre später versteht man, was Steiner da geschrieben hat und was er da gemeint hat: Dass es wichtig ist zu klären, dass hier eine Situation vorlag am Anfang des Ersten Weltkriegs, wo an vielen, in vielen Orten &#039;&#039;&#039;wie eine Umnachtung,&#039;&#039;&#039; wie eine Schlafwagengesellschaft, wie eine völlige Illusion bei den Entscheidern, bei den politisch Mächtigen, bei den Herrschaftshäusern vorlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt, hundert Jahre später, haben die Historiker das aufgearbeitet und es ist so ein Buch erschienen, wie von dem berühmten &#039;&#039;&#039;englischen Historiker Clark,&#039;&#039;&#039; dem Schlafwagenfahrer … Ja, egal [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Christopher Clark|Christopher Clark]], [[A:Die Schlafwandler (Sachbuch)|Die Schlafwandler (Sachbuch)]]]. Also Clark, der darüber schreibt und es eigentlich genau das alles beschreibt, was Steiner schon sagt. Man hat hundert Jahre daran rumgemacht, hat hundert Jahre gesagt, nein, die Deutschen haben die allein Schuld, nein, die Deutschen sind an allem Schuld und so weiter, hat den &#039;&#039;&#039;Versailler Vertrag&#039;&#039;&#039; gemacht, der mit irrsinnigen Repressionen für Deutschland endete und … die Schlafwandler. Und Steiner sagt, ja, Vorsicht, der Krieg ist verheerend von Anfang an, aber indem wir jetzt Deutschland zum Alleinschuldigen erklären, wird es nicht besser. Und wenn man dann die weitere Geschichte nur wenige Jahre verfolgt, dann ist von 1919 bis 1924, 1925 der Weg gerade mal fünf, sechs Jahre und dann haben wir die Braunen in Deutschland, die Fuß fassen. Und wodurch fassen sie Fuß? Indem sie sagen, Deutschland ist nicht allein schuldig am Krieg, Deutschland ist kein Verlierer des Krieges, sie &#039;&#039;&#039;opponieren gegen diesen Versailler Friedensvertrag&#039;&#039;&#039; und Steiner hat ihnen eigentlich das Argument aus der Hand schlagen wollen und das war ihm nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6300s Der 2. Weltkrieg wirft seine Schatten voraus 01:45:00] ===&lt;br /&gt;
Ich springe nochmal ein Stück weiter und komme dann wieder zurück. 1922 München, Steiner wird gemietet von einer Konzertagentur, ist jetzt falsch ausgedrückt, aber eine Konzertagentur organisiert eine Tournee Steiners durch Deutschland. Steiner ist en vogue, man will Steiner hören, man kann mit Steiner große Säle füllen und Steiner macht eigentlich sehr trockene, &#039;&#039;&#039;sehr abstrakte Vorträge über das Wesen der Anthroposophie&#039;&#039;&#039; und da sitzen dann manchmal 2.000, 3.000 Leute. Und in München geschieht während diesem Vortrag ein Anschlag der Braunen, der Nazis. Und die kappen die Elektrik und wollen danach eine sogenannte Saalschlacht veranstalten oder was auch immer veranstalten, wissen wir nicht. Und Steiner kommt nur raus, weil er eine kleine Gruppe von jungen Anthroposophen hatte, die vorne saßen und die auf ihn aufpassten, weil es bekannt war, dass es in Deutschland schwierig werden würde mit den Nazis. Und die hatten etwas übersehen, die hatten nämlich übersehen, dass die Saalbeleuchtung nicht mit dem Rednerpult gekoppelt war. Und an dem Rednerpult leuchtete immer noch eine kleine Lampe, während der ganze Saal mitten im Vortrag dunkel gemacht wurde, als Attentatsversuch oder Beginn eines Attentats. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Lampe leuchtete und &#039;&#039;&#039;Steiner spricht seinen Vortrag völlig ruhig weiter&#039;&#039;&#039;. Und es ist super klar - dann geht irgendwann das Licht wieder an - es ist super klar, danach wird irgendwas passieren. Und jetzt springen diese jungen Leute von vorne auf und führen ihn nach hinten zu einem Notausgang raus. Und er sagt danach nur, das war die letzte Möglichkeit, in Deutschland öffentlich zu sprechen. &#039;&#039;&#039;Diese Herren können sowas wie Anthroposophie nicht&#039;&#039;&#039;, das wird keine Möglichkeit mehr sein, darüber zu sprechen. Also das möchte ich auch deutlich sagen, diese kleine Szene, weil da auch immer wieder gerade im Internet wirklicher Blödsinn kursiert, dass Steiner irgendeine Art von Nähe, Sympathie oder sonst irgendwas zu den Nazis hätte. Genau das Gegenteil ist der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6442s Flexibles Handeln in Kriegszeiten: Rudolf Steiner bricht alle meditativen Schulungen ab und bildet seine Community aus im Verbinden von Wunden, spricht mit ihnen über den Tod und darüber, was es geistig, spirituell bedeutet, wenn junge Menschen sterben 01:47:22] ===&lt;br /&gt;
Ich gehe zurück auf 1914-15, es kommt diese &#039;&#039;&#039;Kriegskatastrophe&#039;&#039;&#039; und jetzt muss man sich das wirklich gut vorstellen. Da sitzt man in Basel auf diesem Hügel da bei Dornach und sieht rüber in das Rheintal und sieht das Elsass und den Schwarzwald. Und sieht im Elsass oben auf den Kuppen, auf den Höhen die sogenannte Maginot-Linie. Das ist die Linie, an der jahrelang junge Franzosen, junge Deutsche zu Tode gekommen sind, in großen Mengen, wegen einem wirklich völlig verrückten Krieg. Und dieses Feuer sieht man von dem Bau der Gemeinschaft aus nachts. Dahin kriegen die Mitglieder, die da arbeiten, ihre Einberufung. An diesem Bau sind, glaube ich, 14 Nationen beteiligt. Da kriegen die Leute ihren Brief hingeschickt. Sie sind jetzt bitte in drei Tagen dort und dort zur Einberufung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in dieser Zeit, was macht der Steiner? Der &#039;&#039;&#039;hält keine theosophischen Vorträge&#039;&#039;&#039; oder Meditationsanweisungen, sondern der ist ein Praktiker, der &#039;&#039;&#039;macht einen Samariter-Kurs&#039;&#039;&#039;, der lernt den Leuten, wie verbinde ich eine Wunde. Das sind Sachen, die man nicht weiß von Steiner und die sind mir wichtig zu zeigen. Steiner ist ein Mensch, der wirklich in seiner Zeit ist und der ganz konkret ist. Diese Momente, wo er aus eigenem ungefragt, aus eigenem Handeln etwas in die Hand nimmt, die sind ganz besonders typisch, die muss man immer aufsuchen, wenn man ihn studiert. Weil meistens ist er tätig, wenn Menschen ihn fragen oder bitten. Aber hier eben, das möchte ich deutlich betonen, Steiner, der alle meditativen Schulungen abbricht und der seine Community &#039;&#039;&#039;ausbildet im Verbinden von Wunden&#039;&#039;&#039;. Steiner, der über den Tod spricht und der darüber spricht, &#039;&#039;&#039;was es bedeutet, wenn junge Menschen sterben.&#039;&#039;&#039; Geistig gesehen, spirituell gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner, der sich zurückzieht und diese Katastrophe eigentlich spürt. Und der zu Ergebnissen kommt, die doch sehr erstaunlich sind. Er bewirbt sich bei der deutschen Heeresleitung, der obersten Heeresleitung 1916, darum, für die deutsche Politik, &#039;&#039;&#039;für das deutsche Kaiserreich, ein Vermittlungsbüro eröffnen zu dürfen&#039;&#039;&#039;. Und zwar &#039;&#039;&#039;in Zürich, auf neutralem Boden&#039;&#039;&#039;. Um mit den Gegnern verhandeln zu können. Er möchte eine Friedensinitiative starten und er möchte die selber starten, aber er möchte den Segen des deutschen Kaiserreiches, was eigentlich bedeutungslos geworden war, es war nur noch das Militär bedeutsam, das Militär hat eigentlich alles gemacht, von denen möchte er sozusagen ein &amp;quot;Go&amp;quot; haben. Kriegt er nicht. Ja, er sei ja Österreicher.  Steiner, der mit den Menschen spricht, die dann in den letzten Kriegsmonaten und nach dem Krieg in Verantwortung kommen, ganz merkwürdig. Wieso weiß er, dass der Prinz Max von Baden, dass der Kühlmann Kanzler wird und so, dass in dieser Übergangszeit in die Weimarer Republik hinein Leute von Bedeutung werden, mit denen er vorher gesprochen hat. Also Steiner, der gar nicht fassbar ist, so richtig. Der ist nicht nur Anthroposoph und Begründer von einer Reformpädagogik und von vielen esoterischen und spirituellen Themen. Sondern Steiner, der auch g&#039;&#039;&#039;anz aktiv in das politische Geschehen eingreift&#039;&#039;&#039; und wirklich was will. Und das missglückt eigentlich im großen Ganzen alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6690s Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30] ===&lt;br /&gt;
Er kommt 1917 zu &#039;&#039;&#039;dieser Idee der Dreigliederung&#039;&#039;&#039; am Seelischen, findet das im Physischen und bei den Pflanzen und bei den Tieren wieder und so weiter und kommt dann 18, 17, 18 [1918] darauf, dass das auch eine Bedeutung hat für eine zukünftige Gesellschaft. Und jetzt ist er unterwegs in der Schweiz und sagt auch der Community seiner ganzen Gesellschaft, wir müssen hier in der Schweiz diese Art von &#039;&#039;&#039;neuer Gesellschaftsordnung&#039;&#039;&#039;, die nach der Kriegskatastrophe hoffentlich Gewicht und Bedeutung und Gehör bekommt, die müssen wir erstmal in der Schweiz bekannt machen, weil wir sind jetzt hier Gäste, wir dürfen hier sein. Also er hat einen ganz &#039;&#039;&#039;hohen Respekt&#039;&#039;&#039; davor, dass die anthroposophische Bewegung da in der Schweiz sein darf und er fährt vier Orte ab, ich glaube Winterthur, Zürich, Bern und … ja, ich weiß, vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er schließt sich förmlich ein &#039;&#039;&#039;in Zürich&#039;&#039;&#039; in einem Hotel und schreibt innerhalb von zehn Tagen diese Vorträge zu einem Buch um. Und dieses Buch, &#039;&#039;&#039;Die Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[S:GA 23|GA 23]]], die werden sein Bestseller. Die werden zu seinen Lebzeiten 80.000 Mal verkauft. Die lesen die Leute auch wirklich dieses Buch, auch die Entscheider lesen das. Wenige Monate nach dem Erscheinen, 1919, wird dieses Buch wirklich gelesen, hat aber &#039;&#039;&#039;letztendlich doch kaum einen Einfluss&#039;&#039;&#039;. Und er sagt auch seiner Community, es ist alles schön und gut, was wir hier machen, aber es kann sein, dass wir hier auch abbrechen müssen und uns vollkommen in die gesellschaftspolitische, in die gesellschaftskulturelle, in die gesellschaftsrechtliche, in diese gesellschaftsökonomische Bewegungen und Prozesse hineinstellen müssen, um für eine bessere Ordnung, für eine bessere Sozial-, eine bessere Gesellschaftsstruktur zu kämpfen nach diesem Deutschen Kaiserreich, was uns in diese Kriegskatastrophe geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt es, dass er nach diesen Vorträgen im April, Mai 1919, nach dem Ende des Krieges in Baden-Württemberg erscheint. Da sind die aktivsten Freunde, die aktivsten Anthroposophen in dieser Hinsicht, die das am ehesten für möglich halten in ihrer Region. Und jetzt ist er unterwegs und spricht also mit den Vorständen von großen Firmen, mit den Ministern, mit riesigen Versammlungen von Arbeitern in Robert-Bosch-Werken oder bei Daimler-Benz oder, oder, oder. Er ist &#039;&#039;&#039;in allen Gesellschaftskreisen unterwegs&#039;&#039;&#039;, zum Teil mehrfach am Tag und versucht den Leuten klarzumachen, wir müssen anders vorgehen. Es braucht etwas anderes. Kapital wird falsch verstanden. Bildung wird falsch verstanden. Recht wird falsch verstanden. Wir müssen eine Struktur schaffen, wo die Fragen der Bildung einen anderen Arbeitsmodus bekommen als die Fragen vom Recht. Und nochmal anders müssen wir vorgehen, wenn es um ökonomische Fragen geht. Und das sieht in ein paar Wochen so aus, als könnte das Bedeutung bekommen. Es gibt einige wesentliche Entscheider in der Zeit, die sagen, da ist doch was dran, das müssen wir irgendwie, vielleicht müssen wir das irgendwie umsetzen oder versuchen oder so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann im Juni kippt es und es kommt eigentlich &#039;&#039;&#039;wieder zur Fortsetzung der alten Ordnung.&#039;&#039;&#039; Man packt alles in einen Topf. Man macht Demokratie nur als Parlamentarismus. Eine direkte Demokratie wird eigentlich ausgeschlossen. Man macht eine Ökonomie, die, ja, ganz fremdbestimmt ist. Man macht ein Rechtssystem, was, ja, auch seine Grenzen, also, ja, ich will es vielleicht gar nicht weiter ausführen. Es scheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6940s Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40] ===&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen wesentlichen Punkt und das ist ein Unternehmer. Ein &#039;&#039;&#039;Unternehmer, [[A:Emil Molt|Emil Molt]], Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart&#039;&#039;&#039;, Zigarren und Zigaretten, ziemlich edel, Ableger in New York. Und der ist schon 1917, zwei Jahre vorher, unterwegs in der Schweiz, in Zürich, um Tabakhandel zu machen für seine Firma. Und der ist schon viele Jahre bekannt mit Rudolf Steiner und Mitglied dieser anthroposophischen Bewegung. Und der ist auf dem Rückweg 1917, wo der Krieg so richtig am Höhepunkt ist und fährt durch Basel und stoppt und sagt, ich gehe doch einmal da nach Dornach und gucke mal, was der Steiner so macht und kommt da in die Werkstatt, in die Schreinerei, in der Steiner die meisten Vorträge seines Lebens gehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Mann, der die Vorträge in der Werkstatt hält&#039;&#039;&#039;, das ist auch ein Bild, was typisch ist für Steiner. Der ein tolles Vortragsgebäude zweimal in seinem Leben bauen lässt, aber eigentlich seine meisten Vorträge zwischen Holzbearbeitungsmaschinen hält. Ein wunderbarer Raum, die Schreinerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort spricht Steiner und hinten kommt der Emil Molt rein und in dem Moment spricht Steiner über die Kriegskatastrophe und die Zukunft. Er sagt, es wird alles darauf ankommen, dass wir nach dem Krieg neue Schulen, eine neue Art der Pädagogik entwickeln. Und Emil Molt fährt wieder und der Krieg geht weiter und Steiner ist in Dornach und jetzt kommt zwei Jahre später die Situation, er geht wie so ein guter Chef durch seine Firma und spricht so mit seinen besten Leuten. Und da ist ein Mitarbeiter und der sagt, mir geht es gar nicht gut, mein Kind kann nicht auf die Schule gehen, auf die ich gerne das Kind geben möchte. Und da macht es bei dem Emil Molt Klick, wir sind doch jetzt nach dem Krieg und der Steiner hat doch was gesagt, nach dem Krieg kommt alles auf Schule drauf an. Ich frage den mal, ob der nicht sich hier für meine Arbeit eine Schule ausdenkt. Und er geht zum Steiner und der Steiner sagt, ja, eine Bedingung Herr Molt, Sie kümmern sich um die Wirtschaftlichkeit dieser Schule, gut, aber diese Schule kann nicht nur für Ihre Mitarbeiter sein, die ist für alle. Und ich kümmere mich um die Genehmigung. Steiner geht auf das Ministerium und &#039;&#039;&#039;das erste Mal&#039;&#039;&#039; überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass &#039;&#039;&#039;eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird&#039;&#039;&#039;. Vorher gab es nur staatliche oder kirchliche Schulen. Und Steiner erklärt das diesen Beamten, &#039;&#039;&#039;auch im Kontext seiner ganzen Kampagne für Dreigliederung&#039;&#039;&#039;, das war genau die Zeit, ist er so bekannt, dass man ihm das zubilligt, dass man ihm das zutraut. Dass man sagt, ja, das kann es doch eigentlich auch geben. Schule, die nicht so funktioniert, wie irgendwelche Ministerialbeamten sich das ausgedacht haben, sondern Schule, die ganz offensichtlich &#039;&#039;&#039;aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er darf das begründen und es wird … auch bei Steiner spielen oft &#039;&#039;&#039;die Namen&#039;&#039;&#039; eine große Rolle. Es wird auch klar, wie die heißt, &#039;&#039;&#039;Einheitliche Volks- und Höhere Schule.&#039;&#039;&#039; Ist für alle und die geht durch und die Leute können am Ende Abitur machen. Nicht irgendwie Segment, das ist typisch für Steiner, nicht bestimmte Klassen und auch keine Unterscheidung von Jungs und Mädchen. War damals noch ganz normal. Die Jungs müssen stricken und die Mädchen dürfen schmieden. Keine Frage. Natürlich das jeweils andere Geschlecht auch. Kein Unterschied. Ganz wichtig. Und keine Noten, kein Druck. Zitat:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man kann Pädagogik machen mit Angst und man kann Pädagogik mit Liebe machen. Wir haben uns für das Zweite entschieden.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Auch wenn die Waldorfschule heute oft problematisch ist. Das ist ihre Quelle. Das muss man wissen. Keine Noten, kein Druck. Wir haben uns entschieden, eine Pädagogik zu machen, die aus der Liebe zu dem Kind ihre Quelle hat. Ja, ich will da nicht tiefer drauf eingehen, weil ich das auch im Moment gar nicht könnte. Rein emotional. Es ist auch ein Drama, was aus der Waldorfpädagogik geworden ist. Es ist an vielen Stellen sehr flach geworden und es ist an vielen Stellen das, was da eigentlich der Impuls ist, noch mal wieder ganz neu zu heben. Dennoch ist die Schule etwas, was &#039;&#039;&#039;eine riesige Bedeutung hat für die pädagogische Entwicklung&#039;&#039;&#039; überhaupt. Kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Ist leider nie untersucht worden. Es gibt kaum ein Buch dazu, wo man wirklich mal systematisch untersucht hat über fünf, sechs Jahrzehnte, was hat eigentlich Waldorfpädagogik bedeutet als Impulsgeber für das allgemeine Schulwesen. Denn da ist ganz viel geleistet worden und da ist ganz viel passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Waldorfschule, die sich dann da begründet, blüht sofort auf. Steiner, das ist seine Sache, die er am meisten, man könnte sagen, betreut, wo er am meisten anwesend ist. Er fängt im September 19 [1919] an mit zwölf Lehrern, die er schult, zwei Wochen, sehr intensiv, und dann fangen die an. Und diese Lehrer sind jung und manche von ihnen werden auch schnell wieder entlassen. Die schaffen es irgendwie nicht. Und manche hat man den Eindruck - da ist alles sehr gut dokumentiert - da gibt es dann Stunden, wo man denkt, also was da so steht und was man so liest und was man so da wissen kann, muss es da ziemlich chaotisch zugegangen sein. Und Steiner empfiehlt dann, er ist alle zwei Wochen bei diesen Lehrern und geht mit in die Schule und geht mit in den Unterricht und so und &#039;&#039;&#039;macht Konferenzen&#039;&#039;&#039; und bleibt diesen Lehrern sozusagen treu, ist &#039;&#039;&#039;die Schulleitung&#039;&#039;&#039;, könnte man sagen. Und dann sagt er einfach nur, nee, nee, das ist gar nicht schlimm, dass es da immer so laut ist in dem und dem Unterricht. Man sollte einfach nur von innen so lange zuschließen, dass der Lärm nicht so ins Schulhaus rausflutet. Und ein anderer fliegt einfach raus: &#039;&#039;So wie Sie das hier machen, ist das purer Materialismus.&#039;&#039; &#039;&#039;Das können wir hier nicht gebrauchen.&#039;&#039; Sehr interessant, also sehr spannend, wie er diese Leitung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dekliniert das durch. Das ist wirklich unglaublich bis heute, obwohl sich ja die kindliche Entwicklung vollkommen verändert hat, obwohl sich die Physiologie, die seelische Entwicklung verändert, ist dieser Lehrplan, gerade die unteren Klassen, mit dem wird man noch viele Jahrzehnte, wenn nicht noch ein, zwei Jahrhunderte ziemlichen Erfolg haben, wie man eigentlich die kindliche Entwicklung und die Beziehung zur Welt so komponiert, so zusammenbringt, dass es zum Teil genau das ist, was in den Kindern lebt, das wird in der Geschichte erzählt, an dem sind sie dran und zum Teil genau das Gegenteil, dass sie konfrontiert sind mit etwas ganz anderem. Ein unglaubliches Programm, gerade diese ersten acht Jahre, wie man das hinkriegt, wirklich &#039;&#039;&#039;ohne Druck und ohne Sitzenbleiben&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;ohne Noten&#039;&#039;&#039; ein Schulsystem aufzubauen, was am Ende sogar ziemlich erfolgreich ist. Und es gibt heute Vorträge auch von Nicht-Waldorf-Leuten, die sagen, warum ist die denn eigentlich so erfolgreich? Irgendwie müssten wir doch mal das Geheimnis dieser Pädagogik knacken. Was machen die eigentlich besser? Also es hat bis heute eine große Bedeutung, vor allem eben für die Schulentwicklung im Allgemeinen. Die Schule ist dann nach wenigen Jahren … hat auch eine Oberstufe, entwickelt sich einfach prächtig. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7442s Die Waldorfschule ist das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt 02:04:02] ===&lt;br /&gt;
Und am Anfang des Jahres 1925, wenige Wochen vor seinem Tod, schreibt Rudolf Steiner vom Krankenbett aus &#039;&#039;&#039;einen Brief&#039;&#039;&#039; an diese Lehrer. Und da schreibt er am Ende dieses Briefes einen Satz, es geht in dem Brief eigentlich darum, dass er sagt, es darf nicht dazu kommen, dass die weiteren Waldorfschulen, die schon zum Teil begonnen hatten, dass die von irgendeinem, wie soll ich sagen, fremden, also sachfremden Menschen geleitet werden. Es braucht so etwas wie ein Verbund, ein Verband, &#039;&#039;&#039;eine Dachorganisation aller Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;. Und das können eigentlich wieder nur Lehrer sein, Waldorflehrer. Und da ihr, liebe Stuttgarter Lehrer, nun mal die Ersten seid, muss ich das in eure Hände legen. Ihr müsst euch da drum kümmern. Ich bin absolut dagegen, dass das irgendwie von irgendwelchen Funktionären gemacht wird. Das ist eigentlich der Inhalt dieses Briefes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zum Schluss endet er mit diesen Zeilen, dass er schreibt, ja, für ihn hat es eine große Bedeutung und so. Die Waldorfschule ist zwar ein Kind der Sorge für ihn, es hat ihn fünf Jahre intensiv beschäftigt, aber gleichzeitig ist sie auch &#039;&#039;&#039;das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt.&#039;&#039;&#039; Die Waldorfschule ist ein Kind der Sorge, aber sie ist gleichzeitig ein Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt. Das ist der letzte Brief, den er an dieses Kollegium schreibt. Sehr bedeutsam für mich, dieses Zitat. Die Waldorfpädagogik ist eine Reformpädagogik, ist eine ganz andere Pädagogik, die bis ins ganz Konkrete runtergebrochen ist und die man jeden Tag neu erfinden muss, die überhaupt nicht eine Rezeptpädagogik ist. Aber sie ist gespeist aus einem Menschenbild, was nicht bei DNA, bei Zufall und Genetik aufhört und draußen in der Welt nur Materialismus erkennt, sondern eben ein Kind der Anthroposophie. Ein Wahrzeichen, dass diese Anthroposophie auch fruchtbar ist, auch etwas zum Wohle der Menschheit beitragen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7592s Was ist Anthroposophie? 02:06:32] ===&lt;br /&gt;
Und damit sind wir eigentlich im Zentrum der ganzen Sache. &#039;&#039;&#039;Was ist Anthroposophie?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[A:Anthroposophie|Anthroposophie]] ist eine Wissenschaft, ist ein Erkenntnisweg, der den Mensch und alles außerhalb des Menschen, die Welt bis ins Weltall hinaus so anschaut, dass immer die Frage danach ist, was ist hier eigentlich für eine Zukunft, für eine Vermenschlichung der Gesellschaft, für eine Humanisierung der Medizin, für eine Fortdauer der lebendigen Erde und so weiter hilfreich.&#039;&#039; Das ist eigentlich das Prinzip der Anthroposophie, darum geht es eigentlich. Und das wird für mich eben so deutlich an diesem Zitat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7650s Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich müsste jetzt noch ein paar Minuten brauchen, insbesondere für die Landwirtschaft und für die Medizin. Bei der Landwirtschaft ist es, ja, ich mache vielleicht erst die Medizin. Bei der Medizin ist es so, dass schon 1902, ganz am Anfang dieser Berliner Zeit, diese ersten Vorträge, taucht eine junge Holländerin auf, 20-jährig, die hat sowas wie so eine Heilgymnastikausbildung. Und sie möchte mitarbeiten, aber sie möchte sozusagen als Medizinerin mitarbeiten. Und sie fragt den Steiner, wie mache ich das, ich kann eigentlich gar nicht Arzt werden in Deutschland und in Holland. Dann sagt er, ganz klar, gehen Sie nach Zürich, da kann man auch als Frau Ärztin werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen Sie das, sammeln Sie Erfahrung, das wird schon. Und sie macht das, sie ist eine willensstarke Persönlichkeit, [[A:Ita Wegman|&#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039;]]. Und sie kommt dann schlussendlich 1919, 18, 17, 18, 19 landet sie in Dornach wieder an. Und dann baut Steiner ihr eigentlich, kann man schon so sagen, ein kleines Kliniksanatorium, &#039;&#039;&#039;eine kleine Klinik in Arlesheim&#039;&#039;&#039;, direkt &#039;&#039;&#039;am Fuße des Goetheanums,&#039;&#039;&#039; also da ist man in fünf Minuten hingelaufen. Und er arbeitet intensiv mit ihr zusammen. Ein Chemiker, der nach Dornach gekommen war, um die Pflanzenfarben zu entwickeln für die Malerei in diesem Saal, der muss in seiner Garage - die meisten Geschichten auf der Welt entstehen in Garagen - der muss in seinem kleinen Labor die Medikamente herstellen. Diese drei, denen verdanken wir eigentlich die anthroposophische Medizin [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Anthroposophische Medizin|Anthroposophische Medizin]]]: &#039;&#039;&#039;Steiner, Wegman, Oskar Schmiedl&#039;&#039;&#039;, der Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich waren es nicht alles nur Pharmazie und natürlich waren es nicht alles nur Ita Wegmann und dieses Institut und so. Aber da ist eigentlich der Drive, die Kraft, der Kern. Über 500 einzelne nachgewiesene Krankenbesuche am Bett, Steiner und Wegmann und andere Ärzte noch. Diese Situation, wir gucken wirklich genau. Geisteswissenschaft ist nicht irgendwo irgendeine hellsichtige Eingebung haben, wie jetzt hier zu therapieren ist, sondern präzise, genaue Diagnostik. Da kommt das mit der Erweiterung, das große, wichtige Grundlagenwerk, was die beiden da noch ganz am Ende seines letzten Lebensjahres hinkriegen, &#039;&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst&#039;&#039;&#039;. [&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen&#039;&#039;, [[A:GA 27|GA 27]]] Ganz deutlich, die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist &#039;&#039;&#039;eine Ergänzung&#039;&#039;&#039;, sie ist &#039;&#039;&#039;eine Erweiterung der Schulmedizin.&#039;&#039;&#039; Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition und ein großer, großer Erfolg. Viele, viele Dinge, die heute in der Medizin im Allgemeinen gemacht werden, sind dort das erste Mal entstanden. Das will ich jetzt gar nicht weiter ausführen. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7851s Neuorientierung und  Erweiterung des Blickes auf die spirituellen Grundlagen der Landwirtschaft: Der Landwirtschaftliche Kursus in Koberwitz bei Breslau 1924  02:10:51] ===&lt;br /&gt;
Ich schwenke zur Landwirtschaft. Bei der Landwirtschaft ist die Situation ganz, ganz andere. Es sind wieder eher diese alten, konservativen Gesellschaftsgruppen, die Steiner immer wieder drängen. Können wir nicht auch zur Landwirtschaft was von ihnen hören? Wir haben gewisse Probleme. Und er, das ist schwierig, man merkt irgendwie an seiner Reaktion, er sieht das irgendwie nicht, er hält sich für nicht kompetent. Und die kommen über zwei, drei Jahre immer wieder und er hat immer wieder Auseinandersetzungen oder Erfahrungen, ganz konkret mit Landwirtschaft, dadurch, dass es aus dieser &#039;&#039;&#039;Dreigliederungsbewegung&#039;&#039;&#039;, aus dieser Ökonomiebewegung heraus &#039;&#039;&#039;ein Unternehmensverband&#039;&#039;&#039; gibt. Der hat sich in Stuttgart begründet und zu diesem Unternehmensverband gehören nun auch ein paar Güter, l&#039;&#039;&#039;andwirtschaftliche Güter, und auf denen gibt es Probleme&#039;&#039;&#039;. Und zu diesen Problemen wird er hinzugezogen, eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sind zum Teil auch &#039;&#039;&#039;Düngungsprobleme, Tiergesundheitsprobleme&#039;&#039;&#039;. Und jetzt hat man den Eindruck, indem er da konkret involviert ist - er ist da zum Beispiel mit einem Tierarzt unterwegs und behandelt große Tier-, Rinderherden gegen die Maul- und Klauenseuche mit einem von ihm extra entwickelten Medikament. Und das ist auch ziemlich erfolgreich. Oder er hat es mit Düngungsproblemen, Kalimangelstandorten zu tun. Und man hat den Eindruck, dadurch, dass er merkt, das geht irgendwie, er kriegt da irgendwie das gecheckt, was da eigentlich passiert, seine Ratschläge funktionieren, sein - ich sag mal - spiritueller, großer, erweiterter Blick auf den Lebenszusammenhang dieser Kultur, Natur, Landwirtschaft funktioniert. Das gibt ihm den Mut überhaupt, daran zu denken, diesen Kurs doch zu machen. Und es kommt eigentlich nur zustande, weil der Karl Graf von Keyserlingk [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[w:Carl_Wilhelm_Graf_von_Keyserlingk|Carl Wilhelm Graf von Keyserlingk]]), dieser Adelige, auf dessen Hut es dann schlussendlich passiert, der 24 [1924] ganz im Osten, da in Schlesien, der hat einen Neffen. Und dieser Neffe ist nach dem Schulabschluss so ein bisschen unorientiert. Der weiß nicht so genau, wo es weitergeht. Und da sagt der Onkel, du fährst da nach Dornach, und du bleibst da einfach so lange bei dem Steiner, bis der einen Termin rausgerückt hat für diesen &#039;&#039;&#039;Landwirtschaftskurs&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Landwirtschaftlicher Kurs|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft (Landwirtschaftlicher Kursus)]]] [[A:GA 327|GA 327]]. Und das dauert Wochen. Du gehst immer mal wieder hin und sagst, Steiner, wann ist es denn nun? Und der imponiert dem Steiner. Das sagt er dann auch nach dem Landwirtschaftskurs: Da war alles so ein bisschen eisern bei diesem Graf. Wenn man das Wasser auftrete, kam so ein bisschen braune, rostige, eisenhaltige Wasser raus. Und das ganze Regiment war sehr so, wie das so früh in der Landwirtschaft war. Und so war auch schon der Neffe in Dornach, der wollte was. Das hat ihn irgendwie imponiert. Sonst wäre dieser Kurs gar nicht mehr zustande gekommen. &#039;&#039;&#039;Drei Monate später ist er so krank&#039;&#039;&#039;, dass er nicht mehr reisen kann und dass er auch nicht mehr Vorträge halten kann. Also es ist wirklich sozusagen einer seiner letzten großen Reisen gewesen, &#039;&#039;&#039;diese Reise da nach Koberwitz,&#039;&#039;&#039; auf dessen Rückweg er in Jena vorbeifährt und mit diesen jungen Männern diese &#039;&#039;&#039;Heilpädagogik&#039;&#039;&#039; bespricht. Das ist auch interessant, dass wir da eigentlich wie Partner sind oder wie Kollegen sind, ganz anders als wie die Medizin und wie die Waldorfpädagogik. Die sind viel früher begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8077s Anthroposophie in der Praxis: Die Camphill-Gemeinschaft  02:14:37] ===&lt;br /&gt;
Dann kommt &#039;&#039;&#039;die große Weihnachtstagung&#039;&#039;&#039;, 23-24, wo Steiner merkt, diese ganze anthroposophische Gesellschaft schafft sich förmlich selber ab. Er muss persönlich die Verantwortung übernehmen und &#039;&#039;&#039;begründet&#039;&#039;&#039; diese Gesellschaft &#039;&#039;&#039;mit einem esoterischen, spirituellen Kern neu&#039;&#039;&#039;. Und jetzt kommt es eben noch zur Landwirtschaft und zur Heilpädagogik. Das ist schon sehr interessant, dass diese beiden Bewegungen eben da 24 [1924] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schon zehn Jahre später haben wir in Deutschland den Nationalsozialismus und jenen jungen jüdischen Kinderarzt, der emigriert ist, Österreicher, nach Wien und dann nach Nordengland, &#039;&#039;&#039;nach Schottland und dort in Camphill&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Camphill-Gemeinschaft|&#039;&#039;&#039;Camphill-Gemeinschaft&#039;&#039;&#039;]]], diese erste Community begründet für heilpädagogische, für seelenpflegebedürftige Kinder und das mit Landwirtschaft verknüpft. Das ist eine Gründung von [[A:Karl König|&#039;&#039;&#039;Karl König&#039;&#039;&#039;]]. Und ich möchte den hier zum Schluss als eine Überleitung, als eine Figur benennen, die eben &#039;&#039;&#039;mit der Anthroposophie etwas Neues&#039;&#039;&#039; entwickelt hat. Und man kann schon sagen, überall auf der Welt, wo man eine Camphill-Einrichtung nicht begründen darf, wo es nicht möglich ist, eine solche Dorfgemeinschaft zu begründen, hat man es mit einem Regime zu tun, wo man eigentlich sagen muss, das ist schon eine Diktatur. Kann man ganz sicher zum Maßstab machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser &#039;&#039;&#039;Impuls der brüderlichen Dorfgemeinschaft&#039;&#039;&#039;, dieses &amp;quot;wir sind eigentlich, wir helfen uns eigentlich gegenseitig&amp;quot;. Die sogenannten Behinderten, die Landwirtschaft, die Werkstätten, ein spirituelles, religiöses Leben, das ist schon ein unglaublicher Impuls. Heute ist das sicher schwierig, weil man die Menschen gar nicht mehr findet, die in dieser Weise in einer Art Familie mit den heilpädagogischen Leuten zusammenleben wollen. Das hat auch seine Schattenseiten, ganz sicher. Aber in der Geschichte - und wir haben es hier zunächst mal zu tun mit einer Darstellung dessen, was war - spielt es schon eine große Rolle, dass eben schon bereits während der Nazizeit, während des Zweiten Weltkriegs diese Geburt gelungen ist. Und wir eigentlich heute auch sagen müssen, in vielen Ländern der Welt sind das erste Mal &#039;&#039;&#039;die biodynamischen Präparate&#039;&#039;&#039; durch die Heilpädagogik, durch die Camphill-Dorfgemeinschaften hingekommen. Und von da aus haben sie ihren Ausgang genommen.  Also in &#039;&#039;&#039;Südafrika&#039;&#039;&#039; kann man das ganz sicher sagen, die tollen biodynamischen Beine, die es heute in Südafrika gibt, die wären da heute nicht, wenn es nicht schon lange diese Camphill-Gemeinschaften da gegeben hätte, aus denen das langsam die Biodynamik heraus sich entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich möchte an der Stelle eigentlich die Sache beenden und möchte darum um Entschuldigung bitten, dass ich natürlich jetzt gerade in diesem zweiten Teil die letzten zehn Jahre von Steiner nur so aphoristische Striche machen konnte. Es ist eigentlich unverstehbar, wie er das alles zusammenbringt, wie er arbeitet. Ich hatte ja das große Glück, vor kurzem diesen Landwirtschaftskurs nochmal mit vier anderen Kollegen neu herausgeben zu können und dabei auch seine Bibliothek, seine Arbeitsweise genauer kennenzulernen. &#039;&#039;&#039;Die Notizen&#039;&#039;&#039;, es bleibt unglaublich rätselhaft, &#039;&#039;&#039;wie er das hingekriegt hat,&#039;&#039;&#039; in welcher Geschwindigkeit er gearbeitet hat und wie stark er doch immer dabei selber Hand anlegen wollte. &#039;&#039;&#039;Er war eben kein Theoretiker.&#039;&#039;&#039; Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig für uns gerade auch, auch bei diesen Präparaten. Er hat selber in Dornach ein halbes Jahr vorher das erste Hornmist gemacht. Er hat das mit zwei, drei Leutchen da im Vergraben und so, er hat das selber ausprobiert, um das wahrzunehmen. Es ist kein Theoretiker, der sich irgendwas Spirituelles ausdenkt oder irgendwoher fühlt oder irgendwie so herbeiholt aus einer geistigen Welt, sondern der hat diese Einsicht und der probiert es im Konkreten und prüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das ist Steiner&#039;&#039;&#039;. Herzlichen Dank! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8344s Ende des Vortrages - Fragen aus dem Publikum 02:19:04] ===&lt;br /&gt;
M.v.M.: Jetzt hätten wir noch ein paar Minuten für Fragen. Bitte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Gibt es aus seinem letzten Jahr, hat er gespürt, dass er gestorben ist? Und gibt es darüber auch Schriften? Hat er Vorträge gehalten oder irgendwas geschrieben in der Zeit? Und woran ist er gestorben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Welche Zeit? Ich habe es noch nicht verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Anfang März 1925. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er ist Anfang März 1925 gestorben. Ende März, Entschuldigung. Und deine Frage ist jetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ob er in dem Monat März noch mal was geschrieben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er hat immer noch weiter geschrieben im Krankenbett. Eine Sache, die besonders schön ist und besonders spannend und besonders modern eigentlich. Das nennt sich &#039;&#039;&#039;Leitsatzbriefe.&#039;&#039;&#039; Und da schreibt er immer einen kleinen Aufsatz und den fasst er noch mal wie zusammen in drei Leitsätzen. Und dieses kleine Büchlein ist extrem lesenswert [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 26|GA 26]] Anthroposophische Leitsätze]. Es ist &#039;&#039;&#039;eine Einführung in die Anthroposophie&#039;&#039;&#039; für sich noch mal. Und das hat er immer so gemacht, dass er da - jede Woche kam das in dieser Zeitschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot; heraus. Und das war wirklich so gemacht, dass dann nach seinem Tod, ich glaube noch drei oder vier Wochen, die schon geschriebenen Aufsätze noch gedruckt werden konnten. Also bis zum letzten Moment relativ arbeitsam und fleißig. Und gleichzeitig auch wirklich schwerstkrank. Und wahrscheinlich, ich würde sagen, wenn ich das richtig interpretiere, ein Prostatakrebs. Das kann ich aber nicht. Ich bin kein Mediziner. Das ist das, was ich dazu sagen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Weiß man, ob er sich vermutlich mal von Ita Wegmann behandeln lassen, oder hat er noch andere … ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ita Wegmann ist quasi da hingezogen, wo er dann leben wollte. Und es war aber noch mindestens ein zweiter Arzt mit dabei. Ja, so viel kann ich sagen. Also es ist interessant, dass er dann, wo er merkt, er wird so kraftlos, dass er nicht mehr arbeiten kann im Sinne von Auftritt und Vortrag und so, sondern nur noch eigentlich im Bett sein kann, dass er nicht in seiner Wohnung am Dornacher Hügel im Haus bleibt, sondern dass er sich neben diesem Atelier, neben dieser Schreinerei ein Hochatelier, ein Atelier, in dem er an den plastischen Arbeiten, die er gemacht hat - die habe ich jetzt gar nicht erzählt - daneben lässt er sich einrichten. Bett, Ofen, Waschbecken, so fertig. Also er möchte in dieser Arbeitsatmosphäre sein. Er möchte nicht in diesem Privatbereich sein. Das ist interessant. Also er empfindet auch &#039;&#039;&#039;sein Krankenlager&#039;&#039;&#039;, so würde ich das heute sagen, &#039;&#039;&#039;als eine Arbeitsstation&#039;&#039;&#039;. Und das ist auch so. Er arbeitet da extrem effektiv und viel noch. Wir verdanken dieser Zeit eben diesem ganzen Teil dieser wunderbaren Leitsatzbriefe, die nochmal in einer ganz neuen und einfacheren und klareren Weise viel knapper und deutlicher die Anthroposophie formulieren und die man nur jedem Landwirt und Gärtner empfehlen kann, weil als Landwirt und Gärtner, wenn man da abends anfängt, Steiner zu lesen, dann dauert es 10 Minuten und man schläft ein. Und mit diesen Leitsatzbriefen hat man in 10 Minuten schon viel aufgenommen. Die sind einfach so komprimiert, dass das wirklich eine sehr empfehlenswerte Literatur ist, wenn man sich in die Anthroposophie einarbeiten will, von Anfang bis Ende. Die ändern sich in ihrem Stil. Zunächst ist das … das brauche ich jetzt gar nicht einführen, ich will es einfach so sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragender: Danke schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: War Rudolf Steiner erleuchtet? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.:  Ja, das ist natürlich ein Begriff, mit dem ich wenig anfangen kann, weil, was heißt jetzt erleuchtet? Man meint damit das Bewusstsein, glaube ich so, ich vermute, dass man damit meint, ich nehme jetzt mal an, dass ich sozusagen die Weisheit erlebe. Und da kann man Ja oder Nein sagen. Er war natürlich erstaunlich weitsichtig und hat erstaunliche Dinge hervorgebracht. Und auch mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gelehrt. Und gleichzeitig war er eben auch ein Mensch von hier und jetzt. Und was man ganz deutlich an dieser Stelle sagen muss, Steiner hat ganz viel vorgebracht, wo man heute sagen würde, in unserer heutigen Wissenschaftskultur, die war damals eben noch nicht so. Moment, du hast nicht nachgewiesen, wo du es her hast! Und es wird von Steiner nie behauptet, dass er nicht unglaublich viel von anderen hat. Er hat es nur nicht jeweils benannt. Und ich kann jedenfalls im Landwirtschaftskurs sagen, das ist so viel, so viel Quellen, dass es auch richtig mühsam wäre. Also es ist wirklich so, dass Steiner nicht in diesem Sinne ein Erleuchteter ist, der sozusagen blind durch die Welt geht und alles von oben holt und alles so raushaut. Sondern Steiner ist wirklich jemand, der die geheimen, die Untergrundströmungen der Kultur seit, ja, ich würde mal sagen, über 2000 Jahren, seit den alten Griechen, sehr, sehr gut kannte. Und sich auf Sachen beziehen konnte, wo selbst Fachleute aus dem jeweiligen Gebiet sagen, Moment mal, wo hat er denn das jetzt her? Und dann 50 Jahre später merkt man, ah, da steht es. Also typisches Beispiel in der Landwirtschaft ist die Lehre, ich glaube, die [[Petra Kühne]] wird das hier auch vorgebracht haben, &#039;&#039;&#039;des umgekehrten Menschen und der Pflanze&#039;&#039;&#039;. Die Wirksamkeit der Wurzel auf die Kopforganisation. Ich weiß nicht, ob sie das gebracht hat. Das ist nicht Steiner. Das gibt es schon viermal. Das springt schon alter Grieche hervor, ein Lateiner, ein Weisheitslehrer aus der Schule von Chartre und schlussendlich sogar der Darwin. Die Anthroposophen, in ihrer leider oft nicht so ganz toll gebildeten Art und Weise, die halten das jetzt für eine Erfindung von Steiner. Aber das ist das Problem der Anthroposophen. Und Steiner behauptet nicht, dass das auf seinem Mist gewachsen ist. Also das sind schon auch spannende Punkte. Und das sagt Steiner sehr klar, ich habe ganz wenig neu erfunden, sondern ich bin jemand, der verbindet und der aus einer Logik heraus versucht zu erzählen und darzustellen und klarzumachen und Impulse zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Hat Ihn der Punkt beschäftigt, dass die Gefahr besteht, dass aus dem, was er gesagt hat, eine neue Art von Glauben entstehen könnte? Und wenn ja, was ich vermute, weil das ja eigentlich sehr verwoben ist in der Kritik, weil da so zentrale Sachen sind, die er versucht hat zu machen, damit diese … wird. Und was würdest du sagen, also welche Relevanz hat das jetzt zur Zukunft? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, supergute Frage! Ich antworte mit einem Witz, Steiner war viel humorvoller, als man ihn kolportiert, als man ihn heute darstellt. Andere behaupten vieles andere. Steiner geht in den letzten Jahren den Hügel in Dornach hoch, ein wunderbares Gebäude, eine wunderbare Gestaltung der Landschaft, ein Kiesweg, ein Schotterweg. Und derjenige, der mit ihm läuft und mit ihm spricht, dem sagt er plötzlich, Moment, stopp, bleiben Sie mal stehen, ich muss mir hier gerade mal den kleinen Stein aus der Sandale rausholen, sonst humpelt halb Dornach morgen. Oder Steiner in einer Versammlung unter den Anthroposophen … Ja, Herr Dr. Steiner, wir sind Ihnen so dankbar, dass Sie das jetzt alles darlegen ... wir glauben das alles, was Sie... Da fährt er aus der Haut, das kommt ganz selten vor: &amp;quot;Sie sollen nichts glauben, Sie sollen verstehen!!&amp;quot; Es passiert bei Steiner ganz selten, dass er explodiert, aber da passiert es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist doch interessant, dass es nicht an irgendeiner anderen Ecke passiert, sondern da, wo man ihm unterstellt, es würde um Weisheitslehren gehen. Sie müssen selber denken. Ich gebe Ihnen nur Richtungen oder Ideen oder Gesichtspunkte oder Argumente oder will mit Ihnen eigentlich &#039;&#039;&#039;in eine Diskussion treten und nicht in ein Glaubensverhältnis&#039;&#039;&#039;. Also dagegen wendet er sich immer wieder und schon zu seinen Lebzeiten gibt es dafür genügend Grund. Und bis heute ist das ein Riesenproblem, riesiges Problem, dass die Anthroposophie dogmatisch, wie so ein bisschen Religionsersatz gehandhabt wird. Jetzt muss ich aber dazu etwas sagen, was mir sehr wichtig ist, Euch zu sagen, als vielleicht einen Teil der nächsten Generationen. Achtung! Dadurch, dass man identifiziert, die Gefahr ist, dass man das sozusagen dogmatisiert. &#039;&#039;&#039;Die Lösung ist nicht Verwässerung&#039;&#039;&#039;. Das ist nicht die Lösung, sondern die wirkliche Auseinandersetzung. Das ist die Lösung. Und diese Frage der Dogmatisierung muss eigentlich dazu führen, der Selbstprüfung, sich das voll da rein zu knallen und wirklich zu sagen, ich will das für mich klarkriegen. Ich will das prüfen, ich lese, ich höre, ich spreche, ich erlebe, ich fühle, ich meditiere und so weiter. Indem man sagt, eins unter vielen und so, kommt man dem Problem nicht näher. Die Anthroposophie ist schon auch eine Wahnsinnsherausforderung. Das muss man schon auch sagen. Das ist anstrengend. Aber man ist ja, glaube ich, auch nicht auf der Welt, um es besonders bequem zu haben. Dann ist man jedenfalls in dieser Ecke der Welt nicht gut aufgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, dann haben wir es hier an dieser Stelle. Ich freue mich auf heute Abend um halb acht. Und wie gesagt, macht euch keinen Stress. Es geht darum, die Leute, die hier arbeiten und leben, dass die auch von euch irgendwas mitkriegen. Und dass da was zurückkommt. Die machen mehr, als ihr denkt, dass das hier so möglich ist. Und ich bin denen auch sehr dankbar, dass wir das hier so machen können. Ich habe vor vielen Jahren einfach, als die Frage aus Süddeutschland und Norddeutschland kam, gesagt, okay, dann machen wir noch einen Januarkurs im November. Ich habe das nicht mit allen ordentlich besprochen. Ich habe es einfach gemacht. Und wenn ich gefragt hätte, ich weiß nicht, ob es so durchgekommen wäre, wie es jetzt heute ist. Heute würde das gut durchkommen. Heute würden sie das alles akzeptieren, weil sie merken, es geht. Aber vor dem Hintergrund, einfach mal ein bisschen die Leute, die das hier tragen und ermöglichen, dass das hier geht, mit denen ein bisschen was Schönes zu machen. Darum muss es eigentlich gehen, in meinen Augen, wenn ich euch einen Tipp geben darf. Aber ihr dürft machen, wozu ihr lustig seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Behinderung]]&lt;br /&gt;
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* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit &#039;&#039;&#039;Behinderungen&#039;&#039;&#039; als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen &#039;&#039;&#039;biodynamischen Höfen&#039;&#039;&#039; ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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[[Eurhythmie|Eurythmie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und so entsteht die &#039;&#039;&#039;Eurythmie&#039;&#039;&#039; als eine wirklich neue Bewegungskunst […] Geführte, gefühlte Bewegung.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:29:50]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Geist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der &#039;&#039;&#039;geistigen&#039;&#039;&#039; Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geisteswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische &#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039; entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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[[Felix Koguzki|Koguzki, Felix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
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[[Medizin]] (Anthroposophische)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Zusammenarbeit mit Ita Wegman […] die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin&#039;&#039;&#039; ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Kräutersammler Felix Koguzki […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Mysterienspiele&#039;&#039;&#039; in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Karl Julius Schröer|Schröer, Karl Julius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] &#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039; […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Édouard Schuré|Schuré, Édouard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem &#039;&#039;&#039;Édouard Schuré&#039;&#039;&#039;, ein Stück, was Marie von Sievers, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Seele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftige&#039;&#039;&#039; Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sozialen Frage, [Kernpunkte der Sozialen Frage]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [GA 23], die werden sein Bestseller [Rudolf Steiner].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marie Steiner|Steiner, Marie/von Sievers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem Édouard Schuré, ein Stück, was &#039;&#039;&#039;Marie von Sievers&#039;&#039;&#039;, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner|Steiner, Rudolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der geistigen Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
* „Die Kernpunkte der Sozialen Frage [GA 23], die werden sein Bestseller [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
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[[Übersinnlich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und &#039;&#039;&#039;Übersinnlichem&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Waldorfschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen &#039;&#039;&#039;Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, &#039;&#039;&#039;Waldorf&#039;&#039;&#039; Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] Steiner geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ita Wegmann|Wegman, Ita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Zusammenarbeit mit &#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039; […] die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Oberuferer Weihnachtspiele|Weihnachtsspiele, Oberuferer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;Weihnachtsspiele&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
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{{Gesamtglossar Navigation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar erstellt von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024&amp;diff=28750</id>
		<title>Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024</title>
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		<updated>2026-10-25T13:45:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Glossar */ Begriffe verlinkt die bereits vorhanden waren&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesamtglossar Navigation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrages Biographie Rudolf Steiner, Martin von Mackensen, 2024 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Dezember 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 1 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6s Begrüßung 00:00:06] ===&lt;br /&gt;
Also ich hoffe ja, ich verspreche euch nicht zu viel, dass ihr am Ende dieses Kurses jetzt nochmal sitzt und hört, aber es ist ein schöner Ausflug, es wird Spaß machen, man kommt wirklich in eine andere Welt und mir liegt da ganz viel dran. Insofern ist es auch ein bisschen sich mal zurücklehnen und sozusagen diese ganze Perspektive genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=34s Rudolf Steiner gesehen im Kontext seiner Zeit vor 100 Jahren - was kann das zur Lösung der heutigen Probleme beitragen? 00:00:34] ===&lt;br /&gt;
Worum geht es? Die Biografie Rudolf Steiners ist ein Thema, was in der Literatur sehr, sehr intensiv bearbeitet worden ist. Es gibt sehr viel Material, ich habe nur einen kleinen Teil hier mitgebracht. Das ist der Teil, den ich für die besten Sachen halte und wo ich das meiste von herhabe. Aber ich habe auch noch aus anderen Büchern und von Zeugen und so allerhand. Also die Quellen sind reichhaltig und man könnte sehr wohl sagen, warum machen wir hier, wo wir es doch so knapp haben mit der Zeit und so, warum machen wir in einem landwirtschaftlichen Kurs jetzt eine Biografie, die vor 100 Jahren zu Ende ging. Das ist doch vielleicht gar nicht so unbedingt nötig. Nein, ich glaube, dass es sehr, sehr nötig ist und sehr, sehr sinnvoll ist. Warum? Wir haben die &#039;&#039;&#039;Biodynamik&#039;&#039;&#039;, wir haben diese &#039;&#039;&#039;[[biologisch-dynamische Landwirtschaft]],&#039;&#039;&#039; wir haben die &#039;&#039;&#039;Waldorfpädagogik&#039;&#039;&#039;, wir haben die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin.&#039;&#039;&#039; Und wir haben die ganze Anthroposophie, als etwas, was ohne Rudolf Steiner undenkbar ist und was aber heute für unsere Fragen und unsere Probleme, vor allem Interessantes für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin fest davon überzeugt, deshalb mache ich das jetzt hier, dass wir mit den Quellen der Anthroposophie, mit dem, was da eigentlich mal entwickelt worden ist vor 100 Jahren, in der Lage sind, die &#039;&#039;&#039;Probleme&#039;&#039;&#039; zu lösen oder zu ihrer &#039;&#039;&#039;Lösung beizutragen&#039;&#039;&#039;, die in den nächsten 100 Jahren kommen. Also ich will deutlich sagen, da ist noch ganz viel Luft nach oben und Luft nach vorne. Und deshalb bringe ich das, weil ich eigentlich möchte, dass wir jetzt nach 100 Jahren auch &#039;&#039;&#039;in ein anderes Verhältnis zu [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]&#039;&#039;&#039; kommen, nämlich eines, welches davon gekennzeichnet ist, dass wir ihn und diese Bildung dieser Idee, die Person, den Mensch, die Biografie und die Bildung der Ideen auf … in einem komplexen Prozess sehen können. Dass wir einerseits feststellen, an den Ideen ist etwas dran, was uns hilft, in die Zukunft zu kommen und auf der anderen Seite sind diese Ideen in dieser Ausformulierung, durch diese Persönlichkeit in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also noch mal ganz knapp zusammengefasst: Es kommt darauf an, &#039;&#039;&#039;Steiner zukünftig im Kontext seiner Zeit&#039;&#039;&#039;, seiner Beziehungen, seiner Zuhörer, seiner Rezipienten zu verstehen, und gleichzeitig kommt es darauf an, die Anthroposophie, die Ideenwelt, die Steiner uns eigentlich zugänglich gemacht hat - ich sage absichtlich nicht die Steiners ist, sondern die &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner uns zugänglich gemacht hat&#039;&#039;&#039; - ja wie kann man sagen, so wahrzunehmen, so in eine Beziehung dazu zu kommen, dass sie auch in uns, durch uns &#039;&#039;&#039;zukunftsfähig wird&#039;&#039;&#039;. Sie wird nicht dadurch zukunftsfähig, wir werden damit nicht etwas lösen, weil wir daran glauben oder weil das so gedacht ist oder weil uns das irgendwelche Leute erzählt haben, sondern das wird dadurch interessant und wir werden dadurch in der Zukunft reicher, menschlicher, größer werden können, weiterkommen und die brennenden Probleme besser lösen können, weil wir in uns Interesse an diesen Ideen haben, entwickeln können. Es wird nur durch uns gehen. Und deshalb möchte ich, dass man sozusagen diesen Beitrag hört, der mir sehr am Herzen liegt, diese Person, diesen Mensch, diese Zeit, diese Situation kennenzulernen, um das menschlich-persönlich-zeitliche auf der einen Seite zu haben und das Ideelle, Gedankliche, Allgemeine der Anthroposophie auf der anderen Seite eben dadurch vielleicht auch ein Stück weit freizuschälen, dadurch zugänglicher zu machen. Das ist mein Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mir ist es eben selber so gegangen, dass ich irgendwann gedacht habe, Moment mal, ich mache hier biodynamische Landwirtschaft und ich habe da mehr und mehr von der Anthroposophie kennengelernt vor 30, 35 Jahren und habe dann gedacht, was ist das eigentlich? Ich kam aus einem &#039;&#039;&#039;Elternhaus,&#039;&#039;&#039; wo das schon ein Thema war und ich habe durch &#039;&#039;&#039;meine Bekanntschaft mit dem Joseph Beuys&#039;&#039;&#039; sehr früh sehr deutlich gemerkt, dass jemand, der voll in der Welt steht, der eine ganz andere Sprache spricht, sich explizit auf Steiner bezieht und ich musste mir das selber neu erschließen natürlich, das ist superwichtig. Und ich musste auch durch mich oder durch mein Studium an dieser Biografie eben diesen Schritt machen. &#039;&#039;&#039;Wer ist dieser Mensch?&#039;&#039;&#039; Wie ist es dazu gekommen? In welcher Zeit? In welchen Menschenzusammenhängen ist es passiert? Und was hat das jetzt eigentlich mit mir und mit der Zukunft zu tun? Und ich möchte gerne deshalb eben das hier bringen, damit man da einfach Bescheid weiß und sich selber &#039;&#039;&#039;seinen eigenen Zugang entwickeln kann&#039;&#039;&#039; und eben auch einen, wie man heutzutage sagt, &#039;&#039;&#039;kritischen Umgang&#039;&#039;&#039; damit entwickeln kann. Das heißt, kritisch meint jetzt nicht, also meint jetzt die Quellen. Wo kommt es her? Was ist da eigentlich drin mit in diesem Paket oder was gehört dazu? Kann ich mir darüber Klarheit verschaffen, aus welchen Quellen die Anthroposophie eigentlich entstanden ist und die biodynamische Landwirtschaft und so weiter? Und dazu soll das ein Beitrag sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=427s Der Mensch Rudolf Steiner und sein familiäres und kulturelles Umfeld 00:07:07] ===&lt;br /&gt;
Ja, Rudolf Steiner ist geboren 1861 in Südostmitteleuropa. 1861 bis 1925. Und dieses Südostmitteleuropa meint eben im 19. Jahrhundert die K&amp;amp;K-Monarchie, die königlich-kaiserliche Monarchie Österreich-Ungarn, eine Welt, die längst, längst verschwunden ist. Ein Staat ist schon fast falsch gesagt, eine, ja, eine Welt ist vielleicht viel besser, eine Welt, in der es eine Monarchie gab, aber gleichzeitig ein Vielvölkerwesen. Da wurde in vielen Städten, in vielen Gebieten Mitteleuropas wurden mehrere Sprachen gesprochen. Von Haus zu Haus waren ganz unterschiedliche Sprachen. Überall waren die Juden mit anwesend. Also eine ganz andere Situation. In Österreich-Ungarn gab es Städte, in denen waren drei oder vier Sprachen da. Das ist nicht so, wie das heute ist. Und wir können große Fragen daran haben, ob das, was seit dem Ersten Weltkrieg dann passiert ist, dass man diesen eigentlich Wahn oder Doktrinen oder, ja, dass man diesen Nationalstaat gebildet hat. Das ist eine ganz fragwürdige Sache. Jedenfalls damals war das nicht so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=531s Eine Kindheit in Armut. Im technischen Umfeld der ersten dampfbetriebenen Eisenbahn 00:08:51] ===&lt;br /&gt;
Und in dieser Welt wird dieses Kind geboren. Und die Eltern sind ganz einfache und ganz arme Leute. Der Vater ist eigentlich so etwas wie Forst- und Jagdgehilfe und kann eigentlich da nicht mehr weitermachen, in dem Moment, wo er heiraten möchte. Und die Mutter kommt auch aus ganz einfachen Verhältnissen. Und es tut sich plötzlich für den Vater auf etwas, was ganz bezeichnend ist jetzt für Rudolf Steiner, dass er zu der Eisenbahngesellschaft geht. Die &#039;&#039;&#039;Österreich-Ungarische Südbahn&#039;&#039;&#039; baut eine allererste Strecke &#039;&#039;&#039;von Wien nach Triest, also ans Mittelmeer&#039;&#039;&#039;. Und diese Strecke, dafür gibt es eine eigene Eisenbahngesellschaft, wird bereits Ende der 50er-Jahre geplant und, ich glaube, 1859 begonnen und dann in die 60er-Jahre hinein realisiert. Und da geht der Vater hin. Und zunächst als Stenograf und Nachrichtenübermittler und dann als Stationsvorsteher. Und das muss man sich, glaube ich, sehr gut vorstellen, weil das ist die Welt, in der dieses Kind groß wird. Ein Dörfchen Kraljevec heute in Kroatien, ne Entschuldigung in Slowenien. Und es ist sozusagen in diesem Dreieck Ungarn, Österreich, Slowenien und es … Kroatien, Ungarn, Slowenien. Und das gehörte alles damals zu Österreich dazu. Und das Ganze ist auch wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Also so eine Ecke, wo ganz vieles sich mischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist eigentlich heute, es ist ein kleines Städtchen, aber es ist eigentlich ein größeres Dorf gewesen. Und selbst vor dem Bahnhof, der Hauptplatz, eine Straße, die nicht befestigt war. Kein Pflaster, im Winter, im Herbst, im Frühling Schlamm. Unbefestigte Wege, immer dreckig, überall trägt man das rein. Man ist eigentlich wirklich auf dem Land. Und da kommt jetzt eine Eisenbahn. Man hat eigentlich den Eindruck, &#039;&#039;&#039;diese Eisenbahn ist die erste Technologie&#039;&#039;&#039;, die sich in die Welt fräst, die sich sozusagen in die Welt hineinarbeitet. Und mit der Eisenbahn kommt die allermodernste Technik, nämlich &#039;&#039;&#039;der Strom,&#039;&#039;&#039; das &#039;&#039;&#039;Telegrafieren&#039;&#039;&#039; und eben diese gewaltige &#039;&#039;&#039;Dampfkraft&#039;&#039;&#039; mit der Kohle. Und an jeder von diesen Stationen muss Kohle nachgeladen werden, muss Wasser nachgefüllt werden können. Und diese Eisenbahnen sind riesige, erschreckende, laute Kolosse, wo man gar nicht so ohne weiteres mit umgehen kann. Und die sind wahnsinnig schnell, in Klammern wahrscheinlich so zwischen 30 und 50 kmh. Das war schon sehr schnell. Bei den meisten ersten Eisenbahnen konnte man nebenher rennen. Eine Technologie, die es bis dahin nicht gab. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts die Menschen, wenn sie das das erste Mal gesehen haben, wirklich erschreckt sind und den Mund nicht mehr zugekriegt haben. Ist sowas möglich? Man sieht ja außen an so einer Lok sehr gut die Kraft, die da wirkt. Und dann kann man da reingucken und sieht in diesen Ofen rein diese Kohle und das Wasser, was oben als Dampf rauskommt und die Lautstärke, das Rumpeln dieser vielen Tonnen schweren Stahlkolosse auf den Schienen. Etwas sehr, sehr Beeindruckendes und eben eine ganz neue Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau da ist nun der Vater angestellt. Und diese Eisenbahn und diese &#039;&#039;&#039;Eisenbahngesellschaft spielt für Rudolf Steiner eine riesige Rolle&#039;&#039;&#039;. Einerseits muss er immer mit der Familie umziehen, weil der Vater versetzt wird, seine ganze Kindheit durch. Das längste sind, glaube ich, dreieinhalb Jahre, die er an einem Ort verbleiben kann. Dann ist schon wieder ein Umzug angesagt. Manchmal ist das auch weniger als ein Jahr. Das ist für ein &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;problematisch&#039;&#039;&#039;, weil da &#039;&#039;&#039;kann man sich nicht verwurzeln&#039;&#039;&#039;. Da kriegt man keine Freundschaften zu den sowieso schon entfernten Menschen des Dorfes, weil die ja bäuerliche Kinder sind. Und man selber kommt aus so einem komischen Bahnhof da raus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist man auch &#039;&#039;&#039;der Älteste&#039;&#039;&#039;. Die nächsten zwei Geschwister sind wesentlich jünger. Das ist eigentlich wie so eine Einzelkind-Situation. Und damit sieht man schon, dass dieses kleine Kind oder dieses Kind bis zum Schuleintritt &#039;&#039;&#039;leidet an Einsamkeit&#039;&#039;&#039;. Und für den Vater war das so und für die Mutter, dass man so eine Station alleine betreuen musste. Da gab es sonst niemand. Und das hieß eben das Abfertigen von Zügen. Da gingen mehrere Telegrafie-Geschichten voraus, bis der Zug kam. Und dann musste da eben nachgetankt werden. Da musste Kohlen reingeschippt werden. Da mussten Güter abgeladen werden, eingeladen werden. Da mussten Fahrkarten verkauft werden und so weiter und so weiter. Und einmal in der Woche kam jemand mit diesem Zug an, der blieb für 24 Stunden. Und der ersetzte dann den Vater. Und dann war ein Tag, einmal 24 Stunden, dienstfrei. Sonst musste man seinen Schlaf und alles, sein ganzes Leben nach dem Fahrplan richten. Gewerkschaft und sowas, das gab&#039;s da alles noch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=912s Erste hellsichtige Erfahrung des Schauens hinter die Sinneswelt 00:15:12] ===&lt;br /&gt;
Ja und jetzt kommt es zu einem ersten sehr wesentlichen Erlebnis für dieses Kind. Er sitzt in dem Warteraum, spielt oder träumt oder wie auch immer. Und &#039;&#039;&#039;er hat eine Erscheinung&#039;&#039;&#039;. Es erscheint ihm eine Frau, die er irgendwie kennt und doch nicht ganz richtig klarkriegt, wer das so ist. Irgendwie eine bekannte ältere Frau, die ihn ganz dringend anfleht, ihm, ihr zu helfen. Und er weiß überhaupt nicht, was er machen soll. Und er geht zu seinen Eltern und die sagen: Sei still, du dummer Bub!&amp;quot; Also sowas ist Quatsch. Was du da so siehst, da war niemand, fertig, aus. Und es dauert zwei Wochen und dann kommt die Meldung, die Schwester der Mutter hat sich umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für ihn ist völlig klar, das hat er wahrgenommen. Also ein erstes Erlebnis, das für dieses Kind, das was so für uns in unserem offiziellen Leben so ja eben nicht vorkommt oder als Quatsch und überflüssig angesehen wird, dass man eben &#039;&#039;&#039;hinter die Sinneswelt schaut,&#039;&#039;&#039; dass man Zusammenhänge mitkriegt, die man sozusagen mit dem Oberstübchen oder mit der einfachen Logik so nicht mehr klar kriegt. Das steht ganz am Anfang, vor dem Schuleintritt, dieses Erlebnis. Und das ist schon sehr bezeichnend. Dieses Kind, dieser junge Mensch scheint mehr mitzukriegen und kommt sofort damit in einen Konflikt mit seinem Umfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens - ich versuche jetzt bis 1900 so Etappen zu schildern, mehr so Fenster zu öffnen, oft vielleicht auch oder einiges vorzulesen. Danach, in der zweiten Stunde heute Nachmittag, werde ich es ganz anders machen, da werde ich es mehr erzählen. Jetzt versuche ich ganz stark an einzelnen Erlebnissen zu bleiben, die vielleicht für sich sprechend sind und die unbekannt sind, die oft nicht so bekannt sind und die aber in meinem Dafürhalten ganz wichtig sind, um diese Persönlichkeit zu fassen. Ein zweites: Schule, Dorfschule. Vielleicht stellen wir uns acht, zehn, zwölf Kinder vor, die unterschiedlichen Alters sind, vielleicht zwischen sieben und elf, zwölf, dreizehn und die fast alle irgendwie mehr oder weniger bäuerlichen, landwirtschaftlichen Hintergrund haben. Und ein, zwei &#039;&#039;&#039;Dorfschullehrer&#039;&#039;&#039;, die diese Kinder unterrichten. Und die jetzt, einer von den beiden merkt, dieser Junge, dieser Rudolf, dem kann man eigentlich gar nichts beibringen, der weiß das alles schon. Der ist scheinbar sehr helle und kriegt das irgendwie so schnell mit oder hat das schon von irgendwoher, dass er stinkgelangweilt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1121s Der Schüler findet in der Geometrie sein Glück. Er entdeckt in ihr einen Schauplatz geistiger Wesenheiten, der ihm ebenso gewiss ist wie die sinnliche Welt 00:18:41] ===&lt;br /&gt;
Und ein guter Lehrer, der jetzt kein Autoritätsproblem hat oder der seinen Stoff nicht kennt oder so, der wirklich bei den Schülern ist, dem tut das weh, wenn er ein Kind nicht fördern kann. Und dieser Lehrer aber, in diesem Sinne ein guter Lehrer, er macht nämlich folgendes, er erlaubt dem jungen kleinen Bub da im Nachbarzimmer, in seinem Vorbereitungszimmer bei den Büchern, sich eins aussuchen zu dürfen. Und das sind nicht die Bücher für die Schüler, das sind die Bücher für die Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter den Büchern für den Lehrer findet er ein &#039;&#039;&#039;Geometriebuch&#039;&#039;&#039;. Und jetzt schreibt er uns, 30, 40 Jahre später, in seiner nicht zu Ende gekommenen Autobiografie, [[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]], und in einem &#039;&#039;&#039;Vortrag, den er 1913 hält&#039;&#039;&#039; - und auch ansonsten an anderen Stellen gibt es auch schon einiges Originalquellen &amp;quot;Steiner über Steiner&amp;quot;, schreibt er uns dazu. Und mir geht es jetzt darum, vielleicht gar nicht alles super wortgetreu darzustellen, sondern so ein paar Pinselstriche zu machen. Und zu diesem kommt jetzt Folgendes. Da schreibt er nun später dazu, dass er mit diesem Geometriebuch, was er da ausleihen durfte, kommt er zu Folgendem:&amp;lt;blockquote&amp;gt;… &#039;&#039;dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könne, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raum. Aber ebenso, wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistig Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von dem Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihm ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühl fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Soll ich es nochmal lesen, das Ganze? Ist es verständlich gewesen? Ihr dürft gerne sagen, nochmal, weil das ist ja Steiners Sprache, die man nicht so schnell knackt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könnte, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Geometrie machen. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raume. Aber ebenso wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistiger Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von den Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihnen ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie die Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühle fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dieser letzte Satz ist ein bisschen später, der ist auch ein bisschen anderer Zusammenhang, aber da macht er dasselbe: &#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst gelernt … kennengelernt habe. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch, der auf seine Biografie zurückschaut, und diesen Moment vielleicht als neun, zehn, elfjähriges Kind gelangweilt im Schulunterricht ausleihen dürfen, das Lehrbuch der Geometrie zu Hause und in der Schule, das Nachdenken, Nachzeichnen, Mitberechnen und dieses Einsteigen in die Welt, in die Vorstellungen, in die Gedankenbildungen, die hinter und in diesen geometrischen mathematischen Formen liegt und das dann so kommentieren. &#039;&#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie zuerst das Glück kennengelernt habe&#039;&#039;&#039;. Das heißt, dieses Glück, etwas ist wirklich, wirklich greifbar, klar, glasklar, wahr und nachvollziehbar für jeden Menschen, obwohl es nicht sinnlich ist. Ein geistiges Erlebnis und vielleicht wird jetzt auch ein bisschen deutlich, warum wir hier Geometrie gemacht haben. Er hat das Glück, auf das &#039;&#039;&#039;Gymnasium&#039;&#039;&#039; zu kommen. Es spielt dabei eine Rolle dieser Lehrer. Er hat das große Glück, dass er ein Stipendium schon fürs Gymnasium bekommt durch diese Eisenbahngesellschaft, bei der der Vater eben ist, und er macht das &#039;&#039;&#039;Abitur mit Auszeichnung&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1596s Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also Nachhilfeunterricht, um selber die Sache anders, besser, tiefer zu verstehen und Nachhilfeunterricht, an dem ich wie in den anderen hineinschlüpfe. Das kennt vielleicht der ein oder andere von euch, wie das bei anderen ist. Bei sich selber kennt man es ganz gewiss. Wie ist dieses Gefühl, wenn man plötzlich etwas versteht in der Mathe oder wenn man etwas, einen Zusammenhang bilden kann im Geschichtsunterricht oder oder oder. Man kann in dem Moment, wo man es plötzlich geschnallt hat, wo man plötzlich, ah natürlich, so ist das! - kann man gar nicht mehr verstehen, dass man es mal nicht verstanden hat. Kennt ihr das? Das schlägt so in einen ein. Ja klar! Dieses, ich möchte es nennen, Evidenzerlebnis, das spricht er hier an. Ich musste durch den Nachhilfeunterricht in die Art, wie der andere tickt, so rein, dass ich im richtigen Moment, ja jetzt musst du noch, jetzt bring doch das dazu und dann hast du es. Also diese Gedankenbewegungen, die man ganz individuell im 1 zu 1 machen muss, wenn man jemandem etwas beibringt, was der einfach noch nicht kennt. Und wenn der intellektuell langsamer ist, kann man das viel besser genießen oder kann man das viel besser nachvollziehen. Wo hängt es, was brauche ich, wie geht das? Das wird hier angesprochen. &#039;&#039;&#039;Praktische Seelenkunde&#039;&#039;&#039; nennt er das. Am anderen, an seinem mühsameren verstehen-Können, sich selber klar werden über das, wie habe ich es eigentlich verstanden. Oder noch mal anders gesagt, auf die Seele schauen und dabei erleben, was passiert eigentlich seelisch-geistig, wenn ich mich andocke an eine Wirklichkeit, die da draußen ist. Der Satz des Tales oder nicht irgendwas, Geometrie, Mathematik oder so, das ist nicht in mir. Das meint man ja dann, jetzt hat man es verstanden, jetzt ist es in mir. Aber eigentlich hat man sich nur angedockt an etwas, was es schon gegeben hat, bevor es überhaupt Menschen gab und was es noch geben wird, wenn die Erde ganz andere Zustände erreicht hat. Kommt ihr mit? Ganz wichtiger Punkt. Dieser junge Mensch erlebt durch die Nachhilfe am anderen eine Art innerer Reflexion zu dem, was ist eigentlich geistig und was ist eigentlich physisch-sinnlich und wie kann man das Geistige präzise fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1876s Studium in Wien: Rudolf Steiner erwirbt sich an der Universität ein breites Universalwissen und schreibt Artikel 00:31:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, er kommt in eine begnadete Situation, die genießt er auch sehr als 19-Jähriger, mit der Schule fertig zu sein, studieren zu dürfen, weil wieder diese Eisenbahngesellschaft ihm das ermöglicht. Und die Aussicht, in Wien leben zu können, in Wien studieren zu können und diese Stadt und dieses Kulturleben genießen zu können. Und er muss hinnehmen, dass die Eisenbahngesellschaft ihm nur ein Brotstudium finanzieren möchte, das heißt eine Art - ja, technische Universität, ein Ingenieursstudium. Aber das macht ihm nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er tut schon bevor dem ersten Semester zwischen Schule und Uni eben mal gerade Kants [[A:Kritik der reinen Vernunft|&#039;&#039;&#039;Kritik der reinen Vernunft&#039;&#039;&#039;]] studieren und ein bisschen Fichte [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Johann Gottlieb Fichte|Johann Gottlieb Fichte]]] und so Sachen, wo wir nach einem Satz sagen, müssen wir das jetzt lesen? Ich verstehe gar nichts. Dann liest man den Satz nochmal oder den Absatz und nochmal und nochmal, dann schreibt man sich den irgendwie ab und macht sich Notizen und nach zwei Stunden glaubt man, man hat was verstanden von dem einen Absatz. &#039;&#039;&#039;Sowas liest er irgendwie zum Sport,&#039;&#039;&#039; das kann der einfach. Wahnsinnig gescheit, wahnsinnig beweglich, wahnsinnig schnell, wahnsinnig gute Auffassungsgabe - da kommen wir einfach schlichtweg nicht mit, muss man ganz ehrlich sagen. Also jemand, der sicher &#039;&#039;&#039;hochbegabt&#039;&#039;&#039; war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und &#039;&#039;&#039;er studiert&#039;&#039;&#039; dann ab dem Herbst 79 [1879] acht Semester &#039;&#039;&#039;Mathematik, Chemie, Physik, Mineralogie, Zoologie, Botanik, Biologie, Geologie und Maschinenbautechnik.&#039;&#039;&#039; Er muss auf sein Lieblingsfach darstellende Geometrie verzichten, weil das in der anderen Uni stattfindet, zu einer Zeit, wo er nicht kann. Aber in der anderen Universität nimmt er noch an &#039;&#039;&#039;Vorlesungen über Literatur, Geschichte und Philosophie&#039;&#039;&#039; teil. Da sagen wir, Moment mal, wie geht denn das? Und der Mann hat kaum Geld, das Stipendium reicht so eher zum Sterben als zum Leben. Eigentlich muss er immer noch zwischendurch jobben. Und das macht er auch. Und was macht er da? Er schreibt Artikel. Worüber? Was halt gerade irgendwo ein paar Heller bringt. Und in der Zeit kommt es auf, dass Lexika geschrieben werden. Das kennt ihr gar nicht mehr. Heute hat man Wikipedia nicht oder sowas. Aber früher gab es also den Brockhaus, 20-bändig, so ein riesiges Lexikon und so. Und das fing da an in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In so einer Kulturhauptstadt wie Wien gab es da also mehrere Verleger, die jetzt ein &#039;&#039;&#039;Universallexikon&#039;&#039;&#039; produzierten. Und das auch dann in der nächsten und nächsten Auflage. Das muss man alle 10, 12 Jahre komplett überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da braucht man eine riesige Menge von Autoren, die zu jedem Gebiet Fachmann sind., jeweils. Da gibt es also den Mineralogen und den Chemiker und den Ingenieur für Brückenbautechnik und, und, und, und. Und jeder schreibt eben zu seinem Teil da sein kleines Artikelchen. Und der Steiner, Rudolf Steiner, ist kein Spezialist. Der ist nicht fertig studiert für Mineralogie oder Chemie oder so etwas. Aber er schreibt für diese Bereiche. Und schreibt ganz offensichtlich so, dass die Verleger sagen, okay, bitte das nächste! Und wenn das nicht reicht als Job, dann gibt es noch einen zweiten Job. Und das ist, sich in eine Parlamentsdiskussion, in eine Parlamentssitzung knallen und mitschreiben. Und dann anschließend zwei Stunden und die ganze Diskussion von dreieinhalb Stunden in einen kleinen Artikel zusammenfassen. Mit möglichst vielen Originalzitaten derer, die da gesprochen haben. Richtig, richtig anstrengend. Wir machen sowas heute, indem wir da unser Handy mitlaufen lassen. Und dann tun wir uns das vielleicht nochmal in Text übertragen und gucken uns das so an und streichen uns was raus, und so. Wir haben es da heute viel einfacher. Der schreibt einfach Steno mit, wenn da gesprochen wird. Und dann bastelt der daraus einen Artikel und der soll am nächsten Morgen in der Zeitung stehen. Und dazu hat er dann vielleicht ein, zwei Stunden Zeit, dann muss der in Druck. Weil das alles viel länger dauerte damals. Also, es ist einem rätselhaft, wie dieser Mensch, wie konnte der mit dieser Intelligenz ausgestattet sein? Mit dieser schnellen Auffassungsgabe, &#039;&#039;&#039;mit dieser unglaublichen Formulierungsfähigkeit&#039;&#039;&#039;. Beeindruckend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2161s Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es, mit dem 21-Jährigen kommt es dazu, dass der Professor in der Universität, wo er eigentlich nur Gast ist, über deutsche Geschichte und deutsche Literatur, der - mit dem freundete sich an, [[A:Karl Julius Schröer|&#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039;]], so ein 40, 50 Jahre Älterer, so eine Professoren-Ikone. Und der lädt ihn sogar mal ein zu sich nach Hause. Und der hat so &#039;&#039;&#039;Forschungen&#039;&#039;&#039; gemacht über die Sprachinseln, die &#039;&#039;&#039;deutschen Sprachinseln in Ungarn und Rumänien&#039;&#039;&#039;. Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;[[A:Weihnachtsspiele|Weihnachtsspiele]]&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Karl Julius Schröer ist beauftragt wieder von einem großen Verlag und muss eine ganze Gruppe von Wissenschaftlern anleiten: &#039;&#039;&#039;Goethes Gesamtausgabe&#039;&#039;&#039;. Goethe ist jetzt 40, 50 Jahre tot. Und man möchte gerne sozusagen alles, was Goethe gemacht hat, herausgeben. Damit man das anständig lesen kann, mit allen Notizen, mit allen Entwürfen, eine kritische Gesamtausgabe. Eine Ausgabe, in der man verfolgen kann, wie sich die Ideen umgebildet haben, wie seine Romane, wie sein Faust, wie sein Werther [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Die Leiden des jungen Werthers|Die Leiden des jungen Werthers]]] und so weiter, wie sich das entwickelt hat und wie er so das gemacht hat. Und jetzt ist das große Problem, dass bei Goethe relativ viele &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaften&#039;&#039;&#039; eine Rolle spielen. Natürlich, das war noch der Anfang der Naturwissenschaften, da waren Naturwissenschaften noch überschaubarer. Aber dennoch - Goethe hat sich unglaublich viel Zeit in seinem Leben genommen, mit Meteorologie, mit Farbenlehre, mit Botanik, mit Zoologie, mit Mineralogie, mit Geologie auseinanderzusetzen. Goethe hatte 30.000 Gesteinsproben, die er selber gesammelt hatte sein ganzes Leben. Beschriftet hatte, wusste, wo die herkamen, konnte die zu Hause aus ihren Kisten holen, miteinander vergleichen, um irgendwie mal langsam klarzukriegen, wie entsteht eigentlich Gestein. Das war alles unbekannt damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt dieser Professor, Carl Julius Schroer, bekommt die Aufgabe von diesem Verlag, die Autoren zu suchen, die eben diese Ausgabe machen. Er selber macht natürlich auch einen wesentlichen Teil. Und jetzt kommen diese naturwissenschaftlichen Schriften, wo Goethe nur einen Teil, oft nur kleine Teile von dem, was er gemacht hat, veröffentlicht hat. Vieles war auf Zetteln und Entwürfen und so weiter - sehr unterschiedliche Themen behandelt. Wer könnte das jetzt bearbeiten? Der kommt wirklich auf die verrückte Idee, diesen Studenten, den 21-jährigen Studenten vorzuschlagen. Der wahrscheinlich 60-jährige Literaturpapst schlägt den Studenten vor, eine sehr merkwürdige Sache. Vielleicht auch einfach, weil er Literat war und nicht viele Naturwissenschaftler kannte, wie auch immer. Und Steiner muss einen Vorentwurf machen, muss ein bisschen skizzieren, muss ein erstes Kapitelchen schreiben, macht das innerhalb von sechs Wochen. Und jetzt wird dieses Kapitelchen weitergereicht. Und jetzt sind auch Naturwissenschaftler, die das lesen und die kommen zu dem Schluss, der soll das machen. Das ist vernünftig, das ist gut. Und so kriegt dieser Student die Aufgabe, die &#039;&#039;&#039;Gesamtherausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften&#039;&#039;&#039; zu machen von Goethe. Und das ist eine riesenumfangreiche Sache und schlussendlich ist es für ihn auch ein Fluch. Es ist ein Segen und es ist ein Fluch. Er ist nämlich 15 Jahre damit beschäftigt. Es ist überhaupt nicht so, dass er das mal eben schnell macht. Er merkt nach Jahren, das geht gar nicht in Wien. Er muss nach Weimar, er muss das vor Ort machen, da wo das ganze Goethe- und Schillerarchiv ist, wo die ganzen Materialien sind. Er muss da unheimlich viel Klein-Kleinarbeit machen und das nervt ihn dann irgendwann auch sehr. Aber es ist eine ganz wichtige Geschichte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2426s Unterricht bei der Familie Specht: Einblicke in die Zusammenhänge von geistig-Seelischem und Körperlichem betrachtet Rudolf Steiner als reiche Quelle des Lernens 00:40:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, ein neues Bild, was noch zu Wien gehört und das ist jetzt die &#039;&#039;&#039;Familie Specht&#039;&#039;&#039;. Familie Specht ist eine jüdische Familie, der Vater ist Händler, Baumwollhändler und die sind sehr wohlhabend und die Mutter hat vier Söhne und von diesen Söhnen ist der dritte, glaube ich erst, der ist schwer krank. Wahrscheinlich hat er eine Neugeborenen- Meningitis gehabt, eine Hirnhautentzündung, ein sogenanntes Wasserkopfkind, ein Kind, was einen riesigen Schädel hat und ganz geistig zurückgeblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Krankheit, die wird um die Geburt herum, meistens kurz nach der Geburt, eben durch eine Hirnhautentzündung verursacht und beim Heilen dieser und … ja, die Reaktion des Körpers auf diesen Entzündungsprozess ist eine übermäßige Bildung des Hirnwassers, des Liquors und da der Kleinkindschädel noch offen ist, nicht völlig geschlossen ist und der Druck dieses Liquors besteht als Heilungsfunktion, dehnt sich bei die Schädelbildung. Deshalb haben die diese großen Köpfe, das muss erstmal noch gar nichts heißen. Oft geht aber eben leider auch damit einher die Schwerhörigkeit, an verschiedensten Nerven, Sinnesorganen gibt es eben Schädigungen. Und dieses Kind wird dem Steiner vorgestellt und diese Frau kommt auf die Idee zu sagen, wollen Sie nicht unser Hausmeister werden? Also ein reiches, bürgerliches Familienleben und die Frage, können Sie sich nicht um dieses Kind kümmern? Wir wissen nicht so recht, was wir machen sollen. Und damals war es ja so, dass solche Kinder groß werden durften und dann irgendwo ihr Dasein fristen mussten in irgendwelchen Anstalten oder so als Dorftrottel so mitgehen durften. Man hat eigentlich ganz wenig gewusst und gekonnt und man hat es eben so akzeptiert. Und Steiner kriegt, macht das, nimmt diese Stelle und ist sehr glücklich darüber und formuliert uns Folgendes: [Vielleicht können wir auch mal kurz lüften]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Diese Erziehungsaufgabe wurde für mich eine reiche Quelle des Lernens.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;So fängt das an, schon spannend. Er sagt nicht, ich musste dem Kind etwas lernen, &#039;&#039;&#039;sondern ich habe was gelernt.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es eröffnete sich mir durch die Lehrpraxis, die ich anzuwenden hatte, ein Einblick in den Zusammenhang zwischen geistig-Seelischem und Körperlichem im Menschen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Es eröffnete sich mir etwas, was das physisch-Körperliche betrifft und das seelisch-Geistige. Wie ist das eigentlich miteinander verbunden? Ich übersetze, ich wiederhole. Da, wo es uns eigentlich nicht auftaucht, weil es so harmonisch und gesund ist. Da, wo es förderungsbedürftig ist, merke ich auf einmal, was nötig ist, wie es geht. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Da machte ich mein eigentliches Studium in Psychologie und Physiologie durch.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, wie funktionieren wir, Physiologie? Und wie ist die Seele beschaffen, indem sie sich dem Geistigen versucht, den Inhalten, dem seelischen Leben zu öffnen, wie ist die Psychologie? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich wurde gewahr, wie Erziehung und Unterricht zu einer Kunst werden müssen, die in wirklicher Menschenerkenntnis ihre Grundlage hat.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Ein junger Mann, 25, betreut ein schwer entwicklungsverzögertes Kind und kommt auf den Eindruck, das ist &#039;&#039;&#039;ein künstlerischer Prozess.&#039;&#039;&#039; Hier ist etwas gefragt, was ich jeden Moment neu schöpfen muss, wo ich voll anwesend sein muss, wo ich mich selber reflektieren muss, wo ich was lerne, viel mehr noch vielleicht als das Kind. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein ökonomisches Prinzip hatte ich sorgfältig durchzuführen. Ich musste mich oft für eine halbe Unterrichtsstunde zwei Stunden lang vorbereiten, um den Unterrichtsstoff so zu gestalten, dass ich dann in der geringsten Zeit und mit der möglichst wenigen Anspannung der geistigen und körperlichen Kräfte ein Höchstmaß der Leistungsfähigkeit des Knabens erreichen konnte.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Der junge Mann stellt fest, dieses vier, fünf, sechs, siebenjährige Kind, dem kann man etwas beibringen. Man muss sich aber sehr geschickt darauf vorbereiten, wie man es macht, dass man spielerisch an es herankommt. Und diese Vorbereitung, wie man das gut in Bilder bringt, wie man das gut macht, das braucht viel Überlegung und viel Hinwendung und die ist viel länger als die eigentliche Unterrichtsstunde. Man würde ja normalerweise sagen, jemand, der so intelligent ist, der muss sich doch darauf nicht vorbereiten. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Der Mann sagt uns, ich musste mich darauf intensiv vorbereiten und ich habe aber in diesem Lernen und in diesem Vorgehen eigentlich das vom Menschen gelernt, was ich später unbedingt gebraucht habe. Ich will gar nicht noch mehr von den Zitaten dazu lesen, sondern ich will einfach die Sache kurz, sozusagen dieses Fenster dann auch gleich wieder schließen. Der Junge schafft es, in die Schule zu kommen. Der kann doch so viel nachholen, dass er eigentlich als Kind mehr oder weniger beschulbar gilt. Und Steiner bleibt dran. Und das Kind kommt ins Gymnasium. Und Steiner braucht eigentlich nichts mehr machen. Das Kind macht Abitur und das Kind wird Mediziner, wird Arzt. Eine Biografie, die völlig unvorgesehen war. In der Gesellschaft gab es das damals nicht. Hydrocephalus-Kinder konnten eigentlich nicht zur Schule gehen, geschweige denn, dass sie ins Gymnasium gehen konnten, geschweige denn, dass sie studieren und dann noch Medizin und dann auch noch Arzt werden. Der Mann stirbt im Ersten Weltkrieg als Sanitäter - und &#039;&#039;&#039;für Steiner eine unglaublich wichtige Sache&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2884s Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04] ===&lt;br /&gt;
Und man sieht hier, ich mache jetzt einen ganz großen Bogen an das Ende des Vortrags heute Nachmittag, warum er von den &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftigen Menschen&#039;&#039;&#039; spricht und nicht von Behinderten. Steiner wird gefragt, ganz am Ende seines Lebens, von jungen Leuten in eurem Alter, wir wollen hier gerne in Jena eine Schule machen, eine Einrichtung, ein Heim für solche Kinder, wie dieser einer war. Und Steiner sagt, ja klar, unterstütze ich euch gerne. Kommt nach Dornach, ich mache euch eine Einweisung dafür, worum es da geht. Macht 14 Vorträge, die sogenannte heilpädagogische Kurs. Und ganz wesentlich ist, &#039;&#039;&#039;das sind gesunde Menschen, wie wir&#039;&#039;&#039; auch. Da ist nur eine &#039;&#039;&#039;besondere Pflege erforderlich&#039;&#039;&#039;. Seelenpflegebedürftig, nicht behindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein das zu kapieren, erklärt ganz viel von dem, was man Steiner oft ja zum Vorwurf macht, er sei irgendwie … hätte ein merkwürdiges Menschenbild. Überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, er ist weit seiner Zeit voraus. Er sieht sehr klar, auch der Mensch, der mit größeren Widerständen zu tun hat, der größere Probleme überwinden muss, ist genauso ein Mensch, hat genauso Menschenrechte wie ich und du. Ganz modern für diese Zeit. Er eckt damit auch an. Aber er zieht das knallhart durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist auch 1924, kurz vor seinem Tod, der Meinung, sogar im Gegenteil, diese Kinder haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Zuwendung&#039;&#039;&#039;, haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Hilfe und Unterricht&#039;&#039;&#039; und Schule zu kriegen als alle anderen. Und ein Wegsperren, ein Weggucken, ein Ignorieren, einen vor sich hin vergammeln lassen, ist sozusagen das Allerverwerflichste, was man machen kann. Ja, er spricht dann sogar in seiner geistigen Ausdrucksweise von dem Karma, von dem Schicksal und sagt, ihm kommt es so, als hätten diese Kinder, als hätten &#039;&#039;&#039;diese Menschen sich eine besondere Aufgabe vorgenommen&#039;&#039;&#039; in ihrem &#039;&#039;&#039;vorgeburtlichen Leben&#039;&#039;&#039;, um etwas wie für die Allgemeinheit, für die Menschheit im Ganzen zu erarbeiten, zu erringen, zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man solle &#039;&#039;&#039;möglichst viel Hochachtung&#039;&#039;&#039; vor diesen hohen Persönlichkeiten haben, die sich da verkörpern. Also er sagt nicht nur Gleichheit, sondern Achtung, liebe Freunde, uns geht es so ganz gut, aber wir haben nicht gecheckt, wenn man so etwas wie Reinkarnation und Karma überhaupt denken kann, dass möglicherweise gerade in diesen Persönlichkeiten sich Menschen einen Weg zur Erde gesucht haben, &#039;&#039;&#039;die ganz besonders Großes mitbringen&#039;&#039;&#039; und denen ganz besonders Großes eigentlich zu verdanken ist, die eine große Bedeutung haben. Darüber könnte man lange sprechen. Mir ist das gar nicht möglich. Ich würde da ziemlich schnell die Sprache verlieren, weil mich das sehr berührt. Meine Mutter ist Heilpädagogin gewesen aus diesem Impuls heraus. Und ich kenne viele solche Kinder. Ich bin mit solchen Menschen auch groß geworden. Und ich muss sagen, ich verdanke denen unglaublich viel. Ich möchte einfach nur behaupten zum Abschluss von diesem Fenster, unsere Menschheit, unsere Gesellschaft, unsere sozialen Zusammenhänge, unser Leben überhaupt wird unglaublich bereichert, vermenschlicht genau durch diese. Und wenn wir das nicht schnallen, sind wir eigentlich auf einem ganz schön üblen Trip. Und wir sind im großen Stil dabei. Wir treiben diese Kinder heute alle ab. Die allermeisten werden abgetrieben, weil man das früh erkennen kann mit der modernen Medizin. Und die Frage, was das eigentlich bedeutet für unsere Gesellschaft, die stellen wir uns gar nicht. Ich möchte da jetzt nicht tiefer einsteigen. Ich möchte nur meine persönliche Betroffenheit und meine persönliche Beziehung und meine persönliche Emotion zu diesem Thema doch auch zum Ausdruck bringen an dieser Stelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir springen ungefähr zehn Jahre weiter in die 90er Jahre. Der intellektuelle Steiner hat mittlerweile &#039;&#039;&#039;zwei Bücher&#039;&#039;&#039; geschrieben. Er hat einen &#039;&#039;&#039;Philosophie-Doktor&#039;&#039;&#039;. Er sitzt da immer noch in Weimar an diesem blöden Goethe-Ding. Das nervt ihn tierisch. Er macht alles Mögliche nebenbei, was irgendwie interessanter ist. Und es kommt ein Brief bzw., ja, es kommt ein Brief. Und der geht so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Sehr geehrter Herr,&#039;&#039; schreibt Kürschner. &#039;&#039;&#039;Kürschner ist der Verleger&#039;&#039;&#039; dieser Goethe-Gesamtausgabe. &#039;&#039;Sie werden wohl unschwer erraten, was mir heute wieder die Feder in die Hand zwingt. Zwei Jahre sind es in der nächsten Zeit, dass ich auf meine wiederholten Mahnungen das erste Telegramm von Ihnen erhielt: Manuskript folgt bestimmt Sonnabend. Es sind seither 87 Wochen vergangen und mindestens 4 ganz gleichlautende Telegramme auf meine Mahnungen an mich gekommen. Von dem letzten Band der naturwissenschaftlichen Schriften, aber noch kein einziges Blattmanuskript.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mann hat irgendwie &#039;&#039;&#039;ein Terminproblem.&#039;&#039;&#039; Und das ist typisch für diesen Mann. Das gibt es öfters. Der macht und will und tut ganz, ganz viel, ist wahnsinnig gescheit und kriegt echt auch was auf die Reihe, aber kriegt auch manches nicht auf die Reihe. Hat auch wirklich ein Problem mit der Zeit. Das schafft er dann irgendwann in späteren Jahren. Aber ich würde mal sagen, so ungefähr bis 1900 ist das ein Thema. Wie kann ich mich überhaupt selbst so organisieren, dass es schaffbar wird? &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3305s Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05] ===&lt;br /&gt;
Ich muss eine ganz, ganz wichtige Sache noch nachschieben, die in der Weimarer Zeit war - Entschuldigung, die in der Wiener Zeit war. Nämlich die &#039;&#039;&#039;Bekanntschaft&#039;&#039;&#039; mit dem sogenannten Kräutersammler. [[A:Felix Koguzki|&#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039;]] war ein &#039;&#039;&#039;Kräutersammler&#039;&#039;&#039; und der war wahrscheinlich so 40 Jahre ungefähr älter als Steiner, ein alter Mann. Und Steiner sieht den als ganz junger Kerl, 22, 25, im Zug. Er darf Zug fahren, weil er diese Eisenbahngesellschaft als Stipendiengeber hatte und hatte da ein billiges, also ein stark verbilligtes Ticket, mit dem er immer rausfahren konnte zu den Eltern und aufs Land und so. Und da sieht er diesen Mann, der stumm sprach, der hält sich … an den ranzukommen ist ganz schwierig, mit dem ins Gespräch zu kommen ist fast unmöglich. Aber er sieht, dass der morgens mit so einem riesigen Rucksack mit Kräutern in die Stadt fährt. Und dieser Kräutersammler ist eben wirklich ein professioneller Kräutersammler in einem kleinen Mittelgebirge südöstlich von Wien und der &#039;&#039;&#039;versorgt die Wiener Apotheken&#039;&#039;&#039;. Man muss sich ja klarmachen, im 19. Jahrhundert gab es noch nicht ein einziges allopathisches Mittel. Die ganze &#039;&#039;&#039;moderne Medizin gibt es noch nicht&#039;&#039;&#039;, aber es gibt eine Großstadt mit Apotheken. Und die Apotheker waren selber Pharmazeuten. Das sieht man ja manchmal noch in alten Apotheken, dass irgendwie so Mörser noch so stehen und dass das noch so ein bisschen dekoriert ist. Früher konnte, im 19. Jahrhundert, konnte der Apotheker aus den gelieferten Kräutern alle möglichen Zubereitungen und Medizin machen. Und dieser Kräutersammler, der muss schon auch Qualität bringen. Sonst bezieht man es bei jemand anderem. So viel vielleicht für das Äußere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich wieder vorlesen, weil ich eigentlich finde das wichtig, dass man das auch im Original hat und nicht nur in meiner Schilderung. Also er ist da mehrfach gefahren und irgendwie interessiert ihn dieser Mann, aber er kommt nicht so richtig ran. Und dann irgendwann gelingt es doch, mit ihm ein bisschen in Kontakt zu kommen. Und jetzt schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man musste gewissermaßen erst seinen geistigen Dialekt lernen, nach und nach. Wenn man mit ihm zusammen war, konnte man tiefe Blicke in die Geheimnisse der Natur tun. Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nochmal:  E&#039;&#039;&#039;r trug auf seinem Rücken das Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&#039; Also, das ist der Steiner in eurem Alter. Der sitzt mit jemandem im Zug und spricht mit ihm und trifft ihn immer wieder und kommt viel später zu solchen Formulierungen, aber die wird er schon auch so erlebt haben. Dieser Mensch kann etwas sagen, eben fast nicht. Der hat &#039;&#039;&#039;ein Erlebnis von einem geistigen Zusammenhang dieser Natur&#039;&#039;&#039;, aus der dieses Kraut jetzt sozusagen wie eine Kondensation ist, wie ein Herausfallen ist. Kommt ihr mit? Man kann sich ja lange fragen, was macht eine Pflanze zur Heilpflanze? Und man kann sich lange fragen, &#039;&#039;&#039;was ist eigentlich Heilung&#039;&#039;&#039;? Und wie docke ich da an? Und wie kommen eigentlich die Kräfte der Zerstörung oder des Kranken, des Pathologischen, und wie kommen die Kräfte der Gesundung in mich? Und wie komme ich da dran? Und so weiter. Und wie werden die wirksam? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier erlebt ein junger Mensch, da ist ein alter Kerl, der ist da irgendwie so unterwegs und sucht die richtigen Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt am Tageslauf und so weiter. Dann trocknet er die auf eine bestimmte Weise und so. Und dann wickelt er die da so ein und verkauft die da so. Und darin hat er ein Erlebnis von diesen Kräften, die da wirksam werden. Sonst geht das gar nicht. Also das kann man sich ja so vorstellen. Aber das als 25-Jähriger bei einem anderen in der S-Bahn zu erleben, das ist natürlich schon eine Leistung. Und den auch noch zum Sprechen zu bringen. Und es kommt dann dazu, dass er diesen Felix Koguzki besuchen darf. Das schildert er sehr genau. Er macht später auch &#039;&#039;&#039;eine Art Denkmal für diesen Mann&#039;&#039;&#039;, weil er in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist. Das schreibt er auch. Also er darf den besuchen und möchte eigentlich mehr davon. Er möchte irgendwie an diese unglaubliche &#039;&#039;&#039;Geistigkeit der Natur&#039;&#039;&#039;, die dieser Mann in sich erleben kann, da möchte er irgendwie drankommen. Und das gelingt nur ganz, ganz partiell und anfänglich, weil dieser Mann das selber gar nicht formulieren kann. Sondern der erlebt das einfach und arbeitet damit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieser Mann schickt den jungen Studenten zu einem anderen. Und das ist für Steiner ganz, ganz bedeutsam. Und über diese Person schweigt er sich völlig aus. Den besucht er zwei, dreimal und sagt uns nur, &#039;&#039;&#039;der hat mir meinen Lehrer vermittelt.&#039;&#039;&#039; Und das war ein Mensch, der konnte mir helfen, &#039;&#039;&#039;die Ordnung&#039;&#039;&#039; in das, &#039;&#039;&#039;was man geistig wahrnimmt&#039;&#039;&#039;, zu bringen. Die Struktur, dass man darüber so greifen kann, dass man darüber sprechen kann und dass es eine Logik bekommt. Und er sagt nur, &#039;&#039;&#039;mein Meister.&#039;&#039;&#039; Und er sagt, vielleicht zwei oder dreimal hat er den getroffen und das war&#039;s. Und wenn man jemand seinen Meister nennt - das macht er nur einmal, nämlich bei dieser Person - dann hat das eine bestimmte Qualität. Und wenn das jemand ist, der ganz offensichtlich weit über unser Wahrnehmungsvermögen hinaus Wahrnehmungen hat, dann hat das noch eine größere Bedeutung. Also ganz offensichtlich ist dieser Felix Koguzki mit diesem Vermögen, &#039;&#039;&#039;in der Natur das Geistige wahrzunehmen&#039;&#039;&#039;, für ihn eben wie eine Schlüsselfigur, dass er noch zu etwas kam, was für ihn und seine vielen Wahrnehmungen, die er hatte, irgendwie eine Ordnung, irgendwie ein besseres Umgehen ermöglichte. Er &#039;&#039;&#039;spricht bis 1900&#039;&#039;&#039; überhaupt &#039;&#039;&#039;nicht von dieser Innenwelt.&#039;&#039;&#039; Und wie er dazu kommt und was das eigentlich dann ausgelöst hat und wie diese Situation dann in Berlin ist, das würde ich dann gerne nachher besprechen. Es ist äußerlich einfach so, dass er von ungefähr 1890 bis 1896 ist er in Weimar, immer noch mit dieser Goethe-Geschichte beschäftigt. Und man kann sagen, ab 1897 Berlin. Und diese Situation, wie das eigentlich da um die Jahrhundertwende in Berlin war und was er da erlebt hat und wie das da eigentlich dann dazu kam, dass er sozusagen plötzlich darüber sprechen und schreiben konnte, was da eigentlich für ihn die Anthroposophie dann wurde, oder so hat er es ja dann viel später erst genannt, das möchte ich dann gerne nachher um halb drei fortsetzen. Herzlichen Dank bis hierher des Zuhörens!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 2 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3873s Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33] ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns in der ersten Einheit beschäftigt mit dem Rudolf Steiner bis 1900, der unglaublich Begabte, der Suchende, der Philosoph, derjenige, der mehrere Gesamtausgaben gemacht hat von anderen Literaten und Philosophen, demjenigen, der sich an dieser Goethe-Arbeit, man könnte sagen, abgearbeitet hat, der daran sich wirklich abgemüht hat und gleichzeitig dadurch - und das formuliert er auch - in gewisser Weise mit dem Übersinnlichen, mit dem Geistigen eben durch den Goethe, wie gebremst wurde, wie systematisiert wurde, wie immer wieder neu in diese Verhältnismäßigkeit zwischen Sinnlichem und Übersinnlichem gekommen ist. Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht &#039;&#039;&#039;eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können&#039;&#039;&#039;, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem, wie ist eigentlich in dem, was man übersinnlich wahrnimmt, wie ist das verbunden mit dem Sinnlichen. Und ich kürze das jetzt ein bisschen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner sagt dann letztendlich, durch das vorher sich &#039;&#039;&#039;in dem Übersinnlichen orientiert haben,&#039;&#039;&#039; war es mir ein wirkliches Problem, i&#039;&#039;&#039;m Sinnlichen mich zurechtzufinden&#039;&#039;&#039;. Also man hat den Eindruck, er will und muss sich mit &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaft und mit Erkenntnistheorie&#039;&#039;&#039; und mit Systematik auseinandersetzen, damit er diesen Weg systematisch und ordentlich geht. Und das hat dann 10, 15, 20 Jahre später eine riesige Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich will jetzt anders vorgehen in diesem zweiten Teil und möchte, ja wie voranstellen etwas, was sehr wichtig ist. Steiner, von dem wir wissen, dass &#039;&#039;&#039;er 6000 Vorträge in seinem Leben gehalten hat,&#039;&#039;&#039; dass er ungefähr 25 Bücher, &#039;&#039;&#039;30 Bücher&#039;&#039;&#039;, je nachdem, wie weit man die ganzen &#039;&#039;&#039;vielen Aufsätze&#039;&#039;&#039; dazu zählt, produziert hat. Der unglaublich fleißig war, der immer wieder Neues entdeckt hat, der aber von sich selber sagt, ist nicht meine Entdeckung, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Bin nicht ich, sondern ich habe eigentlich formuliert, ich habe eigentlich systematisiert, &#039;&#039;&#039;ich habe eigentlich Zugänge geschaffen&#039;&#039;&#039;, ich habe eigentlich das, was man übersinnlich seit Jahrtausenden weiß und kennt und wie in Untergrundströmungen - er würde vielleicht sagen, wie in Geheimschulen bekannt war - das habe ich sozusagen erstens mal systematisiert und zweitens mal öffentlich gemacht. Ich glaube, man versteht nichts bei Steiner, wenn man nicht dieses Grundmotiv sieht. Derjenige, dem die Weisheitslehren erschließbar sind, demjenigen, der, ob es die indischen, die fernöstlichen, die christlichen, die theosophischen Weisheitslehren sind, das kann der sich erschließen, da kann der mit umgehen, das hat der vor sich und der schafft es jetzt, uns das in eine nachdenkbare, in eine logische, in eine bearbeitbare Struktur zu bringen. Das ist, glaube ich, sein Hauptziel und auch sein &#039;&#039;&#039;Haupt- Erreichnis&#039;&#039;&#039; und er wird dann später, ja die Leute,  … Sie sind ja ein ganz Großer und sie haben sich ja uns die ganze Geisteswissenschaft, die ganze Welt des Unsichtbaren zugänglich gemacht! Und so sagt er: Vorsicht, ich habe &#039;&#039;&#039;das beschrieben, was einfach überall schon da war.&#039;&#039;&#039; Das sind ganz wenige wirklich neue Ideen und wir haben gearbeitet über die Idee der Dreigliederung, von der er dann in dem Moment sagt, ja das ist nun wirklich eine, die ich entdeckt habe, die es natürlich schon vorher gab, aber die ich so vielleicht das erste Mal formuliert habe. Aber vieles, vieles andere gibt es eigentlich schon und ich habe es nur &#039;&#039;&#039;in eine Art moderne Sprache und Denkbarkeit&#039;&#039;&#039; gebracht, Logik gebracht, in der man es heute verstehen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4195s Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55] ===&lt;br /&gt;
Und immer wieder weist er bei solchen Situationen von sich weg und sagt, es ist eine &#039;&#039;&#039;Zeitnotwendigkeit.&#039;&#039;&#039; Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine &#039;&#039;&#039;Erweiterung nach der geistigen Seite&#039;&#039;&#039;. Hinter dem sinnlich Sichtbaren, hinter dem physisch sinnlich Sichtbaren, das zu finden, das zu suchen, das damit umzugehen, was bildend, was gestaltend, was wirksam ist, in dem sinnlich Sichtbaren, diese Erweiterung, die ist sein eigentliches Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das vielleicht so als Überschrift für diesen zweiten Teil. Und wir sehen ihn um 1897, 98, 99 in Berlin und wir sehen einen Philosophen, wir sehen einen Anarchisten, wir sehen einen Sozialisten, wir sehen einen Menschen, der arm ist, der eine Witwe geheiratet hat, die vier Kinder hat, um die er sich mitkümmert. Wir sehen einen Menschen, der Lehrer ist, plötzlich der &#039;&#039;&#039;Lehrer an einer Arbeiterbildungsschule&#039;&#039;&#039; wird, der jede zwei Wochen eine &#039;&#039;&#039;Zeitschrift herausgeben&#039;&#039;&#039; muss, mühsames Geschäft. Man hat als jemand, der eine Zeitschrift herausgibt und dann noch ein offizielles Blatt der deutschen Bühnen und Schauspielhäuser, diese Zeitschrift herauszugeben, bedeutet, alle zwei Wochen muss da was zusammen sein, das muss veröffentlicht werden und wenn die Autoren einen wieder mal hängen gelassen haben, muss man selber sich irgendwas aus der Feder saugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, nach vier Jahren gibt er das endlich ab und ist so froh drum, das los zu sein, diese Qual, dass er immer sich damit, viele Zeit, er macht das eigentlich sehr gerne, er ist absolut up to date, diese Zeitschrift muss sozusagen ständig das Neueste von der Kunst, von dem Schauspiel, vom Theater, von der Oper, von den Romanen, das muss diese Zeitschrift bringen. Aber es ist mühsam und es ist sehr mühsam als Herausgeber, wenn man nur wenige Autoren hat und die Autoren einen hängen lassen und man eigentlich Tag und Nacht kämpft dafür, dass in zwei Wochen schon wieder die nächste Ausgabe da sein muss. Und wir sehen einen Menschen, der eigentlich sucht, der eigentlich, wo man sich fragen kann, was willst du eigentlich, &#039;&#039;&#039;wo willst du eigentlich hin?&#039;&#039;&#039; Diese Frage haben sich manche von den Biografen gestellt und sie sind immer wieder zu dem Punkt gekommen, ja, vielleicht wollte er eigentlich einen Lehrstuhl für Philosophie haben, aber ich glaube das gar nicht. Er hat eine Promotion gemacht in Philosophie, er hat diese wunderbare Schrift der [[A:Philosophie der Freiheit|Philosophie der Freiheit]], &#039;&#039;&#039;der Mensch ist da frei&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wo er sich seines Denkens bedient&#039;&#039;&#039; und in seinem Denken sich selbst begründet. Also auch ein höchst individualismusmäßiges Grundwerk. Und er sucht, so kommt es mir jedenfalls vor.  Er hat diese massive Anbindung an Goethe und er schreibt 1999 schon einen Aufsatz über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie|Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]] und schreibt von dem Ich und von dem &#039;&#039;&#039;Höheren Ich.&#039;&#039;&#039; Und da hätte man schon auch hellhörig werden können, es ist aber niemand hellhörig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben ging so weiter, er hat bestimmt dreimal die Woche abends in der &#039;&#039;&#039;Arbeiterbildungsschule Unterricht&#039;&#039;&#039; gemacht, eine wunderbare Sache, ein paar von diesen Unterrichten sind mitgeschrieben. Und diejenige, die das gemacht hat, die hat das später in Text gebracht, das ist sehr, sehr lesenswert, über Geschichte. Aber er hat da unterrichtet über alles mögliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4466s Ein Wandel vollzieht sich: Vorträge vor der Theosophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner lässt das Geistige nun erstmals durch seine Darstellungen durchleuchten  01:14:26] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es am 23. September 1900 kommt es dazu, dass er eingeladen wird in einer Gesellschaft, in der er überhaupt noch nicht unterwegs war. Und zwar sind es Menschen, die in so ein bisschen adeligem, erlauchten, sehr gutbürgerlichen, wohlhabenden Zusammenhängen leben und die da in Berlin so ihren Sitz haben, so ein ordentliches, man würde sagen Halbschloss. Also schon wirklich Residenz. Diese meisten von denen hatten auch noch große Ländereien irgendwo im Osten und waren dann im Sommer auf ihren Gütern. Und im Herbst zog man dann wieder nach Berlin und lebte den Winter über in der Stadt und so. Also ein Kreis von Menschen, die waren schon in der Zeit, die interessierten sich schon sehr für moderne Kunst, für fremde Sprachen, für die Kultur überhaupt, für die Dichtung, für die Musik, fürs Schauspiel. Und die pflegten so &#039;&#039;&#039;eine Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sich jetzt &#039;&#039;&#039;mit Theosophie und übersinnlichen Tatsachen beschäftigte&#039;&#039;&#039;, aber auf eine ganz anachronistische Art, kann man eigentlich sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine Art, die sehr &#039;&#039;&#039;an dem Indischen angelehnt&#039;&#039;&#039; war und die durch eine russische Theosophin halt  ihre Prägung bekommen hatte, Blavatsky [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Helena Petrovna Blavatsky|Helena Petrovna Blavatsky]]]. Und diese &#039;&#039;&#039;theosophische Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die gab es in Deutschland gar nicht. Das war eine indisch-englische Geschichte, amerikanische. Und in Deutschland gab es nur eine Sektion, eine Abteilung, kann man sagen. Es gab keine eigenständige Landesgesellschaft. Und die hatten eben in Berlin dieses, ich möchte mal sagen, Teekränzchen, diese Nachmittags-, Spätnachmittagsveranstaltung. Ich kann so ein bisschen darüber auch lästern sprechen, weil meine Urgroßmutter zu genau diesen Kreisen gehörte. Da fuhr dann nachmittags zwischen dem Flügel und der Sitzgruppe, fuhr dann der Diener mit der weißen Livree, Handschuhe und dem weißen Tuch da herein und brachte die Früchte, so zur Unterhaltung. Und dort ließ man also Dichter und Literaten und Künstler auftreten, um - ja schon in guter Weise einfach an der Kultur teilzunehmen, um up to date zu sein, um sich mit solchen Sachen zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun wurde Steiner da eingeladen und zwar aus einem ganz merkwürdigen Anlass. Es war nämlich so, dass er sich in den Weimarer Jahren mit der Witwe, späteren Witwe, also mit der, ne Entschuldigung, mit der Schwester, mit der Schwester von Friedrich Nietzsche beschäftigt hatte und dadurch auch einmal wirklich noch an den [[A:Friedrich Nietzsche|Friedrich Nietzsche]] rankam, kurz vor seinem Ableben. Da war er eben schon ganz umnachtet, wie man so sagt, also er war ganz unansprechbar und lag nur noch auf so einem Kanapeé. Und Steiner hat ihn da besucht und &#039;&#039;&#039;hatte ein starkes Erlebnis&#039;&#039;&#039; von dieser Persönlichkeit und hat eben auch dann eine Schrift verfasst, &#039;&#039;&#039;Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 5|GA 5]]] und hat versucht, eigentlich das Motiv bei Nietzsche zu suchen. &#039;&#039;&#039;Wer ist eigentlich Nietzsche&#039;&#039;&#039; und was hat Nietzsche eigentlich zu bedeuten? Und zu diesem Thema wird er jetzt bei dieser adeligen &#039;&#039;&#039;Theosophischen Teegesellschaft eingeladen&#039;&#039;&#039;, da im September 1900 und die sind begeistert. Die finden es cool, was er da so vorbringt. Und am Ende dieses Vortrags kommen sie zu ihm und sagen, können Sie nicht nächste Woche wieder? Und er sagt ja, er ist immer scharf da drauf, weil er bettelarm ist. Und zu was soll ich denn sprechen? Was wollen Sie denn? Nietzsche haben wir jetzt abgegrast, so ungefähr. Und dann sagen die nur, ja, was Sie wollen. Und dann überlegt er sich das. Und dann spricht er am 29. am Michaelitag 1900 vor dieser Gesellschaft und spricht über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039;. Das ist ja ein Widerspruch, was Geheimes kann sich nicht offenbaren. Also das ist ja schon merkwürdig. Und Goethe nennt das selber so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe eben schon darauf hingewiesen, indem ich gesagt habe, ja, &#039;&#039;&#039;Goethe spricht da in geheimnisvollen Bildern&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Steiner übersetzt die mit dem höheren Ich&#039;&#039;&#039;. Und diese Theosophen merken auf einmal, da gibt es eine Welt. Und da gibt es einen Mann, der kann uns da was zu sagen. Das ist ganz unglaublich. Und er selber formuliert das jetzt folgendermaßen. Das möchte ich gerne nochmal im Original vorlesen, dieses Zitat. Ich kann es zwar eigentlich auswendig, aber ich will dann doch nicht ins Holpern kommen. Also die Gesellschaft fand im Salon der &#039;&#039;&#039;Graf und Gräfin von Brockdorf&#039;&#039;&#039; statt. Und dieses Thema, was er da sich eben dann selber wählt, Goethes geheime Offenbarung. Und da kommt jetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Vortrag wurde ich in Anknüpfung an das Märchen,&#039;&#039; [Goethes Märchen]&#039;&#039;, ganz esoterisch. Es war ein wichtiges Erlebnis für mich, in Worten, die aus der Geistwelt herausgeprägt waren, sprechen zu können. Nachdem ich bisher in meiner Berliner Zeit durch die Verhältnisse gezwungen war, das Geistige nur durch meine Darstellungen durchleuchten zu lassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er empfindet das als einen Punkt, der jetzt für ihn ganz wesentlich war. Und die empfinden das auch so. Und ich möchte ausdrücklich hinweisen auf dieses Buch, was erst ein paar Jahre alt ist. Ein &#039;&#039;&#039;Norweger&#039;&#039;&#039;, ein toller Autor, ein Literat, glaube ich. Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühen Berliner Jahre, 1897 bis 1902. [Kaj Skagen, &#039;&#039;&#039;Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühe Berliner Jahre 1897-1902&#039;&#039;&#039;] Der versucht zu fassen, was ist da eigentlich passiert? Wie geht es eigentlich, dass dieser Mann einen solchen Wandel vollzogen hat? Und er weist eigentlich wunderschön nach, da ist eine Kontinuität, da ist eine Logik, da ist ein Sinn drin. Und der wird eben im Nachhinein deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4914s Beginn einer ausgedehnten Vortragstätigkeit 01:21:54] ===&lt;br /&gt;
Er sucht jetzt mit diesen zunächst sehr elitären und sehr eingeengten Gruppen, also mit dieser speziellen Gruppe sucht er jetzt eine kontinuierliche, konzentrierte, schnell und intensiv fortschreitende Arbeit. Er spricht dort wöchentlich und schon ein halbes Jahr später fasst er diese Vorträge in einem Buch zusammen. Es dauert nicht lange und diese deutsche Sektion wird größer und größer. Und es tauchen jetzt vor allem Frauen auf, die für die ganze Entwicklung der Anthroposophie dann sehr bedeutsam werden, die ihn bitten, da weiterzumachen und die ihre komplette Arbeitskraft da zur Verfügung stellen und das vorantreiben. Es kommt wieder zu einer &#039;&#039;&#039;Zeitschriftbegründung&#039;&#039;&#039;. Er hat jetzt wieder eine Zeitschrift an der Backe, aber eben jetzt mit seinen Inhalten, nicht für die deutschen Bühnen, sondern für die theosophische Gesellschaft. Er wird deren &#039;&#039;&#039;Generalsekretär&#039;&#039;&#039;. Er kommt in eine Lebenssituation nach zwei, drei Jahren schon, wo er eigentlich ganz viel unterwegs ist. Er ist eigentlich hauptsächlich nicht nur in Deutschland, sondern man kann sagen in Mitteleuropa, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Norditalien, Schweiz, Österreich, überall im, man könnte sagen, deutschsprachigen Raum unterwegs. Und so ein Typisches, so ein Setting war ungefähr so, das ist irgendwie eine Stadt, sagen wir mal Leipzig oder Kassel oder Düsseldorf oder Stuttgart. Er kommt da hin, da gibt es &#039;&#039;&#039;einen öffentlichen Vortrag&#039;&#039;&#039;, da mietet man einen großen Saal an. Dann gibt es einen sogenannten &#039;&#039;&#039;Zweigvortrag&#039;&#039;&#039;, der jeweils für den Zweig der theosophischen Gesellschaft dann war. Dann gibt es möglicherweise eine &#039;&#039;&#039;Logenarbeit&#039;&#039;&#039;, das hieß eine intime meditative Übungseinheit für wenige. Und dann gab es vielleicht noch einen zweiten Zweigvortrag und dann reiste er wieder ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und viele von diesen Vorträgen reihen sich hintereinander. Die kann man eigentlich gar nicht so ganz gut verstehen, wenn man die nicht hintereinander hat. Und die sind aber dann in zwei oder drei Städten gehalten. Und so kommt es dann auch sehr schnell dazu, dass die &#039;&#039;&#039;mitstenografiert werden&#039;&#039;&#039; und als sogenannte &#039;&#039;&#039;Zyklen&#039;&#039;&#039; zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden. Er schreibt ein zweites, ein drittes Buch, es kommt zu diesem Grundlagenwerk, &#039;&#039;&#039;die Theosophie&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 9|GA 9]]]. Davon haben ja manche ein paar Seiten mitgekriegt, 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5088s Entfremdung von den Theosophen: Eine Anwendung der Theosophie im praktischen Leben findet kein Interesse 01:24:48] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt ändert sich die Situation schon dahin, dass man eigentlich das Gefühl hat, er versucht seinen Zuhörern zu sagen, hey, mit dieser Geisteswissenschaft kann man etwas im praktischen Leben machen. Das ist nicht nur für ein schönes Leben und für ein gutes meditatives Erfahren der eigenen geistigen Individualität oder großer Weltzusammenhänge, sondern man kann in der Welt manches einfach wesentlich besser machen, wenn man aus dieser Quelle schöpfen kann. &#039;&#039;&#039;Und das wollen die nicht hören.&#039;&#039;&#039; Ganz deutlich. Mir ist das ganz deutlich, an vielen Stellen. Er spricht über die Erziehung des Kindes 1905, einen wunderbaren Vortrag und mehrfach und sicher auch nicht alles dokumentiert. Passieren tut daraufhin gar nichts. Das interessiert die eigentlich nicht. Da sind immer wieder Ärzte und Ärztinnen, er macht medizinische Andeutungen. Das interessiert die gar nicht, dass man damit irgendwie einen Bezug zur Medizin hätte, der einen vielleicht da auch tiefer und weiter und größer therapieren lässt. Gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat eigentlich den Eindruck dann in dieser zweiten Phase, ich sag mal ungefähr von 1905, 1907 bis dann 1909, 10, 11, er sucht eigentlich überall, wie könnte die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; jetzt irgendwie langsam &#039;&#039;&#039;fruchtbar werden.&#039;&#039;&#039; Es heißt da noch Theosophie und es ist noch auch schon sehr stark von diesem Kreis dominiert, der da den Anfang gemacht hat. Aber es sind jetzt auch schon viele andere Menschen dabei. Es ist eine wirklich eingetragene Gesellschaft, da wird man Mitglied. Es sind, ich glaube, &#039;&#039;&#039;15.000 Mitglieder in Deutschland&#039;&#039;&#039;, irgendwie um &#039;&#039;&#039;1907&#039;&#039;&#039; oder so. Also das ist wirklich angewachsen, es hat eine Bedeutung. Auch die Kulturschaffenden, die Maler, die Bildhauer, die Literaten, die Lyriker, die hören sich das an. Steiner ist interessant, also das ist die Zeit, in der in München &#039;&#039;&#039;Kandinsky&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Wassily Kandinsky|Wassily Kandinsky]]] Steiner hört und so weiter. Aber es passiert ganz, ganz wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5234s Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14] ===&lt;br /&gt;
Und es gibt dann ein erstes Moment, was sehr wichtig ist für die weitere Entwicklung. Und das sind die sogenannten &#039;&#039;&#039;Mysterienspiele in München&#039;&#039;&#039;. Und es beginnt mit einem Stück, man sollte vielleicht gar nicht an Theaterstück denken, sondern man sollte eigentlich an eine beispielhafte Erzählung über wiederholte Erdenleben und esoterische Zusammenhänge oder schicksalsmäßige Zusammenhänge von einer Menschengruppe. Sowas wird da dann eigentlich geschildert. Und da gibt es eine Vorentwicklung, das ist das erste Mal, das ist noch gar nicht von ihm, sondern das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird. Und dann sind das die Mitglieder der Gesellschaft, das sind keine Schauspieler, sondern das sind die Leute selber. Und der Saal wird selber dekoriert mit so Tüchern, kriegt da so einen bestimmten Ausdruck. Dann kommen solche Siegel dazu, so goldene Formen und so weiter und so weiter. Und dann wird da geübt und zum Schluss im August wird das eben aufgeführt. Und es geht eine ganze Woche immer wieder und dazwischen sind immer Vorträge von ihm und so. Also das ist wie so ein Sommer-Event, so ein Sommer-Festspiel oder so dieser Gesellschaft. Und das Theater ist gemietet in den Sommerferien, das Theater hat Ferien, man mietet dieses Theater während den Ferien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich sind es dann eben &#039;&#039;&#039;fünf solche Aufführungen&#039;&#039;&#039; hintereinander, jedes Jahr eine weitere. Die nächsten Stücke sind dann eben von ihm selber geschrieben. Das muss man sich so vorstellen, er kommt morgens zu den Proben mit den nächsten Szenen für die Leute und verteilt denen &#039;&#039;&#039;die Texte handgeschrieben&#039;&#039;&#039;, die wahrscheinlich in der Nacht vorher entstanden sind. Und dann üben die und dann am nächsten Morgen geht es weiter. Und irgendwie nach zwei, drei Wochen ist das Stück zusammen und die verschiedenen Szenen hintereinander und dann wird es aufgeführt. Und das nächste Jahr kommt das nächste Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5390s Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen plötzlich ein paar &#039;&#039;&#039;Architekten&#039;&#039;&#039; und ein paar andere Mitglieder und sagen, ja, also schön und gut diese Sommerspiele, aber das reicht doch eigentlich nicht. Können wir nicht so eine Bühne wirklich selber haben? Sollten wir nicht was bauen, wo die theosophischen deutschen Festspiele, Mysterienspiele, wo die eine Heimat haben? Und Steiner, ja klar, machen Sie doch, ist doch super! Und die versuchen. Und die verhandeln mit der Stadt München. Und die haben schon ein Grundstück, das ist so richtig, da gibt es Pläne von, das ist so richtig riesige Sache, das sind vier, fünf, sechs so Wohnblöcke, die sozusagen so ein Areal, wo man da, also eine Bühne mit einem Saal und das ist eine runde Bühne, ein größerer, runder Saal, so zwei Halbkreise oder drei Viertelkreise. Da gibt es Räume für Farbtherapie, da gibt es alles Mögliche. Und schlussendlich wollen die Stadtväter in München doch nicht. Diese komischen Theosophen, das wollen sie nicht haben. Das wird erst 1913, 12, 13 so richtig klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da taucht ein Mitglied auf, das &#039;&#039;&#039;aus Basel ist, ein Zahnarzt&#039;&#039;&#039;, und der sagt ja, also wenn es an einem Grundstück mangelt, ich habe da noch so ein Grundstück bei Basel, das ist so eine Apfelwiese, die würde ich gerne dafür hergeben. Und Steiner fährt sozusagen übermorgen dahin, guckt sich das an, läuft da drei Tage durch alle, durch die ganze Landschaft, durch alle Höhlen in Arlesheim und so weiter und stellt fest, das ist eigentlich super. Und ich glaube, drei Wochen später ist die Baugenehmigung, der Bauantrag bei der Behörde und &#039;&#039;&#039;drei Monate später wird gebaut&#039;&#039;&#039;. Ein unglaubliches Tempo - zack, zack, zack, zack, es geht los. Und jetzt geht es sozusagen Schlag auf Schlag. Und es ist schon interessant, dass ein Bau einer Gemeinschaft ist - man kann hier das vielleicht nachher auch, könnt ihr euch das hier angucken, es ist ein wunderbares Heftchen, wo nicht die Anthroposophen, sondern eigentlich &#039;&#039;&#039;die Welt der Architektur,&#039;&#039;&#039; die hat sich dieses Themas, eine Architekturzeitschrift - die hat einmal das Schwerpunktthema Bauen und Gemeinschaft. Und die entdecken eigentlich, die Anthroposophen haben da eigentlich vor dem Ersten Weltkrieg der Bau der Gemeinschaft. Und da sind diese zwei Kuppeln zu sehen und diese ganzen Menschen auf dem Gerüst, viele, viele von diesen theosophischen Mitgliedern, die da anfangen zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es zu dem &#039;&#039;&#039;Konflikt,&#039;&#039;&#039; schon lange gibt es einen Konflikt, aber jetzt kommt es zur Eskalation, kann man sagen, mit der &#039;&#039;&#039;theosophischen Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sollen jetzt also bestimmte Lehren vertreten werden. Und Steiner hat schon 1901 gesagt, wenn ich da Generalsekretär werde, nur unter der Bedingung, dass ich das lehre, was ich für richtig halte. Ich werde mich hier &#039;&#039;&#039;keiner irgendwie gearteten Doktrin beugen&#039;&#039;&#039;. Und als das immer enger und schwieriger wurde und eigentlich er jetzt bestimmte indischen Weisheitslehren, die die neue Weltvorsitzende dazu verkündete, die jetzt da auch sozusagen predigen sollte und so, dann wurde das immer schwieriger und irgendwann kam es zur Trennung. Und er sagt dann, ja, wir begründen jetzt eine Gesellschaft, die geht vom Menschen aus. &#039;&#039;&#039;Anthropos und die Weisheit des Menschen&#039;&#039;&#039; liegt da im Namen drin und die kann man jetzt einfach synonym nehmen. Alles, was ich vorher mit Theosophie benannt habe, das kann man jetzt mit Anthroposophie benennen und damit ist auch eine gewisse Kontinuität da. Er entwickelt schon vor dem Ersten Weltkrieg 12, 13 [1912, 1913] eine ganze Menge von sogenannten &#039;&#039;&#039;esoterischen Stunden&#039;&#039;&#039;, Unterweisungen, wie jetzt durch das eigene Üben jeder Mensch in die Fähigkeit kommt, das auch wahrzunehmen, was sozusagen der Blick in die geistige Welt ist. Und er ist fortgesetzt weiter damit beschäftigt, Vorträge zu halten und auch Schriften zu machen. 1910 erscheint das große Grundlagenwerk [[A:Die Geheimwissenschaft im Umriss|Die Geheimwissenschaft im Umriss]], wo er sozusagen nochmal die Theosophie und die Frage der Welt, überhaupt der Weltentstehung zusammenfasst - &#039;&#039;&#039;das grundlegende Werk&#039;&#039;&#039; der ganzen anthroposophischen Welt und Menschen-Auffassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher schon auch in dieser ersten Zeit um diese Begründung des ersten Baus in Dornach kommt es dazu, dass eine Frau kommt. Ja, ihre Tochter, die ist glaube ich 16 oder 17, die möchte so gerne so ein Tanzballett machen und ob es da nicht was Besseres gäbe. Ihr käme das Ballett so steif vor. Und Steiner sagt, na klar, schicken Sie die mal zu mir, wir können doch mal was entwickeln, wir können doch mal was ausprobieren. Und zack, kommen ein paar neue noch dazu und so. Und so entsteht die [[A:Eurythmie|Eurythmie]] als eine wirklich &#039;&#039;&#039;neue Bewegungskunst,&#039;&#039;&#039; die völlig aus dem Bedarf heraus von Menschen entwickelt wird und immer an den konkreten Fragen weiterentwickelt wird: Geführte, gefühlte Bewegung. Also von innen heraus geführt, aber empfunden, ein bestimmtes, nicht irgendwas gefühlt, sondern jeweils etwas ganz Bestimmtes und aber alles in Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tanz, eine Bewegungskunst. Und das fängt eben an mit ganz einfachen &#039;&#039;&#039;Übungen mit Sprache&#039;&#039;&#039;. Er spricht dann oft davon, dass die Eurythmie eigentlich die äußere Erscheinung dessen ist, was hier in uns passiert, wenn wir sprechen, wenn wir sozusagen die Luft bewegen mit unseren Sprachorganen. Dasjenige würde auch sozusagen äußerlich durch den ganzen menschlichen Körper dargestellt werden, wenn man Eurythmie macht. Und dann später kommt die &#039;&#039;&#039;Ton-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu und ganz viel später kommt noch ziemlich zu seinem Ende hin die &#039;&#039;&#039;Heil-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu. Und so ist diese ganze Bewegungskunst. Es sind, glaube ich, insgesamt 5000 Skizzen gibt es, wo Eurythmistinnen dann zu ihm kommen und sagen, ja, also können Sie mir zu dem und dem Gedicht eine Form, eine Laufform auf der Bühne machen. Und dann liest er das Gedicht und während er liest und so, dann entsteht eine Form. Und dann erklärt er, wie die Ton-Eurythmie geht und so. Und dann macht er zu vielen, vielen Musikstücken solche Formen. Und es ist schon sehr erstaunlich, wenn man mit Leuten spricht, die sich 20 Jahre mit Eurythmie beschäftigt haben und mit diesen Formen und selber auch solche Formen entwickeln und so, wie die die interpretieren, was der wohl da erlebt hat und &#039;&#039;&#039;wie er das wohl konnte&#039;&#039;&#039;, das dann einfach so zack mal hin aufs Papier zu bringen und dann haben die damit geübt. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5859s Rudolf Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg 01:37:39] ===&lt;br /&gt;
Ja, jetzt muss ich ein Kapitel anklingen lassen, was ja sehr dramatisch ist für unsere Zeit und bis heute große, große Nachwirkungen hat. Ich muss jetzt sprechen über den Ersten Weltkrieg. &#039;&#039;&#039;Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg&#039;&#039;&#039; ist sehr wichtig. Ohne diese Rolle zu verstehen, kann man ihn eigentlich nicht verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt so, dass er ja als Österreicher, hauptsächlich in Deutschland lebend und dann in der Schweiz auch tätig, eigentlich einen ziemlichen Überblick hat. Und es ist so, dass es in Österreich Mitglieder gab, der jetzt schon anthroposophischen Bewegung, die sehr - wie soll man sagen - an dem Machthebel nahe dran waren. Da gab es also einen Bruder von jemandem, der im Kabinett war, also der Minister war und so weiter und so weiter. Da gab es also einen gewissen Kontakt auch zu den Machthabern und zu dem Kaiser und so. Und in Deutschland war das genauso. Da gab es also Leute, die aus dem Adel stammten und die jetzt beim Militär in hoher Stellung waren und die bei dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine entscheidende Rolle spielten. Und die stehen nun interessanterweise in Kontakt zu Rudolf Steiner. Einige wenige. Und dabei wird deutlich, dass Steiner alles versucht, &#039;&#039;&#039;um diese Katastrophe frühzeitig&#039;&#039;&#039; in seinen Vorträgen zu kennzeichnen und &#039;&#039;&#039;alles zu tun&#039;&#039;&#039;, um die Menschen davon zu überzeugen, &#039;&#039;&#039;dass das keine Lösung ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt muss man sich ganz klar machen, die damalige Zeit 1914, Sommer 1914, ist überhaupt nicht so, dass die Menschen im Großen und Ganzen kapieren, was eigentlich so ein Weltkrieg bedeutet. Die haben natürlich keine Idee, dass das jetzt ein Weltkrieg wird, aber sie haben eben die Idee, dass es eine kriegerische Auseinandersetzung insbesondere mit Frankreich geben würde. Und die finden das großenteils eigentlich gut. Also man muss sich vorstellen, so ein toller Künstler wie der &#039;&#039;&#039;Franz Marc&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, den ich nach wie vor sehr schätze, der diese wunderbaren Tiergestalten malt. Oder, oder, oder, oder - viele, viele Intellektuelle, viele Künstler, die halten das für eine gute Sache. Die ziehen mit in den Krieg. Und Steiner gehört zu den wenigen, die von vornherein sehr klar sagen, nein, d&#039;&#039;&#039;as ist eine riesige Katastrophe&#039;&#039;&#039;. Und jetzt springe ich kurz an das Ende des Ersten Weltkriegs, und zwar wirklich nach dem Ende. Der endet ja bekanntlich im November 18 [1918] und im Frühjahr 19 [1919] ist Steiner in der Lage, &#039;&#039;&#039;die Memoiren des Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039;, einer der Generäle des Ersten Weltkriegs auf der deutschen Seite, diese Memoiren zu bekommen. Die Frau ist nämlich Mitglied der Gesellschaft, der anthroposophischen Gesellschaft, und er hat mehrere Gespräche mit diesem Helmut von Moltke dem Jüngeren, geführt und ist ganz sicher der Überzeugung, dass es wichtig ist, jetzt wo der Krieg zu Ende ist und wo die &#039;&#039;&#039;Friedensverhandlungen&#039;&#039;&#039; beginnen, deutlich zu machen, was Helmut von Moltke im Frühling 1914, sozusagen in den letzten Tagen und Wochen vor dem Kriegsbeginn erlebt hat - in Berlin im Zusammenhang mit Wilhelm II., dem Kaiser, und den Depeschen, die man zwischen Wien und London und St. Petersburg hin und her schickte - &#039;&#039;&#039;um diesen Krieg möglicherweise noch zu verhindern&#039;&#039;&#039;. Und Steiner will das unbedingt veröffentlichen. Und man fragt sich, warum? Warum willst du jetzt in so einer Katastrophenzeit, 1919 - die Menschen sterben noch an Hunger in Deutschland - es ist wirklich eine üble Zeit. Es ist Nachkriegszeit. Man hat Deutschland zum Besiegten gemacht und es hat natürlich auch diesen Krieg nicht gewonnen. Man kann lange darüber streiten, ob er nur unentschieden ist, verloren ist und so weiter. Das interessiert mich jetzt alles gar nicht. Sondern diese Frustration in Deutschland, dieser Niedergang. Der Kaiser ist weg und jetzt soll da also eine Demokratie kommen. Und viele sind von vornherein gegen diese Demokratie und so weiter und so weiter. Die Armut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt diesem Mann wichtig, die Situation von 1914 darzustellen. Man versteht es erstmal nicht. Er schreibt ein kleines Vorwort. Und dann wird es nicht möglich, dieses Buch zu veröffentlichen, weil Anthroposophen in die Druckerei in Stuttgart gehen und sagen, habt ihr schon gesehen? Das Neueste vom Steiner! Hier ein Buch zum Ersten Weltkrieg, zum Ausbruch und so. Und das kriegt die &#039;&#039;&#039;Familie von diesem Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039; mit. Und die &#039;&#039;&#039;verbieten&#039;&#039;&#039; der Witwe, dass sie die Genehmigung für diese Memoiren, für diese Tagebuchaufzeichnung freigegeben hat. Und so muss dieses Buch eingestampft werden und steht nicht, es wird nicht veröffentlicht. Und zwei Jahre später versteht man, was Steiner da geschrieben hat und was er da gemeint hat: Dass es wichtig ist zu klären, dass hier eine Situation vorlag am Anfang des Ersten Weltkriegs, wo an vielen, in vielen Orten &#039;&#039;&#039;wie eine Umnachtung,&#039;&#039;&#039; wie eine Schlafwagengesellschaft, wie eine völlige Illusion bei den Entscheidern, bei den politisch Mächtigen, bei den Herrschaftshäusern vorlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt, hundert Jahre später, haben die Historiker das aufgearbeitet und es ist so ein Buch erschienen, wie von dem berühmten &#039;&#039;&#039;englischen Historiker Clark,&#039;&#039;&#039; dem Schlafwagenfahrer … Ja, egal [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Christopher Clark|Christopher Clark]], [[A:Die Schlafwandler (Sachbuch)|Die Schlafwandler (Sachbuch)]]]. Also Clark, der darüber schreibt und es eigentlich genau das alles beschreibt, was Steiner schon sagt. Man hat hundert Jahre daran rumgemacht, hat hundert Jahre gesagt, nein, die Deutschen haben die allein Schuld, nein, die Deutschen sind an allem Schuld und so weiter, hat den &#039;&#039;&#039;Versailler Vertrag&#039;&#039;&#039; gemacht, der mit irrsinnigen Repressionen für Deutschland endete und … die Schlafwandler. Und Steiner sagt, ja, Vorsicht, der Krieg ist verheerend von Anfang an, aber indem wir jetzt Deutschland zum Alleinschuldigen erklären, wird es nicht besser. Und wenn man dann die weitere Geschichte nur wenige Jahre verfolgt, dann ist von 1919 bis 1924, 1925 der Weg gerade mal fünf, sechs Jahre und dann haben wir die Braunen in Deutschland, die Fuß fassen. Und wodurch fassen sie Fuß? Indem sie sagen, Deutschland ist nicht allein schuldig am Krieg, Deutschland ist kein Verlierer des Krieges, sie &#039;&#039;&#039;opponieren gegen diesen Versailler Friedensvertrag&#039;&#039;&#039; und Steiner hat ihnen eigentlich das Argument aus der Hand schlagen wollen und das war ihm nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6300s Der 2. Weltkrieg wirft seine Schatten voraus 01:45:00] ===&lt;br /&gt;
Ich springe nochmal ein Stück weiter und komme dann wieder zurück. 1922 München, Steiner wird gemietet von einer Konzertagentur, ist jetzt falsch ausgedrückt, aber eine Konzertagentur organisiert eine Tournee Steiners durch Deutschland. Steiner ist en vogue, man will Steiner hören, man kann mit Steiner große Säle füllen und Steiner macht eigentlich sehr trockene, &#039;&#039;&#039;sehr abstrakte Vorträge über das Wesen der Anthroposophie&#039;&#039;&#039; und da sitzen dann manchmal 2.000, 3.000 Leute. Und in München geschieht während diesem Vortrag ein Anschlag der Braunen, der Nazis. Und die kappen die Elektrik und wollen danach eine sogenannte Saalschlacht veranstalten oder was auch immer veranstalten, wissen wir nicht. Und Steiner kommt nur raus, weil er eine kleine Gruppe von jungen Anthroposophen hatte, die vorne saßen und die auf ihn aufpassten, weil es bekannt war, dass es in Deutschland schwierig werden würde mit den Nazis. Und die hatten etwas übersehen, die hatten nämlich übersehen, dass die Saalbeleuchtung nicht mit dem Rednerpult gekoppelt war. Und an dem Rednerpult leuchtete immer noch eine kleine Lampe, während der ganze Saal mitten im Vortrag dunkel gemacht wurde, als Attentatsversuch oder Beginn eines Attentats. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Lampe leuchtete und &#039;&#039;&#039;Steiner spricht seinen Vortrag völlig ruhig weiter&#039;&#039;&#039;. Und es ist super klar - dann geht irgendwann das Licht wieder an - es ist super klar, danach wird irgendwas passieren. Und jetzt springen diese jungen Leute von vorne auf und führen ihn nach hinten zu einem Notausgang raus. Und er sagt danach nur, das war die letzte Möglichkeit, in Deutschland öffentlich zu sprechen. &#039;&#039;&#039;Diese Herren können sowas wie Anthroposophie nicht&#039;&#039;&#039;, das wird keine Möglichkeit mehr sein, darüber zu sprechen. Also das möchte ich auch deutlich sagen, diese kleine Szene, weil da auch immer wieder gerade im Internet wirklicher Blödsinn kursiert, dass Steiner irgendeine Art von Nähe, Sympathie oder sonst irgendwas zu den Nazis hätte. Genau das Gegenteil ist der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6442s Flexibles Handeln in Kriegszeiten: Rudolf Steiner bricht alle meditativen Schulungen ab und bildet seine Community aus im Verbinden von Wunden, spricht mit ihnen über den Tod und darüber, was es geistig, spirituell bedeutet, wenn junge Menschen sterben 01:47:22] ===&lt;br /&gt;
Ich gehe zurück auf 1914-15, es kommt diese &#039;&#039;&#039;Kriegskatastrophe&#039;&#039;&#039; und jetzt muss man sich das wirklich gut vorstellen. Da sitzt man in Basel auf diesem Hügel da bei Dornach und sieht rüber in das Rheintal und sieht das Elsass und den Schwarzwald. Und sieht im Elsass oben auf den Kuppen, auf den Höhen die sogenannte Maginot-Linie. Das ist die Linie, an der jahrelang junge Franzosen, junge Deutsche zu Tode gekommen sind, in großen Mengen, wegen einem wirklich völlig verrückten Krieg. Und dieses Feuer sieht man von dem Bau der Gemeinschaft aus nachts. Dahin kriegen die Mitglieder, die da arbeiten, ihre Einberufung. An diesem Bau sind, glaube ich, 14 Nationen beteiligt. Da kriegen die Leute ihren Brief hingeschickt. Sie sind jetzt bitte in drei Tagen dort und dort zur Einberufung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in dieser Zeit, was macht der Steiner? Der &#039;&#039;&#039;hält keine theosophischen Vorträge&#039;&#039;&#039; oder Meditationsanweisungen, sondern der ist ein Praktiker, der &#039;&#039;&#039;macht einen Samariter-Kurs&#039;&#039;&#039;, der lernt den Leuten, wie verbinde ich eine Wunde. Das sind Sachen, die man nicht weiß von Steiner und die sind mir wichtig zu zeigen. Steiner ist ein Mensch, der wirklich in seiner Zeit ist und der ganz konkret ist. Diese Momente, wo er aus eigenem ungefragt, aus eigenem Handeln etwas in die Hand nimmt, die sind ganz besonders typisch, die muss man immer aufsuchen, wenn man ihn studiert. Weil meistens ist er tätig, wenn Menschen ihn fragen oder bitten. Aber hier eben, das möchte ich deutlich betonen, Steiner, der alle meditativen Schulungen abbricht und der seine Community &#039;&#039;&#039;ausbildet im Verbinden von Wunden&#039;&#039;&#039;. Steiner, der über den Tod spricht und der darüber spricht, &#039;&#039;&#039;was es bedeutet, wenn junge Menschen sterben.&#039;&#039;&#039; Geistig gesehen, spirituell gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner, der sich zurückzieht und diese Katastrophe eigentlich spürt. Und der zu Ergebnissen kommt, die doch sehr erstaunlich sind. Er bewirbt sich bei der deutschen Heeresleitung, der obersten Heeresleitung 1916, darum, für die deutsche Politik, &#039;&#039;&#039;für das deutsche Kaiserreich, ein Vermittlungsbüro eröffnen zu dürfen&#039;&#039;&#039;. Und zwar &#039;&#039;&#039;in Zürich, auf neutralem Boden&#039;&#039;&#039;. Um mit den Gegnern verhandeln zu können. Er möchte eine Friedensinitiative starten und er möchte die selber starten, aber er möchte den Segen des deutschen Kaiserreiches, was eigentlich bedeutungslos geworden war, es war nur noch das Militär bedeutsam, das Militär hat eigentlich alles gemacht, von denen möchte er sozusagen ein &amp;quot;Go&amp;quot; haben. Kriegt er nicht. Ja, er sei ja Österreicher.  Steiner, der mit den Menschen spricht, die dann in den letzten Kriegsmonaten und nach dem Krieg in Verantwortung kommen, ganz merkwürdig. Wieso weiß er, dass der Prinz Max von Baden, dass der Kühlmann Kanzler wird und so, dass in dieser Übergangszeit in die Weimarer Republik hinein Leute von Bedeutung werden, mit denen er vorher gesprochen hat. Also Steiner, der gar nicht fassbar ist, so richtig. Der ist nicht nur Anthroposoph und Begründer von einer Reformpädagogik und von vielen esoterischen und spirituellen Themen. Sondern Steiner, der auch g&#039;&#039;&#039;anz aktiv in das politische Geschehen eingreift&#039;&#039;&#039; und wirklich was will. Und das missglückt eigentlich im großen Ganzen alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6690s Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30] ===&lt;br /&gt;
Er kommt 1917 zu &#039;&#039;&#039;dieser Idee der Dreigliederung&#039;&#039;&#039; am Seelischen, findet das im Physischen und bei den Pflanzen und bei den Tieren wieder und so weiter und kommt dann 18, 17, 18 [1918] darauf, dass das auch eine Bedeutung hat für eine zukünftige Gesellschaft. Und jetzt ist er unterwegs in der Schweiz und sagt auch der Community seiner ganzen Gesellschaft, wir müssen hier in der Schweiz diese Art von &#039;&#039;&#039;neuer Gesellschaftsordnung&#039;&#039;&#039;, die nach der Kriegskatastrophe hoffentlich Gewicht und Bedeutung und Gehör bekommt, die müssen wir erstmal in der Schweiz bekannt machen, weil wir sind jetzt hier Gäste, wir dürfen hier sein. Also er hat einen ganz &#039;&#039;&#039;hohen Respekt&#039;&#039;&#039; davor, dass die anthroposophische Bewegung da in der Schweiz sein darf und er fährt vier Orte ab, ich glaube Winterthur, Zürich, Bern und … ja, ich weiß, vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er schließt sich förmlich ein &#039;&#039;&#039;in Zürich&#039;&#039;&#039; in einem Hotel und schreibt innerhalb von zehn Tagen diese Vorträge zu einem Buch um. Und dieses Buch, &#039;&#039;&#039;Die Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[S:GA 23|GA 23]]], die werden sein Bestseller. Die werden zu seinen Lebzeiten 80.000 Mal verkauft. Die lesen die Leute auch wirklich dieses Buch, auch die Entscheider lesen das. Wenige Monate nach dem Erscheinen, 1919, wird dieses Buch wirklich gelesen, hat aber &#039;&#039;&#039;letztendlich doch kaum einen Einfluss&#039;&#039;&#039;. Und er sagt auch seiner Community, es ist alles schön und gut, was wir hier machen, aber es kann sein, dass wir hier auch abbrechen müssen und uns vollkommen in die gesellschaftspolitische, in die gesellschaftskulturelle, in die gesellschaftsrechtliche, in diese gesellschaftsökonomische Bewegungen und Prozesse hineinstellen müssen, um für eine bessere Ordnung, für eine bessere Sozial-, eine bessere Gesellschaftsstruktur zu kämpfen nach diesem Deutschen Kaiserreich, was uns in diese Kriegskatastrophe geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt es, dass er nach diesen Vorträgen im April, Mai 1919, nach dem Ende des Krieges in Baden-Württemberg erscheint. Da sind die aktivsten Freunde, die aktivsten Anthroposophen in dieser Hinsicht, die das am ehesten für möglich halten in ihrer Region. Und jetzt ist er unterwegs und spricht also mit den Vorständen von großen Firmen, mit den Ministern, mit riesigen Versammlungen von Arbeitern in Robert-Bosch-Werken oder bei Daimler-Benz oder, oder, oder. Er ist &#039;&#039;&#039;in allen Gesellschaftskreisen unterwegs&#039;&#039;&#039;, zum Teil mehrfach am Tag und versucht den Leuten klarzumachen, wir müssen anders vorgehen. Es braucht etwas anderes. Kapital wird falsch verstanden. Bildung wird falsch verstanden. Recht wird falsch verstanden. Wir müssen eine Struktur schaffen, wo die Fragen der Bildung einen anderen Arbeitsmodus bekommen als die Fragen vom Recht. Und nochmal anders müssen wir vorgehen, wenn es um ökonomische Fragen geht. Und das sieht in ein paar Wochen so aus, als könnte das Bedeutung bekommen. Es gibt einige wesentliche Entscheider in der Zeit, die sagen, da ist doch was dran, das müssen wir irgendwie, vielleicht müssen wir das irgendwie umsetzen oder versuchen oder so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann im Juni kippt es und es kommt eigentlich &#039;&#039;&#039;wieder zur Fortsetzung der alten Ordnung.&#039;&#039;&#039; Man packt alles in einen Topf. Man macht Demokratie nur als Parlamentarismus. Eine direkte Demokratie wird eigentlich ausgeschlossen. Man macht eine Ökonomie, die, ja, ganz fremdbestimmt ist. Man macht ein Rechtssystem, was, ja, auch seine Grenzen, also, ja, ich will es vielleicht gar nicht weiter ausführen. Es scheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6940s Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40] ===&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen wesentlichen Punkt und das ist ein Unternehmer. Ein &#039;&#039;&#039;Unternehmer, [[A:Emil Molt|Emil Molt]], Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart&#039;&#039;&#039;, Zigarren und Zigaretten, ziemlich edel, Ableger in New York. Und der ist schon 1917, zwei Jahre vorher, unterwegs in der Schweiz, in Zürich, um Tabakhandel zu machen für seine Firma. Und der ist schon viele Jahre bekannt mit Rudolf Steiner und Mitglied dieser anthroposophischen Bewegung. Und der ist auf dem Rückweg 1917, wo der Krieg so richtig am Höhepunkt ist und fährt durch Basel und stoppt und sagt, ich gehe doch einmal da nach Dornach und gucke mal, was der Steiner so macht und kommt da in die Werkstatt, in die Schreinerei, in der Steiner die meisten Vorträge seines Lebens gehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Mann, der die Vorträge in der Werkstatt hält&#039;&#039;&#039;, das ist auch ein Bild, was typisch ist für Steiner. Der ein tolles Vortragsgebäude zweimal in seinem Leben bauen lässt, aber eigentlich seine meisten Vorträge zwischen Holzbearbeitungsmaschinen hält. Ein wunderbarer Raum, die Schreinerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort spricht Steiner und hinten kommt der Emil Molt rein und in dem Moment spricht Steiner über die Kriegskatastrophe und die Zukunft. Er sagt, es wird alles darauf ankommen, dass wir nach dem Krieg neue Schulen, eine neue Art der Pädagogik entwickeln. Und Emil Molt fährt wieder und der Krieg geht weiter und Steiner ist in Dornach und jetzt kommt zwei Jahre später die Situation, er geht wie so ein guter Chef durch seine Firma und spricht so mit seinen besten Leuten. Und da ist ein Mitarbeiter und der sagt, mir geht es gar nicht gut, mein Kind kann nicht auf die Schule gehen, auf die ich gerne das Kind geben möchte. Und da macht es bei dem Emil Molt Klick, wir sind doch jetzt nach dem Krieg und der Steiner hat doch was gesagt, nach dem Krieg kommt alles auf Schule drauf an. Ich frage den mal, ob der nicht sich hier für meine Arbeit eine Schule ausdenkt. Und er geht zum Steiner und der Steiner sagt, ja, eine Bedingung Herr Molt, Sie kümmern sich um die Wirtschaftlichkeit dieser Schule, gut, aber diese Schule kann nicht nur für Ihre Mitarbeiter sein, die ist für alle. Und ich kümmere mich um die Genehmigung. Steiner geht auf das Ministerium und &#039;&#039;&#039;das erste Mal&#039;&#039;&#039; überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass &#039;&#039;&#039;eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird&#039;&#039;&#039;. Vorher gab es nur staatliche oder kirchliche Schulen. Und Steiner erklärt das diesen Beamten, &#039;&#039;&#039;auch im Kontext seiner ganzen Kampagne für Dreigliederung&#039;&#039;&#039;, das war genau die Zeit, ist er so bekannt, dass man ihm das zubilligt, dass man ihm das zutraut. Dass man sagt, ja, das kann es doch eigentlich auch geben. Schule, die nicht so funktioniert, wie irgendwelche Ministerialbeamten sich das ausgedacht haben, sondern Schule, die ganz offensichtlich &#039;&#039;&#039;aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er darf das begründen und es wird … auch bei Steiner spielen oft &#039;&#039;&#039;die Namen&#039;&#039;&#039; eine große Rolle. Es wird auch klar, wie die heißt, &#039;&#039;&#039;Einheitliche Volks- und Höhere Schule.&#039;&#039;&#039; Ist für alle und die geht durch und die Leute können am Ende Abitur machen. Nicht irgendwie Segment, das ist typisch für Steiner, nicht bestimmte Klassen und auch keine Unterscheidung von Jungs und Mädchen. War damals noch ganz normal. Die Jungs müssen stricken und die Mädchen dürfen schmieden. Keine Frage. Natürlich das jeweils andere Geschlecht auch. Kein Unterschied. Ganz wichtig. Und keine Noten, kein Druck. Zitat:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man kann Pädagogik machen mit Angst und man kann Pädagogik mit Liebe machen. Wir haben uns für das Zweite entschieden.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Auch wenn die Waldorfschule heute oft problematisch ist. Das ist ihre Quelle. Das muss man wissen. Keine Noten, kein Druck. Wir haben uns entschieden, eine Pädagogik zu machen, die aus der Liebe zu dem Kind ihre Quelle hat. Ja, ich will da nicht tiefer drauf eingehen, weil ich das auch im Moment gar nicht könnte. Rein emotional. Es ist auch ein Drama, was aus der Waldorfpädagogik geworden ist. Es ist an vielen Stellen sehr flach geworden und es ist an vielen Stellen das, was da eigentlich der Impuls ist, noch mal wieder ganz neu zu heben. Dennoch ist die Schule etwas, was &#039;&#039;&#039;eine riesige Bedeutung hat für die pädagogische Entwicklung&#039;&#039;&#039; überhaupt. Kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Ist leider nie untersucht worden. Es gibt kaum ein Buch dazu, wo man wirklich mal systematisch untersucht hat über fünf, sechs Jahrzehnte, was hat eigentlich Waldorfpädagogik bedeutet als Impulsgeber für das allgemeine Schulwesen. Denn da ist ganz viel geleistet worden und da ist ganz viel passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Waldorfschule, die sich dann da begründet, blüht sofort auf. Steiner, das ist seine Sache, die er am meisten, man könnte sagen, betreut, wo er am meisten anwesend ist. Er fängt im September 19 [1919] an mit zwölf Lehrern, die er schult, zwei Wochen, sehr intensiv, und dann fangen die an. Und diese Lehrer sind jung und manche von ihnen werden auch schnell wieder entlassen. Die schaffen es irgendwie nicht. Und manche hat man den Eindruck - da ist alles sehr gut dokumentiert - da gibt es dann Stunden, wo man denkt, also was da so steht und was man so liest und was man so da wissen kann, muss es da ziemlich chaotisch zugegangen sein. Und Steiner empfiehlt dann, er ist alle zwei Wochen bei diesen Lehrern und geht mit in die Schule und geht mit in den Unterricht und so und &#039;&#039;&#039;macht Konferenzen&#039;&#039;&#039; und bleibt diesen Lehrern sozusagen treu, ist &#039;&#039;&#039;die Schulleitung&#039;&#039;&#039;, könnte man sagen. Und dann sagt er einfach nur, nee, nee, das ist gar nicht schlimm, dass es da immer so laut ist in dem und dem Unterricht. Man sollte einfach nur von innen so lange zuschließen, dass der Lärm nicht so ins Schulhaus rausflutet. Und ein anderer fliegt einfach raus: &#039;&#039;So wie Sie das hier machen, ist das purer Materialismus.&#039;&#039; &#039;&#039;Das können wir hier nicht gebrauchen.&#039;&#039; Sehr interessant, also sehr spannend, wie er diese Leitung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dekliniert das durch. Das ist wirklich unglaublich bis heute, obwohl sich ja die kindliche Entwicklung vollkommen verändert hat, obwohl sich die Physiologie, die seelische Entwicklung verändert, ist dieser Lehrplan, gerade die unteren Klassen, mit dem wird man noch viele Jahrzehnte, wenn nicht noch ein, zwei Jahrhunderte ziemlichen Erfolg haben, wie man eigentlich die kindliche Entwicklung und die Beziehung zur Welt so komponiert, so zusammenbringt, dass es zum Teil genau das ist, was in den Kindern lebt, das wird in der Geschichte erzählt, an dem sind sie dran und zum Teil genau das Gegenteil, dass sie konfrontiert sind mit etwas ganz anderem. Ein unglaubliches Programm, gerade diese ersten acht Jahre, wie man das hinkriegt, wirklich &#039;&#039;&#039;ohne Druck und ohne Sitzenbleiben&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;ohne Noten&#039;&#039;&#039; ein Schulsystem aufzubauen, was am Ende sogar ziemlich erfolgreich ist. Und es gibt heute Vorträge auch von Nicht-Waldorf-Leuten, die sagen, warum ist die denn eigentlich so erfolgreich? Irgendwie müssten wir doch mal das Geheimnis dieser Pädagogik knacken. Was machen die eigentlich besser? Also es hat bis heute eine große Bedeutung, vor allem eben für die Schulentwicklung im Allgemeinen. Die Schule ist dann nach wenigen Jahren … hat auch eine Oberstufe, entwickelt sich einfach prächtig. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7442s Die Waldorfschule ist das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt 02:04:02] ===&lt;br /&gt;
Und am Anfang des Jahres 1925, wenige Wochen vor seinem Tod, schreibt Rudolf Steiner vom Krankenbett aus &#039;&#039;&#039;einen Brief&#039;&#039;&#039; an diese Lehrer. Und da schreibt er am Ende dieses Briefes einen Satz, es geht in dem Brief eigentlich darum, dass er sagt, es darf nicht dazu kommen, dass die weiteren Waldorfschulen, die schon zum Teil begonnen hatten, dass die von irgendeinem, wie soll ich sagen, fremden, also sachfremden Menschen geleitet werden. Es braucht so etwas wie ein Verbund, ein Verband, &#039;&#039;&#039;eine Dachorganisation aller Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;. Und das können eigentlich wieder nur Lehrer sein, Waldorflehrer. Und da ihr, liebe Stuttgarter Lehrer, nun mal die Ersten seid, muss ich das in eure Hände legen. Ihr müsst euch da drum kümmern. Ich bin absolut dagegen, dass das irgendwie von irgendwelchen Funktionären gemacht wird. Das ist eigentlich der Inhalt dieses Briefes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zum Schluss endet er mit diesen Zeilen, dass er schreibt, ja, für ihn hat es eine große Bedeutung und so. Die Waldorfschule ist zwar ein Kind der Sorge für ihn, es hat ihn fünf Jahre intensiv beschäftigt, aber gleichzeitig ist sie auch &#039;&#039;&#039;das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt.&#039;&#039;&#039; Die Waldorfschule ist ein Kind der Sorge, aber sie ist gleichzeitig ein Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt. Das ist der letzte Brief, den er an dieses Kollegium schreibt. Sehr bedeutsam für mich, dieses Zitat. Die Waldorfpädagogik ist eine Reformpädagogik, ist eine ganz andere Pädagogik, die bis ins ganz Konkrete runtergebrochen ist und die man jeden Tag neu erfinden muss, die überhaupt nicht eine Rezeptpädagogik ist. Aber sie ist gespeist aus einem Menschenbild, was nicht bei DNA, bei Zufall und Genetik aufhört und draußen in der Welt nur Materialismus erkennt, sondern eben ein Kind der Anthroposophie. Ein Wahrzeichen, dass diese Anthroposophie auch fruchtbar ist, auch etwas zum Wohle der Menschheit beitragen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7592s Was ist Anthroposophie? 02:06:32] ===&lt;br /&gt;
Und damit sind wir eigentlich im Zentrum der ganzen Sache. &#039;&#039;&#039;Was ist Anthroposophie?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[A:Anthroposophie|Anthroposophie]] ist eine Wissenschaft, ist ein Erkenntnisweg, der den Mensch und alles außerhalb des Menschen, die Welt bis ins Weltall hinaus so anschaut, dass immer die Frage danach ist, was ist hier eigentlich für eine Zukunft, für eine Vermenschlichung der Gesellschaft, für eine Humanisierung der Medizin, für eine Fortdauer der lebendigen Erde und so weiter hilfreich.&#039;&#039; Das ist eigentlich das Prinzip der Anthroposophie, darum geht es eigentlich. Und das wird für mich eben so deutlich an diesem Zitat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7650s Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich müsste jetzt noch ein paar Minuten brauchen, insbesondere für die Landwirtschaft und für die Medizin. Bei der Landwirtschaft ist es, ja, ich mache vielleicht erst die Medizin. Bei der Medizin ist es so, dass schon 1902, ganz am Anfang dieser Berliner Zeit, diese ersten Vorträge, taucht eine junge Holländerin auf, 20-jährig, die hat sowas wie so eine Heilgymnastikausbildung. Und sie möchte mitarbeiten, aber sie möchte sozusagen als Medizinerin mitarbeiten. Und sie fragt den Steiner, wie mache ich das, ich kann eigentlich gar nicht Arzt werden in Deutschland und in Holland. Dann sagt er, ganz klar, gehen Sie nach Zürich, da kann man auch als Frau Ärztin werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen Sie das, sammeln Sie Erfahrung, das wird schon. Und sie macht das, sie ist eine willensstarke Persönlichkeit, [[A:Ita Wegman|&#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039;]]. Und sie kommt dann schlussendlich 1919, 18, 17, 18, 19 landet sie in Dornach wieder an. Und dann baut Steiner ihr eigentlich, kann man schon so sagen, ein kleines Kliniksanatorium, &#039;&#039;&#039;eine kleine Klinik in Arlesheim&#039;&#039;&#039;, direkt &#039;&#039;&#039;am Fuße des Goetheanums,&#039;&#039;&#039; also da ist man in fünf Minuten hingelaufen. Und er arbeitet intensiv mit ihr zusammen. Ein Chemiker, der nach Dornach gekommen war, um die Pflanzenfarben zu entwickeln für die Malerei in diesem Saal, der muss in seiner Garage - die meisten Geschichten auf der Welt entstehen in Garagen - der muss in seinem kleinen Labor die Medikamente herstellen. Diese drei, denen verdanken wir eigentlich die anthroposophische Medizin [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Anthroposophische Medizin|Anthroposophische Medizin]]]: &#039;&#039;&#039;Steiner, Wegman, Oskar Schmiedl&#039;&#039;&#039;, der Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich waren es nicht alles nur Pharmazie und natürlich waren es nicht alles nur Ita Wegmann und dieses Institut und so. Aber da ist eigentlich der Drive, die Kraft, der Kern. Über 500 einzelne nachgewiesene Krankenbesuche am Bett, Steiner und Wegmann und andere Ärzte noch. Diese Situation, wir gucken wirklich genau. Geisteswissenschaft ist nicht irgendwo irgendeine hellsichtige Eingebung haben, wie jetzt hier zu therapieren ist, sondern präzise, genaue Diagnostik. Da kommt das mit der Erweiterung, das große, wichtige Grundlagenwerk, was die beiden da noch ganz am Ende seines letzten Lebensjahres hinkriegen, &#039;&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst&#039;&#039;&#039;. [&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen&#039;&#039;, [[A:GA 27|GA 27]]] Ganz deutlich, die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist &#039;&#039;&#039;eine Ergänzung&#039;&#039;&#039;, sie ist &#039;&#039;&#039;eine Erweiterung der Schulmedizin.&#039;&#039;&#039; Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition und ein großer, großer Erfolg. Viele, viele Dinge, die heute in der Medizin im Allgemeinen gemacht werden, sind dort das erste Mal entstanden. Das will ich jetzt gar nicht weiter ausführen. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7851s Neuorientierung und  Erweiterung des Blickes auf die spirituellen Grundlagen der Landwirtschaft: Der Landwirtschaftliche Kursus in Koberwitz bei Breslau 1924  02:10:51] ===&lt;br /&gt;
Ich schwenke zur Landwirtschaft. Bei der Landwirtschaft ist die Situation ganz, ganz andere. Es sind wieder eher diese alten, konservativen Gesellschaftsgruppen, die Steiner immer wieder drängen. Können wir nicht auch zur Landwirtschaft was von ihnen hören? Wir haben gewisse Probleme. Und er, das ist schwierig, man merkt irgendwie an seiner Reaktion, er sieht das irgendwie nicht, er hält sich für nicht kompetent. Und die kommen über zwei, drei Jahre immer wieder und er hat immer wieder Auseinandersetzungen oder Erfahrungen, ganz konkret mit Landwirtschaft, dadurch, dass es aus dieser &#039;&#039;&#039;Dreigliederungsbewegung&#039;&#039;&#039;, aus dieser Ökonomiebewegung heraus &#039;&#039;&#039;ein Unternehmensverband&#039;&#039;&#039; gibt. Der hat sich in Stuttgart begründet und zu diesem Unternehmensverband gehören nun auch ein paar Güter, l&#039;&#039;&#039;andwirtschaftliche Güter, und auf denen gibt es Probleme&#039;&#039;&#039;. Und zu diesen Problemen wird er hinzugezogen, eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sind zum Teil auch &#039;&#039;&#039;Düngungsprobleme, Tiergesundheitsprobleme&#039;&#039;&#039;. Und jetzt hat man den Eindruck, indem er da konkret involviert ist - er ist da zum Beispiel mit einem Tierarzt unterwegs und behandelt große Tier-, Rinderherden gegen die Maul- und Klauenseuche mit einem von ihm extra entwickelten Medikament. Und das ist auch ziemlich erfolgreich. Oder er hat es mit Düngungsproblemen, Kalimangelstandorten zu tun. Und man hat den Eindruck, dadurch, dass er merkt, das geht irgendwie, er kriegt da irgendwie das gecheckt, was da eigentlich passiert, seine Ratschläge funktionieren, sein - ich sag mal - spiritueller, großer, erweiterter Blick auf den Lebenszusammenhang dieser Kultur, Natur, Landwirtschaft funktioniert. Das gibt ihm den Mut überhaupt, daran zu denken, diesen Kurs doch zu machen. Und es kommt eigentlich nur zustande, weil der Karl Graf von Keyserlingk [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[w:Carl_Wilhelm_Graf_von_Keyserlingk|Carl Wilhelm Graf von Keyserlingk]]), dieser Adelige, auf dessen Hut es dann schlussendlich passiert, der 24 [1924] ganz im Osten, da in Schlesien, der hat einen Neffen. Und dieser Neffe ist nach dem Schulabschluss so ein bisschen unorientiert. Der weiß nicht so genau, wo es weitergeht. Und da sagt der Onkel, du fährst da nach Dornach, und du bleibst da einfach so lange bei dem Steiner, bis der einen Termin rausgerückt hat für diesen &#039;&#039;&#039;Landwirtschaftskurs&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Landwirtschaftlicher Kurs|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft (Landwirtschaftlicher Kursus)]]] [[A:GA 327|GA 327]]. Und das dauert Wochen. Du gehst immer mal wieder hin und sagst, Steiner, wann ist es denn nun? Und der imponiert dem Steiner. Das sagt er dann auch nach dem Landwirtschaftskurs: Da war alles so ein bisschen eisern bei diesem Graf. Wenn man das Wasser auftrete, kam so ein bisschen braune, rostige, eisenhaltige Wasser raus. Und das ganze Regiment war sehr so, wie das so früh in der Landwirtschaft war. Und so war auch schon der Neffe in Dornach, der wollte was. Das hat ihn irgendwie imponiert. Sonst wäre dieser Kurs gar nicht mehr zustande gekommen. &#039;&#039;&#039;Drei Monate später ist er so krank&#039;&#039;&#039;, dass er nicht mehr reisen kann und dass er auch nicht mehr Vorträge halten kann. Also es ist wirklich sozusagen einer seiner letzten großen Reisen gewesen, &#039;&#039;&#039;diese Reise da nach Koberwitz,&#039;&#039;&#039; auf dessen Rückweg er in Jena vorbeifährt und mit diesen jungen Männern diese &#039;&#039;&#039;Heilpädagogik&#039;&#039;&#039; bespricht. Das ist auch interessant, dass wir da eigentlich wie Partner sind oder wie Kollegen sind, ganz anders als wie die Medizin und wie die Waldorfpädagogik. Die sind viel früher begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8077s Anthroposophie in der Praxis: Die Camphill-Gemeinschaft  02:14:37] ===&lt;br /&gt;
Dann kommt &#039;&#039;&#039;die große Weihnachtstagung&#039;&#039;&#039;, 23-24, wo Steiner merkt, diese ganze anthroposophische Gesellschaft schafft sich förmlich selber ab. Er muss persönlich die Verantwortung übernehmen und &#039;&#039;&#039;begründet&#039;&#039;&#039; diese Gesellschaft &#039;&#039;&#039;mit einem esoterischen, spirituellen Kern neu&#039;&#039;&#039;. Und jetzt kommt es eben noch zur Landwirtschaft und zur Heilpädagogik. Das ist schon sehr interessant, dass diese beiden Bewegungen eben da 24 [1924] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schon zehn Jahre später haben wir in Deutschland den Nationalsozialismus und jenen jungen jüdischen Kinderarzt, der emigriert ist, Österreicher, nach Wien und dann nach Nordengland, &#039;&#039;&#039;nach Schottland und dort in Camphill&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Camphill-Gemeinschaft|&#039;&#039;&#039;Camphill-Gemeinschaft&#039;&#039;&#039;]]], diese erste Community begründet für heilpädagogische, für seelenpflegebedürftige Kinder und das mit Landwirtschaft verknüpft. Das ist eine Gründung von [[A:Karl König|&#039;&#039;&#039;Karl König&#039;&#039;&#039;]]. Und ich möchte den hier zum Schluss als eine Überleitung, als eine Figur benennen, die eben &#039;&#039;&#039;mit der Anthroposophie etwas Neues&#039;&#039;&#039; entwickelt hat. Und man kann schon sagen, überall auf der Welt, wo man eine Camphill-Einrichtung nicht begründen darf, wo es nicht möglich ist, eine solche Dorfgemeinschaft zu begründen, hat man es mit einem Regime zu tun, wo man eigentlich sagen muss, das ist schon eine Diktatur. Kann man ganz sicher zum Maßstab machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser &#039;&#039;&#039;Impuls der brüderlichen Dorfgemeinschaft&#039;&#039;&#039;, dieses &amp;quot;wir sind eigentlich, wir helfen uns eigentlich gegenseitig&amp;quot;. Die sogenannten Behinderten, die Landwirtschaft, die Werkstätten, ein spirituelles, religiöses Leben, das ist schon ein unglaublicher Impuls. Heute ist das sicher schwierig, weil man die Menschen gar nicht mehr findet, die in dieser Weise in einer Art Familie mit den heilpädagogischen Leuten zusammenleben wollen. Das hat auch seine Schattenseiten, ganz sicher. Aber in der Geschichte - und wir haben es hier zunächst mal zu tun mit einer Darstellung dessen, was war - spielt es schon eine große Rolle, dass eben schon bereits während der Nazizeit, während des Zweiten Weltkriegs diese Geburt gelungen ist. Und wir eigentlich heute auch sagen müssen, in vielen Ländern der Welt sind das erste Mal &#039;&#039;&#039;die biodynamischen Präparate&#039;&#039;&#039; durch die Heilpädagogik, durch die Camphill-Dorfgemeinschaften hingekommen. Und von da aus haben sie ihren Ausgang genommen.  Also in &#039;&#039;&#039;Südafrika&#039;&#039;&#039; kann man das ganz sicher sagen, die tollen biodynamischen Beine, die es heute in Südafrika gibt, die wären da heute nicht, wenn es nicht schon lange diese Camphill-Gemeinschaften da gegeben hätte, aus denen das langsam die Biodynamik heraus sich entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich möchte an der Stelle eigentlich die Sache beenden und möchte darum um Entschuldigung bitten, dass ich natürlich jetzt gerade in diesem zweiten Teil die letzten zehn Jahre von Steiner nur so aphoristische Striche machen konnte. Es ist eigentlich unverstehbar, wie er das alles zusammenbringt, wie er arbeitet. Ich hatte ja das große Glück, vor kurzem diesen Landwirtschaftskurs nochmal mit vier anderen Kollegen neu herausgeben zu können und dabei auch seine Bibliothek, seine Arbeitsweise genauer kennenzulernen. &#039;&#039;&#039;Die Notizen&#039;&#039;&#039;, es bleibt unglaublich rätselhaft, &#039;&#039;&#039;wie er das hingekriegt hat,&#039;&#039;&#039; in welcher Geschwindigkeit er gearbeitet hat und wie stark er doch immer dabei selber Hand anlegen wollte. &#039;&#039;&#039;Er war eben kein Theoretiker.&#039;&#039;&#039; Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig für uns gerade auch, auch bei diesen Präparaten. Er hat selber in Dornach ein halbes Jahr vorher das erste Hornmist gemacht. Er hat das mit zwei, drei Leutchen da im Vergraben und so, er hat das selber ausprobiert, um das wahrzunehmen. Es ist kein Theoretiker, der sich irgendwas Spirituelles ausdenkt oder irgendwoher fühlt oder irgendwie so herbeiholt aus einer geistigen Welt, sondern der hat diese Einsicht und der probiert es im Konkreten und prüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das ist Steiner&#039;&#039;&#039;. Herzlichen Dank! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8344s Ende des Vortrages - Fragen aus dem Publikum 02:19:04] ===&lt;br /&gt;
M.v.M.: Jetzt hätten wir noch ein paar Minuten für Fragen. Bitte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Gibt es aus seinem letzten Jahr, hat er gespürt, dass er gestorben ist? Und gibt es darüber auch Schriften? Hat er Vorträge gehalten oder irgendwas geschrieben in der Zeit? Und woran ist er gestorben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Welche Zeit? Ich habe es noch nicht verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Anfang März 1925. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er ist Anfang März 1925 gestorben. Ende März, Entschuldigung. Und deine Frage ist jetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ob er in dem Monat März noch mal was geschrieben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er hat immer noch weiter geschrieben im Krankenbett. Eine Sache, die besonders schön ist und besonders spannend und besonders modern eigentlich. Das nennt sich &#039;&#039;&#039;Leitsatzbriefe.&#039;&#039;&#039; Und da schreibt er immer einen kleinen Aufsatz und den fasst er noch mal wie zusammen in drei Leitsätzen. Und dieses kleine Büchlein ist extrem lesenswert [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 26|GA 26]] Anthroposophische Leitsätze]. Es ist &#039;&#039;&#039;eine Einführung in die Anthroposophie&#039;&#039;&#039; für sich noch mal. Und das hat er immer so gemacht, dass er da - jede Woche kam das in dieser Zeitschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot; heraus. Und das war wirklich so gemacht, dass dann nach seinem Tod, ich glaube noch drei oder vier Wochen, die schon geschriebenen Aufsätze noch gedruckt werden konnten. Also bis zum letzten Moment relativ arbeitsam und fleißig. Und gleichzeitig auch wirklich schwerstkrank. Und wahrscheinlich, ich würde sagen, wenn ich das richtig interpretiere, ein Prostatakrebs. Das kann ich aber nicht. Ich bin kein Mediziner. Das ist das, was ich dazu sagen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Weiß man, ob er sich vermutlich mal von Ita Wegmann behandeln lassen, oder hat er noch andere … ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ita Wegmann ist quasi da hingezogen, wo er dann leben wollte. Und es war aber noch mindestens ein zweiter Arzt mit dabei. Ja, so viel kann ich sagen. Also es ist interessant, dass er dann, wo er merkt, er wird so kraftlos, dass er nicht mehr arbeiten kann im Sinne von Auftritt und Vortrag und so, sondern nur noch eigentlich im Bett sein kann, dass er nicht in seiner Wohnung am Dornacher Hügel im Haus bleibt, sondern dass er sich neben diesem Atelier, neben dieser Schreinerei ein Hochatelier, ein Atelier, in dem er an den plastischen Arbeiten, die er gemacht hat - die habe ich jetzt gar nicht erzählt - daneben lässt er sich einrichten. Bett, Ofen, Waschbecken, so fertig. Also er möchte in dieser Arbeitsatmosphäre sein. Er möchte nicht in diesem Privatbereich sein. Das ist interessant. Also er empfindet auch &#039;&#039;&#039;sein Krankenlager&#039;&#039;&#039;, so würde ich das heute sagen, &#039;&#039;&#039;als eine Arbeitsstation&#039;&#039;&#039;. Und das ist auch so. Er arbeitet da extrem effektiv und viel noch. Wir verdanken dieser Zeit eben diesem ganzen Teil dieser wunderbaren Leitsatzbriefe, die nochmal in einer ganz neuen und einfacheren und klareren Weise viel knapper und deutlicher die Anthroposophie formulieren und die man nur jedem Landwirt und Gärtner empfehlen kann, weil als Landwirt und Gärtner, wenn man da abends anfängt, Steiner zu lesen, dann dauert es 10 Minuten und man schläft ein. Und mit diesen Leitsatzbriefen hat man in 10 Minuten schon viel aufgenommen. Die sind einfach so komprimiert, dass das wirklich eine sehr empfehlenswerte Literatur ist, wenn man sich in die Anthroposophie einarbeiten will, von Anfang bis Ende. Die ändern sich in ihrem Stil. Zunächst ist das … das brauche ich jetzt gar nicht einführen, ich will es einfach so sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragender: Danke schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: War Rudolf Steiner erleuchtet? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.:  Ja, das ist natürlich ein Begriff, mit dem ich wenig anfangen kann, weil, was heißt jetzt erleuchtet? Man meint damit das Bewusstsein, glaube ich so, ich vermute, dass man damit meint, ich nehme jetzt mal an, dass ich sozusagen die Weisheit erlebe. Und da kann man Ja oder Nein sagen. Er war natürlich erstaunlich weitsichtig und hat erstaunliche Dinge hervorgebracht. Und auch mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gelehrt. Und gleichzeitig war er eben auch ein Mensch von hier und jetzt. Und was man ganz deutlich an dieser Stelle sagen muss, Steiner hat ganz viel vorgebracht, wo man heute sagen würde, in unserer heutigen Wissenschaftskultur, die war damals eben noch nicht so. Moment, du hast nicht nachgewiesen, wo du es her hast! Und es wird von Steiner nie behauptet, dass er nicht unglaublich viel von anderen hat. Er hat es nur nicht jeweils benannt. Und ich kann jedenfalls im Landwirtschaftskurs sagen, das ist so viel, so viel Quellen, dass es auch richtig mühsam wäre. Also es ist wirklich so, dass Steiner nicht in diesem Sinne ein Erleuchteter ist, der sozusagen blind durch die Welt geht und alles von oben holt und alles so raushaut. Sondern Steiner ist wirklich jemand, der die geheimen, die Untergrundströmungen der Kultur seit, ja, ich würde mal sagen, über 2000 Jahren, seit den alten Griechen, sehr, sehr gut kannte. Und sich auf Sachen beziehen konnte, wo selbst Fachleute aus dem jeweiligen Gebiet sagen, Moment mal, wo hat er denn das jetzt her? Und dann 50 Jahre später merkt man, ah, da steht es. Also typisches Beispiel in der Landwirtschaft ist die Lehre, ich glaube, die [[Petra Kühne]] wird das hier auch vorgebracht haben, &#039;&#039;&#039;des umgekehrten Menschen und der Pflanze&#039;&#039;&#039;. Die Wirksamkeit der Wurzel auf die Kopforganisation. Ich weiß nicht, ob sie das gebracht hat. Das ist nicht Steiner. Das gibt es schon viermal. Das springt schon alter Grieche hervor, ein Lateiner, ein Weisheitslehrer aus der Schule von Chartre und schlussendlich sogar der Darwin. Die Anthroposophen, in ihrer leider oft nicht so ganz toll gebildeten Art und Weise, die halten das jetzt für eine Erfindung von Steiner. Aber das ist das Problem der Anthroposophen. Und Steiner behauptet nicht, dass das auf seinem Mist gewachsen ist. Also das sind schon auch spannende Punkte. Und das sagt Steiner sehr klar, ich habe ganz wenig neu erfunden, sondern ich bin jemand, der verbindet und der aus einer Logik heraus versucht zu erzählen und darzustellen und klarzumachen und Impulse zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Hat Ihn der Punkt beschäftigt, dass die Gefahr besteht, dass aus dem, was er gesagt hat, eine neue Art von Glauben entstehen könnte? Und wenn ja, was ich vermute, weil das ja eigentlich sehr verwoben ist in der Kritik, weil da so zentrale Sachen sind, die er versucht hat zu machen, damit diese … wird. Und was würdest du sagen, also welche Relevanz hat das jetzt zur Zukunft? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, supergute Frage! Ich antworte mit einem Witz, Steiner war viel humorvoller, als man ihn kolportiert, als man ihn heute darstellt. Andere behaupten vieles andere. Steiner geht in den letzten Jahren den Hügel in Dornach hoch, ein wunderbares Gebäude, eine wunderbare Gestaltung der Landschaft, ein Kiesweg, ein Schotterweg. Und derjenige, der mit ihm läuft und mit ihm spricht, dem sagt er plötzlich, Moment, stopp, bleiben Sie mal stehen, ich muss mir hier gerade mal den kleinen Stein aus der Sandale rausholen, sonst humpelt halb Dornach morgen. Oder Steiner in einer Versammlung unter den Anthroposophen … Ja, Herr Dr. Steiner, wir sind Ihnen so dankbar, dass Sie das jetzt alles darlegen ... wir glauben das alles, was Sie... Da fährt er aus der Haut, das kommt ganz selten vor: &amp;quot;Sie sollen nichts glauben, Sie sollen verstehen!!&amp;quot; Es passiert bei Steiner ganz selten, dass er explodiert, aber da passiert es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist doch interessant, dass es nicht an irgendeiner anderen Ecke passiert, sondern da, wo man ihm unterstellt, es würde um Weisheitslehren gehen. Sie müssen selber denken. Ich gebe Ihnen nur Richtungen oder Ideen oder Gesichtspunkte oder Argumente oder will mit Ihnen eigentlich &#039;&#039;&#039;in eine Diskussion treten und nicht in ein Glaubensverhältnis&#039;&#039;&#039;. Also dagegen wendet er sich immer wieder und schon zu seinen Lebzeiten gibt es dafür genügend Grund. Und bis heute ist das ein Riesenproblem, riesiges Problem, dass die Anthroposophie dogmatisch, wie so ein bisschen Religionsersatz gehandhabt wird. Jetzt muss ich aber dazu etwas sagen, was mir sehr wichtig ist, Euch zu sagen, als vielleicht einen Teil der nächsten Generationen. Achtung! Dadurch, dass man identifiziert, die Gefahr ist, dass man das sozusagen dogmatisiert. &#039;&#039;&#039;Die Lösung ist nicht Verwässerung&#039;&#039;&#039;. Das ist nicht die Lösung, sondern die wirkliche Auseinandersetzung. Das ist die Lösung. Und diese Frage der Dogmatisierung muss eigentlich dazu führen, der Selbstprüfung, sich das voll da rein zu knallen und wirklich zu sagen, ich will das für mich klarkriegen. Ich will das prüfen, ich lese, ich höre, ich spreche, ich erlebe, ich fühle, ich meditiere und so weiter. Indem man sagt, eins unter vielen und so, kommt man dem Problem nicht näher. Die Anthroposophie ist schon auch eine Wahnsinnsherausforderung. Das muss man schon auch sagen. Das ist anstrengend. Aber man ist ja, glaube ich, auch nicht auf der Welt, um es besonders bequem zu haben. Dann ist man jedenfalls in dieser Ecke der Welt nicht gut aufgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, dann haben wir es hier an dieser Stelle. Ich freue mich auf heute Abend um halb acht. Und wie gesagt, macht euch keinen Stress. Es geht darum, die Leute, die hier arbeiten und leben, dass die auch von euch irgendwas mitkriegen. Und dass da was zurückkommt. Die machen mehr, als ihr denkt, dass das hier so möglich ist. Und ich bin denen auch sehr dankbar, dass wir das hier so machen können. Ich habe vor vielen Jahren einfach, als die Frage aus Süddeutschland und Norddeutschland kam, gesagt, okay, dann machen wir noch einen Januarkurs im November. Ich habe das nicht mit allen ordentlich besprochen. Ich habe es einfach gemacht. Und wenn ich gefragt hätte, ich weiß nicht, ob es so durchgekommen wäre, wie es jetzt heute ist. Heute würde das gut durchkommen. Heute würden sie das alles akzeptieren, weil sie merken, es geht. Aber vor dem Hintergrund, einfach mal ein bisschen die Leute, die das hier tragen und ermöglichen, dass das hier geht, mit denen ein bisschen was Schönes zu machen. Darum muss es eigentlich gehen, in meinen Augen, wenn ich euch einen Tipp geben darf. Aber ihr dürft machen, wozu ihr lustig seid.&lt;br /&gt;
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Einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
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[[Behinderung]]&lt;br /&gt;
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* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit &#039;&#039;&#039;Behinderungen&#039;&#039;&#039; als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
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[[Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
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* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen &#039;&#039;&#039;biodynamischen Höfen&#039;&#039;&#039; ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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* „Und so entsteht die &#039;&#039;&#039;Eurythmie&#039;&#039;&#039; als eine wirklich neue Bewegungskunst […] Geführte, gefühlte Bewegung.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:29:50]]&lt;br /&gt;
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[[Geist]]&lt;br /&gt;
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* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der &#039;&#039;&#039;geistigen&#039;&#039;&#039; Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
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[[Geisteswissenschaft]]&lt;br /&gt;
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* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische &#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039; entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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[[Goethe]]&lt;br /&gt;
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* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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* „[…] Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
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[[Medizin, Anthroposophische]]&lt;br /&gt;
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* „Zusammenarbeit mit Ita Wegman […] die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin&#039;&#039;&#039; ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mysteriendramen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Kräutersammler Felix Koguzki […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Mysterienspiele&#039;&#039;&#039; in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
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[[Karl Julius Schröer|Schröer, Karl Julius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] &#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039; […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Édouard Schuré|Schuré, Édouard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem &#039;&#039;&#039;Édouard Schuré&#039;&#039;&#039;, ein Stück, was Marie von Sievers, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Seele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftige&#039;&#039;&#039; Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sozialen Frage, [Kernpunkte der Sozialen Frage]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [GA 23], die werden sein Bestseller [Rudolf Steiner].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Marie Steiner|Steiner, Marie/von Sievers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem Édouard Schuré, ein Stück, was &#039;&#039;&#039;Marie von Sievers&#039;&#039;&#039;, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rudolf Steiner|Steiner, Rudolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der geistigen Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
* „Die Kernpunkte der Sozialen Frage [GA 23], die werden sein Bestseller [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Übersinnlich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und &#039;&#039;&#039;Übersinnlichem&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Waldorfschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen &#039;&#039;&#039;Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, &#039;&#039;&#039;Waldorf&#039;&#039;&#039; Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] Steiner geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ita Wegmann|Wegman, Ita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Zusammenarbeit mit &#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039; […] die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Oberuferer Weihnachtspiele|Weihnachtsspiele, Oberuferer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;Weihnachtsspiele&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
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{{Gesamtglossar Navigation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=28749</id>
		<title>Hauptseite</title>
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		<updated>2026-10-22T18:04:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Stefan | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Kornfeld an der Nidda in Frankfurt am Main.JPG|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Willkommen bei biodyn.wiki. Wir haben einen Schwerpunkt auf die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische]] Praxis für die Landwirtschaft und die Gärtnerei. Die Menschen für die Webseiten [https://anthrowiki.at anthrowiki.at], [https://anthro.world anthro.world] und [https://steiner.wiki steiner.wiki] arbeiten hier in freier Initiative mit biodyn.wiki zusammen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier und auf dem [https://www.youtube.com/@biodynwiki youtube Kanal biodynwiki] findest du hunderte hochwertige Filmbeiträge und Begriffsklärungen rund um den Bereich der ökologischen und biodynamischen Landwirtschaft/ Gartenbau. Historisch wurden die meisten Beiträge an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] mit [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]], und [[Martin von Mackensen]] erstellt, aber wir verstehen uns als offene Plattform für Anregungen und Content von Dritten, wenn er zum Kontext passt.                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Filmvorträge werden schrittweise transkribiert und begrifflich verlinkt. Es entstehen systematisch Stichwort-Glossare, die in ein &#039;&#039;&#039;[[Gesamtglossar A|Gesamtglossar]]&#039;&#039;&#039; zusammen geführt werden. Das erlaubt die gezielte Inhaltssuche und bezieht künftige den Inhalt der Filme systematisch mit ein.                                                                                                                                                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Arbeit lebt vom Engagement aus freiwilligen Impulsen. Gerne kannst du bei der Aufarbeitung der Vorträge [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]].                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für unsere gegenwärtigen Herausforderungen bei Klima-, Natur- und Kultur Fragen hat die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise wirklichkeitsgemäße Denkzusammenhänge und funktionierende Lösungsansätze. Der Menschen kann und soll aktiv das gegenwärtige Geschehen gestalten und somit jetzt schon Zukunftsimpulse in die gewünschte Richtung geben.                                                                                                                                                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Oktober 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwurzelung - Stärkung durch Verbindung | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ejFijM3eEAE|mini|[[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] im Rahmen der bildungsART 26 in der Anthroposophischen Gesellschaft Zur Uhlandshöhe 10 in Stuttgart am 16. Oktober 2026]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und da sind für mich drei Dinge aufgetaucht, die ich nehme aus diesem wunderbaren kleinen Vortrag, aus diesem Vortrag Praktische Ausbildung des Denkens, Rudolf Steiner, 1909, die Zaubermittel, drei ganz einfache Zaubermittel. Interesse, Lust und Liebe und Besinnung […] Und Interesse ist auch die Frage, kann ich mich so fokussieren, kann ich dann so drinnen sein, dass in mir das Andere wirkt. Also kann ich Interesse so weit treiben, dass ich wirklich in dem bin, was mir gegenüber ist […] Lust und Liebe. Ich liebe den Steiner dafür, dass er das so dahin knallt. In allem Handeln, in allem, was ich tue, so verbunden sein, dass es nicht nur Spaß macht oder nicht nur irgendwie ganz locker von der Hand geht, sondern dass man aus dem Verbundensein, aus dem Interessiertsein eine Lust an der Handlung hat. Dass Handeln die tiefste Befriedigung ist, die man eigentlich haben kann. Dass das wirklich etwas ist wie Lust. Die Lust am Handeln, die Lust am Vollziehen, die Lust am Tun, die Lust am Drinnensein. […] Und das Dritte […] besinnen […] Habe ich die innere Ruhe, habe ich die innere Fähigkeit, einen Moment Verwurzelung nach innen, Verwurzelung in das, was das trägt. Nicht da drinnen, sondern in dem, was das hervorgebracht hat, in dem, womit ich da verbunden bin.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Verwurzelung_-_St%C3%A4rkung_durch_Verbindung._Ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2026 | Hier geht&#039;s zum Artikel (erschienen auf anthro.world) und zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sara | Menschen in der Landwirtschaft | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sara_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=WHGYOvRgjjg|thumb|Die Absolventin der biodynamischen Landbauschule Dottenfelderhof, Sara, im Interview am 11. September 2026 im Feldgarten den [[Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=WHGYOvRgjjg youtube Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sara - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin von Mackensen | Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georg Meißner &amp;amp; Martin von Mackensen | Brot und Wein | Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
==== Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG | Podiumsdiskussion Loheland, Künzell, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Podiumsdiskussion_2026-2-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=QugdEt-9Jhg|mini|Eine Podiumsdiskussion am 10. Februar 2026 in Loheland in Künzell zum Thema &amp;quot;Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG&amp;quot;. [https://www.youtube.com/watch?v=QugdEt-9Jhg Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Zitat von Prof. Dr. Marcelo da Vega:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ja, dieses Konzept von Future Skills ist vielleicht nicht jedem vertraut. Das ist so ein Ausdruck, den vor allem der deutsche Stifterverband mit der Wende zur Digitalisierung verknüpft hat und sogenannte Future Skills formuliert hat, die dann viele Schulen und auch Hochschulen vor allem adaptiert haben. Und da geht es vor allem darum, sozusagen fit für die Technik zu werden. Also das ist das, was man mit den Future Skills vor allem verbindet – und jetzt seit zwei, drei Jahren auch das ganze Thema der Künstlichen Intelligenz.Auf der anderen Seite hat es jetzt sozusagen eine Revision dieser Future Skills gegeben, und man hat sich mit dem Phänomen konfrontiert, dass Hochschulen in gewisser Weise obsolet werden in Zukunft – also sagt der Stifterverband, an Bedeutung verlieren –, weil das Studium zunehmend zu einem KI-Spiel wird. Das heißt, die Leute schreiben gar nicht mehr ihre Arbeiten selber, sondern lassen sie schreiben, oder nutzen halt Werkzeuge, die zu sehr tollen Ergebnissen führen, aber sie lernen die Fähigkeit nicht, auf die es ankommt. Und das hat den Stifterverband dazu geführt zu sagen: Schule wird wichtiger. Denn wenn man überhaupt Fähigkeiten erwerben muss, dann ist es nicht in der Hochschule, sondern in der Schule […]&amp;quot;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG - eine Podiumsdiskussion in Loheland, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Helmy Abouleish | Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Helmy_Abouleish_2026-2-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk|mini|[[b:Helmy Abouleish|Helmy Abouleish]] am 10. Februar 2026 in Loheland in Künzell zum Thema Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. [https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Nun, vom Anfang an – das heißt 1977, vor 49 Jahren – hat ja mein Vater, als er sich entschlossen hat, aus Österreich zurück nach Ägypten zu gehen, also in seine Heimat zurückzugehen, in die Wüste, einen Traum gehabt. Und dieser Traum – daraus wird deutlich, warum es Menschenentwicklung heißt. Der Traum sagt nämlich, es geht um eine Gemeinschaft, eine intentionale Gemeinschaft. Es geht darum, Potenzial zu entfalten, zu helfen, dass die Menschen sich entwickeln können. Und es geht darum, dann auch in Harmonie mit der Natur sinnvolle Produkte und Dienstleistungen herzustellen. Also ganz zentral in SEKEM – damit das von Anfang an klar ist – geht es bei uns um Entwicklung des Menschen. Und die biologisch-dynamische Landwirtschaft für uns, wenn uns einer fragt, ist immer nur die Basis, die beste Basis, die es gibt, für die Menschenentwicklung bei Weitem. Aber es ist kein Ziel für uns, die biologisch-dynamische Landwirtschaft. […] das Wichtigste ist, dass das die Grundlage ist, dass Menschen was lernen, arbeiten und leben.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. Ein Vortrag von Helmy Abouleish, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcel Waldhausen | Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-4-2.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Ql3O0_RgnXs|mini|[[b:Marcel_Waldhausen|Marcel Waldhausen]] am 2. April 2026 in der Christengemeinschaft Köln-Ost zum Thema Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch. [https://www.youtube.com/watch?v=Ql3O0_RgnXs Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und dieses ganze Geschehen, was wir dann haben als das Leben des Jesus Christus auf Erden, ist eigentlich eine Inkarnationsbeschreibung dieser Wesenheit. Und es ist ja die höchste Gottheit, und sie macht aber keine Deluxe-Gott-Verkörperungs-Edition durch, sondern geht ganz rein in dieses Erdensein, mit allem Schmerz, mit allem Leid, mit allem Unverständnis, mit allem Versuchtwerden. Das ist ja auch die ganze Zeit ein Ringen. Das kommt nicht und es ist alles klar, sondern es muss sich auch die ganzen Dinge erringen, wirklich ein Mensch werden. Und Steiner spricht da von der Jesus-Werdung des Christus. Also der macht das wirklich, der macht das alles durch.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Osterereignisse_im_Hinblick_auf_die_Entwicklung_von_Erde_und_Mensch_-_ein_Vortrag_von_Marcel_Waldhausen,_2026 | hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im März 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcel Waldhausen | Die soziale Frage - der Landwirtschaftlicher Kurs als sozialer Impuls, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-3-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=u2h6jBwqzuU|mini|[[Marcel Waldhausen]] am 24. März 2026 in der [https://christengemeinschaft.de/Bochum Christengemeinschaft Bochum] zum Thema Die soziale Frage - der Landwirtschaftliche Kurs als sozialer Impuls. [https://www.youtube.com/watch?v=u2h6jBwqzuU Hier klicken um Transkript mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Jetzt gibt es natürlich dieses Mantram, auch in den Erinnerungen der Johanna von Keyserlingk. Dort steht aber: &amp;quot;Stätten schaffen des Friedens und der Liebe, auf denen der [[Christus]] aufersteht.&amp;quot; Der originale Wortlaut ist aber: &amp;quot;Stätten schaffen des Friedens und der Liebe, in denen der Christus aufersteht.&amp;quot; Können Sie bemerken, dass es einen Unterschied macht, ob das eine Wort ändert, das Fundamental? Das heißt, wir bekommen den originalen Wortlaut. Und wir bekommen das in dem Moment, Pfingsten 2024, 100 Jahre später. Wissen Sie, und bei der gleichen Tagung wird ja die Johanni-Epistel für die Christengemeinschaft gegeben. Das ist das letzte Stück, was noch fehlt. Es wird vollendet da. Und Johanni bekommen wir diese Urne in unsere Bewegung hinein. Für einen kleinen Moment, aber sie kommt eben zu uns.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die soziale Frage - der Landwirtschaftlicher Kurs als sozialer Impuls. Ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Februar 2026 ===&lt;br /&gt;
==== Einführung in die anthroposophische Ernährung (Teil 2) - ein Vortrag vom 28. Januar 2026 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Petra_Kühne_2026-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pboB3AlqMcM|mini|[[Petra Kühne|Dr. Petra Kühne]] am 28. Januar 2026: &amp;quot;Einführung in die anthroposophische Ernährung&amp;quot; in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=pboB3AlqMcM youtube Film] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dann ist eigentlich die nächste Stufe, die hier eben auch in diese Bedeutung des Menschen hineinfällt, das ist die Verarbeitung. […]  Wie verarbeite ich die Produkte? Die meisten werden ja verarbeitet,[…] Wir haben gewisse Rohprodukte, wie Salate oder so, aber vieles wird doch weiterverarbeitet, um es verträglicher zu machen, um es haltbar zu machen, um es schmackhafter zu machen, […] da muss man eben auch sehen, dass das nicht zu sehr in eine Einseitigkeit hineingeht, weil man dann auch wirklich diese Kräfte des Lebendigen schädigt und das Problem haben wir im Augenblick […] bei bestimmten hochverarbeiteten Produkten.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Einführung in die anthroposophische Ernährung (Teil 2) - ein Vortrag von Petra Kühne, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Januar 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung in die anthroposophische Ernährung - ein Vortrag vom 13. Januar 2026 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Petra_Kühne_2026-1-13.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=fW5C4bnvGi0|mini|[[Petra Kühne|Dr. Petra Kühne]] am 13. Januar 2026: &amp;quot;Einführung in die anthroposophische Ernährung&amp;quot; in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=fW5C4bnvGi0 youtube Film] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Es wird heute so viel diskutiert über die hochverarbeiteten Lebensmittel […] Einerseits so Erfrischungsgetränke wie Cola, wo eigentlich nur so abgebaute Substanzen drin sind. Oder hochverarbeitete Fertiggerichte, die dann x-mal erhitzt und  […] die Zutaten schon gleich geschnippelt, getrocknet aus aller Herren Länder kommen und dann auf einer Pizza laden, die dann tiefgekühlt wird und dann lange haltbar ist und die sie dann wieder aufwärmen  […] Da wird heute ganz viel drüber diskutiert, dass die den Menschen krank machen können auf Dauer, nicht die eine Pizza. Und das ist eigentlich ein Mangel an Ätherkräften  […]“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Einführung in die anthroposophische Ernährung - ein Vortrag von Petra Kühne, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription und zum Film |]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr._Johannes_Wirz_2026-1-15.jpg|verweis=Hhttps://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_ermöglichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026|mini|Vortrag &amp;quot;Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen&amp;quot; von [[Johannes Wirz|Dr. Johannes Wirz]] am 15. Januar 2026 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].  [https://www.youtube.com/watch?v=PqhihuziLyc Hier geht&#039;s zur Transkription und zum Video auf youtube] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Okay, wir sind ja in einer Situation heute, wo wir zwar vom Gesundheitswesen sprechen, aber doch eigentlich der Meinung sind, es geht um ein Krankheitswesen. Also wenn ich sehe, wie bei uns in der Schweiz die Krankenversicherungskosten durch die Decke rocken, ist das ja unglaublich. Spannend wird es sozialwirtschaftlich dann, wenn die Menschen krank werden. Da kann man teure Medikamente verkaufen, teure Eingriffe machen und so weiter und so weiter. Und ich meine, am Anfang müsste eigentlich stehen, wie können wir leben, ernähren, vielleicht psychisch etwas unternehmen, dass wir gar nicht in diese Fälle der Krankheit hineintappen.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen - ein Vortrag von Johannes Wirz, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Jonas | Menschen in der Landwirtschaft | 2026 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Jonas_de_2026-1-11.jpg|verweis=Jonas_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2026|mini|Der Azubi Jonas, Interview am 11. Januar 2026 am [[Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zur [[Jonas - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|Transkription]]]]&#039;&#039;„Manche Leute würden sich auch so fragen, warum ich nach Deutschland gekommen bin, um meine Ausbildung zu machen, nicht in Kamerun. Ja, ja, ich würde sagen, erste Sache, natürlich ist Landwirtschaft in Kamerun auch wirklich ganz anders als hier in Deutschland. Und was für mich wichtig ist, ist die Methoden oder diese, also diese Verbindung zwischen Menschen, Tiere und der Natur. Das finde ich so toll. Das ist, finde ich, ein tolles Konzept. “&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jonas - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Jonas | les gens dans l&#039;agriculture | 2026 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Jonas_fr_2026-1-11.jpg|verweis=Jonas_-_les_gens_dans_l&#039;agriculture,_2026|mini|Jonas, apprenti en agriculture biodynamique, interviewé le 11 janvier 2026 à la [[Dottenfelderhof|ferme Dottenfelderhof]]. Clique ici pour accéder à la [[Jonas - les gens dans l&#039;agriculture, 2026|transcription]].]]&#039;&#039;„Mon objectif principal en faisant cette formation était de revitaliser l&#039;héritage agricole de mes parents. Mes parents sont partis, mais le travail continue. Leur ferme, autrefois vibrante, est maintenant laissée seule, sans gestion. J&#039;ai l&#039;intention de continuer cette tradition, d&#039;assurer cette activité vitale importante pour la communauté et la nation, qu&#039;elle continue dans notre famille, et qu&#039;elle ne disparaisse pas.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jonas - les gens dans l&#039;agriculture, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Dezember 2025 ===&lt;br /&gt;
==== Maria | Menschen in der Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Maria_2025-11-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=JbgKrX0kf-o|mini|Die Winzerin und ehemalige [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülerin vom Dottenfelderhof]], Maria, im Interview am [[Dottenfelderhof]] am 28. November 2025]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Das erste Mal, dass ich Hornmist gerührt habe, das war ein komplett anderes Erlebnis, als nur durch die Reben zu laufen. Und diese ganzen Beobachtungen, die wir da gemacht haben, das hat sich komplett anders (an-)gefühlt und es hat sich richtig (an-)gefühlt. Und seitdem habe ich mir gedacht, ich will nur das weitermachen und ich will das besser lernen und ich will das können, weil es funktioniert und es ist anders.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[b:Maria_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2025|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus mit 14 Folgen über die Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[13. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]] - [[14. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|14]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erstveröffentlichung im September 2025 ====&lt;br /&gt;
==== Dr. Florian Leiber, Fütterung | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|mini|Dr. Florian Leiber am 1. März 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier erläutert der Wissenschaftler (FiBL Schweiz, Abteilung für Nutztierwissenschaften, Gruppe Tierernährung) am 1. März 2023 im Rahmen eines dreiteiligen Vortrags vor den Landbauschülern und Azubis des Dottenfelderhof, worauf es bei der Fütterung der Tiere ankommt. Vor allem im Kontext mit der Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian nimmt dabei seine Zuschauer systematisch in einem aufbauenden Kontext mit auf eine spannende Reise, und seine eigene Begeisterung für die Besonderheiten der spezifischen Tierindividualitäten (z.B. die wesentlichen Unterschiede zw. Schein, Vogel und Kuh) hinsichtlich der Anatomie bis hin zur Hinleitung und Erkenntnis von deren &amp;quot;art- und wesensgerechter Fressgewohnheit&amp;quot; ist sichtlich spürbar und dieser Funke überträgt sich auch auf die Zuhörer. Es ist ein intensiver und fesselnder Vortrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weinbau - Erfahrungen aus der biodynamischen Pflanzenzüchtung | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erfahrungen aus biodynamischer Pflanzenzüchtung für Reben Teil1 2024-11-6.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=5CkhZL_ro88|mini|[[Carl Vollenweider|Dr. Carl Vollenweider]] am 6. November 2025 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Auf Initiative von [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] (Assoziierter Wissenschaftler für biodynamischen Weinbau an der Hochschule Geisenheim) berichteten die Dottenfelderhof-Biodynamiker [[Hartmut Spieß|Dr. Hartmut Spieß]] (Pflanzenzüchtung), [[Carl Vollenweider|Dr. Carl Vollenweider]] (Pflanzenzüchtung), [[Martin von Mackensen]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]) und Rocio Lanthier (Pflanzenzüchtung/Koordinatorin und Lehrkraft an der Landbauschule) am 6. November 2024 am [[Dottenfelderhof]] aus ihren ganzheitlichen Erfahrungen im züchterischen Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuhörerschaft aus dem In- und Ausland ist sehr heterogen, Neulinge wie auch international anerkannte Winzer sind dabei. Es geht darum den Fokus zu weiten. Nicht nur ein Mehrertrag oder die Vermeidung von Krankheiten i.S. von Pflanzenschutz sind Thema. Sondern u.a. auch Resilienz, die Form und die &amp;quot;Schönheit&amp;quot; sollen den Horizont der Zuhörer für die künftige Züchtung im Weinbau weiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=5CkhZL_ro88 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Albrecht Denneler | Kulturgeschichte des Apfels | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht Denneler Kulturgeschichte des Apfels Teil1 2024-12-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=6oemoM6iCgo|mini|[[Albrecht Denneler]] am 11. Dezember 2024 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir [[Albrecht Denneler]], Führungsmitglied der [[Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof]] und Chef vom Obstbau, mit den biodynamischen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] des Jahrgang 2024/2025. Thema ist die Kulturgeschichte des Apfels in 5 Folgen u.a. mit spannenden Bildbetrachtungen und Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=6oemoM6iCgo | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im August 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dr. Johannes Wirz | Biodynamische Bienenhaltung | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Joannes Wirz Bienenkunde Teil1 2023-1-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=rSCgNg-I10g|mini|Dr. Johannes Wirz am 18. Januar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier erläutert Johannes Wirz (emeritierter Leiter der Naturwissenschaftlichen Sektion zw. 2020 bis 2022 am Goetheanum, Schweiz) am [[Dottenfelderhof]] am 18. Januar 2023 vor den Landbauschülern und [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Azubis]] des Dottenfelderhof die Besonderheiten und Methoden der art- bzw. wesensgerechten Bienenhaltung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Transkripte für die Folgen  [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 1, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|1]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 2, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|2]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 3, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|3]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 4, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dr. Hartmut Spieß | Biodynamische Züchtung | Weizen-, Stein-/Stinkbrand, gr. Beize | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Hartmut Spieß 2023-2-9.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=lzRjDmBzdg0|mini|Dr. Hartmut Spieß am 9. Februar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt [[Hartmut Spieß|Dr. Hartmut Spieß]] von der Züchtung und Forschung Dottenfelderhof am 9. Februar 2025 für die biodynamischen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschüler]] Einblicke in die züchterische Forschungsarbeit bei Brandkrankheiten im Öko-Landbau (v.a. Weizen Steinbrand und Weizen Stinkbrand am Dottenfelderhof (seit den späten 1970er Jahren)). Dabei arbeitet Hartmut die unterschiedlichen Wege der Herangehensweise im konventionellen versus ökologischen Landbau heraus. Die einen bekämpfen Krankheiten (Pathogenese-Blick), die anderen gehen der Frage nach, was gesund erhält (Salutogenese-Blick).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=lzRjDmBzdg0 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Matthias König | Das Birkengrubenpräparat | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Birkengrubenpräparat am Dottenfelderhof Matthias König 2023-12-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=XBmC_dOtBwU|mini|Matthias König am 22. Dezember 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=XBmC_dOtBwU | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am Dottenfelderhof 2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|[[Martin von Mackensen]] am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken an Manfred Klett 2025-5-21.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=8phC4wUOEFk|mini|[[Martin von Mackensen]] hält am 21. Mai 2025 ein Gedenken für [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] hält [[Martin von Mackensen]] am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im April 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Les bases de la biodynamie | Partie 1v7 | Vincent Masson | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1e conférence Vincent Masson 2024-11-21.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Les_bases_de_la_biodynamie_-_1%C3%A8re_conf%C3%A9rence_de_Vincent_Masson,_2024|thumb|[[Vincent Masson]] ist ein weltweit anerkannter Experte für biodynamische Präparate. Hier sieht man ihn bei seinem Grundlagenseminar, gefilmt am 21. November 2024 in Château, Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Vincent Masson]], spécialiste mondialement reconnu des préparations biodynamiques, explique ici les bases de la biodynamie dans le cadre d&#039;un séminaire de deux jours. L&#039;événement a eu lieu en novembre 2024 dans les locaux du « Biodynamie-Service » à Château (France).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Les bases de la biodynamie - 1ère conférence de Vincent Masson, 2024|hier geht&#039;s zum Artikel |]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im März 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Update zur Deregulierung für Neue Gentechnik | Clara Behr und Dr. Carl Vollenweider ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue_Gentechnische_Verfahren_Gespräch_mit_Clara_Behr,_Dr._Carl_Vollenweider,_Francois_Hagdorn_2025-3-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=WnurN4PcZ5k|mini|Videokonferenz mit Clara Behr (Brüssel), Dr. Carl Vollenweider und François Hagdorn am 10.03.2025 [https://www.youtube.com/watch?v=WnurN4PcZ5k Hier geht&#039;s zum Film auf youtube]]]&lt;br /&gt;
In einer Videokonferenz am 7. November 2023 klärte Clara Behr in einer Runde mit [[Martin von Mackensen]], [[A:Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]] und François Hagdorn über den aktuellen Diskussionsstand über die sogenannte Neue Gentechnik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clara Behr hat ihren Sitz in Brüssel, und sie pflegt in diesen Tagen einen besonders engen Kontakt zu den politischen Entscheidern. Clara ist in führender Rolle für die BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Politik tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am 10. März 2025 erfolgte ein update. Dieses mal mit dabei waren neben Clara: Dr. Carl Vollenweider (Co-Leiter [[Forschung und Züchtung Dottenfelderhof|Züchtung und Forschung Dottenfelderhof]] und François Hagdorn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 10. März 2025|hier geht&#039;s zum Artikel |]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mathilda | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathilda_Dottenfelderhof_2024-11-25.jpg|verweis=Mathilda_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Mathilda, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 25. November 2024]]&lt;br /&gt;
Mathilda ist Teilnehmerin des Novemberkurses 2024 auf dem [[Dottenfelderhof]]. Sie macht eine Ausbildung zur Gemüsegärtnerin auf dem Münzinghof. Antriebsfeder ist ihre Liebe zur Natur, zum und weil die biodynamische Landwirtschaft ihren Werten entspricht. Auch hat sie eine künstlerische Vision den Gemüsebau mit Kunst und Performances zu verbinden. Sehr schön war zum Schluss des Interview der &#039;&#039;&#039;Aspekt der körperlichen Arbeit&#039;&#039;&#039;, da sagt Mathilda:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Ich will anpacken, ja, also ich will anpacken, ich genieße es auch, einfach mich selber herauszufordern, einfach auch auf körperliche Art und Weise, ich genieße es einfach gerade sehr, meine eigenen körperlichen Kapazitäten zu merken, zu was bin ich eigentlich fähig, wow, ... .&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[[Mathilda - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Körperliche Herausforderung und Sinn 00:07:29]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mathilda - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verena | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Verena_Dottenfelderhof_2024-11-19.jpg|verweis=Verena_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Verena, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. November 2024]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Was ich mir für die Zukunft wünschen würde, ist, dass viel mehr vielleicht über die Produktion, über Lebensmittel in den Schulen berichtet wird. Das ist mir schon irgendwie ein sehr tolles Anliegen, weil mein Leben vorher war eher städtisch und nicht so mit dem Fokus darauf, wo kommen die Lebensmittel überhaupt her und wie supermarktdominiert ist es eigentlich, sondern, dass man da echt ein bisschen den Fokus drauf legt und die Lebensmittel ganz anders wertschätzen kann. Und das mag ich zum Beispiel auch sehr an der Demeter-Landwirtschaft, dass wir die Nahrungsmittel haben, so wie sie eben aus dem Boden kommen und damit trotzdem super tolle Dinge anfangen können. Und das schmeckt super lecker, auch wenn der Gurke krumm ist und nicht gerade, dass da Leute einfach wieder Freude dran finden, wäre mir ein Anliegen für die Zukunft.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Verena - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Vision für die Zukunft 00:06:54]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verena - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vanessa | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Vanessa_Dottenfelderhof_2024-11-19.jpg|verweis=Vanessa_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Vanessa, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. November 2024. Erstveröffentlichung am 27. Feb. 2025]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Dieses tiefe Vertrauen, was ich in mir habe, das hilft mir auch oft im Alltag, wenn es im Team schwierig ist oder wenn wir sagen, wie soll das funktionieren, wie kriegen wir das hin? Gerade diese Kombination bei uns aus Pädagogen und Arbeitern, das einfach in ein Team zu bringen, ist, glaube ich, nicht so einfach. Aber ich bin mir einfach sicher, dass wir das hinkriegen. Das ist so eine tiefe Gewissheit, die mir hilft, durch diese Zeiten auch durchzugehen und die anderen zu motivieren und daran zu glauben, dass es was wird. Egal was kommt, dass ich nicht allein bin. Das ist, glaube ich, was, was mir sehr hilft.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vanessa - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Glaube und persönliche Entwicklung 00:06:40]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vanessa - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luca | Menschen in der Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Luca_Dottenfelderhof_2025-2-19.jpg|verweis=Luca_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2025|mini|Der Azubi Luca, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. Februar 2025]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und auch wenn ich hier die Kinder erlebe – diese Begeisterung, wenn sie zum ersten Mal eine Kuh sehen und wie groß die Ohren werden, wenn ich davon erzähle, was ich hier mache – merke ich, dass das für die Kinder total wertvoll ... die jetzt gerade hier natürlich viel aus Frankfurt kommen und dazu noch gar keinen Bezug haben. [...]&#039;&#039; &#039;&#039;Und diesen Bezug wieder herzustellen, das ist etwas, was den Kindern super super gut tut.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Luca - Menschen in der Landwirtschaft, 2025#Kinderbezug und Hofatmosphäre 00:03:47]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Luca - Menschen in der Landwirtschaft, 2025|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Aaron | Menschen in der Landwirtschaft | 2022 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Aaron_Dottenfelderhof_2022-11-14.jpg|verweis=Aaron_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2022|mini|Der Azubi Aaron, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 14. November 2022]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Was mir dabei wichtig ist? Dass es ... die Zukunft, Zukunftsweisend zu arbeiten und den Versuch zu machen, jede Sache so zu wertschöpfen oder wertschätzen, wertschöpfen ist an der Stelle falsch. Besonders im Umgang mit dem Mensch, mit dem Boden, mit den Tieren und den Pflanzen, dass alles sich so entwickeln kann, wie es möchte oder dass es irgendwie dahin geht, dass wir eine schöne Zukunft haben für alle. Dass wir nicht in Nöten oder in Sorgen kommen und auf einmal Angst haben müssen, dass unsere Ökosysteme zusammenbrechen.&#039;&#039; &#039;&#039;Dass wir einfach Spaß haben, einfach mit dem, was wir tun und mit den Möglichkeiten, die wir dann haben, einfach Spaß am Leben haben, weil ohne Spaß an der Sache könnte ich morgens nicht so früh aufstehen. Besonders das ist es, die Lebensfreude zu erhalten!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Aaron - Menschen in der Landwirtschaft, 2022|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf_Trossen_und_Michael_Willkomm_Teil_3v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|mini|[[Rudolf Trossen]] (l.) und [[Michael Willkomm]] (r.) am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen | 2025 ====&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 fand im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues eine ganztägige Seminar- und Vortragsveranstaltung von biodynamisch interessierten/tätigen Weinbau-Menschen zum Thema &amp;quot;Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze&amp;quot;. Der biodynamische Mosel-Winzer [http://www.trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des [https://deinhards.com/ Hotel Deinhards], Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von [[w:Nikolaus_von_Kues|Nikolaus von Kues]]. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des [https://cusanus-stift.com/ Cusanus Stift], welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|| Teil 1v4 Einführung mit Dr. Georg Meißner |]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|| Teil 2v4 Einführung mit Stefan Sylla |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|| Teil 3v4 Beitrag von Rudolf Trossen und Michael Willkomm |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| Teil 4v4 Vortrag von Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Januar 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Januarkurs 2025 Martin von Mackensen 2025-1-7.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Januarkurs_biodynamische_Grundlagen_-_1._Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2025|mini|[[Martin von Mackensen]] am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Dezember 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|[[Martin von Mackensen]] am im November 2024 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Dezember 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Novemberkurs mit Martin von Mackensen | 2024 ====&lt;br /&gt;
Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Novemberkurs 2024 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y%7C%7C hier geht&#039;s zum 1. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE%7C%7C hier geht&#039;s zum 2. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8%7C%7C hier geht&#039;s zum 3. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner| 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. [[Rudolf Steiner|Steiner]] macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Hahn Vortrag biodynamischer Waldbau am Dottenfelderhof 4.2.2021.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=_m70n7BUhH4|mini|Förster Michael Hahn, Vortrag Landbauschule [[Dottenfelderhof]] am 4. Februar 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Förster Michael Hahn | 2021 ====&lt;br /&gt;
Der Förster Michael Hahn, Michl, erarbeitet sich mit den Azubis des 2. Lehrjahres der Biodynamischen-Ausbildung Ideen- und begrifflich was Wald überhaupt ist und ausmacht. Ach übrigens, berührend beginnt es mit einer musikalischen Darbietung von Michl am Klavier ... . Nun, ja, zum &amp;quot;Wald&amp;quot; lässt sich eh viel sagen, da könnte man viele Wochen drüber was erzählen. Und oft wird dem Thema Wald ja gar nicht so viel Zeit und Interesse gewidmet, aber Michl macht etwas draus. Er erarbeitet ganz grundsätzliche Aspekte mit den Azubis und darüber hinaus gibt er Einblicke in seine erfolgreiche biodynamische Arbeit im Waldbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=_m70n7BUhH4 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maeve_Dottenfelderhof_2021-2-4.jpg|verweis=Maeve_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Maeve, der ehem. Azubi der biodynamischen Ausbildung im Rahmen eines Kurses von der Landbauschule [[Dottenfelderhof]] am 4. Februar 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maeve | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier berichtet die Texanerin Maeve am 4. Februar 2021 aus Ihrer Bewegründen Deutsch zu lernen und in Deutschland die [[Biodynamische Ausbildung]] zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maeve - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft_im_geschichtlichen_Werden_-_1._Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|| hier gehts zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|| hier gehts zum 2. Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Stefan | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefan_Dottenfelderhof_2021-1-28.jpg|verweis=Stefan_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Der Azubi Stefan, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 28. Januar 2021]]&lt;br /&gt;
Hier berichtet der Auszubildende Stefan über seine Biografie und Tätigkeit im Rahmen seiner [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]]. Es geht u.a. um die Frage des eigenen Lebenslaufs und wie der von anderen Menschen bewertet wird. Zitat:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Hier fühlt man sich &#039;&#039;&#039;mit so einem Lebenslauf wertgeschätzt&#039;&#039;&#039;. Aber wenn ich mich jetzt irgendwo beim &#039;&#039;&#039;Großkonzern&#039;&#039;&#039; bewerben würde, dann würden wahrscheinlich lauter Fragezeichen auftauchen. Fragen über Fragen, die nicht beantwortet werden können.&#039;&#039; &#039;&#039;Ein ganz anderer Fokus, ein ganz anderer Blick auf die Wirklichkeit. Das ist sehr spannend, auch hier am [[Dottenfelderhof]] zu beobachten und aber auch mitzuerleben, wie so ein ganz anderer Blick, eine &#039;&#039;&#039;ganz andere Wertigkeit&#039;&#039;&#039; gesetzt wird. Also Sachen, die jetzt aus so einer mainstream-materialistischen Perspektive als unwichtig oder komisch oder vielleicht &#039;&#039;&#039;sogar als Verfehlung angesehen&#039;&#039;&#039; werden könnten, &#039;&#039;&#039;hier plötzlich ganz ganz wertvoll werden&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Stefan - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Therese | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Therese_Menschen_in_der_Landwirtschaft_Dottenfelderhof_2021-1-31.jpg|verweis=Therese_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Die Auszubildende Therese im 2. Lehrjahr, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 31. Januar 2021. [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich will gestalten!&amp;quot; In einem spontanen Gespräch in offener Atmosphäre in der Teeküche der Käserei vom [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel (man hört nur die Beiträge von Therese) gibt die Auszubildende Therese ein paar Einblicke in ihre Gedanken. Das Interview hat im Januar 2021 stattgefunden. Da war Therese noch im 2. Lehrjahr in der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Andreashof_am_Bodensee_4._Oktober_2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung_des_Willens_in_Landwirtschaft,_Pädagogik_und_Medizin_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee). [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Belgier Geert Iserbyt von Landwijzer ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Geert_Iserbyt_Dottenfelderhof_2021-7-23.jpg|verweis=Geert Iserbyt - Les gens dans l&#039;agriculture, 2021|mini|Geert Iserbyt, [[Dottenfelderhof]] am 23. Juli 2021. [[b:Les_gens_dans_l&#039;agriculture_-_Interview_Geert_Iserbyt,_2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Geert Iserbyt vit en Belgique et il est formateur pour l&#039;organisation belge Landwijzer. Il est notamment chargé de former et d&#039;accompagner les participants aux cours, entre autres pour leur faire découvrir la vie et le fonctionnement de différentes fermes biologiques ou biodynamiques. Dans ce contexte, Geert passe chaque année une semaine avec ses groupes à la ferme biodynamique Dottenfelderhof à Bad Vilbel, en Allemagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://landwijzer.be&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geert Iserbyt - Les gens dans l&#039;agriculture, 2021|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im August 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rinder als Klimaproblem, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder_als_Klimaproblem_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main. [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Juli 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vincent Masson | 1/3 | biodynamische Präparate | Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Feb 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Biologisch-dynamische_Präparate_-_1._Vortrag_von_Vincent_Masson,_28._Februar_2028.jpg|verweis=Biologisch-dynamische_Präparate_-_Teil_1_von_Vincent_Masson,_28._Februar_2024|mini|Teil 1 von [[Vincent Masson]] am 28. Februar 2024 im Bildungshaus Kloster St. Ulrich (bei Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
Im Bildungshaus Kloster St. Ulrich hält Vincent Masson am 28. Februar 2024 einen ganztägigen Vortrag für deutsche Vinzer, die sich für die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] interessieren. Den Vortrag präsentieren wir in 3 Teilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teil 1: Theoretische Grundlagen von [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] im Zusammenhang mit dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]&lt;br /&gt;
* Teil 2: Know-how im Umgang mit den biodynamischen Präparaten&lt;br /&gt;
* Teil 3: Spezifikationen der Präparateanwendung im Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 1 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|1]] - [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 2 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|2]] - [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 3 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Citation du premier film:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;La logique est très simple. Si on veut que la biodynamie rayonne, il faut u&#039;elle it des bons résultats, des résultats faciles à observer. Si ces résultats arrivent rapidement, c&#039;est la preuve que la biodynamie est quelque chose qui a une efficacité immédiate dans le monde.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;(Vincent Masson, 28. Februar 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zitat aus dem ersten Film:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Die Logik ist sehr einfach. Wenn wir wollen, dass die Biodynamik in der Welt strahlt, muss sie gute Ergebnisse liefern, Ergebnisse, die leicht zu beobachten sind. Wenn diese Ergebnisse schnell eintreten, ist das der Beweis dafür, dass die Biodynamik etwas ist, das in der Welt sofort wirksam ist.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Juni 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_16._Juni_2024_Dorfgemeinschaft_Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier gehts zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Christengemeinschaft_Frankfurt_27._Juni_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der Christengemeinschaft Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab Rudolf Steiner zu Pfingsten 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „Landwirtschaftlichen Kurs“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren biologisch-dynamischer Landwirtschaft, in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und Arbeit an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ | hier gehts zum Film |]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Mai 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch ====&lt;br /&gt;
Zum 100 jährigen Jubiläum der biologisch-dynamischen Landwirtschaft übermittelt Manfred Klett auf Bitten von den Niederländern Tom Saat und Tineke von den Berg eine Videobotschaft, die [[aw:Pfingsten|Pfingsten]] am 19. Mai 2024 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung ausgestrahlt werden soll. Auf der 100 Jahresfeier soll unter anderem die Erstübersetzung des Buches von Manfred Klett in niederländischer Sprache Rechnung getragen werden. Der Titel der Buches lautet: [[Manfred Klett, Buch: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst - Eine Landwirtschaft der Zukunft]]. &lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred_Klett_Videobotschaft_Pfingsten_2024_nach_den_Niederlanden.jpg|verweis=Manfred_Klett_-_Videobotschaft_anlässlich_der_Buchübersetzung_auf_Niederländisch, 2024|mini|[[Manfred Klett]] am 1. Mai 2024 auf dem [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februarkurs 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Teil 1 Grundkurs Februar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4 Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier halten [[Martin von Mackensen]] und [[Albrecht Denneler]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) im Rahmen des Februarkurses 2023 Vorträge und das Lesen des [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurses]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] ab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4 | hier geht&#039;s zur 1. Folge mit Martin |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:9. Folge Albrecht Denneler Grundkurs Februar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE|mini|Veröffentlichung vom 9. Dezember 2024. [[Albrecht Denneler]] im Rahmen der 9. Folge vom Februarkurs 2023 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE | hier geht&#039;s zur 9. Folge mit Albrecht |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im April 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 2023 Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13 Folgen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1v13 Januar 2023 Grundkurs bd Landwirtschaft Martin von Mackensen.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) im Rahmen des Januarkurses 2023 einen Vortragszyklus mit 13. Folgen über die Grundlagen der biodynamischen Landwirtschaftliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Feller_Ethik und Rechte von Tieren_Teil1.jpg|verweis=Ethik_und_Rechte_von_Tieren_-_Teil_1_mit_J%C3%BCrgen_Feller,_2023|mini|Teil 1 mit [[Jürgen Feller]] vom [[Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;hier klicken für Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Feller_Ethik und Rechte von Tieren_Teil2.jpg|verweis=Ethik_und_Rechte_von_Tieren_-_Teil_2_mit_J%C3%BCrgen_Feller,_2023|mini|Teil 2 mit [[Jürgen Feller]] vom [[Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;hier klicken für Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Jürgen Feller vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) zwei Vorträge über die Ethik und die Rechte von Tieren. Dabei greift Jürgen im Rahmen des sogenannten Februarkurses 2023 die gängigen Argumente, Gedanken und Hintergründe auf, die zum damaligen Zeitpunkt Gegenstand der öffentlichen Diskussion waren. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 ====&lt;br /&gt;
Zitat aus dem 2. Teil:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Hat der Mensch das Recht, Tiere zu halten? Hat der Mensch das Recht, Tiere zu töten? Ist der Mensch ein Tier? Ist es überhaupt richtig, dass ich von Mensch und Tier spreche? Oder muss ich sagen, menschliche Tiere und nicht menschliche Tiere, wie es bereits teilweise üblich ist oder so, wie viele auch schon machen.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Wirkung der biodynamischen Präparate auf das bakterielle Bodenleben (Mikrobiom) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Fritz Präparatewirkung auf Mikrobiom 2024-2-14.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Wirkung_der_biodynamischen_Pr%C3%A4parate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._J%C3%BCrgen_Fritz, 2024|thumb|[[Jürgen Fritz|Dr. Jürgen Fritz]] spricht für die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschüler]] und Azubis vom [[Dottenfelderhof]] über biodynamische Präparate und das Mikrobiom. [[b:Wirkung_der_biodynamischen_Präparate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._Jürgen_Fritz, 2024|Hier geht&#039;s zur Transkription]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Jürgen Fritz|Dr. Jürgen Fritz]] von der Uni Kassel (Witzenhausen) einen Vortrag über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die Präparate Wirkung auf das bakterielle Bodenleben. Der Vortrag wurde am 14. Februar 2024 im Rahmen des sogenannten Februarkurses am [[Dottenfelderhof]] gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der sogenannten &amp;quot;biodynamischen-Ausbildung&amp;quot; und einige wenige Externe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[b:Wirkung_der_biodynamischen_Präparate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._Jürgen_Fritz, 2024|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im März 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Honig &amp;amp; Salz. Brot backen ohne Hefe ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Honig und Salz. Vortrag Monika und Thomas Lepold vom 23. Februar 2024 am Dottenfelderhof.jpg.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo|mini|Brot backen mit Honig und Salz. Vortrag vom 23. Februar 2024 am [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier halten Monika und Thomas Lepold einen Vortrag über das Brot backen ohne Hefe. Sondern mit Salz und Honig. Der Vortrag wurde am 23. Februar 2024 im Rahmen des sogenannten Februarkurses am [[Dottenfelderhof]] gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der sogenannten &amp;quot;biodynamischen-Ausbildung&amp;quot; und einige wenige Externe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas und Monika sind Experten auf dem Gebiet dieser besonderen Form der Fermentation. In dieser Dokumentation legt Monika unter anderem auch die [[A:Geisteswissenschaft|geisteswissenschaftlichen Hintergründe]] dar, welche eine Rolle spielen für den Ansatz auf Hefe zu verzichten und stattdessen die Fermentation mit Honig und Salz zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Georg Meissner 25. Januar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw|mini|Vorlesung mit [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]] über den Biologisch-Dynamischen Weinbau an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 25. Januar 2023 [https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biodynamischer Weinbau | Dr. Georg Meissner | Dottenfelderhof | 25. Januar 2023 ====&lt;br /&gt;
Hier erarbeitet sich Georg mit dem Azubis aus der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamischen Ausbildung]] und den [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] vom Januarkurs 2023 die Vielfalt, das Wesen und das Wirken der Rebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Teil 1v12 Düngung 2018 Manfred Klett.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI|mini|Manfred Klett, Vorlesungsreihe &amp;quot;Düngung&amp;quot; aus 2018 am [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Düngung 2018 | Dr. Manfred Klett | biodynamische Landwirtschaft | Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Hier hält Dr. Manfred Klett im Jahr 2018 eine Vorlesungsreihe über die Düngung und alles was dazu gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI | hier geht&#039;s zur 1. Folge |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Wintertagung Demeter im Osten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung Demeter im Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|[[Martin von Mackensen]], Alte Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) am 28. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] zum Anlass der Wintertagung 2024 in der Alten Nudelfabrik Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Einblicke in den Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Einführung_Dottenfelderhof_2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den [[Dottenfelderhof]] am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]], mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des Dottenfelderhof. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Göbekli Tepe ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Göbekli_Tepe_Dornach_2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|mini|Göbekli Tepe- ein Vortrag vom 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt [[Martin von Mackensen]], Leiter der Landbauschule auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2023 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;? ====&lt;br /&gt;
+++ Stand 24. November 2023: Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023.jpg|thumb|link=Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 |Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr, [[Martin von Mackensen]], [[A:Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]] und François Hagdorn vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2023 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschafft: Margherita (Österreich) hat alle 4 Folgen von Bodenentwicklung im Jahreslauf transkribiert! ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenentwicklung im Jahreslauf 2018 collage.jpg|thumb|link=https://biodyn.wiki/Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_eine_Vortragsreihe_von_Manfred_Klett|Fertig transkribierte Vortragsreihe Bodenentwicklung von [[Manfred Klett]] vom [[Dottenfelderhof]] ]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Stand 31. Oktober 2023 ist es endlich geschafft: Margherita hat mit viel Fleiß und Gespür für den Vortragsinhalt von [[Manfred Klett]] die Transkription erstellt, Formatierungen vorgenommen, Überschriften gebildet, und wichtige Stellen &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039; hervorgehoben. Auch wurden Verlinkungen der Überschriften zu den jeweiligen Videostellen erstellt. Letzter Schritt bis zur Vollendung: Erstellung des Glossar zu den vier Folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich bei der Aufarbeitung von wertvollen Vorträgen auf biodyn.wiki mit beteiligen möchtest, dann schaue dir den Punkt [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenentwicklung im Jahreslauf - eine Vortragsreihe von Manfred Klett|| hier geht&#039;s zur Vortragsreihe Bodenentwicklung |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| hier geht&#039;s zu Dr. Manfred Klett |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag 12. September 2023 Christengemeinschaft Havelhöhe.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]] &lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der Christengemeinschaft, welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule www.dottenfelderhof.de/landbauschule]&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Es geht in die 2&amp;lt;sup&amp;gt;te&amp;lt;/sup&amp;gt; Runde: Medizinisch/ landwirtschaftliches Studienjahr (MeLaS) 2024/25 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen und David Martin Dottenfelderhof 2024-4-23.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=8AdvZ3gLNLk|[https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] und [[Martin von Mackensen]] auf dem [[Landbauschule Dottenfelderhof|Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Zum Film auf das Bild klicken ]] &lt;br /&gt;
Das Pionierprojekt MeLaS geht ab September 2024 in die zweite Runde. Bewirb dich jetzt fürs medizinisch/ landwirtschaftliche Studienjahr am biodynamischen Dottenfelderhof bei [https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] über Nicola.Schulze@uni-wh.de oder über [[Martin von Mackensen]] über lbs@dottenfelderhof.de.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du möchtest: Arzt/ Ärztin werden und verstehen wie Gesundheit beginnt- und endet? Dich aufs Medizinstudium optimal vorbereiten, oder du studierst bereits und möchtest ein Pausenjahr nutzen um deinen Horizont zu erweitern? Oder du möchtest deine Fähigkeiten zur Autonomie in und mit der Natur stärken? Oder deine Gesundheitskompetenz entwickeln oder Menschen unterstützen ihre Gesundheit zu entfalten?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kurs beginnt ca. in der zweiten Septemberwoche 2024 und dauert bis Anfang September 2025. Er kostet ca. EUR 700 inkl. Wohnen und Essen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund: Globale Herausforderung für Gesundheit und Klima: Landwirtschaft braucht Konzepte, um die Menschen zu ernähren ohne Zerstörung von Boden und Leben. Auch die Medizin befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Die gegenwärtigen Studiengänge von Medizin und Landwirtschaft sind nicht wirklich auf die Gesundheit allen Lebens ausgerichtet. Student*innen lernen nicht wahrzunehmen und zu beurteilen, ob Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen gesund sind, und auch nicht, wie Gesundheit nachhaltig gefördert wird. Darüber hinaus fehlt es überall an wirklich patentem Nachwuchs. Das Medizinstudium ist einseitig Städte- und Krankenhausorientiert obwohl das künftige Gesundheitssystem ambulanter werden soll. Du kannst das ändern!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule/&lt;br /&gt;
* https://uni-wh.de/gkls/lehrstuhl/kooperationen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Medizinisch/ landwirtschaftliches Studienjahr (MeLaS) ab September 2023 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:David und Martin MeLaS 2023.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=f4xwCSjAe4k|[https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] und [[Martin von Mackensen]] auf dem [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. [Zum Film auf das Bild klicken] ]] &lt;br /&gt;
Bewirb dich jetzt fürs medizinisch/ landwirtschaftliche Studienjahr am biodynamischen Dottenfelderhof bei [https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] über Nicola.Schulze@uni-wh.de oder über [[Martin von Mackensen]] über lbs@dottenfelderhof.de.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du möchtest: Arzt/ Ärztin werden und verstehen wie Gesundheit beginnt- und endet? Dich aufs Medizinstudium optimal vorbereiten, oder du studierst bereits und möchtest ein Pausenjahr nutzen um deinen Horizont zu erweitern? Oder du möchtest deine Fähigkeiten zur Autonomie in und mit der Natur stärken? Oder deine Gesundheitskompetenz entwickeln oder Menschen unterstützen ihre Gesundheit zu entfalten?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kurs beginnt am 9. September 2023 und dauert bis zum 7. September 2024. Er kostet ca. EUR 700 inkl. Wohnen und Essen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund: Globale Herausforderung für Gesundheit und Klima: Landwirtschaft braucht Konzepte, um die Menschen zu ernähren ohne Zerstörung von Boden und Leben. Auch die Medizin befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Die gegenwärtigen Studiengänge von Medizin und Landwirtschaft sind nicht wirklich auf die Gesundheit allen Lebens ausgerichtet. Student*innen lernen nicht wahrzunehmen und zu beurteilen, ob Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen gesund sind, und auch nicht, wie Gesundheit nachhaltig gefördert wird. Darüber hinaus fehlt es überall an wirklich patentem Nachwuchs. Das Medizinstudium ist einseitig Städte- und Krankenhausorientiert obwohl das künftige Gesundheitssystem ambulanter werden soll. Du kannst das ändern!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/fileadmin/images/landbauschule/jahreskurs/MeLaS_Flyer-8.pdf MeLaS-Flyer mit allen Infos]&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule www.dottenfelderhof.de/landbauschule]&lt;br /&gt;
* https://uni-wh.de/gkls/lehrstuhl/kooperationen &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Neuer youtube-Kanal: biodynwiki ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biodyn.wiki als youtube-Kanal.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/@biodynwiki|https://www.youtube.com/@biodynwiki]]&lt;br /&gt;
Für die Webseite biodyn.wiki wurde ein neuer youtube-Kanal eingerichtet. Es handelt sich vor allem um Filmdokumentationen von François, die rund um den [[Dottenfelderhof]] entstanden waren. Mit [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]], mit [[Martin von Mackensen]], mit Dieter Bauer, mit Dr. Gunter Gebhard, mit Dr. Hartmut Spieß und mit vielen anderen Personen, die im Bereich der [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]] etwas zu sagen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es geht François bei seinen Filmen über die biodynamische Landwirtschaft nicht nur um Fachkompetenz, nicht nur um Rang und Namen, sondern es geht auch um die Menschen, die in der Landwirtschaft zupacken. Mit besonderen Interesse verfolgt François seit vielen Jahren Biografien von Landbauschülern und [[Biodynamische Ausbildung|Azubis]] mit, welche am Dottenfelderhof u.ä. ihre Ausbildung hatten. Bei der Video-Serie «[[Menschen in der Landwirtschaft]]» werden Interviews geführt, und es geht um Ich-Botschaften. Dort erfährt man was die Menschen für die Landwirtschaft begeistert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/@biodynwiki | hier geht&#039;s zu biodywiki auf youtube |]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen in der Landwirtschaft: Interview mit Mia und Florian ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschen in der Landwirtschaft_Mia und Florian.jpg|mini|right|class=responsive-img|link=b:Menschen_in_der_Landwirtschaft|Mia und Florian, Januar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Januarkurses 2023 am [[Dottenfelderhof]] erfolgte ein Gespräch über Motivationen für die [[Biodynamische Ausbildung|landwirtschaftliche Ausbildung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier berichten Mia und Florian von ihren Erfahrungen und Eindrücken aus dem sogenannten Januarkurs 2023 am [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel (bei Frankfurt am Main). Der Januarkurs ist Teil des Lehrplans der Azubis vom Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung|biodynamische-ausbildung.de]]&amp;quot;. Und die beiden sind aktuell im 1. Lehrjahr der Ausbildung. Die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] des Dottenfelderhof verfügt über eigene [[Forschung und Züchtung Dottenfelderhof|Forschungs]]-, Lehr- und Ausbildungsbereiche. Neben dem sogenannten Jahreskurs für biodynamisch ausgebildete Menschen, gibt die Landbauschule auch Azubi-Unterrichtsformate in Form von Monatskursen zwischen dem Herbst-Winter, im Januar und im Februar für Azubis aus dem 1. und 2. Lehrjahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Menschen in der Landwirtschaft|| Weitere Beiträge von «Menschen in der Landwirtschaft» findest du hier |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortschritte bei der Transkription ===&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 0%|Transkriptionsstufen 0%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 25%|Transkriptionsstufen 25%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 50%|Transkriptionsstufen 50%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 75%|Transkriptionsstufen 75%]]&lt;br /&gt;
* [[b:Kategorie:Transkriptionsstufe_100%|Transkriptionsstufen 100%]]&lt;br /&gt;
Gerne kannst du bei der Transkription von wertvollen Vorträgen über die biodynamische Landwirtschaft mitwirken. Derzeit werden Schwerpunktartig die Vorträge von [[Manfred Klett]] und [[Martin von Mackensen]] aufbereitet. Weitere werden folgen, sobald sich Menschen dafür melden. Du kannst hier [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer hat was transkribiert? ===&lt;br /&gt;
+++ Stand 26. November 2024 +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz herzlichen Dank an die Menschen, die hier Video- und Audio-Vorträge verschriftlicht haben. Hier bekommst du einen Einblick, wer welche Transkription gemacht hat. Noch sind die Namen nicht mit allen transkribierten Werken verknüpft, das nachgeholt wir in Kürze nach. Wenn du dich ebenfalls mit engagieren möchtest, auf der Seite [[MitTun bei biodyn.wiki|«MitTun» bei biodyn.wiki]] bekommst du einen Einblick in laufende und künftige Projekte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Annamarie Laske|Transkribiert von Annamarie Laske]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Christian Frings|Transkribiert von Christian Frings]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Damian Bellè]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von François Hagdorn|Transkribiert von François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Hans-Martin Aurich|Transkribiert von Hans-Martin Aurich]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart|Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Stefan Sylla]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Sibylle Roland|Transkribiert von Sibylle Roland]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Unbekannt|Transkribiert von Unbekannt]]&lt;br /&gt;
*Bitte melden, falls wir euch übersehen haben ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leserstimme von Jean-Paul für die [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] «Landwirtschaftlicher Kurs» ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean-Paul.jpg|thumb|Jean-Paul bei einer Filmdokumentation &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Hier ist Jean-Paul in einem Beitrag aus dem Jahre 2019 zum Thema der Lichtwurzeln zu sehen bei Hans-Martin Aurich zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=Fxz4QJCVdqY&amp;lt;/ref&amp;gt;bei Kompostarbeiten für den [https://glashausfrankfurt.de/de/ Lichtwurzelanbau von Hans-Martin]|verweis=https://anthro.world/Datei:Jean-Paul.jpg]][[Datei:Buchrücken der GA 327 auf Französisch.jpg|thumb|200px|&amp;lt;small&amp;gt;Buchrücken der [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] aus dem Jahre 1974. Edition Anthroposophiques Romandes, 13, rue Verdaine, 1204 Genève/ Suisse. Traduction Daniel Simonnot&amp;lt;/small&amp;gt;|verweis=https://anthro.world/Datei:Buchr%C3%BCcken_der_GA_327_auf_Franz%C3%B6sisch.jpg]][[Datei:Buchdeckel der GA 327 auf Französisch.jpg|thumb|200px|&amp;lt;small&amp;gt;Buchdeckel der [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] aus dem Jahre 1974. Edition Anthroposophiques Romandes, 13, rue Verdaine, 1204 Genève/ Suisse. Traduction Daniel Simonnot&amp;lt;/small&amp;gt;|verweis=https://anthro.world/Datei:Buchdeckel_der_GA_327_auf_Franz%C3%B6sisch.jpg]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Als Jugendlicher verbrachte ich die schönste Zeit meines Lebens in einem Internat auf 1.000 m Höhe in den französischen Alpen und war der wunderbaren Natur nah. Es war Anfang der 70er Jahre, die Anfangszeit der grünen Bewegung. Seinerzeit herrschte in Frankreich in der Öffentlichkeit wenig Bewusstsein für die Ökologie und die neue, sehr kleine, ökologische Bewegung machte mit militanten Protesten auf sich aufmerksam.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich war 16 Jahre alt und mit Feuer und Flamme engagierte ich mich für den Schutz der Natur. Ich führte Diskussionen mit Gleichgesinnten und ich las die Ökozeitung «la gueule ouverte&amp;lt;ref&amp;gt;Autor Pierre Fournier (1937-1973), La Gueule ouverte (das offene Maul), die erste ökologische Monatszeitung in Frankreichs, Ersterscheinung Ende 1972&amp;lt;/ref&amp;gt;». Darin fand ich eine Anzeige für die erste französische Übersetzung des [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurses]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] (GA 327). Ich hatte noch nie von Rudolf Steiner gehört, aber ich kaufte mir dieses Buch, denn ich erhoffte somit mehr Kenntnisse und mehr schlagkräftige Argumente für meine Überzeugungsarbeit in der Ökobewegung finden zu können. Denn es stand ein Schulwechsel auf eine weiterführende Fachschule mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt in Nimes (Frankreich) an, und ich wollte für die Diskussion mit meinen künftigen Mitschülern, meist Söhne von Bauern, mit Argumenten gut gerüstet sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als ich das Buch bekommen habe, stand da das Wort «[[A:Geisteswissenschaft|Wissenschaft des Geistes]]/ Science de l&#039;esprit». Ich fragte mich: &amp;quot;Was hatte [[A:Geist|Geist]] mit Landwirtschaft zu tun?&amp;quot; Auf, was auf dem Buchrücken war zu lesen, weckte definitiv mein Interesse:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;« Le cultivateuer matérialiste, lorsqu&#039;il ne se contente pas d&#039;une vie bornée, mais prend la peine de penser uns peu ... est en mesure de prévoir à peu près dans combien de décennies les produits agricoles seront tellement dégénerés qu&#039;avant la fin de ce siècle, ils ne pourront plus servir à l&#039;alimentation. » ... was soviel heiß wie «Wenn sich der materialistische Landwirt nicht mit einem engstirnigen Leben zufrieden gibt, sondern sich die Mühe macht, ein wenig mitzudenken ... ist in der Lage, ungefähr vorherzusagen, in wie vielen Jahrzehnten die landwirtschaftlichen Produkte so stark degeneriert sein werden, dass sie vor dem Ende dieses Jahrhunderts nicht mehr zur Ernährung dienen werden.» Ferner fand ich diese Aussage spannend, was E. Riese auf dem Buchrücken schreibt, dass nämlich sinngemäß bei einem Bauernhof von einem Organismus gesprochen werden kann, und dass es sich bei einem Hof um eine Individualität handeln sollte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am Ende meines ersten Jahres an der Landbauschule in Nimes hatte ich schließlich die [[Landwirtschaftlicher Kurs|GA 327]] gelesen. Wahrscheinlich habe ich nicht alles verstehen können, jedoch auf einer Gemütsebene spürte ich in dem Buch eine tiefe Wahrheit. Während bei Rudolf Steiner nicht nur von Substanzen sondern auch von den Wirkungen der Kräfte die Rede war, hingegen auf meiner landwirtschaftlichen Schule die Betrachtung auf die chemischen Stoffe beschränkt blieb (das fand ich zu einseitig), dämmerte es mir, dass mein Weg keine Zukunft in der konventionellen Landwirtschaft haben wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im selben Jahr lernte ich den Zeitzeugen [[Franz Rulni]] (1894-1981) auf einem Seminar kennen, da war er 80 Jahre alt. Franz Rulni war 1924 beim [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kursus]] in Koberwitz mit anwesend, und ich fühlte mich von der Begegnung mit ihm sehr inspiriert. Ich beendete meine landwirtschaftliche Schule um künftig mit [[A:Anthroposophie|anthroposophisch]] orientierten Menschen im landwirtschaftlichen Kontext zu arbeiten. Aber dafür musste ich zunächst einmal meine Vorurteile über Bord werfen (damals in Frankreich war es ein gängiges Vorurteil die Anthroposophie mit einer Sekte gleichzusetzen), und ich setzte meine Lebens-Forschungsreise fort durch meine Arbeit in Frankreich, England und Deutschland, u.a. auf Biodynamischen Höfen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mein biographischer Weg führte mich schließlich bis zur Gegenwart nach Deutschland, wo ich als ausgebildeter Physiotherapeut tätig bin, und mein großes Interessensgebiet betrifft nach wie vor die Fragestellungen rund um die Kräfte und Wirkungen, welche zur Gesundung und Heilung beitragen können.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean-Paul, 26. April 2023&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;    &amp;lt;/nowiki&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stöbern auf biodyn.wiki==&lt;br /&gt;
Wenn du einen Ein- und Überblick gewinnen möchtest, welche Inhalte es auf biodyn.wiki derzeit gibt, dann schaue dich mal hier um [[Spezial:Alle Seiten|«Alle Artikel von A-Z»]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==MitTun bei biodyn.wiki ==&lt;br /&gt;
Wenn du dich angesprochen fühlst hier mitzuwirken, melde dich gerne bei François [https://blog.anthro.world/impressum/kontakt-formular/ per Kontaktformular]. Auf der Seite [[MitTun bei biodyn.wiki|«MitTun» bei biodyn.wiki]] bekommst du einen Einblick in laufende und künftige Projekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 50%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 25%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Idee&amp;diff=28745</id>
		<title>Idee</title>
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		<updated>2026-10-20T10:57:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Glossar */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{{Anthrowiki.at|Idee}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Das Wort &#039;&#039;&#039;Idee&#039;&#039;&#039; (griech.: εἶδος (eidos) / ἰδέα (idea) = „[[Vorstellung]], Bild, Musterbild, Vorbild oder Urbild, Idee“) wird erstmals von [[Platon]] in philosophischen Zusammenhängen gebraucht, um das Was der Dinge, ihr Wesen, ihr An sich, zu bezeichnen und leitet sich vom griechischen Wort für „sehen, erblicken, erkennen“ (idein) her und bedeutet demnach: das Gesehene. Die Idee bezeichnet dabei zunächst ganz allgemein eine geistige Vorstellung, einen [[Gedanke|Gedanken]] bzw. Begriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ideen sind qualitativ von Begriffen nicht verschieden. Sie sind nur inhaltsvollere, gesättigtere und umfangreichere Begriffe.“ (Lit.: GA 4, S. 57)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ideen erfassen das Allgemeine, die Universalien, im Gegensatz zu dem sinnlich erscheinenden Einzelnen. Im Sinne der platonischen Ideenlehre könnte man also sagen: Immer wenn wir sehen, idealisieren wir - und nur dadurch erkennen wir die Dinge als das, was sie sind, d.h. wir heben intuitiv in unserem [[Bewusstsein]] durch Idealisierung aus der gegebenen Realität deren eigentliches Wesen heraus. Im Geiste geben wir den chaotischen Sinnesdaten eine ideale Gestalt, durch die sich erst ihre wahre, geistige [[Wirklichkeit]] kundgibt, dergegenüber die bloße Sinnenwelt nur schattenhaft anmutet. Platon hat darüber in seiner «Politeia» in dem berühmten [[Höhlengleichnis]] ausführlich gesprochen. Dem Philosophieren liege eine geistiges „Sehen“, eine übersinnliche „Schau“ der reinen Ideen, eine Ideenschau, zugrunde. Die urbildhaften Ideen existieren unabhängig von den sinnlich fassbaren Dingen, die ihr Sein und Wesen nur der Teilhabe (methexis) an den unwandelbaren ewigen Ideen verdanken; sie sind nur eine vergängliche Nachahmung (mimesis) ihrer unvergänglichen geistigen Urbilder. Nach Aristoteles ist das menschliche Erkenntnisvermögen allerdings so begrenzt, dass die weitaus meisten Ideen nur in bzw. an den vielfältigen sinnlichen Dingen erfahren und daraus durch Abstraktion herausgehoben werden können. Nur die obersten und allgemeinsten Ideen, etwa die der Mathematik, können rein geistig erfasst werden. [[Thomas von Aquin]] unterschied später die vor allen Einzeldingen in der göttlichen Vernuft lebenden universalia ante rem von den in den Dingen wirkenden universalia in re und den als Begriffe im Verstand des Menschen gebildeten universalia post rem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Was man Idee nennt: das, was immer zur Erscheinung kommt und daher als Gesetz aller Erscheinungen uns entgegentritt.“ (Lit.: [[Goethe]]: Maximen und Reflexionen)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wille ist die als Kraft wirkende Idee.“&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Eigene &#039;&#039;&#039;Ideen&#039;&#039;&#039; können manchmal auch [[Dogma|Dogmen]] sein. [[Manfred Klett]] empfiehlt die eigenen Ideen an der [[Wirklichkeit]] zu prüfen und sie lebendig im [[Bewusstsein]] zu behalten. [[Manfred Klett - Biografie als Film, 2017#Seinen eigenen Ideen vertrauen 00:46:44|| Klett, M. Biografie als Film, 2017, 00:46:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=28742</id>
		<title>Hauptseite</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Hauptseite&amp;diff=28742"/>
		<updated>2026-10-18T15:47:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Aktuelle Veröffentlichungen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Kornfeld an der Nidda in Frankfurt am Main.JPG|thumb|]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung==&lt;br /&gt;
Willkommen bei biodyn.wiki. Wir haben einen Schwerpunkt auf die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische]] Praxis für die Landwirtschaft und die Gärtnerei. Die Menschen für die Webseiten [https://anthrowiki.at anthrowiki.at], [https://anthro.world anthro.world] und [https://steiner.wiki steiner.wiki] arbeiten hier in freier Initiative mit biodyn.wiki zusammen.   &lt;br /&gt;
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Hier und auf dem [https://www.youtube.com/@biodynwiki youtube Kanal biodynwiki] findest du hunderte hochwertige Filmbeiträge und Begriffsklärungen rund um den Bereich der ökologischen und biodynamischen Landwirtschaft/ Gartenbau. Historisch wurden die meisten Beiträge an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] mit [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]], und [[Martin von Mackensen]] erstellt, aber wir verstehen uns als offene Plattform für Anregungen und Content von Dritten, wenn er zum Kontext passt.                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Filmvorträge werden schrittweise transkribiert und begrifflich verlinkt. Es entstehen systematisch Stichwort-Glossare, die in ein &#039;&#039;&#039;[[Gesamtglossar A|Gesamtglossar]]&#039;&#039;&#039; zusammen geführt werden. Das erlaubt die gezielte Inhaltssuche und bezieht künftige den Inhalt der Filme systematisch mit ein.                                                                                                                                                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Arbeit lebt vom Engagement aus freiwilligen Impulsen. Gerne kannst du bei der Aufarbeitung der Vorträge [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]].                                                                                                                                                              &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für unsere gegenwärtigen Herausforderungen bei Klima-, Natur- und Kultur Fragen hat die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise wirklichkeitsgemäße Denkzusammenhänge und funktionierende Lösungsansätze. Der Menschen kann und soll aktiv das gegenwärtige Geschehen gestalten und somit jetzt schon Zukunftsimpulse in die gewünschte Richtung geben.                                                                                                                                                               &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Oktober 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwurzelung - Stärkung durch Verbindung | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ejFijM3eEAE|mini|[[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] im Rahmen der bildungsART 26 in der Anthroposophischen Gesellschaft Zur Uhlandshöhe 10 in Stuttgart am 16. Oktober 2026]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und da sind für mich drei Dinge aufgetaucht, die ich nehme aus diesem wunderbaren kleinen Vortrag, aus diesem Vortrag Praktische Ausbildung des Denkens, Rudolf Steiner, 1909, die Zaubermittel, drei ganz einfache Zaubermittel. Interesse, Lust und Liebe und Besinnung […] Und Interesse ist auch die Frage, kann ich mich so fokussieren, kann ich dann so drinnen sein, dass in mir das Andere wirkt. Also kann ich Interesse so weit treiben, dass ich wirklich in dem bin, was mir gegenüber ist […] Lust und Liebe. Ich liebe den Steiner dafür, dass er das so dahin knallt. In allem Handeln, in allem, was ich tue, so verbunden sein, dass es nicht nur Spaß macht oder nicht nur irgendwie ganz locker von der Hand geht, sondern dass man aus dem Verbundensein, aus dem Interessiertsein eine Lust an der Handlung hat. Dass Handeln die tiefste Befriedigung ist, die man eigentlich haben kann. Dass das wirklich etwas ist wie Lust. Die Lust am Handeln, die Lust am Vollziehen, die Lust am Tun, die Lust am Drinnensein. […] Und das Dritte […] besinnen […] Habe ich die innere Ruhe, habe ich die innere Fähigkeit, einen Moment Verwurzelung nach innen, Verwurzelung in das, was das trägt. Nicht da drinnen, sondern in dem, was das hervorgebracht hat, in dem, womit ich da verbunden bin.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Verwurzelung_-_St%C3%A4rkung_durch_Verbindung._Ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2026 | Hier geht&#039;s zum Artikel (erschienen auf anthro.world) und zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sara | Menschen in der Landwirtschaft | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sara_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=WHGYOvRgjjg|thumb|Die Absolventin der biodynamischen Landbauschule Dottenfelderhof, Sara, im Interview am 11. September 2026 im Feldgarten den [[Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=WHGYOvRgjjg youtube Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sara - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Martin von Mackensen | Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Georg Meißner &amp;amp; Martin von Mackensen | Brot und Wein | Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
==== Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG | Podiumsdiskussion Loheland, Künzell, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Podiumsdiskussion_2026-2-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=QugdEt-9Jhg|mini|Eine Podiumsdiskussion am 10. Februar 2026 in Loheland in Künzell zum Thema &amp;quot;Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG&amp;quot;. [https://www.youtube.com/watch?v=QugdEt-9Jhg Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Zitat von Prof. Dr. Marcelo da Vega:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Ja, dieses Konzept von Future Skills ist vielleicht nicht jedem vertraut. Das ist so ein Ausdruck, den vor allem der deutsche Stifterverband mit der Wende zur Digitalisierung verknüpft hat und sogenannte Future Skills formuliert hat, die dann viele Schulen und auch Hochschulen vor allem adaptiert haben. Und da geht es vor allem darum, sozusagen fit für die Technik zu werden. Also das ist das, was man mit den Future Skills vor allem verbindet – und jetzt seit zwei, drei Jahren auch das ganze Thema der Künstlichen Intelligenz.Auf der anderen Seite hat es jetzt sozusagen eine Revision dieser Future Skills gegeben, und man hat sich mit dem Phänomen konfrontiert, dass Hochschulen in gewisser Weise obsolet werden in Zukunft – also sagt der Stifterverband, an Bedeutung verlieren –, weil das Studium zunehmend zu einem KI-Spiel wird. Das heißt, die Leute schreiben gar nicht mehr ihre Arbeiten selber, sondern lassen sie schreiben, oder nutzen halt Werkzeuge, die zu sehr tollen Ergebnissen führen, aber sie lernen die Fähigkeit nicht, auf die es ankommt. Und das hat den Stifterverband dazu geführt zu sagen: Schule wird wichtiger. Denn wenn man überhaupt Fähigkeiten erwerben muss, dann ist es nicht in der Hochschule, sondern in der Schule […]&amp;quot;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Biodynamische Landwirtschaft und BILDUNG - eine Podiumsdiskussion in Loheland, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Helmy Abouleish | Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Helmy_Abouleish_2026-2-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk|mini|[[b:Helmy Abouleish|Helmy Abouleish]] am 10. Februar 2026 in Loheland in Künzell zum Thema Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. [https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Nun, vom Anfang an – das heißt 1977, vor 49 Jahren – hat ja mein Vater, als er sich entschlossen hat, aus Österreich zurück nach Ägypten zu gehen, also in seine Heimat zurückzugehen, in die Wüste, einen Traum gehabt. Und dieser Traum – daraus wird deutlich, warum es Menschenentwicklung heißt. Der Traum sagt nämlich, es geht um eine Gemeinschaft, eine intentionale Gemeinschaft. Es geht darum, Potenzial zu entfalten, zu helfen, dass die Menschen sich entwickeln können. Und es geht darum, dann auch in Harmonie mit der Natur sinnvolle Produkte und Dienstleistungen herzustellen. Also ganz zentral in SEKEM – damit das von Anfang an klar ist – geht es bei uns um Entwicklung des Menschen. Und die biologisch-dynamische Landwirtschaft für uns, wenn uns einer fragt, ist immer nur die Basis, die beste Basis, die es gibt, für die Menschenentwicklung bei Weitem. Aber es ist kein Ziel für uns, die biologisch-dynamische Landwirtschaft. […] das Wichtigste ist, dass das die Grundlage ist, dass Menschen was lernen, arbeiten und leben.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen. Ein Vortrag von Helmy Abouleish, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im April 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcel Waldhausen | Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-4-2.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Ql3O0_RgnXs|mini|[[b:Marcel_Waldhausen|Marcel Waldhausen]] am 2. April 2026 in der Christengemeinschaft Köln-Ost zum Thema Die Osterereignisse im Hinblick auf die Entwicklung von Erde und Mensch. [https://www.youtube.com/watch?v=Ql3O0_RgnXs Hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und dieses ganze Geschehen, was wir dann haben als das Leben des Jesus Christus auf Erden, ist eigentlich eine Inkarnationsbeschreibung dieser Wesenheit. Und es ist ja die höchste Gottheit, und sie macht aber keine Deluxe-Gott-Verkörperungs-Edition durch, sondern geht ganz rein in dieses Erdensein, mit allem Schmerz, mit allem Leid, mit allem Unverständnis, mit allem Versuchtwerden. Das ist ja auch die ganze Zeit ein Ringen. Das kommt nicht und es ist alles klar, sondern es muss sich auch die ganzen Dinge erringen, wirklich ein Mensch werden. Und Steiner spricht da von der Jesus-Werdung des Christus. Also der macht das wirklich, der macht das alles durch.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Die_Osterereignisse_im_Hinblick_auf_die_Entwicklung_von_Erde_und_Mensch_-_ein_Vortrag_von_Marcel_Waldhausen,_2026 | hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im März 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Marcel Waldhausen | Die soziale Frage - der Landwirtschaftlicher Kurs als sozialer Impuls, 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-3-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=u2h6jBwqzuU|mini|[[Marcel Waldhausen]] am 24. März 2026 in der [https://christengemeinschaft.de/Bochum Christengemeinschaft Bochum] zum Thema Die soziale Frage - der Landwirtschaftliche Kurs als sozialer Impuls. [https://www.youtube.com/watch?v=u2h6jBwqzuU Hier klicken um Transkript mit Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Jetzt gibt es natürlich dieses Mantram, auch in den Erinnerungen der Johanna von Keyserlingk. Dort steht aber: &amp;quot;Stätten schaffen des Friedens und der Liebe, auf denen der [[Christus]] aufersteht.&amp;quot; Der originale Wortlaut ist aber: &amp;quot;Stätten schaffen des Friedens und der Liebe, in denen der Christus aufersteht.&amp;quot; Können Sie bemerken, dass es einen Unterschied macht, ob das eine Wort ändert, das Fundamental? Das heißt, wir bekommen den originalen Wortlaut. Und wir bekommen das in dem Moment, Pfingsten 2024, 100 Jahre später. Wissen Sie, und bei der gleichen Tagung wird ja die Johanni-Epistel für die Christengemeinschaft gegeben. Das ist das letzte Stück, was noch fehlt. Es wird vollendet da. Und Johanni bekommen wir diese Urne in unsere Bewegung hinein. Für einen kleinen Moment, aber sie kommt eben zu uns.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Die soziale Frage - der Landwirtschaftlicher Kurs als sozialer Impuls. Ein Vortrag von Marcel Waldhausen, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Februar 2026 ===&lt;br /&gt;
==== Einführung in die anthroposophische Ernährung (Teil 2) - ein Vortrag vom 28. Januar 2026 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Petra_Kühne_2026-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pboB3AlqMcM|mini|[[Petra Kühne|Dr. Petra Kühne]] am 28. Januar 2026: &amp;quot;Einführung in die anthroposophische Ernährung&amp;quot; in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=pboB3AlqMcM youtube Film] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Dann ist eigentlich die nächste Stufe, die hier eben auch in diese Bedeutung des Menschen hineinfällt, das ist die Verarbeitung. […]  Wie verarbeite ich die Produkte? Die meisten werden ja verarbeitet,[…] Wir haben gewisse Rohprodukte, wie Salate oder so, aber vieles wird doch weiterverarbeitet, um es verträglicher zu machen, um es haltbar zu machen, um es schmackhafter zu machen, […] da muss man eben auch sehen, dass das nicht zu sehr in eine Einseitigkeit hineingeht, weil man dann auch wirklich diese Kräfte des Lebendigen schädigt und das Problem haben wir im Augenblick […] bei bestimmten hochverarbeiteten Produkten.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Einführung in die anthroposophische Ernährung (Teil 2) - ein Vortrag von Petra Kühne, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Januar 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einführung in die anthroposophische Ernährung - ein Vortrag vom 13. Januar 2026 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Petra_Kühne_2026-1-13.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=fW5C4bnvGi0|mini|[[Petra Kühne|Dr. Petra Kühne]] am 13. Januar 2026: &amp;quot;Einführung in die anthroposophische Ernährung&amp;quot; in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zum [https://www.youtube.com/watch?v=fW5C4bnvGi0 youtube Film] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Es wird heute so viel diskutiert über die hochverarbeiteten Lebensmittel […] Einerseits so Erfrischungsgetränke wie Cola, wo eigentlich nur so abgebaute Substanzen drin sind. Oder hochverarbeitete Fertiggerichte, die dann x-mal erhitzt und  […] die Zutaten schon gleich geschnippelt, getrocknet aus aller Herren Länder kommen und dann auf einer Pizza laden, die dann tiefgekühlt wird und dann lange haltbar ist und die sie dann wieder aufwärmen  […] Da wird heute ganz viel drüber diskutiert, dass die den Menschen krank machen können auf Dauer, nicht die eine Pizza. Und das ist eigentlich ein Mangel an Ätherkräften  […]“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Einführung in die anthroposophische Ernährung - ein Vortrag von Petra Kühne, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription und zum Film |]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr._Johannes_Wirz_2026-1-15.jpg|verweis=Hhttps://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_ermöglichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026|mini|Vortrag &amp;quot;Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen&amp;quot; von [[Johannes Wirz|Dr. Johannes Wirz]] am 15. Januar 2026 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].  [https://www.youtube.com/watch?v=PqhihuziLyc Hier geht&#039;s zur Transkription und zum Video auf youtube] ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Okay, wir sind ja in einer Situation heute, wo wir zwar vom Gesundheitswesen sprechen, aber doch eigentlich der Meinung sind, es geht um ein Krankheitswesen. Also wenn ich sehe, wie bei uns in der Schweiz die Krankenversicherungskosten durch die Decke rocken, ist das ja unglaublich. Spannend wird es sozialwirtschaftlich dann, wenn die Menschen krank werden. Da kann man teure Medikamente verkaufen, teure Eingriffe machen und so weiter und so weiter. Und ich meine, am Anfang müsste eigentlich stehen, wie können wir leben, ernähren, vielleicht psychisch etwas unternehmen, dass wir gar nicht in diese Fälle der Krankheit hineintappen.“&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen - ein Vortrag von Johannes Wirz, 2026|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Jonas | Menschen in der Landwirtschaft | 2026 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Jonas_de_2026-1-11.jpg|verweis=Jonas_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2026|mini|Der Azubi Jonas, Interview am 11. Januar 2026 am [[Dottenfelderhof]]. Hier gelangst du zur [[Jonas - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|Transkription]]]]&#039;&#039;„Manche Leute würden sich auch so fragen, warum ich nach Deutschland gekommen bin, um meine Ausbildung zu machen, nicht in Kamerun. Ja, ja, ich würde sagen, erste Sache, natürlich ist Landwirtschaft in Kamerun auch wirklich ganz anders als hier in Deutschland. Und was für mich wichtig ist, ist die Methoden oder diese, also diese Verbindung zwischen Menschen, Tiere und der Natur. Das finde ich so toll. Das ist, finde ich, ein tolles Konzept. “&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jonas - Menschen in der Landwirtschaft, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Jonas | les gens dans l&#039;agriculture | 2026 ====&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Jonas_fr_2026-1-11.jpg|verweis=Jonas_-_les_gens_dans_l&#039;agriculture,_2026|mini|Jonas, apprenti en agriculture biodynamique, interviewé le 11 janvier 2026 à la [[Dottenfelderhof|ferme Dottenfelderhof]]. Clique ici pour accéder à la [[Jonas - les gens dans l&#039;agriculture, 2026|transcription]].]]&#039;&#039;„Mon objectif principal en faisant cette formation était de revitaliser l&#039;héritage agricole de mes parents. Mes parents sont partis, mais le travail continue. Leur ferme, autrefois vibrante, est maintenant laissée seule, sans gestion. J&#039;ai l&#039;intention de continuer cette tradition, d&#039;assurer cette activité vitale importante pour la communauté et la nation, qu&#039;elle continue dans notre famille, et qu&#039;elle ne disparaisse pas.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Jonas - les gens dans l&#039;agriculture, 2026|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Dezember 2025 ===&lt;br /&gt;
==== Maria | Menschen in der Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]][[Datei:Maria_2025-11-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=JbgKrX0kf-o|mini|Die Winzerin und ehemalige [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülerin vom Dottenfelderhof]], Maria, im Interview am [[Dottenfelderhof]] am 28. November 2025]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Das erste Mal, dass ich Hornmist gerührt habe, das war ein komplett anderes Erlebnis, als nur durch die Reben zu laufen. Und diese ganzen Beobachtungen, die wir da gemacht haben, das hat sich komplett anders (an-)gefühlt und es hat sich richtig (an-)gefühlt. Und seitdem habe ich mir gedacht, ich will nur das weitermachen und ich will das besser lernen und ich will das können, weil es funktioniert und es ist anders.“&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[b:Maria_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2025|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag &amp;amp; Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus mit 14 Folgen über die Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[13. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]] - [[14. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|14]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erstveröffentlichung im September 2025 ====&lt;br /&gt;
==== Dr. Florian Leiber, Fütterung | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|mini|Dr. Florian Leiber am 1. März 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier erläutert der Wissenschaftler (FiBL Schweiz, Abteilung für Nutztierwissenschaften, Gruppe Tierernährung) am 1. März 2023 im Rahmen eines dreiteiligen Vortrags vor den Landbauschülern und Azubis des Dottenfelderhof, worauf es bei der Fütterung der Tiere ankommt. Vor allem im Kontext mit der Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian nimmt dabei seine Zuschauer systematisch in einem aufbauenden Kontext mit auf eine spannende Reise, und seine eigene Begeisterung für die Besonderheiten der spezifischen Tierindividualitäten (z.B. die wesentlichen Unterschiede zw. Schein, Vogel und Kuh) hinsichtlich der Anatomie bis hin zur Hinleitung und Erkenntnis von deren &amp;quot;art- und wesensgerechter Fressgewohnheit&amp;quot; ist sichtlich spürbar und dieser Funke überträgt sich auch auf die Zuhörer. Es ist ein intensiver und fesselnder Vortrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weinbau - Erfahrungen aus der biodynamischen Pflanzenzüchtung | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Erfahrungen aus biodynamischer Pflanzenzüchtung für Reben Teil1 2024-11-6.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=5CkhZL_ro88|mini|[[Carl Vollenweider|Dr. Carl Vollenweider]] am 6. November 2025 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Auf Initiative von [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] (Assoziierter Wissenschaftler für biodynamischen Weinbau an der Hochschule Geisenheim) berichteten die Dottenfelderhof-Biodynamiker [[Hartmut Spieß|Dr. Hartmut Spieß]] (Pflanzenzüchtung), [[Carl Vollenweider|Dr. Carl Vollenweider]] (Pflanzenzüchtung), [[Martin von Mackensen]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]) und Rocio Lanthier (Pflanzenzüchtung/Koordinatorin und Lehrkraft an der Landbauschule) am 6. November 2024 am [[Dottenfelderhof]] aus ihren ganzheitlichen Erfahrungen im züchterischen Bereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuhörerschaft aus dem In- und Ausland ist sehr heterogen, Neulinge wie auch international anerkannte Winzer sind dabei. Es geht darum den Fokus zu weiten. Nicht nur ein Mehrertrag oder die Vermeidung von Krankheiten i.S. von Pflanzenschutz sind Thema. Sondern u.a. auch Resilienz, die Form und die &amp;quot;Schönheit&amp;quot; sollen den Horizont der Zuhörer für die künftige Züchtung im Weinbau weiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=5CkhZL_ro88 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Albrecht Denneler | Kulturgeschichte des Apfels | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Albrecht Denneler Kulturgeschichte des Apfels Teil1 2024-12-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=6oemoM6iCgo|mini|[[Albrecht Denneler]] am 11. Dezember 2024 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir [[Albrecht Denneler]], Führungsmitglied der [[Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof]] und Chef vom Obstbau, mit den biodynamischen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] des Jahrgang 2024/2025. Thema ist die Kulturgeschichte des Apfels in 5 Folgen u.a. mit spannenden Bildbetrachtungen und Diskussionen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=6oemoM6iCgo | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im August 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dr. Johannes Wirz | Biodynamische Bienenhaltung | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Joannes Wirz Bienenkunde Teil1 2023-1-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=rSCgNg-I10g|mini|Dr. Johannes Wirz am 18. Januar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier erläutert Johannes Wirz (emeritierter Leiter der Naturwissenschaftlichen Sektion zw. 2020 bis 2022 am Goetheanum, Schweiz) am [[Dottenfelderhof]] am 18. Januar 2023 vor den Landbauschülern und [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Azubis]] des Dottenfelderhof die Besonderheiten und Methoden der art- bzw. wesensgerechten Bienenhaltung.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Transkripte für die Folgen  [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 1, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|1]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 2, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|2]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 3, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|3]] - [[Biodynamische Bienenkunde, Teil 4, ein Vortrag von Johannes Wirz, 2023|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dr. Hartmut Spieß | Biodynamische Züchtung | Weizen-, Stein-/Stinkbrand, gr. Beize | 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Hartmut Spieß 2023-2-9.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=lzRjDmBzdg0|mini|Dr. Hartmut Spieß am 9. Februar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt [[Hartmut Spieß|Dr. Hartmut Spieß]] von der Züchtung und Forschung Dottenfelderhof am 9. Februar 2025 für die biodynamischen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschüler]] Einblicke in die züchterische Forschungsarbeit bei Brandkrankheiten im Öko-Landbau (v.a. Weizen Steinbrand und Weizen Stinkbrand am Dottenfelderhof (seit den späten 1970er Jahren)). Dabei arbeitet Hartmut die unterschiedlichen Wege der Herangehensweise im konventionellen versus ökologischen Landbau heraus. Die einen bekämpfen Krankheiten (Pathogenese-Blick), die anderen gehen der Frage nach, was gesund erhält (Salutogenese-Blick).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=lzRjDmBzdg0 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Matthias König | Das Birkengrubenpräparat | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Birkengrubenpräparat am Dottenfelderhof Matthias König 2023-12-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=XBmC_dOtBwU|mini|Matthias König am 22. Dezember 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=XBmC_dOtBwU | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am Dottenfelderhof 2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|[[Martin von Mackensen]] am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken an Manfred Klett 2025-5-21.jpg|link=https://www.youtube.com/watch?v=8phC4wUOEFk|mini|[[Martin von Mackensen]] hält am 21. Mai 2025 ein Gedenken für [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] hält [[Martin von Mackensen]] am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im April 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Les bases de la biodynamie | Partie 1v7 | Vincent Masson | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1e conférence Vincent Masson 2024-11-21.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Les_bases_de_la_biodynamie_-_1%C3%A8re_conf%C3%A9rence_de_Vincent_Masson,_2024|thumb|[[Vincent Masson]] ist ein weltweit anerkannter Experte für biodynamische Präparate. Hier sieht man ihn bei seinem Grundlagenseminar, gefilmt am 21. November 2024 in Château, Frankreich]]&lt;br /&gt;
[[Vincent Masson]], spécialiste mondialement reconnu des préparations biodynamiques, explique ici les bases de la biodynamie dans le cadre d&#039;un séminaire de deux jours. L&#039;événement a eu lieu en novembre 2024 dans les locaux du « Biodynamie-Service » à Château (France).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Les bases de la biodynamie - 1ère conférence de Vincent Masson, 2024|hier geht&#039;s zum Artikel |]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im März 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Update zur Deregulierung für Neue Gentechnik | Clara Behr und Dr. Carl Vollenweider ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue_Gentechnische_Verfahren_Gespräch_mit_Clara_Behr,_Dr._Carl_Vollenweider,_Francois_Hagdorn_2025-3-10.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=WnurN4PcZ5k|mini|Videokonferenz mit Clara Behr (Brüssel), Dr. Carl Vollenweider und François Hagdorn am 10.03.2025 [https://www.youtube.com/watch?v=WnurN4PcZ5k Hier geht&#039;s zum Film auf youtube]]]&lt;br /&gt;
In einer Videokonferenz am 7. November 2023 klärte Clara Behr in einer Runde mit [[Martin von Mackensen]], [[A:Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]] und François Hagdorn über den aktuellen Diskussionsstand über die sogenannte Neue Gentechnik auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clara Behr hat ihren Sitz in Brüssel, und sie pflegt in diesen Tagen einen besonders engen Kontakt zu den politischen Entscheidern. Clara ist in führender Rolle für die BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Politik tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und am 10. März 2025 erfolgte ein update. Dieses mal mit dabei waren neben Clara: Dr. Carl Vollenweider (Co-Leiter [[Forschung und Züchtung Dottenfelderhof|Züchtung und Forschung Dottenfelderhof]] und François Hagdorn).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 10. März 2025|hier geht&#039;s zum Artikel |]]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mathilda | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Mathilda_Dottenfelderhof_2024-11-25.jpg|verweis=Mathilda_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Mathilda, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 25. November 2024]]&lt;br /&gt;
Mathilda ist Teilnehmerin des Novemberkurses 2024 auf dem [[Dottenfelderhof]]. Sie macht eine Ausbildung zur Gemüsegärtnerin auf dem Münzinghof. Antriebsfeder ist ihre Liebe zur Natur, zum und weil die biodynamische Landwirtschaft ihren Werten entspricht. Auch hat sie eine künstlerische Vision den Gemüsebau mit Kunst und Performances zu verbinden. Sehr schön war zum Schluss des Interview der &#039;&#039;&#039;Aspekt der körperlichen Arbeit&#039;&#039;&#039;, da sagt Mathilda:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Ich will anpacken, ja, also ich will anpacken, ich genieße es auch, einfach mich selber herauszufordern, einfach auch auf körperliche Art und Weise, ich genieße es einfach gerade sehr, meine eigenen körperlichen Kapazitäten zu merken, zu was bin ich eigentlich fähig, wow, ... .&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;[[Mathilda - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Körperliche Herausforderung und Sinn 00:07:29]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mathilda - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verena | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Verena_Dottenfelderhof_2024-11-19.jpg|verweis=Verena_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Verena, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. November 2024]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Was ich mir für die Zukunft wünschen würde, ist, dass viel mehr vielleicht über die Produktion, über Lebensmittel in den Schulen berichtet wird. Das ist mir schon irgendwie ein sehr tolles Anliegen, weil mein Leben vorher war eher städtisch und nicht so mit dem Fokus darauf, wo kommen die Lebensmittel überhaupt her und wie supermarktdominiert ist es eigentlich, sondern, dass man da echt ein bisschen den Fokus drauf legt und die Lebensmittel ganz anders wertschätzen kann. Und das mag ich zum Beispiel auch sehr an der Demeter-Landwirtschaft, dass wir die Nahrungsmittel haben, so wie sie eben aus dem Boden kommen und damit trotzdem super tolle Dinge anfangen können. Und das schmeckt super lecker, auch wenn der Gurke krumm ist und nicht gerade, dass da Leute einfach wieder Freude dran finden, wäre mir ein Anliegen für die Zukunft.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Verena - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Vision für die Zukunft 00:06:54]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verena - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vanessa | Menschen in der Landwirtschaft | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Vanessa_Dottenfelderhof_2024-11-19.jpg|verweis=Vanessa_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2024|mini|Die Azubi Vanessa, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. November 2024. Erstveröffentlichung am 27. Feb. 2025]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Dieses tiefe Vertrauen, was ich in mir habe, das hilft mir auch oft im Alltag, wenn es im Team schwierig ist oder wenn wir sagen, wie soll das funktionieren, wie kriegen wir das hin? Gerade diese Kombination bei uns aus Pädagogen und Arbeitern, das einfach in ein Team zu bringen, ist, glaube ich, nicht so einfach. Aber ich bin mir einfach sicher, dass wir das hinkriegen. Das ist so eine tiefe Gewissheit, die mir hilft, durch diese Zeiten auch durchzugehen und die anderen zu motivieren und daran zu glauben, dass es was wird. Egal was kommt, dass ich nicht allein bin. Das ist, glaube ich, was, was mir sehr hilft.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vanessa - Menschen in der Landwirtschaft, 2024#Glaube und persönliche Entwicklung 00:06:40]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vanessa - Menschen in der Landwirtschaft, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel |]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luca | Menschen in der Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Luca_Dottenfelderhof_2025-2-19.jpg|verweis=Luca_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2025|mini|Der Azubi Luca, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 19. Februar 2025]]Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und auch wenn ich hier die Kinder erlebe – diese Begeisterung, wenn sie zum ersten Mal eine Kuh sehen und wie groß die Ohren werden, wenn ich davon erzähle, was ich hier mache – merke ich, dass das für die Kinder total wertvoll ... die jetzt gerade hier natürlich viel aus Frankfurt kommen und dazu noch gar keinen Bezug haben. [...]&#039;&#039; &#039;&#039;Und diesen Bezug wieder herzustellen, das ist etwas, was den Kindern super super gut tut.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Luca - Menschen in der Landwirtschaft, 2025#Kinderbezug und Hofatmosphäre 00:03:47]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Luca - Menschen in der Landwirtschaft, 2025|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Aaron | Menschen in der Landwirtschaft | 2022 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Aaron_Dottenfelderhof_2022-11-14.jpg|verweis=Aaron_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2022|mini|Der Azubi Aaron, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 14. November 2022]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Was mir dabei wichtig ist? Dass es ... die Zukunft, Zukunftsweisend zu arbeiten und den Versuch zu machen, jede Sache so zu wertschöpfen oder wertschätzen, wertschöpfen ist an der Stelle falsch. Besonders im Umgang mit dem Mensch, mit dem Boden, mit den Tieren und den Pflanzen, dass alles sich so entwickeln kann, wie es möchte oder dass es irgendwie dahin geht, dass wir eine schöne Zukunft haben für alle. Dass wir nicht in Nöten oder in Sorgen kommen und auf einmal Angst haben müssen, dass unsere Ökosysteme zusammenbrechen.&#039;&#039; &#039;&#039;Dass wir einfach Spaß haben, einfach mit dem, was wir tun und mit den Möglichkeiten, die wir dann haben, einfach Spaß am Leben haben, weil ohne Spaß an der Sache könnte ich morgens nicht so früh aufstehen. Besonders das ist es, die Lebensfreude zu erhalten!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Aaron - Menschen in der Landwirtschaft, 2022|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rudolf_Trossen_und_Michael_Willkomm_Teil_3v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|mini|[[Rudolf Trossen]] (l.) und [[Michael Willkomm]] (r.) am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen | 2025 ====&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 fand im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues eine ganztägige Seminar- und Vortragsveranstaltung von biodynamisch interessierten/tätigen Weinbau-Menschen zum Thema &amp;quot;Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze&amp;quot;. Der biodynamische Mosel-Winzer [http://www.trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des [https://deinhards.com/ Hotel Deinhards], Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von [[w:Nikolaus_von_Kues|Nikolaus von Kues]]. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des [https://cusanus-stift.com/ Cusanus Stift], welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|| Teil 1v4 Einführung mit Dr. Georg Meißner |]]  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|| Teil 2v4 Einführung mit Stefan Sylla |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|| Teil 3v4 Beitrag von Rudolf Trossen und Michael Willkomm |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| Teil 4v4 Vortrag von Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Januar 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Januarkurs 2025 Martin von Mackensen 2025-1-7.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Januarkurs_biodynamische_Grundlagen_-_1._Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2025|mini|[[Martin von Mackensen]] am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Dezember 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|[[Martin von Mackensen]] am im November 2024 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Dezember 2024.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Novemberkurs mit Martin von Mackensen | 2024 ====&lt;br /&gt;
Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Novemberkurs 2024 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y%7C%7C hier geht&#039;s zum 1. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE%7C%7C hier geht&#039;s zum 2. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8%7C%7C hier geht&#039;s zum 3. Vortrag] ]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner| 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. [[Rudolf Steiner|Steiner]] macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Michael Hahn Vortrag biodynamischer Waldbau am Dottenfelderhof 4.2.2021.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=_m70n7BUhH4|mini|Förster Michael Hahn, Vortrag Landbauschule [[Dottenfelderhof]] am 4. Februar 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Förster Michael Hahn | 2021 ====&lt;br /&gt;
Der Förster Michael Hahn, Michl, erarbeitet sich mit den Azubis des 2. Lehrjahres der Biodynamischen-Ausbildung Ideen- und begrifflich was Wald überhaupt ist und ausmacht. Ach übrigens, berührend beginnt es mit einer musikalischen Darbietung von Michl am Klavier ... . Nun, ja, zum &amp;quot;Wald&amp;quot; lässt sich eh viel sagen, da könnte man viele Wochen drüber was erzählen. Und oft wird dem Thema Wald ja gar nicht so viel Zeit und Interesse gewidmet, aber Michl macht etwas draus. Er erarbeitet ganz grundsätzliche Aspekte mit den Azubis und darüber hinaus gibt er Einblicke in seine erfolgreiche biodynamische Arbeit im Waldbau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=_m70n7BUhH4 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maeve_Dottenfelderhof_2021-2-4.jpg|verweis=Maeve_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Maeve, der ehem. Azubi der biodynamischen Ausbildung im Rahmen eines Kurses von der Landbauschule [[Dottenfelderhof]] am 4. Februar 2021]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Maeve | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
Ein Beitrag aus der Filmreihe [[Menschen in der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier berichtet die Texanerin Maeve am 4. Februar 2021 aus Ihrer Bewegründen Deutsch zu lernen und in Deutschland die [[Biodynamische Ausbildung]] zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Maeve - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft_im_geschichtlichen_Werden_-_1._Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|| hier gehts zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|| hier gehts zum 2. Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Stefan | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Stefan_Dottenfelderhof_2021-1-28.jpg|verweis=Stefan_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Der Azubi Stefan, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 28. Januar 2021]]&lt;br /&gt;
Hier berichtet der Auszubildende Stefan über seine Biografie und Tätigkeit im Rahmen seiner [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]]. Es geht u.a. um die Frage des eigenen Lebenslaufs und wie der von anderen Menschen bewertet wird. Zitat:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Hier fühlt man sich &#039;&#039;&#039;mit so einem Lebenslauf wertgeschätzt&#039;&#039;&#039;. Aber wenn ich mich jetzt irgendwo beim &#039;&#039;&#039;Großkonzern&#039;&#039;&#039; bewerben würde, dann würden wahrscheinlich lauter Fragezeichen auftauchen. Fragen über Fragen, die nicht beantwortet werden können.&#039;&#039; &#039;&#039;Ein ganz anderer Fokus, ein ganz anderer Blick auf die Wirklichkeit. Das ist sehr spannend, auch hier am [[Dottenfelderhof]] zu beobachten und aber auch mitzuerleben, wie so ein ganz anderer Blick, eine &#039;&#039;&#039;ganz andere Wertigkeit&#039;&#039;&#039; gesetzt wird. Also Sachen, die jetzt aus so einer mainstream-materialistischen Perspektive als unwichtig oder komisch oder vielleicht &#039;&#039;&#039;sogar als Verfehlung angesehen&#039;&#039;&#039; werden könnten, &#039;&#039;&#039;hier plötzlich ganz ganz wertvoll werden&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Stefan - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Therese | Menschen in der Landwirtschaft | 2021 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Therese_Menschen_in_der_Landwirtschaft_Dottenfelderhof_2021-1-31.jpg|verweis=Therese_-_Menschen_in_der_Landwirtschaft,_2021|mini|Die Auszubildende Therese im 2. Lehrjahr, Interview am [[Dottenfelderhof]] am 31. Januar 2021. [[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ich will gestalten!&amp;quot; In einem spontanen Gespräch in offener Atmosphäre in der Teeküche der Käserei vom [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel (man hört nur die Beiträge von Therese) gibt die Auszubildende Therese ein paar Einblicke in ihre Gedanken. Das Interview hat im Januar 2021 stattgefunden. Da war Therese noch im 2. Lehrjahr in der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Therese - Menschen in der Landwirtschaft, 2021|| hier geht&#039;s zum Artikel |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Andreashof_am_Bodensee_4._Oktober_2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung_des_Willens_in_Landwirtschaft,_Pädagogik_und_Medizin_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee). [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Belgier Geert Iserbyt von Landwijzer ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Geert_Iserbyt_Dottenfelderhof_2021-7-23.jpg|verweis=Geert Iserbyt - Les gens dans l&#039;agriculture, 2021|mini|Geert Iserbyt, [[Dottenfelderhof]] am 23. Juli 2021. [[b:Les_gens_dans_l&#039;agriculture_-_Interview_Geert_Iserbyt,_2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Geert Iserbyt vit en Belgique et il est formateur pour l&#039;organisation belge Landwijzer. Il est notamment chargé de former et d&#039;accompagner les participants aux cours, entre autres pour leur faire découvrir la vie et le fonctionnement de différentes fermes biologiques ou biodynamiques. Dans ce contexte, Geert passe chaque année une semaine avec ses groupes à la ferme biodynamique Dottenfelderhof à Bad Vilbel, en Allemagne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://landwijzer.be&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geert Iserbyt - Les gens dans l&#039;agriculture, 2021|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im August 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rinder als Klimaproblem, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder_als_Klimaproblem_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main. [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Juli 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vincent Masson | 1/3 | biodynamische Präparate | Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Feb 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Biologisch-dynamische_Präparate_-_1._Vortrag_von_Vincent_Masson,_28._Februar_2028.jpg|verweis=Biologisch-dynamische_Präparate_-_Teil_1_von_Vincent_Masson,_28._Februar_2024|mini|Teil 1 von [[Vincent Masson]] am 28. Februar 2024 im Bildungshaus Kloster St. Ulrich (bei Freiburg im Breisgau)]]&lt;br /&gt;
Im Bildungshaus Kloster St. Ulrich hält Vincent Masson am 28. Februar 2024 einen ganztägigen Vortrag für deutsche Vinzer, die sich für die [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] interessieren. Den Vortrag präsentieren wir in 3 Teilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Teil 1: Theoretische Grundlagen von [[a:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] im Zusammenhang mit dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]&lt;br /&gt;
* Teil 2: Know-how im Umgang mit den biodynamischen Präparaten&lt;br /&gt;
* Teil 3: Spezifikationen der Präparateanwendung im Weinbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 1 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|1]] - [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 2 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|2]] - [[Biologisch-dynamische Präparate - Teil 3 von Vincent Masson, 28. Februar 2024|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Citation du premier film:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;La logique est très simple. Si on veut que la biodynamie rayonne, il faut u&#039;elle it des bons résultats, des résultats faciles à observer. Si ces résultats arrivent rapidement, c&#039;est la preuve que la biodynamie est quelque chose qui a une efficacité immédiate dans le monde.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;(Vincent Masson, 28. Februar 2024)&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Zitat aus dem ersten Film:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Die Logik ist sehr einfach. Wenn wir wollen, dass die Biodynamik in der Welt strahlt, muss sie gute Ergebnisse liefern, Ergebnisse, die leicht zu beobachten sind. Wenn diese Ergebnisse schnell eintreten, ist das der Beweis dafür, dass die Biodynamik etwas ist, das in der Welt sofort wirksam ist.&amp;quot;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Juni 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_16._Juni_2024_Dorfgemeinschaft_Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier gehts zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Christengemeinschaft_Frankfurt_27._Juni_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der Christengemeinschaft Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab Rudolf Steiner zu Pfingsten 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „Landwirtschaftlichen Kurs“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren biologisch-dynamischer Landwirtschaft, in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und Arbeit an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=3pTWh8eDEDQ | hier gehts zum Film |]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Mai 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch ====&lt;br /&gt;
Zum 100 jährigen Jubiläum der biologisch-dynamischen Landwirtschaft übermittelt Manfred Klett auf Bitten von den Niederländern Tom Saat und Tineke von den Berg eine Videobotschaft, die [[aw:Pfingsten|Pfingsten]] am 19. Mai 2024 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung ausgestrahlt werden soll. Auf der 100 Jahresfeier soll unter anderem die Erstübersetzung des Buches von Manfred Klett in niederländischer Sprache Rechnung getragen werden. Der Titel der Buches lautet: [[Manfred Klett, Buch: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst - Eine Landwirtschaft der Zukunft]]. &lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred_Klett_Videobotschaft_Pfingsten_2024_nach_den_Niederlanden.jpg|verweis=Manfred_Klett_-_Videobotschaft_anlässlich_der_Buchübersetzung_auf_Niederländisch, 2024|mini|[[Manfred Klett]] am 1. Mai 2024 auf dem [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett - Videobotschaft anlässlich der Buchübersetzung auf Niederländisch, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Februarkurs 2023 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Teil 1 Grundkurs Februar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4 Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier halten [[Martin von Mackensen]] und [[Albrecht Denneler]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) im Rahmen des Februarkurses 2023 Vorträge und das Lesen des [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurses]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] ab.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=lyeIVJkcTU4 | hier geht&#039;s zur 1. Folge mit Martin |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:9. Folge Albrecht Denneler Grundkurs Februar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE|mini|Veröffentlichung vom 9. Dezember 2024. [[Albrecht Denneler]] im Rahmen der 9. Folge vom Februarkurs 2023 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=8UrGYtqVvCE | hier geht&#039;s zur 9. Folge mit Albrecht |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im April 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januar 2023 Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13 Folgen ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1v13 Januar 2023 Grundkurs bd Landwirtschaft Martin von Mackensen.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) im Rahmen des Januarkurses 2023 einen Vortragszyklus mit 13. Folgen über die Grundlagen der biodynamischen Landwirtschaftliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=FlQRb-LMg1U | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Feller_Ethik und Rechte von Tieren_Teil1.jpg|verweis=Ethik_und_Rechte_von_Tieren_-_Teil_1_mit_J%C3%BCrgen_Feller,_2023|mini|Teil 1 mit [[Jürgen Feller]] vom [[Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;hier klicken für Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Feller_Ethik und Rechte von Tieren_Teil2.jpg|verweis=Ethik_und_Rechte_von_Tieren_-_Teil_2_mit_J%C3%BCrgen_Feller,_2023|mini|Teil 2 mit [[Jürgen Feller]] vom [[Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;hier klicken für Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Jürgen Feller vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) zwei Vorträge über die Ethik und die Rechte von Tieren. Dabei greift Jürgen im Rahmen des sogenannten Februarkurses 2023 die gängigen Argumente, Gedanken und Hintergründe auf, die zum damaligen Zeitpunkt Gegenstand der öffentlichen Diskussion waren. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 ====&lt;br /&gt;
Zitat aus dem 2. Teil:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Hat der Mensch das Recht, Tiere zu halten? Hat der Mensch das Recht, Tiere zu töten? Ist der Mensch ein Tier? Ist es überhaupt richtig, dass ich von Mensch und Tier spreche? Oder muss ich sagen, menschliche Tiere und nicht menschliche Tiere, wie es bereits teilweise üblich ist oder so, wie viele auch schon machen.&amp;quot;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 1 mit Jürgen Feller, 2023|1]] - [[Ethik und Rechte von Tieren - Teil 2 mit Jürgen Feller, 2023|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Wirkung der biodynamischen Präparate auf das bakterielle Bodenleben (Mikrobiom) ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Jürgen Fritz Präparatewirkung auf Mikrobiom 2024-2-14.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Wirkung_der_biodynamischen_Pr%C3%A4parate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._J%C3%BCrgen_Fritz, 2024|thumb|[[Jürgen Fritz|Dr. Jürgen Fritz]] spricht für die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschüler]] und Azubis vom [[Dottenfelderhof]] über biodynamische Präparate und das Mikrobiom. [[b:Wirkung_der_biodynamischen_Präparate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._Jürgen_Fritz, 2024|Hier geht&#039;s zur Transkription]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Jürgen Fritz|Dr. Jürgen Fritz]] von der Uni Kassel (Witzenhausen) einen Vortrag über neueste wissenschaftliche Erkenntnisse über die Präparate Wirkung auf das bakterielle Bodenleben. Der Vortrag wurde am 14. Februar 2024 im Rahmen des sogenannten Februarkurses am [[Dottenfelderhof]] gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der sogenannten &amp;quot;biodynamischen-Ausbildung&amp;quot; und einige wenige Externe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[b:Wirkung_der_biodynamischen_Präparate_auf_das_Mikrobiom_-_ein_Vortrag_von_Dr._Jürgen_Fritz, 2024|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im März 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Honig &amp;amp; Salz. Brot backen ohne Hefe ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Honig und Salz. Vortrag Monika und Thomas Lepold vom 23. Februar 2024 am Dottenfelderhof.jpg.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo|mini|Brot backen mit Honig und Salz. Vortrag vom 23. Februar 2024 am [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier halten Monika und Thomas Lepold einen Vortrag über das Brot backen ohne Hefe. Sondern mit Salz und Honig. Der Vortrag wurde am 23. Februar 2024 im Rahmen des sogenannten Februarkurses am [[Dottenfelderhof]] gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der sogenannten &amp;quot;biodynamischen-Ausbildung&amp;quot; und einige wenige Externe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Thomas und Monika sind Experten auf dem Gebiet dieser besonderen Form der Fermentation. In dieser Dokumentation legt Monika unter anderem auch die [[A:Geisteswissenschaft|geisteswissenschaftlichen Hintergründe]] dar, welche eine Rolle spielen für den Ansatz auf Hefe zu verzichten und stattdessen die Fermentation mit Honig und Salz zu machen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=vIXmxPZP7Zo | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2024 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Georg Meissner 25. Januar 2023.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw|mini|Vorlesung mit [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]] über den Biologisch-Dynamischen Weinbau an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 25. Januar 2023 [https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biodynamischer Weinbau | Dr. Georg Meissner | Dottenfelderhof | 25. Januar 2023 ====&lt;br /&gt;
Hier erarbeitet sich Georg mit dem Azubis aus der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamischen Ausbildung]] und den [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] vom Januarkurs 2023 die Vielfalt, das Wesen und das Wirken der Rebe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kIe8GaGbBSw | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Teil 1v12 Düngung 2018 Manfred Klett.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI|mini|Manfred Klett, Vorlesungsreihe &amp;quot;Düngung&amp;quot; aus 2018 am [[Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Düngung 2018 | Dr. Manfred Klett | biodynamische Landwirtschaft | Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Hier hält Dr. Manfred Klett im Jahr 2018 eine Vorlesungsreihe über die Düngung und alles was dazu gehört. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=ePlV04P8DEI | hier geht&#039;s zur 1. Folge |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Wintertagung Demeter im Osten ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung Demeter im Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|[[Martin von Mackensen]], Alte Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) am 28. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] zum Anlass der Wintertagung 2024 in der Alten Nudelfabrik Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Einblicke in den Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Einführung_Dottenfelderhof_2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den [[Dottenfelderhof]] am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]], mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des Dottenfelderhof. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
==== Göbekli Tepe ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Göbekli_Tepe_Dornach_2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|mini|Göbekli Tepe- ein Vortrag vom 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt [[Martin von Mackensen]], Leiter der Landbauschule auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2023 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;? ====&lt;br /&gt;
+++ Stand 24. November 2023: Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023.jpg|thumb|link=Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 |Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr, [[Martin von Mackensen]], [[A:Wolfgang Peter|Dr. Wolfgang Peter]] und François Hagdorn vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Oktober 2023 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschafft: Margherita (Österreich) hat alle 4 Folgen von Bodenentwicklung im Jahreslauf transkribiert! ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Bodenentwicklung im Jahreslauf 2018 collage.jpg|thumb|link=https://biodyn.wiki/Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_eine_Vortragsreihe_von_Manfred_Klett|Fertig transkribierte Vortragsreihe Bodenentwicklung von [[Manfred Klett]] vom [[Dottenfelderhof]] ]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Stand 31. Oktober 2023 ist es endlich geschafft: Margherita hat mit viel Fleiß und Gespür für den Vortragsinhalt von [[Manfred Klett]] die Transkription erstellt, Formatierungen vorgenommen, Überschriften gebildet, und wichtige Stellen &#039;&#039;&#039;fett&#039;&#039;&#039; hervorgehoben. Auch wurden Verlinkungen der Überschriften zu den jeweiligen Videostellen erstellt. Letzter Schritt bis zur Vollendung: Erstellung des Glossar zu den vier Folgen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn du dich bei der Aufarbeitung von wertvollen Vorträgen auf biodyn.wiki mit beteiligen möchtest, dann schaue dir den Punkt [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenentwicklung im Jahreslauf - eine Vortragsreihe von Manfred Klett|| hier geht&#039;s zur Vortragsreihe Bodenentwicklung |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| hier geht&#039;s zu Dr. Manfred Klett |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag 12. September 2023 Christengemeinschaft Havelhöhe.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]] &lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der Christengemeinschaft, welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule www.dottenfelderhof.de/landbauschule]&lt;br /&gt;
* https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| hier geht&#039;s zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus- und Weiterbildung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Es geht in die 2&amp;lt;sup&amp;gt;te&amp;lt;/sup&amp;gt; Runde: Medizinisch/ landwirtschaftliches Studienjahr (MeLaS) 2024/25 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen und David Martin Dottenfelderhof 2024-4-23.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=8AdvZ3gLNLk|[https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] und [[Martin von Mackensen]] auf dem [[Landbauschule Dottenfelderhof|Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Zum Film auf das Bild klicken ]] &lt;br /&gt;
Das Pionierprojekt MeLaS geht ab September 2024 in die zweite Runde. Bewirb dich jetzt fürs medizinisch/ landwirtschaftliche Studienjahr am biodynamischen Dottenfelderhof bei [https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] über Nicola.Schulze@uni-wh.de oder über [[Martin von Mackensen]] über lbs@dottenfelderhof.de.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du möchtest: Arzt/ Ärztin werden und verstehen wie Gesundheit beginnt- und endet? Dich aufs Medizinstudium optimal vorbereiten, oder du studierst bereits und möchtest ein Pausenjahr nutzen um deinen Horizont zu erweitern? Oder du möchtest deine Fähigkeiten zur Autonomie in und mit der Natur stärken? Oder deine Gesundheitskompetenz entwickeln oder Menschen unterstützen ihre Gesundheit zu entfalten?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kurs beginnt ca. in der zweiten Septemberwoche 2024 und dauert bis Anfang September 2025. Er kostet ca. EUR 700 inkl. Wohnen und Essen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund: Globale Herausforderung für Gesundheit und Klima: Landwirtschaft braucht Konzepte, um die Menschen zu ernähren ohne Zerstörung von Boden und Leben. Auch die Medizin befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Die gegenwärtigen Studiengänge von Medizin und Landwirtschaft sind nicht wirklich auf die Gesundheit allen Lebens ausgerichtet. Student*innen lernen nicht wahrzunehmen und zu beurteilen, ob Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen gesund sind, und auch nicht, wie Gesundheit nachhaltig gefördert wird. Darüber hinaus fehlt es überall an wirklich patentem Nachwuchs. Das Medizinstudium ist einseitig Städte- und Krankenhausorientiert obwohl das künftige Gesundheitssystem ambulanter werden soll. Du kannst das ändern!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule/&lt;br /&gt;
* https://uni-wh.de/gkls/lehrstuhl/kooperationen &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Medizinisch/ landwirtschaftliches Studienjahr (MeLaS) ab September 2023 am Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
[[Datei:David und Martin MeLaS 2023.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=f4xwCSjAe4k|[https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] und [[Martin von Mackensen]] auf dem [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. [Zum Film auf das Bild klicken] ]] &lt;br /&gt;
Bewirb dich jetzt fürs medizinisch/ landwirtschaftliche Studienjahr am biodynamischen Dottenfelderhof bei [https://www.uni-wh.de/detailseiten/kontakte/david-martin-2607/f0/ Prof. Dr. med. David Martin] über Nicola.Schulze@uni-wh.de oder über [[Martin von Mackensen]] über lbs@dottenfelderhof.de.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du möchtest: Arzt/ Ärztin werden und verstehen wie Gesundheit beginnt- und endet? Dich aufs Medizinstudium optimal vorbereiten, oder du studierst bereits und möchtest ein Pausenjahr nutzen um deinen Horizont zu erweitern? Oder du möchtest deine Fähigkeiten zur Autonomie in und mit der Natur stärken? Oder deine Gesundheitskompetenz entwickeln oder Menschen unterstützen ihre Gesundheit zu entfalten?  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kurs beginnt am 9. September 2023 und dauert bis zum 7. September 2024. Er kostet ca. EUR 700 inkl. Wohnen und Essen  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hintergrund: Globale Herausforderung für Gesundheit und Klima: Landwirtschaft braucht Konzepte, um die Menschen zu ernähren ohne Zerstörung von Boden und Leben. Auch die Medizin befindet sich in einem Paradigmenwechsel. Die gegenwärtigen Studiengänge von Medizin und Landwirtschaft sind nicht wirklich auf die Gesundheit allen Lebens ausgerichtet. Student*innen lernen nicht wahrzunehmen und zu beurteilen, ob Boden, Pflanzen, Tiere und Menschen gesund sind, und auch nicht, wie Gesundheit nachhaltig gefördert wird. Darüber hinaus fehlt es überall an wirklich patentem Nachwuchs. Das Medizinstudium ist einseitig Städte- und Krankenhausorientiert obwohl das künftige Gesundheitssystem ambulanter werden soll. Du kannst das ändern!  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Informationen findest du hier: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/fileadmin/images/landbauschule/jahreskurs/MeLaS_Flyer-8.pdf MeLaS-Flyer mit allen Infos]&lt;br /&gt;
* [https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule www.dottenfelderhof.de/landbauschule]&lt;br /&gt;
* https://uni-wh.de/gkls/lehrstuhl/kooperationen &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Neuer youtube-Kanal: biodynwiki ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Biodyn.wiki als youtube-Kanal.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/@biodynwiki|https://www.youtube.com/@biodynwiki]]&lt;br /&gt;
Für die Webseite biodyn.wiki wurde ein neuer youtube-Kanal eingerichtet. Es handelt sich vor allem um Filmdokumentationen von François, die rund um den [[Dottenfelderhof]] entstanden waren. Mit [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]], mit [[Martin von Mackensen]], mit Dieter Bauer, mit Dr. Gunter Gebhard, mit Dr. Hartmut Spieß und mit vielen anderen Personen, die im Bereich der [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischen Landwirtschaft]] etwas zu sagen haben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es geht François bei seinen Filmen über die biodynamische Landwirtschaft nicht nur um Fachkompetenz, nicht nur um Rang und Namen, sondern es geht auch um die Menschen, die in der Landwirtschaft zupacken. Mit besonderen Interesse verfolgt François seit vielen Jahren Biografien von Landbauschülern und [[Biodynamische Ausbildung|Azubis]] mit, welche am Dottenfelderhof u.ä. ihre Ausbildung hatten. Bei der Video-Serie «[[Menschen in der Landwirtschaft]]» werden Interviews geführt, und es geht um Ich-Botschaften. Dort erfährt man was die Menschen für die Landwirtschaft begeistert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/@biodynwiki | hier geht&#039;s zu biodywiki auf youtube |]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen in der Landwirtschaft: Interview mit Mia und Florian ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Menschen in der Landwirtschaft_Mia und Florian.jpg|mini|right|class=responsive-img|link=b:Menschen_in_der_Landwirtschaft|Mia und Florian, Januar 2023 am [[Dottenfelderhof]] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen des Januarkurses 2023 am [[Dottenfelderhof]] erfolgte ein Gespräch über Motivationen für die [[Biodynamische Ausbildung|landwirtschaftliche Ausbildung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier berichten Mia und Florian von ihren Erfahrungen und Eindrücken aus dem sogenannten Januarkurs 2023 am [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel (bei Frankfurt am Main). Der Januarkurs ist Teil des Lehrplans der Azubis vom Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung|biodynamische-ausbildung.de]]&amp;quot;. Und die beiden sind aktuell im 1. Lehrjahr der Ausbildung. Die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] des Dottenfelderhof verfügt über eigene [[Forschung und Züchtung Dottenfelderhof|Forschungs]]-, Lehr- und Ausbildungsbereiche. Neben dem sogenannten Jahreskurs für biodynamisch ausgebildete Menschen, gibt die Landbauschule auch Azubi-Unterrichtsformate in Form von Monatskursen zwischen dem Herbst-Winter, im Januar und im Februar für Azubis aus dem 1. und 2. Lehrjahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Menschen in der Landwirtschaft|| Weitere Beiträge von «Menschen in der Landwirtschaft» findest du hier |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortschritte bei der Transkription ===&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 0%|Transkriptionsstufen 0%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 25%|Transkriptionsstufen 25%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 50%|Transkriptionsstufen 50%]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkriptionsstufe 75%|Transkriptionsstufen 75%]]&lt;br /&gt;
* [[b:Kategorie:Transkriptionsstufe_100%|Transkriptionsstufen 100%]]&lt;br /&gt;
Gerne kannst du bei der Transkription von wertvollen Vorträgen über die biodynamische Landwirtschaft mitwirken. Derzeit werden Schwerpunktartig die Vorträge von [[Manfred Klett]] und [[Martin von Mackensen]] aufbereitet. Weitere werden folgen, sobald sich Menschen dafür melden. Du kannst hier [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wer hat was transkribiert? ===&lt;br /&gt;
+++ Stand 26. November 2024 +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz herzlichen Dank an die Menschen, die hier Video- und Audio-Vorträge verschriftlicht haben. Hier bekommst du einen Einblick, wer welche Transkription gemacht hat. Noch sind die Namen nicht mit allen transkribierten Werken verknüpft, das nachgeholt wir in Kürze nach. Wenn du dich ebenfalls mit engagieren möchtest, auf der Seite [[MitTun bei biodyn.wiki|«MitTun» bei biodyn.wiki]] bekommst du einen Einblick in laufende und künftige Projekte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Annamarie Laske|Transkribiert von Annamarie Laske]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Christian Frings|Transkribiert von Christian Frings]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Damian Bellè]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Elke Jurasszovich]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Eva Lang]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von François Hagdorn|Transkribiert von François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Hans-Martin Aurich|Transkribiert von Hans-Martin Aurich]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart|Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Stefan Sylla]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Sibylle Roland|Transkribiert von Sibylle Roland]]&lt;br /&gt;
* [[:Kategorie:Transkribiert von Unbekannt|Transkribiert von Unbekannt]]&lt;br /&gt;
*Bitte melden, falls wir euch übersehen haben ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leserstimme von Jean-Paul für die [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] «Landwirtschaftlicher Kurs» ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jean-Paul.jpg|thumb|Jean-Paul bei einer Filmdokumentation &amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Hier ist Jean-Paul in einem Beitrag aus dem Jahre 2019 zum Thema der Lichtwurzeln zu sehen bei Hans-Martin Aurich zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=Fxz4QJCVdqY&amp;lt;/ref&amp;gt;bei Kompostarbeiten für den [https://glashausfrankfurt.de/de/ Lichtwurzelanbau von Hans-Martin]|verweis=https://anthro.world/Datei:Jean-Paul.jpg]][[Datei:Buchrücken der GA 327 auf Französisch.jpg|thumb|200px|&amp;lt;small&amp;gt;Buchrücken der [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] aus dem Jahre 1974. Edition Anthroposophiques Romandes, 13, rue Verdaine, 1204 Genève/ Suisse. Traduction Daniel Simonnot&amp;lt;/small&amp;gt;|verweis=https://anthro.world/Datei:Buchr%C3%BCcken_der_GA_327_auf_Franz%C3%B6sisch.jpg]][[Datei:Buchdeckel der GA 327 auf Französisch.jpg|thumb|200px|&amp;lt;small&amp;gt;Buchdeckel der [https://steiner.wiki/GA_327 GA 327] aus dem Jahre 1974. Edition Anthroposophiques Romandes, 13, rue Verdaine, 1204 Genève/ Suisse. Traduction Daniel Simonnot&amp;lt;/small&amp;gt;|verweis=https://anthro.world/Datei:Buchdeckel_der_GA_327_auf_Franz%C3%B6sisch.jpg]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;«Als Jugendlicher verbrachte ich die schönste Zeit meines Lebens in einem Internat auf 1.000 m Höhe in den französischen Alpen und war der wunderbaren Natur nah. Es war Anfang der 70er Jahre, die Anfangszeit der grünen Bewegung. Seinerzeit herrschte in Frankreich in der Öffentlichkeit wenig Bewusstsein für die Ökologie und die neue, sehr kleine, ökologische Bewegung machte mit militanten Protesten auf sich aufmerksam.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Ich war 16 Jahre alt und mit Feuer und Flamme engagierte ich mich für den Schutz der Natur. Ich führte Diskussionen mit Gleichgesinnten und ich las die Ökozeitung «la gueule ouverte&amp;lt;ref&amp;gt;Autor Pierre Fournier (1937-1973), La Gueule ouverte (das offene Maul), die erste ökologische Monatszeitung in Frankreichs, Ersterscheinung Ende 1972&amp;lt;/ref&amp;gt;». Darin fand ich eine Anzeige für die erste französische Übersetzung des [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurses]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]] (GA 327). Ich hatte noch nie von Rudolf Steiner gehört, aber ich kaufte mir dieses Buch, denn ich erhoffte somit mehr Kenntnisse und mehr schlagkräftige Argumente für meine Überzeugungsarbeit in der Ökobewegung finden zu können. Denn es stand ein Schulwechsel auf eine weiterführende Fachschule mit landwirtschaftlichem Schwerpunkt in Nimes (Frankreich) an, und ich wollte für die Diskussion mit meinen künftigen Mitschülern, meist Söhne von Bauern, mit Argumenten gut gerüstet sein.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als ich das Buch bekommen habe, stand da das Wort «[[A:Geisteswissenschaft|Wissenschaft des Geistes]]/ Science de l&#039;esprit». Ich fragte mich: &amp;quot;Was hatte [[A:Geist|Geist]] mit Landwirtschaft zu tun?&amp;quot; Auf, was auf dem Buchrücken war zu lesen, weckte definitiv mein Interesse:&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;« Le cultivateuer matérialiste, lorsqu&#039;il ne se contente pas d&#039;une vie bornée, mais prend la peine de penser uns peu ... est en mesure de prévoir à peu près dans combien de décennies les produits agricoles seront tellement dégénerés qu&#039;avant la fin de ce siècle, ils ne pourront plus servir à l&#039;alimentation. » ... was soviel heiß wie «Wenn sich der materialistische Landwirt nicht mit einem engstirnigen Leben zufrieden gibt, sondern sich die Mühe macht, ein wenig mitzudenken ... ist in der Lage, ungefähr vorherzusagen, in wie vielen Jahrzehnten die landwirtschaftlichen Produkte so stark degeneriert sein werden, dass sie vor dem Ende dieses Jahrhunderts nicht mehr zur Ernährung dienen werden.» Ferner fand ich diese Aussage spannend, was E. Riese auf dem Buchrücken schreibt, dass nämlich sinngemäß bei einem Bauernhof von einem Organismus gesprochen werden kann, und dass es sich bei einem Hof um eine Individualität handeln sollte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am Ende meines ersten Jahres an der Landbauschule in Nimes hatte ich schließlich die [[Landwirtschaftlicher Kurs|GA 327]] gelesen. Wahrscheinlich habe ich nicht alles verstehen können, jedoch auf einer Gemütsebene spürte ich in dem Buch eine tiefe Wahrheit. Während bei Rudolf Steiner nicht nur von Substanzen sondern auch von den Wirkungen der Kräfte die Rede war, hingegen auf meiner landwirtschaftlichen Schule die Betrachtung auf die chemischen Stoffe beschränkt blieb (das fand ich zu einseitig), dämmerte es mir, dass mein Weg keine Zukunft in der konventionellen Landwirtschaft haben wird.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Im selben Jahr lernte ich den Zeitzeugen [[Franz Rulni]] (1894-1981) auf einem Seminar kennen, da war er 80 Jahre alt. Franz Rulni war 1924 beim [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kursus]] in Koberwitz mit anwesend, und ich fühlte mich von der Begegnung mit ihm sehr inspiriert. Ich beendete meine landwirtschaftliche Schule um künftig mit [[A:Anthroposophie|anthroposophisch]] orientierten Menschen im landwirtschaftlichen Kontext zu arbeiten. Aber dafür musste ich zunächst einmal meine Vorurteile über Bord werfen (damals in Frankreich war es ein gängiges Vorurteil die Anthroposophie mit einer Sekte gleichzusetzen), und ich setzte meine Lebens-Forschungsreise fort durch meine Arbeit in Frankreich, England und Deutschland, u.a. auf Biodynamischen Höfen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Mein biographischer Weg führte mich schließlich bis zur Gegenwart nach Deutschland, wo ich als ausgebildeter Physiotherapeut tätig bin, und mein großes Interessensgebiet betrifft nach wie vor die Fragestellungen rund um die Kräfte und Wirkungen, welche zur Gesundung und Heilung beitragen können.»&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jean-Paul, 26. April 2023&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&amp;lt;nowiki&amp;gt;    &amp;lt;/nowiki&amp;gt;[https://anthro.world/Stimmen_f%C3%BCr_Rudolf_Steiner | Weitere Leserstimmen über die Vorträge und Bücher von Rudolf Steiner hier auf anthro.world ... |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Stöbern auf biodyn.wiki==&lt;br /&gt;
Wenn du einen Ein- und Überblick gewinnen möchtest, welche Inhalte es auf biodyn.wiki derzeit gibt, dann schaue dich mal hier um [[Spezial:Alle Seiten|«Alle Artikel von A-Z»]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==MitTun bei biodyn.wiki ==&lt;br /&gt;
Wenn du dich angesprochen fühlst hier mitzuwirken, melde dich gerne bei François [https://blog.anthro.world/impressum/kontakt-formular/ per Kontaktformular]. Auf der Seite [[MitTun bei biodyn.wiki|«MitTun» bei biodyn.wiki]] bekommst du einen Einblick in laufende und künftige Projekte.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 75%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 50%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 25%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28741</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
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		<updated>2026-10-18T15:45:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Filme und Themen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Oktober 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwurzelung - Stärkung durch Verbindung | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ejFijM3eEAE|mini|[[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] im Rahmen der bildungsART 26 in der Anthroposophischen Gesellschaft Zur Uhlandshöhe 10 in Stuttgart am 16. Oktober 2026 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und da sind für mich drei Dinge aufgetaucht, die ich nehme aus diesem wunderbaren kleinen Vortrag, aus diesem Vortrag Praktische Ausbildung des Denkens, Rudolf Steiner, 1909, die Zaubermittel, drei ganz einfache Zaubermittel. Interesse, Lust und Liebe und Besinnung […] Und Interesse ist auch die Frage, kann ich mich so fokussieren, kann ich dann so drinnen sein, dass in mir das Andere wirkt. Also kann ich Interesse so weit treiben, dass ich wirklich in dem bin, was mir gegenüber ist […] Lust und Liebe. Ich liebe den Steiner dafür, dass er das so dahin knallt. In allem Handeln, in allem, was ich tue, so verbunden sein, dass es nicht nur Spaß macht oder nicht nur irgendwie ganz locker von der Hand geht, sondern dass man aus dem Verbundensein, aus dem Interessiertsein eine Lust an der Handlung hat. Dass Handeln die tiefste Befriedigung ist, die man eigentlich haben kann. Dass das wirklich etwas ist wie Lust. Die Lust am Handeln, die Lust am Vollziehen, die Lust am Tun, die Lust am Drinnensein. […] Und das Dritte […] besinnen […] Habe ich die innere Ruhe, habe ich die innere Fähigkeit, einen Moment Verwurzelung nach innen, Verwurzelung in das, was das trägt. Nicht da drinnen, sondern in dem, was das hervorgebracht hat, in dem, womit ich da verbunden bin.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Verwurzelung_-_St%C3%A4rkung_durch_Verbindung._Ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2026 | Hier geht&#039;s zum Artikel (erschienen auf anthro.world) und zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 | Hier geht&#039;s zum Video |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28740</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28740"/>
		<updated>2026-10-18T15:44:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Filme und Themen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Oktober 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verwurzelung - Stärkung durch Verbindung | 2026 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ejFijM3eEAE|mini|[[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] im Rahmen der bildungsART 26 in der Anthroposophischen Gesellschaft Zur Uhlandshöhe 10 in Stuttgart am 16. Oktober 2026 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und da sind für mich drei Dinge aufgetaucht, die ich nehme aus diesem wunderbaren kleinen Vortrag, aus diesem Vortrag Praktische Ausbildung des Denkens, Rudolf Steiner, 1909, die Zaubermittel, drei ganz einfache Zaubermittel. Interesse, Lust und Liebe und Besinnung […] Und Interesse ist auch die Frage, kann ich mich so fokussieren, kann ich dann so drinnen sein, dass in mir das Andere wirkt. Also kann ich Interesse so weit treiben, dass ich wirklich in dem bin, was mir gegenüber ist […] Lust und Liebe. Ich liebe den Steiner dafür, dass er das so dahin knallt. In allem Handeln, in allem, was ich tue, so verbunden sein, dass es nicht nur Spaß macht oder nicht nur irgendwie ganz locker von der Hand geht, sondern dass man aus dem Verbundensein, aus dem Interessiertsein eine Lust an der Handlung hat. Dass Handeln die tiefste Befriedigung ist, die man eigentlich haben kann. Dass das wirklich etwas ist wie Lust. Die Lust am Handeln, die Lust am Vollziehen, die Lust am Tun, die Lust am Drinnensein. […] Und das Dritte […] besinnen […] Habe ich die innere Ruhe, habe ich die innere Fähigkeit, einen Moment Verwurzelung nach innen, Verwurzelung in das, was das trägt. Nicht da drinnen, sondern in dem, was das hervorgebracht hat, in dem, womit ich da verbunden bin.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Verwurzelung_-_St%C3%A4rkung_durch_Verbindung._Ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2026 | Hier geht&#039;s zum Artikel (erschienen auf anthro.world) und zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 | Hier geht&#039;s zum Video |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg&amp;diff=28739</id>
		<title>Datei:Martin von Mackensen 2026-10-16.jpg</title>
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		<updated>2026-10-18T15:43:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28738"/>
		<updated>2026-10-18T15:43:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Filme und Themen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Oktober 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwurzelung - Stärkung durch Verbindung | 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-10-16.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ejFijM3eEAE|mini|[[b:Martin_von_Mackensen|Martin von Mackensen]] im Rahmen der bildungsART 26 in der Anthroposophischen Gesellschaft Zur Uhlandshöhe 10 in Stuttgart am 16. Oktober 2026 ]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&amp;quot;Und da sind für mich drei Dinge aufgetaucht, die ich nehme aus diesem wunderbaren kleinen Vortrag, aus diesem Vortrag Praktische Ausbildung des Denkens, Rudolf Steiner, 1909, die Zaubermittel, drei ganz einfache Zaubermittel. Interesse, Lust und Liebe und Besinnung […] Und Interesse ist auch die Frage, kann ich mich so fokussieren, kann ich dann so drinnen sein, dass in mir das Andere wirkt. Also kann ich Interesse so weit treiben, dass ich wirklich in dem bin, was mir gegenüber ist […] Lust und Liebe. Ich liebe den Steiner dafür, dass er das so dahin knallt. In allem Handeln, in allem, was ich tue, so verbunden sein, dass es nicht nur Spaß macht oder nicht nur irgendwie ganz locker von der Hand geht, sondern dass man aus dem Verbundensein, aus dem Interessiertsein eine Lust an der Handlung hat. Dass Handeln die tiefste Befriedigung ist, die man eigentlich haben kann. Dass das wirklich etwas ist wie Lust. Die Lust am Handeln, die Lust am Vollziehen, die Lust am Tun, die Lust am Drinnensein. […] Und das Dritte […] besinnen […] Habe ich die innere Ruhe, habe ich die innere Fähigkeit, einen Moment Verwurzelung nach innen, Verwurzelung in das, was das trägt. Nicht da drinnen, sondern in dem, was das hervorgebracht hat, in dem, womit ich da verbunden bin.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[https://anthro.world/Verwurzelung_-_St%C3%A4rkung_durch_Verbindung._Ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2026 | Hier geht&#039;s zum Artikel (erschienen auf anthro.world) und zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 | Hier geht&#039;s zum Video |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
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		<title>Banner</title>
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		<updated>2026-10-15T19:11:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Marcel_Waldhausen_2026-5-21.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-zK-G-DY9bA|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=-zK-G-DY9bA Marcel Waldhausen - Die Bedeutung der Himmelfahrt Christi für die Erde und die Menschen der Gegenwart]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Helmy Abouleish 2026-2-10.jpg|links|270px|link=https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk|Helmy Helmy Abouleish: &#039;&#039;&amp;quot;Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Banner Lichtwurzelpulver in Handarbeit von Hans-Martin Aurich.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=biodyn.wiki&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=biodyn.wiki&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Bild_vom_yt_Kanal_biodynwiki_2025-11-23.jpg|verweis=https://www.youtube.com/@biodynwiki/videos|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/@biodynwiki/videos &amp;quot;biodynwiki&amp;quot; hat einen eigenen youtub-Kanal, hier klicken für &amp;lt;u&amp;gt;hunderte hochkarätige Vorträge&amp;lt;/u&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025 | NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 110%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025 | Ein update mit der Expertin Clara Behr aus Brüssel über die politischen Hintergründe]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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{| class=&amp;quot;notiz1&amp;quot; width=&amp;quot;800px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Dr. Johannes Wirz 2026-1-15.jpg|links|270px|link=https://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_erm%C3%B6glichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_erm%C3%B6glichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026/ Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen - ein Vortrag von Dr. Johannes Wirz, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;!-- Ende Banner 9 --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;section begin=Banner /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Beginn Banner Marcel Waldhausen--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=fJhxDfLHTTk|Helmy Helmy Abouleish: &#039;&#039;&amp;quot;Biodynamische Landwirtschaft - eine Entwicklungsaufgabe für die Menschen&amp;quot;&#039;&#039;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Banner Lichtwurzelpulver in Handarbeit von Hans-Martin Aurich.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=biodyn.wiki&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=biodyn.wiki&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root vom Demeter Gärtner Hans-Martin Aurich]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Bild_vom_yt_Kanal_biodynwiki_2025-11-23.jpg|verweis=https://www.youtube.com/@biodynwiki/videos|links|270x270px]]&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://www.youtube.com/@biodynwiki/videos &amp;quot;biodynwiki&amp;quot; hat einen eigenen youtub-Kanal, hier klicken für &amp;lt;u&amp;gt;hunderte hochkarätige Vorträge&amp;lt;/u&amp;gt;]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025 | NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|[[Datei:Dr. Johannes Wirz 2026-1-15.jpg|links|270px|link=https://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_erm%C3%B6glichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Koexistenz_von_Biene_und_Milbe_erm%C3%B6glichen_-_ein_Vortrag_von_Johannes_Wirz,_2026/ Koexistenz von Biene und Milbe ermöglichen - ein Vortrag von Dr. Johannes Wirz, 2026]&amp;lt;/span&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Banner</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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|[[Datei:Banner Lichtwurzelpulver in Handarbeit von Hans-Martin Aurich.jpg|links|300px|link=https://glashausfrankfurt.de/de/produkt/50-g-demeter-bio-lichtwurzel-pulver-handvermahlen/?utm_source=biodyn.wiki&amp;amp;utm_medium=banner&amp;amp;utm_campaign=support-light-root]] &lt;br /&gt;
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|[[Datei:Neue Gentechnische Verfahren Gespräch mit Clara Behr, Dr. Carl Vollenweider, Francois Hagdorn 2025-3-10.jpg|links|200px|link=https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;span class=&amp;quot;Unicode&amp;quot; style=&amp;quot;font-family: &#039;Baar Zeitgeist&#039;; font-size: 120%;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;strong&amp;gt;[https://biodyn.wiki/Neue_Gentechnik_-_ein_Gespr%C3%A4ch_mit_Clara_Behr_vom_10._M%C3%A4rz_2025 | NEUE GENTECHNIK]&amp;lt;/strong&amp;gt;&amp;lt;/span&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024&amp;diff=28734</id>
		<title>Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024&amp;diff=28734"/>
		<updated>2026-10-13T13:21:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q hier klicken um zum Video zu gelangen] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesamtglossar Navigation}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrages Biographie Rudolf Steiner, Martin von Mackensen, 2024 ==&lt;br /&gt;
von Elke J., Dezember 2024&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 1 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6s Begrüßung 00:00:06] ===&lt;br /&gt;
Also ich hoffe ja, ich verspreche euch nicht zu viel, dass ihr am Ende dieses Kurses jetzt nochmal sitzt und hört, aber es ist ein schöner Ausflug, es wird Spaß machen, man kommt wirklich in eine andere Welt und mir liegt da ganz viel dran. Insofern ist es auch ein bisschen sich mal zurücklehnen und sozusagen diese ganze Perspektive genießen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=34s Rudolf Steiner gesehen im Kontext seiner Zeit vor 100 Jahren - was kann das zur Lösung der heutigen Probleme beitragen? 00:00:34] ===&lt;br /&gt;
Worum geht es? Die Biografie Rudolf Steiners ist ein Thema, was in der Literatur sehr, sehr intensiv bearbeitet worden ist. Es gibt sehr viel Material, ich habe nur einen kleinen Teil hier mitgebracht. Das ist der Teil, den ich für die besten Sachen halte und wo ich das meiste von herhabe. Aber ich habe auch noch aus anderen Büchern und von Zeugen und so allerhand. Also die Quellen sind reichhaltig und man könnte sehr wohl sagen, warum machen wir hier, wo wir es doch so knapp haben mit der Zeit und so, warum machen wir in einem landwirtschaftlichen Kurs jetzt eine Biografie, die vor 100 Jahren zu Ende ging. Das ist doch vielleicht gar nicht so unbedingt nötig. Nein, ich glaube, dass es sehr, sehr nötig ist und sehr, sehr sinnvoll ist. Warum? Wir haben die &#039;&#039;&#039;Biodynamik&#039;&#039;&#039;, wir haben diese &#039;&#039;&#039;[[biologisch-dynamische Landwirtschaft]],&#039;&#039;&#039; wir haben die &#039;&#039;&#039;Waldorfpädagogik&#039;&#039;&#039;, wir haben die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin.&#039;&#039;&#039; Und wir haben die ganze Anthroposophie, als etwas, was ohne Rudolf Steiner undenkbar ist und was aber heute für unsere Fragen und unsere Probleme, vor allem Interessantes für die Zukunft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bin fest davon überzeugt, deshalb mache ich das jetzt hier, dass wir mit den Quellen der Anthroposophie, mit dem, was da eigentlich mal entwickelt worden ist vor 100 Jahren, in der Lage sind, die &#039;&#039;&#039;Probleme&#039;&#039;&#039; zu lösen oder zu ihrer &#039;&#039;&#039;Lösung beizutragen&#039;&#039;&#039;, die in den nächsten 100 Jahren kommen. Also ich will deutlich sagen, da ist noch ganz viel Luft nach oben und Luft nach vorne. Und deshalb bringe ich das, weil ich eigentlich möchte, dass wir jetzt nach 100 Jahren auch &#039;&#039;&#039;in ein anderes Verhältnis zu [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]&#039;&#039;&#039; kommen, nämlich eines, welches davon gekennzeichnet ist, dass wir ihn und diese Bildung dieser Idee, die Person, den Mensch, die Biografie und die Bildung der Ideen auf … in einem komplexen Prozess sehen können. Dass wir einerseits feststellen, an den Ideen ist etwas dran, was uns hilft, in die Zukunft zu kommen und auf der anderen Seite sind diese Ideen in dieser Ausformulierung, durch diese Persönlichkeit in einer bestimmten Zeit, an einem bestimmten Ort, in einer bestimmten gesellschaftlichen Konstellation entstanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also noch mal ganz knapp zusammengefasst: Es kommt darauf an, &#039;&#039;&#039;Steiner zukünftig im Kontext seiner Zeit&#039;&#039;&#039;, seiner Beziehungen, seiner Zuhörer, seiner Rezipienten zu verstehen, und gleichzeitig kommt es darauf an, die Anthroposophie, die Ideenwelt, die Steiner uns eigentlich zugänglich gemacht hat - ich sage absichtlich nicht die Steiners ist, sondern die &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner uns zugänglich gemacht hat&#039;&#039;&#039; - ja wie kann man sagen, so wahrzunehmen, so in eine Beziehung dazu zu kommen, dass sie auch in uns, durch uns &#039;&#039;&#039;zukunftsfähig wird&#039;&#039;&#039;. Sie wird nicht dadurch zukunftsfähig, wir werden damit nicht etwas lösen, weil wir daran glauben oder weil das so gedacht ist oder weil uns das irgendwelche Leute erzählt haben, sondern das wird dadurch interessant und wir werden dadurch in der Zukunft reicher, menschlicher, größer werden können, weiterkommen und die brennenden Probleme besser lösen können, weil wir in uns Interesse an diesen Ideen haben, entwickeln können. Es wird nur durch uns gehen. Und deshalb möchte ich, dass man sozusagen diesen Beitrag hört, der mir sehr am Herzen liegt, diese Person, diesen Mensch, diese Zeit, diese Situation kennenzulernen, um das menschlich-persönlich-zeitliche auf der einen Seite zu haben und das Ideelle, Gedankliche, Allgemeine der Anthroposophie auf der anderen Seite eben dadurch vielleicht auch ein Stück weit freizuschälen, dadurch zugänglicher zu machen. Das ist mein Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mir ist es eben selber so gegangen, dass ich irgendwann gedacht habe, Moment mal, ich mache hier biodynamische Landwirtschaft und ich habe da mehr und mehr von der Anthroposophie kennengelernt vor 30, 35 Jahren und habe dann gedacht, was ist das eigentlich? Ich kam aus einem &#039;&#039;&#039;Elternhaus,&#039;&#039;&#039; wo das schon ein Thema war und ich habe durch &#039;&#039;&#039;meine Bekanntschaft mit dem Joseph Beuys&#039;&#039;&#039; sehr früh sehr deutlich gemerkt, dass jemand, der voll in der Welt steht, der eine ganz andere Sprache spricht, sich explizit auf Steiner bezieht und ich musste mir das selber neu erschließen natürlich, das ist superwichtig. Und ich musste auch durch mich oder durch mein Studium an dieser Biografie eben diesen Schritt machen. &#039;&#039;&#039;Wer ist dieser Mensch?&#039;&#039;&#039; Wie ist es dazu gekommen? In welcher Zeit? In welchen Menschenzusammenhängen ist es passiert? Und was hat das jetzt eigentlich mit mir und mit der Zukunft zu tun? Und ich möchte gerne deshalb eben das hier bringen, damit man da einfach Bescheid weiß und sich selber &#039;&#039;&#039;seinen eigenen Zugang entwickeln kann&#039;&#039;&#039; und eben auch einen, wie man heutzutage sagt, &#039;&#039;&#039;kritischen Umgang&#039;&#039;&#039; damit entwickeln kann. Das heißt, kritisch meint jetzt nicht, also meint jetzt die Quellen. Wo kommt es her? Was ist da eigentlich drin mit in diesem Paket oder was gehört dazu? Kann ich mir darüber Klarheit verschaffen, aus welchen Quellen die Anthroposophie eigentlich entstanden ist und die biodynamische Landwirtschaft und so weiter? Und dazu soll das ein Beitrag sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=427s Der Mensch Rudolf Steiner und sein familiäres und kulturelles Umfeld 00:07:07] ===&lt;br /&gt;
Ja, Rudolf Steiner ist geboren 1861 in Südostmitteleuropa. 1861 bis 1925. Und dieses Südostmitteleuropa meint eben im 19. Jahrhundert die K&amp;amp;K-Monarchie, die königlich-kaiserliche Monarchie Österreich-Ungarn, eine Welt, die längst, längst verschwunden ist. Ein Staat ist schon fast falsch gesagt, eine, ja, eine Welt ist vielleicht viel besser, eine Welt, in der es eine Monarchie gab, aber gleichzeitig ein Vielvölkerwesen. Da wurde in vielen Städten, in vielen Gebieten Mitteleuropas wurden mehrere Sprachen gesprochen. Von Haus zu Haus waren ganz unterschiedliche Sprachen. Überall waren die Juden mit anwesend. Also eine ganz andere Situation. In Österreich-Ungarn gab es Städte, in denen waren drei oder vier Sprachen da. Das ist nicht so, wie das heute ist. Und wir können große Fragen daran haben, ob das, was seit dem Ersten Weltkrieg dann passiert ist, dass man diesen eigentlich Wahn oder Doktrinen oder, ja, dass man diesen Nationalstaat gebildet hat. Das ist eine ganz fragwürdige Sache. Jedenfalls damals war das nicht so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=531s Eine Kindheit in Armut. Im technischen Umfeld der ersten dampfbetriebenen Eisenbahn 00:08:51] ===&lt;br /&gt;
Und in dieser Welt wird dieses Kind geboren. Und die Eltern sind ganz einfache und ganz arme Leute. Der Vater ist eigentlich so etwas wie Forst- und Jagdgehilfe und kann eigentlich da nicht mehr weitermachen, in dem Moment, wo er heiraten möchte. Und die Mutter kommt auch aus ganz einfachen Verhältnissen. Und es tut sich plötzlich für den Vater auf etwas, was ganz bezeichnend ist jetzt für Rudolf Steiner, dass er zu der Eisenbahngesellschaft geht. Die &#039;&#039;&#039;Österreich-Ungarische Südbahn&#039;&#039;&#039; baut eine allererste Strecke &#039;&#039;&#039;von Wien nach Triest, also ans Mittelmeer&#039;&#039;&#039;. Und diese Strecke, dafür gibt es eine eigene Eisenbahngesellschaft, wird bereits Ende der 50er-Jahre geplant und, ich glaube, 1859 begonnen und dann in die 60er-Jahre hinein realisiert. Und da geht der Vater hin. Und zunächst als Stenograf und Nachrichtenübermittler und dann als Stationsvorsteher. Und das muss man sich, glaube ich, sehr gut vorstellen, weil das ist die Welt, in der dieses Kind groß wird. Ein Dörfchen Kraljevec heute in Kroatien, ne Entschuldigung in Slowenien. Und es ist sozusagen in diesem Dreieck Ungarn, Österreich, Slowenien und es … Kroatien, Ungarn, Slowenien. Und das gehörte alles damals zu Österreich dazu. Und das Ganze ist auch wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Also so eine Ecke, wo ganz vieles sich mischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist eigentlich heute, es ist ein kleines Städtchen, aber es ist eigentlich ein größeres Dorf gewesen. Und selbst vor dem Bahnhof, der Hauptplatz, eine Straße, die nicht befestigt war. Kein Pflaster, im Winter, im Herbst, im Frühling Schlamm. Unbefestigte Wege, immer dreckig, überall trägt man das rein. Man ist eigentlich wirklich auf dem Land. Und da kommt jetzt eine Eisenbahn. Man hat eigentlich den Eindruck, &#039;&#039;&#039;diese Eisenbahn ist die erste Technologie&#039;&#039;&#039;, die sich in die Welt fräst, die sich sozusagen in die Welt hineinarbeitet. Und mit der Eisenbahn kommt die allermodernste Technik, nämlich &#039;&#039;&#039;der Strom,&#039;&#039;&#039; das &#039;&#039;&#039;Telegrafieren&#039;&#039;&#039; und eben diese gewaltige &#039;&#039;&#039;Dampfkraft&#039;&#039;&#039; mit der Kohle. Und an jeder von diesen Stationen muss Kohle nachgeladen werden, muss Wasser nachgefüllt werden können. Und diese Eisenbahnen sind riesige, erschreckende, laute Kolosse, wo man gar nicht so ohne weiteres mit umgehen kann. Und die sind wahnsinnig schnell, in Klammern wahrscheinlich so zwischen 30 und 50 kmh. Das war schon sehr schnell. Bei den meisten ersten Eisenbahnen konnte man nebenher rennen. Eine Technologie, die es bis dahin nicht gab. Und ich kann mir gut vorstellen, dass auch noch Mitte, Ende des 19. Jahrhunderts die Menschen, wenn sie das das erste Mal gesehen haben, wirklich erschreckt sind und den Mund nicht mehr zugekriegt haben. Ist sowas möglich? Man sieht ja außen an so einer Lok sehr gut die Kraft, die da wirkt. Und dann kann man da reingucken und sieht in diesen Ofen rein diese Kohle und das Wasser, was oben als Dampf rauskommt und die Lautstärke, das Rumpeln dieser vielen Tonnen schweren Stahlkolosse auf den Schienen. Etwas sehr, sehr Beeindruckendes und eben eine ganz neue Welt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau da ist nun der Vater angestellt. Und diese Eisenbahn und diese &#039;&#039;&#039;Eisenbahngesellschaft spielt für Rudolf Steiner eine riesige Rolle&#039;&#039;&#039;. Einerseits muss er immer mit der Familie umziehen, weil der Vater versetzt wird, seine ganze Kindheit durch. Das längste sind, glaube ich, dreieinhalb Jahre, die er an einem Ort verbleiben kann. Dann ist schon wieder ein Umzug angesagt. Manchmal ist das auch weniger als ein Jahr. Das ist für ein &#039;&#039;&#039;Kind&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;problematisch&#039;&#039;&#039;, weil da &#039;&#039;&#039;kann man sich nicht verwurzeln&#039;&#039;&#039;. Da kriegt man keine Freundschaften zu den sowieso schon entfernten Menschen des Dorfes, weil die ja bäuerliche Kinder sind. Und man selber kommt aus so einem komischen Bahnhof da raus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist man auch &#039;&#039;&#039;der Älteste&#039;&#039;&#039;. Die nächsten zwei Geschwister sind wesentlich jünger. Das ist eigentlich wie so eine Einzelkind-Situation. Und damit sieht man schon, dass dieses kleine Kind oder dieses Kind bis zum Schuleintritt &#039;&#039;&#039;leidet an Einsamkeit&#039;&#039;&#039;. Und für den Vater war das so und für die Mutter, dass man so eine Station alleine betreuen musste. Da gab es sonst niemand. Und das hieß eben das Abfertigen von Zügen. Da gingen mehrere Telegrafie-Geschichten voraus, bis der Zug kam. Und dann musste da eben nachgetankt werden. Da musste Kohlen reingeschippt werden. Da mussten Güter abgeladen werden, eingeladen werden. Da mussten Fahrkarten verkauft werden und so weiter und so weiter. Und einmal in der Woche kam jemand mit diesem Zug an, der blieb für 24 Stunden. Und der ersetzte dann den Vater. Und dann war ein Tag, einmal 24 Stunden, dienstfrei. Sonst musste man seinen Schlaf und alles, sein ganzes Leben nach dem Fahrplan richten. Gewerkschaft und sowas, das gab&#039;s da alles noch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=912s Erste hellsichtige Erfahrung des Schauens hinter die Sinneswelt 00:15:12] ===&lt;br /&gt;
Ja und jetzt kommt es zu einem ersten sehr wesentlichen Erlebnis für dieses Kind. Er sitzt in dem Warteraum, spielt oder träumt oder wie auch immer. Und &#039;&#039;&#039;er hat eine Erscheinung&#039;&#039;&#039;. Es erscheint ihm eine Frau, die er irgendwie kennt und doch nicht ganz richtig klarkriegt, wer das so ist. Irgendwie eine bekannte ältere Frau, die ihn ganz dringend anfleht, ihm, ihr zu helfen. Und er weiß überhaupt nicht, was er machen soll. Und er geht zu seinen Eltern und die sagen: Sei still, du dummer Bub!&amp;quot; Also sowas ist Quatsch. Was du da so siehst, da war niemand, fertig, aus. Und es dauert zwei Wochen und dann kommt die Meldung, die Schwester der Mutter hat sich umgebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für ihn ist völlig klar, das hat er wahrgenommen. Also ein erstes Erlebnis, das für dieses Kind, das was so für uns in unserem offiziellen Leben so ja eben nicht vorkommt oder als Quatsch und überflüssig angesehen wird, dass man eben &#039;&#039;&#039;hinter die Sinneswelt schaut,&#039;&#039;&#039; dass man Zusammenhänge mitkriegt, die man sozusagen mit dem Oberstübchen oder mit der einfachen Logik so nicht mehr klar kriegt. Das steht ganz am Anfang, vor dem Schuleintritt, dieses Erlebnis. Und das ist schon sehr bezeichnend. Dieses Kind, dieser junge Mensch scheint mehr mitzukriegen und kommt sofort damit in einen Konflikt mit seinem Umfeld. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zweitens - ich versuche jetzt bis 1900 so Etappen zu schildern, mehr so Fenster zu öffnen, oft vielleicht auch oder einiges vorzulesen. Danach, in der zweiten Stunde heute Nachmittag, werde ich es ganz anders machen, da werde ich es mehr erzählen. Jetzt versuche ich ganz stark an einzelnen Erlebnissen zu bleiben, die vielleicht für sich sprechend sind und die unbekannt sind, die oft nicht so bekannt sind und die aber in meinem Dafürhalten ganz wichtig sind, um diese Persönlichkeit zu fassen. Ein zweites: Schule, Dorfschule. Vielleicht stellen wir uns acht, zehn, zwölf Kinder vor, die unterschiedlichen Alters sind, vielleicht zwischen sieben und elf, zwölf, dreizehn und die fast alle irgendwie mehr oder weniger bäuerlichen, landwirtschaftlichen Hintergrund haben. Und ein, zwei &#039;&#039;&#039;Dorfschullehrer&#039;&#039;&#039;, die diese Kinder unterrichten. Und die jetzt, einer von den beiden merkt, dieser Junge, dieser Rudolf, dem kann man eigentlich gar nichts beibringen, der weiß das alles schon. Der ist scheinbar sehr helle und kriegt das irgendwie so schnell mit oder hat das schon von irgendwoher, dass er stinkgelangweilt ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1121s Der Schüler findet in der Geometrie sein Glück. Er entdeckt in ihr einen Schauplatz geistiger Wesenheiten, der ihm ebenso gewiss ist wie die sinnliche Welt 00:18:41] ===&lt;br /&gt;
Und ein guter Lehrer, der jetzt kein Autoritätsproblem hat oder der seinen Stoff nicht kennt oder so, der wirklich bei den Schülern ist, dem tut das weh, wenn er ein Kind nicht fördern kann. Und dieser Lehrer aber, in diesem Sinne ein guter Lehrer, er macht nämlich folgendes, er erlaubt dem jungen kleinen Bub da im Nachbarzimmer, in seinem Vorbereitungszimmer bei den Büchern, sich eins aussuchen zu dürfen. Und das sind nicht die Bücher für die Schüler, das sind die Bücher für die Lehrer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und unter den Büchern für den Lehrer findet er ein &#039;&#039;&#039;Geometriebuch&#039;&#039;&#039;. Und jetzt schreibt er uns, 30, 40 Jahre später, in seiner nicht zu Ende gekommenen Autobiografie, [[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]], und in einem &#039;&#039;&#039;Vortrag, den er 1913 hält&#039;&#039;&#039; - und auch ansonsten an anderen Stellen gibt es auch schon einiges Originalquellen &amp;quot;Steiner über Steiner&amp;quot;, schreibt er uns dazu. Und mir geht es jetzt darum, vielleicht gar nicht alles super wortgetreu darzustellen, sondern so ein paar Pinselstriche zu machen. Und zu diesem kommt jetzt Folgendes. Da schreibt er nun später dazu, dass er mit diesem Geometriebuch, was er da ausleihen durfte, kommt er zu Folgendem:&amp;lt;blockquote&amp;gt;… &#039;&#039;dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könne, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raum. Aber ebenso, wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistig Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von dem Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihm ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühl fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Soll ich es nochmal lesen, das Ganze? Ist es verständlich gewesen? Ihr dürft gerne sagen, nochmal, weil das ist ja Steiners Sprache, die man nicht so schnell knackt: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;… dass man seelisch in der Ausbildung rein innerlich angeschauter Formen leben könnte, ohne Eindrücke der äußeren Sinne. Das gereichte mir zur höchsten Befriedigung. Geometrie machen. Ich sagte mir, die Gegenstände und Vorgänge, welche die Sinne wahrnehmen, sind im Raume. Aber ebenso wie dieser Raum außer dem Menschen ist, so befindet sich im Inneren eine Art Seelenraum, der der Schauplatz geistiger Wesenheiten und Vorgänge ist. In den Gedanken konnte ich nicht etwas sehen wie Bilder, die sich der Mensch von den Dingen macht, sondern Offenbarungen einer geistigen Welt auf diesem Seelenschauplatz.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Als ein Wissen, das scheinbar von den Menschen selbst erzeugt wird, das aber trotzdem eine von ihnen ganz unabhängige Bedeutung hat, erschien mir die Geometrie. Ich sagte mir als Kind natürlich nicht deutlich, aber ich fühlte, so wie die Geometrie muss man das Wissen von der geistigen Welt in sich tragen. Denn die Wirklichkeit der geistigen Welt war mir so gewiss wie die der Sinnlichen. Ich hatte aber eine Art Rechtfertigung dieser Annahme nötig. Ich wollte mir sagen können, das Erlebnis von der geistigen Welt ist ebenso wenig eine Täuschung wie das von der Sinnenwelt. Bei der Geometrie sagte ich mir, hier darf man etwas wissen, was nur die Seele selbst durch ihre eigene Kraft erlebt. In diesem Gefühle fand ich die Rechtfertigung von der geistigen Welt, die ich erlebte, ebenso zu sprechen wie von der Sinnlichen.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Dieser letzte Satz ist ein bisschen später, der ist auch ein bisschen anderer Zusammenhang, aber da macht er dasselbe: &#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst gelernt … kennengelernt habe. Ich weiß, dass ich an der Geometrie das Glück zuerst kennengelernt habe.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mensch, der auf seine Biografie zurückschaut, und diesen Moment vielleicht als neun, zehn, elfjähriges Kind gelangweilt im Schulunterricht ausleihen dürfen, das Lehrbuch der Geometrie zu Hause und in der Schule, das Nachdenken, Nachzeichnen, Mitberechnen und dieses Einsteigen in die Welt, in die Vorstellungen, in die Gedankenbildungen, die hinter und in diesen geometrischen mathematischen Formen liegt und das dann so kommentieren. &#039;&#039;&#039;Ich weiß, dass ich an der Geometrie zuerst das Glück kennengelernt habe&#039;&#039;&#039;. Das heißt, dieses Glück, etwas ist wirklich, wirklich greifbar, klar, glasklar, wahr und nachvollziehbar für jeden Menschen, obwohl es nicht sinnlich ist. Ein geistiges Erlebnis und vielleicht wird jetzt auch ein bisschen deutlich, warum wir hier Geometrie gemacht haben. Er hat das Glück, auf das &#039;&#039;&#039;Gymnasium&#039;&#039;&#039; zu kommen. Es spielt dabei eine Rolle dieser Lehrer. Er hat das große Glück, dass er ein Stipendium schon fürs Gymnasium bekommt durch diese Eisenbahngesellschaft, bei der der Vater eben ist, und er macht das &#039;&#039;&#039;Abitur mit Auszeichnung&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1596s Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[A:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also Nachhilfeunterricht, um selber die Sache anders, besser, tiefer zu verstehen und Nachhilfeunterricht, an dem ich wie in den anderen hineinschlüpfe. Das kennt vielleicht der ein oder andere von euch, wie das bei anderen ist. Bei sich selber kennt man es ganz gewiss. Wie ist dieses Gefühl, wenn man plötzlich etwas versteht in der Mathe oder wenn man etwas, einen Zusammenhang bilden kann im Geschichtsunterricht oder oder oder. Man kann in dem Moment, wo man es plötzlich geschnallt hat, wo man plötzlich, ah natürlich, so ist das! - kann man gar nicht mehr verstehen, dass man es mal nicht verstanden hat. Kennt ihr das? Das schlägt so in einen ein. Ja klar! Dieses, ich möchte es nennen, Evidenzerlebnis, das spricht er hier an. Ich musste durch den Nachhilfeunterricht in die Art, wie der andere tickt, so rein, dass ich im richtigen Moment, ja jetzt musst du noch, jetzt bring doch das dazu und dann hast du es. Also diese Gedankenbewegungen, die man ganz individuell im 1 zu 1 machen muss, wenn man jemandem etwas beibringt, was der einfach noch nicht kennt. Und wenn der intellektuell langsamer ist, kann man das viel besser genießen oder kann man das viel besser nachvollziehen. Wo hängt es, was brauche ich, wie geht das? Das wird hier angesprochen. &#039;&#039;&#039;Praktische Seelenkunde&#039;&#039;&#039; nennt er das. Am anderen, an seinem mühsameren verstehen-Können, sich selber klar werden über das, wie habe ich es eigentlich verstanden. Oder noch mal anders gesagt, auf die Seele schauen und dabei erleben, was passiert eigentlich seelisch-geistig, wenn ich mich andocke an eine Wirklichkeit, die da draußen ist. Der Satz des Tales oder nicht irgendwas, Geometrie, Mathematik oder so, das ist nicht in mir. Das meint man ja dann, jetzt hat man es verstanden, jetzt ist es in mir. Aber eigentlich hat man sich nur angedockt an etwas, was es schon gegeben hat, bevor es überhaupt Menschen gab und was es noch geben wird, wenn die Erde ganz andere Zustände erreicht hat. Kommt ihr mit? Ganz wichtiger Punkt. Dieser junge Mensch erlebt durch die Nachhilfe am anderen eine Art innerer Reflexion zu dem, was ist eigentlich geistig und was ist eigentlich physisch-sinnlich und wie kann man das Geistige präzise fassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=1876s Studium in Wien: Rudolf Steiner erwirbt sich an der Universität ein breites Universalwissen und schreibt Artikel 00:31:16] ===&lt;br /&gt;
Ja, er kommt in eine begnadete Situation, die genießt er auch sehr als 19-Jähriger, mit der Schule fertig zu sein, studieren zu dürfen, weil wieder diese Eisenbahngesellschaft ihm das ermöglicht. Und die Aussicht, in Wien leben zu können, in Wien studieren zu können und diese Stadt und dieses Kulturleben genießen zu können. Und er muss hinnehmen, dass die Eisenbahngesellschaft ihm nur ein Brotstudium finanzieren möchte, das heißt eine Art - ja, technische Universität, ein Ingenieursstudium. Aber das macht ihm nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er tut schon bevor dem ersten Semester zwischen Schule und Uni eben mal gerade Kants [[A:Kritik der reinen Vernunft|&#039;&#039;&#039;Kritik der reinen Vernunft&#039;&#039;&#039;]] studieren und ein bisschen Fichte [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Johann Gottlieb Fichte|Johann Gottlieb Fichte]]] und so Sachen, wo wir nach einem Satz sagen, müssen wir das jetzt lesen? Ich verstehe gar nichts. Dann liest man den Satz nochmal oder den Absatz und nochmal und nochmal, dann schreibt man sich den irgendwie ab und macht sich Notizen und nach zwei Stunden glaubt man, man hat was verstanden von dem einen Absatz. &#039;&#039;&#039;Sowas liest er irgendwie zum Sport,&#039;&#039;&#039; das kann der einfach. Wahnsinnig gescheit, wahnsinnig beweglich, wahnsinnig schnell, wahnsinnig gute Auffassungsgabe - da kommen wir einfach schlichtweg nicht mit, muss man ganz ehrlich sagen. Also jemand, der sicher &#039;&#039;&#039;hochbegabt&#039;&#039;&#039; war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und &#039;&#039;&#039;er studiert&#039;&#039;&#039; dann ab dem Herbst 79 [1879] acht Semester &#039;&#039;&#039;Mathematik, Chemie, Physik, Mineralogie, Zoologie, Botanik, Biologie, Geologie und Maschinenbautechnik.&#039;&#039;&#039; Er muss auf sein Lieblingsfach darstellende Geometrie verzichten, weil das in der anderen Uni stattfindet, zu einer Zeit, wo er nicht kann. Aber in der anderen Universität nimmt er noch an &#039;&#039;&#039;Vorlesungen über Literatur, Geschichte und Philosophie&#039;&#039;&#039; teil. Da sagen wir, Moment mal, wie geht denn das? Und der Mann hat kaum Geld, das Stipendium reicht so eher zum Sterben als zum Leben. Eigentlich muss er immer noch zwischendurch jobben. Und das macht er auch. Und was macht er da? Er schreibt Artikel. Worüber? Was halt gerade irgendwo ein paar Heller bringt. Und in der Zeit kommt es auf, dass Lexika geschrieben werden. Das kennt ihr gar nicht mehr. Heute hat man Wikipedia nicht oder sowas. Aber früher gab es also den Brockhaus, 20-bändig, so ein riesiges Lexikon und so. Und das fing da an in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In so einer Kulturhauptstadt wie Wien gab es da also mehrere Verleger, die jetzt ein &#039;&#039;&#039;Universallexikon&#039;&#039;&#039; produzierten. Und das auch dann in der nächsten und nächsten Auflage. Das muss man alle 10, 12 Jahre komplett überarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da braucht man eine riesige Menge von Autoren, die zu jedem Gebiet Fachmann sind., jeweils. Da gibt es also den Mineralogen und den Chemiker und den Ingenieur für Brückenbautechnik und, und, und, und. Und jeder schreibt eben zu seinem Teil da sein kleines Artikelchen. Und der Steiner, Rudolf Steiner, ist kein Spezialist. Der ist nicht fertig studiert für Mineralogie oder Chemie oder so etwas. Aber er schreibt für diese Bereiche. Und schreibt ganz offensichtlich so, dass die Verleger sagen, okay, bitte das nächste! Und wenn das nicht reicht als Job, dann gibt es noch einen zweiten Job. Und das ist, sich in eine Parlamentsdiskussion, in eine Parlamentssitzung knallen und mitschreiben. Und dann anschließend zwei Stunden und die ganze Diskussion von dreieinhalb Stunden in einen kleinen Artikel zusammenfassen. Mit möglichst vielen Originalzitaten derer, die da gesprochen haben. Richtig, richtig anstrengend. Wir machen sowas heute, indem wir da unser Handy mitlaufen lassen. Und dann tun wir uns das vielleicht nochmal in Text übertragen und gucken uns das so an und streichen uns was raus, und so. Wir haben es da heute viel einfacher. Der schreibt einfach Steno mit, wenn da gesprochen wird. Und dann bastelt der daraus einen Artikel und der soll am nächsten Morgen in der Zeitung stehen. Und dazu hat er dann vielleicht ein, zwei Stunden Zeit, dann muss der in Druck. Weil das alles viel länger dauerte damals. Also, es ist einem rätselhaft, wie dieser Mensch, wie konnte der mit dieser Intelligenz ausgestattet sein? Mit dieser schnellen Auffassungsgabe, &#039;&#039;&#039;mit dieser unglaublichen Formulierungsfähigkeit&#039;&#039;&#039;. Beeindruckend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2161s Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es, mit dem 21-Jährigen kommt es dazu, dass der Professor in der Universität, wo er eigentlich nur Gast ist, über deutsche Geschichte und deutsche Literatur, der - mit dem freundete sich an, [[A:Karl Julius Schröer|&#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039;]], so ein 40, 50 Jahre Älterer, so eine Professoren-Ikone. Und der lädt ihn sogar mal ein zu sich nach Hause. Und der hat so &#039;&#039;&#039;Forschungen&#039;&#039;&#039; gemacht über die Sprachinseln, die &#039;&#039;&#039;deutschen Sprachinseln in Ungarn und Rumänien&#039;&#039;&#039;. Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;[[A:Weihnachtsspiele|Weihnachtsspiele]]&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Karl Julius Schröer ist beauftragt wieder von einem großen Verlag und muss eine ganze Gruppe von Wissenschaftlern anleiten: &#039;&#039;&#039;Goethes Gesamtausgabe&#039;&#039;&#039;. Goethe ist jetzt 40, 50 Jahre tot. Und man möchte gerne sozusagen alles, was Goethe gemacht hat, herausgeben. Damit man das anständig lesen kann, mit allen Notizen, mit allen Entwürfen, eine kritische Gesamtausgabe. Eine Ausgabe, in der man verfolgen kann, wie sich die Ideen umgebildet haben, wie seine Romane, wie sein Faust, wie sein Werther [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Die Leiden des jungen Werthers|Die Leiden des jungen Werthers]]] und so weiter, wie sich das entwickelt hat und wie er so das gemacht hat. Und jetzt ist das große Problem, dass bei Goethe relativ viele &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaften&#039;&#039;&#039; eine Rolle spielen. Natürlich, das war noch der Anfang der Naturwissenschaften, da waren Naturwissenschaften noch überschaubarer. Aber dennoch - Goethe hat sich unglaublich viel Zeit in seinem Leben genommen, mit Meteorologie, mit Farbenlehre, mit Botanik, mit Zoologie, mit Mineralogie, mit Geologie auseinanderzusetzen. Goethe hatte 30.000 Gesteinsproben, die er selber gesammelt hatte sein ganzes Leben. Beschriftet hatte, wusste, wo die herkamen, konnte die zu Hause aus ihren Kisten holen, miteinander vergleichen, um irgendwie mal langsam klarzukriegen, wie entsteht eigentlich Gestein. Das war alles unbekannt damals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt dieser Professor, Carl Julius Schroer, bekommt die Aufgabe von diesem Verlag, die Autoren zu suchen, die eben diese Ausgabe machen. Er selber macht natürlich auch einen wesentlichen Teil. Und jetzt kommen diese naturwissenschaftlichen Schriften, wo Goethe nur einen Teil, oft nur kleine Teile von dem, was er gemacht hat, veröffentlicht hat. Vieles war auf Zetteln und Entwürfen und so weiter - sehr unterschiedliche Themen behandelt. Wer könnte das jetzt bearbeiten? Der kommt wirklich auf die verrückte Idee, diesen Studenten, den 21-jährigen Studenten vorzuschlagen. Der wahrscheinlich 60-jährige Literaturpapst schlägt den Studenten vor, eine sehr merkwürdige Sache. Vielleicht auch einfach, weil er Literat war und nicht viele Naturwissenschaftler kannte, wie auch immer. Und Steiner muss einen Vorentwurf machen, muss ein bisschen skizzieren, muss ein erstes Kapitelchen schreiben, macht das innerhalb von sechs Wochen. Und jetzt wird dieses Kapitelchen weitergereicht. Und jetzt sind auch Naturwissenschaftler, die das lesen und die kommen zu dem Schluss, der soll das machen. Das ist vernünftig, das ist gut. Und so kriegt dieser Student die Aufgabe, die &#039;&#039;&#039;Gesamtherausgabe der naturwissenschaftlichen Schriften&#039;&#039;&#039; zu machen von Goethe. Und das ist eine riesenumfangreiche Sache und schlussendlich ist es für ihn auch ein Fluch. Es ist ein Segen und es ist ein Fluch. Er ist nämlich 15 Jahre damit beschäftigt. Es ist überhaupt nicht so, dass er das mal eben schnell macht. Er merkt nach Jahren, das geht gar nicht in Wien. Er muss nach Weimar, er muss das vor Ort machen, da wo das ganze Goethe- und Schillerarchiv ist, wo die ganzen Materialien sind. Er muss da unheimlich viel Klein-Kleinarbeit machen und das nervt ihn dann irgendwann auch sehr. Aber es ist eine ganz wichtige Geschichte.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2426s Unterricht bei der Familie Specht: Einblicke in die Zusammenhänge von geistig-Seelischem und Körperlichem betrachtet Rudolf Steiner als reiche Quelle des Lernens 00:40:26] ===&lt;br /&gt;
Ja, ein neues Bild, was noch zu Wien gehört und das ist jetzt die &#039;&#039;&#039;Familie Specht&#039;&#039;&#039;. Familie Specht ist eine jüdische Familie, der Vater ist Händler, Baumwollhändler und die sind sehr wohlhabend und die Mutter hat vier Söhne und von diesen Söhnen ist der dritte, glaube ich erst, der ist schwer krank. Wahrscheinlich hat er eine Neugeborenen- Meningitis gehabt, eine Hirnhautentzündung, ein sogenanntes Wasserkopfkind, ein Kind, was einen riesigen Schädel hat und ganz geistig zurückgeblieben ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Krankheit, die wird um die Geburt herum, meistens kurz nach der Geburt, eben durch eine Hirnhautentzündung verursacht und beim Heilen dieser und … ja, die Reaktion des Körpers auf diesen Entzündungsprozess ist eine übermäßige Bildung des Hirnwassers, des Liquors und da der Kleinkindschädel noch offen ist, nicht völlig geschlossen ist und der Druck dieses Liquors besteht als Heilungsfunktion, dehnt sich bei die Schädelbildung. Deshalb haben die diese großen Köpfe, das muss erstmal noch gar nichts heißen. Oft geht aber eben leider auch damit einher die Schwerhörigkeit, an verschiedensten Nerven, Sinnesorganen gibt es eben Schädigungen. Und dieses Kind wird dem Steiner vorgestellt und diese Frau kommt auf die Idee zu sagen, wollen Sie nicht unser Hausmeister werden? Also ein reiches, bürgerliches Familienleben und die Frage, können Sie sich nicht um dieses Kind kümmern? Wir wissen nicht so recht, was wir machen sollen. Und damals war es ja so, dass solche Kinder groß werden durften und dann irgendwo ihr Dasein fristen mussten in irgendwelchen Anstalten oder so als Dorftrottel so mitgehen durften. Man hat eigentlich ganz wenig gewusst und gekonnt und man hat es eben so akzeptiert. Und Steiner kriegt, macht das, nimmt diese Stelle und ist sehr glücklich darüber und formuliert uns Folgendes: [Vielleicht können wir auch mal kurz lüften]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Diese Erziehungsaufgabe wurde für mich eine reiche Quelle des Lernens.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;So fängt das an, schon spannend. Er sagt nicht, ich musste dem Kind etwas lernen, &#039;&#039;&#039;sondern ich habe was gelernt.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Es eröffnete sich mir durch die Lehrpraxis, die ich anzuwenden hatte, ein Einblick in den Zusammenhang zwischen geistig-Seelischem und Körperlichem im Menschen.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Es eröffnete sich mir etwas, was das physisch-Körperliche betrifft und das seelisch-Geistige. Wie ist das eigentlich miteinander verbunden? Ich übersetze, ich wiederhole. Da, wo es uns eigentlich nicht auftaucht, weil es so harmonisch und gesund ist. Da, wo es förderungsbedürftig ist, merke ich auf einmal, was nötig ist, wie es geht. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Da machte ich mein eigentliches Studium in Psychologie und Physiologie durch.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Also, wie funktionieren wir, Physiologie? Und wie ist die Seele beschaffen, indem sie sich dem Geistigen versucht, den Inhalten, dem seelischen Leben zu öffnen, wie ist die Psychologie? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich wurde gewahr, wie Erziehung und Unterricht zu einer Kunst werden müssen, die in wirklicher Menschenerkenntnis ihre Grundlage hat.&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Ein junger Mann, 25, betreut ein schwer entwicklungsverzögertes Kind und kommt auf den Eindruck, das ist &#039;&#039;&#039;ein künstlerischer Prozess.&#039;&#039;&#039; Hier ist etwas gefragt, was ich jeden Moment neu schöpfen muss, wo ich voll anwesend sein muss, wo ich mich selber reflektieren muss, wo ich was lerne, viel mehr noch vielleicht als das Kind. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ein ökonomisches Prinzip hatte ich sorgfältig durchzuführen. Ich musste mich oft für eine halbe Unterrichtsstunde zwei Stunden lang vorbereiten, um den Unterrichtsstoff so zu gestalten, dass ich dann in der geringsten Zeit und mit der möglichst wenigen Anspannung der geistigen und körperlichen Kräfte ein Höchstmaß der Leistungsfähigkeit des Knabens erreichen konnte.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Der junge Mann stellt fest, dieses vier, fünf, sechs, siebenjährige Kind, dem kann man etwas beibringen. Man muss sich aber sehr geschickt darauf vorbereiten, wie man es macht, dass man spielerisch an es herankommt. Und diese Vorbereitung, wie man das gut in Bilder bringt, wie man das gut macht, das braucht viel Überlegung und viel Hinwendung und die ist viel länger als die eigentliche Unterrichtsstunde. Man würde ja normalerweise sagen, jemand, der so intelligent ist, der muss sich doch darauf nicht vorbereiten. Das ganze Gegenteil ist der Fall. Der Mann sagt uns, ich musste mich darauf intensiv vorbereiten und ich habe aber in diesem Lernen und in diesem Vorgehen eigentlich das vom Menschen gelernt, was ich später unbedingt gebraucht habe. Ich will gar nicht noch mehr von den Zitaten dazu lesen, sondern ich will einfach die Sache kurz, sozusagen dieses Fenster dann auch gleich wieder schließen. Der Junge schafft es, in die Schule zu kommen. Der kann doch so viel nachholen, dass er eigentlich als Kind mehr oder weniger beschulbar gilt. Und Steiner bleibt dran. Und das Kind kommt ins Gymnasium. Und Steiner braucht eigentlich nichts mehr machen. Das Kind macht Abitur und das Kind wird Mediziner, wird Arzt. Eine Biografie, die völlig unvorgesehen war. In der Gesellschaft gab es das damals nicht. Hydrocephalus-Kinder konnten eigentlich nicht zur Schule gehen, geschweige denn, dass sie ins Gymnasium gehen konnten, geschweige denn, dass sie studieren und dann noch Medizin und dann auch noch Arzt werden. Der Mann stirbt im Ersten Weltkrieg als Sanitäter - und &#039;&#039;&#039;für Steiner eine unglaublich wichtige Sache&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=2884s Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04] ===&lt;br /&gt;
Und man sieht hier, ich mache jetzt einen ganz großen Bogen an das Ende des Vortrags heute Nachmittag, warum er von den &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftigen Menschen&#039;&#039;&#039; spricht und nicht von Behinderten. Steiner wird gefragt, ganz am Ende seines Lebens, von jungen Leuten in eurem Alter, wir wollen hier gerne in Jena eine Schule machen, eine Einrichtung, ein Heim für solche Kinder, wie dieser einer war. Und Steiner sagt, ja klar, unterstütze ich euch gerne. Kommt nach Dornach, ich mache euch eine Einweisung dafür, worum es da geht. Macht 14 Vorträge, die sogenannte heilpädagogische Kurs. Und ganz wesentlich ist, &#039;&#039;&#039;das sind gesunde Menschen, wie wir&#039;&#039;&#039; auch. Da ist nur eine &#039;&#039;&#039;besondere Pflege erforderlich&#039;&#039;&#039;. Seelenpflegebedürftig, nicht behindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein das zu kapieren, erklärt ganz viel von dem, was man Steiner oft ja zum Vorwurf macht, er sei irgendwie … hätte ein merkwürdiges Menschenbild. Überhaupt nicht der Fall. Im Gegenteil, er ist weit seiner Zeit voraus. Er sieht sehr klar, auch der Mensch, der mit größeren Widerständen zu tun hat, der größere Probleme überwinden muss, ist genauso ein Mensch, hat genauso Menschenrechte wie ich und du. Ganz modern für diese Zeit. Er eckt damit auch an. Aber er zieht das knallhart durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist auch 1924, kurz vor seinem Tod, der Meinung, sogar im Gegenteil, diese Kinder haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Zuwendung&#039;&#039;&#039;, haben &#039;&#039;&#039;noch viel mehr Hilfe und Unterricht&#039;&#039;&#039; und Schule zu kriegen als alle anderen. Und ein Wegsperren, ein Weggucken, ein Ignorieren, einen vor sich hin vergammeln lassen, ist sozusagen das Allerverwerflichste, was man machen kann. Ja, er spricht dann sogar in seiner geistigen Ausdrucksweise von dem Karma, von dem Schicksal und sagt, ihm kommt es so, als hätten diese Kinder, als hätten &#039;&#039;&#039;diese Menschen sich eine besondere Aufgabe vorgenommen&#039;&#039;&#039; in ihrem &#039;&#039;&#039;vorgeburtlichen Leben&#039;&#039;&#039;, um etwas wie für die Allgemeinheit, für die Menschheit im Ganzen zu erarbeiten, zu erringen, zu bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man solle &#039;&#039;&#039;möglichst viel Hochachtung&#039;&#039;&#039; vor diesen hohen Persönlichkeiten haben, die sich da verkörpern. Also er sagt nicht nur Gleichheit, sondern Achtung, liebe Freunde, uns geht es so ganz gut, aber wir haben nicht gecheckt, wenn man so etwas wie Reinkarnation und Karma überhaupt denken kann, dass möglicherweise gerade in diesen Persönlichkeiten sich Menschen einen Weg zur Erde gesucht haben, &#039;&#039;&#039;die ganz besonders Großes mitbringen&#039;&#039;&#039; und denen ganz besonders Großes eigentlich zu verdanken ist, die eine große Bedeutung haben. Darüber könnte man lange sprechen. Mir ist das gar nicht möglich. Ich würde da ziemlich schnell die Sprache verlieren, weil mich das sehr berührt. Meine Mutter ist Heilpädagogin gewesen aus diesem Impuls heraus. Und ich kenne viele solche Kinder. Ich bin mit solchen Menschen auch groß geworden. Und ich muss sagen, ich verdanke denen unglaublich viel. Ich möchte einfach nur behaupten zum Abschluss von diesem Fenster, unsere Menschheit, unsere Gesellschaft, unsere sozialen Zusammenhänge, unser Leben überhaupt wird unglaublich bereichert, vermenschlicht genau durch diese. Und wenn wir das nicht schnallen, sind wir eigentlich auf einem ganz schön üblen Trip. Und wir sind im großen Stil dabei. Wir treiben diese Kinder heute alle ab. Die allermeisten werden abgetrieben, weil man das früh erkennen kann mit der modernen Medizin. Und die Frage, was das eigentlich bedeutet für unsere Gesellschaft, die stellen wir uns gar nicht. Ich möchte da jetzt nicht tiefer einsteigen. Ich möchte nur meine persönliche Betroffenheit und meine persönliche Beziehung und meine persönliche Emotion zu diesem Thema doch auch zum Ausdruck bringen an dieser Stelle. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir springen ungefähr zehn Jahre weiter in die 90er Jahre. Der intellektuelle Steiner hat mittlerweile &#039;&#039;&#039;zwei Bücher&#039;&#039;&#039; geschrieben. Er hat einen &#039;&#039;&#039;Philosophie-Doktor&#039;&#039;&#039;. Er sitzt da immer noch in Weimar an diesem blöden Goethe-Ding. Das nervt ihn tierisch. Er macht alles Mögliche nebenbei, was irgendwie interessanter ist. Und es kommt ein Brief bzw., ja, es kommt ein Brief. Und der geht so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Sehr geehrter Herr,&#039;&#039; schreibt Kürschner. &#039;&#039;&#039;Kürschner ist der Verleger&#039;&#039;&#039; dieser Goethe-Gesamtausgabe. &#039;&#039;Sie werden wohl unschwer erraten, was mir heute wieder die Feder in die Hand zwingt. Zwei Jahre sind es in der nächsten Zeit, dass ich auf meine wiederholten Mahnungen das erste Telegramm von Ihnen erhielt: Manuskript folgt bestimmt Sonnabend. Es sind seither 87 Wochen vergangen und mindestens 4 ganz gleichlautende Telegramme auf meine Mahnungen an mich gekommen. Von dem letzten Band der naturwissenschaftlichen Schriften, aber noch kein einziges Blattmanuskript.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Mann hat irgendwie &#039;&#039;&#039;ein Terminproblem.&#039;&#039;&#039; Und das ist typisch für diesen Mann. Das gibt es öfters. Der macht und will und tut ganz, ganz viel, ist wahnsinnig gescheit und kriegt echt auch was auf die Reihe, aber kriegt auch manches nicht auf die Reihe. Hat auch wirklich ein Problem mit der Zeit. Das schafft er dann irgendwann in späteren Jahren. Aber ich würde mal sagen, so ungefähr bis 1900 ist das ein Thema. Wie kann ich mich überhaupt selbst so organisieren, dass es schaffbar wird? &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3305s Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05] ===&lt;br /&gt;
Ich muss eine ganz, ganz wichtige Sache noch nachschieben, die in der Weimarer Zeit war - Entschuldigung, die in der Wiener Zeit war. Nämlich die &#039;&#039;&#039;Bekanntschaft&#039;&#039;&#039; mit dem sogenannten Kräutersammler. [[A:Felix Koguzki|&#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039;]] war ein &#039;&#039;&#039;Kräutersammler&#039;&#039;&#039; und der war wahrscheinlich so 40 Jahre ungefähr älter als Steiner, ein alter Mann. Und Steiner sieht den als ganz junger Kerl, 22, 25, im Zug. Er darf Zug fahren, weil er diese Eisenbahngesellschaft als Stipendiengeber hatte und hatte da ein billiges, also ein stark verbilligtes Ticket, mit dem er immer rausfahren konnte zu den Eltern und aufs Land und so. Und da sieht er diesen Mann, der stumm sprach, der hält sich … an den ranzukommen ist ganz schwierig, mit dem ins Gespräch zu kommen ist fast unmöglich. Aber er sieht, dass der morgens mit so einem riesigen Rucksack mit Kräutern in die Stadt fährt. Und dieser Kräutersammler ist eben wirklich ein professioneller Kräutersammler in einem kleinen Mittelgebirge südöstlich von Wien und der &#039;&#039;&#039;versorgt die Wiener Apotheken&#039;&#039;&#039;. Man muss sich ja klarmachen, im 19. Jahrhundert gab es noch nicht ein einziges allopathisches Mittel. Die ganze &#039;&#039;&#039;moderne Medizin gibt es noch nicht&#039;&#039;&#039;, aber es gibt eine Großstadt mit Apotheken. Und die Apotheker waren selber Pharmazeuten. Das sieht man ja manchmal noch in alten Apotheken, dass irgendwie so Mörser noch so stehen und dass das noch so ein bisschen dekoriert ist. Früher konnte, im 19. Jahrhundert, konnte der Apotheker aus den gelieferten Kräutern alle möglichen Zubereitungen und Medizin machen. Und dieser Kräutersammler, der muss schon auch Qualität bringen. Sonst bezieht man es bei jemand anderem. So viel vielleicht für das Äußere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich wieder vorlesen, weil ich eigentlich finde das wichtig, dass man das auch im Original hat und nicht nur in meiner Schilderung. Also er ist da mehrfach gefahren und irgendwie interessiert ihn dieser Mann, aber er kommt nicht so richtig ran. Und dann irgendwann gelingt es doch, mit ihm ein bisschen in Kontakt zu kommen. Und jetzt schreibt er:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Man musste gewissermaßen erst seinen geistigen Dialekt lernen, nach und nach. Wenn man mit ihm zusammen war, konnte man tiefe Blicke in die Geheimnisse der Natur tun. Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nochmal:  E&#039;&#039;&#039;r trug auf seinem Rücken das Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte.&#039;&#039;&#039; Also, das ist der Steiner in eurem Alter. Der sitzt mit jemandem im Zug und spricht mit ihm und trifft ihn immer wieder und kommt viel später zu solchen Formulierungen, aber die wird er schon auch so erlebt haben. Dieser Mensch kann etwas sagen, eben fast nicht. Der hat &#039;&#039;&#039;ein Erlebnis von einem geistigen Zusammenhang dieser Natur&#039;&#039;&#039;, aus der dieses Kraut jetzt sozusagen wie eine Kondensation ist, wie ein Herausfallen ist. Kommt ihr mit? Man kann sich ja lange fragen, was macht eine Pflanze zur Heilpflanze? Und man kann sich lange fragen, &#039;&#039;&#039;was ist eigentlich Heilung&#039;&#039;&#039;? Und wie docke ich da an? Und wie kommen eigentlich die Kräfte der Zerstörung oder des Kranken, des Pathologischen, und wie kommen die Kräfte der Gesundung in mich? Und wie komme ich da dran? Und so weiter. Und wie werden die wirksam? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier erlebt ein junger Mensch, da ist ein alter Kerl, der ist da irgendwie so unterwegs und sucht die richtigen Pflanzen zum richtigen Zeitpunkt am Tageslauf und so weiter. Dann trocknet er die auf eine bestimmte Weise und so. Und dann wickelt er die da so ein und verkauft die da so. Und darin hat er ein Erlebnis von diesen Kräften, die da wirksam werden. Sonst geht das gar nicht. Also das kann man sich ja so vorstellen. Aber das als 25-Jähriger bei einem anderen in der S-Bahn zu erleben, das ist natürlich schon eine Leistung. Und den auch noch zum Sprechen zu bringen. Und es kommt dann dazu, dass er diesen Felix Koguzki besuchen darf. Das schildert er sehr genau. Er macht später auch &#039;&#039;&#039;eine Art Denkmal für diesen Mann&#039;&#039;&#039;, weil er in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist. Das schreibt er auch. Also er darf den besuchen und möchte eigentlich mehr davon. Er möchte irgendwie an diese unglaubliche &#039;&#039;&#039;Geistigkeit der Natur&#039;&#039;&#039;, die dieser Mann in sich erleben kann, da möchte er irgendwie drankommen. Und das gelingt nur ganz, ganz partiell und anfänglich, weil dieser Mann das selber gar nicht formulieren kann. Sondern der erlebt das einfach und arbeitet damit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieser Mann schickt den jungen Studenten zu einem anderen. Und das ist für Steiner ganz, ganz bedeutsam. Und über diese Person schweigt er sich völlig aus. Den besucht er zwei, dreimal und sagt uns nur, &#039;&#039;&#039;der hat mir meinen Lehrer vermittelt.&#039;&#039;&#039; Und das war ein Mensch, der konnte mir helfen, &#039;&#039;&#039;die Ordnung&#039;&#039;&#039; in das, &#039;&#039;&#039;was man geistig wahrnimmt&#039;&#039;&#039;, zu bringen. Die Struktur, dass man darüber so greifen kann, dass man darüber sprechen kann und dass es eine Logik bekommt. Und er sagt nur, &#039;&#039;&#039;mein Meister.&#039;&#039;&#039; Und er sagt, vielleicht zwei oder dreimal hat er den getroffen und das war&#039;s. Und wenn man jemand seinen Meister nennt - das macht er nur einmal, nämlich bei dieser Person - dann hat das eine bestimmte Qualität. Und wenn das jemand ist, der ganz offensichtlich weit über unser Wahrnehmungsvermögen hinaus Wahrnehmungen hat, dann hat das noch eine größere Bedeutung. Also ganz offensichtlich ist dieser Felix Koguzki mit diesem Vermögen, &#039;&#039;&#039;in der Natur das Geistige wahrzunehmen&#039;&#039;&#039;, für ihn eben wie eine Schlüsselfigur, dass er noch zu etwas kam, was für ihn und seine vielen Wahrnehmungen, die er hatte, irgendwie eine Ordnung, irgendwie ein besseres Umgehen ermöglichte. Er &#039;&#039;&#039;spricht bis 1900&#039;&#039;&#039; überhaupt &#039;&#039;&#039;nicht von dieser Innenwelt.&#039;&#039;&#039; Und wie er dazu kommt und was das eigentlich dann ausgelöst hat und wie diese Situation dann in Berlin ist, das würde ich dann gerne nachher besprechen. Es ist äußerlich einfach so, dass er von ungefähr 1890 bis 1896 ist er in Weimar, immer noch mit dieser Goethe-Geschichte beschäftigt. Und man kann sagen, ab 1897 Berlin. Und diese Situation, wie das eigentlich da um die Jahrhundertwende in Berlin war und was er da erlebt hat und wie das da eigentlich dann dazu kam, dass er sozusagen plötzlich darüber sprechen und schreiben konnte, was da eigentlich für ihn die Anthroposophie dann wurde, oder so hat er es ja dann viel später erst genannt, das möchte ich dann gerne nachher um halb drei fortsetzen. Herzlichen Dank bis hierher des Zuhörens!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Teil 2 der Biografie Rudolf Steiners ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=3873s Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33] ===&lt;br /&gt;
Wir haben uns in der ersten Einheit beschäftigt mit dem Rudolf Steiner bis 1900, der unglaublich Begabte, der Suchende, der Philosoph, derjenige, der mehrere Gesamtausgaben gemacht hat von anderen Literaten und Philosophen, demjenigen, der sich an dieser Goethe-Arbeit, man könnte sagen, abgearbeitet hat, der daran sich wirklich abgemüht hat und gleichzeitig dadurch - und das formuliert er auch - in gewisser Weise mit dem Übersinnlichen, mit dem Geistigen eben durch den Goethe, wie gebremst wurde, wie systematisiert wurde, wie immer wieder neu in diese Verhältnismäßigkeit zwischen Sinnlichem und Übersinnlichem gekommen ist. Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht &#039;&#039;&#039;eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können&#039;&#039;&#039;, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem, wie ist eigentlich in dem, was man übersinnlich wahrnimmt, wie ist das verbunden mit dem Sinnlichen. Und ich kürze das jetzt ein bisschen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner sagt dann letztendlich, durch das vorher sich &#039;&#039;&#039;in dem Übersinnlichen orientiert haben,&#039;&#039;&#039; war es mir ein wirkliches Problem, i&#039;&#039;&#039;m Sinnlichen mich zurechtzufinden&#039;&#039;&#039;. Also man hat den Eindruck, er will und muss sich mit &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaft und mit Erkenntnistheorie&#039;&#039;&#039; und mit Systematik auseinandersetzen, damit er diesen Weg systematisch und ordentlich geht. Und das hat dann 10, 15, 20 Jahre später eine riesige Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich will jetzt anders vorgehen in diesem zweiten Teil und möchte, ja wie voranstellen etwas, was sehr wichtig ist. Steiner, von dem wir wissen, dass &#039;&#039;&#039;er 6000 Vorträge in seinem Leben gehalten hat,&#039;&#039;&#039; dass er ungefähr 25 Bücher, &#039;&#039;&#039;30 Bücher&#039;&#039;&#039;, je nachdem, wie weit man die ganzen &#039;&#039;&#039;vielen Aufsätze&#039;&#039;&#039; dazu zählt, produziert hat. Der unglaublich fleißig war, der immer wieder Neues entdeckt hat, der aber von sich selber sagt, ist nicht meine Entdeckung, ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Bin nicht ich, sondern ich habe eigentlich formuliert, ich habe eigentlich systematisiert, &#039;&#039;&#039;ich habe eigentlich Zugänge geschaffen&#039;&#039;&#039;, ich habe eigentlich das, was man übersinnlich seit Jahrtausenden weiß und kennt und wie in Untergrundströmungen - er würde vielleicht sagen, wie in Geheimschulen bekannt war - das habe ich sozusagen erstens mal systematisiert und zweitens mal öffentlich gemacht. Ich glaube, man versteht nichts bei Steiner, wenn man nicht dieses Grundmotiv sieht. Derjenige, dem die Weisheitslehren erschließbar sind, demjenigen, der, ob es die indischen, die fernöstlichen, die christlichen, die theosophischen Weisheitslehren sind, das kann der sich erschließen, da kann der mit umgehen, das hat der vor sich und der schafft es jetzt, uns das in eine nachdenkbare, in eine logische, in eine bearbeitbare Struktur zu bringen. Das ist, glaube ich, sein Hauptziel und auch sein &#039;&#039;&#039;Haupt- Erreichnis&#039;&#039;&#039; und er wird dann später, ja die Leute,  … Sie sind ja ein ganz Großer und sie haben sich ja uns die ganze Geisteswissenschaft, die ganze Welt des Unsichtbaren zugänglich gemacht! Und so sagt er: Vorsicht, ich habe &#039;&#039;&#039;das beschrieben, was einfach überall schon da war.&#039;&#039;&#039; Das sind ganz wenige wirklich neue Ideen und wir haben gearbeitet über die Idee der Dreigliederung, von der er dann in dem Moment sagt, ja das ist nun wirklich eine, die ich entdeckt habe, die es natürlich schon vorher gab, aber die ich so vielleicht das erste Mal formuliert habe. Aber vieles, vieles andere gibt es eigentlich schon und ich habe es nur &#039;&#039;&#039;in eine Art moderne Sprache und Denkbarkeit&#039;&#039;&#039; gebracht, Logik gebracht, in der man es heute verstehen kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4195s Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55] ===&lt;br /&gt;
Und immer wieder weist er bei solchen Situationen von sich weg und sagt, es ist eine &#039;&#039;&#039;Zeitnotwendigkeit.&#039;&#039;&#039; Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine &#039;&#039;&#039;Erweiterung nach der geistigen Seite&#039;&#039;&#039;. Hinter dem sinnlich Sichtbaren, hinter dem physisch sinnlich Sichtbaren, das zu finden, das zu suchen, das damit umzugehen, was bildend, was gestaltend, was wirksam ist, in dem sinnlich Sichtbaren, diese Erweiterung, die ist sein eigentliches Motiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das vielleicht so als Überschrift für diesen zweiten Teil. Und wir sehen ihn um 1897, 98, 99 in Berlin und wir sehen einen Philosophen, wir sehen einen Anarchisten, wir sehen einen Sozialisten, wir sehen einen Menschen, der arm ist, der eine Witwe geheiratet hat, die vier Kinder hat, um die er sich mitkümmert. Wir sehen einen Menschen, der Lehrer ist, plötzlich der &#039;&#039;&#039;Lehrer an einer Arbeiterbildungsschule&#039;&#039;&#039; wird, der jede zwei Wochen eine &#039;&#039;&#039;Zeitschrift herausgeben&#039;&#039;&#039; muss, mühsames Geschäft. Man hat als jemand, der eine Zeitschrift herausgibt und dann noch ein offizielles Blatt der deutschen Bühnen und Schauspielhäuser, diese Zeitschrift herauszugeben, bedeutet, alle zwei Wochen muss da was zusammen sein, das muss veröffentlicht werden und wenn die Autoren einen wieder mal hängen gelassen haben, muss man selber sich irgendwas aus der Feder saugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, nach vier Jahren gibt er das endlich ab und ist so froh drum, das los zu sein, diese Qual, dass er immer sich damit, viele Zeit, er macht das eigentlich sehr gerne, er ist absolut up to date, diese Zeitschrift muss sozusagen ständig das Neueste von der Kunst, von dem Schauspiel, vom Theater, von der Oper, von den Romanen, das muss diese Zeitschrift bringen. Aber es ist mühsam und es ist sehr mühsam als Herausgeber, wenn man nur wenige Autoren hat und die Autoren einen hängen lassen und man eigentlich Tag und Nacht kämpft dafür, dass in zwei Wochen schon wieder die nächste Ausgabe da sein muss. Und wir sehen einen Menschen, der eigentlich sucht, der eigentlich, wo man sich fragen kann, was willst du eigentlich, &#039;&#039;&#039;wo willst du eigentlich hin?&#039;&#039;&#039; Diese Frage haben sich manche von den Biografen gestellt und sie sind immer wieder zu dem Punkt gekommen, ja, vielleicht wollte er eigentlich einen Lehrstuhl für Philosophie haben, aber ich glaube das gar nicht. Er hat eine Promotion gemacht in Philosophie, er hat diese wunderbare Schrift der [[A:Philosophie der Freiheit|Philosophie der Freiheit]], &#039;&#039;&#039;der Mensch ist da frei&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;wo er sich seines Denkens bedient&#039;&#039;&#039; und in seinem Denken sich selbst begründet. Also auch ein höchst individualismusmäßiges Grundwerk. Und er sucht, so kommt es mir jedenfalls vor.  Er hat diese massive Anbindung an Goethe und er schreibt 1999 schon einen Aufsatz über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie|Goethes Märchen von der grünen Schlange und der schönen Lilie]]] und schreibt von dem Ich und von dem &#039;&#039;&#039;Höheren Ich.&#039;&#039;&#039; Und da hätte man schon auch hellhörig werden können, es ist aber niemand hellhörig geworden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben ging so weiter, er hat bestimmt dreimal die Woche abends in der &#039;&#039;&#039;Arbeiterbildungsschule Unterricht&#039;&#039;&#039; gemacht, eine wunderbare Sache, ein paar von diesen Unterrichten sind mitgeschrieben. Und diejenige, die das gemacht hat, die hat das später in Text gebracht, das ist sehr, sehr lesenswert, über Geschichte. Aber er hat da unterrichtet über alles mögliche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4466s Ein Wandel vollzieht sich: Vorträge vor der Theosophischen Gesellschaft. Rudolf Steiner lässt das Geistige nun erstmals durch seine Darstellungen durchleuchten  01:14:26] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es am 23. September 1900 kommt es dazu, dass er eingeladen wird in einer Gesellschaft, in der er überhaupt noch nicht unterwegs war. Und zwar sind es Menschen, die in so ein bisschen adeligem, erlauchten, sehr gutbürgerlichen, wohlhabenden Zusammenhängen leben und die da in Berlin so ihren Sitz haben, so ein ordentliches, man würde sagen Halbschloss. Also schon wirklich Residenz. Diese meisten von denen hatten auch noch große Ländereien irgendwo im Osten und waren dann im Sommer auf ihren Gütern. Und im Herbst zog man dann wieder nach Berlin und lebte den Winter über in der Stadt und so. Also ein Kreis von Menschen, die waren schon in der Zeit, die interessierten sich schon sehr für moderne Kunst, für fremde Sprachen, für die Kultur überhaupt, für die Dichtung, für die Musik, fürs Schauspiel. Und die pflegten so &#039;&#039;&#039;eine Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sich jetzt &#039;&#039;&#039;mit Theosophie und übersinnlichen Tatsachen beschäftigte&#039;&#039;&#039;, aber auf eine ganz anachronistische Art, kann man eigentlich sagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf eine Art, die sehr &#039;&#039;&#039;an dem Indischen angelehnt&#039;&#039;&#039; war und die durch eine russische Theosophin halt  ihre Prägung bekommen hatte, Blavatsky [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Helena Petrovna Blavatsky|Helena Petrovna Blavatsky]]]. Und diese &#039;&#039;&#039;theosophische Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die gab es in Deutschland gar nicht. Das war eine indisch-englische Geschichte, amerikanische. Und in Deutschland gab es nur eine Sektion, eine Abteilung, kann man sagen. Es gab keine eigenständige Landesgesellschaft. Und die hatten eben in Berlin dieses, ich möchte mal sagen, Teekränzchen, diese Nachmittags-, Spätnachmittagsveranstaltung. Ich kann so ein bisschen darüber auch lästern sprechen, weil meine Urgroßmutter zu genau diesen Kreisen gehörte. Da fuhr dann nachmittags zwischen dem Flügel und der Sitzgruppe, fuhr dann der Diener mit der weißen Livree, Handschuhe und dem weißen Tuch da herein und brachte die Früchte, so zur Unterhaltung. Und dort ließ man also Dichter und Literaten und Künstler auftreten, um - ja schon in guter Weise einfach an der Kultur teilzunehmen, um up to date zu sein, um sich mit solchen Sachen zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun wurde Steiner da eingeladen und zwar aus einem ganz merkwürdigen Anlass. Es war nämlich so, dass er sich in den Weimarer Jahren mit der Witwe, späteren Witwe, also mit der, ne Entschuldigung, mit der Schwester, mit der Schwester von Friedrich Nietzsche beschäftigt hatte und dadurch auch einmal wirklich noch an den [[A:Friedrich Nietzsche|Friedrich Nietzsche]] rankam, kurz vor seinem Ableben. Da war er eben schon ganz umnachtet, wie man so sagt, also er war ganz unansprechbar und lag nur noch auf so einem Kanapeé. Und Steiner hat ihn da besucht und &#039;&#039;&#039;hatte ein starkes Erlebnis&#039;&#039;&#039; von dieser Persönlichkeit und hat eben auch dann eine Schrift verfasst, &#039;&#039;&#039;Nietzsche, ein Kämpfer gegen seine Zeit&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 5|GA 5]]] und hat versucht, eigentlich das Motiv bei Nietzsche zu suchen. &#039;&#039;&#039;Wer ist eigentlich Nietzsche&#039;&#039;&#039; und was hat Nietzsche eigentlich zu bedeuten? Und zu diesem Thema wird er jetzt bei dieser adeligen &#039;&#039;&#039;Theosophischen Teegesellschaft eingeladen&#039;&#039;&#039;, da im September 1900 und die sind begeistert. Die finden es cool, was er da so vorbringt. Und am Ende dieses Vortrags kommen sie zu ihm und sagen, können Sie nicht nächste Woche wieder? Und er sagt ja, er ist immer scharf da drauf, weil er bettelarm ist. Und zu was soll ich denn sprechen? Was wollen Sie denn? Nietzsche haben wir jetzt abgegrast, so ungefähr. Und dann sagen die nur, ja, was Sie wollen. Und dann überlegt er sich das. Und dann spricht er am 29. am Michaelitag 1900 vor dieser Gesellschaft und spricht über &#039;&#039;&#039;Goethes geheime Offenbarung&#039;&#039;&#039;. Das ist ja ein Widerspruch, was Geheimes kann sich nicht offenbaren. Also das ist ja schon merkwürdig. Und Goethe nennt das selber so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich habe eben schon darauf hingewiesen, indem ich gesagt habe, ja, &#039;&#039;&#039;Goethe spricht da in geheimnisvollen Bildern&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Steiner übersetzt die mit dem höheren Ich&#039;&#039;&#039;. Und diese Theosophen merken auf einmal, da gibt es eine Welt. Und da gibt es einen Mann, der kann uns da was zu sagen. Das ist ganz unglaublich. Und er selber formuliert das jetzt folgendermaßen. Das möchte ich gerne nochmal im Original vorlesen, dieses Zitat. Ich kann es zwar eigentlich auswendig, aber ich will dann doch nicht ins Holpern kommen. Also die Gesellschaft fand im Salon der &#039;&#039;&#039;Graf und Gräfin von Brockdorf&#039;&#039;&#039; statt. Und dieses Thema, was er da sich eben dann selber wählt, Goethes geheime Offenbarung. Und da kommt jetzt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und in diesem Vortrag wurde ich in Anknüpfung an das Märchen,&#039;&#039; [Goethes Märchen]&#039;&#039;, ganz esoterisch. Es war ein wichtiges Erlebnis für mich, in Worten, die aus der Geistwelt herausgeprägt waren, sprechen zu können. Nachdem ich bisher in meiner Berliner Zeit durch die Verhältnisse gezwungen war, das Geistige nur durch meine Darstellungen durchleuchten zu lassen.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also er empfindet das als einen Punkt, der jetzt für ihn ganz wesentlich war. Und die empfinden das auch so. Und ich möchte ausdrücklich hinweisen auf dieses Buch, was erst ein paar Jahre alt ist. Ein &#039;&#039;&#039;Norweger&#039;&#039;&#039;, ein toller Autor, ein Literat, glaube ich. Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühen Berliner Jahre, 1897 bis 1902. [Kaj Skagen, &#039;&#039;&#039;Anarchist, Individualist, Mystiker: Rudolf Steiners frühe Berliner Jahre 1897-1902&#039;&#039;&#039;] Der versucht zu fassen, was ist da eigentlich passiert? Wie geht es eigentlich, dass dieser Mann einen solchen Wandel vollzogen hat? Und er weist eigentlich wunderschön nach, da ist eine Kontinuität, da ist eine Logik, da ist ein Sinn drin. Und der wird eben im Nachhinein deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=4914s Beginn einer ausgedehnten Vortragstätigkeit 01:21:54] ===&lt;br /&gt;
Er sucht jetzt mit diesen zunächst sehr elitären und sehr eingeengten Gruppen, also mit dieser speziellen Gruppe sucht er jetzt eine kontinuierliche, konzentrierte, schnell und intensiv fortschreitende Arbeit. Er spricht dort wöchentlich und schon ein halbes Jahr später fasst er diese Vorträge in einem Buch zusammen. Es dauert nicht lange und diese deutsche Sektion wird größer und größer. Und es tauchen jetzt vor allem Frauen auf, die für die ganze Entwicklung der Anthroposophie dann sehr bedeutsam werden, die ihn bitten, da weiterzumachen und die ihre komplette Arbeitskraft da zur Verfügung stellen und das vorantreiben. Es kommt wieder zu einer &#039;&#039;&#039;Zeitschriftbegründung&#039;&#039;&#039;. Er hat jetzt wieder eine Zeitschrift an der Backe, aber eben jetzt mit seinen Inhalten, nicht für die deutschen Bühnen, sondern für die theosophische Gesellschaft. Er wird deren &#039;&#039;&#039;Generalsekretär&#039;&#039;&#039;. Er kommt in eine Lebenssituation nach zwei, drei Jahren schon, wo er eigentlich ganz viel unterwegs ist. Er ist eigentlich hauptsächlich nicht nur in Deutschland, sondern man kann sagen in Mitteleuropa, Dänemark, Norwegen, Frankreich, Norditalien, Schweiz, Österreich, überall im, man könnte sagen, deutschsprachigen Raum unterwegs. Und so ein Typisches, so ein Setting war ungefähr so, das ist irgendwie eine Stadt, sagen wir mal Leipzig oder Kassel oder Düsseldorf oder Stuttgart. Er kommt da hin, da gibt es &#039;&#039;&#039;einen öffentlichen Vortrag&#039;&#039;&#039;, da mietet man einen großen Saal an. Dann gibt es einen sogenannten &#039;&#039;&#039;Zweigvortrag&#039;&#039;&#039;, der jeweils für den Zweig der theosophischen Gesellschaft dann war. Dann gibt es möglicherweise eine &#039;&#039;&#039;Logenarbeit&#039;&#039;&#039;, das hieß eine intime meditative Übungseinheit für wenige. Und dann gab es vielleicht noch einen zweiten Zweigvortrag und dann reiste er wieder ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und viele von diesen Vorträgen reihen sich hintereinander. Die kann man eigentlich gar nicht so ganz gut verstehen, wenn man die nicht hintereinander hat. Und die sind aber dann in zwei oder drei Städten gehalten. Und so kommt es dann auch sehr schnell dazu, dass die &#039;&#039;&#039;mitstenografiert werden&#039;&#039;&#039; und als sogenannte &#039;&#039;&#039;Zyklen&#039;&#039;&#039; zu einem bestimmten Thema veröffentlicht werden. Er schreibt ein zweites, ein drittes Buch, es kommt zu diesem Grundlagenwerk, &#039;&#039;&#039;die Theosophie&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 9|GA 9]]]. Davon haben ja manche ein paar Seiten mitgekriegt, 1905.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5088s Entfremdung von den Theosophen: Eine Anwendung der Theosophie im praktischen Leben findet kein Interesse 01:24:48] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt ändert sich die Situation schon dahin, dass man eigentlich das Gefühl hat, er versucht seinen Zuhörern zu sagen, hey, mit dieser Geisteswissenschaft kann man etwas im praktischen Leben machen. Das ist nicht nur für ein schönes Leben und für ein gutes meditatives Erfahren der eigenen geistigen Individualität oder großer Weltzusammenhänge, sondern man kann in der Welt manches einfach wesentlich besser machen, wenn man aus dieser Quelle schöpfen kann. &#039;&#039;&#039;Und das wollen die nicht hören.&#039;&#039;&#039; Ganz deutlich. Mir ist das ganz deutlich, an vielen Stellen. Er spricht über die Erziehung des Kindes 1905, einen wunderbaren Vortrag und mehrfach und sicher auch nicht alles dokumentiert. Passieren tut daraufhin gar nichts. Das interessiert die eigentlich nicht. Da sind immer wieder Ärzte und Ärztinnen, er macht medizinische Andeutungen. Das interessiert die gar nicht, dass man damit irgendwie einen Bezug zur Medizin hätte, der einen vielleicht da auch tiefer und weiter und größer therapieren lässt. Gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man hat eigentlich den Eindruck dann in dieser zweiten Phase, ich sag mal ungefähr von 1905, 1907 bis dann 1909, 10, 11, er sucht eigentlich überall, wie könnte die &#039;&#039;&#039;Anthroposophie&#039;&#039;&#039; jetzt irgendwie langsam &#039;&#039;&#039;fruchtbar werden.&#039;&#039;&#039; Es heißt da noch Theosophie und es ist noch auch schon sehr stark von diesem Kreis dominiert, der da den Anfang gemacht hat. Aber es sind jetzt auch schon viele andere Menschen dabei. Es ist eine wirklich eingetragene Gesellschaft, da wird man Mitglied. Es sind, ich glaube, &#039;&#039;&#039;15.000 Mitglieder in Deutschland&#039;&#039;&#039;, irgendwie um &#039;&#039;&#039;1907&#039;&#039;&#039; oder so. Also das ist wirklich angewachsen, es hat eine Bedeutung. Auch die Kulturschaffenden, die Maler, die Bildhauer, die Literaten, die Lyriker, die hören sich das an. Steiner ist interessant, also das ist die Zeit, in der in München &#039;&#039;&#039;Kandinsky&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Wassily Kandinsky|Wassily Kandinsky]]] Steiner hört und so weiter. Aber es passiert ganz, ganz wenig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5234s Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14] ===&lt;br /&gt;
Und es gibt dann ein erstes Moment, was sehr wichtig ist für die weitere Entwicklung. Und das sind die sogenannten &#039;&#039;&#039;Mysterienspiele in München&#039;&#039;&#039;. Und es beginnt mit einem Stück, man sollte vielleicht gar nicht an Theaterstück denken, sondern man sollte eigentlich an eine beispielhafte Erzählung über wiederholte Erdenleben und esoterische Zusammenhänge oder schicksalsmäßige Zusammenhänge von einer Menschengruppe. Sowas wird da dann eigentlich geschildert. Und da gibt es eine Vorentwicklung, das ist das erste Mal, das ist noch gar nicht von ihm, sondern das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird. Und dann sind das die Mitglieder der Gesellschaft, das sind keine Schauspieler, sondern das sind die Leute selber. Und der Saal wird selber dekoriert mit so Tüchern, kriegt da so einen bestimmten Ausdruck. Dann kommen solche Siegel dazu, so goldene Formen und so weiter und so weiter. Und dann wird da geübt und zum Schluss im August wird das eben aufgeführt. Und es geht eine ganze Woche immer wieder und dazwischen sind immer Vorträge von ihm und so. Also das ist wie so ein Sommer-Event, so ein Sommer-Festspiel oder so dieser Gesellschaft. Und das Theater ist gemietet in den Sommerferien, das Theater hat Ferien, man mietet dieses Theater während den Ferien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich sind es dann eben &#039;&#039;&#039;fünf solche Aufführungen&#039;&#039;&#039; hintereinander, jedes Jahr eine weitere. Die nächsten Stücke sind dann eben von ihm selber geschrieben. Das muss man sich so vorstellen, er kommt morgens zu den Proben mit den nächsten Szenen für die Leute und verteilt denen &#039;&#039;&#039;die Texte handgeschrieben&#039;&#039;&#039;, die wahrscheinlich in der Nacht vorher entstanden sind. Und dann üben die und dann am nächsten Morgen geht es weiter. Und irgendwie nach zwei, drei Wochen ist das Stück zusammen und die verschiedenen Szenen hintereinander und dann wird es aufgeführt. Und das nächste Jahr kommt das nächste Stück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5390s Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen plötzlich ein paar &#039;&#039;&#039;Architekten&#039;&#039;&#039; und ein paar andere Mitglieder und sagen, ja, also schön und gut diese Sommerspiele, aber das reicht doch eigentlich nicht. Können wir nicht so eine Bühne wirklich selber haben? Sollten wir nicht was bauen, wo die theosophischen deutschen Festspiele, Mysterienspiele, wo die eine Heimat haben? Und Steiner, ja klar, machen Sie doch, ist doch super! Und die versuchen. Und die verhandeln mit der Stadt München. Und die haben schon ein Grundstück, das ist so richtig, da gibt es Pläne von, das ist so richtig riesige Sache, das sind vier, fünf, sechs so Wohnblöcke, die sozusagen so ein Areal, wo man da, also eine Bühne mit einem Saal und das ist eine runde Bühne, ein größerer, runder Saal, so zwei Halbkreise oder drei Viertelkreise. Da gibt es Räume für Farbtherapie, da gibt es alles Mögliche. Und schlussendlich wollen die Stadtväter in München doch nicht. Diese komischen Theosophen, das wollen sie nicht haben. Das wird erst 1913, 12, 13 so richtig klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da taucht ein Mitglied auf, das &#039;&#039;&#039;aus Basel ist, ein Zahnarzt&#039;&#039;&#039;, und der sagt ja, also wenn es an einem Grundstück mangelt, ich habe da noch so ein Grundstück bei Basel, das ist so eine Apfelwiese, die würde ich gerne dafür hergeben. Und Steiner fährt sozusagen übermorgen dahin, guckt sich das an, läuft da drei Tage durch alle, durch die ganze Landschaft, durch alle Höhlen in Arlesheim und so weiter und stellt fest, das ist eigentlich super. Und ich glaube, drei Wochen später ist die Baugenehmigung, der Bauantrag bei der Behörde und &#039;&#039;&#039;drei Monate später wird gebaut&#039;&#039;&#039;. Ein unglaubliches Tempo - zack, zack, zack, zack, es geht los. Und jetzt geht es sozusagen Schlag auf Schlag. Und es ist schon interessant, dass ein Bau einer Gemeinschaft ist - man kann hier das vielleicht nachher auch, könnt ihr euch das hier angucken, es ist ein wunderbares Heftchen, wo nicht die Anthroposophen, sondern eigentlich &#039;&#039;&#039;die Welt der Architektur,&#039;&#039;&#039; die hat sich dieses Themas, eine Architekturzeitschrift - die hat einmal das Schwerpunktthema Bauen und Gemeinschaft. Und die entdecken eigentlich, die Anthroposophen haben da eigentlich vor dem Ersten Weltkrieg der Bau der Gemeinschaft. Und da sind diese zwei Kuppeln zu sehen und diese ganzen Menschen auf dem Gerüst, viele, viele von diesen theosophischen Mitgliedern, die da anfangen zu bauen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt es zu dem &#039;&#039;&#039;Konflikt,&#039;&#039;&#039; schon lange gibt es einen Konflikt, aber jetzt kommt es zur Eskalation, kann man sagen, mit der &#039;&#039;&#039;theosophischen Gesellschaft&#039;&#039;&#039;, die sollen jetzt also bestimmte Lehren vertreten werden. Und Steiner hat schon 1901 gesagt, wenn ich da Generalsekretär werde, nur unter der Bedingung, dass ich das lehre, was ich für richtig halte. Ich werde mich hier &#039;&#039;&#039;keiner irgendwie gearteten Doktrin beugen&#039;&#039;&#039;. Und als das immer enger und schwieriger wurde und eigentlich er jetzt bestimmte indischen Weisheitslehren, die die neue Weltvorsitzende dazu verkündete, die jetzt da auch sozusagen predigen sollte und so, dann wurde das immer schwieriger und irgendwann kam es zur Trennung. Und er sagt dann, ja, wir begründen jetzt eine Gesellschaft, die geht vom Menschen aus. &#039;&#039;&#039;Anthropos und die Weisheit des Menschen&#039;&#039;&#039; liegt da im Namen drin und die kann man jetzt einfach synonym nehmen. Alles, was ich vorher mit Theosophie benannt habe, das kann man jetzt mit Anthroposophie benennen und damit ist auch eine gewisse Kontinuität da. Er entwickelt schon vor dem Ersten Weltkrieg 12, 13 [1912, 1913] eine ganze Menge von sogenannten &#039;&#039;&#039;esoterischen Stunden&#039;&#039;&#039;, Unterweisungen, wie jetzt durch das eigene Üben jeder Mensch in die Fähigkeit kommt, das auch wahrzunehmen, was sozusagen der Blick in die geistige Welt ist. Und er ist fortgesetzt weiter damit beschäftigt, Vorträge zu halten und auch Schriften zu machen. 1910 erscheint das große Grundlagenwerk [[A:Die Geheimwissenschaft im Umriss|Die Geheimwissenschaft im Umriss]], wo er sozusagen nochmal die Theosophie und die Frage der Welt, überhaupt der Weltentstehung zusammenfasst - &#039;&#039;&#039;das grundlegende Werk&#039;&#039;&#039; der ganzen anthroposophischen Welt und Menschen-Auffassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vorher schon auch in dieser ersten Zeit um diese Begründung des ersten Baus in Dornach kommt es dazu, dass eine Frau kommt. Ja, ihre Tochter, die ist glaube ich 16 oder 17, die möchte so gerne so ein Tanzballett machen und ob es da nicht was Besseres gäbe. Ihr käme das Ballett so steif vor. Und Steiner sagt, na klar, schicken Sie die mal zu mir, wir können doch mal was entwickeln, wir können doch mal was ausprobieren. Und zack, kommen ein paar neue noch dazu und so. Und so entsteht die [[A:Eurythmie|Eurythmie]] als eine wirklich &#039;&#039;&#039;neue Bewegungskunst,&#039;&#039;&#039; die völlig aus dem Bedarf heraus von Menschen entwickelt wird und immer an den konkreten Fragen weiterentwickelt wird: Geführte, gefühlte Bewegung. Also von innen heraus geführt, aber empfunden, ein bestimmtes, nicht irgendwas gefühlt, sondern jeweils etwas ganz Bestimmtes und aber alles in Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Tanz, eine Bewegungskunst. Und das fängt eben an mit ganz einfachen &#039;&#039;&#039;Übungen mit Sprache&#039;&#039;&#039;. Er spricht dann oft davon, dass die Eurythmie eigentlich die äußere Erscheinung dessen ist, was hier in uns passiert, wenn wir sprechen, wenn wir sozusagen die Luft bewegen mit unseren Sprachorganen. Dasjenige würde auch sozusagen äußerlich durch den ganzen menschlichen Körper dargestellt werden, wenn man Eurythmie macht. Und dann später kommt die &#039;&#039;&#039;Ton-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu und ganz viel später kommt noch ziemlich zu seinem Ende hin die &#039;&#039;&#039;Heil-Eurythmie&#039;&#039;&#039; dazu. Und so ist diese ganze Bewegungskunst. Es sind, glaube ich, insgesamt 5000 Skizzen gibt es, wo Eurythmistinnen dann zu ihm kommen und sagen, ja, also können Sie mir zu dem und dem Gedicht eine Form, eine Laufform auf der Bühne machen. Und dann liest er das Gedicht und während er liest und so, dann entsteht eine Form. Und dann erklärt er, wie die Ton-Eurythmie geht und so. Und dann macht er zu vielen, vielen Musikstücken solche Formen. Und es ist schon sehr erstaunlich, wenn man mit Leuten spricht, die sich 20 Jahre mit Eurythmie beschäftigt haben und mit diesen Formen und selber auch solche Formen entwickeln und so, wie die die interpretieren, was der wohl da erlebt hat und &#039;&#039;&#039;wie er das wohl konnte&#039;&#039;&#039;, das dann einfach so zack mal hin aufs Papier zu bringen und dann haben die damit geübt. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=5859s Rudolf Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg 01:37:39] ===&lt;br /&gt;
Ja, jetzt muss ich ein Kapitel anklingen lassen, was ja sehr dramatisch ist für unsere Zeit und bis heute große, große Nachwirkungen hat. Ich muss jetzt sprechen über den Ersten Weltkrieg. &#039;&#039;&#039;Steiners Rolle im Ersten Weltkrieg&#039;&#039;&#039; ist sehr wichtig. Ohne diese Rolle zu verstehen, kann man ihn eigentlich nicht verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt so, dass er ja als Österreicher, hauptsächlich in Deutschland lebend und dann in der Schweiz auch tätig, eigentlich einen ziemlichen Überblick hat. Und es ist so, dass es in Österreich Mitglieder gab, der jetzt schon anthroposophischen Bewegung, die sehr - wie soll man sagen - an dem Machthebel nahe dran waren. Da gab es also einen Bruder von jemandem, der im Kabinett war, also der Minister war und so weiter und so weiter. Da gab es also einen gewissen Kontakt auch zu den Machthabern und zu dem Kaiser und so. Und in Deutschland war das genauso. Da gab es also Leute, die aus dem Adel stammten und die jetzt beim Militär in hoher Stellung waren und die bei dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges eine entscheidende Rolle spielten. Und die stehen nun interessanterweise in Kontakt zu Rudolf Steiner. Einige wenige. Und dabei wird deutlich, dass Steiner alles versucht, &#039;&#039;&#039;um diese Katastrophe frühzeitig&#039;&#039;&#039; in seinen Vorträgen zu kennzeichnen und &#039;&#039;&#039;alles zu tun&#039;&#039;&#039;, um die Menschen davon zu überzeugen, &#039;&#039;&#039;dass das keine Lösung ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt muss man sich ganz klar machen, die damalige Zeit 1914, Sommer 1914, ist überhaupt nicht so, dass die Menschen im Großen und Ganzen kapieren, was eigentlich so ein Weltkrieg bedeutet. Die haben natürlich keine Idee, dass das jetzt ein Weltkrieg wird, aber sie haben eben die Idee, dass es eine kriegerische Auseinandersetzung insbesondere mit Frankreich geben würde. Und die finden das großenteils eigentlich gut. Also man muss sich vorstellen, so ein toller Künstler wie der &#039;&#039;&#039;Franz Marc&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, den ich nach wie vor sehr schätze, der diese wunderbaren Tiergestalten malt. Oder, oder, oder, oder - viele, viele Intellektuelle, viele Künstler, die halten das für eine gute Sache. Die ziehen mit in den Krieg. Und Steiner gehört zu den wenigen, die von vornherein sehr klar sagen, nein, d&#039;&#039;&#039;as ist eine riesige Katastrophe&#039;&#039;&#039;. Und jetzt springe ich kurz an das Ende des Ersten Weltkriegs, und zwar wirklich nach dem Ende. Der endet ja bekanntlich im November 18 [1918] und im Frühjahr 19 [1919] ist Steiner in der Lage, &#039;&#039;&#039;die Memoiren des Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039;, einer der Generäle des Ersten Weltkriegs auf der deutschen Seite, diese Memoiren zu bekommen. Die Frau ist nämlich Mitglied der Gesellschaft, der anthroposophischen Gesellschaft, und er hat mehrere Gespräche mit diesem Helmut von Moltke dem Jüngeren, geführt und ist ganz sicher der Überzeugung, dass es wichtig ist, jetzt wo der Krieg zu Ende ist und wo die &#039;&#039;&#039;Friedensverhandlungen&#039;&#039;&#039; beginnen, deutlich zu machen, was Helmut von Moltke im Frühling 1914, sozusagen in den letzten Tagen und Wochen vor dem Kriegsbeginn erlebt hat - in Berlin im Zusammenhang mit Wilhelm II., dem Kaiser, und den Depeschen, die man zwischen Wien und London und St. Petersburg hin und her schickte - &#039;&#039;&#039;um diesen Krieg möglicherweise noch zu verhindern&#039;&#039;&#039;. Und Steiner will das unbedingt veröffentlichen. Und man fragt sich, warum? Warum willst du jetzt in so einer Katastrophenzeit, 1919 - die Menschen sterben noch an Hunger in Deutschland - es ist wirklich eine üble Zeit. Es ist Nachkriegszeit. Man hat Deutschland zum Besiegten gemacht und es hat natürlich auch diesen Krieg nicht gewonnen. Man kann lange darüber streiten, ob er nur unentschieden ist, verloren ist und so weiter. Das interessiert mich jetzt alles gar nicht. Sondern diese Frustration in Deutschland, dieser Niedergang. Der Kaiser ist weg und jetzt soll da also eine Demokratie kommen. Und viele sind von vornherein gegen diese Demokratie und so weiter und so weiter. Die Armut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da ist es jetzt diesem Mann wichtig, die Situation von 1914 darzustellen. Man versteht es erstmal nicht. Er schreibt ein kleines Vorwort. Und dann wird es nicht möglich, dieses Buch zu veröffentlichen, weil Anthroposophen in die Druckerei in Stuttgart gehen und sagen, habt ihr schon gesehen? Das Neueste vom Steiner! Hier ein Buch zum Ersten Weltkrieg, zum Ausbruch und so. Und das kriegt die &#039;&#039;&#039;Familie von diesem Helmut von Moltke&#039;&#039;&#039; mit. Und die &#039;&#039;&#039;verbieten&#039;&#039;&#039; der Witwe, dass sie die Genehmigung für diese Memoiren, für diese Tagebuchaufzeichnung freigegeben hat. Und so muss dieses Buch eingestampft werden und steht nicht, es wird nicht veröffentlicht. Und zwei Jahre später versteht man, was Steiner da geschrieben hat und was er da gemeint hat: Dass es wichtig ist zu klären, dass hier eine Situation vorlag am Anfang des Ersten Weltkriegs, wo an vielen, in vielen Orten &#039;&#039;&#039;wie eine Umnachtung,&#039;&#039;&#039; wie eine Schlafwagengesellschaft, wie eine völlige Illusion bei den Entscheidern, bei den politisch Mächtigen, bei den Herrschaftshäusern vorlag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt, hundert Jahre später, haben die Historiker das aufgearbeitet und es ist so ein Buch erschienen, wie von dem berühmten &#039;&#039;&#039;englischen Historiker Clark,&#039;&#039;&#039; dem Schlafwagenfahrer … Ja, egal [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Christopher Clark|Christopher Clark]], [[A:Die Schlafwandler (Sachbuch)|Die Schlafwandler (Sachbuch)]]]. Also Clark, der darüber schreibt und es eigentlich genau das alles beschreibt, was Steiner schon sagt. Man hat hundert Jahre daran rumgemacht, hat hundert Jahre gesagt, nein, die Deutschen haben die allein Schuld, nein, die Deutschen sind an allem Schuld und so weiter, hat den &#039;&#039;&#039;Versailler Vertrag&#039;&#039;&#039; gemacht, der mit irrsinnigen Repressionen für Deutschland endete und … die Schlafwandler. Und Steiner sagt, ja, Vorsicht, der Krieg ist verheerend von Anfang an, aber indem wir jetzt Deutschland zum Alleinschuldigen erklären, wird es nicht besser. Und wenn man dann die weitere Geschichte nur wenige Jahre verfolgt, dann ist von 1919 bis 1924, 1925 der Weg gerade mal fünf, sechs Jahre und dann haben wir die Braunen in Deutschland, die Fuß fassen. Und wodurch fassen sie Fuß? Indem sie sagen, Deutschland ist nicht allein schuldig am Krieg, Deutschland ist kein Verlierer des Krieges, sie &#039;&#039;&#039;opponieren gegen diesen Versailler Friedensvertrag&#039;&#039;&#039; und Steiner hat ihnen eigentlich das Argument aus der Hand schlagen wollen und das war ihm nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6300s Der 2. Weltkrieg wirft seine Schatten voraus 01:45:00] ===&lt;br /&gt;
Ich springe nochmal ein Stück weiter und komme dann wieder zurück. 1922 München, Steiner wird gemietet von einer Konzertagentur, ist jetzt falsch ausgedrückt, aber eine Konzertagentur organisiert eine Tournee Steiners durch Deutschland. Steiner ist en vogue, man will Steiner hören, man kann mit Steiner große Säle füllen und Steiner macht eigentlich sehr trockene, &#039;&#039;&#039;sehr abstrakte Vorträge über das Wesen der Anthroposophie&#039;&#039;&#039; und da sitzen dann manchmal 2.000, 3.000 Leute. Und in München geschieht während diesem Vortrag ein Anschlag der Braunen, der Nazis. Und die kappen die Elektrik und wollen danach eine sogenannte Saalschlacht veranstalten oder was auch immer veranstalten, wissen wir nicht. Und Steiner kommt nur raus, weil er eine kleine Gruppe von jungen Anthroposophen hatte, die vorne saßen und die auf ihn aufpassten, weil es bekannt war, dass es in Deutschland schwierig werden würde mit den Nazis. Und die hatten etwas übersehen, die hatten nämlich übersehen, dass die Saalbeleuchtung nicht mit dem Rednerpult gekoppelt war. Und an dem Rednerpult leuchtete immer noch eine kleine Lampe, während der ganze Saal mitten im Vortrag dunkel gemacht wurde, als Attentatsversuch oder Beginn eines Attentats. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Lampe leuchtete und &#039;&#039;&#039;Steiner spricht seinen Vortrag völlig ruhig weiter&#039;&#039;&#039;. Und es ist super klar - dann geht irgendwann das Licht wieder an - es ist super klar, danach wird irgendwas passieren. Und jetzt springen diese jungen Leute von vorne auf und führen ihn nach hinten zu einem Notausgang raus. Und er sagt danach nur, das war die letzte Möglichkeit, in Deutschland öffentlich zu sprechen. &#039;&#039;&#039;Diese Herren können sowas wie Anthroposophie nicht&#039;&#039;&#039;, das wird keine Möglichkeit mehr sein, darüber zu sprechen. Also das möchte ich auch deutlich sagen, diese kleine Szene, weil da auch immer wieder gerade im Internet wirklicher Blödsinn kursiert, dass Steiner irgendeine Art von Nähe, Sympathie oder sonst irgendwas zu den Nazis hätte. Genau das Gegenteil ist der Fall. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6442s Flexibles Handeln in Kriegszeiten: Rudolf Steiner bricht alle meditativen Schulungen ab und bildet seine Community aus im Verbinden von Wunden, spricht mit ihnen über den Tod und darüber, was es geistig, spirituell bedeutet, wenn junge Menschen sterben 01:47:22] ===&lt;br /&gt;
Ich gehe zurück auf 1914-15, es kommt diese &#039;&#039;&#039;Kriegskatastrophe&#039;&#039;&#039; und jetzt muss man sich das wirklich gut vorstellen. Da sitzt man in Basel auf diesem Hügel da bei Dornach und sieht rüber in das Rheintal und sieht das Elsass und den Schwarzwald. Und sieht im Elsass oben auf den Kuppen, auf den Höhen die sogenannte Maginot-Linie. Das ist die Linie, an der jahrelang junge Franzosen, junge Deutsche zu Tode gekommen sind, in großen Mengen, wegen einem wirklich völlig verrückten Krieg. Und dieses Feuer sieht man von dem Bau der Gemeinschaft aus nachts. Dahin kriegen die Mitglieder, die da arbeiten, ihre Einberufung. An diesem Bau sind, glaube ich, 14 Nationen beteiligt. Da kriegen die Leute ihren Brief hingeschickt. Sie sind jetzt bitte in drei Tagen dort und dort zur Einberufung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in dieser Zeit, was macht der Steiner? Der &#039;&#039;&#039;hält keine theosophischen Vorträge&#039;&#039;&#039; oder Meditationsanweisungen, sondern der ist ein Praktiker, der &#039;&#039;&#039;macht einen Samariter-Kurs&#039;&#039;&#039;, der lernt den Leuten, wie verbinde ich eine Wunde. Das sind Sachen, die man nicht weiß von Steiner und die sind mir wichtig zu zeigen. Steiner ist ein Mensch, der wirklich in seiner Zeit ist und der ganz konkret ist. Diese Momente, wo er aus eigenem ungefragt, aus eigenem Handeln etwas in die Hand nimmt, die sind ganz besonders typisch, die muss man immer aufsuchen, wenn man ihn studiert. Weil meistens ist er tätig, wenn Menschen ihn fragen oder bitten. Aber hier eben, das möchte ich deutlich betonen, Steiner, der alle meditativen Schulungen abbricht und der seine Community &#039;&#039;&#039;ausbildet im Verbinden von Wunden&#039;&#039;&#039;. Steiner, der über den Tod spricht und der darüber spricht, &#039;&#039;&#039;was es bedeutet, wenn junge Menschen sterben.&#039;&#039;&#039; Geistig gesehen, spirituell gesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steiner, der sich zurückzieht und diese Katastrophe eigentlich spürt. Und der zu Ergebnissen kommt, die doch sehr erstaunlich sind. Er bewirbt sich bei der deutschen Heeresleitung, der obersten Heeresleitung 1916, darum, für die deutsche Politik, &#039;&#039;&#039;für das deutsche Kaiserreich, ein Vermittlungsbüro eröffnen zu dürfen&#039;&#039;&#039;. Und zwar &#039;&#039;&#039;in Zürich, auf neutralem Boden&#039;&#039;&#039;. Um mit den Gegnern verhandeln zu können. Er möchte eine Friedensinitiative starten und er möchte die selber starten, aber er möchte den Segen des deutschen Kaiserreiches, was eigentlich bedeutungslos geworden war, es war nur noch das Militär bedeutsam, das Militär hat eigentlich alles gemacht, von denen möchte er sozusagen ein &amp;quot;Go&amp;quot; haben. Kriegt er nicht. Ja, er sei ja Österreicher.  Steiner, der mit den Menschen spricht, die dann in den letzten Kriegsmonaten und nach dem Krieg in Verantwortung kommen, ganz merkwürdig. Wieso weiß er, dass der Prinz Max von Baden, dass der Kühlmann Kanzler wird und so, dass in dieser Übergangszeit in die Weimarer Republik hinein Leute von Bedeutung werden, mit denen er vorher gesprochen hat. Also Steiner, der gar nicht fassbar ist, so richtig. Der ist nicht nur Anthroposoph und Begründer von einer Reformpädagogik und von vielen esoterischen und spirituellen Themen. Sondern Steiner, der auch g&#039;&#039;&#039;anz aktiv in das politische Geschehen eingreift&#039;&#039;&#039; und wirklich was will. Und das missglückt eigentlich im großen Ganzen alles.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6690s Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30] ===&lt;br /&gt;
Er kommt 1917 zu &#039;&#039;&#039;dieser Idee der Dreigliederung&#039;&#039;&#039; am Seelischen, findet das im Physischen und bei den Pflanzen und bei den Tieren wieder und so weiter und kommt dann 18, 17, 18 [1918] darauf, dass das auch eine Bedeutung hat für eine zukünftige Gesellschaft. Und jetzt ist er unterwegs in der Schweiz und sagt auch der Community seiner ganzen Gesellschaft, wir müssen hier in der Schweiz diese Art von &#039;&#039;&#039;neuer Gesellschaftsordnung&#039;&#039;&#039;, die nach der Kriegskatastrophe hoffentlich Gewicht und Bedeutung und Gehör bekommt, die müssen wir erstmal in der Schweiz bekannt machen, weil wir sind jetzt hier Gäste, wir dürfen hier sein. Also er hat einen ganz &#039;&#039;&#039;hohen Respekt&#039;&#039;&#039; davor, dass die anthroposophische Bewegung da in der Schweiz sein darf und er fährt vier Orte ab, ich glaube Winterthur, Zürich, Bern und … ja, ich weiß, vier. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er schließt sich förmlich ein &#039;&#039;&#039;in Zürich&#039;&#039;&#039; in einem Hotel und schreibt innerhalb von zehn Tagen diese Vorträge zu einem Buch um. Und dieses Buch, &#039;&#039;&#039;Die Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[S:GA 23|GA 23]]], die werden sein Bestseller. Die werden zu seinen Lebzeiten 80.000 Mal verkauft. Die lesen die Leute auch wirklich dieses Buch, auch die Entscheider lesen das. Wenige Monate nach dem Erscheinen, 1919, wird dieses Buch wirklich gelesen, hat aber &#039;&#039;&#039;letztendlich doch kaum einen Einfluss&#039;&#039;&#039;. Und er sagt auch seiner Community, es ist alles schön und gut, was wir hier machen, aber es kann sein, dass wir hier auch abbrechen müssen und uns vollkommen in die gesellschaftspolitische, in die gesellschaftskulturelle, in die gesellschaftsrechtliche, in diese gesellschaftsökonomische Bewegungen und Prozesse hineinstellen müssen, um für eine bessere Ordnung, für eine bessere Sozial-, eine bessere Gesellschaftsstruktur zu kämpfen nach diesem Deutschen Kaiserreich, was uns in diese Kriegskatastrophe geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt es, dass er nach diesen Vorträgen im April, Mai 1919, nach dem Ende des Krieges in Baden-Württemberg erscheint. Da sind die aktivsten Freunde, die aktivsten Anthroposophen in dieser Hinsicht, die das am ehesten für möglich halten in ihrer Region. Und jetzt ist er unterwegs und spricht also mit den Vorständen von großen Firmen, mit den Ministern, mit riesigen Versammlungen von Arbeitern in Robert-Bosch-Werken oder bei Daimler-Benz oder, oder, oder. Er ist &#039;&#039;&#039;in allen Gesellschaftskreisen unterwegs&#039;&#039;&#039;, zum Teil mehrfach am Tag und versucht den Leuten klarzumachen, wir müssen anders vorgehen. Es braucht etwas anderes. Kapital wird falsch verstanden. Bildung wird falsch verstanden. Recht wird falsch verstanden. Wir müssen eine Struktur schaffen, wo die Fragen der Bildung einen anderen Arbeitsmodus bekommen als die Fragen vom Recht. Und nochmal anders müssen wir vorgehen, wenn es um ökonomische Fragen geht. Und das sieht in ein paar Wochen so aus, als könnte das Bedeutung bekommen. Es gibt einige wesentliche Entscheider in der Zeit, die sagen, da ist doch was dran, das müssen wir irgendwie, vielleicht müssen wir das irgendwie umsetzen oder versuchen oder so. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann im Juni kippt es und es kommt eigentlich &#039;&#039;&#039;wieder zur Fortsetzung der alten Ordnung.&#039;&#039;&#039; Man packt alles in einen Topf. Man macht Demokratie nur als Parlamentarismus. Eine direkte Demokratie wird eigentlich ausgeschlossen. Man macht eine Ökonomie, die, ja, ganz fremdbestimmt ist. Man macht ein Rechtssystem, was, ja, auch seine Grenzen, also, ja, ich will es vielleicht gar nicht weiter ausführen. Es scheitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=6940s Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40] ===&lt;br /&gt;
Aber es gibt einen wesentlichen Punkt und das ist ein Unternehmer. Ein &#039;&#039;&#039;Unternehmer, [[A:Emil Molt|Emil Molt]], Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart&#039;&#039;&#039;, Zigarren und Zigaretten, ziemlich edel, Ableger in New York. Und der ist schon 1917, zwei Jahre vorher, unterwegs in der Schweiz, in Zürich, um Tabakhandel zu machen für seine Firma. Und der ist schon viele Jahre bekannt mit Rudolf Steiner und Mitglied dieser anthroposophischen Bewegung. Und der ist auf dem Rückweg 1917, wo der Krieg so richtig am Höhepunkt ist und fährt durch Basel und stoppt und sagt, ich gehe doch einmal da nach Dornach und gucke mal, was der Steiner so macht und kommt da in die Werkstatt, in die Schreinerei, in der Steiner die meisten Vorträge seines Lebens gehalten hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der Mann, der die Vorträge in der Werkstatt hält&#039;&#039;&#039;, das ist auch ein Bild, was typisch ist für Steiner. Der ein tolles Vortragsgebäude zweimal in seinem Leben bauen lässt, aber eigentlich seine meisten Vorträge zwischen Holzbearbeitungsmaschinen hält. Ein wunderbarer Raum, die Schreinerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort spricht Steiner und hinten kommt der Emil Molt rein und in dem Moment spricht Steiner über die Kriegskatastrophe und die Zukunft. Er sagt, es wird alles darauf ankommen, dass wir nach dem Krieg neue Schulen, eine neue Art der Pädagogik entwickeln. Und Emil Molt fährt wieder und der Krieg geht weiter und Steiner ist in Dornach und jetzt kommt zwei Jahre später die Situation, er geht wie so ein guter Chef durch seine Firma und spricht so mit seinen besten Leuten. Und da ist ein Mitarbeiter und der sagt, mir geht es gar nicht gut, mein Kind kann nicht auf die Schule gehen, auf die ich gerne das Kind geben möchte. Und da macht es bei dem Emil Molt Klick, wir sind doch jetzt nach dem Krieg und der Steiner hat doch was gesagt, nach dem Krieg kommt alles auf Schule drauf an. Ich frage den mal, ob der nicht sich hier für meine Arbeit eine Schule ausdenkt. Und er geht zum Steiner und der Steiner sagt, ja, eine Bedingung Herr Molt, Sie kümmern sich um die Wirtschaftlichkeit dieser Schule, gut, aber diese Schule kann nicht nur für Ihre Mitarbeiter sein, die ist für alle. Und ich kümmere mich um die Genehmigung. Steiner geht auf das Ministerium und &#039;&#039;&#039;das erste Mal&#039;&#039;&#039; überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass &#039;&#039;&#039;eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird&#039;&#039;&#039;. Vorher gab es nur staatliche oder kirchliche Schulen. Und Steiner erklärt das diesen Beamten, &#039;&#039;&#039;auch im Kontext seiner ganzen Kampagne für Dreigliederung&#039;&#039;&#039;, das war genau die Zeit, ist er so bekannt, dass man ihm das zubilligt, dass man ihm das zutraut. Dass man sagt, ja, das kann es doch eigentlich auch geben. Schule, die nicht so funktioniert, wie irgendwelche Ministerialbeamten sich das ausgedacht haben, sondern Schule, die ganz offensichtlich &#039;&#039;&#039;aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er darf das begründen und es wird … auch bei Steiner spielen oft &#039;&#039;&#039;die Namen&#039;&#039;&#039; eine große Rolle. Es wird auch klar, wie die heißt, &#039;&#039;&#039;Einheitliche Volks- und Höhere Schule.&#039;&#039;&#039; Ist für alle und die geht durch und die Leute können am Ende Abitur machen. Nicht irgendwie Segment, das ist typisch für Steiner, nicht bestimmte Klassen und auch keine Unterscheidung von Jungs und Mädchen. War damals noch ganz normal. Die Jungs müssen stricken und die Mädchen dürfen schmieden. Keine Frage. Natürlich das jeweils andere Geschlecht auch. Kein Unterschied. Ganz wichtig. Und keine Noten, kein Druck. Zitat:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Man kann Pädagogik machen mit Angst und man kann Pädagogik mit Liebe machen. Wir haben uns für das Zweite entschieden.&#039;&#039; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;Auch wenn die Waldorfschule heute oft problematisch ist. Das ist ihre Quelle. Das muss man wissen. Keine Noten, kein Druck. Wir haben uns entschieden, eine Pädagogik zu machen, die aus der Liebe zu dem Kind ihre Quelle hat. Ja, ich will da nicht tiefer drauf eingehen, weil ich das auch im Moment gar nicht könnte. Rein emotional. Es ist auch ein Drama, was aus der Waldorfpädagogik geworden ist. Es ist an vielen Stellen sehr flach geworden und es ist an vielen Stellen das, was da eigentlich der Impuls ist, noch mal wieder ganz neu zu heben. Dennoch ist die Schule etwas, was &#039;&#039;&#039;eine riesige Bedeutung hat für die pädagogische Entwicklung&#039;&#039;&#039; überhaupt. Kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Ist leider nie untersucht worden. Es gibt kaum ein Buch dazu, wo man wirklich mal systematisch untersucht hat über fünf, sechs Jahrzehnte, was hat eigentlich Waldorfpädagogik bedeutet als Impulsgeber für das allgemeine Schulwesen. Denn da ist ganz viel geleistet worden und da ist ganz viel passiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Waldorfschule, die sich dann da begründet, blüht sofort auf. Steiner, das ist seine Sache, die er am meisten, man könnte sagen, betreut, wo er am meisten anwesend ist. Er fängt im September 19 [1919] an mit zwölf Lehrern, die er schult, zwei Wochen, sehr intensiv, und dann fangen die an. Und diese Lehrer sind jung und manche von ihnen werden auch schnell wieder entlassen. Die schaffen es irgendwie nicht. Und manche hat man den Eindruck - da ist alles sehr gut dokumentiert - da gibt es dann Stunden, wo man denkt, also was da so steht und was man so liest und was man so da wissen kann, muss es da ziemlich chaotisch zugegangen sein. Und Steiner empfiehlt dann, er ist alle zwei Wochen bei diesen Lehrern und geht mit in die Schule und geht mit in den Unterricht und so und &#039;&#039;&#039;macht Konferenzen&#039;&#039;&#039; und bleibt diesen Lehrern sozusagen treu, ist &#039;&#039;&#039;die Schulleitung&#039;&#039;&#039;, könnte man sagen. Und dann sagt er einfach nur, nee, nee, das ist gar nicht schlimm, dass es da immer so laut ist in dem und dem Unterricht. Man sollte einfach nur von innen so lange zuschließen, dass der Lärm nicht so ins Schulhaus rausflutet. Und ein anderer fliegt einfach raus: &#039;&#039;So wie Sie das hier machen, ist das purer Materialismus.&#039;&#039; &#039;&#039;Das können wir hier nicht gebrauchen.&#039;&#039; Sehr interessant, also sehr spannend, wie er diese Leitung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er dekliniert das durch. Das ist wirklich unglaublich bis heute, obwohl sich ja die kindliche Entwicklung vollkommen verändert hat, obwohl sich die Physiologie, die seelische Entwicklung verändert, ist dieser Lehrplan, gerade die unteren Klassen, mit dem wird man noch viele Jahrzehnte, wenn nicht noch ein, zwei Jahrhunderte ziemlichen Erfolg haben, wie man eigentlich die kindliche Entwicklung und die Beziehung zur Welt so komponiert, so zusammenbringt, dass es zum Teil genau das ist, was in den Kindern lebt, das wird in der Geschichte erzählt, an dem sind sie dran und zum Teil genau das Gegenteil, dass sie konfrontiert sind mit etwas ganz anderem. Ein unglaubliches Programm, gerade diese ersten acht Jahre, wie man das hinkriegt, wirklich &#039;&#039;&#039;ohne Druck und ohne Sitzenbleiben&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;ohne Noten&#039;&#039;&#039; ein Schulsystem aufzubauen, was am Ende sogar ziemlich erfolgreich ist. Und es gibt heute Vorträge auch von Nicht-Waldorf-Leuten, die sagen, warum ist die denn eigentlich so erfolgreich? Irgendwie müssten wir doch mal das Geheimnis dieser Pädagogik knacken. Was machen die eigentlich besser? Also es hat bis heute eine große Bedeutung, vor allem eben für die Schulentwicklung im Allgemeinen. Die Schule ist dann nach wenigen Jahren … hat auch eine Oberstufe, entwickelt sich einfach prächtig. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7442s Die Waldorfschule ist das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt 02:04:02] ===&lt;br /&gt;
Und am Anfang des Jahres 1925, wenige Wochen vor seinem Tod, schreibt Rudolf Steiner vom Krankenbett aus &#039;&#039;&#039;einen Brief&#039;&#039;&#039; an diese Lehrer. Und da schreibt er am Ende dieses Briefes einen Satz, es geht in dem Brief eigentlich darum, dass er sagt, es darf nicht dazu kommen, dass die weiteren Waldorfschulen, die schon zum Teil begonnen hatten, dass die von irgendeinem, wie soll ich sagen, fremden, also sachfremden Menschen geleitet werden. Es braucht so etwas wie ein Verbund, ein Verband, &#039;&#039;&#039;eine Dachorganisation aller Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;. Und das können eigentlich wieder nur Lehrer sein, Waldorflehrer. Und da ihr, liebe Stuttgarter Lehrer, nun mal die Ersten seid, muss ich das in eure Hände legen. Ihr müsst euch da drum kümmern. Ich bin absolut dagegen, dass das irgendwie von irgendwelchen Funktionären gemacht wird. Das ist eigentlich der Inhalt dieses Briefes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zum Schluss endet er mit diesen Zeilen, dass er schreibt, ja, für ihn hat es eine große Bedeutung und so. Die Waldorfschule ist zwar ein Kind der Sorge für ihn, es hat ihn fünf Jahre intensiv beschäftigt, aber gleichzeitig ist sie auch &#039;&#039;&#039;das Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt.&#039;&#039;&#039; Die Waldorfschule ist ein Kind der Sorge, aber sie ist gleichzeitig ein Wahrzeichen für die Fruchtbarkeit der Anthroposophie in der Welt. Das ist der letzte Brief, den er an dieses Kollegium schreibt. Sehr bedeutsam für mich, dieses Zitat. Die Waldorfpädagogik ist eine Reformpädagogik, ist eine ganz andere Pädagogik, die bis ins ganz Konkrete runtergebrochen ist und die man jeden Tag neu erfinden muss, die überhaupt nicht eine Rezeptpädagogik ist. Aber sie ist gespeist aus einem Menschenbild, was nicht bei DNA, bei Zufall und Genetik aufhört und draußen in der Welt nur Materialismus erkennt, sondern eben ein Kind der Anthroposophie. Ein Wahrzeichen, dass diese Anthroposophie auch fruchtbar ist, auch etwas zum Wohle der Menschheit beitragen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7592s Was ist Anthroposophie? 02:06:32] ===&lt;br /&gt;
Und damit sind wir eigentlich im Zentrum der ganzen Sache. &#039;&#039;&#039;Was ist Anthroposophie?&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;[[A:Anthroposophie|Anthroposophie]] ist eine Wissenschaft, ist ein Erkenntnisweg, der den Mensch und alles außerhalb des Menschen, die Welt bis ins Weltall hinaus so anschaut, dass immer die Frage danach ist, was ist hier eigentlich für eine Zukunft, für eine Vermenschlichung der Gesellschaft, für eine Humanisierung der Medizin, für eine Fortdauer der lebendigen Erde und so weiter hilfreich.&#039;&#039; Das ist eigentlich das Prinzip der Anthroposophie, darum geht es eigentlich. Und das wird für mich eben so deutlich an diesem Zitat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7650s Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich müsste jetzt noch ein paar Minuten brauchen, insbesondere für die Landwirtschaft und für die Medizin. Bei der Landwirtschaft ist es, ja, ich mache vielleicht erst die Medizin. Bei der Medizin ist es so, dass schon 1902, ganz am Anfang dieser Berliner Zeit, diese ersten Vorträge, taucht eine junge Holländerin auf, 20-jährig, die hat sowas wie so eine Heilgymnastikausbildung. Und sie möchte mitarbeiten, aber sie möchte sozusagen als Medizinerin mitarbeiten. Und sie fragt den Steiner, wie mache ich das, ich kann eigentlich gar nicht Arzt werden in Deutschland und in Holland. Dann sagt er, ganz klar, gehen Sie nach Zürich, da kann man auch als Frau Ärztin werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machen Sie das, sammeln Sie Erfahrung, das wird schon. Und sie macht das, sie ist eine willensstarke Persönlichkeit, [[A:Ita Wegman|&#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039;]]. Und sie kommt dann schlussendlich 1919, 18, 17, 18, 19 landet sie in Dornach wieder an. Und dann baut Steiner ihr eigentlich, kann man schon so sagen, ein kleines Kliniksanatorium, &#039;&#039;&#039;eine kleine Klinik in Arlesheim&#039;&#039;&#039;, direkt &#039;&#039;&#039;am Fuße des Goetheanums,&#039;&#039;&#039; also da ist man in fünf Minuten hingelaufen. Und er arbeitet intensiv mit ihr zusammen. Ein Chemiker, der nach Dornach gekommen war, um die Pflanzenfarben zu entwickeln für die Malerei in diesem Saal, der muss in seiner Garage - die meisten Geschichten auf der Welt entstehen in Garagen - der muss in seinem kleinen Labor die Medikamente herstellen. Diese drei, denen verdanken wir eigentlich die anthroposophische Medizin [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Anthroposophische Medizin|Anthroposophische Medizin]]]: &#039;&#039;&#039;Steiner, Wegman, Oskar Schmiedl&#039;&#039;&#039;, der Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Natürlich waren es nicht alles nur Pharmazie und natürlich waren es nicht alles nur Ita Wegmann und dieses Institut und so. Aber da ist eigentlich der Drive, die Kraft, der Kern. Über 500 einzelne nachgewiesene Krankenbesuche am Bett, Steiner und Wegmann und andere Ärzte noch. Diese Situation, wir gucken wirklich genau. Geisteswissenschaft ist nicht irgendwo irgendeine hellsichtige Eingebung haben, wie jetzt hier zu therapieren ist, sondern präzise, genaue Diagnostik. Da kommt das mit der Erweiterung, das große, wichtige Grundlagenwerk, was die beiden da noch ganz am Ende seines letzten Lebensjahres hinkriegen, &#039;&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst&#039;&#039;&#039;. [&#039;&#039;Grundlegendes zur Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen&#039;&#039;, [[A:GA 27|GA 27]]] Ganz deutlich, die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist &#039;&#039;&#039;eine Ergänzung&#039;&#039;&#039;, sie ist &#039;&#039;&#039;eine Erweiterung der Schulmedizin.&#039;&#039;&#039; Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition und ein großer, großer Erfolg. Viele, viele Dinge, die heute in der Medizin im Allgemeinen gemacht werden, sind dort das erste Mal entstanden. Das will ich jetzt gar nicht weiter ausführen. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=7851s Neuorientierung und  Erweiterung des Blickes auf die spirituellen Grundlagen der Landwirtschaft: Der Landwirtschaftliche Kursus in Koberwitz bei Breslau 1924  02:10:51] ===&lt;br /&gt;
Ich schwenke zur Landwirtschaft. Bei der Landwirtschaft ist die Situation ganz, ganz andere. Es sind wieder eher diese alten, konservativen Gesellschaftsgruppen, die Steiner immer wieder drängen. Können wir nicht auch zur Landwirtschaft was von ihnen hören? Wir haben gewisse Probleme. Und er, das ist schwierig, man merkt irgendwie an seiner Reaktion, er sieht das irgendwie nicht, er hält sich für nicht kompetent. Und die kommen über zwei, drei Jahre immer wieder und er hat immer wieder Auseinandersetzungen oder Erfahrungen, ganz konkret mit Landwirtschaft, dadurch, dass es aus dieser &#039;&#039;&#039;Dreigliederungsbewegung&#039;&#039;&#039;, aus dieser Ökonomiebewegung heraus &#039;&#039;&#039;ein Unternehmensverband&#039;&#039;&#039; gibt. Der hat sich in Stuttgart begründet und zu diesem Unternehmensverband gehören nun auch ein paar Güter, l&#039;&#039;&#039;andwirtschaftliche Güter, und auf denen gibt es Probleme&#039;&#039;&#039;. Und zu diesen Problemen wird er hinzugezogen, eingeladen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das sind zum Teil auch &#039;&#039;&#039;Düngungsprobleme, Tiergesundheitsprobleme&#039;&#039;&#039;. Und jetzt hat man den Eindruck, indem er da konkret involviert ist - er ist da zum Beispiel mit einem Tierarzt unterwegs und behandelt große Tier-, Rinderherden gegen die Maul- und Klauenseuche mit einem von ihm extra entwickelten Medikament. Und das ist auch ziemlich erfolgreich. Oder er hat es mit Düngungsproblemen, Kalimangelstandorten zu tun. Und man hat den Eindruck, dadurch, dass er merkt, das geht irgendwie, er kriegt da irgendwie das gecheckt, was da eigentlich passiert, seine Ratschläge funktionieren, sein - ich sag mal - spiritueller, großer, erweiterter Blick auf den Lebenszusammenhang dieser Kultur, Natur, Landwirtschaft funktioniert. Das gibt ihm den Mut überhaupt, daran zu denken, diesen Kurs doch zu machen. Und es kommt eigentlich nur zustande, weil der Karl Graf von Keyserlingk [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[w:Carl_Wilhelm_Graf_von_Keyserlingk|Carl Wilhelm Graf von Keyserlingk]]), dieser Adelige, auf dessen Hut es dann schlussendlich passiert, der 24 [1924] ganz im Osten, da in Schlesien, der hat einen Neffen. Und dieser Neffe ist nach dem Schulabschluss so ein bisschen unorientiert. Der weiß nicht so genau, wo es weitergeht. Und da sagt der Onkel, du fährst da nach Dornach, und du bleibst da einfach so lange bei dem Steiner, bis der einen Termin rausgerückt hat für diesen &#039;&#039;&#039;Landwirtschaftskurs&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[Landwirtschaftlicher Kurs|Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft (Landwirtschaftlicher Kursus)]]] [[A:GA 327|GA 327]]. Und das dauert Wochen. Du gehst immer mal wieder hin und sagst, Steiner, wann ist es denn nun? Und der imponiert dem Steiner. Das sagt er dann auch nach dem Landwirtschaftskurs: Da war alles so ein bisschen eisern bei diesem Graf. Wenn man das Wasser auftrete, kam so ein bisschen braune, rostige, eisenhaltige Wasser raus. Und das ganze Regiment war sehr so, wie das so früh in der Landwirtschaft war. Und so war auch schon der Neffe in Dornach, der wollte was. Das hat ihn irgendwie imponiert. Sonst wäre dieser Kurs gar nicht mehr zustande gekommen. &#039;&#039;&#039;Drei Monate später ist er so krank&#039;&#039;&#039;, dass er nicht mehr reisen kann und dass er auch nicht mehr Vorträge halten kann. Also es ist wirklich sozusagen einer seiner letzten großen Reisen gewesen, &#039;&#039;&#039;diese Reise da nach Koberwitz,&#039;&#039;&#039; auf dessen Rückweg er in Jena vorbeifährt und mit diesen jungen Männern diese &#039;&#039;&#039;Heilpädagogik&#039;&#039;&#039; bespricht. Das ist auch interessant, dass wir da eigentlich wie Partner sind oder wie Kollegen sind, ganz anders als wie die Medizin und wie die Waldorfpädagogik. Die sind viel früher begründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8077s Anthroposophie in der Praxis: Die Camphill-Gemeinschaft  02:14:37] ===&lt;br /&gt;
Dann kommt &#039;&#039;&#039;die große Weihnachtstagung&#039;&#039;&#039;, 23-24, wo Steiner merkt, diese ganze anthroposophische Gesellschaft schafft sich förmlich selber ab. Er muss persönlich die Verantwortung übernehmen und &#039;&#039;&#039;begründet&#039;&#039;&#039; diese Gesellschaft &#039;&#039;&#039;mit einem esoterischen, spirituellen Kern neu&#039;&#039;&#039;. Und jetzt kommt es eben noch zur Landwirtschaft und zur Heilpädagogik. Das ist schon sehr interessant, dass diese beiden Bewegungen eben da 24 [1924] entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schon zehn Jahre später haben wir in Deutschland den Nationalsozialismus und jenen jungen jüdischen Kinderarzt, der emigriert ist, Österreicher, nach Wien und dann nach Nordengland, &#039;&#039;&#039;nach Schottland und dort in Camphill&#039;&#039;&#039; [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:Camphill-Gemeinschaft|&#039;&#039;&#039;Camphill-Gemeinschaft&#039;&#039;&#039;]]], diese erste Community begründet für heilpädagogische, für seelenpflegebedürftige Kinder und das mit Landwirtschaft verknüpft. Das ist eine Gründung von [[A:Karl König|&#039;&#039;&#039;Karl König&#039;&#039;&#039;]]. Und ich möchte den hier zum Schluss als eine Überleitung, als eine Figur benennen, die eben &#039;&#039;&#039;mit der Anthroposophie etwas Neues&#039;&#039;&#039; entwickelt hat. Und man kann schon sagen, überall auf der Welt, wo man eine Camphill-Einrichtung nicht begründen darf, wo es nicht möglich ist, eine solche Dorfgemeinschaft zu begründen, hat man es mit einem Regime zu tun, wo man eigentlich sagen muss, das ist schon eine Diktatur. Kann man ganz sicher zum Maßstab machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser &#039;&#039;&#039;Impuls der brüderlichen Dorfgemeinschaft&#039;&#039;&#039;, dieses &amp;quot;wir sind eigentlich, wir helfen uns eigentlich gegenseitig&amp;quot;. Die sogenannten Behinderten, die Landwirtschaft, die Werkstätten, ein spirituelles, religiöses Leben, das ist schon ein unglaublicher Impuls. Heute ist das sicher schwierig, weil man die Menschen gar nicht mehr findet, die in dieser Weise in einer Art Familie mit den heilpädagogischen Leuten zusammenleben wollen. Das hat auch seine Schattenseiten, ganz sicher. Aber in der Geschichte - und wir haben es hier zunächst mal zu tun mit einer Darstellung dessen, was war - spielt es schon eine große Rolle, dass eben schon bereits während der Nazizeit, während des Zweiten Weltkriegs diese Geburt gelungen ist. Und wir eigentlich heute auch sagen müssen, in vielen Ländern der Welt sind das erste Mal &#039;&#039;&#039;die biodynamischen Präparate&#039;&#039;&#039; durch die Heilpädagogik, durch die Camphill-Dorfgemeinschaften hingekommen. Und von da aus haben sie ihren Ausgang genommen.  Also in &#039;&#039;&#039;Südafrika&#039;&#039;&#039; kann man das ganz sicher sagen, die tollen biodynamischen Beine, die es heute in Südafrika gibt, die wären da heute nicht, wenn es nicht schon lange diese Camphill-Gemeinschaften da gegeben hätte, aus denen das langsam die Biodynamik heraus sich entwickelt hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ich möchte an der Stelle eigentlich die Sache beenden und möchte darum um Entschuldigung bitten, dass ich natürlich jetzt gerade in diesem zweiten Teil die letzten zehn Jahre von Steiner nur so aphoristische Striche machen konnte. Es ist eigentlich unverstehbar, wie er das alles zusammenbringt, wie er arbeitet. Ich hatte ja das große Glück, vor kurzem diesen Landwirtschaftskurs nochmal mit vier anderen Kollegen neu herausgeben zu können und dabei auch seine Bibliothek, seine Arbeitsweise genauer kennenzulernen. &#039;&#039;&#039;Die Notizen&#039;&#039;&#039;, es bleibt unglaublich rätselhaft, &#039;&#039;&#039;wie er das hingekriegt hat,&#039;&#039;&#039; in welcher Geschwindigkeit er gearbeitet hat und wie stark er doch immer dabei selber Hand anlegen wollte. &#039;&#039;&#039;Er war eben kein Theoretiker.&#039;&#039;&#039; Das ist, glaube ich, auch sehr wichtig für uns gerade auch, auch bei diesen Präparaten. Er hat selber in Dornach ein halbes Jahr vorher das erste Hornmist gemacht. Er hat das mit zwei, drei Leutchen da im Vergraben und so, er hat das selber ausprobiert, um das wahrzunehmen. Es ist kein Theoretiker, der sich irgendwas Spirituelles ausdenkt oder irgendwoher fühlt oder irgendwie so herbeiholt aus einer geistigen Welt, sondern der hat diese Einsicht und der probiert es im Konkreten und prüft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Das ist Steiner&#039;&#039;&#039;. Herzlichen Dank! [Applaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=jJxp7PlJ10Q&amp;amp;t=8344s Ende des Vortrages - Fragen aus dem Publikum 02:19:04] ===&lt;br /&gt;
M.v.M.: Jetzt hätten wir noch ein paar Minuten für Fragen. Bitte!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Gibt es aus seinem letzten Jahr, hat er gespürt, dass er gestorben ist? Und gibt es darüber auch Schriften? Hat er Vorträge gehalten oder irgendwas geschrieben in der Zeit? Und woran ist er gestorben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Welche Zeit? Ich habe es noch nicht verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Anfang März 1925. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er ist Anfang März 1925 gestorben. Ende März, Entschuldigung. Und deine Frage ist jetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ob er in dem Monat März noch mal was geschrieben hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, er hat immer noch weiter geschrieben im Krankenbett. Eine Sache, die besonders schön ist und besonders spannend und besonders modern eigentlich. Das nennt sich &#039;&#039;&#039;Leitsatzbriefe.&#039;&#039;&#039; Und da schreibt er immer einen kleinen Aufsatz und den fasst er noch mal wie zusammen in drei Leitsätzen. Und dieses kleine Büchlein ist extrem lesenswert [&amp;lt;nowiki/&amp;gt;[[A:GA 26|GA 26]] Anthroposophische Leitsätze]. Es ist &#039;&#039;&#039;eine Einführung in die Anthroposophie&#039;&#039;&#039; für sich noch mal. Und das hat er immer so gemacht, dass er da - jede Woche kam das in dieser Zeitschrift &amp;quot;Das Goetheanum&amp;quot; heraus. Und das war wirklich so gemacht, dass dann nach seinem Tod, ich glaube noch drei oder vier Wochen, die schon geschriebenen Aufsätze noch gedruckt werden konnten. Also bis zum letzten Moment relativ arbeitsam und fleißig. Und gleichzeitig auch wirklich schwerstkrank. Und wahrscheinlich, ich würde sagen, wenn ich das richtig interpretiere, ein Prostatakrebs. Das kann ich aber nicht. Ich bin kein Mediziner. Das ist das, was ich dazu sagen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Weiß man, ob er sich vermutlich mal von Ita Wegmann behandeln lassen, oder hat er noch andere … ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ita Wegmann ist quasi da hingezogen, wo er dann leben wollte. Und es war aber noch mindestens ein zweiter Arzt mit dabei. Ja, so viel kann ich sagen. Also es ist interessant, dass er dann, wo er merkt, er wird so kraftlos, dass er nicht mehr arbeiten kann im Sinne von Auftritt und Vortrag und so, sondern nur noch eigentlich im Bett sein kann, dass er nicht in seiner Wohnung am Dornacher Hügel im Haus bleibt, sondern dass er sich neben diesem Atelier, neben dieser Schreinerei ein Hochatelier, ein Atelier, in dem er an den plastischen Arbeiten, die er gemacht hat - die habe ich jetzt gar nicht erzählt - daneben lässt er sich einrichten. Bett, Ofen, Waschbecken, so fertig. Also er möchte in dieser Arbeitsatmosphäre sein. Er möchte nicht in diesem Privatbereich sein. Das ist interessant. Also er empfindet auch &#039;&#039;&#039;sein Krankenlager&#039;&#039;&#039;, so würde ich das heute sagen, &#039;&#039;&#039;als eine Arbeitsstation&#039;&#039;&#039;. Und das ist auch so. Er arbeitet da extrem effektiv und viel noch. Wir verdanken dieser Zeit eben diesem ganzen Teil dieser wunderbaren Leitsatzbriefe, die nochmal in einer ganz neuen und einfacheren und klareren Weise viel knapper und deutlicher die Anthroposophie formulieren und die man nur jedem Landwirt und Gärtner empfehlen kann, weil als Landwirt und Gärtner, wenn man da abends anfängt, Steiner zu lesen, dann dauert es 10 Minuten und man schläft ein. Und mit diesen Leitsatzbriefen hat man in 10 Minuten schon viel aufgenommen. Die sind einfach so komprimiert, dass das wirklich eine sehr empfehlenswerte Literatur ist, wenn man sich in die Anthroposophie einarbeiten will, von Anfang bis Ende. Die ändern sich in ihrem Stil. Zunächst ist das … das brauche ich jetzt gar nicht einführen, ich will es einfach so sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragender: Danke schön.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: War Rudolf Steiner erleuchtet? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.:  Ja, das ist natürlich ein Begriff, mit dem ich wenig anfangen kann, weil, was heißt jetzt erleuchtet? Man meint damit das Bewusstsein, glaube ich so, ich vermute, dass man damit meint, ich nehme jetzt mal an, dass ich sozusagen die Weisheit erlebe. Und da kann man Ja oder Nein sagen. Er war natürlich erstaunlich weitsichtig und hat erstaunliche Dinge hervorgebracht. Und auch mit einer gewissen Selbstverständlichkeit gelehrt. Und gleichzeitig war er eben auch ein Mensch von hier und jetzt. Und was man ganz deutlich an dieser Stelle sagen muss, Steiner hat ganz viel vorgebracht, wo man heute sagen würde, in unserer heutigen Wissenschaftskultur, die war damals eben noch nicht so. Moment, du hast nicht nachgewiesen, wo du es her hast! Und es wird von Steiner nie behauptet, dass er nicht unglaublich viel von anderen hat. Er hat es nur nicht jeweils benannt. Und ich kann jedenfalls im Landwirtschaftskurs sagen, das ist so viel, so viel Quellen, dass es auch richtig mühsam wäre. Also es ist wirklich so, dass Steiner nicht in diesem Sinne ein Erleuchteter ist, der sozusagen blind durch die Welt geht und alles von oben holt und alles so raushaut. Sondern Steiner ist wirklich jemand, der die geheimen, die Untergrundströmungen der Kultur seit, ja, ich würde mal sagen, über 2000 Jahren, seit den alten Griechen, sehr, sehr gut kannte. Und sich auf Sachen beziehen konnte, wo selbst Fachleute aus dem jeweiligen Gebiet sagen, Moment mal, wo hat er denn das jetzt her? Und dann 50 Jahre später merkt man, ah, da steht es. Also typisches Beispiel in der Landwirtschaft ist die Lehre, ich glaube, die [[Petra Kühne]] wird das hier auch vorgebracht haben, &#039;&#039;&#039;des umgekehrten Menschen und der Pflanze&#039;&#039;&#039;. Die Wirksamkeit der Wurzel auf die Kopforganisation. Ich weiß nicht, ob sie das gebracht hat. Das ist nicht Steiner. Das gibt es schon viermal. Das springt schon alter Grieche hervor, ein Lateiner, ein Weisheitslehrer aus der Schule von Chartre und schlussendlich sogar der Darwin. Die Anthroposophen, in ihrer leider oft nicht so ganz toll gebildeten Art und Weise, die halten das jetzt für eine Erfindung von Steiner. Aber das ist das Problem der Anthroposophen. Und Steiner behauptet nicht, dass das auf seinem Mist gewachsen ist. Also das sind schon auch spannende Punkte. Und das sagt Steiner sehr klar, ich habe ganz wenig neu erfunden, sondern ich bin jemand, der verbindet und der aus einer Logik heraus versucht zu erzählen und darzustellen und klarzumachen und Impulse zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Hat Ihn der Punkt beschäftigt, dass die Gefahr besteht, dass aus dem, was er gesagt hat, eine neue Art von Glauben entstehen könnte? Und wenn ja, was ich vermute, weil das ja eigentlich sehr verwoben ist in der Kritik, weil da so zentrale Sachen sind, die er versucht hat zu machen, damit diese … wird. Und was würdest du sagen, also welche Relevanz hat das jetzt zur Zukunft? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M.v.M.: Ja, supergute Frage! Ich antworte mit einem Witz, Steiner war viel humorvoller, als man ihn kolportiert, als man ihn heute darstellt. Andere behaupten vieles andere. Steiner geht in den letzten Jahren den Hügel in Dornach hoch, ein wunderbares Gebäude, eine wunderbare Gestaltung der Landschaft, ein Kiesweg, ein Schotterweg. Und derjenige, der mit ihm läuft und mit ihm spricht, dem sagt er plötzlich, Moment, stopp, bleiben Sie mal stehen, ich muss mir hier gerade mal den kleinen Stein aus der Sandale rausholen, sonst humpelt halb Dornach morgen. Oder Steiner in einer Versammlung unter den Anthroposophen … Ja, Herr Dr. Steiner, wir sind Ihnen so dankbar, dass Sie das jetzt alles darlegen ... wir glauben das alles, was Sie... Da fährt er aus der Haut, das kommt ganz selten vor: &amp;quot;Sie sollen nichts glauben, Sie sollen verstehen!!&amp;quot; Es passiert bei Steiner ganz selten, dass er explodiert, aber da passiert es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist doch interessant, dass es nicht an irgendeiner anderen Ecke passiert, sondern da, wo man ihm unterstellt, es würde um Weisheitslehren gehen. Sie müssen selber denken. Ich gebe Ihnen nur Richtungen oder Ideen oder Gesichtspunkte oder Argumente oder will mit Ihnen eigentlich &#039;&#039;&#039;in eine Diskussion treten und nicht in ein Glaubensverhältnis&#039;&#039;&#039;. Also dagegen wendet er sich immer wieder und schon zu seinen Lebzeiten gibt es dafür genügend Grund. Und bis heute ist das ein Riesenproblem, riesiges Problem, dass die Anthroposophie dogmatisch, wie so ein bisschen Religionsersatz gehandhabt wird. Jetzt muss ich aber dazu etwas sagen, was mir sehr wichtig ist, Euch zu sagen, als vielleicht einen Teil der nächsten Generationen. Achtung! Dadurch, dass man identifiziert, die Gefahr ist, dass man das sozusagen dogmatisiert. &#039;&#039;&#039;Die Lösung ist nicht Verwässerung&#039;&#039;&#039;. Das ist nicht die Lösung, sondern die wirkliche Auseinandersetzung. Das ist die Lösung. Und diese Frage der Dogmatisierung muss eigentlich dazu führen, der Selbstprüfung, sich das voll da rein zu knallen und wirklich zu sagen, ich will das für mich klarkriegen. Ich will das prüfen, ich lese, ich höre, ich spreche, ich erlebe, ich fühle, ich meditiere und so weiter. Indem man sagt, eins unter vielen und so, kommt man dem Problem nicht näher. Die Anthroposophie ist schon auch eine Wahnsinnsherausforderung. Das muss man schon auch sagen. Das ist anstrengend. Aber man ist ja, glaube ich, auch nicht auf der Welt, um es besonders bequem zu haben. Dann ist man jedenfalls in dieser Ecke der Welt nicht gut aufgehoben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gut, dann haben wir es hier an dieser Stelle. Ich freue mich auf heute Abend um halb acht. Und wie gesagt, macht euch keinen Stress. Es geht darum, die Leute, die hier arbeiten und leben, dass die auch von euch irgendwas mitkriegen. Und dass da was zurückkommt. Die machen mehr, als ihr denkt, dass das hier so möglich ist. Und ich bin denen auch sehr dankbar, dass wir das hier so machen können. Ich habe vor vielen Jahren einfach, als die Frage aus Süddeutschland und Norddeutschland kam, gesagt, okay, dann machen wir noch einen Januarkurs im November. Ich habe das nicht mit allen ordentlich besprochen. Ich habe es einfach gemacht. Und wenn ich gefragt hätte, ich weiß nicht, ob es so durchgekommen wäre, wie es jetzt heute ist. Heute würde das gut durchkommen. Heute würden sie das alles akzeptieren, weil sie merken, es geht. Aber vor dem Hintergrund, einfach mal ein bisschen die Leute, die das hier tragen und ermöglichen, dass das hier geht, mit denen ein bisschen was Schönes zu machen. Darum muss es eigentlich gehen, in meinen Augen, wenn ich euch einen Tipp geben darf. Aber ihr dürft machen, wozu ihr lustig seid.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
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== Glossar ==&lt;br /&gt;
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[[Behinderung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit &#039;&#039;&#039;Behinderungen&#039;&#039;&#039; als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen &#039;&#039;&#039;biodynamischen Höfen&#039;&#039;&#039; ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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[[Eurhythmie|Eurythmie]]&lt;br /&gt;
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* „Und so entsteht die &#039;&#039;&#039;Eurythmie&#039;&#039;&#039; als eine wirklich neue Bewegungskunst […] Geführte, gefühlte Bewegung.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Ideen für eine eigene Bühne. Trennung von den Theosophen. Die Eurythmie entsteht als eine neue Bewegungskunst 01:29:50|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:29:50]]&lt;br /&gt;
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[[Geist]]&lt;br /&gt;
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* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für Rudolf Steiner, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der &#039;&#039;&#039;geistigen&#039;&#039;&#039; Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geisteswissenschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische &#039;&#039;&#039;Geisteswissenschaft&#039;&#039;&#039; entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Goethe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser &#039;&#039;&#039;Goethe&#039;&#039;&#039;-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und Übersinnlichem.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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[[Koguzki, Felix]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Kräutersammler &#039;&#039;&#039;Felix Koguzki&#039;&#039;&#039; […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem Mysteriendrama eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
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[[Medizin, Anthroposophische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Zusammenarbeit mit Ita Wegman […] die &#039;&#039;&#039;anthroposophische Medizin&#039;&#039;&#039; ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mysteriendrama]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Kräutersammler Felix Koguzki […] versorgt die Wiener Apotheken […] in einem &#039;&#039;&#039;Mysteriendrama&#039;&#039;&#039; eine Figur erfindet, die dem ganz ähnlich ist.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit dem Kräutersammler Felix Koguzki: Er trug auf dem Rücken sein Bündel Heilkräuter, aber in seinem Herzen trug er die Ergebnisse, die er aus der Geistigkeit der Natur bei seinem Sammeln gewonnen hatte (Rudolf Steiner) 00:55:05|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:55:05]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Mysterienspiele&#039;&#039;&#039; in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem [[A:Édouard Schuré|Édouard Schuré]], ein Stück, was [[A:Marie von Sievers|Marie von Sievers]], eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
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[[Schröer, Karl Julius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] &#039;&#039;&#039;Karl Julius Schröer&#039;&#039;&#039; […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schuré, Édouard]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem &#039;&#039;&#039;Édouard Schuré&#039;&#039;&#039;, ein Stück, was Marie von Sievers, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Seele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als &#039;&#039;&#039;seelenpflegebedürftige&#039;&#039;&#039; Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sozialen Frage, [Kernpunkte der Sozialen Frage]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Kernpunkte der Sozialen Frage&#039;&#039;&#039; [GA 23], die werden sein Bestseller [Rudolf Steiner].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steiner, Marie/von Sievers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Mysterienspiele in München […] das ist von einem französischen, elsässischen Esoteriker, einem Édouard Schuré, ein Stück, was &#039;&#039;&#039;Marie von Sievers&#039;&#039;&#039;, eine der engsten Mitarbeiterinnen, übersetzt, was da in München aufgeführt wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erste Mysterienspiele in München in einem gemieteten Theatersaal 01:27:14|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:27:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Steiner, Rudolf]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039; bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Rudolf Steiner bezeichnet Menschen mit Behinderungen als seelenpflegebedürftige Menschen 00:48:04|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:48:04]]&lt;br /&gt;
* „[…] es ist eine Zeitnotwendigkeit. Es ist notwendig in der Zeit etwas - und jetzt benutze ich ein Wort, was typisch ist für &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;, was ganz am Ende seines Lebens kommt - eine Erweiterung nach der geistigen Seite.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Die Erweiterung nach der geistigen Seite ist eine Zeitnotwendigkeit 01:09:55|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:09:55]]&lt;br /&gt;
* „Die Kernpunkte der Sozialen Frage [GA 23], die werden sein Bestseller [&#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner&#039;&#039;&#039;].“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Sein Buch &amp;quot;Die Kernpunkte der sozialen Frage&amp;quot; wird zwar ein Bestseller, hat aber damals keinen Einfluss 01:51:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:51:30]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, Waldorf Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] &#039;&#039;&#039;Steiner&#039;&#039;&#039; geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
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[[Übersinnlich]]&lt;br /&gt;
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* „Er sagt selber später dann, ich hätte ohne die Arbeit an und mit dieser Goethe-Geschichte nicht eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln können, weil der Goethe mich eigentlich immer wieder auf die Frage hin orientiert hat, wie ist die Entsprechung von Sinnlichem und &#039;&#039;&#039;Übersinnlichem&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Erst durch die Arbeit an der Goethe-Gesamtausgabe kann Rudolf Steiner eine systematische Geisteswissenschaft entwickeln. Über die Naturwissenschaft gelingt ihm die Verbindung von Übersinnlichem und Sinnlichem 01:04:33|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:04:33]]&lt;br /&gt;
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[[Waldorfschule]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese Weihnachtsspiele gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen &#039;&#039;&#039;Waldorfschulen&#039;&#039;&#039;.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
* „Ein Unternehmer, Emil Mold, &#039;&#039;&#039;Waldorf&#039;&#039;&#039; Astoria Zigarettenfabrik in Stuttgart […] Steiner geht auf das Ministerium und das erste Mal überhaupt auf der ganzen Welt geschieht es, dass eine Schule in freier Trägerschaft möglich wird.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Gründung der ersten Waldorfschule in Stuttgart: Eine Schule, die aus den Entwicklungsgesetzen des Kindes konzipiert ist 01:55:40|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 01:55:40]]&lt;br /&gt;
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[[Wegman, Ita]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Zusammenarbeit mit &#039;&#039;&#039;Ita Wegman&#039;&#039;&#039; […] die anthroposophische Medizin ist in keiner Weise eine Alternativmedizin, sondern sie ist eine Ergänzung, sie ist eine Erweiterung der Schulmedizin. Der Mediziner hat zunächst wirklich die Schulmedizin zu kennen und zu können und dann kann er auch diese Seite noch dazu nehmen. Also eine sehr klare Definition.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Zusammenarbeit mit Ita Wegman. Anthroposophische Medizin als Erweiterung der Schulmedizin 02:07:30|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 02:07:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Weihnachtsspiele, Oberuferer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Professor in der Universität […] Karl Julius Schröer […] Hat dabei übrigens diese &#039;&#039;&#039;Weihnachtsspiele&#039;&#039;&#039; gefunden dort, die Steiner dann später bearbeitet und die heute noch auf manchen biodynamischen Höfen ja auch gespielt werden und an manchen Waldorfschulen.“ [[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Begegnung mit Karl Julius Schröer. Durch ihn übernimmt Rudolf Steiner die Bearbeitung von Goethes Gesamtausgabe 00:36:01|| von Mackensen, M. Biographie Rudolf Steiner, 2024, 00:36:01]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Grundkurs_biodynamische_Landwirtschaft_-_13._Folge_von_Martin_von_Mackensen,_2021&amp;diff=28733</id>
		<title>Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021</title>
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		<updated>2026-10-13T13:20:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Grundkurs - 13. Folge Martin von Mackensen, 2021.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=d5wOpKfwHto|thumb|[https://www.youtube.com/watch?v=d5wOpKfwHto hier klicken um zum Video zu gelangen]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein automatisches Transkript. Bitte bei [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]] melden, wenn du mit uns Textarbeiten machen möchtest +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hallo und herzlich Willkommen zu meinem Vortrag. Heute geht es um die Frage, wie kann man mit dem Vortrag umgehen? Ich möchte Ihnen erklären, wie man mit dem Vortrag Ich möchte Ihnen erklären, wie man mit dem Vortrag umgehen kann. Ich möchte Ihnen erklären, wie man mit dem Vortrag umgehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie man mit dem Vortrag umgehen kann. Wie man mit dem Vortrag umgehen kann. so wie sie sind, uns diesen Schneefall geschenkt hat und das eben wunderbar zu meinem Thema heute passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wer gar nichts versteht und wen das gar nicht irgendwie berührt, der kriegt es vielleicht selber hin, wenn er dann irgendwie mal in der Pause eine halbe Stunde einfach eine Runde läuft und sich die Landschaft anschaut und möglichst die Runde läuft, die er in den letzten Tagen oder in den letzten zwei Wochen schon mal gelaufen ist und so ein bisschen vergleichen kann. Ja, also wir wollen heute weitergehen aus diesem Thema des Kohlenstoff und Stickstoffs heraus, weitergehen zu dem, wie wir eigentlich das jetzt finden in der Organisation der Landwirtschaft, in dem wie die Landwirtschaft gerade dadurch ein Organismus wird. Und sie ist es nicht, sondern wir machen sie dazu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine Tätigkeit des Menschen und darüber muss man sich gut sicher werden, das muss man gut verstehen, weil es so große Zeiträume sind und weil es mit den Reichen der Natur geschieht. Wir werden uns also heute Morgen vor allem damit beschäftigen, wie wir eigentlich zu organisieren haben in der Landschaft, den Wald, die Hecke, die Wiese, die Weide, den Acker, den Garten, des Obst und so weiter. Wie wir das zu organisieren haben, habe ich gesagt, und das meine ich wörtlich, das erscheint uns nicht so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen raus und wir sehen das alles und dann wird mal ein Baum gefällt und das tut uns irgendwie auch, muss der da jetzt schon weg und warum denn eigentlich? Da wird mal was gepflanzt und dann sieht man so Jahr für Jahr und das kommt man eigentlich gar nicht so mit, gerade in eurem Alter. Also ich gehe mal davon aus, dass es bei euch ähnlich ist, wie es bei mir in dem Alter war, dass man eigentlich nicht so wirklich mitgekriegt hat, wie die Bäume wachsen. Das braucht ein bisschen, da muss man ein bisschen Ruhe, Besonnenheit, Abstand und ein paar Jahre so auf dem Puckel haben, um dann zu sagen, Mensch, den habe ich doch, da war ich doch dabei, als der gepflanzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Meter oder so. Ich habe das große, große Glück gehabt in meiner Biografie, mit 16, 17, 18 viele Bäume, sehr prominente Bäume in der Stadt zu pflanzen, in Kassel, mit dem Joseph Beuys, einem der berühmtesten deutschen Nachkriegskünstler, der am Ende seines Lebens eine große Kunstaktion gemacht hat, anlässlich der Documenta, der großen Schau der Gegenwartskunst, das hat er eigentlich gesprengt und gesagt, ich will gar nicht mehr in das Museum rein, ich bin da vier, fünf Mal drin gewesen mit meinen Sachen, ich will jetzt irgendwas machen, was wirklich die Menschen betrifft und was die Menschen betrifft, das hat mit der Natur zu tun. Die Menschen müssen sich ganz neu um die Natur kümmern und er hatte eine große Beziehung zu den Pflanzen und zu der Natur und er hat dann dieses Konzept entwickelt, 7000 Eichen zur Documenta 7, das war die siebte große Gegenwartskunstausstellung in Kassel 1982, wo eben nicht mehr in dem Gebäude selber etwas zu finden war von diesem Künstler, der da eingeladen war, sondern der gesagt hat, ich möchte ins Freigelände draußen, es gibt immer so gerade so ein kleines Gelände, nee, nee, das meine ich gar nicht, ich will in die ganze Stadt und ich will auch nicht diese hundert Tage, die diese Ausstellung geht, sondern ich will fünf Jahre und zwar ich will eigentlich noch viel mehr, ich will fünf Jahre pflanzen und dann geht es erst richtig los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz und gut, dieses Projekt ging wirklich fünf Jahre bis zur Documenta 8, Beuys war dann schon gestorben, es ging über seinen Tod hinaus, auch eine interessante Sache, ein Kunstwerk, was über den Tod des Künstlers hinaus entsteht und es waren wirklich 7000 Bäume und neben jedem Baum kam eine Stele, ein Basalt zum Stehen, wurde da mit eingepflanzt, mit hingebracht und in dieser Stadt findet man heute eben diese Bäume und einige habe ich doch mitgepflanzt und ich war bei vielen dieser Aktionen mit dabei, weil Beuys mich dazu geholt hat, es war wirklich eine unglaubliche Gnade mit 16 diesen Mann kennenzulernen und dann dieses Wort, ja, aber du bist doch mit dabei, hat mich da integriert und das ist natürlich für meine ganze Biografie was sehr, sehr maßgebliches und so kann ich heute in diese Stadt gehen und mich erinnern, wie das da war, wie wir diese Gruppe von 10, 12 Bäumen gepflanzt haben, die da heute so ein richtiges, so ein Heim bilden, so einen halben Park, das ist unglaublich, das ist was sehr, sehr Schönes, wenn man das so kann, wenn man diese Möglichkeit hat zu sehen, eigentlich durch die vielen Jahre, was das macht und wie das geht. Und das Gegenstück ist mir hier passiert, in dieser Landschaft, ich bin ja hierher gekommen und wollte das eigentlich gar nicht, ich wollte eigentlich woanders hin und einer derer, die hier Gründer waren, der schon verstorben ist, der Ernst Becker, der hat das eigentlich, der hat so an mir rumgequengelt, der hat mich eigentlich versucht hier zu behalten und mir Angebote gemacht und so und dem habe ich zu verdanken, dass er mich darauf aufmerksam gemacht hat, wie 45, 1950, 55, wie die Landschaft hier aussah, da hatte er nämlich hier angefangen und hat mir das erzählt und nach seinem Tode habe ich in einem, in einer Broschüre des Landes Hessen, wo man eine Werbung gemacht hat, man wollte nämlich werben dafür, dass man die Nidda, dieses kleine Flüsschen, nun endlich kanalisiert, dass die schönen landwirtschaftlichen Flächen nicht immer überschwemmt sind und da hat man Fotos gehabt, so Luftbilder, wie die schlimme Nidda über die Ufer tritt und die tollen Äcker alle überschwemmt und dass man sich doch jetzt begradigen und vertiefen muss und dieses Foto, das ist so von da oben so rüber geschossen über die, über den Stall bis nach Dortelweil, man sieht diese ganze Landschaft, direkt hinter dem Kuhstall bis darüber nach Dortelweil, ein Kilometer so ungefähr, die Bahn dazwischen, alles was hier so in diesem unteren Land ist und dieses Foto zeigt kein Baum, kein Strauch, alles was hier unten steht, man braucht nur hinten aus dem Stall rausgehen oder hier vorne den Weg nach Dortelweil und dann vor allem auf der linken Seite die ganze Landschaft der Wiesen und Weiden da hinten, der alte Teich hinten und so weiter, alles das war nicht da und Ernst Becker, dieser große Pionier, dieser Mann, von dem ich eigentlich sagen würde, es ist einer meiner Lehrer, der hat damit angefangen, der hat gesagt, ja in dieser Landschaft müssen wir was pflanzen, das ist Biodynamik. Biodynamik erschließt sich nicht, hört nicht damit auf, dass wir schönen gesunden Salat produzieren oder lieb mit den Tieren umgehen und Milch erzeugen oder so, sondern Biodynamik heißt eigentlich einen Lebensraum erzeugen, gestalten und entwickeln und dadurch ist mir das eigentlich erst so richtig klar geworden, was da passiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich war jetzt ungefähr 40, 50 Jahre später und es war wunderviel entstanden schon in dieser Schleife und seitdem ich hier bin, es sind ja nun auch schon wieder 30 Jahre, haben wir doch auch manches da noch weiteres gemacht und die Arbeit von meinem Kollegen, dem Albrecht Denneler, in dieser Sache hat er ja selber vorgestellt. Für uns ist das heute ja eine ganz wichtige Sache, die Landschaft und die Landwirtschaft. Und aus diesem Hintergrund heraus möchte ich das so ein bisschen schildern, was ich jetzt da versuche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, das war so eine etwas länger geratene Einleitung, gerade jetzt zur Mitte des Kurses, man möge mir das verzeihen, dass es auch ein bisschen persönlich war, aber es ist vielleicht auch ganz gut, das mal zu wissen. Was haben wir da am Samstag gehabt? Wir hatten den Stickstoff- und den Kohlenstoffprozess und wir haben gesehen, dass das junge, grüne, frische, juvenile Blatt, der erste Prozess der Pflanze, dieses, was eigentlich so macht und mit dem Licht in Korrespondenz kommt und noch ganz weich und noch ganz, ja, die Substanz ist noch ganz wässrig, zart, dass das die Situation ist, wo die Pflanze eben Substanz schafft, wo die Eiweißbildung passiert und wo eben nach unten geleitet wird das Zuckriche, die Energie sozusagen an die Wurzelspitzen und diese Arbeit in den Boden hinein passiert. Und wenn das ein Stück weit vorangegangen ist und wenn eine gewisse Form der Pflanze selbst, dessen was sie ist, welche Art sie ist, wo sie sozusagen welche Familie und so und der Bedingungen, der Bedingungen des Standorts, der Situation jetzt, dieses Jahr auf diesem Boden mit so viel Schatten, mit so viel Licht, mit so viel Wärme, wie auch immer, mit so viel Regen, die jetzige Situation, das macht die Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erscheint eben etwas. Jetzt können wir auch eine Blattmetamorphose da abknipsen und aufkleben und uns klar werden. Guck mal, das ist so 2021.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eben ganz anders als 2020. Und an dieser Stelle hier eben ganz anders, weil da sind diese Eichen, die machen da so Schatten und da drüben, wo es so ganz frei ist, ist dieselbe Pflanze ganz anders. Da kann man so schöne Blattmetamorphosen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hoffe, ihr kriegt das noch mal zu sehen in eurer Ausbildung und ich kann eigentlich nur hoffen, dass auch der ein oder andere das selber mal macht. Das kann man schon im Juli, August kann man schon wunderbar sammeln von den Einjährigen oder von den kleinen Pflanzen. Also so einen Löwenzahn mal sauber abzuschneiden und alle Blätter nebeneinander zu legen, vielleicht sogar zu trocknen oder dann mitzubringen auf ein Seminar, vielleicht aufgeklebt oder eben auf Papier gezogen, so auf so eine Pappe oder Papier und jetzt die Kollegen zu bitten, sortiert doch mal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spannend, wie macht man das? Ganz tolle Sachen. Also Blattmetamorphose wie eigentlich die Pflanze von Blatt zu Blatt da weitergeht. Also nur um noch zwei Fragen mitzugeben für das, wenn man das so macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, könnt ihr euch doch vorstellen, wie man da so die Blätter so eines Löwenzahns so nebeneinander hat und jetzt da sortiert und hat die irgendwie durchmischt, schön getrocknet in ein Buch, einfach mal eine Woche irgendwo reingelegt und die sind schön trocken geworden, hat man die schön ordentlich auf eine Pappe geklebt, so ein kleines Päppchen. Das kann man auch so rund ausschneiden, dass sie nicht so breit und groß sind und jetzt soll jemand die da so hinlegen. Das können übrigens Kinder schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz interessant. Und dann die Frage, wie machst du das eigentlich? Was ist denn eigentlich das Kriterium? Warum legst du die so? Und das ist da interessant, was dann so rauskommt und wie man das, muss man zusammen so ein bisschen im Dialog erarbeiten, was da eigentlich jetzt die Kriterien, wie man das eigentlich gemacht hat, wie man dieses Sortieren gemacht hat. Und die andere Frage ist, warum kannst du das? Was brauchst du in dir, um das zu können? Das ist nämlich sehr geheimnisvoll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eben schon, ja, Kindergarten ist ein bisschen, Ende der Kindergartenzeit, Anfang der Schulzeit können Kinder das. Fünf, sechs, manche vielleicht erst mit sieben. Das ist eine ganz grundsätzliche menschliche Fähigkeit, dass man das richtig sortieren kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglaublich eigentlich. Weil die Blätter sind sehr ähnlich und trotzdem kriegt man das hin. Wie ich von unten, von den ersten unteren Blättern, die dann immer größer werden, immer ausgestalteter, dann werden die wieder kleiner, aber ganz anders als die unten, wie man das hinkriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist schon sehr erstaunlich. Also diese Frage, wie geht das da genau? Beschreib mal, woher weißt du eigentlich, dass du das so sortierst? Und was rufst du da in dir auf, dass du das kannst? Mit den zwei Fragen. Das wäre eigentlich wunderbar, wenn sich jemand das vornimmt und da im August oder September oder so zu einem Lehrlingstreffen erscheint mit 20 aufgeklebten und getrockneten Löwenzahnblättern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da können auch andere Pflanzen sein, natürlich. Kann nicht jede Pflanze sein. Also die Blattmetamorphose, die Form erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und mit dem Erscheinen der Form kommt immer mehr dieser Kohlenstoffprozess. Das erste ist der Stickstoffprozess, ist der Eiweißbildungsprozess und das ist natürlich alles im Übergang. In der Natur ist zum Glück ja nichts abgehackt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind alles zarte, feine Übergänge und deshalb merken wir es auch oft gar nicht. Die Blätter entstehen und langsam sind sie fertig gewachsen. Eigentlich ist die Pflanze dann schon tot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das grüne Blatt am Baum, was nicht mehr wächst, ist schon kurz davor abzusterben. Das eigentliche Blatt ist Wachstum. Das muss man sich mal gut klar machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wird es immer holziger und das Holzige ist der Kohlenstoff. Ist das, was Struktur, was Gerüst, was Festigkeit, was Dauer schafft. Und wenn wir kompostieren, dann wollen wir viel Holzigkeit haben und gerade so viel Blattigkeit, dass unser Kompost noch schön heiß wird und los geht, aber dann eben nicht ein einziger Matschhaufen wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn wir die Rinder und Kühe füttern, was wir jetzt ja nachmittags öfters gerechnet haben, dann spielt genau das wieder eine Riesenrolle. Wir wollen so viel Blatt, so viel frisch, so viel Eiweiß, so viel Grün, so viel junges Blatt, dass die Mikroorganismen da im Pansen gut loslegen können. Aber ihr eigentliches ist 20, 22, 25 Prozent Rohfaser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas, was wir nicht essen können, wovon wir nicht leben können. Dass jetzt diese Mikroorganismen verdauen können, das Holzige, das Stängeliche, das Kohlenstoffmäßige. Also wie man könnte auch sagen, wenn man so eine ganz universelle Pflanze denkt, ganz früh ist die menschliche Ernährung so ein Gemüse und dann wird sie viel, viel später für die Wiederkäuer geeignet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denkt mal an so ein Kohlrabi, einen richtig frischen Kohlrabi. Es sind ja nur noch wenige Wochen, die uns vom Kohlrabi trennen. Da muss man sich doch schon innerlich so ein bisschen Lust machen auf den Frühling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der knackige Kohlrabi. Und dann verpasst der liebe Gärtner den Kohlrabi oder es war einfach zu viel da. Und der Kohlrabi wird holzig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kann man mal genau gucken, was ist denn da in dem Kohlrabi. Man findet diese ersten kleinen zarten Holzfasern, die es so unangenehm machen, holzig. Und dann hat man ein, zwei Prozent, ein, zwei Prozent Holzigkeit, Stängeligkeit, Rohfaser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und für die Kuh darf es jetzt noch zehnmal so holzig werden. Dann ist es gutes Kuhfutter. Ein ganz gutes Bild, um das mal zu haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Unterschied. Wir lieben eigentlich dieses, was wir im Mund zerkauen können und das eigentlich schon gleich in so eine Saftigkeit übergeht. Und die Kuh, die liebt das, wenn da beim ersten Mal runterschlucken, ja, das eigentlich in einem Zustand ist, wo wir sagen, naja, was ist denn das für ein Heuhaufen? Das können wir doch nicht essen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann durch diesen wässrigen Prozess, die Kuh muss diese unglaublichen Mengen trinken, saufen jeden Tag, Wasser haben, diese Mikroorganismen, diese Suppe, diese Lebenssuppe, in der das so reinkommt und dann gekaut wird und hochgeschluckt wird und wieder gekaut wird und wieder runter und so weiter. Jetzt kommt das Dank der Mikroorganismen, dass diese Holzigkeit plötzlich doch gelöst wird. Und sie bleibt ja bestehen, sozusagen Reste davon bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die werden jetzt neu verbunden in diesem ganzen Akt der Verdauung mit dem Blattigen oder mit dem Tier, könnte man auch sagen. Ja, so können, haben wir vielleicht nochmal ein bisschen wieder das Bild, wovon wir ja ausgegangen sind, der Kohlenstoffprozess, der Stickstoffprozess und die Pflanze. Und nun wollen wir uns davon ein bisschen lösen und merken natürlich jetzt doch schon auch gleich in dieser Skizze, dass das auch wieder eine Rolle spielt, aber einen weiteren, einen ganz anderen Gesichtspunkt dazugewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir fangen an, indem wir einmal schauen, was ist eigentlich diese Landschaft, was sind eigentlich die Elemente der Landschaft, aus denen wir den landwirtschaftlichen Organismus komponieren, zusammenstellen, pflegen, entwickeln. Die Elemente der Landschaft. Man könnte es auch anders sagen, das Wesen von Wald, Wiese, Weide, Acker, Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das Weiß an den Wurzelspitzen, das mache ich jetzt schon wieder viel zu dicht, zu dick. Das sind ja wirklich die aktiven Wurzelspitzen, die möchte ich damit eigentlich andeuten. Und das Wunderbare der Bäume, was ich hier versuche eben wieder anzudeuten, was ist der Baum eigentlich? Deshalb male ich das hier so ein bisschen komisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum ist eigentlich, der Ast, der Holz ist, ist wie der Boden. Und auf dem Boden, jedes Jahr neu, da kommen die neuen einjährigen Pflanzen. Und im Grunde genommen ist das Laub, sind die Blätter der Bäume, die jedes Frühjahr neu kommen, eigentlich wie die einjährige Pflanze, die im Frühjahr plötzlich loslegt, also die irgendwo keimt und loswächst und da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dass man einmal auch so den Baum anschaut, dass man sich klar macht, es ist wirklich, dass die Laubbäume zumindest, bei den Nadelbäumen ist das alles ein bisschen komplizierter, das sind ja ganz tolle Erfindungen der Evolution, aber wir bleiben mal bei den Laubbäumen. Da ist es eigentlich wirklich so, dass die einzelne grüne, das grüne Blatt, das grüne Ästchen, das was im Frühjahr auch neu wächst, das ist ja ein neuer Prozess, kann man bei jedem Ast, bei jedem Baum sehen, aha, das ist letztes Jahr gewachsen und jetzt geht es hier von dieser Terminalknospe aus, erstes, zweites Blatt, drittes Blatt und dann kommt wieder so eine Terminalknospe, die vielleicht dann im nächsten Jahr wieder fortsetzt. Sodass der Baum eigentlich etwas ist, was jedes Jahr, man könnte sagen, und das glaube ich jetzt bei Rudolf Steiner, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen, was jedes Jahr wie ein bisschen aufgestülpte Erde ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man könnte sagen, das ist hier alles Erde und darauf wächst es. Also eigentlich ist es eine ganz merkwürdige Sache, dass der Baum, so wie er jetzt im Winter ist, etwas von der Lebendigkeit her ist, was so macht und darauf kommt das neue, aktuelle Leben. Und das ist schon sehr interessant, weil man dadurch sagen kann, ja eigentlich ist da unten, um den Stamm herum, ist es sozusagen lebensmäßig ein bisschen ärmer, ist es ein bisschen gedämpfter, ist es ein bisschen ruhiger, da leben ganz andere Organismen als da oben, da, wo jedes Jahr diese Wachstumsmusik spielt, wo es jedes Jahr neu losgeht, wo diese Explosion des frischen Wachstums, wenn man jetzt, ich bin heute Morgen rumgegangen an so einer Weide zum Beispiel, da muss man nur das Ohr dran halten, da hört man eigentlich schon, wie es in den nächsten Wochen loskracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist schon alles bereit, dass da losgeht. Das Leben ist da schon eigentlich präsent, man sieht es noch nicht, die Säfte sind schon voll im Hochziehen und das Wad ist gespannt, sozusagen da loszulegen. Und dementsprechend ist es jetzt da unten eigentlich ziemlich lebensarm, lebensschwach, lebensberuhigt, so wie ein Greisenleben ist es eigentlich da unten um den Stamm herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich ein Bild, unglaubliches Bild, ganz ganz tolles Bild, ein Bild der Differenzierung der Lebendigkeit. Darum geht es überhaupt den ganzen Morgen jetzt. Die Landschaft ist eine Differenzierung der Lebendigkeit und gleichzeitig eine Differenzierung des Bewusstseins, dessen was eigentlich da an Gestaltung, an Form, an Durchgestaltung erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum, der uns jetzt im Winter so toll erscheint in seiner Form, das ist eigentlich übrig gebliebene Gestaltung der letzten 20, 30, 50 Jahre. Eigentlich ist die Eiche eben, die macht das so, die treibt und dann, nächstes Jahr treibt sie wieder hier und dann treibt sie wieder ein Stück und dann treibt sie wieder da und dadurch kommt diese knorzelige Gestalt zustande. Weil die da immer wartet, wartet und dann geht es wieder, geht ganz schnell, wie so ein ganz stark gestauter Prozess und nächstes Jahr geht und so kommt das eigentlich zustande.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kann man studieren, das ist eine tolle Sache, dass man eben merkt, man kann das alles sehen, man muss nur genau hingucken. Einfach nur hingucken und hingucken heißt in der Zeit, im Leben ist alles Zeit. Man muss sich eben den Ast immer wieder anschauen, das Frühjahr über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bildet der sich, wie geht das eigentlich? Wir machen das ja hier in unserem Studiengang, dass wir im Frühjahr sechs, acht Wochen jeden Morgen eine ganze Reihe von Bäumen und Büschen beobachten. Da hängen dann einfach so kleine Fädchen dran, dass man die so ein bisschen runterholen kann und wieder genau gucken kann und dann gibt es eben einen Morgen, wo wir die Eiche und die Birke angucken und an einem anderen Tag die Weide und den Schwarzdorn und so weiter und dass man da einfach wirklich einmal in seinem Leben diese sechs, acht Wochen im Frühjahr wirklich mitkriegt, wie wachsen die denn eigentlich, wie treiben die denn eigentlich aus? Wie sieht denn eigentlich die Blüte einer Eiche aus? Wie blüht denn dagegen eine Birke? Hat man gar keine Ahnung, man ist das ganze Leben davon umgeben und hat es eigentlich nie gesehen. Und wie geht das, wie geht es genau, wie ist das in der Zeit? Und dann kommt man langsam zu etwas, wo man merkt, diese Entwicklung in der Zeit, die kann man sozusagen wie ein Stück abstrahieren, wie ein Stück aus der Anschauung innerlich anschauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und indem ich sie innerlich, die Phänomene anschaue, die ich mir da äußerlich die letzten drei, vier, sechs Wochen angeschaut habe, entsteht innerlich ein Bild. Und dieses Bild ist wie so eine Geste, wie so ein Charakter dieses Baumes. Und das ist schon was sehr, sehr Tolles, dass das jeder Mensch machen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sind auch leichte Unterschiede, aber man kommt dann doch zu ganz ähnlichen Bildern, zu ganz ähnlichen Charakteren und dann merkt man, das sind eigentlich wie so Grundcharaktere in der Welt. Also, das ist wie so eine Grundsprache, eben eine Sprache, ich wiederhole es nochmal, in der die Substanz gebildet wird in bestimmten Formen in der Zeit. Und diese besondere Gestik in der Zeit, so könnte man vielleicht sagen, diese besondere Erscheinungsdynamik in der Zeit, um die geht es und die muss man sozusagen innerlich dann umfassen und packen und charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so kommt man zu einer Geste. Und dann hat man auf einmal was verstanden von der Eiche. Und von der Birke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und von der Weide. Ich habe eingangs von dem Joseph Beuys erzählt und jetzt tun wir heute mal sozusagen, das sei mir heute mal erlaubt, der hat einmal zu mir gesagt, ach, weißt du, diese Weiden und diese Pappeln, diese nacheiszeitlichen Unkrautbäume, also Bäume, die einfach so weiter wachsen, die ganz wenig von diesem haben, was die Eiche so wunderbar stark hat. Also, zu solchen Sachen kommt man dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Frage auch natürlich des Künstlerischen, der Kunst. Wir brauchen die Kunst überall. Das ganze Entstehen, das ganze Komponieren, ich benutze ja schon solche Worte, das ganze Zusammenstellen, Arrangieren, Pflegen, Weiterentwickeln des landwirtschaftlichen Organismus ist ein künstlerischer Akt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das machen die Menschen unterschiedlich. Und das ist auch gut so. Und das ist ein Stück weit Ausdruck der Menschen, die es jetzt machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist in der Generation später auch anders, weil das sind andere, die einen anderen Schwerpunkt haben. Die spielen eben nicht Kontrabass und Beethoven oder weiß ich nicht, nicht so, sondern die spielen es ein bisschen anders. Und die benutzen natürlich wieder die Fruchtbarkeit dieses Standorts und die benutzen wieder die Natur der Pflanzen, der Bäume, der Sträucher und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber sie machen es anders. Und jetzt haben wir also das Baummäßige in der Landschaft. Und zum Baum gehört, ich muss jetzt das Gelb nehmen, weil ich das das letzte Mal genommen habe, am Samstag eben ganz stark hier der Kohlenstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Baum kann wie kein anderer hier Holz bilden. Unsere Dächer und alles das. Dieser Bildungsprozess, den ich die letzten halbe Stunde noch mal beschrieben habe, der wird beim Holz sozusagen, kommt der zu seinem Höhepunkt oder zu seinem größten Abschluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanze ist eben nicht nur im Blatt, wo ich noch ein paar Wochen, paar Monate beim Verrotten noch das Gerippe sehen kann. Oder beim Ästchen, wo man so sagen kann, naja, das zweijährige, dreijährige Ästchen, jetzt hier vorne die letzten Ästchen an so einer Walnuss da. Wenn man die jetzt irgendwie abschneidet und mit in die Kompostierung nimmt und die sind vielleicht auch ein bisschen klein gehackt und so, dann braucht das auch in den Böden so ein, zwei, drei Jahre, bis das vollständig verdaut ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kann man so sagen, ungefähr. Ein fünfjähriges Holz, das braucht auch plus, minus, wenn alles gut läuft, auch wieder fünf Jahre zum Verdauen. Das ist interessant, dass das so ungefähr, ganz grob sich entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei dem Holz, da hat man eben, wenn man das dann schafft, dass man das dann ins Trockene nimmt und dem bakteriellen und mikrobiologischen Prozessen wegtrocknet. Wir machen es ja eigentlich zu trocken, sodass das Leben da raus ist. Dann kann es Jahrhunderte alt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier drüben in dem Haus, dieser Dachstuhl, der ist so von 1600 bis 1710 oder so, schätze ich. Und das sind Hölzer, die sind zum Teil auch schon mal wiederverwendet worden. Das sind Balken, sieht man ganz deutlich, die waren in einem ganz anderen Dachstuhl schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die sind geflößt. Wisst ihr, was Flößen ist? Das Transportieren durch den Fluss. Über Monate, manchmal sogar Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wurden da irgendwo festgebunden, zusammengebunden und lagen dann wieder und bei einer bestimmten Situation wurden sie wieder weiter geflößt. Und in dieser Wasserlagerung passiert jetzt nochmal was anderes, als wenn man sie gleich trocknet. Das Eiweiß wird noch ein bisschen mehr abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht richtig dazu, dass das ganz extrem wird, dass es ganz einseitig wird. Wirklich das Gelbe, wirklich dieser Kohlenstoffprozess, das letzte bisschen Eiweißliches in dem tollen Eichenholz wird noch sozusagen abgebaut durch das Flößen, durch diese Wassersituation und dann wird es getrocknet und dann hat man eben so unglaublich langhaltendes, wunderbares Holz, was auch kaum noch arbeitet. Holz arbeitet ja jedes Jahr, es hört nie auf ganz ein bisschen lebendig zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bisschen tut es immer noch jedes Jahr dehnen und schrumpfen mit der Feuchtigkeit und Wärme. Aber das kommt dann zu Ende. Und so können wir sagen, wir haben eigentlich beim Baum dieses, dass wir ganz hoch eben 20, 30 Meter etwas haben und das ist hier auch tief runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das könnte man hier noch tiefer malen. Mehr in die Tiefe runter, eben bis auch in das Felsige und Stabile des Untergrundes. Bis da hinein können ja die Bäume wurzeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man staunt ja manchmal, wo Bäume überhaupt noch wachsen können, wo eigentlich gar kein Boden ist, sondern wo es eigentlich mehr insgesamt felsig ist. Und wenn wir jetzt weitergehen und kommen vielleicht zu der Wiese und zu dem Acker und zu der Landschaft, dann gibt es ja Übergänge. Was ist das Nächste, was uns hier zu interessieren hat, was die Übergänge macht im Leben? Das sind jetzt die Sträucher und Büsche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist etwas ganz ganz Tolles, dass es die gibt, die sozusagen kleiner sind als die Bäume, die unglaublich eng ineinander verzahnt wachsen können. Die holzig sind nach innen und nach außen auch, wie die Bäume jedes Jahr neu austreiben. Und da entsteht schon eine ganz andere Bodensituation hier oben im Oberboden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist nicht mehr so, dass die so in die Tiefe wurzeln. Und da ist hier oben der Boden schon doch ganz anders als jetzt da, wo die großen Bäume vor allem stehen, wo es mehr waldartig ist. Und die Sträucher und Büsche in der Landschaft, die eben eine viel stärkere Konzentration schon sind auf ein kleineres Gebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ist da? Warum schätzen wir die so wahnsinnig mit dem Hecken und mit allem in der Landschaft? Schon weniges ist sehr viel von den Sträuchern. Was ist das? Warum lieben die Kühe so wahnsinnig gerne die Sträucher? Da ist eine viel stärkere Anballung, da ist es schon ein viel engerer Raum, in dem ein seelisches Leben, könnte man sagen, in dem ein Gestaltungsleben viel differenzierter, viel enger, viel feiner, viel auszivilierter ist. Und immer da, wo ein solches Leben ist, haben wir die Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere sind eigentlich der Ausdruck, der äußere Ausdruck des seelischen Lebens in der Natur. Wenn man das mal machen könnte, dass man so die Tiere anschaut, dann wird man merken, dass eigentlich in dem Gesamthaushalt der Natur das Seelische durch die Tiere kommt und die Tiere das eigentlich ausdrücken. Also es gibt sozusagen ein Seelisches an den Pflanzen, aber das ist wie von außen, es berührt sie nur zart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das kommt bei den Pflanzen eigentlich erst zum Ausdruck, wenn sie blühen. Und die Insekten und insbesondere die Vögel, aber auch die ganzen anderen Tiere, die tun das eigentlich wie darstellen. Heute Morgen habe ich gesehen, wie die Meisen jetzt hier in den größeren Bäumen hier unten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Kleiber, die sind noch ein bisschen tiefer, die leben eigentlich an der Stammwelt in den Bäumen. Und wenn man dann im Sommer ist, dann hat man die Amseln oben und ganz oben vielleicht sogar dann über dem Acker ganz, ganz oben die Lärchen. Ich deute das jetzt nur an, da könnte man auch eine ganze Stunde mit verbrauchen, wie eigentlich die Vögel, wie sozusagen die verschiedenen Belebungszonen, die verschiedenen seelischen Zonen benutzen und darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Habe ich meinem Freund Hans-Christian Zehnter zu verdanken, der das erforscht hat eigentlich so richtig, wie die Vogelwelt im landwirtschaftlichen Organismus darstellt, die verschiedenen Ebenen der seelischen Gestaltung, könnte man vielleicht sagen, des emotionalen Verbindens, was die Vögel ja machen. Wenn man keine Vögel hat, haben wir schon darüber gesprochen, dann hat man nicht mehr dieses, was eben die Welt verbindet. Was Unglaubliches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen war das ganz, ganz deutlich, wie plötzlich jetzt, die bisschen längeren Tage, plötzlich sind die Vögel da. Man hört es sogar hier jetzt. Wir lüften, die Fenster sind offen, auf einmal hören wir überall Vögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute Morgen die ganze Stadt. Der Specht da an so einer alten Eiche. Eine kleine Maise hat furchtbar geschimpft, dass wir da mit dem Hund vorbeigegangen sind und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf einmal sind die wieder ganz stark da und jetzt muss man einfach mal den Blick so entwickeln, dass man nicht so ein Birdwatching macht, dass man sagt, das ist der Vogel, du bist der Vogel und dann weiter geht. Sondern wenn man den eigentlich entdeckt, dass man jetzt darauf ausruht und dass man jetzt anfängt, diesen Vogel zu lieben. Und zwar nicht nur das Stückchen Lebewesen da in den Federn und seinen Gesang, sondern was ist er eigentlich im Ganzen der Natur? Was macht er eigentlich für einen Klang? Welche Qualität bringt er hier herein? So ein Kleiber, der so und so am Stamm hoch und runter arbeitet oder so lebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist doch was ganz anderes als jetzt eben da so eine Amsel, die da so einen wunderschönen Abendgesang da so zelebriert, über alles so drübergießt oder so ein Rotkehlchen mit dieser Melancholie und so. Also, dass man eigentlich lieben lernt, was diese Tiere, ich möchte sagen, darstellen, was sie nachziehen, welche seelische Qualität sie eigentlich in der Landschaft, im ganzen Gefüge der Natur wie aufleuchten lassen. Und die Sträucher sind ja nun auch nicht nur für die Vögel so wahnsinnig beliebt, für die Vögel sehr, sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lieben das, die Hecken sind ja wirklich das Eldorado, das ist das Schönste für die Vögel. Aber wer liebt die Hecken auch noch so wahnsinnig? Die ganzen Wiederkäuer. Die Kühe kann man ja, also wenn man ihnen die Hecken gibt, dann machen sie die ja nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die lieben sie so, dass sie sie einfach niederkämpfen, wenn es noch die richtigen Sträucher sind. Also, das ist schon eine Aufgabe, dass wir Landwirte eben für Sträucher und Büsche sorgen in der Landschaft und dass wir da so dafür sorgen, dass wir auf der einen Seite ein bisschen was für den Kompost haben von den Ästen, denn das sind eigentlich die besten Äste, so die Fingerdicken, das ist für die Kompostierung das Allertollste. Nicht die dicken, also nicht die riesigen Stämme, sondern das Feine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass wir eben dadurch, dass wir schneiden und das Pflegen wieder neues Wachstum in den Hecken haben und dieses neue Wachstum macht es dicht und aktiv und eigentlich belebt bis unten hin von den Pflanzen her und dann kommen eben die Vögel und dann kommen die Insekten und so weiter, die darin jetzt eigentlich bei jedem Vogelgesang aus einer Hecke, kann man eigentlich sagen, da wird jetzt das Seelische in der Landschaft zum Ausdruck gebracht. Also kann man ja auch fragen, da ist ein tolles Orchester, da spielt ja ein Beethoven-Sinfonie und dann kann man sagen, ja, die spielen da schön. Man kann aber auch sagen, ja, die spielen Beethoven.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist etwas ganz Bestimmtes, eine ganz bestimmte Harmonik, ein ganz bestimmter Rhythmus, eine ganz bestimmte Melodienverwandlung und so weiter, die jetzt diese Musik ist. Und so kann man eben auch sagen, die Vögel sind ganz tolle Virtuosen, aber was sie eigentlich spielen, das ist die Qualität, die da jetzt sozusagen in der Natur zwischen dem wachsenden, sprießenden Quellen der Pflanze und dem gestaltenden und formenden von außen, wie da sich dazwischen ergibt und das bringen sie eigentlich zur Darstellung. Oder so ein Fuchs, auch heute Morgen, also Entschuldigung, dass ich jetzt immer von diesem Viertelstunde da, diesem kleinen Rundgang, da lief hinten so ein Fuchs, wie der da so um die Hecke rumschleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz andere Bewegung, etwas ganz anderes als so ein Hase. Und dann kommt der Hund und der Hase schlägt seine Haken und zack ist er weg. Das ist ein ganz anderer Klang in der Welt als eben so ein Fuchs, der da so schleicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und man guckt, ob nicht doch irgendwo eine Tür an dem Hühnerstall offen gelassen wurde oder wie auch immer. Also die Tiere als Ausdruck der seelischen Beziehung, des seelischen Zusammenhängenden, des seelisch Geformten, des emotional Gestalteten. Wir gehen weiter von dem Strauchwelt, wo alles viel komprimierter schon ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist nur noch hier innen drin etwas mehr aufgestülpte Erde. Das ist eigentlich durch das Schneiden der Hecken versuchen wir das immer wieder auch dicht zu halten, zusammen zu halten. Die Hecke wird von selber immer größer und gakeliger und innen wird es eigentlich hohl und tot und trocken und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da müssen wir sie schneiden, dass das wieder schön zusammenkommt. Und der Boden ist schon anders, da ist schon eine gewisse Homifizierung hier oben. Beim Wald ist es ja so, da ist eine ganz tolle Rohhumus- und Mulhumus-Geschichte, aber das liegt alles hier oben drauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Boden selber ist es schon nach einem halben Spaten sehr, sehr mineralisch, sehr, sehr tot eigentlich. Vom organischen Leben her ist da gar nicht viel. Ich muss dem vielleicht ein bisschen eine andere Farbe hier geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So ist das da im Wald oben drauf und hier ist das jetzt schon ein bisschen weiter drinnen, aber dafür längst nicht so tief. Hier ist eigentlich so das. Und jetzt kommen wir zur Wiese und Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Wiese und Weide ist ja natürlich eine ganz, ganz tolle Sache und das kann ich hier wie alles hier nur so ganz schwach andeuten. Das soll jetzt hier eine Kleepflanze sein und dann haben wir natürlich die ganzen tollen Kräuter. Also ob das nun ein Spitzwegerich ist oder ein Wiesenknopf oder, oder, oder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wiese ist Gras, Kräuter, Leguminosen in einem schönen, ausgewogenen Verhältnis. Und da blüht auch ständig was. Wir haben über den Weißklee doch schon gesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weißklee, der ich liebe, ich finde den so cool. Man fährt mit dem Mähwerk, man mäht und holt das in den Stall, das frische Futter und holt mal jetzt von der Wiese. Und das ist so ein schöner Aufwuchs irgendwie und dann holt man das da oben und dann bleiben unten schön, wie es ordentlich sein soll, so acht, zehn, zwölf Zentimeter stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bloß nicht bis ganz unten runter rasieren, sondern was stehen lassen, ein bisschen stoppelt stehen lassen. Und jetzt muss man absteigen, weil man hinten die Klappe hat vergessen zuzumachen von dem Ladewagen oder irgendwie so. Und geht so runter und geht hinten, tritt da hin, wo gerade eben gemäht worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Meter weiter hinten sieht man schon den Storch, der wartet, dass die Mäuse hervorspringen. Die sind sehr pfiffig, die Störche, die kapieren immer, wo es gerade frisch gemäht ist, weil da springen noch die Mäuse umher, da kann man nochmal was schnappen. Und dann steht man da auf dem frisch gemähten vor zwei Minuten und sieht auf die wachsenden, blühenden Weißkleeblüten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist doch eigentlich cool, der wächst so niedrig, dass er unter der Narbe oder in der Narbe eigentlich wächst, unter den Gräsern blüht er und da mäht man und der bleibt. Ist doch cool. Die Bienen, denkt mal an die Bienen, die sind versorgt, auch wenn ich mähe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder eben einfach, das blüht weiter. In der Natur ist nicht immer alles so ein Zweck, weil ist so. Einfach überhaupt, man mäht und es ist nicht nur, dass da ein bisschen Pflanzenmasse bleibt oder frisches Grün, sondern dass sogar was gleich wieder weiter blüht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dieses ständige Blühen und unglaubliche Wachsen, diese irrsinnige Dynamik und eben hier unten drunter, 10, 12, 15 Zentimeter, der tollste Boden der Welt. Und dann wird es eben auch schon wieder ziemlich mager in Bezug auf das Organische, toter und dann auch schlecht durchwurzelt. Der Wald ist ja nun ganz tief durchwurzelt, hier ist es nicht der Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grünland ist die Wurzel wahnsinnig intensiv und da ist dann ab und zu mal eine Löwenzahnpflanze, die tiefer geht oder so eine wilde Luzerne oder so, aber viel ist da nicht. Man kann sagen, der Wald ist eine riesige Sache, nach oben irgendwie 20, 30 Meter, nach unten 5, 8 Meter, je nachdem wie der Boden ist und jetzt geht es so zusammen. Im Grunde genommen ist es die kürzestmögliche Form, hier geht die Belebung bis hier unten und jetzt geht es hier hoch und hier ist es genauso dieselbe Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wird plötzlich, spielt sich alles hier ab. Und das Allertollste haben wir auch schon besprochen, muss ich nur jetzt kurz benennen, damit wir es nicht vergessen. Dazwischen, das Weltwunder der Narbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man weiß eigentlich nicht in der Wiese da in der Mitte, wo fängt die Pflanze an und wo hört der Boden auf. Das geht so ineinander über, das ist so verbunden, da ist alte Pflanze, da ist junge, neue hervorkommende Pflanze, da sind Samen, da hat der Regenwurm schon wieder kräftig obendrauf gelegt, da liegen schon wieder 2 cm frische Erde obendrauf. Das durchdringt sich alles total intensiv, die Narbe als eigentlich das Leben im Stadium der Geburt, im Stadium des Nascendi sagt man, also des Entstehungs, der Anfangs, der Ursprungsmoment.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss sich eigentlich jedes Jahr mindestens einmal auf eine Wiese legen und in der Narbe popeln und die Hände falten und sagen, danke lieber Gott, dass du sowas gemacht hast, dass es sowas gibt. Das ist sowas Tolles, dass die Erde, das Dunkle, die Nachtseite des Lebens, das Fruchtbarkeitsgeschehen und das Wachsende, das Oberirdische, dass das da so eng zusammenkommt und dass da dieses Weltwunder der Narbe eigentlich entsteht. Eine ständige Regeneration, ein ständiges vitales Geschehen, rappelvoll mit Pilzen und allem möglichen, man sieht das wenigste davon, was man sieht, das meiste ist eigentlich unsichtbar bei dieser erstaunlichen Sache der Narbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, soweit ist das glaube ich ganz gut verständlich und jetzt gehen wir weiter und kommen auf den Acker und merken eigentlich bei dem Acker, dass das nun dieses ganz besondere Biotop ist oder diese ganz besondere Welt, in der jetzt das plötzlich hier tiefer wird. Der A-Horizont, der Mutterboden, der gepflügte Boden ist eben tiefer, die Vertiefung des Bodens und gleichzeitig natürlich auch eine Verdünnung, muss man sagen, na klar. Der Acker ist 25, 30, 35 Zentimeter humoser, strukturierter, krümeliger, ganz künstlich, ein ganz, ganz künstliches, labiles System, ist tief und ist doch aber eben längst nicht so belebt wie diese Handbreit Grünland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und der Acker ist nun dasjenige, was eben das Korn, das Getreide zum Beispiel hervorbringen kann. Und ich male jetzt hier das so in einem Stadium, wo es so schon am Abreifen ist oder Beginnen der Abreife, wir könnten ja vielleicht sagen die maximale Entfaltung, sowas wie Johanni, wo noch ein bisschen Grün hier oben ist, aber eigentlich eben schon unten der Todesprozess begonnen hat, das Absterben beginnt. Und hier oben an der Ehre noch sozusagen die grüne Pflanze da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ihr habt euch ja jetzt auch mit dem Zeichnen und der Botanik da nachmittags ein bisschen beschäftigt mit dieser Pflanze. Und wir haben ja schon einiges auch besprochen von diesen zwei Schritten, dass sie zunächst diesen, wie sollte man sagen, vitalen Lebensleib, also diesen lebendigen Leib erzeugt, da diese schöne wunderbare Architektur der Pflanze, wie die Züchter sagen. Und dann ist eben Johanni, dann ist eben Blüte und dann kommt das alles eigentlich zur Ruhe und dann kommt dieser zweite Prozess, diese Umwandlung, wo jetzt unser Kohlenstoffprozess nicht Holz wird, sondern Frucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas ganz Besonderes. Das kann man jetzt gut verstehen. Das Getreide, die Kohlenhydrate, der Mehlkörper des Getreides ist das nicht Holzgewordene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rest der Pflanze wird Holz dann, Stroh und Spelzen. Und dieser Mehlkörper an dem Korn, diese Fruchtbildung ist jetzt einmal in der Natur, das gibt es ja ein bisschen noch beim Mais und Reis und so, aber im Grunde genommen ist das eben nur bei dieser Familie, nur bei diesen Pflanzen, dass das jetzt nicht schöne saftige Blatt beim Rotkohl oder Blüte wie beim Blumenkohl oder alles Mückige ist, sondern es ist wirklich der Same und es ist wirklich dieser Urprozess, den ich hier drüben versucht habe deutlich zu machen, der gelbe, der Kohlenstoffprozess, der Kohlenhydrate-Seite, die wird jetzt nicht Holz, sondern Mehlkörper. Das Mehlkörper, das wird da diese zunächst weiße Saftigkeit, dann diese Teigigkeit, Teigreife und dann zum Schluss eben Todreife des Kornes, macht dann noch 10% an dem Korn sind eben mit dieser Eiweißseite, der Keimlink, 80-90% ist der Mehlkörper.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgewandelte grüne Pflanzengestalt, die wir eigentlich essen mit dem Brot, die da dann lagerfähig wird und so weiter. Und das hat seinen Preis. Diese besondere Situation, das hat einen Preis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Menschheit sozusagen diese Kunstpflanze, das ist ja wirklich eine Kunstpflanze, die gibt es in der Natur natürlich überhaupt gar nicht. Und der Preis ist diese Bodenbearbeitung. Der Preis ist in gewisser Weise auch ein Stück Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen eigentlich ständig dem gegenüber Vitalität dahin bringen, dass das Getreide entstehen kann, dass dieser unglaubliche Fruchtbildungsimpuls passiert und Jahr für Jahr auf dem Acker passieren kann. Das geht eben nicht. Das wäre eine partielle langsame Zerstörung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem muss ständig ein Mehr an Vitalität dazu gestellt werden. Das muss ausgeglichen werden und das ist eben der Futterbau. Und so kann man sagen, die geniale Erfindung der Fruchtfolge, die wir ja schon ausgiebig besprochen haben, ist, dass man das eigentlich beides kombiniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass man hier das Grünlandmäßige holt in den Acker. Man muss eigentlich nicht sagen kombiniert, sondern dass man sich das da klaut. Man muss eigentlich sagen, man holt sich das aus der Wiese und bringt das da hin und hat eben dadurch auch das, was künstliche Wiese ist im Acker, das Kleegras, den Futterbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wird schon langsam klar, hier hinten kommt irgendwann der Garten und aus dem Garten kommt in den Acker die Hackfrucht. Schon eigentlich jetzt klar, oder? Wenn man das weiter geht, noch intensiver, noch mehr vom Menschen gemacht, noch stärker durchgearbeitet. Das ist jetzt dann der Garten und der Boden hat eine unglaubliche Fruchtbarkeit im Garten, weil er eben von der Viehhaltung den Dunk bekommt und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist wirklich noch viel mehr ein Kunstboden, weil der eben noch intensiver bearbeitet wird. Und wir haben hier in unserem Hausgarten diese tolle Situation, dass der Boden, der Gemüsegarten, dieser unglaubliche uralte Standort hier hinten, 800 Jahre, 1000 Jahre Gemüsegarten dieser Menschen, die hier gearbeitet haben. Die Viehhaltung war natürlich um die Ecke, der Mist war da, das Stroh war da, alles was man brauchte für einen guten Gartenbau und jetzt hat man 80, 90 Zentimeter einen Boden, den wir nicht mal 5 Zentimeter, nicht mal 10 Zentimeter auf dem Acker haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen fruchtbaren Boden, wenn man den zur konventionellen Bodenanalyse schickt, dann kommt E, alles E, die kennt ihr doch, die Bodenanalyse geht A, B, C, D, ne A, B, C, D, E, 5 Klassen. Und A ist ganz schlecht, B geht gerade, C ist so ganz gut für den Acker und D ist schon ziemlich gut und E ist absolutes Maximal, bitte nichts düngen. Wenn wir diesen Gartenboden hier aus dem Garten in die konventionelle Bodenanalytik geben, die ganz normale Standard Bodenanalytik, dann kommt das Ergebnis in allen Klassen, Phosphorkali, was weiß ich, alles E, E, E, E, bloß nichts düngen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
80 Zentimeter, ich fange immer meinen Jahreskurs damit an, dass wir diesen Boden studieren und mit diesem Boden dann raus auf den Acker gehen, 50 Meter weiter und gucken, wie ist der im Verhältnis zu dem Acker, der genau dieselbe Bodengrundlage hat. 800 Jahre Gartenbau, liebevolle Zuwendung, viel, viel Dünger, intensive Bearbeitung, nie Verdichtung, Gärtner passt sehr gut auf, wenn er mit der Hand arbeitet, dass er seinen Boden nicht verdichtet, macht der einfach gar nicht bei Nässe da draußen. Das kennt der ja gar nicht, wie kämmen wir als Gärtner auf die Idee? Also diese unglaubliche Struktur, diese Anreicherung, diese Intensität in dem geschützten Raum, diese viele Liebe, die diesen Pflanzen zuteil wird, die vielen Tiere, die Vögel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manchen Gärtner sieht man, der da wieder sein Unkraut zuppelt und da hat er seine Grabegabel oder seine Hacke stehen oder seinen Spaten und während er da zuppelt, zack, ist schon das Rotkehlchen da auf dem Stiel. Kennt ihr das? So dieses, dass man plötzlich merkt, das interessiert die Tierwelt, diese totale Kunstwelt Garten. Nirgendwo ist das Ganze so stark dann eine Kunstwelt geworden, wie im Garten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir müssen hier jetzt noch den Garten hinkriegen. Strauch soll das heißen, die versagt hier, Baum, Bäume und was nehmen wir da? Vielleicht nehmen wir eine schöne Möhre oder was hättet ihr gerne? Ich mache jetzt eine Möhre, die da so wächst und eben dieser intensive Humusprozess. In so einem Garten wie hier in unserem Hausgarten, da hat man Humuswerte, der beste Mullhumus, enges CN-Verhältnis, 10%.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gar kein Problem. Und man fragt sich eigentlich, wie kann das stabil werden? Wie kann das auf Dauer sein, dass das so Humus ist und sich der Humus gar nicht abbaut? Und daneben ist ja vielleicht eine schöne Salatpflanze und daneben ist irgendein strauchiges Gemüse, also sagen wir vielleicht eine Tomate, die da irgendwie an einer Stange steht, wo man hier schon die schönen Tomaten hat. Da könnte man jetzt lange malen, die Zeit reicht da gar nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch ein paar gelbe Blüten hier oben. Also diese Intensität, da ist sozusagen die größte Intensität und gleichzeitig die höchste Labilität. Wenn das einfach da liegt, ist es sofort, in zwei, drei Jahren ist so ein wirklich fruchtbarer, schöner Garten, wenn der verwildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eigentlich ein Heu. Ich bin ja gerade so vor ein paar Wochen da oben zwischen Frankfurt und Bad Vilbel hinter so einem Krankenhaus in so einer Gegend. Ich finde das immer sehr interessant, sich das anzugucken, wie das aussieht, wenn mal fünf Jahre so die Kleingarten, alles ist weg und das verwildert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen so die Birken und ist auch schön, aber diese Intensität, diese Zuwendung, diese wahnsinnigen Erträge, das was die Menschen da herausholen können, wie viele Menschen man ernähren kann, nirgends mit nichts kann man so viele Menschen ernähren wie mit dieser Intensität des multifunktionellen Gartens. Also da ist die Welt eigentlich am künstlichsten geworden und am labilsten. Man kann sagen, das ist gleichzeitig auch eine Reihe des immer labiler, des immer intensiver und des immer mehr Nahrung erzeugens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun muss man eben sagen, das Eigentliche in großen Flächen ist eben der Acker und wir werden heute nicht mehr für alle Menschen in einem Handgartenverfahren das Gemüse herstellen können. Und der Acker, der eben jetzt auch das Getreide, das habe ich hier gemalt, in der Hauptsache ist er das Getreide, der Acker und das ist hier das Paket, in dem wir eben Fruchtfolge machen. Und das ist ja unser Ackerbau und wie das eben da jetzt zusammenkommt, auf der einen Seite das, dieses was ich mit dem Blauen versucht habe deutlich zu machen, das wird ja hier ein bisschen wieder größer, ein bisschen wird es hier tiefer, ein bisschen wird es hier höher, aber im Prinzip ist es schon so, dass der Ackerbau eine unglaubliche Verdichtung ist des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig ist er eben etwas, aus dem wir herausnehmen, nehmen, nehmen, bei dem Getreide und eben auch bei den Hackfrüchten und gleichzeitig ist er labil. Wir müssen den Boden bearbeiten, er hat diese Vertiefung, aber er hat eben längst nicht einen Gartencharakter vom Humus her, er hat längst nicht einen Waldcharakter wie hier oben, sondern es ist labil. Und man könnte diesen ganzen Vortrag oder diesen ganzen Beitrag heute Morgen auch nennen mit Paracelsus, der Acker ist die Wunde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch schafft eigentlich im Haushalt der Natur eine Wunde, von der er lebt. Und daran sieht man diese Labilität und die hohe Verantwortung und das Schwierige, das zu sehen, wie viel kann ich, wie viel darf ich, wann muss ich eigentlich für Regeneration sorgen. Und spätestens jetzt sollte also auch dem letzten klar sein, der immer noch die Meinung hatte, man könnte doch auch vielleicht eine vegane Landwirtschaft machen, eine Landwirtschaft ohne Tiere, der wird jetzt merken, nein, ich brauche den Futterbau, ich brauche die Regeneration, ich brauche sozusagen das Element der Wiese im Acker für die Regeneration.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich brauche natürlich die Umwandlung dessen, was die Tiere fressen, in Form des Mistes, in Form des Düngers, vor allem auf dem Acker. Der Acker ist die Wunde und die Wunde muss gepflegt werden. Und die Pflege ist die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Wald, ja, es gibt Waldstandorte, wo man vielleicht alle 20 Jahre ein bisschen kalten muss, weil man so viel aus der Luft, so viel Säuren bekommt oder, also eigentlich muss man den Wald nicht düngen und das ist wunderbar, im Wald gibt es Tiere und so, das ist ein wunderschönes ausgewogenes Verhältnis und so, es geht eigentlich wunderbar. Auf der Wiese muss man nur insofern ein bisschen düngen, als man eigentlich Gestaltung hinbringt. Die Wiese und die Weide von sich aus ist eine so vitale, eine so quellende, eine so üppige Angelegenheit, da wird so viel sozusagen ständig Substanz geschaffen nach unten und nach oben, dass es ein bisschen Form, ein bisschen Gestaltungsimpuls braucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und insbesondere alles, was mit wirklich gut ausgereiftem Kompost in kleinen Mengen zu tun hat und insbesondere was mit dem Horn-Kiesel-Prozess zu tun hat, also mit der Gestaltung, die wir gerade durch die Präparate machen können, gerade das ist wunderbar auf der Wiese. Aber eigentlich ist die Wiese auch ein Meer an Vitalität und ein Meer an Entstehung als an Abbau. Und da kommt das zweite Sprichwort, was man hier auch vielleicht heute sagen kann, die Wiese, die Weide ist die Mutter des Ackerbaus, tolles Wort, uralt, die Mutter des Ackerbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie denkt man das? Man füttert die Wiese und die Weide, die können die Menschen nicht verzehren und aus dem, was die Tiere erzeugen an Dünger, kann man den Ackerbau überhaupt betreiben. Überall muss man eigentlich den Ackerbau auch immer sehen, ein Stück weit als der Verbraucher, als das Kind einer guten Grünlandwirtschaft. Die Wiese, die Weide, die Mutter des Ackerbaus, diese Vielfalt, immer gleicht sich das aus, immer sind eigentlich, wenn man es richtig macht, die richtigen Kräuter, die richtigen Leguminosen mit dem Stickstoffprozess auf der Wiese, auf der Weide, wer das nicht im Griff hat und meint, er müsse Stickstoff düngen auf der Weide, der ist nicht ganz dicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der konventionelle Landbau meint das ja immer noch, es bricht jetzt gerade weg, in 10 Jahren wird das keiner mehr sagen, wird man das endgültig verstanden haben, dass man einfach nur die richtige Menge an Leguminosen haben muss und in der Wiese das wunderbar von selber geht. Also das ist eigentlich ein vitales, ein autarkes, ein sogar überproduzierendes, ein Biotop, eine Welt, ein Teil des Organismus, der vor Vitalität nur so strotzt. Alles ist notwendig, um den Acker zu erhalten, um den Acker fruchtbar zu machen, um den Acker fruchtbarer zu machen, weil er ist die Quelle, die uns ernährt und er ist gleichzeitig derjenige, der immer in der Gefahr ist, in Abbau zu geraten, überlastet zu werden, zu viel gefordert zu werden, der immer labil ist, wo immer das richtige Verhältnis von Aufbau und Abbau zu berücksichtigen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das muss auch so sein, weil die Früchte können nicht auf der Wiese gedeihen. Wir können den Weizen für unser Brot, selbst wenn er denn wachsen würde, er wächst natürlich gar nicht, wenn wir ihn auf die Wiese säen, selbst wenn er wachsen würde, irgendwie kunstvoll das arrangiert, er würde gar keine gute Qualität werden. Weil die Wiese ist so vital, das ist so ein solch vitales Leben, dass die Getreidepflanze sozusagen eigentlich übertrieben immer weiter da bliebe, wo wir sie beschrieben haben, bis zur Blüte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser zweite Punkt, dieses zweite, dass das jetzt sozusagen wie sich löst vom Boden, wie eigentlich einen eigenen Umwandlungsprozess macht und jetzt Frucht wird, diese Getreidefrucht, das ist eben etwas, was ganz unglaublich ist, was wirklich eine neue Sache ist, die die Menschheit eben wirklich mit den Pflanzen neu erfunden hat, wie plastiziert hat, wie hineingebracht hat in diese Pflanzenwelt, diese Fruchtbildung in diesem Umfang und das ist eigentlich unsere Lebensgrundlage. Und das braucht diesen Gegensatz von Vitalität und Gestaltung, von Vitalität und Umlagerung, Ausgestaltung, Umformung. Und wenn wir dann weitergehen zum Garten, da haben wir auch wieder die pure Vitalität, der Gärtner, der hat am liebsten, der ist nicht so wie der Ackerbauer, der sich auch gewisserweise freut auf den toten Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ackerbauer freut sich auf diese Situation, die ich geschildert habe, es wird so licht, dass der Boden aufreißt, dass man das Unkraut noch nicht immer mehr wächst im Juli im Getreide, dass es reift und dass er sein Getreide ernten kann. Das liebt der Gärtner nicht. Der Gärtner, der möchte ewigen Frühling.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der möchte eigentlich immer Frühling haben und wenn es noch Winter ist, dann macht er Folie drüber und wenn es noch Winter ist, dann macht er Glashaus drüber und wenn es noch kälter ist, dann macht er Heizung rein, aber Frühling bitte. Ja, so muss man das auch mal beschreiben, ganz wertneutral. Ich will niemanden nicht schlecht machen, sondern charakterisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Gärtner ist derjenige, der eigentlich, und dann ist er toll, dann ist er super und im Herbst, da sind noch zwei Wochen und er hat ja noch irgendein Gemüse, was ganz schnell wächst und das kriegt er auch noch. Dann sät er so ein bisschen früher und dann hat er nochmal was. Also Steckrüben oder irgendwie sowas, wo man nochmal irgendwie ein bisschen so eine schöne, spezielle, aromatische, wässrige Fruchtbildung hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Garten wird nie etwas zu trockenem, totem Getreidekorn, was man jahrelang auf dem Speicher lagern kann. Nicht so ein Prozess lehnt der Gärtner. Das ist der Kohlrabi, der verholzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann ist er ja noch lange kein Getreide. Da fängt er gerade an, in diese Richtung zu gehen. Kommt ihr mit? Also da ist ein vitales Geschehen, eine unglaubliche Vitalität, ein unglaubliches Wachstum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dieses Wachstum ist sozusagen auf der feuchten Seite, ist auf der triebigen, auf der Seite, wo es eben was Spezielles ist. Und wir können eben nicht von Tomaten und Salat und Gurken und Lauch und Kohlrabi, davon können wir alleine nicht leben. Wir brauchen dieses Getreide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eben nicht umsonst unser Grundnahrungsmittel. Und manche Leute sagen ja, ich werde nicht den ganzen Tag Brot essen. Und dann muss man immer sagen mit den Schwaben, naja, wir haben ja auch die Nudeln erfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also soweit wollte ich kommen. Wir knüpfen daran morgen an und versuchen noch einen weiteren Gesichtspunkt dazu zu entwickeln, der da eben super gut passt. Wie jetzt auf einer feineren Ebene oder auf einer anderen Ebene diese Gestaltung des landwirtschaftlichen Organismus aus diesen Elementen, das ist ja nicht so nebeneinander, sondern das gilt es ja jetzt wirklich in eine Gestaltung zu bringen, wie dabei eben etwas deutlich werden kann, was eigentlich Naturschutz, was eigentlich Vielfalt, was eigentlich Biotop bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kann man nämlich gerade aus diesem Urbild heraus des landwirtschaftlichen Organismus eigentlich erst richtig verstehen, was da zu machen ist. Denn es wird in der Zukunft so sein, und das will ich jetzt mal sozusagen ein bisschen für die weitere Zukunft sagen, das wird ja keine Natur mehr geben, die es zu schützen gilt. Das ist eine Illusion, Naturschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Echte Illusion. Es wird nur eine Natur geben, die wir wollen. Es wird ganz schnell so sein, in wenigen Jahrzehnten ist es überall auf der Welt so, wie es ja schon vielfach der Fall ist, dass das, was da ist, von Menschen gewollt sein muss, sonst ist es weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wird in Zukunft eben einen Naturschutz in diesem Sinne, dass wir etwas schützen, was so alt und toll und so ist. Das ist Quatsch. Sondern es wird das geben, was wir dort wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es kann natürlich sein, dass wir an bestimmten Standorten sagen, wir wollen jetzt hier etwas, was gar nicht zur Nahrungsproduktion oder Holzproduktion oder sonst wie nötig ist, sondern wir wollen eben diese Vielfalt. Und hier wollen wir das, und da wollen wir das, und da ist das. Und das kann man eben verstehen mit dem Prinzip des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kann man es auch gestalten und findet auch Lust und Sinn in der Gestaltung. So haben wir ja heute oft die Situation, dass die Naturschützer sagen, hier, da müssen wir am besten den Menschen ganz raus. Der Mensch ist eigentlich das große Naturschutzproblem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Biodynamik sagt eigentlich, der Mensch ist eigentlich der große Gestalter der Natur. Und er muss es eigentlich machen. Und er ist derjenige, der durch dessen Hände, durch dessen Vernunft es überhaupt eine zukünftige Natur geben wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also so ist vielleicht der Ausblick auf das, was wir dann morgen machen wollen, dass wir uns vielleicht da ein bisschen tiefer einlassen auf diese ganz verschiedenen Qualitäten der verschiedenen Standorte, der verschiedenen Biotope. Und wie eigentlich der landwirtschaftliche Organismus jetzt sozusagen eine innere Logik hervorbringen kann, an der wir dann morgen, das will ich euch morgen entwickeln, die jetzt eben sozusagen aus der hervorgeht, warum wir das eigentlich brauchen. Also ein Sinn, eine Logik, einen höheren Sinn darin, warum wir das eigentlich zu schützen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bestimmte Pflanzengesellschaften, bestimmte Biotope, was die eigentlich im Ganzen für eine Bedeutung haben. Herzlichen Dank, soweit und dann geht es um elf weiter.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
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		<updated>2026-10-13T13:19:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Schreibweise Joseph Beuys mit ph&lt;/p&gt;
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[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Joseph Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom [[Dottenfelderhof]] bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Joseph Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat [[Josef Beuys|Joseph Beuys]] ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Joseph Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Joseph Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Joseph Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Joseph Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Regionale_Initiativen_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2023&amp;diff=28731</id>
		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
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		<updated>2026-10-13T13:18:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Josef Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom [[Dottenfelderhof]] bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Josef Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat [[Josef Beuys]] ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Josef Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Josef Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Josef Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Josef Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Achberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortragsjahr 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar muss noch erstellt werden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Erstveröffentlichung im November 2025 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 | Hier geht&#039;s zum Video |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28729</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28729"/>
		<updated>2026-10-13T12:55:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 | Hier geht&#039;s zum Video |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28728</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28728"/>
		<updated>2026-10-13T12:54:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 Hier geht&#039;s zum Video]  &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28727</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28727"/>
		<updated>2026-10-13T12:52:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|thumb|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 Hier geht&#039;s zum Video]  Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28726</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28726"/>
		<updated>2026-10-13T12:51:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|mini|right|class=responsive-img|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 Hier geht&#039;s zum Video]  Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|mini|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ökologische Werkstatt | Martin von Mackensen | Regionale Initiativen | Humboldt-Haus in Achberg ====&lt;br /&gt;
Am 14. April 2023 fand im geschichtsträchtigen Haus Achberg, gemeint ist das «INKA» (Internationales Kulturzentrum Achberg), kurz hinter Lindau am Bodensee, die sogenannte «ökologische Werkstatt» mit Initiativen regionaler Landwirtschaft statt. Hierzu schreibt der Veranstalter: «Mit der ÖKOLOGISCHEN WERKSTATT am 14. / 15. April 2023 möchten wir in Achberg einen Austausch ermöglichen über aktuelle landwirtschaftliche Fragestellungen und Handlungsalternativen angesichts sich global verändernder klimatischer, ökologischer und wirtschaftlicher Bedingungen». In diesem Film spricht Martin von Mackensen, Landwirt und Leiter der biodynamischen Landbauschule vom Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum transkribierten Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28725</id>
		<title>Martin von Mackensen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Martin_von_Mackensen&amp;diff=28725"/>
		<updated>2026-10-13T12:40:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Göbekli Tepe, 2023 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}[[Datei:Martin von Mackensen beim Plastizieren mit Ton im Februarkurs 2023.jpg|thumb|right|class=responsive-img|Martin von Mackensen beim plastizieren mit Ton, Foto: François Hagdorn]]Martin von Mackensen ist Landwirt und lebt und arbeitet auf dem biodynamischen [[Dottenfelderhof]] in Bad Vilbel. Martin kommt aus einer Lehrerfamilie und lernte zum Ende seiner Schulzeit [[Joseph Beuys]] kennen, und er wirkte mit bei der Baumpflanzaktion &amp;quot;7.000 Eichen&amp;quot; (1982 - 1986) für die documenta in Kassel.&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.a-tempo.de/article.php?i=201703&amp;amp;c=2&amp;lt;/ref&amp;gt;Die Begegnung mit Beuys war ein maßgeblicher Impuls in der Landwirtschaft tätig zu werden. Beuys ermutigte ihn, statt eines Kunststudiums die Landwirtschaft zu ergreifen: &#039;&#039;„Das ist Quatsch, das Studium gibt es so eigentlich gar nicht […] Mach das, das ist viel wichtiger!“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;https://www.demeter-im-westen.de/martin-von-mackensen&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einer landwirtschaftlichen Lehre und früher Unternehmerverantwortung spezialisierte sich von Mackensen auf die biodynamische Methode, inspiriert von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiners]] Ideen. Seit den 1990er-Jahren gestaltet er die [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] als Ort der Ausbildung und Forschung, wobei er selbst Kurse leitet.  &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;„Ja, meine persönliche Geschichte ist so, dass ich eigentlich schon einmal als noch nicht Schulkind, ich komme aus einem intellektuellen Haushalt, mein Vater war Lehrer und Dozent und ich komme also nicht aus dem Bauernhof, aber ich bin schon vor der Schule mit fünf Jahren im Hochgebirge, da wurde noch alles mit der Hand gemacht, da wurde mit der Hand gesenst, da wurde das Heu in solche großen Tücher gepackt und so, da habe ich Landwirtschaft kennengelernt und ich wusste, das ist mein Thema und dann, wie das so ist in der Schule, da bin ich noch lange dahin gefahren, auch als meine Eltern ja gar nicht mehr zum Urlaub hingefahren sind und irgendwann hat sich das verloren.&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann habe ich in meiner Biografie eine besondere Gelegenheit gehabt. Ich habe lange mit dem Joseph Beuys zusammengearbeitet, ich habe mit dem Joseph Beuys in Kassel Bäume gepflanzt und als ich soweit war, dass ich dann auch eine Maschinenschlosser-Ausbildung hatte und jetzt ein Kunststudium bei Beuys machen wollte, da hat er gesagt, hat keinen Sinn, du wolltest doch was mit Landwirtschaft machen. Er erinnerte das aus einem alten Gespräch und hat mir noch mal gesagt, mach das und dann kam es wieder und er war vier Monate später gestorben. Es war sozusagen auch der richtige Moment, diesen Weg einzuschlagen und ich habe das dann gemacht und ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich es gemacht habe und ich habe dann hier am Dottenfelder Hof lange Landwirtschaft praktisch gemacht und hatte dann das große Glück, einen der Gründer hier noch mit dem Lange zusammenzuarbeiten, der mir dann gesagt hat, du machst das hier weiter mit der Ausbildung und Fortbildung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Und dann hatte ich noch mal großes Glück, dass das Land Hessen gesagt hat, eine Fachschule ist sinnvoll für das, was sie da machen und so sind wir die einzige biodynamische Fachschule weltweit, die ein eigenes Curriculum hat, eine eigene Prüfungsverordnung hat und wir können hier wirklich landwirtschaftliche, gärtnerische Leute fortbilden und in den letzten Jahren haben wir das zusammengebracht mit der Medizin und jetzt ist es eben auch so, dass hier ein Kollege aus dem medizinischen Bereich in diesem Kurs mit dabei ist und das ist ein Jahr intensive, ja man könnte sagen Präventologie, Landwirtschaft und Medizin. Ich glaube, es ist gar nicht so weit, es braucht gar nicht so viel Fantasiekraft, sondern es ist eigentlich sehr real, was wir in der Zukunft brauchen.“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Allianz ELIANT im Gespräch mit der Landbauschule Dottenfelderhof - Martin von Mackensen, 2026#Der eigene Weg: Joseph Beuys und die Fachschule 00:05:20]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;Martin ist Co- Autor des Standartwerks Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, der sogenannte [[GA 327|LANDWIRTSCHAFTLICHER KURS]] (Neuauflage 2022). Zu seinen Wirken gehört neben der umfangreichen Vortragstätigkeit im Rahmen der Landbauschule eine Vortragstätigkeit auf nationaler und internationaler Ebene. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme und Themen ==&lt;br /&gt;
+++ Die nachfolgende Liste ist nach dem Veröffentlichungsdatum sortiert (nicht Entstehungsdatum) +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im September 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau | Ein Vortrag von Martin von Mackensen | 11. September 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2026-9-11.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=T5HNtuzP5zA|mini|[[Martin von Mackensen]] bei seinem Vortrag Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau im Rudolf Steiner Haus in Berlin (Bernadottestr. 20/22) am 11. September 2026 ]]&lt;br /&gt;
Hier sehen wir Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof in Bad Vilbel, zu Gast in der anthroposophischen Gesellschaft Berlin mit dem Thema &amp;quot;Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau&amp;quot;. Martins Vortrag ist Teil innerhalb der Vortragsreihe &amp;quot;Der Erkenntnisweg der Michaelschule und ihre christologischen Grundlagen&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Das Geheimnis der Düngung im biodynamischen Landbau - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brot und Wein | Ein Vortrag von Georg Meißner und Martin von Mackensen auf dem Weingut Odinstal | 22. Juni 2026 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_und_Georg_Meissner_2026-6-22.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=-bdCU0PbI1c|mini|[[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und [[Martin von Mackensen]] bei einem Vortrag auf dem Weingut Odinstal mit dem Thema &amp;quot;Brot und Wein&amp;quot; am 22. Juni 2026]]&lt;br /&gt;
Wir sehen hier [[Georg Meissner|Dr. Georg Meißner]] und Martin von Mackensen mit einem Vortrag für namhafte Winzer und top-Sommeliers aus der Spitzengastronomie im Rahmen der jährlichen biodynamischen Seminarveranstaltung auf dem Weingut Odinstal (organisiert vom Winzer Andreas Schumann).&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Zitat Georg Meissner: &amp;quot;Georg: Und wenn wir jetzt auf die Kulturpflanze eingehen, was heißt eigentlich Kultur und Natur? Was heißt es, das natürliche Wesen der Rebe zu verstehen? Und was ist dann die Kulturtat, was macht dann der Mensch damit? Und der Kulturbegriff ist hier ja auch wichtig. Kultur heißt letztendlich ursprünglich, den Boden öffnen. Das heißt, ich nehme ein Stück Natur aus dem natürlichen Zusammenhang, öffne den Boden und übernehme jetzt als Mensch die Verantwortung. Ich trete ganz stark in Beziehung und muss die Verantwortung für dieses Stück Land übernehmen, um letztendlich dort für Entwicklung zu sorgen. Also ein wichtiger Begriff hier ist, in Beziehung treten, ein Verständnis für das Andere in seiner natürlichen Wesenheit zu entwickeln. Aber dann habe ich ja auch einen Willensimpuls, ich möchte etwas damit machen und sie in die Kultur führen oder vielleicht auch erheben. Damit werden wir auch enden. Wir haben den französischen Begriff Élevage, habt ihr ja vielleicht schon gehört. Das kann man für die Tierhaltung verwenden, aber auch für den Weinausbau und so weiter. Also: Ich erhebe dich, ich bringe dich auf eine andere Ebene.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;[[Brot und Wein - ein Vortrag von Georg Meissner und Martin von Mackensen, 2026|| Hier geht&#039;s zum Artikel und zum Film |]]&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im November 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | Vortragszyklus Grundlagen der Biodynamik (Novemberkurs 2025) | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_2025-11-3.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=A2ci0dcd4y8|mini|[[Martin von Mackensen]] mit der 1. Folge vom biodynamischen Grundkurs im Rahmen des Novemberkurses am 3. November 2025 vor den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] im Rahmen des sogenannten Novemberkurses 2025 seinen Grundkurs-Vortragszyklus vor den Azubis aus der biodynamischen Ausbildung. Dieser Vortragszyklus wurde in der Vergangenheit bereits verfilmt, dennoch gibt es bei Martin immer wieder interessante Entwicklungen und Entdeckungen, also neue Aspekte, die in seine Vorträge hineinfließen. Somit ist es immer auch &amp;quot;neu&amp;quot;. &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[1. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[2. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[3. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[4. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[5. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[6. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[7. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[8. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[9. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[10. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[11. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[12. Folge biodynamischer Grundkurs im November 2025 - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichung im Mai 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martin von Mackensen | 25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_am_Dottenfelderhof_2025-5-31.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M01Sm4rK-tE|mini|Martin von Mackensen am 31. Mai 2025 am [[Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Anlässlich ihres 25 jährigen Bestehens veranstaltete die Zukunftsstiftung Landwirtschaft am Freitag und Samstag 30/31. Mai 2025 auf dem biologisch-dynamischen [[Dottenfelderhof]] eine interessante Veranstaltung mit Vorträgen und Workshops. Der Vortrag von Martin von Mackensen, Leiter der Landbauschule Dottenfelderhof bildete mit dem Thema &amp;quot;Der Hof - Brennpunkt und Reallabor für zukünftige fruchtbare Entwicklungen unserer Gesellschaft&amp;quot; den Schlusspunkt der Veranstaltung.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[25. Jahre Jubiläum Zukunftsstiftung Landwirtschaft - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]] &amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
==== Gedenken an Manfred Klett | Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenken_an_Manfred_Klett_2025-5-21.jpg|link=Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|thumb|Martin von Mackensen spricht hier am 21. Mai 2025 im Gedenken an [[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] im Rudolf-Steiner Haus in Frankfurt]]&lt;br /&gt;
Anlässlich des Todes von Dr. Manfred Klett hält Martin von Mackensen am 21. Mai 2025 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt eine kurze Rede.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gedenken an Manfred Klett - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zur Transkription |]]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im Februar 2025 ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_4v4_Bernkastel-Kues_2024-12-18.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MoQDzbl0hCU|mini|Martin von Mackensen vom der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] am 18. Dezember 2024 im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues]]&lt;br /&gt;
Am 18. Dezember 2024 versammelten sich Praktiker aus dem biologisch-dynamischen Weinbau im Hotel Deinhards in Bernkastel-Kues an der Mosel. Im Stil von Vorträgen und einer seminaristischen Arbeit in Kleingruppen wirkten der Weinbaudozent und Winzer [[Georg Meissner|Dr. Georg Meissner]], der Geograf und Dozent an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], Stefan Sylla, und Martin von Mackensen, seines Zeichens Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]], mit an einem erkenntnisreichen Tag zum besseren Verständnis des Ton, als Vermittler von Kräftewirkungen der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der biodynamische Mosel-Winzer [https://trossenwein.de/ Rudolf Trossen] wirkte moderierend am Rahmen mit, und er skizzierte gemeinsam mit dem Gastgeber des Hotel Deinhards, Michael Willkomm, in Grundzügen die Geschichte von Nikolaus von Kues. Zu den Highlights gehörte auch die anschließende Besichtigung des Cusanus Stift, welches nur wenige Hundert Meter entfernt vom Hotel Deinhards ist. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - eine Einführung von Georg Meissner, 2024|1]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Stefan Sylla, 2024|2]] - [[Nikolaus von Kues, die Geschichte in Grundzügen, 2024|3]] - [[Der Ton als Vermittler im Kräftewirken der Pflanze - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Januarkurs mit Martin von Mackensen | 2025 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:1._Folge_Januarkurs_2025_Martin_von_Mackensen_2025-1-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=M3jwEPwqP7A|mini|Martin von Mackensen am im Januar 2025 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Erstveröffentlichung Januar 2025.]]Hier vermittelt Martin von Mackensen im sogenannten Januarkurs 2025 den Azubis der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen Ausbildung]] (1. Lehrjahr im Demeter im Osten und 1. Lehrjahr im Demeter im Westen) Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|1]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|2]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|3]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|4]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|5]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|6]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|7]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|8]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|9]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|10]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|11]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|12]] - [[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 13. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|13]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Januarkurs biodynamische Grundlagen - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2025|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Novemberkurs | Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 13. Folgen, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1. Folge Grundkurs Martin von Mackensen 2024-11-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|mini|Martin von Mackensen im November 2024 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung im Dezember 2024/ Januar 2025. [[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|Hier klicken um zum Film zu gelangen]] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im November 2024 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 13 teilige Vorlesung.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=PIduPpUqA-Y|| hier geht&#039;s zum 1. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=aX639wpxUBE|| hier geht&#039;s zum 2. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[https://www.youtube.com/watch?v=N_6iLA1Kye8|| hier geht&#039;s zum 3. Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
usw. (weitere Folgen findest du direkt in youtube)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Erstveröffentlichungen im November 2024 ===&lt;br /&gt;
==== Biografie Rudolf Steiner | 2024 ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Biografie Rudolf Steiner, 2024 2024-11-25.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] am 25. November 2024 am Dottenfelderhof [https://biodyn.wiki/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024 hier klicken um zum Artikel mit Video zu gelangen] ]]&amp;quot;Und jetzt kommt etwas, was ich auch gerne wieder im Original vorlesen würde als Zitat. Steiner macht während seiner Schulzeit und während seines Studiums und später viel &#039;&#039;&#039;Nachhilfeunterricht&#039;&#039;&#039; und darüber spricht er folgendermaßen und schreibt - ich weiß bei diesem Zitat nicht ganz genau, ob es aus seinem Vortrag ist oder ob es aus seinem Buch &amp;quot;[[a:Mein Lebensgang|Mein Lebensgang]]&amp;quot; ist:&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;Ich verdanke diesem Nachhilfeunterricht sehr viel. Indem ich den aufgenommenen Unterrichtsstoff an andere weiterzugeben hatte, erwachte ich gewissermaßen für ihn. Denn ich kann nicht anders sagen, als dass ich die Kenntnisse, die mir selbst von der Schule übermittelt wurden, wie in einem Lebenstrauma aufnahm. Wach war ich in dem, was ich mir selbst errang oder was ich von einem geistigen Wohltäter erhielt. Von dem, was ich so in einen vollbewussten Seelenzustand hereinnahm, unterschied sich beträchtlich, was wie traumbildhaft als Schulunterricht an mir vorüberging. Für die Umbildung dieses halbwach Aufgenommenen sorgte nun die Tatsache, dass ich meine Kenntnisse in der Nachhilfestunden beleben musste. Andererseits war ich dadurch genötigt, mich in einem frühen Lebensalter mit praktischer Seelenkunde zu beschäftigen. Ich lernte die Schwierigkeiten der menschlichen Seelenentwicklung an meinen Schülern kennen.&amp;quot; (Martin von Mackensen, Biografie Rudolf Steiner&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024#Durch den Nachhilfeunterricht erlebt er an den Bedürfnissen des Schülers eine Art innerer Reflexion darüber, was eigentlich geistig ist, was physisch-sinnlich ist und wie man das Geistige präzise fassen kann 00:26:36]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&#039;&#039;)&#039;&#039;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Artikel mit Video |]] &lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
=== Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Teil_1_Geschichtliches_Werden_2021-11-12.jpg|verweis=Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen am 12. November 2021 in der Landbauschule Dottenfelderhof. Erstveröffentlichung Oktober 2024. [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|Hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 12. November 2021 im Rahmen des sogenannten &amp;quot;Novemberkurses&amp;quot; in der Landbauschule vom Dottenfelderhof eine 2 teilige Vorlesung zum Thema des geschichtlichen Werdens der Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Landwirtschaft im geschichtlichen Werden - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwirklichung des Willens | Andreashof Bodensee, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Andreashof am Bodensee 4. Oktober 2024.jpg|verweis=Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof (Bodensee) [[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Artikel zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 4. Oktober 2024 im Glashaus des Andreashof am Bodensee einen Vortrag über den Willen in der Landwirtschaft, Pädagogik und der Medizin.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Die Verwirklichung des Willens in Landwirtschaft, Pädagogik und Medizin - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rinder als Klimaproblem, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Rinder_als_Klimaproblem_Rudolf_Steiner_Haus_2024-8-28.jpg|verweis=Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|thumb|Martin von Mackensen am 28. August 2024 im Rudolf Steiner Haus Frankfurt am Main [[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|hier klicken um zum Video zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin am 28. August 2024 im [https://www.steiner-haus-ffm.de/ Rudolf Steiner Haus in Frankfurt] am Main seinen Vortrag über Rinder. Dabei bewegt er sich in dem Spannungsfeld der öffentlichen Diskussion über den Methanausstoß von Rindern und auf der anderen Seite in der geisteswissenschaftlichen Sicht auf die Kuh - nur im einmal tiefer einzutauchen, was das Wesen der Kuh überhaupt sein kann.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rinder als Klimaproblem - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen am 16. Juni 2024 Dorfgemeinschaft Tennental.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk|mini|Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] am 16. Juni 2024 in der [https://www.tennental.de/ Dorfgemeinschaft Tennental]. [https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen einer schönen Jubiläumsfeier, 100 Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft, veranstaltet von [https://www.demeter-bw.de/ Demeter in Baden-Württemberg], spricht [[Martin von Mackensen|Martin]] (Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] Dottenfelderhof) über Stoffe UND Kräfte, ein &amp;quot;feines&amp;quot; Thema mit (geistigen) Aspekten, die seinerzeit dem Schöpfer der biologisch-dynamischen Landwirtschaft, Rudolf Steiner, bereits ein wesentliches Anliegen war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um das Boden- Pflanzen- und Tierleben wirklichkeitsgemäß zu erfassen, sollte der Blick über die quantitative Bilanz von Stoffen hinaus gehen. Deshalb geht es hier auch um das Vorhandensein und die Wirkungsweise von Kräften. Ja, es ist ein anspruchsvolles Thema, welches zur eigenen Recherche mit anregen kann. Siehe dazu auch die Vorträge von Rudolf Steiner, welcher er in England, [[s:GA_227#F%C3%9CNFTER_VORTRAG_Penmaenmawr,_23._August_1923_Des_Menschen_Beziehungen_zu_den_drei_Welten|Penmenmore am 23. August 1923 hielt]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Veranstaltung fand statt in der Dorfgemeinschaft Tennental, wo Demeter Baden-Württemberg bereits vor 20 Jahren das 80igste Jubiläum feierte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.demeter-bw.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
https://www.tennental.de/&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=C1vwfTZDHZk | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LIEBE ZUR ERDE | 100 Jahre geistig inspirierte Landwirtschaft, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Christengemeinschaft Frankfurt 27. Juni 2024.jpg|verweis=https://biodyn.wiki/Liebe_zur_Erde_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2024|mini|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] am 27. Juni 2024 in der Christengemeinschaft Frankfurt am Main. [[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|Hier geht&#039;s schriftlichen Beitrag]] ]]&lt;br /&gt;
Hier schreibt Bertolt Hellebrand, einer von 3 Priestern in der [[aw:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]] Frankfurt/M, in der Einladung für den Vortrag mit Martin: &amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;quot;Die Liebe zur Erde offenbart sich in vielen Formen. Vor 100 Jahren gab [[Rudolf Steiner]] zu [[Pfingsten]] 1924, in Koberwitz bei Breslau, mit seinem „[[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]]“ entscheidende Anregungen zu einer Landwirtschaft, die die Kräfte der Natur mit denen des Menschen und des Kosmos auf neuartige Weise verbindet. Anlässlich 100 Jahren [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biologisch-dynamischer Landwirtschaft]], in der wir die Erde durch unsere Zuwendung und [[Arbeit]] an ihr immer mehr lieben lernen können, freuen wir uns, dass uns Martin von Mackensen vom [[Dottenfelderhof]] tiefere Einblicke in diese Arbeit gibt.&amp;quot; &amp;lt;/blockquote&amp;gt;https://christengemeinschaft.de/gemeinden/frankfurt-main&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Liebe zur Erde - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2024|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Landwirtschaftliche Tagung in Dornach 2024-2-7.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs|mini|Vortrag von Martin von Mackensen am 7. Februar 2024 im Goetheanum in Dornach im Rahmen der Landwirtschaftlichen Tagung. [https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] vom Dotti ([[Dottenfelderhof]]) einen Vortrag über &amp;quot;Der Landwirtschaftliche Kurs als lebendige Inspirationsquelle&amp;quot;. Der Vortrag wurde am 7. Februar 2024 im Rahmen der jährlichen landwirtschaftlichen Tagung in Dornach, im anthroposophischen Goetheanum, gehalten. Teilnehmer waren Menschen aus der Landwirtschaft und aus dem Gärtnerbereich aus aller Welt, Jung und Alt nutzten die Gelegenheit zur Teilnahme als Inspiration für die eigene Arbeit und auch als gute Networkinggelegenheit- schließlich trifft sich hier &amp;quot;die ganze Welt&amp;quot; der Biodynamik. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=uagRC8tMjBs | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Öko Weinbau Bildungshaus Kloster St. Ulrich | Grundlagen Biodynamik | Martin von Mackensen | 11. Januar 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Öko_Weinbau_Kloster_St._Ulrich,_11._Januar_2024.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c|mini|Vorlesung mit [[Martin von Mackensen]] am 11. Januar 2024 [https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c Hier gehts zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]], Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof]] seine jährliche Januarvorlesung auf der Fachtagung Ökologischer Weinbau im [https://www.bildungshaus-kloster-st-ulrich.de/ Bildungshaus Kloster St. Ulrich] bei Freiburg im Breisgau. Noch vor 3 Jahren hieß die Fachtagung: Seminar - Neue Wege im biologisch-dynamischen Weinbau. Im Februar wird jährlich ein Fortgeschrittenenkurs angeboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=2WBu1qJbC4c | hier geht&#039;s zum Film |] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wintertagung Demeter im Osten, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_Wintertagung_Demeter_im_Osten_2024-1-28.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8|mini|Martin von Mackensen am 28. Januar 2024 in Zeitz. [https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 Hier geht&#039;s zum Film]]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin von Mackensen zum Anlass der Wintertagung 2024 von [[Demeter im Osten]] in der alten Nudelfabrik in Zeitz (Sachsen-Anhalt) einen Vortrag zum Thema „Kooperative und soziale Verantwortung“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=grRA0UOWAn8 | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einblicke in den Dottenfelderhof, 2024 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Einführung Dottenfelderhof 2024-1-20.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|mini|[[Martin von Mackensen]] beim Vortrag über den Dottenfelderhof am 20. Januar 2024. [https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
Hier gibt Martin, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] vom Dottenfelderhof, mit einer kurzen Präsentation Einblicke in die Charakteristika des [[Dottenfelderhof]]. Die Zuhörer bestehen aus langjährigen Gesellschaftern der sogenannten Landwirtschaftsgemeinschaft vom Dottenfelderhof. Aber es sind just ein paar neue Gesellschafter hinzugestoßen - ein Anlass für Martin ganz generelle Informationen zu geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=BnT_13nWHcY%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Göbekli Tepe, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen Vortrag Göbekli Tepe Dornach 2023-2-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg|thumb|[[Göbekli Tepe]]- ein Vortrag von Martin von Mackensen am 1. Februar 2023 auf der Landwirtschaftlichen Tagung in Dornach. [https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3|hier Hier geht&#039;s zum Film] ]]&lt;br /&gt;
In seinem Vortrag zu [[Göbekli Tepe]] und dessen archäologischer Erschließung stellt Martin von Mackensen, Leiter der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule]] auf dem [[Dottenfelderhof]], die Fragen, wann die Landwirtschaft entstand und welche fundamentalen Unterschiede sich im Denken und Handeln der Menschen im Übergang vom Nomadentum zur Sesshaftigkeit finden. Zuvor schildert Arzu Duran, biodynamische Bäuerin und Mitbegründerin der biodynamischen Bewegung in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=IYHR41scfvg3%7Chier | hier geht&#039;s zum Film |]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Göbekli Tepe - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023|| hier geht&#039;s zum schriftlichen Beitrag |]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was ist der aktuelle Stand der Dinge bei der &amp;quot;Neuen Gentechnik&amp;quot;?, 2023 ===&lt;br /&gt;
Ein Informationsgespräch über die Neue Gentechnik mit Clara Behr von der BIODYNAMIC FEDERATION DEMETER INTERNATIONAL [[Datei:Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023.jpg|verweis=Neue_Gentechnik_-_ein_Gespräch_mit_Clara_Behr_vom_7._November_2023|mini|Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023 [[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|hier geht&#039;s zum Transkript und Film]] ]]&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&amp;quot;Der Gesetzesvorschlag basiert wirklich auf das Hauptargument&#039;&#039;&#039;, dass diese erste Kategorie von &#039;&#039;&#039;Neuen Gentechnik&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;ähnlich ist wie die konventionelle Züchtung&#039;&#039;&#039;. Also dass die Methoden, die man anwendet, ähnlich sind wie konventionelle Züchtung und dass das Ergebnis dann am Ende das gleiche ist, wie wenn man Methoden der konventionellen Züchtung anwendet. Das ist, glaube ich wirklich der, sagen wir mal, auch &#039;&#039;&#039;der größte Erfolg der Agrarindustrie&#039;&#039;&#039;, also vor allem der großen Konzerne wie Bayer oder Syngenta oder Chemie (Name?) und so weiter. Sie haben &#039;&#039;&#039;ganz lange darauf gearbeitet, dieses Argument voranzutreiben&#039;&#039;&#039;, und das haben Sie leider mit &#039;&#039;&#039;sehr viel Erfolg&#039;&#039;&#039; gemacht. Und &#039;&#039;&#039;deswegen hat sich jetzt bei vielen Politikern die Meinung wirklich geändert&#039;&#039;&#039;. Und sie sind davon überzeugt, dass wir hier &#039;&#039;&#039;nicht mehr von Gentechnik reden&#039;&#039;&#039;, sondern von &#039;&#039;&#039;Methoden&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;ähnlich&#039;&#039;&#039; sind wie von &#039;&#039;&#039;konventioneller Züchtung&#039;&#039;&#039;.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Zitat von Clara Behr am 7. November 2023 im Rahmen eines online Gesprächs&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Neue Gentechnik - ein Gespräch mit Clara Behr vom 7. November 2023|Hier geht&#039;s zum Artikel &amp;amp; Film]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Prinzip Mitte im Bearbeiten der Kultur-Natur in der Landwirtschaft, 2023 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Vortrag_12._September_2023_Christengemeinschaft_Havelhöhe.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4|mini|right|class=responsive-img|[[Martin von Mackensen]] vom [[Dottenfelderhof]] beim Vortrag am 12. September 2023 in Berlin Havelhöhe in der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft] ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 12. September hat Martin von Mackensen in den Räumen der [https://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehehttps://christengemeinschaft.de/gemeinden/berlin-havelhoehe Christengemeinschaft auf dem Campus Berlin Havelhöhe] eine Vortrag rund ums Themengebiet der Mitte gehalten. Es ist ein Beitrag von Martin für die 14-tägige Arbeitsgruppe der [[A:Christengemeinschaft|Christengemeinschaft]], welche das Thema «Das offenbare Geheimnis der Mitte» behandelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=kdHd0rJPME4 Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Biografie Rudolf Steiner ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil1.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 1 «Biografie von Rudolf Steiner»]][[Datei:Biografie Rudolf Steiner - Ein Vortrag von Martin von Mackensen am 17. Januar 2019 Teil2.jpg|thumb|link=aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019#Transkription%20der%20Biografie%20von%20Rudolf%20Steiner%20Teil%201|Teil 2 «Biografie von Rudolf Steiner»]]Hier hält Martin von Mackensen im Rahmen der Landbauschule vom [[Dottenfelderhof]] einen ausführlichen Vortrag über die Biografie von [[a:Rudolf_Steiner|Rudolf Steiner]]. So kann man einen gewissen Ein- und Überblick bekommen, wer Rudolf Steiner war, und in welche Richtung er als schaffender Mensch strebte.&lt;br /&gt;
Hier ein Ausschnitt aus Teil 1&amp;lt;ref&amp;gt;https://anthro.world/Biografie_Rudolf_Steiner_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2019#Fr%C3%BChe_nicht-sinnliche_Wahrnehmungen_0:11:01&amp;lt;/ref&amp;gt; aus dem Vortrag: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Eines Tages, noch vor seinem achten Lebensjahr, sitzt er allein im Wartesaal. Da erscheint ihm eine Frau, die ihn um Beistand bittet und danach auf seltsame Weise verschwindet. Tage später stellt sich heraus, dass sich eben zu dieser Zeit die entfernt wohnende Schwester seiner Mutter das Leben genommen hat.&amp;quot;&#039;&#039; Später deutet Steiner an, dass ihm seither die äußere Welt transparent geworden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kind, was eine, tja, wie kann man das beschreiben, &#039;&#039;&#039;eine Wahrnehmung hat, die ganz eindeutig nicht sinnlich ist&#039;&#039;&#039;. Und an anderer Stelle beschreibt er das dann selber und sagt, ja, er habe dann eigentlich zu den Erwachsenen Kontakt gesucht und hat versucht, das Erlebnis zu schildern. Und dann hat man ihm einfach gesagt: &#039;&#039;&amp;quot;Was erzählst du da, du dummer Bub?&amp;quot;&#039;&#039; Bleib sozusagen hier im Hier und Jetzt! Und die Nachricht, dass die Tante verstorben ist und Selbstmord begangen hat, die hat er so direkt gar nicht gekriegt. Und die Eltern haben die zwei Wochen später bekommen. Und nur aus der Reaktion der Eltern hat er dann als Kind kapiert, dass das eben zusammenfällt. Und ihn aber auch gleichzeitig verschüchtert und durcheinandergebracht in Bezug auf diese Wahrnehmungen, die er hat, und die offensichtlich die Eltern, und da waren noch andere Erwachsene, nicht haben. Also gleich am Anfang dieses Problem, &#039;&#039;&#039;ich habe Wahrnehmungen, die von etwas da sind, mit denen ich in der Welt anstoße&#039;&#039;&#039;. Er berichtet dann über seinen Umgang in dieser Welt, in dieser Natur und schreibt jetzt in der dritten Person, da war er ungefähr 50. Da ist allerhand Blödsinn über ihn veröffentlicht worden, über seine Biografie. Und dann sieht er sich genötigt, selber dazu etwas zu schreiben, was ihm sonst eigentlich sehr fern lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Und der Knabe lebte etwa von jenem Zeitpunkt ab mit den Geistern der Natur, die ja in einer solchen Gegend ganz besonders zu beobachten sind, mit den schaffenden Wesenheiten hinter den Dingen, in derselben Weise, wie er die äußere Welt auf sich wirken ließ.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, in einer kurzen Biografie, die so, ja, 15 Seiten damals umfasste, die er zunächst auch als Vortrag gehalten hat 1913, fängt er damit an, dass er eben dieses Bahn-Erlebnis berührt. Und dann diese Verbindung zu den Geistern der Natur, mit denen er in einer Verbindung steht, mit der er eine Wahrnehmung hat, wie mit der äußeren Welt. Auch noch wohl vor der Schulzeit oder vielleicht in dem ersten Schuljahr oder spätestens in dem zweiten. Also ganz am Anfang der Biografie, dieses Erlebnis.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[aw:Biografie Rudolf Steiner - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2019|Hier geht&#039;s zum Vortrag]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://steiner.wiki/GA_28 Hier geht&#039;s zum Rudolf Steiners Buch «Mein Lebensgang» GA 28]&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Landwirtschaftliche Kurs ===&lt;br /&gt;
[[Datei:6.Vortrag Landwirtschaftlicher Kurs Vortrag Martin von Mackensen vom Dottenfelderhof.jpg|thumb|link=https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY|6. Vortrag aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] ]]&lt;br /&gt;
Hier vermittelt [[Martin von Mackensen]] vom Dottenfelderhof einen Überblick über den [https://steiner.wiki/GA_327#SECHSTER_VORTRAG_Koberwitz,_14._Juni_1924_Die_Individualisierung_in_den_Ma%C3%9Fnahmen_der_Landwirtschaft 6. Vortrag] aus dem [https://steiner.wiki/GA_327 Landwirtschaftlichen Kurs] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. Für gewöhnlich macht Martin Stück für Stück Textarbeit mit seinen [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschülern]] bzw. mit den [[Biodynamische Ausbildung|Auszubildenden]] der biodynamischen Ausbildung. Hingegen hat er sich diesmal entschieden, eine Herleitung und Beziehung aus vorherigen Kapiteln bzw. Vorträgen zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://www.youtube.com/watch?v=hVtUZClMBoY Hier geht&#039;s zum Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs in 12 Folgen, 2022===&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesichtspunkte_aus_dem_Landwirtschaftlichen_Kurs_Martin_von_Mackensen.JPG|verweis=Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|mini|hier klicken um [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022 |zur Transkription zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier hält Martin im Jahr 2022 einen freien Vortragszyklus wo die Gesichtspunkte aus dem [[s:GA_327|Landwirtschaftlichen Kurs]] dargestellt werden. In der nachfolgenden Vortragsreihe hebt Martin wesentlichen Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs heraus und &amp;quot;performt&amp;quot; die Gedanken aus dem [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] mit eigenen kreativen Gedanken.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|1]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|2]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|3]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 4. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|4]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 5. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|5]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 6. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|6]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 7. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|7]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 8. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|8]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 9. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|9]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 10. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|10]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 11. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|11]] - [[Gesichtspunkte aus dem Landwirtschaftlichen Kurs - 12. Vortrag von Martin von Mackensen, 2022|12]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundkurs biodynamische Landwirtschaft in 19. Folgen, 2021 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundkurs_-_1._Folge_Martin_von_Mackensen,_2021.jpg|verweis=Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|mini|Martin von Mackensen [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|hier klicken um zum 1. Vortrag zu gelangen]]]]&lt;br /&gt;
Hier hält [[Martin von Mackensen]] am Dottenfelderhof im Jahr 2021 in der Landbauschule eine wunderschöne Grundkurs-Vorlesungsreihe über die [[biologisch-dynamische Landwirtschaft]] in 19. Folgen. Es ist eine anschauliche Übersicht über das breit gefächerte Gebiet der biologisch-dynamischen Landwirtschaft.   &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge  [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 1. Folge von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 2. Folge von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 3. Folge von Martin von Mackensen, 2021|3]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 4. Folge von Martin von Mackensen, 2021|4]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 5. Folge von Martin von Mackensen, 2021|5]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 6. Folge von Martin von Mackensen, 2021|6]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 7. Folge von Martin von Mackensen, 2021|7]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 8. Folge von Martin von Mackensen, 2021|8]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 9. Folge von Martin von Mackensen, 2021|9]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 10. Folge von Martin von Mackensen, 2021|10]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 11. Folge von Martin von Mackensen, 2021|11]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 12. Folge von Martin von Mackensen, 2021|12]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 13. Folge von Martin von Mackensen, 2021|13]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 14. Folge von Martin von Mackensen, 2021|14]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 15. Folge von Martin von Mackensen, 2021|15]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 16. Folge von Martin von Mackensen, 2021|16]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 17. Folge von Martin von Mackensen, 2021|17]] - [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 18. Folge von Martin von Mackensen, 2021|18]]- [[Grundkurs biodynamische Landwirtschaft - 19. Folge von Martin von Mackensen, 2021|19]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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=== Entstehung des Bodens, 2018 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Auf den Boden gebracht Vortrag Martin von Mackensen biodynamische Landwirtschaft Berlin 2018.jpg|thumb|link=Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|Martin von Mackensen: Entstehung des Bodens  ]]&lt;br /&gt;
Hier hält Martin einen spannenden Vortrag über die Entstehung des Bodens im Rahmen der Herbsttagung 2018 in Berlin der (damals) sogenannten Auszubildenden der &amp;quot;Freien Ausbildung&amp;quot;. Die Ausbildungszeit damals waren 4 Jahre. Heute heißt dieses Ausbildungsformat &amp;quot;[[Biodynamische Ausbildung]]&amp;quot;, und sie dauert 3 Jahre. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Entstehung des Bodens - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2018|| Hier geht&#039;s zum Vortrag |]]&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hof als Organismus und Kunstwerk, 2020 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin_von_Mackensen_Dottenfelderhof_Vortrag_Zukunftsstiftung_Landwirtschaft_20_jähriges_Jubiläum.JPG|verweis=https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020|mini|Hof als Organismus und Kunstwerk mit [[Martin von Mackensen]] in der [[Landbauschule Dottenfelderhof|Landbauschule vom Dottenfelderhof]] am 3. Oktober 2020]]&lt;br /&gt;
Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft der GLS Treuhand, vertreten durch den Geschäftsführer Oliver Willing, gehört mit zu den Schlüsselinstitutionen welche die ökologische und [[Biologisch-dynamische Landwirtschaft|biodynamische Landwirtschaft]] auf vielseitige Weise unterstützt und fördert. Sie sorgt u.a. dafür, dass das gespendete Geld der [[GLS Bank|Bankkunden der GLS]] bedarfsgerecht für die nachhaltige Tierzucht, den Nachwuchs im Bereich der [[Biodynamische Ausbildung|Biodynamische-Ausbildung]], und der Generation von morgen- für Schulbauernhöfe, verwendet wird. In diesem Sinne zählt die Zukunftsstiftung Landwirtschaft gemeinsam mit und durch die GLS Treuhand, zu den langjährigen und zuverlässigen Partnern des [[Dottenfelderhof]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2020 besteht die Zukunftsstiftung Landwirtschaft bereits seit 20 Jahren. Und anlässlich des Jubiläums hält [[Martin von Mackensen]] einen spannenden Vortrag über den &amp;quot;Hof als Organismus und Kunstwerk&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sollte wirklich versuchen die Tätigkeit der Menschen in der Landwirtschaft als künstlerischen Akt aufzufassen (sofern diese ihre Tätigkeit ebenso in diesem Gewahrsein ausführen). So bekommt man Bewusstsein für das eigene Handeln aus einem schöpferischen Impuls- das ist etwas ganz anderes, als wenn man seine Arbeit i.S. einer Erledigungsarbeit verrichtet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[https://biodyn.wiki/Hof_als_Organismus_und_Kunstwerk_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2020 Hier geht&#039;s zum Artikel und Video]&lt;br /&gt;
&amp;lt;br clear=all&amp;gt;&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Züchtung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MvM_Pflanzenzüchtung_Folge_1bis3.jpg|verweis=Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|mini|[[Martin von Mackensen]] am 5. Januar 2021 in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]]]&lt;br /&gt;
Im Rahmen eines 3 tägigen Züchterworkshops hält [[Martin von Mackensen]] eine kurze Vortragsreihe in Begleitung von Pflanzenzüchtern. Worauf es hier Martin ankommt: Bei der Züchtungsarbeit spielt der Zukunftsaspekt eine Rolle. Schließlich arbeiten die Züchter einer Zukunft entgegen, es soll etwas entstehen, was noch nicht vorhanden ist. Dafür braucht es bei der Züchtertätigkeit eines inneren Bildes von demjenigen, was werden soll. Anregungen für diese Gedankenansätze findet man unter anderem im sogenannten [[Landwirtschaftlicher Kurs|Landwirtschaftlichen Kurs]] von [[A:Rudolf Steiner|Rudolf Steiner]]. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 1. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|1]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 2. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|2]] - [[Biodynamische Pflanzenzüchtung - 3. Vortrag von Martin von Mackensen, 2021|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Anthroposophie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsleiter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschäftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Joseph Beuys]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlichkeitsarbeit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Speaker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Kategorie:Vortragsjahr_2023&amp;diff=28724</id>
		<title>Kategorie:Vortragsjahr 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Kategorie:Vortragsjahr_2023&amp;diff=28724"/>
		<updated>2026-10-13T12:38:26Z</updated>

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		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Regionale_Initiativen_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2023&amp;diff=28722"/>
		<updated>2026-10-13T12:37:53Z</updated>

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&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Josef Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom [[Dottenfelderhof]] bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Josef Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat [[Josef Beuys]] ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Josef Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Josef Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Josef Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Josef Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Martin von Mackensen|| zurück zu Martin von Mackensen |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Achberg]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Josef Beuys]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Regionale_Initiativen_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2023&amp;diff=28721</id>
		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
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		<updated>2026-10-13T12:37:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Josef Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom [[Dottenfelderhof]] bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Josef Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat [[Josef Beuys]] ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Josef Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Josef Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Josef Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Josef Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Regionale_Initiativen_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2023&amp;diff=28720</id>
		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
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		<updated>2026-10-13T12:35:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Rohtext aus Gemini 3.1 Pro&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Regionale Initiativen - ein Vortrag von [[Martin von Mackensen]] vom 14. April 2023 in Achberg. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Josef Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom Dottenfelderhof bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Josef Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat Josef Beuys ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Josef Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Josef Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Josef Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Josef Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Regionale_Initiativen_-_ein_Vortrag_von_Martin_von_Mackensen,_2023&amp;diff=28719</id>
		<title>Regionale Initiativen - ein Vortrag von Martin von Mackensen, 2023</title>
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		<updated>2026-10-13T12:31:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}}   zurück zu Martin von Mackensen |  Landbauschule Dottenfelderhof am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]   == Transkription vom 14. April 2023 in Achberg == +++ dies ist ein maschineller Roh…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Martin von Mackensen 2023-4-14.png|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c|thumb|Fütterung - 1. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=MiLUQUD9R-c Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription vom 14. April 2023 in Achberg ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und persönlicher Bezug zu Josef Beuys 00:00:15 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ja, einen wunderschönen guten Abend, guten Spätnachmittag Ihnen allen. Ich möchte mich auch ganz herzlich bedanken für die Einladung. Und ich werde auch gleich ein bisschen ausführen, warum das für mich was ganz Besonderes ist. Und ich möchte auch schon versprechen, dass diejenigen, die eben mit den Fragen da schon dabei waren, dass die genau ins Zentrum getroffen haben. Genau da setzen wir jetzt weiter fort. Aber vielleicht zunächst doch einiges zu meiner Person und warum das für mich ein besonderer Moment ist hier heute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein Name ist Martin von Mackensen. Ich bin Landwirt und ich komme vom Dottenfelderhof bei Frankfurt, ein bisschen nördlich von Frankfurt. Und ich bin nicht in eine Landwirtsfamilie hineingeboren. Ich habe als ganz Kleines, als kleiner Junge schon vor der Schule gewusst, dass das mein Beruf sein wird. Und dann gibt es ja oft in der Biografie so etwas, dass alles Mögliche passiert und man ganz andere Impulse hat. Und so ist es mir so gegangen, dass ich noch zur Zeit des Eisernen Vorhangs einen Onkel hatte im Osten von Deutschland. Und den habe ich mehrfach besucht. Er war Metallgestalter und Kunstschmied. Und er hat mir gesagt, ja, mich würde es so sehr interessieren, wie dieser Mensch Josef Beuys ist. Wenn du den mal irgendwo siehst, dann besuch den doch mal. Das würde mich so interessieren. Und dann gibt es ja so Momente, da ist man dann gar nicht so ganz Herr seiner Situation, des Schicksals.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit 15 Jahren stehe ich plötzlich am EDEKA. Ich wollte mir wahrscheinlich ein Brötchen kaufen oder so was. Und da hängt im Plakat Josef Beuys ein Seminar. Da habe ich gesagt, ja, da solltest du doch hingehen. Habe ich das gemacht. Und es war zwei Tage und ich wusste schon am ersten Abend, das verändert jetzt meine ganze Situation. Ich habe sogar jemand schon am ersten Abend gesagt, jetzt wird alles anders. Und das war auch so. Ich habe nämlich... ich kam dahin und der Josef Beuys war gar nicht da. Und darum, worum es da ging, habe ich nichts von verstanden. Und nach einer Stunde dachte ich, ich gehe, glaube ich bin hier irgendwie gar nicht richtig. Und dann kam der.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann war aber gleich Pause. Und dann wollten die mich dann so mitnehmen in irgendeine Taverne zum Essen. Und ich guckte so, und der Beuys blieb aber da. &amp;quot;Nee, ich bleibe auch hier.&amp;quot; Und ratzfatz saß ich mit dem alleine in dem Raum. Und dann entspann sich so ein Gespräch und mit der Zeit, nach anderthalb Stunden waren wir da zu zweit, merkte ich, der wartete eigentlich auf jemand anderes. Der saß jetzt nicht wegen mir 15-jährigem Kerlchen da. Und dann kam jemand, der war Garten- und Landschaftsbauer, war Professor. Und mit dem plante der eine Bepflanzung. Ich verstand davon gar nichts. Und irgendwann sagte er zu mir: &amp;quot;Und du machst da auch mit, gell.&amp;quot; Und habe ich das gemacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so habe ich also die ersten Momente 1981 von der Planung der Aktion 7000 Eichen mitbekommen. Und habe dann natürlich die ganze Zeit das mitgemacht. Habe dann viele Aktionen von Josef Beuys auch außerhalb von Kassel weiter verfolgt. Und bin meinem Onkel nach wie vor sehr dankbar, dass er mich da sozusagen auf diese Spur gebracht hat. Und dann bin ich Maschinenschlosser und Werkzeugmacher geworden und habe dann dem Josef Beuys gesagt, jetzt bin ich da fertig und jetzt möchte ich bei dir studieren. Und ich hatte schon in Basel mit aufgebaut ein Metallobjekt mit Beuys und kannte ihn wirklich gut mittlerweile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann sagte er mir zu mir, nein, das hat gar keinen Sinn, da war doch was mit Landwirtschaft bei dir. Das musst du machen. Und so stehe ich heute hier als Landwirt und komme wieder an diese Schleife zurück. Ja, das wollte ich nur einmal darstellen, warum das ein besonderer Ort ist für mich, heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen. Ich bin also Landwirt geworden und ich habe viele, viele Jahre biologisch-dynamische Landwirtschaft im Kleinen und im Größeren gemacht und mache das auch heute noch. Ich bin heute Morgen mit meinen Studenten auf dem Acker gewesen und wir haben verschiedene Bestände bewertet und so weiter. Und das ist mein tägliches Geschäft. Aber es ist jetzt nicht mehr so, dass ich viele Tage unter der Kuh zubringe oder auf dem Schlepper, sondern vor allem mit jungen Menschen, um ihnen das Handwerk und die Begeisterung für diesen wunderbaren Beruf zu vermitteln. Ja, ich glaube, es ist ein Bild da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Klee als Grundlage der Industrialisierung 00:05:59 ===&lt;br /&gt;
Nochmal herzlichen Dank an die Einladenden. Wir wollen uns jetzt beschäftigen mit dem, was die Synthese, könnte man sagen, ist von diesem, was wir schon gehört haben, was Ökonomie heute bedeutet und was sie in der Zukunft vielleicht bedeuten kann. Und wir wollen verstehen oder Zugänge zu einem Verständnis entwickeln, was ist eigentlich die Grundlage aller Ökologie, aller Haushaltung in der Natur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte... ich habe das ein bisschen jetzt verändert aufgrund von den Fragen, die vorhin kamen, ich möchte ein bisschen einen anderen Einstieg nehmen. Ich möchte anfangen an der Stelle, wo da die Frage kam nach der Düngung. Wie war denn das da bei dem Justus von Liebig? Und da möchte ich eigentlich anfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir schauen also in das 19. Jahrhundert, in jene Zeit, in der die Industrialisierung begann, in der die Landwirtschaft, das haben wir heute auch schon gehört, immer mehr pfiffig wurde, sich unglaublich entwickelte in Bezug auf ihre Möglichkeiten. Und wir schauen in eine Zeit, in der ein riesiger Umbruch in der Landwirtschaft passierte. Man kann fast sagen, so bis in die Mozartzeit 1780, 1770 oder so, war in der Landwirtschaft noch Mittelalter. Und dann passierte innerhalb von 100 Jahren eine unglaubliche Entwicklung. Und diese unglaubliche Entwicklung, in der stehen wir sozusagen mittendrin, die begann mit etwas ganz Unscheinbarem, auf was wir heute noch mal kommen werden, nämlich dem Anbau des Klees.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden heute... ich hoffe, dass jeder von Ihnen, der heute den Raum hier verlässt, nachträglich dann weiß, anschließend dann weiß, was das für eine Revolution war. Innerlich, sozusagen aus dem inneren Verständnis der Landwirtschaft und äußerlich, das können wir ganz kurz machen. Äußerlich bedeutet das Integrieren des Klees mit dem Gras in die Landwirtschaft die Möglichkeit, dass die Landwirtschaft auf einmal plötzlich immer mehr Erträge erzeugt, auf einmal immer fruchtbarer wird. Wenn man also von der Dreifelderwirtschaft, Sommerung, Winterung, beides Getreide und dann Brache... der Acker ist ein Wesen, der muss auch mal ruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man da zu etwas kommt und sagt, ja, wir könnten den Acker in der Brache auch besömmern, wir könnten über Sommer eine Kulturpflanze da hinbringen, die endlich einmal unser Vieh ein bisschen besser ernährt, und wenn man das dann systematisch macht und das ist innerhalb weniger Jahrzehnte passiert, dann hat man auf einmal viel Futter. Und wenn man viel Futter hat, kann man auf einmal mehr Tiere behalten. Das haben wir heute auch schon gehört, wie die Landwirtschaft, wie das Leben eigentlich immer so ist, dass es einen Überschuss gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eigentlich immer mehr Tiere, als ich brauchen kann. Und jetzt kann ich mehr behalten. Und wenn ich mehr Tiere habe, weil ich mehr Futter habe, was habe ich noch mehr? Ich habe mehr Mist. Und mit mehr Mist und mehr Futterbau habe ich auf einmal auch von denselben Flächen, mit denselben Arten mehr Ertrag vom Getreide. Jetzt kommt man in so eine Aufwärtsspirale. Sind Sie alle gut mitgekommen? Ganz, ganz wichtiger Punkt, fehlt in jedem guten Geschichtsbuch, schreiben Sie es einfach dazu, hier fehlt es. Das ist die Grundlage der Industrialisierung. Nichts anderes, ohne den Klee in der Landwirtschaft, keine Industrialisierung. Ich habe es mal einem Spezialisten vorgetragen, der hat gesagt, ja es stimmt eigentlich, man müsste es jetzt doch mal langsam in die Bücher schreiben. Das hat man irgendwie vergessen, weil es so ein langzyklischer Zusammenhang ist. Das sind eben 40, 50, 60 Jahre, bis das dann mal so wirkt, dass viele Menschen ernährt werden können, die jetzt nicht mehr in der Landwirtschaft arbeiten. Das haben wir heute Morgen schon gehabt. Oder vorhin gehabt, Entschuldigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, der Klee ist eingeführt worden 1780 aus Flandern, aus Belgien, aus Holland, aus den Niederlanden. Und wir müssten heute noch unseren Hut vor den Menschen ziehen, der hat eigentlich was ganz Einfaches gemacht. Er ist nämlich in die Wiesen gegangen und hat die Samen gesammelt und sie auf dem Acker probiert. Und dann hat er gemerkt, da kann man noch was anderes dazu. Dann hat er angefangen zu selektieren, das haben dann andere gemacht und so weiter. Und so ist es in die Breite, sehr schnell in die Breite gegangen. Oft sind ja so Sachen, die so selbstverständlich sind, nachher gar nicht mehr gut zu greifen in den Quellen. Und sie geschehen an vielen Orten gleichzeitig und sie entstehen in jeder Region ein bisschen anders. Die Einführung des Klees in die Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Technischer Fortschritt und ein neues Naturverständnis 00:11:24 ===&lt;br /&gt;
Wir gehen weiter und wir kommen zur Technik. Die Veränderung im 19. Jahrhundert in Bezug auf die Technik. Ganz einfach und ganz, ganz wirkungsvoll. Also man könnte ja heute denken, wenn da so 18 Meter breite Supermaschinen, computergesteuert über die Äcker sausen oder so, das wäre irgendwie ein riesiger technischer Fortschritt oder auch problematischer Schritt. Aber das, was damals passiert ist, das waren viel, viel größere Entwicklungen, die ganz einfach waren. Sie können das noch im 19. Jahrhundert bei Vincent van Gogh sehen. So wurde gesät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt erfindet jemand, das hatten die Römer schon mal. Eigentlich nichts Neues. Das Säeschar. Ein kleines Schiffchen. Und da fällt das Korn runter und dieses Schiffchen tut ein bisschen den lockeren Boden zur Seite. Da fällt das Korn runter. Dann ist das Schiffchen, hat noch so zwei Bleche hinten dran. Und bis das Korn wirklich runtergefallen ist, dann fällt neben diesen Blechen der lockere Boden wieder drauf. Und zack ist alles Saatgut schön unten drin. Alles auf einer Höhe. Alles keimt gleichzeitig. Fast alles keimt überhaupt. Und glauben Sie nicht, dass die irgendwie toll waren, diese ersten Säeschare. Die waren geschnitzt aus Eiche und da hat es vielleicht vorne ein bisschen Blech gegeben, damit die nicht so schnell zerschleißen. Und die waren nicht an irgendeiner computergesteuerten Riesenmaschine, sondern die waren einfach an einem Gestänge, wo es ein bisschen rein rieselte. Hinter dem Pferd. Hinter dem Ochsen. Aber eine unglaubliche Entwicklung. Technik. Ich nehme nur jeweils ein paar Beispiele.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bevor wir jetzt dann zur Düngung kommen, noch einen weiteren großen Blick. Neben dem, dass der Klee eingeführt wurde. Neben dem, dass viel, viel Technik, und das Säeschar ist nur ein kleines Beispiel, einfachste Technik, die Landwirtschaft total verändert hat. Daneben gibt es jetzt ein neues Denken. Die Menschen gucken auf das, was lebenserzeugend ist, anders. Das ist kein Geschenk mehr. Das ist keine Gnade mehr. Das ist keine Offenbarung des Göttlichen, sondern das können wir doch besser machen. Eine innere Veränderung im Anschauen auf die Landwirtschaft. Wenn ich das und das Tier, wenn ich die beiden vermehre, dann könnte ich doch die positiven Eigenschaften haben. Wenn ich da die ganze Reihe von der Frucht sehe und die ist so toll, dann will ich doch von der das Saatgut nehmen. Die einfachste Art und Weise zu selektieren, zum Beispiel in Bezug auf die Züchtung. Das hat sich massiv geändert. Natürlich haben die Menschen jahrtausendelang selektiert, aber ganz, ganz anders. Jetzt im 19. Jahrhundert ist dieser Blick: Ich will mehr, ich will größer, ich will stärker, ich will besser und so weiter. Als ein Beispiel von diesem inneren Denken, von diesem inneren Prozess im Zugehen auf die Natur, die ja keine Natur ist, sondern eine Kultur ist. Die Natur ist durch den Menschen zu einer Kultur geworden. Eine Kulturnatur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Justus von Liebig und das Verständnis von Düngung 00:15:15 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu dem Justus von Liebig und zu der Düngung. Was macht der? Was ist eigentlich der unglaubliche Schnips? Was ist eigentlich der unglaubliche Griff? Der ist ja toll. Er geht hin und analysiert. Was ist denn in so einer Pflanze, die da innerhalb von einem Jahr wächst? Was ist denn da drin? Und er kommt zu den chemischen Elementen, aus denen diese Pflanze besteht. Und jetzt sagt er, ja, das nehmen wir weg und bringen es in die Mühle und mahlen und machen Getreide daraus. Ah ja, das muss doch wieder dahin. Also heute würden wir wahrscheinlich auch, viele von Ihnen sagen, das ist doch alles sehr nachhaltig. Sehr nachhaltiger Gesichtspunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist die Frage, in welcher Form muss es wieder dahin? Und da werden wir uns dann möglicherweise, da werden wir dann unterschiedlicher Meinung werden mit vielen Menschen in unserer Kultur. Und die Frage ist vorhin auch angeklungen. Das ist nicht dieselbe Substanz. Der Stickstoff, der mineralisch vorhanden ist oder der Stickstoff, der organisch vorhanden ist. Das ist nicht dieselbe Substanz. Das Kalium, was ich einen Kilometer tief aus der Erde hole und durch verschiedenste Prozesse aus dem Salz ein wasserlösliches Kaliumsalz entstehen lasse, das ist etwas völlig anderes. Und für Justus von Liebig und für viele seiner Nachfolger bis heute ist das völlig dasselbe. Hier scheiden sich die Geister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt, weil ich das Glück habe, hier zwei Tafeln zu haben, herzlichen Dank. Ich habe nur mit einer gerechnet. Und man muss ja immer anfangen mit einem Strich. Alles darunter wollen wir jetzt gar nicht besprechen. Das deute ich nur einmal an. Das ist das, was Justus von Liebig die künstliche Düngung genannt hat und was wir eigentlich heute auch noch so nennen. Da möchte ich jetzt weiter erst mal gar nicht darüber sprechen. Das würde zu weit führen. Ich möchte jetzt darüber aufbauen, was ist eigentlich Düngung? Denn das ist jetzt die zentrale Frage in der Landwirtschaft. Und das ist auch die spirituelle Frage in der Landwirtschaft. Düngung ist nämlich viel mehr, als Sie vermuten. Und eigentlich verstehen wir auch ich... bis heute ist es ein großes Rätsel, was Düngung eigentlich wirklich ist. Und wir wollen uns dem heute nähern und ich möchte Ihnen sozusagen ein bisschen das versuchen zu entwickeln. Und dann möchte ich im Hauptteil darauf eingehen, was in Bezug auf die Düngung im Sinne der Humusbildung die Rolle des Tieres ist und inwiefern das ein hochspiritueller Vorgang ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben Sie einen kleinen Ausblick, was jetzt alles geschieht. Und wer sagt, das ist mir eigentlich viel zu viel, der darf jetzt auch gerne gehen, das nehmen wir ihm nicht übel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologische Düngung und der Aufbau von Humus 00:18:34 ===&lt;br /&gt;
Als Erstes kann man sagen, es gibt eine geologische Düngung. Und diese geologische Düngung, was ist das? Diese geologische Düngung, die hat damit zu tun, dass wir an Standorten es nötig haben, zum Beispiel zu kalken, oder dass wir an Standorten es nötig haben, etwas vom Basalt hinzubringen. Und das ist eine gar nicht so ganz einfache Sache und es ist auch gar nicht so leicht in der Handhabung, weil auch da schnell so eine Vorstellung vorherrscht, man müsse jetzt irgendwie große Mengen in schnell verfügbarer Form eines Gesteins dahin bringen, sozusagen in Ersatz einer mineralischen Düngung. Das ist falsch. Wir haben es bei dem ganzen Düngungsproblem immer auch damit zu tun, dass wir ganz schnell doch so denken, als würden wir eigentlich so etwas Ähnliches wie mineralische Düngung verwenden, künstliche Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, das stimmt nicht, sondern hier geht es jetzt darum, dass wir als Mensch glücklicherweise die Fähigkeit und die Möglichkeit haben, in großen Zyklen – wir reden jetzt hier eher von Jahrzehnten als von einzelnen Jahren – etwas zum Ausgleich, etwas zur Harmonisierung, etwas zur Regelung der Grundlage des Lebens beitragen zu können. Und das ist eine ganz einfache Sache. Man kann einfach aus einem Kalkstein Grieß, Splitt erzeugen, sagen wir mal sowas so groß wie ein Kopf einer Stecknadel. Ohne Brennen, ohne alles. Einfach der Kalkstein, der zerkleinert ist. Und den kann man zugeben einem Kompostierungsprozess. Und da braucht man relativ wenig. Und wenn das sehr aus dem Ruder gelaufen ist, dann braucht man auch mal 500 Kilo oder 300 Kilo für einen Hektar. Aber in der Regel sind dieses alles Substanzen, die langsam über Jahrzehnte wirken und die immer nur dann sinnvoll sind, wenn eine große Einseitigkeit des Standorts da ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich eben auf einem granitischen Gestein bin, was wirklich hart ist und wo mein Boden immer wieder sehr sauer wird, dann brauche ich ein bisschen Kalk. Und ich werde nicht groß erfolgreich sein, wenn ich jetzt einen Kalk in Staub, staubfein gemahlen und gebrannt da drauf bringe. Dann erhebt sich erst mal ganz schnell mein pH-Wert, aber er fällt auch genauso schnell. Und das Einzige, was ich erzeuge, ist ein riesiges Ungleichgewicht und ein riesiges Durcheinander in all diesen Prozessen, die der Walter Sorms vorhin wunderbar angesprochen hat... die Zusammenhänge mit dem universalen Eiweißbildungsprozess des Bodens. Dieser Eiweißbildungsprozess des Bodens, der braucht das Mineralisch-Geologische in einer gewissen Harmonie, aber er kann auch mit sehr vielen Unterschiedlichkeiten zurechtkommen. Es geht also darum, sozusagen das, was dahinter ist... ein bisschen auszugleichen, damit es etwas harmonischer wird. Vieles kann das Leben dann selber organisieren. Und vieles von dem, was man dann da düngt, wie eben zum Beispiel einen Basalt oder einen kohlensauren Kalk, das sollte man in der Form düngen, dass man es durch die Lebensprozesse des Düngers und des Bodens hindurch erst gehen lässt. Ich würde gerne damit schon aufhören, zunächst mit dieser Stufe und weitergehen zu einer nächsten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Pflanzendünger, von dem ich jetzt zu sprechen habe, der ist ja dasjenige, was auch vorhin schon angesprochen worden ist, was das Allermeiste ausmacht in unseren Böden. Der Humus ist zu einem großen Teil das Ergebnis vergangenen pflanzlichen Lebens. Lernen wir, auf die Pflanzenwelt so zu schauen, dass wir uns erfreuen können an dem, was ist, jetzt gerade im Frühjahr, gerade bei den Sträuchern, Bäumen, Hecken und so weiter. Aber lernen wir auch, das, was nach unten gebildet wird und in der Erde verbleibt, mindestens genauso zu berücksichtigen. Denn das ist die Quelle allen weiteren Lebens. Das Leben hat diese unglaubliche Fähigkeit zu speichern, zu verdauern, in Ruhe zu kommen durch das, was die Grundpflanzenbewegung ist, die ist vorhin auch schon angesprochen worden, aus dem Licht werden diese zuckerartigen ersten Kohlenhydrateverbindungen gebildet, durchsichtig, süß und immer fester, immer fester, bis es richtig zum Holz wird. Und alles, was Holz ist und in der Erde ist, das ist für die lange Zeit, das ist für das, wo wir im Grunde genommen drauf wirtschaften. Und das ist das, was hier gemeint ist, hauptsächlich, das ist noch viel mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber als allererstes... es sind vor allem das, worauf wir achten müssen, die Kohlenstoffprozesse in ihrem Verhältnis zum Stickstoff. Wir haben also bei allem, was an Pflanzen entsteht, wir werden das dann gleich nochmal in dem nächsten Schritt sehen, zu berücksichtigen, was bleibt, was ist sozusagen unsichtbar im Boden. Ich komme aus einem Betrieb, aus einem Lehr- und Versuchs... ja, besonderen Betrieb, wo ganz viel Züchtung passiert. Wir haben also seit über 30 Jahren nicht nur bei Gemüse, sondern eben auch bei Getreidezüchtung. Und Sie glauben gar nicht, was für ein unglaublicher Unterschied es ausmacht, wenn ein Getreide 10 Prozent mehr Wurzelwachstum erzeugen kann. Und ich kann Ihnen versichern, dass die letzten 100 Jahre das niemanden in der Züchtung interessiert hat. Rundherum auf dem ganzen Globus arbeiten wir mit Pflanzen, Getreidepflanzen, die bekanntlich die Hauptanbaumenge ausmachen, wo niemand mehr geguckt hat, wie ist das denn eigentlich mit dieser Seite, mit dieser Fruchtbarkeit für die nächste und übernächste Generation. Das ist völlig hinten runtergefallen, weil man die Pflanzen gestellt hat in eine Nährlösung hier unten unter dem Strich, wo das gar keine Rolle spielt, wie eigentlich Humus ab- und Humusaufbau funktioniert und wie ich in diesem Prozess jetzt die richtigen Pflanzen, die richtigen Selektionsvorgänge machen kann. Also ein riesiges Thema, was da gerade mal ganz, ganz anfänglich ist, schimmert sozusagen erst mal am Horizont, so muss man es sagen. Das ist noch gar nicht wirklich bearbeitet. Wir fangen damit gerade an an ein paar Orten auf der Welt, eine völlig andere Pflanzenzüchtung im Hinblick auch auf die Frage, wie entsteht Substanz für die Zukunft im Boden. Ein Gesichtspunkt, der wie gesagt 100 Jahre mindestens völlig hinten runterfiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und Sie werden natürlich auch nachher sehen, dass wir in unseren Landwirtschaften immer mehr auch brauchen, gerade hier in dieser zweiten Ebene, das, was von den Bäumen kommt, das, was von den Sträuchern kommt. Man kann eigentlich heute schon sagen, ein zukünftiger Kompost, ein zukünftiger Dünger, eine zukünftige Kultivierung desjenigen, was düngend wirksam werden kann auf dem Acker, wird immer enthalten müssen, Pflanzliches, was auch schon auf dem Wege der Verholzung ist, um den schnell flüchtigen Stickstoff zu halten. Der Kohlenstoff hat die Fähigkeit, das Holzige, das in Dauer gekommene, das auf dem Wege zum Holzsein befindliche Pflanzliche hat die Fähigkeit, den Stickstoff, der schnell sich verliert, festzuhalten. Man kann also sagen, eine Landwirtschaft braucht Hecken, braucht Waldungen, braucht Sträucher, braucht Stängelartiges, was notwendig ist für die Düngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es schimmert jetzt so ein bisschen auf, dass es eine alte Weisheit gab in der Landwirtschaft. Und wenn man dann die Brüder Grimm hört, die ja nur aufgeschrieben haben, was man eben so jahrhundertelang erzählte... denken Sie nur, wie viele alte Frauen gehen da in den Wald und sammeln Reisig. Nicht jedes zweite Märchen fängt eigentlich so an. Und wofür braucht die denn das Reisig? Man denkt immer, die steckt das alles in den Ofen. Das ist gar nicht der Fall. Das Reisig war zum Einstreuen der Tiere, weil das Stroh viel zu wenig und viel zu gut war. Das war nämlich Futter. Also das, wovon wir heute träumen, ein Agroforsting, eine Integration der Bäume und Sträucher in die Landwirtschaft, in den Ackerbau, das gab es schon. Da dürfen wir uns nichts vormachen. Man hat es vielleicht nicht so gemacht und gebraucht, wie wir es heute brauchen. Aber ich will diesen Weg oder diese Richtung deutlich hier kurz andeuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle des Tieres in der Landwirtschaft 00:29:12 ===&lt;br /&gt;
Wir müssen weitergehen und wir kommen zu der dritten Stufe. Und das ist das, womit wir uns dann mehr zu beschäftigen haben. Alles, was mit den Tieren zu tun hat. Und da spielt es ja eine große Rolle, dass das, was von den Tieren kommt, eben etwas anderes ist. Das völlig anderes ist, als was die Pflanzen sind. Und auch wenn es von den Tieren kommt, die jetzt vielleicht nicht Raubtiere sind oder Fleischfresser sind, sondern Pflanzenfresser sind. Und gerade wenn es von Tieren kommt, die nicht nur Pflanzenfresser sind, sondern Wiederkäuer sind. Dann werden wir nachher auch noch weiter besprechen müssen, wie jetzt diese Pflanzensubstanz eine Veredelung, eine Veränderung, eine Neuschöpfung, muss man sagen, erfährt durch das Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und je mehr man sich damit beschäftigt, umso mehr kommt man zu dem, was Walter Sorms vorhin gesagt hat. Ohne die Tiere, ohne die Wiederkäuer können wir eigentlich nicht auf dem Niveau, was wir eigentlich wollen, wirklich eine langfristig fruchtbare Landwirtschaft machen. Und ohne die Tiere und ohne das, was mit den Wiederkäuern und dem Düngen zusammenhängt, können wir auch nicht die Qualitäten erzeugen, die eigentlich die Menschen dann auch wirklich nähren. Also es ist nicht nur ein Quantitätsgesichtspunkt hier, sondern es ist auch ein Qualitätsgesichtspunkt. Wir werden das immer wieder merken in der Zukunft, dass Pflanzenbau für den menschlichen Verzehr, für die menschliche Gesundheit und nicht nur die Ernährung, wirkliche Lebensmittel erst entstehen, wenn etwas mit diesem Pflanzenbau verbunden ist, was von den Tieren kommt. Und was das genau ist und wie das genau passiert, das soll dann im nächsten Schritt im Mittelpunkt stehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und schlussendlich gibt es da noch etwas, was mit uns Menschen zu tun hat. Und da ist es sehr wichtig zu verstehen, dass es eben nicht unsere Ausscheidungen sind, sondern das, was vom Menschen als Dünger kommt, das ist nun etwas... das ist nun etwas, was zusammenhängt mit der Fähigkeit, die wir eben in der Landwirtschaft [haben], auf der die ganze Landwirtschaft aufruht, dass wir sie schöpfen. Das ist ein Kunstgebilde. Man hat diese Pappbücher für die Kinder, wo da so die Kühe Mu machen und so. Das ist immer so ganz schön, aber es ist auch ein furchtbares Klischee. Wir müssen eigenen Kindern viel mehr und immer deutlicher machen in der Zukunft: Das ist eine unglaubliche Kunstschöpfung des Menschen. Sie ist sehr labil, sie ist sehr jung, sie ist sehr fragil, die Landwirtschaft. Das ist nichts, was es einfach immer gegeben hat und immer geben wird und was so von sich aus und selber funktioniert. Gar nicht. Sondern die Landwirtschaft ist etwas, was nur durch und mit dem Menschen existiert und was in hohem Maße mit dem menschlichen Denken, Fühlen und Wollen zu tun hat und nur dadurch in einer richtigen Harmonie entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir sind hier in diesem Haus und ich möchte hier durchaus sagen, in dieser wunderbaren Formulierung, wie Josef Beuys sie oft gebraucht hat, auch in den höheren Formen des Denkens liegt vieles, was wir brauchen für die Zukunft dieser Kunst. Ich meine alles das, was über das Alltagsdenken hinausgeht. Ich meine diese Fähigkeit, in eine Bilderwelt zu kommen, die uns etwas näher an das Wesen der Dinge, der Lebenszusammenhänge der Landwirtschaft bringt. Ich meine die Fähigkeit, in die Zusammenhänge selber hineinzukommen im Denken und ich meine die Fähigkeit, die man Intuition nennen kann, im Tun zu merken, worauf es ankommt. Das sei hier am Rand erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich möchte jetzt weitergehen. Der Mensch als die Grundlage der Landwirtschaft und der Mensch auch gleichzeitig als der Gestalter der Landwirtschaft und der Mensch ist natürlich auch das große Problem der Landwirtschaft und unserer Kultur. Ja, vielleicht das so, um vier Stufen der Düngung zu haben, und vielleicht kann man auch für denjenigen, dem das hier zu viel war, noch das in ein Bild packen. Man würde das vielleicht, was ich jetzt mühsam mit irgendwie mitteleuropäischen Worten versucht habe, an sie heranzureden. Der Südamerikaner würde einfach sagen, ach, der meint, dass der Schritt des Herren düngt den Acker. Das ist ein Sprichwort aus Brasilien. Der Schritt des Herren, der Schritt des Menschen, der Schritt dessen, der sich in Verantwortung verbindet, der hat düngenden Charakter. Damit sieht man schon, da gibt es einen ganz anderen Düngungsbegriff, als um das Hinschaffen von irgendwelchen Molekülen oder Atomen oder sonst irgendwas. Ja, einmal durchschnaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Ackerbau: Hackfrüchte und das Element der Zeit 00:35:05 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu dem, was ist die Landwirtschaft eigentlich? Wir haben schon gesprochen über das Getreide. Wir haben schon gesprochen über den Klee und das Kleegras und das Futter. Und wir haben noch nicht gesprochen über die Hackfrucht, über das Gemüse, über die Kartoffel, über den Mangold, die Möhre oder oder oder. Und wir haben gesprochen über das 19. Jahrhundert und wir haben gesehen, wie sich in dem 19. Jahrhundert in der Landwirtschaft alles ändert. Und ich habe vielleicht nicht gut genug deutlich gemacht, dass auch im 19. Jahrhundert etwas begonnen hat, was jetzt hier dann langsam wesentlich wird. Und was heute ganz normal ist, dass alles das, was nicht Getreide ist und was nicht Futter ist, was eben Gemüse ist, in allen Variationen auf dem Acker stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie das vor 200 Jahren, 220 Jahren jemand gesagt hätten, der hätte so gemacht: Man kann doch keine Gemüse auf dem Acker anbauen. Das gehört doch in unseren Garten. Und im Garten war alles immer anders. Da kam der Mist hin. Da hat man wirklich gesorgt. Da haben die Frauen, die meistens viel weiser und viel pfiffiger waren als die Männer, die haben dafür gesorgt, dass es da fruchtbar war. Und wir haben gerade am Dottenfelderhof einen Garten, man kann sagen einen Klostergarten. Da ist der Oberboden... er hat vorhin immer von den 25 Zentimetern gesprochen, hätte ich sagen müssen. Nein, nein, stopp, kommt zu uns. 80 Zentimeter, Meter 20, bester humoser Boden. Wenn man den einschickt an konventionelle Institute, sagen die: Bloß nichts düngen. Der ist hochgradig für alles... als Acker nicht, wäre der hochgradig für alles ausreichend. Also ich will damit sagen, es gibt die Welt des Gartens, von der haben wir heute kaum noch eine Ahnung und man spürt es... man muss nur in die Buchhandlung gehen, da merkt man, es gibt ein großes Bedürfnis danach. Gärtnerbücher, da kann man scheinbar richtig ein Geschäft mitmachen. Und es wird sicher auch in Ihnen schlummern, das Bedürfnis täglich sozusagen pflegend in so einem Garten zu sein, für das Wasser zu sorgen, ja sogar für die Wärme zu sorgen, Frühbeet und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und alles das ist im 19. Jahrhundert im Grunde genommen zu Ende gewesen. Man hat das rausgebracht in die Feldflur und es hat angefangen mit der Kartoffel und weil die Preußen auf den Böden, wo sich das eigentlich ganz gut eignet, auf den Sandböden, weil die das nicht richtig gemacht haben, dann kam eben auch die Obrigkeit und hat kontrolliert und wer nicht genügend Kartoffeln angebaut hat, hat kräftig Ärger gekriegt. Man hat das mit Gewalt getan. Das Heraussetzen der Kulturen aus dem Garten in den Acker. Als hätte man schon gewusst, was dann alles möglich wird, Mechanisierung und so weiter und die Rumänen, die es dann pflegen und so weiter und so weiter. Also da passiert auch wahnsinnig viel Leid. Man darf heute eigentlich gar nicht wissen, was hinter einer Tomatendose so dahinter steckt, wenn man die auf die Pizza tut. Und nach Süditalien brauchen wir noch nicht mal außerhalb der EG zu gucken. Der EU.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ja, ich kann das jetzt, darf das jetzt nicht hier vertiefen, sonst fehlt uns die Zeit. Wir müssen also auch das behandeln, was ist eigentlich der Hackfruchtbau, so nennt man den dann im Ackerbau. Was bedeutet das eigentlich? Dass wir die Gärten aufgehört haben und das auf die Äcker verlegt haben. Das ist eine unumkehrbare Sache. Die meisten Gemüse werden heute dort erzeugt und das hat auch seine Richtigkeit, aber es hat auch seine Probleme und die müssen wir gut angucken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir zu etwas, was Ihnen vielleicht schwerfällt, aber ohne das man von der Landwirtschaft eigentlich gar nichts verstehen kann und schon gar nicht von der Ökologie. Landwirtschaft, Leben überhaupt, ist immer Zeit. Und zwar wichtiger als Raum. Wenn ich nicht richtig in der Zeit bin mit meinen Arbeiten, dann kann ich auf dem tollsten Boden mit dem besten Saatgut, mit den tollsten Maschinen eigentlich nichts groß erreichen. Also jemand, der gut ist in der Landwirtschaft, da staunt man oft. Ich habe das große Glück, mit meinen Studenten viel rumzufahren und mir Betriebe anzuschauen. Und manchmal kommt man auf einen Hof und da sind eigentlich alles alte, klappernde, kaputte Maschinen. Die sind nicht toll. Die kann man schon benutzen, aber die sind eigentlich... die anderen würden die wegtun. Und die Böden sind auch nicht so toll. Und es ist vielleicht auch ein Klima, was gar nicht so toll ist, wo es lange Hitze- und Trockenheitsperioden gibt oder so. Aber da wird gut geerntet und das Vieh sieht gut aus und der Käse schmeckt gut und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann redet man und hört und geht rum mit dem Landwirt und so. Und dann merkt man, das ist jemand, der ist ganz drinnen in seinen Prozessen. Der weiß, wann er aussät, damit er mit der Feuchtigkeit optimal das, was möglich ist, zum Wachsen bringt. Der weiß, wie er mit seinem knappen Dünger richtig wirtschaftet. Der weiß, welche Früchte er verkaufen kann und wie viel und wann er es in den Betrieb drinnen halten muss. Und alles das kann nur passieren über das Bewusstsein in der Zeit. Das heißt, wir haben es hier nicht nur mit einer Kunst zu tun, sondern wir haben es mit einer Kunst zu tun, die vor allem das Zeitelement zu berücksichtigen hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und bei diesem Zeitelement kann man sagen, man muss etwas zu früh anfangen, damit man zu spät aufhört. Das ist ein typischer Spruch in der Landwirtschaft. Man muss etwas ein bisschen zu früh anfangen und man weiß genau, das dauert dann vier, fünf, sechs, sieben Tage. Und dann ist es schon wieder ein bisschen zu spät. Kommen Sie mit? Also dieses Gefühl, das ist so wie ein Musiker, dem brauche ich auch nichts von einem Sieben-Achtel-Takt erzählen oder so. Das weiß der einfach. Das hat der im Urin, wie das jetzt geht. Und so ist das für uns auch. Wir wissen bei bestimmten Arbeiten im Jahr genau, wir wollen jetzt... das kribbelt dann, wir müssen jetzt los. Und eigentlich ist es noch zu früh, aber wir wissen, das dauert. Und unter Umständen geht uns nochmal die Maschine kaputt und dann dauert es noch zwei Tage länger. Dann wird es schon von selber zu spät. Also dieses in der Zeit sein, *just in time*, das macht ganz viel aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffkreislauf im landwirtschaftlichen Organismus 00:42:04 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt möchte ich Ihnen skizzieren etwas, was vielleicht ein Anbau einer Kultur sein soll. Und da haben wir hier die Saat und hier die Entwicklung z.B. eines Getreides. Das fängt jetzt an und wurzelt hier und wächst weiter. Zwei-Blatt-Stadium und wurzelt tiefer und ist jetzt schon bei einer Meter Tiefe. Dann bestockt das eine wunderbare Sache und macht jetzt nochmal ganz neue, ganz kräftige Wurzeln. Und dann schießt es in die Höhe. Jetzt muss ich sozusagen kleiner zeichnen. Dann haben wir hier schon... sehen wir plötzlich schon eine Ähre hervorkommen. Und da ist aber noch gar nichts drin. Das schießt und ist noch gar nicht gefüllt. Und die Wurzel ist mächtig und riesig und tief. Und dann kommt der Moment, wo diese Pflanze blüht. Und zum Zeitpunkt der Blüte ist sie am allergrößten, ist sie am allermächtigsten mit ihrer Wurzel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt kommt die Reife und die Reifung dieser Getreidepflanzen. Es ist bei jeder ein bisschen anders. Ich verallgemeinere Ihnen das jetzt hier etwas. Die Reifung bedeutet jetzt wirklich nur noch eine Reifung und nicht mehr eine Neubildung. Und Sie kennen das ganz genau. Die Pflanzen werden von unten her tot. Unten wird es gelb-braun. Plötzlich können Sie einem Acker, wo Sie immer wieder vorbeispaziert sind, gucken Sie unten rein auf den Boden. Das haben Sie vorher gar nicht getan. So nach Johanni fängt das an, dass die von unten plötzlich heller, heller werden. Und zum Schluss ist noch an der Ähre oben, die Spelze, die ist noch ein bisschen grün. Eine wunderbare Sache. Diese Pflanze tut in ihrem zweiten Vorgang alles, was sie gebildet hat, nochmal umwandeln und schafft es in die Ähre, in das Korn hinein. Die Kornfüllung, der Korninhalt, das, was wir eigentlich als unser täglich Brot oder als unsere Spaghetti, als unsere Nudeln und so weiter essen, das ist nichts anderes als umgewandelte grüne Pflanzensubstanz aus dem Frühjahr. Das soll hier jetzt dieser Bogen, das soll der jetzt symbolisieren. Ich will da gar nicht tiefer drauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und nun kommt man in einem nächsten... wir sind ja... wir versuchen in die Zeit reinzukommen. Jetzt kommt man in einen nächsten Prozess und da hat man dann hier eine Bodenbearbeitung und hat wieder lockeren Boden. Das kann ich Ihnen alles jetzt gar nicht im Detail [erklären], Sie wollen ja auch nicht an einem Abend hier Landwirt werden. Jetzt kommen wir zu etwas ganz Merkwürdigem, nämlich diesen Klee, den ich jetzt hier schlecht zeichne, aber Sie können sich den schon vorstellen. Also das soll hier alles der Klee sein und der wurzelt jetzt auch wieder wunderbar und wir sind jetzt schon im nächsten Jahr und jetzt passiert etwas sehr Merkwürdiges. Ich muss vielleicht hier noch mal eine Kleepflanze hinzeichnen, damit Sie nicht denken, da wäre nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es geht nicht um einen Jahreslauf, den ich hier zeichne, es ist etwas Abstrahiertes. Sie werden das ja schon gemerkt haben, es geht um das Grundsätzliche. Wir beschreiben jetzt nicht die Fruchtfolge oder so etwas von einem Hof, sondern es geht um etwas ganz Grundsätzliches und es modifiziert sich in jedem Hof und es kann sich auch in einem Hof nach 20 Jahren wieder modifizieren. Es geht um das Prinzip Getreidebau, Futterbau, Klee, Gras, gemeinsam mit Gras und das landet wo? Haben wir schon besprochen, nicht im Naturkostladen, nicht im Naturkostgroßhandel, nicht sonst wo, sondern bleibt in dem Hof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt auf einmal wird interessant, wo kommt denn was hin? Hier ist es so, ja da kommt hier oben, geht was raus von der Ähre. Das ist das Korn, das verlässt den Hof. Jedenfalls ein Teil davon, das wird Brot. Das wird zum Glück kein Brot hier, das nehmen wir mal hier schön mit, das brauchen wir noch, das Stroh. Das sind nämlich die Halme und die Blätter. Und gesprochen haben wir ausgiebig darüber, die zweite Hälfte der Pflanze, die zum Glück noch keine Maschine aus dem Boden rausholen kann, bleibt im Hof. Drei Ernten. Nie mehr vergessen, beim Getreide erntet man dreimal. Eine Hälfte sieht man gar nicht. Die bleibt zum Glück immer im Hof und die kann auch der noch so modernste Landwirt nicht noch verkaufen. Die zweite Hälfte, das Stroh und das Korn bilden ungefähr gleiche Teile. Die eine Hälfte bleibt im Hof, die andere Hälfte ist wirklich das, was verkauft wird. Und davon auch nicht alles, da bleiben noch die Spelzen, da bleibt das Kümmerkorn, das kann man auch noch füttern und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir bei dem Klee. Also das mag hier das Getreide sein und das mag hier der Klee sein. Und der kann auch zwei und drei Jahre stehen und das gibt auch Regionen, da ist es vielleicht nicht der Klee, sondern da ist es die Luzerne. Und es ist sehr gut, es zu kombinieren mit Gras und so weiter. Das sind jetzt alles Details. Und jetzt verlässt das nicht den Hof, sondern jetzt kommt diese merkwürdige Schleife, kann man sagen, die vorhin der Walter Sorms schon beschrieben hat. Jetzt geht es durch die Tiere hindurch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was hier passiert, was das eigentlich ist, das ist ein großes Rätsel. Was ist das Tierwesen eigentlich? Man könnte sagen, ja, 22 Stunden ist das Futter in der Kuh und dann kommt es wieder raus. Was macht der denn jetzt so für ein Pinschen da drum? Ja, ist doch schön, wenn wir ein paar Kühe haben und ein bisschen Milcheiweiß und ein bisschen Fleisch und macht doch jetzt nicht so ein Theater. Aber das ist es. Darum geht es. Was passiert denn da? Das ist die zentrale Frage, die ich heute besprechen möchte. Was da passiert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache aber vorher in dem Kreis noch zu Ende, dass man es gut verstehen kann. Wenn es da wieder herauskommt aus dem Tier, dann kann es gut sein, dass wir da Komposthaufen machen und in diesen Komposthaufen das schön veredeln und diese Komposthaufen auch irgendwie mit einer Abdeckung versehen oder dann mal umsetzen oder dass wir es relativ schnell verbrauchen. Jedenfalls ist hier wieder der Mensch gefragt mit Kultur, mit Pflege. Übrigens ist das auch vielen Biodynamikern... hier ist ja kein Biodynamiker, kein Landwirt, da kann ich ganz offen sprechen. Das ist vielen Landwirten gar nicht klar. Überhaupt nicht. Dass man jetzt noch pflegen muss... man muss ja schon die Tiere pflegen, muss den Acker pflegen, aber dass man jetzt den Dünger auch noch pflegen muss, das ist schon wirklich eine große Herausforderung und Sie sehen an allem, was ich hier schildere, was das für ein wahnsinnig anstrengender Beruf ist. In jeder Hinsicht anders. Wer ist die Autorität, ob ich eine dicke oder eine dünne Miete machen muss, ob ich viel Stroh brauche oder wenig, ob ich dreimal wende, ob ich Erde dazu tue oder nicht? Die Autorität, die das sagt, ist nicht irgendein Buch und irgendeine Kompostschule, der ich angehöre, sondern mein Betrieb, meine Bedingungen. Ich muss hier lernen, was am besten ist für diesen Hof und das ist auch nicht für alle Zeit und immer gültig, sondern das hängt ganz stark davon ab, was ich da anbaue und wie viel das in den Teilen ist und wo ich diesen Dünger verwende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sind wir richtig da, danke für diese Frage. Jetzt sind wir da, wo ich hin will. Düngung ist der Höhepunkt dieser Kunst. Die Düngung ist das Eigentliche, von dem wir gar keine Ahnung haben. Mit der Düngung tun wir eben etwas bereiten, was die eigentliche Dauerfruchtbarkeit der Sache ausmacht. Wir müssen jetzt hier das zusammenbringen mit der nächsten Kultur, haben das hier reingebracht und haben jetzt hier vielleicht lauter Dämme. Kommen Sie mit? Und in diesen Dämmen, da sind jetzt schon unsere Kartoffeln drin oder unsere Möhren oder, oder, oder. Und das heißt, wir haben es jetzt hier zu tun mit dem Gemüse. Wir haben es hier zu tun mit der Hackfrucht. Das seien jetzt hier mal Möhren, wir können auch ein paar Kartoffeln andeuten, ist eigentlich egal. Starkzehrer, die wenig Wurzel machen, die in kurzer Zeit wachsen, von denen ganz viel meinen Hof verlässt. Wird Ihnen jetzt was deutlich? Dies ist das Gegenteil von dem hier. Dann können wir noch ein bisschen Grün machen hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also hier haben wir diese Situation, Substanzbildung, die in dem Hof bleibt. Und nicht nur oberirdisch dieses Blatt und Halm des Grases und des Klees, sondern unterirdisch noch diese Stickstoffbindung hier mit den kleinen roten oder rosanen, violetten Knöllchen. Und hier bei der Hackfrucht, bei dem Gemüse, da verlässt jetzt viel den Hof. Und wo die Böden ganz schwach sind von Natur aus, wo es flachgründig ist, wo die Bedingungen ganz schlecht sind, da kann man auch keine Hackfrucht anbauen. Und wo die Bedingungen gut sind, da kann man ein bisschen mehr Hackfrucht anbauen. Aber, jetzt darf der Walter gar nicht genau zuhören, man übertreibt es sehr schnell mit der Menge der Hackfrucht. Da habe ich so meine Fragen bei denen. Was macht denn die Hackfrucht, wenn da so viel rausgeht aus dem Betrieb? Das klingelt in der Kasse. Mit der Hackfrucht hat man viel Einnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir sprechen ja die ganze Zeit über die Ökonomie, die innere und die äußere. Vorhin haben wir von der äußeren Ökonomie und den Problemen gehört. Hier beschäftigen wir uns mit einer inneren Ökonomie zunächst, die in diesem landwirtschaftlichen Organismus wirkt und waltet. Und wenn wir von der nichts verstehen, brauchen wir auch keine Landwirtschaft machen. Wenn wir die Landwirtschaft nach der äußeren Ökonomie innen drinne machen, ist ganz klar, dass das zu Ende geht. Wenn wir nach der inneren landwirtschaftlichen Ökonomie Vorbilder übertragen, transferieren in unsere heutigen Wirtschaftsverhältnisse, dann könnte da manches Interessante bei rauskommen. Das ist jetzt mehr so ein Nebenast. Ich muss jetzt hier an der Sache eigentlich dranbleiben. Ganz schlecht. Lieber aufschreiben, wenn es geht. Weil ich muss jetzt einfach einmal rumkommen und dann kommen wir ins Gespräch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier ist dann irgendwann zum Glück auch wieder Schluss. Und in der Regel kann man sagen, hier haben wir vielleicht 50% unserer Früchte Getreide. Das können auch 60% sein oder sowas. Hier haben wir vielleicht 20-30% unserer Früchte von dem Futterbau. Und jetzt sehen Sie schon, 20% ist schon viel. 25% ist extrem viel. Da sind wir schon auf ganz tollen Böden. Auf jungen Böden in Holland, die dann vielleicht gerade noch ihren Humusgehalt halten können. Wenn das jedes dritte Jahr wird, wenn das jedes zweite Jahr wird, dann kommt man in so Verhältnisse, wo ich herkomme. Ich komme vom Dottenfelderhof, das ist eine wunderbare, fruchtbare Lössebene. Und da hat man 100 Jahre Zuckerrübenanbau gemacht. Jedes zweite Jahr. Da hatte man ein Gleis, wo die Zuckerrüben abgeladen werden konnten, wie von jedem zweiten Jahr. Und als man das 100 Jahre gemacht hat, war überall der Humus besser als auf diesem Dottenfelderhof. Es war eine Domäne, die sollte vormachen für die Landwirtschaft im Allgemeinen, was moderne Landwirtschaft ist. Und man muss sagen, es war eigentlich das Ende. Und es hat 50 Jahre gedauert, dass man mit dem Humus und den ganzen Prozessen unter guten Erträgen jetzt wieder da ist, wo man vielleicht schon mal war. Also uns unterscheidet noch viel von den Humusverhältnissen, von denen der Walter vorhin erzählt hat. Das liegt auch an der Fruchtbarkeit, an der Umsetzung und so weiter. Also wir sehen, wie das Ganze ungefähr funktioniert. Und wir können vielleicht hier mal schreiben, 15 bis 25, Walter, würdest du da noch mitgehen? 25 Prozent heißt jedes vierte Jahr Hackfrucht. Das ist schon sehr, sehr viel. Aber wir haben jedes sechste, 16 Prozent und wissen, dabei geht es langsam bergauf. Hier ist der Verbrauch. Hier geht am meisten raus aus dem Hof. Jetzt haben wir das so vor uns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Tier als Wahrnehmungsorgan für den Hof 00:56:32 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Und jetzt kommen wir wieder zurück zu unserer eigentlichen Frage, was passiert hier? Und da muss man sich jetzt klar werden, dass wir nun mit dem Humus und den Prozessen im Tier zu tun haben. Und was passiert da eigentlich? Jetzt kommen wir hier zu dem und wir kommen zu dem, wie wir das eigentlich machen, was wir da tun? Weil wir müssen diese Tiere... die gibt es überhaupt nur durch uns Menschen. Glauben Sie bloß nicht, das ist eine Ziege, ein Schaf, eine Kuh, gäbe ein Kamel ohne den Menschen. Das sind Haustiere im allergrößten Maße und das sind Geschöpfe, das sind Kulturtaten des Menschen. Und was tun die den ganzen Tag? Was machen die den ganzen Tag? Gerade die Wiederkäuer. Verdauen, verdauen, verdauen. Und wenn sie acht Stunden von 24 Stunden, das ist ein bisschen unterbrochen, aber wenn man zusammenzählt, dann sind sie ungefähr acht Stunden von 24 Stunden am Fressen. Dann kommen acht Stunden Wiederkauen. Und dann sind die letzten acht Stunden Ruhen. Eigentlich dreht sich alles immer um Fressen und Verdauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Tätigkeit, wenn man da so hinkommt und so ein Schaf da liegt und kaut und man tritt so ein bisschen zu nah, gucken die einmal so. Was passiert da? Haben Sie sich das schon mal gefragt? Was passiert in diesen Tieren? Diese Tiere haben ständig eine Wahrnehmung und die genießen sie auch von dem, wo dieses Futter herkommt. Wenn sie gut gehalten werden, wenn sie gut gepflegt sind. Das heißt, wenn sie eine Berührung haben, einen Kontakt, eine Wahrnehmung, einen Zusammenhang bilden können mit der Welt, die diese Pflanzen hervorgebracht hat. Und zwar diese jetzt in diesem Hof und in diesem Jahr bei diesem Aufwuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das nennt man Weidegang. Eigentlich sehr abstrakt, eigentlich ein blödes Wort. Das klingt so, als würde man ja die Kühe auf die Weide lassen oder so. Das stimmt ja auch. Wir lassen natürlich die Kühe auf die Weide. Aber es ist ein viel, viel tieferer Vorgang. Und darauf möchte ich eigentlich heute in der Hauptsache hinweisen. Man kann nichts, aber auch gar nichts von dem Humus verstehen, wenn man diesen Prozess nicht versteht. Das ist hauptsächlich ein Stoffwechselvorgang. Aber gleichzeitig ist es ein Wahrnehmungsvorgang. Und dieser Wahrnehmungsvorgang, eine Wahrnehmung, worauf bezieht die sich? Auf die Welt, in der dieses Futter gewachsen ist. Was nehmen die Tiere denn da eigentlich wahr? Ja, das schmeckt. Irgendwann ist es auch mal ausgeschmeckt. So interessant ist das auch nicht, dass man ein ganzes Leben damit zubringen kann. Genau. Ein nach innen gerichteter Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, sie genießen die Kräfte. Sie genießen dasjenige, was bei diesem Wachstum maßgeblich war. War es trocken, war es feucht. War es warm, war es kühl. War es zu Anfang Wärme und die sind losgewachsen. Dann ist es ein bisschen gestoppt, weil es kühler wurde. Und dann wurde es wieder feuchter und so weiter. Und jetzt bildet sich dieser Löwenzahn ein bisschen anders. Und dieses Knaulgras wieder ein bisschen anders. Und dieser Klee und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das heißt, und das möchte ich wirklich ganz, ganz massiv unterstützen oder ganz massiv rausholen. Wir können das Ganze nur betreiben, wenn wir wirklich den Tieren eine Wahrnehmung ermöglichen. Und zwar nicht eine Wahrnehmung, wie wir sie gerne haben. Heute fahren wir mal an Bodensee und morgen fahren wir mal da und dahin. Sondern eine Wahrnehmung von dem, womit sie eigentlich die ganze Zeit zu tun haben, dem Stoffwechsel. Und aus dem diese Pflanzensubstanz entstanden ist. Das heißt, die brauchen eigentlich das, was wir nicht sehen an den Pflanzen. Das verarbeiten die. Die Bedingungen, die dieses Pflanzenwachstum jetzt ermöglicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist schon eine sehr geheimnisvolle Sache, die man eigentlich ohne die Anthroposophie überhaupt gar nicht verstehen kann. Die Pflanze bildet sich jedes Jahr, jeden Aufwuchs, jeden Moment an jedem Standort anders. Nämlich sie ist Abbild der Bedingungen, die da herrschen. Und die Art, wie sie diese Bedingungen in ihre Substanzbildung mit hineinprägt, die holt das Tier hervor. Die genießt das Tier. Und ohne diese Wahrnehmung funktioniert das Ganze auf Dauer nicht. Das heißt, das Humuszentrum ist auch immer damit beschäftigt, genau dieses Geheimnis weiter zu bearbeiten. Jeder Landwirt ist eigentlich damit beschäftigt, an diesem Geheimnis, an dieser außerordentlich schwierigen Sache, für uns so grobklotzige Materialisten, weiterzuarbeiten. Das besser und besser zu verstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und eins ist ganz klar. Wenn ich sage, ach, das brauche ich doch nicht so viel. Ich mache das ein bisschen kleiner und ich kann aber gut viel verkaufen. Ich mache das ein bisschen größer, die Tiere. Und ich hole mir noch ein bisschen Futter von da und ein bisschen Futter von da. Dann können diese Tiere das gar nicht machen. Sie haben nämlich eine Wahrnehmung, die eigentlich eine Verarschung ist. Sie kriegen eine Wahrnehmung von etwas, was gar nicht zu ihrem Hof gehört. Jetzt kapiert man auf einmal, warum diese Biodynamiker da so drauf rumreiten, dass das Futter aus dem eigenen Hof kommt. Das ist nicht, weil da vielleicht irgendwelche Pestizide dran sind oder so. Das ist es natürlich auch. Aber das Entscheidende ist, wir wollen die Tiere in Bezug auf die Kräfte, die das Wachsen der Pflanzen ermöglicht haben, die in diesem Wachstum geronnen sind, wie könnte man es noch ausdrücken? Wir wollen den Tieren die Wahrnehmung der Gestaltbildung der Pflanze ihres Hofes geben und nicht eines anderen, weil die Qualität ihrer Ausscheidung davon geprägt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt müsst ihr mir das so rumgeben und wiederholen lassen. Das erspare ich Ihnen jetzt. Ich versuche es noch einmal kurz zu wiederholen. Die Tiere sind etwas anderes als Maschinen. Darüber sind Sie sich sofort sicher. Ich bin in China gewesen und habe da für den biodynamischen Landbau viermal Seminar gemacht. Irgendwann kam ein Professor zu mir nach einem Vortrag und hat gesagt, das sei ja interessant, aber man könne das vielleicht auch technisch lösen mit diesen Tieren. Und ob ich denn nicht mit ihm morgen mitfliegen würde in eine ganz andere Stadt, weil da hätte er diese Maschine in seinem Labor schon am Laufen. Wo er sozusagen diesen Bioreaktor macht, in dem Kohlenstoff und Stickstoff ganz geschickt mit bestimmten Enzymen und so weiter verbunden werden aus Pflanzenmassen. Mir war natürlich sofort klar, das kann nie funktionieren, weil genau das fehlt. Die Wahrnehmung der Bedingungen, in denen die Pflanzen gewachsen sind, die innerlich genossen, die innerlich verarbeitet werden und die jetzt dem aufgeprägt werden, was das Tier verlässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich heute in den Mittelpunkt stellen der Darstellung und wollte Ihnen damit zeigen, warum ist diese Landwirtschaft so aufwendig, so schwierig und warum ist dieses Durchgehen durch das Tier, was ja noch sehr abstrakt und sehr komisch eigentlich hier geschildert ist, warum eigentlich eben das Pflegen der Tiere so entscheidend ist und wir gar nicht einen schönen Gemüsebau, einen guten Getreidebau haben können auf Dauer, ohne das Pflegen der Tierwesenheit. Und ich bin natürlich insofern sehr, sehr dankbar, dass morgen die Kollegin Mechthild hier sprechen wird, weil sie ja eine Frau ist, die wirklich sich um die Tiere und um die besseren Verhältnisse der Tiere kümmert und sie davon auch einen Eindruck kriegen. Ja, jetzt können wir diese Fragen bearbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frage zur Bodenbeobachtung und Bodengare 01:06:11 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also einfach zur Kontrolle, dass ich ein Gefühl von meinem Boden kriege, wie häufig nimmt so ein Landwirt dann eine Probe aus dem Boden, damit er lernt, weil es einmal reicht, wenn die das im falschen Zeitpunkt nehmen, dann ist ja sozusagen die Energie aus dem Boden draußen. Also muss ich das mehrfach übers Jahr machen oder vor der Ernte, nach der Ernte. Wie sieht der Lernprozess da aus für so einen Landwirt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Tolle Frage. Hat jeder die Frage verstanden? Soll ich die nochmal wiederholen? Also er fragt danach, wie lernt ein Landwirt, ich sag&#039;s mal ganz einfach, seinen Boden zu lieben oder ein bisschen konkreter, seinen Boden richtig zu beurteilen. Und das ist wirklich schwierig und das ist noch schwieriger als die Tiere und noch schwieriger als die Pflanzen, weil die offenbaren relativ vieles freiwillig, das sieht man sehr schnell. Beim Boden dauert das immer. Immer dann, wenn der Boden so geschädigt ist, so verändert ist, dass man es sieht, ist es viel zu spät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, meine Arbeit, ich muss ja jungen Leuten das beibringen, die besteht darin, täglich mit ihnen Rundgänge zu machen, von März bis November, täglich Boden in der Hand zu haben, täglich dieses Verhältnis von Wurzel und Pflanze zu bestaunen und zu gucken und täglich sich zu wundern und zu freuen. Und dabei jetzt langsam zu merken, da gibt es eine Ebene, die hängt einfach mit physischen Bedingungen zusammen, nämlich wie gut halten die Teile zusammen. Vorhin haben wir das gehört, da müsste man eigentlich noch sagen, ja die Hälfte des Bodens ist gar nicht Boden, sondern die ist Luft oder Wasser, die ist Porigkeit. Und diese Porigkeit, die macht eigentlich die Musik, die ist es eigentlich. Kann der Boden gut atmen, kann der Boden gut, auch nicht zu viel atmen, kann der Boden gutes Wasser halten, haben wir vorhin auch schon gehört. Das ist alles die physische, die räumliche Struktur, sagen wir Landwirte, oder Garezustand, wir haben so ein merkwürdiges Wort, was uns keiner übersetzen kann, wo immer wieder gefragt wird, was heißt das denn eigentlich, Bodengare. Das ist so ein geheimer Landwirtsbegriff, wo man sehr vieles zusammenpackt und weiß, dieser Boden ist jetzt in dem Zustand, er hat ja wirklich eine tolle Gare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber die ist völlig anders unterm Getreide, die ist vollkommen anders unter dem Klee und die ist vollkommen anders, erst recht nochmal anders, unter den Hackfrüchten. Also es ist schon eine Wissenschaft für sich, schon allein nur die physische Seite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt kommen wir zu der lebendigen Seite, die hängt mit dem Humus zusammen, die hängt mit dem Humusabbau und Aufbau zusammen, die hängt damit zusammen, wie viel Luft kann jetzt, wie viel Wärme, wo stehen wir im Jahresrhythmus und so weiter. Weil der Boden ist kein mikrobiologisches, chemisches Ding, was für sich abgeschlossen ist, sondern der Boden hängt ganz massiv mit der Sonne, mit dem Mond, bis zu den Fixsternen, mit den Prozessen zusammen. Es ist ganz merkwürdig, wo man sagen könnte, im Herbst und im Frühjahr gibt es gleiche Verhältnisse, da könnte der Boden doch gleich sein. Das ist überhaupt nicht der Fall. Im Frühjahr gibt es ein ganz stark abbauendes, in die Pflanzen übergehendes Leben, im Herbst gibt es ein Leben, was abstirbt und in den Boden hineingeht, obwohl die Verhältnisse, zum Beispiel Tagestemperatur, Sonnenscheindauer und so weiter ganz ähnlich sind. Also da gibt es einen geheimen Jahresrhythmus, der völlig anders ist als unser Jahresrhythmus. Das ist die Lebenszeit und so weiter und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist wirklich keine einfache Sache, ein Bodengefühl zu entwickeln und dieses Bodengefühl sollte nicht nur dafür da sein, zur richtigen Zeit die richtige Kultur anzubauen, sondern die hängt natürlich damit zusammen, was ist denn jetzt eigentlich, wie muss denn für diesen Hof, für diesen Ort, für diese Kultur die richtige Düngung sein. Auf dem einen Hof muss man sagen, pack&#039;s zusammen, lass deinen wenigen Mist möglichst so und arbeite ihn sofort ein, das geht schon im Boden. Und auf dem anderen Betrieb muss man sagen, du musst richtig gute Kompostierung machen, wenn du mit den Böden vorankommen willst und so weiter. Es ist nichts verallgemeinerbar. Das ist wirklich eine Kunst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmal da hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wechselwirkung von Humuswirtschaft und Präparaten 01:10:51 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich wollte fragen, gibt es denn jetzt irgendwelche Wechselwirkungen zwischen der Humuswirtschaft und den Präparaten, im Besonderen die Ackerpräparate? Und vielleicht auch als Nachfrage, ja, so wäre es dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Also das habe ich jetzt ganz ausgespart absichtlich, weil das wirklich die Zeit vollkommen sprengen würde, aber natürlich gibt es da eine Wechselwirkung und die ist auch erheblich. Wir versuchen gerade mit diesen biologisch dynamischen Präparaten oder diesen Zubereitungen, er hat das vorhin sehr schön gesagt, der Walter Sorms, die wir Präparate nennen. Das sind ja Zubereitungen, die jetzt ganz besonders stark genau das benutzen, worüber wir die ganze Zeit gesprochen haben. Der Organismus, aus dem ein Futter zu Mist wird und nochmal wie rückgekoppelt wird durch die Hörner mit diesem Tierwesen und jetzt zu einem Dünger weiterverarbeitet wird durch weitere trickreiche Geschichten. Das ist pur, das enthält, was hier auch ist. Wir brauchen beides, das hat eine große Bedeutung, aber wir brauchen auch das andere, was sozusagen ordnend, regulierend nochmal auf einem anderen Niveau das Ganze, wie könnte man sagen, mitsteuert, mitführt, mitlenkt. Hilft Ihnen das? Also es ist pur das, wonach Sie fragen. Gerade. Das eine zieht, wie von oben und das andere stößt, wie von unten. So eine kurze Zusammenfassung, Rudolf Steiners.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann das ganz gut nachdenken, man kann da eigentlich sehr gut mit reinkommen. Ich glaube nur nicht, dass unter uns so schnell einer ist, der es neu erfinden könnte. Also die Erfindung, muss man schon sagen, ist genial. Das Nachvollziehen, das Nachdenken, das Verstehen können, das braucht schon einiges, aber das kann man erreichen. Das kann man jetzt nicht an einem Nachmittag erreichen, aber das ist nichts Magisches.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hatte sich da hinten schon ganz lange jemand gemeldet noch? Nein. Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe nicht verstanden, wie wirkt sich das aus, wenn das Tier mit einem fremden Futter genährt wird?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Das Tier ist eben keine Maschine und schon, dass man sagt, das Tier wird damit genährt, das habe ich sicher auch so gesagt, ist eigentlich schon nicht richtig. Sondern was passiert ganz genau? Wir müssen genau gucken. Es ist auch eine Wissenschaft, die Landwirtschaft. Und da heißt es, genau hinschauen. Genau hinschauen. Und wenn man eine Kuh, ein Schaf, eine Ziege beim Fressen beobachten, das muss man oft machen und viele Stunden und zu verschiedenen Anlässen und bei verschiedenem Futter, oder ein Huhn, wie das frisst und so weiter, dann stellt man fest, dass das eine Beziehung ist. Da entsteht etwas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich kann das besonders deutlich für die Kühe beschreiben. Die Kuh geht raus und kommt in die Landschaft, da sind die Vögel über ihr, die übernehmen ein gewisses Verhältnis zu dem ganz Luftigen. Und sie konzentriert sich dann nach unten und dann wird einmal das umfasst und geschluckt und dann gibt es so einen Moment und dann geht es los. Oder es geht zwei Schritte weiter. Sie behaucht es und dann nimmt sie eigentlich, in dem wie das zurückkommt, auf ihr feuchtes Flotzmaul, nimmt sie wahr, wie das jetzt genau ist. Und nimmt sie es oder nimmt sie es nicht, das entscheidet sich dann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben eigentlich einen Vorgang zu berücksichtigen, wo wirklich eine Beziehung zwischen dem Tier und dem Futter entsteht, die ganz, ganz inniglich und ganz, ganz sensibel und ganz, ganz entscheidend ist. Und man kann schon sagen, die biodynamische Landwirtschaft ist die erste, die ganz klar sagt, einzig eigentlich auf der Welt, das ist genauso nährend für das Tier wie die Substanz. Die Beziehung zur Welt ist auch eine Nahrung wie die stoffliche Seite. Und das habe ich hier versucht mit den zwei Farben anzudeuten. Das ist nicht so, dass es auch noch nett ist für das Tier, dass es ein bisschen Wahrnehmung hat, sondern das ist auf Dauer genauso nährend, genauso wichtig wie die Stoffmenge, die Substanz selbst. Das sind zwei Dinge, die zusammen eine Ganzheit ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich jetzt ihm etwas gebe, wo es die Wahrnehmung gar nicht so hat, dann ist es eine ständige Verarschung. Ich hole das von da drüben und hier sind die Tiere halt in dem Hof. Hier gehen sie vielleicht auch sogar mal auf die Weide, das reicht vielleicht nicht und so weiter. Aber das Futter kommt zur Hälfte von wo ganz anders, ganz anderen Bedingungen. Dann störe ich diese innere Arbeit ständig und dann brauche ich mich nicht wundern, dass das, was da entsteht, nicht dieselbe Kraft hat in Bezug auf den Gesamtorganismus, der immer mehr eine Eigenheit, man könnte sagen eine Individualität werden will, weil die Tiere diese Wahrnehmung nicht haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine sehr interessante Sache, die natürlich uns als Materialisten ziemlich... wir sind ja dann doch irgendwie ganz schön, hängen so ganz schön an den Stoffen dran, die uns da ganz schön beansprucht. Und ich kann vielleicht sagen, da gab es vor ungefähr zehn Jahren einen holländischen Versuch von holländischen Forschern und die hatten von Biodynamik und Anthroposophie gar keine Ahnung. Die hatten diesen Impuls, sie wollten nämlich überprüfen, wie düngend wirken die Exkremente der Tiere. Und da kamen sie zu dem merkwürdigen Verdacht, dass es da eine Rolle spielt, ob das Futter aus dem Betrieb kommt, in dem die Tiere sind oder nicht. Dann haben sie einen Systemversuch angestellt, haben zwei Höfe sozusagen, zwei Herden unterschiedlich gefüttert und haben dann gemerkt, dass in Bezug auf die Dünger, ja man könnte sagen, das was nachher an den Pflanzen qualitativ messbar ist, nicht so sehr die Menge, sondern die Qualität der Pflanzen, die dann aus der gedüngten Erde erwachsen, dass es da nicht um ein, zwei Prozent, sondern um 18, 20 Prozent bessere Verhältnisse gibt. Und das haben sie genannt Heimvorteil, Homefield Advantage. Also wer das nachgucken will, das findet man sofort im Internet. Eine sehr spannende Sache, dass die das irgendwie... die Holländer sind ja toll, die haben so ein Gefühl, da ist doch irgendwas. Und da haben sie das rausgekriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das hat uns natürlich sehr gefreut, aber ich meine, man kann das auch verstehen, in dem Moment, wo einem klar wird, was ist dieses Tier, dieses heilige, dieses unglaublich große Wesen, eines Wiederkäuers, einer Kuh, eines Schafs, einer Ziege, was ist das eigentlich von seinem Wesen und was kann das und wie toll ist es eigentlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tierfreie Landwirtschaft und Resilienz 01:18:50 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Es gibt ja nun auch die Bestrebungen, oder Höfe, die tierfrei arbeiten oder das auch finden wollen. Würden Sie sagen, dass das auf Dauer nicht funktioniert oder was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist ja sozusagen in gewisser Weise eine ganz einfache Zusammenfassung von dem, was ich jetzt hier anderthalb Stunden an Sie rangeschwätzt habe. Auf Dauer wird das nicht funktionieren, davon bin ich ganz sicher überzeugt. Diese Entwicklung der Landwirtschaft, wenn man die mehr studiert, das kann ich jetzt nicht ausführen, dann kommt man dazu, dass man merkt, durch die Tiere und insbesondere durch die Wiederkäuer, man kann aber auch sagen, durch die Vielheit der Tierwelt, kommt etwas, was eben mit dieser dritten Stufe zu tun hat, was mit Beziehung und Zusammenhang zu tun hat. Da geht es gar nicht um Substanzmengen. Also wenn Sie dem weiter nachgehen wollen, schreiben Sie sich hier noch dazu Beziehung und Zusammenhang. Das sehen Sie an der Biene, das sehen Sie an der Kuh, das sehen Sie am Regenbogen, das sehen Sie überall. Tiere schaffen Beziehungen und Zusammenhänge und das macht lebendige Organismen resilient, stabiler, gesünder, krisenfester, wie man das auch immer ausdrücken mag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles braucht Beziehung und Zusammenhang, ist keine Maschine. Und das kommt von den Tieren und wir müssen denen unglaublich dankbar sein, weil die nichts anderes machen als Generation für Generation für diese Beziehung, für dieses Zusammenhängliche zu sorgen. So ein Regenwurm, der immer in seiner Röhre das Obere mit dem Unteren, wir sind ja heute hier mit dem Humus vor allem im Thema. Der Regenwurm verbindet eigentlich ständig den Unterboden, die Verhältnisse da ganz unten in 1,20 Meter mit dem oben auf der Erde. Nachts kommt er raus und legt da seine Praline hin, dann geht er wieder runter, zieht da noch gerade ein Hälmchen mit, ach dann macht er noch das zu, weil jetzt wird es wärmer. Wir müssten eigentlich mal die verstehen, dann könnten wir bessere Wettervorhersagen machen. Dann macht er das zu, dann kommt er zwei Wochen rum, bleibt er da unten, dann kommt er wieder hoch und dann sind da schöne, tolle Pilze auf diesem Halm gewachsen, dann frisst er die ab, nimmt die wieder mit runter, bringt er wieder frischen Ton von unten hoch. Unglaublich, alles Beziehung. Niemand hat den Auftrag erteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Obwohl natürlich der Regenwurm da auch eine Rolle spielt, ohne Frage. Aber halt eben nicht die Großtiere oder nicht die Wiederkäuer, sage ich mal, in der tierfreien Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, ich will Ihnen ja sagen, dass es das gar nicht gibt. Das ist ja eine absolute Illusion. Man muss diesen Menschen sagen, ich kann euch total verstehen, ich kann euch total unterstützen, dass ihr diese Art von Tierhaltung, wie sie heute ist, nicht unterstützen wollt und dass ihr sagt, das Einzige, was hilft, ist nicht mitmachen, nicht essen. Ist ja richtig. Aber wenn ihr jetzt euch fragt, wie man eine Landwirtschaft dauerhaft machen kann, dann brauchen wir ein bisschen Tiere. Das ist im Verhältnis sehr, sehr wenig. Und man kann über jeden Vegetarier nur froh sein als Landwirt, weil wir so viele gute Tierprodukte gar nicht haben. Also das mäßige Essen von Fleisch ist dringend angesagt. Und wenn es Menschen gibt, die ganz ohne, das können sie auch super. Überhaupt nicht, da überhaupt nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber meine Tochter ist Kinderärztin und die erlebt dann, wie das ist, wenn die Mütter mit den vegan ernährten Kindern mit zwei Jahren in die Praxis kommen. Ich will da gar nicht mehr ausformulieren. Da gibt es heute auch ein Pendel, das in die andere Richtung geht, wo man wirklich aufpassen muss. Unsere beste Kuhmilch ist eigentlich das, was wir... da denken wir eigentlich an die Kinder. Nach der Muttermilch. Das ist mal ein Stück Käse, Quark, Joghurt und so weiter. Das braucht man als stark wachsendes Kind. Wenn Erwachsener über die tierischen Produkte drüber rauskommt, ist das nur gut. Weil so viel Gute haben wir gar nicht. Ist das eine Antwort? Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Könnte man ein Minimum einstellen von Wiederkäuern auf so eine Fläche Land? Also dass man einen Kompromiss macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist doch eine spannende Frage. Gibt es da vielleicht eine sinnvolle Untergrenze? Und die gibt es sicher. Und nach dem Vortrag müsste Ihnen schon klar sein, dass man die nicht im Allgemeinen, genauso wie eine Obergrenze, nicht im Allgemeinen formulieren kann. Sondern was ist die Autorität? Ich brauche nur so machen. Dann haben Sie wieder der Organismus, der Hof, die Verhältnisse. Wie viel baue ich zum Beispiel von dem an? Wenn ich davon richtig viel anbaue, dann brauche ich auch relativ viel Tiere. Wenn ich auf einem Standort bin, wo ich ab und zu ein bisschen Getreide mache und ein bisschen Futterbau mache, dann brauche ich ganz wenig Tiere und so weiter und so weiter. Wenn ich auf einem flachgründigen Standort bin, ist es wieder anders, wenn ich auf einem tiefgründigen Standort bin und so weiter. Also da gibt es keine allgemeine Formel, so gerne ich sie Ihnen geben würde. Ich muss Sie darauf hinweisen, der Hof ist die Autorität. Aber es ist richtig, in vielen, auch in vielen biodynamischen Betrieben werden viel zu viele Tiere gehalten und viel zu schlicht das, was man von ihnen hat, gepflegt. Würde man das besser pflegen, würde man das besser safen, würde man das heiliger halten, käme man mit viel weniger aus. Und das ist natürlich eine Frage für die Zukunft. Um es noch mal anders auszudrücken, wir brauchen die Information der Tiere für die Bodenfruchtbarkeit. Das Entscheidende ist nicht die Stofflichkeit, sondern Zusammenhang, Beziehung, Information.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nein, nein, das habe ich ja eben gesagt. Habe ich ja eben gesagt, wenn man vernünftig damit umgeht, dann merkt man ganz schnell, so viel können wir gar nicht erzeugen, wie die Leute gerne haben wollen. Wir haben ja heute eine total verrückte Welt. Jetzt sind wir wieder bei der Ökonomie, wo man Tiere industriell hält, wie Maschinen. Und jetzt will ich gar nicht ins Detail gehen, um was man alles macht, damit die überhaupt genug Futter haben und wie man die füttert und wie alt die werden und so weiter. Das ist alles furchtbar. Das brauchen Sie... das muss ich Ihnen jetzt nicht erklären, das können Sie überall finden. Das ist total verrückt und von da heraus werden wir kein Richtiges ableiten. Ich habe versucht, Ihnen deutlich zu machen, dass das Richtige eine Idee ist, eine Kunstidee ist, die der Mensch realisiert mit den Reichen der Natur, mit der Gesteinswelt, mit der Pflanzenwelt, mit der Tierwelt. Und dass das ein Prozess ist, der sich immer nach den Verhältnissen, nach den Bedingungen richten muss, in denen ich das tue. Das ist das Prinzip des biodynamischen Hof-Individualität, Hof-Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als Lebewesen und die menschlichen Ausscheidungen 01:26:08 ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich habe eine Frage, wenn man jetzt die Erde als Ganzes, als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir Menschen ein Lebewesen sind. Und die Tiere eben auch, die sich auf der Erde ernähren, die Beziehung zur Erde herstellen. Und dass die Erde vielleicht als Lebewesen betrachtet, diese Beziehung zu diesen Tieren braucht, wie so eine Befruchtung auch oder Erweckung ihrer Kräfte nötig hat, um weiterhin diese Frucht hervorzubringen, die die Menschen erhält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Dem kann ich gar nichts hinzufügen. Ich hoffe nur, dass man es hat verstehen können. Können Sie es nochmal wiederholen? Drehen Sie sich doch einmal um.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Mir kam eben der Gedanke, dass es sein kann, wenn man die Erde an sich als ein Lebewesen betrachtet, so wie wir auch Lebewesen eben sind, nur mit einer anderen Form eben. Und dann kommt die Kuh und haucht die Erde an und nährt sich aus dem, was aus der Erde hervorkommt. Und dass dadurch eine gegenseitige Befruchtung entsteht und ein Weckruf an die Lebenskräfte dieses Erdwesens erfolgt und so eine Beziehung entsteht, die dann erblüht und die Erde erhält und die Menschen erhält durch die Früchte, die dadurch geweckt werden. Also die Lebenskräfte der Erde werden geweckt durch die befruchtende Beziehung der Tiere zu dem Erdwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Herzlichen Dank. Ich will das in einem Stichwort zusammenbringen. Das mag jetzt für viele ganz unverständlich sein, aber Paracelsus spricht von der Frucht in der Erde. Der meint so etwas wie den Humus. Und das hat man eben bei ihm so ein bisschen durchklingen gehört. Herzlichen Dank. Jetzt kommen Sie dran.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Haben Sie Erfahrungen mit effektiven Mikroorganismen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, effektive Mikroorganismen sind etwas Wunderbares. Das ist ja eine Sammlung von Mikroorganismen eines Japaners aus ganz verschiedenen Lebensprozessen. Ungefähr 100, 120 verschiedene Mikroorganismen, Pilze, Bakterien, Enzymbilder und so weiter. Und die helfen immer dann viel, wenn etwas völlig aus dem Ruder gelaufen ist. Also wenn eine Jauche umgekippt ist und fürchterlich stinkt oder wenn relativ tote Verhältnisse sind, dann hat man erstmal sozusagen ein Set einer Impfung. Das ist so, wie wenn Sie nach einer Antibiotika-Kur, dann sagt Ihnen der Arzt, wir müssen mal was jetzt im Darmaufbau machen. Und dann gibt man Ihnen so die verschiedensten Mikroorganismen in so Kapseln, dass sie im Magen nicht kaputt gehen. Und dann fängt das erst mit... Damit sind Sie noch nicht heil. Aber es ist sozusagen ein wichtiger Schritt für die Bedingung von Heilung. Die muss jetzt wieder von innen ergriffen werden. Die kann man auch nicht von außen machen. Also Sie sehen, wie die Landwirtschaft, wie ähnlich sie dem Menschen ist, wenn man sie so versteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Sie hatten das vorhin extra ausgeklammert, dass es bei den Menschen um das Tun geht und nicht um die Ausscheidung. Ich wollte jetzt nochmal an einen belgischen Wissenschaftler anknüpfen, der im Gegensatz dazu sagt, dass alle Exkremente, ob Tier, ob Mensch, wieder zur Erde zurückmuss, um den Kreislauf zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Martin von Mackensen:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist natürlich eine ganz wichtige Frage. Danke. Und das geht ja in die Zukunft. Und da kommt es jetzt sehr drauf an. Da baue ich auf Sie, dass Sie aus diesem Vortrag in den nächsten Jahren und Jahrzehnten etwas mitnehmen. Das ist nämlich eine sehr entscheidende Frage. Die menschlichen Ausscheidungen kommen natürlich zur Erde zurück. Geht ja gar nicht, also sollen wir sie in den Weltraum schicken oder so. Das ist ja klar. Aber wir sollten tunlichst vermeiden, sie dahin zu tun, wo menschliche Nahrung entsteht. Es gibt sehr viele Bedingungen, wo diese Ausscheidung durchaus sinnvoll eingesetzt werden kann und viel sinnvoller als was wir heute in den Kläranlagen machen. Aber das sind die Bedingungen, wo etwas wächst, was wir nicht verzehren, sondern was ganz in den Weisheitsstrom der Substanz des Kohlenstoffes kommt, was Holzbildung macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die menschlichen Exkremente müssen gut oxidiert werden, gut in eine Kompostierung kommen, nicht im Wasser bleiben wie in der Kläranlage. Und dann müssen sie dahin kommen, wo wir Holzbildung, ob zum Heizen, ob zum Düngen, ob zum sonst irgendwas machen, da macht es Sinn. Sie brauchen, jetzt sage ich es mal ganz kosmologisch, sie brauchen die Langzügigkeit der Holzbildner. Das hängt zusammen mit Jupiter, mit Mars und mit Saturn. Und nicht dahin, wo die Kuh übermorgen frisst oder gar unser Gemüse entsteht. Das kann man ganz gut verstehen, wenn man sich in diese Kräfte, in diese bildenden Prozesse eindenkt. Soviel vielleicht dazu. Jetzt hatten sich noch zwei Leute gemeldet. Das ist nicht der Fall. Das wäre jetzt die Chance, schnell eingreifen und Schluss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wollte noch bemerken, dass es da hinten diese Beuys-Bücher gibt, zu denen ich ja vorhin von meiner Beziehung angefangen habe. Herzlichen Dank fürs Zuhören. Soweit, das war&#039;s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Martin von Mackensen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<updated>2026-10-13T12:23:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Vortrag in Achberg
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Vortrag in Achberg&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28717</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred_Klett_4v4_Bodenentwicklung_im_Jahreslauf.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I|thumb|[[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] am 22. Januar 2018 bei seinem Vortrag über Bodenentwicklung im Jahreslauf (4. Folge) in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I Hier geht&#039;s zum Film:] Film/Foto: François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Transkription vom Vortrag am 22. Januar 2018==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=38s Vom Winter über Frühjahr zur goldenen Reife im Sommer 00:00:38] ===&lt;br /&gt;
Einen schönen guten Morgen! Alle Berliner zurück? So. Alles Glyphosat scheint verboten zu sein, nachdem ihr da in Berlin wart oder wie? Ja, wir wollen also heute in dieser Zusatzstunde abschließen dieses ganze Thema Bodenentwicklung im Jahreslauf im Zusammenhang mit der Bodenbearbeitung. Es kann ja auch nur ein Überblick sein. Man muss sozusagen das als Gesamtbild nehmen, um damit dann selbstständig irgendwie weiterarbeiten zu können in der Praxis. Nun hatten wir ja gesehen, dass der &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; dadurch charakterisiert ist, dass es da rein physisch, mehr oder weniger physisch-anorganische Prozesse sich abspielen, also die &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039;. Dann haben wir gesehen, dass dann mit dem beginnenden &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; in der Übergangszeit schon so Ende Februar, Mitte Februar, Ende Februar die Tage länger werden, der Boden sich langsam erwärmt und dadurch jetzt plötzlich über Nacht quasi, also in kürzester Frist &#039;&#039;&#039;Lebensvorgänge&#039;&#039;&#039; stattfinden im Boden, die man äußerlich noch gar nicht sieht. Deswegen muss man da immer erst mal genauer gucken, um zu sehen, wie es jetzt mit den Unkräutern steht und all dem. Also ein starker Aufschwung des Mikrobiellen, der mikrobiellen Entwicklung in den Böden und aber auch der ganzen Bodeninsekten, was da so kreucht und fleucht, der Würmer. Also ein Lebensvorgang, der sich da anbahnt im Übergang zum eigentlichen Frühling und der sich dann noch fortsetzt bis in den &#039;&#039;&#039;Sommer, Frühsommer&#039;&#039;&#039; hinein. Ein Lebensvorgang am Boden, ein &#039;&#039;&#039;ätherisch-lebendiger Vorgang&#039;&#039;&#039;, wo die Natur wieder anfängt, sich auszuatmen. Und das setzt sich dann fort über das Frühjahr, gegen den Sommer hin. Und wir haben am Samstag da noch mal darüber gesprochen, wie dann, gerade am Beispiel des Getreides jetzt aufgezeigt, &#039;&#039;&#039;Reifevorgänge&#039;&#039;&#039; einsetzen, nach der Blüte, die sowohl oben in der Blüte und dass da langsam die Samenentwicklung sich bildet, entwickelt. Aber da die ganze Pflanze also als vegetative Pflanzengestalt selber gleichsam ausreift. Es ist ein Reifevorgang, der die ganze Pflanze durchdringt, ehe sie dann endgültig dann abstirbt. Und auch der Boden reift aus. Vom Frühsommer, vom also ja Frühsommer, in den Sommer hinein, immer stärker &#039;&#039;&#039;gegen den Herbst&#039;&#039;&#039; hin, reift der Boden, nicht nur die Frucht da oben. Sondern in der ganzen Natur vollzieht sich ein Art Reifevorgang. Und der setzt/ an diesem Punkt müssen wir jetzt im Sommer einsetzen. Wir haben dann gesehen, wie dieser Reifevorgang beim Getreide abschließt gewissermaßen durch diesen Kieselsäuremantel, den die Pflanze jetzt um sich herum legt. Indem die Kieselsäure aus dem Boden aufgenommen, als kolloidale Kieselsäure im Wasserstrom jetzt die ganzen Pflanzengewebe durchdringt und sich dann peripher ablagert in den äußeren Geweben und dadurch die Pflanze ihren Glanz erhält. Dass das ganze Getreide glänzt, richtig glänzt. Man kennt das heute kaum noch, das Phänomen, weil das konventionelle Getreide glänzt nicht mehr. Aber das ist das eigentliche &#039;&#039;&#039;Urphänomen des reifen Getreides&#039;&#039;&#039;, dass es anfängt, zu glänzen. Am stärksten kann man das beim Hafer sehen, dieser &#039;&#039;&#039;goldene Glanz&#039;&#039;&#039;. Und das steigert sich dann bis in die Ähren herauf, bis in die Spelzen und bis in die Grannen. Und dann, wenn das der Fall ist, dann kommt es dann wirklich zur Reife des Korns. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=297s Getreide - Teigreife 00:04:57] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen wir da drei Stufen der Reife unterscheiden. Die Erste ist die sogenannte Teigreife und dann die Gelbreife und die Todreife. Die &#039;&#039;&#039;Teigreife&#039;&#039;&#039; heißt, dass das Getreidekorn noch &#039;&#039;&#039;grünlich&#039;&#039;&#039; ist, dass man es noch relativ leicht zerdrücken kann, dass dann unter Umständen im Frühstadium noch so ein Milchsaft austritt. Und in dieser Teigreife wird heute auch schon Getreide zum Teil geerntet für &#039;&#039;&#039;Grünkern&#039;&#039;&#039;. Wenn man also den Grünkern herstellt, Graupen, meistens aus Dinkel, sonst aus Weizen, das ist also ein Vorgang, in dem man das grüne Korn erntet, in diesem Zustand der Teigreife und nachträglich dörrt. Ein Dörrvorgang ist es ja, der zur Graupenbildung führt. &lt;br /&gt;
[[Datei:Buch_Manfred_Klett_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst.jpg|verweis=Manfred_Klett,_Buch:_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst|mini|Inhaltsverzeichnis des Buchs &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot; von Dr. Manfred Klett. [[Manfred Klett: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Hier klicken]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=359s Getreide - Gelbreife 00:05:59] ===&lt;br /&gt;
Nun die nächste Stufe ist dann die &#039;&#039;&#039;Gelbreife&#039;&#039;&#039;. Und da ist das Korn schon richtig schön gelb. Also wirklich, dann merkt man, das hat Farbe bekommen, ist nicht mehr grün. Und es ist noch &#039;&#039;&#039;biegsam&#039;&#039;&#039;. Man kann es eigentlich nicht mehr zerdrücken, aber man kann es so biegen, es bricht nicht. Das ist Gelbreife. Und in der Gelbreife hat man früher das Getreide gedroschen, solange es noch keinen Mähdrescher gab. Also durch alle Zeiten hindurch, die tausenden Jahre von Entwicklung in der Landwirtschaft, wurde immer das &#039;&#039;&#039;Getreide in der Gelbreife geerntet&#039;&#039;&#039;, geschnitten, zuerst mit der Sense, später kam dann der Mähbinder auf. Und dann hat man das in Garben gebunden und hat die Garben aufgestellt in Hocken, oben noch eine Quergarbe drauf, damit der Wind das nicht durcheinanderwirbelt. Und dann hat man das gelbreife Getreide &#039;&#039;&#039;nachgetrocknet in der Hocke&#039;&#039;&#039;, draußen auf dem Feld, noch mindestens also sagen wir mal drei, vier Tage, wenn die Sonne richtig gebrannt hat. Aber ansonsten vielleicht sogar eine ganze Woche. Manchmal standen die Hocken 14 Tage draußen. Und dann hat man dann dieses nachgetrocknete &#039;&#039;&#039;Getreide eingefahren&#039;&#039;&#039;, auf den großen Leiterwägen aufgetürmt. Das war eine wunderbare Arbeit, die Garben da hoch zu staken. Und dann hat man das eingefahren in die &#039;&#039;&#039;Feldscheunen&#039;&#039;&#039;. Jeder Hof hatte früher so eine Feldscheune. Und also unsere Feldscheune ist 1987 hier abgebrannt, das letzte Stück. Und man sieht auch kaum noch Feldscheunen draußen. Man sah oft (...?) Riesenhallen, wo man dann die Getreideernte eingebanst hat. Also das &#039;&#039;&#039;Einbansen&#039;&#039;&#039; hieß, dass man die Garben sozusagen sorgsam abgelegt hat, sodass man sie leicht auch wieder herausnehmen konnte, wenn man dann im Winter angefangen hat, das Getreide zu dreschen. Der &#039;&#039;&#039;Drusch war im Winter&#039;&#039;&#039;, nicht jetzt direkt vom Feld weg. Im Winter hat man dann das gedroschen mit der Standdreschmaschine. Und da konnte man wunderbar die Unkrautsamen sammeln. Da konnte man die Spreu sammeln, zur Fütterung für die Tiere. Und man hatte dann das Stroh. Also das war eine wunderbare Sache. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=512s Getreide - Todreife 00:08:32] ===&lt;br /&gt;
Und heute ist es so, dass man während der &#039;&#039;&#039;Todreife&#039;&#039;&#039; drischt, &#039;&#039;&#039;14 Tage später&#039;&#039;&#039; normalerweise &#039;&#039;&#039;als die Gelbreife&#039;&#039;&#039;, wenn das Getreide todreif wird. Und das todreif ist es dann, wenn man das Korn über den Daumen brechen kann. Das hat dann ungefähr 16 Prozent Feuchtigkeit. Besser ist 15, 14 Prozent Feuchtigkeit. Und dann ist es auch lagerfähig. Man kann es vielleicht noch ein bisschen nachlüften dann, in den Silos, wo man so einlagert. Aber das ist ungefähr die Feuchtigkeit, die das Getreide lagerungsfähig macht. Über 16 Prozent wird sehr problematisch. Und 16 Prozent ist schon die Grenze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=556s Ernte - heute und in der Vergangenheit 00:09:16] ===&lt;br /&gt;
Ja und der &#039;&#039;&#039;Mähdrescher&#039;&#039;&#039;, das eleganteste Instrument, was es gibt. Aber im Grunde genommen für den Boden und für den Ackerbau nicht sonderlich geeignet. Es ist wirklich, man merkt ja heute von der Ernte so gut wie nichts mehr. Wenn heute so ein Betrieb, so ein Hof sein Getreide drischt, da fährt ja ab und zu mal ein Wagen rein, voll mit Getreide. Und dann kommen da auch irgendwann mal dann so ein paar Rundballen da reingefahren. Das war es dann auch. Das machen dann &#039;&#039;&#039;zwei, drei Schlepper und zwei, drei Leute&#039;&#039;&#039;. Und man merkt von der Ernte gar nichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher war das so, die gesamten Höfe waren allesamt, wer nur also Hände hatte, der war draußen auf dem Feld und hat die Hocken aufgestellt oder hat die Garben gebunden oder sonst was gemacht. Das habe ich noch alles erlebt. Und und da weiß man auch was &#039;&#039;&#039;Zusammenarbeit&#039;&#039;&#039; auch auf einem Hof, da gab es kein Halten. Da waren Kinder und die ältesten Menschen hier, die kamen, gingen &#039;&#039;&#039;alle mit raus aufs Feld&#039;&#039;&#039; und haben geholfen. Und das war eine Arbeitspitze im Jahr förmlich. Aber die schönste Zeit im Jahr, in gewissem Sinne. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=630s Mähdrescher 00:10:30] ===&lt;br /&gt;
Nun der Mähdrusch, da würde ich dann doch noch was dazu sagen. Der hat eigentlich für den Ackerbau fast nur Nachteile. Also einmal sind die &#039;&#039;&#039;Mähdrescher&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;maßlos schwer&#039;&#039;&#039;. Also auf den Vorderrädern sind die wahnsinnig schwer und machen &#039;&#039;&#039;unglaubliche Spuren&#039;&#039;&#039;. Das ist nachher für das nachfolgende Bodenbearbeiten, den Stoppelsturz immer sehr störend, weil da wieder der Schildpflug rausspringt und es ist eine unsaubere Arbeit. Das ist das eine. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zweite ist, dass der &#039;&#039;&#039;Mähdrescher die Unkrautsamen hinten rausbläst auf den Acker&#039;&#039;&#039;. Früher hat man sogar Säcke gehabt, in den früheren Zeiten während des Mähdruschs hat man noch große Säcke gehabt, wo man Unkrautsamen getrennt aufgefangen hat, um sie vom Acker runterzubringen. Heute wird das Zeug alles rausgeblasen und dann mit dem Stroh, entweder gehäckseltes schon, das Stroh, oder eben ungehäckselt. Und dann nimmt die Presse dann anschließend, die Hochdruckpresse, nimmt dann das Stroh auf und die Unkrautsamen liegen alle wunderbar, einschließlich der Bruchkörner, einschließlich des Ausfallgetreides, liegt dann auf dem Acker. Da sieht man immer diese grünen Spuren. Wenn man das Stroh abgeräumt hat und es regnet, dann sieht man diese grünen Spuren auf dem Acker. Nun das ist ein weiterer Nachteil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein dritter Nachteil ist der, dass der &#039;&#039;&#039;Mähdrescher verlangt die Totreife&#039;&#039;&#039;. Das heißt, wir müssen 14 Tage warten nach der Gelbreife, bis wir endlich dreschen können. Es muss dann das Wetter auch danach sein. Und diese 14 Tage sind ganz entscheidend für die Ausreife des Bodens zur Bodengare, zur Sommer-Bodengare, gewiss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=752s Austrocknung des Bodens 00:12:32] ===&lt;br /&gt;
Aber jetzt muss man aufpassen, dass diese &#039;&#039;&#039;Reife nicht zu weit&#039;&#039;&#039; geht, dass der Boden nicht total austrocknet. Er trocknet schon aus, schon seit Anfang Juli, sagen wir seit der und nach der Blüte fängt der schon langsam an, auszutrocknen, weil auch das Wurzelwachstum nachlässt, sterben ja schon nach der Blüte die ersten Wurzeln ab. Und dadurch wird das Bodenleben, auch Mikrobenleben, nimmt ab an Aktivität. Und der Boden trocknet aus. Wenn man vor der Blüte über einen Acker läuft und wir haben wirklich einen biologisch-dynamischen Betrieb, einen guten Boden, dann merkt man, dass unter dem Boden noch immer der Boden nachgibt, federt, zurückfedert. Das ist wie ein/ Der Boden federt gleichsam unter den, unter den Schuhen. Während nach der Blüte, wird er immer härter. Und dann im Juli, &#039;&#039;&#039;in der vollen Ausreife des Getreides wird es dann ziemlich poppel-hart.&#039;&#039;&#039; Also der gibt ja nicht mehr nach unter den Füßen. Das heißt, der Boden trocknet aus. Die Sonnenstrahlen kommen auch immer tiefer herunter, weil es keimen ja keine grünen Blätter mehr. Also die trocknet zusätzlich noch durch die Wärme und natürlich durch die Sonnenstrahlen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=833s Sommer-Bodengare 00:13:53] ===&lt;br /&gt;
Und da muss man rechtzeitig sehen, rechtzeitig genug sehen, dass man jetzt die &#039;&#039;&#039;Restfeuchtigkeit&#039;&#039;&#039; noch bewahrt, möglichst bewahrt, dass man nicht so lange den Acker über den Mähdrusch hinaus offen liegen lässt, sondern dass man so früh wie möglich, unmittelbar nach der Ernte, den Boden bearbeitet, die &#039;&#039;&#039;Stoppelbearbeitung&#039;&#039;&#039;. Und diese Maßnahme konnte man eben früher 14 Tage früher machen, eben in der Gelbreife. Und das hatte ganz große Vorzüge für die &#039;&#039;&#039;Erhaltung der Bodengare&#039;&#039;&#039; beziehungsweise die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden. Die Böden sind nicht/ noch zusätzlich 14 Tage sind sehr lange. Gerade im Sommer, wenn es so richtig heiß ist. Und dann kommt es eben zum Verlust der Bodenfeuchtigkeit. Und auch eben zum Rückzug der ganzen Organismen, also insbesondere der höherentwickelten, wie zum Beispiel die Regenwürmer, die ziehen sich dann gerne in den Unterboden zurück, wenn es dann allzu warm wird und trocken wird. Das mögen sie nicht. Und auch diese intensive Lichteinstrahlung mögen die nicht. Nun ist der Acker abgeräumt, hier im Sommer. Und da stehen hier draußen die Stoppeln. Und unter den Stoppeln ist hier eine unglaubliche Wurzelmasse. Und hier oben liegen dann überall noch dieses Ausfallgetreide und die Unkräuter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=941s Sommerprozess - Humusaufbau 00:15:41] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen wir überlegen, um welchen Bodenprozess es jetzt geht, der sich im Sommer abspielt. Was ist jetzt nach der Ernte der entscheidende Bodenprozess? Und wie können wir den unterstützen, durch entsprechende Bodenbearbeitungs-Maßnahmen? Aber wir müssen immer zuerst versuchen, prozessual zu denken. Was hat sich jetzt seit dem Frühjahr entwickelt im Boden, bis zum Sommer hin? Und jetzt ernten wir da draußen. Und jetzt müssen wir fragen, hier war es ein Vorgang im Frühjahr, der ganz stark die Bodenfruchtbarkeit in Anspruch genommen hat durch Abbauvorgänge. Und jetzt, nachdem wir geerntet haben, welcher Bodenprozess ist jetzt maßgebend für die ganze Weiterentwicklung des Bodens? Wir haben also Bestands-/ also Rückstände des Wachstums, des vorausgegangenen Jahres oder Jahreslaufes. Und da sind jetzt Wurzeln im Boden, das sind Stoppeln draußen, Spreureste, Reste von abgestorbenen Unkräutern und so weiter. Und jetzt kommt es eben darauf an, einen &#039;&#039;&#039;Bodenprozess&#039;&#039;&#039; einzuleiten, der zum Gegenteil führt von dem hier. Nämlich, dass wieder ein &#039;&#039;&#039;Humusaufbau&#039;&#039;&#039; stattfindet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1028s Bodenbearbeitung und Vorgänge im Boden 00:17:08] ===&lt;br /&gt;
Wir müssen jetzt mit der Bearbeitung/ wirklich kräftiger einsetzen mit der Bearbeitung. Früher haben wir gesagt nur Hautbearbeitung, also so gerade mal von oben ein bisschen den Boden antasten. Aber jetzt kommt es darauf an, hier etwas kräftiger einzuwirken mit der &#039;&#039;&#039;Stoppelbearbeitung&#039;&#039;&#039;. Indem wir jetzt in der Regel, also die &#039;&#039;&#039;klassische Regel sind acht Zentimeter&#039;&#039;&#039;, im Allgemeinen. Das hängt dann auch ein bisschen von Betrieb zu Betrieb ab, dass man acht Zentimeter versucht, jetzt hier das alles durcheinander zu wirbeln, dass die Stoppeln eingearbeitet werden in den Boden, dass die Wurzeln durcheinander gerührt werden und die/ noch wachsende Unkräuter vielleicht entwurzelt werden. Also ungefähr bis zu einer Tiefe von acht Zentimetern, also nicht zu tief, aber auch nicht zu flach, versuchen wir jetzt, einen Prozess einzuleiten dadurch, dass die organischen Rückstände der Pflanzen sich mit dem Erdreich vermischen. Es geht um ein &#039;&#039;&#039;Vermischen und ein Lockern&#039;&#039;&#039;. Das sind die beiden eigentlichen Vorgänge, die wir gerätemäßig bewältigen müssen, Mischen und Lockern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1135s Besiedelung durch Mikroben 00:18:55] ===&lt;br /&gt;
Und zu welchem Ziel eigentlich? Natürlich, wir müssen jetzt irgendwie sehen, dass wir die Stoppel unter die Erde bekommen. Aber alles dasjenige, was dann folgt, ist ja ein Vorgang, wie wiederum unter Sauerstoffzufuhr jetzt die Bodenorganismen anfangen, diese organische Substanz abzubauen. Es ist nochmal ein &#039;&#039;&#039;Abbauprozess&#039;&#039;&#039; und zugleich eben ein &#039;&#039;&#039;Umbauprozess&#039;&#039;&#039;. Aber zunächst müssen sie mal besiedelt werden, die ganzen organischen Reste, die Wurzeln, die &#039;&#039;&#039;Stoppeln besiedelt werden mit Mikroben&#039;&#039;&#039;, die dann anfangen also diese/, insbesondere natürlich, wenn es Eiweißhaltiges ist. Also zum Beispiel Leguminosenstroh, das wird ruckzuck abgebaut. Aber so ein Stroh wie sagen wir mal, der Roggen oder die Gerste oder Weizen haben ein sehr weites C-N-Verhältnis, also sehr viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff. Also es ist wenig Eiweiß eingebunden in den Stängel und das mögen die Mikroben nicht. Die mögen viel Eiweiß. Die mögen das leicht haben. Und das ist so quasi, die fangen gleich immer mit dem Nachtisch an. Und das ist eben, wenn es sehr viel Eiweiß in den/ Deswegen auch Gründüngung. Wenn Sie &#039;&#039;&#039;Gründüngung&#039;&#039;&#039; einarbeiten in den Boden, das ist eine &#039;&#039;&#039;Katastrophe&#039;&#039;&#039;, was Sie da machen, weil dann das &#039;&#039;&#039;Mikrobenleben viel zu stark&#039;&#039;&#039; angeregt wird. Die bauen das dann so rasant ab, dass nachher nichts mehr übrig bleibt. Und das ist hier keine Gefahr beim Getreidestroh, wegen des weiten sogenannten C-N-Verhältnisses. Also da ist der Kohlenstoff zu Stickstoff ungefähr 80 zu 1. Und infolgedessen wird es also, ist es ein sehr, sehr langsamer Prozess. Gerade das Stroh ist sehr widerstandsfähig gegenüber dem mikrobiellen Abbau. Und so muss ich jetzt Bedingungen schaffen, gerade hier im Oberboden, dass einerseits die Feuchtigkeit bewahrt wird. Warum wird sie da eigentlich bewahrt durch eine solche Stoppelbearbeitung? Denn Sie tun ja gerade im Gegenteil sogar durch Lockerung und so weiter erst recht sozusagen die Verdunstung anregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; ch schneide das Kapillare ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1284s Wasser verdunstet im Boden 00:21:24] ===&lt;br /&gt;
Das ist hier genau, da ist hier eine Grenze. Und da ist es dann so, dass immer/ im Laufe des Jahres hat sich eine ganz bestimmte &#039;&#039;&#039;Kapillarität&#039;&#039;&#039; ausgebildet. Das heißt, dass das Wasser entgegen der Schwerkraft in diesen ganz feinen Haarrissen und Röhren oder was es sein mag, kapillar aufsteigt. Und wenn es eben nicht bearbeitet würde, würde es so weit aufsteigen und würde verdunsten. Und hier steigt es jetzt nur so bis zur Unterkante dieser bearbeiteten Schicht herauf. Und verdunstet natürlich hier auch, aber an der Unterkante dieser bearbeiteten Schicht. Das war ein Landwirt, &#039;&#039;&#039;Rosenberg-Lipinski&#039;&#039;&#039; hieß er, der hat um die Jahrhundertwende so vom 18. zum 19. Jahrhundert gerade diese Tatsache beobachtet. Und hat gesagt, das ist so wichtig, dass diese &#039;&#039;&#039;Feuchtigkeit&#039;&#039;&#039; hier jetzt hereinsteigt, um hier ein bisschen für Feuchtigkeit zu sorgen, &#039;&#039;&#039;innerhalb dieser bearbeiteten Schicht&#039;&#039;&#039;. Und hat ungeheure Bedeutung für die Entwicklung des Gesamt/ der ganzen Abbauvorgänge jetzt des Strohs und der sonstigen abbaubaren organischen Rückstände. Die brauchen also Feuchtigkeit. Die brauchen aber auch Sauerstoff, deswegen die Bearbeitung. Durch die Bearbeitung kommt ja Sauerstoff in den Boden. Und sie brauchen Dunkelheit, Finsternis. Da darf die Sonne nicht direkt darauf brennen, also nicht reinscheinen. Insofern ist hier/ müssen die Stoppeln, müssen hier wirklich herunter eingemischt werden, hier in den Boden. Da darf man keine, möglichst keine Stoppeln mehr sehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1403s Verdauungstätigkeit im Boden 00:23:23] ===&lt;br /&gt;
Und dann fängt eben ein Prozess an. Und dieser Prozess ist der, dass zunächst mal die geformte, gestaltete, organische Substanz vom Boden verdaut werden muss, denn jeder mikrobielle Angriff heißt ja eigentlich ein &#039;&#039;&#039;Verdauungsvorgang&#039;&#039;&#039;. Das ist genauso dasselbe wie bei uns, unsere eigene Verdauung oder bei der Kuh im Pansen. Ich stelle eine Situation, einen chaotischen Zustand her. Und da fangen jetzt diese Mikroben ihre Tätigkeit an, indem sie abbauen, abbauen, abbauen, abbauen. Und das muss man sich auch mal ganz klar machen, alles &#039;&#039;&#039;Mikrobenleben&#039;&#039;&#039; im Haushalt der Natur, einschließlich der Bakterien, führt letzten Endes zur Mineralisation, zu einem &#039;&#039;&#039;totalen Abbau&#039;&#039;&#039;. Also dass von der organischen Substanz alles veratmet ist, da bleibt nichts mehr übrig. Und noch ein paar Mineralsalze im Boden. Das war es dann auch. Also es ist, das Mikrobenleben ist so lange, steht im Dienste einer höheren Natur, als da die Pflanze wächst. Aber wenn sie abgestorben ist, so ist da nichts mehr, was die Mikroben sozusagen zu Symbiosen anregt. Da ist nichts mehr, sondern dann bauen die ab, mineralisieren. Und glücklicherweise ist das eine organische Substanz, die nicht so leicht zu mineralisieren ist, sodass es sich ziemlich lange ausdehnt, dieser ganze Prozess. Aber das ist sozusagen ihre Tätigkeit. Das ist eine atomistische Tätigkeit. Das ist ja, Myriaden, Milliarden, Billionen in so einem winzigen Würfel Boden, guten Boden, da stecken Milliarden und Milliarden solcher Mikroben drin. Das ist aber atomistisch die sozusagen, jede versucht sozusagen, ihr eigenes Leben da zu fristen, mit dem, was da ist und baut ab und kümmert sich nicht darum, dass wenn sie alles abgebaut hat, da ist nichts mehr da und da sterben sie eben alle ab. So. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1547s Milieubereitung für Bodentiere 00:25:47] ===&lt;br /&gt;
Aber es geht jetzt nicht nur um den mikrobiellen Abbau, sondern es geht auch darum, dass jetzt im Sommer gerade das höhere Bodenleben aktiviert werden muss. Das ist die Zeit, wo wirklich, möchte ich mal sagen, die Regenwürmer anfangen, ihre segensreiche Tätigkeit zu entwickeln. Und Sie glauben gar nicht, wie segensreich der Regenwurm ist. Das könnten wir gar nicht. Wir können als Menschen nicht annähernd das leisten, was der Regenwurm in unseren Böden leistet. Er steht nur repräsentativ für andere Organismen, höhere Organismen im Boden, selbstverständlich. Es gibt also Ringelwürmer. Es gibt natürlich die Collembolen, die sogenannten Springschwänze. Es gibt also Asseln und alles das Zeug. Es gibt also eine Unzahl von verschiedenen Organismen, die jetzt hier im Boden, besonders gerne hier in dieser Zeit, wo so viel organische Substanz im Angebot ist, da oben, oberflächennah, die da tätig werden wollen. Und die &#039;&#039;&#039;Stoppelbearbeitung&#039;&#039;&#039; dient dazu, jetzt ein Milieu zu schaffen, in dem gerade die Bodentiere ihre Tätigkeit entfalten können in einer Zeit des Jahres, die ihnen nicht besonders zuträglich ist, wenn jetzt nämlich die Sonne von oben herunterbrennt auf dem langen Acker. Die Regenwürmer, die fliehen die Wärme, die ziehen sich dann gerade im Sommer gerne in ihre Röhren, ganz unten, einen Meter tief in die Erde zurück und warten, bis es wieder feucht wird. Und dadurch, dass man jetzt hier diese &#039;&#039;&#039;Lockerschicht&#039;&#039;&#039; schafft, Sauerstoff dringt ein, die Feuchtigkeit steigt auf. Hier bildet sich also ein &#039;&#039;&#039;Milieu&#039;&#039;&#039;, was diesen &#039;&#039;&#039;Bodentieren&#039;&#039;&#039; dann zuträglich sein kann. Und insbesondere die Regenwürmer. Durch die Stoppelbearbeitung locken wir die Regenwürmer herauf, in einer Jahreszeit, wo sie eigentlich eher die Tendenz haben, nach unten zu gehen. Wir locken sie durch ihre Röhren herauf, so dass sie jetzt anfangen, hier oben horizontal, die kommen vertikal durch ihre Röhren hoch und fangen jetzt an, hier oben die organische Substanz zu fressen, in sich aufzunehmen. Und der Regenwurm braucht eben auch dreierlei Dinge. Er braucht Sauerstoff, ein Sauerstoffatmer. Und er braucht Finsternis um sich herum. Er scheut das Sonnenlicht. Wenn er im Sommer aus dem Boden herauskommt und findet sein Loch nicht mehr zurück, dann verbrennt er unter der Sonne und er trocknet sofort aus, dann ist er tot. Also er braucht &#039;&#039;&#039;Sauerstoff&#039;&#039;&#039;, er braucht &#039;&#039;&#039;Feuchtigkeit&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;Finsternis des Bodens&#039;&#039;&#039;. Es sind dies alles Wesen, die im Finstern leben. Und jetzt vollzieht er da seine segensreiche Tätigkeit. Und die möchte ich jetzt mal kurz schildern, ehe wir dann auf die Bearbeitungsmaßnahmen selber noch mal eingehen. (...). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1753s Regenwurm - rhythmische Gliederung - Pflanzenverwandt 00:29:13] ===&lt;br /&gt;
Also der &#039;&#039;&#039;Regenwurm&#039;&#039;&#039; ist ja, also der ist nur/ steht repräsentativ für die/ alle höheren Bodentiere, wohlgemerkt. Und der Regenwurm ist ja ein seltsames Gebilde. Es ist eigentlich nur ein Schlauch, so, Schlauch, irgendwie so. Und dieser &#039;&#039;&#039;Schlauch&#039;&#039;&#039; ist segmentiert. Überall, wo Sie in der Natur Segmentierung vorfinden, ist es ein Ausdruck einer relativ frühen evolutiven Entwicklung im Tierreich. Jede &#039;&#039;&#039;Segmentierung&#039;&#039;&#039; ist eigentlich noch ein Bild mehr des &#039;&#039;&#039;Pflanzlichen&#039;&#039;&#039; als des Tierischen. Die Pflanze, wenn sie wächst, bildet immer eine Segmentierung, wenn es auch in der Vertikalen ist. Das Blatt, Stängel, Blatt, Stängel, Blatt, Stängel. Also ist immer ein Stängel-Glied und dann kommt ein Blattwirtel, entweder gegenständig stehen die Blätter oder kreuzständig oder so. Und dann kommt wieder ein Stängelglied und so weiter. Es ist immer dieses &#039;&#039;&#039;rhythmische Gegliedertsein&#039;&#039;&#039;, das ist typisch für alles Lebendige. Und bei den Getreiden ist eben nicht so, dass/ bei jedem Knoten kommt ein Blatt raus. Also weil sonst kommen immer zwei Blätter heraus oder richtige Blattwirtel. Bei den Getreiden haben wir nur ein Blatt, das dann von jedem Knoten mit dem Stängel mitwächst und dann plötzlich einen Knick macht und dann sich abbiegt nach außen und steht dann/ erscheint dann als das Blatt. Nun, der Regenwurm zeigt eine ebensolche rhythmische Gliederung wie alle Würmer, auch die Raupen. Also die zeigen diese rhythmische Gliederung. Das weist darauf hin, dass dort die &#039;&#039;&#039;Stoffwechselprozesse&#039;&#039;&#039;, das ist sozusagen das Unbewusste ja im Menschen, dass sie da am allerstärksten ausgebildet sind. Und Stoffwechselprozesse sind immer &#039;&#039;&#039;Pflanzen-verwandt&#039;&#039;&#039;. Das ist also sozusagen die Pflanze in uns, auch im Menschen, wo wir völlig unbewusst sind, in dem, was sich da eigentlich abspielt. Wie die Pflanze auch eben ein Schlafbewusstsein hat, so hat der Mensch da unten ein Schlaf(bewusstsein)/ Er schläft eigentlich immer in seinem Stoffwechselorganismus. Da dringen wir mit unserem Bewusstsein nicht rein. Also schon morphologisch gesehen kann man sagen, dieser Wurm ist eigentlich ein Evolutionszustand, der mehr einer früheren Epoche der tierischen Evolution entspricht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=1937s Regenwurm - geschlossener Blutkreislauf 00:32:17] ===&lt;br /&gt;
Nun ist dieser Regenwurm aber (ein) erstaunlich hoch organisiert, inwendig. Er hat nämlich einen &#039;&#039;&#039;geschlossenen Blutkreislauf&#039;&#039;&#039;, der durch alle Segmente hindurch führt und hier oben eine kleine Verdickung hat. Das kann man das Herz nennen, aber das wäre fast zu viel gesagt. Jedes Segment wird also durchblutet und es hat außerdem ein ausgesprochen entwickeltes &#039;&#039;&#039;Nervensystem&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Gangliensystem&#039;&#039;&#039;, was auch durch den ganzen/ durch alle Segmente hindurch geht. Und da sind immer so Verbindungen auch in den einzelnen Segmenten. Deswegen kann man einen Regenwurm ja durchschneiden, soll man nicht machen, aber wenn das mal geschieht, dann kann es sein, dass er fortlebt. Meistens kann er sich nicht mehr zum vollen Wurm regenerieren. Das ist ein Märchen. Aber er kann noch mal vielleicht die Wunde schließen und kann dann sich normal vielleicht die eine Hälfte noch eine Zeit lang überhaupt am Leben halten, aufgrund dieser besonderen auch, also sowohl was den Blutkreislauf anbetrifft, als auch den die Nerventätigkeit, die Ganglientätigkeit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2028s Regenwurm - Horizontalwesen in Senkrechtbewegung 00:33:48] ===&lt;br /&gt;
So. Und jetzt kommt aber noch eines dazu, dass dieser Regenwurm, sagen wir mal hier vorne, der hat ein Maul und irgendwo setzt er dann auch seine Häufchen ab und dazwischen, zwischen dem Maul, was jetzt eigentlich kein Maul ist, er hat nämlich keine Zähne und nix, sondern er hat nur eine etwas verhärtete Haut, durch die er in der Lage ist, sich jetzt die einzelnen Sandkörnchen im Boden, Tonteilchen aufzunehmen und eben Pflanzenrückstände aufzunehmen. Also es ist, was der Regenwurm frisst, ist organische Substanz, Ton und Feinsand. Denn er frisst sich ja durch den Boden durch. Also hier oben, hier oben, wenn er hier oben tätig ist, dann schiebt er sich durch den Boden durch. Dann tut er sich sozusagen wie so eine/, tut er den Leib zusammenziehen. Und dann drückt er sich nach vorne durch. Mit dem Spitz, da wird er ganz spitz vorne und drückt sich durch den Boden durch. Also das ist normalerweise seine &#039;&#039;&#039;Horizontalbewegung&#039;&#039;&#039;, hier oben in dem &#039;&#039;&#039;bearbeiteten Boden&#039;&#039;&#039;. Aber ansonsten ist der Regenwurm ja ein Tier, welches solche senkrechten Röhren heruntergeht. Die gehen tief, tief in den Boden herunter, vielleicht sogar unter den C-Horizont. Also auf Löss-Böden allemal, nicht nur durch den verwitterten/, das verwitterte Profil, sondern bis in den &#039;&#039;&#039;Unterboden&#039;&#039;&#039;. Und bei Löss-Boden hat man nachgewiesen, dass Regenwürmer bis zu sieben Meter tief Löcher bilden können, solche &#039;&#039;&#039;Röhren bilden&#039;&#039;&#039; können. Und in diesen Röhren nun, das ist das erstaunliche Phänomen, wandert nun der Regenwurm auch rauf und runter. Hier unten hat er vielleicht irgendwo noch so eine kleine Ausbuchtung. Und da kann er sich dann, wenn es trocken ist oder im Winter, dann tut er sich hier unten so einwickeln. Und da ruht er dann. Aber ansonsten &#039;&#039;&#039;bewegt er sich in der Senkrechte&#039;&#039;&#039;. Das ist schon mal ein unglaubliches Phänomen. Der Regenwurm ist ein &#039;&#039;&#039;Horizontalwesen&#039;&#039;&#039;, der kann sich nur schlängeln. Aber kaum kommt er in seine Röhre, dann füllt er die Röhre, dann steht er in der Senkrechten. Man muss immer auf solche Phänomene aufmerksam werden. Es ist was anderes, wenn ein Tier in der &#039;&#039;&#039;Waagrechten&#039;&#039;&#039; ist, als wenn er in der &#039;&#039;&#039;Senkrechten&#039;&#039;&#039; ist. Das sind &#039;&#039;&#039;Bewusstseinsunterschiede des Seelischen des Tieres&#039;&#039;&#039;. Das erlebt sich glaub ich, gleich ganz anders. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2218s Regenwurm - Punktaugen und Borsten 00:36:58] ===&lt;br /&gt;
Und in diesen Röhren bewegt sich nun der Regenwurm relativ schnell, erstaunlich schnell. Er hat ja keine Beine, er hat nur die blanke Haut. Und diese Haut sondert ständig, unentwegt Schleim ab, um sich immer, immer schön feucht zu halten. Und dann hat er aber eingebettet in die Haut einerseits Punktaugen, also dass sozusagen die ganze Hautoberfläche/ Was nehmen wir da für eine Farbe? Der hat hier durch die ganze &#039;&#039;&#039;Hautoberfläche&#039;&#039;&#039;, hat er hier &#039;&#039;&#039;Punktaugen&#039;&#039;&#039;. Die sind ganz verborgen in dieser &#039;&#039;&#039;Schleimschicht&#039;&#039;&#039;, in der äußeren Schleimschicht. Und er hat außerdem &#039;&#039;&#039;Borsten.&#039;&#039;&#039; Und diese Borsten, die kann er dann in der Senkrechten, kann er die ausstülpen und kann sich dann sozusagen stufenweise hochschieben. Und das geht verdammt schnell. Also man glaubt es nicht, wie schnell so ein Regenwurm da rauf und runter geht. Er hat also so Borsten, die er ausstülpen kann. Die verschwinden in der Haut normalerweise. Und dann, wenn er aber da in den Röhren sich bewegt, dann stülpt er die aus und dann bewegt er sich nach oben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2301s Regenwurm - Bau der Wurmlöcher - Nährboden für Mikrobenwelt 00:38:21] ===&lt;br /&gt;
Und indem sich nun dieser Regenwurm hier in dieser Höhle bewegt, &#039;&#039;&#039;sondert&#039;&#039;&#039; er ständig auch &#039;&#039;&#039;Schleim ab&#039;&#039;&#039;. Und dieser Schleim, das ist praktisch Eiweiß, also ganz &#039;&#039;&#039;junges Eiweiß&#039;&#039;&#039;. Also nicht nur, natürlich, aber hauptsächlich. Und mit dem kleidet er jetzt diese &#039;&#039;&#039;Wurmlöcher&#039;&#039;&#039;, diese Wurmröhren, die er selber gefressen hat wohlgemerkt, die hat er selber hergestellt, kleidet er jetzt mit diesem &amp;quot;eiweißigen&amp;quot; Schleim diese Röhren aus und stabilisiert damit die Röhren. Wenn da so ein Starkregen kommt, dass der nicht sofort zuschlemmt, sondern dass dadurch eine Art &#039;&#039;&#039;Wandbefestigung&#039;&#039;&#039; stattfindet, der Röhrenwand. Und es gibt fossile Regenwurmlöcher, das habe ich selber noch gesehen, in Lössprofilen, Regenwurmröhren, die aus der vorletzten Eiszeit stammen. Also nicht aus der letzten, sondern es gibt ein sogenanntes Interglazial zwischen den Eiszeiten, wo sich auch schon Bodenbildung vollzogen hat. Und da hat man in Lössböden Regenwurmröhren aus noch vor dem Eiszeiten befindlichen Interglazial, in den entsprechenden Löss-Standorten gefunden. So stabil ist das. Das ist wirklich also eine/, der macht seine eigene Statik. Und dieser Schleim, der da abgesondert wird, ist gleichzeitig natürlich ein wunderbarer Boden für die &#039;&#039;&#039;Mikrobenwelt&#039;&#039;&#039;. Also die Mikroben, da kommen dann Sporen natürlich mit, mit dem Regenwurm werden Sporen eingetragen. Und dann besiedeln diese/, da keimen die aus, diese Sporen und bilden jetzt da also ein ganzes Myzel, Pilzmyzel, aber auch auskeimende mikrobielle Protozoen, alles Mögliche, also einzellige Wesen. Und die fangen dann an zu wachsen und vegetativ sich zu entwickeln. Und wenn das schon weit genug ist, dann steigt der Regenwurm herunter oder steigt je nachdem hoch und &#039;&#039;&#039;grast seine eigenen Röhren ab&#039;&#039;&#039;. Das ist sozusagen/, seine Röhren sind eine/, denn da, da ist der Tisch gedeckt ja, durch diese auskeimenden Mikroben pflanzlicher Art, tierischer Art, also Protozoen. Und die grast er ab, indem er da in seinen Röhren rauf und runter geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2462s Regenwurm - Regenprognose, Bodenbeatmung 00:41:02] ===&lt;br /&gt;
So. Und jetzt, wenn es jetzt stark regnet und man kann, wenn man die Regenwürmer genau beobachtet, dann kann man ungefähr wissen, wann es regnet. Die machen nämlich hier oben einen kleinen Deckel drüber aus Lehm. Wenn es zum Regen kommt, also wenn ein &#039;&#039;&#039;Starkregen&#039;&#039;&#039;, ein Gewitterregen darniedergeht, dann sind die &#039;&#039;&#039;Röhren verschlossen&#039;&#039;&#039;. Die verschließt er vorher. Die machen die Tür zu. Dass nicht da das ganze Wasser runterläuft. Aber kaum ist der Regen vorbei, dann öffnet er das hier oben wieder, damit er dann/ damit der Sauerstoff reinkommt. Das ist das Eine. Das Zweite ist, dass der Regenwurm der Große, ja der eigentlich die &#039;&#039;&#039;Bodenatmung&#039;&#039;&#039; am allermeisten beeinflusst. Nicht wahr, ich habe ja gesagt, der Boden atmet genauso wie Mensch und Tier. Es sind ja Abbauprozesse hier im Organischen hier oben erstmal oder auch hier bei dem ganzen Frühjahrswachstum, Abbauprozesse. Da wird CO2 frei, Kohlendioxid. Das ist ein Gift. Raus aus dem Boden! Ja, wie? Schwerer als Luft. Jetzt sammelt sich dieses Kohlendioxid, ist schwerer als die Luft, hier in diesen Röhren. Also da könnte man, würde man sofort ersticken, wenn man da als Mensch darein eintauchen wollte. Der Regenwurm hält es aus. Und jetzt, wenn er denn dann hochsteigt in seiner Röhre, ist es ist wie eine Pumpe, die jetzt das CO2 quasi herausdrückt aus der Erde, in die Atmosphäre. Und wenn er wieder runter saust, dann zieht er Sauerstoff nach. Also er befördert aktiv durch sein, durch seine Lebenstätigkeit die Bodenatmung. Er &#039;&#039;&#039;entlüftet und belüftet durch seine Bewegungen in der Senkrechten&#039;&#039;&#039;. Also das ist ein, also ein richtiges Wunder, ist sowas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2594s Regenwurm - &amp;quot;Volkszählungen&amp;quot; 00:43:14] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte nur gleich bemerken, dass es also wesentlich darauf ankommt, dass in den Böden möglichst viel Regenwürmer sind. Und da sind große, große Unterschiede. Also auf Sandböden hat man es mit dem Regenwurm sowieso schwer, weil da kein Ton ist. Er braucht Ton. Und da komme ich nachher noch mal drauf zurück. Er braucht Ton, er muss mit den organischen Substanzen zugleich Ton zu sich nehmen. Und im Sandböden ist so wenig Ton. Und infolgedessen, auch da kann man so schwer Löcher stabilisieren (durch den...?) das Einzelkorngefüge eines Sandbodens. Aber normalerweise, in unseren normalen Standorten, ist doch genügend Ton vorhanden für das (die) Entwicklung des Regenwurmlebens. Und jetzt muss man zusehen, dass man da möglichst viel Regenwürmer in den Boden bekommen. Das heißt, ich muss genügend dafür sorgen, dass genügend organische Substanz immer angeboten wird, dass diese Regenwürmer, diese Regenwürmer im Boden abbauen können. Und dann vermehren sie sich ja auch. Dann legen sie ihre Eier und dann schlüpfen dann wieder die jungen Regenwürmer. Und wenn man dann Berechnungen vornimmt, wie viel Regenwürmer in so einem Boden normalerweise sind, wenn es ein guter Boden ist, dann sagt man ganz über den Daumen gepeilt mindestens so viel Regenwürmer an Gewicht unter dem Boden wie eine Großvieheinheit über dem Boden. Eine Großvieheinheit sind normalerweise 500 Kilogramm Lebendgewicht, Kuh. &#039;&#039;&#039;Eine Kuh über dem Boden, eine Kuh in Form von Regenwürmern unter dem Boden&#039;&#039;&#039;. Das ist so ein Daumenmaß. Wenn man es aber sehr genau zählt, dann entdeckt man enorme Unterschiede. Wir hatten glücklicherweise, in den Siebziger Jahren war das schon, irgendwie Ende der Siebziger Jahre, von der Universität Gießen hier mal eine &#039;&#039;&#039;Regenwurmzählung&#039;&#039;&#039;. Und zwar nicht nur hier, sondern auch auf einem benachbarten konventionellen Betrieb mit Viehhaltung auch und Ackerbau, gemischter Betrieb und eine extrem konventionell bewirtschafteter Gartenbaubetrieb oder so. Ja, so ein Gartenbaubetrieb, aber vollkommen extrem in Monokultur bewirtschaftet. Haben die da auch Profile aufgegraben und haben da genaue Untersuchungen gemacht. Man macht das normalerweise mit Formalin. Man nimmt da so einen Quadratmeter, steckt ihn genau ab, misst ihn aus. Und dann träufelt man Formalin auf den Acker und das Formalin, die Dämpfe, die ziehen dann ein in den Boden und die locken die Regenwürmer, die halten das nicht aus, sie wollen dann an die Luft. Die kommen dann alle oben rauf, alles was beweglich ist, jedenfalls. Und das sind ja, die größeren Tiere gehen ja erst hier runter, die kleineren, die bleiben ja mehr hier gegen die Oberfläche hin, den Sommer über. Also da haben die diese Zählung gemacht. Und zwar von winzig-klein, geschlüpft bis voll, voll entwickelten Regenwürmern. Regenwürmer werden normalerweise um die neun Jahre alt. Also die können ein ganz schönes Alter erreichen und auch eine ganz schöne Größe. Und haben die gezählt. Und da haben sie bei dem, bei dem &#039;&#039;&#039;extrem bewirtschafteten Gartenbaubetrieb&#039;&#039;&#039;, haben sie &#039;&#039;&#039;vier Regenwürmer pro Quadratmeter&#039;&#039;&#039; gefunden. Da haben sie gesagt, na ja, doch immerhin, das ist doch was. Vier Regenwürmer. Und dann haben sie auf dem &#039;&#039;&#039;konventionellen Betrieb, Nachbarbetrieb&#039;&#039;&#039; hier in Gronau, haben sie &#039;&#039;&#039;25 gefunden pro Quadratmeter&#039;&#039;&#039;. Und dann haben sie Untersuchungen gemacht auf verschiedenen Standorten hier, aber vor allen Dingen unten, im Unterland. Zwei Jahre nach Kleegras, auf &#039;&#039;&#039;unseren Tonböden&#039;&#039;&#039; da unten, Niederschwemmland-Boden, haben sie &#039;&#039;&#039;600 gefunden&#039;&#039;&#039;. Und da haben sie gesagt, na ja, das ist ja ganz schön viel, also die Fachleute. Sie haben gesagt, aber 400 könnten es auch sein, dann ist es gut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2860s Regenwurm - Fruchtbarkeitsbildner der Erde 00:47:40] ===&lt;br /&gt;
Also man muss/ da sieht man, also wir müssen daraufhin sehen, also wenn diese Bodenatmung durch die Regenwürmer richtig sich vollziehen kann und die Abbau der organischen Substanz, die ja nun auch wiederum ein ganz besonderer Vorgang ist, wie ich es gleich schildern werden, dann sieht man, dass der Regenwurm eigentlich, der eigentliche &#039;&#039;&#039;Fruchtbarkeitsbildner der Erde&#039;&#039;&#039; ist. Und wenn sie da nicht die Hilfe haben von den Regenwürmern durch das ganze Jahr hindurch, denn die arbeiten ja das ganze Jahr hindurch, wenn es nur irgend die Witterung danach ist, bevorzugt natürlich zu einer bestimmten Jahreszeit und das ist eben die von hier bis zum Herbst hin, wenn diese Aktivität ständig stattfindet, dann kann das kein Landwirt besser machen, kein Bodenbearbeitungs-Gerät besser machen. Also je aktiver der Boden in Bezug auf die Regenwürmer ist und hoher Regenwurm-Besatz und so 300, 400 Regenwürmer sollten es dann schon auch sein. Aber da brauchen die Würmer, die müssen natürlich ernährt werden und so weiter. Und in &#039;&#039;&#039;Monokultur geht es gar nicht&#039;&#039;&#039;. Monokultur Mais, Monokultur Weizen oder so. Sondern ich muss eine &#039;&#039;&#039;Vielfalt in der Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; haben, muss auch einen bestimmten Unkrautbesatz haben. Das mögen sie auch gerne, denn die unterschiedlichen organischen Substanzen sind sehr unterschiedlich schmackhaft, sehr unterschiedlich im Eiweißgehalt. Also ein breites Angebot muss da sein, dass die Regenwürmer sich entwickeln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=2957s Regenwurm - Verjünger der Böden 00:49:17] ===&lt;br /&gt;
Und nun ist es so, dass der Regenwurm mit seinem Mund hier all das aufnimmt. Und zu diesem Ziel frisst er sich durch den Boden hindurch. Hier oben drückt er sich durch den Boden hindurch, im Wesentlichen, muss nicht sein, aber im Wesentlichen doch, wenn es schön locker ist. Ansonsten muss er seine Röhren auswählen. Und wenn da, da baut er vielleicht sogar eine zweite da in die Tiefe und eine dritte und eine vierte. Und was macht er denn aber mit dem Material, was er alles frisst? Das hat er alles in sich drin. Und wenn er dann voll ist, dann marschiert er hier oben rauf und legt das hier oben als ein Häufchen ab. Der Regenwurm so, sorgt dafür, dass die Böden sich verjüngen. Der ist der große &#039;&#039;&#039;Verjünger unserer Böden&#039;&#039;&#039;. Der holt, entgegen der Schwerkraft, &#039;&#039;&#039;holt er von unten die Erde rauf und legt sie oben ab&#039;&#039;&#039;. Ich habe mich früher immer gewundert. Ich habe mich immer sehr für Ausgrabungsstätten interessiert, so Griechenland und so. Und da habe ich mich immer gewundert, wie diese riesen Trümmer von Tempelanlagen, dass man die alle heute nur noch die Oberfläche sieht, die liegen alle irgendwo so halb vergraben in der Erde oder ganz zu. Und da muss man regelrechte Ausgrabungen machen. Da hab ich mich immer gewundert, bis ich nachher dann mal so einen Archäologen da gefragt habe, der hat gesagt, ja, die sinken nicht ein, sondern die werden überwachsen dadurch, dass die Regenwürmer auf diesem Kalkboden so intensive Arbeit leisten, dass die Böden nach oben wachsen, die dadurch wachsen, sozusagen. Stellen Sie sich vor, ein Regenwurm, also ein Regenwurmbesatz von &#039;&#039;&#039;400 Regenwürmern pro Quadratmeter&#039;&#039;&#039;, das sind also mindestens 1.000 Kilogramm Lebendgewicht pro Hektar, die sorgen dafür, dass &#039;&#039;&#039;jedes Jahr&#039;&#039;&#039; zirka über &#039;&#039;&#039;100 Tonnen Erde von unten nach oben&#039;&#039;&#039; verfrachtet werden. Pro Hektar 100 Tonnen. Durch den eigenen Leib nehmen sie das auf und marschieren dann wieder hoch und legen oben ihre Häufchen ab. Und je kalkreicher der Standort ist, desto stärker ist das, desto höher auch normalerweise der Regenwurmbesatz. Und saure Böden, die mag der nicht. Da gibt es dann auch andere Regenwurm-Arten, die da ein bisschen besser mit der Säure zurechtkommen. Aber der Lumbricus terrestris, also unser normaler Tauwurm, den wir so kennen, der mag, also der braucht diesen Kalk. Und auf diese Weise also regenerieren sich unsere Böden, werden juvenil von Jahr zu Jahr, juveniler wieder. Wir haben ja ständig eine Mikroerosion von oben nach unten. Bei jedem Starkregen durch die Bodenporen werden Tonteilchen und so weiter nach unten verfrachtet. Und damit hängt die Alterung der Böden zusammen, die ich ja schon erwähnt habe, die Alterung der Böden, dass von oben nach unten, das Profil, eine Profilierung entsteht. Und oben die Böden dann verarmen an Ton und so weiter, durch Mikroerosion. Jetzt kommt der Regenwurm und trägt das alles wieder hoch. Es ist ein Wunder. Also was der Regenwurm macht, das ist immer das Beste vom Besten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3192s Regenwurm - Wiederverwertung der Pflanzenblätter 00:53:12] ===&lt;br /&gt;
Und er ist außerdem nicht jemand, der der Meinung ist, er müsste unbedingt, wenn er dann ein bisschen mit dem Futter nicht so weit her reicht, dass er dann, sag irgendwelche grünen Blätter von den Pflanzen frisst. Er frisst nichts Grünes von den Pflanzen, er ist kein in dem Sinne Schädiger, &#039;&#039;&#039;er wirkt nie schädigend auf die Pflanze&#039;&#039;&#039;. Auch nicht im Boden, wo die Wurzel lebendig da wächst, das frisst er nicht. Er schädigt in keinem Punkt. Natürlich, ab und zu macht er mal Unfug. Das habe ich mal beobachtet, dass mit seinem, dass so ein Regenwurm ein &#039;&#039;&#039;grünes Pflanzenblatt abgebissen&#039;&#039;&#039; hat. Und was hat er gemacht? Er hat das Ganze, die ganze Oberfläche von dem Blatt, also neben seinem Loch, die ganze Oberfläche von dem Blatt hat er jetzt mit seinem Schleim eingeschleimt. Und dann hat er das Blatt zusammengerollt, das kann der und hat es jetzt &#039;&#039;&#039;in seine Höhle reingezogen&#039;&#039;&#039;. Und da steckte das da ganz in der Höhle drin. Und da entwickeln sich jetzt in der Höhle diese, im Schleim, alle möglichen Bakterien. Und die bilden jetzt wieder so einen schönen Bakterienrasen oder &#039;&#039;&#039;Mikrobenrasen&#039;&#039;&#039;. Und das &#039;&#039;&#039;weidet er ab&#039;&#039;&#039;. Da war das Blatt sozusagen auch nur ein Mittel zum Zweck, dass er wieder seinen Tisch gedeckt bekommt. Aber ansonsten macht er überhaupt keinen Schaden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3284s Regenwurm - Verdauung und Umstülpung 00:54:44] ===&lt;br /&gt;
So und jetzt der Verdauungsvorgang ist ja der, dass er also jetzt hier die &#039;&#039;&#039;Nahrung&#039;&#039;&#039; aufnimmt. Und dann wandert diese Nahrung in die Mundhöhle, Maul, Höhle, Mundhöhle. Das ist eine Erweiterung des Darms. Und dieser Darm, der geht dann auch hier durch bis hinten hin. Und diese Erweiterung, diese Mundhöhle, dazu braucht er jetzt um dieses organische Material klein zu machen, braucht er jetzt insbesondere Feinsand oder auch mal Grobsandkorn, Kiesel. Und den braucht er hier in seinem Magen. Und mit diesem &#039;&#039;&#039;Kieselsand&#039;&#039;&#039; mahlt er jetzt, durch entsprechende Kontraktionen des Magens, &#039;&#039;&#039;mahlt&#039;&#039;&#039; er jetzt die &#039;&#039;&#039;organische Substanz klein&#039;&#039;&#039;. Also ähnlich wie das Wiederkauen der Kühe. Das macht er hier in seinem Maul. Und dann geht also diese verkleinerte organische Substanz, das geht hier also jetzt durch den ganzen Dünndarm hindurch. Und dieser Dünndarm ist voll gestopft, prallvoll mit Mikroben. Und daran können Sie erkennen, dass der Regenwurm als Tier diesen Prozess, der bei der Pflanze peripher hauptsächlich ist, die diese sogenannten Rhizosphäre um die Wurzeln herum, diese Symbiose, die ist um die Wurzeln herum, im Wesentlichen, beim Tier ist sie innen drin. Da stülpt sich das Äußere ins Innere. Das ist ein Umstülpungsvorgang. Und daran können Sie schon erkennen, das &#039;&#039;&#039;Tier unterscheidet sich von der Pflanze durch Umstülpungen&#039;&#039;&#039;. Schon das Gastrulastadium, also wenn ein Organismus sich entwickelt, dann kommt es zu dieser Umstülpung. So. Das nennt man das &#039;&#039;&#039;Gastrulastadium&#039;&#039;&#039;. Wo jetzt die Zelle sich entwickelt. Zunächst ist sie noch verbunden mit der Außenwelt, nachher schließt sie sich ab. Und dann bildet sie einen Innenraum. Und so ist es eben beim Regenwurm. Das ist ein Innenraum, jetzt der ganze Darmschlauch, wo diese organische Substanz von außen reinkommt und jetzt mikrobiell von innen aufgeschlossen wird, unter der Regie des Seelenleibes, Astralleibes, wie auch immer, Empfindungsleibes, eben eines Tieres, was beseelt ist. Unter dessen Regie wird jetzt hier die organische Substanz abgebaut und der Ganze/ die ganzen Symbiosen gesteuert, die da in diesem Darm ihre Tätigkeit entwickeln, prallvoll. Und sodass also hier jetzt systematisch hier ein Abbauvorgang mikrobielle Art stattfindet und jetzt aber gleichzeitig der Ton mitgenommen wird auf diesen Weg, sodass am Ende etwas in Erscheinung tritt, was der fruchtbarste Boden schlechthin ist. Und das sind die &#039;&#039;&#039;Regenwurm-Krümel.&#039;&#039;&#039; Warum? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3486s Regenwurm - Humusaufbau 00:58:06] ===&lt;br /&gt;
Weil die Regenwürmer es fertigbringen, nicht nur den Humifizierungsprozess, also den Humusaufbau zu bewerkstelligen, dass das nicht alles nur mikrobiell abgebaut und mineralisiert wird, sondern das Gegenteil. Die schaffen nur die Vorbedingungen, dass jetzt ein Aufbauprozess unter der höheren Organisation des Regenwurms stattfinden kann. Und das nennen wir dann &#039;&#039;&#039;Humifizierung oder&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Humusaufbau&#039;&#039;&#039;. Es entsteht etwas Neues. Es ist nicht mehr dasselbe, was der an Futter von außen aufgenommen hat, das wird total verwandelt in eine Substanz, die wir Humus nennen. So rätselvoll diese Humussubstanz ist und so immer noch die Wissenschaft, darüber rätselt, was das überhaupt ist, also die ganze Humustheorie, die man in den Fünfzigerjahren hatte, die ich noch gelernt habe, die ist heute längst hinfällig, eigentlich, obwohl man das gar nicht realisiert. Weil die Wissenschaftler oder heute Landbauwissenschaftler, Bodenkundler sich um den Humus nicht sonderlich kümmern. Die kümmern sich um alles andere, aber der Humus ist eigentlich relativ uninteressant. In der/ es hat ein bisschen eine Erneuerung des Bewusstseins hat da stattgefunden in den letzten Jahren gewiss, das muss man schon sagen. Aber meistens von Leuten, die so mehr am Rande stehen. Also die Frage, wie es möglich ist, dass &#039;&#039;&#039;aus einer Substanz, die auf dem Wege ist des Abbaus, dieser Abbau abgefangen wird und plötzlich ein Neuaufbau stattfindet,&#039;&#039;&#039; in etwas, was nicht mehr die Pflanzen, die ursprüngliche Pflanze ist, sondern was etwas ganz Allgemeines ist, das über alle Pflanzen übergreift und was man dann Humus nennt, das vollzieht sich bevorzugt, ich möchte nicht sagen, nicht nur im Regenwurm, aber bevorzugt in den höheren Bodentieren. Und also das &#039;&#039;&#039;Ergebnis&#039;&#039;&#039; nun, &#039;&#039;&#039;dieser Form der Verdauung&#039;&#039;&#039;, ist nun hier der Regenwurm/ der &#039;&#039;&#039;Regenwurm-Häufchen&#039;&#039;&#039;, was er oben ablegt. Und wenn man das untersucht, dann steckt es nach wie vor voll mit Mikroben. Also da ist immer noch eine hohe Mikrobenaktivität, insbesondere die so genannten Ligninzersetzer. Lignin ist der Stoff, der das Holz verholzen lässt. Also die Stabilität, die den Widerstand des Holzes bewirkt gegenüber mikrobiellem Angriff. Also dass die Stämme nicht von innen verfaulen, wie bei Rotfäule bei den Fichten, sondern dass,/ dieses Lignin fressen natürlich auch die Regenwürmer, vor allen in Wurzeln, da ist es ja vermehrt drin. Die Wurzel verholzen ja auch leicht. Und sodass die &#039;&#039;&#039;Verdauung, die der Regenwurm eingeleitet, die setzt sich in den Häufchen fort.&#039;&#039;&#039; Und zwar nach wie vor, möchte ich mal sagen, unter der Regie des Regenwurms. Also das ist dann nicht irgendwie beliebig, sondern das ist dann/ die sind so imprägniert gleichsam von dem Seelenwesen dieses Tieres, so imprägniert, dass die &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; nicht machen können, was sie wollen, sondern sie &#039;&#039;&#039;machen&#039;&#039;&#039; eben genau das, &#039;&#039;&#039;was der Regenwurm ihnen diktiert&#039;&#039;&#039; hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3692s Regenwurm - Ton-Humus-Komplex und Dauerfruchtbarkeit 01:01:32] ===&lt;br /&gt;
Und dabei entsteht nun etwas, was auch ein riesen Rätsel ist, nämlich der sogenannte &#039;&#039;&#039;Ton-Humus-Komplex&#039;&#039;&#039;. Das ist der Fachausdruck, also Ton-Humus-Komplex. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was genau passiert, bevor es Ton-Humus gibt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? Wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was geschieht, bevor wir Ton-Humus haben? Können Sie das noch mal sagen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, das ist ein geheimnisvoller Vorgang, dass eine mineralische und eine organische Substanz eine untrennbare Verbindung eingehen. Und dafür sorgt eben/ die Bodentiere, der Regenwurm ist ja nur ein herausragender Repräsentant. Nicht, Sie müssen sich vorstellen, dass da, dass jetzt der Regenwurm etwas macht, dass das, was er selber abgebaut hat, durch seinen mikrobiellen Abbau an organischer Substanz, einen Aufbau bewirkt, aber gleichzeitig den Ton bindet an den Humus. Dass da eine untrennbare Verbindung ist. Und das sind dann/ das ist dann die &#039;&#039;&#039;Substanz, die eigentlich Dauerfruchtbarkeit erzeugt&#039;&#039;&#039;. Das ist, wenn ein Boden dauerfruchtbar ist, dauerfruchtbar, das heißt nicht wieder am nächsten Jahr wieder einen Dünger braucht um wieder einigermassen/ sondern dass er wirklich über die Jahre hinweg ein hohes Niveau an Dauerfruchtbarkeit bewahrt, das ist wesentlich den Bodentieren zu verdanken. Also man ist zwar sich ziemlich sicher heute, dass die Schwarze-Erden in der Ukraine oder in der Magdeburger Börde oder Kölner Bucht oder Soost da oben oder den ganzen Prärien in Nordamerika, das sind ja alles &#039;&#039;&#039;Schwarze-Erde-Böden&#039;&#039;&#039;, die eigentlich ihr Dasein der Tätigkeit dieser Bodentiere verdanken. Die schaffen diesen/ Es gibt heute Humusformen, das hat man in Amerika nachgewiesen, die über 1.000 Jahre alt sind, Dauerhumus. In den Prärien des mittleren Westens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3838s Regenwurm - Sommerbodenbearbeitung - Gründüngung 01:03:58] ===&lt;br /&gt;
Also diese &#039;&#039;&#039;Bodentiere&#039;&#039;&#039;, die möchten wir jetzt gerne &#039;&#039;&#039;aktivieren im Sommer&#039;&#039;&#039;. Sie sind auch schon im Frühjahr irgendwo tätig, weil es da immer organische Substanz abzubauen gibt, noch vom Vorjahr. Aber jetzt im Sommer, wo diese frischen Massen da entstehen, da möchten wir sie gerne hier oben haben. Und dazu müssen wir jetzt den Boden entsprechend bearbeiten. Wir müssen nur aufpassen, dass wir die Zeit noch/ Da müssen wir den Boden entsprechend bearbeiten und Sorge tragen, dass eben da genügend Feuchtigkeit aufsteigt, die Feuchtigkeit überhaupt bewahrt wird, dass genügend Sauerstoff da ist und so weiter. Und jetzt kann man natürlich gleichzeitig auch hier noch das nutzen und da wieder eine Gründüngung reinbringen, direkt nach dem Stoppelsturz eine Gründüngung raus, dass der Boden auch beschattet ist. Und das mögen die Regenwürmer gerne. Das Sonnenlicht für sie, das direkte Sonnenlicht ist tödlich. Aber kaum ist da eine &#039;&#039;&#039;beschattende Gründüngung&#039;&#039;&#039; oben drüber, bis in den Herbst hinein, dann können die ungestört sozusagen ihre ganze Arbeit leisten, vollziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=3927s Regenwurm - ein Universalgelehrter 01:05:27] ===&lt;br /&gt;
So, jetzt möchte ich noch ein paar Worte - ja vielleicht noch eins zum Regenwurm. Der ist sozusagen ein Universalgelehrter oder ein universal Tätiger, tätiges Wesen. Und ich habe mich immer gefragt, wie man eigentlich den Regenwurm verstehen kann, evolutiv. Und nun gibt es ja in den Naturreichen die bekannte Total-Metamorphose. Kennen Sie den Begriff? Also dass ein Insekt oder ein Tier, hier in diesem Fall ein Tier, ein Regenwurm, ein Lumbrizide Eier legt. &#039;&#039;&#039;Eier,&#039;&#039;&#039; die legt er hier oben irgendwo ab, im Boden. Und dann schlüpfen da draus &#039;&#039;&#039;Larven&#039;&#039;&#039;. Und die entwickeln sich dann zu Raupen beziehungsweise Entschuldigung, nicht zu Raupen, sondern beim Regenwurm eben zu Larven und die werden dann zu &#039;&#039;&#039;jungen Regenwürmern&#039;&#039;&#039; und so weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber es gibt andere Tiere, die jetzt &#039;&#039;&#039;Eier&#039;&#039;&#039; legen und aus den Eiern schlüpfen dann &#039;&#039;&#039;Larven&#039;&#039;&#039; und die entwickeln sich zu &#039;&#039;&#039;Raupen&#039;&#039;&#039;. Und die Raupen sind zunächst einmal in gewissem Sinne gar nicht zu differenzieren von einem Regenwurm, ist auch stark segmentiert. Nur haben sie meistens starke Farbenprägungen beziehungsweise auch Haare oder so in den Segmenten, kann ja sein. Aber im Prinzip sind sie eigentlich ein Regenwurm. &#039;&#039;&#039;Fressen en Masse, im Gegensatz zum Regenwurm, organische Substanz an der wachsenden Pflanze.&#039;&#039;&#039; Also die sind ja gefräßig bis dort hinaus. Und dieser Eichenwickelspinner, der räumt diese ganzen Blätter von so einer großen Eiche ab. Die können wirklich irren Schaden entwickeln, indem sie von der wachsenden Pflanze die lebende Substanz aufnehmen und dadurch die Pflanzen enorm auch schädigen. Und es gibt verschiedene Schmetterlingsarten. Kennen wir ja. Den Fuchs, den kleinen Fuchs oder so, der entwickelt sich jetzt auf ganz spezifischen Pflanzen, von denen er sich ernährt, die Raupe sich ernährt. Also zum Beispiel die Brennnessel. Deswegen haben wir immer so gern Brennnesseln auch an dem Wegrand stehen, überall so kleine Brennnessel-Inseln, damit diese Schmetterlinge sich da entwickeln können. Auch das Tagpfauenauge. Oder es gibt andere Schmetterlinge, zum Beispiel der Distelfalter, der entwickelt sich ausgesprochen auf Disteln. Und so haben, die Schmetterlinge insbesondere, die haben also ganz spezifische Pflanzen, worauf sie sich entwickeln, wo die Raupe sozusagen die Nahrung findet, die sie braucht für ihre eigene Entwicklung. Wenn jetzt eine solche Raupe, die genau so aufgebaut ist, wie so ein Regenwurm, die kommt plötzlich auf den Gedanken, dass mein Dasein noch nicht abgeschlossen ist. Ich muss da weiter wurschteln. Und dann fängt die sich an, einzuspinnen in einen &#039;&#039;&#039;Kokon&#039;&#039;&#039;, verschwindet vollständig in diesem Kokon und löst sich auf. Da bleiben ganz wenige Nervenstrukturen, die bleiben noch erhalten. Aber der ganze &#039;&#039;&#039;Organismus löst sich auf&#039;&#039;&#039;. Da sind keine Strukturen mehr, weder von der Raupe noch von etwas Zukünftigem zu sehen, sondern zunächst Masse, einfach &#039;&#039;&#039;Chaos&#039;&#039;&#039;. In dieser Hülle, an der Sonne. Sie hängen sich dann, diese Kokons, an der Sonne auf. Und die Sonne brütet da was aus. Dieser Kokon. Plötzlich öffnet er sich. Und was tritt hervor? Der Schmetterling, noch zusammengefaltet, verknitterte Flügel. Und dann quält der sich da raus aus diesem Kokon. Und dann tut er sich erst mal in der Luft so ein bisschen an der Sonne erwärmen und dann (plötzlich) atmet er, er pumpt ja, wie man sagt, mit den Flügeln und zack fliegt er davon. Und das ist die &#039;&#039;&#039;Total-Metamorphose&#039;&#039;&#039;. Das heißt vom &#039;&#039;&#039;Ei über die Raupe, die Puppe oder den Kokon hin bis zum Imago&#039;&#039;&#039;, wie man das sagt, dann zur vollen Erscheinung, dem &#039;&#039;&#039;Schmetterling&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4225s Regenwurm - zurückgehaltene Fähigkeiten 01:10:25] ===&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt die &#039;&#039;&#039;Entwicklung des Regenwurms&#039;&#039;&#039; in dieser Hinsicht betrachtet, dann &#039;&#039;&#039;bleibt der beim Raupenstadium stehen&#039;&#039;&#039;. Der entwickelt sich nicht weiter. Also von der Evolution her gesehen muss man sich ja wirklich fragen, ja, wie ist das eigentlich? Der hätte doch ein Schmetterling werden können. Aber er wird keiner. Er bleibt unterwegs stehen und &#039;&#039;&#039;fliegt nicht in die Luft, sondern gräbt sich in die Erde herunter.&#039;&#039;&#039; Und baut da sozusagen sein Reich auf, geht da mit dem Festen der Erde um. Das hinfälligste Wesen. Der Regenwurm ist zu neunzig Prozent Wasser, in seiner Leiblichkeit. Das hinfälligste Wesen, kein Rückgrat, kein gar nichts. Der begibt sich da und beißt sich durch die feste Erde hindurch nach unten, in die Tiefe, der Schwerkraft entgegen und entwickelt da diese wundersame Tätigkeit. Und ich habe immer den Eindruck, dass dieses &#039;&#039;&#039;Zurückgebliebensein in diesem Raupen- beziehungsweise Wurmzustand, Kräfte zurückgehalten hat, die sonst in die Entwicklung der Imago gehen&#039;&#039;&#039;. Wenn Sie nämlich den Schmetterling angucken, Sie würden es der Raupe nicht ansehen, der Larve nicht ansehen, Sie würden es dem Ei schon gar nicht ansehen, was da mal draus wird, dass da wirklich ein Tagpfauenauge da mit dieser wunderbaren Musterung seiner Flügel, was eigentlich fast nur Staub ist. Das ist nur physisch, das hat kaum noch Leben drin. Das ist rein physisch, aber in einer unglaublichen Form, durchformt und durchfärbt, eine Farbenpracht, geordnet, strukturiert. Und der Leib selber ist zwar auch einer, der besteht aus Kopf, Brust und Abdomen, gewiss. Ein paar Beine sind auch noch dran. Der Schmetterling. Aber man hat so den Eindruck, das Tier ist eigentlich jetzt nur noch da, ich möchte mal sagen, irgendwo eine ganz, ganz intensive Nahrung aufzunehmen, nämlich die Nektarien aus den Blüten. Davon kann er sich ernähren, nicht mehr vom Blatt, wie die Raupe. Und nach kurzer Zeit stirbt er. Stirbt er und bleibt, wird zu Staub. Er war vorher schon halb Staub, jetzt wird er vollends zu Staub. Aber diese wunderbare Erscheinung und dieses Flattern durch die Lüfte von Blume zu Blume, das ist ein Bild, wo man den Eindruck hat, der &#039;&#039;&#039;Schmetterling verbraucht sich selbst in seine eigene Imago&#039;&#039;&#039;. Und der &#039;&#039;&#039;Regenwurm&#039;&#039;&#039;, der bringt es nicht dahin. Aber er hat damit &#039;&#039;&#039;Überschuss-Kräfte&#039;&#039;&#039; durch die er diese unglaublich weisheitsvollen Arbeiten im Boden leisten kann. Und das ist mein Bild, wohlgemerkt. Das steht auch nicht irgendwo geschrieben. Aber das ist quasi, das hat eine innere Notwendigkeit, dieser Gedanke. Denn man muss sich mal in den evolutiven Prozess ein bisschen hineinleben, hineindenken, wie das ganze Tierreich und Pflanzenreich bestimmte Stufen der Entwicklung durchlaufen hat. Und wenn da ein bestimmtes Tier auf einer bestimmten Ebene stehen bleibt, dann hat es eine Bedeutung. Das ist dann nicht einfach mal, da hat der liebe Gott mal einen Blackout gehabt und hat gesagt, es könnte auch ein Regenwurm ein Schmetterling werden. Er wird keiner. Sondern er hat das Schicksal quasi, &#039;&#039;&#039;aufgrund dieser zurückgehaltenen Fähigkeiten das Feste der Erde durchzuarbeiten.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4451s Bodenbearbeitungsgeräte - Stoppelsturz 01:14:11] ===&lt;br /&gt;
So. Ja, also jetzt aber noch noch schnell zu den &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitungsgeräten&#039;&#039;&#039;. Es gibt heute eine derartige Fülle von &#039;&#039;&#039;Stoppelbearbeitungsgeräten&#039;&#039;&#039;, das ist geradezu grausam. Und es hängt damit zusammen, das habe ich schon mal gesagt, dass heute die Technik versucht, diese Vorgänge so optimal wie nur irgend zu konstruieren. Und jedes Mal merkt man, es klappt dann doch nicht so ganz. Warum? Weil der Mensch mit seiner Vernunft hinzu gedacht werden muss. Mit seinen Fähigkeiten. Man muss beobachten können. &#039;&#039;&#039;Als Ackerbauer muss man beobachten können&#039;&#039;&#039; und dann sorgsam das Gerät, das man hat, jetzt richtig einsetzen. Und so kommt man mit den &#039;&#039;&#039;einfachsten Geräten&#039;&#039;&#039;, kann man unter Umständen &#039;&#039;&#039;Besseres erreichen&#039;&#039;&#039; als mit den kompliziertesten Geschichten, die man heute auf dem Markt hat. Es kommt auf die eigene Vernunft an. Die Techniker haben immer den Eindruck, die müssen das vorausdenken, dass der Landwirt nicht mehr denken braucht. Der Landwirt muss denken. Und die Geräte, die kann er dann auch entsprechend gut einsetzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4529s Bodenbearbeitungsgeräte - Schälpflug 01:15:29] ===&lt;br /&gt;
Das Klassische aller &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitungsgeräte für den Sommer&#039;&#039;&#039;, für den &#039;&#039;&#039;Stoppelsturz&#039;&#039;&#039;, ist der &#039;&#039;&#039;Schälpflug&#039;&#039;&#039;. Über den Schälpflug geht eigentlich nichts drüber. Das ist das allerbeste Gerät. Das schält flach, acht Zentimeter, kann man ganz flach einstellen. Eine sehr, sehr schmale Furche. Und der Boden, wenn man den schält, dann schüttet er, wie man sagt. &#039;&#039;&#039;Der Boden schüttet&#039;&#039;&#039;. Es ist nicht wie beim Pflug, dass es ein Pflugbalken herumgezwängt wird, sondern schon durch das Wenden des Pfluges wird eine Scherung hervorgerufen, die dann diese koprogene, das heißt sehr, sehr porenreiche Schicht hier oben so auseinander löst, dass der Boden fließt, schüttet. Und darauf kommt es an. Und gleichzeitig mischt er, der Schälpflug mischt. &#039;&#039;&#039;Wenn er schüttet, mischt er auch&#039;&#039;&#039;. Und er schafft eben Sauerstoff in den Boden. Und durch diese Art, wenn die richtig eingestellt ist, macht er auch &#039;&#039;&#039;keine Pflugsohle&#039;&#039;&#039;, das heißt, die Regenwurm Löcher werden hier oben, die hier runtergehen, die werden nicht zugeschmiert. Und das ist das Schlimmste was man machen kann mit der Bodenbearbeitung, dass man die Regenwurmlöcher zuschmiert. Wenn man zu feucht über einen Acker fährt oder mit einem sehr stumpfen Schar, was keinen richtigen Untergriffe mehr hat, dann schmiert es diese Regenwurmlöcher, die hier unten, hier hoch gehen überall, die schmiert es hier zu. Dann können die nicht mehr atmen. Und das gibt dann also ungute, ja löst dann ungute Entwicklungen aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4639s Bodenbearbeitungsgeräte -Scheibenegge und Grubber 01:17:19] ===&lt;br /&gt;
Neben dem Schälpflug ist eigentlich auch noch ein recht gutes Bodenbearbeitungsgerät für den Stoppelsturz, ist die &#039;&#039;&#039;Scheibenegge&#039;&#039;&#039;, die, wenn man kreuz und quer fährt über den Acker, &#039;&#039;&#039;doppelt scheibt&#039;&#039;&#039;, kann man auch, weil die auch nicht so tief greifen, diese Geräte und auch abscheren und nicht schleifen. Das ist immer wichtig, dass hier unten eine Bruchzone entsteht und nicht eine Schleifzone. Also auch mit einer Scheibenegge kann man da sehr Gutes erreichen. Der &#039;&#039;&#039;einzige Nachteil&#039;&#039;&#039; der Scheibenegge ist, dass sie die &#039;&#039;&#039;Quecken vermehrt&#039;&#039;&#039;, wenn man welche hat. Weil man die Queckenwurzeln alle durchschneidet und jede Queckenwurzel gibt dann eine neue Pflanze. Also das ist ein echtes, echtes Problem. Und so weiter und so kann man, heute wird vielfach gegrubbert und meistens zu tief gegrubbert, viel zu tief. Also man muss so flach wie nur möglich grubbern und Sorge tragen, dass der &#039;&#039;&#039;Durchmischungseffekt&#039;&#039;&#039; genügend stattfindet und dass die Stoppeln wirklich eingearbeitet werden. Das macht der &#039;&#039;&#039;Grubber&#039;&#039;&#039; nicht so gut. Der &#039;&#039;&#039;lockert&#039;&#039;&#039; hauptsächlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4716s Bodenbearbeitungsgeräte -Kreiselegge und Howard Fräse 01:18:36] ===&lt;br /&gt;
Und dann gibt es noch ein Bodenbearbeitungsgerät, was man in den Fünfzigerjahren, haben die alle gekauft und die stehen dann, nach kurzer Zeit standen die dann alle in der Ecke und sind verrostet, das war die Fräse. Die Fräse spielt zwar heute noch im Gartenbau eine ganz große Rolle. In der Landwirtschaft ist sie eine reine Katastrophe, im Grunde genommen im Gartenbau auch. Also man muss unterscheiden die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;horizontal&#039;&#039;&#039; rührt den Boden, die macht nicht diesen Schaden. Aber die Fräse, &#039;&#039;&#039;Howard-Fräse&#039;&#039;&#039;, die da aufkam in den Fünfzigerjahren. Die machte eben folgendes, dass da hier einige sogenannte Zapfwellen betrieben. Und Zapfwellen-betriebene Bodenbearbeitungsgeräte taugen in der Regel sowieso nicht viel. Und die haben dann diese Zinken hier. So. Irgendwie so. Und jetzt ist das die Drehrichtung. Und hier ist jetzt das Gelände, so der Boden. Jetzt wird das Ding also mit der Zapfwelle angetrieben, dreht sich und gleichzeitig haben wir einen Vorschub oder Vorwärtsbewegung durch den Schlepper, sodass diese Messer hier reinschlagen und weil das gleichzeitig ein Vorschub ist, die Tendenz haben, diese Senkrechte hier schon mal zu verdichten. Die werden sozusagen immer ein bisschen gedrückt und verschließen sozusagen hier, wirken hier strukturschädigend. Und dann schneiden sie hier unten weg und verschmieren eben auch die Regenwurmlöcher, die von oben kommen. Und schmeißen hier hinten den Boden auf, wunderbar, sieht so herrlich aus. Total alles wunderbar gemischt. Also die &#039;&#039;&#039;Fräse mischt besser&#039;&#039;&#039; als alles andere. Aber was sie bewirkt ist eben &#039;&#039;&#039;durch ihre Rotation&#039;&#039;&#039; und weil das eben Zapfwellen-betrieben ist, wirkt die &#039;&#039;&#039;strukturzerstörend&#039;&#039;&#039;. Da kann man machen was man will. Und wenn dann Starkregen kommt grade nach der Fräsarbeit, man muss da mal einen Acker angucken, wie der aussieht. Also ein Bild des Jammers. Verschlemmt dann auch viel stärker als es sonst der Fall ist. Also das Interessante ist, dass das Gerät eigentlich fast das Ideal erfüllt. Aber die Nebenwirkungen wie bei der Allopathie, die Nebenwirkungen sind so, dass die Bauern nach kurzer Zeit oder ich habe das überall beobachtet in den Sechzigerjahren, dass die Fräsen dann plötzlich wieder irgendwo in einem Winkel auf dem Hof standen. &#039;&#039;&#039;Die Fräse einzusetzen, dass sie keinen großen Schaden macht, das sind nur ganz wenige Momente im Jahr, wo der optimale Bodenzustand besteht&#039;&#039;&#039;. Wenn es zu feucht ist, verschmiert sie alles. Wenn es so trocken ist, braucht man so eine irre Energie, dass die Messer sehr schnell dann einen ungeheuren Abnutzungseffekt damit verbunden und also Energieverbrauch ohne Ende. Aber es gibt einen ganz, ganz/ Momente, dieser Übergang zwischen feucht und trocken, wo die Fräse vielleicht eine ganz gute Arbeit leistet. Also auch da, wie bei allen Geräten, man muss genau hingucken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=4923s Herbstprozess - Einatmung der Erde - Reife 01:22:03] ===&lt;br /&gt;
So. Jetzt aber noch ein letztes Wort. Das ist schlimm. Sie ist schon wieder so weit fortgeschritten, die Zeit. Wir müssen doch noch ein kleines Wort zum Herbst sagen. Diese ganzen Prozesse, die ich jetzt geschildert habe, die setzen sich fort, natürlich bis in den Herbst rein. Die &#039;&#039;&#039;Humusbildung&#039;&#039;&#039; ist im Jahreslauf, geht vom &#039;&#039;&#039;August&#039;&#039;&#039; an in &#039;&#039;&#039;Richtung Herbst&#039;&#039;&#039;, so wie die Kristallisationsbildung im Herbst, im Januar, &#039;&#039;&#039;Dezember, Januar&#039;&#039;&#039; dann &#039;&#039;&#039;bis ins früheste Frühjahr&#039;&#039;&#039; geht und dann ist Schluss, &#039;&#039;&#039;Winterkristallisation&#039;&#039;&#039;; und im Herbst gegen Winter oder Sommer gegen Herbst hin, vollzieht sich die Humusbildung, genau polar im Jahr. Und gleichzeitig haben wir eben hier Humusabbau und hier haben wir Humusaufbau. Aber das zieht sich ja rein bis zum Herbst. Der Herbst ist dadurch charakterisiert, dass alles abstirbt. Im Haushalt der Natur, schon fängt es an im August und natürlich bei der Getreideernte auch schon. Aber dann immer weiter im September, Oktober hinein merken wir, die Natur atmet alles das wieder ein, was sie im Frühjahr ausgeatmet hat. Es ist die große Zeit des &#039;&#039;&#039;Einatmungsprozesses der Erde&#039;&#039;&#039;. Und man sieht, wie die Pflanzen jetzt nicht mehr sich vegetativ im Wesentlichen entwickeln, sondern hauptsächlich natürlich generativ und dann eben auch ausreifend. Die ganze Pflanze reift aus, die Früchte reifen aus. Das Getreide ist geerntet. Aber jetzt stehen die Hackfrüchte draußen. Nicht? Also die Rüben oder die Kartoffeln oder was es auch sein mag, Möhren oder Rüben oder was es auch sein mag. Die Feldfrüchte stehen draußen. Und man merkt, jetzt ist der September, die &#039;&#039;&#039;warmen Septembertage&#039;&#039;&#039; noch bis in die ersten &#039;&#039;&#039;Oktobertage&#039;&#039;&#039; sind ideal für das &#039;&#039;&#039;Ausreifen&#039;&#039;&#039; und die eigentliche &#039;&#039;&#039;Fruchtbildung&#039;&#039;&#039;. Dass die Früchte ihr jeweiliges Aroma, ihre jeweilige Süße, die Zuckerrüben ganz besonders, ein paar Tage länger im Oktober sind schon wieder mit ein, zwei Prozent zusätzlich Zucker in den Rüben enthalten, Zuckerrüben. Oder ein paar Tage im Oktober noch länger unter der Wärme, Oktoberwärme weiter wachsen lassend die Runkelrüben. Und schon haben wir wieder ein paar Doppelzentner mehr Ernte. Also man möchte gerne eigentlich, dass möglichst lange noch die Hackfruchternte bis in den Oktober rausschieben. Was man heute nicht mehr gerne macht wegen der schweren Maschinen. Denn wenn es dann feucht ist, dann ist also Schluss. Dann macht man nur noch Schaden. Also das Eigentliche, das &#039;&#039;&#039;Wesentliche des Herbstes&#039;&#039;&#039; besteht darin, dass, obwohl die Tageslängen und die sonstigen Bedingungen, Erde, Wasser, Luft und Wärme in etwa wie im Spiegel sind wie im Frühjahr, aber genau das Gegenteil bewirken. Hier hat man vegetativen Aufstieg im Jahreslauf. Hier hat man &#039;&#039;&#039;vegetativen Abstieg im Jahreslauf und Fruchtbildung&#039;&#039;&#039;. Alles reift aus. Die Insekten legen alle überall ihre Eier ab, die Mikroben alle ihre Sporen. Und es kommt zur Ruhe. Die Vögel fliegen nach Süden. Und alles verkriecht sich irgendwo in der Baumrinde oder sonst wohin, verschwindet. Kein Leben mehr draußen. Ein paar Vögel vielleicht noch, Singvögel, die dann hier beheimatet sind. Aber ansonsten kommt alles zur Ruhe. Das ist Herbst. &#039;&#039;&#039;Goldene Herbsttage, wo alles reift, Frucht bildet&#039;&#039;&#039; und dann schließt sich sofort an der November, da fängt es an zu stürmen, die Blätter werden vollends von den Bäumen geweht und zurück bleibt dann das Gerippe, das Ast-Gerippe. Und so begibt sich jetzt die Natur in den Winter hinein. Das heißt also, für die &#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; jetzt betrachtet, die &#039;&#039;&#039;Natur kommt äußerlich zur Ruhe. Einatmungsprozess der Erde.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=5202s Tiefenbearbeitung des Bodens 01:26:42] ===&lt;br /&gt;
Und die vegetativen Prozesse sind nicht mehr, keineswegs mehr vorherrschend, sondern alles geht in einen Endzustand über. Also das äußere Leben schließt sich ab. Und das ist der &#039;&#039;&#039;einzige Moment im Jahreslauf&#039;&#039;&#039;, wo wir getrost, würde ich mal sagen, eine &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; vornehmen können, die überhaupt &#039;&#039;&#039;nicht Rücksicht nimmt auf die organischen Prozesse&#039;&#039;&#039;. Sonst hier müssen wir Rücksicht nehmen wirklich auf das, was im Frühjahr Hautbearbeitung ist. Hier eben Mulchbearbeitung. Das habe ich noch vergessen zu sagen, Mulchbearbeitung. Und hier haben wir im Herbst, eben im Winter, Herbst, Winter, hier haben wir eben die &#039;&#039;&#039;Tiefenbearbeitung&#039;&#039;&#039;. Und da muss ich Ihnen doch noch ein kleines Wort sagen. Ein paar Wörtchen. Die Bodenentwicklung im Jahreslauf kommt im Herbst zu Ende. Im ausgehenden Winter fängt sie an, hat ihren Höhepunkt im Sommer. Und dann wiederum kommt sie langsam über den Herbst hin, gegen den Winter hin, zu Ende. Und darin zu Ende, dass die ganzen vegetativen Prozesse absterben, das Tierreich sich weitgehend zurückzieht, auch zum Teil in Dauerformen übergeht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=5306s Klassische Winterfurche 01:28:26] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, in dieser Zeit des &#039;&#039;&#039;Spätherbstes&#039;&#039;&#039;, hat man immer die &#039;&#039;&#039;klassische Winterfurche&#039;&#039;&#039; gezogen, also &#039;&#039;&#039;gepflügt&#039;&#039;&#039;. Und das Pflügen ist heute in Verruf gekommen. Und zwar mit Recht, weil die Pflüge, die heute konstruiert werden, nichts mehr taugen. Die sind viel zu mächtig, die schneiden, also pflügen viel zu tief, 25 bis 30 Zentimeter. Man möchte den Boden möglichst tief aufwühlen, damit die Nährstoffe gut verteilt werden, die man daraufschmeißt von außen. Und die Pflüge sind zu steif, weil sie ja auch ewig lang, zwölfscharig oder zehnscharig oder achtscharig sind. Und so weiter. Also diese Art von Pflügerei ist ein irrer Energieverbrauch und ein Herumwürgen des Bodens, plus/minus. Und dadurch ist das Pflügen eigentlich in Misskredit geraten. Und jetzt kommt es gerade darauf an, in der &#039;&#039;&#039;Winterfurche ein Pflügen&#039;&#039;&#039; zu praktizieren, was eigentlich im Idealfall würde ich mal sagen, &#039;&#039;&#039;nicht tiefer geht als 18 Zentimeter.&#039;&#039;&#039; 18 Zentimeter, 16 bis 18, je nachdem, Zentimeter tief. Und wo nun tatsächlich durch den wendenden Pflug der ganze Pflugbalken umgelegt wird, aber nicht um- umgedreht wird, nicht um 180 oder 360 Grad, sondern nur seitlich abgelegt. Sodass, wenn Sie so eine &#039;&#039;&#039;Pflugfurche&#039;&#039;&#039; haben, so und dann hier auch wieder, dann haben Sie hier einen &#039;&#039;&#039;Furchenkopf&#039;&#039;&#039; und hier das &#039;&#039;&#039;Furchental&#039;&#039;&#039;. Und da wird der Humus, hier der Oberboden, der findet sich dann hier, nicht da unten, sondern hier. Das ist die klassische Pflugablage. Und wenn man das beherrscht und den geeigneten Pflug hat, der nicht so tief greift, dann kann man getrost pflügen im Herbst. &#039;&#039;&#039;Man zerstört nichts, man chaotisiert den Boden&#039;&#039;&#039;. Und wenn man jetzt aber das macht im Frühjahr, ist eine Katastrophe, wenn man das macht schon im Sommer, dann ist es sehr problematisch. Aber wenn man das macht, wirklich für die Winterbestellungen, also die Herbstsaaten und dann vor allen Dingen für die Hackfrucht im kommenden Jahr, dann erweist sich eben im Rahmen der Fruchtfolge, nicht jedes Jahr, sondern im Rahmen der Fruchtfolge gedacht hin und wieder eine solche Furche, die bewirkt etwas ganz anderes, als was der biologisch denkende Mensch jeweils für richtig hält, nämlich dass man hier einen Zeitpunkt erwischt, wo die Bodenprozesse rein anorganischer Natur sind. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Und wenn man das mit Pferden im auslaufenden Winter macht, also so im Januar, Februar? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=5527s Vorbereitung für den Winter - aus Chaos wird neue Evolution 01:32:07] ===&lt;br /&gt;
Ja, das wäre schön, geht nicht. Schauen Sie mal, wie man jetzt rausgehen wollte auf den Acker. Das wäre hoffnungslos. Da würden Sie nur noch verschmieren, alles kaputtmachen. Nein, nein, das ist eine &#039;&#039;&#039;Vorbereitung für den Winter.&#039;&#039;&#039; Ich muss vor dem Winter eine Bearbeitung machen, wie gesagt, nicht jedes Jahr, im Rahmen der Fruchtfolge gedacht, wo ich den Boden chaotisiere. Wo ich alles, was sich so wunderschön aufgebaut hat im Laufe eines Jahres an Bodenstruktur und an verschiedenen Schichtungen, wo sich verschiedene Tierwesen entwickelt haben, alles das ist zu Ende gekommen. Und jetzt kann ich mal den &#039;&#039;&#039;Boden chaotisieren&#039;&#039;&#039;. Und das &#039;&#039;&#039;Chaotisieren ist ein Naturprozess&#039;&#039;&#039;, wo ich einen Zustand herstelle, aus dem heraus eine &#039;&#039;&#039;neue Evolution im nächsten Jahr&#039;&#039;&#039; stattfinden kann. Das heißt aber, dass ich den Boden vorbereite, dass die Winterkräfte, von denen ich gesprochen habe, diese Formkräfte, Kristallisationskräfte, also die Kristallisation, dass die hier jetzt voll eingreifen kann. Und dann muss ich mir immer überlegen, will ich vielleicht doch im Rahmen der Fruchtfolge jetzt da eine Winter-Zwischenfrucht anbauen, Landsberger Gemenge oder so was, dann ist alles wunderschön begrünt. Das hat man gerne, um den Stickstoff zu bewahren im Boden, dass der nicht ausgewaschen wird, denn das ist die Gefahr da, dass es zu einer erhöhten Stickstoffauswaschung kommt. Ich kann ihn also entweder begrünen, dann muss ich aber Gründe haben, das auch zu machen. Oder ich lasse mal wirklich offen, dass gerade bei schweren Böden die &#039;&#039;&#039;Winterkräfte, die Kristallisationskräfte ungehindert da in dem Boden wirken&#039;&#039;&#039; können. Und dann entsteht die Frostgare und dann entsteht sozusagen wieder die Basis dafür, dass eine neue Entwicklung im Jahreslauf aufbrechen kann im nächsten Jahr. Also wir machen eigentlich durch die Bodenbearbeitung etwas, dass wir im Winter den Boden aussetzen in die Kristallisationskräfte. Da ist ja der Boden dann rein physisch, da ist die Natur rein physisch, tot eigentlich, abgestorben äußerlich. Im Frühjahr haben wir dann das aufbrechende Leben, ungeheuere Lebensentfaltung bis gegen den Sommer hin. Im Sommer das Gegenteilige, der Humusabbau wird übergeführt in den Humusaufbau nach der Ernte. Ein Humus-Bildungsprozess gegen den Herbst hin. Das ist ein Verinnerlichungsprozess. Es ist kein Lebensprozess wie hier, sondern (dass) die Natur verinnerlicht etwas. Und jede Fruchtbildung, die Brotfrucht, dass Fruchtbildung entsteht im Haus der Natur ist immer, dass da ein etwas Rundes entsteht, nicht mehr flächenhaft, das Blatt. Das gehört zur Pflanze. Aber sobald eine Frucht entsteht ist es ein Astralisierungsvorgang. Da beseelt sich etwas, da strukturiert sich etwas durch auf einer entsprechenden Naturstufe. Und das ist dann Nahrungsfrucht. Also es muss etwas reifen. Und das ist ein Astralisierungsvorgang hier im Sommer. Astralisierung. Und hier, wo das wieder ganz &#039;&#039;&#039;physisch&#039;&#039;&#039; wird, da ist der &#039;&#039;&#039;Moment&#039;&#039;&#039;, wo in dieses &#039;&#039;&#039;Chaos&#039;&#039;&#039; hier sozusagen &#039;&#039;&#039;Ich-Kräfte&#039;&#039;&#039; beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Kristallisationskräfte, Formkräfte&#039;&#039;&#039; einwirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=5752s Bodenentwicklung im Jahreslauf - der ausgebreitete Mensch 01:35:52] ===&lt;br /&gt;
Wenn man so auf die &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung im Jahreslauf&#039;&#039;&#039; hinschaut, muss man einfach sagen, das ist wie der &#039;&#039;&#039;ausgebreitete Mensch&#039;&#039;&#039;. Die Physische steht sozusagen ganz im Vordergrund im Winter. Dann wird das Lebendige aktiviert, dann das Seelische aktiviert. Und zuletzt ist sozusagen eine Direktbeziehung zum eigentlichen Geistigen, was da wirksam ist in der Welt, gegeben im Winter. Und das eben mit &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung zu begleiten, das ist unsere Kunst&#039;&#039;&#039;. Und das ist wirklich eine Kunst. Und da machen wir Fehler über Fehler, weil wir nicht beobachten. Da muss man wirklich in dem Sinne klassischer Naturwissenschaftler sein, die diese Fähigkeiten entwickeln, dass man &#039;&#039;&#039;beobachtet und denkt&#039;&#039;&#039;. Und das macht den &#039;&#039;&#039;Naturwissenschaftler&#039;&#039;&#039; aus. Was anderes ist er eigentlich gar nicht. Dass er nur ganz genau seinen Sinnen traut, das, was er mit Augen sieht, oder mit Ohren hört und das gedanklich verarbeitet. Und dann kann der Landwirt ungemein fruchtbar durch die Bodenbearbeitung und nachhaltig vor allen Dingen wirken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=ykM24Kp-5-I&amp;amp;t=5826s Landwirtschaft - Bewusstseinsgeschichte der Menschheit 01:37:06] ===&lt;br /&gt;
So und wir haben die Zeit schon wieder überzogen. Es tut mir leid. Ich möchte nur noch das eine sagen. Wir haben uns ja versucht, jetzt diese ganzen Tage da zu verwenden, einen Gesamtüberblick mal zu geben über die &#039;&#039;&#039;Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; auf dem Hintergrund der &#039;&#039;&#039;Bewusstseinsgeschichte der Menschheit&#039;&#039;&#039;. Das war ja eigentlich mein tiefstes Anliegen. Dass die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise keineswegs irgendwo ein Zufallsprodukt des zwanzigstens Jahrhunderts ist, sondern dass sie anknüpft an &#039;&#039;&#039;Bewusstseinsentwicklungs-Zustände&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;durch die Zeiten&#039;&#039;&#039; hindurchgehen. Und je mehr ich sie verstehe, desto mehr verstehe ich auch den &#039;&#039;&#039;biologisch-dynamischen Landbau&#039;&#039;&#039;. Und dann wollte ich mal eben versuchen, wenigstens an einem Beispiel, gerade der Bodenbearbeitung, Bodenentwicklung im Jahreslauf zu sehen, wie wir in der Lage sind, aus unseren Ideen heraus, der Regenwurm macht schon alles wunderbar, aber er hat keine Ideen, der macht das eben so. Er ist ein leibgebundenes Wesen, der weisheitsvoll arbeitet. Und der Mensch ist ein Wesen, was sich aus der Leibgebundenheit befreit in seinem Bewusstsein und versucht jetzt wieder &#039;&#039;&#039;weise zu werden, nicht gescheit zu bleiben&#039;&#039;&#039;. Wir sind viel zu gescheit. Sondern weise zu werden, wieder, aber jetzt bewusst. Was der Regenwurm unbewusst macht oder die Kuh unbewusst macht oder das Tier generell, dass das der Mensch kraft seiner eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, die er in sich trägt, wirklich selber aus sich heraus schaffen muss. Weisheit. &#039;&#039;&#039;Und aus dieser Weisheit, die man selber in sich begründet, selber, als Herzensweisheit, dann entsteht auch die Liebekraft, hingebungsvoll die Dinge auch wirklich zu tun&#039;&#039;&#039;. Also dann kann man anfangen zu unterscheiden, ist das jetzt wirklich notwendig, einen 250-PS-Schlepper zu kaufen, der einen Haufen Geld kostet und Arbeitskräfte raus rationalisiert oder tue ich lieber den Betrieb mit mehr Menschen ausstatten? Dass da mehr menschliches Bewusstsein, mehr menschliche Fähigkeiten Platz greifen. Das ist so eine Perspektive in die Zukunft, die wir ins Auge fassen müssen. &#039;&#039;&#039;Wenn wir mit dem allgemeinen Trend weiter mitschwimmen, gehen wir mit unter&#039;&#039;&#039;. Und dazu braucht es eben solche Betrachtung, die mehr in einer bildhaften Weise Zusammenhänge versuchen, zusammen zu schauen. Und das motiviert ungemein bis in die tägliche Arbeit hinein. Und das war mein Anliegen. Und damit möchte ich jetzt diese Runde, unsere meine Runde hier abschließen. Ja? Ich wünsche Ihnen alles Gute!&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar (Stand 21. Nov 2025: Alle Zitate prüfen vor dem Übertrag ins GG)==&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}Astralisierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Hierbei spielt die &#039;&#039;&#039;Astralisierung&#039;&#039;&#039; des Bodens eine entscheidende Rolle. Damit ist gemeint, dass der Boden im Winter nicht tot ist, sondern eine innere Wachheit entwickelt. Er öffnet sich für die kosmischen Bildekräfte (das ‚Astralische‘), ähnlich wie das Gehirn im Schlaf Erlebtes verarbeitet. Durch die Bodenbearbeitung (Winterfurche) unterstützen wir diesen Prozess, indem wir den Boden aufschließen, damit er diese ‚seelischen‘ Qualitäten des Kosmos aufnehmen kann.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Vorbereitung für den Winter - aus Chaos wird neue Evolution 01:32:07|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:32:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|B}}[[Boden]], Austrocknung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wenn man vor der Blüte über einen Acker läuft […] dann merkt man, dass unter dem Boden noch immer der Boden nachgibt […]. Während nach der Blüte, wird er immer härter. Und dann im Juli, in der vollen Ausreife des Getreides wird es dann ziemlich poppel-hart. […] Das heißt, der &#039;&#039;&#039;Boden trocknet aus&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Austrocknung des Bodens 00:12:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:12:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], chaotisieren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* “ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:28:26&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], [[Fräse]]&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Fräse mischt besser&#039;&#039;&#039; als alles andere. Aber was sie bewirkt ist eben &#039;&#039;&#039;durch ihre Rotation&#039;&#039;&#039; und weil das eben Zapfwellen-betrieben ist, wirkt die &#039;&#039;&#039;strukturzerstörend&#039;&#039;&#039;. […] Die Fräse einzusetzen, dass sie keinen großen Schaden macht, das sind nur ganz wenige Momente im Jahr […].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitungsgeräte -Kreiselegge und Howard Fräse 01:18:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:18:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], [[Grubber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Man muss so flach wie nur möglich grubbern und Sorge tragen, dass der &#039;&#039;&#039;Durchmischungseffekt&#039;&#039;&#039; genügend stattfindet und dass die Stoppeln wirklich eingearbeitet werden. Das macht der &#039;&#039;&#039;Grubber&#039;&#039;&#039; nicht so gut. Der &#039;&#039;&#039;lockert&#039;&#039;&#039; hauptsächlich.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitungsgeräte -Scheibenegge und Grubber 01:17:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:17:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], [[Kreiselegge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Also man muss unterscheiden die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;horizontal&#039;&#039;&#039; rührt den Boden, die macht nicht diesen Schaden [wie die Fräse].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitungsgeräte -Kreiselegge und Howard Fräse 01:18:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:18:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], [[Scheibenegge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der &#039;&#039;&#039;einzige Nachteil&#039;&#039;&#039; der Scheibenegge ist, dass sie die &#039;&#039;&#039;Quecken vermehrt&#039;&#039;&#039;, wenn man welche hat. Weil man die Queckenwurzeln alle durchschneidet und jede Queckenwurzel gibt dann eine neue Pflanze.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitungsgeräte -Scheibenegge und Grubber 01:17:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:17:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], [[Stoppelbearbeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und diese Maßnahme konnte man eben früher 14 Tage früher machen, eben in der Gelbreife. Und das hatte ganz große Vorzüge für die &#039;&#039;&#039;Erhaltung der Bodengare&#039;&#039;&#039; beziehungsweise die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden. […] Und dadurch, dass man jetzt hier diese &#039;&#039;&#039;Lockerschicht&#039;&#039;&#039; schafft, Sauerstoff dringt ein, die Feuchtigkeit steigt auf. Hier bildet sich also ein &#039;&#039;&#039;Milieu&#039;&#039;&#039;, was diesen &#039;&#039;&#039;Bodentieren&#039;&#039;&#039; dann zuträglich sein kann.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Sommer-Bodengare 00:13:53|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:13:53]]&lt;br /&gt;
* „Wir müssen jetzt mit der Bearbeitung/ wirklich kräftiger einsetzen mit der Bearbeitung. […] Indem wir jetzt in der Regel, also die &#039;&#039;&#039;klassische Regel sind acht Zentimeter&#039;&#039;&#039; […] versuchen wir jetzt, einen Prozess einzuleiten dadurch, dass die organischen Rückstände der Pflanzen sich mit dem Erdreich vermischen. Es geht um ein &#039;&#039;&#039;Vermischen und ein Lockern&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitung und Vorgänge im Boden 00:17:08|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:17:08]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Tiefenbearbeitung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Im Gegensatz zur flachen Stoppelbearbeitung im Sommer erfolgt nun im Herbst die &#039;&#039;&#039;Tiefenbearbeitung des Bodens&#039;&#039;&#039;. Jetzt wollen wir den Boden tiefgründig öffnen, damit der Frost eindringen kann (Frostgare) und die ‚Atmung‘ der Erde in die Tiefe möglich wird. Es geht darum, den Acker physisch für die Aufnahme der Winterfeuchtigkeit und der kosmischen Bildekräfte bis in die unteren Schichten vorzubereiten.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Tiefenbearbeitung des Bodens 01:26:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:26:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodengare, Sommer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und diese Maßnahme [Stoppelbearbeitung] konnte man eben früher 14 Tage früher machen, eben in der Gelbreife. Und das hatte ganz große Vorzüge für die &#039;&#039;&#039;Erhaltung der Bodengare&#039;&#039;&#039; beziehungsweise die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Sommer-Bodengare 00:13:53|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:13:53]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|C}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|D}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|D}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|E}}Einatmungsprozess der [[Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der Herbstprozess markiert den Übergang zur &#039;&#039;&#039;Einatmung der Erde&#039;&#039;&#039;. Nachdem die Erde im Sommer ‚ausgeatmet‘ hat (Wachstum nach oben in die Luft), ziehen sich die Kräfte im Herbst und Winter wieder in das Erdinnere zurück. Die Reifevorgänge oberhalb der Erde kommen zum Abschluss, und das Leben konzentriert sich nun unter der Bodenoberfläche. Die Bodenbearbeitung im Herbst muss diesen natürlichen Einatmungsprozess unterstützen, statt ihn zu stören.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Herbstprozess - Einatmung der Erde - Reife 01:22:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:22:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ernte, Mähdrescher&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Das Zweite ist, dass der &#039;&#039;&#039;Mähdrescher die Unkrautsamen hinten rausbläst auf den Acker&#039;&#039;&#039;. […] Ein dritter Nachteil ist der, dass der &#039;&#039;&#039;Mähdrescher verlangt die Totreife&#039;&#039;&#039;. Das heißt, wir müssen 14 Tage warten nach der Gelbreife, bis wir endlich dreschen können. Es muss dann das Wetter auch danach sein. Und diese 14 Tage sind ganz entscheidend für die Ausreife des Bodens zur Bodengare […].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Mähdrescher 00:10:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:10:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|F}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|F}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|G}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|G}}Gastrulastadium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der Regenwurm vollzieht einen Prozess, der bildhaft dem biologischen &#039;&#039;&#039;Gastrulastadium&#039;&#039;&#039; in der Embryonalentwicklung gleicht: die Einstülpung nach innen. Während die Pflanze ihre Symbiose mit dem Bodenleben &#039;&#039;außen&#039;&#039; an der Wurzel (Exodermis) hat, stülpt das Tier diese Fläche nach innen (Darm). Der Regenwurm nimmt die Erde in sich auf und verlebendigt sie in seinem Inneren. Er ist das Urbild dieser Verinnerlichungsprozesse im Boden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Verdauung und Umstülpung 00:54:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:54:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründüngung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Bei der &#039;&#039;&#039;Gründüngung&#039;&#039;&#039; geht es im Sommer darum, die gewonnene organische Substanz (z.B. Leguminosen) flach in den Boden einzuarbeiten. Dies dient als ‚Futter‘ für das Bodenleben. Wichtig ist hierbei die rasche Besiedelung durch Mikroben, um einen Fäulnisprozess zu verhindern und stattdessen einen gelenkten Abbau- und Umbauprozess einzuleiten.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Besiedelung durch Mikroben 00:18:55|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:18:55]]&lt;br /&gt;
* „Der Regenwurm spielt bei der Umsetzung der &#039;&#039;&#039;Gründüngung&#039;&#039;&#039; eine zentrale Rolle. Er zieht Pflanzenreste aktiv in seine Röhren und sorgt so für eine tiefe Einarbeitung und Humifizierung der organischen Masse, was rein mechanisch kaum zu leisten wäre.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Sommerbodenbearbeitung - Gründüngung 01:03:58|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:03:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|H}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|H}}Humusaufbau, siehe [[Humus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und jetzt kommt es eben darauf an, einen &#039;&#039;&#039;Bodenprozess&#039;&#039;&#039; einzuleiten, der zum Gegenteil führt von dem hier [im Frühjahr]. Nämlich, dass wieder ein &#039;&#039;&#039;Humusaufbau&#039;&#039;&#039; stattfindet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Sommerprozess - Humusaufbau 00:15:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:15:41]]&lt;br /&gt;
* „Die schaffen nur die Vorbedingungen, dass jetzt ein Aufbauprozess unter der höheren Organisation des Regenwurms stattfinden kann. Und das nennen wir dann &#039;&#039;&#039;Humifizierung oder Humusaufbau&#039;&#039;&#039;. […] Also die Frage, wie es möglich ist, dass &#039;&#039;&#039;aus einer Substanz, die auf dem Wege ist des Abbaus, dieser Abbau abgefangen wird und plötzlich ein Neuaufbau stattfindet&#039;&#039;&#039; […] das vollzieht sich bevorzugt […] in den höheren Bodentieren.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Humusaufbau 00:58:06|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:58:06]]&lt;br /&gt;
Humifizierung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Humifizierung&#039;&#039;&#039; ist der magische Moment, in dem der Abbau der organischen Substanz gestoppt und in einen Neuaufbau umgekehrt wird. Im Darm des Regenwurms entsteht etwas völlig Neues: Dauerhumus. Dieser Prozess verhindert, dass die organische Masse vollständig zu Mineralien zerfällt (Mineralisation), und baut stattdessen komplexe, lebende Kohlenstoffverbindungen auf.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Humusaufbau 00:58:06|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:58:06]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Humusbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Im Zusammenhang mit der Wintervorbereitung ist die &#039;&#039;&#039;Humusbildung&#039;&#039;&#039; nicht nur ein stofflicher Vorgang, sondern das Ergebnis einer ‚neuen Evolution‘ im Boden. Durch das Aufbrechen der alten Strukturen (Chaos) und das Einwirken der Winterkräfte kann sich im Frühjahr neuer Humus bilden, der als Träger für die Fruchtbarkeit des kommenden Jahres dient.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Vorbereitung für den Winter - aus Chaos wird neue Evolution 01:32:07||]] Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:32:07&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|J}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|K}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}[[Kunst]], Beobachtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:35:52&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|L}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|M}}[[Mikroben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Aber zunächst müssen sie mal besiedelt werden, die ganzen organischen Reste, die Wurzeln, die &#039;&#039;&#039;Stoppeln besiedelt werden mit Mikroben&#039;&#039;&#039;, die dann anfangen also diese/, insbesondere natürlich, wenn es Eiweißhaltiges ist.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:18:55&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|O}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Q}}Quecke, Queckenvermehrung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ein spezifisches Problem der Scheibenegge ist die &#039;&#039;&#039;Queckenvermehrung&#039;&#039;&#039;. Da die Scheiben die unterirdischen Rhizome (Wurzelausläufer) der Quecke zerschneiden, wirkt jedes Teilstück wie ein Steckling, der zu einer neuen Pflanze heranwächst. Statt das Unkraut zu bekämpfen, kann man es so versehentlich vermehren, wenn man das Gerät falsch einsetzt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitungsgeräte -Scheibenegge und Grubber 01:17:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:17:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|R}}[[Regenwurm]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Also der &#039;&#039;&#039;Regenwurm&#039;&#039;&#039; […] ist ja ein seltsames Gebilde. Es ist eigentlich nur ein Schlauch […]. Und dieser &#039;&#039;&#039;Schlauch&#039;&#039;&#039; ist segmentiert. Überall, wo Sie in der Natur Segmentierung vorfinden, ist es ein Ausdruck einer relativ frühen evolutiven Entwicklung im Tierreich.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - rhythmische Gliederung - Pflanzenverwandt 00:29:13|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:29:13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regenwurm]], Bodenatmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und jetzt, wenn er denn dann hochsteigt in seiner Röhre, ist es ist wie eine Pumpe, die jetzt das CO2 quasi herausdrückt aus der Erde, in die Atmosphäre. Und wenn er wieder runter saust, dann zieht er Sauerstoff nach. Also er befördert aktiv durch sein, durch seine Lebenstätigkeit die Bodenatmung. Er &#039;&#039;&#039;entlüftet und belüftet durch seine Bewegungen in der Senkrechten&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Regenprognose, Bodenbeatmung 00:41:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:41:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regenwurm]], Röhren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Wenn es zum Regen kommt, also wenn ein &#039;&#039;&#039;Starkregen&#039;&#039;&#039;, ein Gewitterregen darniedergeht, dann sind die &#039;&#039;&#039;Röhren verschlossen&#039;&#039;&#039;. Die verschließt er vorher. Die machen die Tür zu. Dass nicht da das ganze Wasser runterläuft.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Regenprognose, Bodenbeatmung 00:41:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:41:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Regenwurm]], Umstülpung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Da stülpt sich das Äußere ins Innere. Das ist ein Umstülpungsvorgang. Und daran können Sie schon erkennen, das &#039;&#039;&#039;Tier unterscheidet sich von der Pflanze durch Umstülpungen&#039;&#039;&#039;. Schon das Gastrulastadium […].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Regenwurm - Verdauung und Umstülpung 00:54:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:54:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|S}}&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|T}}Totreife&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Ein dritter Nachteil ist der, dass der [[Mähdrescher]] verlangt die &#039;&#039;&#039;Totreife&#039;&#039;&#039;. Das heißt, wir müssen 14 Tage warten nach der Gelbreife, bis wir endlich dreschen können.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Mähdrescher 00:10:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 00:10:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|U}}Menschheit, Untergang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Wenn wir das nicht tun [die Zusammenhänge bildhaft betrachten], wenn wir nur im Strom der Zeit &#039;&#039;&#039;mitschwimmen, gehen wir mit unter&#039;&#039;&#039;. Und dazu braucht es eben solche Betrachtung, die mehr in einer bildhaften Weise Zusammenhänge versuchen, zusammen zu schauen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018#Landwirtschaft - Bewusstseinsgeschichte der Menschheit 01:37:06|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 4. Folge, 2018, 01:37:06]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|V}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ausbildungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar muss noch erstellt werden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seminare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28716</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28716"/>
		<updated>2026-10-12T22:59:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred Klett 2v4 Bodenentwicklung im Jahreslauf.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE|thumb|[[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] am 20. Januar 2018 bei seinem Vortrag über Bodenentwicklung im Jahreslauf (2. Folge) in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Film/Foto: François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 20. Januar 2018 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=44s Einleitung - Bodenentwicklung langfristig und im Jahreslauf 00:00:44] ===&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der &#039;&#039;&#039;langfristigen Boden Entwicklung&#039;&#039;&#039;, die dann zu den sogenannten &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, &#039;&#039;&#039;charakteristischen Boden-Typus&#039;&#039;&#039; hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass dann eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung im Jahreslauf&#039;&#039;&#039;. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann die gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und jetzt geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen &#039;&#039;&#039;Winterprozesse&#039;&#039;&#039;, was sind die &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozesse&#039;&#039;&#039; im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=171s Winterprozess - Wachstumsruhe oder Wachstumszwang 00:02:51] ===&lt;br /&gt;
Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine &#039;&#039;&#039;Winterung&#039;&#039;&#039;, also ein &#039;&#039;&#039;Winterweizen&#039;&#039;&#039;, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da &#039;&#039;&#039;hört das Wachstum auf.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im &#039;&#039;&#039;konventionellen Landbau&#039;&#039;&#039; können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem &#039;&#039;&#039;Stickstoff-Überhang&#039;&#039;&#039; in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die &#039;&#039;&#039;Pflanzen&#039;&#039;&#039; quasi gedrängt werden, immer noch &#039;&#039;&#039;weiter zu wachsen&#039;&#039;&#039;, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein &#039;&#039;&#039;Zwang,&#039;&#039;&#039; den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang.&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch_Manfred_Klett_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst.jpg|verweis=Manfred_Klett,_Buch:_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst|mini|Inhaltsverzeichnis des Buchs &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot; von Dr. Manfred Klett. [[Manfred Klett: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Hier klicken]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=259s Winterung - Winterweizen 00:04:19] ===&lt;br /&gt;
Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Winterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die &#039;&#039;&#039;Blättchen&#039;&#039;&#039; dieser Pflanze wie eine &#039;&#039;&#039;Rosette&#039;&#039;&#039;, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das &#039;&#039;&#039;Wachstum&#039;&#039;&#039; kommt vollkommen &#039;&#039;&#039;zu Ende&#039;&#039;&#039;. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese &#039;&#039;&#039;sternförmigen, rosettenartigen Bildungen&#039;&#039;&#039; sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen- dieser &#039;&#039;&#039;Formgestaltung der Pflanzen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die &#039;&#039;&#039;Wurzelspitzen&#039;&#039;&#039; der tiefgehenden &#039;&#039;&#039;Saugwurzeln&#039;&#039;&#039; der &#039;&#039;&#039;Wintergetreide&#039;&#039;&#039;. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in &#039;&#039;&#039;Richtung Erdmittelpunkt&#039;&#039;&#039;. Also keine wie die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich so ein klein wenig über den Winter hindurch, bis also eine Tiefe von &#039;&#039;&#039;1 Meter, 1,20 Meter, 1,50 Meter,&#039;&#039;&#039; je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, was man beobachten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=374s Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14] ===&lt;br /&gt;
Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039;? Es heißt &#039;&#039;&#039;Formung&#039;&#039;&#039;. Das sind &#039;&#039;&#039;Formen der Kräfte&#039;&#039;&#039;. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze &#039;&#039;&#039;Mineralnatur der Erde&#039;&#039;&#039; tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins &#039;&#039;&#039;innerste Kristallgefüge&#039;&#039;&#039;. Aufgrund der jetzt &#039;&#039;&#039;einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels&#039;&#039;&#039;, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die &#039;&#039;&#039;außerräumlich, außerzeitlich&#039;&#039;&#039;, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach &#039;&#039;&#039;Sternengesetzen&#039;&#039;&#039;, das heißt nach dem &#039;&#039;&#039;hexagonalen Prinzip&#039;&#039;&#039; sich durchgestalten, durchformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so geht es eben-, setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, bis in die Tiefen der Erde, dass diese &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039; wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die &#039;&#039;&#039;Bewahrung dieser Kräfte&#039;&#039;&#039;, das ist vor allen Dingen die &#039;&#039;&#039;Aufgabe der Tonmineralien&#039;&#039;&#039;. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; gesprochen. Also dass aus dem &#039;&#039;&#039;amorphen Zustand&#039;&#039;&#039; der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein &#039;&#039;&#039;Kristallblättchen&#039;&#039;&#039;, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die &#039;&#039;&#039;Gestaltlosigkeit&#039;&#039;&#039; formt sich etwas herein und bildet diese &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039;. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=542s Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 00:09:02] ===&lt;br /&gt;
Denn aus diesen im Winter &#039;&#039;&#039;eingesammelten Formkräften&#039;&#039;&#039; gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die &#039;&#039;&#039;Fruchtbildung&#039;&#039;&#039;, also im Falle des Getreides, das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die &#039;&#039;&#039;Gestalt-Durchformung der Früchte&#039;&#039;&#039; sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die &#039;&#039;&#039;Formkräfte des Winters&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;&#039;maßgebend für die Nahrungsqualität&#039;&#039;&#039;, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche &#039;&#039;&#039;Qualitätsbildung&#039;&#039;&#039; wird im Winter veranlagt durch die &#039;&#039;&#039;einstrahlenden Formkräfte&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=610s Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde 00:10:10] ===&lt;br /&gt;
Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles &#039;&#039;&#039;äußere Leben abgestorben&#039;&#039;&#039;. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also es ist auch wirklich so. Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind &#039;&#039;&#039;anorganischer Natur, physikalischer Natur&#039;&#039;&#039;. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so &#039;&#039;&#039;Mitte, Ende Januar,&#039;&#039;&#039; ich habe es glaube ich, hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich &#039;&#039;&#039;nachts&#039;&#039;&#039; mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach &#039;&#039;&#039;auf den Acker.&#039;&#039;&#039; Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnte Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle (unv.) Die &#039;&#039;&#039;Sinne werden nicht affiziert.&#039;&#039;&#039; Und dann merkt man plötzlich, wie man &#039;&#039;&#039;innerlich ganz zur Ruhe kommt&#039;&#039;&#039; und nur schaut, nur betrachtet, besinnt. Besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal zu stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und murmelt und irgendwie &#039;&#039;&#039;die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein&#039;&#039;&#039;. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der &#039;&#039;&#039;Sternenhimmel&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;unmittelbar&#039;&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;&#039;mit der Erde in eine Beziehung&#039;&#039;&#039; tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer &#039;&#039;&#039;Korrespondenz&#039;&#039;&#039; steht. Also dieses &#039;&#039;&#039;Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde&#039;&#039;&#039; ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklich erahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen-, an solchen Verhältnissen sich exponiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=811s Winterruhe - Formkräfte - Gedankenkräfte 00:13:31] ===&lt;br /&gt;
Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des, überhaupt des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutionsepoche der Erde, die ist viel älter als die Laubgehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; mitmachen. Jedenfalls das äußere Leben ist verschwunden und diese &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039; werden wirksam. &#039;&#039;&#039;Kristallbildungen&#039;&#039;&#039; da im Untergrund bis in die Tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man immer selbst als &#039;&#039;&#039;Mensch nachvollziehen&#039;&#039;&#039; kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt. Wenn man, weil Sie wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es: Ich möchte ihn ja doch bedenken, ich möchte mit meinem &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal &#039;&#039;&#039;zur Ruhe kommen&#039;&#039;&#039;, so wie die &#039;&#039;&#039;Natur&#039;&#039;&#039; draußen zur &#039;&#039;&#039;Ruhe&#039;&#039;&#039; kommt während der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039;. Ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die &#039;&#039;&#039;Lebensprozesse&#039;&#039;&#039; in mir &#039;&#039;&#039;zurückdrängen&#039;&#039;&#039;. Ich kann nicht, wenn ich sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen wo herumtanze oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer &#039;&#039;&#039;Konzentration&#039;&#039;&#039; mein eigenes &#039;&#039;&#039;Gedankenleben&#039;&#039;&#039; so stark ins &#039;&#039;&#039;Bewusstsein&#039;&#039;&#039; zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich aus der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=990s Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 00:16:30] ===&lt;br /&gt;
So im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich enorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich mal alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der &#039;&#039;&#039;Gedanke wesenhaft&#039;&#039;&#039; ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der &#039;&#039;&#039;heutigen Naturwissenschaft&#039;&#039;&#039; weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein &#039;&#039;&#039;Nominalismus&#039;&#039;&#039; eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  &#039;&#039;&#039;Löwenzahn Taraxacum officinale&#039;&#039;&#039; heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon mal fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen &#039;&#039;&#039;Löwenzahn betrachte&#039;&#039;&#039;, dann merke ich, dass er ja als &#039;&#039;&#039;Komposite&#039;&#039;&#039; eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine &amp;quot;Konifere&amp;quot; (unv.) oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als &#039;&#039;&#039;bildendes Prinzip im Löwenzahn&#039;&#039;&#039; wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen &#039;&#039;&#039;Gedanken&#039;&#039;&#039; und das ist eine &#039;&#039;&#039;Übung,&#039;&#039;&#039; die verlangt &#039;&#039;&#039;Wille&#039;&#039;&#039;, da müssen Sie den &#039;&#039;&#039;Willen ins Denken&#039;&#039;&#039; schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichterlieren die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1116s Gedanke wird Erlebnis 00:18:36] ===&lt;br /&gt;
Und das Eigenartige ist nun, dass, wenn man denkt, wirklich denkt und das &#039;&#039;&#039;Denken verschwindet&#039;&#039;&#039; immer mehr aus der Welt. Je &#039;&#039;&#039;digitaler die Welt&#039;&#039;&#039; wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles (unv.) mögliche Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch &#039;&#039;&#039;innere Anstrengung&#039;&#039;&#039; was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der &#039;&#039;&#039;wirkliche Denker&#039;&#039;&#039;, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen &#039;&#039;&#039;Gedanken,&#039;&#039;&#039; den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum &#039;&#039;&#039;Erlebnis&#039;&#039;&#039; wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1199s Alles Gedankliche hat Gesetzescharakter 00:19:59] ===&lt;br /&gt;
Also zum Beispiel, da gibt es das &#039;&#039;&#039;Gesetz des Pythagoras&#039;&#039;&#039;, der formuliert hat, dass das &#039;&#039;&#039;Quadrat über der Hypotenuse gleich den beiden Kathetenquadraten&#039;&#039;&#039; ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreieckes bilde, dann ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man &#039;&#039;&#039;lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen&#039;&#039;&#039;, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zum Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner &#039;&#039;&#039;eigenen Gedankenentwicklung&#039;&#039;&#039; und formuliert jetzt, liefert den &#039;&#039;&#039;Beweis&#039;&#039;&#039;, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in &#039;&#039;&#039;innerer Konzentration&#039;&#039;&#039; versuchen &#039;&#039;&#039;nachzuvollziehen&#039;&#039;&#039;. Nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum &#039;&#039;&#039;inneren Erlebnis&#039;&#039;&#039; werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich &#039;&#039;&#039;alles Gedankliche&#039;&#039;&#039;, hat diesen &#039;&#039;&#039;Gesetzescharakter&#039;&#039;&#039;. Es ist &#039;&#039;&#039;wesenhaft&#039;&#039;&#039;. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den &#039;&#039;&#039;modernen Menschen&#039;&#039;&#039;. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1334s Gedanke - Kriställchen im Gehirn 00:22:14] ===&lt;br /&gt;
Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber, aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte &#039;&#039;&#039;Hypophyse&#039;&#039;&#039; und die sogenannte &#039;&#039;&#039;Epiphyse&#039;&#039;&#039;. Das sind &#039;&#039;&#039;Anhangsdrüsen am Gehirn&#039;&#039;&#039;. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie überall ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die &#039;&#039;&#039;Drüsen&#039;&#039;&#039; gehören in den &#039;&#039;&#039;unterbewussten Teil des Körpers&#039;&#039;&#039;. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die &#039;&#039;&#039;Epiphyse&#039;&#039;&#039; sich mit Kriställchen füllt, feinen &#039;&#039;&#039;organischen Kriställchen&#039;&#039;&#039; und zwar dann, &#039;&#039;&#039;wenn man denkt&#039;&#039;&#039;. Und wenn die &#039;&#039;&#039;Gedanken in Vergessenheit&#039;&#039;&#039; geraten und wieder wegdriften, dann &#039;&#039;&#039;löst&#039;&#039;&#039; sich das im &#039;&#039;&#039;Gehirnwasser&#039;&#039;&#039; wieder &#039;&#039;&#039;auf&#039;&#039;&#039;. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder &#039;&#039;&#039;Gedankenbildung ein Kristallisationsvorgang&#039;&#039;&#039; statt. Und der dämmert wieder weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1464s Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen 00:24:24] ===&lt;br /&gt;
Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quasi also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese &#039;&#039;&#039;Prozesse in uns&#039;&#039;&#039; aufsuchen, um die &#039;&#039;&#039;Prozesse im Makrokosmos&#039;&#039;&#039;, in der Natur draußen entdecken, um eine &#039;&#039;&#039;Verwandtschaft&#039;&#039;&#039; zu entdecken zwischen &#039;&#039;&#039;Mensch und Natur&#039;&#039;&#039;. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; entwickelt sozusagen eine Art &#039;&#039;&#039;Eigenbewusstsein&#039;&#039;&#039; während der Winterszeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein &#039;&#039;&#039;Verwandtschafts-Gefühl&#039;&#039;&#039; entsteht zwischen dem eigenen &#039;&#039;&#039;Menschsein&#039;&#039;&#039; und dem, was sich da &#039;&#039;&#039;makrokosmisch&#039;&#039;&#039;, sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder &#039;&#039;&#039;Denkakt&#039;&#039;&#039; ist ein &#039;&#039;&#039;Wintererlebnis&#039;&#039;&#039;. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winterprozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1601s Beginn der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise 00:26:41] ===&lt;br /&gt;
Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die &#039;&#039;&#039;biologisch-dynamische Wirtschaftsweise&#039;&#039;&#039; an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal &#039;&#039;&#039;erkennend, fühlend, wollend,&#039;&#039;&#039; so in die Natur zusammen hineinfühlt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da &#039;&#039;&#039;draußen in der Natur&#039;&#039;&#039; einen &#039;&#039;&#039;verwandten Prozess&#039;&#039;&#039; entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben &#039;&#039;&#039;nicht innermenschlich, sondern außermenschlich&#039;&#039;&#039;. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und da drunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1711s Beginn des Frühlingsprozesses 00:28:31] ===&lt;br /&gt;
Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so - lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das &#039;&#039;&#039;Ergebnis&#039;&#039;&#039; nun dieses &#039;&#039;&#039;Winterprozesses&#039;&#039;&#039; ist die &#039;&#039;&#039;Frostgare&#039;&#039;&#039;, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefststand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;gewinnt&#039;&#039;&#039; mehr an &#039;&#039;&#039;Kraft&#039;&#039;&#039;. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchfrostet. Aber dann, wenn da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, &#039;&#039;&#039;taut der Boden&#039;&#039;&#039; auf und es fangen an, die obersten Poren ihr &#039;&#039;&#039;Wasser zu entlassen&#039;&#039;&#039;, durch &#039;&#039;&#039;Verdunstung&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;obersten Poren&#039;&#039;&#039;. Es dringt die &#039;&#039;&#039;warme Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; langsam ein. Das ist ein ganz langsamer &#039;&#039;&#039;Vorgang im Frühjahr&#039;&#039;&#039;, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=1841s Erwärmung des Bodens - warmer Sandboden, kalter Tonboden 00:30:41] ===&lt;br /&gt;
Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am &#039;&#039;&#039;Sandboden&#039;&#039;&#039; zieht die &#039;&#039;&#039;Luft&#039;&#039;&#039; sehr schnell ein, weil viel von dem &#039;&#039;&#039;Bodenwasser abdrainiert&#039;&#039;&#039; nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem &#039;&#039;&#039;warmen Sandboden&#039;&#039;&#039;, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der &#039;&#039;&#039;schwere Boden, der&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Tonboden&#039;&#039;&#039; braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat - das sind sehr feine Poren - das &#039;&#039;&#039;Wasser&#039;&#039;&#039; festhält, &#039;&#039;&#039;kapillar festhält.&#039;&#039;&#039; Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das &#039;&#039;&#039;Wasser&#039;&#039;&#039; eine enorm &#039;&#039;&#039;hohe Wärmekapazität&#039;&#039;&#039; hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im &#039;&#039;&#039;Tonboden&#039;&#039;&#039; erwärmt es sich einfach nicht, weil &#039;&#039;&#039;keine Luft&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;keine Wärme&#039;&#039;&#039; in den Boden kommt. Sehr &#039;&#039;&#039;lange Zeit&#039;&#039;&#039; nicht. Deswegen spricht man vom &#039;&#039;&#039;kalten Boden&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn wir aber jetzt eine &#039;&#039;&#039;Frostgare&#039;&#039;&#039; haben, gerade auf einem &#039;&#039;&#039;Tonboden&#039;&#039;&#039;, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art &#039;&#039;&#039;Einzelkrümel-Gefüge&#039;&#039;&#039;. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große &#039;&#039;&#039;Regen zur Unzeit&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine &#039;&#039;&#039;homogene, zusammengeschlossene Erdschicht&#039;&#039;&#039;, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug, sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint, und dann am Ende dieses Prozesses es dann erst regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2013s Ruhe im Winter - Geduld im Frühjahr 00:33:33] ===&lt;br /&gt;
Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der &#039;&#039;&#039;zweiten Hälfte Februar,&#039;&#039;&#039; wenn der &#039;&#039;&#039;Boden sich oberflächlich&#039;&#039;&#039; vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter &#039;&#039;&#039;erwärmt&#039;&#039;&#039; hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die obersten Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. &#039;&#039;&#039;Im Winter&#039;&#039;&#039; ist der &#039;&#039;&#039;Boden dunkel&#039;&#039;&#039; durch die Wassersättigung. Jetzt &#039;&#039;&#039;im Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird er &#039;&#039;&#039;plötzlich hell&#039;&#039;&#039;. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass, wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber &#039;&#039;&#039;jetzt wird man unruhig&#039;&#039;&#039;. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt müsste ich ja eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist &#039;&#039;&#039;jedes Frühjahr eine Verführung&#039;&#039;&#039;. Jedes Jahr ist es eine Verführung, &#039;&#039;&#039;dass man zu früh&#039;&#039;&#039; des eben ansichtig &#039;&#039;&#039;Entschlüsse fasst&#039;&#039;&#039; und dann &#039;&#039;&#039;raus fährt&#039;&#039;&#039; und will schon die &#039;&#039;&#039;Saat in den Boden&#039;&#039;&#039; bringen. Da muss man &#039;&#039;&#039;Geduld, Geduld, Geduld&#039;&#039;&#039; üben und genauestens beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Furche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie &#039;&#039;&#039;nach wenigen Sonnentagen&#039;&#039;&#039; ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein &#039;&#039;&#039;Leben&#039;&#039;&#039; von der Sonne &#039;&#039;&#039;in Gang gesetzt&#039;&#039;&#039; worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles &#039;&#039;&#039;unter dem Boden&#039;&#039;&#039;. Und da oder dort eine Larve vielleicht von der Collembole kann man dann drin sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2192s Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung 00:36:32] ===&lt;br /&gt;
Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man bemerkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr mechanisch, reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht, es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür, aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist ausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt &#039;&#039;&#039;Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen&#039;&#039;&#039;. Das ist der &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess&#039;&#039;&#039;. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese &#039;&#039;&#039;Struktur ist unzerstörbar&#039;&#039;&#039; durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut [[Franz Sekera|Sekera]], ein &#039;&#039;&#039;Bodenkundler in Wien&#039;&#039;&#039;, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039;. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, dass tatsächlich durch &#039;&#039;&#039;Lebensvorgänge&#039;&#039;&#039; einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen &#039;&#039;&#039;Bodenkrümel&#039;&#039;&#039; so auf &#039;&#039;&#039;organischem Wege verbunden&#039;&#039;&#039; werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2411s Abschleppen des Bodens 00:40:11] ===&lt;br /&gt;
Na ja, also in diesem Falle, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte &#039;&#039;&#039;Abschleppen&#039;&#039;&#039;. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;Wiesenschleppe&#039;&#039;&#039;. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, &#039;&#039;&#039;eiserne Räder&#039;&#039;&#039; von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein &#039;&#039;&#039;Strauchwerk&#039;&#039;&#039; von Hecken zusammengebunden, ist man früher mit den &#039;&#039;&#039;Pferden&#039;&#039;&#039;, hat man das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber, dann gibt es aber die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann also so gebaut, dass es hier so &#039;&#039;&#039;zwei Bretter&#039;&#039;&#039; sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine &#039;&#039;&#039;kleine Schar&#039;&#039;&#039;. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2507s Förderung der Unkrautkeimung und der Lebendverbauung 00:41:47] ===&lt;br /&gt;
Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schön Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen &#039;&#039;&#039;Keimvorgang der Unkräuter,&#039;&#039;&#039; müssen wir &#039;&#039;&#039;anregen&#039;&#039;&#039;. Und &#039;&#039;&#039;gleichzeitig fördern&#039;&#039;&#039; wir damit diese &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039;. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist &#039;&#039;&#039;für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O&#039;&#039;&#039;. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem &#039;&#039;&#039;Abschleppen&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung angeregt&#039;&#039;&#039;? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, weil die &#039;&#039;&#039;Bodenkrümel&#039;&#039;&#039;, die Frostgare, die wird &#039;&#039;&#039;gleichmäßig verteilt&#039;&#039;&#039;. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; wirklich den &#039;&#039;&#039;Boden strukturmäßig stabilisieren&#039;&#039;&#039;. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu viel im Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Also neben den, die Frostkrümel sind eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich, also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier &#039;&#039;&#039;in den Poren&#039;&#039;&#039; sich diese &#039;&#039;&#039;Hydroxide&#039;&#039;&#039; ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also &#039;&#039;&#039;kolloidalen Substanzen&#039;&#039;&#039;, die dann diese inneren &#039;&#039;&#039;Hohlräume auskleiden&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;wasseraufnahmefähig&#039;&#039;&#039; sind und immer wieder &#039;&#039;&#039;Wasser abgeben&#039;&#039;&#039; können. Aufnahme. Es ist wie ein &#039;&#039;&#039;rhythmischer Prozess&#039;&#039;&#039;. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2684s Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 00:44:44] ===&lt;br /&gt;
Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die &#039;&#039;&#039;einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen&#039;&#039;&#039; zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine&#039;&#039;&#039;, das ist eine reine &#039;&#039;&#039;Katastrophe&#039;&#039;&#039;. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil es so elegant ist. Aber das zu kombinieren &#039;&#039;&#039;erzeugt Unkrautwuchs&#039;&#039;&#039;. Erstmal kreist die Kreiselegge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich, also nur zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein &#039;&#039;&#039;Keimbett für die Unkräuter&#039;&#039;&#039;. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2802s Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun 00:46:42] ===&lt;br /&gt;
Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die &#039;&#039;&#039;Zusammenführung&#039;&#039;&#039; heißt ein &#039;&#039;&#039;Raum Prozess&#039;&#039;&#039;. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich &#039;&#039;&#039;auseinander zu ziehen&#039;&#039;&#039;, heißt, den &#039;&#039;&#039;Zeitprozess&#039;&#039;&#039; zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das &#039;&#039;&#039;Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus&#039;&#039;&#039;, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. &#039;&#039;&#039;Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun&#039;&#039;&#039;. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der &#039;&#039;&#039;Schlepper&#039;&#039;&#039; und der Größe der Gerätschaften ist das alles &#039;&#039;&#039;zu schwer&#039;&#039;&#039;. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren, tut die wieder schön zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz &#039;&#039;&#039;starke Verdichtungen&#039;&#039;&#039;, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch &#039;&#039;&#039;mikrobiell&#039;&#039;&#039; findet da &#039;&#039;&#039;nichts mehr&#039;&#039;&#039; statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=2890s Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10] ===&lt;br /&gt;
Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem &#039;&#039;&#039;Pferdehuf glatt 14 Tage früher&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;auf den Acker&#039;&#039;&#039; als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese &#039;&#039;&#039;Druckspuren&#039;&#039;&#039; interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden &#039;&#039;&#039;mikrobiell&#039;&#039;&#039; von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder &#039;&#039;&#039;zurückgebildet&#039;&#039;&#039;. Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der &#039;&#039;&#039;Schlepperreifen&#039;&#039;&#039; oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte &#039;&#039;&#039;Schlupf.&#039;&#039;&#039; Der ist immer da. Schlupf, das heißt, das ist die Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es &#039;&#039;&#039;Schmierspuren&#039;&#039;&#039;. Man nennt es dann später also eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Solenbildung&#039;&#039;&#039;, die dadurch eintritt. Die &#039;&#039;&#039;Pflugsohle&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;schlepperverursacht&#039;&#039;&#039;. Und das ist das eine. Das andere ist die &#039;&#039;&#039;Vibration&#039;&#039;&#039;. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, der Lanz Traktor, der hat &amp;quot;wwhhhh&amp;quot; so gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die Dreizylinder. Heute sind es überhaupt Vierzylinder und es gibt vielleicht sogar Sechszylinder jetzt bei 300 PS Maschinen, diese Antriebstechnik durch den Kolben Rhythmus, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder, erzeugt &#039;&#039;&#039;Schwingungen&#039;&#039;&#039; und durch diese Schwingungen wird diese &#039;&#039;&#039;Verschmierung bzw. die Verdichtung&#039;&#039;&#039; in den Böden noch einmal &#039;&#039;&#039;verstärkt&#039;&#039;&#039;. Also deswegen kann man mit dem &#039;&#039;&#039;Schlepper&#039;&#039;&#039; erst auf den Acker, wenn wirklich der &#039;&#039;&#039;Boden tragfähig&#039;&#039;&#039; ist und dann ist es &#039;&#039;&#039;zu spät&#039;&#039;&#039;. Wir sind immer zu spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im &#039;&#039;&#039;Übergang vom Winter zum Frühjahr&#039;&#039;&#039; bräuchten wir das &#039;&#039;&#039;Pferd&#039;&#039;&#039;, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann und ebnet das Feld ein und regt, wenn es schon eingeebnet ist, dann rührt man es ein klein wenig auf, zwei Zentimeter, drei Zentimeter und schon wächst das Unkraut.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3120s Erste Generation Unkraut 00:52:00] ===&lt;br /&gt;
Und diese &#039;&#039;&#039;erste Generation von Unkraut müssen wir haben&#039;&#039;&#039; und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer &#039;&#039;&#039;ersten Generation&#039;&#039;&#039; aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker geht und dann diese Bewegung macht, das gehört zum Landwirt, dass er sich auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese &#039;&#039;&#039;weißen Fäden&#039;&#039;&#039; ist das &#039;&#039;&#039;aufgelaufene Unkraut&#039;&#039;&#039;, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das &#039;&#039;&#039;keimende Unkraut&#039;&#039;&#039; noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch &#039;&#039;&#039;unter der Erde&#039;&#039;&#039;. Und alle &#039;&#039;&#039;Unkrautbekämpfung&#039;&#039;&#039; ist dann &#039;&#039;&#039;am erfolgreichsten&#039;&#039;&#039;, wenn ich die Unkräuter &#039;&#039;&#039;in diesem fädigen Stadium&#039;&#039;&#039; erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3237s Eggen-Strich mit Krümelwalze - danach die Sämaschine 00:53:57] ===&lt;br /&gt;
Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen &#039;&#039;&#039;Eggen-Strich&#039;&#039;&#039; über den Acker zieht, mit der &#039;&#039;&#039;Krümelwalze&#039;&#039;&#039;. Ich halte dieses Gerät immer noch für das &#039;&#039;&#039;Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft,&#039;&#039;&#039; nicht diese modernen Apparate da, sondern, also schon, es kann von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die &#039;&#039;&#039;Sämaschine&#039;&#039;&#039;, nicht, dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man &#039;&#039;&#039;beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung&#039;&#039;&#039; machen kann. So, und jetzt müssen wir mal säen. Ich lasse das hier noch mal stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr zum, also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die &#039;&#039;&#039;Saat ausbringen&#039;&#039;&#039;. Also ich spreche jetzt und nehme das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den &#039;&#039;&#039;Sommerweizen&#039;&#039;&#039; und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin in &#039;&#039;&#039;Eggenstrichen&#039;&#039;&#039; noch mal das &#039;&#039;&#039;Feld vorbereitet&#039;&#039;&#039;, wunderschöne, krümelnde Schicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine &#039;&#039;&#039;Sämaschine&#039;&#039;&#039;. Weil nämlich die macht das viel &#039;&#039;&#039;besser als die Handsaat.&#039;&#039;&#039; Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den &#039;&#039;&#039;Samen oberflächlich&#039;&#039;&#039; auf die Erde. Und da muss man &#039;&#039;&#039;noch mal mit der Egge drübergehen&#039;&#039;&#039;, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese &#039;&#039;&#039;Sämaschine&#039;&#039;&#039; legt das Saatgut absolut exakt ab, &#039;&#039;&#039;dosiert&#039;&#039;&#039;, kann man genau einstellen, die &#039;&#039;&#039;Saatgutmenge&#039;&#039;&#039;, und zwar so ab, dass hier unter, dass hier &#039;&#039;&#039;beim Sävorgang der Säschar&#039;&#039;&#039; hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille, leise den Boden verdichtet. Und auf diese &#039;&#039;&#039;verdichtete Zone&#039;&#039;&#039; wird die &#039;&#039;&#039;Saat abgelegt&#039;&#039;&#039; und dann hinten &amp;quot;der Nachstreicher &amp;quot; von der &#039;&#039;&#039;Sämaschine deckt das wieder zu.&#039;&#039;&#039; Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise &#039;&#039;&#039;Verdichtung unter dem Samenkorn&#039;&#039;&#039; hier jetzt &#039;&#039;&#039;kapillar das Bodenwasser aufsteigt&#039;&#039;&#039; und dadurch der &#039;&#039;&#039;Same schneller quellen&#039;&#039;&#039; kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich, die Samen, die draußen in der Natur sich finden über den Winter, sind ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3503s Denken lernen im Tun 00:58:23] ===&lt;br /&gt;
So, und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich, ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche &#039;&#039;&#039;unterschiedlichen Auffassungen&#039;&#039;&#039; es gibt heutzutage, wenn es um die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; geht. Es ist eigentlich, ich würde mal sagen, mehr ein &#039;&#039;&#039;Herumirren&#039;&#039;&#039; als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das &#039;&#039;&#039;Angebot&#039;&#039;&#039; an entsprechender &#039;&#039;&#039;Maschinerie&#039;&#039;&#039; ist so &#039;&#039;&#039;endlos&#039;&#039;&#039; heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der &#039;&#039;&#039;Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit&#039;&#039;&#039;. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3564s Entwicklung der Saat - Wurzel, Spross, Keimblatt 00:59:24] ===&lt;br /&gt;
Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der &#039;&#039;&#039;Spross&#039;&#039;&#039; hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, bei einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3673s Ausbildung der Wurzelhaare 01:01:13] ===&lt;br /&gt;
Aber sobald sich hier diese feinen &#039;&#039;&#039;Wurzelhärchen&#039;&#039;&#039; herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die &#039;&#039;&#039;Pflanze verhakt&#039;&#039;&#039;, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebendverbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr - wir befinden uns immer noch in dieser Zeit - der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die &#039;&#039;&#039;Ausbildung dieser Wurzelhaare&#039;&#039;&#039;. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare&#039;&#039;&#039;. Die &#039;&#039;&#039;verwachsen&#039;&#039;&#039; jetzt &#039;&#039;&#039;mit dem Erdreich&#039;&#039;&#039;. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt aus überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3756s Samenmehlkörper 01:02:36] ===&lt;br /&gt;
Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der &#039;&#039;&#039;Reserve vom letzten Jahr&#039;&#039;&#039; sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja. Das ist das, das letzte Jahr hat sozusagen die &#039;&#039;&#039;Grundlage&#039;&#039;&#039; geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der &#039;&#039;&#039;Mehlkörper, der Samenmehlkörper&#039;&#039;&#039;. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; als auch dieser &#039;&#039;&#039;Keimling&#039;&#039;&#039;, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur &#039;&#039;&#039;aus dem Samenkorn ernährt&#039;&#039;&#039;. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3853s Humus 01:04:13] ===&lt;br /&gt;
Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahres, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die &#039;&#039;&#039;Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung&#039;&#039;&#039;. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039;, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze &#039;&#039;&#039;Mikrobentätigkeit im Boden&#039;&#039;&#039;, die wird &#039;&#039;&#039;aktiviert&#039;&#039;&#039;. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser &#039;&#039;&#039;Bakterien&#039;&#039;&#039; und dieser &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; und all dem bedienen, dass die &#039;&#039;&#039;aktiv werden&#039;&#039;&#039; und den &#039;&#039;&#039;Humus aufschließen&#039;&#039;&#039;, sodass die &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; jetzt das &#039;&#039;&#039;Ergebnis dieses Aufschlusses&#039;&#039;&#039; sich &#039;&#039;&#039;aneignen&#039;&#039;&#039; kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=3969s Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen 01:06:09] ===&lt;br /&gt;
Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; wäre hier, mit der &#039;&#039;&#039;Wurzelspitze&#039;&#039;&#039;, dann bildet sich hier als &#039;&#039;&#039;Ausstülpung der Epidermiszellen&#039;&#039;&#039;, das sind die Epidermiszellen hier, die bilden ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare&#039;&#039;&#039;. Und diese &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen&#039;&#039;&#039;. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der &#039;&#039;&#039;Luft und der Wärme&#039;&#039;&#039; bildet sich ihre &#039;&#039;&#039;Gestalt&#039;&#039;&#039; aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber &#039;&#039;&#039;über die Wurzel&#039;&#039;&#039; sind &#039;&#039;&#039;alle Bäume verbunden&#039;&#039;&#039; im Wald. Das ist ein Wunder. Durch &#039;&#039;&#039;Mykkhorizen&#039;&#039;&#039;, das ist eine &#039;&#039;&#039;Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel.&#039;&#039;&#039; Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4053s Synthetisierung am Sonnenlicht 01:07:33] ===&lt;br /&gt;
Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039;, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter herauf entwickelt so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. &#039;&#039;&#039;Synthetisiert sich im Sonnenlicht&#039;&#039;&#039; über das &#039;&#039;&#039;Blatt&#039;&#039;&#039;, über das &#039;&#039;&#039;Chlorophyll&#039;&#039;&#039;, synthetisiert sie &#039;&#039;&#039;Zucker&#039;&#039;&#039;. Und aus dem Zucker werden, das wird &#039;&#039;&#039;umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate&#039;&#039;&#039; und alles übrige. Und diese sogenannten &#039;&#039;&#039;Assimilate&#039;&#039;&#039;, die sich hier oben in der grünenden Pflanze bilden, die &#039;&#039;&#039;fließen&#039;&#039;&#039; jetzt zum Teil herunter &#039;&#039;&#039;in die Wurzeln&#039;&#039;&#039;. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernährt sie sich weiter durch die Assimilate an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo &#039;&#039;&#039;von unten Wasser&#039;&#039;&#039;, also Feuchtigkeit, Wasser und &#039;&#039;&#039;Mineralstoffe&#039;&#039;&#039;, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die &#039;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039;&#039; ihre eigene &#039;&#039;&#039;Aktivität&#039;&#039;&#039; entwickeln, um den &#039;&#039;&#039;oberirdischen Wachstumsprozess&#039;&#039;&#039; zu ermöglichen, rinnen diese &#039;&#039;&#039;Assimilate&#039;&#039;&#039; in den Blättern durch die Stängel, durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und &#039;&#039;&#039;ernähren die Wurzeln&#039;&#039;&#039; in ihrem Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4178s Pflanze ernährt den Boden 01:09:38] ===&lt;br /&gt;
Aber damit nicht genug, sondern über diese &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare&#039;&#039;&#039; scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten &#039;&#039;&#039;Wurzelausscheidungen&#039;&#039;&#039; aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, niedermolekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlehydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man eigentlich sich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles &#039;&#039;&#039;Ergebnisse&#039;&#039;&#039; bereits des &#039;&#039;&#039;lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses&#039;&#039;&#039;. Wenn sich &#039;&#039;&#039;Eiweiß&#039;&#039;&#039; gebildet hat, &#039;&#039;&#039;Zucker&#039;&#039;&#039; gebildet hat, &#039;&#039;&#039;Fermente, organische Säuren&#039;&#039;&#039;, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da &#039;&#039;&#039;ernährt die Pflanze den Boden&#039;&#039;&#039;. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4271s Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11] ===&lt;br /&gt;
Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die &#039;&#039;&#039;Mikrobentätigkeit um die Wurzel&#039;&#039;&#039; herum und dadurch entstehen die sogenannten &#039;&#039;&#039;Symbiosen&#039;&#039;&#039;. Symbiosen, ich schreibe mal hier hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein &#039;&#039;&#039;Zusammenleben&#039;&#039;&#039; von &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Bakterien&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; und und und, bis hin zu &#039;&#039;&#039;Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen&#039;&#039;&#039;, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die &#039;&#039;&#039;Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen&#039;&#039;&#039;. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das &#039;&#039;&#039;Baumsterben&#039;&#039;&#039; gewesen und ist es noch, dass die &#039;&#039;&#039;Pflanzen vertrocknen&#039;&#039;&#039;, weil diese &#039;&#039;&#039;Symbiose&#039;&#039;&#039; mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen &#039;&#039;&#039;nicht mehr funktioniert&#039;&#039;&#039;. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab &#039;&#039;&#039;nach den Bedürfnissen des Wachstums&#039;&#039;&#039;. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus &#039;&#039;&#039;steuert&#039;&#039;&#039; jetzt die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; über die &#039;&#039;&#039;Wurzelausscheidung&#039;&#039;&#039; die ganze &#039;&#039;&#039;Bodenaktivität um die Wurzel&#039;&#039;&#039; herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, (C), Z, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039;, was muss sie im &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; machen? Sie muss mit der Erde sich verbinden. Sie muss &#039;&#039;&#039;eins werden mit der Erde&#039;&#039;&#039;. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der &#039;&#039;&#039;lebendigen Wurzelsubstanz&#039;&#039;&#039;, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesen &#039;&#039;&#039;Humusteilchen oder Tonteilchen&#039;&#039;&#039;, was da so ist im Boden, &#039;&#039;&#039;wächst das zusammen&#039;&#039;&#039;, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man &#039;&#039;&#039;physikalisch-chemisch&#039;&#039;&#039;, kann man da &#039;&#039;&#039;keine Grenze&#039;&#039;&#039; in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, &#039;&#039;&#039;Austauschvorgänge&#039;&#039;&#039; stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein &#039;&#039;&#039;Kaliumaustausch&#039;&#039;&#039; statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den &#039;&#039;&#039;Humusabbau&#039;&#039;&#039; werden eigentlich die sogenannten &#039;&#039;&#039;Phosphor-Nukleotide&#039;&#039;&#039;, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den &#039;&#039;&#039;mikrobiellen Abbau&#039;&#039;&#039; wird diese &#039;&#039;&#039;Phosphorsäure frei&#039;&#039;&#039; und die &#039;&#039;&#039;Pflanzen nehmen&#039;&#039;&#039; sie &#039;&#039;&#039;auf&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4563s Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03] ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die &#039;&#039;&#039;Stickstoffdüngung&#039;&#039;&#039;, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser &#039;&#039;&#039;Prozess gehemmt&#039;&#039;&#039;, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine &#039;&#039;&#039;Rhizosphäre&#039;&#039;&#039; entwickelt &#039;&#039;&#039;von Symbiosen&#039;&#039;&#039;, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - die &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen - und die &#039;&#039;&#039;bauen&#039;&#039;&#039; jetzt um die Wurzel herab den &#039;&#039;&#039;Humus ab&#039;&#039;&#039;. Sie &#039;&#039;&#039;ätzen&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Mineralien&#039;&#039;&#039; an durch die &#039;&#039;&#039;Säuren&#039;&#039;&#039;. Man kann sogar messen heute, dass der &#039;&#039;&#039;PH-Wert erniedrigt&#039;&#039;&#039; wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein &#039;&#039;&#039;biologischer Verwitterungsvorgang&#039;&#039;&#039; findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. &#039;&#039;&#039;Stickstoff, Phosphorsäure&#039;&#039;&#039; und solche Sachen, die werden durch den &#039;&#039;&#039;mikrobiellen Abbau&#039;&#039;&#039; aus dem Humus &#039;&#039;&#039;freigesetzt&#039;&#039;&#039;. So dass der &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess&#039;&#039;&#039; ein &#039;&#039;&#039;Abbauprozess&#039;&#039;&#039; ist, des &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. Der Boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher &#039;&#039;&#039;Verlust&#039;&#039;&#039;. Aber er &#039;&#039;&#039;wird&#039;&#039;&#039; ein &#039;&#039;&#039;Gewinn,&#039;&#039;&#039; weil das sich sofort &#039;&#039;&#039;umsetzt&#039;&#039;&#039; in die &#039;&#039;&#039;Entwicklung der Pflanze über der Erde&#039;&#039;&#039;. Das wirkt dann &#039;&#039;&#039;ertragsbildend&#039;&#039;&#039;. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine starke Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4745s Anbringung - Horn-Mist-Präparat 01:19:05] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vor der Saat oder direkt nach der Saat&#039;&#039;&#039;, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das &#039;&#039;&#039;Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039;, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnen, hängt ja damit zusammen, dass dieser &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil &#039;&#039;&#039;im Verborgenen, im Boden&#039;&#039;&#039; sich abspielt, dass das die &#039;&#039;&#039;richtigen Wege&#039;&#039;&#039; nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, &#039;&#039;&#039;Lebenskräfte&#039;&#039;&#039;, astralische, also &#039;&#039;&#039;Bildekräfte&#039;&#039;&#039; insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Substanz-Kräfte-Geschehen&#039;&#039;&#039;, was sich da vollzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4791s Gegenstromprinzip der Wurzelhaare 01:19:51] ===&lt;br /&gt;
Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang - da wird also der Stickstoff zum Salz, da entstehen Nitrate, die sind löslich in Bodenwasser, dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich im Wasser  PO4, und so weiter und so weiter -  also durch den &#039;&#039;&#039;Abbauprozess&#039;&#039;&#039; entstehen eigentlich &#039;&#039;&#039;Salze&#039;&#039;&#039;. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare&#039;&#039;&#039; einerseits etwas &#039;&#039;&#039;ausscheiden&#039;&#039;&#039;, aus ihrem eigenen &#039;&#039;&#039;Assimilatstrom&#039;&#039;&#039; und andererseits das Ergebnis des Abbaus hier, die &#039;&#039;&#039;Bodensalze aufnimmt&#039;&#039;&#039; über dieselben Wurzelhaare, im &#039;&#039;&#039;Gegenstrom-Prinzip.&#039;&#039;&#039; Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in &#039;&#039;&#039;Gleichzeitigkeit gegenläufig&#039;&#039;&#039; geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits &#039;&#039;&#039;Ausscheidung&#039;&#039;&#039;, andererseits &#039;&#039;&#039;Einscheidung&#039;&#039;&#039;, das &#039;&#039;&#039;Ergebnis des Abbauprozesses&#039;&#039;&#039; durch die Symbiosen, durch diesen &#039;&#039;&#039;Symbiosenmantel der Rhizosphäre im Wurzelbereich&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4893s Wurzel als Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze 01:21:33] ===&lt;br /&gt;
Sie können sich diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist so, eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn er denkt. Da finden auch alle möglichen &#039;&#039;&#039;prozessualen Vorgänge im Gehirn&#039;&#039;&#039; oder sonst im &#039;&#039;&#039;Nervensystem&#039;&#039;&#039; oder sonst wo statt. Und das &#039;&#039;&#039;Ergebnis&#039;&#039;&#039; nehmen sie wahr, indem sie &#039;&#039;&#039;Gedanken&#039;&#039;&#039; haben, &#039;&#039;&#039;Gefühle&#039;&#039;&#039; haben und &#039;&#039;&#039;Willensimpulse&#039;&#039;&#039; freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; ist eigentlich ein &#039;&#039;&#039;Geschehen&#039;&#039;&#039;, so &#039;&#039;&#039;ähnlich wie im menschlichen Haupt&#039;&#039;&#039;, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; ist eigentlich der &#039;&#039;&#039;Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=4955s Beatmung des Bodens 01:22:35] ===&lt;br /&gt;
So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich &#039;&#039;&#039;Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums&#039;&#039;&#039;, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den &#039;&#039;&#039;Abbau unterstützen&#039;&#039;&#039;. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, aber kann auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese &#039;&#039;&#039;Kruste muss ich brechen&#039;&#039;&#039;. Warum? Weil die &#039;&#039;&#039;Wurzel atmet wie Mensch und Tier&#039;&#039;&#039;. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das &#039;&#039;&#039;Kohlendioxid&#039;&#039;&#039; aus dem Boden &#039;&#039;&#039;raus&#039;&#039;&#039;? Es wirkt nämlich wie ein &#039;&#039;&#039;Gift im Boden&#039;&#039;&#039;. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer im Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dazu dient unsere &#039;&#039;&#039;Frühjahrs-Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039;. Und das &#039;&#039;&#039;Hauptinstrument&#039;&#039;&#039; ist der &#039;&#039;&#039;Striegel&#039;&#039;&#039;. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, z&#039;&#039;&#039;wei Zentimeter, drei Zentimeter&#039;&#039;&#039; höchstens die &#039;&#039;&#039;Kruste&#039;&#039;&#039; oben zu &#039;&#039;&#039;brechen&#039;&#039;&#039;. Nicht so, dass wieder Unkräuter auskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das &#039;&#039;&#039;schwere Kohlendioxid&#039;&#039;&#039; durch den über den Acker &#039;&#039;&#039;streichenden Wind&#039;&#039;&#039; aus den Bodenporen &#039;&#039;&#039;heraus gesaugt&#039;&#039;&#039; wird und andererseits &#039;&#039;&#039;Sauerstoff in den Boden&#039;&#039;&#039; reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühesten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entlüften&#039;&#039;&#039; kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt &#039;&#039;&#039;Sauerstoff einatmen&#039;&#039;&#039; kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=JI-KKsWwrdE&amp;amp;t=5137s Netzstriegel - Striegelbearbeitung - Hautbearbeitung 01:25:37] ===&lt;br /&gt;
Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und das sind jetzt ja heute auch, es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der &#039;&#039;&#039;klassische Striegel&#039;&#039;&#039; ist der &#039;&#039;&#039;Netzstriegel&#039;&#039;&#039;. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es &#039;&#039;&#039;unübertroffen&#039;&#039;&#039;. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas &#039;&#039;&#039;beweglich gestaltet&#039;&#039;&#039;, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der &#039;&#039;&#039;Netzegge&#039;&#039;&#039; ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder &#039;&#039;&#039;Bodenunebenheit angliedern&#039;&#039;&#039;. Und da gibt es &#039;&#039;&#039;sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken&#039;&#039;&#039;, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Möhren die Kraft haben, den Boden, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr &#039;&#039;&#039;subtile Gerätschaften&#039;&#039;&#039;, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. &#039;&#039;&#039;Früher&#039;&#039;&#039; haben wir viel mehr unseren &#039;&#039;&#039;Weizen&#039;&#039;&#039; und unseren &#039;&#039;&#039;Hafer gehackt&#039;&#039;&#039;, als man es heute tut. &#039;&#039;&#039;Heute&#039;&#039;&#039; lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht &#039;&#039;&#039;viel zu viel Arbeit&#039;&#039;&#039;. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, &#039;&#039;&#039;so lang es nur irgend geht&#039;&#039;&#039; wirklich mit dem &#039;&#039;&#039;Striegel bis zum Schossen&#039;&#039;&#039; sozusagen des Getreides noch diese &#039;&#039;&#039;Kruste bricht&#039;&#039;&#039;. Und damit &#039;&#039;&#039;immer auch&#039;&#039;&#039; ein bisschen &#039;&#039;&#039;Unkraut&#039;&#039;&#039; dabei &#039;&#039;&#039;erwischt&#039;&#039;&#039;. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. &#039;&#039;&#039;Hautbearbeitung.&#039;&#039;&#039; Ich darf nur die &#039;&#039;&#039;Oberfläche berühren&#039;&#039;&#039; und dies ist wie wenn man die &#039;&#039;&#039;Kühe striegelt&#039;&#039;&#039; oder das &#039;&#039;&#039;Pferd striegelt&#039;&#039;&#039;, so striegelt man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass, wenn man den halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der &#039;&#039;&#039;gestriegelte Acker grüner&#039;&#039;&#039; war als der noch nicht mehr gestriegelte. Das regt den &#039;&#039;&#039;Stickstoff-Freisetzungsprozess&#039;&#039;&#039; durch Abbau im Boden an, die &#039;&#039;&#039;mikrobielle Aktivität&#039;&#039;&#039;. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, ja, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|B}}[[Bildendes Prinzip]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze … sie will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren … wir können es noch lange nicht verstehen, was da als &#039;&#039;&#039;bildendes Prinzip&#039;&#039;&#039; im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 00:16:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:16:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Da fängt … die &#039;&#039;&#039;biologisch-dynamische [Landwirtschaft]&#039;&#039;&#039; Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken [z.B. dass im Winterprozess die Erde ein [[Denken]] hat] hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, [[Fühlen|fühlend]], [[Wollen|wollend]], so in die Natur zusammen hineinfühlt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beginn der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise 00:26:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:26:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Abschleppen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Bodenbearbeitungsmöglichkeit im Frühjahr zur Pflege der Krümelstruktur] … gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang … das ist sogenannte &#039;&#039;&#039;Abschleppen&#039;&#039;&#039; … hat man das Strauchwerk über die Äcker gezogen … ebnet dadurch den Acker ein.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen des Bodens 00:40:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:40:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Abschleppen mit Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das klassische Zugelement war immer schon … das &#039;&#039;&#039;Pferd&#039;&#039;&#039; gewesen … Mit dem Pferd kann man eben &#039;&#039;&#039;abschleppen&#039;&#039;&#039; … mit dem Pferdehuf … 14 Tage früher auf den Acker … Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen … Druckspuren in den Äckern … diese Druckspuren … werden mikrobiell … bei einem aktiven Boden … zurückgebildet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Atmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[der Abbau der Bodenfruchtbarkeit zugunsten des Pflanzenwachstum muss vom Landwirt aktiv unterstützt werden]. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise [[Verschlemmung]] der obersten Kruste entsteht … muss ich deswegen den &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; offenhalten im Frühjahr … den Abbau unterstützen … durch die Frühjahrs-Bodenbearbeitung … das Hauptinstrument ist der Striegel … dazu dienen … die Kruste oben zu brechen … dass das schwere Kohlendioxid … aus den Bodenporen heraus gesaugt wird … andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt … dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt … und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beatmung des Bodens 01:22:35|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
* „… den &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; offenhalten im Frühjahr … die Kruste brechen … das Hauptinstrument ist der Striegel … die leichte Egge … die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau … Instrumente, die dazu dienen … die Kruste oben zu brechen … dass das schwere Kohlendioxid … aus den Bodenporen heraus gesaugt wird … Sauerstoff in den Boden reinkommt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beatmung des Bodens 01:22:35|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Brücken von Krümel zu Krümel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Frühjahresprozess] … dass hier plötzlich &#039;&#039;&#039;Brücken&#039;&#039;&#039; entstehen, &#039;&#039;&#039;von Krümel zu Krümel&#039;&#039;&#039; … Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist ausbilden … Und hinterlassen … eine Pore … diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure… und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung 00:36:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:36:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Frühjahrsprozess, Frühjahrsprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Krümelverbindungen mit Frostgare] … Es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Wasser&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Luft&#039;&#039;&#039; und &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; durchdringen … Das ist der &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung 00:36:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:36:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… ein unendlich geheimnisvoller Prozess, der da unter der Erde sich abspielt … ein Abbauprozess des Humus [ein Verwitterungsvorgang durch Ausscheidung von Säuren durch Mikroben. Folglich Freisetzung von Stickstoff, Phosphorsäure usw.] … das ist ein Verlust [von Humus] und zwar ein beträchtlicher Verlust … es wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde … der Boden verliert an Humusgehalt … wenn das nicht funktioniert … dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Geduld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… da muss man &#039;&#039;&#039;Geduld&#039;&#039;&#039;, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten … Es ist jedes Frühjahr eine Verführung … dass man zu früh … Entschlüsse fasst und dann raus fährt und will schon die Saat in den Boden bringen … da muss man Geduld … üben.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Ruhe im Winter - Geduld im Frühjahr 00:33:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:33:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Vibrationen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… diese Antriebstechnik durch den Kolben Rhythmus … erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese Verschmierung bzw. die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Netzstriegel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Netzstriegel&#039;&#039;&#039; … ist unübertroffen … das ist einfach ein Netz von Metall … an jedem Kreuzungspunkt … ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge … kann sich jeder Bodenunebenheit angliedern … das beste Instrument vom Striegeln … sehr früh … über die Kruste fahren … [damit] die Möhren die Kraft haben, den Boden, die Bodenkruste zu durchstoßen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Netzstriegel - Striegelbearbeitung - Hautbearbeitung 01:25:37|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:25:37]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Nachteil Kreiselegge mit Sämaschine&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039; kombiniere mit der &#039;&#039;&#039;Sämaschine&#039;&#039;&#039;, das ist eine reine Katastrophe … das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs … die Kreiselegge … trocknet den Boden aus. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein … ein Keimbett für die Unkräuter.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 00:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:44:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Pferd&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Da der Schlepper den Winter/Frühjahresboden verdichten würde, aber die Einebnung der Einebnung nicht warten kann, da das Unkraut aufgehen soll] Also eigentlich bräuchten wir im &#039;&#039;&#039;Übergang vom Winter zum Frühjahr&#039;&#039;&#039; bräuchten wir das &#039;&#039;&#039;Pferd&#039;&#039;&#039;, um rechtzeitig genug draußen zu sein, … mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann und ebnet das Feld ein und regt, wenn es schon eingeebnet ist, dann rührt man es ein klein wenig auf, zwei Zentimeter, drei Zentimeter und schon wächst das Unkraut.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Schlupf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der Schlepperreifen … im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter … da entsteht der sogenannte &#039;&#039;&#039;Schlupf&#039;&#039;&#039; … Das ist die Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand … der Reifen schlüpft ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif-/ beziehungsweise er verschmiert den Acker.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Solenbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der Reifen schlüpft ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif-/beziehungsweise er verschmiert den Acker … Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später … eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Solenbildung&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Pflugsole&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung … Die &#039;&#039;&#039;Pflugsohle&#039;&#039;&#039; ist schlepperverursacht.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Abschleppen - Pferd und Schlepper 00:48:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:48:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Ernährung durch Wurzelausscheidungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… durch diese &#039;&#039;&#039;Wurzelausscheidungen&#039;&#039;&#039; … ernährt die Pflanze den &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; … Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzen&#039;&#039;&#039;ernährung&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Pflanze ernährt den Boden 01:09:38|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:09:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Erwärmung im Frühjahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; … wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt … der Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten … im Sandboden … geht das sehr viel schneller … im Tonboden … bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist … das Wasser hat … eine enorm hohe Wärmekapazität … es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat … im Tonboden &#039;&#039;&#039;erwärmt&#039;&#039;&#039; es sich einfach nicht.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Erwärmung des Bodens - warmer Sandboden, kalter Tonboden 00:30:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:30:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenentwicklung]] im Jahreslauf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Die] Bodenentwicklung … geht ja parallel dem Pflanzenwachstum … man kann die gar nicht unabhängig denken von dem, was … im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur … Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken … was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse … die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 00:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:00:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Rhythmischer Prozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die kolloidalen Substanzen … sind wasseraufnahmefähig und immer wieder Wasser abgeben können … Es ist wie ein &#039;&#039;&#039;rhythmischer&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; … wenn es trocken wird, geben die Wasser ab … wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf … Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Förderung der Unkrautkeimung und der Lebendverbauung 00:41:47|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:41:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Verdichtung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Wenn man zu früh drauffährt [z.B. wenn man den krümeligen &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; abschleppen möchte - auch um das Unkraut gezielt aufgehen zu lassen, bevor die Saat eingebracht wird]. Die [&#039;&#039;&#039;Verdichtungen&#039;&#039;&#039;] bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun 00:46:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:46:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|D}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|D}}[[Denken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… wenn man denkt, wirklich denkt … &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken … Dass der Gewicht hat … dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe … man muss sich anstrengen, um einen Gedanken … so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Gedanke wird Erlebnis 00:18:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:18:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]], Digitale Welt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; verschwindet immer mehr aus der Welt … Je &#039;&#039;&#039;digitaler&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Welt&#039;&#039;&#039; wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken … Heute delegiert man alles an den Computer … Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Gedanke wird Erlebnis 00:18:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:18:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]] (Gedankliches), Gesetzescharakter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… alles &#039;&#039;&#039;Gedankliche&#039;&#039;&#039; hat diesen &#039;&#039;&#039;Gesetzescharakter&#039;&#039;&#039; … Es ist wesenhaft … Es ist nicht nur ein Nomen … Zum Beispiel … das Gesetz des Pythagoras … Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin … es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden … dass Gedanken gelebt, erlebt werden können.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Alles Gedankliche hat Gesetzescharakter 00:19:59|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:19:59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]] im Tun&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… andere mögen anderer Auffassung sein … wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich, ich würde mal sagen, mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben … Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein… Gerade der Landwirt, der muss &#039;&#039;&#039;denken&#039;&#039;&#039; lernen in der Arbeit … im &#039;&#039;&#039;Tun&#039;&#039;&#039; selber muss er ganz wach sein … und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Denken lernen im Tun 00:58:23|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:58:23]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]] (Gedanken), Inhalt wird Erlebnis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… man muss sich anstrengen, um einen &#039;&#039;&#039;Gedanken&#039;&#039;&#039; … so zu denken, dass man sich mit diesem &#039;&#039;&#039;Inhalt&#039;&#039;&#039; des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum &#039;&#039;&#039;Erlebnis&#039;&#039;&#039; wird.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Gedanke wird Erlebnis 00:18:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:18:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]], Kristallbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Eigenartige ist … dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen … wenn man denkt … es findet also bei jeder Gedankenbildung ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsvorgang&#039;&#039;&#039; statt … Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten … dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Gedanke - Kriställchen im Gehirn 00:22:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:22:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]], Lebensprozesse zurückdrängen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… [Kontext: Winterprozess] [wenn ich mit meinem &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; etwas verstehen will] da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt während der Winterszeit. Ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durchdenken will. … ich muss die &#039;&#039;&#039;Lebensprozesse&#039;&#039;&#039; in mir &#039;&#039;&#039;zurückdrängen&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterruhe - Formkräfte - Gedankenkräfte 00:13:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:13:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Denken]], Willen ins Denken schicken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken … das ist eine Übung, die verlangt Wille … da müssen Sie den &#039;&#039;&#039;Willen&#039;&#039;&#039; ins &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;schicken&#039;&#039;&#039;, sonst passiert nichts … Sonst irrlichterlieren die Gedanken irgendwie durch die Gegend … Sie müssen den festhalten … Sie müssen sich wirklich konzentrieren … das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 00:16:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:16:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Düngung]] mit [[Stickstoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Durch die Stickstoffdüngung … wird gerade dieser Prozess [die selbstgesteuerte Eigenernährung der Pflanze] gehemmt … der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen … die Mikroben des Bodens … werden … heranziehen an die Wurzel … von der Wurzel ernährt … die bauen … den Humus ab … ätzen die Mineralien an … Stickstoff … freigesetzt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|E}}[[Egge]], Eggenstrich&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die nächste Maßnahme [nach dem Auflaufenlassen der ersten Unkrautkeimung in weißen Fäden] wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen &#039;&#039;&#039;Eggen-Strich&#039;&#039;&#039; über den Acker zieht … mit der Krümelwalze … ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft … nicht tiefer als drei Zentimeter … dahinter läuft die Krümelwalze und drückt ein bisschen an … dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen … und dann kommt die Sämaschine.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Eggen-Strich mit Krümelwalze - danach die Sämaschine 00:53:57|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:53:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Epiphyse]], Denken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die &#039;&#039;&#039;Epiphyse&#039;&#039;&#039; sich mit Kriställchen füllt … wenn man denkt … es findet also bei jeder &#039;&#039;&#039;Gedankenbildung&#039;&#039;&#039; ein Kristallisationsvorgang statt … Bei der Epiphyse hat man … bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Gedanke - Kriställchen im Gehirn 00:22:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:22:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erde]], Eigenbewusstsein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Im Winter … denkt sich die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; selber … Die Erde entwickelt sozusagen eine Art &#039;&#039;&#039;Eigenbewusstsein&#039;&#039;&#039; während der Winterszeit. … Und das lässt … erleben, wenn man sich mal dem exponiert, … Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch, sich um einen herum ausbreitet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen 00:24:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:24:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Erde]], Korrespondenz mit Sternenhimmel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Sternenhimmel&#039;&#039;&#039; [in eiskalten Winternächten] … tritt mit der &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; in eine Beziehung … das Gefühl … dass da eine Relation ist … dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde … sondern dass das irgendwie in einer &#039;&#039;&#039;Korrespondenz&#039;&#039;&#039; steht … dieses Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde 00:10:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:10:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|F}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|F}}Formgestalt, Pflanzen (siehe [[Form]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Winterprozess] … was eigentlich wintertypisch ist … beim Winterweizen … dass die Blättchen … platt an die Erde legen, wie ein Stern … rosettenartig angeordnet … platt an die Erde gedrückt … das Wachstum kommt vollkommen zu Ende … die sternförmigen, rosettenartigen Bildungen … wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde … diese &#039;&#039;&#039;Formgestaltung&#039;&#039;&#039; der &#039;&#039;&#039;Pflanzen&#039;&#039;&#039; …“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterung - Winterweizen 00:04:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:04:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Formkräfte (siehe [[Form]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die eigentliche Qualitätsbildung [der Pflanze] wird im Winter veranlagt durch die &#039;&#039;&#039;einstrahlenden&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 00:09:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:09:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Das sich selber Denken der Erde in der tief Winterzeit] … diese &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039;, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi &#039;&#039;&#039;Rückschau&#039;&#039;&#039; auf das vergangene Jahr und in &#039;&#039;&#039;Vorausschau&#039;&#039;&#039; auf das kommende Jahr … was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen 00:24:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:24:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Form]] werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Kristallisation und Winterprozess] … alles die Tendenz hat, noch mehr &#039;&#039;&#039;Form&#039;&#039;&#039; zu &#039;&#039;&#039;werden&#039;&#039;&#039; als vorher … bis ins innerste Kristallgefüge … die ganze Mineralnatur der Erde tendiert … sich durchzuformen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frühlingsprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die Tage werden wieder länger … die Sonne gewinnt mehr an Kraft … der blanke Boden draußen … taut der Boden auf … es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen … die warme Luft dringt in den Boden langsam ein.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beginn des Frühlingsprozesses 00:28:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:28:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|G}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|G}}[[Gegenstrom-Prinzip]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… durch diesen Abbauvorgang [Mikroben scheiden Säuren aus, welche den Humus abbauen und N und P pflanzenverfügbar machen] - da wird … Stickstoff zum Salz, da entstehen Nitrate, die sind löslich in Bodenwasser, [und] Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich im Wasser PO4, und so weiter … also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze … diese Salze werden jetzt … von diesen Wurzelhaaren aufgenommen … dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden … andererseits das Ergebnis des Abbaus hier, die Bodensalze aufnimmt über dieselben Wurzelhaare, im &#039;&#039;&#039;Gegenstrom-Prinzip&#039;&#039;&#039; … Ausscheidung, Einscheidung … In allem Lebendigen … herrscht … die Gleichzeitigkeit … in den Wurzelhaaren … einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Anbringung - Horn-Mist-Präparat 01:19:05|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:19:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Geist]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Wenn ich mich darauf [sich innerlich verbinden mit dem was in einem bestimmten Gedanken drin ist] konzentriere … merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterruhe - Formkräfte - Gedankenkräfte 00:13:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:13:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|H}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|H}}[[Horn-Mist-Präparat]], Zeitpunkt Ausbringung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale &#039;&#039;&#039;Zeitpunkt&#039;&#039;&#039; … das &#039;&#039;&#039;Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039; … [was sich] im Boden sich abspielt, … das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da vollzieht.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Anbringung - Horn-Mist-Präparat 01:19:05|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:19:05]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Frühjahrsprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess&#039;&#039;&#039; … ein Abbauprozess … des &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039;. Der Boden verliert an Humusgehalt … ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn … in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Pflanzenernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Vorher hat sie [die Pflanze im Stadium der Keimwurzel und des Spross] den Samen gehabt, den Mehlkörper. … Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; … an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen … die Pflanze … muss sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben … bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Humus 01:04:13|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:04:13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|K}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}Kalium, Eigenversorgung der Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039; … Austauschvorgänge stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen … auf diese Weise kann die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; selbsttätig … sich mit Kalium &#039;&#039;&#039;versorgen&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keimwurzel (siehe [[Wurzel]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die &#039;&#039;&#039;Keimwurzel&#039;&#039;&#039; … in die Tiefe … die Pflanze verwurzelt sich … Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, … dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Entwicklung der Saat - Wurzel, Spross, Keimblatt 00:59:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:59:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kraft]] bewahren&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die Formkräfte … werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum … die &#039;&#039;&#039;Bewahrung&#039;&#039;&#039; dieser &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kräfte, Formen der Kräfte (siehe [[Kraft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind &#039;&#039;&#039;Formen der Kräfte&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kräfte, Nicht messbare (siehe [[Kraft]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels] … &#039;&#039;&#039;Kräfte&#039;&#039;&#039; … die außerräumlich, außerzeitlich … also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt &#039;&#039;&#039;messen&#039;&#039;&#039; kann.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kreiselegge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Kreiselegge&#039;&#039;&#039; kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe … die Kreiselegge … trocknet den Boden aus … bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine 00:44:44|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:44:44]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kristallblättchen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Bewahrung dieser Kräfte&#039;&#039;&#039; [einstrahlende Umkreiskräfte des Fixsternhimmels], … ist … &#039;&#039;&#039;Aufgabe der Tonmineralien&#039;&#039;&#039;. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; gesprochen. … ein &#039;&#039;&#039;Kristallblättchen&#039;&#039;&#039;, ganz fein, mikroskopisch klein … entsteht … aus dem amorphen Zustand … bildet diese hexagonalen Strukturen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristallisation (siehe [[Kristall]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Grundprinzip des Winters heißt &#039;&#039;&#039;Kristallisation&#039;&#039;&#039; … Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung … die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge … kristallbildende Kräfte … im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken … das hexagonale Prinzip … setzt sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge … diese Formkräfte brauchen wir … das ganze Jahr hindurch.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|L}}[[Lebensprozess]] zurückdrängen zum Denken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… [Kontext: Winterprozess] [wenn ich mit meinem &#039;&#039;&#039;Denken&#039;&#039;&#039; etwas verstehen will] da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt während der Winterszeit. Ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durchdenken will. … ich muss die &#039;&#039;&#039;Lebensprozesse&#039;&#039;&#039; in mir &#039;&#039;&#039;zurückdrängen&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterruhe - Formkräfte - Gedankenkräfte 00:13:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:13:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lebendverbauung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… plötzlich zusammenhängen … frostgaren Krümel … dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel … Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist ausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden … ausgekleidet mit … amorphen Substanzen wie Kieselsäure … Aluminium-Hydroxid … Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen … stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur … Diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr … Diesen Prozess nennt man … &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung 00:36:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:36:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lebendiges]], Gleichzeitigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus hier, die Bodensalze aufnimmt über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. … in allem &#039;&#039;&#039;Lebendigen&#039;&#039;&#039; herrscht … die &#039;&#039;&#039;Gleichzeitigkeit&#039;&#039;&#039; … Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Alles Gedankliche hat Gesetzescharakter 00:19:59|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:19:51]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|M}}[[Mikrobe]], [[Humus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die Pflanze … muss sich quasi dieser Bakterien und dieser &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; … bedienen, dass die aktiv werden und den &#039;&#039;&#039;Humus&#039;&#039;&#039; aufschließen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Humus 01:04:13|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:04:13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mikroben|Mikrobe]], Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Aus ihrer eigenen Aktivität &#039;&#039;&#039;ernährt&#039;&#039;&#039; die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen … ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und &#039;&#039;&#039;Mikroben&#039;&#039;&#039; … bis hin zu Pilzen … die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen … steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mensch wird zur Grundlage gemacht&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der Mensch wird zur Grundlage gemacht … Wir müssen alle diese &#039;&#039;&#039;Prozesse in uns&#039;&#039;&#039; aufsuchen, um die &#039;&#039;&#039;Prozesse im Makrokosmos&#039;&#039;&#039;, in der Natur draußen entdecken, um eine &#039;&#039;&#039;Verwandtschaft&#039;&#039;&#039; zu entdecken zwischen &#039;&#039;&#039;Mensch und Natur&#039;&#039;&#039;. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:24:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Mykorrhiza]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel … &#039;&#039;&#039;Mykorrhiza&#039;&#039;&#039; … bezeichnet eine Symbiose zwischen Pflanzenwurzeln und Pilzen … die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser … diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen ist essenziell für die Gesundheit der Pflanze … und spielt eine zentrale Rolle im Austausch von Nährstoffen zwischen Pflanze und Boden … ein unendlich geheimnisvoller Prozess … Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}[[Nahrungsqualität]], Formkräfte des Winters&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 00:09:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:09:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nominalismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… heute haben wir … diese Auffassung, das sind alles Nomen … es ist ein Nominalismus eigentlich … Wir brauchen Namen für das … Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt … Aber da fängt es erst an.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Konzentration der Gedanken - Wille im Denken 00:16:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:16:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|P}}[[Pflanze]], Bedürfnis nach Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen … aus diesem &#039;&#039;&#039;Bedürfnis&#039;&#039;&#039; heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum … die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Formgestalt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Winterprozess] … was eigentlich wintertypisch ist … beim Winterweizen … dass die Blättchen … platt an die Erde legen, wie ein Stern … rosettenartig angeordnet … platt an die Erde gedrückt … das Wachstum kommt vollkommen zu Ende … die sternförmigen, rosettenartigen Bildungen … wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde … diese &#039;&#039;&#039;Formgestaltung&#039;&#039;&#039; der &#039;&#039;&#039;Pflanzen&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterung - Winterweizen 00:04:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:04:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Frühjahrsprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039;, was muss sie im &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; machen? Sie muss mit der Erde sich verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Gestaltbildung Wärme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; ist … in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt … In der Luft und der &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; bildet sich ihre &#039;&#039;&#039;Gestalt&#039;&#039;&#039; aus … Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen 01:06:09|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:06:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Ernährung von unten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… sie [die grünen Blätter] würde natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo &#039;&#039;&#039;von unten&#039;&#039;&#039; Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe … diesen ganzen Prozess unterstützen würden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Synthetisierung am Sonnenlicht 01:07:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:07:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Qualitätsbildung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die eigentliche &#039;&#039;&#039;Qualitätsbildung&#039;&#039;&#039; [der &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039;] wird im Winter veranlagt … durch die einstrahlenden Formkräfte … die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Formkräfte des Winters - Nahrungsqualität 00:09:02|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:09:02]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pflanze]], Wachstum aus Vergangenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wächst&#039;&#039;&#039; … aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? … die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann … der Mehlkörper, der Samenmehlkörper … der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können … das holt sie aus sich selbst heraus, &#039;&#039;&#039;aus&#039;&#039;&#039; der &#039;&#039;&#039;Vergangenheit&#039;&#039;&#039;, Veranlagt im vergangenen Jahr. … sowohl die Keimwurzel … als auch dieser Keimling … ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Samenmehlkörper 01:02:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:02:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pflanzenwachstum, Sonnenlicht (siehe [[Pflanze]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… [Pflanzenstadium nach der Keimung] dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann … da synthetisiert sie [die Pflanze] am &#039;&#039;&#039;Sonnenlicht&#039;&#039;&#039; … Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht … Synthetisiert sich im Sonnenlicht über das Blatt, über das Chlorophyll … Die Pflanze ernährt sich … durch die Assimilate an der Sonne in den grünen Blättern … fließen … herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernährt sie sich weiter durch die Assimilate an der Sonne in den grünen Blättern.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Synthetisierung am Sonnenlicht 01:07:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:07:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phosphorsäure]], Selbstversorgung Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Die Phosphorsäure holt sie [die Pflanze] im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden … die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen … durch den mikrobiellen Abbau wird diese &#039;&#039;&#039;Phosphorsäure&#039;&#039;&#039; frei und die &#039;&#039;&#039;Pflanzen&#039;&#039;&#039; nehmen sie auf.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|R}}[[Raumprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Die Zusammenführung [z.B. dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine] heißt ein &#039;&#039;&#039;Raumprozess&#039;&#039;&#039;. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen [z.B. Die Sämaschine nicht mit der Scheibenegge kombinieren, sondern erst Abschleppen, damit das Unkraut kommt, und zeitversetzt die Sämaschine].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun 00:46:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:46:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Realität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… dieses Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität … die kann man jedenfalls gedanklich erahnen … . Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen-, an solchen Verhältnissen sich exponiert.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde 00:10:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:10:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Rhizosphäre]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… eine &#039;&#039;&#039;Rhizosphäre&#039;&#039;&#039; entwickelt … um die Wurzeln herum … eine Rhizosphäre von Symbiosen … Mikroben des Bodens, die da auch diese Lebendverbauung verursachen … heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden … ätzen die Mineralien an durch die Säuren … mikrobieller Abbau … im direkten Umkreis der Wurzeln.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|S}}[[Sandboden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt … der &#039;&#039;&#039;Sandboden&#039;&#039;&#039; zieht [vor allem im Frühjahresprozess] die Luft sehr schnell ein weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Erwärmung des Bodens - warmer Sandboden, kalter Tonboden 00:30:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:30:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Sämaschine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine &#039;&#039;&#039;Sämaschine&#039;&#039;&#039; … die macht das viel besser als die Handsaat … die Handsaat streut ja … während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab, dosiert … die Saatgutmenge … ab, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt … in der Saatgut-Rille … und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt … der Nachstreicher … deckt das wieder zu … durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten … dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Eggen-Strich mit Krümelwalze - danach die Sämaschine 00:53:57|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:53:57]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Samenkorn]] ernährt die Pflanze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Samenmehlkörper … enthält alles dasjenige, was die &#039;&#039;&#039;Pflanze&#039;&#039;&#039; braucht, um keimen zu können … das holt sie aus sich selbst heraus … sowohl die Keimwurzel … als auch dieser Keimling … wird zunächst mal nur aus dem &#039;&#039;&#039;Samenkorn&#039;&#039;&#039; ernährt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Samenmehlkörper 01:02:36|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:02:36]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Schlepper]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun … Ich muss mich in den Zeitprozess stellen … das Abschleppen eine ganz große Bedeutung … nicht so früh mit den [[Schlepper|Schleppern]] auf den Acker … im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun 00:46:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:46:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sternenhimmel und Erde in Korrespondenz&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der &#039;&#039;&#039;Sternenhimmel&#039;&#039;&#039; [in eiskalten Winternächten] … tritt mit der &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; in eine Beziehung … das Gefühl … dass da eine Relation ist … dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde … sondern dass das irgendwie in einer &#039;&#039;&#039;Korrespondenz&#039;&#039;&#039; steht … dieses Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde 00:10:10|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:10:10]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stern]], Sternengesetze&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Aufgrund der jetzt &#039;&#039;&#039;einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels&#039;&#039;&#039;, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die &#039;&#039;&#039;außerräumlich, außerzeitlich&#039;&#039;&#039;, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. … nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach &#039;&#039;&#039;Sternengesetzen&#039;&#039;&#039;, das heißt nach dem &#039;&#039;&#039;hexagonalen Prinzip&#039;&#039;&#039; sich durchgestalten, durchformen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formkräfte 00:06:14|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:06:14]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stickstoff]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… durch die Stickstoffdüngung … wird gerade dieser Prozess [der von der Pflanze selbst gesteuerte Vorgang der Eigenernährung] gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen … die Mikroben des Bodens … bauen jetzt um die Wurzel herum den Humus ab … sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren … ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt … &#039;&#039;&#039;Stickstoff&#039;&#039;&#039;, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Stickstoff]] (-Überhang)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Winterprozess des Bodens] … ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem &#039;&#039;&#039;Stickstoff-Überhang&#039;&#039;&#039; … es ist zu viel Stickstoff vorhanden … die Pflanzen werden gedrängt, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - Wachstumsruhe oder Wachstumszwang 00:02:51|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:02:51]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Striegel]], Bodenbeatmung, [[Bodenbearbeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Hauptinstrument ist der &#039;&#039;&#039;Striegel&#039;&#039;&#039;. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die [[Hacke]] bei den [[Hackfrüchten]] oder im [[Feldgemüsebau]] … das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen … dass der [[Boden]] so gebrochen ist, dass das schwere [[Kohlendioxid]] durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits [[Sauerstoff]] in den Boden reinkommt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beatmung des Bodens 01:22:35|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
* „… das allerwichtigste Instrument ist der &#039;&#039;&#039;Striegel&#039;&#039;&#039; … der Netzstriegel … ist unübertroffen … kann sich jeder Bodenunebenheit angliedern … das beste Instrument … den Boden, die [[Bodenkruste]] zu durchstoßen … die Striegelarbeit … immer auch ein bisschen [[Unkraut]] dabei erwischt … früher ist eine Hautbearbeitung … wie wenn man die Kühe striegelt … so striegelt man jetzt den Acker und bricht die Kruste … das regt den [[Stickstoff]]-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Netzstriegel - Striegelbearbeitung - Hautbearbeitung 01:25:37|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:25:37]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|T}}[[Ton]], Tonboden, Kalter Boden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… im &#039;&#039;&#039;Tonboden&#039;&#039;&#039;, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen &#039;&#039;&#039;kalten Boden&#039;&#039;&#039; nennt … der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange … er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist … Weil er in den Poren das Wasser hat - das sind sehr feine Poren - das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Erwärmung des Bodens - warmer Sandboden, kalter Tonboden 00:30:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:30:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Ton]], Tonmineralien, Abbau&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst … mit diesen Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst das zusammen, dass da keine Grenze mehr ist … Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus … die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen … die &#039;&#039;&#039;Tonmineralien&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;abgebaut&#039;&#039;&#039; werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium … auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig … sich mit Kalium versorgen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Symbiosen der Pflanze im Boden 01:11:11|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:11:11]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|U}}Unkrautbekämpfung (siehe [[Unkraut]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Frühjahr] … alle &#039;&#039;&#039;Unkrautbekämpfung&#039;&#039;&#039; ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische … da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet … da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe … aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet … und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare … da kann ich sie nicht mehr rausreißen … dann holt sie der Striegel nicht mehr raus.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Erste Generation Unkraut 00:52:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:52:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unkraut]], Fädiges Stadium&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Frühjahr] … und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben … dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen … man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, … indem man auf den Acker geht … diese Bewegung macht … dass er sich auch hinkniet … dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind … diese weißen Fäden ist das aufgelaufene &#039;&#039;&#039;Unkraut&#039;&#039;&#039; … was noch nicht den Boden durchstoßen hat … alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem &#039;&#039;&#039;fädigen Stadium&#039;&#039;&#039; erwische … da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Erste Generation Unkraut 00:52:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:52:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Unkraut]], Unkrautkeimung, Förderung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche [durch das Abschleppen im Frühjahr] keimen kann … kommt schön Luft rein, kommt schön Wärme rein … die Unkräuter … fangen jetzt an zu keimen … wir müssen diesen &#039;&#039;&#039;Keimvorgang&#039;&#039;&#039; der Unkräuter … &#039;&#039;&#039;anregen&#039;&#039;&#039; … gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung … die Frostgare … wird gleichmäßig verteilt … gleichmäßige Oberfläche, die locker ist … und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Förderung der Unkrautkeimung und der Lebendverbauung 00:41:47|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:41:47]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|V}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|V}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|W}}[[Wintererlebnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… im Winter … denkt sich die Erde selber … das ist ein Wintererlebnis … Jeder Denkakt ist ein &#039;&#039;&#039;Wintererlebnis&#039;&#039;&#039; … der Winterprozess … äußerlich … ein Todesprozess, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen 00:24:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:24:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Winterkräfte]], Zur Ruhe kommen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das äußere Leben ist verschwunden … diese &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039; werden wirksam … und da findet ein Prozess statt … wenn man denkt … ich muss erst mal &#039;&#039;&#039;zur Ruhe kommen&#039;&#039;&#039;, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt während der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; … ich muss innerlich irgendwie zur Ruhe kommen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterruhe - Formkräfte - Gedankenkräfte 00:13:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:13:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Winterprozess]], Aufgabe des Menschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Ergebnis dieses &#039;&#039;&#039;Winterprozesses&#039;&#039;&#039;, wo die Natur sich selber bearbeitet … da haben wir nichts zu suchen draußen … [aber] wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter … und schauen uns … diese Stimmungen … an … Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beginn des Frühlingsprozesses 00:28:31|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:28:31]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Winterprozess]], Ruhezustand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Einzige, was dann noch wächst während des &#039;&#039;&#039;Winters&#039;&#039;&#039; … alles andere ist tot … also ist abgestorben und im &#039;&#039;&#039;Ruhezustand&#039;&#039;&#039; … die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide … wachsen ganz, ganz langsam noch.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterung - Winterweizen 00:04:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:04:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Winterprozess]], Verborgenheit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Boden] … der &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist ein sehr &#039;&#039;&#039;verborgener&#039;&#039;&#039; … weil … eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert … die Pflanzen sind abgestorben im Herbst … ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren … im Winter hört das Wachstum auf … aber … bei dieser milden Witterung … sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen … ein Zwang … durch den Stickstoff-Überhang.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - Wachstumsruhe oder Wachstumszwang 00:02:51|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:02:51]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Abbauprozesse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Mikroben des Bodens … gruppieren sich um die &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; … von der Wurzel ernährt … bauen jetzt um die Wurzel herab den Humus ab … ätzen die Mineralien an durch die Säuren … ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt … der PH-Wert wird erniedrigt … der Humus wird angegriffen … Stickstoff, Phosphorsäure und solche Stoffe werden durch den mikrobiellen &#039;&#039;&#039;Abbau&#039;&#039;&#039; aus dem Humus freigesetzt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus 01:16:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:16:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Atmung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;atmet&#039;&#039;&#039; wie Mensch und Tier … die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O2, Sauerstoff, hat … CO2 im Boden … wirkt nämlich wie ein Gift … schwerer als Luft … möchte immer im Boden unten bleiben … ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht … dass der Boden entlüften kann [und er] Sauerstoff einatmen kann.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Beatmung des Bodens 01:22:35|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:22:35]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Ausscheidungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln … die sogenannten &#039;&#039;&#039;Wurzelausscheidungen&#039;&#039;&#039; aus … Eiweißbruchstücke, niedermolekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlehydrate … Fermente … Säuren, organische Säuren … die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden … durch diese Wurzelausscheidungen … ernährt die Pflanze den Boden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Pflanze ernährt den Boden 01:09:38|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:09:38]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;zu Wurzel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit… durch Mykorrhizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel … Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen 01:06:09|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:06:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Wurzelhaare&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… sobald sich hier diese feinen &#039;&#039;&#039;Wurzelhärchen&#039;&#039;&#039; herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt … das ist auch ein Problem … der Unkrautbekämpfung … Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare … Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt aus überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Ausbildung der Wurzelhaare 01:01:13|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:01:13]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Wurzelhaare wachsen mit Erde zusammen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… diese Wurzelhaare … bilden ganz feine Ausstülpungen … einen halben Millimeter lang, … Diese &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;wachsen&#039;&#039;&#039; mit dem &#039;&#039;&#039;Erdreich&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;zusammen&#039;&#039;&#039;. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen 01:06:09|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:06:09]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Ernährung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… Diese sogenannten Assimilate [durch Synthese im Sonnenlicht in den Blättern entstanden], die sich hier oben in der grünenden Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die &#039;&#039;&#039;Wurzeln&#039;&#039;&#039;. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu &#039;&#039;&#039;ernähren&#039;&#039;&#039; … rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel, durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Synthetisierung am Sonnenlicht 01:07:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:07:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Kronwurzel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… die &#039;&#039;&#039;Kronwurzeln&#039;&#039;&#039; … die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln … die wachsen ganz, ganz langsam noch [während des Winters in die Tiefe].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterung - Winterweizen 00:04:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:04:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Nerven-Sinnes-Pol&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… der Gesamtumfang dessen, was sich … [bei der Wurzel] in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist … ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn er denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem … statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist … so ähnlich wie im menschlichen Haupt, … auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird … die &#039;&#039;&#039;Wurzel&#039;&#039;&#039; ist eigentlich der &#039;&#039;&#039;Nerven-Sinnes-Pol&#039;&#039;&#039; der Pflanze.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Wurzel als Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze 01:21:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 01:21:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wurzel]], Saugwurzel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Einzige, was dann noch wächst während des Winters … das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden &#039;&#039;&#039;Saugwurzeln&#039;&#039;&#039; der Wintergetreide … sie wachsen ganz, ganz langsam noch … aber sie wachsen in die Tiefe … in Richtung Erdmittelpunkt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterung - Winterweizen 00:04:19|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:04:19]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Z}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Z}}[[Zeitpunkt]], Richtiger&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum &#039;&#039;&#039;richtigen Zeitpunkt&#039;&#039;&#039; das Richtige richtig zu tun … Ich muss mich in den Zeitprozess stellen … das Abschleppen eine ganz große Bedeutung … nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker … im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun 00:46:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:46:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|0-9}}9 Grad, Unkrautwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „… im frühesten Frühjahr … wenn der Boden sich oberflächlich … erwärmt hat [Mitte Februar] … Erst bei &#039;&#039;&#039;neun Grad&#039;&#039;&#039; fangen überhaupt dann die &#039;&#039;&#039;Unkrautsamen&#039;&#039;&#039; an, zu keimen … der Boden dunkel durch die Wassersättigung … Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell … dass Luft und Wärme in den Boden reinkommt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018#Ruhe im Winter - Geduld im Frühjahr 00:33:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 2. Folge, 2018, 00:33:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar erstellt von François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seminare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_3._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28715</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2026-10-12T22:58:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Hier klicken&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred_Klett_2v4_Bodenentwicklung_im_Jahreslauf.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc|thumb|[[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] am 20. Januar 2018 bei seinem Vortrag über Bodenentwicklung im Jahreslauf (3. Folge) in der [[Landbauschule Dottenfelderhof]]. Film/Foto: François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 20. Januar 2025 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=41s Landwirt als Vorausdenkender 00:00:41] ===&lt;br /&gt;
Also was ja das ganze Anliegen ist, das ist, dass wir nicht nur, wie das in der &#039;&#039;&#039;modernen Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; der Fall ist, in einem punktuellen Denken uns bewegen. Punktuell, das heißt, dass man alle &#039;&#039;&#039;Arbeitsprozesse möglichst zusammenführt&#039;&#039;&#039; in einem. Und dann hat es sich. Und so ist dort auch die moderne Bodenbearbeitung, ist von der Art, dass man eben die Tendenz hat, möglichst wenige Arbeitsgänge zu machen und die zu kombinieren. Also einmal eine Bodenbearbeitung und schon auch gesät gleichzeitig. Und so ist es auch mit der Ernte mit dem Mähdrescher. Da merkt man gar nicht mehr, dass man überhaupt noch erntet. Das merkt man auf dem Hof gar nicht mehr, dass da eine Ernte draußen stattfindet. Und so ist es eigentlich mit allem in der Landwirtschaft heute. In einem Einmannbetrieb kann man gar nicht anders operieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist sozusagen - ich erinnere noch mal an dieses Beispiel, das ich erwähnt habe, das der [[w:Achilles_und_die_Schildkröte|Wette von dem Achilleus mit der Schildkröte]]. Das ist so kennzeichnend, dieses Rätsel, was eben für sich nicht lösbar ist, weil der Achilleus, das war zweifellos ein Schnellläufer. Aber die Schildkröte war weiser als Achilleus. Die hat die Weisheit gegen die Schnelligkeit gesetzt. Und hat gewonnen, den Wettlauf gewonnen, weil er sie nie eingeholt hat, aufgrund der &#039;&#039;&#039;Eindimensionalität&#039;&#039;&#039; des ganzen Geschehens, wo sie nur drum gebeten hat, den Achilleus, um einen kleinen Vorsprung. Und nachdem er ihr das zugestanden hat, war die Wette gewonnen. Weil man nur eindimensional denkt. An solchen Dingen haben sich die Griechen geübt, ihr Denken geübt. Also es geht darum, jetzt diese zweite Dimension hinzu zu denken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die &#039;&#039;&#039;zweite Dimension ist die Zeit&#039;&#039;&#039;. Und das spielt in der Bodenbearbeitung die Rolle schlechthin, dass wir in der Zeit denken lernen, nicht nur räumlich, punktuell, sondern im &#039;&#039;&#039;Zeitprozess denken lernen&#039;&#039;&#039; und sagen, die Arbeit, die wir jetzt machen, bereitet eine bestimmte Bodenentwicklung vor oder hilft, dass sie stattfinden kann. Und dann kommt der nächste Bodenbearbeitungs-Gang und der bereitet wiederum eine bestimmte Entwicklung vor. Man muss als Landwirt oder richtiger Ackerbauer, sage ich mal, prometheisch denken. Man muss vorausdenken. Man muss immer den Prozess, der jetzt fällig ist, den die Natur schon irgendwie macht, aber dass man den wirklich also optimiert, den muss man vorausdenken. Das macht den modernen oder überhaupt den wirklich tüchtigen &#039;&#039;&#039;Landwirt&#039;&#039;&#039; aus, dass er ein &#039;&#039;&#039;Vorausdenkender&#039;&#039;&#039; ist, ein &#039;&#039;&#039;Prometheiker&#039;&#039;&#039;, gerade im Ackerbau. Aber da muss man in der zweiten Dimension leben. Und es gibt auch noch die dritte Dimension. Das wäre sozusagen engstens verknüpft mit der Düngung. Und vielleicht noch eine vierte Dimension, engstens verknüpft mit dem menschlichen Geist. Also da reden wir jetzt nicht davon. Sondern zunächst mal nur, dass man den Zeitfaktor genügend berücksichtigt, gerade bei der Bodenbearbeitung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=248s Jeder Pflanzentypus braucht entsprechende Bodenbearbeitung 00:04:08] ===&lt;br /&gt;
Und was wir jetzt im Frühjahr hauptsächlich tun, ist ja nur, einen &#039;&#039;&#039;Prozess zu unterstützen&#039;&#039;&#039;, der dann in der Folgezeit, wenn wir die Saat ausbringen, wirklich den Boden so vorbereitet hat, dass die Pflanze alles dasjenige findet, was ihr die Möglichkeit gibt, jetzt die Bodenprozesse selber weiter zu steuern. Also über die Wurzelausscheidungen und über alles das, dass die Wurzel wirklich in die Tiefe geht, sich wirklich anständig verzweigt. Dass der &#039;&#039;&#039;Typus der Pflanze sich offenbaren kann&#039;&#039;&#039;. Also jede Pflanze hat ja einen bestimmten Typus - übrigens ein Begriff, den Goethe geprägt hat in seiner Pflanzenforschung, Metamorphose der Pflanze. Aber (der) auch heute sagt man &#039;&#039;&#039;Phänotyp&#039;&#039;&#039; oder irgendwie so, in der heutigen Wissenschaft. Also jede Rosazee als Familie, aber dann jede einzelne Art unter den Rosazeen offenbart einen bestimmten Typus. Die Buschrose anders als eine Zuchtrose, Gartenrose oder aber unter den Tieren genauso. Überall muss man einen Blick haben für den Typus von etwas. Und jetzt geht es darum, wenn wir Ackerbauer sind oder Pflanzenbauer, Gartenbauer, dann müssen wir ein bisschen einen &#039;&#039;&#039;Blick haben für den Typus&#039;&#039;&#039; einer Pflanze, den wir jetzt anbauen. Was offenbart sich da in einer solchen Gestalt einer Gemüsepflanze oder einem Getreide, einer Getreideart. Und &#039;&#039;&#039;darauf müssen wir natürlich auch die ganze Bodenbearbeitung abstellen&#039;&#039;&#039;. Wir handeln immer in einen universalen Zusammenhang hinein. Und dieser universale Zusammenhang offenbart sich immer im Zeitprozess.&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch_Manfred_Klett_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst.jpg|verweis=Manfred_Klett,_Buch:_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst|mini|Inhaltsverzeichnis des Buchs &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot; von Dr. Manfred Klett. [[Manfred Klett: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Hier klicken]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=367s Erste Unkrautgeneration bleibt 00:06:07] ===&lt;br /&gt;
So. Und jetzt haben wir ja gesehen, wie wir im Frühjahr dadurch einen Prozess befördern, dass wir den umgebrochenen, im Herbst umgebrochenen Acker, ob er jetzt gepflügt ist oder tief gegrubbert ist oder wie es auch sein mag, was man alles da heute machen, denken kann, dass wir den Acker jetzt abschleppen, um die möglicherweise noch vorhandene Frostgare noch zu retten und einzuebnen. Damit dann in Verbindung mit der Bodenfeuchte da jetzt ein Milieu geschaffen wird, in dem der Unkrautsame, der sowieso schon gequollen ist, schon über den Winter gequollen ist, aber eben nicht wächst, nicht keimt, aber jetzt, wo es warm wird, bis zu neun Grad Celsius im Boden, dann fängt es an zu keimen. Diese Unkräuter, die jetzt wachsen, diese &#039;&#039;&#039;erste Unkrautgeneration&#039;&#039;&#039;, die können wir &#039;&#039;&#039;nicht wegspritzen&#039;&#039;&#039;, wollen wir auch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=432s Totalherbizid - Revolution und Bedrohung 00:07:12] ===&lt;br /&gt;
Und das ist ja gerade die punktuelle Denkweise des &#039;&#039;&#039;modernen Landbaus&#039;&#039;&#039;, dass man ein &#039;&#039;&#039;Roundup-Ready&#039;&#039;&#039; hat, das ist das Glyphosat. Und das &#039;&#039;&#039;Glyphosat ist ein Totalherbizid&#039;&#039;&#039;, also gegen das die jetzt da demonstrieren da in Berlin. Das ist ein Totalherbizid, was die Landwirtschaft vollständig revolutioniert hat über die ganze Welt hin. In Amerika funktioniert die ganze Landwirtschaft nur noch auf dieser Basis. Und Europa droht sie, auch nur noch auf dieser Basis zu funktionieren. Deswegen haben wir von Jahr zu Jahr &#039;&#039;&#039;weniger Betriebe, die noch überhaupt existieren können&#039;&#039;&#039;. Denn so ein Totalherbizid lässt sich nur dort einsetzen, wo man von vornherein gute Böden hat. Das lohnt sich gar nicht, sozusagen im Mittelgebirge da irgendwo noch mit diesem Zeug da rumzumachen. Die Erträge bringen es dann nicht mehr, um das alles zu bezahlen, was man da alles an Inputkosten hat. Also dieses &#039;&#039;&#039;Totalherbizid&#039;&#039;&#039; sorgt dafür, dass die Landwirtschaft immer &#039;&#039;&#039;mehr Erträge&#039;&#039;&#039; bringt und immer ärmer wird, immer mehr Betriebe aufgeben müssen, weil sie diese fixen Kosten nicht mehr bewältigen können. Und also die Betriebsabnahme, ich habe immer gemeint, irgendwann ist doch mal Schluss. Aber es geht immer weiter. Also man geht davon aus, dass in den nächsten Jahren wieder 1.000 Betriebe irgendwie aufgeben in Hessen. Ja und dann werden die anderen immer größer. Und das größer werden der Betriebe bedeutet, umso mehr Totalherbizid, dass ein Mann so einen ganzen Betrieb von mehreren hundert Hektaren dann irgendwie maschinell bewältigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=541s Unkräuter und ihre ökologische Bedeutung 00:09:01] ===&lt;br /&gt;
Also wenn wir das nicht machen und das wollen wir ja auch nicht, sondern wir wollen wirklich der Natur Raum geben, ihren eigenen Gesetzen und die nur eben fördern, unterstützen, optimieren im Jahreslauf. Und da müssen wir eben zusehen, wie wir im Frühjahr, jetzt im Übergang vom Winter, im Frühjahr diese Vorbereitung bis zur Saat nutzen, um den &#039;&#039;&#039;Unkrautbestand so gering wie nur möglich&#039;&#039;&#039; zu halten. Ihn &#039;&#039;&#039;nicht auszuschalten&#039;&#039;&#039;, weiß Gott nicht. Es geht nicht darum, dass man die Unkräuter einfach gleichsam so behandelt wie ein Totalherbizid, sondern die haben ja ihre Bedeutung, die haben ihre &#039;&#039;&#039;ökologische Bedeutung&#039;&#039;&#039;. Nicht wahr, das sind ja blühende Elemente in der Landwirtschaft, auf den Äckern draußen für die Bienen, für die ganze Insektenwelt, für alles, was da kreucht und fleucht, haben die irgendeine Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das hat gar keinen Sinn, zu meinen, die Äcker müssten total unkrautfrei sein. Das sind Hirngespinste, würde ich mal sagen, die man eigentlich heute hat, irgendwie aus rein technologischem Denken heraus. Sondern alle Unkräuter und zwar jedes Unkraut hat irgendeine Bedeutung, auch für die &#039;&#039;&#039;Humusbildung&#039;&#039;&#039;. Also die Humusbildung ist ja keineswegs so, dass es jetzt also egal ist, von wo der Humus herkommt, sondern jede Pflanzenart trägt etwas zur Qualität der Humusbildung bei. Und so auch die Unkräuter. Und zwar insbesondere die Wurzeln von den Unkräutern. Und &#039;&#039;&#039;Unkräuter sind ja im Grunde genommen Heilkräuter,&#039;&#039;&#039; nahezu allesamt. Die sind ja &#039;&#039;&#039;medizinal&#039;&#039;&#039;, die sind ja &#039;&#039;&#039;offizinal&#039;&#039;&#039;. Das heißt irgendwie, irgendein Pflanzenkenner unter den Ärzten versteht sich dann auf diese Unkräuter und der kann die als Tee´s oder sonst wie einsetzen. Ich sagte ja schon mal hier in dem Zusammenhang, es gibt &#039;&#039;&#039;nach Paracelsus keine Einzelpflanzenart, die nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilt&#039;&#039;&#039;. Und so ist es mit den Unkräutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=681s Landbau muss zur Kunst werden 00:11:21] ===&lt;br /&gt;
Aber Sie müssen es in Maßen halten, denn wir wollen ja eine Nahrungsfrucht erzeugen. Da muss &#039;&#039;&#039;das richtige Gleichgewicht&#039;&#039;&#039; gefunden werden. Und diese Zeit vom Winter zum Frühjahr ist die Zeit, wo wir das vorbereiten müssen. Und das ist schon mal eine ordentliche Kunst. Man merkt, dass die Landbau-, weiß nicht was, -Wissenschaft heute, die muss zur &#039;&#039;&#039;Landbaukunst&#039;&#039;&#039; werden. Man muss ein künstlerisches Vermögen entwickeln, auf dieser Klaviatur, wie wir das gestern Abend gehört haben, jetzt unser eigenes Konzert zu spielen durch das Jahr hindurch. &#039;&#039;&#039;Jeder Hof hat seine eigene Melodie&#039;&#039;&#039;, in dieser Hinsicht. Und jeder hat seinen &#039;&#039;&#039;eigenen Rhythmus&#039;&#039;&#039; in dieser Hinsicht. Und jeder hat auch das harmonische Ganze, was zur Dreiheit des Musikalischen gehört, die &#039;&#039;&#039;Harmonie&#039;&#039;&#039;. Auch diese muss er selber sozusagen herstellen. Wir sind eigentlich als Landwirte sozusagen, das ist die Mission einer zukünftigen Landwirtschaft, dass man das begreift: &#039;&#039;&#039;Landbau muss wieder eine Kunst werden&#039;&#039;&#039;. Und so ist die Bodenbearbeitung im eminentesten Sinne eine Kunst, indem sie nämlich der Natur etwas vermittelt, den Naturprozessen, durch die, die so über etwas, über sich selbst hinausgeführt werden, über die Standortmöglichkeiten, wo man gerade ist, muss sozusagen diese Naturhaftigkeit, muss ein bisschen auf ein höheres Niveau gehoben werden. Und das macht dann eigentlich die Kunst des Landwirts aus. So. Und jetzt möchte ich nochmal/ Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kann ich noch eine Frage stellen, bevor Sie in den Sommer gehen? Und zwar die Winterfurche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Kommen wir noch drauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Also es geht mir nur nochmal um so eine Beleuchtung. Also wir kennen zumindest im Osten ständig das Argument, Winterfurche ist &amp;quot;Scheiße&amp;quot;. Zum einen weil nichts drauf ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Weil es?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Weil nichts drauf ist, weil nichts bewurzelt ist, nichts bewachsen ist über Winter, dass es quasi brachliegt, also nackt daliegt. Und zum anderen, weil die Frostgare die Struktur zerschmettert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ich komme auf diese Problematik noch zu sprechen. Sehen Sie, ja erst kommen wir ja erst vom Frühjahr zum Sommer und dann zum Herbst und dann zum Winter. Und da tritt diese Frage - wird diese Frage virulent.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=834s Kombinierte Arbeitsgänge - Zeitverkürzung - Unkrautvermehrung 00:13:54] ===&lt;br /&gt;
So, und jetzt möchte ich noch einmal betonen, dass bei der Aussaat, wenn der Boden gut genug vorbereitet ist, dass die heutige Art, die so elegant ist wie nur was, dass man mit der &#039;&#039;&#039;Kreiselegge, die kombiniert mit der Sämaschine&#039;&#039;&#039;, dass man davon wirklich die Finger lässt. Weil man dann, das ist ja die Verkürzung, ein &#039;&#039;&#039;Zeitverkürzungprozess&#039;&#039;&#039;, sondern das Unkraut muss vorher bekämpft werden, dass man die Kreiselegge höchstens nur noch braucht, um grobe Schollen irgendwie zu zerteilen, wenn es ein schwerer Boden ist, schlecht durch den Winter gekommen, da kann es sein, dass ich jetzt noch mal mit der Kreiselegge vorher vorweg das Ganze noch mal rumrühre, aber man muss dann aufpassen, dass nicht zu viel Erdbewegung stattfindet, weil sonst wieder &#039;&#039;&#039;neue Unkräuter&#039;&#039;&#039; auskeimen. Je mehr ich die Erde bewege, tiefere Schichten erschließe und die kommen nach oben und schon keimen wieder neue Unkräuter aus. So, also die Kreiselegge möchte ich nochmal betonen. Also es ist für mich eindringlich, also ich kann da gar nicht zugucken, was man heute so macht, weil man der Eleganz erliegt, die die heutigen Bodenbearbeitungsverfahren haben. Und schaut nicht mehr hin, um was es eigentlich geht. Und wundert sich dann auch noch, dass da ein Unkraut auf dem Acker draußen steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=928s Rhizossphäre 00:15:28] ===&lt;br /&gt;
Jetzt nehmen wir an, wir hätten also ganz optimal gesät. Und dann haben wir ja drüber gesprochen, wie also jetzt hier die Wurzel herunter wächst und hier sich dann nach oben dann die Blättchen entwickeln, an die Blattrosette, die Wurzeln in die Tiefe gehen und jetzt diese Wurzelhaare sich entwickeln. Hier an jeweils an die Wurzelspitzen, ganz feine Wurzelhärchen. Und dass sie als Assimilate, die sich oben bilden, jetzt über die Wurzelhärchen ausgeschieden werden in den Umkreis. Und jetzt im Umkreis dieser Wurzeln diese &#039;&#039;&#039;Rhizossphäre&#039;&#039;&#039; sich bildet. Dass sich also ein &#039;&#039;&#039;symbiontischer Mantel von Mikroben um die Wurzel&#039;&#039;&#039; herum sich bildet. Also dass die Wurzel richtig eine Wurscht wird, wenn man das mal genauer angucken würde. Man hat mal ausgerechnet, dass rund siebzig Prozent des gesamten Mikrobenlebens im Frühjahr, wenn die Kulturpflanze wirklich sich entfaltet, gesät ist, sich jetzt mehr und mehr versammeln und vermehren, rund um die Wurzeln. In den Dienst des Pflanzenwachstums sich stellen. Und dann aber auch im Umkreis der Pflanzenwurzel dann anfangen, den Humus abzubauen. Deswegen sagte ich ja, dass das also der Prozesse ist, um den es da geht, Humusabbau. Humusabbau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1033s Förderung durch &amp;quot;Hautbearbeitung&amp;quot; 00:17:13] ===&lt;br /&gt;
Und dass dieser Prozess jetzt von uns gefördert werden muss, da haben wir auch drüber gesprochen. Und dass dafür bestimmte Bodenbearbeitungs-Maßnahmen erforderlich sind. Und da haben wir von der &#039;&#039;&#039;Hautbearbeitung&#039;&#039;&#039; gesprochen. Hautbearbeitung. Also nur zwei bis drei Zentimeter tief, so als ungefähres Maß. Hängt immer vom Standort ab. Nur kratzen. Kruste brechen, das ist das eigentliche Wort. &#039;&#039;&#039;Kruste brechen&#039;&#039;&#039;. Nach jedem Regen bildet sich diese Kruste. Da kann man Gift drauf nehmen. Im Ackerbau ist das einfach so, weil der Humusgehalt von vornherein ein bisschen niedriger ist als im Gartengelände. Wenn der bei zwei Prozent Humus im Boden ist, selbst bei 2,5 Prozent treten diese Verschlemmungs-Erscheinungen an der Oberfläche auf. Und die muss ich also wieder brechen, weil der &#039;&#039;&#039;Boden atmet wie Mensch und Tier.&#039;&#039;&#039; Nämlich Kohlendioxid aus und Sauerstoff ein. Die Pflanze, die oberirdische Pflanze macht das Umgekehrte. Die atmet Kohlendioxid ein und Sauerstoff aus. Über die Blätter atmet sie Kohlendioxid ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1111s Atemprozess der Erde 00:18:31] ===&lt;br /&gt;
Also was hier entbunden wird im Boden, das tun die Pflanzen da oben schon wieder verwerten in den Blättern. Das ist eine unglaubliche Erscheinung, dass ein und derselbe Organismus umgekehrte Atmungsprozesse hat, unter der Erde, über der Erde. Und dann sagte ich eben, dass diese Kohlensäure, die hier entsteht, durch Abbauvorgänge und immer, wenn etwas abgebaut wird, dann entsteht Kohlendioxyd, dass das aus der Erde raus muss. Das ist schwerer als die Luft, spezifisch schwerer. Und jetzt muss nur oben durch die Krustenbrechung hier sehen, dass das also hier, das Kohlendioxid abgeleitet wird. Und wenn dann über unseren Acker ein Wind streicht im Frühjahr, dann wirkt der &#039;&#039;&#039;Wind&#039;&#039;&#039; immer so, der saugt dann das schwere &#039;&#039;&#039;Kohlendioxid aus den Bodenporen heraus&#039;&#039;&#039;, herauf an die Luft. Das ist der Sinn des Windes für die Landwirtschaft, dass der Boden entlüftet wird, durch den über den Acker streichenden Wind. Ein Sinn von vielen. Das ist nicht nur der einzige, aber ein wesentlicher Faktor. Und gleichzeitig, durch das &#039;&#039;&#039;Brechen der Kruste&#039;&#039;&#039;, kann dann wieder &#039;&#039;&#039;Sauerstoff in den Boden&#039;&#039;&#039; rein, denn alle &#039;&#039;&#039;Bodenorganismen sind Sauerstoffatmer&#039;&#039;&#039;, die sogenannten Aerobier. Unter den Mikroben möchten wir gerade, dass die &#039;&#039;&#039;Aerobier&#039;&#039;&#039;, die Sauerstoffatmer aktivieren, die diesen Humusabbau betreiben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1212s Sauerstoffmangel - Fäulnis 00:20:12] ===&lt;br /&gt;
Es gibt auch Mikroben im Boden, die sind &#039;&#039;&#039;Anaerobier.&#039;&#039;&#039; Das heißt, es sind &#039;&#039;&#039;Fäulniserreger&#039;&#039;&#039;, die also nicht einen oxidativen Abbau betreiben, sondern einen reduzierten, auf dem Wege der Reduktion. Das wollen wir möglichst nicht haben. Jede Druckstelle auf dem Acker, gerade im Frühjahr, hinter dem &#039;&#039;&#039;Schlepperrad&#039;&#039;&#039;, das merken wir nur nicht, bedeutet, dass da reduzierende Vorgänge die Folge sind. Immer wenn was gepresst wird, gedrückt wird, da geht die Luft raus, kein Sauerstoff mehr da. Und dann fangen plötzlich diese reduzierenden Mikroben und Bakterien, fangen an, ihre unheilvolle Tätigkeit zu entwickeln. Es gibt Böden, schwere Tonböden, habe ich selber mal/ also war fassungslos, es zu sehen, aber es tritt viel häufiger auf, als man denkt, dass, wenn man mal ein kleines Profil gräbt mit dem Spaten und ein bisschen tiefer geht, dann merkt man plötzlich, dass dort eine blaue Zone ist im schweren Tonboden, bläulich. Und wenn man das in die Hand nimmt, dann riecht es nach Schwefelwasserstoff. Und das sind solche Zonen, wo Grünmassen in den Boden eingearbeitet worden sind im Herbst. Es wurde dann nass. Und dann eben &#039;&#039;&#039;kein Sauerstoff&#039;&#039;&#039; im Boden und es kommt dann zu einer Art Abbau, aber eben anaerob. Und dann fängt es an zu stinken, dann &#039;&#039;&#039;stinkt der Boden&#039;&#039;&#039;. Und das ist immer bei allen Druckstellen, ist das sehr schnell und leicht der Fall. Und das meiden die Pflanzenwurzeln. Da wachsen die einfach nicht mehr weiter, ....diese reduzierenden Verhältnisse im Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1322s Denitrifizierung 00:22:02] ===&lt;br /&gt;
Und insbesondere bei allen Druckstellen kommt es zu sogenannten, ich schreibe das mal an, Denitrifizierungen. Im Gegensatz zu Nitrifizierung. Nitrifizierung heißt, durch Sauerstoffzufuhr kommt es zur Bildung von Nitraten, von Nitratstickstoff. Und die Pflanzenwurzeln nehmen vorzugsweise den Nitratstickstoff auf, den oxidierten also. Das Nitrat ist NO3. Und es kommen dann so nette &#039;&#039;&#039;Denitrifzierungen&#039;&#039;&#039; unter anaeroben Bedingungen. Und zwar wiederum durch spezifische Bakterien, die sogenannten Denitrifkanten. Das sind auch verschiedene Arten von Bakterien. Und die verwandeln dann den &#039;&#039;&#039;Stickstoff&#039;&#039;&#039; in NO2. Die oxidieren den auf. Und dieses NO2 nennt man &#039;&#039;&#039;Lachgas&#039;&#039;&#039;. Und dieses Lachgas entweicht an die Atmosphäre und sorgt für den/ hat den ungefähr &#039;&#039;&#039;dreißigfachen Wert an Abbau in der Atmosphäre im Vergleich zum CO2&#039;&#039;&#039;. Also das CO2, was diese Klimaverhältnisse so sehr beeinflusst, wird noch mal dreißifgfach höher befördert durch diese Entweichung des Stickstoffs aus dem Boden beziehungsweise aus den Abgasen auch der Autos. Also dieses NO2 kommt in die Atmosphäre, regnet dann auch wieder zurück, zum Teil wird das &#039;&#039;&#039;vom Regenwasser aufgenommen&#039;&#039;&#039;, sodass wir heute naturgemäß schätzungsweise allein vierzig Kilogramm N pro Hektar vom Himmel kriegen, an N, an Stickstoff, gegenüber unter ganz ursprünglichen natürlichen Bedingungen, noch so nach dem Zweiten Weltkrieg waren sieben Kilogramm pro Hektar und Jahr, und heute sind es vierzig, sechzig Kilogramm pro Hektar und Jahr. Also wir haben quasi einen Mineraldünger aus der Luft. Und diesen Vorgang der Denitrifizierung, den müssen wir tunlichst unterbinden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1477s Stickstoffdüngung - Luftverschmutzung 00:24:37] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte wissen, ich habe es noch nicht rausgekriegt, es steht in keiner Zeitschrift, nirgends, auch nur ein Sterbenswörtchen über den Sachverhalt, wie man das ja über Jahrzehnte erlebt hat, wenn es ungute Erscheinungen waren, die man möglichst vertuschen wollte. Aber gerade hier in Bezug auf die Entlassung von NO2 aus unseren Böden, aufgrund der hohen &#039;&#039;&#039;Stickstoffdüngung&#039;&#039;&#039;, wie man sie heute pflegt, werden das, man weiß ungefähr den Faktor, ungefähr &#039;&#039;&#039;25 Prozent des gedüngten Stickstoffs, der geht wieder in die Luft&#039;&#039;&#039;. Der sorgt dafür, dass da/ Aber man hat vielleicht Messgeräte entwickelt, aber man setzt sie nicht ein. Es ist kein Kriterium der Beurteilung. Und weil man der Landwirtschaft natürlich nicht wieder noch mal neue Vorschriften machen müssten, man hat schon die Stickstoffdüngung reduziert in den letzten Jahren, muss ich schon sagen oder gezielter eingesetzt. Deswegen hat man die sogenannte &#039;&#039;&#039;Nmin-Untersuchungen&#039;&#039;&#039; eingeführt, also versucht, wirklich, das Bodenprofil zu untersuchen, in Bezug auf den Stickstoffgehalt in verschiedenen Etagen, um zu prüfen, wie viel an Stickstoffdüngung jetzt notwendig ist für die Pflanze, zusätzlich zu dem, was schon da ist. Solche Sachen hat man ja schon alle gemacht. Und dennoch, es gibt keine, ich kenne keine Bilanz, wo gesagt wird, &#039;&#039;&#039;welchen&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Anteil die Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; wirklich an der &#039;&#039;&#039;Verschmutzung der Luft durch NO2&#039;&#039;&#039;, in welchem Grad sie beteiligt ist, prozentual im Verhältnis zusammen zu den Autoabgasen oder so. Es ist enorm jedenfalls, enorme Mengen gehen da in die Luft. Und das entsteht immer durch Druck, hohen Druck. Und den verursachen unser schweren Maschinen, mit denen wir heute über die Äcker da marschieren. So, das ist also noch ein Problem, was ich kurz ansprechen wollte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1605s Getreide - Wachstumsstoß durch Kronenwurzel 00:26:45] ===&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt den Weg nehmen vom Frühjahr zum Sommer hin, dann geht diese Frühjahrsbearbeitung, hängt dann sehr ab von den Früchten, die wir in unserer Fruchtfolge anbauen. Jede Frühjahrsbearbeitung in Form von Striegel, Hacke und so weiter, Hacke und leichter Egge, die hört auf, wenn das Getreide schosst. Dann ist Schluss. Da hat der Bauer nichts mehr auf dem Acker zu suchen. Er kann durch seine Bestände durchgehen und kann gucken, wie alles schön ist und so. Aber bearbeitungsmäßig hat er da nichts mehr zu suchen. Jetzt müssen die Pflanzen wachsen. Und die wachsen enorm schnell, über Nacht, mehrere Zentimeter in die Höhe. Der Roggen kann wirklich über Nacht, man kann es messen von Tag zu Tag, wie der dann plötzlich da in die Höhe geht. Vorher, das habe ich noch vergessen zu sagen, vorher bildet er ja hier oben, aus den obersten Ethanol(i)um, bildet er die sogenannten &#039;&#039;&#039;Kronenwurzeln&#039;&#039;&#039; aus. Die gehen ganz flach unterm Boden. Und die sind die eigentlichen Kraftsammler, Stickstoffsammler auch, durch mikrobiellen Abbau, der jetzt diese ungeheure Massenerzeugung an organischer Substanz hervorruft. Denn das ist alles/ was da wächst ist Stickstoff, ist Eiweiß. Denn der Stickstoff setzt sich um in Eiweiß. Und das wächst und wächst und wächst und streckt sich endlos in die Höhe so ein Roggen. Der Roggen wird dann ungefähr zwei Meter hoch oder 2,50 Meter sogar oder Mais noch höher, drei Meter. Also das ist eine Wuchsleistung, die so unglaublich ist, im Mai. Aber das geschieht im Wesentlichen durch diese Kronenwurzeln, die jetzt die Zersetzungprodukte, die Abbauprodukte, aus dem Humus Substanz umsetzen in dieses enorme Wachstum. Das ist auch der Grund, warum wir aufpassen müssen im Frühjahr, dass wir hier nicht zu tief mit der Hacke irgendwas machen und damit dann diese Kronenwurzeln verletzen. Das ist leicht der Fall. Beim Roggen soll man überhaupt nichts machen bei der Winterung und auch bei der Wintergerste nichts. Der Winterweizen, da kann man noch ein bisschen tiefer gehen. Ansonsten hackt man am besten dann nur die Sommerung, da passiert nicht allzu viel. Also Hafer und Sommerweizen oder so. &#039;&#039;&#039;Also diese Kronenwurzeln, die sind eigentlich diejenigen, die jetzt diesen unglaublichen Wachstumstoß so Anfang Mai bewirken&#039;&#039;&#039;. Und dann wächst unser Getreide, wächst und wächst und wächst bis Mitte Juni, bis zur Blüte, bis so die Ähren/ die Ähren schieben oben raus. Also da haben wir nichts zu suchen da draußen auf dem Acker. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1797s Hackfrüchte - Kartoffel als &amp;quot;Humusfresser&amp;quot; 00:29:57] ===&lt;br /&gt;
Anders ist es bei den Hackfrüchten. Also alles, was man Hackfrüchte nennt, das sagt ja schon der Name, bedeutet, dass ich so lange hacke, bis die Reihen geschlossen haben. Und die schließen dann vielleicht erst Mitte Juni oder vielleicht sogar Ende Juni. Und gerade die klassische Frucht, die &#039;&#039;&#039;klassische Hackfrucht überhaupt ist die Kartoffel&#039;&#039;&#039;. Die Kartoffel, die dadurch wächst, dass ich sogar relativ frischen Dünger zu den Kartoffeln gebe. Und dann die Kartoffelknolle und dieses ungeheuer schnelle Wachstum, dass ich das sozusagen kräftig anrege, zusätzlich zum vorhandenen Humus noch eine kräftige Düngung von außen. Und jetzt muss ich sehen, wie kann ich das anregen, dass das möglichst schnell vonstatten gehen kann, das Wachstum. Und deswegen muss ich sie ständig bearbeiten. Ich muss die Kartoffeln, wenn ich sie gelegt habe, im Boden, häufe ich sie ein bisschen an. Und dann, vielleicht nach ein paar Tagen, gehe ich wieder mit dem Striegel drüber und striegele oder egge sie gar herunter, wie man das sagt. Ich mache sie fast wieder flach. Und dann geht sehr viel Unkraut schon mal dabei flöten. Und vor allen Dingen werden die Humusprozesse, die Abbauprozesse derart angeregt, dass die sofort von der Kartoffel umgesetzt werden in Knollenwachstum und so weiter. Und dann häufele ich wieder hoch. Und wieder ist ein Bodenbearbeitungsgang, der Humusabbau bedeutet. Und dann streiche ich wieder, wieder herunter, wie man das nennt, Herunterstreichen. Also auch wieder mit einem Striegel oder mit einer Egge, je nachdem. Und wieder kommt es zu Humusabbau, wieder zu Unkrautvernichtung. Und dann tue ich am Ende dann, bevor die Reihen sich schließen, noch mal kräftig aufhäufeln. Und dann kommt es auch zur Ruhe. &#039;&#039;&#039;Und das ist der Grund, warum man die Kartoffeln die &amp;quot;Mistfresser&amp;quot; nennt, man könnte auch sagen die &amp;quot;Humusfresser&amp;quot; nennt oder die &amp;quot;Bodenfruchtbarkeitsfresser&amp;quot; nennt&#039;&#039;&#039;. Das sind sie wirklich. Und zwar warum? Durch die &#039;&#039;&#039;Häufigkeit der Bearbeitungen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=1943s Jede Bodenbearbeitung bedeutet Humusabbau 00:32:23] ===&lt;br /&gt;
Das muss man sich auch zehnmal hinter die Ohren schreiben, &#039;&#039;&#039;jede Bearbeitung, wann auch immer im Jahreslauf, bedeutet Humusabbau.&#039;&#039;&#039; Und am stärksten ist das im Frühjahr der Fall, im aufsteigenden Jahr. Die Erde atmet aus und gestaltet sich jetzt hinein in die Formen des Pflanzenwachstums. Und diese ungeheure Anregung, die da durch die Lebensprozesse im Boden geschieht, durch die erwärmende Sonne, die Feuchtigkeit, die Luft und so weiter, die wird am stärksten aktiviert, gerade im Kartoffelanbau, im Hackfruchtbau generell. Bei den anderen Hackfrüchten ist es nicht gar so schlimm, aber bei den Kartoffeln ist es wirklich. Also ich habe da immer ein bisschen Manschetten, zu viel Kartoffeln anzubauen, in der Fruchtfolge. So, bei den Hackfrüchten ist ja klar. Auch dann Gemüsebau ist es ja so, also im Gartenbau, wo ich ständig immer wieder hacke, immer wieder striegele oder irgendwas mache, die Kulturen einigermaßen sauber halte. Also jede Bodenbearbeitung führt dazu, dass Humus abgebaut wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2029s Kompostierung im Gartenbau 00:33:49] ===&lt;br /&gt;
Das ist übrigens auch der Grund, das gehört zwar jetzt nicht in unser Thema, das gehört in den Februarkurs, im nächsten Jahr. Also wenn man dann die Düngung zum Thema hat. Gerade im &#039;&#039;&#039;Gartenbau&#039;&#039;&#039; brauchen wir deshalb die &#039;&#039;&#039;Kompostierung&#039;&#039;&#039;, weil wir so intensiv arbeiten im Gartenbau, eine Kultur nach der anderen, immer wieder bearbeitet. Und da kommt es zum Humusabbau. Da kann gar nicht das Gegenteil wieder geschehen, dass er wieder was Neues aufbaut. Dann muss ich alle Abfälle rausnehmen, sie kompostieren und dann in Form von &#039;&#039;&#039;Kompost wieder den Dauerhumus von außen als Dünger dem Erdreich zufügen&#039;&#039;&#039;. Und das ist anders im Gartenbau als in der Landwirtschaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2084s Blüte und Absterbeprozess der Getreidepflanze 00:34:44] ===&lt;br /&gt;
So, jetzt kommen wir noch mal zu einem Punkt, den ich doch erwähnen möchte, obwohl also es ist keine Bodenbearbeitungs-Maßnahme in dem Sinne, sondern ein Prozess, der dann stattfindet und den man auch in der Regel gar nicht so deutlich im Blick hat. Jetzt stellen Sie sich vor, unser Getreide wäre jetzt gewachsen, geschosst, hätte die Ähren geschoben, hätte sich voll ausgestaltet, kommt zur Blüte. Ganz unscheinbarer Blüte. Die Blüte beim Roggen sieht man nur dadurch, wenn der Wind bläst, dass da plötzlich so eine gelbe Wolke, Staubwolke über die Felder zieht, also die Sporen vom Roggen, von der Roggenblüte. Also Mitte Juni etwa haben wir es mit der &#039;&#039;&#039;Getreideblüte&#039;&#039;&#039; zu tun. Und dann sehen wir plötzlich, das ist eigentlich schon ein genaueres Studium wert, dass die ersten feinen Feinwurzeln absterben. &#039;&#039;&#039;Mit der Blüte stirbt da unten schon was ab, Wurzelspitzen&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir, dass die untersten Blätter vergilben, gelb werden. Und dann geht es weiter nach oben, von unten nach oben. Ein Blatt nach dem anderen wird langsam/ also vergilbt, wird gelb. Das Fahnenblatt ist aber noch grün, das oberste, das große Fahnenblatt. Und dann wird auch das Fahnenblatt plötzlich gelb. Also alles nach der Blüte. Und dann sieht man noch das letzte Internodium, dieses langgezogene Internodium vom obersten Fahnenblatt bis in die Ähre sieht man noch grün, einigermaßen grün. Und dann stirbt es auch ab, verfärbt sich allmählich. Und dann ist die Ähre immer noch grün, zum Teil. Und dann stufenweise wird dann auch die Ähre allmählich gelb und so weiter. Und dann setzt der Reifeprozess ein. Also die Pflanze, die &#039;&#039;&#039;Getreidepflanze stirbt von unten nach oben ab.&#039;&#039;&#039; Das ist ein ganz interessantes Phänomen. Und nun findet da in diesem letzten Absterbeprozess noch ein Prozess statt, nämlich der, dass die Wurzeln jetzt nicht mehr Kalium oder Phosphorsäure oder sonst wie so viel brauchen oder aufnehmen aus dem Boden, weil sie ja absterben. Also sie wachsen ja nicht mehr. Die brauchen, zum Wachsen brauchen die Kalium. Wissen Sie eigentlich, warum die Pflanze so viel Kalium braucht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wasserhaushalt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2257s Osmose der Pflanze durch Kalium 00:37:37] ===&lt;br /&gt;
Ja, es ist der Wasserhaushalt. Aber eben ein spezifischer Wasserhaushalt, die ganzen osmotischen Vorgänge. Also das Kalium sorgt in der Pflanze dafür, dass es zu &#039;&#039;&#039;Säftespannungen&#039;&#039;&#039; kommt. Schauen Sie sich mal eine Weintraube an, eine Weinbeere oder eine Kirsche, wenn sie schön reif ist oder eine Johannisbeere oder schwarze Johannisbeere oder was es auch sein mag. Da müssten Sie sich doch eigentlich wundern, warum die nicht schrumpelig sind. Die schrumpeln später, gewiss, wenn sie überreif werden. Aber zunächst sind sie gespannt. Das ist eine ungeheure/ das ist wie ein Ballon. Also wie man einen Luftballon voll mit Luft pumpen würde, so sind diese Beeren vollgepumpt mit Wasser, aber was erzeugt/ also Flüssigkeit, besser gesagt. Und was erzeugt nun diesen Druck? Dass da, ich sag ein richtiger, hochgradiger Druck wirksam, der lange in den Beeren gehalten wird. Und die Grundlage dafür, dass dieser &#039;&#039;&#039;Turgordruck&#039;&#039;&#039;, wie man das nennt, gehalten wird, dazu braucht man das &#039;&#039;&#039;Kalium&#039;&#039;&#039;. Das Kalium besorgt diese Möglichkeit, dass Osmose stattfindet. Dass man verschiedene Konzentrationen, Säftebildung bei den Pflanzen hat. Verschiedene Konzentrationen. Wenn hier eine niedrige Konzentration ist und hier eine höhere Konzentration, dann müsste das ja einen Ausgleich geben, normalerweise. Unterschiedliche Konzentrationen gleichen sich immer aus. Aber jetzt sorgt das Kalium in Verbindung mit anderen Fermentativen und sonstigen Prozessen, sorgt dafür, dass, wenn eine Haut dazwischen ist, dann hat man hier niederen Druck und einen hohen Druck. Man nennt das die &#039;&#039;&#039;Osmose.&#039;&#039;&#039; Und das ist ein unglaubliches Phänomen. Also dass &#039;&#039;&#039;die Pflanze ihren eigenen Druck regulieren kann mit dem Kalium&#039;&#039;&#039;, sowohl interzellular als auch extrazellular, zwischen den einzelnen Zellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2394s Pflanze nimmt Kieselsäure auf 00:39:54] ===&lt;br /&gt;
Nun findet da also ein letzter Prozess statt. Die Pflanze braucht kein Kalium mehr, braucht das alles nicht mehr. Sie nimmt plötzlich Kieselsäure auf. &#039;&#039;&#039;Kieselsäure&#039;&#039;&#039;, dieses wabbelige Zeug, diese &#039;&#039;&#039;Kolloide&#039;&#039;&#039;, die da im Boden da unten die Hohlräume auskleiden. Nicht, dass sie das erst mal da in der Blüte tut. Sie fängt ja schon, schon vorher an. Aber dann richtig, dass sie als letzten physiologischen Prozess Kieselsäure aus dem Boden aufnimmt. Der Boden verarmt auch noch an Kieselsäure, an diesen Kolloiden. Die wandern mit dem Wasserstrom hoch und durchwandern nun/ diese &#039;&#039;&#039;Kieselsäure durchwandert nun alle Gewebe der Pflanze&#039;&#039;&#039;, durchsetzt diese Gewebe und wandert dann raus bis an die Peripherie. Die Kieselsäure findet sich dann an den Blatträndern konzentriert, aber auch in den Stängelgliedern, immer an der äußersten &#039;&#039;&#039;Cuticula&#039;&#039;&#039;, nennt man diese &#039;&#039;&#039;äußerste Haut&#039;&#039;&#039;, da ist in den Zellen Kieselsäure konzentriert. Und so an den Blatträndern, so an den Blattspitzen. Und dann das nächste Blatt hat noch höhere Kieselsäuregehalte und das nächsthöhere nochmal höhere Kieselsäuregehalte und die Stängelglieder auch. Und zuletzt geht es dann hoch bis in die Ähre und da findet sich noch mehr Kieselsäure. Also diese Kieselsäure sorgt dann für diese Elastizität, dass ein solcher Halm sich im Wind so elastisch hin und her bewegen kann. Da ist die Kieselsäure im wesentlichen beteiligt. Und dann steigert sich noch einmal der Kieselsäuregehalt in den Spelzen, die die Getreidekörner, die sich da entwickeln, in der Ähre umhüllen. Und der tollste, der höchste Kieselsäuregehalt sind dann schließlich die Grannen. Die bestehen dann praktisch zu neunzig Prozent aus Kieselsäure. Die brechen ja auch, die sind auch stachelig, also haben ja auch eine gewisse/ kaum noch elastisch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2534s Bildung der Kieselsäurehaut - Pflanze opalisiert 00:42:14] ===&lt;br /&gt;
Also was ist das für ein Prozess? Was veranlasst das Getreide? Getreide sind Gramineen. Das sind einkeimblättrige Pflanzen, Gräser also, gehören zu den Gräsern, die diese langen, langen elastische Stängel da bilden. Und jetzt da im Wind hin und her wogen. So ein Roggen, der dann so ungefähr so hoch wird. Der heute kaum noch die Standfestigkeit hat, um das auszuhalten, diese Höhe, da noch sich im Wind aufrecht zu halten. Aber das hängt von dem Kieselsäuregehalt ab. Was macht denn diese &#039;&#039;&#039;Kieselsäure? Indem sie an die Peripherie wandert, trocknet sie aus&#039;&#039;&#039;. Ist sehr wasserhaltig, ein Kolloid. Trocknet aus. Und was bildet sich? Ein Halbedelstein, nämlich Opal. Die Pflanzen opalisieren in der äußersten Zellschicht des ganzen Stängels. Und dann eben auch bis in die Färbung der Ähren und so weiter, umkleidet sich die ganze Getreidepflanze mit einer &#039;&#039;&#039;Opalhaut&#039;&#039;&#039;, einer &#039;&#039;&#039;Kieselsäurehaut&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2616s Qualitätsbildung - Ausformung bis zur Reife 00:43:36] ===&lt;br /&gt;
Und Kieselsäure im Haushalt der Natur ist diejenige, die im Zusammenhang steht mit den ganzen planetarischen Systemen. Also man hat so den Eindruck, dieser ganze Prozess ist die Voraussetzung, dass eine anständige Reife sich vollzieht. Dass es eine physiologische Parallelerscheinung ist zur eigentlichen Reife der Früchte, der Samenfrüchte wie beim Getreide oder sonstwie. Also da spielt ja &#039;&#039;&#039;Kieselsäure für die Qualitätsbildung&#039;&#039;&#039;, das heißt für die Ausformung, die letzte Ausformung im Jahreslauf, also bis zur &#039;&#039;&#039;Reife&#039;&#039;&#039; eben der Früchte, spielt die Kieselsäure eine ganz zentrale Rolle. Sie ist diejenige, die eigentlich die Formkräfte des Winters sozusagen jetzt wirklich einbaut. Und zwar nicht nur peripher in die Pflanze, sondern sämtliche substanziellen Prozesse, die da stattfinden, die Eiweißbildung, die Kohlehydratbildung, die werden quasi durchgeformt, durchgestaltet durch die Kieselsäure. Und das erzeugt erst die wirkliche &#039;&#039;&#039;Nahrhaftigkeit&#039;&#039;&#039;. Wir essen heute unreifes Zeug, im Wesentlichen heute. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, das ist alles in der Unreife geerntet. Vor allen Dingen alles, was man an Bananen importiert oder sonst wo an Zitrusfrüchten, das ist alles unreif. Da ist dieser Prozess nie zu Ende gekommen, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Es dies der Grund für das Horn-Mist-Präparat, dass man das einsetzt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2725s Horn-Mist- bzw. Horn-Kiesel-Präparat - Unterstützung zur Ausformung 00:45:25] ===&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja gerade der Witz. Also das Horn-Mist-Präparat weniger als das Horn-Kiesel-Präparat. Das Horn-Mist-Präparat ist immer sozusagen, um überhaupt die vegetativen physiologischen Prozesse in Gang zu setzen, über die Wurzel. Und das &#039;&#039;&#039;Horn-Kiesel-Präparat&#039;&#039;&#039;  ist gerade dasjenige, welches die ganzen &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; jetzt im Blattgrün bis hin zur Reife &#039;&#039;&#039;aktiviert und steuert und optimiert&#039;&#039;&#039;. Also wenn man das Horn-Kiesel-Präparat so in der jungen Pflanze spritzt, dann hat man immer noch/ unterstützt man noch die Ausformungsvorgänge im Vegetativen.  Und wenn man es nach der Blüte spritzt, dann gegen die Reife hin, dann &#039;&#039;&#039;unterstützt man gerade die Ausformungsvorgänge&#039;&#039;&#039; der substanziellen Erfüllung der Früchte, also unterstützt die Nährhaftigkeit. Und das sind immer Formfragen. Den Begriff hat man heute in der Naturwissenschaft nicht. Man hat nur Substanz. Es kommt auf die Substanz an. Aber dass die Substanz immer eine Formung braucht. Ich möchte mal noch dieses eine Beispiel erwähnen. Sie haben ja alle von dem BSE seinerzeit gehört. Bovine enzephalitische sonst wie was, Schwammbildung im Gehirn. Da werden bestimmte Zellen so verändert, dass sie substanziell im Bezug auf die Eiweißstruktur noch dieselbe Struktur haben, unverändert, sondern nur die Form ist verändert. Dass ein und dieselbe Zelle, die vorher sozusagen funktionstüchtig war, ihre Funktionstüchtigkeit nur dadurch verliert, dass sie eine andere Form annimmt. Ein Wunder, also für die Naturwissenschaftler ist das ein Wunder, aber ich hab nie wieder/ das hat man damals deutlich gesagt. Man hat es eigentlich wirklich herausgekriegt, die Struktur des Eiweißes ist nicht verändert, sondern nur deren Formgestalt. Und dadurch verliert sie die Funktionsfähigkeit. Das ist mal ein Hinweis gewesen, dass man immer Form und Substanz als Polaritäten zusammendenken muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich erinnere mich gerade, wir haben im Kurs bei uns, im Seminar mal Rudolf Steiner gelesen, ich weiß nicht, welche Schrift. Und da drin schrieb er, gäbe es in der Natur mehr Kieselsäure, vor allen Dingen, hätten sie überall Kakteen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das sind die Landwirtschaftlichen Kurse, dieser Vortrag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Und hätten wir mehr Kalk, glaube ich, dann wären überall Lianen oder so weiche Formen. Aber er hat nichts von der Reife gesagt. Also es ging wirklich nur um die Form. Deswegen noch mal die Nachfrage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=2904s Vermittler der Reifekräfte 00:48:24] ===&lt;br /&gt;
Ja, das ist klar. Kalk und Kiesel kann man nie auseinander denken. Das ist auch eine Polarität. Aber jetzt ist das Phänomen, dass bei der Reife, wo es um die Form geht, um eine ganz ziselierte Ausformung bis hin zu den Grannen. Wenn man sieht, wenn man die mal anguckt genau, wie die aussehen, diese Grannen, wie eine Säge fast. Also richtig zackenförmig und also fast rein mineralisch. Und der übrige Kiesel dann austrocknet zum Opal. Dann ist der, ist der Kiesel, hat immer die Funktion im Haushalt (?) der Natur, Sinnesprozesse zu ermöglichen. Wenn Sie verfolgen, wo der Kiesel auftritt beim Menschen, in den Augen, in allen Sinnesorganen, in der Haut, die ist Kieselsäure-reich, immer die Peripherie. Die Kieselsäure lagert sich immer in allen organischen, wo sie auch nur wirkt, immer an der Peripherie ab und das ist ein Hinweis darauf, dass die &#039;&#039;&#039;Kieselsäure&#039;&#039;&#039; quasi der &#039;&#039;&#039;Vermittler ist all dieser Kräfte, die jetzt von außen Reife bewirkend&#039;&#039;&#039; oder Substanz erfüllend und Reife bewirkend sind. Die Pflanze wird quasi wahrnehmend über die Kieselsäure, wie die Augen. Wir haben da sehr viel Kieselsäure, in den Augen. Wahrnehmend wird für das, was jetzt Sonnen-Planeten-Wirkung ist, in der Reife selbst. Und die Formkräfte, die kommen aus dem Winter, die werden dann von unten nach oben getragen. Aber dass sich das wirklich ausformt, Substanz erfüllen kann, dass die Substanzen sich wirklich durchstrukturieren, dass Reineiweiß entsteht und nicht nur Rohprotein, was nur füttert, aber nicht ernährt, dafür sorgt die Kieselsäure. Im Landwirtschaftlichen Kurs, im dritten Vortrag nennt er sie dann den äußeren Sinn im Irdischen. Die Kieselsäure als der äußere Sinn im Irdischen. Also ich wollte diesen Prozess hindeuten und eben darauf aufmerksam machen, dass diese Opalisierung den Glanz dem Getreide gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=3051s Glanz der goldenen Reife 00:50:51] ===&lt;br /&gt;
Irdischen. Äußerer Sinn im Irdischen. Der Glanz. Haben Sie mal einen richtig schönen Hafer gesehen? Gelb, orange, golden, glänzend? Das ist einfach ein Anblick für die Götter, diese Farbe. Ein wirklich schöner, &#039;&#039;&#039;biologisch-dynamisch gewachsener Hafer ist, muss eigentlich goldgelb sein&#039;&#039;&#039;. Es gibt verschiedene Sorten, Färbungen, gewiss. Aber das liegt eigentlich in seiner Natur. Das heißt, das, was normalerweise immer mit dem Blütenprozess zusammenhängt, dass etwas sich verfärbt, Farbe annimmt, das zielt jetzt nicht nur in die Samenfrucht substanzbildend ein, sondern die ganze Pflanze ist von einem Blütenprozess durchdrungen, von oben bis unten. Und das hängt mit diesem wunderschönen Glanz, der da an der Peripherie entsteht. Und wenn Sie mal vergleichen, das Stroh von einem biologisch-dynamischen Betrieb mit dem eines konventionellen Betriebes, dann werden Sie dort nie diese Färbung antreffen. Die ist immer, geht ins Grau im konventionellen Zusammenhang. Und das Stroh in seiner Konsistenz ist auch  unterschieden. Das &#039;&#039;&#039;biologisch-dynamische Stroh bricht&#039;&#039;&#039;, wenn man es wirklich mal so - es biegt sich eine Weile, aber dann bricht es. Und das konventionelle Stroh bricht nicht, will nicht brechen. Das ist zäh. Und ich habe mal selber Untersuchungen gemacht vor vielen, vielen Jahren über die Kieselsäureeinlagerungen in Pflanzen und deren Wanderungen durch die Gewebe. Und dann habe ich festgestellt, dass im konventionellen Stroh die &#039;&#039;&#039;Kieselsäure nicht an die Peripherie&#039;&#039;&#039; kommt. Daher der &#039;&#039;&#039;mangelnde Glanz&#039;&#039;&#039;. Es bleibt im Gewebe hängen, die bleibt unterwegs hängen. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Unreife-Symptom&#039;&#039;&#039;. Es kommt nicht zur Reife. Und die Reife heißt, dass sich die Stoffe dort ablagern, wo sie hingehören. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=3185s Biodynamisch hergestelltes Stroh - Futtermittel und Diätetikum 00:53:05] ===&lt;br /&gt;
Und noch eine kleine Geschichte, wir kommen wieder nicht sehr weit, möchte ich doch noch zum Abschluss hier erwähnen in diesem Zusammenhang. Wir hatten eines Tages/ wir hatten immer mit dem Viehhändler zu tun gehabt im nächsten Ort, in Dortelweil, der hat uns das Vieh verkauft. Und wir hatten mit ihm so, solche Geschäftsbeziehungen, dass wir einfach das Vieh ihm gegeben haben, haben nie eine Rechnung gesehen und der hat es dann irgendwie verkauft und am Jahresende hat man dann irgendwo mal so eine Bilanz gemacht. Haben wir noch Schulden oder hat er noch Schulden bei uns? Und dann hat man das irgendwie ausgeglichen. So haben wir damals abgerechnet mit unserem Viehhändler. Total auf der Basis des totalen Vertrauens. Und eines Tages sagte er, ja, er verkaufe jetzt seine eigenen Kühe. Er hatte auch einen Stall gehabt, wo er die aufgekauften Kühe dann immer aufgestallt hat, bis er sie dann weiterverkauft hat. Und dann sagt er: Ja/ Wie war denn das noch mal genau? Er hat seine Kühe, hat er verkauft. Ja. Aber er hat dann immer wieder durch Zukauf das Vieh irgendwo in den Stall stellen müssen, bevor er sie dann weiterverkauft hat. Dann hat er gesagt, also er würde von uns gerne Stroh haben (er hatte kein Stroh mehr - er hat auch die Landwirtschaft aufgegeben) mal Stroh haben, damit er das einstreuen kann im Stall. Da haben wir auch das Stroh zur Verfügung gestellt. Und eines Tages kommt er dann zu uns und hat gesagt, er versteht die Welt nicht mehr. Er legt eben sein Heu in die Krippe und am Morgen kommt er im Stall und das Stroh ist weggefressen. Da haben die Kühe so lange rumgemacht, bis sie irgendwo an das Stroh gekommen sind, das da eingestreut worden ist. Und daran kann man sehen, dass das &#039;&#039;&#039;Stroh tatsächlich ein Futtermittel ist, wenn es nur richtig erzeugt wird, und zwar ein echtes Diätetikum für die Tiere&#039;&#039;&#039;. Wenn man das einmischt in das andere Futter, dass auch/ insbesondere das Jungvieh braucht Stroh in der Fütterung. Und zwar ein &#039;&#039;&#039;gutes Stroh, was bricht&#039;&#039;&#039;. Wenn dann die Strohteile durch den Wiederkauakt dann so langsam da unten in den Pansen reinkommen, müssen die ständig dieses Stroh, diese relativ zähe spitzige Substanz muss die Schleimhaut des Pansens ständig irgendwo reizen. Und dann wird der &#039;&#039;&#039;Verdauungsprozess noch mal intensiviert&#039;&#039;&#039;. Noch einmal gehen die Konvulsionen da in dem Pansen hin und her, erst recht. Also das geht bis in die Fütterung, bis in die Leistungsfähigkeit der Tiere hinein. Ein solches Stroh, das suchen die. Sehr, sehr rohfaserreich. Das brauchen die einfach, gerade das Jungvieh, für ihre eigene Entwicklung. Und/ also daran kann man erkennen, Stroh ist nicht gleich Stroh. Und Zukaufstroh schon gar nicht. Also, denn normalerweise ist das immer konventionelles Stroh. Und dann kauft man etwas zu, was eigentlich nicht so richtig in den Zyklus des eigenen Betriebsorganismus passt. Das ist ein echtes Problem. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=3397s Reifephysiologie 00:56:37] ===&lt;br /&gt;
Ich gucke auf die Uhr und sehe schon wieder, dass die Zeit vorbei ist. Also wir sind jetzt eigentlich erst in den Übergang zum Sommer gekommen, wo dieser Prozess stattfindet. Und dieser Prozess ist eigentlich derjenige, der &#039;&#039;&#039;echte Qualitätsbildung&#039;&#039;&#039; hervorruft. Diese &#039;&#039;&#039;Reife&#039;&#039;&#039;. Einer der bedeutendsten Begriffe, die man überhaupt in Bezug auf die Qualitätsfrage stellen/ bilden muss, das ist der Begriff der &#039;&#039;&#039;Reifephysiologie&#039;&#039;&#039;. Was kennzeichnet wirklich ein reifes Produkt? Und da merkt man ganz deutlich, dass die meisten Produkte, die man heute im Supermarkt heute kauft, dass die nicht reif sind, die sind unreif, die sind unreif geerntet und sind dann nachträglich, wie die Bananen, mit Ethylen besprüht im Hamburger Hafen. Und da werden sie ganz schnell gelb, müssen dann schleunigst über den Ladentisch gehen, damit sie nicht vergammeln. Aber grün geerntet in Guatemala oder irgendwo da in den Bananenländern. Und so ist es mit den Zitrusfrüchten, so ist es mit allen. Die Mango-Früchte, die kann man gar nicht essen hier, die schmecken nach nichts. Die sind grün geerntet und die reifen einfach nie mehr so aus und wirken dann ernährungsphysiologisch auch nicht sehr positiv. Dieses grüne Zeug, was pseudoreif ist nach außen hin. Und das hängt damit zusammen, dass der Begriff der Reifephysiologie bedeutet, dass die &#039;&#039;&#039;innere Ausformung der Nährwert bestimmenden Substanzen&#039;&#039;&#039;, Eiweiß und die Kohlehydrate und die Fermente und alles das, dass das langsam, ganz langsam einen Endzustand erreicht. Und der Endzustand heißt Ruhe, physiologische Ruhe. Und wenn etwas sehr schnell verfault, dann tritt die physiologische Ruhe nicht ein. Schon vorzeitig verfault ist. Und diese physiologische Ruhe bedeutet Lagerfähigkeit. Dass die Produkte lagerfähig sind, das hängt mit dieser physiologischen Ruhe zusammen. Dass die sogenannten Fermente, die physiologische Prozesse aktivieren, dass die selber zum Stillstand kommen in ihrer Wirkung, zur Ruhe kommen und dann ist Ruhe, &#039;&#039;&#039;physiologische Ruhe. Und das heißt Reife. Und das braucht Zeit. Das ist wieder ein Zeitprozess&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=3571s Auswirkungen der Unreife - Krankheiten 00:59:31] ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich diesen Zeitprozess unberücksichtigt lasse, dann fault mir das Zeug unter den Fingern weg. Wenn ich es einlagere oder so, da muss ich schon Kühlschränke wieder haben und weiter Elektrizität, Energie-Input, damit ich also diese Früchte gerade noch ein paar Tage am Leben halte. Und wir können das anders haben. Also der Begriff der Reifephysiologie ist ein ganz, ganz wichtiger Begriff, der besagt im Grunde genommen die Durchformung der Substanz. Dass aus Rohprotein Reineiweiß wird. Und das ernährt. Das Rohprotein ernährt nicht. Im Gegenteil, das ist krebserzeugend. Aber das Reineiweiß, das ist dann dasjenige. Oder die ganzen Vitamine, das Vitamin C, das ist Ascorbinsäure von Haus aus. Aber wenn ich dann sehe, die reifen Früchte und untersuche die, dann finde ich kaum noch Vitamin C, sondern die Dehydroascorbinsäure ist eine Vorstufe zur Ascorbinsäurebildung, zum Vitamin C. Also &#039;&#039;&#039;wir essen ständig unreifes Zeug&#039;&#039;&#039;. Und das macht diese &#039;&#039;&#039;schleichenden Krankheiten&#039;&#039;&#039; aus, die man heute nicht so richtig diagnostizieren kann. Was die Krankenhäuser füllt und wo die Ärzte nicht wissen, was sie da genau noch machen sollen. Das hängt alles mit/ das sind Ernährungsfragen im ersten Grade. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Der Unterschied zwischen Rohprotein und Reineiweiß ist mir nicht klar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=Yw9vRYyyhpc&amp;amp;t=3674s Rohprotein statt Reineiweiss - ernährungsphysiologische Katastrophe 01:01:14] ===&lt;br /&gt;
Naja, also die Zeit ist schon längst vorbei. Aber vielleicht nur wenn Sie das fragen jetzt, &#039;&#039;&#039;Rohprotein&#039;&#039;&#039; ermittelt man dadurch, dass man die lebende Substanz aufschließt oder den sogenannten &#039;&#039;&#039;Kjeldahl-Aufschluss&#039;&#039;&#039;, so heißt das, das ist ein Verfahren. Und da bestimmt man den Stickstoff. Und jetzt weiß man, dass der Stickstoff in einem Verhältnis steht zu Kohlenstoff und anderen Stoffen und dann multipliziert man den mit einem gewissen Faktor und da kommt der Rohproteingehalt raus. Wenn man dann aber jetzt die gesamt Rohprotein, was irgendwo halb, dreiviertel strukturiertes Eiweiß ist, zum Beispiel freie Aminosäuren sind da drin, niedermolekulare Eiweißverbindungen der verschiedensten Art, Amide, aber eben &#039;&#039;&#039;kein hochstrukturiertes Eiweiß&#039;&#039;&#039;. Und je hochstrukturierter ein Eiweiß ist, desto gesünder ist es. Und das kann ich jetzt durch bestimmte Untersuchungsverfahren trennen. Das ist eine Säureaufschluss, dass ich das Rohprotein in einem bestimmten Säureaufschluss dann etwas abfiltrieren kann, was dann koaguliert hat. Und dann kann ich das selber untersuchen. Und damit merke ich, dass da ein großer Unterschied ist zwischen Rohprotein-Gehalt und dem sehr viel geringeren Reineiweiß-Gehalt, der eigentlich ernährungsphysiologisch von Bedeutung ist. Und das &#039;&#039;&#039;Rohprotein ist immer belastend und krankheitserzeugend, vieles davon sogar cancerogen&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also wir tauchen jetzt hier in ein anderes Thema ein, aber es ist eine ernährungsphysiologische Frage. Und da wird heute einfach drüber weggesehen, weil die Untersuchungen sehr, sehr teuer sind. Die kann man nicht zu Routine-Untersuchungen machen, deswegen macht man es auch nicht. Man schweigt darüber aus. Ist nach wie vor der Überzeugung, dass Rohprotein das eigentliche Maß der Eiweiße ist. Dabei ist ein großer Bestandteil ist gar kein Eiweiß, es sind einfach Vorstufen zur Eiweißbildung. Die Formkräfte, die das durchgestalten, durchstrukturieren, auf die kommt es an. Die treten erst ein, wenn ein Produkt reif werden kann. Und im konventionellen Landbau wird es normalerweise auch bei der Todreife niemals reif. Das Getreide zum Beispiel. Weil zu viel Stickstoff nachgeliefert wird. Und die Pflanzen können nicht mehr zur Ruhe kommen. Die müssen noch immer irgendwann Stickstoff einlagern. Also zum Beispiel die &#039;&#039;&#039;Spät-Stickstoffdüngung&#039;&#039;&#039;, die wir in der Landwirtschaft heute generell handhaben. Mitte Juni noch mal drauf, was es hergeben kann, wo sozusagen der Stickstoff über die Blätter aufgenommen wird als Harnstoff und eingelagert wird ins Getreide, schafft &#039;&#039;&#039;mordsmäßig Erträge&#039;&#039;&#039;, aber das ist &#039;&#039;&#039;ernährungsphysiologisch eine Katastrophe&#039;&#039;&#039;. Die Pflanzen möchten immer weiter wachsen, weiter wachsen und können es nicht. Sie müssen reifen, aber die &#039;&#039;&#039;Reife kommt dann doch nicht richtig richtig zustande&#039;&#039;&#039;. Also da berühren wir jetzt Themen, die sind hochbrisant eigentlich und da redet keiner. Also ich meine, es kommt immer mehr auch an die Oberfläche, da oder dort. Vor 30 Jahren hätte man über so was überhaupt noch nicht reden können. Und heute gibt es dann schon Gesprächspartner, die das merken, dass da was ganz faul ist. Ja, also Entschuldigung! Die Zeit ist schon wieder davongeschritten und morgen machen wir dann wirklich mal eine Abrundung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Montag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Am Montag.&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
== Glossar==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;A&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#A| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Pflanzentypus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[…] was wir jetzt im Frühjahr hauptsächlich tun, ist ja nur, einen Prozess zu unterstützen […] den Boden so vorbereitet […] die Pflanze […] die Möglichkeit gibt […] die &#039;&#039;&#039;Bodenprozesse&#039;&#039;&#039; selber weiter zu steuern […] dass der &#039;&#039;&#039;Typus&#039;&#039;&#039; der Pflanze sich offenbaren kann […] Und darauf müssen wir […] die ganze Bodenbearbeitung abstellen […].“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:04:08&lt;br /&gt;
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&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;C&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#C| Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Denken]], Landwirt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] [in der modernen Landwirtschaft wird punktuell gedacht, z.B. Arbeitsprozesse werden möglichst effizient zusammengeführt - aber das ist eindimensional]. In der zweiten Dimension ist [im] Zeitprozess &#039;&#039;&#039;denken&#039;&#039;&#039; [zu] lernen […] Man muss als Landwirt […] prometheisch denken. Man muss vorausdenken […] es gibt auch noch die dritte Dimension […] verknüpft mit der Düngung. Und […] eine vierte Dimension, engstens verknüpft mit dem menschlichen Geist.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:00:41&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Prometheiker]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Man muss als Landwirt oder richtiger Ackerbauer, sage ich mal, &#039;&#039;&#039;prometheisch denken&#039;&#039;&#039;. Man muss vorausdenken. Man muss immer den Prozess, der jetzt fällig ist, den die Natur schon irgendwie macht, aber dass man den wirklich also optimiert, den muss man vorausdenken. Das macht den modernen oder überhaupt den wirklich tüchtigen Landwirt aus, dass er ein Vorausdenkender ist, ein &#039;&#039;&#039;Prometheiker&#039;&#039;&#039;, gerade im Ackerbau. Aber da muss man in der zweiten Dimension leben.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:00:41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Phänotyp]] ([[Bodenbearbeitung]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Dass der Typus der Pflanze sich offenbaren kann. Also jede Pflanze hat ja einen bestimmten Typus – übrigens ein Begriff, den Goethe geprägt hat in seiner Pflanzenforschung, Metamorphose der Pflanze. Aber […], auch heute sagt man &#039;&#039;&#039;Phänotyp&#039;&#039;&#039; oder irgendwie so, in der heutigen Wissenschaft. […] Wir müssen ein bisschen einen Blick haben für den Typus einer Pflanze, den wir jetzt anbauen. […] Und darauf müssen wir natürlich auch die ganze Bodenbearbeitung abstellen.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:04:08&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;Q&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|0-9]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#Q|Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
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UNIVERSALER ZUSAMMENHANG&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] wir handeln immer in einen universalen Zusammenhang hinein […] Und dieser universale Zusammenhang offenbart sich immer im Zeitprozess […].“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:04:08&lt;br /&gt;
Erste Unkrautgeneration (siehe [[Unkraut]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„[Frühjahr] […] aber jetzt, wo es warm wird, bis zu &#039;&#039;&#039;neun Grad Celsius&#039;&#039;&#039; im Boden, dann fängt es an zu keimen. Diese Unkräuter, die jetzt wachsen, diese &#039;&#039;&#039;erste Unkrautgeneration&#039;&#039;&#039;, die können wir &#039;&#039;&#039;nicht wegspritzen&#039;&#039;&#039;, wollen wir auch nicht.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:06:07&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Zeitprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Und die zweite Dimension ist die Zeit. Und das spielt in der Bodenbearbeitung die Rolle schlechthin, dass wir in der Zeit denken lernen, nicht nur räumlich, punktuell, sondern im &#039;&#039;&#039;Zeitprozess&#039;&#039;&#039; denken lernen […] Man muss als Landwirt […] ein Vorausdenkender […], ein Prometheiker [sein].“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:00:41&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Universaler Zusammenhang&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Wir handeln immer in einen &#039;&#039;&#039;universalem Zusammenhang hinein&#039;&#039;&#039;. Und dieser universale Zusammenhang offenbart sich immer im Zeitprozess.“ | Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 3. Folge, 2018, 00:04:08&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[#A|A]] [[#B|B]] [[#C|C]] [[#D|D]] [[#E|E]] [[#F|F]] [[#G|G]] [[#H|H]] [[#I|I]] [[#J|J]] [[#K|K]] [[#L|L]] [[#M|M]] [[#N|N]] [[#O|O]] [[#P|P]] [[#Q|Q]] [[#R|R]] [[#S|S]] [[#T|T]] [[#U|U]] [[#V|V]] [[#W|W]] [[#X|X]] [[#Y|Y]] [[#Z|Z]] | [[#0-9|&#039;&#039;&#039;&amp;lt;u&amp;gt;0-9&amp;lt;/u&amp;gt;&#039;&#039;&#039;]] | [[Gesamtglossar des biodyn.wiki#0-9|Gesamtglossar]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar muss noch erstellt werden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seminare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Wanderschule&amp;diff=28714</id>
		<title>Wanderschule</title>
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		<updated>2026-10-12T22:55:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freie Internationale Wanderschule für Biodynamische Agrar-Kultur ==&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Freie Internationale Wanderschule für Biodynamische Agrar-Kultur&#039;&#039;&#039; (kurz: &#039;&#039;&#039;Wanderschule&#039;&#039;&#039;) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich der Förderung und Verbreitung biodynamischer Landwirtschaft widmet. Sie unterstützt weltweit Höfe, Gemeinschaften und Organisationen bei der Umsetzung biodynamischer Methoden durch Beratung, Aus- und Weiterbildung sowie den internationalen Erfahrungsaustausch. Die Wanderschule orientiert sich an den Prinzipien der Open-Source-Idee und zielt darauf ab, biodynamische Praktiken regional anzupassen und zu verbreiten. Sie ist Teil eines Netzwerks, das biodynamische Bildung und Beratung fördert, und kooperiert eng mit dem Demeter-Verband.&amp;lt;ref&amp;gt;https://wanderschule.world/de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.sagst.de/was-wir-foerdern/projekteinblicke/einblick/regionales-empowerment-fuer-weltweite-bewegung&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte ===&lt;br /&gt;
Die Wanderschule entstand aus Impulsen wie der Anfrage des türkischen Landwirts Mehmet Unal, der ein besseres Verständnis biodynamischer Methoden in der Türkei suchte. Eine zentrale Figur ist Reto Ingold, der seit über 20 Jahren in Südosteuropa als Berater tätig ist und an der Gründung der Organisation beteiligt war. Die Wanderschule wurde als Reaktion auf regionale Bedürfnisse in Ländern wie Tunesien und der Türkei entwickelt und agiert nicht gewinnorientiert. Sie wurde 2017 in Aichelberg bei der Naturamus gegründet durch einen Initiativkreis bestehend aus Ralf Kunert, [[Hans Supenkämper]], [[Georg Meissner]], Stephan Illi, Herbert Voelkle und Reto Ingold, mit dem Ziel, eine neue Generation biodynamischer Berater aufzubauen. Die Idee entstand 2016 durch die Anfrage von Mehmet Unal an Hans Supenkämper bezüglich biodynamischer Grundlagen in der Türkei. 2019 wurde eine Arbeitssparte, die Biodynamic Field Works gGmbH, gegründet. Die Organisation ist als Verein registriert beim Amtsgericht Ulm unter VR 721219 mit Sitz in Aichelberg, Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;https://wanderschule.world/de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lebendigeerde.de/index.php?id=bewegung_235&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ziele und Aktivitäten ===&lt;br /&gt;
Das Hauptziel der Wanderschule ist es, Menschen zu befähigen, biodynamische Produkte selbständig und ehrlich herzustellen. Sie koordiniert mit Abnehmern, dem Demeter-Verband und lokalen Zertifizierungsorganisationen. Zu den Aktivitäten gehören:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Vermittlung von Fachwissen durch Tagungen, Kurse und Seminare.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Ausbildung von Beratern, Ausbildern und Multiplikatoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Die Unterstützung beim Aufbau von Beratungs- und Vermarktungsstrukturen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Der globale Austausch von Erfahrungen zwischen Kulturen, um die biodynamische Bewegung zu bereichern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Veranstaltungen sind ein dreitägiges Seminar in Tschechien im April 2022 für Berater aus Mittel- und Osteuropa sowie ein Treffen in Prag im Dezember 2023 mit Experten aus verschiedenen europäischen Ländern. Die Organisation arbeitet praxisnah mit Landwirten an biodynamischen Prinzipien, nutzt eine Train-the-Trainer-Methode, um lokale Multiplikatoren zu qualifizieren, und teilt Wissen basierend auf Open-Source-Prinzipien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie stärkt lokale Akteure, unterstützt eine lebendige erweiternde Bewegung und fördert transnationalen Austausch. Während der Corona-Zeit wurden Online-Foren wie Country-Talks für den Austausch zu aktuellen Themen und Association-Talks für Leiter biodynamischer Landesorganisationen entwickelt. Die internationale Kooperation erfolgt in Abstimmung mit der Biodynamic Federation Demeter International (BFDI) und der [[Sektion für Landwirtschaft|Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum]]. Die Aktivitäten umfassen Expertenberatung, fundierte Aus- und Weiterbildung, Organisation von Konferenzen und Kursen sowie die Unterstützung beim Aufbau regionaler Beratungs- und Vermarktungsstrukturen, um biodynamische Praktiken an lokale Kulturen anzupassen und globales Lernen zu ermöglichen.&amp;lt;ref&amp;gt;https://wanderschule.world/de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.lebendigeerde.de/index.php?id=bewegung_235&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Projekte ===&lt;br /&gt;
Die Wanderschule führt zahlreiche Projekte durch, darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* VITA-Projekt: Entwicklung eines angepassten biodynamischen Weinbaukonzepts für Mittelosteuropa, um Winzer bei der Umstellung zu unterstützen.&lt;br /&gt;
* Capacity Building in Biodynamic Training and Consultancy: Ein EU-finanziertes Projekt zur Ausbildung und Beratung in Ländern wie Litauen, Slowenien, Polen und Tschechien, einschließlich Betriebsbesuchen und Umstellungsberatungen.&lt;br /&gt;
* Projekte in der Türkei (Aufbau biodynamischer Gemeinschaften), Südosteuropa (Friedensförderung durch Vernetzung) und Tunesien (Stärkung bäuerlicher Selbstorganisation durch Bildung und Allianzen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Initiativen konzentrieren sich auf den Erhalt von Ökosystemen und die regionale Anpassung biodynamischer Prinzipien. Projekte entstehen bedarfsorientiert aus Anfragen von Verbänden, Beratern und Projekten in verschiedenen Ländern und werden in Partnerschaft entwickelt, finanziert durch Stiftungen, BMZ-Programme, EU-Programme oder Unternehmensspenden. Beispiele: Ein Pilotprojekt in Osteuropa von 2021 bis 2023 in fünf Ländern (Litauen, Polen, Tschechien, Slowakei, Slowenien) zur Erprobung und Entwicklung eines neuen Beratungsansatzes, mit potenzieller Erweiterung auf Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Griechenland und Ukraine. In Afrika Aktivitäten in Tunesien, Äthiopien, Kenia, Uganda und Südafrika; in Südamerika in Argentinien; Türkei als wichtiges Land. In Tunesien 2020/21: Aufbau von Grundlagen für biodynamische Praxis durch Schulungen für Praktiker und Multiplikatoren, Unterstützung beim Aufbau eines Präparatezentrums, Hilfe bei der Präparateanwendung und Erstellung angepasster Informationsmaterialien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste &amp;quot;Biodynamic South-East-Europe-Online-Conference&amp;quot; 2020 mit 56 Teilnehmern zur Förderung regionaler Gemeinschaftsbildung. In Ländern wie Tunesien und Südafrika werden Projekte aktiv umgesetzt, mit Unterstützung der Software AG – Stiftung, und Erweiterung auf europäische Regionen. In Südosteuropa Adressierung von Lücken in Beratung und Vermarktung; im Baltikum Pläne zur Stärkung von Ausbildung, Bildung und Forschung; in Türkei und Polen Fokus auf Ausbildung lokaler Berater aufgrund wachsender biodynamischer Landwirtschaft. &amp;lt;ref&amp;gt;https://wanderschule.world/de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zielgruppe und Reichweite ===&lt;br /&gt;
Die Zielgruppe umfasst Höfe, Gemeinschaften, Kleinbäuerinnen und -bauern, angehende biodynamische Berater sowie Multiplikatoren in biodynamischen Vereinigungen. Der Fokus liegt auf Europa (z. B. Tschechien, Türkei, Südosteuropa, Osteuropa) und erstreckt sich weltweit. Die Organisation agiert weltweit mit Schwerpunkt auf Osteuropa (einschließlich genannter Länder), Türkei, Afrika (Tunesien, Äthiopien, Kenia, Uganda, Südafrika) und früher in Argentinien. Transnationale Angebote wie internationale Gruppenschulungen für neue Berater und Multiplikatoren werden verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Organisation und Partnerschaften ===&lt;br /&gt;
Die Wanderschule ist als gemeinnützige GmbH (Biodynamic Field Works gGmbH) organisiert und finanziert sich durch Spenden und Mitgliedschaften. Partnerschaften bestehen mit dem Demeter-Verband, lokalen Zertifizierungsorganisationen und Institutionen wie der Tschechischen Universität für Biowissenschaften. Standorte und Aktivitäten umfassen Länder wie Deutschland, Tschechien, Türkei, Tunesien, Litauen, Slowenien, Polen, Kroatien, Ukraine, Estland, Serbien, Dänemark, Finnland und Griechenland. Ein Kernteam von acht Personen ist in internationaler Beratung aktiv, bestehend aus Beratern, Unternehmen, Projektentwicklern, Landwirten, Winzern und Agronomen. Vorteile für deutsche Demeter-Akteure: Verbesserung der Versorgung mit hochwertigen Rohstoffen, Erhöhung von Vielfalt und Sicherheit für Verarbeiter sowie Förderung eines Gemeinschaftsgefühls über Länder hinweg. Partnerschaften umfassen die Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum und die Biodynamic Federation Demeter International (BFDI).&amp;lt;ref&amp;gt;https://www.sektion-landwirtschaft.org/partnerschaften-netzwerk&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;https://wanderschule.world/de/&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Veröffentlichungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Erlebe die Sehnsucht nach der Weite des Meeres“ von Hans Supenkämper (Bildband zu Leitbildern, Stimmungen und Landschaften)&lt;br /&gt;
* „Yusufs Rosengarten“ von [[Hans Supenkämper]] (über den Rosenanbau in der Türkei für ätherisches Öl).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kontakt ===&lt;br /&gt;
Spenden können auf das Konto der Wanderschule überwiesen werden: IBAN DE61 5003 1000 1068 4600 06, BIC/SWIFT TRODDEF1. PayPal-Spenden sind ebenfalls möglich. Die Satzung und Beitrittserklärung sind als PDF verfügbar. Beteiligungsmöglichkeiten: Als Experte für spezifische Bedarfe, als Mitglied oder Spender, Newsletter-Abonnement, Teilnahme an Online-Treffen wie Country-Talks; Kontakt per E-Mail an info@wanderschule.world oder über die Website.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aus- und Weiterbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Demeter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wanderschule]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Biodynamischer Weinbau]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Fruchtfolge&amp;diff=28713</id>
		<title>Fruchtfolge</title>
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# „… die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; sorgt ja dafür, dass ich ständig möglichst den [[Humus]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;vorrat meines Bodens wieder ergänze, durch eine entsprechende Folge der Kulturpflanzen. Also auch damit diene ich der [[Düngung]].&amp;quot; | [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Bodenbearbeitung düngt, trotz Verlust an Bodenfruchtbarkeit 00:50:33|Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 00:50:33]]&lt;br /&gt;
# „… jetzt in diesen [[Dorfschaft|Dorfschaften]], 6., 7., 8., 9. Jh. war das alles ziemlich schon perfekt […] jetzt plötzlich ist hier ein Landbausystem entwickelt worden, das sich selber trägt über die Jahrhunderte hinweg, sich selber fruchtbar erhält […] Und zwar wurde da jetzt eine &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; eingerichtet … die noch Geltung hat auf den biodynamischen Anlagen bis heute …&amp;quot; | [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Vereinigung der Landbauströmungen 00:22:21|Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:22:21]]&lt;br /&gt;
# „Und zwar war diese &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; nun folgender Art … in dem einen Drittel die [[Winterung]] angebaut worden ist … Und im zweiten Drittel wurde die [[Sommerung]] angebaut […] und der dritte Drittel war die Brache … Das ist das Urfruchtfolgesystem …&amp;quot; | [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Fruchtfolge, Drittelung der Anbauflächen 00:24:51|Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:24:51]]&lt;br /&gt;
# „… die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; … ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, … keltischen Ursprungs … Die [[Dreifelderwirtschaft]] … haben die [[Kelten]] schon angefangen, … eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&amp;quot; | [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Fruchtfolge 00:04:46|Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:04:46]]&lt;br /&gt;
# „… ein &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;problem … dass ja alle Leguminosen, also [[Klee]] und [[Luzerne]] insbesondere, nur die Kleearten, dass die nicht zu eng gestellt werden können und dürfen in der Fruchtfolge.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kleekrebs und Fruchtfolge 00:14:58|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:14:58]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Fruchtfolge</title>
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		<updated>2026-10-11T16:08:35Z</updated>

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# „… die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; sorgt ja dafür, dass ich ständig möglichst den [[Humus]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;vorrat meines Bodens wieder ergänze, durch eine entsprechende Folge der [[Kulturpflanzen]]. Also auch damit diene ich der [[Düngung]].&amp;quot; | [[Düngung - 1. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Die Bodenbearbeitung düngt, trotz Verlust an Bodenfruchtbarkeit 00:50:33|Klett, M. Düngung, 1. Folge, 2018, 00:50:33]]&lt;br /&gt;
# „… jetzt in diesen [[Dorfschaft|Dorfschaften]], 6., 7., 8., 9. Jh. war das alles ziemlich schon perfekt […] jetzt plötzlich ist hier ein Landbausystem entwickelt worden, das sich selber trägt über die Jahrhunderte hinweg, sich selber fruchtbar erhält […] Und zwar wurde da jetzt eine &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; eingerichtet … die noch Geltung hat auf den biodynamischen Anlagen bis heute …&amp;quot; | [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Vereinigung der Landbauströmungen 00:22:21|Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:22:21]]&lt;br /&gt;
# „Und zwar war diese &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; nun folgender Art … in dem einen Drittel die [[Winterung]] angebaut worden ist … Und im zweiten Drittel wurde die [[Sommerung]] angebaut […] und der dritte Drittel war die Brache … Das ist das Urfruchtfolgesystem …&amp;quot; | [[Düngung - 2. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Fruchtfolge, Drittelung der Anbauflächen 00:24:51|Klett, M. Düngung, 2. Folge, 2018, 00:24:51]]&lt;br /&gt;
# „… die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; … ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, … keltischen Ursprungs … Die [[Dreifelderwirtschaft]] … haben die [[Kelten]] schon angefangen, … eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&amp;quot; | [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Fruchtfolge 00:04:46|Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:04:46]]&lt;br /&gt;
# „… ein &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;problem … dass ja alle Leguminosen, also [[Klee]] und [[Luzerne]] insbesondere, nur die Kleearten, dass die nicht zu eng gestellt werden können und dürfen in der Fruchtfolge.&amp;quot; | [[Düngung - 7. Vortrag von Manfred Klett, Vortragsreihe 2018#Kleekrebs und Fruchtfolge 00:14:58|Klett, M. Düngung, 7. Folge, 2018, 00:14:58]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28711</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=28711"/>
		<updated>2026-10-11T16:06:52Z</updated>

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&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred Klett 1v4 Bodenentwicklung im Jahreslauf.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs|thumb|[[Manfred Klett|Dr. Manfred Klett]] am 19. Januar 2018 bei seinem Vortrag über Bodenentwicklung im Jahreslauf (1. Folge) in der Landbauschule Dottenfelderhof. Film/Foto: François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Buch Manfred Klett Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst.jpg|thumb|link=Manfred_Klett, Buch:_Von_der_Agrartechnologie_zur_Landbaukunst|Buch &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot; von Dr. Manfred Klett. [[Manfred Klett: Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst|Hier klicken]]]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Transkription des Vortrags vom 19. Januar 2018 ==&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=40s Ackerbau und Gartenbau 00:00:40] ===&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den &#039;&#039;&#039;Ackerbau&#039;&#039;&#039; und den &#039;&#039;&#039;Gartenbau&#039;&#039;&#039; in Bezug auf die &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;im Jahreslauf&#039;&#039;&#039;, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das &#039;&#039;&#039;Zentrum der Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da drei &#039;&#039;&#039;Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=184s Bodenbearbeitung 00:03:04] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039;, also das Erste. Es ist das Älteste überhaupt. Seit es überhaupt eine Kultivierung gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den Boden zu ritzen, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar &#039;&#039;&#039;Holzpflüge&#039;&#039;&#039;. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Kultur&#039;&#039;&#039; und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also &#039;&#039;&#039;Caesar&#039;&#039;&#039; beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in &#039;&#039;&#039;Gallien&#039;&#039;&#039; den &#039;&#039;&#039;zweischarigen Pflug&#039;&#039;&#039; antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück. Seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur&#039;&#039;&#039; gibt es &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=286s Fruchtfolge 00:04:46] ===&lt;br /&gt;
Und das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;. Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher keltischen Ursprungs. Also auch so noch aus der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Zeit&#039;&#039;&#039; haben die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; schon angefangen mit der &#039;&#039;&#039;Dreifelderwirtschaft&#039;&#039;&#039;. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=328s Düngung 00:05:28]===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das Allerjüngste. Obwohl man sagen kann, in &#039;&#039;&#039;vorchristlichen Zeiten&#039;&#039;&#039; haben selbstverständlich die ganzen großen Hochkulturen auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine &#039;&#039;&#039;Wasserdüngung&#039;&#039;&#039;, die naturhaft abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch künstliche Bewässerung. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf die Kelten zurückgeht. Also die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; waren die Ersten, die angefangen hatten, &#039;&#039;&#039;mit Tonen zu düngen&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im &#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039; hat man &#039;&#039;&#039;&amp;quot;gemergelt&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, also mit &#039;&#039;&#039;Kalktonen&#039;&#039;&#039;. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. Also die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das Allerjüngste. Und heute das &#039;&#039;&#039;Allerbedeutendste und Wirkungsvollste&#039;&#039;&#039;, in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=483s Entstehung des Bodens 00:08:03] ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der &#039;&#039;&#039;Boden entsteht&#039;&#039;&#039;? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039;. Und die letzten Eiszeiten datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispanzer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung&#039;&#039;&#039; sozusagen. Also ein &#039;&#039;&#039;Dauerfrostboden&#039;&#039;&#039;, der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=666s Sedimentation und Verwitterung 00:11:06] ===&lt;br /&gt;
Durch die &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der Löss zum Beispiel, eine äolische Sedimentation, also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme&#039;&#039;&#039; fängt das an zu &#039;&#039;&#039;verwittern&#039;&#039;&#039;. Und so sind eigentlich unsere Böden im Wesentlichen entstanden, über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen durch eine physikalisch-chemische Verwitterung, auch &#039;&#039;&#039;biologische&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;Verwitterung&#039;&#039;&#039;. Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=744s Horizontierung und Verwitterung 00:12:24] ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; unserer Böden geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, verdünnte Salzsäure, macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der &#039;&#039;&#039;Salzsäure&#039;&#039;&#039;, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich nichts passiert, dann ist es ein Zeichen dafür, dass der Boden entkalkt ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es entsteht &#039;&#039;&#039;Kohlensäure&#039;&#039;&#039;. Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da freier &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039; offensichtlich &#039;&#039;&#039;im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert. Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden alles das, &#039;&#039;&#039;was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=882s Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 00:14:42] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem Granit entsteht ein anderer Boden, aus einer Granit-Verwitterung ein anderer Boden als Basalt-Verwitterung oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie Löss oder sonstigen Kieselablagerungen oder dergleichen oder Schiefergesteinen oder was es auch sein mag. Also &#039;&#039;&#039;jeder Standort&#039;&#039;&#039; hat seine eigenen Böden. Der Dottenfelderhof hat mindestens sechs, sieben &#039;&#039;&#039;verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039; hier. Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=958s Beginn der Verwitterung 00:15:58] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. Das &#039;&#039;&#039;Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein &#039;&#039;&#039;verwittert&#039;&#039;&#039;. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser Kristallverband des festen Gesteins, wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer&#039;&#039;&#039;. Das sind die drei &#039;&#039;&#039;Grundmineralien&#039;&#039;&#039;, die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt durch &#039;&#039;&#039;Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung&#039;&#039;&#039; löst sich dieser Kristallverband und dann &#039;&#039;&#039;beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, wo jetzt der natürliche Kalkgehalt des Gesteins, des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst. Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1080s Festellung verschiedener Horizontierungen 00:18:00] ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein Loch graben, hier, und so machen, dass Sie hier reinsteigen können in die Grube und dann haben Sie hier ein sogenanntes &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039;. Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. Kalklösungsgrenze. Und dann können Sie das Profil mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen&#039;&#039;&#039; festzustellen sind, also &#039;&#039;&#039;durchgehende Schichten&#039;&#039;&#039;. Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten&#039;&#039;&#039; hervortreten, &#039;&#039;&#039;desto älter&#039;&#039;&#039; ist der Boden beziehungsweise desto &#039;&#039;&#039;degradierter&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;desto jünger&#039;&#039;&#039;, kann man sagen, ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;. Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1181s Kultivierung der Böden - warum? 00:19:41] ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll, irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern &#039;&#039;&#039;warum muss das alles immer kultiviert werden?&#039;&#039;&#039; Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses &#039;&#039;&#039;Profil des Ackerbaus&#039;&#039;&#039;, war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also &#039;&#039;&#039;kaum eine Horizontierung&#039;&#039;&#039;. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte &#039;&#039;&#039;Degradationserscheinungen&#039;&#039;&#039; auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039;. Er wird &#039;&#039;&#039;alt&#039;&#039;&#039;. Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1324s Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 00:22:04]===&lt;br /&gt;
Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten. Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise &#039;&#039;&#039;A-, B- und C-Horizont&#039;&#039;&#039;. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus, &#039;&#039;&#039;humifizierte Auflage&#039;&#039;&#039;. Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik&#039;&#039;&#039; entwickelt, dass man heute von &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; spricht, ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1410s A-C-Böden: Rendzina, Ranker 00:23:30] ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf &#039;&#039;&#039;Kalkstandorten&#039;&#039;&#039; der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier &#039;&#039;&#039;oben&#039;&#039;&#039;, aber nur so flachgründig. Und &#039;&#039;&#039;darunter&#039;&#039;&#039; steht dann gleich das &#039;&#039;&#039;Gestein&#039;&#039;&#039; an, der feste, harte &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039;. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann spricht man von einer &#039;&#039;&#039;Rendzina&#039;&#039;&#039;. Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und das ist auf Kalk. Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da &#039;&#039;&#039;oben mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Braunerderanker&#039;&#039;&#039;. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an &#039;&#039;&#039;Hanglagen&#039;&#039;&#039; finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1529s B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung&#039;&#039;&#039; werden Stoffe frei, &#039;&#039;&#039;Ton-Bildung&#039;&#039;&#039; findet statt. Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=1806s Langzeitbodenentwicklung 00:30:06] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die &#039;&#039;&#039;Verwitterung so stark&#039;&#039;&#039; ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. Und es gibt ein &#039;&#039;&#039;wunderbares Buch&#039;&#039;&#039;, muss ich wirklich sagen, von &#039;&#039;&#039;Mückenhausen&#039;&#039;&#039;, der war &#039;&#039;&#039;Professor in Bonn&#039;&#039;&#039;. Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark &#039;&#039;&#039;lessivierte Para-Braunerde&#039;&#039;&#039;. Lessiviert heißt &#039;&#039;&#039;ausgewaschen&#039;&#039;&#039;. Und so weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2000s Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 00:33:20] ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern&#039;&#039;&#039; eben sehr viel &#039;&#039;&#039;langsamer&#039;&#039;&#039;. In der Regel, &#039;&#039;&#039;durch den Kalküberschuss&#039;&#039;&#039;. Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann &#039;&#039;&#039;beschleunigt&#039;&#039;&#039; sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann &#039;&#039;&#039;plötzlich knickt es ab&#039;&#039;&#039;. Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2100s Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 00:35:00] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese &#039;&#039;&#039;Prozesse&#039;&#039;&#039; durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2182s Winterboden - Frühjahrsboden 00:36:22] ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber im &#039;&#039;&#039;Winter&#039;&#039;&#039; sind die &#039;&#039;&#039;Böden dunkel&#039;&#039;&#039;. Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; jetzt stärker &#039;&#039;&#039;in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das &#039;&#039;&#039;Wasser verdunstet&#039;&#039;&#039;, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, wird der &#039;&#039;&#039;Boden hell&#039;&#039;&#039;. Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2313s Winterprozess - vollkommene Ruhe 00:38:33] ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2407s Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 00:40:07] ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, dass die &#039;&#039;&#039;vier Elemente, das Erdige, das Wässrige&#039;&#039;&#039;, die Luft, das Gasförmige und &#039;&#039;&#039;die Luft und die Wärme auseinander treten&#039;&#039;&#039;. Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, &#039;&#039;&#039;anorganisch&#039;&#039;&#039;, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. Die &#039;&#039;&#039;wärmegesättigte Luft&#039;&#039;&#039;. Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. Das ist das &#039;&#039;&#039;Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern&#039;&#039;&#039;. Nun können wir aber etwas beobachten, in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch &#039;&#039;&#039;bestimmte Prozesse&#039;&#039;&#039; stattfinden, und zwar &#039;&#039;&#039;rein mechanisch-physikalischer Art&#039;&#039;&#039;. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen &#039;&#039;&#039;Dauerfrost&#039;&#039;&#039; im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=2612s Die Frostgare 00:43:32] ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eisbildung. Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Boden ist mit Wasser gesättigt&#039;&#039;&#039;. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null Grad&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser &#039;&#039;&#039;Frost&#039;&#039;&#039; bewirkt etwas, die &#039;&#039;&#039;Kälte&#039;&#039;&#039; ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann wird es erst mal &#039;&#039;&#039;fest&#039;&#039;&#039;. Dann wird es sogar &#039;&#039;&#039;durchsichtig&#039;&#039;&#039;, wie ein wunderschönes Kristall. Also es &#039;&#039;&#039;kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel&#039;&#039;&#039;, den großen &#039;&#039;&#039;Naturforscher&#039;&#039;&#039;, so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der &#039;&#039;&#039;Boden gefriert&#039;&#039;&#039;, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein &#039;&#039;&#039;rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises&#039;&#039;&#039;. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens &#039;&#039;&#039;im Februar&#039;&#039;&#039;, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=3197s Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 00:53:17] ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und verwittern dann zu Ton. Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese &#039;&#039;&#039;verwittern zu Ton&#039;&#039;&#039;. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner Quarzkristall, sechsseitig, in einer sechsseitigen Pyramide, folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt &#039;&#039;&#039;kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen&#039;&#039;&#039;. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=3360s Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 00:56:00] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure&#039;&#039;&#039;. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Zerfallsprozess&#039;&#039;&#039;. Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind &#039;&#039;&#039;keine kristallinen Substanzen&#039;&#039;&#039; mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos&#039;&#039;&#039;. Und das sind sogenannte &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039;. Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja. &lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=3504s Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 00:58:24] ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch &#039;&#039;&#039;Metall-Silikat-Verbindungen&#039;&#039;&#039;, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die &#039;&#039;&#039;Hauptkoloide&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;in unseren Böden&#039;&#039;&#039; entstehen, dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Ton verwittert&#039;&#039;&#039;, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=3600s Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 01:00:00] ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem &#039;&#039;&#039;alten Mysterienwissen&#039;&#039;&#039;, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=hkEFuVV43Fs&amp;amp;t=3719s Winterprozess - Formbildungsprozess 01:01:59] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die &#039;&#039;&#039;fängt im November an&#039;&#039;&#039;, aber hat ihren &#039;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039;&#039; zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039;. Es ist ein &#039;&#039;&#039;Form-Bildungsprozess&#039;&#039;&#039;. Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Glossar ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{GlossarNavigationArtikel|A}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|A}}[[Alterungsprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] eine Verwitterungsstufe […] führt zu einem Altwerden des [[Boden|Bodens]] […] Diese juvenilen Standorte […] werden durch die Verwitterung älter […] Stoffe werden frei […] [[Ton]]-Bildung findet statt […] basische Bestandteile wie [[Calcium]] und [[Magnesium]] und [[Kalium]] […] werden ausgewaschen […] der Boden entwickelt sich […] und zeigt eine stärkere Horizontierung […] das ist das &#039;&#039;&#039;Altwerden&#039;&#039;&#039; des Bodens […]“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|B}}[[Boden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der Umgang mit dem &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039;, dem Organ, ist im Zentrum der Landwirtschaft überhaupt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Ackerbau und Gartenbau 00:00:40|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:00:40]]&lt;br /&gt;
* „Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme, an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; entsteht?“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Entstehung des Bodens 00:08:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:08:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], [[Alterungsprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] eine Verwitterungsstufe […] führt zu einem Altwerden des Bodens […] Diese juvenilen Standorte […] werden durch die Verwitterung älter […] Stoffe werden frei […] Ton-Bildung findet statt […] basische Bestandteile wie Calcium und Magnesium und Kalium […] werden ausgewaschen […] der Boden entwickelt sich […] und zeigt eine stärkere Horizontierung […] das ist das &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens&#039;&#039;&#039; […]“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], Haut&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut&#039;&#039;&#039; über die Erde, wo alles heraussprießt […] eigentlich so gut wie ein Nichts […] Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort […] Nach oben ist eine Riesenatmosphäre […] Aber da ist nur eine &#039;&#039;&#039;Haut&#039;&#039;&#039; dazwischen und die nennen wir &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Entstehung des Bodens 00:08:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:08:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], &#039;&#039;&#039;Degradation&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039; […] Er wird alt […] Diese Schichten […] sind […] Auswaschungsschichten […] stärker verarmt […] Verwitterung so weit fortgeschritten […] vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, […] nicht mehr verfügen [Beispiel Waldböden].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Kultivierung der Böden - warum? 00:19:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:19:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], juvenil&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] juveniler Boden […] heißt also jung, noch sozusagen verwitterungsfrisch und voll eben belebt [warum man einen Boden nicht der Natur (Naturschutzgebiete o.ä.) überlassen sollte. Weil juvenile Böden (aktive) Ackerbauböden sind, nicht Waldböden u.ä.].“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Kultivierung der Böden - warum? 00:19:41|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:19:41]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Boden]], [[Lebendverbauung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens&#039;&#039;&#039; […] ein Prozess, der nach der Frostgare einsetzt […] wenn der Boden durch Wärme und Trockenheit stabilisiert wird […] die Krümelstruktur des Bodens wird belebt und verfestigt […] dies geschieht im Übergang vom Winter zum Frühjahr.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] das hat jetzt zu einer bestimmten Horizontierung unserer &#039;&#039;&#039;Böden&#039;&#039;&#039; geführt […] wenn Sie […] den &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; aufgraben […] je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt […] der Boden ist von oben nach unten verwittert […] man rechnet heute zum &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; alles das, was verwittert ist […] darunter ist das anstehende Gestein.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 00:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]] A-Horizont ([[Bodenhorizont]])&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; […] ist […] die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 00:22:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:22:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]], A-C-Horizont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „&#039;&#039;&#039;A-C-Horizont&#039;&#039;&#039; […] [wenn] nur der [[A-Horizont]] ausgebildet und der [[C-Horizont]], dazwischen ist nichts […] das ist meistens auf Kalkstandorten der Fall [dann spricht man von einem Rendzina][…] da bildet sich ein sehr schöner Mull-[[Humus]]-Horizont […] aber nur so flachgründig. [man spricht von Ranker] […] wenn da oben mehr Kieseliges ist […] stark [[Quarz]] […] saures Material, was schwer verwittert […] dann bildet sich ein [[Ranker]] […] das ist auch ein A-C-Boden […] eine sehr junge, sehr langsame, gehemmte Verwitterung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#A-C-Böden: Rendzina, Ranker 00:23:30|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:23:30]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]], B-Horizont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte&#039;&#039;&#039; […] bezeichnen die Verlehmungshorizonte, also wo Tonbildung, fortschreitende Tonbildung stattfindet […] man kann sie ganz stark differenzieren.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 00:22:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:22:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenhorizont]], C-Horizont&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;C-Horizonte&#039;&#039;&#039; […] der C-Horizont […] das unverwitterte Gestein […] die Kalklösungsfront […] die Grenze zu einem Untergrund […]“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 00:22:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:22:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bodenprofil (siehe [[Bodenhorizont]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] wenn Sie dann so ein Loch graben […] und […] reinsteigen können in die Grube […] Da können Sie […] das &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039; mal betrachten […] dass da verschiedene Horizontierungen festzustellen sind […] je stärker diese Schichten hervortreten, desto älter ist der &#039;&#039;&#039;Boden&#039;&#039;&#039; […] je weniger diese Horizontierungen sind, desto jünger […] desto fruchtbarer ist er.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Festellung verschiedener Horizontierungen 00:18:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:18:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenentwicklung]], Ausgangspunkt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] das ist der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; der ganzen &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung&#039;&#039;&#039; […] seit den letzten Eiszeiten […] die große Eisbedeckung in Europa […] das Eis hat sich zurückgezogen […] und dadurch begann die Bodenentwicklung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Entstehung des Bodens 00:08:03|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:08:03]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenentwicklung]] von Jahr zu Jahr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung&#039;&#039;&#039; &#039;&#039;&#039;von Jahr zu Jahr&#039;&#039;&#039; […] nimmt einen Anfang im Winter und setzt sich fort über das Frühjahr, dann über den Sommer zum Herbst hin […] dann stirbt etwas und was Neues entwickelt sich im nächsten Jahr […] das muss man kennen […] die Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen […] und wie wir sie durch Bearbeitung des Bodens [fördern, hemmen und] steuern können.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 00:35:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:35:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodentyp]] (siehe auch [[Boden]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem Granit entsteht ein anderer Boden, aus einer Granit-Verwitterung ein anderer Boden als Basalt-Verwitterung […] auf Lockergestein wie Löss oder sonstigen Kieselablagerungen oder […] Schiefergesteinen […] . Also jeder Standort hat seine eigenen Böden. Der Dottenfelderhof hat mindestens sechs, sieben &#039;&#039;&#039;verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 00:14:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:14:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bodenbearbeitung]], Ur-persische-Kultur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur&#039;&#039;&#039;, so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; […] Da hat man angefangen, eben den Boden zu ritzen, noch nicht zu pflügen, […] Meistens waren es sogar Holzpflüge.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitung 00:03:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:03:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Braunerde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „die Rendzina [A-C-Horizont mit hohem Kalkvorkommen] entwickelt sich zu Para-Braunerde […] und hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde&#039;&#039;&#039; […] entsteht ein A-B-C-Horizont […] der Bt-Horizont […] das ist also der Tonhorizont.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|C}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|D}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|D}}[[Düngung]], Historie&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das Allerjüngste […] in vorchristlichen Zeiten […] die großen Hochkulturen […] gedüngt, aber mit Wasser […] durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation […] Aber eine &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; in dem Sinne, wie wir es verstehen […] das ist erst eine Entwicklung […] auf die Kelten zurückgeht […] die Kelten waren die Ersten, die angefangen hatten, mit Tonen zu düngen […]“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Düngung 00:05:28|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:05:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|E}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|F}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|F}}Formkraft (siehe [[Form]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Aus koloiden, amorphen, gestaltloser Masse entstehen wieder hexagonale Strukturen] […] da findet etwas statt, was man […] geisteswissenschaftlich […] ergründen kann […] die Kräfte, die kristallbildend sind […] &#039;&#039;&#039;Formkräfte&#039;&#039;&#039; […] die ihren Ursprung haben […] im Fixstern-Umkreis […] die auf der Erde diese Formen, diese Kristallformen entstehen lassen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 01:00:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:00:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frostgare]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Die &#039;&#039;&#039;Frostgare&#039;&#039;&#039;] […] Wasser dringt [im Winter] in den Boden ein, dann friert es und sprengt den Boden auseinander […] der Boden gefriert […] ein rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess […] Volumenvergrößerung des Wassers, das zu Eis wird […] der verschmierte Boden wird in eine krümelige Struktur umgewandelt […] eine &#039;&#039;&#039;Frostgare&#039;&#039;&#039; bringt beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf […] allerdings ist sie sehr instabil und kann schnell durch Regen verschlemmen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Frostkrümel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Winterprozess im Boden] […] durch die Frostsprengung entstehen &#039;&#039;&#039;Frostkrümel&#039;&#039;&#039; […] der verschmierte Boden wird in einzelne, polyedrische Krümelstrukturen aufgesprengt […] diese Frostkrümel sind mechanisch erzeugt durch die Volumenvergrößerung des gefrierenden Wassers […] sie hinterlassen eine krümelige Struktur im Boden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Fruchtfolge]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; […] ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, […] keltischen Ursprungs […] Die Dreifelderwirtschaft […] haben die Kelten schon angefangen, […] eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Fruchtfolge 00:04:46|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:04:46]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|G}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|G}}Grundsäulen von Gartenbau und Landwirtschaft&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In Bezug auf die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung haben wir drei &#039;&#039;&#039;Grundsäulen&#039;&#039;&#039;: Bodenbearbeitung, Fruchtfolge, Düngung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Ackerbau und Gartenbau 00:00:40|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:00:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|H}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|H}}Horizontierung (Siehe [[Bodenhorizont]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung&#039;&#039;&#039; unserer Böden geführt […] wenn Sie […] den Boden aufgraben […] je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt […] der Boden ist von oben nach unten verwittert […] man rechnet heute zum Boden alles das, was verwittert ist […] darunter ist das anstehende Gestein.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 00:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Humus]], Humusgehalt vortäuschen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „In unserem Winter sind unsere Böden […] mausetot. […] Alles biologische Geschehen ist […] zur Ruhe gekommen. […] Böden dunkel […] das täuscht […] &#039;&#039;&#039;Humusgehalt&#039;&#039;&#039; vor […] im Grunde genommen nichts anderes als die Wassersättigung der Böden […] die sind bis oben hin voll mit Wasser […] sobald Luft in den Boden kommt, wird der Boden hell.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - vollkommene Ruhe 00:38:33|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:38:33]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|I}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|J}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|K}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|K}}[[Kalk]], Entkalkung prüfen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] einen Meter tief graben […] mit der Salzsäure […] prüfen, ob da eine Reaktion zu sehen ist […] wenn nichts passiert, […] ist es ein Zeichen dafür, dass der Boden &#039;&#039;&#039;entkalkt&#039;&#039;&#039; ist [oder] […] sobald es anfängt zu brausen […] bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in Kalziumbikarbonat und es entsteht Kohlensäure.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Horizontierung und Verwitterung 00:12:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:12:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koloid]], Pflanzenwachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; […] entstehen […] dadurch, dass der Ton verwittert […] Aluminiumhydroxid und Kieselsäure […] diese Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser &#039;&#039;&#039;Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; […] sie halten sich im Boden […] kleiden die inneren Hohlräume des Bodens aus […] das mögen die Wurzeln am allerliebsten […] dort finden sie die Stoffe, die sie […] zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt brauchen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 00:58:24|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:58:24]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Koloid]], Verwitterungsprozess&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[&#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; von Tonmineralien] […] &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039; […] sind keine kristallinen Substanzen […] sie sind, wie man es nennt, amorph […] Amorph heißt gestaltlos […] ein Koloid ist ein […] wasserreicher Zustand […] zwischen der echten Lösung […] und […] dem festen kristallinen Zustand […] es ist wabbelig […] wenn Sie einen guten Pudding […] essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 00:56:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:56:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kristallisationsprozess (siehe [[Kristall]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; […] durch [[Verwitterung]] entstehen Mineralkristalle […] wie [[Quarz]], [[Feldspat]] und [[Glimmer]] […] diese verwittern zu [[Tonmineralien]] […] Tonmineralien haben eine [[Hexagonal|hexagonale]] Form […] der Kristallisationsprozess erzeugt winzige, hauchdünne Plättchen […] diese kristallinen Strukturen sind geordnet und dünn, oft nur unter dem Elektronenmikroskop sichtbar.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 00:53:17|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:53:17]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kristall-Himmel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die alten Griechen […] sprachen vom Fixstern-Himmel als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; […] von dem Formkräfte hereinwirken […] die auf der Erde […] Kristallformen [auf zuvor gestaltlose koloidale Strukturen] entstehen lassen.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 01:00:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:00:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|L}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|L}}[[Landwirtschaftlicher Organismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht […] jeder Standort hat seine eigenen Böden […] das schafft […] die sogenannte […] &#039;&#039;&#039;Begabung&#039;&#039;&#039; des &#039;&#039;&#039;landwirtschaftlichen Organismus&#039;&#039;&#039; […] je nachdem, welches Gestein […] zur Bodenentwicklung beigetragen hat.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 00:14:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:14:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Lebendverbauung]] des [[Boden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] die &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens&#039;&#039;&#039; […] ein Prozess, der nach der Frostgare einsetzt […] wenn der Boden durch Wärme und Trockenheit stabilisiert wird […] die Krümelstruktur des Bodens wird belebt und verfestigt […] dies geschieht im Übergang vom Winter zum Frühjahr.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|M}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|M}}[[Mergeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] im Mittelalter hat man &amp;quot;gemergelt&amp;quot;, also mit Kalktonen […] eine gezielte Düngung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Düngung 00:05:28|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:05:28]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|N}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|N}}[[Natur]] lesen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] man muss sozusagen in der &#039;&#039;&#039;Natur lesen&#039;&#039;&#039; lernen, auch seine Böden […] Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind […] Das ist schon ungeheuer wichtig.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 00:33:20|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:33:20]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|O}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|O}}[[Organismus]], Landwirtschaftlicher Organismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht […] jeder Standort hat seine eigenen Böden […] das schafft […] die sogenannte […] &#039;&#039;&#039;Begabung&#039;&#039;&#039; des &#039;&#039;&#039;landwirtschaftlichen Organismus&#039;&#039;&#039; […] je nachdem, welches Gestein […] zur Bodenentwicklung beigetragen hat.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 00:14:42|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:14:42]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|P}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|P}}Phantasie der Natur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Kontext ist die Frostgare im Winter] […] die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist grenzenlos […] Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel fällt, ist einzigartig […] ein und dasselbe hexagonale Kristallisationsprinzip, aber jede Form ist anders […] die Natur zeigt eine unbeschreibliche Schönheit und Vielfalt in der Gestaltung.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Podsol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] der sogenannte &#039;&#039;&#039;Podsol&#039;&#039;&#039; […] das ist das Ende vom Lied […] eine starke Horizontierung […] Bleichzone unter der Humusauflage […] der Ton und der Humus verlagern sich in den Untergrund.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Pseudogley]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[auf Sandböden verwittern die Böden schneller als z.B. auf Basalt-Untergrund. Aus Braunerde entsteht […]] ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley&#039;&#039;&#039; […] eine starke Horizontierung zeigt […] der Ton verlagert sich in den Untergrund […] Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum Podsol.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Q}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|R}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|R}}[[Bodenbearbeitung]], Römisch-griechische Kultur&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[auf die Ur-Persische Kultur: Boden ritzen folgte der] wendende Pflug […] in der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Kultur&#039;&#039;&#039; […] in Gallien. Also Caesar beschreibt […] wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitung 00:03:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:03:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|S}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|S}}[[Sedimentation]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Durch die Eiszeiten […] hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben […] aus Rohstoffen der Bodenbildung […] eine äolische Sedimentation, also aus der Luft über die Winde verfrachtet […] vollkommen mineralisch, tot […]Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme fängt das an zu verwittern.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Sedimentation und Verwitterung 00:11:06|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:11:06]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|T}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|T}}[[Ton]], Entstehung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „durch Verwitterung [von [[Feldspat]], [[Glimmer]] u.ä.] &#039;&#039;&#039;entsteht&#039;&#039;&#039; durch die [[Verwitterung]] &#039;&#039;&#039;Ton&#039;&#039;&#039;, Tonmineralien […] der Ton schafft neben dem [[Humus]] eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden [es entsteht ein BT-Horizont] […] Das ist also der Tonhorizont.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 00:25:29|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:25:29]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tonmineralien, sekundäre (siehe [[Ton]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Der [[Winterprozess]] ist ein Form-Bildungsprozess]. Sodass man davon ausgehen muss […], dass gerade diese [[Koloid|koloidalen]] Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, […] im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, &#039;&#039;&#039;Tonmineralien&#039;&#039;&#039; bilden, en miniature, […] die sogenannten &#039;&#039;&#039;sekundären Tonmineralien&#039;&#039;&#039; bilden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - Formbildungsprozess 01:01:59|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:01:59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tonmineralien, Verwitterungsprozess (siehe [[Ton]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen […] &#039;&#039;&#039;Tonmineralien&#039;&#039;&#039; verwittern weiter und zerfallen in Aluminium-Hydroxid oder [[Kieselsäure]] […] dieser Zerfallsprozess führt von kristallinen Substanzen zu [[Amorph|amorphen]], gestaltlosen Koloiden […] Koloide sind keine festen kristallinen Strukturen mehr, sondern stellen einen Zustand zwischen fester Form und vollständiger Auflösung dar.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 00:56:00|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:56:00]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|U}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|U}}[[Urpersische Kultur|Urpersische-Kultur]], [[Bodenbearbeitung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] Seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur&#039;&#039;&#039;, so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; […] Da hat man angefangen, eben den Boden zu ritzen, noch nicht zu pflügen, […] Meistens waren es sogar Holzpflüge.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Bodenbearbeitung 00:03:04|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:03:04]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|V}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|V}}[[Verwitterung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Das Gestein &#039;&#039;&#039;verwittert&#039;&#039;&#039; […] durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung […] löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die &#039;&#039;&#039;Verwitterung&#039;&#039;&#039;.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Beginn der Verwitterung 00:15:58|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:15:58]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|W}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|W}}[[Winterprozess]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[…] in der Winterszeit [Winterzeit fängt im Nov. an, und hat gem. Rudolf Steiner ihren Höhepunkt Mitte Jan. bis Mitte Feb.] […] kristallbildenden Kräfte […] am allerstärksten wirksam […] das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; […] ein Form-Bildungsprozess […] im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder […] Frostsprengung […] Re-Kristallisation der Tonmineralien […] eine naturhafte Bodenbearbeitung […] die Natur bearbeitet sich selbst […] um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterprozess - Formbildungsprozess 01:01:59|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 01:01:59]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|X}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Y}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|Z}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|Z}}[[Zaubern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Der Boden ist das Organ was alles das hervorbringt und &#039;&#039;&#039;hervorzaubert&#039;&#039;&#039;, was nur irgendwie die Existenz vom Menschen und Tier ermöglicht auf Erden.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Ackerbau und Gartenbau 00:00:40|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:00:40]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----{{GlossarNavigationArtikel|0-9}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{BS|0-9}}4 Elemente getrennt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Winterprozess der Erde] […] die &#039;&#039;&#039;vier Elemente&#039;&#039;&#039; […] das Erdige, das Wässrige, die Luft, das Gasförmige und die Wärme […] treten auseinander […] der Boden wird ein physischer Körper […] anorganisch, tot […] die Elemente von Luft und Wärme […] sondern sich […] es wird kalt […] die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot […] die Elemente sich voneinander sondern.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 00:40:07|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:40:07]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hexagonales Kristallisationsprinzip&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „[Frostgare] […] das &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; […] bei der Bildung von Eiskristallen […] jede Schneeflocke und jeder Eiskristall folgt diesem Prinzip […] doch jede Form ist einzigartig und anders gestaltet […] ein Grundmuster, das unendliche Vielfalt hervorbringt.“ [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018#Die Frostgare 00:43:32|| Klett, M. Bodenentwicklung im Jahreslauf, 1. Folge, 2018, 00:43:32]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Folge [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018|1]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018|2]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018|3]] - [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018|4]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett|| zurück zu Manfred Klett |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildungsbetrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausbildung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bodenentwicklung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glossar erstellt von François Hagdorn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehrer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Seminare]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von Margherita Ehart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 100%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Florian_Leiber&amp;diff=28710</id>
		<title>Florian Leiber</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Florian_Leiber&amp;diff=28710"/>
		<updated>2026-10-11T15:33:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber 2023-3-1.jpg|thumb|Dr. Florian Leiber beim Vortrag über Fütterung am 1. März 2023 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florian Leiber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Florian Leiber&#039;&#039;&#039; ist Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Tierernährung im ökologischen und biologisch-dynamischen Kontext. Er arbeitet am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweiz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1996–2001&#039;&#039;&#039;: Studium der Agrarwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diplomarbeit (14.05.2001): „Analyse der Dauerleistungskühe in der deutschen Holstein Population. Mit besonderer Berücksichtigung der ‚100.000-Liter-Kühe‘“ (Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Institut für Nutztierwissenschaften, Fachgebiet Züchtungsmethodik).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2001–2004&#039;&#039;&#039;: Promotion in der Gruppe Tierernährung an der ETH Zürich. Dissertation (Diss. ETH No. 15735): „Causes and extent of variation in yield, nutritional quality and cheese-making properties of milk by high altitude grazing of dairy cows“. Verteidigung am 24. September 2004, gedruckt 2005.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2004–2007&#039;&#039;&#039;: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum in Dornach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2007–2012&#039;&#039;&#039;: Oberassistent (Senior Scientist) in der Gruppe Tierernährung am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Seit 2012&#039;&#039;&#039;: Am FiBL in Frick.&lt;br /&gt;
** 2012–2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Departement für Nutztierwissenschaften.&lt;br /&gt;
** Ab 2016: Leitung der Fachgruppe/des Departements für Nutztierwissenschaften und Mitglied der Geschäftsleitung (bis ca. 2025).&lt;br /&gt;
** Leitung der Gruppe Tierernährung.&lt;br /&gt;
** Co-Leitung des Themenschwerpunkts Transformation der Ernährungssysteme.&lt;br /&gt;
** Koordination der Versuchsbetriebe Talacker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2025 übergab er die Departementsleitung (Anet Spengler übernahm die Co-Leitung mit Michael Walkenhorst); er blieb in der Gruppenleitung und Forschung tätig und gewann dadurch mehr Kapazität für die Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seit 2015: Tierernährung in der biodynamischen Ausbildung Schweiz.&lt;br /&gt;
* Seit 2007: Lehre an der ETH Zürich (Institut für Agrarwissenschaften).&lt;br /&gt;
* Universität Basel (Umweltwissenschaften, im Rahmen der FiBL-Vorlesung Biolandbau) und ZHAW Wädenswil (Master Biolandbau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Leiber forscht seit über 25 Jahren an graslandbasierten Produktionssystemen und nachhaltigen Futterressourcen. Zentrale Themen sind die Reduktion von Kraftfutter und importierten Proteinen, alternative Proteinquellen (u. a. Insektenmehl von &#039;&#039;Hermetia illucens&#039;&#039;, Leguminosen, Wasserlinsen), Methanemissionen bei Wiederkäuern, Milchqualität (z. B. Fettsäureprofile bei Alpenweide), Tierernährung im Biolandbau sowie Kreislaufwirtschaft und Resilienz in der Tierhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist Mitautor des Faktenblatts „Kuh und Klima“ (FiBL gemeinsam mit Bio Suisse, Ende 2025). Darin wird u. a. die Rolle graslandbasierter Wiederkäuersysteme für die Nutzung von Grünland und die Resilienz der Lebensmittelproduktion thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Videobeiträge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessionaler Agroforst, Vortrag vom 9. Januar 2025 am Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|thumb|Fütterung - 1. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA Click hier zum Video]  ]]Hier hält Dr. Florian Leiber einen dreiteiligen Vortrag über seine Forschung im Bereich der Tierfütterung. Der Vortrag wurde am 1. März 2023 an der Landbauschule Dottenfelderhof gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen-Ausbildung]] und Landbauschüler des Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber hat über 100 peer-reviewed Arbeiten und zahlreiche weitere Beiträge veröffentlicht (Organic Eprints listet mehrere hundert Einträge unter seinem Namen; ORCID und Google Scholar/Scopus bestätigen hohe Publikations- und Zitationszahlen). Hier ausgewählte zentrale Beiträge: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Monografien / Qualifikationsarbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diplomarbeit (2001), Humboldt-Universität Berlin (siehe oben). DOI: 10.13140/RG.2.1.2629.5841.&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit (2004/2005), ETH Zürich, Diss. No. 15735 (siehe oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchbeiträge und größere Arbeiten (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leiber, F.; Muller, A.; Maurer, V.; Schader, C.; Bieber, A. (2017): Organic dairy farming and sustainability. In: van Belsen, N. (Hrsg.): &#039;&#039;Achieving sustainable production of milk&#039;&#039;, Volume 2. Burleigh Dodds Science Publishing.&lt;br /&gt;
* Beitrag (mit Nikolai Fuchs und Hartmut Spieß): „Biodynamic agriculture today“. In: Kristiansen, Taji &amp;amp; Reganold (Hrsg.): &#039;&#039;Organic Agriculture: A global perspective&#039;&#039; (CSIRO Publishing, 2006).&lt;br /&gt;
* Weitere Kapitel und Factsheets, darunter „Cows and Climate“ / „Kuh und Klima“ (FiBL &amp;amp; Bio Suisse, 2025/2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenfelder in peer-reviewed Publikationen (Beispiele mit hoher Sichtbarkeit)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rumen-Mikrobiom und Ernährung (u. a. Scientific Reports 2015).&lt;br /&gt;
* Strategien für nachhaltigere Ernährung der Welt mit organischer Landwirtschaft (Nature Communications 2017, Mitautor).&lt;br /&gt;
* Tannine und Methanbildung bei Wiederkäuern.&lt;br /&gt;
* Fettsäureprofile in Alpenmilch und Hochweide.&lt;br /&gt;
* Insektenprotein (Hermetia) als Ersatz für Soja in Geflügel- und anderen Futterrationen.&lt;br /&gt;
* Kraftfutterreduktion in graslandbasierten Milchviehsystemen (u. a. Animal 2017).&lt;br /&gt;
* Graslandnutzung, Biodiversität, Tierwohl und Kreislaufwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offizielles FiBL-Profil (Deutsch): https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* FiBL-Profil (Englisch): https://fibl.org/en/about-us/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* Organic Eprints (Suche nach Leiber, Florian): https://orgprints.org (Suchfeld „person“)&lt;br /&gt;
* ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1434-6155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florian Leiber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Florian Leiber</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber 2023-3-1.jpg|thumb|Dr. Florian Leiber beim Vortrag über Fütterung am 1. März 2023 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florian Leiber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Florian Leiber&#039;&#039;&#039; ist Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Tierernährung im ökologischen und biologisch-dynamischen Kontext. Er arbeitet am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweiz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1996–2001&#039;&#039;&#039;: Studium der Agrarwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diplomarbeit (14.05.2001): „Analyse der Dauerleistungskühe in der deutschen Holstein Population. Mit besonderer Berücksichtigung der ‚100.000-Liter-Kühe‘“ (Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Institut für Nutztierwissenschaften, Fachgebiet Züchtungsmethodik).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2001–2004&#039;&#039;&#039;: Promotion in der Gruppe Tierernährung an der ETH Zürich. Dissertation (Diss. ETH No. 15735): „Causes and extent of variation in yield, nutritional quality and cheese-making properties of milk by high altitude grazing of dairy cows“. Verteidigung am 24. September 2004, gedruckt 2005.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2004–2007&#039;&#039;&#039;: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum in Dornach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2007–2012&#039;&#039;&#039;: Oberassistent (Senior Scientist) in der Gruppe Tierernährung am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Seit 2012&#039;&#039;&#039;: Am FiBL in Frick.&lt;br /&gt;
** 2012–2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Departement für Nutztierwissenschaften.&lt;br /&gt;
** Ab 2016: Leitung der Fachgruppe/des Departements für Nutztierwissenschaften und Mitglied der Geschäftsleitung (bis ca. 2025).&lt;br /&gt;
** Leitung der Gruppe Tierernährung.&lt;br /&gt;
** Co-Leitung des Themenschwerpunkts Transformation der Ernährungssysteme.&lt;br /&gt;
** Koordination der Versuchsbetriebe Talacker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2025 übergab er die Departementsleitung (Anet Spengler übernahm die Co-Leitung mit Michael Walkenhorst); er blieb in der Gruppenleitung und Forschung tätig und gewann dadurch mehr Kapazität für die Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seit 2015: Tierernährung in der biodynamischen Ausbildung Schweiz.&lt;br /&gt;
* Seit 2007: Lehre an der ETH Zürich (Institut für Agrarwissenschaften).&lt;br /&gt;
* Universität Basel (Umweltwissenschaften, im Rahmen der FiBL-Vorlesung Biolandbau) und ZHAW Wädenswil (Master Biolandbau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Leiber forscht seit über 25 Jahren an graslandbasierten Produktionssystemen und nachhaltigen Futterressourcen. Zentrale Themen sind die Reduktion von Kraftfutter und importierten Proteinen, alternative Proteinquellen (u. a. Insektenmehl von &#039;&#039;Hermetia illucens&#039;&#039;, Leguminosen, Wasserlinsen), Methanemissionen bei Wiederkäuern, Milchqualität (z. B. Fettsäureprofile bei Alpenweide), Tierernährung im Biolandbau sowie Kreislaufwirtschaft und Resilienz in der Tierhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist Mitautor des Faktenblatts „Kuh und Klima“ (FiBL gemeinsam mit Bio Suisse, Ende 2025). Darin wird u. a. die Rolle graslandbasierter Wiederkäuersysteme für die Nutzung von Grünland und die Resilienz der Lebensmittelproduktion thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videobeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessionaler Agroforst, Vortrag vom 9. Januar 2025 am Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|thumb|Fütterung - 1. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA Click hier zum Video]  ]]Hier hält Dr. Florian Leiber einen dreiteiligen Vortrag über seine Forschung im Bereich der Tierfütterung. Der Vortrag wurde am 1. März 2023 an der Landbauschule Dottenfelderhof gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen-Ausbildung]] und Landbauschüler des Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber hat über 100 peer-reviewed Arbeiten und zahlreiche weitere Beiträge veröffentlicht (Organic Eprints listet mehrere hundert Einträge unter seinem Namen; ORCID und Google Scholar/Scopus bestätigen hohe Publikations- und Zitationszahlen). Hier ausgewählte zentrale Beiträge: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Monografien / Qualifikationsarbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diplomarbeit (2001), Humboldt-Universität Berlin (siehe oben). DOI: 10.13140/RG.2.1.2629.5841.&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit (2004/2005), ETH Zürich, Diss. No. 15735 (siehe oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchbeiträge und größere Arbeiten (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leiber, F.; Muller, A.; Maurer, V.; Schader, C.; Bieber, A. (2017): Organic dairy farming and sustainability. In: van Belsen, N. (Hrsg.): &#039;&#039;Achieving sustainable production of milk&#039;&#039;, Volume 2. Burleigh Dodds Science Publishing.&lt;br /&gt;
* Beitrag (mit Nikolai Fuchs und Hartmut Spieß): „Biodynamic agriculture today“. In: Kristiansen, Taji &amp;amp; Reganold (Hrsg.): &#039;&#039;Organic Agriculture: A global perspective&#039;&#039; (CSIRO Publishing, 2006).&lt;br /&gt;
* Weitere Kapitel und Factsheets, darunter „Cows and Climate“ / „Kuh und Klima“ (FiBL &amp;amp; Bio Suisse, 2025/2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenfelder in peer-reviewed Publikationen (Beispiele mit hoher Sichtbarkeit)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rumen-Mikrobiom und Ernährung (u. a. Scientific Reports 2015).&lt;br /&gt;
* Strategien für nachhaltigere Ernährung der Welt mit organischer Landwirtschaft (Nature Communications 2017, Mitautor).&lt;br /&gt;
* Tannine und Methanbildung bei Wiederkäuern.&lt;br /&gt;
* Fettsäureprofile in Alpenmilch und Hochweide.&lt;br /&gt;
* Insektenprotein (Hermetia) als Ersatz für Soja in Geflügel- und anderen Futterrationen.&lt;br /&gt;
* Kraftfutterreduktion in graslandbasierten Milchviehsystemen (u. a. Animal 2017).&lt;br /&gt;
* Graslandnutzung, Biodiversität, Tierwohl und Kreislaufwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offizielles FiBL-Profil (Deutsch): https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* FiBL-Profil (Englisch): https://fibl.org/en/about-us/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* Organic Eprints (Suche nach Leiber, Florian): https://orgprints.org (Suchfeld „person“)&lt;br /&gt;
* ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1434-6155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florian Leiber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<title>Kategorie:Florian Leiber</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Leere Seite erstellt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_3_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28707</id>
		<title>Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_3_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28707"/>
		<updated>2026-10-11T15:07:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transkription des 3. Vortrags vom 1. März 2023 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Florian Leiber|| zurück zu Florian Leiber |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber Teil3 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho|thumb|Fütterung - 3. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 3. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selektion im Winter und kräuterreiche Futterzusätze 00:00:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also dann haben wir jetzt noch eine Stunde und die können wir auch gerne ausführlich nutzen, um eure Fragen oder Anmerkungen und alles zu diskutieren. Gibt es jetzt gerade irgendwelchen Redebedarf? Müssen wir reden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, also mit dieser Selektierung, das funktioniert dann ja hier in Europa, also wenn überhaupt dann im Sommer, haben Sie das die Möglichkeit, auf einer Weide, am besten auf der Alp, aber im Winter ist das dann mit dem Selektieren erstmal eigentlich nichts. Also ich meine, man kann sehr qualitatives Futter anbieten, aber das Selektieren fängt aus, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Das stimmt. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Danke für die Frage, weil das ist dann ein sehr wichtiger Punkt in dem Ganzen. Ich habe es jetzt sehr überpointiert, vielleicht auch in Bezug auf diese Weidesituation so erzählt, wo wir uns aber auch klar machen müssen, okay, der Wiederkäuer hat sich als Weidetier entwickelt erstmal und nicht als Stalltier und deswegen bin ich überzeugt, dass diese Verhaltensweisen da sind, aber auch für den wilden Wiederkäuer sieht das im Winter natürlich ganz anders aus, als im Sommer. Aus verständlichen, nachvollziehbaren Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist der Punkt, wo die Frage, also von dem, was ich jetzt geschildert habe, wie geht das über in eine Praxis, das ist eben auch noch eine große Herausforderung, wo man dann auch sorgfältig damit umgehen muss, was ist sozusagen Idealismus, mit dem ich da rangehe und was davon ist überhaupt pragmatisch auch möglich. Am Ende dürfen wir auch nicht bestreiten, dass wir mit den Tieren Lebensmittel produzieren wollen und sie nicht einfach nur um ihrer selbst willen halten. Das heißt, das muss irgendwie stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann möchte ich einen Aspekt als erstes dazu sagen, das Oregano auf der Pizza fällt gewichtsmäßig auch nicht ins Gewicht. Fällt für uns geschmacksmäßig aber sehr ins Gewicht. Im Wesentlichen fressen wir da Stärke und Käse und den Geschmack machen die Kräuter. Und die physiologischen, gesundheitlichen Wirkungen, wie zum Beispiel antioxidative Wirkungen aus dem Oregano, die nehmen wir mit. Und das ist jetzt irgendwie so ein banales Beispiel, aber wo man sieht, ja, unser Umgang mit wirkstoffreichen Pflanzen ist genau der, dass wir mit sehr wenig Gramm unsere Speisen würzen oder einen Tee machen. Und das ist mal das eine, was man in Betracht ziehen kann, das ist, wir sprechen ja nicht über Masse, sondern wir sprechen eben wirklich über Wirkstoffe, die in gewisser Weise dann ja was Pharmazeutisches haben. Und in dem Sinne ist der Wiederkäuer dann sein eigener Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, jetzt haben wir vorhin gesprochen über Spitzwegerich und Chicorée zum Beispiel als Pflanzen, die tanninreich sind, die ins Futter integriert werden. Da geht es auch nicht darum, dass das irgendwie 30 Prozent von dem Futter ist, sondern dass das einen gewissen Anteil, dass das als Element in dem Futter mit drin ist. Ich weiß nicht, wie viel strebt ihr an in der Masse? Ein Prozent. Kann aber sein, dass das vom Geschmackserleben für das Tier sehr entscheidend ist. Heißt aber trotzdem auch, also wenn das angebaut wird und hier als Heu verarbeitet wird, dann kommt das, was du sagst, das haben sie dann halt dabei, können es nicht selektieren. Aber es ist ein Unterschied in Bezug auf sozusagen trotzdem die geschmackliche Vielfalt von dem Futter, ob das drin ist oder nicht. Und ob ich dann, das fände ich dabei noch einen wichtigen Aspekt, ob ich zum Beispiel auch noch eine, wie soll ich das sagen, eine Note von ätherischen Ölen mit drin habe, ob man irgendwie Kümmel oder so noch mit drin hat im Futter. Also das ist das eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Masse geht es nicht unbedingt. Wenn wir jetzt trotzdem im Sommer schauen und es geht um die Möglichkeit für die Tiere wirklich auch zu selektieren oder das irgendwie separat zu erfahren oder auch zu nutzen, dann hieße das ja eigentlich, ich muss, wenn ich jetzt nicht im Dauergrünland bin, sondern im Futterbau, also im Futterbau für die Beweidung, ich muss das irgendwie als Streifen oder so mit einbringen. Aber ich muss das nicht in der Breite in die Masse bringen. Zweitens die Frage, wo haben die Tiere auch Gelegenheit, im Sinne von dem Bild, das hier vorher war, von Sträuchern, von Büschen, von Bäumen auch Laub aufzunehmen, weil das ganz stark diese Funktionen auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich immer die Vorstellung und jetzt wird es theoretisch, aber trotzdem, wie wäre es mit so einer Art Sonntagsweiden, wenn ich jetzt in meinem Betrieb vielleicht sehr wenig, aber doch ein paar Magerwiesenstandorte habe, dass ich das wie den Tieren an bestimmten Tagen anbiete und nicht so nach dem Motto, okay, jetzt wird das einmal alles abgegrast und dann kriegen sie sechs Wochen das nicht, bis es wieder nachgewachsen ist, sondern dass sie irgendwie im Umtrieb regelmäßig immer mal wieder auf diese Flächen kommen. Hat natürlich auch immer was damit zu tun, oder steht dann damit im Zusammenhang, dass es natürlich eine Wachstums- und Reifungsdynamik und so gibt und sich das auch alles ständig verändert. Und was wir, wenn wir versuchen, mit solchen Ansätzen an die Fütterung ranzugehen, dann müssen wir uns eben bewusst sein, was wir nicht mehr sind, ist Agraringenieure, die vorbestimmen, das Tier soll jetzt genau so und so viel von dem und dem haben und wir komponieren das vorher und wir haben das immer bis aufs Letzte im Griff. Können wir gar nicht, sondern dann müssen wir ein bisschen loslassen und sagen, ich überlasse das auch ein bisschen den Tieren und der Situation, was gerade möglich wird. Das heißt, es kriegt ein Element von Chaos rein, was aber sehr, sehr hilfreich sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Qualitäten und das Weidelabor am FiBL 00:07:29 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und in Bezug auf das Winterfutter oder Stallfutter kann man sich ja zumindest die Frage stellen, kann ich unterschiedliche Qualitäten von Grundfutter produzieren und die auch separat lagern und separat füttern. Und das kann ich entweder im Raum separieren, indem ich nicht nur vorne den Futtertisch habe, sondern indem ich bestimmte andere Heuqualitäten vielleicht in der Raufe an einer anderen Stelle noch anbiete und bewusst mache, hier jetzt auf eurem Futtertisch wäre was anderes, als was dann da draußen in dem offenen Stall in den Raufen noch gefüttert wird. Dann habe ich irgendwie so eine bestimmte Entzerrung der verschiedenen Qualitäten im Raum und in der Zeit. Und dann erleben sie zumindest mal Sequenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als ein Beispiel, wir haben einen Versuch gemacht, wo wir auch einen Demeterbetrieb, die aber eine TMR gefüttert haben, wo auch die Heu- und Emdbestandteile, also auf Deutsch alles Heubestandteile, da mit drin waren in dieser TMR. Und die Kühe haben immer diese TMR bekommen. Dann haben wir einen Versuch gemacht, wo wir zwei Gruppen hatten mit je 15 Kühen. Und bei der einen Gruppe haben wir zusätzlich, also die hat morgens zu melken, also zwischen sechs und acht, hat die nur Heu bekommen. Und dann wieder die TMR und die andere Gruppe hatte immer diese TMR. Und dann hatten sie so Kauhalfter an, wo wir ihre Wiederkau- und Fressbewegungen aufgezeichnet haben. Das war in so einem Anbindestall mit so Blechen zwischen den Plätzen. Wir konnten also individuell für jede Kuh ihren Futterverzehr auswiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann hat sich gezeigt, wenn wir denen morgens früh zwischen sechs und acht statt immer immer TMR einmal für zwei Stunden Heu geben, dann haben sie erstens den ganzen Tag über immer länger gefressen als die anderen und zweitens nachts weniger gefressen als die anderen und dafür mehr nachts noch wiedergekäut. Aber wir haben auch immer geschaut, wie oft wechselt die Kuh ihre Aktivität. Also sie kann entweder in diesem Schema von so einem Sensor, gibt es entweder Fressen oder Wiederkauen oder nichts tun. Und wie oft pro Stunde wechselt sie zwischen dem. Und über diese morgendliche Heugabe, die hatte den Effekt, dass sie nachts, in der Nacht danach, wesentlich weniger Aktivitätswechsel hatten, dass also insgesamt die Herde in der Nacht viel ruhiger war, oder diese Kuhgruppe, als diejenigen, die immer nur TMR hatten. Das heißt, dieses Nacheinander von verschiedenen Qualitäten hat rein ihr Verhaltensmuster im Wechselspiel von Fressen und Wiederkäuen nachhaltig verändert und zwar Stunden später noch. Das zeigt, dass es eben sehr wohl was ausmacht, ob die Kuh alles gleichzeitig kriegt oder nacheinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel ist, das ist nicht von uns, aber andere Gruppen haben solche Experimente gemacht. Wenn Wiederkäuer die Wahl haben, zwischen leguminosenreichem und leguminosenarmem Futter auszuwählen, dann scheint es so zu sein, dass sie morgens, vormittags, mehr leguminosenreiches Futter wählen und nachmittags weniger. Das heißt, dass irgendwie der Bedarf an diesen eiweißreichen Pflanzen oder eventuell an anderen Inhaltsstoffen, die die Leguminosen damit sich bringen, vormittags größer ist als am Nachmittag. Das heißt, auch das spricht dafür, dass man sich damit auseinandersetzen kann, was bedeutet die Tageszeit für den Futterbedarf der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder auch ganz anders, aber trotzdem, das gehört auch in dieses Thema. Die meisten Betriebe haben heutzutage die Philosophie, okay, immer ad libitum, also der Futtertisch muss immer voll sein, sie können immer fressen, wann sie wollen. Das habe ich hier gerade gesehen, es gibt durchaus Phasen hier auf dem Dottenfelderhof, also in der Nacht fressen sie dann lange gar nicht, weil sie keinen Zugang haben zum Futter. Geht auch, ist eventuell auch unheimlich hilfreich, weil es wahrscheinlich Ruhe reinbringt. Also da gibt es verschiedene Aspekte, mit denen man sich, denke ich, dann auch sehr individuell mit der eigenen Herde auf dem eigenen Betrieb auseinandersetzen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Frage, also jetzt habe ich gesagt, das eine wäre, in der Zeit verändern. Verschiedenes Futter in der Zeit füttern. Das andere ist, verschiedenes Futter im Raum anbieten irgendwie. Heißt immer, ich muss dieses verschiedene Futter auch produziert haben und zugriffig gelagert haben, also mit einem Heustock, wo alles aufeinander liegt, geht das dann nicht. Und dann kann ich mich noch spezifischer damit auseinandersetzen, was wäre der richtige Zeitpunkt und das richtige Maß, um ihnen wie noch was extra auch zur Verfügung zu stellen. Es gibt viele Betriebe, nehme ich fast an, dass es ja auch so ist, dass es dann irgendwie noch Rote Bete oder Wurzelgemüse-Ausputz gibt oder mal Kartoffeln. Das ist so das eine. Und wenn wir auf diese Kräuter kommen, könnte ich ja auch bewusst ein sehr kräuterreiches Heu produzieren. Und dann schauen und mich fragen, wann und wie viel sollen sie eigentlich bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang versuchen wir halt jetzt gerade uns da so ein bisschen forschend reinzuwühlen in das Thema am FiBL. Da gibt es natürlich ganz viel Erfahrungswissen auf den Betrieben. Ich will überhaupt nicht so tun, als wäre das nicht ein Thema, das längst von verschiedensten Betrieben auch intensiv bearbeitet wird. Und ihr habt eventuell auch schon die ein oder andere Erfahrung mit sowas. Trotzdem ist die Frage, wie kann man irgendwie das noch mehr herausheben, dieses Thema, wie kann man es prominenter machen, also da auch einen Impuls setzen und wie kann man es ein bisschen systematischer verstehen. Und ich habe dann gefunden, lass uns doch den Ansatz machen, dass wir versuchen, auf irgendeine Weise anzufangen, von den Tieren zu lernen. Wir verstehen das eigentlich nur, wenn wir die Tiere uns zeigen lassen, wie diese Bedürfnisse eigentlich verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können sie uns natürlich am besten dann zeigen, wenn sie wirklich selektieren können, nämlich auf der Weide. Und dafür haben wir jetzt am FiBL das Weidelabor angelegt. Das hat ein paar Jahre gedauert, das war eine aufwendige Geschichte, um so einen Plotversuch hier, so Streifen anzusäen. Jeder Streifen ist glaube ich 9 Meter breit und ungefähr 100 Meter lang. Und wie ihr seht, haben wir hier vier verschiedene Futtermischungen, die durch diese Farben charakterisiert sind. Das ist einmal, das Rote ist eine reine Gräsermischung, verschiedene Futtergräser. Also jetzt sage ich, wie es ausgesät wurde, das heißt nicht unbedingt, dass das das ist, was da steht. Also einmal nur Gräser. Und diese Gräsermischung ist immer die Basis. Und dann haben wir einmal die blauen Leguminosen drin, das sind Rotklee, Weißklee und Luzerne. Dann haben wir eine Mischung mit tanninreichen Kräutern, dann sind wir beim Spitzwegerich, beim Hornklee und beim Chicorée im Wesentlichen. Und dann haben wir eine Variante mit ätherischen Ölen, also eben sehr aromatische Pflanzen, da ist Schafgarbe drin, da ist Kümmel drin, da ist theoretischerweise Absinth. Wie heißt die Pflanze? Wermut. Wermut, genau, drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die stehen also jetzt so nebeneinander, die Plots, und mehr oder weniger repräsentiert jeder dieser Streifen das, was hier steht oder was ich gerade gesagt habe. Es ist tatsächlich sehr schwierig, die dann sauber zu halten, aber damit muss man leben. Und dann kommen, immer wenn der Aufwuchs so hoch ist, dass es zu beweiden ist, kommen von oben her, also oberhalb wäre unser Stall, kommen die also erstmal auf die obere Hälfte, paar Tage später auf die untere Hälfte, werden da so reingelassen und dürfen sich dann da drauf verteilen, wo immer sie wollen. Und wir zeichnen auf, wir beobachten, wann ist die Kuh wo? Was macht sie da? Frisst sie da wirklich? Oder steht sie da nur rum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wollten wir das so fancy, vollautomatisiert machen, mit diesen Kauhalftern und mit GPS-Ortung, dass wir nachher einfach so riesige Datensätze haben, wo man minütlich das darstellen kann. Leider ist die Technik dann immer noch nicht ganz so weit, dass das funktioniert, vor allem das GPS-System ist nicht genau genug. Also sind wir am Ende da gelandet, dass wir das so machen, dass da also eine Masterstudentin den ganzen Sommer Tag für Tag im Feld steht und sogenanntes Spot Sampling macht, das heißt, der Reihe nach, sie hat quasi eine Reihenfolge für die Kühe, hält sie sich bei jeder Kuh, glaube ich, drei Minuten auf und notiert, was sie macht. Also drei Minuten, damit sie auch wahrnehmen kann, ob die gerade einfach nur durchlatscht oder ob sie wirklich da ist, wo sie ist. Zunächst und zunächst, wenn sie einmal durch ist, fängt sie wieder von vorne an. Und auf die Weise bekommen wir jetzt ein Muster, wo wir erstmal wissen, wann sind die Kühe auf welcher Fläche und fressen sie da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man ein bisschen tiefer reingehen und das ist dann schon die höhere Kunst der Beobachtung zu schauen, wird jetzt hier wirklich der Chicorée gefressen oder am Ende doch nur das Gras dazwischen. Und das ist eine rechte Herausforderung, das wirklich in einer soliden Weise festzustellen und nicht nur zu vermuten. Aber mehr oder weniger haben wir ein Muster. Und wir haben jetzt, interessant, die erste Auswertung vom ersten Jahr können wir sagen, das ist sehr verschieden zwischen den Kühen. Also es gibt tatsächlich sehr ausgeprägte Muster, die sich von Durchgang zu Durchgang bei einzelnen Tieren auch wiederholen. Also wo wir sagen, über, wir haben, glaube ich, sechs Durchgänge machen können im letzten Jahr. Es gibt Kühe, die in vier von sechs Durchgängen die gleiche Präferenzreihenfolge hatten. Also das heißt, dann ist da irgendwie was los. Das ist nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das versuchen wir jetzt im Zusammenhang zu setzen, erstens mit dem Alter der Tiere, zweitens mit, also Laktationsnummer, Laktationsstadium, Milchleistung, Milchzusammensetzung, Milchfettsäuremuster, ich habe euch vorhin über diese Fettsäuren gesprochen. Und wenn wir sie dann in der Milch haben, sagt man, gut, das ist gesund für den Menschen. Das ist der eine Aspekt, aber es ist auch diagnostisch für uns sehr interessant, weil wir eigentlich aufgrund dieser Omega-3-Fettsäuren in der Milch ja rückwärts sagen können, okay, wenn sich das verändert, dann hat sich also im Pansen was verändert. All diese Dinge setzen wir jetzt in Beziehung zueinander und versuchen anfänglich irgendwie zu verstehen, ob wir nachher Muster finden, von denen wir das Gefühl haben, die sind stabil. Ja, da mit diesen Mustern könnte man irgendwie arbeiten, weil sie, das ist das Entscheidende, den Kühen entsprechen. Ja, dann müssen wir einfach ganz sorgfältig und auch so immer selbstkritisch und nicht zu sehr sich festklammernd an den eigenen Ideen rangehen und schauen, was tun die eigentlich wirklich und sehen wir irgendeinen Zusammenhang mit diesen verschiedenen Aspekten, die ich genannt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt gehen wir ins zweite Jahr damit. Ich hoffe, es wird auch noch ein drittes geben. Das ist dann immer die Frage, irgendwann wachsen sich die Bestände so aus. Da müsste man nochmal übersehen eventuell, also damit man überhaupt diese Differenzierung noch hat. Und was wir damit machen, sage ich immer, in erster Linie wollen wir damit auch ein Zeichen setzen. Wir zeigen das die ganze Zeit. Allen Bauern, die bei uns vorbeikommen, zeigen wir immer unsere Weidelabor, um das sozusagen zum Thema zu machen, damit alle daran auch anfangen, ein bisschen zu arbeiten und für uns auch zum Thema zu machen. Man findet mit dem Ansatz jetzt nicht sofort der Weisheit letzten Schluss. Aber wir suchen uns irgendwie auf die Weise, in diese Frage reinzubewegen. Können wir von den Kühen lernen, ob sie einen Tagesrhythmus haben, ob sie ein individuelles Muster haben, ob wir das mit irgendeiner Form von Milchleistung, Milchinhaltstoffen oder so zusammenbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Schlussfolgerung aus sowas könnte dann sein, dass man erstens sagt, die ätherischen Öle vermeiden die so doll, dass es irrelevant ist, ob man die anbaut oder nicht. Oder dass man sagen kann, die oder die Kräuter, das ist tatsächlich interessant, die werden tatsächlich gesucht von den Tieren, also sollten sie zumindest im Kunstfutterbau in der Wiese mit drin sein. Oder man kann auch versuchen, sie in die Grünlandbestände zu etablieren, wenn man sie nicht hat. Das ist sozusagen das, was daraus werden kann, in Bezug auf die Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kann man anfangen, sich zu fragen, kann ich jetzt irgendwelche von diesen Erkenntnissen übernehmen, im Sinne, was ich vorhin gesagt habe, dass man im Stall entweder in einem Nacheinander oder in einem Nebeneinander auch verschiedene Futter anbieten kann. Lerne ich hier was von den Kühen, wo ich irgendwann sagen würde, okay, ja, ein sehr bitterstoffreicher Grundfutterkomponente, das bringt es, wenn wir die in der Raufe immer hinten mit anbieten zum Beispiel. Und auf die Weise versuchen wir das so reinzuholen. Am Ende bleibt aber stehen, was du gesagt hast, natürlich können wir nicht aus dem Stall eine Weide machen. Und natürlich können wir auch nicht aus dem Weideland einen Naturschutzpark machen, in dem Sinne. Es ist am Ende, beziehen wir uns darauf, dass wir gemeinsam mit den Tieren was produzieren. Und das muss irgendwie gegeben sein, das steht ja nicht in Frage. Aber ich finde wichtig, dass man damit umgeht, was müssen wir trotzdem mit reinholen, was wirklich auch für das Tier ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entwicklung der Haustiere und Tiergerechtheit 00:24:02 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich kann gar nicht genau sagen, wo ich das eigentlich herhabe, aber das habe ich irgendwie so eingeatmet im Laufe meines Lebens, dass es aus diesem biologisch-dynamischen Kontext heraus auch die Überzeugung gibt, und die hatte ich dann irgendwie auch ziemlich lang, dass wenn wir die Haustiere bei uns haben, dass das Beim-Menschen-Sein für die Haustiere so sehr ein Wert in sich ist, dass sie daraus wie etwas mitnehmen, dass sie sich weiterentwickeln, dass wir sie in ihrer evolutionären Entwicklung ihnen wie eine neue Möglichkeit schaffen, über ihr Haustier sein. Und ich war ziemlich viele Jahre davon überzeugt, okay, das ist irgendwie das, worum es geht. Und irgendwann habe ich mich gefragt, was ist das eigentlich für ein Quatsch? Stimmt das in irgendeiner Weise noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf dem biologisch-dynamischen Betrieb schränken wir sie ein in ihren sozialen Dimensionen, wir schränken das Generationen-Miteinander sehr stark ein, oder wenn wir es nicht mehr tun, dann tun wir es heute sehr bewusst nicht mehr, dann machen wir bewusst muttergebundene Kälberaufzucht oder ammengebundene Kälberaufzucht, aber das sind wie neue Impulse, die jetzt auch kommen, aber so ganz offen, also wenn wir schauen, wie verhält sich eine Rinderherde eigentlich, was ist das Sozialgefüge in einer Rinderherde eigentlich? Dann können wir ganz klar sagen, okay, wir haben viel zu wenig Bullen in den Herden, da läuft überhaupt nicht das ab, was eigentlich ablaufen würde, und in Wirklichkeit eine Generationenbeziehung können wir auch nur sehr begrenzt zulassen. Das sind die Einschränkungen, die die Landwirtschaft hat. Wir schränken sie enorm ein in letztlich ihrem Bewegungsradius, der natürlich gerade bei einem Rind hunderte von Kilometern wäre eigentlich, also viel größer als das, was wir anbieten können, und wir schränken sie dann auch noch enorm ein eben in diesem Fressverhalten. Und dann ist die Frage so, was genau ist jetzt das, was ich als Mensch da reinbringe, was die Kuh, was diese ganzen Einschränkungen so aufwiegt, dass ich wirklich überzeugt sagen kann, hier kann sich das Rind in was Neues hineinentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich bin zu dem Punkt gekommen, dass ich irgendwann sagen muss, ich sehe das nicht. Ich kann nicht sicher sein, dass das stimmt. Weil wir irgendwie die Offenheit, die es dafür bräuchte, damit sie sich irgendwo hinentwickeln können, dem Tier nicht anbieten können. Und dann gibt es eigentlich einen anderen Aspekt, den haben wir als Menschen dem Tier jahrhundertelang angeboten. Und da würde ich drüber reden, ja, das ist eine Qualität, die ist sehr, sehr stark. Das war das gemeinsame Arbeiten mit den Tieren. Also mit dem Tier im Geschirr über den Acker gehen. Und damit meine ich jetzt nicht, das gehört natürlich auch dazu, das Tier über den Acker prügeln. Aber ich meine eigentlich dieses mit dem Tier wirklich in eine Zusammenarbeit kommen. Und wir alle kennen das, wenn wir Umgang haben mit Pferden oder mit Hunden, dann machen wir das wie selbstverständlich eigentlich in dieser Zusammenarbeit sein. Und wie stark die Tiere auf das reagieren. Und jeder, der mal angefangen hat, einen Kalb zu trainieren, auf was auch immer, auf Klauenpflege oder auf einen Reifen ziehen oder was auch immer, macht sofort die Erfahrung, wie stark sie darauf reagieren. Jeder, der mit Hühnern oder mit Schweinen arbeitet, weiß, mit welcher Aufmerksamkeit diese Tiere auf den Mensch reagieren, wenn er nur in den Stall kommt. Und das geht dann nicht in den Schweinestall, wo die spinnen vor Hunger, sondern in Wirklichkeit, wenn sie nicht Hunger haben, sie sind neugierig auf uns. Sie suchen den Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir können das im modernen landwirtschaftlichen Betrieb überhaupt nicht mehr leisten. Wir haben die Zusammenarbeit mit den Tieren aufgekündigt, weil wir das nur noch so als musealen Beiwerk anbieten können, auf irgendwelchen kleineren Betrieben, dass man mal in der Gärtnerei mit einem Pferd den Boden bearbeitet oder dass man im Wald mit den Stämmen rückt oder so. Aber eine wirkliche Arbeit, eine wirkliche Regelmäßigkeit in einem intensiven Zusammensein mit den Tieren können wir ganz selten so realisieren. Und dann komme ich nicht an den Punkt, zu sagen, aha, da sind wir dran an einer Evolution dieser Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondern dann komme ich an den Punkt, wo ich mir sagen muss, wenn wir das nicht schaffen, wenn wir diesen Teil des Deals, falls er das dann war, nicht einhalten können, dann müssen wir uns fragen, ob wir den Deal, wenn wir ihn aufgekündigt haben, insofern auch ein bisschen wieder auflösen müssen, zu sagen, dann geben wir, wo immer wir können, den Tieren Freiheitsgrade zurück, die wir ihnen genommen haben. Sei das in dem sozialen Gefüge, sei das in ihrem räumlichen Verhalten oder sei das in dem Futterangebot. Und ich glaube, dass das irgendwie eine ganz, ganz wichtige Herausforderung ist für biologisch dynamische Betriebe heutzutage, sich diese Frage irgendwie zu beantworten und daran zu arbeiten. Wir können sie vielleicht gar nicht beantworten, sondern wir müssen damit intensiv umgehen. Und das habe ich jetzt euch so ganz ausführlich ausgeführt, was das meiner Meinung nach als Aufgabe für uns in der Rinderfütterung bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau die gleiche Aufgabe haben wir in der Schweine- und in der Geflügelfütterung auch. Da haben wir vorher ganz kurz über das Schwein gesprochen. Dieses explorative Futtersuchen würde ich vermuten, ist beim Schwein fast wie wichtiger, als was es dann tatsächlich frisst. Ist die Frage, wie es frisst und woher es sich das Futter holt. Und das ist noch eine ganz andere Herausforderung. Weil dann ist die Frage, okay, wo darf das Schwein das denn? Wie können wir das so integrieren in unseren landwirtschaftlichen Betrieb, dass es mit Recht und vielleicht sogar mit Nutzen wühlen kann. Können wir es in die Fruchtfolge irgendwie reinholen? Und können wir das auch so schaffen, dass das nicht nur die Sauen betrifft, die dann da unterwegs sind, sondern dass auch die Mastschweine an dem Teil haben dürfen zum Beispiel. Und ähnliche Fragen für das Geflügel auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass das entscheidend ist für die Frage Tiergerechtheit. Und jetzt sage ich bewusst Tiergerechtheit und nicht Artgerechtheit. Weil der Art, das ist die Frage, wenn wir Art sagen, woran messen wir die Art? Messen wir die Art am Wildtier, dann werden wir der nie mehr gerecht. Es sei denn, wir lösen die Tierhaltung in der Landwirtschaft auf. Also könnten wir sagen Haustiergerecht oder eben eigentlich jeweils dem spezifischen Tier gerecht. Was dann auch bedeutet, wenn ich eine Holsteinkuh vor mir habe, die 50 Liter Milch am Tag gibt, dann muss ich über deren Fütterung auch anders reden als alles, was ich jetzt gesagt habe, wenn ich diesem konkreten Tier gerecht sein will. Also das nur zu den Begriffen. Ich glaube, wir müssen von tiergerecht sprechen und uns sehr damit auseinandersetzen, welche Tiere, also nicht nur welche Tierarten, sondern welche Tiere innerhalb der Art haben wir auf unserem Betrieb, wollen wir auf unserem Betrieb und was haben wir denen eigentlich zu bieten. Das ist so, was ich dazu zu sagen hätte, in dem Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr dürft sehr gerne Fragen stellen. Wenn nicht, und wenn ihr es noch aushaltet, sage ich vielleicht noch zwei, drei Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kraftfuttereinsatz und Ressourceneffizienz 00:34:14 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Zum Thema Kraftfutter bei Kühen. Gibt es bei Demeter Deutschland oder Demeter International in den Richtlinien Vorschriften über Kraftfutter Limite bei den Kühen oder entspricht das einfach der EU-Bioverordnung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Das ist Schweiz. Das ist Schweiz, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; 25, ja, okay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Die EU-Richtlinie ist 40, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube eben, dass es noch eine Weile lang so war, dass Demeter keine eigenen Richtlinien hatte und dass in Brodowin zum Beispiel die Berliner Biomilch produziert wurde mit 40% Kraftfutter. Und also einerseits aus diesem Ressourcenaspekt und andererseits aus diesem physiologischen Aspekt und sozusagen damit Artgerechtheit, Artgerechtheitsaspekt sozusagen, was ist das richtige Futter für einen Wiederkäuer und was ist die richtige Ressource im Sinne auch von diesem Grasland-Thema, was wir vorhin hatten? Es ist ja eigentlich total naheliegend, dass es der allergrößte Quatsch ist, Lebensmittel im Sinne von Getreide oder Ölsaaten oder Körnerleguminosen ausgerechnet an Wiederkäuer zu verfüttern, die ausgerechnet das am allerschlechtesten verwerten können, dann ist wirklich Geflügelmast damit immer noch vom Effizienzstandpunkt her besser und ausgerechnet das Grasland dann nicht anständig zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Schweiz ist es halt so, zufälligerweise entspricht die Schweiz der Welt an der Stelle, das heißt wir haben weltweit in den, in der Proportion des gesamten landwirtschaftlich nutzbaren Landes auf der Welt haben wir ungefähr zwei Drittel Grasland und ein Drittel Ackerland. Ackerland oder Dauerkulturen. Und die ähnliche Proportion hat die Schweiz genau auch, das heißt die Schweiz ist enorm Grasland betont und hat da viel und hat viel, viel zu wenig Ackerland. Importiert enorm viel Futtermittel eben und damit Land von auswärts, auch der Biobereich. Wir importieren ungefähr 10.000 Hektar, also die Schweiz ist klein, 10.000 Hektar Anbaufläche aus dem Ausland pro Jahr, um die Bio Hühner und Schweine zu füttern. Und das ist, das sind 20 Prozent der gesamten, nee das sind mehr als, das sind 60 Prozent der gesamten Bioanbaufläche der Schweiz, die wir uns da nochmal rein importieren, nur um die Viecher zu füttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und entlang dieser Logik ist es in der Schweiz sowohl staatliches Ziel als auch eben spezifisches Bioziel diese Kraftfuttereinsätze für die Wiederkäuer zu limitieren und gleichzeitig damit für eine bessere Nutzung eigentlich der Grünlandreserven zu sorgen. Deswegen gibt es eine Direktzahlungsmaßnahme vom Staat, dass wenn man jetzt also demeterrichtig in Deutschland einhalten würde, 25 Prozent Kraftfutter, dann würde man dafür in der Schweiz eine Prämie bekommen. Auch als konventioneller Betrieb. Und dann gibt es die Bio Suisse, das ist der Dachverband von eigentlich allen Schweizer Biobetrieben, die jetzt jahrelang die Limite hatten, 10 Prozent maximal und seit dem 01.01.2022 wurde das nochmal auf 5 Prozent gesenkt. Und das ist natürlich sehr extrem. Das ist wirklich wenig und in dem Sinne würde ich immer sagen, auch wirklich stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist logisch, es entspricht quasi der Topographie der Schweiz, aber ich finde es auch quasi als Muster oder als Beispiel für außerhalb der Schweiz sehr wichtig, dass man dieses Beispiel hat, wir können mit reinem auf reiner Grasland Basis und das bedeutet also Dauergrünland plus Fruchtfolge Kleegras und so wir können damit Milch produzieren und zwar sehr gut. Und dazu möchte ich ein paar wenn ich das jetzt finde, Moment Moment, wo habe ich das? Kleinen Moment. Das habe ich hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit dieser mit dieser Kraftfutterlimite, das wir jetzt nur noch 5 Prozent haben in der Schweiz, hat die Biomilch in der Schweiz verbraucht weniger als ein Drittel der Ackerfläche, welche die konventionelle Milch in der Schweiz braucht. Und sie braucht weniger als ein Viertel der Ackerfläche im Vergleich mit konventioneller Milch aus Deutschland. Das heißt wir die wirkliche Lebensmittelkonkurrenz in der Milchproduktion ist hier sehr deutlich gesenkt. Und das bringt natürlich mit sich, dass jeder einzelne Betrieb herausgefordert ist eben seine eigenen Grünland-Ressourcen so sorgfältig wie möglich zu nutzen. Es trägt bei zum Erhalt oder gar zur Vergrößerung dieses Kohlenstoffspeichers, ich habe da kurz davon gesprochen, das betrifft jetzt das Dauergrünland, dass wir unterm Dauergrünland einen erheblichen Kohlenstoffspeicher haben. Und es trägt zur artgerechten Fütterung der Tiere auch bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchharnstoffwerte und Fruchtbarkeit 00:41:28 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und dann gibt es so bestimmte Einwände und das möchte ich euch gerade noch schildern, was dann häufig vorgebracht wird, wo gesagt wird, warum das nicht gehen soll. Warum man damit nicht klarkommt. Und das eine ist, dass immer gesagt wird, ja wenn ihr nur Grundfutter füttert, dann sinken ja die Harnstoffwerte in der Milch und das ist schlecht für die Fruchtbarkeit. Was ist überhaupt der Zusammenhang? Die Idee ist, übers Grundfutter haben wir zu wenig Eiweiß, deswegen haben wir niedrigere Harnstoffwerte und aber diese angebliche Eiweißunterversorgung sei schlecht für die Fruchtbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens stimmt das gar nicht in der Schweiz, weil das Grünland eigentlich so gut ist, dass wir absolut ausreichend, also dass das Eiweiß überhaupt nicht das Problem ist, sondern dass wir eher auch in der Schweiz Eiweißüberschüsse aus dem Grundfutter haben, außer in den höheren Berglagen. Und zweitens stimmt dieser Zusammenhang nicht. Ich zeige euch hier gerade Daten aus dem sogenannten Feed-No-Food-Projekt des FiBL, wo wir eigentlich mit 69 und über eine längere Frist mit 42 Biobetrieben zusammengearbeitet haben und die gemonitort haben über sechs Jahre und diese Betriebe haben, das waren fünf verschiedene Gruppen, welche in unterschiedlicher Weise mit dem Kraftfutter umgegangen sind in dieser Zeit. Es gab also eine Gruppe, die hat ihr Kraftfutter Level beibehalten und es gab zwei verschiedene Gruppen, die ihr Kraftfutter Level ein bisschen gesenkt haben. Es gab eine Gruppe, wo die Betriebe innerhalb dieser Zeit ihr Kraftfutter auf Null runtergefahren haben und es gab eine Gruppe, die war immer auf Null. Das sind die Kilogramm pro Kuh und Tag zwischen Null und 1,2 Kilogramm pro Kuh und Tag. Also eh auf einem sehr niedrigen Niveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann haben wir geschaut, was hat der Milchharnstoff gemacht in dieser Zeit und man sieht eigentlich nicht so ein deutliches Bild, die Tendenz ist ganz leicht über alle diese Betriebe gegen Milchharnstoffgehalt ganz leicht zurück. Und deutlich, das sind ja alles Biobetriebe, die teilgenommen haben an unserer Studie und dann seht ihr diese graue Fläche, der obere Rand der grauen Fläche ist der Durchschnitt aus den Herdebüchern der ganzen Schweiz quer über alles, also konventionell. Und dann seht ihr, wir sind also mit dem Milchharnstoffbereich, mit dem Milchharnstoff im Bio insgesamt deutlich unter der konventionellen Marke. Verwundert auch nicht, weil die Soja da reinschmeißen die ganze Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als Maßstab für die Fruchtbarkeit haben wir die Zwischenkalbezeit herangezogen und da seht ihr, auch da geht irgendwie so rauf und runter, ist irgendwie nicht doll, was passiert bei diesen Versuchsbetrieben. Gleichzeitig ist die Zwischenkalbezeit aber immer kürzer gewesen als in dem konventionellen Durchschnitt und im konventionellen Durchschnitt ist sie in derselben Zeit sogar noch raufgegangen. Das heißt, diesen Zusammenhang mit unseren niedrigeren Harnstoffgehalten und einer schlechteren Fruchtbarkeit, auf dieser Ebene betrachtet, stimmt einfach nicht. Und das sieht man auch auf ganz vielen Einzelbetrieben, die teilweise dann im Berggebiet wirklich niedrige Harnstoffwerte haben, von unter 10. Dass die überhaupt nicht zwangsläufig deswegen irgendwelche Fruchtbarkeitsprobleme haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht noch ein Wort, was sagt uns denn eigentlich der Harnstoffgehalt? Was drückt der aus? Wo kommt der her, dieser Harnstoff, in die Milch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Von den Rohfasern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Nee. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eiweiße, die von den Milch *[?]* nicht oft umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also, Eiweißüberschuss im Pansen, der von diesen Mikroorganismen im Pansen nicht umgesetzt werden kann, weil es im Verhältnis zu der vorhandenen Energie und zu allem zu viel ist. Die kriegen das nur noch abgebaut, aber sie können das nicht mehr verarbeiten. Und daraus wird im Pansen Ammoniak. Und dieses Ammoniak geht über die Pansenwand ins Blut und ist im Organismus für die Kuh ein Gift. Und deswegen hat die Kuh einen speziellen Ablauf in der Leber, um aus Ammoniak Harnstoff zu machen. Und der Harnstoff kann dann wieder übers Blut in die Nieren geführt werden und ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das bedeutet, wenn ich jetzt also einen Eiweißüberschuss im Pansen habe, führt das eigentlich zu einer latenten, dauerhaften Ammoniakvergiftung der Tiere, mit der sie fertig werden, weil ihre Leber das die ganze Zeit entgiftet und in den Harnstoff umwandelt. Aber die Leber, die hat ja mit Milchsynthese auch noch ganz, ganz viel anderes zu tun. Das ist einfach eine zusätzliche, permanente Belastung der Leber. Und im Wesentlichen wird das dann ausgeschieden über den Harn und gelangt nur, weil das Molekül so klein ist, zufällig in die Milch und deswegen können wir es in der Milch messen. Es hat in der Milch überhaupt keine Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat aber, die Kuh hat aber eben eine interessante, andere Fähigkeit noch. Aus Harnstoff, den Harnstoff über den Speichel, der ist ja eh im Blut, und aus dem Blut heraus wird in den Speicheldrüsen Speichel produziert und da gerät der Harnstoff auch in den Speichel. Und mit dem Speichel gerät der Harnstoff wieder in den Pansen und im Pansen ernährt er die Bakterien, aber nur, wenn ich die Kühe regelmäßig mit einem Proteinunterschuss füttere. Die Wiederkäuer haben sich sehr gut daran adaptiert, mit wenig Protein sehr effizient umzugehen, um das eigentlich so gut wie möglich zurückzuhalten in ihrem Organismus. Jetzt haben wir wieder eine Parallele zum Vogel. Und der Vogel ist eigentlich der Wiederkäuer der Lüfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses heißt eigentlich, dass dieses immer Proteinüberschüssige füttern, was die intensiven Züchter eben machen, weil das ist, was aus der Holsteinkuh 50 Liter heraus prügelt. Sowohl von der Belastung, die das Tier hat, zusätzlichen Belastungen, auch zu dieser ganzen Milchbildung, zusätzliche Belastungen den Ammoniak zu entgiften und von der Ressourceneffizienz auch völliger Quatsch ist. Klammer zu, das war ein kleiner Exkurs zu dieser Harnstoff-Story.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja? Wir hatten jetzt im Winter auch mitbekommen, dass wir laut diesen Richtwerten, die immer bei der MLP stehen, einen Proteinmangel hatten und auch dadurch zu niedriger Harnstoffwert wird. Das heißt, das ist eigentlich Quatsch, dass man sich deswegen jetzt Stress machen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also, ja, ich glaube, dass man sich deswegen auf jeden Fall keinen Stress machen muss, eigentlich wegen der Tiergesundheit. Wenn du nicht irgendwo bei 5 landest oder so. Und es gibt natürlich, man muss jetzt schauen, was ist die Folge von, also ein langfristiger Proteinunterschuss, heißt natürlich im Kehrwert auch ein Energieüberschuss und dann muss man schauen, und da muss man halt schauen, auf seine Tiere, verfetten die mir? Ja, weil im Verhältnis dann die Milchbildung zu gering ist und diese Energie dauernd übrig bleibt und dann ist die hier. Aber das muss ich eigentlich in der Wahrnehmung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber wenn das jetzt nur über den Winter so ist und dann ja mit der weiten Saison eh wieder hoch geht, dann ist das eigentlich nicht so, dass man sich da um die Tiergesundheit jetzt in den drei Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Vorsicht! Wenn ihr jetzt zum Beispiel auch noch saisonal abkalben würdet oder wenn ihr relevant viele Kühe habt, die am Ende dieser Winterperiode kalben, dann kann es passieren, dass man in ein Problem kommt, also wenn man jetzt wirklich in dem Sinne einen Energieüberschuss hat und die anfangen zu verfetten, dann kommt ja ein Ketose-Risiko. Ja, nach der Kalbung. Darauf muss man halt achtgeben. Das hat aber natürlich auch viel zu tun mit der Trockenstell-Fütterung. Insofern, das ist die Seite, auf die man achtgeben muss. Aber wie gesagt, da zählt ganz wesentlich die Beobachtung, also die Wahrnehmung, verfetten die Kühe eigentlich tatsächlich oder nicht. Und die ist wichtiger als am Ende der Harnstoffwert auf dem Zettel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeit von Kraftfutter und Mineralstoffversorgung 00:51:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und jetzt als letztes noch, als letztes noch, das ist noch, an jeder deutschen Landwirtschaftsschule, an jeder schweizerischen Landwirtschaftsschule und in der Schweiz auch auf Fachhochschulebene und auf Hochschulebene, überall kriegt man immer, diese Story erzählt, ein Kilo Kraftfutter, zwei Kilo Milch. Das ist eine total vereinfachte Faustregel, die irgendwie wirklich auch in den Lehrmitteln immer, immer wieder drin steht. Und die dann so verallgemeinert wird, als ob das heißt, okay, also wenn ich jetzt auf mein Grundfutter noch fünf Kilo Kraftfutter obendrauf füttere, dann habe ich nachher zehn Kilo Milch mehr. Und in dem Sinne heißt es dann halt schnell, wenn wir jetzt also mit dem Kraftfutter zurückgehen, also zwei Kilo Kraftfutter weniger, heißt vier Kilo Milch weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das haben wir jetzt in verschiedenen Projekten immer angeschaut. Was passiert denn, wenn wir das Kraftfutter zurückfahren? Und dann haben wir hier das Projekt, was ich euch eben gezeigt habe, wo wir über viele Betriebe über sechs Jahre lang geschaut haben und haben gesehen, pro reduziertes Kilo Kraftfutter ist die Milchleistung um 0,9 bis 1,4 Kilo Milch zurückgegangen, im Schnitt 1,2. In einem Versuch, von dem sprach ich euch auch vorhin, mit diesen, auf diesem biologisch dynamischen Betrieb mit den angebundenen Swiss Fleckvieh-Kühen, da haben wir auch eine Kraftfutter-Reduktion gemacht, individuell auf jedes Tier genau ausgemessen und geschaut. Für ein Kilo Kraftfutter-Reduktion ist die Milch um 1,25 Kilo zurückgegangen. Also fast 1 zu 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss ich mich fragen, was kriege ich für den Liter Milch und was bezahle ich für das Kilo Kraftfutter? Rein ökonomisch. Und in der Schweiz geht das überhaupt nicht auf. In der Schweiz ist es klar, dann fütter gar kein Kraftfutter, weil du kriegst das, das Kraftfutter ist so teuer, das kriegst du über die Milch nicht wieder rein. Und dann kann man sich fragen, warum machen die das denn eigentlich alle? Weil sie es von der Schule über alle Stufen durch immer gelernt haben und weil die Milchleistung in absoluten Kilo pro Jahr mehr zählt, als mal nachzurechnen, ob das wirtschaftlich eigentlich aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es gibt viele Betriebe mittlerweile in der Schweiz, Bio-Betriebe und konventionelle Betriebe, die auf null Kraftfutter umgestellt haben. Also nicht sehr viele, aber etliche. Und ich habe noch nie von einem gehört, der sagt, dass es nicht wirtschaftlich wesentlich besser gelaufen wäre hinterher. Und dann gibt es noch, das ist FiBL, da kann man immer sagen, wir sind voreingenommen und alles. Dann gibt es hier noch Agroscope, das ist die konventionelle Schweizer Forschung. Die sagen sogar, dass der Wirkungsgrad nur in ihren Versuchen bei 0,5 bis 0,8 war. Also ein Kilo Kraftfutter, 0,8 Kilo Milch, dann lohnt es sich wirklich gar nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt mache ich mal einen Punkt. Jetzt ist es auch halb fünf. Aber wir können gerne noch ein bisschen plaudern, wenn ihr mögt. Wenn ihr erschöpft seid, verstehe ich das auch. Wenn nicht, dann danke ich euch für eure Geduld. Hast du noch was? Alle denken, bitte nicht, bitte seid still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; *[Frage aus dem Publikum, unverständlich]* *[?]*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Die einfache Antwort ist, dass ich sagen würde, ich finde es falsch, sich in irgendeiner Weise darauf zu verlassen, meine Kühe fressen ja Erde oder lecken Steine. Sondern es ist wichtig, unsere Kühe bringen eine Leistung. Die Leistung ist in jedem Fall auch auf dem Biobetrieb so hoch, dass sie stoffwechselmäßig einen viel höheren Bedarf an diesen einzelnen Mineralstoffen haben, als ein wilder Wiederkäuer es hätte. Deswegen können wir uns niemals darauf verlassen, zu sagen, wir gehen hier sozusagen so Nullweg und verlassen uns darauf, das holen die sich irgendwie draußen vom Boden oder so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle, das ist meine persönliche Meinung, sollte man sehr genau einfach entsprechend der bestimmten Bedarfszahlen, die es dafür gibt, für die jeweiligen Leistungssituationen, für den Standort natürlich auch. Ich muss irgendwie wissen, ob ich ein Mangelstandort habe in der einen oder anderen Hinsicht, ob ich ein Selenmangelgebiet habe oder nicht. In Bezug auf das Laktationsstadium, das ist was anderes, ob die Kuh gerade kalbt oder später in der Laktation ist, zum Beispiel mit Phosphor und Calcium. Da gibt es einfach Werte, da gibt es die sorgfältig vorgeschlagenen Zusammensetzungen seitens der Mineralfuttermittelproduzenten und das würde ich so anbieten immer. Wenn man das in Leckschalen anbietet, dann stellt man dem Tier ja auch frei, wie viel es sich davon nimmt. Aber für die Zusammensetzung bin ich verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sind jetzt auf diesem Computer drauf und von dort könntet ihr sie bekommen. Die sind dort auf dem Desktop. Hier, das ist ja von hier der Computer, da habe ich die vorhin drauf getanzt. Also ich danke euch für eure Geduld und euren Langmut. Ich hoffe, ihr habt was davon gehabt. Mir hat es Spaß gemacht, ich mache sowas sehr sehr gerne und wünsche euch alles Gute und hoffe auf euren Beitrag für eine gute Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fütterung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortragsjahr 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erscheinungsjahr 2026]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florian Leiber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_3_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28706</id>
		<title>Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
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		<updated>2026-10-11T15:07:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Florian Leiber|| zurück zu Florian Leiber |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber Teil3 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho|thumb|Fütterung - 3. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 3. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selektion im Winter und kräuterreiche Futterzusätze 00:00:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Also dann haben wir jetzt noch eine Stunde und die können wir auch gerne ausführlich nutzen, um eure Fragen oder Anmerkungen und alles zu diskutieren. Gibt es jetzt gerade irgendwelchen Redebedarf? Müssen wir reden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, also mit dieser Selektierung, das funktioniert dann ja hier in Europa, also wenn überhaupt dann im Sommer, haben Sie das die Möglichkeit, auf einer Weide, am besten auf der Alp, aber im Winter ist das dann mit dem Selektieren erstmal eigentlich nichts. Also ich meine, man kann sehr qualitatives Futter anbieten, aber das Selektieren fängt aus, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Das stimmt. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Danke für die Frage, weil das ist dann ein sehr wichtiger Punkt in dem Ganzen. Ich habe es jetzt sehr überpointiert, vielleicht auch in Bezug auf diese Weidesituation so erzählt, wo wir uns aber auch klar machen müssen, okay, der Wiederkäuer hat sich als Weidetier entwickelt erstmal und nicht als Stalltier und deswegen bin ich überzeugt, dass diese Verhaltensweisen da sind, aber auch für den wilden Wiederkäuer sieht das im Winter natürlich ganz anders aus, als im Sommer. Aus verständlichen, nachvollziehbaren Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist der Punkt, wo die Frage, also von dem, was ich jetzt geschildert habe, wie geht das über in eine Praxis, das ist eben auch noch eine große Herausforderung, wo man dann auch sorgfältig damit umgehen muss, was ist sozusagen Idealismus, mit dem ich da rangehe und was davon ist überhaupt pragmatisch auch möglich. Am Ende dürfen wir auch nicht bestreiten, dass wir mit den Tieren Lebensmittel produzieren wollen und sie nicht einfach nur um ihrer selbst willen halten. Das heißt, das muss irgendwie stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann möchte ich einen Aspekt als erstes dazu sagen, das Oregano auf der Pizza fällt gewichtsmäßig auch nicht ins Gewicht. Fällt für uns geschmacksmäßig aber sehr ins Gewicht. Im Wesentlichen fressen wir da Stärke und Käse und den Geschmack machen die Kräuter. Und die physiologischen, gesundheitlichen Wirkungen, wie zum Beispiel antioxidative Wirkungen aus dem Oregano, die nehmen wir mit. Und das ist jetzt irgendwie so ein banales Beispiel, aber wo man sieht, ja, unser Umgang mit wirkstoffreichen Pflanzen ist genau der, dass wir mit sehr wenig Gramm unsere Speisen würzen oder einen Tee machen. Und das ist mal das eine, was man in Betracht ziehen kann, das ist, wir sprechen ja nicht über Masse, sondern wir sprechen eben wirklich über Wirkstoffe, die in gewisser Weise dann ja was Pharmazeutisches haben. Und in dem Sinne ist der Wiederkäuer dann sein eigener Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, jetzt haben wir vorhin gesprochen über Spitzwegerich und Chicorée zum Beispiel als Pflanzen, die tanninreich sind, die ins Futter integriert werden. Da geht es auch nicht darum, dass das irgendwie 30 Prozent von dem Futter ist, sondern dass das einen gewissen Anteil, dass das als Element in dem Futter mit drin ist. Ich weiß nicht, wie viel strebt ihr an in der Masse? Ein Prozent. Kann aber sein, dass das vom Geschmackserleben für das Tier sehr entscheidend ist. Heißt aber trotzdem auch, also wenn das angebaut wird und hier als Heu verarbeitet wird, dann kommt das, was du sagst, das haben sie dann halt dabei, können es nicht selektieren. Aber es ist ein Unterschied in Bezug auf sozusagen trotzdem die geschmackliche Vielfalt von dem Futter, ob das drin ist oder nicht. Und ob ich dann, das fände ich dabei noch einen wichtigen Aspekt, ob ich zum Beispiel auch noch eine, wie soll ich das sagen, eine Note von ätherischen Ölen mit drin habe, ob man irgendwie Kümmel oder so noch mit drin hat im Futter. Also das ist das eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Masse geht es nicht unbedingt. Wenn wir jetzt trotzdem im Sommer schauen und es geht um die Möglichkeit für die Tiere wirklich auch zu selektieren oder das irgendwie separat zu erfahren oder auch zu nutzen, dann hieße das ja eigentlich, ich muss, wenn ich jetzt nicht im Dauergrünland bin, sondern im Futterbau, also im Futterbau für die Beweidung, ich muss das irgendwie als Streifen oder so mit einbringen. Aber ich muss das nicht in der Breite in die Masse bringen. Zweitens die Frage, wo haben die Tiere auch Gelegenheit, im Sinne von dem Bild, das hier vorher war, von Sträuchern, von Büschen, von Bäumen auch Laub aufzunehmen, weil das ganz stark diese Funktionen auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich immer die Vorstellung und jetzt wird es theoretisch, aber trotzdem, wie wäre es mit so einer Art Sonntagsweiden, wenn ich jetzt in meinem Betrieb vielleicht sehr wenig, aber doch ein paar Magerwiesenstandorte habe, dass ich das wie den Tieren an bestimmten Tagen anbiete und nicht so nach dem Motto, okay, jetzt wird das einmal alles abgegrast und dann kriegen sie sechs Wochen das nicht, bis es wieder nachgewachsen ist, sondern dass sie irgendwie im Umtrieb regelmäßig immer mal wieder auf diese Flächen kommen. Hat natürlich auch immer was damit zu tun, oder steht dann damit im Zusammenhang, dass es natürlich eine Wachstums- und Reifungsdynamik und so gibt und sich das auch alles ständig verändert. Und was wir, wenn wir versuchen, mit solchen Ansätzen an die Fütterung ranzugehen, dann müssen wir uns eben bewusst sein, was wir nicht mehr sind, ist Agraringenieure, die vorbestimmen, das Tier soll jetzt genau so und so viel von dem und dem haben und wir komponieren das vorher und wir haben das immer bis aufs Letzte im Griff. Können wir gar nicht, sondern dann müssen wir ein bisschen loslassen und sagen, ich überlasse das auch ein bisschen den Tieren und der Situation, was gerade möglich wird. Das heißt, es kriegt ein Element von Chaos rein, was aber sehr, sehr hilfreich sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Qualitäten und das Weidelabor am FiBL 00:07:29 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und in Bezug auf das Winterfutter oder Stallfutter kann man sich ja zumindest die Frage stellen, kann ich unterschiedliche Qualitäten von Grundfutter produzieren und die auch separat lagern und separat füttern. Und das kann ich entweder im Raum separieren, indem ich nicht nur vorne den Futtertisch habe, sondern indem ich bestimmte andere Heuqualitäten vielleicht in der Raufe an einer anderen Stelle noch anbiete und bewusst mache, hier jetzt auf eurem Futtertisch wäre was anderes, als was dann da draußen in dem offenen Stall in den Raufen noch gefüttert wird. Dann habe ich irgendwie so eine bestimmte Entzerrung der verschiedenen Qualitäten im Raum und in der Zeit. Und dann erleben sie zumindest mal Sequenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als ein Beispiel, wir haben einen Versuch gemacht, wo wir auch einen Demeterbetrieb, die aber eine TMR gefüttert haben, wo auch die Heu- und Emdbestandteile, also auf Deutsch alles Heubestandteile, da mit drin waren in dieser TMR. Und die Kühe haben immer diese TMR bekommen. Dann haben wir einen Versuch gemacht, wo wir zwei Gruppen hatten mit je 15 Kühen. Und bei der einen Gruppe haben wir zusätzlich, also die hat morgens zu melken, also zwischen sechs und acht, hat die nur Heu bekommen. Und dann wieder die TMR und die andere Gruppe hatte immer diese TMR. Und dann hatten sie so Kauhalfter an, wo wir ihre Wiederkau- und Fressbewegungen aufgezeichnet haben. Das war in so einem Anbindestall mit so Blechen zwischen den Plätzen. Wir konnten also individuell für jede Kuh ihren Futterverzehr auswiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann hat sich gezeigt, wenn wir denen morgens früh zwischen sechs und acht statt immer immer TMR einmal für zwei Stunden Heu geben, dann haben sie erstens den ganzen Tag über immer länger gefressen als die anderen und zweitens nachts weniger gefressen als die anderen und dafür mehr nachts noch wiedergekäut. Aber wir haben auch immer geschaut, wie oft wechselt die Kuh ihre Aktivität. Also sie kann entweder in diesem Schema von so einem Sensor, gibt es entweder Fressen oder Wiederkauen oder nichts tun. Und wie oft pro Stunde wechselt sie zwischen dem. Und über diese morgendliche Heugabe, die hatte den Effekt, dass sie nachts, in der Nacht danach, wesentlich weniger Aktivitätswechsel hatten, dass also insgesamt die Herde in der Nacht viel ruhiger war, oder diese Kuhgruppe, als diejenigen, die immer nur TMR hatten. Das heißt, dieses Nacheinander von verschiedenen Qualitäten hat rein ihr Verhaltensmuster im Wechselspiel von Fressen und Wiederkäuen nachhaltig verändert und zwar Stunden später noch. Das zeigt, dass es eben sehr wohl was ausmacht, ob die Kuh alles gleichzeitig kriegt oder nacheinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel ist, das ist nicht von uns, aber andere Gruppen haben solche Experimente gemacht. Wenn Wiederkäuer die Wahl haben, zwischen leguminosenreichem und leguminosenarmem Futter auszuwählen, dann scheint es so zu sein, dass sie morgens, vormittags, mehr leguminosenreiches Futter wählen und nachmittags weniger. Das heißt, dass irgendwie der Bedarf an diesen eiweißreichen Pflanzen oder eventuell an anderen Inhaltsstoffen, die die Leguminosen damit sich bringen, vormittags größer ist als am Nachmittag. Das heißt, auch das spricht dafür, dass man sich damit auseinandersetzen kann, was bedeutet die Tageszeit für den Futterbedarf der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder auch ganz anders, aber trotzdem, das gehört auch in dieses Thema. Die meisten Betriebe haben heutzutage die Philosophie, okay, immer ad libitum, also der Futtertisch muss immer voll sein, sie können immer fressen, wann sie wollen. Das habe ich hier gerade gesehen, es gibt durchaus Phasen hier auf dem Dottenfelderhof, also in der Nacht fressen sie dann lange gar nicht, weil sie keinen Zugang haben zum Futter. Geht auch, ist eventuell auch unheimlich hilfreich, weil es wahrscheinlich Ruhe reinbringt. Also da gibt es verschiedene Aspekte, mit denen man sich, denke ich, dann auch sehr individuell mit der eigenen Herde auf dem eigenen Betrieb auseinandersetzen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Frage, also jetzt habe ich gesagt, das eine wäre, in der Zeit verändern. Verschiedenes Futter in der Zeit füttern. Das andere ist, verschiedenes Futter im Raum anbieten irgendwie. Heißt immer, ich muss dieses verschiedene Futter auch produziert haben und zugriffig gelagert haben, also mit einem Heustock, wo alles aufeinander liegt, geht das dann nicht. Und dann kann ich mich noch spezifischer damit auseinandersetzen, was wäre der richtige Zeitpunkt und das richtige Maß, um ihnen wie noch was extra auch zur Verfügung zu stellen. Es gibt viele Betriebe, nehme ich fast an, dass es ja auch so ist, dass es dann irgendwie noch Rote Bete oder Wurzelgemüse-Ausputz gibt oder mal Kartoffeln. Das ist so das eine. Und wenn wir auf diese Kräuter kommen, könnte ich ja auch bewusst ein sehr kräuterreiches Heu produzieren. Und dann schauen und mich fragen, wann und wie viel sollen sie eigentlich bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang versuchen wir halt jetzt gerade uns da so ein bisschen forschend reinzuwühlen in das Thema am FiBL. Da gibt es natürlich ganz viel Erfahrungswissen auf den Betrieben. Ich will überhaupt nicht so tun, als wäre das nicht ein Thema, das längst von verschiedensten Betrieben auch intensiv bearbeitet wird. Und ihr habt eventuell auch schon die ein oder andere Erfahrung mit sowas. Trotzdem ist die Frage, wie kann man irgendwie das noch mehr herausheben, dieses Thema, wie kann man es prominenter machen, also da auch einen Impuls setzen und wie kann man es ein bisschen systematischer verstehen. Und ich habe dann gefunden, lass uns doch den Ansatz machen, dass wir versuchen, auf irgendeine Weise anzufangen, von den Tieren zu lernen. Wir verstehen das eigentlich nur, wenn wir die Tiere uns zeigen lassen, wie diese Bedürfnisse eigentlich verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können sie uns natürlich am besten dann zeigen, wenn sie wirklich selektieren können, nämlich auf der Weide. Und dafür haben wir jetzt am FiBL das Weidelabor angelegt. Das hat ein paar Jahre gedauert, das war eine aufwendige Geschichte, um so einen Plotversuch hier, so Streifen anzusäen. Jeder Streifen ist glaube ich 9 Meter breit und ungefähr 100 Meter lang. Und wie ihr seht, haben wir hier vier verschiedene Futtermischungen, die durch diese Farben charakterisiert sind. Das ist einmal, das Rote ist eine reine Gräsermischung, verschiedene Futtergräser. Also jetzt sage ich, wie es ausgesät wurde, das heißt nicht unbedingt, dass das das ist, was da steht. Also einmal nur Gräser. Und diese Gräsermischung ist immer die Basis. Und dann haben wir einmal die blauen Leguminosen drin, das sind Rotklee, Weißklee und Luzerne. Dann haben wir eine Mischung mit tanninreichen Kräutern, dann sind wir beim Spitzwegerich, beim Hornklee und beim Chicorée im Wesentlichen. Und dann haben wir eine Variante mit ätherischen Ölen, also eben sehr aromatische Pflanzen, da ist Schafgarbe drin, da ist Kümmel drin, da ist theoretischerweise Absinth. Wie heißt die Pflanze? Wermut. Wermut, genau, drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die stehen also jetzt so nebeneinander, die Plots, und mehr oder weniger repräsentiert jeder dieser Streifen das, was hier steht oder was ich gerade gesagt habe. Es ist tatsächlich sehr schwierig, die dann sauber zu halten, aber damit muss man leben. Und dann kommen, immer wenn der Aufwuchs so hoch ist, dass es zu beweiden ist, kommen von oben her, also oberhalb wäre unser Stall, kommen die also erstmal auf die obere Hälfte, paar Tage später auf die untere Hälfte, werden da so reingelassen und dürfen sich dann da drauf verteilen, wo immer sie wollen. Und wir zeichnen auf, wir beobachten, wann ist die Kuh wo? Was macht sie da? Frisst sie da wirklich? Oder steht sie da nur rum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wollten wir das so fancy, vollautomatisiert machen, mit diesen Kauhalftern und mit GPS-Ortung, dass wir nachher einfach so riesige Datensätze haben, wo man minütlich das darstellen kann. Leider ist die Technik dann immer noch nicht ganz so weit, dass das funktioniert, vor allem das GPS-System ist nicht genau genug. Also sind wir am Ende da gelandet, dass wir das so machen, dass da also eine Masterstudentin den ganzen Sommer Tag für Tag im Feld steht und sogenanntes Spot Sampling macht, das heißt, der Reihe nach, sie hat quasi eine Reihenfolge für die Kühe, hält sie sich bei jeder Kuh, glaube ich, drei Minuten auf und notiert, was sie macht. Also drei Minuten, damit sie auch wahrnehmen kann, ob die gerade einfach nur durchlatscht oder ob sie wirklich da ist, wo sie ist. Zunächst und zunächst, wenn sie einmal durch ist, fängt sie wieder von vorne an. Und auf die Weise bekommen wir jetzt ein Muster, wo wir erstmal wissen, wann sind die Kühe auf welcher Fläche und fressen sie da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man ein bisschen tiefer reingehen und das ist dann schon die höhere Kunst der Beobachtung zu schauen, wird jetzt hier wirklich der Chicorée gefressen oder am Ende doch nur das Gras dazwischen. Und das ist eine rechte Herausforderung, das wirklich in einer soliden Weise festzustellen und nicht nur zu vermuten. Aber mehr oder weniger haben wir ein Muster. Und wir haben jetzt, interessant, die erste Auswertung vom ersten Jahr können wir sagen, das ist sehr verschieden zwischen den Kühen. Also es gibt tatsächlich sehr ausgeprägte Muster, die sich von Durchgang zu Durchgang bei einzelnen Tieren auch wiederholen. Also wo wir sagen, über, wir haben, glaube ich, sechs Durchgänge machen können im letzten Jahr. Es gibt Kühe, die in vier von sechs Durchgängen die gleiche Präferenzreihenfolge hatten. Also das heißt, dann ist da irgendwie was los. Das ist nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das versuchen wir jetzt im Zusammenhang zu setzen, erstens mit dem Alter der Tiere, zweitens mit, also Laktationsnummer, Laktationsstadium, Milchleistung, Milchzusammensetzung, Milchfettsäuremuster, ich habe euch vorhin über diese Fettsäuren gesprochen. Und wenn wir sie dann in der Milch haben, sagt man, gut, das ist gesund für den Menschen. Das ist der eine Aspekt, aber es ist auch diagnostisch für uns sehr interessant, weil wir eigentlich aufgrund dieser Omega-3-Fettsäuren in der Milch ja rückwärts sagen können, okay, wenn sich das verändert, dann hat sich also im Pansen was verändert. All diese Dinge setzen wir jetzt in Beziehung zueinander und versuchen anfänglich irgendwie zu verstehen, ob wir nachher Muster finden, von denen wir das Gefühl haben, die sind stabil. Ja, da mit diesen Mustern könnte man irgendwie arbeiten, weil sie, das ist das Entscheidende, den Kühen entsprechen. Ja, dann müssen wir einfach ganz sorgfältig und auch so immer selbstkritisch und nicht zu sehr sich festklammernd an den eigenen Ideen rangehen und schauen, was tun die eigentlich wirklich und sehen wir irgendeinen Zusammenhang mit diesen verschiedenen Aspekten, die ich genannt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt gehen wir ins zweite Jahr damit. Ich hoffe, es wird auch noch ein drittes geben. Das ist dann immer die Frage, irgendwann wachsen sich die Bestände so aus. Da müsste man nochmal übersehen eventuell, also damit man überhaupt diese Differenzierung noch hat. Und was wir damit machen, sage ich immer, in erster Linie wollen wir damit auch ein Zeichen setzen. Wir zeigen das die ganze Zeit. Allen Bauern, die bei uns vorbeikommen, zeigen wir immer unsere Weidelabor, um das sozusagen zum Thema zu machen, damit alle daran auch anfangen, ein bisschen zu arbeiten und für uns auch zum Thema zu machen. Man findet mit dem Ansatz jetzt nicht sofort der Weisheit letzten Schluss. Aber wir suchen uns irgendwie auf die Weise, in diese Frage reinzubewegen. Können wir von den Kühen lernen, ob sie einen Tagesrhythmus haben, ob sie ein individuelles Muster haben, ob wir das mit irgendeiner Form von Milchleistung, Milchinhaltstoffen oder so zusammenbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Schlussfolgerung aus sowas könnte dann sein, dass man erstens sagt, die ätherischen Öle vermeiden die so doll, dass es irrelevant ist, ob man die anbaut oder nicht. Oder dass man sagen kann, die oder die Kräuter, das ist tatsächlich interessant, die werden tatsächlich gesucht von den Tieren, also sollten sie zumindest im Kunstfutterbau in der Wiese mit drin sein. Oder man kann auch versuchen, sie in die Grünlandbestände zu etablieren, wenn man sie nicht hat. Das ist sozusagen das, was daraus werden kann, in Bezug auf die Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kann man anfangen, sich zu fragen, kann ich jetzt irgendwelche von diesen Erkenntnissen übernehmen, im Sinne, was ich vorhin gesagt habe, dass man im Stall entweder in einem Nacheinander oder in einem Nebeneinander auch verschiedene Futter anbieten kann. Lerne ich hier was von den Kühen, wo ich irgendwann sagen würde, okay, ja, ein sehr bitterstoffreicher Grundfutterkomponente, das bringt es, wenn wir die in der Raufe immer hinten mit anbieten zum Beispiel. Und auf die Weise versuchen wir das so reinzuholen. Am Ende bleibt aber stehen, was du gesagt hast, natürlich können wir nicht aus dem Stall eine Weide machen. Und natürlich können wir auch nicht aus dem Weideland einen Naturschutzpark machen, in dem Sinne. Es ist am Ende, beziehen wir uns darauf, dass wir gemeinsam mit den Tieren was produzieren. Und das muss irgendwie gegeben sein, das steht ja nicht in Frage. Aber ich finde wichtig, dass man damit umgeht, was müssen wir trotzdem mit reinholen, was wirklich auch für das Tier ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entwicklung der Haustiere und Tiergerechtheit 00:24:02 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich kann gar nicht genau sagen, wo ich das eigentlich herhabe, aber das habe ich irgendwie so eingeatmet im Laufe meines Lebens, dass es aus diesem biologisch-dynamischen Kontext heraus auch die Überzeugung gibt, und die hatte ich dann irgendwie auch ziemlich lang, dass wenn wir die Haustiere bei uns haben, dass das Beim-Menschen-Sein für die Haustiere so sehr ein Wert in sich ist, dass sie daraus wie etwas mitnehmen, dass sie sich weiterentwickeln, dass wir sie in ihrer evolutionären Entwicklung ihnen wie eine neue Möglichkeit schaffen, über ihr Haustier sein. Und ich war ziemlich viele Jahre davon überzeugt, okay, das ist irgendwie das, worum es geht. Und irgendwann habe ich mich gefragt, was ist das eigentlich für ein Quatsch? Stimmt das in irgendeiner Weise noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf dem biologisch-dynamischen Betrieb schränken wir sie ein in ihren sozialen Dimensionen, wir schränken das Generationen-Miteinander sehr stark ein, oder wenn wir es nicht mehr tun, dann tun wir es heute sehr bewusst nicht mehr, dann machen wir bewusst muttergebundene Kälberaufzucht oder ammengebundene Kälberaufzucht, aber das sind wie neue Impulse, die jetzt auch kommen, aber so ganz offen, also wenn wir schauen, wie verhält sich eine Rinderherde eigentlich, was ist das Sozialgefüge in einer Rinderherde eigentlich? Dann können wir ganz klar sagen, okay, wir haben viel zu wenig Bullen in den Herden, da läuft überhaupt nicht das ab, was eigentlich ablaufen würde, und in Wirklichkeit eine Generationenbeziehung können wir auch nur sehr begrenzt zulassen. Das sind die Einschränkungen, die die Landwirtschaft hat. Wir schränken sie enorm ein in letztlich ihrem Bewegungsradius, der natürlich gerade bei einem Rind hunderte von Kilometern wäre eigentlich, also viel größer als das, was wir anbieten können, und wir schränken sie dann auch noch enorm ein eben in diesem Fressverhalten. Und dann ist die Frage so, was genau ist jetzt das, was ich als Mensch da reinbringe, was die Kuh, was diese ganzen Einschränkungen so aufwiegt, dass ich wirklich überzeugt sagen kann, hier kann sich das Rind in was Neues hineinentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich bin zu dem Punkt gekommen, dass ich irgendwann sagen muss, ich sehe das nicht. Ich kann nicht sicher sein, dass das stimmt. Weil wir irgendwie die Offenheit, die es dafür bräuchte, damit sie sich irgendwo hinentwickeln können, dem Tier nicht anbieten können. Und dann gibt es eigentlich einen anderen Aspekt, den haben wir als Menschen dem Tier jahrhundertelang angeboten. Und da würde ich drüber reden, ja, das ist eine Qualität, die ist sehr, sehr stark. Das war das gemeinsame Arbeiten mit den Tieren. Also mit dem Tier im Geschirr über den Acker gehen. Und damit meine ich jetzt nicht, das gehört natürlich auch dazu, das Tier über den Acker prügeln. Aber ich meine eigentlich dieses mit dem Tier wirklich in eine Zusammenarbeit kommen. Und wir alle kennen das, wenn wir Umgang haben mit Pferden oder mit Hunden, dann machen wir das wie selbstverständlich eigentlich in dieser Zusammenarbeit sein. Und wie stark die Tiere auf das reagieren. Und jeder, der mal angefangen hat, einen Kalb zu trainieren, auf was auch immer, auf Klauenpflege oder auf einen Reifen ziehen oder was auch immer, macht sofort die Erfahrung, wie stark sie darauf reagieren. Jeder, der mit Hühnern oder mit Schweinen arbeitet, weiß, mit welcher Aufmerksamkeit diese Tiere auf den Mensch reagieren, wenn er nur in den Stall kommt. Und das geht dann nicht in den Schweinestall, wo die spinnen vor Hunger, sondern in Wirklichkeit, wenn sie nicht Hunger haben, sie sind neugierig auf uns. Sie suchen den Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir können das im modernen landwirtschaftlichen Betrieb überhaupt nicht mehr leisten. Wir haben die Zusammenarbeit mit den Tieren aufgekündigt, weil wir das nur noch so als musealen Beiwerk anbieten können, auf irgendwelchen kleineren Betrieben, dass man mal in der Gärtnerei mit einem Pferd den Boden bearbeitet oder dass man im Wald mit den Stämmen rückt oder so. Aber eine wirkliche Arbeit, eine wirkliche Regelmäßigkeit in einem intensiven Zusammensein mit den Tieren können wir ganz selten so realisieren. Und dann komme ich nicht an den Punkt, zu sagen, aha, da sind wir dran an einer Evolution dieser Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondern dann komme ich an den Punkt, wo ich mir sagen muss, wenn wir das nicht schaffen, wenn wir diesen Teil des Deals, falls er das dann war, nicht einhalten können, dann müssen wir uns fragen, ob wir den Deal, wenn wir ihn aufgekündigt haben, insofern auch ein bisschen wieder auflösen müssen, zu sagen, dann geben wir, wo immer wir können, den Tieren Freiheitsgrade zurück, die wir ihnen genommen haben. Sei das in dem sozialen Gefüge, sei das in ihrem räumlichen Verhalten oder sei das in dem Futterangebot. Und ich glaube, dass das irgendwie eine ganz, ganz wichtige Herausforderung ist für biologisch dynamische Betriebe heutzutage, sich diese Frage irgendwie zu beantworten und daran zu arbeiten. Wir können sie vielleicht gar nicht beantworten, sondern wir müssen damit intensiv umgehen. Und das habe ich jetzt euch so ganz ausführlich ausgeführt, was das meiner Meinung nach als Aufgabe für uns in der Rinderfütterung bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau die gleiche Aufgabe haben wir in der Schweine- und in der Geflügelfütterung auch. Da haben wir vorher ganz kurz über das Schwein gesprochen. Dieses explorative Futtersuchen würde ich vermuten, ist beim Schwein fast wie wichtiger, als was es dann tatsächlich frisst. Ist die Frage, wie es frisst und woher es sich das Futter holt. Und das ist noch eine ganz andere Herausforderung. Weil dann ist die Frage, okay, wo darf das Schwein das denn? Wie können wir das so integrieren in unseren landwirtschaftlichen Betrieb, dass es mit Recht und vielleicht sogar mit Nutzen wühlen kann. Können wir es in die Fruchtfolge irgendwie reinholen? Und können wir das auch so schaffen, dass das nicht nur die Sauen betrifft, die dann da unterwegs sind, sondern dass auch die Mastschweine an dem Teil haben dürfen zum Beispiel. Und ähnliche Fragen für das Geflügel auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass das entscheidend ist für die Frage Tiergerechtheit. Und jetzt sage ich bewusst Tiergerechtheit und nicht Artgerechtheit. Weil der Art, das ist die Frage, wenn wir Art sagen, woran messen wir die Art? Messen wir die Art am Wildtier, dann werden wir der nie mehr gerecht. Es sei denn, wir lösen die Tierhaltung in der Landwirtschaft auf. Also könnten wir sagen Haustiergerecht oder eben eigentlich jeweils dem spezifischen Tier gerecht. Was dann auch bedeutet, wenn ich eine Holsteinkuh vor mir habe, die 50 Liter Milch am Tag gibt, dann muss ich über deren Fütterung auch anders reden als alles, was ich jetzt gesagt habe, wenn ich diesem konkreten Tier gerecht sein will. Also das nur zu den Begriffen. Ich glaube, wir müssen von tiergerecht sprechen und uns sehr damit auseinandersetzen, welche Tiere, also nicht nur welche Tierarten, sondern welche Tiere innerhalb der Art haben wir auf unserem Betrieb, wollen wir auf unserem Betrieb und was haben wir denen eigentlich zu bieten. Das ist so, was ich dazu zu sagen hätte, in dem Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr dürft sehr gerne Fragen stellen. Wenn nicht, und wenn ihr es noch aushaltet, sage ich vielleicht noch zwei, drei Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kraftfuttereinsatz und Ressourceneffizienz 00:34:14 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Zum Thema Kraftfutter bei Kühen. Gibt es bei Demeter Deutschland oder Demeter International in den Richtlinien Vorschriften über Kraftfutter Limite bei den Kühen oder entspricht das einfach der EU-Bioverordnung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Das ist Schweiz. Das ist Schweiz, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; 25, ja, okay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Die EU-Richtlinie ist 40, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und ich glaube eben, dass es noch eine Weile lang so war, dass Demeter keine eigenen Richtlinien hatte und dass in Brodowin zum Beispiel die Berliner Biomilch produziert wurde mit 40% Kraftfutter. Und also einerseits aus diesem Ressourcenaspekt und andererseits aus diesem physiologischen Aspekt und sozusagen damit Artgerechtheit, Artgerechtheitsaspekt sozusagen, was ist das richtige Futter für einen Wiederkäuer und was ist die richtige Ressource im Sinne auch von diesem Grasland-Thema, was wir vorhin hatten? Es ist ja eigentlich total naheliegend, dass es der allergrößte Quatsch ist, Lebensmittel im Sinne von Getreide oder Ölsaaten oder Körnerleguminosen ausgerechnet an Wiederkäuer zu verfüttern, die ausgerechnet das am allerschlechtesten verwerten können, dann ist wirklich Geflügelmast damit immer noch vom Effizienzstandpunkt her besser und ausgerechnet das Grasland dann nicht anständig zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Schweiz ist es halt so, zufälligerweise entspricht die Schweiz der Welt an der Stelle, das heißt wir haben weltweit in den, in der Proportion des gesamten landwirtschaftlich nutzbaren Landes auf der Welt haben wir ungefähr zwei Drittel Grasland und ein Drittel Ackerland. Ackerland oder Dauerkulturen. Und die ähnliche Proportion hat die Schweiz genau auch, das heißt die Schweiz ist enorm Grasland betont und hat da viel und hat viel, viel zu wenig Ackerland. Importiert enorm viel Futtermittel eben und damit Land von auswärts, auch der Biobereich. Wir importieren ungefähr 10.000 Hektar, also die Schweiz ist klein, 10.000 Hektar Anbaufläche aus dem Ausland pro Jahr, um die Bio Hühner und Schweine zu füttern. Und das ist, das sind 20 Prozent der gesamten, nee das sind mehr als, das sind 60 Prozent der gesamten Bioanbaufläche der Schweiz, die wir uns da nochmal rein importieren, nur um die Viecher zu füttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und entlang dieser Logik ist es in der Schweiz sowohl staatliches Ziel als auch eben spezifisches Bioziel diese Kraftfuttereinsätze für die Wiederkäuer zu limitieren und gleichzeitig damit für eine bessere Nutzung eigentlich der Grünlandreserven zu sorgen. Deswegen gibt es eine Direktzahlungsmaßnahme vom Staat, dass wenn man jetzt also demeterrichtig in Deutschland einhalten würde, 25 Prozent Kraftfutter, dann würde man dafür in der Schweiz eine Prämie bekommen. Auch als konventioneller Betrieb. Und dann gibt es die Bio Suisse, das ist der Dachverband von eigentlich allen Schweizer Biobetrieben, die jetzt jahrelang die Limite hatten, 10 Prozent maximal und seit dem 01.01.2022 wurde das nochmal auf 5 Prozent gesenkt. Und das ist natürlich sehr extrem. Das ist wirklich wenig und in dem Sinne würde ich immer sagen, auch wirklich stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist logisch, es entspricht quasi der Topographie der Schweiz, aber ich finde es auch quasi als Muster oder als Beispiel für außerhalb der Schweiz sehr wichtig, dass man dieses Beispiel hat, wir können mit reinem auf reiner Grasland Basis und das bedeutet also Dauergrünland plus Fruchtfolge Kleegras und so wir können damit Milch produzieren und zwar sehr gut. Und dazu möchte ich ein paar wenn ich das jetzt finde, Moment Moment, wo habe ich das? Kleinen Moment. Das habe ich hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit dieser mit dieser Kraftfutterlimite, das wir jetzt nur noch 5 Prozent haben in der Schweiz, hat die Biomilch in der Schweiz verbraucht weniger als ein Drittel der Ackerfläche, welche die konventionelle Milch in der Schweiz braucht. Und sie braucht weniger als ein Viertel der Ackerfläche im Vergleich mit konventioneller Milch aus Deutschland. Das heißt wir die wirkliche Lebensmittelkonkurrenz in der Milchproduktion ist hier sehr deutlich gesenkt. Und das bringt natürlich mit sich, dass jeder einzelne Betrieb herausgefordert ist eben seine eigenen Grünland-Ressourcen so sorgfältig wie möglich zu nutzen. Es trägt bei zum Erhalt oder gar zur Vergrößerung dieses Kohlenstoffspeichers, ich habe da kurz davon gesprochen, das betrifft jetzt das Dauergrünland, dass wir unterm Dauergrünland einen erheblichen Kohlenstoffspeicher haben. Und es trägt zur artgerechten Fütterung der Tiere auch bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchharnstoffwerte und Fruchtbarkeit 00:41:28 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und dann gibt es so bestimmte Einwände und das möchte ich euch gerade noch schildern, was dann häufig vorgebracht wird, wo gesagt wird, warum das nicht gehen soll. Warum man damit nicht klarkommt. Und das eine ist, dass immer gesagt wird, ja wenn ihr nur Grundfutter füttert, dann sinken ja die Harnstoffwerte in der Milch und das ist schlecht für die Fruchtbarkeit. Was ist überhaupt der Zusammenhang? Die Idee ist, übers Grundfutter haben wir zu wenig Eiweiß, deswegen haben wir niedrigere Harnstoffwerte und aber diese angebliche Eiweißunterversorgung sei schlecht für die Fruchtbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens stimmt das gar nicht in der Schweiz, weil das Grünland eigentlich so gut ist, dass wir absolut ausreichend, also dass das Eiweiß überhaupt nicht das Problem ist, sondern dass wir eher auch in der Schweiz Eiweißüberschüsse aus dem Grundfutter haben, außer in den höheren Berglagen. Und zweitens stimmt dieser Zusammenhang nicht. Ich zeige euch hier gerade Daten aus dem sogenannten Feed-No-Food-Projekt des FiBL, wo wir eigentlich mit 69 und über eine längere Frist mit 42 Biobetrieben zusammengearbeitet haben und die gemonitort haben über sechs Jahre und diese Betriebe haben, das waren fünf verschiedene Gruppen, welche in unterschiedlicher Weise mit dem Kraftfutter umgegangen sind in dieser Zeit. Es gab also eine Gruppe, die hat ihr Kraftfutter Level beibehalten und es gab zwei verschiedene Gruppen, die ihr Kraftfutter Level ein bisschen gesenkt haben. Es gab eine Gruppe, wo die Betriebe innerhalb dieser Zeit ihr Kraftfutter auf Null runtergefahren haben und es gab eine Gruppe, die war immer auf Null. Das sind die Kilogramm pro Kuh und Tag zwischen Null und 1,2 Kilogramm pro Kuh und Tag. Also eh auf einem sehr niedrigen Niveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann haben wir geschaut, was hat der Milchharnstoff gemacht in dieser Zeit und man sieht eigentlich nicht so ein deutliches Bild, die Tendenz ist ganz leicht über alle diese Betriebe gegen Milchharnstoffgehalt ganz leicht zurück. Und deutlich, das sind ja alles Biobetriebe, die teilgenommen haben an unserer Studie und dann seht ihr diese graue Fläche, der obere Rand der grauen Fläche ist der Durchschnitt aus den Herdebüchern der ganzen Schweiz quer über alles, also konventionell. Und dann seht ihr, wir sind also mit dem Milchharnstoffbereich, mit dem Milchharnstoff im Bio insgesamt deutlich unter der konventionellen Marke. Verwundert auch nicht, weil die Soja da reinschmeißen die ganze Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als Maßstab für die Fruchtbarkeit haben wir die Zwischenkalbezeit herangezogen und da seht ihr, auch da geht irgendwie so rauf und runter, ist irgendwie nicht doll, was passiert bei diesen Versuchsbetrieben. Gleichzeitig ist die Zwischenkalbezeit aber immer kürzer gewesen als in dem konventionellen Durchschnitt und im konventionellen Durchschnitt ist sie in derselben Zeit sogar noch raufgegangen. Das heißt, diesen Zusammenhang mit unseren niedrigeren Harnstoffgehalten und einer schlechteren Fruchtbarkeit, auf dieser Ebene betrachtet, stimmt einfach nicht. Und das sieht man auch auf ganz vielen Einzelbetrieben, die teilweise dann im Berggebiet wirklich niedrige Harnstoffwerte haben, von unter 10. Dass die überhaupt nicht zwangsläufig deswegen irgendwelche Fruchtbarkeitsprobleme haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht noch ein Wort, was sagt uns denn eigentlich der Harnstoffgehalt? Was drückt der aus? Wo kommt der her, dieser Harnstoff, in die Milch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Von den Rohfasern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Nee. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eiweiße, die von den Milch *[?]* nicht oft umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also, Eiweißüberschuss im Pansen, der von diesen Mikroorganismen im Pansen nicht umgesetzt werden kann, weil es im Verhältnis zu der vorhandenen Energie und zu allem zu viel ist. Die kriegen das nur noch abgebaut, aber sie können das nicht mehr verarbeiten. Und daraus wird im Pansen Ammoniak. Und dieses Ammoniak geht über die Pansenwand ins Blut und ist im Organismus für die Kuh ein Gift. Und deswegen hat die Kuh einen speziellen Ablauf in der Leber, um aus Ammoniak Harnstoff zu machen. Und der Harnstoff kann dann wieder übers Blut in die Nieren geführt werden und ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das bedeutet, wenn ich jetzt also einen Eiweißüberschuss im Pansen habe, führt das eigentlich zu einer latenten, dauerhaften Ammoniakvergiftung der Tiere, mit der sie fertig werden, weil ihre Leber das die ganze Zeit entgiftet und in den Harnstoff umwandelt. Aber die Leber, die hat ja mit Milchsynthese auch noch ganz, ganz viel anderes zu tun. Das ist einfach eine zusätzliche, permanente Belastung der Leber. Und im Wesentlichen wird das dann ausgeschieden über den Harn und gelangt nur, weil das Molekül so klein ist, zufällig in die Milch und deswegen können wir es in der Milch messen. Es hat in der Milch überhaupt keine Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat aber, die Kuh hat aber eben eine interessante, andere Fähigkeit noch. Aus Harnstoff, den Harnstoff über den Speichel, der ist ja eh im Blut, und aus dem Blut heraus wird in den Speicheldrüsen Speichel produziert und da gerät der Harnstoff auch in den Speichel. Und mit dem Speichel gerät der Harnstoff wieder in den Pansen und im Pansen ernährt er die Bakterien, aber nur, wenn ich die Kühe regelmäßig mit einem Proteinunterschuss füttere. Die Wiederkäuer haben sich sehr gut daran adaptiert, mit wenig Protein sehr effizient umzugehen, um das eigentlich so gut wie möglich zurückzuhalten in ihrem Organismus. Jetzt haben wir wieder eine Parallele zum Vogel. Und der Vogel ist eigentlich der Wiederkäuer der Lüfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses heißt eigentlich, dass dieses immer Proteinüberschüssige füttern, was die intensiven Züchter eben machen, weil das ist, was aus der Holsteinkuh 50 Liter heraus prügelt. Sowohl von der Belastung, die das Tier hat, zusätzlichen Belastungen, auch zu dieser ganzen Milchbildung, zusätzliche Belastungen den Ammoniak zu entgiften und von der Ressourceneffizienz auch völliger Quatsch ist. Klammer zu, das war ein kleiner Exkurs zu dieser Harnstoff-Story.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja? Wir hatten jetzt im Winter auch mitbekommen, dass wir laut diesen Richtwerten, die immer bei der MLP stehen, einen Proteinmangel hatten und auch dadurch zu niedriger Harnstoffwert wird. Das heißt, das ist eigentlich Quatsch, dass man sich deswegen jetzt Stress machen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also, ja, ich glaube, dass man sich deswegen auf jeden Fall keinen Stress machen muss, eigentlich wegen der Tiergesundheit. Wenn du nicht irgendwo bei 5 landest oder so. Und es gibt natürlich, man muss jetzt schauen, was ist die Folge von, also ein langfristiger Proteinunterschuss, heißt natürlich im Kehrwert auch ein Energieüberschuss und dann muss man schauen, und da muss man halt schauen, auf seine Tiere, verfetten die mir? Ja, weil im Verhältnis dann die Milchbildung zu gering ist und diese Energie dauernd übrig bleibt und dann ist die hier. Aber das muss ich eigentlich in der Wahrnehmung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber wenn das jetzt nur über den Winter so ist und dann ja mit der weiten Saison eh wieder hoch geht, dann ist das eigentlich nicht so, dass man sich da um die Tiergesundheit jetzt in den drei Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Vorsicht! Wenn ihr jetzt zum Beispiel auch noch saisonal abkalben würdet oder wenn ihr relevant viele Kühe habt, die am Ende dieser Winterperiode kalben, dann kann es passieren, dass man in ein Problem kommt, also wenn man jetzt wirklich in dem Sinne einen Energieüberschuss hat und die anfangen zu verfetten, dann kommt ja ein Ketose-Risiko. Ja, nach der Kalbung. Darauf muss man halt achtgeben. Das hat aber natürlich auch viel zu tun mit der Trockenstell-Fütterung. Insofern, das ist die Seite, auf die man achtgeben muss. Aber wie gesagt, da zählt ganz wesentlich die Beobachtung, also die Wahrnehmung, verfetten die Kühe eigentlich tatsächlich oder nicht. Und die ist wichtiger als am Ende der Harnstoffwert auf dem Zettel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeit von Kraftfutter und Mineralstoffversorgung 00:51:10 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und jetzt als letztes noch, als letztes noch, das ist noch, an jeder deutschen Landwirtschaftsschule, an jeder schweizerischen Landwirtschaftsschule und in der Schweiz auch auf Fachhochschulebene und auf Hochschulebene, überall kriegt man immer, diese Story erzählt, ein Kilo Kraftfutter, zwei Kilo Milch. Das ist eine total vereinfachte Faustregel, die irgendwie wirklich auch in den Lehrmitteln immer, immer wieder drin steht. Und die dann so verallgemeinert wird, als ob das heißt, okay, also wenn ich jetzt auf mein Grundfutter noch fünf Kilo Kraftfutter obendrauf füttere, dann habe ich nachher zehn Kilo Milch mehr. Und in dem Sinne heißt es dann halt schnell, wenn wir jetzt also mit dem Kraftfutter zurückgehen, also zwei Kilo Kraftfutter weniger, heißt vier Kilo Milch weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das haben wir jetzt in verschiedenen Projekten immer angeschaut. Was passiert denn, wenn wir das Kraftfutter zurückfahren? Und dann haben wir hier das Projekt, was ich euch eben gezeigt habe, wo wir über viele Betriebe über sechs Jahre lang geschaut haben und haben gesehen, pro reduziertes Kilo Kraftfutter ist die Milchleistung um 0,9 bis 1,4 Kilo Milch zurückgegangen, im Schnitt 1,2. In einem Versuch, von dem sprach ich euch auch vorhin, mit diesen, auf diesem biologisch dynamischen Betrieb mit den angebundenen Swiss Fleckvieh-Kühen, da haben wir auch eine Kraftfutter-Reduktion gemacht, individuell auf jedes Tier genau ausgemessen und geschaut. Für ein Kilo Kraftfutter-Reduktion ist die Milch um 1,25 Kilo zurückgegangen. Also fast 1 zu 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss ich mich fragen, was kriege ich für den Liter Milch und was bezahle ich für das Kilo Kraftfutter? Rein ökonomisch. Und in der Schweiz geht das überhaupt nicht auf. In der Schweiz ist es klar, dann fütter gar kein Kraftfutter, weil du kriegst das, das Kraftfutter ist so teuer, das kriegst du über die Milch nicht wieder rein. Und dann kann man sich fragen, warum machen die das denn eigentlich alle? Weil sie es von der Schule über alle Stufen durch immer gelernt haben und weil die Milchleistung in absoluten Kilo pro Jahr mehr zählt, als mal nachzurechnen, ob das wirtschaftlich eigentlich aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es gibt viele Betriebe mittlerweile in der Schweiz, Bio-Betriebe und konventionelle Betriebe, die auf null Kraftfutter umgestellt haben. Also nicht sehr viele, aber etliche. Und ich habe noch nie von einem gehört, der sagt, dass es nicht wirtschaftlich wesentlich besser gelaufen wäre hinterher. Und dann gibt es noch, das ist FiBL, da kann man immer sagen, wir sind voreingenommen und alles. Dann gibt es hier noch Agroscope, das ist die konventionelle Schweizer Forschung. Die sagen sogar, dass der Wirkungsgrad nur in ihren Versuchen bei 0,5 bis 0,8 war. Also ein Kilo Kraftfutter, 0,8 Kilo Milch, dann lohnt es sich wirklich gar nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt mache ich mal einen Punkt. Jetzt ist es auch halb fünf. Aber wir können gerne noch ein bisschen plaudern, wenn ihr mögt. Wenn ihr erschöpft seid, verstehe ich das auch. Wenn nicht, dann danke ich euch für eure Geduld. Hast du noch was? Alle denken, bitte nicht, bitte seid still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; *[Frage aus dem Publikum, unverständlich]* *[?]*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Die einfache Antwort ist, dass ich sagen würde, ich finde es falsch, sich in irgendeiner Weise darauf zu verlassen, meine Kühe fressen ja Erde oder lecken Steine. Sondern es ist wichtig, unsere Kühe bringen eine Leistung. Die Leistung ist in jedem Fall auch auf dem Biobetrieb so hoch, dass sie stoffwechselmäßig einen viel höheren Bedarf an diesen einzelnen Mineralstoffen haben, als ein wilder Wiederkäuer es hätte. Deswegen können wir uns niemals darauf verlassen, zu sagen, wir gehen hier sozusagen so Nullweg und verlassen uns darauf, das holen die sich irgendwie draußen vom Boden oder so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle, das ist meine persönliche Meinung, sollte man sehr genau einfach entsprechend der bestimmten Bedarfszahlen, die es dafür gibt, für die jeweiligen Leistungssituationen, für den Standort natürlich auch. Ich muss irgendwie wissen, ob ich ein Mangelstandort habe in der einen oder anderen Hinsicht, ob ich ein Selenmangelgebiet habe oder nicht. In Bezug auf das Laktationsstadium, das ist was anderes, ob die Kuh gerade kalbt oder später in der Laktation ist, zum Beispiel mit Phosphor und Calcium. Da gibt es einfach Werte, da gibt es die sorgfältig vorgeschlagenen Zusammensetzungen seitens der Mineralfuttermittelproduzenten und das würde ich so anbieten immer. Wenn man das in Leckschalen anbietet, dann stellt man dem Tier ja auch frei, wie viel es sich davon nimmt. Aber für die Zusammensetzung bin ich verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sind jetzt auf diesem Computer drauf und von dort könntet ihr sie bekommen. Die sind dort auf dem Desktop. Hier, das ist ja von hier der Computer, da habe ich die vorhin drauf getanzt. Also ich danke euch für eure Geduld und euren Langmut. Ich hoffe, ihr habt was davon gehabt. Mir hat es Spaß gemacht, ich mache sowas sehr sehr gerne und wünsche euch alles Gute und hoffe auf euren Beitrag für eine gute Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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	<entry>
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		<title>Florian Leiber</title>
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		<updated>2026-10-11T15:05:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber 2023-3-1.jpg|thumb|Dr. Florian Leiber beim Vortrag über Fütterung am 1. März 2023 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florian Leiber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Florian Leiber&#039;&#039;&#039; ist Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Tierernährung im ökologischen und biologisch-dynamischen Kontext. Er arbeitet am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweiz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1996–2001&#039;&#039;&#039;: Studium der Agrarwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diplomarbeit (14.05.2001): „Analyse der Dauerleistungskühe in der deutschen Holstein Population. Mit besonderer Berücksichtigung der ‚100.000-Liter-Kühe‘“ (Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Institut für Nutztierwissenschaften, Fachgebiet Züchtungsmethodik).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2001–2004&#039;&#039;&#039;: Promotion in der Gruppe Tierernährung an der ETH Zürich. Dissertation (Diss. ETH No. 15735): „Causes and extent of variation in yield, nutritional quality and cheese-making properties of milk by high altitude grazing of dairy cows“. Verteidigung am 24. September 2004, gedruckt 2005.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2004–2007&#039;&#039;&#039;: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum in Dornach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2007–2012&#039;&#039;&#039;: Oberassistent (Senior Scientist) in der Gruppe Tierernährung am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Seit 2012&#039;&#039;&#039;: Am FiBL in Frick.&lt;br /&gt;
** 2012–2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Departement für Nutztierwissenschaften.&lt;br /&gt;
** Ab 2016: Leitung der Fachgruppe/des Departements für Nutztierwissenschaften und Mitglied der Geschäftsleitung (bis ca. 2025).&lt;br /&gt;
** Leitung der Gruppe Tierernährung.&lt;br /&gt;
** Co-Leitung des Themenschwerpunkts Transformation der Ernährungssysteme.&lt;br /&gt;
** Koordination der Versuchsbetriebe Talacker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2025 übergab er die Departementsleitung (Anet Spengler übernahm die Co-Leitung mit Michael Walkenhorst); er blieb in der Gruppenleitung und Forschung tätig und gewann dadurch mehr Kapazität für die Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seit 2015: Tierernährung in der biodynamischen Ausbildung Schweiz.&lt;br /&gt;
* Seit 2007: Lehre an der ETH Zürich (Institut für Agrarwissenschaften).&lt;br /&gt;
* Universität Basel (Umweltwissenschaften, im Rahmen der FiBL-Vorlesung Biolandbau) und ZHAW Wädenswil (Master Biolandbau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Leiber forscht seit über 25 Jahren an graslandbasierten Produktionssystemen und nachhaltigen Futterressourcen. Zentrale Themen sind die Reduktion von Kraftfutter und importierten Proteinen, alternative Proteinquellen (u. a. Insektenmehl von &#039;&#039;Hermetia illucens&#039;&#039;, Leguminosen, Wasserlinsen), Methanemissionen bei Wiederkäuern, Milchqualität (z. B. Fettsäureprofile bei Alpenweide), Tierernährung im Biolandbau sowie Kreislaufwirtschaft und Resilienz in der Tierhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist Mitautor des Faktenblatts „Kuh und Klima“ (FiBL gemeinsam mit Bio Suisse, Ende 2025). Darin wird u. a. die Rolle graslandbasierter Wiederkäuersysteme für die Nutzung von Grünland und die Resilienz der Lebensmittelproduktion thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Videobeiträge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sukzessionaler Agroforst, Vortrag vom 9. Januar 2025 am Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|thumb|Fütterung - 1. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA Click hier zum Video]  ]]Hier hält Dr. Florian Leiber einen dreiteiligen Vortrag über seine Forschung im Bereich der Tierfütterung. Der Vortrag wurde am 1. März 2023 an der Landbauschule Dottenfelderhof gehalten. Teilnehmer waren Azubis aus der [[Biodynamische Ausbildung|biodynamischen-Ausbildung]] und Landbauschüler des Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&amp;lt;br clear=&amp;quot;all&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber hat über 100 peer-reviewed Arbeiten und zahlreiche weitere Beiträge veröffentlicht (Organic Eprints listet mehrere hundert Einträge unter seinem Namen; ORCID und Google Scholar/Scopus bestätigen hohe Publikations- und Zitationszahlen). Hier ausgewählte zentrale Beiträge: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Monografien / Qualifikationsarbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diplomarbeit (2001), Humboldt-Universität Berlin (siehe oben). DOI: 10.13140/RG.2.1.2629.5841.&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit (2004/2005), ETH Zürich, Diss. No. 15735 (siehe oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchbeiträge und größere Arbeiten (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leiber, F.; Muller, A.; Maurer, V.; Schader, C.; Bieber, A. (2017): Organic dairy farming and sustainability. In: van Belsen, N. (Hrsg.): &#039;&#039;Achieving sustainable production of milk&#039;&#039;, Volume 2. Burleigh Dodds Science Publishing.&lt;br /&gt;
* Beitrag (mit Nikolai Fuchs und Hartmut Spieß): „Biodynamic agriculture today“. In: Kristiansen, Taji &amp;amp; Reganold (Hrsg.): &#039;&#039;Organic Agriculture: A global perspective&#039;&#039; (CSIRO Publishing, 2006).&lt;br /&gt;
* Weitere Kapitel und Factsheets, darunter „Cows and Climate“ / „Kuh und Klima“ (FiBL &amp;amp; Bio Suisse, 2025/2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenfelder in peer-reviewed Publikationen (Beispiele mit hoher Sichtbarkeit)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rumen-Mikrobiom und Ernährung (u. a. Scientific Reports 2015).&lt;br /&gt;
* Strategien für nachhaltigere Ernährung der Welt mit organischer Landwirtschaft (Nature Communications 2017, Mitautor).&lt;br /&gt;
* Tannine und Methanbildung bei Wiederkäuern.&lt;br /&gt;
* Fettsäureprofile in Alpenmilch und Hochweide.&lt;br /&gt;
* Insektenprotein (Hermetia) als Ersatz für Soja in Geflügel- und anderen Futterrationen.&lt;br /&gt;
* Kraftfutterreduktion in graslandbasierten Milchviehsystemen (u. a. Animal 2017).&lt;br /&gt;
* Graslandnutzung, Biodiversität, Tierwohl und Kreislaufwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offizielles FiBL-Profil (Deutsch): https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* FiBL-Profil (Englisch): https://fibl.org/en/about-us/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* Organic Eprints (Suche nach Leiber, Florian): https://orgprints.org (Suchfeld „person“)&lt;br /&gt;
* ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1434-6155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<title>Florian Leiber</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}} Dr. Florian Leiber beim Vortrag über Fütterung am 1. März 2023 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof.]]  == Florian Leiber ==  &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Dr. Florian Leiber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Tierernährung im ökologischen und biologisch-dynamischen Kontext. Er arbeitet am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweiz).   === Ausbildung und beruflicher Werdegang…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber 2023-3-1.jpg|thumb|Dr. Florian Leiber beim Vortrag über Fütterung am 1. März 2023 an der [[Landbauschule Dottenfelderhof]].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Florian Leiber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Florian Leiber&#039;&#039;&#039; ist Agrarwissenschaftler mit dem Schwerpunkt Tierernährung im ökologischen und biologisch-dynamischen Kontext. Er arbeitet am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick (Schweiz). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und beruflicher Werdegang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;1996–2001&#039;&#039;&#039;: Studium der Agrarwissenschaften an der Humboldt-Universität zu Berlin. Diplomarbeit (14.05.2001): „Analyse der Dauerleistungskühe in der deutschen Holstein Population. Mit besonderer Berücksichtigung der ‚100.000-Liter-Kühe‘“ (Landwirtschaftlich-Gärtnerische Fakultät, Institut für Nutztierwissenschaften, Fachgebiet Züchtungsmethodik).&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2001–2004&#039;&#039;&#039;: Promotion in der Gruppe Tierernährung an der ETH Zürich. Dissertation (Diss. ETH No. 15735): „Causes and extent of variation in yield, nutritional quality and cheese-making properties of milk by high altitude grazing of dairy cows“. Verteidigung am 24. September 2004, gedruckt 2005.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2004–2007&#039;&#039;&#039;: Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Sektion für Landwirtschaft am Goetheanum in Dornach.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;2007–2012&#039;&#039;&#039;: Oberassistent (Senior Scientist) in der Gruppe Tierernährung am Institut für Agrarwissenschaften der ETH Zürich.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Seit 2012&#039;&#039;&#039;: Am FiBL in Frick.&lt;br /&gt;
** 2012–2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Departement für Nutztierwissenschaften.&lt;br /&gt;
** Ab 2016: Leitung der Fachgruppe/des Departements für Nutztierwissenschaften und Mitglied der Geschäftsleitung (bis ca. 2025).&lt;br /&gt;
** Leitung der Gruppe Tierernährung.&lt;br /&gt;
** Co-Leitung des Themenschwerpunkts Transformation der Ernährungssysteme.&lt;br /&gt;
** Koordination der Versuchsbetriebe Talacker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 2025 übergab er die Departementsleitung (Anet Spengler übernahm die Co-Leitung mit Michael Walkenhorst); er blieb in der Gruppenleitung und Forschung tätig und gewann dadurch mehr Kapazität für die Forschungsarbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lehrtätigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Seit 2015: Tierernährung in der biodynamischen Ausbildung Schweiz.&lt;br /&gt;
* Seit 2007: Lehre an der ETH Zürich (Institut für Agrarwissenschaften).&lt;br /&gt;
* Universität Basel (Umweltwissenschaften, im Rahmen der FiBL-Vorlesung Biolandbau) und ZHAW Wädenswil (Master Biolandbau).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsschwerpunkte ===&lt;br /&gt;
Leiber forscht seit über 25 Jahren an graslandbasierten Produktionssystemen und nachhaltigen Futterressourcen. Zentrale Themen sind die Reduktion von Kraftfutter und importierten Proteinen, alternative Proteinquellen (u. a. Insektenmehl von &#039;&#039;Hermetia illucens&#039;&#039;, Leguminosen, Wasserlinsen), Methanemissionen bei Wiederkäuern, Milchqualität (z. B. Fettsäureprofile bei Alpenweide), Tierernährung im Biolandbau sowie Kreislaufwirtschaft und Resilienz in der Tierhaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er ist Mitautor des Faktenblatts „Kuh und Klima“ (FiBL gemeinsam mit Bio Suisse, Ende 2025). Darin wird u. a. die Rolle graslandbasierter Wiederkäuersysteme für die Nutzung von Grünland und die Resilienz der Lebensmittelproduktion thematisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werke ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber hat über 100 peer-reviewed Arbeiten und zahlreiche weitere Beiträge veröffentlicht (Organic Eprints listet mehrere hundert Einträge unter seinem Namen; ORCID und Google Scholar/Scopus bestätigen hohe Publikations- und Zitationszahlen). Hier ausgewählte zentrale Beiträge: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Monografien / Qualifikationsarbeiten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Diplomarbeit (2001), Humboldt-Universität Berlin (siehe oben). DOI: 10.13140/RG.2.1.2629.5841.&lt;br /&gt;
* Doktorarbeit (2004/2005), ETH Zürich, Diss. No. 15735 (siehe oben).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buchbeiträge und größere Arbeiten (Auswahl)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Leiber, F.; Muller, A.; Maurer, V.; Schader, C.; Bieber, A. (2017): Organic dairy farming and sustainability. In: van Belsen, N. (Hrsg.): &#039;&#039;Achieving sustainable production of milk&#039;&#039;, Volume 2. Burleigh Dodds Science Publishing.&lt;br /&gt;
* Beitrag (mit Nikolai Fuchs und Hartmut Spieß): „Biodynamic agriculture today“. In: Kristiansen, Taji &amp;amp; Reganold (Hrsg.): &#039;&#039;Organic Agriculture: A global perspective&#039;&#039; (CSIRO Publishing, 2006).&lt;br /&gt;
* Weitere Kapitel und Factsheets, darunter „Cows and Climate“ / „Kuh und Klima“ (FiBL &amp;amp; Bio Suisse, 2025/2026).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Themenfelder in peer-reviewed Publikationen (Beispiele mit hoher Sichtbarkeit)&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rumen-Mikrobiom und Ernährung (u. a. Scientific Reports 2015).&lt;br /&gt;
* Strategien für nachhaltigere Ernährung der Welt mit organischer Landwirtschaft (Nature Communications 2017, Mitautor).&lt;br /&gt;
* Tannine und Methanbildung bei Wiederkäuern.&lt;br /&gt;
* Fettsäureprofile in Alpenmilch und Hochweide.&lt;br /&gt;
* Insektenprotein (Hermetia) als Ersatz für Soja in Geflügel- und anderen Futterrationen.&lt;br /&gt;
* Kraftfutterreduktion in graslandbasierten Milchviehsystemen (u. a. Animal 2017).&lt;br /&gt;
* Graslandnutzung, Biodiversität, Tierwohl und Kreislaufwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Offizielles FiBL-Profil (Deutsch): https://www.fibl.org/de/ueber-uns/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* FiBL-Profil (Englisch): https://fibl.org/en/about-us/team/leiber-florian&lt;br /&gt;
* Organic Eprints (Suche nach Leiber, Florian): https://orgprints.org (Suchfeld „person“)&lt;br /&gt;
* ORCID: https://orcid.org/0000-0002-1434-6155&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Artikel unten}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Datei:Florian_Leiber_2023-3-1.jpg&amp;diff=28703</id>
		<title>Datei:Florian Leiber 2023-3-1.jpg</title>
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		<updated>2026-10-11T14:58:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_3_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28702</id>
		<title>Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_3_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28702"/>
		<updated>2026-10-11T14:45:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}}   zurück zu Florian Leiber |  Landbauschule Dottenfelderhof am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]] {| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Lei…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Artikel oben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Florian Leiber|| zurück zu Florian Leiber |]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber Teil3 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho|thumb|Fütterung - 3. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 3. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selektion im Winter und kräuterreiche Futterzusätze 00:00:11 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Also dann haben wir jetzt noch eine Stunde und die können wir auch gerne ausführlich nutzen, um eure Fragen oder Anmerkungen und alles zu diskutieren. Gibt es jetzt gerade irgendwelchen Redebedarf? Müssen wir reden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ja, also mit dieser Selektierung, das funktioniert dann ja hier in Europa, also wenn überhaupt dann im Sommer, haben Sie das die Möglichkeit, auf einer Weide, am besten auf der Alp, aber im Winter ist das dann mit dem Selektieren erstmal eigentlich nichts. Also ich meine, man kann sehr qualitatives Futter anbieten, aber das Selektieren fängt aus, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Das stimmt. Das stimmt bis zu einem gewissen Grad. Danke für die Frage, weil das ist dann ein sehr wichtiger Punkt in dem Ganzen. Ich habe es jetzt sehr überpointiert, vielleicht auch in Bezug auf diese Weidesituation so erzählt, wo wir uns aber auch klar machen müssen, okay, der Wiederkäuer hat sich als Weidetier entwickelt erstmal und nicht als Stalltier und deswegen bin ich überzeugt, dass diese Verhaltensweisen da sind, aber auch für den wilden Wiederkäuer sieht das im Winter natürlich ganz anders aus, als im Sommer. Aus verständlichen, nachvollziehbaren Gründen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist der Punkt, wo die Frage, also von dem, was ich jetzt geschildert habe, wie geht das über in eine Praxis, das ist eben auch noch eine große Herausforderung, wo man dann auch sorgfältig damit umgehen muss, was ist sozusagen Idealismus, mit dem ich da rangehe und was davon ist überhaupt pragmatisch auch möglich. Am Ende dürfen wir auch nicht bestreiten, dass wir mit den Tieren Lebensmittel produzieren wollen und sie nicht einfach nur um ihrer selbst willen halten. Das heißt, das muss irgendwie stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann möchte ich einen Aspekt als erstes dazu sagen, das Oregano auf der Pizza fällt gewichtsmäßig auch nicht ins Gewicht. Fällt für uns geschmacksmäßig aber sehr ins Gewicht. Im Wesentlichen fressen wir da Stärke und Käse und den Geschmack machen die Kräuter. Und die physiologischen, gesundheitlichen Wirkungen, wie zum Beispiel antioxidative Wirkungen aus dem Oregano, die nehmen wir mit. Und das ist jetzt irgendwie so ein banales Beispiel, aber wo man sieht, ja, unser Umgang mit wirkstoffreichen Pflanzen ist genau der, dass wir mit sehr wenig Gramm unsere Speisen würzen oder einen Tee machen. Und das ist mal das eine, was man in Betracht ziehen kann, das ist, wir sprechen ja nicht über Masse, sondern wir sprechen eben wirklich über Wirkstoffe, die in gewisser Weise dann ja was Pharmazeutisches haben. Und in dem Sinne ist der Wiederkäuer dann sein eigener Pharmazeut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, jetzt haben wir vorhin gesprochen über Spitzwegerich und Chicorée zum Beispiel als Pflanzen, die tanninreich sind, die ins Futter integriert werden. Da geht es auch nicht darum, dass das irgendwie 30 Prozent von dem Futter ist, sondern dass das einen gewissen Anteil, dass das als Element in dem Futter mit drin ist. Ich weiß nicht, wie viel strebt ihr an in der Masse? Ein Prozent. Kann aber sein, dass das vom Geschmackserleben für das Tier sehr entscheidend ist. Heißt aber trotzdem auch, also wenn das angebaut wird und hier als Heu verarbeitet wird, dann kommt das, was du sagst, das haben sie dann halt dabei, können es nicht selektieren. Aber es ist ein Unterschied in Bezug auf sozusagen trotzdem die geschmackliche Vielfalt von dem Futter, ob das drin ist oder nicht. Und ob ich dann, das fände ich dabei noch einen wichtigen Aspekt, ob ich zum Beispiel auch noch eine, wie soll ich das sagen, eine Note von ätherischen Ölen mit drin habe, ob man irgendwie Kümmel oder so noch mit drin hat im Futter. Also das ist das eine.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Masse geht es nicht unbedingt. Wenn wir jetzt trotzdem im Sommer schauen und es geht um die Möglichkeit für die Tiere wirklich auch zu selektieren oder das irgendwie separat zu erfahren oder auch zu nutzen, dann hieße das ja eigentlich, ich muss, wenn ich jetzt nicht im Dauergrünland bin, sondern im Futterbau, also im Futterbau für die Beweidung, ich muss das irgendwie als Streifen oder so mit einbringen. Aber ich muss das nicht in der Breite in die Masse bringen. Zweitens die Frage, wo haben die Tiere auch Gelegenheit, im Sinne von dem Bild, das hier vorher war, von Sträuchern, von Büschen, von Bäumen auch Laub aufzunehmen, weil das ganz stark diese Funktionen auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann habe ich immer die Vorstellung und jetzt wird es theoretisch, aber trotzdem, wie wäre es mit so einer Art Sonntagsweiden, wenn ich jetzt in meinem Betrieb vielleicht sehr wenig, aber doch ein paar Magerwiesenstandorte habe, dass ich das wie den Tieren an bestimmten Tagen anbiete und nicht so nach dem Motto, okay, jetzt wird das einmal alles abgegrast und dann kriegen sie sechs Wochen das nicht, bis es wieder nachgewachsen ist, sondern dass sie irgendwie im Umtrieb regelmäßig immer mal wieder auf diese Flächen kommen. Hat natürlich auch immer was damit zu tun, oder steht dann damit im Zusammenhang, dass es natürlich eine Wachstums- und Reifungsdynamik und so gibt und sich das auch alles ständig verändert. Und was wir, wenn wir versuchen, mit solchen Ansätzen an die Fütterung ranzugehen, dann müssen wir uns eben bewusst sein, was wir nicht mehr sind, ist Agraringenieure, die vorbestimmen, das Tier soll jetzt genau so und so viel von dem und dem haben und wir komponieren das vorher und wir haben das immer bis aufs Letzte im Griff. Können wir gar nicht, sondern dann müssen wir ein bisschen loslassen und sagen, ich überlasse das auch ein bisschen den Tieren und der Situation, was gerade möglich wird. Das heißt, es kriegt ein Element von Chaos rein, was aber sehr, sehr hilfreich sein kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiedliche Qualitäten und das Weidelabor am FiBL 00:07:29 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Und in Bezug auf das Winterfutter oder Stallfutter kann man sich ja zumindest die Frage stellen, kann ich unterschiedliche Qualitäten von Grundfutter produzieren und die auch separat lagern und separat füttern. Und das kann ich entweder im Raum separieren, indem ich nicht nur vorne den Futtertisch habe, sondern indem ich bestimmte andere Heuqualitäten vielleicht in der Raufe an einer anderen Stelle noch anbiete und bewusst mache, hier jetzt auf eurem Futtertisch wäre was anderes, als was dann da draußen in dem offenen Stall in den Raufen noch gefüttert wird. Dann habe ich irgendwie so eine bestimmte Entzerrung der verschiedenen Qualitäten im Raum und in der Zeit. Und dann erleben sie zumindest mal Sequenz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als ein Beispiel, wir haben einen Versuch gemacht, wo wir auch einen Demeterbetrieb, die aber eine TMR gefüttert haben, wo auch die Heu- und Emdbestandteile, also auf Deutsch alles Heubestandteile, da mit drin waren in dieser TMR. Und die Kühe haben immer diese TMR bekommen. Dann haben wir einen Versuch gemacht, wo wir zwei Gruppen hatten mit je 15 Kühen. Und bei der einen Gruppe haben wir zusätzlich, also die hat morgens zu melken, also zwischen sechs und acht, hat die nur Heu bekommen. Und dann wieder die TMR und die andere Gruppe hatte immer diese TMR. Und dann hatten sie so Kauhalfter an, wo wir ihre Wiederkau- und Fressbewegungen aufgezeichnet haben. Das war in so einem Anbindestall mit so Blechen zwischen den Plätzen. Wir konnten also individuell für jede Kuh ihren Futterverzehr auswiegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann hat sich gezeigt, wenn wir denen morgens früh zwischen sechs und acht statt immer immer TMR einmal für zwei Stunden Heu geben, dann haben sie erstens den ganzen Tag über immer länger gefressen als die anderen und zweitens nachts weniger gefressen als die anderen und dafür mehr nachts noch wiedergekäut. Aber wir haben auch immer geschaut, wie oft wechselt die Kuh ihre Aktivität. Also sie kann entweder in diesem Schema von so einem Sensor, gibt es entweder Fressen oder Wiederkauen oder nichts tun. Und wie oft pro Stunde wechselt sie zwischen dem. Und über diese morgendliche Heugabe, die hatte den Effekt, dass sie nachts, in der Nacht danach, wesentlich weniger Aktivitätswechsel hatten, dass also insgesamt die Herde in der Nacht viel ruhiger war, oder diese Kuhgruppe, als diejenigen, die immer nur TMR hatten. Das heißt, dieses Nacheinander von verschiedenen Qualitäten hat rein ihr Verhaltensmuster im Wechselspiel von Fressen und Wiederkäuen nachhaltig verändert und zwar Stunden später noch. Das zeigt, dass es eben sehr wohl was ausmacht, ob die Kuh alles gleichzeitig kriegt oder nacheinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderes Beispiel ist, das ist nicht von uns, aber andere Gruppen haben solche Experimente gemacht. Wenn Wiederkäuer die Wahl haben, zwischen leguminosenreichem und leguminosenarmem Futter auszuwählen, dann scheint es so zu sein, dass sie morgens, vormittags, mehr leguminosenreiches Futter wählen und nachmittags weniger. Das heißt, dass irgendwie der Bedarf an diesen eiweißreichen Pflanzen oder eventuell an anderen Inhaltsstoffen, die die Leguminosen damit sich bringen, vormittags größer ist als am Nachmittag. Das heißt, auch das spricht dafür, dass man sich damit auseinandersetzen kann, was bedeutet die Tageszeit für den Futterbedarf der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder auch ganz anders, aber trotzdem, das gehört auch in dieses Thema. Die meisten Betriebe haben heutzutage die Philosophie, okay, immer ad libitum, also der Futtertisch muss immer voll sein, sie können immer fressen, wann sie wollen. Das habe ich hier gerade gesehen, es gibt durchaus Phasen hier auf dem Dottenfelderhof, also in der Nacht fressen sie dann lange gar nicht, weil sie keinen Zugang haben zum Futter. Geht auch, ist eventuell auch unheimlich hilfreich, weil es wahrscheinlich Ruhe reinbringt. Also da gibt es verschiedene Aspekte, mit denen man sich, denke ich, dann auch sehr individuell mit der eigenen Herde auf dem eigenen Betrieb auseinandersetzen muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Frage, also jetzt habe ich gesagt, das eine wäre, in der Zeit verändern. Verschiedenes Futter in der Zeit füttern. Das andere ist, verschiedenes Futter im Raum anbieten irgendwie. Heißt immer, ich muss dieses verschiedene Futter auch produziert haben und zugriffig gelagert haben, also mit einem Heustock, wo alles aufeinander liegt, geht das dann nicht. Und dann kann ich mich noch spezifischer damit auseinandersetzen, was wäre der richtige Zeitpunkt und das richtige Maß, um ihnen wie noch was extra auch zur Verfügung zu stellen. Es gibt viele Betriebe, nehme ich fast an, dass es ja auch so ist, dass es dann irgendwie noch Rote Bete oder Wurzelgemüse-Ausputz gibt oder mal Kartoffeln. Das ist so das eine. Und wenn wir auf diese Kräuter kommen, könnte ich ja auch bewusst ein sehr kräuterreiches Heu produzieren. Und dann schauen und mich fragen, wann und wie viel sollen sie eigentlich bekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in diesem Zusammenhang versuchen wir halt jetzt gerade uns da so ein bisschen forschend reinzuwühlen in das Thema am FiBL. Da gibt es natürlich ganz viel Erfahrungswissen auf den Betrieben. Ich will überhaupt nicht so tun, als wäre das nicht ein Thema, das längst von verschiedensten Betrieben auch intensiv bearbeitet wird. Und ihr habt eventuell auch schon die ein oder andere Erfahrung mit sowas. Trotzdem ist die Frage, wie kann man irgendwie das noch mehr herausheben, dieses Thema, wie kann man es prominenter machen, also da auch einen Impuls setzen und wie kann man es ein bisschen systematischer verstehen. Und ich habe dann gefunden, lass uns doch den Ansatz machen, dass wir versuchen, auf irgendeine Weise anzufangen, von den Tieren zu lernen. Wir verstehen das eigentlich nur, wenn wir die Tiere uns zeigen lassen, wie diese Bedürfnisse eigentlich verlaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das können sie uns natürlich am besten dann zeigen, wenn sie wirklich selektieren können, nämlich auf der Weide. Und dafür haben wir jetzt am FiBL das Weidelabor angelegt. Das hat ein paar Jahre gedauert, das war eine aufwendige Geschichte, um so einen Plotversuch hier, so Streifen anzusäen. Jeder Streifen ist glaube ich 9 Meter breit und ungefähr 100 Meter lang. Und wie ihr seht, haben wir hier vier verschiedene Futtermischungen, die durch diese Farben charakterisiert sind. Das ist einmal, das Rote ist eine reine Gräsermischung, verschiedene Futtergräser. Also jetzt sage ich, wie es ausgesät wurde, das heißt nicht unbedingt, dass das das ist, was da steht. Also einmal nur Gräser. Und diese Gräsermischung ist immer die Basis. Und dann haben wir einmal die blauen Leguminosen drin, das sind Rotklee, Weißklee und Luzerne. Dann haben wir eine Mischung mit tanninreichen Kräutern, dann sind wir beim Spitzwegerich, beim Hornklee und beim Chicorée im Wesentlichen. Und dann haben wir eine Variante mit ätherischen Ölen, also eben sehr aromatische Pflanzen, da ist Schafgarbe drin, da ist Kümmel drin, da ist theoretischerweise Absinth. Wie heißt die Pflanze? Wermut. Wermut, genau, drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die stehen also jetzt so nebeneinander, die Plots, und mehr oder weniger repräsentiert jeder dieser Streifen das, was hier steht oder was ich gerade gesagt habe. Es ist tatsächlich sehr schwierig, die dann sauber zu halten, aber damit muss man leben. Und dann kommen, immer wenn der Aufwuchs so hoch ist, dass es zu beweiden ist, kommen von oben her, also oberhalb wäre unser Stall, kommen die also erstmal auf die obere Hälfte, paar Tage später auf die untere Hälfte, werden da so reingelassen und dürfen sich dann da drauf verteilen, wo immer sie wollen. Und wir zeichnen auf, wir beobachten, wann ist die Kuh wo? Was macht sie da? Frisst sie da wirklich? Oder steht sie da nur rum?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigentlich wollten wir das so fancy, vollautomatisiert machen, mit diesen Kauhalftern und mit GPS-Ortung, dass wir nachher einfach so riesige Datensätze haben, wo man minütlich das darstellen kann. Leider ist die Technik dann immer noch nicht ganz so weit, dass das funktioniert, vor allem das GPS-System ist nicht genau genug. Also sind wir am Ende da gelandet, dass wir das so machen, dass da also eine Masterstudentin den ganzen Sommer Tag für Tag im Feld steht und sogenanntes Spot Sampling macht, das heißt, der Reihe nach, sie hat quasi eine Reihenfolge für die Kühe, hält sie sich bei jeder Kuh, glaube ich, drei Minuten auf und notiert, was sie macht. Also drei Minuten, damit sie auch wahrnehmen kann, ob die gerade einfach nur durchlatscht oder ob sie wirklich da ist, wo sie ist. Zunächst und zunächst, wenn sie einmal durch ist, fängt sie wieder von vorne an. Und auf die Weise bekommen wir jetzt ein Muster, wo wir erstmal wissen, wann sind die Kühe auf welcher Fläche und fressen sie da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss man ein bisschen tiefer reingehen und das ist dann schon die höhere Kunst der Beobachtung zu schauen, wird jetzt hier wirklich der Chicorée gefressen oder am Ende doch nur das Gras dazwischen. Und das ist eine rechte Herausforderung, das wirklich in einer soliden Weise festzustellen und nicht nur zu vermuten. Aber mehr oder weniger haben wir ein Muster. Und wir haben jetzt, interessant, die erste Auswertung vom ersten Jahr können wir sagen, das ist sehr verschieden zwischen den Kühen. Also es gibt tatsächlich sehr ausgeprägte Muster, die sich von Durchgang zu Durchgang bei einzelnen Tieren auch wiederholen. Also wo wir sagen, über, wir haben, glaube ich, sechs Durchgänge machen können im letzten Jahr. Es gibt Kühe, die in vier von sechs Durchgängen die gleiche Präferenzreihenfolge hatten. Also das heißt, dann ist da irgendwie was los. Das ist nicht zufällig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das versuchen wir jetzt im Zusammenhang zu setzen, erstens mit dem Alter der Tiere, zweitens mit, also Laktationsnummer, Laktationsstadium, Milchleistung, Milchzusammensetzung, Milchfettsäuremuster, ich habe euch vorhin über diese Fettsäuren gesprochen. Und wenn wir sie dann in der Milch haben, sagt man, gut, das ist gesund für den Menschen. Das ist der eine Aspekt, aber es ist auch diagnostisch für uns sehr interessant, weil wir eigentlich aufgrund dieser Omega-3-Fettsäuren in der Milch ja rückwärts sagen können, okay, wenn sich das verändert, dann hat sich also im Pansen was verändert. All diese Dinge setzen wir jetzt in Beziehung zueinander und versuchen anfänglich irgendwie zu verstehen, ob wir nachher Muster finden, von denen wir das Gefühl haben, die sind stabil. Ja, da mit diesen Mustern könnte man irgendwie arbeiten, weil sie, das ist das Entscheidende, den Kühen entsprechen. Ja, dann müssen wir einfach ganz sorgfältig und auch so immer selbstkritisch und nicht zu sehr sich festklammernd an den eigenen Ideen rangehen und schauen, was tun die eigentlich wirklich und sehen wir irgendeinen Zusammenhang mit diesen verschiedenen Aspekten, die ich genannt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt gehen wir ins zweite Jahr damit. Ich hoffe, es wird auch noch ein drittes geben. Das ist dann immer die Frage, irgendwann wachsen sich die Bestände so aus. Da müsste man nochmal übersehen eventuell, also damit man überhaupt diese Differenzierung noch hat. Und was wir damit machen, sage ich immer, in erster Linie wollen wir damit auch ein Zeichen setzen. Wir zeigen das die ganze Zeit. Allen Bauern, die bei uns vorbeikommen, zeigen wir immer unsere Weidelabor, um das sozusagen zum Thema zu machen, damit alle daran auch anfangen, ein bisschen zu arbeiten und für uns auch zum Thema zu machen. Man findet mit dem Ansatz jetzt nicht sofort der Weisheit letzten Schluss. Aber wir suchen uns irgendwie auf die Weise, in diese Frage reinzubewegen. Können wir von den Kühen lernen, ob sie einen Tagesrhythmus haben, ob sie ein individuelles Muster haben, ob wir das mit irgendeiner Form von Milchleistung, Milchinhaltstoffen oder so zusammenbringen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die Schlussfolgerung aus sowas könnte dann sein, dass man erstens sagt, die ätherischen Öle vermeiden die so doll, dass es irrelevant ist, ob man die anbaut oder nicht. Oder dass man sagen kann, die oder die Kräuter, das ist tatsächlich interessant, die werden tatsächlich gesucht von den Tieren, also sollten sie zumindest im Kunstfutterbau in der Wiese mit drin sein. Oder man kann auch versuchen, sie in die Grünlandbestände zu etablieren, wenn man sie nicht hat. Das ist sozusagen das, was daraus werden kann, in Bezug auf die Weide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann kann man anfangen, sich zu fragen, kann ich jetzt irgendwelche von diesen Erkenntnissen übernehmen, im Sinne, was ich vorhin gesagt habe, dass man im Stall entweder in einem Nacheinander oder in einem Nebeneinander auch verschiedene Futter anbieten kann. Lerne ich hier was von den Kühen, wo ich irgendwann sagen würde, okay, ja, ein sehr bitterstoffreicher Grundfutterkomponente, das bringt es, wenn wir die in der Raufe immer hinten mit anbieten zum Beispiel. Und auf die Weise versuchen wir das so reinzuholen. Am Ende bleibt aber stehen, was du gesagt hast, natürlich können wir nicht aus dem Stall eine Weide machen. Und natürlich können wir auch nicht aus dem Weideland einen Naturschutzpark machen, in dem Sinne. Es ist am Ende, beziehen wir uns darauf, dass wir gemeinsam mit den Tieren was produzieren. Und das muss irgendwie gegeben sein, das steht ja nicht in Frage. Aber ich finde wichtig, dass man damit umgeht, was müssen wir trotzdem mit reinholen, was wirklich auch für das Tier ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entwicklung der Haustiere und Tiergerechtheit 00:24:02 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Ich kann gar nicht genau sagen, wo ich das eigentlich herhabe, aber das habe ich irgendwie so eingeatmet im Laufe meines Lebens, dass es aus diesem biologisch-dynamischen Kontext heraus auch die Überzeugung gibt, und die hatte ich dann irgendwie auch ziemlich lang, dass wenn wir die Haustiere bei uns haben, dass das Beim-Menschen-Sein für die Haustiere so sehr ein Wert in sich ist, dass sie daraus wie etwas mitnehmen, dass sie sich weiterentwickeln, dass wir sie in ihrer evolutionären Entwicklung ihnen wie eine neue Möglichkeit schaffen, über ihr Haustier sein. Und ich war ziemlich viele Jahre davon überzeugt, okay, das ist irgendwie das, worum es geht. Und irgendwann habe ich mich gefragt, was ist das eigentlich für ein Quatsch? Stimmt das in irgendeiner Weise noch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf dem biologisch-dynamischen Betrieb schränken wir sie ein in ihren sozialen Dimensionen, wir schränken das Generationen-Miteinander sehr stark ein, oder wenn wir es nicht mehr tun, dann tun wir es heute sehr bewusst nicht mehr, dann machen wir bewusst muttergebundene Kälberaufzucht oder ammengebundene Kälberaufzucht, aber das sind wie neue Impulse, die jetzt auch kommen, aber so ganz offen, also wenn wir schauen, wie verhält sich eine Rinderherde eigentlich, was ist das Sozialgefüge in einer Rinderherde eigentlich? Dann können wir ganz klar sagen, okay, wir haben viel zu wenig Bullen in den Herden, da läuft überhaupt nicht das ab, was eigentlich ablaufen würde, und in Wirklichkeit eine Generationenbeziehung können wir auch nur sehr begrenzt zulassen. Das sind die Einschränkungen, die die Landwirtschaft hat. Wir schränken sie enorm ein in letztlich ihrem Bewegungsradius, der natürlich gerade bei einem Rind hunderte von Kilometern wäre eigentlich, also viel größer als das, was wir anbieten können, und wir schränken sie dann auch noch enorm ein eben in diesem Fressverhalten. Und dann ist die Frage so, was genau ist jetzt das, was ich als Mensch da reinbringe, was die Kuh, was diese ganzen Einschränkungen so aufwiegt, dass ich wirklich überzeugt sagen kann, hier kann sich das Rind in was Neues hineinentwickeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich bin zu dem Punkt gekommen, dass ich irgendwann sagen muss, ich sehe das nicht. Ich kann nicht sicher sein, dass das stimmt. Weil wir irgendwie die Offenheit, die es dafür bräuchte, damit sie sich irgendwo hinentwickeln können, dem Tier nicht anbieten können. Und dann gibt es eigentlich einen anderen Aspekt, den haben wir als Menschen dem Tier jahrhundertelang angeboten. Und da würde ich drüber reden, ja, das ist eine Qualität, die ist sehr, sehr stark. Das war das gemeinsame Arbeiten mit den Tieren. Also mit dem Tier im Geschirr über den Acker gehen. Und damit meine ich jetzt nicht, das gehört natürlich auch dazu, das Tier über den Acker prügeln. Aber ich meine eigentlich dieses mit dem Tier wirklich in eine Zusammenarbeit kommen. Und wir alle kennen das, wenn wir Umgang haben mit Pferden oder mit Hunden, dann machen wir das wie selbstverständlich eigentlich in dieser Zusammenarbeit sein. Und wie stark die Tiere auf das reagieren. Und jeder, der mal angefangen hat, einen Kalb zu trainieren, auf was auch immer, auf Klauenpflege oder auf einen Reifen ziehen oder was auch immer, macht sofort die Erfahrung, wie stark sie darauf reagieren. Jeder, der mit Hühnern oder mit Schweinen arbeitet, weiß, mit welcher Aufmerksamkeit diese Tiere auf den Mensch reagieren, wenn er nur in den Stall kommt. Und das geht dann nicht in den Schweinestall, wo die spinnen vor Hunger, sondern in Wirklichkeit, wenn sie nicht Hunger haben, sie sind neugierig auf uns. Sie suchen den Kontakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir können das im modernen landwirtschaftlichen Betrieb überhaupt nicht mehr leisten. Wir haben die Zusammenarbeit mit den Tieren aufgekündigt, weil wir das nur noch so als musealen Beiwerk anbieten können, auf irgendwelchen kleineren Betrieben, dass man mal in der Gärtnerei mit einem Pferd den Boden bearbeitet oder dass man im Wald mit den Stämmen rückt oder so. Aber eine wirkliche Arbeit, eine wirkliche Regelmäßigkeit in einem intensiven Zusammensein mit den Tieren können wir ganz selten so realisieren. Und dann komme ich nicht an den Punkt, zu sagen, aha, da sind wir dran an einer Evolution dieser Haustiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondern dann komme ich an den Punkt, wo ich mir sagen muss, wenn wir das nicht schaffen, wenn wir diesen Teil des Deals, falls er das dann war, nicht einhalten können, dann müssen wir uns fragen, ob wir den Deal, wenn wir ihn aufgekündigt haben, insofern auch ein bisschen wieder auflösen müssen, zu sagen, dann geben wir, wo immer wir können, den Tieren Freiheitsgrade zurück, die wir ihnen genommen haben. Sei das in dem sozialen Gefüge, sei das in ihrem räumlichen Verhalten oder sei das in dem Futterangebot. Und ich glaube, dass das irgendwie eine ganz, ganz wichtige Herausforderung ist für biologisch dynamische Betriebe heutzutage, sich diese Frage irgendwie zu beantworten und daran zu arbeiten. Wir können sie vielleicht gar nicht beantworten, sondern wir müssen damit intensiv umgehen. Und das habe ich jetzt euch so ganz ausführlich ausgeführt, was das meiner Meinung nach als Aufgabe für uns in der Rinderfütterung bedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau die gleiche Aufgabe haben wir in der Schweine- und in der Geflügelfütterung auch. Da haben wir vorher ganz kurz über das Schwein gesprochen. Dieses explorative Futtersuchen würde ich vermuten, ist beim Schwein fast wie wichtiger, als was es dann tatsächlich frisst. Ist die Frage, wie es frisst und woher es sich das Futter holt. Und das ist noch eine ganz andere Herausforderung. Weil dann ist die Frage, okay, wo darf das Schwein das denn? Wie können wir das so integrieren in unseren landwirtschaftlichen Betrieb, dass es mit Recht und vielleicht sogar mit Nutzen wühlen kann. Können wir es in die Fruchtfolge irgendwie reinholen? Und können wir das auch so schaffen, dass das nicht nur die Sauen betrifft, die dann da unterwegs sind, sondern dass auch die Mastschweine an dem Teil haben dürfen zum Beispiel. Und ähnliche Fragen für das Geflügel auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich glaube, dass das entscheidend ist für die Frage Tiergerechtheit. Und jetzt sage ich bewusst Tiergerechtheit und nicht Artgerechtheit. Weil der Art, das ist die Frage, wenn wir Art sagen, woran messen wir die Art? Messen wir die Art am Wildtier, dann werden wir der nie mehr gerecht. Es sei denn, wir lösen die Tierhaltung in der Landwirtschaft auf. Also könnten wir sagen Haustiergerecht oder eben eigentlich jeweils dem spezifischen Tier gerecht. Was dann auch bedeutet, wenn ich eine Holsteinkuh vor mir habe, die 50 Liter Milch am Tag gibt, dann muss ich über deren Fütterung auch anders reden als alles, was ich jetzt gesagt habe, wenn ich diesem konkreten Tier gerecht sein will. Also das nur zu den Begriffen. Ich glaube, wir müssen von tiergerecht sprechen und uns sehr damit auseinandersetzen, welche Tiere, also nicht nur welche Tierarten, sondern welche Tiere innerhalb der Art haben wir auf unserem Betrieb, wollen wir auf unserem Betrieb und was haben wir denen eigentlich zu bieten. Das ist so, was ich dazu zu sagen hätte, in dem Bezug.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr dürft sehr gerne Fragen stellen. Wenn nicht, und wenn ihr es noch aushaltet, sage ich vielleicht noch zwei, drei Sätze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kraftfuttereinsatz und Ressourceneffizienz 00:34:14 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Zum Thema Kraftfutter bei Kühen. Gibt es bei Demeter Deutschland oder Demeter International in den Richtlinien Vorschriften über Kraftfutter Limite bei den Kühen oder entspricht das einfach der EU-Bioverordnung?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Das ist Schweiz. Das ist Schweiz, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: 25, ja, okay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Die EU-Richtlinie ist 40, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Und ich glaube eben, dass es noch eine Weile lang so war, dass Demeter keine eigenen Richtlinien hatte und dass in Brodowin zum Beispiel die Berliner Biomilch produziert wurde mit 40% Kraftfutter. Und also einerseits aus diesem Ressourcenaspekt und andererseits aus diesem physiologischen Aspekt und sozusagen damit Artgerechtheit, Artgerechtheitsaspekt sozusagen, was ist das richtige Futter für einen Wiederkäuer und was ist die richtige Ressource im Sinne auch von diesem Grasland-Thema, was wir vorhin hatten? Es ist ja eigentlich total naheliegend, dass es der allergrößte Quatsch ist, Lebensmittel im Sinne von Getreide oder Ölsaaten oder Körnerleguminosen ausgerechnet an Wiederkäuer zu verfüttern, die ausgerechnet das am allerschlechtesten verwerten können, dann ist wirklich Geflügelmast damit immer noch vom Effizienzstandpunkt her besser und ausgerechnet das Grasland dann nicht anständig zu nutzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in der Schweiz ist es halt so, zufälligerweise entspricht die Schweiz der Welt an der Stelle, das heißt wir haben weltweit in den, in der Proportion des gesamten landwirtschaftlich nutzbaren Landes auf der Welt haben wir ungefähr zwei Drittel Grasland und ein Drittel Ackerland. Ackerland oder Dauerkulturen. Und die ähnliche Proportion hat die Schweiz genau auch, das heißt die Schweiz ist enorm Grasland betont und hat da viel und hat viel, viel zu wenig Ackerland. Importiert enorm viel Futtermittel eben und damit Land von auswärts, auch der Biobereich. Wir importieren ungefähr 10.000 Hektar, also die Schweiz ist klein, 10.000 Hektar Anbaufläche aus dem Ausland pro Jahr, um die Bio Hühner und Schweine zu füttern. Und das ist, das sind 20 Prozent der gesamten, nee das sind mehr als, das sind 60 Prozent der gesamten Bioanbaufläche der Schweiz, die wir uns da nochmal rein importieren, nur um die Viecher zu füttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und entlang dieser Logik ist es in der Schweiz sowohl staatliches Ziel als auch eben spezifisches Bioziel diese Kraftfuttereinsätze für die Wiederkäuer zu limitieren und gleichzeitig damit für eine bessere Nutzung eigentlich der Grünlandreserven zu sorgen. Deswegen gibt es eine Direktzahlungsmaßnahme vom Staat, dass wenn man jetzt also demeterrichtig in Deutschland einhalten würde, 25 Prozent Kraftfutter, dann würde man dafür in der Schweiz eine Prämie bekommen. Auch als konventioneller Betrieb. Und dann gibt es die Bio Suisse, das ist der Dachverband von eigentlich allen Schweizer Biobetrieben, die jetzt jahrelang die Limite hatten, 10 Prozent maximal und seit dem 01.01.2022 wurde das nochmal auf 5 Prozent gesenkt. Und das ist natürlich sehr extrem. Das ist wirklich wenig und in dem Sinne würde ich immer sagen, auch wirklich stark.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist logisch, es entspricht quasi der Topographie der Schweiz, aber ich finde es auch quasi als Muster oder als Beispiel für außerhalb der Schweiz sehr wichtig, dass man dieses Beispiel hat, wir können mit reinem auf reiner Grasland Basis und das bedeutet also Dauergrünland plus Fruchtfolge Kleegras und so wir können damit Milch produzieren und zwar sehr gut. Und dazu möchte ich ein paar wenn ich das jetzt finde, Moment Moment, wo habe ich das? Kleinen Moment. Das habe ich hier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also mit dieser mit dieser Kraftfutterlimite, das wir jetzt nur noch 5 Prozent haben in der Schweiz, hat die Biomilch in der Schweiz verbraucht weniger als ein Drittel der Ackerfläche, welche die konventionelle Milch in der Schweiz braucht. Und sie braucht weniger als ein Viertel der Ackerfläche im Vergleich mit konventioneller Milch aus Deutschland. Das heißt wir die wirkliche Lebensmittelkonkurrenz in der Milchproduktion ist hier sehr deutlich gesenkt. Und das bringt natürlich mit sich, dass jeder einzelne Betrieb herausgefordert ist eben seine eigenen Grünland-Ressourcen so sorgfältig wie möglich zu nutzen. Es trägt bei zum Erhalt oder gar zur Vergrößerung dieses Kohlenstoffspeichers, ich habe da kurz davon gesprochen, das betrifft jetzt das Dauergrünland, dass wir unterm Dauergrünland einen erheblichen Kohlenstoffspeicher haben. Und es trägt zur artgerechten Fütterung der Tiere auch bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchharnstoffwerte und Fruchtbarkeit 00:41:28 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Und dann gibt es so bestimmte Einwände und das möchte ich euch gerade noch schildern, was dann häufig vorgebracht wird, wo gesagt wird, warum das nicht gehen soll. Warum man damit nicht klarkommt. Und das eine ist, dass immer gesagt wird, ja wenn ihr nur Grundfutter füttert, dann sinken ja die Harnstoffwerte in der Milch und das ist schlecht für die Fruchtbarkeit. Was ist überhaupt der Zusammenhang? Die Idee ist, übers Grundfutter haben wir zu wenig Eiweiß, deswegen haben wir niedrigere Harnstoffwerte und aber diese angebliche Eiweißunterversorgung sei schlecht für die Fruchtbarkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens stimmt das gar nicht in der Schweiz, weil das Grünland eigentlich so gut ist, dass wir absolut ausreichend, also dass das Eiweiß überhaupt nicht das Problem ist, sondern dass wir eher auch in der Schweiz Eiweißüberschüsse aus dem Grundfutter haben, außer in den höheren Berglagen. Und zweitens stimmt dieser Zusammenhang nicht. Ich zeige euch hier gerade Daten aus dem sogenannten Feed-No-Food-Projekt des FiBL, wo wir eigentlich mit 69 und über eine längere Frist mit 42 Biobetrieben zusammengearbeitet haben und die gemonitort haben über sechs Jahre und diese Betriebe haben, das waren fünf verschiedene Gruppen, welche in unterschiedlicher Weise mit dem Kraftfutter umgegangen sind in dieser Zeit. Es gab also eine Gruppe, die hat ihr Kraftfutter Level beibehalten und es gab zwei verschiedene Gruppen, die ihr Kraftfutter Level ein bisschen gesenkt haben. Es gab eine Gruppe, wo die Betriebe innerhalb dieser Zeit ihr Kraftfutter auf Null runtergefahren haben und es gab eine Gruppe, die war immer auf Null. Das sind die Kilogramm pro Kuh und Tag zwischen Null und 1,2 Kilogramm pro Kuh und Tag. Also eh auf einem sehr niedrigen Niveau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann haben wir geschaut, was hat der Milchharnstoff gemacht in dieser Zeit und man sieht eigentlich nicht so ein deutliches Bild, die Tendenz ist ganz leicht über alle diese Betriebe gegen Milchharnstoffgehalt ganz leicht zurück. Und deutlich, das sind ja alles Biobetriebe, die teilgenommen haben an unserer Studie und dann seht ihr diese graue Fläche, der obere Rand der grauen Fläche ist der Durchschnitt aus den Herdebüchern der ganzen Schweiz quer über alles, also konventionell. Und dann seht ihr, wir sind also mit dem Milchharnstoffbereich, mit dem Milchharnstoff im Bio insgesamt deutlich unter der konventionellen Marke. Verwundert auch nicht, weil die Soja da reinschmeißen die ganze Zeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und als Maßstab für die Fruchtbarkeit haben wir die Zwischenkalbezeit herangezogen und da seht ihr, auch da geht irgendwie so rauf und runter, ist irgendwie nicht doll, was passiert bei diesen Versuchsbetrieben. Gleichzeitig ist die Zwischenkalbezeit aber immer kürzer gewesen als in dem konventionellen Durchschnitt und im konventionellen Durchschnitt ist sie in derselben Zeit sogar noch raufgegangen. Das heißt, diesen Zusammenhang mit unseren niedrigeren Harnstoffgehalten und einer schlechteren Fruchtbarkeit, auf dieser Ebene betrachtet, stimmt einfach nicht. Und das sieht man auch auf ganz vielen Einzelbetrieben, die teilweise dann im Berggebiet wirklich niedrige Harnstoffwerte haben, von unter 10. Dass die überhaupt nicht zwangsläufig deswegen irgendwelche Fruchtbarkeitsprobleme haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht noch ein Wort, was sagt uns denn eigentlich der Harnstoffgehalt? Was drückt der aus? Wo kommt der her, dieser Harnstoff, in die Milch?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Von den Rohfasern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Nee. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Eiweiße, die von den Milch *[?]* nicht oft umgesetzt werden?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Also, Eiweißüberschuss im Pansen, der von diesen Mikroorganismen im Pansen nicht umgesetzt werden kann, weil es im Verhältnis zu der vorhandenen Energie und zu allem zu viel ist. Die kriegen das nur noch abgebaut, aber sie können das nicht mehr verarbeiten. Und daraus wird im Pansen Ammoniak. Und dieses Ammoniak geht über die Pansenwand ins Blut und ist im Organismus für die Kuh ein Gift. Und deswegen hat die Kuh einen speziellen Ablauf in der Leber, um aus Ammoniak Harnstoff zu machen. Und der Harnstoff kann dann wieder übers Blut in die Nieren geführt werden und ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das bedeutet, wenn ich jetzt also einen Eiweißüberschuss im Pansen habe, führt das eigentlich zu einer latenten, dauerhaften Ammoniakvergiftung der Tiere, mit der sie fertig werden, weil ihre Leber das die ganze Zeit entgiftet und in den Harnstoff umwandelt. Aber die Leber, die hat ja mit Milchsynthese auch noch ganz, ganz viel anderes zu tun. Das ist einfach eine zusätzliche, permanente Belastung der Leber. Und im Wesentlichen wird das dann ausgeschieden über den Harn und gelangt nur, weil das Molekül so klein ist, zufällig in die Milch und deswegen können wir es in der Milch messen. Es hat in der Milch überhaupt keine Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat aber, die Kuh hat aber eben eine interessante, andere Fähigkeit noch. Aus Harnstoff, den Harnstoff über den Speichel, der ist ja eh im Blut, und aus dem Blut heraus wird in den Speicheldrüsen Speichel produziert und da gerät der Harnstoff auch in den Speichel. Und mit dem Speichel gerät der Harnstoff wieder in den Pansen und im Pansen ernährt er die Bakterien, aber nur, wenn ich die Kühe regelmäßig mit einem Proteinunterschuss füttere. Die Wiederkäuer haben sich sehr gut daran adaptiert, mit wenig Protein sehr effizient umzugehen, um das eigentlich so gut wie möglich zurückzuhalten in ihrem Organismus. Jetzt haben wir wieder eine Parallele zum Vogel. Und der Vogel ist eigentlich der Wiederkäuer der Lüfte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieses heißt eigentlich, dass dieses immer Proteinüberschüssige füttern, was die intensiven Züchter eben machen, weil das ist, was aus der Holsteinkuh 50 Liter heraus prügelt. Sowohl von der Belastung, die das Tier hat, zusätzlichen Belastungen, auch zu dieser ganzen Milchbildung, zusätzliche Belastungen den Ammoniak zu entgiften und von der Ressourceneffizienz auch völliger Quatsch ist. Klammer zu, das war ein kleiner Exkurs zu dieser Harnstoff-Story.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Ja? Wir hatten jetzt im Winter auch mitbekommen, dass wir laut diesen Richtwerten, die immer bei der MLP stehen, einen Proteinmangel hatten und auch dadurch zu niedriger Harnstoffwert wird. Das heißt, das ist eigentlich Quatsch, dass man sich deswegen jetzt Stress machen müsste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Also, ja, ich glaube, dass man sich deswegen auf jeden Fall keinen Stress machen muss, eigentlich wegen der Tiergesundheit. Wenn du nicht irgendwo bei 5 landest oder so. Und es gibt natürlich, man muss jetzt schauen, was ist die Folge von, also ein langfristiger Proteinunterschuss, heißt natürlich im Kehrwert auch ein Energieüberschuss und dann muss man schauen, und da muss man halt schauen, auf seine Tiere, verfetten die mir? Ja, weil im Verhältnis dann die Milchbildung zu gering ist und diese Energie dauernd übrig bleibt und dann ist die hier. Aber das muss ich eigentlich in der Wahrnehmung haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: Aber wenn das jetzt nur über den Winter so ist und dann ja mit der weiten Saison eh wieder hoch geht, dann ist das eigentlich nicht so, dass man sich da um die Tiergesundheit jetzt in den drei Monaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Vorsicht! Wenn ihr jetzt zum Beispiel auch noch saisonal abkalben würdet oder wenn ihr relevant viele Kühe habt, die am Ende dieser Winterperiode kalben, dann kann es passieren, dass man in ein Problem kommt, also wenn man jetzt wirklich in dem Sinne einen Energieüberschuss hat und die anfangen zu verfetten, dann kommt ja ein Ketose-Risiko. Ja, nach der Kalbung. Darauf muss man halt achtgeben. Das hat aber natürlich auch viel zu tun mit der Trockenstell-Fütterung. Insofern, das ist die Seite, auf die man achtgeben muss. Aber wie gesagt, da zählt ganz wesentlich die Beobachtung, also die Wahrnehmung, verfetten die Kühe eigentlich tatsächlich oder nicht. Und die ist wichtiger als am Ende der Harnstoffwert auf dem Zettel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtschaftlichkeit von Kraftfutter und Mineralstoffversorgung 00:51:10 ===&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Und jetzt als letztes noch, als letztes noch, das ist noch, an jeder deutschen Landwirtschaftsschule, an jeder schweizerischen Landwirtschaftsschule und in der Schweiz auch auf Fachhochschulebene und auf Hochschulebene, überall kriegt man immer, diese Story erzählt, ein Kilo Kraftfutter, zwei Kilo Milch. Das ist eine total vereinfachte Faustregel, die irgendwie wirklich auch in den Lehrmitteln immer, immer wieder drin steht. Und die dann so verallgemeinert wird, als ob das heißt, okay, also wenn ich jetzt auf mein Grundfutter noch fünf Kilo Kraftfutter obendrauf füttere, dann habe ich nachher zehn Kilo Milch mehr. Und in dem Sinne heißt es dann halt schnell, wenn wir jetzt also mit dem Kraftfutter zurückgehen, also zwei Kilo Kraftfutter weniger, heißt vier Kilo Milch weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das haben wir jetzt in verschiedenen Projekten immer angeschaut. Was passiert denn, wenn wir das Kraftfutter zurückfahren? Und dann haben wir hier das Projekt, was ich euch eben gezeigt habe, wo wir über viele Betriebe über sechs Jahre lang geschaut haben und haben gesehen, pro reduziertes Kilo Kraftfutter ist die Milchleistung um 0,9 bis 1,4 Kilo Milch zurückgegangen, im Schnitt 1,2. In einem Versuch, von dem sprach ich euch auch vorhin, mit diesen, auf diesem biologisch dynamischen Betrieb mit den angebundenen Swiss Fleckvieh-Kühen, da haben wir auch eine Kraftfutter-Reduktion gemacht, individuell auf jedes Tier genau ausgemessen und geschaut. Für ein Kilo Kraftfutter-Reduktion ist die Milch um 1,25 Kilo zurückgegangen. Also fast 1 zu 1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da muss ich mich fragen, was kriege ich für den Liter Milch und was bezahle ich für das Kilo Kraftfutter? Rein ökonomisch. Und in der Schweiz geht das überhaupt nicht auf. In der Schweiz ist es klar, dann fütter gar kein Kraftfutter, weil du kriegst das, das Kraftfutter ist so teuer, das kriegst du über die Milch nicht wieder rein. Und dann kann man sich fragen, warum machen die das denn eigentlich alle? Weil sie es von der Schule über alle Stufen durch immer gelernt haben und weil die Milchleistung in absoluten Kilo pro Jahr mehr zählt, als mal nachzurechnen, ob das wirtschaftlich eigentlich aufgeht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es gibt viele Betriebe mittlerweile in der Schweiz, Bio-Betriebe und konventionelle Betriebe, die auf null Kraftfutter umgestellt haben. Also nicht sehr viele, aber etliche. Und ich habe noch nie von einem gehört, der sagt, dass es nicht wirtschaftlich wesentlich besser gelaufen wäre hinterher. Und dann gibt es noch, das ist FiBL, da kann man immer sagen, wir sind voreingenommen und alles. Dann gibt es hier noch Agroscope, das ist die konventionelle Schweizer Forschung. Die sagen sogar, dass der Wirkungsgrad nur in ihren Versuchen bei 0,5 bis 0,8 war. Also ein Kilo Kraftfutter, 0,8 Kilo Milch, dann lohnt es sich wirklich gar nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt mache ich mal einen Punkt. Jetzt ist es auch halb fünf. Aber wir können gerne noch ein bisschen plaudern, wenn ihr mögt. Wenn ihr erschöpft seid, verstehe ich das auch. Wenn nicht, dann danke ich euch für eure Geduld. Hast du noch was? Alle denken, bitte nicht, bitte seid still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frage: *[Frage aus dem Publikum, unverständlich]* *[?]*&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Florian Leiber: Die einfache Antwort ist, dass ich sagen würde, ich finde es falsch, sich in irgendeiner Weise darauf zu verlassen, meine Kühe fressen ja Erde oder lecken Steine. Sondern es ist wichtig, unsere Kühe bringen eine Leistung. Die Leistung ist in jedem Fall auch auf dem Biobetrieb so hoch, dass sie stoffwechselmäßig einen viel höheren Bedarf an diesen einzelnen Mineralstoffen haben, als ein wilder Wiederkäuer es hätte. Deswegen können wir uns niemals darauf verlassen, zu sagen, wir gehen hier sozusagen so Nullweg und verlassen uns darauf, das holen die sich irgendwie draußen vom Boden oder so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Stelle, das ist meine persönliche Meinung, sollte man sehr genau einfach entsprechend der bestimmten Bedarfszahlen, die es dafür gibt, für die jeweiligen Leistungssituationen, für den Standort natürlich auch. Ich muss irgendwie wissen, ob ich ein Mangelstandort habe in der einen oder anderen Hinsicht, ob ich ein Selenmangelgebiet habe oder nicht. In Bezug auf das Laktationsstadium, das ist was anderes, ob die Kuh gerade kalbt oder später in der Laktation ist, zum Beispiel mit Phosphor und Calcium. Da gibt es einfach Werte, da gibt es die sorgfältig vorgeschlagenen Zusammensetzungen seitens der Mineralfuttermittelproduzenten und das würde ich so anbieten immer. Wenn man das in Leckschalen anbietet, dann stellt man dem Tier ja auch frei, wie viel es sich davon nimmt. Aber für die Zusammensetzung bin ich verantwortlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die sind jetzt auf diesem Computer drauf und von dort könntet ihr sie bekommen. Die sind dort auf dem Desktop. Hier, das ist ja von hier der Computer, da habe ich die vorhin drauf getanzt. Also ich danke euch für eure Geduld und euren Langmut. Ich hoffe, ihr habt was davon gehabt. Mir hat es Spaß gemacht, ich mache sowas sehr sehr gerne und wünsche euch alles Gute und hoffe auf euren Beitrag für eine gute Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Florian Leiber|| zurück zu Florian Leiber |]]&lt;br /&gt;
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{{Artikel unten}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fütterung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortragsjahr 2023]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erscheinungsjahr 2026]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkribiert von ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Transkriptionsstufe 0%]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Florian Leiber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_2_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28701</id>
		<title>Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_2_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28701"/>
		<updated>2026-10-11T14:43:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: /* Transkription des 2. Vortrags vom 1. März 2023 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Florian Leiber Teil2 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho|thumb|Fütterung - 2. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 2. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Schweins 00:00:06 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, so jetzt habe ich hier die falsche Reihenfolge. Damit möchte ich anfangen. Also wir machen Themenwechsel, sozusagen von diesem Thema Ressourcen und globale Landnutzung in Richtung Tiere. Gehen wir jetzt mitten rein in die Tiere. Ich möchte mit euch über die Verdauungsorgane und die Verdauungsprinzipien bei den Tieren sprechen, um darauf aufzubauen, wie die sich eigentlich ernähren. Ich weiß nicht, irgendjemand sagte mir, ihr habt da neulich schon mal, oder zumindest einige von euch, so eine Übung gehabt, wo ihr Organe angeschaut habt, Verdauungsorgane von einem Schaf oder einer Ziege. War das hier in diesem Kurs?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, genau, da können wir ja auch anknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich möchte jetzt mit dem Schwein anfangen, weil das Schwein ist uns eigentlich am nächsten, am ähnlichsten. Und es ist eigentlich die simpelste Form von Verdauung, die wir uns vorstellen können oder die wir haben jetzt bei Säugetieren. Das heißt, wenn das Schwein etwas frisst, dann anvertraut es alles, was es gefressen hat, nachdem es es irgendwie ein bisschen gekaut hat, besonders sorgfältig kauen Schweine ja jetzt nicht gerade, vertraut es das seinem Drüsenmagen an, genau wie wir das machen. Das heißt, das ist ein Magen, in den hinein der eigene Organismus, unser eigener Organismus, Säuren zunächst mal sekretiert, also auch einfach Salzsäure, um einen sehr niedrigen pH-Wert zu haben, um damit eigentlich Eiweiße zu verdauen und gleichzeitig verschiedene Enzyme, die an dieser Verdauung mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir, und eben auch das Schwein, verdauen das, was wir essen, unmittelbar mit unseren körpereigenen Säften. Und auch wenn wir das mit unserem Gehirn nicht kontrollieren können, ist es trotzdem so, dass das quasi, wie soll ich sagen, es ist in unserem eigenen Organismus, es ist unser eigener Organismus, der da sofort zugreift darauf und der durch diesen niedrigen pH-Wert, also durch diese hohen Säureanteile im Magen auch alles Fremdleben, also alles mikrobielle Leben, prinzipiell eigentlich mal abtötet. Das heißt, theoretisch sollte ein in irgendeiner Weise verkeimtes Nahrungsmittel, das wir essen, eigentlich unseren Magen nicht überleben. Tut es natürlich doch oder ist es dann doch so, dass der Körper merkt, wenn wir jetzt also irgendwas Verdorbenes essen, dass das gerade nicht weitergehen sollte und neben dem, dass die Säuren das abtöten sollten, fängt er dann halt auch sicherheitshalber mal an zu kotzen. Aber mit anderen Worten, alles Fremdleben, das von außen in uns reinkommt über die Nahrungsaufnahme, wird hier erstmal eigentlich vollständig gestoppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wird zerlegt in kleinere Bestandteile, also die Proteine werden abgebaut in einzelne Aminosäuren, die Zucker werden gelöst, die Stärke, da brauchen wir und das Schwein auch eben eigentlich einen Voraufschluss, indem man sie kocht oder dämpft. Also deswegen dämpfen wir Kartoffeln, bevor wir sie den Schweinen füttern eigentlich. Und all diese Moleküle werden dann einfach in der Magenflüssigkeit gelöst. Das Zuckermolekül ist klein genug, dass es einfach, wenn es gelöst ist, auch so nachher durch die Darmwand durchkommt. Die Stärkemoleküle müssen noch mal zerlegt werden. Wie ich gesagt habe, die Eiweiße auch in Aminosäuren und die Fette werden zerlegt in die einzelnen sogenannten Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht der Verdauungsbrei hier in den Dünndarm über, in das sogenannte Duodenum. Da findet diese enzymatisch-säuremäßige Verdauung ihre Fortsetzung. Und dann wird eigentlich in diesen vorderen Abschnitten des Darms, also im Dünndarm, die Absorption statt. Das heißt, all diese gelösten und in sehr kleine Moleküle aufgetrennten Lebensmittel, die Nährstoffe aus diesen Lebensmitteln, werden absorbiert durch die Darmwand hindurch ins Blut oder in die Lymphe. Und damit da jetzt nicht zum Beispiel ein vollständiges Bakterium durchdringen könnte, durch die Darmwand in den Blutkreislauf, weil dann wäre das sehr gefährlich für uns natürlich, deswegen können eben nur sehr kleine Moleküle durch diese Darmblutschranke durch, um dann in unseren inneren Stoffwechsel aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist vielleicht noch sehr wichtig, dass wir uns das dabei klar machen. Alles, was Magen-Darm ist, ist eigentlich Außen. Das ist unser Inneres Außen. Was sich im Magen befindet oder im Darm, ist noch nicht im engeren Sinne tatsächlich in unseren Stoffwechsel übergegangen. Und die Glasmurmel, die wir verschlucken, scheiden wir auch einfach so wieder aus. Und sie hat unser Inneres nicht betroffen. Das heißt, der ganze Magen-Darm-Trakt ist ein nach innen gestülptes Außen. Die Darmwand, die Magenwand, das ist alles Haut. Das ist eigentlich alles noch das, was zwischen der Außenwelt und der Innenwelt trennt. Und erst wenn die Stoffe in den Blutkreislauf übergehen, betreten sie sozusagen unseren inneren Organismus und unseren inneren Stoffwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier ist das Prinzip eben einfach. Eigentlich diese Verdauung vorne im Magen, dann eine ausführliche Absorption von all diesen gelösten Nährstoffen im Dünndarm. Und dann kommt schließlich der Dickdarm, in dem jetzt fermentiert wird. Erst im Dickdarm, idealerweise, sollten bei uns wieder Bakterien auftreten. Wenn wir Bakterien im Magen haben, ist nicht gut. Und wenn wir Bakterien im vorderen Bereich zumindest des Dünndarms haben, ist auch überhaupt nicht gut. Im Dickdarm sind sie dann nötig und erwünscht und gehören zu uns, also die Darmflora. Im Dickdarm ist die, die dann alle faserigen Bestandteile, also die zellulosehaltigen Nahrungsbestandteile, die wir aufnehmen, dort fermentativ, anaerob, ohne Sauerstoff, verdauen. Und dann schließlich alles, was unverdaut geblieben ist, wird dann ausgeschieden. Wird dann nochmal, das ist auch noch eine sehr wichtige Funktion, im Ende des Dickdarms entwässert. Da wird dem ganzen Verdauungsbrei das Wasser entzogen, um dann in einer relativ festen Konsistenz, auch da unterscheiden das Schwein und wir uns nicht so doll, ausgeschieden zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil das Schwein uns so ähnlich ist, deswegen sind seine Ernährungsgewohnheiten auch ähnlich wie unsere. Also es frisst morgens Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser und es frisst mittags Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser und es frisst abends Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser. Eben schön in Mehlform, weil es ja nicht so gerne kaut. Alles aufbereitet, sehr nährstoffdicht, sehr nährstoffhaltig. Also so ähnlich energiereich wie Kinderschokolade und ähnlich proteinreich wie ein Proteinjoghurt. Und damit es nicht so großes Durcheinander gibt, füttert man halt morgens, mittags und abends das Gleiche. Haben wir ja auch gern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will sagen, das haben wir überhaupt nicht gern. Und das hat auch das Schwein überhaupt nicht gern. Das Schwein ist ein Allesfresser. Und diese einfache Art der Verdauung, diese sehr einfache Art der Verdauung, die ist genau darauf ausgelegt, dass sie für alles mehr oder weniger gut passt. Dass sie eben tierische Gewebe, tierisches Eiweiß, genauso gut verdauen kann wie pflanzliche, also eher konzentriertere Pflanzenteile wie Früchte, wie Maiskolben oder wie Wurzeln. Also da, wo viel Nährstoffe drin sind, das haben Schweine gern. Aber auch ein bisschen faserreiche Bestandteile. Auch das, jeder von euch, wer Schweine hält und vielleicht diesen Auslauf gibt und die auf der Weide beobachtet, weiß, die wühlen da nicht nur sehr gerne und suchen aus dem Boden Wurzeln, Würmer, Käfer und all das, sondern die grasen auch gern. Die fressen auch gern einfach Raufutter, Grundfutter. Aber natürlich nur zu einem bestimmten Anteil. Im Wesentlichen suchen sie nach konzentriertem Futter. Und das darf aber eben von allem enthalten. Das darf auch mal ein toter Vogel sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Anekdote aus meiner Kindheit. Wir hatten dann immer das Hühnergehege und das Schweinegehege, die grenzten so aneinander. Und Schweine teilen mit uns eben auch die Eigenschaft der Intelligenz. Und dann haben die Schweine ein Loch gegraben unter dem Zaun durch. Das musste nur so groß sein, dass die Hühner da durchpassten. Und dann haben sie sich auf ihrer Seite neben das Loch gelegt und Hühner gefressen. Und zwar mit allem. Mit Knochen und Federn und allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde da immer wieder auf dieses Thema kommen. Es ist mir wichtig, dass man sich klarmacht, wie ernährt sich dieses Tier eigentlich. Und das eine ist, das Schwein ernährt sich eben aus sehr unterschiedlichen Quellen. Und deswegen braucht es ein einfaches Verdauungssystem, um das alles verarbeiten zu können. Genau wie wir. Und jetzt spreche ich nicht mehr ironisch. Das Schwein ist genau wie wir ein unentschiedener Zeitgenosse. Ein relativ unspezialisiertes Lebewesen, das mit sehr viel Unterschiedlichem auch irgendwie klarkommt. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Das ist euch wahrscheinlich hier im Rahmen auch irgendwann mal vorgestellt worden. So ein quaternistisches *[?]* Schema der Zahnstellungen bei verschiedenen Tiergruppen. Also die Nagetiere mit den starken Schneidezähnen. Und dann die Raubtiere mit den Eckzähnen. Die pflanzenfressenden Tiere mit den Backenzähnen. Und wenn man das Schwein anschaut, dann sieht man, das hat sich nicht so richtig entschieden, welches von dem es eigentlich sein will. Genauso wie der Mensch sich nicht richtig entschieden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich finde das was sehr, sehr wichtig ist, wenn man sich so fragt, okay, was ist die Lebensform, eigentlich von einem Tier, von all den verschiedenen Tieren, die wir in der Landwirtschaft haben, finde ich sehr wichtig, beim Schwein darauf zu achten, dass es eigentlich was Unentschiedenes hat. Und dass es damit eigentlich vielleicht, das ist eine Hypothese von mir, noch am meisten Entwicklungspotenziale hätte, von all den landwirtschaftlichen Tieren, die wir erhalten. Weil es diese Unklarheit hat, auch in seiner ganzen Gestalt eine gewisse Unklarheit. Und eben in seinen Ernährungsweisen. Und in dem dann aber unheimlich explorativ und neugierig ist. Fressen ist für das Schwein nicht nur Nahrungsaufnahme. Fressen ist für das Schwein in erster Linie Exploration. In erster Linie die Befriedigung von Neugier. Orale Befriedigung von Neugier. Das macht das Schwein ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eben, in der Landwirtschaft füttern wir es mit diesen Mehlen. Optimal abgestimmt auf allein ein Ziel. Möglichst rasches Wachstum. Zwei Ziele, möglichst rasches Wachstum und ein möglichst fettarmes Wachstum. Also möglichst viel Magerfleisch in möglichst kurzer Zeit. Das ist zumindest das, was Rewe, Aldi und alle wollen. Weil alle Menschen, die da einkaufen, das wollen. Und das ist auch das, was als Bio-Schweinefleisch dann dort verkauft wird. Warum sage ich das? Weil diese Standards, diese sehr, sehr standardisierten Erwartungen an die Fleischqualität beim Schwein, die Massenproduktion von Bio-Schweinefleisch unglaublich standardisiert im Ablauf und in der Fütterung. Wenn wir in den Supermarkt gehen und im Supermarkt Bio-Schweinefleisch kaufen, dann steckt dahinter eine unglaublich standardisierte Fütterung, die sich in sehr wenig von der konventionellen Schweinefütterung unterscheidet, weil sonst diese Standardvorstellungen eines mageren Schnitzels mit einem ganz schmalen Fettrand nicht erfüllt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir hier sozusagen dieses ganz basale Grundprinzip eines Verdauungstraktes, in dem alles von vorne nach hinten geht. Es gibt nur eine Richtung. Das ist jetzt bei dem, was folgt, dann anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Geflügels 00:15:13 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ups, da wollte ich nicht hin. Jetzt wollte ich zum Vogel. Ich weiß, es ist mir bewusst, es ist sehr dunkel. Aber ich versuche es euch zu erklären. Das Verdauungssystem des Vogels ist viel interessanter als das Verdauungssystem des Schweins, weil da ist schon mal mehr los. Was macht der Vogel, wenn er jetzt etwas pickt? Als erstes Mal geht die aufgenommene Nahrung wohin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; In den Kropf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und was ist der Kropf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ein Zwischenspeicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Genau, eigentlich einfach nur ein Organ, wo erst mal viel aufbewahrt werden kann. Wenn man da die Körner alle weggepickt hat, kann man wegfliegen und dann in Ruhe das weiterverarbeiten. Und dann gibt es hier sozusagen zwei weitere Mägen. Der Vogel ist kein sogenannter Monogastrier. Das wird ja mal gern gesagt. Die Monogastrier sind die mit nur einem Magen. Das ist Schweine und Geflügel. Das stimmt nicht. Das Schwein ist ein Monogastrier und der Mensch, weil wir wirklich nur einen Magen haben. Das Huhn hat drei Mägen. Und zwar einerseits diesen Kropf. Dann hat es das, was hier Proventriculus heißt, den Drüsenmagen, wo eigentlich das Ähnliche passiert, wie was ich jetzt über den Schweinemagen gesagt habe. Das heißt, das wird eingeweicht, dieses Futter mit Magensäure und Enzymen. Und dieses Mix aus Gefressenem und Magensäure und Enzymen kommt dann in den Muskelmagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was macht der Muskelmagen? Der knetet das so richtig durch. Der hat ganz harte Hornhaut. Ich weiß nicht, ob ihr mal den Muskelmagen von innen gesehen habt beim Schlachten. Der hat so ganz harte Hornhautkanten, die ein bisschen wie Sägen funktionieren. Und in dem wird dieser Futterbrei durchgeknetet. Und weil diese Hornhaut nicht reicht, weil was dem Vogel ja fehlt, sind Zähne, deswegen frisst der Vogel Steinchen, um in diesem Muskelmagen mit den Steinen im ganz klassischen Mühlenprinzip den Futterbrei zu zermahlen. Also das heißt, eine mechanische Verkleinerung, die andere Lebewesen im Maul machen, ist beim Huhn in den Magen verlegt. Und damit, ich nehme es jetzt vorweg, wenn wir nachher beim Wiederkäuer schauen, damit hat eigentlich das Huhn, wenn wir das mit dem Wiederkäuer vergleichen, drei Funktionen gleich an dieser Stelle mit dem Wiederkäuer. Erstens das, was der Netzmagen macht, nämlich dieses mechanische Zerreiben. Zweitens das, was der Labmagen macht, also das enzymatische Verdauen. Das sind eigentlich nur diese beiden Funktionen. Das Zerreiben ist das mechanische Verkleinern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgt ein sehr einfaches Darmsystem. Der Vogel hat eine sehr schnelle Passagerate, also eigentlich spätestens nach 24 Stunden ist alles, was nicht verdaut und absorbiert wurde, hinten wieder raus. Der Darm ist auch verhältnismäßig zu anderen Tierarten extrem kurz. Und hat eigentlich im Wesentlichen die gleichen Aufgaben, die ich gerade geschildert habe. Also im Anfangsabschnitten von diesem Dünndarm wird auch noch enzymatisch verdaut. Und in dem ganzen Dünndarm wird wiederum aus diesem Verdauungsbrei die Nährstoffe rausgezogen ins Blut und in die Lymphe. Damit in den inneren Stoffwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wird es erst richtig spannend. Dann endet hier irgendwann der Dünndarm und führt über in einen sehr kurzen, man nennt das eigentlich auch gar nicht Dickdarm, sondern man nennt das, wie nennt man das eigentlich, Enddarmrohr oder so. Also wirklich einen kurzen, hier ist es ein bisschen krumm, aber es ist eigentlich ein relativ gerader Abschnitt auch. In dem eigentlich überhaupt nicht mehr viel passiert. Außer ein gewisser Flüssigkeitsentzug. Aber an der gleichen Stelle, wo der Dünndarm in dieses Enddarmrohr übergeht, zweigen zwei Blinddärme ab. Zwei Blinddarmsäcke. Und was passiert in diesen Blinddärmen? In diesen Blinddärmen wird fermentativ faserreiches Futter verdaut. Also fermentiert und abgebaut. Das heißt, das, was wir im Dickdarm auch machen, was das Schwein im Dickdarm macht, das macht der Vogel hier in diesen Blinddärmen. Und die können, wenn der Vogel viel Raufutter aufnimmt, richtig fett vollgestopft sein mit solchen faserreichen Partikeln. Dafür muss es hier, und das ist mir nicht sehr klar, wie das eigentlich funktioniert, aber irgendwie funktioniert es. An diesem Abzweig gibt es eine Sortierfunktion. Die großen Partikel werden wie in diese Blinddarmsäcke reingedrückt und die kleinen Partikel können als Kot ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es aber ein Problem. Erstens die Frage, warum wird das gemacht? Weil Fasern, Zellulose, kann kein Vogel, kein Mensch und kein Säugetier verdauen. Wir können alle keine Zellulose verdauen, das können nur Mikroorganismen, das können nur Bakterien. Das ist das, womit der Wiederkäuer von allen scheinbar am besten umgehen kann. Da kommen wir ja gleich zu. Aber alle anderen haben sich auch ihre Wege gesucht. Wir brauchen also diese bakterielle Verdauung, wenn wir faserreiches Futter fressen. Ich brauche als Huhn eine mikrobielle Verdauung, wenn ich Gras fressen will. Und diese Mikroorganismen, die ziehen aus der Zellulose, die sie abbauen, Energie. Die kriegen sie da heraus und können damit wachsen und gedeihen. Was sie aber auch brauchen, damit sie wachsen und gedeihen können, jedes Lebewesen ist Stickstoff. Woher kommt der Stickstoff in der Nahrung? Der Stickstoff kommt aus den Proteinen. Die sind im Magen abgebaut worden und im Dünndarm absorbiert worden. Es ist am Ende hier eigentlich kein Stickstoff mehr übrig. Das heißt, eigentlich kann da gar keine bakterielle Fermentation mehr richtig stattfinden, weil das gibt nichts mehr her. Die Bakterien könnten auf nichts wachsen, wenn ihnen dieser Stickstoff fehlt. Was macht der Vogel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vogel führt ja sehr intelligenterweise die Harn- und die Kotausscheidung in der Kloake zusammen. Und pumpt durch eine Rückwärtsperistaltik dieses Darmrohrs rückwärts hoch und pumpt das in diese Blinddärme rein, um mit dem Stickstoff aus dem Harn, also aus dem Harnstoff im Harn, die Mikroorganismen in den Blinddärmen zu ernähren, damit die ihm die Faser aufschließen. Da haben wir jetzt eine weitere Funktion, die wir nachher beim Wiederkäuer auch finden, nämlich die gegenläufige Bewegung im Verdauungstrakt. Das, was der Wiederkäuer hier vorne macht, macht das Huhn da hinten. Und macht hier hinten mit Hilfe dieser Rückwärtsbewegung genau das, was der Wiederkäuer vorne macht, nämlich Faserverdauung. Mithilfe von anderen Organismen, die das für ihn aufschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir machen gerade Forschung relativ intensiv daran am FiBL. Im Moment noch nicht mit so ganz viel Erfolg, der mich so richtig überzeugt. Aber das ist eigentlich sozusagen der Ansatz, warum man auch sagen kann, wenn ich jetzt wieder so rumschaue, was das Tier kann, das will es auch wollen. Oder das will es auch dürfen. Wenn das Tier Faser verdauen kann, dann hat sich das ja so entwickelt, nicht um nachher keine Faser mehr zu verdauen. Das heißt, diese reine Fütterung auch des Huhnes mit Mehlen oder Körnern ist eben auch wiederum überhaupt nicht artgerecht oder tiergerecht. Weil das hier darauf hinweist, dass das Huhn, also das ist auch bei verschiedenen Vögeln verschieden, also ich bin ziemlich sicher, dass man jetzt bei Raubvögeln diese ausgeprägten Blinddärme auch gar nicht finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Bei der Gans ist es dann umso ausgeprägter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und bei der Gans frage ich mich dann immer, warum die eigentlich fliegen kann. Also beim Huhn passt das so zusammen, dass das mit so vollen Blinddarmsäcken ja auch nicht so furchtbar hohe Flugansprüche hat. Es fliegt gern, aber bitte nur zwei Meter. Und die Gänse, die haben völlig andere Ansprüche. Und das finde ich immer erstaunlich, dass das zusammen geht. Aber ja, genau, die Gans ist sozusagen der Zellulose-Verwerter unter den Vögeln überhaupt. Und das weist einfach darauf hin, dass es einen natürlichen Bedarf gibt und Anspruch gibt, auch des Hühnervogels mit Gras ernährt zu werden. Das heißt, Auslauf zu haben auf eine Weide und dort zu picken. Oder eben, und ich weiß nicht, wer von euch überhaupt mit Geflügel arbeitet, das ist dann auch nicht immer so ganz einfach, wenn man jetzt im Winter im Stall da irgendwelche Silage oder Heu oder so zugibt. Das ist dann nicht unbedingt, dass sie die ganze Zeit völlig heiß das fressen. Das tragen sie dann eher rum und bauen Nester oder so. Aber trotzdem mindestens dieses Angebot, Raufutter auch zur Verfügung zu stellen, entspricht eigentlich der anatomischen Ausstattung, die die Tiere haben. Alles unklar?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Wiederkäuers 00:26:40 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Dann kommt der Wiederkäuer. Und das habt ihr also gesagt, ihr habt euch angeschaut, ihr habt irgendwie noch in Erinnerung vor Augen, wie ungefähr diese verschiedenen Vormägen aussehen. Ich gehe einfach noch mal ganz kurz durch, jetzt von den Organen her. Und dann schauen wir gleich noch auf die Funktion. Das heißt, es fängt eigentlich an beim Pansen, beim Rumen. Der Pansen ist ja eigentlich die Fermentationskammer, in der eben diese mikrobielle Verdauung von Faserbestandteilen, also von Zellulose im Wesentlichen stattfindet. Aber auch die mikrobielle Verdauung gleichzeitig, weil das ist einfach ja zusammen, von allen anderen Bestandteilen, also von den leichtlöslichen Kohlenhydraten wie Zucker und Stärke, von den Eiweißen, all das wird im ersten Magen der Kuh vollständig diesen Mikroorganismen anvertraut. Und das ist der ganz große Gegensatz zu dem, was ich über das Schwein gerade erzählt habe oder über uns. Wir vertrauen hier vorne niemandem außer uns selbst. Wir machen mit unserer Magensäure erstmal alles tot, damit wir dann selber das verdauen können und daraus unser eigenes Leben wieder aufbauen können. Der Wiederkäuer anvertraut alles, was er frisst, als erstes Mal einem kompletten anderen Lebensprinzip, einem anaeroben, also sauerstofffreien, mikrobiellen Fermentationsprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr euch klarmacht, wieviel mikrobielle Masse ist in einem gesunden Pansen einer ausgewachsenen Kuh? Hat euch das mal jemand gesagt? Also ich glaube 20. Also die Gesamtbakterienmasse, die jetzt auch in dem Moment, da steht die Kuh, in ihrem Vormagen ist, sind nach meinem Wissensstand ungefähr 20 Kilo. In diesem ja 200 Liter Volumen von dem Pansen. Also einigen wir uns auf irgendwas zwischen 10 und 20. Ich sage eher gegen 20. Also 20 Kilo von etwas Lebendigem, was keine Kuh ist. Mein lieber Kollege Michael Walkenhorst sagt immer, wer wiegt 20 Kilo? So ein mittlerer netter Hund. Das heißt, die Kuh hat vorne in ihrem Magen einen Fremdorganismus, der so groß ist wie ein Hund. Der lebt da. Und der lebt von dem, was sie frisst. Und sie lebt von ihm. Und das ist wirklich total wichtig, finde ich, sich das klar zu machen. Dass es dieses ganz andere Lebensprinzip dort gibt. Das auch ein bisschen wie ein Widerspruch ist zu dem Lebensprinzip zum Beispiel des Pflanzlichen. Was eben bedeutet, alle pflanzlichen Substanzen, die die Kuh frisst, die werden als erstes Mal von diesen Bakterien in Bakterien verwandelt. Das sind nicht nur Bakterien, das ist wichtig. Dazu gehören dann auch Hefen, sehr wichtig. Und dann diese sogenannten Prokaryonten. Also Einzeller mit Zellkern. Egal, es ist ein Kosmos, ein Ökosystem mit sehr vielen verschiedenen Arten an Mikroorganismen, die da tätig sind. Es ist eine eigene Welt, auf die wir gleich nochmal schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Welt macht aus diesem Pflanzlichen, das die Kuh frisst, ihre eigene Welt, sich selbst. Und zu einem sehr großen Anteil, natürlich nicht ganz ausschließlich, ernährt sich die Kuh eben nicht von Pflanzen, sondern von bakterieller Substanz und von Hefesubstanz. Und das ist was anderes. Wenn dann immer über Qualitäten gesprochen wird, da ist diese wunderbare Qualität dieser wunderbaren Wiese und diese Qualität geht jetzt auf irgendeine Weise in die Milch über, da muss man schon sagen, da ist noch was richtig Fettes dazwischen. Und aus dieser Qualität wird erstmal diese Qualität und die geht durch den Kuhorganismus nachher in die Milch über. Und das ist überhaupt nicht ungefährlich, so evolutionär betrachtet. Weil die Kuh trotzdem, genauso wie alle anderen Säugetiere, total angewiesen ist auf echte pflanzliche Substanzen, aus denen sie sich aufbaut, also bestimmte pflanzliche Vitamine, bestimmte pflanzliche Fettsäuren, die berühmten Omega-3-Fettsäuren, die kriegt die Kuh genauso wie wir nirgendwo anders her, als aus Pflanzen. Das heißt, sie muss eine gute Technik haben, wie sie bestimmte pflanzliche Qualitäten oder Substanzen durch diesen Pansen hindurch überhaupt durchrettet. So, Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will einfach an dieser Stelle klar machen, ein Wiederkäuer zu werden, evolutionär betrachtet, war ein sehr, sehr großes Risiko. Das war ein echt großes Wagnis und es bedarf einer sehr, sehr großen Anpassung dieses Organismus oder einer sehr großen wechselseitigen Anpassung zwischen diesem mikrobiellen Kosmos und dem Wiederkäuer, damit das über so lange Zeiträume sich entwickeln konnte, ohne dass die Wiederkäuer an sich selbst ausgestorben wären oder an ihren Bakterien. Jeder von euch, wer mal Käse gemacht hat oder wer Kompostführung macht oder wer einen Sauerteig macht oder einen Darm hat, weiß, wie scheiße das ist, wenn mikrobielle Prozesse außer Kontrolle geraten und schieflaufen. Dann ist es einfach hinüber. Und das haben die gerade vorne, diese Herausforderung und dieses Problem. So, wir kommen gleich wieder darauf zurück. Das passiert also im Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigung. Jetzt muss ich mich hier in diesem Bild zurechtfinden, weil ich es auch gar nicht richtig sehe. Es ist nicht ganz gut. Was folgt auf dem Pansen? Das ist hier der Netzmagen. Der Netzmagen, in dem die Partikel aus dem Pansen übergehen, in dem nicht mehr fermentiert wird, sondern der genauso funktioniert wie der Muskelmagen beim Huhn. Also mit sehr scharfen, verhornten Hautkanten innerlich einfach diesen Verdauungsbrei aus dem Pansen nochmal richtig durchmassiert und dabei nochmal verkleinert. Und dann kommt dieser wunderschöne Blättermagen, wo man so umblättern kann und zwischen Blatt für Blatt für Blatt diesen ekelhaften, stinkenden, aber ganz schon ziemlich feinen, sehr feinen grünen Brei hat. Und im Blättermagen wird das Wasser herausgezogen. Es braucht diese riesige Oberfläche des Blättermagens, um die Feuchtigkeit zu entziehen. Warum? Weil der ganze Pansen, die Organismen im Pansen funktionieren nur bei einem hohen pH-Wert. Da wird ja dauernd Speichel produziert, um diesen hohen pH-Wert im Pansen zu halten, damit die da gut leben können. Und nach dem Blättermagen kommt der Labmagen. Also das ist dann der eigentliche Magen wie bei uns, der Drüsenmagen. Da geht es ja um Säure und um einen niedrigen pH. Also zieht der Organismus in dem Blättermagen erst mal dieses eher basische mit dem hohen pH, die Flüssigkeit so weit wie möglich raus, damit die Säure, wenn sie dann da nachher draufgehauen wird, im Blättermagen auch richtig wirkt. Und ich finde, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie fantastisch ich das finde, dass das so organisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt ein paar Grundprinzipien dieser Verdauung beim Wiederkäuer nochmal näher anfangen. Also das habe ich jetzt gerade ja deutlich gesagt. Wenn wir eine Kuh ansprechen oder ein Schaf, haben wir zwei Organismen. Die allerdings sehr unterschiedlich organisiert sind und wo schon klar ist, wen ich anspreche, wenn ich sage Hallo Kuh. Aber sie hat noch einen anderen dabei. Und das, was die Kuh oder der Wiederkäuer macht, um optimal was eigentlich zu tun? Um Pflanzen, die faserreich sind, zu verdauen. Also aus diesem faserreichen Pflanzenmaterial, aus dem Gras, das Bestmögliche rauszuholen. Dafür hat sie drei grundsätzliche Mechanismen. Und der erste Mechanismus ist das Fermentieren. Da habe ich jetzt ganz viel drüber gesprochen. Das heißt, über diesen mikrobiellen Bestandteil wird das Anaerob fermentiert. Das sind die einzigen, die Zellulose spalten können. Und die Zellulose aufschließen. Und aus dieser Zellulose gewinnen diese Mikroorganismen, kurzkettige Fettsäuren. Die entzieht der Pansen bereits. Die werden bereits aus dem Pansen entzogen. Dafür braucht es diese ganzen vielen Zotten im Pansen. Große Oberfläche, damit die rausgesaugt werden können. Und das ist die unmittelbare Energie, die dem Wiederkäuer zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigung, ich muss ganz kurz einen Hotspot machen, damit ich euch etwas zeigen kann. Es ist wichtig, dass man sich immer ein bisschen klar macht, mit was man es eigentlich zu tun hat. Dass wir nicht nur drüber reden, sondern auch wissen, worüber wir reden. Das kann man technisch sicher sehr viel geschickter lösen, als ich. In unserem Dickdarm sieht es nicht viel anders aus. Die sind stumm, glaube ich. Also diese Rädertierchen und wie heißen die anderen? Man sagt da ja Tierchen. Das sind sogenannte Protozoen. Das sind Vorstufen des Tierischen. Und dann seht ihr, ihr seht immer auch, wie sehr unterschiedlich diese große Partikel da unterwegs sind. Das Kleine sind teilweise Futterpartikel. Und teilweise, wenn sie sich bewegen, sind es auch wiederum Prokaryonten. Dann gibt es diese Prokaryonten. Die Bakterien bilden sich. Die Prokaryonten fressen die Bakterien. Das ist eine ganze Welt. Da ist einfach eine ganze Welt unterwegs. Und in dem allen dann noch Hefen, die dann eher an der Pansenwand oder auf dem Futter sich befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Was sind eigentlich Pilze? Miesiger Zeitstufe? *[?]* Pilze. Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt können wir es mit den Scheinwerfern wieder machen, wie es war. Das ist das eine Prinzip des Wiederkäuers, Fermentieren mit der Hilfe dieser anderen Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sortieren und Wiederkäuen 00:41:19 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Dann kommt das Sortieren. Das ist ein ganz wesentliches Element in dem ganzen Prozess des Wiederkäuers, dass es unglaublich gut ist, in Partikel sortieren. An einer Stelle, wo das bereits anfängt, ist durch diese Fermentation. In der Fermentation entsteht die ganze Zeit Fermentationsgas. Unter anderem das Methan. Dieses Gas entsteht irgendwo im Pansensaft, in der Flüssigkeit, die da unterwegs ist. Diese Gasbläschen, die entstehen, setzen sich an die Partikel ran und ziehen die Partikel nach oben, wenn diese noch so groß sind, dass sie leicht genug sind, dass die Bläschen sie hochziehen können. Wenn sie noch so umfangreich sind. Dann schwimmen diese größeren, gröberen Partikel oben auf der Pflanzenflüssigkeit, auf der Schwimmschicht obendrauf. Das ist die Schicht, aus der der Wiederkäuer seinen Kaubolus hochwürgt. Alles, was noch wenig verdaut ist, wird von dem Wiederkäuer vorgewürgt und wiedergekäut. Alles, was so klein abgebaut ist, durch das Wiederkäuen und das Fermentieren, alle Partikel, die so klein sind, dass da keine Blasen mehr dran halten, sinken nach unten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sieht man das hier nicht so gut, aber ich versuche es mal zu erklären. Hier die Speiseröhre, da kommt die aufgenommene Nahrung rein und wird durch die Motorik des Pansens nach hinten geworfen in sozusagen die große Kammer des Pansens. Und schichtet sich da so, dass die groben Partikel oben bleiben und die kleineren Partikel nach unten sinken. Der Pansen ist ja dauernd in Bewegung. Das gehört zur gesunden Kuh unbedingt dazu, dass sie die ganze Zeit diese Pansen-Motorik hat, die man ja auch sieht. Dann kontrahiert sich dieser mittlere, untere Teil, der zieht sich zusammen beim Pansen und schmeißt die kleinen Partikel so nach vorne. Aus diesem heraus fallen dann die ganz kleinen Partikel noch mal eins weiter vorne und die etwas gröberen Partikel können noch mal aufsteigen und in diese Schwimmschicht integriert werden, um noch mal wiedergekaut zu werden. Und dann in der dritten, im dritten nach vorne bewegen sozusagen, werden die kleinstfeinen Partikel in die ganz vordere Kammer geworfen und gehen dann da, hier ist so eine Art Loch stilisiert, in den Übergang in den Netzmagen über. Das heißt, der Pansen ist die ganze Zeit am Sortieren und wirklich am Ende nur die sehr kleinen, verbleibenden Partikel die nächsten Schritte machen in den Netzmagen. Und alles, was noch groß ist, wird noch mal und noch mal durchgekaut. Also Sorten, fermentieren, sortieren und eben kauen, wieder kauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was dabei rauskommt, ist dann ja eben ein Verdauungsbrei, also ein Kot, der so enorm fein ist wie bei keinem einzigen anderen pflanzenfressenden Tier, das wir haben. Hier ist der Vergleich gemacht worden von einem Kollegen von mir zwischen dem Kot einer Kuh und dem Kot eines Nilpferds, das ja jetzt auch ein reines Faserpflanzenfressendes Tier ist. Und der Kot ist gesiebt worden durch so einen Siebturm mit so unterschiedlichen Siebgrößen, also zu obersten 16 mm und ganz am Schluss dann weniger als 0,1 mm. Und dann seht ihr, wie diese Partikelverteilung völlig unterschiedlich ist zwischen dem Nilpferd und der Kuh. Weil die Kuh aus diesen Funktionen, die ich gerade beschrieben habe, eben so einen unglaublich feinen Restkot noch hat, mit ganz, ganz vielen, ganz feinen Faserpartikeln, die sie nicht mehr klein gekriegt hat. Das macht rein physikalisch den Rinderkot oder auch den Schafkot für den Kompost und für den Boden so wertvoll. Weil diese Ansammlung von unendlich vielen winzig kleinen Faserpartikelchen bedeutet, dass dieser Kot eine ganz, ganz hohe Oberfläche hat. Und diese Oberfläche bindet einfach durch die Oberflächen Adhesionskräfte, bindet Wasser, Feuchtigkeit erstens sehr gut und zweitens Nährstoffe. Und das ist einer der entscheidenden Beiträge von Rinderkot zur Bodenfruchtbarkeit, ist diese Bindungsfähigkeit, diese Schwammartigkeit. Und darauf beruhen unter anderem Schwarzerdeböden, die jetzt in dieser ganzen südrussischen, ukrainischen Steppe entstanden sind aufgrund von Jahrtausende langen Wildrinderherden, die da drüber gezogen sind und dann jahrhundertelanger kultivierter Rinderhaltung dort. Auf dem, aus diesem Kot sind diese unglaublich fruchtbaren Böden entstanden. Nicht nur, aber ein wesentlicher Faktor ist das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich noch ein, und dann ist es gleich halb und diese Einheit ist auch rum, ich möchte noch eine Sache zu dem Wiederkäuen sagen, die ist noch sehr wichtig. Also wir reden über das Wiederkäuen, als geht es ausschließlich darum, das Futter zu zerkleinern. Noch mal kauen, noch mal kauen, noch mal kauen, bis es eben so schön fein geworden ist. Ist auch richtig. Wie sieht das aus, wenn eine Kuh oder ein Schaf, wenn die kauen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du machst es richtig, ihr macht es sehr richtig. Das Maul ist offen dabei. Was ist schädlicher? Was ist das Schädlichste für einen anaeroben Mikroorganismus, für ein anaerobes Bakterium? Was macht eine Kuh hier den ganzen Tag? Sie ist die ganze Zeit dabei, die Bakterien aus ihren Pansen zu töten. Indem sie wieder kaut und das richtig gründlich durchmischt mit Sauerstoff, wird in diesem Bereich, also in diesem Futterbolus, werden diese Bakterien wie zurückgedrängt. Klingt total unlogisch, oder? Wenn ich die ganze Zeit sage, wie wichtig diese Bakterien sind, um das alles abzubauen, das ist einer der zwei Wege, eine der zwei Möglichkeiten, die die Kuh hat, um sozusagen Herrin der Lage zu bleiben, um der Chef zu bleiben. So wie wir den Käsekessel im richtigen Moment vom Feuer nehmen müssen, muss die Kuh im richtigen Moment diesen Verdauungsbrei aus diesem fermentativen Prozess zumindest für einen Moment rausholen. Damit der nicht an sich selber zugrunde geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Das ist wichtig, das ist ja unspezifisch. Also dieser Sauerstoff schadet pauschal den meisten von denen. Ich komme nachher noch kurz darauf, dass das auch noch sehr viel spezifischer geht. Und eben auf die Weise, dafür zu sorgen, dass dieser Prozess im Rahmen bleibt. Und insofern entsteht da wie fast, wenn man das jetzt so ein bisschen rhythmisch geht, oder irgendwie sowas da reinbringt, entsteht sowas wie eine Polarität. Ich habe sozusagen diesen dunklen anaeroben Pansen. Und ich habe eigentlich eher den Bereich mit Luft und Licht oben im Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist nach dem Plan, den die Rocio *[?]* mir gegeben hat, diese Einheit mit einer Stunde bemessen, oder? Halb drei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eigentlich bis drei und dann eine halbe Stunde. Und dann ist es egal, worum du es machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay, vielleicht machen wir dann ein Mittelding davon. Und dann mache ich noch einen Schritt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinsteuerung im Pansen durch Pflanzenwirkstoffe 00:51:03 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also jetzt sind wir an diesem Punkt. Der Wiederkäuer hat also eine Möglichkeit, seine Pansenfermentationskammer auf irgendeine Weise im Griff zu behalten und zu steuern. Und wie ich gesagt habe, das ist ja jetzt relativ pauschal. Okay, ich halte euch ab. Ich halte euch alle ein bisschen mehr vom Leib. Wenn es aber jetzt darum geht, dass da vielleicht spezifische Kandidaten zu stark werden und nicht so gewollt werden, dass da ein Ungleichgewicht im Pansen entsteht, was ist dann möglich? Und da kann man davon ausgehen, dass da tatsächlich mehr möglich ist, als man so erst mal sich denken würde. Und das hat zu tun mit den unterschiedlichsten Wirkstoffen, die im Pflanzenreich eigentlich vorhanden sind. Also Kräuter enthalten ja unterschiedlichste Stoffe, die unter anderem starke oder mittelstarke antimikrobielle, antibiotische Wirkungen haben. Also die Apotheke eines Naturheilkundlers ist auf einer artenreichen Alpweide. Die Kuh frisst eigentlich die ganze Zeit, wenn sie auf solchen Weiden ist, auf solchen Magerwiesen, frisst die Kuh eine Apotheke. Frisst die ganze Zeit Pflanzen, die tendenziell Stofflichkeiten bei sich haben, die diesen Mikroorganismen schaden. Also da ist ja etwas wie so ein Widerspruch drin. Nur ganz, ganz kurz in Klammern. Warum eigentlich haben Pflanzen antimikrobielle Stoffe? Warum bilden die die aus? Und weil sie kein Immunsystem haben, ist sozusagen das Antibiotikum ihr Schutz gegen die Mikroben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, ganz kleinen Moment, muss ich einmal an die richtige Stelle hier. Geht das jetzt? Moment. Komme ich jetzt da irgendwie? Da. Jetzt seht ihr hier die Kuh und was die macht, ist eigentlich genau nicht das, was ein intensiver Milchproduzent von ihr will. Sie selektiert ganz stark. Sie riecht mal hier, schnuppert mal da, sie beißt dort mal eine Blüte ab und lässt die oder jene Pflanze stehen. Das ist natürlich nicht das dauernde Verhalten von Kühen. Das will ich auch nicht so erzählen, als ob das so wäre. Natürlich gibt es die Phasen, die sind auch normal und wichtig, wo die Kuh einfach nur Zeug reinbunkert. Einfach wirklich grast. Das ist ihre Haupttätigkeit. Aber dieses Selektieren in einer Umgebung, wo verschiedene Pflanzenteile verschiedener Pflanzenarten zur Verfügung stehen, das machen sie eben auch alle sehr ausgeprägt. Oder was man immer sehen kann, wo immer man Bäume auf der Weide hat oder Hecken an der Weide, wie heiß die sind auf Laub. Das Laub ist natürlich sehr proteinreich und deswegen hat es vielleicht für die Kuh eine Art Kinderschokoladencharakter. Aber es enthält eben auch oft sehr viel Bitterstoffe. Ganz selbstverständlich lecker ist das nicht, ein Eichenblatt zu essen. Das haben die Kühe aber durchaus auch gerne. Da gibt es innerhalb von dem, was sie da umgibt, also eine ungeheure Vielfalt an verschiedenen Arten und Pflanzenteilen, verbunden mit einer ungeheuren Vielfalt an Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eine Weile lang mit fünften Klassen Botaniklager mitgemacht in den Alpen. Dann hatte ich die Aufgabe, diesen fünften Klässlern Weidewirtschaft zu erklären. Dann ist uns irgendwann eingefallen, und dann war das eine ganz schöne Sache, sind wir im Berner Oberland auf wirklich artenreiche Alpweiden gegangen, wo wirklich viel verschiedenes Zeug steht. Dann habe ich die eine Geschmackskarte anlegen lassen. Das heißt, wir haben uns in die Wiese gesetzt und wir haben alles mal probiert. Auf allem Möglichen rumgekaut. Ich habe aufgepasst, dass sie nicht irgendwo so einen Eisenhut erwischen. Dann haben wir wie so ein Koordinatensystem gehabt mit bitter und süß und sauer und scharf, und darauf dann die verschiedenen Pflanzen hingemalt. Das hat einfach Spaß gemacht. Es war aber wahrscheinlich für mich interessanter als für die Kinder, das zu realisieren und mir bewusst zu machen, wie viel verschiedenen Geschmack es eben tatsächlich gibt in dieser Welt. Und wie viel verschiedenen Geschmack die gegenüberstehen. Verschiedene Geschmäcker sind dann eben, gerade das Bittere, verbunden mit diesen antibiotischen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist das wichtig? Weil es bestimmte Substanzen gibt. Ich habe sie vorhin kurz erwähnt. Dazu gehören unter anderem die fettlöslichen Vitamine A, D und E. Und dazu gehören ganz wichtig diese Omega-3-Fettsäuren. Ohne Omega-3-Fettsäuren kann kein Säugetier ein zentrales Nervensystem aufbauen. Also überhaupt können wir wenig ohne Omega-3-Fettsäuren. In allen Zellmembranen sind diese Fettsäuren. Und da braucht es diese Funktionalen, die halt so eine bestimmte Konfiguration haben, die man Omega-3 nennt. Die brauchen wir. Und die können wir nicht selber machen. Unser Organismus kann die nicht selber produzieren. Und die Kuh kann das auch nicht. Und manche denken, dass Fische das können. Das stimmt nicht. Die sind in Fisch so hoch konzentriert, weil die Fische die ganze Zeit Plankton fressen, wo das gebildet wird. Das kommt nur im Zusammenhang mit Photosynthese zu dieser Omega-3-Konfiguration. Und in einer modernen Milchviehfütterung gehen ungefähr 90% dieser Omega-3-Fettsäuren aus dem Futter im Pansen verloren. Weil die Bakterien, die überhaupt nicht gern haben, weil die eigentlich toxisch sind für die Bakterien, und die wandeln diese Omega-3-Fettsäuren um in vollständig gesättigte Fettsäuren. Oder um das im klaren Bild zu äußern, die Omega-3-Fettsäure ist eigentlich der Bestandteil des Leinöls, des Sonnenblumenöls oder des Olivenöls. Das heißt, das ist flüssiges Öl. Und diese gesättigten Fettsäuren, die im Pansen daraus werden, das ist der weiße, feste Rindertalg, den die hier auf dem Rücken haben. Das ist Sterinsäure, also das ist eine Kerze. Die pflanzlichen Fette, die die Kuh frisst, die werden im Pansen aus diesem öligen in eine kristalline, eigentlich kerzenbrauchbare Form überführt. Deswegen hat das Rind diesen festen bröckeligen Talg. Der entsteht im Pansen. Und der ist für den Organismus, für den Stoffwechsel des Rindes völlig unbrauchbar. Das ist nur Speicherfett, das hier irgendwo abgelegt wird oder in die Milch geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber um ein Nervensystem zu bilden, auszubilden und zu unterhalten, und eigentlich alle Zellmembranen, braucht die Kuh diese fluiden, beweglichen, flüssigen, ungesättigten Fettsäuren. Und muss auf irgendeine Weise diesen scheiß Mikroorganismen abgewöhnen, dass sie ihr die alle kaputt machen. Und das passiert durch die Aufnahme von diesen Bitterstoffen, die genau die Bakterien, die das machen, hemmen. Und das ist diese Story, die immer erzählt wird und die auch stimmt, dass in dem sogenannten Heumilchkäse oder Vollweidekäse oder Alpkäse so viel Omega-3-Fettsäuren drin wären, viel mehr als in normaler Milch. Das stimmt. Das liegt aber nicht daran, dass in dieser Weide besonders viel Omega-3-Fettsäuren drin waren. Das ist, weil die Weide so viel von diesen Bitterstoffen mitliefert und dadurch mehr von diesen Omega-3-Fettsäuren quasi den Pansen überleben, durch den Pansen hindurch gerettet werden. Und das ist ein Beispiel. Das ist einfach nur ein Beispiel. Das Ähnliche gilt eben, wie ich gesagt habe, für Vitamine und eventuell noch für viele andere Substanzen, die uns nicht klar genug sind, auch. Und vielleicht in einem, wie soll ich das sagen, goetheanistisch-anthroposophischen Qualitätsverständnis, auch in dem Sinne, dass man sagt, was für pflanzliche Grundkräfte oder Grundqualitäten des Pflanzlichen, wie stark können die durch den Pansen hindurch eigentlich bewahrt werden, damit die am Ende in dem Organismus der Kuh oder eben auch in der Milch, die wir dann trinken, auch noch ankommen und übrig bleiben. Und das heißt, da ist das Feintuning. Beim Wiederkäuen ist vielleicht erstmal dieses grundsätzliche Dämpfen dieser Fermentationsprozesse. Und durch die Selektion der richtigen Kräuter im richtigen Moment gibt es die ganz feine Steuerung. Und es gibt super interessante Experimente, wo man immer wieder zeigen konnte, dass diese Selektion ungeheuer leicht und gut zu beeinflussen ist durch solches Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ein Beispiel. In Nordamerika gibt es so ein Grundproblem im ganzen Grundfutter, die sehr häufig sehr starke Verpilzung der Gräser. Die haben viel mehr als wir hier, warum auch immer, Verpilzungsprobleme. Und dann ist dieses Weidefutter verpilzt und diese Pilze enthalten ihre sehr starken Gifte, die sogenannten Mykotoxine, die schädlich sind für den Organismus. Und das führt unter anderem dazu, dass die Tiere das ungern fressen und da wenig von fressen. Diese Mykotoxine, diese Pilzgifte, die können aber neutralisiert werden. Entweder durch Bitterstoffe, Tannine, die zum Beispiel enthalten sind in Esparzette oder im Hornklee oder in der Wegwarte, im Chicorée oder im Spitzwegerich. Da sind die Tannine, die können diese Mykotoxine neutralisieren. Und dann gibt es die sogenannten Seifenstoffe, Saponine, die sind in der Luzerne stark enthalten. Auch diese können Mykotoxine neutralisieren. Jetzt ist in Experimenten sehr schön gezeigt worden, wenn man den Tieren vor dem, dass sie auf die Weide kommen, wo jetzt dieses verpilzte Gras steht, entweder Alfalfa, also Luzerne oder Hornklee oder Esparzette füttert, dann fressen die nachher von der Weide viel mehr, als wenn sie das nicht bekommen oder erst hinterher. Das heißt, auf irgendeine Weise können die das erleben, dass sie einen Puffer jetzt im Pansen haben, der diese Mykotoxine abpuffert. Und ähnliche Versuche gibt es etliche, die immer wieder zeigen, dass so Imbalancen durch komplementäres Fressen von der anderen Substanz immer wieder ausgeglichen werden. Und das andere ist die berühmte Self-Medication der Tiere, die mindestens dort sehr deutlich ist, wenn die Kleinwiederkäuer Parasitenprobleme haben, dass sie dann mit sehr großer Vorliebe wiederum tanninreiches Futter fressen, also wiederum zum Beispiel Esparzette, welches diese Tannine eben auch ein sehr wirksames natürliches Antiparasitikum sind. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein und Instinkt in der Fütterung 01:05:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will jetzt vielleicht gar nicht zu sehr auf den landwirtschaftlichen Kurs eingehen, aber von dem Blick auf den Wiederkäuer, auf die Kuh, das ist ja schon noch interessant, weil sie ja so als in sich geklärt beschrieben wird und das ja hier schon auch ein bisschen dargestellt wird. Also ich kann mir das schon vorstellen, dass die Kuh hier in den kommenden Jahrhundert irgendwo auf die eine oder andere Weise mit diesem kleinen Hund, mit so einem Lebewesen in sich drin ist und das immer ausüben muss. Das ist ja eigentlich wie so eine Chemieküche, dass die da so zaubern, dass die da halt essen muss, wenn sie jetzt detektiert ist. Das ist ja eigentlich total schön und wertvoll für die Kuh, wenn sie auf so einer Weide ist und das tatsächlich dann auch machen kann. Das ist ja eine sehr gesunde Kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also vielleicht zwei Antworten dazu. Das eine ist, dass ich glaube, dass es mit allen anthroposophischen Weisheiten muss man immer so umgehen, dass man sich fragt, sehe ich das eigentlich selber? Kann ich das nachvollziehen, was da gesagt wird? Und eine gewisse, wie soll ich das sagen, unfokussierte Art und Weise zu sein, kann man, denke ich, an der Kuh schon wahrnehmen, die sich allein daraus ergibt, wie die Augen stehen. Und wenn man sich das nur vorstellt, wie die guckt, dass die kein klares Bild um sich herum sieht, und daraus ich mir irgendwie auch vorstellen kann, dass sie in ihrem optischen Wahrnehmen, wirklich in so ein bisschen wie was Traumhaftem ist, und dann dieses, was gesagt wird, okay, und im Wiederkäuen träumt sie nochmal die Landschaft durch und schmeckt sie durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will meine Frage jetzt anders stellen. Steht die Kuh in Kontakt, ist das irgendwo nachgewiesen? Kann man dazu Versuche machen? Ist die tatsächlich in dieser Symbiose aktiv mit dem Mikroorganismus? Ist die tatsächlich darauf angewiesen? Gibt es da schon irgendwelche Versuche dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay. Diese Versuche, die ich jetzt angedeutet habe, die zeigen ja, dass die Kuh oder der Wiederkäuer überhaupt sinnvoll selektiert und sinnvoll das frisst, was gerade gebraucht wird. Was entweder gebraucht wird, um irgendein Problem im Gedärm zu regulieren oder gebraucht wird, um bestimmte Prozesse im Pansen zu regulieren und vielleicht auch gebraucht wird, um bestimmte endogenen Prozesse zu regulieren. Das ist noch viel schwieriger, das zu überblicken. Dann ist deine Frage, wie macht die das? Ist das eine aktive Auseinandersetzung? Das ist es in dem Sinne natürlich nicht. Klar ist ja, die Kuh kann darüber nicht nachdenken und die Kuh hat nicht ein Entscheidungsproblem in dem Sinne, dass sie sich fragt, lieber dieses oder dies. Da ist ja kein klares Bewusstsein am Werk. Das können wir, glaube ich, ausschließen. Aber es ist im Geschmackserleben und im Geruchserleben so etwas da wie Präferenz oder Aversion. Und diese Präferenz und Aversion, die verändert sich entsprechend dem physiologischen Status des Tieres. Diese Präferenz oder Aversion verändert sich z.B. im Zusammenhang mit, ob sie solche neutralisierenden Substanzen für die Mykotoxine gerade gefressen hat oder nicht. Und ich würde das so beschreiben, und das ist bei uns auch so, wir können uns ja auch nicht die ganze Zeit darüber Rechenschaft ablegen, warum habe ich eigentlich manchmal so Lust auf dies oder das und manchmal nicht. Und was sind das für Momente, in denen ich unbedingt etwas Salziges brauche oder unbedingt etwas Süßes. Das heißt, auch wir haben ja so etwas wie einen physiologischen Instinkt, der in uns Bedürfnisse erzeugt nach bestimmten Geschmackserlebnissen. Und hinter diesen Geschmackserlebnissen stecken entweder Nährstoffe, also entweder Bedarf nach Zucker oder Bedarf nach Eiweiß oder so, oder es stecken dahinter Wirkstoffe, der Bedarf nach Koffein, oder warum finden wir bestimmte Kräuter eigentlich toll auf unserer Pizza. Da haben wir ja eigentlich auch in unserer Esskultur, ohne dass wir das bewusst haben, diese ganzen Antioxidantien, diese ganzen eben auch antibiotisch wirkenden Stoffe, das haben wir alles mit drin, als Gewürze. Und ohne dass wir darüber die ganze Zeit bewusst uns Stellung nehmen können, warum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in dem Sinne, hoffentlich habe ich deine Frage beantwortet, ja, die Kuh, davon bin ich überzeugt, ist das Agens in dem Ganzen. Die Kuh befindet sich im Spannungsfeld zwischen zwei verschiedenen Ökosystemen, nämlich dieser pflanzlichen Umwelt, die außen ist und dieser mikrobiellen Umwelt, die innen ist. Und sie ist in diesem die höchste anwesende Bewusstseinsform. Und sie entscheidet auf der Bewusstseinsebene, auf der sie sein kann. Und damit sind wir genau an dem Punkt, das ist ganz, ganz wichtig, dass sie das kann, dass sie also Bedürfnisse hat nach einer bestimmten Geschmackslage. Oder eine Aversion gegen eine bestimmte Geschmackslage. Und dass die was zu tun hat mit ihrem physiologischen Zustand. Das ist ein sehr hohes Können. Das ist eine Fähigkeit, von der ich überzeugt bin, in dem Sinne, was ich vorhin am Anfang gesagt habe, ohne diese Fähigkeit hätten die Wiederkäuer sich evolutionär nicht entwickeln können. Oder diese Fähigkeit musste sich mit den Wiederkäuern, mit dem ganzen Organismus mitentwickeln, dass sie wissen, was sie gerade brauchen, ohne das zu reflektieren. Also Instinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, nach der Pause, kommen wir dann eben auf den Punkt, dass wir doch daraus ableiten müssten, auch wenn ich eine Fähigkeit habe, ist diese Fähigkeit eben auch ein Bedürfnis. Wenn ich Klavier spielen kann, also in meinem Fall, wenn ich Klavier spielen könnte, dann ist es unheimlich schade, wenn ich dann nicht Klavier spiele. Wenn ich fliegen könnte, dann ist es etwas vom Traurigsten, wenn ich nicht fliegen kann. Also das Schlimmste im Zoo sind ja diese Käfige, wo so Eulen drin hocken, die wir nicht mehr fliegen dürfen, bloß damit wir sie angucken können. Also sprich, weil die Kuh eben nicht nur träumt, sondern sich auf ihrem Bewusstseinslevel sehr, sehr differenziert mit der Pflanzenumwelt auseinandersetzt. Deswegen müssen wir uns darauf fußend die Frage stellen, dürfen wir ihr die Möglichkeit zu diesem differenzierten Fressen mit Vorliebe und Aversion, dürfen wir ihr diese Möglichkeit vorenthalten? Ich weiß nicht, ob das jetzt hier in der Ordnung gerade so kommt. Das ist moderne Milchviehfütterung und das ist das absolute Vorenthalten von jeder Möglichkeit aus dieser Fähigkeit, die ich beschrieben habe, irgendwas zu machen. Hier entscheidet der Agraringenieur aufgrund von mathematischen Überlegungen der optimalen Balance von Energie und Protein Rationsgestaltung. Irgendjemand von euch hat es gesagt, auch ihr seid damit konfrontiert, diese Rationen zusammenzurechnen. Eine TMR zu gestalten, die optimal balanciert ist, damit der Pansen so effizient wie möglich arbeitet und die so klein geschnippelt ist, dass das Tier auf keinen Fall etwas selektiert. Klappt natürlich nie so richtig, aber das ist das Ziel. Und das geht dann eigentlich zutiefst gegen die Veranlagung dieser Tiere. Und an dieser Stelle wird Fütterung zu einem ganz tierwohl relevanten Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat diese sehr lange Antwort auf deine Frage getroffen? Dann machen wir jetzt eine Pause. Wir sind um halb vier wieder hier. Machen dann bis halb fünf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay. Es sei denn, ihr habt jetzt gerade noch irgendeinen Kommentar oder Frage. Können wir gerne? Ja, okay, gut. Richtige Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_2_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28700</id>
		<title>Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_2_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28700"/>
		<updated>2026-10-11T14:41:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Die Seite wurde neu angelegt: „{{Artikel oben}}   zurück zu Florian Leiber |  Landbauschule Dottenfelderhof am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=Rv3RAZB1yho Click hier zum Video]  ]] {| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot; |&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Lei…“&lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
== Transkription des 2. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;**&amp;lt;/nowiki&amp;gt;Notizen zu den unklaren Stellen `*[?]*`:**&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; **quaternistisches**: Hier wurde das Wort &amp;quot;quaternistisches&amp;quot; möglicherweise falsch verwendet oder als Neologismus/Sonderbegriff eingefügt (vielleicht im Sinne eines viergliedrigen Schemas der Zahnstellungen). Zur Sicherheit roh belassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; **Miesiger Zeitstufe**: Diese Zwischenfrage aus dem Publikum ist akustisch stark verstümmelt und im Kontext des Begriffs &amp;quot;Pilze&amp;quot; nicht eindeutig auflösbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;nowiki&amp;gt;*&amp;lt;/nowiki&amp;gt; **Rocio**: Der Name wurde im Rohtext &amp;quot;Rosjo&amp;quot; geschrieben. Wahrscheinlich ist der Vorname Rocio gemeint, wurde aber zur Sicherheit markiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Schweins 00:00:06 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039;&#039;&#039;&#039; Ja, so jetzt habe ich hier die falsche Reihenfolge. Damit möchte ich anfangen. Also wir machen Themenwechsel, sozusagen von diesem Thema Ressourcen und globale Landnutzung in Richtung Tiere. Gehen wir jetzt mitten rein in die Tiere. Ich möchte mit euch über die Verdauungsorgane und die Verdauungsprinzipien bei den Tieren sprechen, um darauf aufzubauen, wie die sich eigentlich ernähren. Ich weiß nicht, irgendjemand sagte mir, ihr habt da neulich schon mal, oder zumindest einige von euch, so eine Übung gehabt, wo ihr Organe angeschaut habt, Verdauungsorgane von einem Schaf oder einer Ziege. War das hier in diesem Kurs?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, genau, da können wir ja auch anknüpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich möchte jetzt mit dem Schwein anfangen, weil das Schwein ist uns eigentlich am nächsten, am ähnlichsten. Und es ist eigentlich die simpelste Form von Verdauung, die wir uns vorstellen können oder die wir haben jetzt bei Säugetieren. Das heißt, wenn das Schwein etwas frisst, dann anvertraut es alles, was es gefressen hat, nachdem es es irgendwie ein bisschen gekaut hat, besonders sorgfältig kauen Schweine ja jetzt nicht gerade, vertraut es das seinem Drüsenmagen an, genau wie wir das machen. Das heißt, das ist ein Magen, in den hinein der eigene Organismus, unser eigener Organismus, Säuren zunächst mal sekretiert, also auch einfach Salzsäure, um einen sehr niedrigen pH-Wert zu haben, um damit eigentlich Eiweiße zu verdauen und gleichzeitig verschiedene Enzyme, die an dieser Verdauung mitwirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir, und eben auch das Schwein, verdauen das, was wir essen, unmittelbar mit unseren körpereigenen Säften. Und auch wenn wir das mit unserem Gehirn nicht kontrollieren können, ist es trotzdem so, dass das quasi, wie soll ich sagen, es ist in unserem eigenen Organismus, es ist unser eigener Organismus, der da sofort zugreift darauf und der durch diesen niedrigen pH-Wert, also durch diese hohen Säureanteile im Magen auch alles Fremdleben, also alles mikrobielle Leben, prinzipiell eigentlich mal abtötet. Das heißt, theoretisch sollte ein in irgendeiner Weise verkeimtes Nahrungsmittel, das wir essen, eigentlich unseren Magen nicht überleben. Tut es natürlich doch oder ist es dann doch so, dass der Körper merkt, wenn wir jetzt also irgendwas Verdorbenes essen, dass das gerade nicht weitergehen sollte und neben dem, dass die Säuren das abtöten sollten, fängt er dann halt auch sicherheitshalber mal an zu kotzen. Aber mit anderen Worten, alles Fremdleben, das von außen in uns reinkommt über die Nahrungsaufnahme, wird hier erstmal eigentlich vollständig gestoppt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wird zerlegt in kleinere Bestandteile, also die Proteine werden abgebaut in einzelne Aminosäuren, die Zucker werden gelöst, die Stärke, da brauchen wir und das Schwein auch eben eigentlich einen Voraufschluss, indem man sie kocht oder dämpft. Also deswegen dämpfen wir Kartoffeln, bevor wir sie den Schweinen füttern eigentlich. Und all diese Moleküle werden dann einfach in der Magenflüssigkeit gelöst. Das Zuckermolekül ist klein genug, dass es einfach, wenn es gelöst ist, auch so nachher durch die Darmwand durchkommt. Die Stärkemoleküle müssen noch mal zerlegt werden. Wie ich gesagt habe, die Eiweiße auch in Aminosäuren und die Fette werden zerlegt in die einzelnen sogenannten Fettsäuren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht der Verdauungsbrei hier in den Dünndarm über, in das sogenannte Duodenum. Da findet diese enzymatisch-säuremäßige Verdauung ihre Fortsetzung. Und dann wird eigentlich in diesen vorderen Abschnitten des Darms, also im Dünndarm, die Absorption statt. Das heißt, all diese gelösten und in sehr kleine Moleküle aufgetrennten Lebensmittel, die Nährstoffe aus diesen Lebensmitteln, werden absorbiert durch die Darmwand hindurch ins Blut oder in die Lymphe. Und damit da jetzt nicht zum Beispiel ein vollständiges Bakterium durchdringen könnte, durch die Darmwand in den Blutkreislauf, weil dann wäre das sehr gefährlich für uns natürlich, deswegen können eben nur sehr kleine Moleküle durch diese Darmblutschranke durch, um dann in unseren inneren Stoffwechsel aufgenommen zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist vielleicht noch sehr wichtig, dass wir uns das dabei klar machen. Alles, was Magen-Darm ist, ist eigentlich Außen. Das ist unser Inneres Außen. Was sich im Magen befindet oder im Darm, ist noch nicht im engeren Sinne tatsächlich in unseren Stoffwechsel übergegangen. Und die Glasmurmel, die wir verschlucken, scheiden wir auch einfach so wieder aus. Und sie hat unser Inneres nicht betroffen. Das heißt, der ganze Magen-Darm-Trakt ist ein nach innen gestülptes Außen. Die Darmwand, die Magenwand, das ist alles Haut. Das ist eigentlich alles noch das, was zwischen der Außenwelt und der Innenwelt trennt. Und erst wenn die Stoffe in den Blutkreislauf übergehen, betreten sie sozusagen unseren inneren Organismus und unseren inneren Stoffwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und hier ist das Prinzip eben einfach. Eigentlich diese Verdauung vorne im Magen, dann eine ausführliche Absorption von all diesen gelösten Nährstoffen im Dünndarm. Und dann kommt schließlich der Dickdarm, in dem jetzt fermentiert wird. Erst im Dickdarm, idealerweise, sollten bei uns wieder Bakterien auftreten. Wenn wir Bakterien im Magen haben, ist nicht gut. Und wenn wir Bakterien im vorderen Bereich zumindest des Dünndarms haben, ist auch überhaupt nicht gut. Im Dickdarm sind sie dann nötig und erwünscht und gehören zu uns, also die Darmflora. Im Dickdarm ist die, die dann alle faserigen Bestandteile, also die zellulosehaltigen Nahrungsbestandteile, die wir aufnehmen, dort fermentativ, anaerob, ohne Sauerstoff, verdauen. Und dann schließlich alles, was unverdaut geblieben ist, wird dann ausgeschieden. Wird dann nochmal, das ist auch noch eine sehr wichtige Funktion, im Ende des Dickdarms entwässert. Da wird dem ganzen Verdauungsbrei das Wasser entzogen, um dann in einer relativ festen Konsistenz, auch da unterscheiden das Schwein und wir uns nicht so doll, ausgeschieden zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil das Schwein uns so ähnlich ist, deswegen sind seine Ernährungsgewohnheiten auch ähnlich wie unsere. Also es frisst morgens Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser und es frisst mittags Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser und es frisst abends Getreide und Körnerleguminosenmehle mit Wasser. Eben schön in Mehlform, weil es ja nicht so gerne kaut. Alles aufbereitet, sehr nährstoffdicht, sehr nährstoffhaltig. Also so ähnlich energiereich wie Kinderschokolade und ähnlich proteinreich wie ein Proteinjoghurt. Und damit es nicht so großes Durcheinander gibt, füttert man halt morgens, mittags und abends das Gleiche. Haben wir ja auch gern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will sagen, das haben wir überhaupt nicht gern. Und das hat auch das Schwein überhaupt nicht gern. Das Schwein ist ein Allesfresser. Und diese einfache Art der Verdauung, diese sehr einfache Art der Verdauung, die ist genau darauf ausgelegt, dass sie für alles mehr oder weniger gut passt. Dass sie eben tierische Gewebe, tierisches Eiweiß, genauso gut verdauen kann wie pflanzliche, also eher konzentriertere Pflanzenteile wie Früchte, wie Maiskolben oder wie Wurzeln. Also da, wo viel Nährstoffe drin sind, das haben Schweine gern. Aber auch ein bisschen faserreiche Bestandteile. Auch das, jeder von euch, wer Schweine hält und vielleicht diesen Auslauf gibt und die auf der Weide beobachtet, weiß, die wühlen da nicht nur sehr gerne und suchen aus dem Boden Wurzeln, Würmer, Käfer und all das, sondern die grasen auch gern. Die fressen auch gern einfach Raufutter, Grundfutter. Aber natürlich nur zu einem bestimmten Anteil. Im Wesentlichen suchen sie nach konzentriertem Futter. Und das darf aber eben von allem enthalten. Das darf auch mal ein toter Vogel sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Anekdote aus meiner Kindheit. Wir hatten dann immer das Hühnergehege und das Schweinegehege, die grenzten so aneinander. Und Schweine teilen mit uns eben auch die Eigenschaft der Intelligenz. Und dann haben die Schweine ein Loch gegraben unter dem Zaun durch. Das musste nur so groß sein, dass die Hühner da durchpassten. Und dann haben sie sich auf ihrer Seite neben das Loch gelegt und Hühner gefressen. Und zwar mit allem. Mit Knochen und Federn und allem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich werde da immer wieder auf dieses Thema kommen. Es ist mir wichtig, dass man sich klarmacht, wie ernährt sich dieses Tier eigentlich. Und das eine ist, das Schwein ernährt sich eben aus sehr unterschiedlichen Quellen. Und deswegen braucht es ein einfaches Verdauungssystem, um das alles verarbeiten zu können. Genau wie wir. Und jetzt spreche ich nicht mehr ironisch. Das Schwein ist genau wie wir ein unentschiedener Zeitgenosse. Ein relativ unspezialisiertes Lebewesen, das mit sehr viel Unterschiedlichem auch irgendwie klarkommt. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt. Das ist euch wahrscheinlich hier im Rahmen auch irgendwann mal vorgestellt worden. So ein quaternistisches *[?]* Schema der Zahnstellungen bei verschiedenen Tiergruppen. Also die Nagetiere mit den starken Schneidezähnen. Und dann die Raubtiere mit den Eckzähnen. Die pflanzenfressenden Tiere mit den Backenzähnen. Und wenn man das Schwein anschaut, dann sieht man, das hat sich nicht so richtig entschieden, welches von dem es eigentlich sein will. Genauso wie der Mensch sich nicht richtig entschieden hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich finde das was sehr, sehr wichtig ist, wenn man sich so fragt, okay, was ist die Lebensform, eigentlich von einem Tier, von all den verschiedenen Tieren, die wir in der Landwirtschaft haben, finde ich sehr wichtig, beim Schwein darauf zu achten, dass es eigentlich was Unentschiedenes hat. Und dass es damit eigentlich vielleicht, das ist eine Hypothese von mir, noch am meisten Entwicklungspotenziale hätte, von all den landwirtschaftlichen Tieren, die wir erhalten. Weil es diese Unklarheit hat, auch in seiner ganzen Gestalt eine gewisse Unklarheit. Und eben in seinen Ernährungsweisen. Und in dem dann aber unheimlich explorativ und neugierig ist. Fressen ist für das Schwein nicht nur Nahrungsaufnahme. Fressen ist für das Schwein in erster Linie Exploration. In erster Linie die Befriedigung von Neugier. Orale Befriedigung von Neugier. Das macht das Schwein ununterbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber eben, in der Landwirtschaft füttern wir es mit diesen Mehlen. Optimal abgestimmt auf allein ein Ziel. Möglichst rasches Wachstum. Zwei Ziele, möglichst rasches Wachstum und ein möglichst fettarmes Wachstum. Also möglichst viel Magerfleisch in möglichst kurzer Zeit. Das ist zumindest das, was Rewe, Aldi und alle wollen. Weil alle Menschen, die da einkaufen, das wollen. Und das ist auch das, was als Bio-Schweinefleisch dann dort verkauft wird. Warum sage ich das? Weil diese Standards, diese sehr, sehr standardisierten Erwartungen an die Fleischqualität beim Schwein, die Massenproduktion von Bio-Schweinefleisch unglaublich standardisiert im Ablauf und in der Fütterung. Wenn wir in den Supermarkt gehen und im Supermarkt Bio-Schweinefleisch kaufen, dann steckt dahinter eine unglaublich standardisierte Fütterung, die sich in sehr wenig von der konventionellen Schweinefütterung unterscheidet, weil sonst diese Standardvorstellungen eines mageren Schnitzels mit einem ganz schmalen Fettrand nicht erfüllt werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da haben wir hier sozusagen dieses ganz basale Grundprinzip eines Verdauungstraktes, in dem alles von vorne nach hinten geht. Es gibt nur eine Richtung. Das ist jetzt bei dem, was folgt, dann anders.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Geflügels 00:15:13 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ups, da wollte ich nicht hin. Jetzt wollte ich zum Vogel. Ich weiß, es ist mir bewusst, es ist sehr dunkel. Aber ich versuche es euch zu erklären. Das Verdauungssystem des Vogels ist viel interessanter als das Verdauungssystem des Schweins, weil da ist schon mal mehr los. Was macht der Vogel, wenn er jetzt etwas pickt? Als erstes Mal geht die aufgenommene Nahrung wohin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; In den Kropf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und was ist der Kropf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ein Zwischenspeicher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Genau, eigentlich einfach nur ein Organ, wo erst mal viel aufbewahrt werden kann. Wenn man da die Körner alle weggepickt hat, kann man wegfliegen und dann in Ruhe das weiterverarbeiten. Und dann gibt es hier sozusagen zwei weitere Mägen. Der Vogel ist kein sogenannter Monogastrier. Das wird ja mal gern gesagt. Die Monogastrier sind die mit nur einem Magen. Das ist Schweine und Geflügel. Das stimmt nicht. Das Schwein ist ein Monogastrier und der Mensch, weil wir wirklich nur einen Magen haben. Das Huhn hat drei Mägen. Und zwar einerseits diesen Kropf. Dann hat es das, was hier Proventriculus heißt, den Drüsenmagen, wo eigentlich das Ähnliche passiert, wie was ich jetzt über den Schweinemagen gesagt habe. Das heißt, das wird eingeweicht, dieses Futter mit Magensäure und Enzymen. Und dieses Mix aus Gefressenem und Magensäure und Enzymen kommt dann in den Muskelmagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was macht der Muskelmagen? Der knetet das so richtig durch. Der hat ganz harte Hornhaut. Ich weiß nicht, ob ihr mal den Muskelmagen von innen gesehen habt beim Schlachten. Der hat so ganz harte Hornhautkanten, die ein bisschen wie Sägen funktionieren. Und in dem wird dieser Futterbrei durchgeknetet. Und weil diese Hornhaut nicht reicht, weil was dem Vogel ja fehlt, sind Zähne, deswegen frisst der Vogel Steinchen, um in diesem Muskelmagen mit den Steinen im ganz klassischen Mühlenprinzip den Futterbrei zu zermahlen. Also das heißt, eine mechanische Verkleinerung, die andere Lebewesen im Maul machen, ist beim Huhn in den Magen verlegt. Und damit, ich nehme es jetzt vorweg, wenn wir nachher beim Wiederkäuer schauen, damit hat eigentlich das Huhn, wenn wir das mit dem Wiederkäuer vergleichen, drei Funktionen gleich an dieser Stelle mit dem Wiederkäuer. Erstens das, was der Netzmagen macht, nämlich dieses mechanische Zerreiben. Zweitens das, was der Labmagen macht, also das enzymatische Verdauen. Das sind eigentlich nur diese beiden Funktionen. Das Zerreiben ist das mechanische Verkleinern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann folgt ein sehr einfaches Darmsystem. Der Vogel hat eine sehr schnelle Passagerate, also eigentlich spätestens nach 24 Stunden ist alles, was nicht verdaut und absorbiert wurde, hinten wieder raus. Der Darm ist auch verhältnismäßig zu anderen Tierarten extrem kurz. Und hat eigentlich im Wesentlichen die gleichen Aufgaben, die ich gerade geschildert habe. Also im Anfangsabschnitten von diesem Dünndarm wird auch noch enzymatisch verdaut. Und in dem ganzen Dünndarm wird wiederum aus diesem Verdauungsbrei die Nährstoffe rausgezogen ins Blut und in die Lymphe. Damit in den inneren Stoffwechsel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt wird es erst richtig spannend. Dann endet hier irgendwann der Dünndarm und führt über in einen sehr kurzen, man nennt das eigentlich auch gar nicht Dickdarm, sondern man nennt das, wie nennt man das eigentlich, Enddarmrohr oder so. Also wirklich einen kurzen, hier ist es ein bisschen krumm, aber es ist eigentlich ein relativ gerader Abschnitt auch. In dem eigentlich überhaupt nicht mehr viel passiert. Außer ein gewisser Flüssigkeitsentzug. Aber an der gleichen Stelle, wo der Dünndarm in dieses Enddarmrohr übergeht, zweigen zwei Blinddärme ab. Zwei Blinddarmsäcke. Und was passiert in diesen Blinddärmen? In diesen Blinddärmen wird fermentativ faserreiches Futter verdaut. Also fermentiert und abgebaut. Das heißt, das, was wir im Dickdarm auch machen, was das Schwein im Dickdarm macht, das macht der Vogel hier in diesen Blinddärmen. Und die können, wenn der Vogel viel Raufutter aufnimmt, richtig fett vollgestopft sein mit solchen faserreichen Partikeln. Dafür muss es hier, und das ist mir nicht sehr klar, wie das eigentlich funktioniert, aber irgendwie funktioniert es. An diesem Abzweig gibt es eine Sortierfunktion. Die großen Partikel werden wie in diese Blinddarmsäcke reingedrückt und die kleinen Partikel können als Kot ausgeschieden werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt gibt es aber ein Problem. Erstens die Frage, warum wird das gemacht? Weil Fasern, Zellulose, kann kein Vogel, kein Mensch und kein Säugetier verdauen. Wir können alle keine Zellulose verdauen, das können nur Mikroorganismen, das können nur Bakterien. Das ist das, womit der Wiederkäuer von allen scheinbar am besten umgehen kann. Da kommen wir ja gleich zu. Aber alle anderen haben sich auch ihre Wege gesucht. Wir brauchen also diese bakterielle Verdauung, wenn wir faserreiches Futter fressen. Ich brauche als Huhn eine mikrobielle Verdauung, wenn ich Gras fressen will. Und diese Mikroorganismen, die ziehen aus der Zellulose, die sie abbauen, Energie. Die kriegen sie da heraus und können damit wachsen und gedeihen. Was sie aber auch brauchen, damit sie wachsen und gedeihen können, jedes Lebewesen ist Stickstoff. Woher kommt der Stickstoff in der Nahrung? Der Stickstoff kommt aus den Proteinen. Die sind im Magen abgebaut worden und im Dünndarm absorbiert worden. Es ist am Ende hier eigentlich kein Stickstoff mehr übrig. Das heißt, eigentlich kann da gar keine bakterielle Fermentation mehr richtig stattfinden, weil das gibt nichts mehr her. Die Bakterien könnten auf nichts wachsen, wenn ihnen dieser Stickstoff fehlt. Was macht der Vogel?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vogel führt ja sehr intelligenterweise die Harn- und die Kotausscheidung in der Kloake zusammen. Und pumpt durch eine Rückwärtsperistaltik dieses Darmrohrs rückwärts hoch und pumpt das in diese Blinddärme rein, um mit dem Stickstoff aus dem Harn, also aus dem Harnstoff im Harn, die Mikroorganismen in den Blinddärmen zu ernähren, damit die ihm die Faser aufschließen. Da haben wir jetzt eine weitere Funktion, die wir nachher beim Wiederkäuer auch finden, nämlich die gegenläufige Bewegung im Verdauungstrakt. Das, was der Wiederkäuer hier vorne macht, macht das Huhn da hinten. Und macht hier hinten mit Hilfe dieser Rückwärtsbewegung genau das, was der Wiederkäuer vorne macht, nämlich Faserverdauung. Mithilfe von anderen Organismen, die das für ihn aufschließen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir machen gerade Forschung relativ intensiv daran am FiBL. Im Moment noch nicht mit so ganz viel Erfolg, der mich so richtig überzeugt. Aber das ist eigentlich sozusagen der Ansatz, warum man auch sagen kann, wenn ich jetzt wieder so rumschaue, was das Tier kann, das will es auch wollen. Oder das will es auch dürfen. Wenn das Tier Faser verdauen kann, dann hat sich das ja so entwickelt, nicht um nachher keine Faser mehr zu verdauen. Das heißt, diese reine Fütterung auch des Huhnes mit Mehlen oder Körnern ist eben auch wiederum überhaupt nicht artgerecht oder tiergerecht. Weil das hier darauf hinweist, dass das Huhn, also das ist auch bei verschiedenen Vögeln verschieden, also ich bin ziemlich sicher, dass man jetzt bei Raubvögeln diese ausgeprägten Blinddärme auch gar nicht finden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Bei der Gans ist es dann umso ausgeprägter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und bei der Gans frage ich mich dann immer, warum die eigentlich fliegen kann. Also beim Huhn passt das so zusammen, dass das mit so vollen Blinddarmsäcken ja auch nicht so furchtbar hohe Flugansprüche hat. Es fliegt gern, aber bitte nur zwei Meter. Und die Gänse, die haben völlig andere Ansprüche. Und das finde ich immer erstaunlich, dass das zusammen geht. Aber ja, genau, die Gans ist sozusagen der Zellulose-Verwerter unter den Vögeln überhaupt. Und das weist einfach darauf hin, dass es einen natürlichen Bedarf gibt und Anspruch gibt, auch des Hühnervogels mit Gras ernährt zu werden. Das heißt, Auslauf zu haben auf eine Weide und dort zu picken. Oder eben, und ich weiß nicht, wer von euch überhaupt mit Geflügel arbeitet, das ist dann auch nicht immer so ganz einfach, wenn man jetzt im Winter im Stall da irgendwelche Silage oder Heu oder so zugibt. Das ist dann nicht unbedingt, dass sie die ganze Zeit völlig heiß das fressen. Das tragen sie dann eher rum und bauen Nester oder so. Aber trotzdem mindestens dieses Angebot, Raufutter auch zur Verfügung zu stellen, entspricht eigentlich der anatomischen Ausstattung, die die Tiere haben. Alles unklar?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verdauung des Wiederkäuers 00:26:40 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Dann kommt der Wiederkäuer. Und das habt ihr also gesagt, ihr habt euch angeschaut, ihr habt irgendwie noch in Erinnerung vor Augen, wie ungefähr diese verschiedenen Vormägen aussehen. Ich gehe einfach noch mal ganz kurz durch, jetzt von den Organen her. Und dann schauen wir gleich noch auf die Funktion. Das heißt, es fängt eigentlich an beim Pansen, beim Rumen. Der Pansen ist ja eigentlich die Fermentationskammer, in der eben diese mikrobielle Verdauung von Faserbestandteilen, also von Zellulose im Wesentlichen stattfindet. Aber auch die mikrobielle Verdauung gleichzeitig, weil das ist einfach ja zusammen, von allen anderen Bestandteilen, also von den leichtlöslichen Kohlenhydraten wie Zucker und Stärke, von den Eiweißen, all das wird im ersten Magen der Kuh vollständig diesen Mikroorganismen anvertraut. Und das ist der ganz große Gegensatz zu dem, was ich über das Schwein gerade erzählt habe oder über uns. Wir vertrauen hier vorne niemandem außer uns selbst. Wir machen mit unserer Magensäure erstmal alles tot, damit wir dann selber das verdauen können und daraus unser eigenes Leben wieder aufbauen können. Der Wiederkäuer anvertraut alles, was er frisst, als erstes Mal einem kompletten anderen Lebensprinzip, einem anaeroben, also sauerstofffreien, mikrobiellen Fermentationsprinzip.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ihr euch klarmacht, wieviel mikrobielle Masse ist in einem gesunden Pansen einer ausgewachsenen Kuh? Hat euch das mal jemand gesagt? Also ich glaube 20. Also die Gesamtbakterienmasse, die jetzt auch in dem Moment, da steht die Kuh, in ihrem Vormagen ist, sind nach meinem Wissensstand ungefähr 20 Kilo. In diesem ja 200 Liter Volumen von dem Pansen. Also einigen wir uns auf irgendwas zwischen 10 und 20. Ich sage eher gegen 20. Also 20 Kilo von etwas Lebendigem, was keine Kuh ist. Mein lieber Kollege Michael Walkenhorst sagt immer, wer wiegt 20 Kilo? So ein mittlerer netter Hund. Das heißt, die Kuh hat vorne in ihrem Magen einen Fremdorganismus, der so groß ist wie ein Hund. Der lebt da. Und der lebt von dem, was sie frisst. Und sie lebt von ihm. Und das ist wirklich total wichtig, finde ich, sich das klar zu machen. Dass es dieses ganz andere Lebensprinzip dort gibt. Das auch ein bisschen wie ein Widerspruch ist zu dem Lebensprinzip zum Beispiel des Pflanzlichen. Was eben bedeutet, alle pflanzlichen Substanzen, die die Kuh frisst, die werden als erstes Mal von diesen Bakterien in Bakterien verwandelt. Das sind nicht nur Bakterien, das ist wichtig. Dazu gehören dann auch Hefen, sehr wichtig. Und dann diese sogenannten Prokaryonten. Also Einzeller mit Zellkern. Egal, es ist ein Kosmos, ein Ökosystem mit sehr vielen verschiedenen Arten an Mikroorganismen, die da tätig sind. Es ist eine eigene Welt, auf die wir gleich nochmal schauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und diese Welt macht aus diesem Pflanzlichen, das die Kuh frisst, ihre eigene Welt, sich selbst. Und zu einem sehr großen Anteil, natürlich nicht ganz ausschließlich, ernährt sich die Kuh eben nicht von Pflanzen, sondern von bakterieller Substanz und von Hefesubstanz. Und das ist was anderes. Wenn dann immer über Qualitäten gesprochen wird, da ist diese wunderbare Qualität dieser wunderbaren Wiese und diese Qualität geht jetzt auf irgendeine Weise in die Milch über, da muss man schon sagen, da ist noch was richtig Fettes dazwischen. Und aus dieser Qualität wird erstmal diese Qualität und die geht durch den Kuhorganismus nachher in die Milch über. Und das ist überhaupt nicht ungefährlich, so evolutionär betrachtet. Weil die Kuh trotzdem, genauso wie alle anderen Säugetiere, total angewiesen ist auf echte pflanzliche Substanzen, aus denen sie sich aufbaut, also bestimmte pflanzliche Vitamine, bestimmte pflanzliche Fettsäuren, die berühmten Omega-3-Fettsäuren, die kriegt die Kuh genauso wie wir nirgendwo anders her, als aus Pflanzen. Das heißt, sie muss eine gute Technik haben, wie sie bestimmte pflanzliche Qualitäten oder Substanzen durch diesen Pansen hindurch überhaupt durchrettet. So, Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will einfach an dieser Stelle klar machen, ein Wiederkäuer zu werden, evolutionär betrachtet, war ein sehr, sehr großes Risiko. Das war ein echt großes Wagnis und es bedarf einer sehr, sehr großen Anpassung dieses Organismus oder einer sehr großen wechselseitigen Anpassung zwischen diesem mikrobiellen Kosmos und dem Wiederkäuer, damit das über so lange Zeiträume sich entwickeln konnte, ohne dass die Wiederkäuer an sich selbst ausgestorben wären oder an ihren Bakterien. Jeder von euch, wer mal Käse gemacht hat oder wer Kompostführung macht oder wer einen Sauerteig macht oder einen Darm hat, weiß, wie scheiße das ist, wenn mikrobielle Prozesse außer Kontrolle geraten und schieflaufen. Dann ist es einfach hinüber. Und das haben die gerade vorne, diese Herausforderung und dieses Problem. So, wir kommen gleich wieder darauf zurück. Das passiert also im Pansen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigung. Jetzt muss ich mich hier in diesem Bild zurechtfinden, weil ich es auch gar nicht richtig sehe. Es ist nicht ganz gut. Was folgt auf dem Pansen? Das ist hier der Netzmagen. Der Netzmagen, in dem die Partikel aus dem Pansen übergehen, in dem nicht mehr fermentiert wird, sondern der genauso funktioniert wie der Muskelmagen beim Huhn. Also mit sehr scharfen, verhornten Hautkanten innerlich einfach diesen Verdauungsbrei aus dem Pansen nochmal richtig durchmassiert und dabei nochmal verkleinert. Und dann kommt dieser wunderschöne Blättermagen, wo man so umblättern kann und zwischen Blatt für Blatt für Blatt diesen ekelhaften, stinkenden, aber ganz schon ziemlich feinen, sehr feinen grünen Brei hat. Und im Blättermagen wird das Wasser herausgezogen. Es braucht diese riesige Oberfläche des Blättermagens, um die Feuchtigkeit zu entziehen. Warum? Weil der ganze Pansen, die Organismen im Pansen funktionieren nur bei einem hohen pH-Wert. Da wird ja dauernd Speichel produziert, um diesen hohen pH-Wert im Pansen zu halten, damit die da gut leben können. Und nach dem Blättermagen kommt der Labmagen. Also das ist dann der eigentliche Magen wie bei uns, der Drüsenmagen. Da geht es ja um Säure und um einen niedrigen pH. Also zieht der Organismus in dem Blättermagen erst mal dieses eher basische mit dem hohen pH, die Flüssigkeit so weit wie möglich raus, damit die Säure, wenn sie dann da nachher draufgehauen wird, im Blättermagen auch richtig wirkt. Und ich finde, ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie fantastisch ich das finde, dass das so organisiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich möchte jetzt ein paar Grundprinzipien dieser Verdauung beim Wiederkäuer nochmal näher anfangen. Also das habe ich jetzt gerade ja deutlich gesagt. Wenn wir eine Kuh ansprechen oder ein Schaf, haben wir zwei Organismen. Die allerdings sehr unterschiedlich organisiert sind und wo schon klar ist, wen ich anspreche, wenn ich sage Hallo Kuh. Aber sie hat noch einen anderen dabei. Und das, was die Kuh oder der Wiederkäuer macht, um optimal was eigentlich zu tun? Um Pflanzen, die faserreich sind, zu verdauen. Also aus diesem faserreichen Pflanzenmaterial, aus dem Gras, das Bestmögliche rauszuholen. Dafür hat sie drei grundsätzliche Mechanismen. Und der erste Mechanismus ist das Fermentieren. Da habe ich jetzt ganz viel drüber gesprochen. Das heißt, über diesen mikrobiellen Bestandteil wird das Anaerob fermentiert. Das sind die einzigen, die Zellulose spalten können. Und die Zellulose aufschließen. Und aus dieser Zellulose gewinnen diese Mikroorganismen, kurzkettige Fettsäuren. Die entzieht der Pansen bereits. Die werden bereits aus dem Pansen entzogen. Dafür braucht es diese ganzen vielen Zotten im Pansen. Große Oberfläche, damit die rausgesaugt werden können. Und das ist die unmittelbare Energie, die dem Wiederkäuer zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entschuldigung, ich muss ganz kurz einen Hotspot machen, damit ich euch etwas zeigen kann. Es ist wichtig, dass man sich immer ein bisschen klar macht, mit was man es eigentlich zu tun hat. Dass wir nicht nur drüber reden, sondern auch wissen, worüber wir reden. Das kann man technisch sicher sehr viel geschickter lösen, als ich. In unserem Dickdarm sieht es nicht viel anders aus. Die sind stumm, glaube ich. Also diese Rädertierchen und wie heißen die anderen? Man sagt da ja Tierchen. Das sind sogenannte Protozoen. Das sind Vorstufen des Tierischen. Und dann seht ihr, ihr seht immer auch, wie sehr unterschiedlich diese große Partikel da unterwegs sind. Das Kleine sind teilweise Futterpartikel. Und teilweise, wenn sie sich bewegen, sind es auch wiederum Prokaryonten. Dann gibt es diese Prokaryonten. Die Bakterien bilden sich. Die Prokaryonten fressen die Bakterien. Das ist eine ganze Welt. Da ist einfach eine ganze Welt unterwegs. Und in dem allen dann noch Hefen, die dann eher an der Pansenwand oder auf dem Futter sich befinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Was sind eigentlich Pilze? Miesiger Zeitstufe? *[?]* Pilze. Pilze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt können wir es mit den Scheinwerfern wieder machen, wie es war. Das ist das eine Prinzip des Wiederkäuers, Fermentieren mit der Hilfe dieser anderen Lebewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sortieren und Wiederkäuen 00:41:19 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Dann kommt das Sortieren. Das ist ein ganz wesentliches Element in dem ganzen Prozess des Wiederkäuers, dass es unglaublich gut ist, in Partikel sortieren. An einer Stelle, wo das bereits anfängt, ist durch diese Fermentation. In der Fermentation entsteht die ganze Zeit Fermentationsgas. Unter anderem das Methan. Dieses Gas entsteht irgendwo im Pansensaft, in der Flüssigkeit, die da unterwegs ist. Diese Gasbläschen, die entstehen, setzen sich an die Partikel ran und ziehen die Partikel nach oben, wenn diese noch so groß sind, dass sie leicht genug sind, dass die Bläschen sie hochziehen können. Wenn sie noch so umfangreich sind. Dann schwimmen diese größeren, gröberen Partikel oben auf der Pflanzenflüssigkeit, auf der Schwimmschicht obendrauf. Das ist die Schicht, aus der der Wiederkäuer seinen Kaubolus hochwürgt. Alles, was noch wenig verdaut ist, wird von dem Wiederkäuer vorgewürgt und wiedergekäut. Alles, was so klein abgebaut ist, durch das Wiederkäuen und das Fermentieren, alle Partikel, die so klein sind, dass da keine Blasen mehr dran halten, sinken nach unten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt sieht man das hier nicht so gut, aber ich versuche es mal zu erklären. Hier die Speiseröhre, da kommt die aufgenommene Nahrung rein und wird durch die Motorik des Pansens nach hinten geworfen in sozusagen die große Kammer des Pansens. Und schichtet sich da so, dass die groben Partikel oben bleiben und die kleineren Partikel nach unten sinken. Der Pansen ist ja dauernd in Bewegung. Das gehört zur gesunden Kuh unbedingt dazu, dass sie die ganze Zeit diese Pansen-Motorik hat, die man ja auch sieht. Dann kontrahiert sich dieser mittlere, untere Teil, der zieht sich zusammen beim Pansen und schmeißt die kleinen Partikel so nach vorne. Aus diesem heraus fallen dann die ganz kleinen Partikel noch mal eins weiter vorne und die etwas gröberen Partikel können noch mal aufsteigen und in diese Schwimmschicht integriert werden, um noch mal wiedergekaut zu werden. Und dann in der dritten, im dritten nach vorne bewegen sozusagen, werden die kleinstfeinen Partikel in die ganz vordere Kammer geworfen und gehen dann da, hier ist so eine Art Loch stilisiert, in den Übergang in den Netzmagen über. Das heißt, der Pansen ist die ganze Zeit am Sortieren und wirklich am Ende nur die sehr kleinen, verbleibenden Partikel die nächsten Schritte machen in den Netzmagen. Und alles, was noch groß ist, wird noch mal und noch mal durchgekaut. Also Sorten, fermentieren, sortieren und eben kauen, wieder kauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was dabei rauskommt, ist dann ja eben ein Verdauungsbrei, also ein Kot, der so enorm fein ist wie bei keinem einzigen anderen pflanzenfressenden Tier, das wir haben. Hier ist der Vergleich gemacht worden von einem Kollegen von mir zwischen dem Kot einer Kuh und dem Kot eines Nilpferds, das ja jetzt auch ein reines Faserpflanzenfressendes Tier ist. Und der Kot ist gesiebt worden durch so einen Siebturm mit so unterschiedlichen Siebgrößen, also zu obersten 16 mm und ganz am Schluss dann weniger als 0,1 mm. Und dann seht ihr, wie diese Partikelverteilung völlig unterschiedlich ist zwischen dem Nilpferd und der Kuh. Weil die Kuh aus diesen Funktionen, die ich gerade beschrieben habe, eben so einen unglaublich feinen Restkot noch hat, mit ganz, ganz vielen, ganz feinen Faserpartikeln, die sie nicht mehr klein gekriegt hat. Das macht rein physikalisch den Rinderkot oder auch den Schafkot für den Kompost und für den Boden so wertvoll. Weil diese Ansammlung von unendlich vielen winzig kleinen Faserpartikelchen bedeutet, dass dieser Kot eine ganz, ganz hohe Oberfläche hat. Und diese Oberfläche bindet einfach durch die Oberflächen Adhesionskräfte, bindet Wasser, Feuchtigkeit erstens sehr gut und zweitens Nährstoffe. Und das ist einer der entscheidenden Beiträge von Rinderkot zur Bodenfruchtbarkeit, ist diese Bindungsfähigkeit, diese Schwammartigkeit. Und darauf beruhen unter anderem Schwarzerdeböden, die jetzt in dieser ganzen südrussischen, ukrainischen Steppe entstanden sind aufgrund von Jahrtausende langen Wildrinderherden, die da drüber gezogen sind und dann jahrhundertelanger kultivierter Rinderhaltung dort. Auf dem, aus diesem Kot sind diese unglaublich fruchtbaren Böden entstanden. Nicht nur, aber ein wesentlicher Faktor ist das.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich noch ein, und dann ist es gleich halb und diese Einheit ist auch rum, ich möchte noch eine Sache zu dem Wiederkäuen sagen, die ist noch sehr wichtig. Also wir reden über das Wiederkäuen, als geht es ausschließlich darum, das Futter zu zerkleinern. Noch mal kauen, noch mal kauen, noch mal kauen, bis es eben so schön fein geworden ist. Ist auch richtig. Wie sieht das aus, wenn eine Kuh oder ein Schaf, wenn die kauen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du machst es richtig, ihr macht es sehr richtig. Das Maul ist offen dabei. Was ist schädlicher? Was ist das Schädlichste für einen anaeroben Mikroorganismus, für ein anaerobes Bakterium? Was macht eine Kuh hier den ganzen Tag? Sie ist die ganze Zeit dabei, die Bakterien aus ihren Pansen zu töten. Indem sie wieder kaut und das richtig gründlich durchmischt mit Sauerstoff, wird in diesem Bereich, also in diesem Futterbolus, werden diese Bakterien wie zurückgedrängt. Klingt total unlogisch, oder? Wenn ich die ganze Zeit sage, wie wichtig diese Bakterien sind, um das alles abzubauen, das ist einer der zwei Wege, eine der zwei Möglichkeiten, die die Kuh hat, um sozusagen Herrin der Lage zu bleiben, um der Chef zu bleiben. So wie wir den Käsekessel im richtigen Moment vom Feuer nehmen müssen, muss die Kuh im richtigen Moment diesen Verdauungsbrei aus diesem fermentativen Prozess zumindest für einen Moment rausholen. Damit der nicht an sich selber zugrunde geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Das ist wichtig, das ist ja unspezifisch. Also dieser Sauerstoff schadet pauschal den meisten von denen. Ich komme nachher noch kurz darauf, dass das auch noch sehr viel spezifischer geht. Und eben auf die Weise, dafür zu sorgen, dass dieser Prozess im Rahmen bleibt. Und insofern entsteht da wie fast, wenn man das jetzt so ein bisschen rhythmisch geht, oder irgendwie sowas da reinbringt, entsteht sowas wie eine Polarität. Ich habe sozusagen diesen dunklen anaeroben Pansen. Und ich habe eigentlich eher den Bereich mit Luft und Licht oben im Maul.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt ist nach dem Plan, den die Rocio *[?]* mir gegeben hat, diese Einheit mit einer Stunde bemessen, oder? Halb drei?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eigentlich bis drei und dann eine halbe Stunde. Und dann ist es egal, worum du es machst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay, vielleicht machen wir dann ein Mittelding davon. Und dann mache ich noch einen Schritt weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feinsteuerung im Pansen durch Pflanzenwirkstoffe 00:51:03 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also jetzt sind wir an diesem Punkt. Der Wiederkäuer hat also eine Möglichkeit, seine Pansenfermentationskammer auf irgendeine Weise im Griff zu behalten und zu steuern. Und wie ich gesagt habe, das ist ja jetzt relativ pauschal. Okay, ich halte euch ab. Ich halte euch alle ein bisschen mehr vom Leib. Wenn es aber jetzt darum geht, dass da vielleicht spezifische Kandidaten zu stark werden und nicht so gewollt werden, dass da ein Ungleichgewicht im Pansen entsteht, was ist dann möglich? Und da kann man davon ausgehen, dass da tatsächlich mehr möglich ist, als man so erst mal sich denken würde. Und das hat zu tun mit den unterschiedlichsten Wirkstoffen, die im Pflanzenreich eigentlich vorhanden sind. Also Kräuter enthalten ja unterschiedlichste Stoffe, die unter anderem starke oder mittelstarke antimikrobielle, antibiotische Wirkungen haben. Also die Apotheke eines Naturheilkundlers ist auf einer artenreichen Alpweide. Die Kuh frisst eigentlich die ganze Zeit, wenn sie auf solchen Weiden ist, auf solchen Magerwiesen, frisst die Kuh eine Apotheke. Frisst die ganze Zeit Pflanzen, die tendenziell Stofflichkeiten bei sich haben, die diesen Mikroorganismen schaden. Also da ist ja etwas wie so ein Widerspruch drin. Nur ganz, ganz kurz in Klammern. Warum eigentlich haben Pflanzen antimikrobielle Stoffe? Warum bilden die die aus? Und weil sie kein Immunsystem haben, ist sozusagen das Antibiotikum ihr Schutz gegen die Mikroben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt, ganz kleinen Moment, muss ich einmal an die richtige Stelle hier. Geht das jetzt? Moment. Komme ich jetzt da irgendwie? Da. Jetzt seht ihr hier die Kuh und was die macht, ist eigentlich genau nicht das, was ein intensiver Milchproduzent von ihr will. Sie selektiert ganz stark. Sie riecht mal hier, schnuppert mal da, sie beißt dort mal eine Blüte ab und lässt die oder jene Pflanze stehen. Das ist natürlich nicht das dauernde Verhalten von Kühen. Das will ich auch nicht so erzählen, als ob das so wäre. Natürlich gibt es die Phasen, die sind auch normal und wichtig, wo die Kuh einfach nur Zeug reinbunkert. Einfach wirklich grast. Das ist ihre Haupttätigkeit. Aber dieses Selektieren in einer Umgebung, wo verschiedene Pflanzenteile verschiedener Pflanzenarten zur Verfügung stehen, das machen sie eben auch alle sehr ausgeprägt. Oder was man immer sehen kann, wo immer man Bäume auf der Weide hat oder Hecken an der Weide, wie heiß die sind auf Laub. Das Laub ist natürlich sehr proteinreich und deswegen hat es vielleicht für die Kuh eine Art Kinderschokoladencharakter. Aber es enthält eben auch oft sehr viel Bitterstoffe. Ganz selbstverständlich lecker ist das nicht, ein Eichenblatt zu essen. Das haben die Kühe aber durchaus auch gerne. Da gibt es innerhalb von dem, was sie da umgibt, also eine ungeheure Vielfalt an verschiedenen Arten und Pflanzenteilen, verbunden mit einer ungeheuren Vielfalt an Geschmack.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe eine Weile lang mit fünften Klassen Botaniklager mitgemacht in den Alpen. Dann hatte ich die Aufgabe, diesen fünften Klässlern Weidewirtschaft zu erklären. Dann ist uns irgendwann eingefallen, und dann war das eine ganz schöne Sache, sind wir im Berner Oberland auf wirklich artenreiche Alpweiden gegangen, wo wirklich viel verschiedenes Zeug steht. Dann habe ich die eine Geschmackskarte anlegen lassen. Das heißt, wir haben uns in die Wiese gesetzt und wir haben alles mal probiert. Auf allem Möglichen rumgekaut. Ich habe aufgepasst, dass sie nicht irgendwo so einen Eisenhut erwischen. Dann haben wir wie so ein Koordinatensystem gehabt mit bitter und süß und sauer und scharf, und darauf dann die verschiedenen Pflanzen hingemalt. Das hat einfach Spaß gemacht. Es war aber wahrscheinlich für mich interessanter als für die Kinder, das zu realisieren und mir bewusst zu machen, wie viel verschiedenen Geschmack es eben tatsächlich gibt in dieser Welt. Und wie viel verschiedenen Geschmack die gegenüberstehen. Verschiedene Geschmäcker sind dann eben, gerade das Bittere, verbunden mit diesen antibiotischen Wirkungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ist das wichtig? Weil es bestimmte Substanzen gibt. Ich habe sie vorhin kurz erwähnt. Dazu gehören unter anderem die fettlöslichen Vitamine A, D und E. Und dazu gehören ganz wichtig diese Omega-3-Fettsäuren. Ohne Omega-3-Fettsäuren kann kein Säugetier ein zentrales Nervensystem aufbauen. Also überhaupt können wir wenig ohne Omega-3-Fettsäuren. In allen Zellmembranen sind diese Fettsäuren. Und da braucht es diese Funktionalen, die halt so eine bestimmte Konfiguration haben, die man Omega-3 nennt. Die brauchen wir. Und die können wir nicht selber machen. Unser Organismus kann die nicht selber produzieren. Und die Kuh kann das auch nicht. Und manche denken, dass Fische das können. Das stimmt nicht. Die sind in Fisch so hoch konzentriert, weil die Fische die ganze Zeit Plankton fressen, wo das gebildet wird. Das kommt nur im Zusammenhang mit Photosynthese zu dieser Omega-3-Konfiguration. Und in einer modernen Milchviehfütterung gehen ungefähr 90% dieser Omega-3-Fettsäuren aus dem Futter im Pansen verloren. Weil die Bakterien, die überhaupt nicht gern haben, weil die eigentlich toxisch sind für die Bakterien, und die wandeln diese Omega-3-Fettsäuren um in vollständig gesättigte Fettsäuren. Oder um das im klaren Bild zu äußern, die Omega-3-Fettsäure ist eigentlich der Bestandteil des Leinöls, des Sonnenblumenöls oder des Olivenöls. Das heißt, das ist flüssiges Öl. Und diese gesättigten Fettsäuren, die im Pansen daraus werden, das ist der weiße, feste Rindertalg, den die hier auf dem Rücken haben. Das ist Sterinsäure, also das ist eine Kerze. Die pflanzlichen Fette, die die Kuh frisst, die werden im Pansen aus diesem öligen in eine kristalline, eigentlich kerzenbrauchbare Form überführt. Deswegen hat das Rind diesen festen bröckeligen Talg. Der entsteht im Pansen. Und der ist für den Organismus, für den Stoffwechsel des Rindes völlig unbrauchbar. Das ist nur Speicherfett, das hier irgendwo abgelegt wird oder in die Milch geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber um ein Nervensystem zu bilden, auszubilden und zu unterhalten, und eigentlich alle Zellmembranen, braucht die Kuh diese fluiden, beweglichen, flüssigen, ungesättigten Fettsäuren. Und muss auf irgendeine Weise diesen scheiß Mikroorganismen abgewöhnen, dass sie ihr die alle kaputt machen. Und das passiert durch die Aufnahme von diesen Bitterstoffen, die genau die Bakterien, die das machen, hemmen. Und das ist diese Story, die immer erzählt wird und die auch stimmt, dass in dem sogenannten Heumilchkäse oder Vollweidekäse oder Alpkäse so viel Omega-3-Fettsäuren drin wären, viel mehr als in normaler Milch. Das stimmt. Das liegt aber nicht daran, dass in dieser Weide besonders viel Omega-3-Fettsäuren drin waren. Das ist, weil die Weide so viel von diesen Bitterstoffen mitliefert und dadurch mehr von diesen Omega-3-Fettsäuren quasi den Pansen überleben, durch den Pansen hindurch gerettet werden. Und das ist ein Beispiel. Das ist einfach nur ein Beispiel. Das Ähnliche gilt eben, wie ich gesagt habe, für Vitamine und eventuell noch für viele andere Substanzen, die uns nicht klar genug sind, auch. Und vielleicht in einem, wie soll ich das sagen, goetheanistisch-anthroposophischen Qualitätsverständnis, auch in dem Sinne, dass man sagt, was für pflanzliche Grundkräfte oder Grundqualitäten des Pflanzlichen, wie stark können die durch den Pansen hindurch eigentlich bewahrt werden, damit die am Ende in dem Organismus der Kuh oder eben auch in der Milch, die wir dann trinken, auch noch ankommen und übrig bleiben. Und das heißt, da ist das Feintuning. Beim Wiederkäuen ist vielleicht erstmal dieses grundsätzliche Dämpfen dieser Fermentationsprozesse. Und durch die Selektion der richtigen Kräuter im richtigen Moment gibt es die ganz feine Steuerung. Und es gibt super interessante Experimente, wo man immer wieder zeigen konnte, dass diese Selektion ungeheuer leicht und gut zu beeinflussen ist durch solches Futter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also ein Beispiel. In Nordamerika gibt es so ein Grundproblem im ganzen Grundfutter, die sehr häufig sehr starke Verpilzung der Gräser. Die haben viel mehr als wir hier, warum auch immer, Verpilzungsprobleme. Und dann ist dieses Weidefutter verpilzt und diese Pilze enthalten ihre sehr starken Gifte, die sogenannten Mykotoxine, die schädlich sind für den Organismus. Und das führt unter anderem dazu, dass die Tiere das ungern fressen und da wenig von fressen. Diese Mykotoxine, diese Pilzgifte, die können aber neutralisiert werden. Entweder durch Bitterstoffe, Tannine, die zum Beispiel enthalten sind in Esparzette oder im Hornklee oder in der Wegwarte, im Chicorée oder im Spitzwegerich. Da sind die Tannine, die können diese Mykotoxine neutralisieren. Und dann gibt es die sogenannten Seifenstoffe, Saponine, die sind in der Luzerne stark enthalten. Auch diese können Mykotoxine neutralisieren. Jetzt ist in Experimenten sehr schön gezeigt worden, wenn man den Tieren vor dem, dass sie auf die Weide kommen, wo jetzt dieses verpilzte Gras steht, entweder Alfalfa, also Luzerne oder Hornklee oder Esparzette füttert, dann fressen die nachher von der Weide viel mehr, als wenn sie das nicht bekommen oder erst hinterher. Das heißt, auf irgendeine Weise können die das erleben, dass sie einen Puffer jetzt im Pansen haben, der diese Mykotoxine abpuffert. Und ähnliche Versuche gibt es etliche, die immer wieder zeigen, dass so Imbalancen durch komplementäres Fressen von der anderen Substanz immer wieder ausgeglichen werden. Und das andere ist die berühmte Self-Medication der Tiere, die mindestens dort sehr deutlich ist, wenn die Kleinwiederkäuer Parasitenprobleme haben, dass sie dann mit sehr großer Vorliebe wiederum tanninreiches Futter fressen, also wiederum zum Beispiel Esparzette, welches diese Tannine eben auch ein sehr wirksames natürliches Antiparasitikum sind. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein und Instinkt in der Fütterung 01:05:11 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will jetzt vielleicht gar nicht zu sehr auf den landwirtschaftlichen Kurs eingehen, aber von dem Blick auf den Wiederkäuer, auf die Kuh, das ist ja schon noch interessant, weil sie ja so als in sich geklärt beschrieben wird und das ja hier schon auch ein bisschen dargestellt wird. Also ich kann mir das schon vorstellen, dass die Kuh hier in den kommenden Jahrhundert irgendwo auf die eine oder andere Weise mit diesem kleinen Hund, mit so einem Lebewesen in sich drin ist und das immer ausüben muss. Das ist ja eigentlich wie so eine Chemieküche, dass die da so zaubern, dass die da halt essen muss, wenn sie jetzt detektiert ist. Das ist ja eigentlich total schön und wertvoll für die Kuh, wenn sie auf so einer Weide ist und das tatsächlich dann auch machen kann. Das ist ja eine sehr gesunde Kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also vielleicht zwei Antworten dazu. Das eine ist, dass ich glaube, dass es mit allen anthroposophischen Weisheiten muss man immer so umgehen, dass man sich fragt, sehe ich das eigentlich selber? Kann ich das nachvollziehen, was da gesagt wird? Und eine gewisse, wie soll ich das sagen, unfokussierte Art und Weise zu sein, kann man, denke ich, an der Kuh schon wahrnehmen, die sich allein daraus ergibt, wie die Augen stehen. Und wenn man sich das nur vorstellt, wie die guckt, dass die kein klares Bild um sich herum sieht, und daraus ich mir irgendwie auch vorstellen kann, dass sie in ihrem optischen Wahrnehmen, wirklich in so ein bisschen wie was Traumhaftem ist, und dann dieses, was gesagt wird, okay, und im Wiederkäuen träumt sie nochmal die Landschaft durch und schmeckt sie durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will meine Frage jetzt anders stellen. Steht die Kuh in Kontakt, ist das irgendwo nachgewiesen? Kann man dazu Versuche machen? Ist die tatsächlich in dieser Symbiose aktiv mit dem Mikroorganismus? Ist die tatsächlich darauf angewiesen? Gibt es da schon irgendwelche Versuche dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay. Diese Versuche, die ich jetzt angedeutet habe, die zeigen ja, dass die Kuh oder der Wiederkäuer überhaupt sinnvoll selektiert und sinnvoll das frisst, was gerade gebraucht wird. Was entweder gebraucht wird, um irgendein Problem im Gedärm zu regulieren oder gebraucht wird, um bestimmte Prozesse im Pansen zu regulieren und vielleicht auch gebraucht wird, um bestimmte endogenen Prozesse zu regulieren. Das ist noch viel schwieriger, das zu überblicken. Dann ist deine Frage, wie macht die das? Ist das eine aktive Auseinandersetzung? Das ist es in dem Sinne natürlich nicht. Klar ist ja, die Kuh kann darüber nicht nachdenken und die Kuh hat nicht ein Entscheidungsproblem in dem Sinne, dass sie sich fragt, lieber dieses oder dies. Da ist ja kein klares Bewusstsein am Werk. Das können wir, glaube ich, ausschließen. Aber es ist im Geschmackserleben und im Geruchserleben so etwas da wie Präferenz oder Aversion. Und diese Präferenz und Aversion, die verändert sich entsprechend dem physiologischen Status des Tieres. Diese Präferenz oder Aversion verändert sich z.B. im Zusammenhang mit, ob sie solche neutralisierenden Substanzen für die Mykotoxine gerade gefressen hat oder nicht. Und ich würde das so beschreiben, und das ist bei uns auch so, wir können uns ja auch nicht die ganze Zeit darüber Rechenschaft ablegen, warum habe ich eigentlich manchmal so Lust auf dies oder das und manchmal nicht. Und was sind das für Momente, in denen ich unbedingt etwas Salziges brauche oder unbedingt etwas Süßes. Das heißt, auch wir haben ja so etwas wie einen physiologischen Instinkt, der in uns Bedürfnisse erzeugt nach bestimmten Geschmackserlebnissen. Und hinter diesen Geschmackserlebnissen stecken entweder Nährstoffe, also entweder Bedarf nach Zucker oder Bedarf nach Eiweiß oder so, oder es stecken dahinter Wirkstoffe, der Bedarf nach Koffein, oder warum finden wir bestimmte Kräuter eigentlich toll auf unserer Pizza. Da haben wir ja eigentlich auch in unserer Esskultur, ohne dass wir das bewusst haben, diese ganzen Antioxidantien, diese ganzen eben auch antibiotisch wirkenden Stoffe, das haben wir alles mit drin, als Gewürze. Und ohne dass wir darüber die ganze Zeit bewusst uns Stellung nehmen können, warum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und in dem Sinne, hoffentlich habe ich deine Frage beantwortet, ja, die Kuh, davon bin ich überzeugt, ist das Agens in dem Ganzen. Die Kuh befindet sich im Spannungsfeld zwischen zwei verschiedenen Ökosystemen, nämlich dieser pflanzlichen Umwelt, die außen ist und dieser mikrobiellen Umwelt, die innen ist. Und sie ist in diesem die höchste anwesende Bewusstseinsform. Und sie entscheidet auf der Bewusstseinsebene, auf der sie sein kann. Und damit sind wir genau an dem Punkt, das ist ganz, ganz wichtig, dass sie das kann, dass sie also Bedürfnisse hat nach einer bestimmten Geschmackslage. Oder eine Aversion gegen eine bestimmte Geschmackslage. Und dass die was zu tun hat mit ihrem physiologischen Zustand. Das ist ein sehr hohes Können. Das ist eine Fähigkeit, von der ich überzeugt bin, in dem Sinne, was ich vorhin am Anfang gesagt habe, ohne diese Fähigkeit hätten die Wiederkäuer sich evolutionär nicht entwickeln können. Oder diese Fähigkeit musste sich mit den Wiederkäuern, mit dem ganzen Organismus mitentwickeln, dass sie wissen, was sie gerade brauchen, ohne das zu reflektieren. Also Instinkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann, nach der Pause, kommen wir dann eben auf den Punkt, dass wir doch daraus ableiten müssten, auch wenn ich eine Fähigkeit habe, ist diese Fähigkeit eben auch ein Bedürfnis. Wenn ich Klavier spielen kann, also in meinem Fall, wenn ich Klavier spielen könnte, dann ist es unheimlich schade, wenn ich dann nicht Klavier spiele. Wenn ich fliegen könnte, dann ist es etwas vom Traurigsten, wenn ich nicht fliegen kann. Also das Schlimmste im Zoo sind ja diese Käfige, wo so Eulen drin hocken, die wir nicht mehr fliegen dürfen, bloß damit wir sie angucken können. Also sprich, weil die Kuh eben nicht nur träumt, sondern sich auf ihrem Bewusstseinslevel sehr, sehr differenziert mit der Pflanzenumwelt auseinandersetzt. Deswegen müssen wir uns darauf fußend die Frage stellen, dürfen wir ihr die Möglichkeit zu diesem differenzierten Fressen mit Vorliebe und Aversion, dürfen wir ihr diese Möglichkeit vorenthalten? Ich weiß nicht, ob das jetzt hier in der Ordnung gerade so kommt. Das ist moderne Milchviehfütterung und das ist das absolute Vorenthalten von jeder Möglichkeit aus dieser Fähigkeit, die ich beschrieben habe, irgendwas zu machen. Hier entscheidet der Agraringenieur aufgrund von mathematischen Überlegungen der optimalen Balance von Energie und Protein Rationsgestaltung. Irgendjemand von euch hat es gesagt, auch ihr seid damit konfrontiert, diese Rationen zusammenzurechnen. Eine TMR zu gestalten, die optimal balanciert ist, damit der Pansen so effizient wie möglich arbeitet und die so klein geschnippelt ist, dass das Tier auf keinen Fall etwas selektiert. Klappt natürlich nie so richtig, aber das ist das Ziel. Und das geht dann eigentlich zutiefst gegen die Veranlagung dieser Tiere. Und an dieser Stelle wird Fütterung zu einem ganz tierwohl relevanten Thema.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat diese sehr lange Antwort auf deine Frage getroffen? Dann machen wir jetzt eine Pause. Wir sind um halb vier wieder hier. Machen dann bis halb fünf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Okay. Es sei denn, ihr habt jetzt gerade noch irgendeinen Kommentar oder Frage. Können wir gerne? Ja, okay, gut. Richtige Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Florian Leiber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Datei:Florian_Leiber_Teil3_2023-3-1.jpg&amp;diff=28699</id>
		<title>Datei:Florian Leiber Teil3 2023-3-1.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Datei:Florian_Leiber_Teil2_2023-3-1.jpg&amp;diff=28698</id>
		<title>Datei:Florian Leiber Teil2 2023-3-1.jpg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: Film/Bild: François Hagdorn&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
Film/Bild: François Hagdorn&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
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		<updated>2026-10-11T14:29:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
[[Datei:Dr. Florian Leiber Fütterung Teil1 2023-3-1.jpg|verweis=https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA|thumb|Fütterung - 1. Vortrag von Dr. Florian Leiber in der [[Dottenfelderhof|Landbauschule Dottenfelderhof]] am 1. März 2023. [https://www.youtube.com/watch?v=pQRJbMWRaMA Click hier zum Video]  ]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;Deutsche Folgen [[Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|1]] - [[Fütterung, Teil 2 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|2]] - [[Fütterung, Teil 3 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023|3]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 1. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und biografischer Hintergrund 00:00:09 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, einen schönen guten Morgen euch allen. Ich freue mich riesig, dass ich hier heute sein darf, weil ich war tatsächlich noch nie auf dem Dottenfelderhof. Das ist eigentlich fast ein bisschen merkwürdig, dass ich hier nie war, aber so ist das. Ich finde es super, dass ich hier sein kann und dass ich hier zu euch sprechen darf und euch verschiedene Dinge, verschiedene Aspekte des Fütterns landwirtschaftlicher Tiere mit euch besprechen kann. Ich hoffe auch sehr, dass das so wird, dass wir gut auch miteinander ins Gespräch kommen darüber. Mein Name ist Florian Leiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich arbeite am FiBL, wie die Anne Spengler, die gestern hier war. Wir sind gemeinsam im gleichen Departement für Nutztierwissenschaften am FiBL. Ich komme nicht aus der Schweiz, wie man vielleicht hört, anders als die anderen. Ich weiß nicht, wer von euch das Gut Rothenhausen kennt in Schleswig-Holstein bei Lübeck. Ein großes Demetergut und dort sozusagen hinten raus, wenn man da durch die Felder läuft, dann kommt man in ein kleines Dorf, das heißt Klein Schenkenberg, da bin ich aufgewachsen. Und als ich ungefähr zehn war, haben die Rothenhausener da angefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Dorf bestand und besteht eigentlich nach wie vor tatsächlich nur aus Bauernhöfen. Alte, traditionelle, gemischt Betriebe, konventionelle Bauernhöfe, die alle sehr erregt waren darüber, dass da plötzlich irgendwelche Städter aus Nordrhein-Westfalen kamen und in Schleswig-Holstein die Frechheit hatten, ein Gut zu kaufen und da biologisch dynamische Landwirtschaft zu machen. Und man hätte denen tatsächlich die Hand nicht gegeben. Also meine Eltern glaube ich schon, aber die anderen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich vor einem Jahr oder so mit einem alten Bauern aus unserem Dorf gesprochen, einer derjenigen, die wirklich am stärksten abgelehnt haben, was in Rothenhausen so lief. Und irgendwie kamen wir auf Rothenhausen und dann sagte er zu mir, der ist jetzt irgendwie knapp 80, hat seinen Hof abgegeben, wenn ich auch mal anfangen würde, jetzt würde ich biologisch dynamisch machen. Sag ich, wieso das denn? Sagt er, weil das sind die Einzigen hier, die noch Handwerk können, die das Bauern wirklich noch können. Und das hat mich wahnsinnig gefreut, dass da jemand in seinen alten Jahren plötzlich doch oder über die Jahre hinweg gesehen hat, den Wert, der da geschaffen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau, da bin ich aufgewachsen. Unser Betrieb war eigentlich kein Betrieb mehr, da gab es nur noch sehr wenig Land. Wir hatten immer Schweine, wir hatten immer zwei Sauen, die dann beide zweimal im Jahr geferkelt haben. Also wir haben so ein bisschen Ferkelproduktion gemacht. Aber meine Familie, das war alles irgendwie anders, mein Vater war Arzt und ich wurde auf die Waldorfschule geschickt. Ich habe dann später in Russland die Landwirtschaft wie noch mal neu kennengelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte eigentlich Deutsch und Germanistik studiert. Ich habe dann, wenn in Russland eigentlich in den 90er Jahren, als da gerade totales Chaos herrschte und diese Kombinate alle zusammengebrochen waren, Landwirtschaft dort gesehen und habe verstanden, was es für eine Katastrophe ist, wenn eigentlich dieses landwirtschaftliche Wissen, das handwerkliche Wissen eben wieder so abgeschnitten wird und so verloren geht, wie es durch die Sowjetzeit geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat in mir was ausgelöst, dass ich gefunden habe, ich möchte eigentlich doch Landwirtschaft machen, habe eine Lehre begonnen in der freien Ausbildung Norddeutschland auf dem Hof zur Hellen im Windrather Tal. Nach einer Weile gemerkt, dass was die da an den Seminaren immer erzählen am Wochenende, das habe ich alles in der Waldorfschule schon gelernt. Und Treckerfahren konnte ich ja und wie man ein Ferkel in der Sau dreht, wusste ich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann habe ich das abgebrochen, wieder diese Ausbildung und bin nach Berlin gegangen, habe dort Landwirtschaft studiert. Die auf dem Hof zur Hellen haben dann zu mir gesagt, du gehst zu unseren ärgsten Feinden jetzt. Vielleicht war das auch so. Habe dann da mein Diplom gemacht und bin danach, habe ich das Glück gehabt, dass ich nach Zürich gehen konnte an die ETH, die Hochschule dort und eine Doktorarbeit bekommen habe, die durfte ich machen über Kühe auf der Alp. Auf den hohen Alpen in Graubünden war die Frage, was macht eigentlich so eine Alpweide oder die Situation dort, was macht das eigentlich mit der Kuh, was passiert da eigentlich stoffwechselmäßig, was passiert da mit der Milchqualität und so auf den Alpen. Das durfte ich zwei Jahre lang, durfte ich da auf den Alpen mit den Kühen über die Wiesen ziehen und immer neben ihnen das Futter sammeln, das sie gerade gefressen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seitdem bin ich in der Schweiz geblieben. Nach dieser Doktorarbeit war ich dann drei Jahre am Goetheanum beim Nikolai Fuchs. Das hat mich dann immer wieder so ein bisschen rausgedrängt aus der Demeter-Szene. Und dann konnte ich zurück, bin ich in die Wissenschaft zurückgegangen und bin jetzt seit elf Jahren am FiBL, wo die Anne *[?]* auch herkommt, also Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Und all die Jahre hat mich die Ernährung der Tiere, war eigentlich immer mein Hauptthema. Und auch nicht nur in der Forschung, sondern auch im Unterricht, also ich unterrichte relativ viel in der biologisch-dynamischen Ausbildung auf der Rheinau in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch zum Teil noch an der Hochschule. Genau, und ich habe mich auch von den verschiedensten Seiten damit auseinandergesetzt und so ein bisschen werde ich jetzt versuchen, euch verschiedene Aspekte nahe zu bringen. Ich habe gehört, ihr seid am achten Vortrag. Das heißt, ihr beschäftigt euch auch gerade von der Seite des landwirtschaftlichen Kurses auch mit Fütterung. Darauf werde ich jetzt direkt wenig eingehen, aber ich hoffe eigentlich sehr, dass ihr das verbinden könnt, dass ihr Verbindungen schlagen könnt zwischen dem, was ihr da gerade lest und dem, was ich sage. Und immer gern auch einfach reinreden und diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffwechsel der Erde: Photosynthese und Kohlenstoff 00:07:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich hole euch von weit, also wir machen ja, das wird jetzt ein großer Bogen erstmal. Also wir fangen an vor 2,7 Milliarden Jahren. Und wir werden jetzt im ersten Teil, wir haben drei Teile, im ersten Teil werden wir sehr stark sprechen, also jetzt erstmal eigentlich werde ich sprechen über den Stoffwechsel. Zur Fütterung gehört der Stoffwechsel des Tieres, aber es gehört im Ganzen auch dazu der Stoffwechsel der Erde. Und da ausfange ich ganz erstmal an. Wir werden dann in diesem ersten Teil sprechen über Ressourcen eigentlich, wo kommen eigentlich unsere Futtermittel her, was bedeutet das, die Erzeugung von Futtermitteln und das Füttern von Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im zweiten Teil nach dem Mittagessen uns beschäftigen mit der Verdauung der verschiedenen Tiere, die wir auf dem landwirtschaftlichen Betrieb haben, also Wiederkäuer, Geflügel und Schweine. Insbesondere stark mit dem Wiederkäuer. Und wir werden im dritten Teil intensiv nochmal darüber sprechen, was bedeutet Fütterung eigentlich für das Tierwohl. Was bedeutet eigentlich artgerechte Fütterung oder was bedeutet tiergerechte Fütterung. Und was gehört da als Aspekte dazu, so ein bisschen auch aus dem Anspruch heraus. Wir wollen ja vielleicht nicht nur, das ist noch selbstverständlich, dass wir wollen, dass es den Tieren gut geht auf unseren Betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen ja eigentlich auch, dass die Tiere wirklich etwas davon haben. Und das ist eine immer wieder große Herausforderung und schwierige Frage. Was ist denn das? Wie kommt man zu dem, dass die Tiere von diesem Deal Landwirtschaft, den man da zwischen Mensch und Tier und Pflanz und Boden schließt, was haben die Tiere davon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, vor 2,7 Milliarden Jahren, da waren wir alle noch nicht geboren, da waren wir alle auch noch nie geboren. Sicher nicht. Da waren wir noch nicht so richtig dabei. Aber die Erde, die gab es schon. Und die Erde war in dem Zustand, dass sie sich eigentlich wie gekristallisiert hat. Also es war eine geologische Erde da, die zu sehr großen Anteilen aus Wasser bestand. Oder aus Wasseroberfläche, sagen wir so. Aber auch Land war da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sich sozusagen vollständig getrennt hatte von einer Atmosphäre, also einer Lufthülle, die da außen herum lag. Und vor 2,7 Milliarden Jahren war eben Geburtstag. Da hatte sozusagen das Leben Geburtstag. Da hat sich auf dieser Erde, auf der wir jetzt hier heute stehen, etwas vollzogen, was total fundamental war und alles, alles völlig verändert hat. Und zwar beginnt irgendwann in diesem Zeitraum Leben, beginnt, dass es kleinste Einheiten gibt, die in irgendeiner Weise biologisch aktiv sind und die anfangen in Eigenaktivität. Also die Erde, das sind alles Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind die verschiedenen geologischen Elemente, die gasförmigen Elemente, die durch große, letztlich physikalische und chemische Vorgänge sich so geordnet hatten, wie sie dann geordnet waren. Durch Vorgänge von Wärme, von Verdichtung und alle die Gesetze der Physik und Chemie, die wir nachlesen können. Und dann kommt plötzlich, dass diese winzig kleinen, autonomen Einheiten da sind, die aktiv anfangen, diese Stoffgleichgewichte nochmal durcheinander zu bringen und neu zu sortieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die, die man da als für die Ersten erklärt hat, das sind die sogenannten Cyanobakterien. Cyano. Und was machen die?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Genau, die machen Photosynthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und was heißt das? Wir haben in der Atmosphäre in dem Moment sehr viel Kohlenstoff in der Form von CO2, also Kohlenstoff in der Verbindung mit Sauerstoff. Und wir haben auch in der Atmosphäre zu dem Zeitpunkt sehr viel Kohlenstoff in der Verbindung mit Wasserstoff, CH4, also das berühmte Methan. Und wie auch jetzt, das Hauptelement der Atmosphäre ist Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben dann im wässrigen Teil der Erde eben das Wasser. Und wir haben in der Erde eben all die Metalle, all die mineralischen Elemente, die gar nicht gasförmig sein können oder nur unter sehr besonderen Bedingungen. Und jetzt tauchen diese kleinen Cyanoviecher auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was machen die? Die holen den Kohlenstoff in die Erde rein. Der Kohlenstoff ist also ein Element, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich sein ganzes Dasein vor allen Dingen im Gasförmigen hat. Der ist da draußen und verheiratet mit dem Sauerstoff, aber er ist da draußen. Und diese Bakterien über die Photosynthese, die holen ihn rein. Und man könnte das vielleicht so ausdrücken, die zwingen den Kohlenstoff in ein Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Grundkristall Zucker. Also das heißt, der Kohlenstoff wird, jedes einzelne Kohlenstoff, also Atom oder jedes einzelne CO2-Molekül wird verdichtet und wird hineingezwungen in dieses Zuckerkristall, also in das irdisch-geologische eigentlich. Und gleichzeitig wird das Wasser hinzugezogen und aus dem Wasser wird eigentlich Sauerstoff befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wie der Sauerstoff aus dem CO2 eigentlich befreit wird. Und als gasförmiger Sauerstoff, ohne Kohlenstoff, befreit vom Kohlenstoff und befreit aus seinem, man könnte das jetzt so sagen, freigesetzt aus seinem Dasein im Wasser, geht als Gas in die Atmosphäre zurück. Und das sind die Grundelemente, also das, was dann hier als Kristall übrig bleibt, sind dann die sogenannten Kohlenwasserstoffe, die CH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Kohlenstoff und Wasserstoff zusammen bilden diese Grundbausteine für das Zuckerkristall und aus diesem heraus können sich alle Verbindungen bilden, die überhaupt notwendig sind, die es überhaupt gibt, um Leben möglich zu machen. Das ist jetzt erstmal dann so ein mikroskopisch kleiner Prozess, aber man kann sich das vorstellen, also das ist im Wasser spielt sich das vor allen Dingen ab, es fängt an wie zu krisseln auf der ganzen Erde, fängt es an zu krisseln und dieser Prozess wird immer größer und immer stärker und immer stärker und wird dann eben als ganzer gewaltig. Weil im Ablauf von dann sehr vielen Millionen Jahren oder im Ablauf von eigentlich zwei Milliarden Jahren passiert auf der Erde im wesentlichen das, im Stoffwechsel der Erde, Photosynthese, die Verdichtung vom Kohlenstoff hinein in die Erde,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstmal hinein in das Lebendige und in dem Lebendigen ist er sozusagen der Grundbaustein, das Grundelement und dann aus diesem heraus, sozusagen über das Moor und dann die Verdichtung im Moor, sinkt dieser kristallisierte Kohlenstoff immer immer tiefer hinein in die Erde, wird immer stärker verdichtet und wird zu Kohle, zu Erdöl und dort wo er am allerstärksten verdichtet wird, zu Graphit und Diamant, also dieser Verdichtungsprozess für den Kohlenstoff, das ist das eine und der Freisetzungsprozess für den Sauerstoff und dabei müssen wir uns klar machen, was der Sauerstoff als erstes Mal macht, ist ins Wasser gehen. Die Photosynthese findet ja im Wasser statt, als erstes Mal entsteht reiner Sauerstoff, O2 im Wasser, den gab es vorher nicht und damit verändert sich im Wasser, verändern sich die Lebensverhältnisse vollständig, weil es gab keinen Sauerstoff, es gab keinen freien Sauerstoff, weder im Wasser noch in der Atmosphäre, das heißt alle Lebewesen der ersten Stunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind entstanden in einer sauerstofffreien Umgebung und indem, dass sie mit ihrer Photosynthese immer mehr und mehr und mehr das Wasser und dann auch die Atmosphäre angereichert haben mit Sauerstoff, haben sie sich irgendwann um ihre eigene Lebensgrundlage gebracht und musste dieses mikrobielle Leben, also dieses Leben der einzelligen Lebewesen sich nochmal vollständig umstellen, von einer anaeroben Lebensweise, also ohne Sauerstoff, zu einer aeroben Lebensweise mit Sauerstoff und das ist ein großer Unterschied, anaerobe Lebewesen haben wir heute auch noch auf der Erde, kommen wir nachher auch noch intensiv drauf, aber in der Masse, in der sie da waren, sind sie an ihrem eigenen Prozess, an ihrer eigenen Entwicklung irgendwann zugrunde gegangen und mir ist das auch deswegen wichtig, dass man das irgendwie, wenn man sich Erdgeschichte vorstellt, auch das mitdenkt, da entstehen Prozesse, die notwendig sind für die Entwicklung von dann etwas Höherem, denen die, die das eigentlich aufbauen, am Ende wieder zum Opfer fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier in diesem ist das ganz deutlich. Es passiert gleichzeitig noch was und das ist einfach nur so als Nebenbemerkung, weil das ist interessant im Zusammenhang, wenn wir heutzutage über Klimawandel nachdenken. Durch die Freisetzung von Sauerstoff in die Atmosphäre wird das Methan oxidiert und zerfällt in CO2 und gleichzeitig wird ja viel, viel CO2 eben hereingezogen in die Erde über diese Photosynthese-Prozesse und die Erde kühlt gewaltig ab und es gibt eine 300 Millionen Jahre andauernde Eiszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, weil diese Formen des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre herausgezogen wurden und wie gesagt, der Zeitraum ist sehr lang und der Prozess ist gewaltig groß, was vielleicht auch noch einen Eindruck macht, wie groß der ist, wenn man sich klar macht, dass alle die wesentlichen Metalle des Bodens, welche sind das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, Aluminium, also Eisen, Aluminium und da redet ihr jetzt die ganze Zeit drüber, sicher, glaube ich, Silizium, der Kiesel und die sind erst mal alle in ihrer reinen Form gewesen in der Erdkruste. Aber heute im Boden sind die alle oxidiert, das heißt, die treten alle auf in Verbindung mit Sauerstoff, also Silizium haben wir nicht als reines Silizium, sondern immer als Siliziumoxid, Aluminiumoxid und Eisenoxide verschiedener Art und dieser Sauerstoff, der in der Photosynthese eben freigesetzt wurde, der hatte erst mal viele, viele Millionen Jahre damit zu tun, eben diese Elemente in der Erdkruste alle zu oxidieren und erst als die alle oxidiert sind und erst als das Wasser wirklich gesättigt ist mit reinem Sauerstoff, steigt der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre und erst als der Sauerstoff in der Atmosphäre ungefähr die 20% erreicht hat, die er heute hat, kann dann auf der Erde der nächste Geburtstag gefeiert werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zellatmung und die Entstehung der Tierwelt 00:21:25 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; und das ist ungefähr vor 550 Millionen Jahren und das ist der Geburtstag von denen, die diesen Prozess umgekehrt haben, also das heißt, der Geburtstag von denen, dann schon etwas höheren Lebewesen, die Sauerstoff nutzen, um diese Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen aus dem Organischen, also diese CH-Verbindungen, den Zucker, die Zellulose, die Stärke, um all das wieder aufzubrechen, auseinanderzutreiben und daraus die, was ich jetzt eigentlich gerade unterschlagen habe, die hier eine stark hineinkonzentrierte Energie der Sonne, ohne die das überhaupt nicht ablaufen könnte, wieder freizusetzen, also mit anderen Worten, das biologische Feuer, die biologische Verbrennung, die Zellatmung, in der genau der gegenteilige Prozess von der Photosynthese abläuft und das sind natürlich wir, beziehungsweise unsere Genossen, die Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat Zellatmung schon viel früher auch gegeben, aber in diesem großen Umfang, dass wirklich massiv dann wieder Kohlenstoff veratmet wird und quasi wieder freigesetzt wird in die Atmosphäre, während der Sauerstoff wieder zurückgeholt wird in das Wässrige. Das geschieht durch die Tiere, von denen die ersten als solche wirklich akzeptablen ungefähr vor 550 Millionen Jahren hier auf der Erde erschienen sind. Und mit dem haben wir sozusagen so einen ganz grundsätzlichen gegenläufigen Prozess, wir haben also diesen Umwandlungsprozess, der durch die Photosynthese entsteht, wo eben einerseits, und wenn wir uns klar machen, wie groß diese Erdöl und Kohle vorkommen in der Erde sind, dann können wir uns klar machen, was für eine gewaltige Transformation das gewesen ist, das alles aus der Atmosphäre in die Erdkruste hineinzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig aber auf der Basis von Leben, gleichzeitig auf der Basis von dem, dass da ein immer differenzierteres, immer vielfältigeres, pflanzliches Leben sich auf der Erde entwickelt. Und dann tauchen die Tiere auf und machen den gegenläufigen Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich jetzt einfach mal die Behauptung hier rein stelle, ich behaupte mal einfach, wo ist das Bewusstsein von einem Baum? Jetzt frage ich doch. Wo hat der Baum sein Bewusstsein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Vielleicht. Ja, könnte ich auch mir zustimmen. Und was könnte man sich noch denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Oder ich frage anders, wo ist das Innen von dem Baum? Könnt ihr mir folgen, wenn ich sage, das Innen eines Baumes ist eigentlich ziemlich doll außerhalb seiner Rinde und seiner Blätter. Das Innen eines Baumes, so wie wir ihn erleben, und die Wurzeln erleben wir ja nur bedingt, das, was uns, so wie uns der Baum entgegentritt, so wie in ihm gelebt wird von allen möglichen anderen Lebewesen, ist das außerhalb von seinen physischen Grenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die Krone des Baumes ist sein Innen, aber das ist eigentlich gleichzeitig ein Außen. Könnt ihr da, ohne zu protestieren, mit? Und wenn wir dann sagen, wo ist unser Innen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist das ja irgendwo hier. Und dann kann man hier eigentlich was sehen, dann kann man sehen, dass die Lebensform, die eigentlich ihr Innen-Außen hat, gleichzeitig die Lebensform ist, die den Kohlenstoff von außen nach innen geholt hat, oder holt. Und die Lebensform, die ihr Innen-Innen hat, die bringt den Kohlenstoff wieder nach außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein, fossile Brennstoffe und der Mensch 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und dann kommt irgendwann, das geht dann hier seine vielen Millionen Jahre mit den Tieren, und irgendwann kommt dann der Mensch. Und dann dauert das zwar noch sehr viele Jahre, aber gemessen an diesem Ablauf ist das hier irgendwie noch ein ziemlich kurzes Ende an Zeit, das da drankommt, wo der Mensch sozusagen die Präsenz über die Erde übernommen hat, übernimmt. Und dann immer stärker anfängt, nicht nur zu verbrennen, indem er atmet und indem er Stoffwechsel führt, und nicht nur zu verbrennen, das Holz, das er selber irgendwann mal vielleicht gepflanzt hat, sondern den Kohlenstoff aus dem Erdinneren jetzt wieder rauszugraben und auch den zu verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da haben wir jetzt 150 Jahre, oder sagen wir 250 Jahre, die wir das jetzt machen, in denen wir eine dermaßen gewaltige Entwicklung gemacht haben als Menschheit, das hat sich ja irgendwie wie immer mehr verdichtet, gleichermaßen mit dem, dass sich die Tätigkeit, dieses Kohlenstoff wieder nach außen zu bringen, immer, immer mehr intensiviert hat. Und ich glaube, bei Steiner findet man das in dem heilpädagogischen Kurs, vielleicht auch im landwirtschaftlichen Kurs, an manchen Stellen, das er immer sagt, und das ist eigentlich auch banal, wenn wir nicht ausatmen, fallen wir in Ohnmacht. Wenn wir lange genug die Luft anhalten, fallen wir in Ohnmacht, und zwar nicht wegen Sauerstoffmangel, sondern weil wir uns am Kohlenstoff vergiften, der sich dann in unserem Blut anreichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten, um nicht in Ohnmacht zu fallen, müssen wir den Kohlenstoff immer rausbringen. Um bewusst zu bleiben, müssen wir Kohlenstoff nach außen bringen, die ganze Zeit. Und das ist jetzt nicht einfach nur so kausal zu verbinden, sondern vom Grundding her kann man sich das aber irgendwie, denke ich, sehr klar machen, dass Bewusstsein, also dass das Innen, Innen ist, und über die Evolution des Tierreichs bis zum Mensch zu einem immer mehr sich selber reflektierenden Innen wird, zu einem immer klareren Bewusstsein, um so, also das ist darauf angewiesen, den Kohlenstoff wieder zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann machen wir, dann gibt es eben noch einen Geburtstag, also dann gab es irgendwann den Geburtstag des Menschen, den habe ich überschlagen, und jetzt gab es dann den Geburtstag vor wenigen Jahren des Internets, und einer Bewusstseinsform, die quasi schon außerhalb von uns ist, aber absolut zwingend mit dem Menschen, mit der Menschheit verbunden, die nochmal ein gewaltiger Sprung ist in der Reflexionsfähigkeit, auch wenn das nicht mehr an uns individuell hängt, und das ist unmittelbar verknüpft mit dieser gewaltigen Freisetzung des fossilen Kohlenstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt bin ich ziemlich weit weg von Tierernährung, aber es wird sich alles ordnen, ich will das nur an dieser Stelle bis zu diesem Ende auch sagen, weil ich finde, dass das ein wesentlicher Aspekt ist, den man bedenken kann, wenn man versucht zu verstehen, warum findet Klimawandel statt. Klimawandel findet statt, weil sich der Kohlenstoff in der Atmosphäre so stark wieder anreichert. Und der reichert sich an, weil jemand ihn aus der Erde wieder rausgräbt und ihn verbrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jemand sind wir, und damit gehen Prozesse parallel. Und ich glaube, dass das wichtig ist für uns, damit wir verstehen, ich weiß nicht, ob wir es verstehen, aber damit wir ordnen können ein bisschen, dass so ein Prozess nicht ganz von ungefähr kommt und auch nicht nur als Unfall der Menschheit betrachtet werden kann, sondern eventuell eine sehr starke innere Notwendigkeit hat, wohin auch immer uns das jetzt gerade führt. So, jetzt zurück haben wir also hier die ganz große Einatmung in Bezug auf den Kohlenstoff und parallel dazu die große Ausatmung in Bezug auf den Sauerstoff und dann durch die Tiere und den Menschen schließlich das Gegenteil wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglaublich verdichtet. Also hier zwei Milliarden Jahre, mehr als zwei Milliarden Jahre, bis die ersten Tiere kommen. Nur Einatmung vom Kohlenstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt 200 Jahre lang. Das ist, das ist, bei mir hat neulich, wir heizen zu Hause noch mit Öl, mit so kleinen Ölöfen *[?]*, da gab es einen Verpuffung. Es hat mächtig geknallt und dann habe ich gedacht, also das, was wir eigentlich gerade machen, diese 200 Jahre, das ist auch eine Verpuffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wirklich eine explosive Veranstaltung gemessen an der Zeit. So, Entschuldigung, jetzt kommen wir also nochmal wieder näher an die eigentlichen Prozesse Tier und Pflanze oder Pflanze und Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stickstoffkreislauf und die Rolle der Landwirtschaft 00:32:03 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt gibt es hier noch einen wichtigen Prozess, der zu dem Ganzen dazugehört, den ich jetzt noch nicht angesprochen habe. Da haben wir hier noch den Stickstoff. Und ohne den geht eben auch nix im Leben. Und zwar schon auf der pflanzlichen Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht wahr, dass der Stickstoff nur dem Tier zugehört. Schon die Pflanze kann überhaupt nicht sein, ohne dass sie Stickstoff fixiert. Ohne dass sie Stickstoff aus seiner gasförmigen Existenz, seinem gasförmigen Dasein auch hinein holt in diese selben Kristalle des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das vielleicht so nennen mag. Und die ersten Lebewesen sind sie selbst, also heutzutage brauchen wir dann die Leguminosen, welche die Knöllchenbakterien haben, die ihnen helfen den Stickstoff zu fixieren. Die Bakterien sind selber die Bakterien, also diese Cyanobakterien, die konnten das eben auch schon und holen den Stickstoff hier rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Prozess ist gemessen an diesem schier unendlichen Vorkommen von Stickstoff in der Atmosphäre auch für die Atmosphäre irrelevant. Und für die Erde insofern sehr relevant, weil er quasi diese lebendige, ganz ganz feine lebendige Schicht über der Erdkruste, die durchzieht der Stickstoff, da steckt er mit drin. Überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich muss zugeben, ich weiß darüber zu wenig, wie der ökologische Ausgleich sozusagen damals funktioniert hat. Also wodurch das Gleichgewicht garantiert war, oder ob es eigentlich garantiert war, dass nicht mehr Stickstoff fixiert wurde, als diese lebendigen Schichten eigentlich vertrugen. Aber was wir uns klar machen müssen ist, er wird fixiert, er wird hier rein geholt und der Stickstoff, der kommt nicht so leicht wieder zurück in sein rein Stickstoffsein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern der Stickstoff bildet dann ja Formen, die Nitrit, Nitrat, Ammoniak, Ammonium gelöst im Wasser, Ammoniak das wieder aufsteigt als Gas oder eben Lachgas, also N2O, das als Gas wieder aufsteigt, die jeweils auf die Wärmeverhältnisse, also das Ammoniak und das N2O, auf die Wärmeverhältnisse in der Atmosphäre sehr stark wirken. Also das Lachgas ist ja so mit das stärkste Klimagas, das wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Prozess, das will ich hier an der Stelle eigentlich nur sagen, der ist von Anfang an dabei. Und wenn wir jetzt konkret auf die Landwirtschaft schauen, auf die Prozesse heute, hier und jetzt, was machen wir eigentlich? Dann stehen wir ja als Landwirtinnen und Landwirte eigentlich da drin, dieses Einatmen und Ausatmen die ganze Zeit zu moderieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozusagen, das ist das. Es wird was angebaut und quasi dieser Einatmungsprozess ganz, ganz stark gefördert und intensiviert und dann gleichzeitig im Stall wird dieser Ausatmungsprozess eben auch sehr, sehr intensiv betrieben. Das heißt, dieses Ein- und Ausatmen, da stehen wir völlig täglich drin und ich glaube, dass es eine sehr zielführende oder sehr, sehr, das macht etwas mit einem, wenn man dann jetzt in ein paar Wochen oder vielleicht auch nur noch in ein paar Tagen zum Beispiel übers Feld geht und versucht sich das ein bisschen bewusst zu machen, dass das jetzt losgeht, dieses gewaltige Reinholen von Kohlenstoff jetzt. Und das sind immerhin, große Zahlen, 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, die so reingeholt werden. Und in diesem Einatmungsprozess steht ihr als Landwirte drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder da lauft ihr sozusagen zwischendurch. Und ihr steuert ihn. Und ihr steuert dann diese Transformation in die andere Richtung wieder, in dem Moment, wo ihr füttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kehrt ihr das sozusagen um. Also ihr seid eigentlich an diesen beiden Geburtstagen unmittelbar beteiligt. Ihr initiiert immer wieder beide Prozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist eigentlich auch wunderbar. Und das ist eigentlich ganz, ganz großartig. Und trotzdem ist es heutzutage für uns zu einem riesigen Problem geworden, weil es so eng geworden ist auf der Erde, weil wir so viele geworden sind, weil die Menschheit so unglaublich stark wirksam geworden ist auf der Erde, dass diese Prozesse sich alle durch die Hand des Menschen so zugespitzt haben, dass wir die ganze Zeit uns damit auf einer Gratwanderung befinden zwischen dem, was wir tun müssen, und dem, was wir eigentlich nicht mehr tun dürfen. Und da die ganze Zeit alle in dieser Not drinstecken, was mache ich eigentlich heutzutage als Mensch auf der Erde noch? Warum bin ich hier, wenn ich eigentlich die ganze Zeit mit meinen Händen zwar das Gefühl habe, ich tue eigentlich das Gute, und mir doch sagen lassen muss, ich tue die ganze Zeit das Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da rein müssen wir so ein bisschen schauen, dass wir diese Herausforderung irgendwie klarkriegen. Und das hat ganz, ganz viel dann zu tun mit Ressourcen und Emissionen. Und das sind jetzt eigentlich nur zwei Begriffe, die in dem All mehr drinstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emissionen als solches einfach ausatmen, das ist ja, was einfach passiert. Und da müssen wir jetzt sozusagen schauen, das ist quasi dieser große Stoffwechselprozess, den wir mit der Landwirtschaft führen und ihn manipulieren und ihn damit in ganz, ganz schwierige Zuspitzungen bringen. Ein Beispiel dafür ist jetzt das, was ich hier eigentlich als letztes gebracht habe, das ist der Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überdüngung, Soja-Importe und Gewässerbelastung 00:39:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und damit möchte ich eigentlich anfangen, das Problem aufzumachen. Ich glaube, dass wir mit dem Stickstoff die viel größere Problematik haben, als mit dem Kohlenstoff, als mit dem CO2. Womit ich nicht den Klimawandel kleinrede, sondern womit ich sagen will, wir machen den Klimawandel sehr viel stärker, aus der Landwirtschaft heraus zumindest, sehr viel stärker über den Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir diese Stickstofffixierung eben auch intensiviert und intensiviert und intensiviert haben und total auf die Spitze getrieben haben. Und die ultimative Spitze davon ist das Haber-Bosch-Verfahren, vor ungefähr 100 Jahren entstanden, also entstanden, erfunden worden. Und also damit die quasi sehr, sehr energieaufwendige, synthetische Fixierung von Luftstickstoff und dann haben wir den Mineraldünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir dürfen nicht denken, dass wir, wenn wir einfach keinen Mineraldünger anwenden, von dieser Problematik frei sind. Weil die segensreichen Knöllchenbakterien an den Leguminosenwurzeln, die uns helfen in die Böden einer Biolandwirtschaft und von den Böden in all die biologischen Systeme hinein, also in die Pflanze und dann in das menschliche Lebensmittel und in das Tierfutter, überall den nötigen Stickstoff hereinzuholen. Das machen wir über diese Prozesse mit den Leguminosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht, dass das grundsätzlich immer gut ist, sondern es ist auch hier die totale Frage des Maßes. Es ist die Frage, wie viel Stickstoff wird eigentlich hereingeholt in die Erde und in die biologischen Systeme der Erde, in die Ökosysteme. Und dann haben wir eben eine Leguminose, die Soja, die genauso unschuldig und eine schöne und sehr nützliche Pflanze ist wie viele andere Leguminosen auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wir aber diese Industrialisierung der Tierhaltung gepusht haben in den letzten 70 Jahren vielleicht bis auf einen Peak, der heutzutage nicht mehr tragbar ist. Und dann ist es egal, ob dieser Stickstoff kommt aus einem Haber-Bosch-Verfahren oder aus der biologischen Fixierung. Er kommt einfach, wir nutzen gewaltige Flächen Land außerhalb von Europa oder ich rede normalerweise dauernd über die Schweiz, wir nutzen gewaltige Flächen Land außerhalb der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn es um Bio geht, dann ist das immer noch in Europa, dann war das in der Ukraine oder in Ungarn, also die ganze Donau Soja. Trotzdem, wir brauchen immer etwas außerhalb von unserem Betrieb, wo diese Stickstoff-Fixierung betrieben wird und dann in Form von Sojaprotein in unseren Betrieb hineinkommt, um dort damit Tiere zu ernähren. Und damit überfrachten wir einen Betrieb, damit überfrachten wir eine Region, damit überfrachten wir ein Land oder einen Kontinent permanent mit diesen gewaltigen Mengen von Stickstoff, der ja vom Tier nur sehr sehr ineffizient genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Fall gibt es kein tierisches Lebensmittel, das eine höhere Effizienz für Stickstoff, für Futterstickstoff, also Futterprotein hätte, als maximal irgendwo 30% in der Pouletmast. Da haben wir vielleicht 30% Effizienz, d.h. von 100g Futterprotein haben wir nachher 30g Hühnerfleischprotein. Und in sehr intensiver Milchproduktion kommt man da vielleicht in einen ähnlichen Bereich, aber wirklich nie mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h. 70%, aber oft 80 oder über 90% von dem gefressenen Protein werden ja über was wieder ausgeschieden, über den Harn, über den Urin, d.h. in leicht löslicher Form. Und dann kommt die Kunst des Compost-Managements oder des Gülle-Managements. Wie viel von diesem Stickstoff schaffe ich in meinem System festzuhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viel geht mir grad verloren in die Luft als Ammoniak- und Lachgas? Wie viel geht mir in die Luft verloren beim unprofessionellen Ausbringen von Gülle? Wie viel geht mir eigentlich ins Grundwasser verloren von diesen leicht löslichen Stickstoff-Verbindungen, weil der Pflanzenbestand überhaupt nicht in der Lage ist, das alles aufzunehmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil ich eben letztlich viel zu viele Tiere halte oder ich könnte sagen viel zu viel Futter von sonst wo dauernd auf meinen Betrieb hole und mit diesem Futter diesen Stickstoff, der viel zu viel ist, damit die Pflanzen das zurücknehmen oder erhalten können. Man muss ganz klar unterscheiden zwischen den Stickstoff-Verbindungen im Harn und den Stickstoff-Verbindungen im Mist, die sehr viel stabiler sind. Und nur als ein Beispiel in diesem sehr berühmten DOK-Versuch des FiBL, wo das FiBL seit mehr als 40 Jahren in so einem Plot-Versuch mit vielen, vielen Wiederholungen ein konventionelles oder zwei konventionelle, ein traditionell biologisches, organisches und ein biologisch-dynamisches Verfahren im Ackerbau miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist der biologisch-dynamische Boden der einzige, wo sich Kohlenstoff akkumuliert, jetzt bin ich beim Kohlenstoff, aber kommen gleich zurück zum Stickstoff, wegen, also man kann dann viel spekulieren über die Präparate, aber der große Unterschied ist, dass dort Mistkompost ausgebracht wird und nicht, wie im konventionellen Verfahren, einfach Gülle. Weil im Mistkompost die Verbindungen natürlich viel stabiler sind und das betrifft auch den Stickstoff. Aber den Stickstoff aus dem Harn, den fangen wir eben nicht so leicht wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für uns schwer zu sagen, und ich frage die BodenwissenschaftlerInnen am FiBL immer wieder, könnt ihr mir mal bitte erklären, wie viel Stickstoff, also Nitratstickstoff, verlieren wir ins Grundwasser aus dem Bioboden? Und dann sagen die, das sagen Wissenschaftler immer, das sage ich auch, wenn man so eine ganz konkrete Frage gestellt kriegt, sagt man, naja, das hängt ganz davon ab. Dann gibt es ganz, ganz viele Dinge, wovon das abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber unterm Strich wissen wir nicht, wie viel Stickstoff ins Grundwasser wir aus Bioböden verlieren. Das ist ein großer Punkt, über den Klarheit eigentlich geschaffen werden muss. Und natürlich spreche ich jetzt fachfremd sehr über die Kunst des Ackerbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und um die richtige Führung eben von Mist und allem, aber ich spreche auch über rein die Mengen und das Maß und über das Verhältnis von wie viele Tiere halten wir und wie viel Land haben wir. Und dass wir unabhängig jetzt von allen einzelnen Betrieben im Ganzen das völlig in absurder Weise überziehen. Und das führt dann eben dazu, dass wir ja alle Nordsee-Anrainer sind hier und auch die Schweiz ist ein Nordsee-Anrainer-Staat und das leiten wir alles die ganze Zeit ab über den Rhein in die Nordsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder in anderen Gebieten geht es dann halt über die Donau ins Schwarze Meer oder über irgendwelche Flüsse in die Ostsee, die am stärksten betroffen ist. Wo wir mit dieser Überfütterung dann der Gewässer, seien das hier irgendwelche Teiche, seien das irgendwelche großen Seen oder seien das eben die Meere. Wir überfüttern sie mit diesen leichtlöslichen Stickstoffverbindungen, wir überfüttern sie auch mit Phosphor und auch das hat viel mit der Tierfütterung zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wiederum das Milieu so verändern, dass dort wieder ganz andere Lebewesen bevorzugt werden. Es ist ja nicht, dass der Stickstoff als solcher dann da tödlich wirkt, sondern das gefällt den Bakterien unheimlich gut und plötzlich switchen wir zurück in ein ganz frühes evolutionäres Stadium. Nämlich die sehr einfachen Organismen, also Bakterien, Algen, die profitieren von dieser Überdüngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und erstens decken sie dann, wenn es die Algen sind, zum Beispiel die Wasseroberfläche zu und den komplexeren Organismen da drunter fehlt es an Licht. Fehlt es dann aber auch an Sauerstoff, weil die Durchmischung nicht mehr richtig funktioniert und am Ende findet über diese bakteriellen Prozesse oder auch über die Algen immer immer stärker eine Versäuerung statt. Also dieses klassische Gewässer kippt um, weil es übersäuert ist, nicht eigentlich durch diese Stickstofffrachten selbst, sondern durch die, die darauf leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und plötzlich haben wir ein anderes Umfeld, plötzlich haben wir ein anderes Milieu. Es findet also wieder Evolution statt, aber ein bisschen wie rückwärts. Und diese Prozesse sind eben sehr groß und sie führen dazu, und das schließt dann jetzt den Bogen zum Klimawandel wieder,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie führen dazu, dass wir aus diesen sauer werdenden Gewässern, das sind jetzt vor allen Dingen die Küstengewässer, irgendwo nah am Land, wo das gerade alles ankommt, diese Nährstofffracht, wird es sauer und aus diesem säuerenden Milieu entstehen Lachgasemissionen, also da verbindet sich dann dieser Stickstoff mit Sauerstoff und es entsteht Lachgas. Und diese Lachgasemissionen, das ist ein bisschen schwierig zu quantifizieren, aber ich bin relativ überzeugt davon, dass die in ihrer Problematik dieses ganze Methanproblem bei Weitem übersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte wird nur selten bis immer ganz zum Ende erzählt. Und es gibt so eine Forschungsgruppe in Schweden, der Johan Rockström und seine Kollegen, die haben vor 15 Jahren ungefähr den berühmten Rockström Report herausgegeben, wo sie den Begriff der planetaren Grenzen eingeführt haben und darauf hingewiesen haben, dass wir in verschiedenen Bereichen die planetaren Grenzen überschreiten. Oder bereits überschritten haben und die haben damals schon sehr wohl auf den Klimawandel hingewiesen und tun es auch heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber aus der Perspektive 2009, ganz wenige Jahre her, da war diese Stickstoffüberdüngung in ihrer Auffassung das viel gefährlichere Problem eigentlich. So und jetzt gehe ich den Rhein rückwärts wieder hoch, dann sind wir wieder hier und will eigentlich sagen, dass damit haben wir zu tun, wenn wir Tiere füttern. Weil wir Tiere füttern, also wir können natürlich sagen, damit haben wir zu tun, wenn wir Pflanzen füttern auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fangen ja eigentlich damit an, dass wir die Pflanzen mit Stickstoff füttern müssen. Aber wenn wir dann zwischen die Pflanzen und den Menschen im Sinne einer Lebensmittelerzeugung noch das Tier dazwischen stellen, dann ist das einfach wie sozusagen, wir müssen ein unheimlich großes Schwungrad drehen an Stickstoff, um ein viel kleineres Rad am Drehen zu halten. Und wir müssen die ganze Zeit diese Überschüsse erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen die ganze Zeit mit einem großen Überschuss an Stickstoff arbeiten, um letztlich relativ wenig davon, also sagen wir mal ein Viertel, 25% vielleicht im Schnitt, in ein Lebensmittel hineinzubringen, das dann Fleisch oder Ei oder Milch ist. Und wenn wir jetzt auf einen Biobetrieb oder auf einen biologisch-dynamischen Betrieb schauen, dann ist es ja idealerweise so, sollte es eigentlich so sein, dass wir im Flächenbesatz mit Tieren das alles auch so richtig machen und so bescheiden sind und so zurückhaltend sind, dass das dann trotzdem eigentlich passt, dass wir mit dem, was unsere Tiere hinterlassen, unsere Böden nicht überfordern. Und das liegt mir auch fern, das hier sozusagen grundsätzlich in Frage zu stellen, dass auch alle da dran sind, sich die ganze Zeit damit auch auseinanderzusetzen, wie kann ich das so hinkriegen, dass es passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will uns nur irgendwie gemeinsam darauf aufmerksam machen, da sind wir in diesem Stoffwechsel mittendrin und wir sind Stoffwechselmanager, indem wir diese Entscheidungen auch treffen. Also indem wir Entscheidungen treffen, was baue ich an, was verfüttere ich, wer lebt hier mit auf dem Betrieb, außer den Menschen. Und dann sind wir natürlich Stoffwechselmanager am Futtertisch ganz unmittelbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragerunde: Erdgeschichte, Bewusstsein und Technik in der Landwirtschaft 00:54:14 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt habe ich eine Stunde lang gequatscht und hatte euch eigentlich versprochen, ich wollte mit euch diskutieren. Also ihr dürft mal gerne auch Fragen stellen oder kommentieren oder protestieren zu dem, was ich jetzt alles gesagt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich hätte zwei Nachfragen, Verständnis von. Diese erste große Umwandlung von den anaeroben zu den aeroben lebensweise, ging das über eine ganz lange Zeit rum oder war das eher auch, gibt es dann Daten, kann man sagen, wann war das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Kann ich nicht so gut sagen. Und das sind dann immer Sachen, wo ich, also ich bin ja kein Geologe, das richtig immer genau einzuordnen, wie schnell das war. Das ist mir nicht immer ganz klar und das ist manchmal auch, merkt man, okay, das ist auch gar nicht so ganz einfach zu verstehen und sich vorzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entsteht durch diese Sauerstoffsättigung im Wasser und in der Atmosphäre irgendwann entsteht ein Schwellenwert, den die nicht mehr ertragen. Und wann der genau war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber so ungefähr 200 Milliarden Jahre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ne, 200 Milliarden Jahre, da gab es, glaube ich, die Erde noch gar nicht. 200 Millionen Jahre, meinst du vielleicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ne, Entschuldigung, ich meine 200 Milliarden Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also es hat ungefähr, ne, ich denke, dass das schon viel früher ist. Also es sind ja die ganzen höheren Pflanzen, sind ja alle komplett adaptiert an eine aerobe oder oxygene Umwelt. Ja, das ist ja quasi nur diese allerersten Besiedler des Wassers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gehen dann irgendwann drauf in diesem Moment. Und da bin ich jetzt sehr sicher, das ist viel früher. Also keine Ahnung, vielleicht sind das 100 Millionen Jahre von hier oder 200 Millionen Jahre, aber ich weiß das wirklich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich finde es einfach wichtig, dass man sich das klar macht. Es findet in der Erdgeschichte immer wieder so etwas wie eine Ko-Evolution statt. Also quasi die, die dann leben und ein Milieu haben, die passen sich genau an dieses Milieu an und dann arbeiten die gegen ihr eigenes Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und irgendwann bricht das zusammen. Könnte man so ein bisschen sich fragen, ob wir uns gerade in so einer Phase befinden, wo wir gegen unser Milieu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Und dann für eine zweite, unverständliche Frage, du hast noch eine Zahl, 120 Millionen Tonnen pro Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; 120 Milliarden Tonnen pro Jahr Kohlenstoffassimilierung durch Photosynthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das ist das, was die Pflanzen so reinholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Außer ein bisschen Recht und Verständnis, ich rekapituliere ein bisschen das mit dem Stickstoff. Das mit dem Kohlenstoff konnte ich ziemlich gut begleiten. Und bei dem Stickstoff, das ist eigentlich ähnlich, dass er auch über all diese Jahre in die Erde oder verdichtet, also in den Pflanzen, im ganzen Lebewesen, da reingeholt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann auch, also wiederum, genau wie dann einen Moment gab es, wo dieser Kohlenstoff wieder freigesetzt wurde, fing dieser Stickstoff auch freigesetzt zu werden. Also die Tiere, die haben auch damit was zu tun. Und der kommt aber irgendwie in eine schelmliche Form in die Atmosphäre und nicht in diese ursprüngliche Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das ist so, dass quasi so wie die Tiere den Kohlenstoff verstoffwechseln, Entschuldigung, den Stickstoff verstoffwechseln, kommt es am Ende zu diesen löslichen Stickstoffverbindungen, die also im Wasser löslich sind, aus denen Lachgas gebildet werden kann. Und das ist in großen Mengen der Atmosphäre sehr schädlich. Aber, also was heißt der Atmosphäre schädlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eigentlich das falsche Wort. Es wirkt wärmend auf die Atmosphäre. Und inwieweit das im Ungleichgewicht bereits gewesen wäre, bevor der Mensch kommt, also wir haben ja dann noch einen langen Zeitraum, wo hier irgendwie Elefanten und Dinosaurier und wer auch alles unterwegs sind, inwieweit dort eine Stickstoffproblematik schon entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entzieht sich meiner Kenntnis, das weiß ich nicht. Ich weise eigentlich nur darauf hin, dass mit dem Menschen oder jetzt mit der Industrialisierung und Verdichtung des Menschlichen auf der Erde jetzt dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es solche Ungleichgewichte auch vorher immer mal gab und dass auch Artensterben auf der Erde mal gewesen sind, aus dem Grund, dass sowas über die Maßen stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das weiß ich nicht. Ich fokussiere jetzt mit meiner Aussage auf die menschliche Tätigkeit. Und die schließt sozusagen Leguminosenanbau und Verfütterung genauso ein wie Mineraldünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, das war eine Sache. Das andere ist, jetzt fahrst du ein bisschen philosophisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Gerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also du hast das dann im Verhältnis gestellt, also diese Bewusstseinentwicklung des Menschen mit dieser Freisetzung von Kohlenstoff, aber auch mit dem Stickstoff irgendwie. Und wenn das dann so ist und man kann es einfach beobachten und feststellen, dass manche Sachen irgendwie nebeneinander laufen, das geht sozusagen weiter. Und wenn man auch auf sich selbst schaut und sich fragt, was will ich eigentlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will irgendwie immer mehr Bewusstsein, oder jetzt in einem Internet oder so, man will immer mehr entwickeln, diese Seite. Das würde aber auch bedeuten, dass diese Kohlenstofffreisetzung auch noch größer werden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das tut sie ja auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, eben. Aber ich glaube, wir wollen jetzt in Bezug auf der Biologie, auf der Psychologie diesen Kohlenstoff so wenig wie möglich freisetzen und mehr wieder in die Erde rein. Aber andererseits wollen wir nicht irgendwie diesen Bewusstseinsentwicklungsprozess anders umlenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so der philosophische Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also 100% Zustimmung, das ist irgendwie auch unser philosophisches Dilemma, oder? Also wie lösen wir das auf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Und dann gibt es dann eine große Frage. Na gut, viele Wege, aber vielleicht erstmal so zwei Möglichkeiten. Müssen wir auch in dieser Seite des Bewusstseins etwas verändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Selbstentwicklung sozusagen. Und dann steht das anders im Verhältnis, oder das geht dann in eine andere Richtung, auch mit dem Kohlenstoff, die ganze Freisetzung. Oder wollen wir versuchen, da weiter in diese Einseitigung zu entwickeln mit diesem Bewusstsein und irgendwie trotzdem diese andere Seite, die korrelativ ist mit dem Kohlenstoff, versuchen zu, ja, weniger zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was irgendwie so ein bisschen unmachbar ausscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Was meint ihr dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist dann vielleicht die Frage, was für eine Art Bewusstsein wir uns erschaffen wollen. Oder wie wir es halt anders gestalten können, ohne dass es diese Korrelation gibt. Also dann ist ja eher die Frage, was brauchen wir dafür, damit es nicht nur darauf aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schaffen wir uns einen Wert, der ohne diese Ressourcen klarkommt? Ich glaube, das ist ganz viel innerer Prozess und sich vielleicht auch von vielen äußeren Sachen, die wir uns halt gerade angeeignet haben, auch wieder lösen. Ja, aber ich meine, das ist ja genau die Frage, in der wir gerade leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriegen wir das hin oder kriegen wir es nicht hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also du hast jetzt gesagt, eine Frage, die da drin steckt, ist, sind wir bereit, anzunehmen oder hinzunehmen, dass es vielleicht alles ganz anders wird, als es gerade ist. Oder dass das, wie wir geboren sind alle und wie wir hier leben in dieser schönen, reichen Welt, sich auch auflösen muss. Aber die Frage ist, haben wir das Vertrauen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder haben wir auch das eigene Ziel, in so etwas Offenes reinzugehen. Aber Zukunft kann ja nichts anderes sein, als etwas Offenes. Wenn wir genau wissen, wie die Zukunft wird, dann ist sie ja eigentlich schon, also das wissen wir eigentlich immer nur über die Vergangenheit genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Meine Intuition wäre ein bisschen, dass, so wie wir halt in einer Zeit leben, wo man irgendwie einsieht, dass es halt kein ewiges Weiter, also diese Narrativ vom ewigen Wachstum irgendwie nicht mehr funktioniert und die planetaren Grenzen stoßen, würde ich fast vermuten, dass es dann mit dem Bewusstsein irgendwie auch so ist. Dass es eigentlich schlecht denkbar ist, dass das Bewusstsein, weil es so schön ist, immer weiter wachsen könnte und nicht angewiesen ist. Also nicht in dem Verhältnis steht, dann doch zu den Ressourcen, die dieser Planeten auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also stimmt total dem Bezug, was mir gerade gebrochen hat. Deswegen sind wir ja auch alle hier, wir merken ja alle, dass wir echt was richtig radikal ändern müssen. Aber was, ob es dann, also ich meine, wenn du das so ausgedrückt hast, dann ist das ja auch fast mit Händen fühlbar, dass wir jetzt sozusagen, dass es wieder so ein Massenaussterben geben wird, wo sich das wieder in anaerobe Verhältnisse zurückbildet und wieder ganz andere Lebewesen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht geht es ja doch auch anders und weniger apokalyptisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Wir kommen übrigens nachher nochmal, also es gibt ja noch letzte anaerobe Gäste auf der Welt. Oder vielleicht auch nicht nur Gäste, wir haben ja mit denen zu tun. Und insbesondere zum Beispiel im Vormagen der Kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommen wir nach dem Mittagessen gleich drauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will noch dazu sagen, es ist anders genau in diese Richtung, wo man jetzt die Zukunft der Landwirtschaft denkt. In diese, wie nennt man das, also mechanisierung, also automatische Mechanisierung, wie nennt man das? Also das in diese Seite geht, die über dieses Bewusstsein, der sich über das Internet ausbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt Internet als allgemeiner Begriff, also halt etwas, was man irgendwie programmiert und ein Stück weit von sich selber, also sich selbst, aus sich selbst ausregelt. Geht man in eine solche Richtung mit der Technik? Oder geht man in eine Richtung, also das Bewusstsein, das wird nicht weniger sozusagen, aber in die Richtung, was du am Anfang gedeutet hast, dieses Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was im biologischen Menschen dann irgendwie da steckt. Ja, ich benutze die Technik, die bessere Technik, aber in Richtung des, wie ich das mit meinem Bewusstsein umfange, geht das in die Richtung des Internets oder das ist ein Bewusstsein, der sich von alleine funktioniert oder ob ich immer noch dahinter stehe und das machen kann. Sozusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also einfach, das sind zwei verschiedene Bewusstseinsentwicklungsrichtungen von da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also so ganz grob gesagt. So? Ist das die Frage eigentlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber geht das überhaupt? Weil Technik braucht ja auch Streng. Also das muss ja auch irgendwie herkommen, somit die läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du machst es dann selber oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, das hieße ja jetzt noch nicht gleich, dass gar keine Menschen mehr da sind. Also so, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich fand halt spannend, als Ausdrucksprobe, dass du gesagt hast, um bewusst zu bleiben, müssen wir dem Kohlenstoff loswerden. Man denkt immer, wir brauchen Sauerstoff, um zu leben. Ja, wir müssen uns brauchen, um Sauerstoff zu haben, aber nicht für Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und deswegen, es gibt ja gerade mal dieses Bild, wir sind nur noch Köpfe und haben so einen Daumen zum Scrollen und mehr brauchen wir eigentlich gar nicht mehr, um in unserer Technikwelt zu überleben. Also die braucht dann keinen Sauerstoff in dem Maße, wie wir jetzt auf dem Feld brauchen, um unsere Muskeln zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Aber genau diese Welt ist total auf permanente Verbrennung angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, also dabei stelle ich mir so Sachen vor, wie diese Doppelmesser, wie heißt denn das, diese Schmetterlingsmähwerk. Also das ist eine, in sich, also jetzt vom Stoff, von Energieverbrauch gesagt, das ist viel weniger, aber das ist so eine spitze Technik, das ist jetzt im Sinne der Technikentwicklung, das ist ganz hoch. Und das ist trotzdem nicht, ja, das sind eben verschiedene Ansatzpunkte, wie man das macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erfordert richtig viel Handwerk im Sinne des, wie bin ich mit dem Prozess, mit dem Bewusstsein verbunden, weil, also das macht eine wunderbare Arbeit, aber erst, wenn ich dann die Bedingungen, wenn ich das alles richtig gut in mein Bewusstsein mit ein, wie nennt man das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Einbezieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Einbezieher, ja. Wir machen mal ein Teppich, das ist Airflash *[?]*, oder? Und eine andere Technik, das ist irgendwie Aufbereitung, solche Sachen, die weißen, das funktioniert irgendwie in allen, das ist eine Sache, die man auch automatisieren kann, sind Sachen, es gibt Prozesse, die sind, man könnte das automatisch machen mit künstlicher Intelligenz, weil das irgendwie das hat, das schafft irgendwie alle Bedingungen, und das kann man dann laufen lassen, das funktioniert schon, aber das ist dann der andere Grad der Feinheit sozusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also beide sind sozusagen von der Technik her so richtig spitze, aber eine kann man mechanisieren und automatisieren und mit künstlicher Intelligenz, und das andere ist immer so, man sieht, boah, eigentlich braucht der Mensch noch da im Zentrum, noch dahinter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Aber eben, also es gibt dann ja wie mehrere Stufen, also ich glaube, dass es nicht mehr weit, und wir werden Bauernhöfe oder Produktionsorte haben, wo Lebensmittel ohne Menschen von KI produziert werden, da bin ich sicher, das wird da sein. Dann, also ich weiß nicht, ob ihr den zufällig kennt, ob der hier auch mal herkommen durfte, Tom Saat, das ist ein Demeter-Landwirt aus Holland, ein ganz, ganz spannender Mensch, und der sich sehr viel damit beschäftigt, wie er mit Digitalisierung im Ackerbau auf seinem Betrieb arbeiten kann. Und er hat jetzt also, glaube ich, seine ganze Anbautechnik und Erntetechnik über GPS automatisiert eigentlich, also er läuft auch nur noch neben dem Traktor her, der Traktor lenkt sich selbst entsprechend seinen GPS-Signalen, und der Tom Saat, wenn man den als Mensch so wahrnimmt, das ist jemand, der unheimlich drinsteht, ja, und das ist wirklich ein Bauer, also der ist da dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er sagt, aber warum soll ich da irgendwie am Lenkrad drehen und mir Rückenweh machen, wenn das die Technik viel besser kann? Ich muss nur wissen, was ich will. Das wäre ja so eine Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere, habe ich gesagt, also vollständig automatisiert, dann so ein Tom Saat, der also seine Computer für sich arbeiten lässt, aber er ist der Chef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Er ist dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Könnte man jetzt auch ein anderes Beispiel nehmen, in einem Gemüsebetrieb, wo dann mit so Jät-Robotern, die da rumfahren und Unkraut und Kulturpflanze viel besser unterscheiden können als wir. Aber, da ist dann eben der Bauer noch dabei, der Chef-Chef ist noch dabei, aber was ist mit dem unglaublich tollen Menschen, der da eigentlich auch immer gearbeitet hatte, der Down-Syndrom hat zum Beispiel, der das wahnsinnig gut kann, der unheimlich gut diese Pflanzen pflegen kann, der aber in dieser technologisch gesteuerten Prozessabläufe nichts mehr beitragen kann. Was ist eigentlich mit dem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist noch eine andere Seite. Wir können immer sagen, ja, ich bin ja noch dabei. Ich bin ja der Chef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber außer mir gibt es ja noch eine ganze Menge andere, die eigentlich auch mal dabei waren, bis hin zu den Tieren, bis hin zu der Frage, warum darf eigentlich das arme Pferd oder der arme Esel oder der arme Ochse nicht mehr mitmachen bei meinem Ackerbau. Ja, weil ich die outgesourcht habe an die Technik und Vorsicht, ich mache jetzt ein bisschen wie einen Rückgriff auf etwas nostalgisch Altes. Ich will nicht sagen, wir müssen jetzt zwangsläufig dahin zurück, das ist vielleicht ein Dilemma, aber ich will sagen, es bleiben immer welche dabei auf der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Schritt der Technisierung. Entschuldigung, irgendjemand hatte sich gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich nenne nur, um es noch ein bisschen weiterzuspielen, es gibt ja noch extremere Formen, also auch gerade in Holland dieses Vertical Gardening nennt sich das. Also es sind einfach so Systeme, da werden Pflanzen, die hängen halt in irgendwelchen Regalen drin und werden mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Da gibt es gar keine Erde mehr, da gibt es gar keine Tiere mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es nur noch Steuertechnik, Ingenieure und Hilfskräfte, die irgendwas sauber machen. Also da gibt es Leute, die sagen, das ist die Zukunft der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jaja und da wird auch, da werden Milliarden und Milliarden reingepumpt, um das zu erforschen, weil je mehr man das artifiziell hat, sozusagen im Greenhouse und quasi alles übereinander und keine Ahnung, die Fische fressen, was oben die Hühner reinscheißen und auf dem Abwasser züchten wir dann wieder irgendwas. Das sind dann ja sozusagen perfekt geschlossene Kreisläufe, die kann man weitgehend emissionsfrei machen. Im ganzen Kontext Klimawandel ist das total relevant, aber es ist extrem weit weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem da. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja. Ja. Genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber braucht man denn, also ich stell mir immer die Frage, braucht man denn Vertical Farming, wenn man nicht einfach die Nutzung der ganzen Flächen ändert und die sinnvoll gestaltet? Also sollte man vielleicht erst mal das probieren, bevor man sich irgendwas überlegt, damit man trotzdem immer noch, also wenn man eigentlich ja verhindern will, dass so viel Soja und so viel dies und jenes für Tiere angebaut wird, was die aber eigentlich schlechter werden und nicht fressen, dann kann man doch einfach auch die Flächen nehmen und muss dann nicht irgendwelche, also das ist so, hä? Also, ja, das ist ein netter Ansatz, aber irgendwie, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächennutzung weltweit und das Potenzial von Grünland 01:17:20 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also aber danke für die Überleitung. In den letzten sieben Minuten würde ich das gerne aufnehmen und um dieses Thema hier Ressourcen eigentlich oder Ressourcen und Emissionen noch so weit rund zu machen, dass wir dann Nachmittagessen auch zu was anderem gehen können. Das ist genau eine sehr, sehr wesentliche Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gehen wir mit den Flächen um, die wir haben? Und ich hätte jetzt, das dauert aber jetzt gerade zu lang, diesen Beamer anzuschmeißen hier, sonst hätte ich euch jetzt da so eine Grafik gezeigt. Anhand von globalen Daten ist das von der FAO zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Ressourcen stecken wir eigentlich rein global in die Tierhaltung oder tierische Produktion, wenn man es mal so nennt. Und das haben sie unterschieden nach einerseits Wiederkäuern und andererseits Nicht-Wiederkäuern, also im Wesentlichen Geflügel und Schweine. Und die Frage war erstmal, wie viel Hektar Land fließen da rein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar erstmal die Frage, wie viel Hektar Ackerland fließen da rein? Und ich muss es jetzt auswendig können, aber es ist ungefähr, glaube ich, die Größenordnung, dass wir weltweit ca. 300 Millionen Hektar Ackerland brauchen, um Schweine und Geflügel zu füttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir brauchen auch ca. 300 Millionen Hektar Ackerland, um Wiederkäuer zu füttern. Und die Frage ist, was kommt dabei raus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kommt raus, 35 Millionen Tonnen Protein pro Jahr. Ungefähr, glaube ich, 35 Millionen Tonnen Lebensmittelprotein, also Fleisch, Milch, Ei, pro Jahr. Einerseits auf dieser Geflügel- und Schweineseite, andererseits auf der Wiederkäuerseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben ungefähr den gleichen Input für Wiederkäuer und für Geflügel und Schweine. Und wir haben auch ungefähr den gleichen Output. Was stimmt nicht an der Geschichte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das habe ich unterschlagen. Das habe ich natürlich auch unterschlagen, das ist natürlich sehr, sehr wesentlich. Und da sage ich jetzt nur einfach, okay, das sind die Hektar, die wir sozusagen aus der menschlichen direkten Ernährung rausnehmen und damit Tiere ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt, aber ich habe bei den Wiederkäuern was unterschlagen. Das Grünland. Also ich spreche hier von 300 Millionen Hektar da, 300 Millionen Hektar da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier haben wir die Wiederkäuer und da kommen nochmal 2 Milliarden Hektar permanentes Grünland dazu. 2 Milliarden Hektar, das umschließt alles. Das umschließt natürlich auch Buschland irgendwo in der Subsahelzone, wo fast nichts wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entschließt auch ein Fruchtfolge-Kleegras zum Beispiel. Diese Sachen, also Crop Rotation ist da mit drin. Und dann sehen wir, irgendwas stimmt doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwo haben wir ein Problem. Warum schaffen wir es nicht mit 2 Milliarden Hektar? 2 Milliarden Hektar Grünland plus 300 Millionen Hektar Ackerland mit den Wiederkäuern mehr zu produzieren, als mit den Geflügel und Schweinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist der Fehler? Und dann ist meiner Meinung nach, das kann man ganz, ganz klar zeigen auch, der eine große Fehler ist darin, dass wir das Grünland viel zu ineffizient nutzen. Dass wir nicht das mit dem Grünland machen, was wir mit ihm machen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine gewaltige Ressource, die wir haben und ja nicht nur eine Futter-Ressource. Das ist ja auch eine Ökosystem-Ressource. Das ist ein Habitat oder das sind riesige Habitate für alle möglichen Lebensformen, die in diesem permanenten Grasland existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind gewaltige Kohlenstoffsenken. Also in den Böden unter permanentem Grasland ist ja ein gewaltiger Kohlenstoffspeicher. Und all das nutzen wir total unvollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich es jetzt in 2 Minuten ganz grob zusammenfasse, ganz verkürzt, dann ist das Problem in den entwickelten Ländern, also zum Beispiel in Europa, dass uns dieses blöde Grasland einfach viel zu teuer ist. Und dass wir es deswegen entweder gar nicht mehr nutzen, das betrifft jetzt vor allen Dingen in den Bergen, also Mittelgebirgen, alle möglichen steilen Lagen, in den alpinen Regionen wird es gar nicht mehr genutzt. Oder vor gar nicht kommen noch alle möglichen anderen Schritte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also kommt der Schritt jetzt, wenn ich über die Alpen spreche, ursprünglich hat man sehr intensive Milchproduktion auf den Alpen betrieben. Das heißt aber, diese Hüterei, diese ganze Alpwirtschaft, das ist arbeitsintensiv, das bedeutet menschliche Arbeit, die man auch nicht ersetzen kann. Das bedeutet eben auch handwerkliches Melken zum Beispiel, weil ich ja nicht irgendwie oben auf der Alp einfach ein Melkroboter hinstellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist zu teuer, deswegen erwirtschaftet man mit dieser Milch, obwohl die Milch wertvoll ist, weniger, weil man so viel Input hat, als wenn man da zum Beispiel umstellt auf Mutterkühe. Wenn ich aber auf einem Hektar Milch produziere oder mit Mutterkühen Fleisch produziere, hole ich von diesem Hektar mit den Fleischkälbern wesentlich weniger, viel, viel weniger Protein runter. Bei gleich vielen Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gleich viele Tiere da rumstehen, die das fressen, die das vielleicht auch schön erhalten, theoretisch das Land, in dem sie es, wenn ich es gut bestoße, die rumfurzen und rumrülpsen. Und ich habe mit dem Mutterkuhkalb weniger als die Hälfte des Lebensmittelproteins, als hätte ich Milchkühe. Und das ist so der erste Schritt in der Schweiz zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also erst waren da Milchkühe, dann kommen die Mutterkühe und dann kommen die Schafe. Und die Schafe werden eigentlich überhaupt auch nicht mehr richtig genutzt, sondern das ist dann eigentlich nur noch Landschaftspflege, um diese Landschaften offen zu halten, um diese Biodiversität zu erhalten, alles gut. Aber es ernährt nicht mehr den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Schöne an der Graslandbewirtschaftung mit Wiederkäuern ist ja eigentlich, wenn wir es richtig machen, dass wir gleichzeitig Ökosysteme erhalten und fördern und gleichzeitig Boden aufbauen, ganz konkret Boden aufbauen und gleichzeitig Lebensmittel erzeugen, von denen Menschen leben können. Und wenn man das jetzt, da kann man jetzt sagen, ja die paar Weiden da in den Alpen, das ist auch völlig egal, nur schade drum. Aber wenn wir uns klar machen, welche gewaltigen Flächen das betrifft,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Beispiel in Zentralasien, also in den ehemaligen Sowjetrepubliken dort oder in Zentralchina, da ist so viel Grasland, da spreche ich jetzt aus sehr unmittelbarer Erfahrung, weil ich da gearbeitet habe in Kirgisistan und in China, da ist so eine riesige Ressource da, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen schlecht gemanagt wird. Und dann, im Gegensatz zu Europa hier, wo wir das Land einfach verganden lassen und nicht mehr nutzen, wird es dort dann übernutzt, hat man viel zu viele Tiere, sehr oft sind das Schafe oder Yaks, die auch sehr, sehr tief fressen und durch dieses tiefe Abfressen die Grasnarbe schädigen und es gibt eine gewaltige Bodenerosion. Also erst erodiert die Grasnarbe, dann ist die Pflanzendecke weg, dann kommt die Dürre, dann kommt der Wind und dann ist der Boden weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat eine Dynamik, die ist ein bisschen atemberaubend und es ist sehr deutlich, das kann man an verschiedenen Projekten dort oder an verschiedenen Orten auch sehr deutlich zeigen, dass man ein gewaltiges Potenzial hätte in solchen Regionen, gleichzeitig die Nachhaltigkeit, also den Erhalt dieser eigentlichen Ökosysteme, den Erhalt der Böden und eine Überproduktion an Lebensmitteln, also das heißt, mehr Lebensmittel zu produzieren, als diese Menschen dort unmittelbar für sich brauchen, damit ein Wert haben, eine Wertschöpfung, die nach außen gegeben werden kann, damit den Wohlstand der Menschen erhöhen könnte. Das geht eben im Fall vom Grasland parallel zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beschäftigen uns sozusagen im globalen Norden mit unendlich viel Forschungsgeld, mit den Fragen, ob wir den Milchkühen noch 2000 Kilo mehr pro Jahr entlocken können, durch entsprechende genomische Zuchtwertschätzung oder was auch immer, ob wir noch mehr Erträge schaffen können durch gentechnisch veränderte Pflanzen auf unseren Ackerflächen. Wir pumpen da unendlich viel rein und ich bin überzeugt, den viel größeren Erfolg könnten wir haben, mit sehr grundlegenden Techniken der Landnutzung, die alle wissen, die die Menschen dort vor Ort auch wissen, die sind ja nicht blöd, die haben ihre Traditionen und es hat sich über Jahrhunderte in den Traditionen, es ist da ja nicht das passiert, was jetzt passiert, dass sie die Böden verloren haben, sondern sie haben die Böden aufgebaut, die wir heute verlieren. Und da ist sozusagen ein ganz wesentlicher Angelpunkt für mich meiner Meinung nach in der Frage, wie nutzen wir eigentlich Grasland global und dann müssen wir immer vor unserer eigenen Haustür anfangen und uns fragen, wie nutzen wir unser Grasland hier?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wie betreiben wir eine Wiederkäuerwirtschaft so, dass wir daraus tierische Lebensmittel erzeugen, die nicht in dieser Nahrungsmittelkonkurrenz stehen? Das ist der eine Punkt, der in die Richtung geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, dann hätten wir ja 300 Millionen Hektar für andere Nahrungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Genau, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Das wäre ja richtig zu brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, genau. So, und jetzt sind unsere Nahrungsmittel auch schon warm und warten. Also danke euch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Admin</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=F%C3%BCtterung,_Teil_1_-_ein_Vortrag_von_Florian_Leiber,_2023&amp;diff=28696</id>
		<title>Fütterung, Teil 1 - ein Vortrag von Florian Leiber, 2023</title>
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		<updated>2026-10-11T14:27:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Admin: &lt;/p&gt;
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|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Transkription des 1. Vortrags vom 1. März 2023 ==&lt;br /&gt;
+++ dies ist ein maschineller Rohtext - er muss noch von Menschenhand überarbeitet werden. Willst du [[MitTun bei biodyn.wiki|MitTun]]? +++&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung und biografischer Hintergrund 00:00:09 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, einen schönen guten Morgen euch allen. Ich freue mich riesig, dass ich hier heute sein darf, weil ich war tatsächlich noch nie auf dem Dottenfelderhof. Das ist eigentlich fast ein bisschen merkwürdig, dass ich hier nie war, aber so ist das. Ich finde es super, dass ich hier sein kann und dass ich hier zu euch sprechen darf und euch verschiedene Dinge, verschiedene Aspekte des Fütterns landwirtschaftlicher Tiere mit euch besprechen kann. Ich hoffe auch sehr, dass das so wird, dass wir gut auch miteinander ins Gespräch kommen darüber. Mein Name ist Florian Leiber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich arbeite am FiBL, wie die Anne Spengler, die gestern hier war. Wir sind gemeinsam im gleichen Departement für Nutztierwissenschaften am FiBL. Ich komme nicht aus der Schweiz, wie man vielleicht hört, anders als die anderen. Ich weiß nicht, wer von euch das Gut Rothenhausen kennt in Schleswig-Holstein bei Lübeck. Ein großes Demetergut und dort sozusagen hinten raus, wenn man da durch die Felder läuft, dann kommt man in ein kleines Dorf, das heißt Klein Schenkenberg, da bin ich aufgewachsen. Und als ich ungefähr zehn war, haben die Rothenhausener da angefangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser Dorf bestand und besteht eigentlich nach wie vor tatsächlich nur aus Bauernhöfen. Alte, traditionelle, gemischt Betriebe, konventionelle Bauernhöfe, die alle sehr erregt waren darüber, dass da plötzlich irgendwelche Städter aus Nordrhein-Westfalen kamen und in Schleswig-Holstein die Frechheit hatten, ein Gut zu kaufen und da biologisch dynamische Landwirtschaft zu machen. Und man hätte denen tatsächlich die Hand nicht gegeben. Also meine Eltern glaube ich schon, aber die anderen nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt habe ich vor einem Jahr oder so mit einem alten Bauern aus unserem Dorf gesprochen, einer derjenigen, die wirklich am stärksten abgelehnt haben, was in Rothenhausen so lief. Und irgendwie kamen wir auf Rothenhausen und dann sagte er zu mir, der ist jetzt irgendwie knapp 80, hat seinen Hof abgegeben, wenn ich auch mal anfangen würde, jetzt würde ich biologisch dynamisch machen. Sag ich, wieso das denn? Sagt er, weil das sind die Einzigen hier, die noch Handwerk können, die das Bauern wirklich noch können. Und das hat mich wahnsinnig gefreut, dass da jemand in seinen alten Jahren plötzlich doch oder über die Jahre hinweg gesehen hat, den Wert, der da geschaffen worden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und genau, da bin ich aufgewachsen. Unser Betrieb war eigentlich kein Betrieb mehr, da gab es nur noch sehr wenig Land. Wir hatten immer Schweine, wir hatten immer zwei Sauen, die dann beide zweimal im Jahr geferkelt haben. Also wir haben so ein bisschen Ferkelproduktion gemacht. Aber meine Familie, das war alles irgendwie anders, mein Vater war Arzt und ich wurde auf die Waldorfschule geschickt. Ich habe dann später in Russland die Landwirtschaft wie noch mal neu kennengelernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich hatte eigentlich Deutsch und Germanistik studiert. Ich habe dann, wenn in Russland eigentlich in den 90er Jahren, als da gerade totales Chaos herrschte und diese Kombinate alle zusammengebrochen waren, Landwirtschaft dort gesehen und habe verstanden, was es für eine Katastrophe ist, wenn eigentlich dieses landwirtschaftliche Wissen, das handwerkliche Wissen eben wieder so abgeschnitten wird und so verloren geht, wie es durch die Sowjetzeit geschehen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat in mir was ausgelöst, dass ich gefunden habe, ich möchte eigentlich doch Landwirtschaft machen, habe eine Lehre begonnen in der freien Ausbildung Norddeutschland auf dem Hof zur Hellen im Windrather Tal. Nach einer Weile gemerkt, dass was die da an den Seminaren immer erzählen am Wochenende, das habe ich alles in der Waldorfschule schon gelernt. Und Treckerfahren konnte ich ja und wie man ein Ferkel in der Sau dreht, wusste ich auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann habe ich das abgebrochen, wieder diese Ausbildung und bin nach Berlin gegangen, habe dort Landwirtschaft studiert. Die auf dem Hof zur Hellen haben dann zu mir gesagt, du gehst zu unseren ärgsten Feinden jetzt. Vielleicht war das auch so. Habe dann da mein Diplom gemacht und bin danach, habe ich das Glück gehabt, dass ich nach Zürich gehen konnte an die ETH, die Hochschule dort und eine Doktorarbeit bekommen habe, die durfte ich machen über Kühe auf der Alp. Auf den hohen Alpen in Graubünden war die Frage, was macht eigentlich so eine Alpweide oder die Situation dort, was macht das eigentlich mit der Kuh, was passiert da eigentlich stoffwechselmäßig, was passiert da mit der Milchqualität und so auf den Alpen. Das durfte ich zwei Jahre lang, durfte ich da auf den Alpen mit den Kühen über die Wiesen ziehen und immer neben ihnen das Futter sammeln, das sie gerade gefressen haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und seitdem bin ich in der Schweiz geblieben. Nach dieser Doktorarbeit war ich dann drei Jahre am Goetheanum beim Nikolai Fuchs. Das hat mich dann immer wieder so ein bisschen rausgedrängt aus der Demeter-Szene. Und dann konnte ich zurück, bin ich in die Wissenschaft zurückgegangen und bin jetzt seit elf Jahren am FiBL, wo die Anne *[?]* auch herkommt, also Forschungsinstitut für biologischen Landbau. Und all die Jahre hat mich die Ernährung der Tiere, war eigentlich immer mein Hauptthema. Und auch nicht nur in der Forschung, sondern auch im Unterricht, also ich unterrichte relativ viel in der biologisch-dynamischen Ausbildung auf der Rheinau in der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und auch zum Teil noch an der Hochschule. Genau, und ich habe mich auch von den verschiedensten Seiten damit auseinandergesetzt und so ein bisschen werde ich jetzt versuchen, euch verschiedene Aspekte nahe zu bringen. Ich habe gehört, ihr seid am achten Vortrag. Das heißt, ihr beschäftigt euch auch gerade von der Seite des landwirtschaftlichen Kurses auch mit Fütterung. Darauf werde ich jetzt direkt wenig eingehen, aber ich hoffe eigentlich sehr, dass ihr das verbinden könnt, dass ihr Verbindungen schlagen könnt zwischen dem, was ihr da gerade lest und dem, was ich sage. Und immer gern auch einfach reinreden und diskutieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stoffwechsel der Erde: Photosynthese und Kohlenstoff 00:07:08 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ich hole euch von weit, also wir machen ja, das wird jetzt ein großer Bogen erstmal. Also wir fangen an vor 2,7 Milliarden Jahren. Und wir werden jetzt im ersten Teil, wir haben drei Teile, im ersten Teil werden wir sehr stark sprechen, also jetzt erstmal eigentlich werde ich sprechen über den Stoffwechsel. Zur Fütterung gehört der Stoffwechsel des Tieres, aber es gehört im Ganzen auch dazu der Stoffwechsel der Erde. Und da ausfange ich ganz erstmal an. Wir werden dann in diesem ersten Teil sprechen über Ressourcen eigentlich, wo kommen eigentlich unsere Futtermittel her, was bedeutet das, die Erzeugung von Futtermitteln und das Füttern von Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir werden im zweiten Teil nach dem Mittagessen uns beschäftigen mit der Verdauung der verschiedenen Tiere, die wir auf dem landwirtschaftlichen Betrieb haben, also Wiederkäuer, Geflügel und Schweine. Insbesondere stark mit dem Wiederkäuer. Und wir werden im dritten Teil intensiv nochmal darüber sprechen, was bedeutet Fütterung eigentlich für das Tierwohl. Was bedeutet eigentlich artgerechte Fütterung oder was bedeutet tiergerechte Fütterung. Und was gehört da als Aspekte dazu, so ein bisschen auch aus dem Anspruch heraus. Wir wollen ja vielleicht nicht nur, das ist noch selbstverständlich, dass wir wollen, dass es den Tieren gut geht auf unseren Betrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir wollen ja eigentlich auch, dass die Tiere wirklich etwas davon haben. Und das ist eine immer wieder große Herausforderung und schwierige Frage. Was ist denn das? Wie kommt man zu dem, dass die Tiere von diesem Deal Landwirtschaft, den man da zwischen Mensch und Tier und Pflanz und Boden schließt, was haben die Tiere davon?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also, vor 2,7 Milliarden Jahren, da waren wir alle noch nicht geboren, da waren wir alle auch noch nie geboren. Sicher nicht. Da waren wir noch nicht so richtig dabei. Aber die Erde, die gab es schon. Und die Erde war in dem Zustand, dass sie sich eigentlich wie gekristallisiert hat. Also es war eine geologische Erde da, die zu sehr großen Anteilen aus Wasser bestand. Oder aus Wasseroberfläche, sagen wir so. Aber auch Land war da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sich sozusagen vollständig getrennt hatte von einer Atmosphäre, also einer Lufthülle, die da außen herum lag. Und vor 2,7 Milliarden Jahren war eben Geburtstag. Da hatte sozusagen das Leben Geburtstag. Da hat sich auf dieser Erde, auf der wir jetzt hier heute stehen, etwas vollzogen, was total fundamental war und alles, alles völlig verändert hat. Und zwar beginnt irgendwann in diesem Zeitraum Leben, beginnt, dass es kleinste Einheiten gibt, die in irgendeiner Weise biologisch aktiv sind und die anfangen in Eigenaktivität. Also die Erde, das sind alles Elemente.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier sind die verschiedenen geologischen Elemente, die gasförmigen Elemente, die durch große, letztlich physikalische und chemische Vorgänge sich so geordnet hatten, wie sie dann geordnet waren. Durch Vorgänge von Wärme, von Verdichtung und alle die Gesetze der Physik und Chemie, die wir nachlesen können. Und dann kommt plötzlich, dass diese winzig kleinen, autonomen Einheiten da sind, die aktiv anfangen, diese Stoffgleichgewichte nochmal durcheinander zu bringen und neu zu sortieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und die, die man da als für die Ersten erklärt hat, das sind die sogenannten Cyanobakterien. Cyano. Und was machen die?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Genau, die machen Photosynthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und was heißt das? Wir haben in der Atmosphäre in dem Moment sehr viel Kohlenstoff in der Form von CO2, also Kohlenstoff in der Verbindung mit Sauerstoff. Und wir haben auch in der Atmosphäre zu dem Zeitpunkt sehr viel Kohlenstoff in der Verbindung mit Wasserstoff, CH4, also das berühmte Methan. Und wie auch jetzt, das Hauptelement der Atmosphäre ist Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir haben dann im wässrigen Teil der Erde eben das Wasser. Und wir haben in der Erde eben all die Metalle, all die mineralischen Elemente, die gar nicht gasförmig sein können oder nur unter sehr besonderen Bedingungen. Und jetzt tauchen diese kleinen Cyanoviecher auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und was machen die? Die holen den Kohlenstoff in die Erde rein. Der Kohlenstoff ist also ein Element, das zu diesem Zeitpunkt eigentlich sein ganzes Dasein vor allen Dingen im Gasförmigen hat. Der ist da draußen und verheiratet mit dem Sauerstoff, aber er ist da draußen. Und diese Bakterien über die Photosynthese, die holen ihn rein. Und man könnte das vielleicht so ausdrücken, die zwingen den Kohlenstoff in ein Kristall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Grundkristall Zucker. Also das heißt, der Kohlenstoff wird, jedes einzelne Kohlenstoff, also Atom oder jedes einzelne CO2-Molekül wird verdichtet und wird hineingezwungen in dieses Zuckerkristall, also in das irdisch-geologische eigentlich. Und gleichzeitig wird das Wasser hinzugezogen und aus dem Wasser wird eigentlich Sauerstoff befreit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genauso wie der Sauerstoff aus dem CO2 eigentlich befreit wird. Und als gasförmiger Sauerstoff, ohne Kohlenstoff, befreit vom Kohlenstoff und befreit aus seinem, man könnte das jetzt so sagen, freigesetzt aus seinem Dasein im Wasser, geht als Gas in die Atmosphäre zurück. Und das sind die Grundelemente, also das, was dann hier als Kristall übrig bleibt, sind dann die sogenannten Kohlenwasserstoffe, die CH.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also Kohlenstoff und Wasserstoff zusammen bilden diese Grundbausteine für das Zuckerkristall und aus diesem heraus können sich alle Verbindungen bilden, die überhaupt notwendig sind, die es überhaupt gibt, um Leben möglich zu machen. Das ist jetzt erstmal dann so ein mikroskopisch kleiner Prozess, aber man kann sich das vorstellen, also das ist im Wasser spielt sich das vor allen Dingen ab, es fängt an wie zu krisseln auf der ganzen Erde, fängt es an zu krisseln und dieser Prozess wird immer größer und immer stärker und immer stärker und wird dann eben als ganzer gewaltig. Weil im Ablauf von dann sehr vielen Millionen Jahren oder im Ablauf von eigentlich zwei Milliarden Jahren passiert auf der Erde im wesentlichen das, im Stoffwechsel der Erde, Photosynthese, die Verdichtung vom Kohlenstoff hinein in die Erde,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
erstmal hinein in das Lebendige und in dem Lebendigen ist er sozusagen der Grundbaustein, das Grundelement und dann aus diesem heraus, sozusagen über das Moor und dann die Verdichtung im Moor, sinkt dieser kristallisierte Kohlenstoff immer immer tiefer hinein in die Erde, wird immer stärker verdichtet und wird zu Kohle, zu Erdöl und dort wo er am allerstärksten verdichtet wird, zu Graphit und Diamant, also dieser Verdichtungsprozess für den Kohlenstoff, das ist das eine und der Freisetzungsprozess für den Sauerstoff und dabei müssen wir uns klar machen, was der Sauerstoff als erstes Mal macht, ist ins Wasser gehen. Die Photosynthese findet ja im Wasser statt, als erstes Mal entsteht reiner Sauerstoff, O2 im Wasser, den gab es vorher nicht und damit verändert sich im Wasser, verändern sich die Lebensverhältnisse vollständig, weil es gab keinen Sauerstoff, es gab keinen freien Sauerstoff, weder im Wasser noch in der Atmosphäre, das heißt alle Lebewesen der ersten Stunde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sind entstanden in einer sauerstofffreien Umgebung und indem, dass sie mit ihrer Photosynthese immer mehr und mehr und mehr das Wasser und dann auch die Atmosphäre angereichert haben mit Sauerstoff, haben sie sich irgendwann um ihre eigene Lebensgrundlage gebracht und musste dieses mikrobielle Leben, also dieses Leben der einzelligen Lebewesen sich nochmal vollständig umstellen, von einer anaeroben Lebensweise, also ohne Sauerstoff, zu einer aeroben Lebensweise mit Sauerstoff und das ist ein großer Unterschied, anaerobe Lebewesen haben wir heute auch noch auf der Erde, kommen wir nachher auch noch intensiv drauf, aber in der Masse, in der sie da waren, sind sie an ihrem eigenen Prozess, an ihrer eigenen Entwicklung irgendwann zugrunde gegangen und mir ist das auch deswegen wichtig, dass man das irgendwie, wenn man sich Erdgeschichte vorstellt, auch das mitdenkt, da entstehen Prozesse, die notwendig sind für die Entwicklung von dann etwas Höherem, denen die, die das eigentlich aufbauen, am Ende wieder zum Opfer fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier in diesem ist das ganz deutlich. Es passiert gleichzeitig noch was und das ist einfach nur so als Nebenbemerkung, weil das ist interessant im Zusammenhang, wenn wir heutzutage über Klimawandel nachdenken. Durch die Freisetzung von Sauerstoff in die Atmosphäre wird das Methan oxidiert und zerfällt in CO2 und gleichzeitig wird ja viel, viel CO2 eben hereingezogen in die Erde über diese Photosynthese-Prozesse und die Erde kühlt gewaltig ab und es gibt eine 300 Millionen Jahre andauernde Eiszeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, weil diese Formen des Kohlenstoffs aus der Atmosphäre herausgezogen wurden und wie gesagt, der Zeitraum ist sehr lang und der Prozess ist gewaltig groß, was vielleicht auch noch einen Eindruck macht, wie groß der ist, wenn man sich klar macht, dass alle die wesentlichen Metalle des Bodens, welche sind das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, Aluminium, also Eisen, Aluminium und da redet ihr jetzt die ganze Zeit drüber, sicher, glaube ich, Silizium, der Kiesel und die sind erst mal alle in ihrer reinen Form gewesen in der Erdkruste. Aber heute im Boden sind die alle oxidiert, das heißt, die treten alle auf in Verbindung mit Sauerstoff, also Silizium haben wir nicht als reines Silizium, sondern immer als Siliziumoxid, Aluminiumoxid und Eisenoxide verschiedener Art und dieser Sauerstoff, der in der Photosynthese eben freigesetzt wurde, der hatte erst mal viele, viele Millionen Jahre damit zu tun, eben diese Elemente in der Erdkruste alle zu oxidieren und erst als die alle oxidiert sind und erst als das Wasser wirklich gesättigt ist mit reinem Sauerstoff, steigt der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre und erst als der Sauerstoff in der Atmosphäre ungefähr die 20% erreicht hat, die er heute hat, kann dann auf der Erde der nächste Geburtstag gefeiert werden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zellatmung und die Entstehung der Tierwelt 00:21:25 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; und das ist ungefähr vor 550 Millionen Jahren und das ist der Geburtstag von denen, die diesen Prozess umgekehrt haben, also das heißt, der Geburtstag von denen, dann schon etwas höheren Lebewesen, die Sauerstoff nutzen, um diese Kohlenstoff-Wasserstoff-Verbindungen aus dem Organischen, also diese CH-Verbindungen, den Zucker, die Zellulose, die Stärke, um all das wieder aufzubrechen, auseinanderzutreiben und daraus die, was ich jetzt eigentlich gerade unterschlagen habe, die hier eine stark hineinkonzentrierte Energie der Sonne, ohne die das überhaupt nicht ablaufen könnte, wieder freizusetzen, also mit anderen Worten, das biologische Feuer, die biologische Verbrennung, die Zellatmung, in der genau der gegenteilige Prozess von der Photosynthese abläuft und das sind natürlich wir, beziehungsweise unsere Genossen, die Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hat Zellatmung schon viel früher auch gegeben, aber in diesem großen Umfang, dass wirklich massiv dann wieder Kohlenstoff veratmet wird und quasi wieder freigesetzt wird in die Atmosphäre, während der Sauerstoff wieder zurückgeholt wird in das Wässrige. Das geschieht durch die Tiere, von denen die ersten als solche wirklich akzeptablen ungefähr vor 550 Millionen Jahren hier auf der Erde erschienen sind. Und mit dem haben wir sozusagen so einen ganz grundsätzlichen gegenläufigen Prozess, wir haben also diesen Umwandlungsprozess, der durch die Photosynthese entsteht, wo eben einerseits, und wenn wir uns klar machen, wie groß diese Erdöl und Kohle vorkommen in der Erde sind, dann können wir uns klar machen, was für eine gewaltige Transformation das gewesen ist, das alles aus der Atmosphäre in die Erdkruste hineinzubringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und gleichzeitig aber auf der Basis von Leben, gleichzeitig auf der Basis von dem, dass da ein immer differenzierteres, immer vielfältigeres, pflanzliches Leben sich auf der Erde entwickelt. Und dann tauchen die Tiere auf und machen den gegenläufigen Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ich jetzt einfach mal die Behauptung hier rein stelle, ich behaupte mal einfach, wo ist das Bewusstsein von einem Baum? Jetzt frage ich doch. Wo hat der Baum sein Bewusstsein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Vielleicht. Ja, könnte ich auch mir zustimmen. Und was könnte man sich noch denken?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Oder ich frage anders, wo ist das Innen von dem Baum? Könnt ihr mir folgen, wenn ich sage, das Innen eines Baumes ist eigentlich ziemlich doll außerhalb seiner Rinde und seiner Blätter. Das Innen eines Baumes, so wie wir ihn erleben, und die Wurzeln erleben wir ja nur bedingt, das, was uns, so wie uns der Baum entgegentritt, so wie in ihm gelebt wird von allen möglichen anderen Lebewesen, ist das außerhalb von seinen physischen Grenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also die Krone des Baumes ist sein Innen, aber das ist eigentlich gleichzeitig ein Außen. Könnt ihr da, ohne zu protestieren, mit? Und wenn wir dann sagen, wo ist unser Innen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann ist das ja irgendwo hier. Und dann kann man hier eigentlich was sehen, dann kann man sehen, dass die Lebensform, die eigentlich ihr Innen-Außen hat, gleichzeitig die Lebensform ist, die den Kohlenstoff von außen nach innen geholt hat, oder holt. Und die Lebensform, die ihr Innen-Innen hat, die bringt den Kohlenstoff wieder nach außen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewusstsein, fossile Brennstoffe und der Mensch 00:26:35 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und dann kommt irgendwann, das geht dann hier seine vielen Millionen Jahre mit den Tieren, und irgendwann kommt dann der Mensch. Und dann dauert das zwar noch sehr viele Jahre, aber gemessen an diesem Ablauf ist das hier irgendwie noch ein ziemlich kurzes Ende an Zeit, das da drankommt, wo der Mensch sozusagen die Präsenz über die Erde übernommen hat, übernimmt. Und dann immer stärker anfängt, nicht nur zu verbrennen, indem er atmet und indem er Stoffwechsel führt, und nicht nur zu verbrennen, das Holz, das er selber irgendwann mal vielleicht gepflanzt hat, sondern den Kohlenstoff aus dem Erdinneren jetzt wieder rauszugraben und auch den zu verbrennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da haben wir jetzt 150 Jahre, oder sagen wir 250 Jahre, die wir das jetzt machen, in denen wir eine dermaßen gewaltige Entwicklung gemacht haben als Menschheit, das hat sich ja irgendwie wie immer mehr verdichtet, gleichermaßen mit dem, dass sich die Tätigkeit, dieses Kohlenstoff wieder nach außen zu bringen, immer, immer mehr intensiviert hat. Und ich glaube, bei Steiner findet man das in dem heilpädagogischen Kurs, vielleicht auch im landwirtschaftlichen Kurs, an manchen Stellen, das er immer sagt, und das ist eigentlich auch banal, wenn wir nicht ausatmen, fallen wir in Ohnmacht. Wenn wir lange genug die Luft anhalten, fallen wir in Ohnmacht, und zwar nicht wegen Sauerstoffmangel, sondern weil wir uns am Kohlenstoff vergiften, der sich dann in unserem Blut anreichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder mit anderen Worten, um nicht in Ohnmacht zu fallen, müssen wir den Kohlenstoff immer rausbringen. Um bewusst zu bleiben, müssen wir Kohlenstoff nach außen bringen, die ganze Zeit. Und das ist jetzt nicht einfach nur so kausal zu verbinden, sondern vom Grundding her kann man sich das aber irgendwie, denke ich, sehr klar machen, dass Bewusstsein, also dass das Innen, Innen ist, und über die Evolution des Tierreichs bis zum Mensch zu einem immer mehr sich selber reflektierenden Innen wird, zu einem immer klareren Bewusstsein, um so, also das ist darauf angewiesen, den Kohlenstoff wieder zu entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann machen wir, dann gibt es eben noch einen Geburtstag, also dann gab es irgendwann den Geburtstag des Menschen, den habe ich überschlagen, und jetzt gab es dann den Geburtstag vor wenigen Jahren des Internets, und einer Bewusstseinsform, die quasi schon außerhalb von uns ist, aber absolut zwingend mit dem Menschen, mit der Menschheit verbunden, die nochmal ein gewaltiger Sprung ist in der Reflexionsfähigkeit, auch wenn das nicht mehr an uns individuell hängt, und das ist unmittelbar verknüpft mit dieser gewaltigen Freisetzung des fossilen Kohlenstoffs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt bin ich ziemlich weit weg von Tierernährung, aber es wird sich alles ordnen, ich will das nur an dieser Stelle bis zu diesem Ende auch sagen, weil ich finde, dass das ein wesentlicher Aspekt ist, den man bedenken kann, wenn man versucht zu verstehen, warum findet Klimawandel statt. Klimawandel findet statt, weil sich der Kohlenstoff in der Atmosphäre so stark wieder anreichert. Und der reichert sich an, weil jemand ihn aus der Erde wieder rausgräbt und ihn verbrennt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jemand sind wir, und damit gehen Prozesse parallel. Und ich glaube, dass das wichtig ist für uns, damit wir verstehen, ich weiß nicht, ob wir es verstehen, aber damit wir ordnen können ein bisschen, dass so ein Prozess nicht ganz von ungefähr kommt und auch nicht nur als Unfall der Menschheit betrachtet werden kann, sondern eventuell eine sehr starke innere Notwendigkeit hat, wohin auch immer uns das jetzt gerade führt. So, jetzt zurück haben wir also hier die ganz große Einatmung in Bezug auf den Kohlenstoff und parallel dazu die große Ausatmung in Bezug auf den Sauerstoff und dann durch die Tiere und den Menschen schließlich das Gegenteil wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unglaublich verdichtet. Also hier zwei Milliarden Jahre, mehr als zwei Milliarden Jahre, bis die ersten Tiere kommen. Nur Einatmung vom Kohlenstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt 200 Jahre lang. Das ist, das ist, bei mir hat neulich, wir heizen zu Hause noch mit Öl, mit so kleinen Ölöfen *[?]*, da gab es einen Verpuffung. Es hat mächtig geknallt und dann habe ich gedacht, also das, was wir eigentlich gerade machen, diese 200 Jahre, das ist auch eine Verpuffung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, wirklich eine explosive Veranstaltung gemessen an der Zeit. So, Entschuldigung, jetzt kommen wir also nochmal wieder näher an die eigentlichen Prozesse Tier und Pflanze oder Pflanze und Tier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Stickstoffkreislauf und die Rolle der Landwirtschaft 00:32:03 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt gibt es hier noch einen wichtigen Prozess, der zu dem Ganzen dazugehört, den ich jetzt noch nicht angesprochen habe. Da haben wir hier noch den Stickstoff. Und ohne den geht eben auch nix im Leben. Und zwar schon auf der pflanzlichen Ebene.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht wahr, dass der Stickstoff nur dem Tier zugehört. Schon die Pflanze kann überhaupt nicht sein, ohne dass sie Stickstoff fixiert. Ohne dass sie Stickstoff aus seiner gasförmigen Existenz, seinem gasförmigen Dasein auch hinein holt in diese selben Kristalle des Lebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man das vielleicht so nennen mag. Und die ersten Lebewesen sind sie selbst, also heutzutage brauchen wir dann die Leguminosen, welche die Knöllchenbakterien haben, die ihnen helfen den Stickstoff zu fixieren. Die Bakterien sind selber die Bakterien, also diese Cyanobakterien, die konnten das eben auch schon und holen den Stickstoff hier rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Prozess ist gemessen an diesem schier unendlichen Vorkommen von Stickstoff in der Atmosphäre auch für die Atmosphäre irrelevant. Und für die Erde insofern sehr relevant, weil er quasi diese lebendige, ganz ganz feine lebendige Schicht über der Erdkruste, die durchzieht der Stickstoff, da steckt er mit drin. Überall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und ich muss zugeben, ich weiß darüber zu wenig, wie der ökologische Ausgleich sozusagen damals funktioniert hat. Also wodurch das Gleichgewicht garantiert war, oder ob es eigentlich garantiert war, dass nicht mehr Stickstoff fixiert wurde, als diese lebendigen Schichten eigentlich vertrugen. Aber was wir uns klar machen müssen ist, er wird fixiert, er wird hier rein geholt und der Stickstoff, der kommt nicht so leicht wieder zurück in sein rein Stickstoffsein,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sondern der Stickstoff bildet dann ja Formen, die Nitrit, Nitrat, Ammoniak, Ammonium gelöst im Wasser, Ammoniak das wieder aufsteigt als Gas oder eben Lachgas, also N2O, das als Gas wieder aufsteigt, die jeweils auf die Wärmeverhältnisse, also das Ammoniak und das N2O, auf die Wärmeverhältnisse in der Atmosphäre sehr stark wirken. Also das Lachgas ist ja so mit das stärkste Klimagas, das wir haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dieser Prozess, das will ich hier an der Stelle eigentlich nur sagen, der ist von Anfang an dabei. Und wenn wir jetzt konkret auf die Landwirtschaft schauen, auf die Prozesse heute, hier und jetzt, was machen wir eigentlich? Dann stehen wir ja als Landwirtinnen und Landwirte eigentlich da drin, dieses Einatmen und Ausatmen die ganze Zeit zu moderieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sozusagen, das ist das. Es wird was angebaut und quasi dieser Einatmungsprozess ganz, ganz stark gefördert und intensiviert und dann gleichzeitig im Stall wird dieser Ausatmungsprozess eben auch sehr, sehr intensiv betrieben. Das heißt, dieses Ein- und Ausatmen, da stehen wir völlig täglich drin und ich glaube, dass es eine sehr zielführende oder sehr, sehr, das macht etwas mit einem, wenn man dann jetzt in ein paar Wochen oder vielleicht auch nur noch in ein paar Tagen zum Beispiel übers Feld geht und versucht sich das ein bisschen bewusst zu machen, dass das jetzt losgeht, dieses gewaltige Reinholen von Kohlenstoff jetzt. Und das sind immerhin, große Zahlen, 120 Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, die so reingeholt werden. Und in diesem Einatmungsprozess steht ihr als Landwirte drin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder da lauft ihr sozusagen zwischendurch. Und ihr steuert ihn. Und ihr steuert dann diese Transformation in die andere Richtung wieder, in dem Moment, wo ihr füttert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kehrt ihr das sozusagen um. Also ihr seid eigentlich an diesen beiden Geburtstagen unmittelbar beteiligt. Ihr initiiert immer wieder beide Prozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist eigentlich auch wunderbar. Und das ist eigentlich ganz, ganz großartig. Und trotzdem ist es heutzutage für uns zu einem riesigen Problem geworden, weil es so eng geworden ist auf der Erde, weil wir so viele geworden sind, weil die Menschheit so unglaublich stark wirksam geworden ist auf der Erde, dass diese Prozesse sich alle durch die Hand des Menschen so zugespitzt haben, dass wir die ganze Zeit uns damit auf einer Gratwanderung befinden zwischen dem, was wir tun müssen, und dem, was wir eigentlich nicht mehr tun dürfen. Und da die ganze Zeit alle in dieser Not drinstecken, was mache ich eigentlich heutzutage als Mensch auf der Erde noch? Warum bin ich hier, wenn ich eigentlich die ganze Zeit mit meinen Händen zwar das Gefühl habe, ich tue eigentlich das Gute, und mir doch sagen lassen muss, ich tue die ganze Zeit das Problem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und da rein müssen wir so ein bisschen schauen, dass wir diese Herausforderung irgendwie klarkriegen. Und das hat ganz, ganz viel dann zu tun mit Ressourcen und Emissionen. Und das sind jetzt eigentlich nur zwei Begriffe, die in dem All mehr drinstecken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Emissionen als solches einfach ausatmen, das ist ja, was einfach passiert. Und da müssen wir jetzt sozusagen schauen, das ist quasi dieser große Stoffwechselprozess, den wir mit der Landwirtschaft führen und ihn manipulieren und ihn damit in ganz, ganz schwierige Zuspitzungen bringen. Ein Beispiel dafür ist jetzt das, was ich hier eigentlich als letztes gebracht habe, das ist der Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überdüngung, Soja-Importe und Gewässerbelastung 00:39:27 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Und damit möchte ich eigentlich anfangen, das Problem aufzumachen. Ich glaube, dass wir mit dem Stickstoff die viel größere Problematik haben, als mit dem Kohlenstoff, als mit dem CO2. Womit ich nicht den Klimawandel kleinrede, sondern womit ich sagen will, wir machen den Klimawandel sehr viel stärker, aus der Landwirtschaft heraus zumindest, sehr viel stärker über den Stickstoff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil wir diese Stickstofffixierung eben auch intensiviert und intensiviert und intensiviert haben und total auf die Spitze getrieben haben. Und die ultimative Spitze davon ist das Haber-Bosch-Verfahren, vor ungefähr 100 Jahren entstanden, also entstanden, erfunden worden. Und also damit die quasi sehr, sehr energieaufwendige, synthetische Fixierung von Luftstickstoff und dann haben wir den Mineraldünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber wir dürfen nicht denken, dass wir, wenn wir einfach keinen Mineraldünger anwenden, von dieser Problematik frei sind. Weil die segensreichen Knöllchenbakterien an den Leguminosenwurzeln, die uns helfen in die Böden einer Biolandwirtschaft und von den Böden in all die biologischen Systeme hinein, also in die Pflanze und dann in das menschliche Lebensmittel und in das Tierfutter, überall den nötigen Stickstoff hereinzuholen. Das machen wir über diese Prozesse mit den Leguminosen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt aber nicht, dass das grundsätzlich immer gut ist, sondern es ist auch hier die totale Frage des Maßes. Es ist die Frage, wie viel Stickstoff wird eigentlich hereingeholt in die Erde und in die biologischen Systeme der Erde, in die Ökosysteme. Und dann haben wir eben eine Leguminose, die Soja, die genauso unschuldig und eine schöne und sehr nützliche Pflanze ist wie viele andere Leguminosen auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der wir aber diese Industrialisierung der Tierhaltung gepusht haben in den letzten 70 Jahren vielleicht bis auf einen Peak, der heutzutage nicht mehr tragbar ist. Und dann ist es egal, ob dieser Stickstoff kommt aus einem Haber-Bosch-Verfahren oder aus der biologischen Fixierung. Er kommt einfach, wir nutzen gewaltige Flächen Land außerhalb von Europa oder ich rede normalerweise dauernd über die Schweiz, wir nutzen gewaltige Flächen Land außerhalb der Schweiz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn es um Bio geht, dann ist das immer noch in Europa, dann war das in der Ukraine oder in Ungarn, also die ganze Donau Soja. Trotzdem, wir brauchen immer etwas außerhalb von unserem Betrieb, wo diese Stickstoff-Fixierung betrieben wird und dann in Form von Sojaprotein in unseren Betrieb hineinkommt, um dort damit Tiere zu ernähren. Und damit überfrachten wir einen Betrieb, damit überfrachten wir eine Region, damit überfrachten wir ein Land oder einen Kontinent permanent mit diesen gewaltigen Mengen von Stickstoff, der ja vom Tier nur sehr sehr ineffizient genutzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jedem Fall gibt es kein tierisches Lebensmittel, das eine höhere Effizienz für Stickstoff, für Futterstickstoff, also Futterprotein hätte, als maximal irgendwo 30% in der Pouletmast. Da haben wir vielleicht 30% Effizienz, d.h. von 100g Futterprotein haben wir nachher 30g Hühnerfleischprotein. Und in sehr intensiver Milchproduktion kommt man da vielleicht in einen ähnlichen Bereich, aber wirklich nie mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
D.h. 70%, aber oft 80 oder über 90% von dem gefressenen Protein werden ja über was wieder ausgeschieden, über den Harn, über den Urin, d.h. in leicht löslicher Form. Und dann kommt die Kunst des Compost-Managements oder des Gülle-Managements. Wie viel von diesem Stickstoff schaffe ich in meinem System festzuhalten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viel geht mir grad verloren in die Luft als Ammoniak- und Lachgas? Wie viel geht mir in die Luft verloren beim unprofessionellen Ausbringen von Gülle? Wie viel geht mir eigentlich ins Grundwasser verloren von diesen leicht löslichen Stickstoff-Verbindungen, weil der Pflanzenbestand überhaupt nicht in der Lage ist, das alles aufzunehmen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil ich eben letztlich viel zu viele Tiere halte oder ich könnte sagen viel zu viel Futter von sonst wo dauernd auf meinen Betrieb hole und mit diesem Futter diesen Stickstoff, der viel zu viel ist, damit die Pflanzen das zurücknehmen oder erhalten können. Man muss ganz klar unterscheiden zwischen den Stickstoff-Verbindungen im Harn und den Stickstoff-Verbindungen im Mist, die sehr viel stabiler sind. Und nur als ein Beispiel in diesem sehr berühmten DOK-Versuch des FiBL, wo das FiBL seit mehr als 40 Jahren in so einem Plot-Versuch mit vielen, vielen Wiederholungen ein konventionelles oder zwei konventionelle, ein traditionell biologisches, organisches und ein biologisch-dynamisches Verfahren im Ackerbau miteinander vergleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da ist der biologisch-dynamische Boden der einzige, wo sich Kohlenstoff akkumuliert, jetzt bin ich beim Kohlenstoff, aber kommen gleich zurück zum Stickstoff, wegen, also man kann dann viel spekulieren über die Präparate, aber der große Unterschied ist, dass dort Mistkompost ausgebracht wird und nicht, wie im konventionellen Verfahren, einfach Gülle. Weil im Mistkompost die Verbindungen natürlich viel stabiler sind und das betrifft auch den Stickstoff. Aber den Stickstoff aus dem Harn, den fangen wir eben nicht so leicht wieder ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und es ist für uns schwer zu sagen, und ich frage die BodenwissenschaftlerInnen am FiBL immer wieder, könnt ihr mir mal bitte erklären, wie viel Stickstoff, also Nitratstickstoff, verlieren wir ins Grundwasser aus dem Bioboden? Und dann sagen die, das sagen Wissenschaftler immer, das sage ich auch, wenn man so eine ganz konkrete Frage gestellt kriegt, sagt man, naja, das hängt ganz davon ab. Dann gibt es ganz, ganz viele Dinge, wovon das abhängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber unterm Strich wissen wir nicht, wie viel Stickstoff ins Grundwasser wir aus Bioböden verlieren. Das ist ein großer Punkt, über den Klarheit eigentlich geschaffen werden muss. Und natürlich spreche ich jetzt fachfremd sehr über die Kunst des Ackerbaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, und um die richtige Führung eben von Mist und allem, aber ich spreche auch über rein die Mengen und das Maß und über das Verhältnis von wie viele Tiere halten wir und wie viel Land haben wir. Und dass wir unabhängig jetzt von allen einzelnen Betrieben im Ganzen das völlig in absurder Weise überziehen. Und das führt dann eben dazu, dass wir ja alle Nordsee-Anrainer sind hier und auch die Schweiz ist ein Nordsee-Anrainer-Staat und das leiten wir alles die ganze Zeit ab über den Rhein in die Nordsee.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oder in anderen Gebieten geht es dann halt über die Donau ins Schwarze Meer oder über irgendwelche Flüsse in die Ostsee, die am stärksten betroffen ist. Wo wir mit dieser Überfütterung dann der Gewässer, seien das hier irgendwelche Teiche, seien das irgendwelche großen Seen oder seien das eben die Meere. Wir überfüttern sie mit diesen leichtlöslichen Stickstoffverbindungen, wir überfüttern sie auch mit Phosphor und auch das hat viel mit der Tierfütterung zu tun.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dort wiederum das Milieu so verändern, dass dort wieder ganz andere Lebewesen bevorzugt werden. Es ist ja nicht, dass der Stickstoff als solcher dann da tödlich wirkt, sondern das gefällt den Bakterien unheimlich gut und plötzlich switchen wir zurück in ein ganz frühes evolutionäres Stadium. Nämlich die sehr einfachen Organismen, also Bakterien, Algen, die profitieren von dieser Überdüngung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und erstens decken sie dann, wenn es die Algen sind, zum Beispiel die Wasseroberfläche zu und den komplexeren Organismen da drunter fehlt es an Licht. Fehlt es dann aber auch an Sauerstoff, weil die Durchmischung nicht mehr richtig funktioniert und am Ende findet über diese bakteriellen Prozesse oder auch über die Algen immer immer stärker eine Versäuerung statt. Also dieses klassische Gewässer kippt um, weil es übersäuert ist, nicht eigentlich durch diese Stickstofffrachten selbst, sondern durch die, die darauf leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und plötzlich haben wir ein anderes Umfeld, plötzlich haben wir ein anderes Milieu. Es findet also wieder Evolution statt, aber ein bisschen wie rückwärts. Und diese Prozesse sind eben sehr groß und sie führen dazu, und das schließt dann jetzt den Bogen zum Klimawandel wieder,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
sie führen dazu, dass wir aus diesen sauer werdenden Gewässern, das sind jetzt vor allen Dingen die Küstengewässer, irgendwo nah am Land, wo das gerade alles ankommt, diese Nährstofffracht, wird es sauer und aus diesem säuerenden Milieu entstehen Lachgasemissionen, also da verbindet sich dann dieser Stickstoff mit Sauerstoff und es entsteht Lachgas. Und diese Lachgasemissionen, das ist ein bisschen schwierig zu quantifizieren, aber ich bin relativ überzeugt davon, dass die in ihrer Problematik dieses ganze Methanproblem bei Weitem übersteigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte wird nur selten bis immer ganz zum Ende erzählt. Und es gibt so eine Forschungsgruppe in Schweden, der Johan Rockström und seine Kollegen, die haben vor 15 Jahren ungefähr den berühmten Rockström Report herausgegeben, wo sie den Begriff der planetaren Grenzen eingeführt haben und darauf hingewiesen haben, dass wir in verschiedenen Bereichen die planetaren Grenzen überschreiten. Oder bereits überschritten haben und die haben damals schon sehr wohl auf den Klimawandel hingewiesen und tun es auch heute noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber aus der Perspektive 2009, ganz wenige Jahre her, da war diese Stickstoffüberdüngung in ihrer Auffassung das viel gefährlichere Problem eigentlich. So und jetzt gehe ich den Rhein rückwärts wieder hoch, dann sind wir wieder hier und will eigentlich sagen, dass damit haben wir zu tun, wenn wir Tiere füttern. Weil wir Tiere füttern, also wir können natürlich sagen, damit haben wir zu tun, wenn wir Pflanzen füttern auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir fangen ja eigentlich damit an, dass wir die Pflanzen mit Stickstoff füttern müssen. Aber wenn wir dann zwischen die Pflanzen und den Menschen im Sinne einer Lebensmittelerzeugung noch das Tier dazwischen stellen, dann ist das einfach wie sozusagen, wir müssen ein unheimlich großes Schwungrad drehen an Stickstoff, um ein viel kleineres Rad am Drehen zu halten. Und wir müssen die ganze Zeit diese Überschüsse erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir müssen die ganze Zeit mit einem großen Überschuss an Stickstoff arbeiten, um letztlich relativ wenig davon, also sagen wir mal ein Viertel, 25% vielleicht im Schnitt, in ein Lebensmittel hineinzubringen, das dann Fleisch oder Ei oder Milch ist. Und wenn wir jetzt auf einen Biobetrieb oder auf einen biologisch-dynamischen Betrieb schauen, dann ist es ja idealerweise so, sollte es eigentlich so sein, dass wir im Flächenbesatz mit Tieren das alles auch so richtig machen und so bescheiden sind und so zurückhaltend sind, dass das dann trotzdem eigentlich passt, dass wir mit dem, was unsere Tiere hinterlassen, unsere Böden nicht überfordern. Und das liegt mir auch fern, das hier sozusagen grundsätzlich in Frage zu stellen, dass auch alle da dran sind, sich die ganze Zeit damit auch auseinanderzusetzen, wie kann ich das so hinkriegen, dass es passt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich will uns nur irgendwie gemeinsam darauf aufmerksam machen, da sind wir in diesem Stoffwechsel mittendrin und wir sind Stoffwechselmanager, indem wir diese Entscheidungen auch treffen. Also indem wir Entscheidungen treffen, was baue ich an, was verfüttere ich, wer lebt hier mit auf dem Betrieb, außer den Menschen. Und dann sind wir natürlich Stoffwechselmanager am Futtertisch ganz unmittelbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragerunde: Erdgeschichte, Bewusstsein und Technik in der Landwirtschaft 00:54:14 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jetzt habe ich eine Stunde lang gequatscht und hatte euch eigentlich versprochen, ich wollte mit euch diskutieren. Also ihr dürft mal gerne auch Fragen stellen oder kommentieren oder protestieren zu dem, was ich jetzt alles gesagt habe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich hätte zwei Nachfragen, Verständnis von. Diese erste große Umwandlung von den anaeroben zu den aeroben lebensweise, ging das über eine ganz lange Zeit rum oder war das eher auch, gibt es dann Daten, kann man sagen, wann war das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Kann ich nicht so gut sagen. Und das sind dann immer Sachen, wo ich, also ich bin ja kein Geologe, das richtig immer genau einzuordnen, wie schnell das war. Das ist mir nicht immer ganz klar und das ist manchmal auch, merkt man, okay, das ist auch gar nicht so ganz einfach zu verstehen und sich vorzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es entsteht durch diese Sauerstoffsättigung im Wasser und in der Atmosphäre irgendwann entsteht ein Schwellenwert, den die nicht mehr ertragen. Und wann der genau war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber so ungefähr 200 Milliarden Jahre?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ne, 200 Milliarden Jahre, da gab es, glaube ich, die Erde noch gar nicht. 200 Millionen Jahre, meinst du vielleicht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ne, Entschuldigung, ich meine 200 Milliarden Jahre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also es hat ungefähr, ne, ich denke, dass das schon viel früher ist. Also es sind ja die ganzen höheren Pflanzen, sind ja alle komplett adaptiert an eine aerobe oder oxygene Umwelt. Ja, das ist ja quasi nur diese allerersten Besiedler des Wassers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gehen dann irgendwann drauf in diesem Moment. Und da bin ich jetzt sehr sicher, das ist viel früher. Also keine Ahnung, vielleicht sind das 100 Millionen Jahre von hier oder 200 Millionen Jahre, aber ich weiß das wirklich nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich finde es einfach wichtig, dass man sich das klar macht. Es findet in der Erdgeschichte immer wieder so etwas wie eine Ko-Evolution statt. Also quasi die, die dann leben und ein Milieu haben, die passen sich genau an dieses Milieu an und dann arbeiten die gegen ihr eigenes Milieu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und irgendwann bricht das zusammen. Könnte man so ein bisschen sich fragen, ob wir uns gerade in so einer Phase befinden, wo wir gegen unser Milieu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Und dann für eine zweite, unverständliche Frage, du hast noch eine Zahl, 120 Millionen Tonnen pro Jahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; 120 Milliarden Tonnen pro Jahr Kohlenstoffassimilierung durch Photosynthese.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Eier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das ist das, was die Pflanzen so reinholen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Außer ein bisschen Recht und Verständnis, ich rekapituliere ein bisschen das mit dem Stickstoff. Das mit dem Kohlenstoff konnte ich ziemlich gut begleiten. Und bei dem Stickstoff, das ist eigentlich ähnlich, dass er auch über all diese Jahre in die Erde oder verdichtet, also in den Pflanzen, im ganzen Lebewesen, da reingeholt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann auch, also wiederum, genau wie dann einen Moment gab es, wo dieser Kohlenstoff wieder freigesetzt wurde, fing dieser Stickstoff auch freigesetzt zu werden. Also die Tiere, die haben auch damit was zu tun. Und der kommt aber irgendwie in eine schelmliche Form in die Atmosphäre und nicht in diese ursprüngliche Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das ist so, dass quasi so wie die Tiere den Kohlenstoff verstoffwechseln, Entschuldigung, den Stickstoff verstoffwechseln, kommt es am Ende zu diesen löslichen Stickstoffverbindungen, die also im Wasser löslich sind, aus denen Lachgas gebildet werden kann. Und das ist in großen Mengen der Atmosphäre sehr schädlich. Aber, also was heißt der Atmosphäre schädlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eigentlich das falsche Wort. Es wirkt wärmend auf die Atmosphäre. Und inwieweit das im Ungleichgewicht bereits gewesen wäre, bevor der Mensch kommt, also wir haben ja dann noch einen langen Zeitraum, wo hier irgendwie Elefanten und Dinosaurier und wer auch alles unterwegs sind, inwieweit dort eine Stickstoffproblematik schon entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entzieht sich meiner Kenntnis, das weiß ich nicht. Ich weise eigentlich nur darauf hin, dass mit dem Menschen oder jetzt mit der Industrialisierung und Verdichtung des Menschlichen auf der Erde jetzt dieser Prozess aus dem Gleichgewicht geraten ist. Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es solche Ungleichgewichte auch vorher immer mal gab und dass auch Artensterben auf der Erde mal gewesen sind, aus dem Grund, dass sowas über die Maßen stattfand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das weiß ich nicht. Ich fokussiere jetzt mit meiner Aussage auf die menschliche Tätigkeit. Und die schließt sozusagen Leguminosenanbau und Verfütterung genauso ein wie Mineraldünger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, das war eine Sache. Das andere ist, jetzt fahrst du ein bisschen philosophisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Gerne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Also du hast das dann im Verhältnis gestellt, also diese Bewusstseinentwicklung des Menschen mit dieser Freisetzung von Kohlenstoff, aber auch mit dem Stickstoff irgendwie. Und wenn das dann so ist und man kann es einfach beobachten und feststellen, dass manche Sachen irgendwie nebeneinander laufen, das geht sozusagen weiter. Und wenn man auch auf sich selbst schaut und sich fragt, was will ich eigentlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man will irgendwie immer mehr Bewusstsein, oder jetzt in einem Internet oder so, man will immer mehr entwickeln, diese Seite. Das würde aber auch bedeuten, dass diese Kohlenstofffreisetzung auch noch größer werden würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also das tut sie ja auch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, eben. Aber ich glaube, wir wollen jetzt in Bezug auf der Biologie, auf der Psychologie diesen Kohlenstoff so wenig wie möglich freisetzen und mehr wieder in die Erde rein. Aber andererseits wollen wir nicht irgendwie diesen Bewusstseinsentwicklungsprozess anders umlenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist so der philosophische Punkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also 100% Zustimmung, das ist irgendwie auch unser philosophisches Dilemma, oder? Also wie lösen wir das auf?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Und dann gibt es dann eine große Frage. Na gut, viele Wege, aber vielleicht erstmal so zwei Möglichkeiten. Müssen wir auch in dieser Seite des Bewusstseins etwas verändern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also eine Selbstentwicklung sozusagen. Und dann steht das anders im Verhältnis, oder das geht dann in eine andere Richtung, auch mit dem Kohlenstoff, die ganze Freisetzung. Oder wollen wir versuchen, da weiter in diese Einseitigung zu entwickeln mit diesem Bewusstsein und irgendwie trotzdem diese andere Seite, die korrelativ ist mit dem Kohlenstoff, versuchen zu, ja, weniger zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was irgendwie so ein bisschen unmachbar ausscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Was meint ihr dazu?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, das ist dann vielleicht die Frage, was für eine Art Bewusstsein wir uns erschaffen wollen. Oder wie wir es halt anders gestalten können, ohne dass es diese Korrelation gibt. Also dann ist ja eher die Frage, was brauchen wir dafür, damit es nicht nur darauf aufbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie schaffen wir uns einen Wert, der ohne diese Ressourcen klarkommt? Ich glaube, das ist ganz viel innerer Prozess und sich vielleicht auch von vielen äußeren Sachen, die wir uns halt gerade angeeignet haben, auch wieder lösen. Ja, aber ich meine, das ist ja genau die Frage, in der wir gerade leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriegen wir das hin oder kriegen wir es nicht hin?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also du hast jetzt gesagt, eine Frage, die da drin steckt, ist, sind wir bereit, anzunehmen oder hinzunehmen, dass es vielleicht alles ganz anders wird, als es gerade ist. Oder dass das, wie wir geboren sind alle und wie wir hier leben in dieser schönen, reichen Welt, sich auch auflösen muss. Aber die Frage ist, haben wir das Vertrauen bzw.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
oder haben wir auch das eigene Ziel, in so etwas Offenes reinzugehen. Aber Zukunft kann ja nichts anderes sein, als etwas Offenes. Wenn wir genau wissen, wie die Zukunft wird, dann ist sie ja eigentlich schon, also das wissen wir eigentlich immer nur über die Vergangenheit genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Meine Intuition wäre ein bisschen, dass, so wie wir halt in einer Zeit leben, wo man irgendwie einsieht, dass es halt kein ewiges Weiter, also diese Narrativ vom ewigen Wachstum irgendwie nicht mehr funktioniert und die planetaren Grenzen stoßen, würde ich fast vermuten, dass es dann mit dem Bewusstsein irgendwie auch so ist. Dass es eigentlich schlecht denkbar ist, dass das Bewusstsein, weil es so schön ist, immer weiter wachsen könnte und nicht angewiesen ist. Also nicht in dem Verhältnis steht, dann doch zu den Ressourcen, die dieser Planeten auch hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, also stimmt total dem Bezug, was mir gerade gebrochen hat. Deswegen sind wir ja auch alle hier, wir merken ja alle, dass wir echt was richtig radikal ändern müssen. Aber was, ob es dann, also ich meine, wenn du das so ausgedrückt hast, dann ist das ja auch fast mit Händen fühlbar, dass wir jetzt sozusagen, dass es wieder so ein Massenaussterben geben wird, wo sich das wieder in anaerobe Verhältnisse zurückbildet und wieder ganz andere Lebewesen entstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber vielleicht geht es ja doch auch anders und weniger apokalyptisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Wir kommen übrigens nachher nochmal, also es gibt ja noch letzte anaerobe Gäste auf der Welt. Oder vielleicht auch nicht nur Gäste, wir haben ja mit denen zu tun. Und insbesondere zum Beispiel im Vormagen der Kuh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da kommen wir nach dem Mittagessen gleich drauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich will noch dazu sagen, es ist anders genau in diese Richtung, wo man jetzt die Zukunft der Landwirtschaft denkt. In diese, wie nennt man das, also mechanisierung, also automatische Mechanisierung, wie nennt man das? Also das in diese Seite geht, die über dieses Bewusstsein, der sich über das Internet ausbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt Internet als allgemeiner Begriff, also halt etwas, was man irgendwie programmiert und ein Stück weit von sich selber, also sich selbst, aus sich selbst ausregelt. Geht man in eine solche Richtung mit der Technik? Oder geht man in eine Richtung, also das Bewusstsein, das wird nicht weniger sozusagen, aber in die Richtung, was du am Anfang gedeutet hast, dieses Handwerk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das, was im biologischen Menschen dann irgendwie da steckt. Ja, ich benutze die Technik, die bessere Technik, aber in Richtung des, wie ich das mit meinem Bewusstsein umfange, geht das in die Richtung des Internets oder das ist ein Bewusstsein, der sich von alleine funktioniert oder ob ich immer noch dahinter stehe und das machen kann. Sozusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also einfach, das sind zwei verschiedene Bewusstseinsentwicklungsrichtungen von da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also so ganz grob gesagt. So? Ist das die Frage eigentlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber geht das überhaupt? Weil Technik braucht ja auch Streng. Also das muss ja auch irgendwie herkommen, somit die läuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du machst es dann selber oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, das hieße ja jetzt noch nicht gleich, dass gar keine Menschen mehr da sind. Also so, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich fand halt spannend, als Ausdrucksprobe, dass du gesagt hast, um bewusst zu bleiben, müssen wir dem Kohlenstoff loswerden. Man denkt immer, wir brauchen Sauerstoff, um zu leben. Ja, wir müssen uns brauchen, um Sauerstoff zu haben, aber nicht für Bewusstsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und deswegen, es gibt ja gerade mal dieses Bild, wir sind nur noch Köpfe und haben so einen Daumen zum Scrollen und mehr brauchen wir eigentlich gar nicht mehr, um in unserer Technikwelt zu überleben. Also die braucht dann keinen Sauerstoff in dem Maße, wie wir jetzt auf dem Feld brauchen, um unsere Muskeln zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Aber genau diese Welt ist total auf permanente Verbrennung angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, also dabei stelle ich mir so Sachen vor, wie diese Doppelmesser, wie heißt denn das, diese Schmetterlingsmähwerk. Also das ist eine, in sich, also jetzt vom Stoff, von Energieverbrauch gesagt, das ist viel weniger, aber das ist so eine spitze Technik, das ist jetzt im Sinne der Technikentwicklung, das ist ganz hoch. Und das ist trotzdem nicht, ja, das sind eben verschiedene Ansatzpunkte, wie man das macht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erfordert richtig viel Handwerk im Sinne des, wie bin ich mit dem Prozess, mit dem Bewusstsein verbunden, weil, also das macht eine wunderbare Arbeit, aber erst, wenn ich dann die Bedingungen, wenn ich das alles richtig gut in mein Bewusstsein mit ein, wie nennt man das?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Einbezieher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Einbezieher, ja. Wir machen mal ein Teppich, das ist Airflash *[?]*, oder? Und eine andere Technik, das ist irgendwie Aufbereitung, solche Sachen, die weißen, das funktioniert irgendwie in allen, das ist eine Sache, die man auch automatisieren kann, sind Sachen, es gibt Prozesse, die sind, man könnte das automatisch machen mit künstlicher Intelligenz, weil das irgendwie das hat, das schafft irgendwie alle Bedingungen, und das kann man dann laufen lassen, das funktioniert schon, aber das ist dann der andere Grad der Feinheit sozusagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also beide sind sozusagen von der Technik her so richtig spitze, aber eine kann man mechanisieren und automatisieren und mit künstlicher Intelligenz, und das andere ist immer so, man sieht, boah, eigentlich braucht der Mensch noch da im Zentrum, noch dahinter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Aber eben, also es gibt dann ja wie mehrere Stufen, also ich glaube, dass es nicht mehr weit, und wir werden Bauernhöfe oder Produktionsorte haben, wo Lebensmittel ohne Menschen von KI produziert werden, da bin ich sicher, das wird da sein. Dann, also ich weiß nicht, ob ihr den zufällig kennt, ob der hier auch mal herkommen durfte, Tom Saat, das ist ein Demeter-Landwirt aus Holland, ein ganz, ganz spannender Mensch, und der sich sehr viel damit beschäftigt, wie er mit Digitalisierung im Ackerbau auf seinem Betrieb arbeiten kann. Und er hat jetzt also, glaube ich, seine ganze Anbautechnik und Erntetechnik über GPS automatisiert eigentlich, also er läuft auch nur noch neben dem Traktor her, der Traktor lenkt sich selbst entsprechend seinen GPS-Signalen, und der Tom Saat, wenn man den als Mensch so wahrnimmt, das ist jemand, der unheimlich drinsteht, ja, und das ist wirklich ein Bauer, also der ist da dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und er sagt, aber warum soll ich da irgendwie am Lenkrad drehen und mir Rückenweh machen, wenn das die Technik viel besser kann? Ich muss nur wissen, was ich will. Das wäre ja so eine Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die andere, habe ich gesagt, also vollständig automatisiert, dann so ein Tom Saat, der also seine Computer für sich arbeiten lässt, aber er ist der Chef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Er ist dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Könnte man jetzt auch ein anderes Beispiel nehmen, in einem Gemüsebetrieb, wo dann mit so Jät-Robotern, die da rumfahren und Unkraut und Kulturpflanze viel besser unterscheiden können als wir. Aber, da ist dann eben der Bauer noch dabei, der Chef-Chef ist noch dabei, aber was ist mit dem unglaublich tollen Menschen, der da eigentlich auch immer gearbeitet hatte, der Down-Syndrom hat zum Beispiel, der das wahnsinnig gut kann, der unheimlich gut diese Pflanzen pflegen kann, der aber in dieser technologisch gesteuerten Prozessabläufe nichts mehr beitragen kann. Was ist eigentlich mit dem?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das ist noch eine andere Seite. Wir können immer sagen, ja, ich bin ja noch dabei. Ich bin ja der Chef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber außer mir gibt es ja noch eine ganze Menge andere, die eigentlich auch mal dabei waren, bis hin zu den Tieren, bis hin zu der Frage, warum darf eigentlich das arme Pferd oder der arme Esel oder der arme Ochse nicht mehr mitmachen bei meinem Ackerbau. Ja, weil ich die outgesourcht habe an die Technik und Vorsicht, ich mache jetzt ein bisschen wie einen Rückgriff auf etwas nostalgisch Altes. Ich will nicht sagen, wir müssen jetzt zwangsläufig dahin zurück, das ist vielleicht ein Dilemma, aber ich will sagen, es bleiben immer welche dabei auf der Strecke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit jedem Schritt der Technisierung. Entschuldigung, irgendjemand hatte sich gemeldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ich nenne nur, um es noch ein bisschen weiterzuspielen, es gibt ja noch extremere Formen, also auch gerade in Holland dieses Vertical Gardening nennt sich das. Also es sind einfach so Systeme, da werden Pflanzen, die hängen halt in irgendwelchen Regalen drin und werden mit Wasser und Nährstoffen versorgt. Da gibt es gar keine Erde mehr, da gibt es gar keine Tiere mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da gibt es nur noch Steuertechnik, Ingenieure und Hilfskräfte, die irgendwas sauber machen. Also da gibt es Leute, die sagen, das ist die Zukunft der Landwirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Jaja und da wird auch, da werden Milliarden und Milliarden reingepumpt, um das zu erforschen, weil je mehr man das artifiziell hat, sozusagen im Greenhouse und quasi alles übereinander und keine Ahnung, die Fische fressen, was oben die Hühner reinscheißen und auf dem Abwasser züchten wir dann wieder irgendwas. Das sind dann ja sozusagen perfekt geschlossene Kreisläufe, die kann man weitgehend emissionsfrei machen. Im ganzen Kontext Klimawandel ist das total relevant, aber es ist extrem weit weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von dem da. Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja. Ja. Genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Aber braucht man denn, also ich stell mir immer die Frage, braucht man denn Vertical Farming, wenn man nicht einfach die Nutzung der ganzen Flächen ändert und die sinnvoll gestaltet? Also sollte man vielleicht erst mal das probieren, bevor man sich irgendwas überlegt, damit man trotzdem immer noch, also wenn man eigentlich ja verhindern will, dass so viel Soja und so viel dies und jenes für Tiere angebaut wird, was die aber eigentlich schlechter werden und nicht fressen, dann kann man doch einfach auch die Flächen nehmen und muss dann nicht irgendwelche, also das ist so, hä? Also, ja, das ist ein netter Ansatz, aber irgendwie, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flächennutzung weltweit und das Potenzial von Grünland 01:17:20 ===&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Also aber danke für die Überleitung. In den letzten sieben Minuten würde ich das gerne aufnehmen und um dieses Thema hier Ressourcen eigentlich oder Ressourcen und Emissionen noch so weit rund zu machen, dass wir dann Nachmittagessen auch zu was anderem gehen können. Das ist genau eine sehr, sehr wesentliche Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie gehen wir mit den Flächen um, die wir haben? Und ich hätte jetzt, das dauert aber jetzt gerade zu lang, diesen Beamer anzuschmeißen hier, sonst hätte ich euch jetzt da so eine Grafik gezeigt. Anhand von globalen Daten ist das von der FAO zusammengefasst worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele Ressourcen stecken wir eigentlich rein global in die Tierhaltung oder tierische Produktion, wenn man es mal so nennt. Und das haben sie unterschieden nach einerseits Wiederkäuern und andererseits Nicht-Wiederkäuern, also im Wesentlichen Geflügel und Schweine. Und die Frage war erstmal, wie viel Hektar Land fließen da rein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und zwar erstmal die Frage, wie viel Hektar Ackerland fließen da rein? Und ich muss es jetzt auswendig können, aber es ist ungefähr, glaube ich, die Größenordnung, dass wir weltweit ca. 300 Millionen Hektar Ackerland brauchen, um Schweine und Geflügel zu füttern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir brauchen auch ca. 300 Millionen Hektar Ackerland, um Wiederkäuer zu füttern. Und die Frage ist, was kommt dabei raus?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dabei kommt raus, 35 Millionen Tonnen Protein pro Jahr. Ungefähr, glaube ich, 35 Millionen Tonnen Lebensmittelprotein, also Fleisch, Milch, Ei, pro Jahr. Einerseits auf dieser Geflügel- und Schweineseite, andererseits auf der Wiederkäuerseite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wir haben ungefähr den gleichen Input für Wiederkäuer und für Geflügel und Schweine. Und wir haben auch ungefähr den gleichen Output. Was stimmt nicht an der Geschichte?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das habe ich unterschlagen. Das habe ich natürlich auch unterschlagen, das ist natürlich sehr, sehr wesentlich. Und da sage ich jetzt nur einfach, okay, das sind die Hektar, die wir sozusagen aus der menschlichen direkten Ernährung rausnehmen und damit Tiere ernähren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das stimmt, aber ich habe bei den Wiederkäuern was unterschlagen. Das Grünland. Also ich spreche hier von 300 Millionen Hektar da, 300 Millionen Hektar da.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier haben wir die Wiederkäuer und da kommen nochmal 2 Milliarden Hektar permanentes Grünland dazu. 2 Milliarden Hektar, das umschließt alles. Das umschließt natürlich auch Buschland irgendwo in der Subsahelzone, wo fast nichts wächst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das entschließt auch ein Fruchtfolge-Kleegras zum Beispiel. Diese Sachen, also Crop Rotation ist da mit drin. Und dann sehen wir, irgendwas stimmt doch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Irgendwo haben wir ein Problem. Warum schaffen wir es nicht mit 2 Milliarden Hektar? 2 Milliarden Hektar Grünland plus 300 Millionen Hektar Ackerland mit den Wiederkäuern mehr zu produzieren, als mit den Geflügel und Schweinen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo ist der Fehler? Und dann ist meiner Meinung nach, das kann man ganz, ganz klar zeigen auch, der eine große Fehler ist darin, dass wir das Grünland viel zu ineffizient nutzen. Dass wir nicht das mit dem Grünland machen, was wir mit ihm machen könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ist eine gewaltige Ressource, die wir haben und ja nicht nur eine Futter-Ressource. Das ist ja auch eine Ökosystem-Ressource. Das ist ein Habitat oder das sind riesige Habitate für alle möglichen Lebensformen, die in diesem permanenten Grasland existieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sind gewaltige Kohlenstoffsenken. Also in den Böden unter permanentem Grasland ist ja ein gewaltiger Kohlenstoffspeicher. Und all das nutzen wir total unvollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich es jetzt in 2 Minuten ganz grob zusammenfasse, ganz verkürzt, dann ist das Problem in den entwickelten Ländern, also zum Beispiel in Europa, dass uns dieses blöde Grasland einfach viel zu teuer ist. Und dass wir es deswegen entweder gar nicht mehr nutzen, das betrifft jetzt vor allen Dingen in den Bergen, also Mittelgebirgen, alle möglichen steilen Lagen, in den alpinen Regionen wird es gar nicht mehr genutzt. Oder vor gar nicht kommen noch alle möglichen anderen Schritte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also kommt der Schritt jetzt, wenn ich über die Alpen spreche, ursprünglich hat man sehr intensive Milchproduktion auf den Alpen betrieben. Das heißt aber, diese Hüterei, diese ganze Alpwirtschaft, das ist arbeitsintensiv, das bedeutet menschliche Arbeit, die man auch nicht ersetzen kann. Das bedeutet eben auch handwerkliches Melken zum Beispiel, weil ich ja nicht irgendwie oben auf der Alp einfach ein Melkroboter hinstellen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das ist zu teuer, deswegen erwirtschaftet man mit dieser Milch, obwohl die Milch wertvoll ist, weniger, weil man so viel Input hat, als wenn man da zum Beispiel umstellt auf Mutterkühe. Wenn ich aber auf einem Hektar Milch produziere oder mit Mutterkühen Fleisch produziere, hole ich von diesem Hektar mit den Fleischkälbern wesentlich weniger, viel, viel weniger Protein runter. Bei gleich vielen Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe gleich viele Tiere da rumstehen, die das fressen, die das vielleicht auch schön erhalten, theoretisch das Land, in dem sie es, wenn ich es gut bestoße, die rumfurzen und rumrülpsen. Und ich habe mit dem Mutterkuhkalb weniger als die Hälfte des Lebensmittelproteins, als hätte ich Milchkühe. Und das ist so der erste Schritt in der Schweiz zum Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also erst waren da Milchkühe, dann kommen die Mutterkühe und dann kommen die Schafe. Und die Schafe werden eigentlich überhaupt auch nicht mehr richtig genutzt, sondern das ist dann eigentlich nur noch Landschaftspflege, um diese Landschaften offen zu halten, um diese Biodiversität zu erhalten, alles gut. Aber es ernährt nicht mehr den Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Schöne an der Graslandbewirtschaftung mit Wiederkäuern ist ja eigentlich, wenn wir es richtig machen, dass wir gleichzeitig Ökosysteme erhalten und fördern und gleichzeitig Boden aufbauen, ganz konkret Boden aufbauen und gleichzeitig Lebensmittel erzeugen, von denen Menschen leben können. Und wenn man das jetzt, da kann man jetzt sagen, ja die paar Weiden da in den Alpen, das ist auch völlig egal, nur schade drum. Aber wenn wir uns klar machen, welche gewaltigen Flächen das betrifft,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zum Beispiel in Zentralasien, also in den ehemaligen Sowjetrepubliken dort oder in Zentralchina, da ist so viel Grasland, da spreche ich jetzt aus sehr unmittelbarer Erfahrung, weil ich da gearbeitet habe in Kirgisistan und in China, da ist so eine riesige Ressource da, die aufgrund unterschiedlichster Ursachen schlecht gemanagt wird. Und dann, im Gegensatz zu Europa hier, wo wir das Land einfach verganden lassen und nicht mehr nutzen, wird es dort dann übernutzt, hat man viel zu viele Tiere, sehr oft sind das Schafe oder Yaks, die auch sehr, sehr tief fressen und durch dieses tiefe Abfressen die Grasnarbe schädigen und es gibt eine gewaltige Bodenerosion. Also erst erodiert die Grasnarbe, dann ist die Pflanzendecke weg, dann kommt die Dürre, dann kommt der Wind und dann ist der Boden weg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das hat eine Dynamik, die ist ein bisschen atemberaubend und es ist sehr deutlich, das kann man an verschiedenen Projekten dort oder an verschiedenen Orten auch sehr deutlich zeigen, dass man ein gewaltiges Potenzial hätte in solchen Regionen, gleichzeitig die Nachhaltigkeit, also den Erhalt dieser eigentlichen Ökosysteme, den Erhalt der Böden und eine Überproduktion an Lebensmitteln, also das heißt, mehr Lebensmittel zu produzieren, als diese Menschen dort unmittelbar für sich brauchen, damit ein Wert haben, eine Wertschöpfung, die nach außen gegeben werden kann, damit den Wohlstand der Menschen erhöhen könnte. Das geht eben im Fall vom Grasland parallel zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir beschäftigen uns sozusagen im globalen Norden mit unendlich viel Forschungsgeld, mit den Fragen, ob wir den Milchkühen noch 2000 Kilo mehr pro Jahr entlocken können, durch entsprechende genomische Zuchtwertschätzung oder was auch immer, ob wir noch mehr Erträge schaffen können durch gentechnisch veränderte Pflanzen auf unseren Ackerflächen. Wir pumpen da unendlich viel rein und ich bin überzeugt, den viel größeren Erfolg könnten wir haben, mit sehr grundlegenden Techniken der Landnutzung, die alle wissen, die die Menschen dort vor Ort auch wissen, die sind ja nicht blöd, die haben ihre Traditionen und es hat sich über Jahrhunderte in den Traditionen, es ist da ja nicht das passiert, was jetzt passiert, dass sie die Böden verloren haben, sondern sie haben die Böden aufgebaut, die wir heute verlieren. Und da ist sozusagen ein ganz wesentlicher Angelpunkt für mich meiner Meinung nach in der Frage, wie nutzen wir eigentlich Grasland global und dann müssen wir immer vor unserer eigenen Haustür anfangen und uns fragen, wie nutzen wir unser Grasland hier?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das heißt, wie betreiben wir eine Wiederkäuerwirtschaft so, dass wir daraus tierische Lebensmittel erzeugen, die nicht in dieser Nahrungsmittelkonkurrenz stehen? Das ist der eine Punkt, der in die Richtung geht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Ja, dann hätten wir ja 300 Millionen Hektar für andere Nahrungsmittel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Genau, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Publikum:&#039;&#039;&#039; Das wäre ja richtig zu brauchen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Florian Leiber:&#039;&#039;&#039; Ja, genau. So, und jetzt sind unsere Nahrungsmittel auch schon warm und warten. Also danke euch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielen Dank.&lt;br /&gt;
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