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	<title>BiodynWiki - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-02T18:43:43Z</updated>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2155</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-30T07:46:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau 0:00:40 */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ManfredKlettVorträgeBodenentwicklung}}&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Video &amp;amp; Audio==&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred Klett 1v4 Bodenentwicklung im Jahreslauf.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 1v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/5ae3skedbg8yf9t/Folge%201%20v%204_%20Dr.%20Manfred%20Klett_%20Bodenentwicklung%20im%20Jahreslauf.mp3?dl=0 Audio zum streamen &amp;amp; runterladen]&amp;lt;/center&amp;gt; &amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/pm85m0wwef01lf0/Folge%201%20v%204_%20Dr.%20Manfred%20Klett_%20Bodenentwicklung%20im%20Jahreslauf.mp4?dl=0 Video zum streamen &amp;amp; runterladen]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
== Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=40s Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau 0:00:40] ===&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den &#039;&#039;&#039;Ackerbau und den Gartenbau&#039;&#039;&#039; in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das &#039;&#039;&#039;Zentrum der Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=184s Bodenbearbeitung 0:03:04] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf die Bodenbearbeitung, also das &#039;&#039;&#039;Erste&#039;&#039;&#039;. Es ist das &#039;&#039;&#039;Älteste&#039;&#039;&#039; überhaupt. Seit es überhaupt eine &#039;&#039;&#039;Kultivierung&#039;&#039;&#039; gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den &#039;&#039;&#039;Boden zu ritzen&#039;&#039;&#039;, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar &#039;&#039;&#039;Holzpflüge&#039;&#039;&#039;. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=286s Fruchtfolge 0:04:46]===&lt;br /&gt;
Und das &#039;&#039;&#039;Zweite&#039;&#039;&#039; ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;. Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Zeit&#039;&#039;&#039; haben die Kelten schon angefangen mit der &#039;&#039;&#039;Dreifelderwirtschaft&#039;&#039;&#039;. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=328s Düngung 0:05:28]===&lt;br /&gt;
Und die Düngung ist das Allerjüngste. Obwohl man sagen kann, in &#039;&#039;&#039;vorchristlichen Zeiten&#039;&#039;&#039; haben selbstverständlich die ganzen großen &#039;&#039;&#039;Hochkulturen&#039;&#039;&#039; auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine &#039;&#039;&#039;Wasserdüngung&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;naturhaft&#039;&#039;&#039; abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch &#039;&#039;&#039;künstliche Bewässerung&#039;&#039;&#039;. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf die Kelten zurückgeht. Also die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; waren die &#039;&#039;&#039;Ersten&#039;&#039;&#039;, die angefangen hatten, &#039;&#039;&#039;mit Tonen zu düngen&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im &#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039; hat man &#039;&#039;&#039;&amp;quot;gemergelt&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, also mit &#039;&#039;&#039;Kalktonen&#039;&#039;&#039;. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. Also die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das &#039;&#039;&#039;Allerjüngste&#039;&#039;&#039;. Und heute das &#039;&#039;&#039;Allerbedeutendste und Wirkungsvollste&#039;&#039;&#039;, in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=483s Entstehung des Bodens 0:08:03] ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispanzer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung&#039;&#039;&#039; sozusagen. Also ein &#039;&#039;&#039;Dauerfrostboden&#039;&#039;&#039;, der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=666s Sedimentation und Verwitterung 0:11:06] ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme&#039;&#039;&#039; fängt das an zu &#039;&#039;&#039;verwittern&#039;&#039;&#039;. Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen durch eine &#039;&#039;&#039;physikalisch-chemische Verwitterung&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;biologische Verwitterung&#039;&#039;&#039;. Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=744s Horizontierung und Verwitterung 0:12:24] ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es entsteht &#039;&#039;&#039;Kohlensäure&#039;&#039;&#039;. Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk&#039;&#039;&#039; offensichtlich &#039;&#039;&#039;im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=882s Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 0:14:42] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches &#039;&#039;&#039;Gestein im Untergrund&#039;&#039;&#039; ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem &#039;&#039;&#039;Granit&#039;&#039;&#039; entsteht ein anderer Boden, aus einer &#039;&#039;&#039;Granit-Verwitterung&#039;&#039;&#039; ein anderer Boden als &#039;&#039;&#039;Basalt-Verwitterung&#039;&#039;&#039; oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; oder sonstigen &#039;&#039;&#039;Kieselablagerungen&#039;&#039;&#039; oder dergleichen oder &#039;&#039;&#039;Schiefergesteinen&#039;&#039;&#039; oder was es auch sein mag. Also &#039;&#039;&#039;jeder Standort&#039;&#039;&#039; hat seine &#039;&#039;&#039;eigenen Böden&#039;&#039;&#039;. Der &#039;&#039;&#039;Dottenfelderhof&#039;&#039;&#039; hat mindestens &#039;&#039;&#039;sechs, sieben verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039; hier. Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=958s Beginn der Verwitterung 0:15:58] ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. Das &#039;&#039;&#039;Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer&#039;&#039;&#039;. Das sind die &#039;&#039;&#039;drei Grundmineralien&#039;&#039;&#039;, die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, wo jetzt der natürliche Kalkgehalt des Gesteins, des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst. Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1080s Festellung verschiedener Horizontierungen 0:18:00] ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein &#039;&#039;&#039;Loch graben&#039;&#039;&#039;, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen&#039;&#039;&#039; können &#039;&#039;&#039;in die Grube&#039;&#039;&#039; und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil. Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. &#039;&#039;&#039;Kalklösungsgrenze&#039;&#039;&#039;. Und dann können Sie das &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039; mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen&#039;&#039;&#039; festzustellen sind, also &#039;&#039;&#039;durchgehende Schichten&#039;&#039;&#039;. Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten&#039;&#039;&#039; hervortreten, &#039;&#039;&#039;desto älter&#039;&#039;&#039; ist der Boden beziehungsweise desto &#039;&#039;&#039;degradierter&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;desto jünger&#039;&#039;&#039;, kann man sagen, ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;. Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1181s Kultivierung der Böden - warum? 0:19:41] ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern &#039;&#039;&#039;warum muss das alles immer kultiviert werden?&#039;&#039;&#039; Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses &#039;&#039;&#039;Profil des Ackerbaus&#039;&#039;&#039;, war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte &#039;&#039;&#039;Degradationserscheinungen&#039;&#039;&#039; auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039;. Er wird &#039;&#039;&#039;alt&#039;&#039;&#039;. Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1324s Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 0:22:04]===&lt;br /&gt;
Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten. Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus, &#039;&#039;&#039;humifizierte Auflage&#039;&#039;&#039;. Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik&#039;&#039;&#039; entwickelt, dass man heute von &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; spricht, ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1410s A-C-Böden: Rendzina, Ranker 0:23:30] ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf &#039;&#039;&#039;Kalkstandorten&#039;&#039;&#039; der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier &#039;&#039;&#039;oben&#039;&#039;&#039;, aber nur so flachgründig. Und &#039;&#039;&#039;darunter&#039;&#039;&#039; steht dann gleich das &#039;&#039;&#039;Gestein&#039;&#039;&#039; an, der feste, harte &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039;. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann spricht man von einer &#039;&#039;&#039;Rendzina&#039;&#039;&#039;. Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und das ist auf Kalk. Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da &#039;&#039;&#039;oben mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Braunerderanker&#039;&#039;&#039;. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an &#039;&#039;&#039;Hanglagen&#039;&#039;&#039; finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1529s B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 0:25:29] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung&#039;&#039;&#039; werden Stoffe frei, &#039;&#039;&#039;Ton-Bildung&#039;&#039;&#039; findet statt. Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1806s Langzeitbodenentwicklung 0:30:06] ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die &#039;&#039;&#039;Verwitterung so stark&#039;&#039;&#039; ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. Und es gibt ein &#039;&#039;&#039;wunderbares Buch&#039;&#039;&#039;, muss ich wirklich sagen, von &#039;&#039;&#039;Mückenhausen&#039;&#039;&#039;, der war &#039;&#039;&#039;Professor in Bonn&#039;&#039;&#039;. Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark &#039;&#039;&#039;lessivierte Para-Braunerde&#039;&#039;&#039;. Lessiviert heißt &#039;&#039;&#039;ausgewaschen&#039;&#039;&#039;. Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2000s Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20] ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern&#039;&#039;&#039; eben sehr viel &#039;&#039;&#039;langsamer&#039;&#039;&#039;. In der Regel, &#039;&#039;&#039;durch den Kalküberschuss&#039;&#039;&#039;. Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann &#039;&#039;&#039;beschleunigt&#039;&#039;&#039; sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann &#039;&#039;&#039;plötzlich knickt es ab&#039;&#039;&#039;. Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2100s Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 0:35:00] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese &#039;&#039;&#039;Prozesse&#039;&#039;&#039; durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2182s Winterboden - Frühjahrsboden 0:36:22] ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber im &#039;&#039;&#039;Winter&#039;&#039;&#039; sind die &#039;&#039;&#039;Böden dunkel&#039;&#039;&#039;. Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; jetzt stärker &#039;&#039;&#039;in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das &#039;&#039;&#039;Wasser verdunstet&#039;&#039;&#039;, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, wird der &#039;&#039;&#039;Boden hell&#039;&#039;&#039;. Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2313s Winterprozess - vollkommene Ruhe 0:38:33] ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2407s Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 0:40:07] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, dass die &#039;&#039;&#039;vier Elemente, das Erdige, das Wässrige&#039;&#039;&#039;, die Luft, das Gasförmige und &#039;&#039;&#039;die Luft und die Wärme auseinander treten&#039;&#039;&#039;. Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, &#039;&#039;&#039;anorganisch&#039;&#039;&#039;, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. Die &#039;&#039;&#039;wärmegesättigte Luft&#039;&#039;&#039;. Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. Das ist das &#039;&#039;&#039;Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern&#039;&#039;&#039;. Nun können wir aber etwas beobachten, in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch &#039;&#039;&#039;bestimmte Prozesse&#039;&#039;&#039; stattfinden, und zwar &#039;&#039;&#039;rein mechanisch-physikalischer Art&#039;&#039;&#039;. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen &#039;&#039;&#039;Dauerfrost&#039;&#039;&#039; im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Eisbildung. Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Boden ist mit Wasser gesättigt&#039;&#039;&#039;. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null Grad&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser &#039;&#039;&#039;Frost&#039;&#039;&#039; bewirkt etwas, die &#039;&#039;&#039;Kälte&#039;&#039;&#039; ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2681s Kristallisationsprinzip - Anomalie des Wassers 0:44:41] ===&lt;br /&gt;
Dann wird es erst mal &#039;&#039;&#039;fest&#039;&#039;&#039;. Dann wird es sogar &#039;&#039;&#039;durchsichtig&#039;&#039;&#039;, wie ein wunderschönes Kristall. Also es &#039;&#039;&#039;kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel&#039;&#039;&#039;, den großen &#039;&#039;&#039;Naturforscher&#039;&#039;&#039;, so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2916s Frostsprengung - Frostgare 0:48:36] ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der &#039;&#039;&#039;Boden gefriert&#039;&#039;&#039;, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein &#039;&#039;&#039;rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises&#039;&#039;&#039;. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens &#039;&#039;&#039;im Februar&#039;&#039;&#039;, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3197s Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17] ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und verwittern dann zu Ton. Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese &#039;&#039;&#039;verwittern zu Ton&#039;&#039;&#039;. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner Quarzkristall, sechsseitig, in einer sechsseitigen Pyramide, folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt &#039;&#039;&#039;kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen&#039;&#039;&#039;. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3360s Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure&#039;&#039;&#039;. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Zerfallsprozess&#039;&#039;&#039;. Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind &#039;&#039;&#039;keine kristallinen Substanzen&#039;&#039;&#039; mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos&#039;&#039;&#039;. Und das sind sogenannte &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039;. Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3504s Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24] ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch &#039;&#039;&#039;Metall-Silikat-Verbindungen&#039;&#039;&#039;, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die &#039;&#039;&#039;Hauptkoloide&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;in unseren Böden&#039;&#039;&#039; entstehen, dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Ton verwittert&#039;&#039;&#039;, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3600s Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00] ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem &#039;&#039;&#039;alten Mysterienwissen&#039;&#039;&#039;, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3719s Winterprozess - Formbildungsprozess 1:01:59] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die &#039;&#039;&#039;fängt im November an&#039;&#039;&#039;, aber hat ihren &#039;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039;&#039; zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039;. Es ist ein &#039;&#039;&#039;Form-Bildungsprozess&#039;&#039;&#039;. Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
[00:00:44] &#039;&#039;&#039;Einleitung - Überblick Bodenentwicklung langfristig und im Jahreslauf&#039;&#039;&#039; Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass dann eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann die gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und jetzt geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:02:51] &#039;&#039;&#039;Winterprozess - Wachstumsruhe&#039;&#039;&#039; Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:03:42] &#039;&#039;&#039;Wachstumszwang durch Stickstoffüberhang&#039;&#039;&#039; Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Landbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:04:19] &#039;&#039;&#039;Winterung - Winterweizen - Formgestalgung der Pflanzen&#039;&#039;&#039; Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Winterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen- dieser Formgestaltung der Pflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:05:21] &#039;&#039;&#039;Phänomen - Wachstum der Saugwurzelspitzen&#039;&#039;&#039; Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also keine wie die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich so ein klein wenig über den Winter hindurch, bis also eine Tiefe von 1 Meter, 1,20 Meter, 1,50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:06:14] &#039;&#039;&#039;Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formung&#039;&#039;&#039; Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:07:46] &#039;&#039;&#039;Bewahrung der Formkräfte durch Tonmineralien&#039;&#039;&#039; Und so geht es eben-, setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:09:02] &#039;&#039;&#039;Pflanzliche Nahrungsqualität durch einstrahlende Formkräfte des Winters&#039;&#039;&#039; Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Falle des Getreides, das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:10:10] &#039;&#039;&#039;Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde&#039;&#039;&#039; Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also es ist auch wirklich so. Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich, hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnte Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle (unv.) Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt. Besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal zu stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und murmelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternenhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklich erahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen-, an solchen Verhältnissen sich exponiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:31] &#039;&#039;&#039;Winterruhe der Natur - Formkräfte - Gedankenkräfte&#039;&#039;&#039; Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des, überhaupt des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutionsepoche der Erde, die ist viel älter als die Laubgehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen Winterprozess mitmachen. Jedenfalls das äußere Leben ist verschwunden und diese Formkräfte werden wirksam. Kristallbildungen da im Untergrund bis in die Tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man immer selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt. Wenn man, weil Sie wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es: Ich möchte ihn ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt während der Winterszeit. Ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen wo herumtanze oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich aus der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:16:30] &#039;&#039;&#039;Konzentration der Gedanken - Wille im Denken&#039;&#039;&#039; So im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich enorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich mal alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Taraxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon mal fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er ja als Komposite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine &amp;quot;Konifere&amp;quot; (unv.) oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichterlieren die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:18:36] &#039;&#039;&#039;Gedanke wird zum Erlebnis&#039;&#039;&#039; Und das Eigenartige ist nun, dass, wenn man denkt, wirklich denkt und das Denken verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles (unv.) mögliche Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:19:59] &#039;&#039;&#039;Alles Gedankliche hat Gesetzescharakter&#039;&#039;&#039; Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich den beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreieckes bilde, dann ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zum Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen. Nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:14] &#039;&#039;&#039;Gedanke - Kriställchen im Gehirn&#039;&#039;&#039; Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber, aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie überall ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildung ein Kristallisationsvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:24:24] &#039;&#039;&#039;Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen&#039;&#039;&#039; Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quasi also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterszeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch, sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winterprozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:26:41] &#039;&#039;&#039;Beginn der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise&#039;&#039;&#039; Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfühlt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und da drunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:28:31] &#039;&#039;&#039;Beginn des Frühlingsprozesses&#039;&#039;&#039; Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so - lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefststand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchfrostet. Aber dann, wenn da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:30:41] &#039;&#039;&#039;Erwärmung des Bodens - Sandboden, Tonboden&#039;&#039;&#039; Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat - das sind sehr feine Poren - das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:32:32] &#039;&#039;&#039;Frostgare und Regen&#039;&#039;&#039; Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf einem Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug, sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint, und dann am Ende dieses Prozesses es dann erst regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:33:33] &#039;&#039;&#039;Ruhe im Winter - Geduld im Frühjahr&#039;&#039;&#039; Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die obersten Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass, wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt müsste ich ja eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann raus fährt und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:35:28] &#039;&#039;&#039;Sonnenwärme - Leben im Boden&#039;&#039;&#039; Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Furche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da oder dort eine Larve vielleicht von der Collembole kann man dann drin sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:36:32] &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man bemerkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr mechanisch, reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht, es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür, aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist ausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, dass tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:08] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:11] &#039;&#039;&#039;Abschleppen des Bodens&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Falle, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:50] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, ist man früher mit den Pferden, hat man das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber, dann gibt es aber die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann also so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:41:47] &#039;&#039;&#039;Förderung der Unkrautkeimung und der Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schön Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter, müssen wir anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:54] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu viel im Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:26] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:39] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:41] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:43] &#039;&#039;&#039;Wasseraufnahme und -abgabe der Bodenporen&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Also neben den, die Frostkrümel sind eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:44:44] &#039;&#039;&#039;Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine&#039;&#039;&#039; Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:20] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil es so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreiselegge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich, also nur zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:46:42] &#039;&#039;&#039;Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun&#039;&#039;&#039; Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren, tut die wieder schön zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:10] &#039;&#039;&#039;Abschleppen mit dem Pferd&#039;&#039;&#039; Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:53] &#039;&#039;&#039;Abschleppen mit dem Schlepper&#039;&#039;&#039; Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt, das ist die Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, der Lanz Traktor, der hat &amp;quot;wwhhhh&amp;quot; so gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die Dreizylinder. Heute sind es überhaupt Vierzylinder und es gibt vielleicht sogar Sechszylinder jetzt bei 300 PS Maschinen, diese Antriebstechnik durch den Kolben Rhythmus, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder, erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese Verschmierung bzw. die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:56] &#039;&#039;&#039;Abschleppen in der Übergangszeit&#039;&#039;&#039; Also deswegen kann man mit dem Schlepper erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer zu spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann und ebnet das Feld ein und regt, wenn es schon eingeebnet ist, dann rührt man es ein klein wenig auf, zwei Zentimeter, drei Zentimeter und schon wächst das Unkraut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:52:00] &#039;&#039;&#039;Erste Generation - aufgelaufenes Unkraut&#039;&#039;&#039; Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker geht und dann diese Bewegung macht, das gehört zum Landwirt, dass er sich auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:53:57] &#039;&#039;&#039;Krümelwalze&#039;&#039;&#039; Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen Eggen-Strich über den Acker zieht, mit der Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da, sondern, also schon, es kann von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die Sämaschine, nicht, dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal säeen. Ich lasse das hier noch mal stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:55:00] &#039;&#039;&#039;Ausbringen der Saat&#039;&#039;&#039; Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr zum, also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also ich spreche jetzt und nehme das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin in Eggenstrichen noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne, krümelnde Schicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil nämlich die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab, dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge, und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille, leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt und dann hinten &amp;quot;der Nachstreicher &amp;quot; von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:44] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:49] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich, die Samen, die draußen in der Natur sich finden über den Winter, sind ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:58:23] &#039;&#039;&#039;Denken lernen im Tun&#039;&#039;&#039; So, und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich, ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich, ich würde mal sagen, mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:59:24] &#039;&#039;&#039;Entwicklung der Saat - Keimwurzel, Spross, Keimblatt&#039;&#039;&#039; Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, bei einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:13] &#039;&#039;&#039;Ausbildung der Wurzelhaare - Halt der Pflanze im Boden&#039;&#039;&#039; So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebend-verbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr - wir befinden uns immer noch in dieser Zeit - der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt aus überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:36] &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt sich selber - Samenmehlkörper&#039;&#039;&#039; Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das, das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:04:13] &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt sich selber - Humus&#039;&#039;&#039; Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahres, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:06:09] &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen&#039;&#039;&#039; Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sich hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, das sind die Epidermiszellen hier, die bilden ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:07:33] &#039;&#039;&#039;Assimilate durch Sonnenlicht&#039;&#039;&#039; Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter herauf entwickelt so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über das Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und aus dem Zucker werden, das wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünenden Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernährt sie sich weiter durch die Assimilate an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel, durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:09:38] &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt den Boden&#039;&#039;&#039; Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, niedermolekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlehydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man eigentlich sich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:11:11] &#039;&#039;&#039;Symbiosen der Pflanze im Boden&#039;&#039;&#039; Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal hier hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:12] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, (C), Z, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:14:13] &#039;&#039;&#039;Austauschvorgänge - Pflanze, Wurzel, Boden&#039;&#039;&#039; Also die Pflanze, was muss sie im Frühjahr machen? Sie muss mit der Erde sich verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesen Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst das zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, Austauschvorgänge stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:16:03] &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus&#039;&#039;&#039; Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - die Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen - und die bauen jetzt um die Wurzel herab den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der Boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine starke Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:18:57] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:05] &#039;&#039;&#039;Anbringung - Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnen, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da vollzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:51] &#039;&#039;&#039;Gegenstromprinzip der Wurzelhaare&#039;&#039;&#039; Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang - da wird also der Stickstoff zum Salz, da entstehen Nitrate, die sind löslich in Bodenwasser, dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich im Wasser  PO4, und so weiter und so weiter -  also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus hier, die Bodensalze aufnimmt über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch diesen Symbiosenmantel der Rhizosphäre im Wurzelbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:21:33] &#039;&#039;&#039;Wurzel als Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze&#039;&#039;&#039; Sie können sich diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist so, eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn er denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:22:35] &#039;&#039;&#039;Abbau der Bodenfruchtbarkeit - Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, aber kann auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer im Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:24:14] &#039;&#039;&#039;Beatmung des Bodens&#039;&#039;&#039; Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter auskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühesten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:25:37] &#039;&#039;&#039;Der Netzstriegel&#039;&#039;&#039; Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und das sind jetzt ja heute auch, es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Bodenunebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Möhren die Kraft haben, den Boden, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unseren Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:28:10] &#039;&#039;&#039;Striegelbearbeitung - Hautbearbeitung&#039;&#039;&#039; Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und dies ist wie wenn man die Kühe striegelt oder das Pferd striegelt, so striegelt man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass, wenn man den halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der noch nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, ja, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2153</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-30T07:43:33Z</updated>

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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und uns geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Anbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Witterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen dieser Formgestaltung der Pflanzen. Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich ein klein wenig über den Winter hindurch bis in eine Tiefe von einem Meter, 1.20 Meter, 1.50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass es für für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formen. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einen strahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. Und so setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, in bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Fall des Getreides das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Windes sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchführung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also ist es auch wirklich so? Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnten Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle/ Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses eine Strahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklicher ahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen Ort, an solchen Verhältnissen sich exponiert. Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des überhaupt, des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutions epoche der Erde, denn viel älter als die laub gehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen winter prozess mitmachen. Jedenfalls das äußere leben ist verschwunden und diese Form kräfte wirken wirksam. Kristall Höhlungen im Untergrund bis in die tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt, wenn man, wenn die wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es Ich möchte ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt. Das heißt, ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durch durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich also sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen herumtanzt oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben Ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich auch der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. Sondern im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich eben unnorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Tarasxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er als Kompostite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine Konifere oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichtern die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. Und das Eigenartige ist nun, dass wenn man denkt, wirklich denkt und das Denke verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles Mögliche, Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich in beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreiecks bilde, dann hat ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zu Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen, nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber. Aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - Also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildungen ein Kristallisationvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quaso also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen zu entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterzeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winter Prozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfällt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben. Und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und darunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so/ Lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefstand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchforstet. Aber dann wird da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat, sind sehr feine Poren das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf den Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint. Und dann am Ende dieses Prozesses es dann es regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die oberste Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist, im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt will ich eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann daraus hört und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Fruche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da und dort eine Larve von einer Collembole kann man dann sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man merkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht. Es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür. Aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist herausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, das tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:08] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:11] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Fall, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:50] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, hat man früher mit den Pferden das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber dann gibt es auch noch die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schon Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:54] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu vielen Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:26] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:39] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:41] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Die Frostkrümel sind an eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:20] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreissäge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren. Tut die wieder zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, lanz Traktor dazu gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die drei Zylinder. Heute sind es vier Zylinder und es gibt vielleicht sogar sechs Zylinder. Jetzt bei 300 PS Maschinen, die wie dieser dieses diese Antriebstechnik durch die durch den Kolben Rhythmus der ist, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese diese diese Schmierung bzw die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. Also deswegen kann man immer erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer so spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann. Und eben das hält ein und rechts. Wenn schon eingeebnet ist, dann rührt man ein klein wenig auf zwei drei Zentimeter und schon wird das umgebaut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker gehen und dann diese Bewegung macht und das gehört zum Landwirt, dass er auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen engen Strich über den Acker zieht, mit einer Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da. Also schon, es kann mir von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt den ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die die Sämaschine. Nicht? Dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal sehen. Ich lasse das hier noch mal stehen. Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr/ also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also jetzt nehmen wir das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne Krümelschicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge. Und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt. Und der Nachstreicher von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:44] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:49] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich sind die Samen, die draußen in der Natur sich finden die über den Winter, das ist ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. Und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebendverbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr? Wir befinden uns immer noch in dieser Zeit. Der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das. Das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahre, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was ich sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sie hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter entwickelt, so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über die Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und der Zucker wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünen Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernähren sie sich weiter durch die Assimilation an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, molekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlenhydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man sich eigentlich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal auch wieder hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da die entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:12] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, C, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. Also die Pflanze, was muss ich im Frühjahr machen? Sie muss sich mit der Erde verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesem Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Und die bauen jetzt um die Wurzel den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine arge Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:18:57] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise von Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:05] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnt, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da nachvollziehen. Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang, da wird also der Stickstoff zum Salz. Da entstehen Nitrate. Die sind löslich in Bodenwasser. Dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich in Wasser. PO4. Und so weiter und so weiter. Also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus, hier die Bodensalze, aufnimmt, über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch den Symbiosenmantel der Rhozosphäre im Wurzelbereich. Diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, kann aber auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter rauskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühsten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Unebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Mühlen die Kraft haben, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unser Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und es ist wie wenn man die Kühe striegeln und das Pferd striegeln, so striegeln man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass wenn man einen halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen. Um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2152</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-30T07:42:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Transkription des Vortrages 2. Folge */&lt;/p&gt;
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einleitung - Überblick Bodenentwicklung langfristig und im Jahreslauf 00:00:44 ===&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass dann eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann die gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und jetzt geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - Wachstumsruhe 00:02:51 ===&lt;br /&gt;
Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:03:42 &#039;&#039;&#039;Wachstumszwang durch Stickstoffüberhang&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Landbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:04:19 &#039;&#039;&#039;Winterung - Winterweizen - Formgestalgung der Pflanzen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Winterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen- dieser Formgestaltung der Pflanzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:05:21 &#039;&#039;&#039;Phänomen - Wachstum der Saugwurzelspitzen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also keine wie die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich so ein klein wenig über den Winter hindurch, bis also eine Tiefe von 1 Meter, 1,20 Meter, 1,50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:06:14 &#039;&#039;&#039;Grundprinzip des Winters - Kristallisation - Formung&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formung. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einstrahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:07:46 &#039;&#039;&#039;Bewahrung der Formkräfte durch Tonmineralien&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so geht es eben-, setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:09:02 &#039;&#039;&#039;Pflanzliche Nahrungsqualität durch einstrahlende Formkräfte des Winters&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Falle des Getreides, das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Winters sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchformung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:10:10 &#039;&#039;&#039;Beziehung - nächtlicher Sternenhimmel - Wintererde&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also es ist auch wirklich so. Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich, hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnte Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle (unv.) Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt. Besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal zu stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und murmelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternenhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses Einstrahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklich erahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen-, an solchen Verhältnissen sich exponiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:13:31 &#039;&#039;&#039;Winterruhe der Natur - Formkräfte - Gedankenkräfte&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des, überhaupt des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutionsepoche der Erde, die ist viel älter als die Laubgehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen Winterprozess mitmachen. Jedenfalls das äußere Leben ist verschwunden und diese Formkräfte werden wirksam. Kristallbildungen da im Untergrund bis in die Tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man immer selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt. Wenn man, weil Sie wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es: Ich möchte ihn ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt während der Winterszeit. Ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen wo herumtanze oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich aus der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:16:30 &#039;&#039;&#039;Konzentration der Gedanken - Wille im Denken&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich enorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich mal alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Taraxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon mal fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er ja als Komposite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine &amp;quot;Konifere&amp;quot; (unv.) oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichterlieren die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:18:36 &#039;&#039;&#039;Gedanke wird zum Erlebnis&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und das Eigenartige ist nun, dass, wenn man denkt, wirklich denkt und das Denken verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles (unv.) mögliche Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:19:59 &#039;&#039;&#039;Alles Gedankliche hat Gesetzescharakter&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich den beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreieckes bilde, dann ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zum Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen. Nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:22:14 &#039;&#039;&#039;Gedanke - Kriställchen im Gehirn&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber, aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:22:55 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:22:55 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:23:04 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:23:04 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie überall ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildung ein Kristallisationsvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:24:24 &#039;&#039;&#039;Wintererlebnis - Denkakt der Erde und des Menschen&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quasi also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterszeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch, sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winterprozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:26:41 &#039;&#039;&#039;Beginn der biologisch-dynamischen Wirtschaftsweise&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfühlt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und da drunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:28:31 &#039;&#039;&#039;Beginn des Frühlingsprozesses&#039;&#039;&#039; Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so - lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefststand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchfrostet. Aber dann, wenn da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:30:41 &#039;&#039;&#039;Erwärmung des Bodens - Sandboden, Tonboden&#039;&#039;&#039; Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat - das sind sehr feine Poren - das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:32:32 &#039;&#039;&#039;Frostgare und Regen&#039;&#039;&#039; Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf einem Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug, sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint, und dann am Ende dieses Prozesses es dann erst regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:33:33 &#039;&#039;&#039;Ruhe im Winter - Geduld im Frühjahr&#039;&#039;&#039; Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die obersten Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass, wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt müsste ich ja eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann raus fährt und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:35:28 &#039;&#039;&#039;Sonnenwärme - Leben im Boden&#039;&#039;&#039; Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Furche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da oder dort eine Larve vielleicht von der Collembole kann man dann drin sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:36:32 &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess - Elemente durchdringen sich - Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man bemerkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr mechanisch, reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht, es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür, aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist ausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, dass tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:02 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:07 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:08 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:11 &#039;&#039;&#039;Abschleppen des Bodens&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Falle, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:46 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:47 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:47 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:40:50 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, ist man früher mit den Pferden, hat man das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber, dann gibt es aber die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann also so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:41:47 &#039;&#039;&#039;Förderung der Unkrautkeimung und der Lebendverbauung&#039;&#039;&#039; Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schön Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter, müssen wir anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:42:46 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:42:53 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:42:53 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:42:54 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu viel im Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:43:26 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie.... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:43:39 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:43:41 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:43:43 &#039;&#039;&#039;Wasseraufnahme und -abgabe der Bodenporen&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Also neben den, die Frostkrümel sind eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:44:44 &#039;&#039;&#039;Kombinierte Arbeitsgänge - Kreiselegge und Sämaschine&#039;&#039;&#039; Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:45:18 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:45:18 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:45:20 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:45:21 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil es so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreiselegge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich, also nur zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:46:42 &#039;&#039;&#039;Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig tun&#039;&#039;&#039; Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren, tut die wieder schön zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:48:10 &#039;&#039;&#039;Abschleppen mit dem Pferd&#039;&#039;&#039; Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:48:53 &#039;&#039;&#039;Abschleppen mit dem Schlepper&#039;&#039;&#039; Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt, das ist die Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, der Lanz Traktor, der hat &amp;quot;wwhhhh&amp;quot; so gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die Dreizylinder. Heute sind es überhaupt Vierzylinder und es gibt vielleicht sogar Sechszylinder jetzt bei 300 PS Maschinen, diese Antriebstechnik durch den Kolben Rhythmus, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder, erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese Verschmierung bzw. die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:50:56 &#039;&#039;&#039;Abschleppen in der Übergangszeit&#039;&#039;&#039; Also deswegen kann man mit dem Schlepper erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer zu spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann und ebnet das Feld ein und regt, wenn es schon eingeebnet ist, dann rührt man es ein klein wenig auf, zwei Zentimeter, drei Zentimeter und schon wächst das Unkraut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:52:00 &#039;&#039;&#039;Erste Generation - aufgelaufenes Unkraut&#039;&#039;&#039; Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker geht und dann diese Bewegung macht, das gehört zum Landwirt, dass er sich auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:53:57 &#039;&#039;&#039;Krümelwalze&#039;&#039;&#039; Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen Eggen-Strich über den Acker zieht, mit der Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da, sondern, also schon, es kann von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die Sämaschine, nicht, dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal säeen. Ich lasse das hier noch mal stehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:55:00 &#039;&#039;&#039;Ausbringen der Saat&#039;&#039;&#039; Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr zum, also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also ich spreche jetzt und nehme das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin in Eggenstrichen noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne, krümelnde Schicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil nämlich die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab, dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge, und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille, leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt und dann hinten &amp;quot;der Nachstreicher &amp;quot; von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:57:44 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:57:49 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich, die Samen, die draußen in der Natur sich finden über den Winter, sind ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:58:23 &#039;&#039;&#039;Denken lernen im Tun&#039;&#039;&#039; So, und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich, ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich, ich würde mal sagen, mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
00:59:24 &#039;&#039;&#039;Entwicklung der Saat - Keimwurzel, Spross, Keimblatt&#039;&#039;&#039; Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, bei einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:01:13 &#039;&#039;&#039;Ausbildung der Wurzelhaare - Halt der Pflanze im Boden&#039;&#039;&#039; So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebend-verbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr - wir befinden uns immer noch in dieser Zeit - der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt aus überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:02:36 &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt sich selber - Samenmehlkörper&#039;&#039;&#039; Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:02:59 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:02:59 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das, das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:04:13 &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt sich selber - Humus&#039;&#039;&#039; Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahres, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:06:09 &#039;&#039;&#039;Wurzelhaare und Erde wachsen zusammen&#039;&#039;&#039; Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sich hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, das sind die Epidermiszellen hier, die bilden ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:07:33 &#039;&#039;&#039;Assimilate durch Sonnenlicht&#039;&#039;&#039; Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter herauf entwickelt so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über das Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und aus dem Zucker werden, das wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünenden Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernährt sie sich weiter durch die Assimilate an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel, durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:09:38 &#039;&#039;&#039;Pflanze ernährt den Boden&#039;&#039;&#039; Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, niedermolekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlehydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man eigentlich sich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:11:11 &#039;&#039;&#039;Symbiosen der Pflanze im Boden&#039;&#039;&#039; Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal hier hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:13:12 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:13:13 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:13:13 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:13:13 &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, (C), Z, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:14:13 &#039;&#039;&#039;Austauschvorgänge - Pflanze, Wurzel, Boden&#039;&#039;&#039; Also die Pflanze, was muss sie im Frühjahr machen? Sie muss mit der Erde sich verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesen Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst das zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, Austauschvorgänge stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:16:03 &#039;&#039;&#039;Frühjahrsprozess - Abbauprozess des Humus&#039;&#039;&#039; Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - die Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen - und die bauen jetzt um die Wurzel herab den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der Boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine starke Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:18:57 &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:19:05 &#039;&#039;&#039;Anbringung - Horn-Mist-Präparat&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnen, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da vollzieht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:19:51 &#039;&#039;&#039;Gegenstromprinzip der Wurzelhaare&#039;&#039;&#039; Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang - da wird also der Stickstoff zum Salz, da entstehen Nitrate, die sind löslich in Bodenwasser, dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich im Wasser  PO4, und so weiter und so weiter -  also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus hier, die Bodensalze aufnimmt über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch diesen Symbiosenmantel der Rhizosphäre im Wurzelbereich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:21:33 &#039;&#039;&#039;Wurzel als Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze&#039;&#039;&#039; Sie können sich diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist so, eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn er denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:22:35 &#039;&#039;&#039;Abbau der Bodenfruchtbarkeit - Pflanzenwachstum&#039;&#039;&#039; So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, aber kann auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer im Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:24:14 &#039;&#039;&#039;Beatmung des Bodens&#039;&#039;&#039; Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter auskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühesten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:25:37 &#039;&#039;&#039;Der Netzstriegel&#039;&#039;&#039; Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und das sind jetzt ja heute auch, es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Bodenunebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Möhren die Kraft haben, den Boden, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unseren Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
01:28:10 &#039;&#039;&#039;Striegelbearbeitung - Hautbearbeitung&#039;&#039;&#039; Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und dies ist wie wenn man die Kühe striegelt oder das Pferd striegelt, so striegelt man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass, wenn man den halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der noch nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, ja, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_2._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2151</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-30T07:18:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Transkription des Vortrages 2. Folge: Bisher nur als Rohtext verfügbar ... */&lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und uns geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Anbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Witterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen dieser Formgestaltung der Pflanzen. Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich ein klein wenig über den Winter hindurch bis in eine Tiefe von einem Meter, 1.20 Meter, 1.50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass es für für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formen. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einen strahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. Und so setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, in bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Fall des Getreides das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Windes sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchführung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also ist es auch wirklich so? Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnten Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle/ Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses eine Strahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklicher ahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen Ort, an solchen Verhältnissen sich exponiert. Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des überhaupt, des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutions epoche der Erde, denn viel älter als die laub gehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen winter prozess mitmachen. Jedenfalls das äußere leben ist verschwunden und diese Form kräfte wirken wirksam. Kristall Höhlungen im Untergrund bis in die tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt, wenn man, wenn die wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es Ich möchte ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt. Das heißt, ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durch durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich also sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen herumtanzt oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben Ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich auch der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. Sondern im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich eben unnorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Tarasxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er als Kompostite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine Konifere oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichtern die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. Und das Eigenartige ist nun, dass wenn man denkt, wirklich denkt und das Denke verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles Mögliche, Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich in beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreiecks bilde, dann hat ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zu Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen, nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber. Aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - Also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildungen ein Kristallisationvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quaso also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen zu entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterzeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winter Prozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfällt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben. Und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und darunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so/ Lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefstand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchforstet. Aber dann wird da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat, sind sehr feine Poren das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf den Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint. Und dann am Ende dieses Prozesses es dann es regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die oberste Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist, im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt will ich eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann daraus hört und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Fruche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da und dort eine Larve von einer Collembole kann man dann sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man merkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht. Es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür. Aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist herausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, das tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:08] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:11] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Fall, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:50] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, hat man früher mit den Pferden das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber dann gibt es auch noch die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schon Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:54] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu vielen Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:26] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:39] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:41] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Die Frostkrümel sind an eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:20] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreissäge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren. Tut die wieder zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, lanz Traktor dazu gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die drei Zylinder. Heute sind es vier Zylinder und es gibt vielleicht sogar sechs Zylinder. Jetzt bei 300 PS Maschinen, die wie dieser dieses diese Antriebstechnik durch die durch den Kolben Rhythmus der ist, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese diese diese Schmierung bzw die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. Also deswegen kann man immer erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer so spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann. Und eben das hält ein und rechts. Wenn schon eingeebnet ist, dann rührt man ein klein wenig auf zwei drei Zentimeter und schon wird das umgebaut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker gehen und dann diese Bewegung macht und das gehört zum Landwirt, dass er auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen engen Strich über den Acker zieht, mit einer Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da. Also schon, es kann mir von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt den ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die die Sämaschine. Nicht? Dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal sehen. Ich lasse das hier noch mal stehen. Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr/ also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also jetzt nehmen wir das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne Krümelschicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge. Und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt. Und der Nachstreicher von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:44] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:49] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich sind die Samen, die draußen in der Natur sich finden die über den Winter, das ist ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. Und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebendverbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr? Wir befinden uns immer noch in dieser Zeit. Der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das. Das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahre, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was ich sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sie hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter entwickelt, so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über die Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und der Zucker wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünen Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernähren sie sich weiter durch die Assimilation an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, molekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlenhydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man sich eigentlich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal auch wieder hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da die entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:12] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, C, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. Also die Pflanze, was muss ich im Frühjahr machen? Sie muss sich mit der Erde verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesem Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Und die bauen jetzt um die Wurzel den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine arge Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:18:57] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise von Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:05] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnt, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da nachvollziehen. Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang, da wird also der Stickstoff zum Salz. Da entstehen Nitrate. Die sind löslich in Bodenwasser. Dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich in Wasser. PO4. Und so weiter und so weiter. Also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus, hier die Bodensalze, aufnimmt, über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch den Symbiosenmantel der Rhozosphäre im Wurzelbereich. Diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, kann aber auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter rauskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühsten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Unebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Mühlen die Kraft haben, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unser Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und es ist wie wenn man die Kühe striegeln und das Pferd striegeln, so striegeln man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass wenn man einen halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen. Um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=40s Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau 0:00:40]==&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den &#039;&#039;&#039;Ackerbau und den Gartenbau&#039;&#039;&#039; in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das &#039;&#039;&#039;Zentrum der Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=184s Bodenbearbeitung 0:03:04] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf die Bodenbearbeitung, also das &#039;&#039;&#039;Erste&#039;&#039;&#039;. Es ist das &#039;&#039;&#039;Älteste&#039;&#039;&#039; überhaupt. Seit es überhaupt eine &#039;&#039;&#039;Kultivierung&#039;&#039;&#039; gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den &#039;&#039;&#039;Boden zu ritzen&#039;&#039;&#039;, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar &#039;&#039;&#039;Holzpflüge&#039;&#039;&#039;. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=286s Fruchtfolge 0:04:46]===&lt;br /&gt;
Und das &#039;&#039;&#039;Zweite&#039;&#039;&#039; ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;. Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Zeit&#039;&#039;&#039; haben die Kelten schon angefangen mit der &#039;&#039;&#039;Dreifelderwirtschaft&#039;&#039;&#039;. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=328s Düngung 0:05:28]===&lt;br /&gt;
Und die Düngung ist das Allerjüngste. Obwohl man sagen kann, in &#039;&#039;&#039;vorchristlichen Zeiten&#039;&#039;&#039; haben selbstverständlich die ganzen großen &#039;&#039;&#039;Hochkulturen&#039;&#039;&#039; auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine &#039;&#039;&#039;Wasserdüngung&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;naturhaft&#039;&#039;&#039; abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch &#039;&#039;&#039;künstliche Bewässerung&#039;&#039;&#039;. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf die Kelten zurückgeht. Also die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; waren die &#039;&#039;&#039;Ersten&#039;&#039;&#039;, die angefangen hatten, &#039;&#039;&#039;mit Tonen zu düngen&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im &#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039; hat man &#039;&#039;&#039;&amp;quot;gemergelt&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, also mit &#039;&#039;&#039;Kalktonen&#039;&#039;&#039;. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. Also die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das &#039;&#039;&#039;Allerjüngste&#039;&#039;&#039;. Und heute das &#039;&#039;&#039;Allerbedeutendste und Wirkungsvollste&#039;&#039;&#039;, in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=483s Entstehung des Bodens 0:08:03] ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispanzer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung&#039;&#039;&#039; sozusagen. Also ein &#039;&#039;&#039;Dauerfrostboden&#039;&#039;&#039;, der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=666s Sedimentation und Verwitterung 0:11:06] ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme&#039;&#039;&#039; fängt das an zu &#039;&#039;&#039;verwittern&#039;&#039;&#039;. Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen durch eine &#039;&#039;&#039;physikalisch-chemische Verwitterung&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;biologische Verwitterung&#039;&#039;&#039;. Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=744s Horizontierung und Verwitterung 0:12:24] ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es entsteht &#039;&#039;&#039;Kohlensäure&#039;&#039;&#039;. Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk&#039;&#039;&#039; offensichtlich &#039;&#039;&#039;im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=882s Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 0:14:42] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches &#039;&#039;&#039;Gestein im Untergrund&#039;&#039;&#039; ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem &#039;&#039;&#039;Granit&#039;&#039;&#039; entsteht ein anderer Boden, aus einer &#039;&#039;&#039;Granit-Verwitterung&#039;&#039;&#039; ein anderer Boden als &#039;&#039;&#039;Basalt-Verwitterung&#039;&#039;&#039; oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; oder sonstigen &#039;&#039;&#039;Kieselablagerungen&#039;&#039;&#039; oder dergleichen oder &#039;&#039;&#039;Schiefergesteinen&#039;&#039;&#039; oder was es auch sein mag. Also &#039;&#039;&#039;jeder Standort&#039;&#039;&#039; hat seine &#039;&#039;&#039;eigenen Böden&#039;&#039;&#039;. Der &#039;&#039;&#039;Dottenfelderhof&#039;&#039;&#039; hat mindestens &#039;&#039;&#039;sechs, sieben verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039; hier. Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=958s Beginn der Verwitterung 0:15:58] ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. Das &#039;&#039;&#039;Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer&#039;&#039;&#039;. Das sind die &#039;&#039;&#039;drei Grundmineralien&#039;&#039;&#039;, die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, wo jetzt der natürliche Kalkgehalt des Gesteins, des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst. Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1080s Festellung verschiedener Horizontierungen 0:18:00] ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein &#039;&#039;&#039;Loch graben&#039;&#039;&#039;, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen&#039;&#039;&#039; können &#039;&#039;&#039;in die Grube&#039;&#039;&#039; und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil. Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. &#039;&#039;&#039;Kalklösungsgrenze&#039;&#039;&#039;. Und dann können Sie das &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039; mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen&#039;&#039;&#039; festzustellen sind, also &#039;&#039;&#039;durchgehende Schichten&#039;&#039;&#039;. Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten&#039;&#039;&#039; hervortreten, &#039;&#039;&#039;desto älter&#039;&#039;&#039; ist der Boden beziehungsweise desto &#039;&#039;&#039;degradierter&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;desto jünger&#039;&#039;&#039;, kann man sagen, ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;. Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1181s Kultivierung der Böden - warum? 0:19:41] ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern &#039;&#039;&#039;warum muss das alles immer kultiviert werden?&#039;&#039;&#039; Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses &#039;&#039;&#039;Profil des Ackerbaus&#039;&#039;&#039;, war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte &#039;&#039;&#039;Degradationserscheinungen&#039;&#039;&#039; auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039;. Er wird &#039;&#039;&#039;alt&#039;&#039;&#039;. Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1324s Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 0:22:04]===&lt;br /&gt;
Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten. Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus, &#039;&#039;&#039;humifizierte Auflage&#039;&#039;&#039;. Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik&#039;&#039;&#039; entwickelt, dass man heute von &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; spricht, ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1410s A-C-Böden: Rendzina, Ranker 0:23:30] ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf &#039;&#039;&#039;Kalkstandorten&#039;&#039;&#039; der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier &#039;&#039;&#039;oben&#039;&#039;&#039;, aber nur so flachgründig. Und &#039;&#039;&#039;darunter&#039;&#039;&#039; steht dann gleich das &#039;&#039;&#039;Gestein&#039;&#039;&#039; an, der feste, harte &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039;. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann spricht man von einer &#039;&#039;&#039;Rendzina&#039;&#039;&#039;. Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und das ist auf Kalk. Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da &#039;&#039;&#039;oben mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Braunerderanker&#039;&#039;&#039;. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an &#039;&#039;&#039;Hanglagen&#039;&#039;&#039; finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1529s B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 0:25:29] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung&#039;&#039;&#039; werden Stoffe frei, &#039;&#039;&#039;Ton-Bildung&#039;&#039;&#039; findet statt. Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1806s Langzeitbodenentwicklung 0:30:06] ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die &#039;&#039;&#039;Verwitterung so stark&#039;&#039;&#039; ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. Und es gibt ein &#039;&#039;&#039;wunderbares Buch&#039;&#039;&#039;, muss ich wirklich sagen, von &#039;&#039;&#039;Mückenhausen&#039;&#039;&#039;, der war &#039;&#039;&#039;Professor in Bonn&#039;&#039;&#039;. [10.1s] Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark &#039;&#039;&#039;lessivierte Para-Braunerde&#039;&#039;&#039;. Lessiviert heißt &#039;&#039;&#039;ausgewaschen&#039;&#039;&#039;. Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2000s Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20] ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern&#039;&#039;&#039; eben sehr viel &#039;&#039;&#039;langsamer&#039;&#039;&#039;. In der Regel, &#039;&#039;&#039;durch den Kalküberschuss&#039;&#039;&#039;. Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann &#039;&#039;&#039;beschleunigt&#039;&#039;&#039; sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann &#039;&#039;&#039;plötzlich knickt es ab&#039;&#039;&#039;. Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2100s Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 0:35:00] ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese &#039;&#039;&#039;Prozesse&#039;&#039;&#039; durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2182s Winterboden - Frühjahrsboden 0:36:22] ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber im &#039;&#039;&#039;Winter&#039;&#039;&#039; sind die &#039;&#039;&#039;Böden dunkel&#039;&#039;&#039;. Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; jetzt stärker &#039;&#039;&#039;in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das &#039;&#039;&#039;Wasser verdunstet&#039;&#039;&#039;, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, wird der &#039;&#039;&#039;Boden hell&#039;&#039;&#039;. Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2313s Winterprozess - vollkommene Ruhe 0:38:33] ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2407s Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 0:40:07] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, dass die &#039;&#039;&#039;vier Elemente, das Erdige, das Wässrige&#039;&#039;&#039;, die Luft, das Gasförmige und &#039;&#039;&#039;die Luft und die Wärme auseinander treten&#039;&#039;&#039;. Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, &#039;&#039;&#039;anorganisch&#039;&#039;&#039;, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. Die &#039;&#039;&#039;wärmegesättigte Luft&#039;&#039;&#039;. Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. Das ist das &#039;&#039;&#039;Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern&#039;&#039;&#039;. Nun können wir aber etwas beobachten, in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch &#039;&#039;&#039;bestimmte Prozesse&#039;&#039;&#039; stattfinden, und zwar &#039;&#039;&#039;rein mechanisch-physikalischer Art&#039;&#039;&#039;. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen &#039;&#039;&#039;Dauerfrost&#039;&#039;&#039; im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Eisbildung. Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Boden ist mit Wasser gesättigt&#039;&#039;&#039;. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null Grad&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser &#039;&#039;&#039;Frost&#039;&#039;&#039; bewirkt etwas, die &#039;&#039;&#039;Kälte&#039;&#039;&#039; ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2681s Kristallisationsprinzip - Anomalie des Wassers 0:44:41] ===&lt;br /&gt;
Dann wird es erst mal &#039;&#039;&#039;fest&#039;&#039;&#039;. Dann wird es sogar &#039;&#039;&#039;durchsichtig&#039;&#039;&#039;, wie ein wunderschönes Kristall. Also es &#039;&#039;&#039;kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel&#039;&#039;&#039;, den großen &#039;&#039;&#039;Naturforscher&#039;&#039;&#039;, so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=2916s Frostsprengung - Frostgare 0:48:36] ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der &#039;&#039;&#039;Boden gefriert&#039;&#039;&#039;, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein &#039;&#039;&#039;rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises&#039;&#039;&#039;. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens &#039;&#039;&#039;im Februar&#039;&#039;&#039;, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3197s Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17] ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und verwittern dann zu Ton. Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese &#039;&#039;&#039;verwittern zu Ton&#039;&#039;&#039;. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner Quarzkristall, sechsseitig, in einer sechsseitigen Pyramide, folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt &#039;&#039;&#039;kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen&#039;&#039;&#039;. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3360s Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure&#039;&#039;&#039;. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Zerfallsprozess&#039;&#039;&#039;. [18.3s] Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind &#039;&#039;&#039;keine kristallinen Substanzen&#039;&#039;&#039; mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos&#039;&#039;&#039;. Und das sind sogenannte &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039;. Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3504s Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24] ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch &#039;&#039;&#039;Metall-Silikat-Verbindungen&#039;&#039;&#039;, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die &#039;&#039;&#039;Hauptkoloide&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;in unseren Böden&#039;&#039;&#039; entstehen, dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Ton verwittert&#039;&#039;&#039;, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3600s Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00] ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem &#039;&#039;&#039;alten Mysterienwissen&#039;&#039;&#039;, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=3719s Winterprozess - Formbildungsprozess 1:01:59] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die &#039;&#039;&#039;fängt im November an&#039;&#039;&#039;, aber hat ihren &#039;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039;&#039; zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039;. Es ist ein &#039;&#039;&#039;Form-Bildungsprozess&#039;&#039;&#039;. Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2101</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-08T15:40:41Z</updated>

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==[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=40s Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau 0:00:40]==&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den &#039;&#039;&#039;Ackerbau und den Gartenbau&#039;&#039;&#039; in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das &#039;&#039;&#039;Zentrum der Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=184s Bodenbearbeitung 0:03:04] ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf die Bodenbearbeitung, also das &#039;&#039;&#039;Erste&#039;&#039;&#039;. Es ist das &#039;&#039;&#039;Älteste&#039;&#039;&#039; überhaupt. Seit es überhaupt eine &#039;&#039;&#039;Kultivierung&#039;&#039;&#039; gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den &#039;&#039;&#039;Boden zu ritzen&#039;&#039;&#039;, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar &#039;&#039;&#039;Holzpflüge&#039;&#039;&#039;. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=286s Fruchtfolge 0:04:46]===&lt;br /&gt;
Und das &#039;&#039;&#039;Zweite&#039;&#039;&#039; ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;. Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Zeit&#039;&#039;&#039; haben die Kelten schon angefangen mit der &#039;&#039;&#039;Dreifelderwirtschaft&#039;&#039;&#039;. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===[https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=328s Düngung 0:05:28]===&lt;br /&gt;
Und die Düngung ist das Allerjüngste. Obwohl man sagen kann, in &#039;&#039;&#039;vorchristlichen Zeiten&#039;&#039;&#039; haben selbstverständlich die ganzen großen &#039;&#039;&#039;Hochkulturen&#039;&#039;&#039; auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine &#039;&#039;&#039;Wasserdüngung&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;naturhaft&#039;&#039;&#039; abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch &#039;&#039;&#039;künstliche Bewässerung&#039;&#039;&#039;. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf die Kelten zurückgeht. Also die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; waren die &#039;&#039;&#039;Ersten&#039;&#039;&#039;, die angefangen hatten, &#039;&#039;&#039;mit Tonen zu düngen&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im &#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039; hat man &#039;&#039;&#039;&amp;quot;gemergelt&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, also mit &#039;&#039;&#039;Kalktonen&#039;&#039;&#039;. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. Also die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das &#039;&#039;&#039;Allerjüngste&#039;&#039;&#039;. Und heute das &#039;&#039;&#039;Allerbedeutendste und Wirkungsvollste&#039;&#039;&#039;, in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=483s Entstehung des Bodens 0:08:03] ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispanzer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung&#039;&#039;&#039; sozusagen. Also ein &#039;&#039;&#039;Dauerfrostboden&#039;&#039;&#039;, der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=666s Sedimentation und Verwitterung 0:11:06] ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme&#039;&#039;&#039; fängt das an zu &#039;&#039;&#039;verwittern&#039;&#039;&#039;. Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen durch eine &#039;&#039;&#039;physikalisch-chemische Verwitterung&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;biologische Verwitterung&#039;&#039;&#039;. Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=744s Horizontierung und Verwitterung 0:12:24] ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es entsteht &#039;&#039;&#039;Kohlensäure&#039;&#039;&#039;. Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk&#039;&#039;&#039; offensichtlich &#039;&#039;&#039;im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=882s Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 0:14:42] ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches &#039;&#039;&#039;Gestein im Untergrund&#039;&#039;&#039; ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem &#039;&#039;&#039;Granit&#039;&#039;&#039; entsteht ein anderer Boden, aus einer &#039;&#039;&#039;Granit-Verwitterung&#039;&#039;&#039; ein anderer Boden als &#039;&#039;&#039;Basalt-Verwitterung&#039;&#039;&#039; oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; oder sonstigen &#039;&#039;&#039;Kieselablagerungen&#039;&#039;&#039; oder dergleichen oder &#039;&#039;&#039;Schiefergesteinen&#039;&#039;&#039; oder was es auch sein mag. Also &#039;&#039;&#039;jeder Standort&#039;&#039;&#039; hat seine &#039;&#039;&#039;eigenen Böden&#039;&#039;&#039;. Der &#039;&#039;&#039;Dottenfelderhof&#039;&#039;&#039; hat mindestens &#039;&#039;&#039;sechs, sieben verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039; hier. Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=958s Beginn der Verwitterung 0:15:58] ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. Das &#039;&#039;&#039;Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer&#039;&#039;&#039;. Das sind die &#039;&#039;&#039;drei Grundmineralien&#039;&#039;&#039;, die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, wo jetzt der natürliche Kalkgehalt des Gesteins, des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst. Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== [https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk&amp;amp;t=1080s Festellung verschiedener Horizontierungen 0:18:00] ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein &#039;&#039;&#039;Loch graben&#039;&#039;&#039;, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen&#039;&#039;&#039; können &#039;&#039;&#039;in die Grube&#039;&#039;&#039; und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil. Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. &#039;&#039;&#039;Kalklösungsgrenze&#039;&#039;&#039;. Und dann können Sie das &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039; mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen&#039;&#039;&#039; festzustellen sind, also &#039;&#039;&#039;durchgehende Schichten&#039;&#039;&#039;. Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten&#039;&#039;&#039; hervortreten, &#039;&#039;&#039;desto älter&#039;&#039;&#039; ist der Boden beziehungsweise desto &#039;&#039;&#039;degradierter&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;desto jünger&#039;&#039;&#039;, kann man sagen, ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;. Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultivierung der Böden - warum? 0:19:41 ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern &#039;&#039;&#039;warum muss das alles immer kultiviert werden?&#039;&#039;&#039; Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses &#039;&#039;&#039;Profil des Ackerbaus&#039;&#039;&#039;, war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte &#039;&#039;&#039;Degradationserscheinungen&#039;&#039;&#039; auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039;. Er wird &#039;&#039;&#039;alt&#039;&#039;&#039;. Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 0:22:04===&lt;br /&gt;
Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten. Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus, &#039;&#039;&#039;humifizierte Auflage&#039;&#039;&#039;. Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik&#039;&#039;&#039; entwickelt, dass man heute von &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; spricht, ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A-C-Böden: Rendzina, Ranker 0:23:30 ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf &#039;&#039;&#039;Kalkstandorten&#039;&#039;&#039; der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier &#039;&#039;&#039;oben&#039;&#039;&#039;, aber nur so flachgründig. Und &#039;&#039;&#039;darunter&#039;&#039;&#039; steht dann gleich das &#039;&#039;&#039;Gestein&#039;&#039;&#039; an, der feste, harte &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039;. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann spricht man von einer &#039;&#039;&#039;Rendzina&#039;&#039;&#039;. Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und das ist auf Kalk. Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da &#039;&#039;&#039;oben mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Braunerderanker&#039;&#039;&#039;. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an &#039;&#039;&#039;Hanglagen&#039;&#039;&#039; finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 0:25:29 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung&#039;&#039;&#039; werden Stoffe frei, &#039;&#039;&#039;Ton-Bildung&#039;&#039;&#039; findet statt. Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langzeitbodenentwicklung 0:30:06 ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die &#039;&#039;&#039;Verwitterung so stark&#039;&#039;&#039; ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. Und es gibt ein &#039;&#039;&#039;wunderbares Buch&#039;&#039;&#039;, muss ich wirklich sagen, von &#039;&#039;&#039;Mückenhausen&#039;&#039;&#039;, der war &#039;&#039;&#039;Professor in Bonn&#039;&#039;&#039;. [10.1s] Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark &#039;&#039;&#039;lessivierte Para-Braunerde&#039;&#039;&#039;. Lessiviert heißt &#039;&#039;&#039;ausgewaschen&#039;&#039;&#039;. Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20 ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern&#039;&#039;&#039; eben sehr viel &#039;&#039;&#039;langsamer&#039;&#039;&#039;. In der Regel, &#039;&#039;&#039;durch den Kalküberschuss&#039;&#039;&#039;. Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann &#039;&#039;&#039;beschleunigt&#039;&#039;&#039; sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann &#039;&#039;&#039;plötzlich knickt es ab&#039;&#039;&#039;. Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 0:35:00 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese &#039;&#039;&#039;Prozesse&#039;&#039;&#039; durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterboden - Frühjahrsboden 0:36:22 ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber im &#039;&#039;&#039;Winter&#039;&#039;&#039; sind die &#039;&#039;&#039;Böden dunkel&#039;&#039;&#039;. Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; jetzt stärker &#039;&#039;&#039;in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das &#039;&#039;&#039;Wasser verdunstet&#039;&#039;&#039;, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, wird der &#039;&#039;&#039;Boden hell&#039;&#039;&#039;. Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - vollkommene Ruhe 0:38:33 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 0:40:07 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, dass die &#039;&#039;&#039;vier Elemente, das Erdige, das Wässrige&#039;&#039;&#039;, die Luft, das Gasförmige und &#039;&#039;&#039;die Luft und die Wärme auseinander treten&#039;&#039;&#039;. Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, &#039;&#039;&#039;anorganisch&#039;&#039;&#039;, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. Die &#039;&#039;&#039;wärmegesättigte Luft&#039;&#039;&#039;. Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. Das ist das &#039;&#039;&#039;Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern&#039;&#039;&#039;. Nun können wir aber etwas beobachten, in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch &#039;&#039;&#039;bestimmte Prozesse&#039;&#039;&#039; stattfinden, und zwar &#039;&#039;&#039;rein mechanisch-physikalischer Art&#039;&#039;&#039;. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen &#039;&#039;&#039;Dauerfrost&#039;&#039;&#039; im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Eisbildung. Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Boden ist mit Wasser gesättigt&#039;&#039;&#039;. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null Grad&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser &#039;&#039;&#039;Frost&#039;&#039;&#039; bewirkt etwas, die &#039;&#039;&#039;Kälte&#039;&#039;&#039; ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallisationsprinzip - Anomalie des Wassers 0:44:41 ===&lt;br /&gt;
Dann wird es erst mal &#039;&#039;&#039;fest&#039;&#039;&#039;. Dann wird es sogar &#039;&#039;&#039;durchsichtig&#039;&#039;&#039;, wie ein wunderschönes Kristall. Also es &#039;&#039;&#039;kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel&#039;&#039;&#039;, den großen &#039;&#039;&#039;Naturforscher&#039;&#039;&#039;, so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frostsprengung - Frostgare 0:48:36 ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der &#039;&#039;&#039;Boden gefriert&#039;&#039;&#039;, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein &#039;&#039;&#039;rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises&#039;&#039;&#039;. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens &#039;&#039;&#039;im Februar&#039;&#039;&#039;, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17 ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und verwittern dann zu Ton. Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese &#039;&#039;&#039;verwittern zu Ton&#039;&#039;&#039;. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner Quarzkristall, sechsseitig, in einer sechsseitigen Pyramide, folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt &#039;&#039;&#039;kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen&#039;&#039;&#039;. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure&#039;&#039;&#039;. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Zerfallsprozess&#039;&#039;&#039;. [18.3s] Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind &#039;&#039;&#039;keine kristallinen Substanzen&#039;&#039;&#039; mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos&#039;&#039;&#039;. Und das sind sogenannte &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039;. Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24 ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch &#039;&#039;&#039;Metall-Silikat-Verbindungen&#039;&#039;&#039;, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die &#039;&#039;&#039;Hauptkoloide&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;in unseren Böden&#039;&#039;&#039; entstehen, dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Ton verwittert&#039;&#039;&#039;, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00 ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem &#039;&#039;&#039;alten Mysterienwissen&#039;&#039;&#039;, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - Formbildungsprozess 1:01:59 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die &#039;&#039;&#039;fängt im November an&#039;&#039;&#039;, aber hat ihren &#039;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039;&#039; zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039;. Es ist ein &#039;&#039;&#039;Form-Bildungsprozess&#039;&#039;&#039;. Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2100</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-05-08T15:30:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau */ Zeitstempel eingefügt&lt;/p&gt;
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==Zentrum der Landwirtschaft - Ackerbau und Gartenbau 0:00:40==&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den &#039;&#039;&#039;Ackerbau und den Gartenbau&#039;&#039;&#039; in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das &#039;&#039;&#039;Zentrum der Landwirtschaft&#039;&#039;&#039; überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenbearbeitung 0:03:04 ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf die Bodenbearbeitung, also das &#039;&#039;&#039;Erste&#039;&#039;&#039;. Es ist das &#039;&#039;&#039;Älteste&#039;&#039;&#039; überhaupt. Seit es überhaupt eine &#039;&#039;&#039;Kultivierung&#039;&#039;&#039; gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den &#039;&#039;&#039;Boden zu ritzen&#039;&#039;&#039;, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar &#039;&#039;&#039;Holzpflüge&#039;&#039;&#039;. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Fruchtfolge 0:04:46===&lt;br /&gt;
Und das &#039;&#039;&#039;Zweite&#039;&#039;&#039; ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge&#039;&#039;&#039;. Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der &#039;&#039;&#039;römisch-griechischen Zeit&#039;&#039;&#039; haben die Kelten schon angefangen mit der &#039;&#039;&#039;Dreifelderwirtschaft&#039;&#039;&#039;. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Düngung 0:05:28===&lt;br /&gt;
Und die Düngung ist das Allerjüngste. Obwohl man sagen kann, in &#039;&#039;&#039;vorchristlichen Zeiten&#039;&#039;&#039; haben selbstverständlich die ganzen großen &#039;&#039;&#039;Hochkulturen&#039;&#039;&#039; auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine &#039;&#039;&#039;Wasserdüngung&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;naturhaft&#039;&#039;&#039; abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch &#039;&#039;&#039;künstliche Bewässerung&#039;&#039;&#039;. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf die Kelten zurückgeht. Also die &#039;&#039;&#039;Kelten&#039;&#039;&#039; waren die &#039;&#039;&#039;Ersten&#039;&#039;&#039;, die angefangen hatten, &#039;&#039;&#039;mit Tonen zu düngen&#039;&#039;&#039;.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im &#039;&#039;&#039;Mittelalter&#039;&#039;&#039; hat man &#039;&#039;&#039;&amp;quot;gemergelt&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, also mit &#039;&#039;&#039;Kalktonen&#039;&#039;&#039;. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. Also die &#039;&#039;&#039;Düngung&#039;&#039;&#039; ist das &#039;&#039;&#039;Allerjüngste&#039;&#039;&#039;. Und heute das &#039;&#039;&#039;Allerbedeutendste und Wirkungsvollste&#039;&#039;&#039;, in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung des Bodens 0:08:03 ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispanzer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung&#039;&#039;&#039; sozusagen. Also ein &#039;&#039;&#039;Dauerfrostboden&#039;&#039;&#039;, der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sedimentation und Verwitterung 0:11:06 ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme&#039;&#039;&#039; fängt das an zu &#039;&#039;&#039;verwittern&#039;&#039;&#039;. Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen durch eine &#039;&#039;&#039;physikalisch-chemische Verwitterung&#039;&#039;&#039;, auch &#039;&#039;&#039;biologische Verwitterung&#039;&#039;&#039;. Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horizontierung und Verwitterung 0:12:24 ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das &#039;&#039;&#039;CaCO&amp;lt;sub&amp;gt;3&amp;lt;/sub&amp;gt;&#039;&#039;&#039; um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es entsteht &#039;&#039;&#039;Kohlensäure&#039;&#039;&#039;. Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk&#039;&#039;&#039; offensichtlich &#039;&#039;&#039;im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begabung des landwirtschaftlichen Organismus 0:14:42 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches &#039;&#039;&#039;Gestein im Untergrund&#039;&#039;&#039; ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem &#039;&#039;&#039;Granit&#039;&#039;&#039; entsteht ein anderer Boden, aus einer &#039;&#039;&#039;Granit-Verwitterung&#039;&#039;&#039; ein anderer Boden als &#039;&#039;&#039;Basalt-Verwitterung&#039;&#039;&#039; oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie &#039;&#039;&#039;Löss&#039;&#039;&#039; oder sonstigen &#039;&#039;&#039;Kieselablagerungen&#039;&#039;&#039; oder dergleichen oder &#039;&#039;&#039;Schiefergesteinen&#039;&#039;&#039; oder was es auch sein mag. Also &#039;&#039;&#039;jeder Standort&#039;&#039;&#039; hat seine &#039;&#039;&#039;eigenen Böden&#039;&#039;&#039;. Der &#039;&#039;&#039;Dottenfelderhof&#039;&#039;&#039; hat mindestens &#039;&#039;&#039;sechs, sieben verschiedene Bodentypen&#039;&#039;&#039; hier. Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Verwitterung 0:15:58 ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. Das &#039;&#039;&#039;Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer&#039;&#039;&#039;. Das sind die &#039;&#039;&#039;drei Grundmineralien&#039;&#039;&#039;, die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, wo jetzt der natürliche Kalkgehalt des Gesteins, des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst. Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festellung verschiedener Horizontierungen 0:18:00 ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein &#039;&#039;&#039;Loch graben&#039;&#039;&#039;, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen&#039;&#039;&#039; können &#039;&#039;&#039;in die Grube&#039;&#039;&#039; und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil. Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. &#039;&#039;&#039;Kalklösungsgrenze&#039;&#039;&#039;. Und dann können Sie das &#039;&#039;&#039;Profil&#039;&#039;&#039; mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen&#039;&#039;&#039; festzustellen sind, also &#039;&#039;&#039;durchgehende Schichten&#039;&#039;&#039;. Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten&#039;&#039;&#039; hervortreten, &#039;&#039;&#039;desto älter&#039;&#039;&#039; ist der Boden beziehungsweise desto &#039;&#039;&#039;degradierter&#039;&#039;&#039; ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;desto jünger&#039;&#039;&#039;, kann man sagen, ist &#039;&#039;&#039;der Boden&#039;&#039;&#039;. Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kultivierung der Böden - warum? 0:19:41 ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern &#039;&#039;&#039;warum muss das alles immer kultiviert werden?&#039;&#039;&#039; Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses &#039;&#039;&#039;Profil des Ackerbaus&#039;&#039;&#039;, war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte &#039;&#039;&#039;Degradationserscheinungen&#039;&#039;&#039; auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert&#039;&#039;&#039;. Er wird &#039;&#039;&#039;alt&#039;&#039;&#039;. Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Bodensystematik - Bodentypen: A-, B- und C-Horizont 0:22:04===&lt;br /&gt;
Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten. Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also Humus, &#039;&#039;&#039;humifizierte Auflage&#039;&#039;&#039;. Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik&#039;&#039;&#039; entwickelt, dass man heute von &#039;&#039;&#039;Bodentypen&#039;&#039;&#039; spricht, ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A-C-Böden: Rendzina, Ranker 0:23:30 ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf &#039;&#039;&#039;Kalkstandorten&#039;&#039;&#039; der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk&#039;&#039;&#039; die &#039;&#039;&#039;Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier &#039;&#039;&#039;oben&#039;&#039;&#039;, aber nur so flachgründig. Und &#039;&#039;&#039;darunter&#039;&#039;&#039; steht dann gleich das &#039;&#039;&#039;Gestein&#039;&#039;&#039; an, der feste, harte &#039;&#039;&#039;Kalk&#039;&#039;&#039;. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann spricht man von einer &#039;&#039;&#039;Rendzina&#039;&#039;&#039;. Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und das ist auf Kalk. Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da &#039;&#039;&#039;oben mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise &#039;&#039;&#039;Braunerderanker&#039;&#039;&#039;. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an &#039;&#039;&#039;Hanglagen&#039;&#039;&#039; finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== B-Horizont: Verwitterung - Tonbildung - Altwerden des Bodens 0:25:29 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung&#039;&#039;&#039; werden Stoffe frei, &#039;&#039;&#039;Ton-Bildung&#039;&#039;&#039; findet statt. Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langzeitbodenentwicklung 0:30:06 ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die &#039;&#039;&#039;Verwitterung so stark&#039;&#039;&#039; ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. Und es gibt ein &#039;&#039;&#039;wunderbares Buch&#039;&#039;&#039;, muss ich wirklich sagen, von &#039;&#039;&#039;Mückenhausen&#039;&#039;&#039;, der war &#039;&#039;&#039;Professor in Bonn&#039;&#039;&#039;. [10.1s] Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark &#039;&#039;&#039;lessivierte Para-Braunerde&#039;&#039;&#039;. Lessiviert heißt &#039;&#039;&#039;ausgewaschen&#039;&#039;&#039;. Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss 0:33:20 ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern&#039;&#039;&#039; eben sehr viel &#039;&#039;&#039;langsamer&#039;&#039;&#039;. In der Regel, &#039;&#039;&#039;durch den Kalküberschuss&#039;&#039;&#039;. Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann &#039;&#039;&#039;beschleunigt&#039;&#039;&#039; sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann &#039;&#039;&#039;plötzlich knickt es ab&#039;&#039;&#039;. Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr 0:35:00 ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese &#039;&#039;&#039;Prozesse&#039;&#039;&#039; durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterboden - Frühjahrsboden 0:36:22 ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber im &#039;&#039;&#039;Winter&#039;&#039;&#039; sind die &#039;&#039;&#039;Böden dunkel&#039;&#039;&#039;. Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die &#039;&#039;&#039;Sonne&#039;&#039;&#039; scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme&#039;&#039;&#039; jetzt stärker &#039;&#039;&#039;in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das &#039;&#039;&#039;Wasser verdunstet&#039;&#039;&#039;, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, wird der &#039;&#039;&#039;Boden hell&#039;&#039;&#039;. Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - vollkommene Ruhe 0:38:33 ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente 0:40:07 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, dass die &#039;&#039;&#039;vier Elemente, das Erdige, das Wässrige&#039;&#039;&#039;, die Luft, das Gasförmige und &#039;&#039;&#039;die Luft und die Wärme auseinander treten&#039;&#039;&#039;. Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, &#039;&#039;&#039;anorganisch&#039;&#039;&#039;, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. Die &#039;&#039;&#039;wärmegesättigte Luft&#039;&#039;&#039;. Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. Das ist das &#039;&#039;&#039;Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern&#039;&#039;&#039;. Nun können wir aber etwas beobachten, in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch &#039;&#039;&#039;bestimmte Prozesse&#039;&#039;&#039; stattfinden, und zwar &#039;&#039;&#039;rein mechanisch-physikalischer Art&#039;&#039;&#039;. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen &#039;&#039;&#039;Dauerfrost&#039;&#039;&#039; im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt; Eisbildung. Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das &#039;&#039;&#039;Phänomen&#039;&#039;&#039;, der &#039;&#039;&#039;Boden ist mit Wasser gesättigt&#039;&#039;&#039;. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null Grad&#039;&#039;&#039;. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser &#039;&#039;&#039;Frost&#039;&#039;&#039; bewirkt etwas, die &#039;&#039;&#039;Kälte&#039;&#039;&#039; ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein &#039;&#039;&#039;Prozess&#039;&#039;&#039; stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallisationsprinzip - Anomalie des Wassers 0:44:41 ===&lt;br /&gt;
Dann wird es erst mal &#039;&#039;&#039;fest&#039;&#039;&#039;. Dann wird es sogar &#039;&#039;&#039;durchsichtig&#039;&#039;&#039;, wie ein wunderschönes Kristall. Also es &#039;&#039;&#039;kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel&#039;&#039;&#039;, den großen &#039;&#039;&#039;Naturforscher&#039;&#039;&#039;, so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frostsprengung - Frostgare 0:48:36 ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der &#039;&#039;&#039;Boden gefriert&#039;&#039;&#039;, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein &#039;&#039;&#039;rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises&#039;&#039;&#039;. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens &#039;&#039;&#039;im Februar&#039;&#039;&#039;, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien 0:53:17 ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039; ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und verwittern dann zu Ton. Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese &#039;&#039;&#039;verwittern zu Ton&#039;&#039;&#039;. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner Quarzkristall, sechsseitig, in einer sechsseitigen Pyramide, folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt &#039;&#039;&#039;kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen&#039;&#039;&#039;. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonmineralien zerfallen zu Koloiden 0:56:00 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der &#039;&#039;&#039;Verwitterungsprozess&#039;&#039;&#039; bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure&#039;&#039;&#039;. Das ist ein &#039;&#039;&#039;Zerfallsprozess&#039;&#039;&#039;. [18.3s] Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind &#039;&#039;&#039;keine kristallinen Substanzen&#039;&#039;&#039; mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos&#039;&#039;&#039;. Und das sind sogenannte &#039;&#039;&#039;Koloide&#039;&#039;&#039;. Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum 0:58:24 ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch &#039;&#039;&#039;Metall-Silikat-Verbindungen&#039;&#039;&#039;, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die &#039;&#039;&#039;Hauptkoloide&#039;&#039;&#039;, die &#039;&#039;&#039;in unseren Böden&#039;&#039;&#039; entstehen, dadurch, dass der &#039;&#039;&#039;Ton verwittert&#039;&#039;&#039;, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin 1:00:00 ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem &#039;&#039;&#039;alten Mysterienwissen&#039;&#039;&#039;, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - Formbildungsprozess 1:01:59 ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der &#039;&#039;&#039;Winterszeit&#039;&#039;&#039; und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die &#039;&#039;&#039;fängt im November an&#039;&#039;&#039;, aber hat ihren &#039;&#039;&#039;Höhepunkt&#039;&#039;&#039; zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess&#039;&#039;&#039;. Es ist ein &#039;&#039;&#039;Form-Bildungsprozess&#039;&#039;&#039;. Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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] So. Kommt da noch jemand oder... &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:01:36] Es kommen noch zwei. Aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es ein bisschen zu eng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:01:44] Ja, es wird alles zu eng. Ja, einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der eigentliche Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist. Bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate. Und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr, sehr weitläufiges Thema. Um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Und wir haben ja nun... Also bei den Präparaten handelt es sich ja um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt. Und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was konvertiert wird und eben als Dünger eingesetzt wird, pflanzlicher oder tierischer Art. Und die Präparate sind nun etwas, was weit darüber hinausgeht. Was eben seinen Ursprung hat in der Geisteserkenntnis des Menschen. Also sie sind nicht naturhaften Ursprungs. Nur natürlicher Aufwand in Bezug auf das Material, was man verwendet. Aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind und wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft sich ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt. Und das macht erst mal große Verständnisschwierigkeiten, ganz selbstverständlich. Und man braucht eigentlich schon Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht. Aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft. Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger. Denn wir verwenden ja winzigste Substanzen. Also es ist auch vernachlässigbar, förmlich, was da substanziell eingesetzt wird. Aber eben diese Substanzen sind nur Träger von Kräften. Und um die Kräfte geht es. Und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. So, und jetzt möchte ich... Haben wir ja am... Also gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich? Physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation. Und dann der Mensch als Ich-Handelnder, aus einer Geistesnatur Handelnder, der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, gestaltet so einen Organismus der Landwirtschaft. Das haben wir betrachtet. Die Viergliederung also, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturreichen betrachtet. Und da möchte ich noch einmal zurückgreifen, auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, wo ich den... Wo ich vom Menschen ausgegangen bin. Und haben gesagt, es gibt eine Dreigliederung des Menschen, nach Kopf, Brust und Stoffwchsel-Gliedmaßen. Da nehmen wir noch das Zwerchfell da rein. Zwerchfell, Gliedmaßen. Also diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen. Da vertikale Mensch ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polares Stoffwechsel-Gliedmaßen-System und etwas, was dazwischen beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht. Das rhythmische System. Ich muss mich sehr kurz fassen in dieser Sache. Diese drei, dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut. Immmer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. Und so ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Landwirtschaft, von der ja in dem Satz, den ich gerade zitiert habe, noch vor... Gleich am Anfang. Der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn noch mal zitieren: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Also sie hat es nicht, sondern sie erfüllt es erst. &amp;quot;Wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.&amp;quot; Jeder Hof anders. Also eine Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität. Und dieser Begriff der Verschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, ist der so gebaut, in seiner Dreigliederung, dass er Träger ist, werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich da erleben, im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat, zu denken. Durch den Leib die Möglichkeit zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat, zu wollen. Das ist zunächst einmal Leib gebunden, erscheint es. Und die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer mehr befreit. Nun, also diese Dreigliederung wollte ich noch mal jetzt zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen, für die Bedeutung der Präparate. Und da ist es ja so, dass... Also das Zwerchfell hat auch noch einen gelben Strich und einen roten Strich. Das besteht nun tatsächlich, wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen. Und man schaut dann in die Natur, dann wird man sie, wie gesagt, überall wiederentdecken und so auch, wenn man versucht, den Begriff der Landwirtschaft und der Individualität zu fassen. Und da stellt sich das im folgenden Bilder dar. Das möchte ich jetzt eben kurz andeuten. Dass, wenn hier jetzt, sagen wir mal, der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen. Wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier: Das menschliche Haupt ist charakterisiert dadurch, dass es in relativer Ruhe sich befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind. Dadurch, dass da Todesprozesse, also Absterbeprozesse, der Tod da sozusagen wirksam wird. Nur dadurch kann Bewusstsein entstehen. Also alles das. Und dann eben auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse. Alles das kennzeichnet eben auch das, was sich im menschlichem Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz. Und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man das mal vergleicht mit dem menschlichen Stoffwechsel. Und alles, was über der Erde, in Luft und Wärme... Hier ist Erde und Wasser. Und hier in Luft und Wärme. Alles, was da herauf wächst oder herauf... Oder was sich da abspielt zunächst einmal, an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet. Ein ständiger Wechsel und Wandel. Was im Atmosphärischen sich abspielt, in Wind und Wetter, in Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenheiten, dem ständigen Wechsel, völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann. So ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch also genügend Variablen, die irgendwo noch offen lassen, dass nicht doch ein schönes Wetter... Statt, dass es regnet. Also das ist ein ständiger Wechsel und Wandel. Es ist eigentlich verwandt mit dem, was in den Stoffwechselprozessen des Bodens sich fortzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum. Und er bezeichnet das aus dem Kopf der Landwirtschaft. So. Also das habe ich eben sehr schnell und kurz gesagt. Nur damit Sie mal sehen: Da ist also eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme, sagte ich. Und nicht drunter, in Erde und Wasser. Und da laufen... Spielen sich spzifische Prozesse ab, die verwandt sind, denjenigen im Menschen selbst. Und nun gibt es dazwischen eben, hier, diese hauchdünne Haut, die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch. Und das ist der Boden. Und das ist ja ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann ja eigentlich kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesem rätselvollen Organ befasst. Aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Aber was das tiefere Geheimnis eigentlich dieses Bodens ist, das kann sich erst... Kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigentliche Polarität auffasst, die sie hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt. Ein Potenzial, nämlich Pflanzen hervorzubringen. Nur in dieser äußeren Haut. In dieser Begegnungszone zwischen oben und unten. Und diese Haut kann man gar nicht genau definieren im Grunde genommen. Es ist. Hauptsächlich natürlich... Man kann sagen, es ist der ABC-Horizont. Der A-Horizont ist der Humus-horizont. Der B-Horizont ist der Verlehmungs- und Tonhorizont. Und der C-Horizont ist das noch unverwitterte Gestein, ne? Das sind die drei. Die Dreiheit. Die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen. Ich nehme an, dass Sie sich damit ja auch auseinandergesetzt haben. Also, und nun wächst ja hier in diesem Boden, wenn wir dann Samen reinsetzen... Dann wächst der, senkt er seine Wurzel hier runter, in den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Und entwickelt seinen Spross hier herauf. Also nehmen wir mal irgendein Getreide. Und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht, in der Ähre. Im Grunde genommen die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen materialisiert, das Bild der landwirtschaftlichen Individualität repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzlbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter und dann oben schließlich die Ähre, die Fruchtbildung in der Ähre oben. Und wenn man jetzt eine Beziehung sucht, zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopfe stehenden Menschen und dem aufrecht nach oben, rechts senkrecht nach oben stehenden Menschen... Wenn man eine Beziehung sucht, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Denn dasjenige, was hier unten unter dem Boden fruchtet... Es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde. Und das ist die Möhre. Und die Schwarzwurzel. Das ist was ganz Erstaunliches. Da gibt es also Pflanzen, die hier oben sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht. Und wenn man diese Frucht nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nerven-Sinnes-Pol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung. Eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und den Kälbern füttern. Dann kriegen Sie ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also bewegungsfreudig. Dann, wenn sie also Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nerven-Sinnes-Organisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Und wenn sie umgekehrt jetzt hier von hier oben das füttern hier, um den Stoffwechsel Organismus zu ernähren, die Samenfrucht, nicht wahr? Dann entwickelt man physische Kräfte. Dann wird der Leib sozusagen... Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Da braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Und wenn man mit Pferden gearbeitet hat, dann hat man denen Hafer morgen erst mal ein paar Scheffeln gegeben. Der Hafer sticht und dann kann es das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Also das ist eine ganz andere Art der Ernährung hier, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt. Und andererseits eine Ernährung, die den Nerven-Sinnes-Pol stärker durchdringt. Und wenn man jetzt alles das, was hier dazwischen sich entwickelt an Stängel und Blatt, was die Kühe so gern fressen. Oder was sich in der menschliche Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet. Der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf, überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Ergibt sich das ganz neu. Aber das ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist. Also die Möhrenernährung bei den Tieren, die ist schon uralt. Und auch die Leinsamen-Ernährung hier oben, dass man eine Samenfrucht für die Entwicklung der Kälber... Sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol. Dass es eine, wie Rudolf Steiner ausdrückt, eine gutmilchende Kuh wird, das Kalb. Das hängt mit der Leinsamen-Ernährung zusammen. Also da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Und jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen: ist diese Welt, die hier hereinkraftet... Da ist der ganze Kosmos beteiligt. Und die Welt, die hier unten hereinkraftet, da ist die ganze Erdentiefe beteiligt. Die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut. Diese Haut ist eigentlich so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts. Der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht: Was ist eigentlich der Grund, dass das so schön wachsen kann? Dann wird man sagen: Ich kann es nirgendwo irgendwie wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles. Es wächst tatsächlich. Es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich eben begegnen. So. Und jetzt ist die ganz zentrale Frage, das die Grundfrage aller Landwirtschaft: Wie kann ich diese Haut hier, diesen Boden... Wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst? Oder anders gesagt: Wie kann ich das relativ unselbständige Hautorgan hier, was ständig den Einflüssen ausgesetzt von oben ist, den Außeneinflüssen von unten? Und nur immer antwortet, nur immer reagiert, wenn die Sonne scheint. Da trocknet der Boden aus. Wenn es regnet, dann wird er nass. Also es sind immer exogene Einflüsse, die das Ganze, die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. Und so ist die Grundfrage: Wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen? So wie der Mensch sich verselbständigt als Mensch, aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man nur ein Abstraktling. Also so ist es auch hier. Es geht gerade in der Landschaft darum: Wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ, naturveranlagt... Wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg? Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat... Wie kann man die entwickeln? Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt. Und dann eine Erziehung genießt, in der Schule, und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer mehr selbständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich mir in meinem Betrieb die Bodenhaut immer selbständiger mache, immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist eine Erziehungsfrage gewissermaßen, vor der der Landwirt da steht. Und diese Frage... Oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte. Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Nicht wahr? Natürlich müssen Sie die Kühe melken. Und das geht dann also raus und irgendwie sonst wie. Aber letzten Endes die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht. Und den Sie dann daraus wieder auf diese Haut ausbreiten. Und der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Und da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir auch schon angesprochen. Das ist einmal das, was hier an Pflanzenrückständen entsteht und dann sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet, auf höherer Stufe, als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet. Und jetzt ist da die Frage: Was spendet der Mensch? Und da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden: Was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich... Da kann man groß ausholen. Und ich möchte nur das mal kurzfassen und sagen: Der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt... Verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoismus, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbaut sie für sich. Dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist. Er braucht für alle seine Handlungen... Braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch Nichts. Das ist nur noch, muss man einmal sagen, Matter, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann: Da istStickstoff drin. Da ist Phosphorsäure drin und so weiter. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Da sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken. Und sodass eben die menschlichen Fäkalien... Ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit. Wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger, in den Konsequenzen. Die Pflanzen erwachsen, gewiss. Aber vollkommen derangiert, in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen, also mit fäkalgedüngtem Gemüse etwa oder dergleichen, dann werden Sie feststellen: Diese Pflanzen, die verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Sondern das ist die... Die wachsen, ja. Die wachsen irgendwie. Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden. Aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Diese molekularen Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also kurz gesagt. Also das, was der Mensch selber beiträgt... Durch seine Ausscheidungen löst er sich aus dem gesamten Zusammenhang heraus. Es ist Schlacke. Es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und diese Pflanzenkläranlagen pflanzen. Also sagen wir mal, irgendein schilfartiges Zeug da heranziehen und das mähen und kompostieren. Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann also... Kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber wie wir immer gesagt haben, wenn mir diese Fragen gestellt worden sind... Da haben wir gesagt: &amp;quot;Macht doch Riesel-Äcker oder macht Pappel-Anlagen, mit Riesel-Bewässerung, Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht eure Formulare für die Bürokratie.&amp;quot; Es wäre so die richtige Verwertung dessen, um was es da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf diese Art beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet dieser ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt also in gesteigertem Umfange seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht. Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt: &amp;quot;Der Tritt des Bauern düngt.&amp;quot; Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Na ja, was düngt denn da eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, durch einen eigenen Tritt, gerade im Frühjahr, wenn der schon locker ist. Und das ist auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festtritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht. Und schaut, mit allen Sinnen sich öffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer und dann im Sommer selbst gegen Herbst hin... Was atmet da? Was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen? Dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt. Also, ich möchte mal sagen, das ist das größte Manko auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag sich wandelnd im Jahreslauf aus der Natur zu uns spricht. So. So ist also die Grundfrage, die eigentlich dem biologisch-dynamischen Präparaten zugrunde liegt. Ist die: Wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen... Dass sie sich hier verdichten und die Kräfte erhöhen? Dass sie sich verdichten? Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln? Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, das eher aufnahmefähig wird für das... Und zwar dauerhaft aufnahmefähig. Was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit dann äußert. Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologisch-dynamischen Präparate. Das ist ein Kräftedünger, die das von oben herein bitten und das von unten herauf dringen. Dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate. So, und jetzt werde ich das Ganze auswischen. Wie? Ja, dann können wir auch das andere auswischen. Die schönen Blümchen hier außen herum. Das ist eben schade. Diese fast gotischen Verzierungen, Arabesken, könnte man fast sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:41] Aber es ist für die Nachwelt schon festgehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Für die Nachwelt ist es festgehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:46] Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:47] Ja, ja. Alles aufgenommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:53] So, jetzt wollen wir... Wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erstmal meine Frage: haben Sie schon mal Präparate gemacht auf den Höfen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:29:04] Ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:29:05] Alle. Jeder? Irgendwie mal alle Präparate? Oder nur einzelne? Oder überhaupt nicht? Und? Hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja? Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein. Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate. Ich zähle sie einfach mal auf: Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen. Das ist leider nicht möglich. Und da gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann ausgebracht werden, aus Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat. Die wir dann auch... Die dann auch gerührt werden. Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung... Hornmist-Präparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer... Müsste man genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit. Und ich kann jetzt also das nur mal in Bezug auf das Hornmist-Präparat ausführlicher machen. Und dann kurz auf das Hornkiesel-Präparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmist-Präparat machen, herstellen, dann gehen wir Ende September, um Michaeli, 29. September... Gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen. Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe. Wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat: &amp;quot;Das tut mehr als jeder Heilige.&amp;quot; In Sizilien hat man es das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher oft instinktiv einfach ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Den sammeln wir, unseren Kuhfladen, im Schubkarren, sagen wir mal, auf den Hof. Und dieser Kuhfladen nun enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat, vom Frühjahr hier bis zum Herbst, über den Sommer hinweg. Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische, qualitative Analyse vollzogen. Und das alles hat sich irgendwo in dem Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlaufe des Jahres an Futter aufgenommen hat und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so ein Kuhfladen. Und dieser Kuhfladen... Normalerweise, wenn der auf einer Weide liegt, dann unterliegt er einem Mumifizierungsprozess. Naturhaft, rein naturhaft. Aber wir machen jetzt was ganz anderes, als was die Natur macht. Wir machen etwas... Das möchte ich hier mal so ein bisschen streicheln. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist. Und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formgestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechsel-Endprodukt, was wirklich ein reiner Spiegel dessen ist, was stoffwechselhaft da in der Kuh sich abgespielt hat. Ein Stoffwechsel-Endprodukt. Und das ist vom breiiger Natur. Das heißt, gestaltlos. Natürlich kann man... Nimmt man nicht gerade eine laktierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist. Sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz. Das ist ganz wichtig, dass man sich das klarmacht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz, erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich es mit der? Was ganz Unmögliches. Indem ich jetzt hier ein Horn, ein Kuh-Horn nehme und diese Substanz hier reinfülle, in die innere Höhlung und die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation. Stufe der Präparation. Eine Umstülpung. Denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen, in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist ihrem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan. Da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene... Und bei den tropischen Wiederkäuern. Das sind ja gewaltige Gehörne. Um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan, aus wenig Substanz, reine Form. Wunderschöne Formen, die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen: Wie stülpe ich die um? Und die gesamte Herstellung aller Präparate folgt diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestülpt wird. Denn dadurch entsteht eben etwas Neues. Nun also. Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel-Endprodukt mit einem Nerven-Sinnes-Pol... Im Horn, was vom Nerven-Sinnes-Pol der Kuh stammt, da ist es ja so: Die Kuh ist weg. Die ist dann nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht. Aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht. Methodisch. Nun möchte ich mal eine Zeitkontrolle machen. Ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet... Ach nin, das mache ich einmal anders. Wenn Sie mal den Schädel nehmen der Kuh. Das ist das hier. Hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter. Wenn Sie dann den Schädel nehmen der Kuh. Dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung. Und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht. Das ist dann hier der Kuh-Schädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn die Kuh... Wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst in der Pansen sich ausbildet entsteht da oben dieser Knubbel. Und da wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein: Das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst, wenn das Kalb anfängt Raufutter aufzunehmen, nachdem sie die Milch genossen haben, dann das Raufutter beginnt, dann fängt an das Horn zu wachsen. Also dieser Hornzapfen. Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuh-Horn rein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl. Und da strömt Atmungsluft herein, Atmungsluft. In dieses Organ, was durch und durch hart ist, Knochen ist, also das Erdig-Feste, sagen wir mal. Da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der hohen Bildung, nämlich die Luft und das Harte, Erdig-Festige als Element. Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost, heißt es, so sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich, ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut, befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden. Die wandern dann über die Pfortader, dann in die Leber. Von der Leber ins Herz und vom Herz in die Lunge, als noch venöses Blut. Und dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopf-Schlagader ab. Eine Arterie, die also den ganzen Kopf-, Hauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopf-Arterie, die strömt dann auch also mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt: Warum eigentlich? Da der Chef wohl einen Blackout gehabt, dass er da also so einen Überschuss da an Blut in die Hörner oben schickt. Es könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet. Das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise... Strömt da das Blut raus. Also da merkt man schon, da muss man schon aufmerksamer werden. Da ist irgendwo noch eine andere Funktion als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt... Was nehmen wir denn mal für eine Farbe? Nehmen wir mal Grün. Warum auch nicht? Stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide. Und was ist die? Haut. Verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchst verdichte Substanz, die es überhaupt aufGottes Erdboden gibt, im Organischen. Es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und die ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweiss-Substanz des Horns. Und da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht... Also ich muss noch mal hinschreiben, es ist einmal das Erdig-Feste. Das Element das Erdigen also. Dann das Wässrige, das Blut. Und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt. Und dann, wenn sie sich anfassen, dann merken Sie, dass die wie ein Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und da fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle. Durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird: Das ist genau derselbe Aufbau, der jedes wache Sinnesorgan auch hat. Ob es das Auge ist oder das Ohr. Immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen... Wodurch das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet. Die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehör-Knöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erst mal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden. Also Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn, rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar. Es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih. Wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben ,mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht. Sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab. Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten... Auch dieses Horn. Schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert. Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren. Sondern die Funktion des Horns besteht darin... Dadurch, dass das alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut... Der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an naher Substanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen. Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Es ist also meine Überzeugung in der langen, jahrelangen Überlegung in dieser Richtung. Die kosmisch-qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkau-Akt. Und das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen dann fort über die Blutbahn. Und das sind dann ätherisch-astrale Kräfte, die da strömen. Und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen in den Organismus. Und werden dann erst wahrgenommen. Aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch... Bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir hier verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa. Und diese Serosa ist enerviert. Das Bauchfell generell ist enerviert, in hohem Grade also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusst machend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmisch-qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verläßt. Kurz gesagt. Und das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird. Dieses Kräftepotenzial in sich zu konzentrieren und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stellen. Es ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, im Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus. Und immer dann, wenn sich was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das Ätherisch-Lebendige, Wachsende weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tiere wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch. Aber eben in der besonderen Weise, alles dasjenige zurückstaund, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist. Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird. Aufgrund des Zurückstrahlen-Könnens. Dass da nichst durchgeht. Da kommt nichts von außen rein. Und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation. So, jetzt müssen wir mal sehen. Ich wische das wieder weg. Ich brauche Platz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:49] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? Das das eine Staufunktion ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:58] Also heute... Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und dann nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja ein Hohn. Also eine riesen Gefahr. Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein so eine geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben da irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist... Dieser Impuls ist da in der Kuh, hörner bilden zu wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen, hier oben am Stirnbein. Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere sind so ein bisschen wie... Sie stehen auch meistens ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern die sind vollkommen vereinzelt. Jedes Tier ist sozusagen ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da berühren oder mal so prüfen gegenseitig. Aber es ist keine Rache. Das ist der große Irrtum der Evolution, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Stoffwechsel... Also es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutter-Aufnahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:08] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Nochmal? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:16] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr hörnertragend. Die Ziegen schon noch. Und auch da gibt es diese schon hornlosen Rassen. Es ist überall so. Also die eigentlich Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also, wir sehen: Wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstau-Organ zu tun. Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix, ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab, da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Und diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Wenn wir... Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter. Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch, so eine Grube. An der Grenze jetzt von humoser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube. Und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein, in die Grube. So. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber. Das alles, was da oben an Niederschlag hereinkommt, dass das nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktische Sache. Deswegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Und das war hier, sagte ich, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Umstülpung. Das ist ganz wichtig, das ist immer eine Umkehr des Naturprozesses, was sich jetzt vollzieht. Dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner, als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Innern der Erde eingebettet. Und jetzt ist... Der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters... Wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer. Dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel... Dass jetzt hier Kräfte einströmen, während der Winterzeit, in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis oder was man heute auch den Tierkreis nennt... Aber gemeint ist der gesamte gestirnten Himmel. Die kraften jetzt rein. Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt. Die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken, in die Erde, während der Winterzeit, Kristall bildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt. Zum Beispiel die sekundären Tonmineralien. Kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Form-Kräfte, die wirken über die Erde. Über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner. Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens, den Hörnern. Und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt, in die Matrix, den Mist. Und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräfte-Konzentration, die sich da vollzieht. Und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen. Ständig muss sich die formen. Sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweiß-Formen entstehen, Kohlehydrate,-Formen entstehen, dass Fett-Formen entstehen. Also alles, was so substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Und an eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisaden-Zellen einer Blattoberfläche. Oder die Kutikularzellen, die die wirkliche Blattaut dann bilden. Alles ist anders geformt. Und so ist es dann, dass auch letztlich die Blätter sich formen, in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich auftut. Also eigentlich ist der ganze Frühjahrs-Wachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter. Will weiter wirken und rufen also diese durchformte, lebendige Substanz hervor. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls, klarzumachen. Dass wir in dieser Präparation des Hormist-Präparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren, in diesem... In dem dort vorhandenen Mist. Und dann kommt das Frühjahr. Und dann haben wir... Dann graben wir die aus und dann haben wir neuen Stoff in Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das ist... Dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es so was gibt. Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Uran und... Nicht Uran, sondern Plutonium erzeugen. Plutonium gibt so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber auch der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium... Wo ein Gramm reicht, um ganz Großraum Frankfurt ins Grab zu legen. Jeder Mensch und alles, was da nur wächst und gedeiht, ist sozusagen dem Tode überliefert. Wir haben es dort... Ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entläßt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und jetzt ist die große Frage: Sind wir als Menschen denn dazu berufen, nur diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen? Oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen? Die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken? Wenn man diesen Hintergrund mal sich vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind. Da haben wir ein Instrumentarium in Händen, wo wir neue Stoffe, neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen wirklich die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu elaborieren. So. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkiesel-Präparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor, gegenüber dem dem Hornmist-Präparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkiesel-Präparat ist der Kiesel-Kristall. Also ein Kristall. Ein Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest. Und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig. Das ist der Kiesel. Kiesel-Kristall. Oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert. Also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert, ist von Natur aus... Ist eigentlich... Wäre ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, sechssäuligen Kristall, nicht wahr? Einen, der da so gewachsen ist, hier auf einer Quarz-Oberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne und... Das ist reine Form. Reine Form. Kristall. Also herrlichste Form. Alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den, bis zum es geht nicht mehr. Sieben den mehrfach durch, sodass möglichst das Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen. So fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden. Das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen. Wunderbar. Und dann entsteht hier so ein ganz feines Kieselpuder. Das heißt, die Form wird verwandelt, durch unsere Tätigkeit, wiederum in Substanz. Wir machen ihn quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuh-Horn. Und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen. Dann läuft es da besser rein, in die innere Höhlung. Und dann lassen wir es... Stellen wir sie drei Tage, vier Tage senkrecht hin. Dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir das ein bisschen abkippen. Und dann können wir die Hörner vergraben. Nun, diese Hörner vergraben wir jetzt, genau gegenpolig, im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanz Form. Erfüllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich im Gegenpol zum Winter. Eigentlich müsste man... Könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil. Im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden... Machen wir da so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner dann rein vergraben. Und dann liegen sie jetzt von Ostern, Frühjahr bis Michaeli, ich sage mal, im Herbst... Ruhen die da in der Erde und sind jetzt da anderen Kräften ausgesetzt, als die Winter wirken. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften, der untersonnlichen, obersonnlichen Planeten. Untersonnlich ist Mond, Merkur und Venus. Obersonnlich eben auch Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte, in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers. Also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben. Die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner. Und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels. Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist eine Leistung des menschlichen Geistes. Das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon... Sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird. Und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind. Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen... Oder der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat. Das Horn ist ein echtes Tierorgan. Dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompost-Präparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt, von den Pflanzen, in Verbindung dann mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann tue ich nicht nur... Verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es den jeweiligen... Jeweilig im Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus. Also hier eben Erde und Wasser. Beim Hornmist-Präparat hier. Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkiesel-Präparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht. Im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeiten-Rhythmus. So, und jetzt nur noch... Die Zeit eilt uns fürchterlich von dannn. Die eigentliche Stufe der Anwendung dann der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz... Hier fest. Mehr oder weniger fest. Das Hornkiesel-Präparat und das Hornmist-Präparat, dass das als neuer Stoff erscheint. Dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Na, wenn ich hier also mein Fass stehen habe und hier oben irgendeinen Balken und hier den Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe, in das Wasser. Und das Ganze jetzt anfülle, so 3/4 hoch. Das also mit Wasser fülle. Regenwasser ist das Allerbeste. Angewärmt auf ungefähr 30 Grad. Wichtig. Und dies wird heute nicht mehr gemacht. Weil es so aufwendig ist. Weil man keine entsprechenden Wärme-Anlagen hat. Also jetzt geht es hier darum: Wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über? Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt... Dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen. Und zwar, indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie, langsam. Und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert. Und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter, bis auf den Boden herunter. Und das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. So. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt das natürlich weiter hoch. So. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist, eine Stunde lang das Wasser jetzt noch im Uhrzeigersinn zu rühren, sodass da einen Trichter entsteht. Bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann. Und der Trichter dann möglich sich herunterbildet, bis hin auf den Grund des Wassers. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt. Und dann entschließt man sich, in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn die ganze Sache... Wiederum einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, links herum, rechts herum, eine Stunde lang. Wenn man dann ein 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei 150 Litern Inhalt etwa: Das erste Fass fordert einen ganz schön. Und wenn man ein 400-Liter-Fast hat, umso mehr. Und das Interessante ist: Je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben... Morgens früh drei Fässer hintereinander haben viele gerührt. Und das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin. Also es geht drum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen. Und zwar fortwährend steigernd. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht täte, würde sofort schwappen. Es schwappt über den Rand oben rüber oder so. Sodass dann eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht. Da muss man immer mit dem Rührbesen sozusagen der zu bewegenden Masse des Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig. Nun, was vollzieht sich dann bei diesen Rühren? Da wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass zu etwa 3/4 voll ist und das Präparat ist drin... Kleine Menge. Winzige Menge. Dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann wird Sie merken, dass es in der Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch sagen sollte, hat man gesagt, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum geht es gegen unendlich. In Bezug auf die Geschwindigkeit. Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist es alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es langsamer sich bewegt. Und dann, je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas. Dass die homogene Menge Wassers sich auflöst in unendlich dünne Membrane. Häute. Die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbei gleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Es sind durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von der Peripherie zum Zentrum... Entsteht eine unendlich große Oberfläche. Können Sie das denken? Können Sie das denken, dass, wenn Wasser aneinander vorbeigleitet, von der Peripherie zum Zentrum hin aneinander vorbeigleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit? Die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Und dadurch entsteht... Durch die Strukturierung des Wassers entsteht eine, man möchte sagen, unendlich große Oberfläche. Das löst sich gleichsam in einer Oberflächenstruktur auf. Der homogene Wasserkörper. Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer die, die einprägt. So, wie der Erdboden, wie es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde, so ist jede Haut. Wenn ich drüberstreiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist. Wir waren selbst eine Art Wahrnehmungsorgan, aber ein empfangendes. Und auf diesem Wege, dieser Strukturbildung des Trichters, wird die feste Präparate-Substanz in das Wässrige übergeführt. Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Und nun kann man da natürlich endlos vieles noch dazu sagen. Es würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes dazu äußern: Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Rudolf Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde. Nun ist man jetzt der Meinung, wenn ich jetzt... Wenn es mir zu viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine, eine Stunde. Und diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt, von einem der Bauern damals im landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet: Wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in so Surrogatenmäßiges hinein. Das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Schönes Wort, Surrogatenmäßiges. Aber es ist so quasi ein Ersatz. Es ist nicht die Sache selbst. Also dann schildert er das immer weiter. Und er sagt ja nie ja oder nein. Also das wäre ja quasi eine Art... In die Freiheit des Menschen eingegriffen. Sondern man soll selber drauf kommen, wie man das am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt... Und das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt. Oder mit der (unv.) rührt, den Wirbelschalen... Ich weiß nicht, ob Sie die können. Wo das Wasser so lemniskatisch so hin und her... Wunderschön anzusehen. Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker. Und dann kommt man wieder und währenddessen läuft das ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so, wie hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe. So muss ich mich jetzt erst recht verbinden. Voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren. Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus. Also sein eigenes Wesen ist man 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag, zwölf Stunden, zwölf Stunden Nacht. Das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus. Der übrigens in Pädagogik auch eine Rolle spielt. Die eine Unterrichtsstunde, seit eh und je. Immer auch mit der kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von dem... Von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker. Das kann man immer beobachten. Oder ein Kliniker. Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form, den Rührprozess in irgendeiner Weise der Maschine... An die Maschine zu delegieren oder an die (unv.) ganz und gar... Kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat. Und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 68, als Betriebsgemeinschaft... Wir waren fünf Familien. Und wir haben gesagt, alles können wir machen hier. Wir können den ganzen Hof durchmechanisierung, wenn es denn irgendwie notwendig wäre. Eines nicht, das Rühren. Das ist also noli me tangere. Sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Und dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt: Wann ist das endlich... Die Stunde rum? Sondern dann merkt er allmählich dann, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann eine Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen. Das liegt heute so scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, eine Stunde. Und jetzt wird es der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Teilchen... Wo das durch die Luft fliegt. Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil die nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut. Das ist die Oberflächenspannung des Wassers, in seiner Haut. Und der ganze gegenwärtige Kosmos... Und das war ja alles vergangener Kosmos. Aber der gegenwartige... Jetzt in dem Moment, wo ich es herausspritze, hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten, eine bestimmte Stellung am Himmel. Alles ist in diesem Augenblick... Ist den Kräften der Welt ausgesetzt. Und so fliegen diese Tröpfchen da raus. Auch das muss man ins Auge fassen. Dass das Ausspritzen nicht einfach nur so eine... Na ja, man muss es ja irgendwie verteilen, auf das Feld, auf die Pflanzen. Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft, die Tropflieferungen. Und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden. Fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, hier sogar. Beim Hornmist-Präparat ein (unv.) Wenn man hinguckt, dann wird punktuell da, da und da die Erde ein bisschen feucht und schon hat es die Sonne weggeleckt. Oder es ist aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine Ursache, Wirkung im äußeren stofflichen Sinne sind. Sondern es geht hier wirklich darum, dass hier ich über Tage auf diesem Wege von der festen Substanz über die wässrige bis zur Wärme hin... Dass ich hier eins war, die Kräftewelt, die hier inauguriert worden sind. Jetzt wieder zurückführe in einen Wärme-Zustand hier im Boden. Der Boden darf nicht zu kalt sein. Um jetzt hier in Tröpfchen-Form zu landen und hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen. Und diese Wirkungen beziehen sich in Bezug, insbesondere in Bezug auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmist-Präparates. Dass es ein Ausgangspunkt der Sommersubstanz am Ausgangspunkt ist. Also in die allgemeine Mumifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich es hier aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um, über diese vier Stufen. Und wende sie an. Und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger, ein Sommer, eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat. Und jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich... Und die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich. Diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln. Die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Jetzt stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt. Dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind. Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dann dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat. Dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen, in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Und wenn jetzt hier wieder der Spross heraufwächst und da seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkiesel-Präparat... 501, 500, so werden wir abgekürzt, bezeichnet. Das Hornkiesel-Präparat auf das Grünen der Pflanze, auf die Blätter. Und was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr. Sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Nicht-Stoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das ist durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist, zu einem Sommerdünger geworden. Wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Und was vorher eine Sommersubstanz war und total verändert, verwandelt, wird jetzt zu einer Wintersubstanz, in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze. Und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel. Wenn Sie das jetzt... Das ist jetzt alles hier rasant gesprochen. Aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so rein zu denken, dass man... Man muss es machen. Man muss es wirklich machen. Das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass das... Dass ich der sachgerecht handhaben kann, den Rühr-Prozess, die ganze Herstellung. Ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren. Das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen. Es ist nicht möglich. Nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren. Und das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren. Wenn man nämlich alleine ist, kann man mal... Wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das mal machen. Aber so im Betrieb sollte eigentlich immer... Wir haben das so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt. Und besser ist es, wenn man zu zehnt, 13, 15 ist. Vielleicht nur kleinere Gefäße. Und dann von Hand. Da braucht man gar keinen Besen. Ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen. Dass wir diese Arbeiten möglichst mit viel... Dass er viele Menschenhände Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden. Und wenn man versucht, das jetzt von A bis Z... Das ist ein ewig langer, langer Prozess eigentlich. Einer ständigen Verwandlung. Und bei jedem Präparat anders. Wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt. Das ganze Jahr hindurch ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache.  Und das mit anderen Menschen teilt. Dann entsteht ein neues soziales Bewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Die größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute ist die soziale Frage. Die Umweltfrage natürlich. Gut, gut, gut, gut. Aber das eigentlich Drängende ist: Wie können wir überhaupt wieder ein soziales Bewusstsein entwickeln? Dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen. Sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen so etwas zu einem künstlerischen Prozess werden kann. Die Herstellung und Anwendung der Präparate. Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp. Und man kann es also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen. Und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarben-Präparat, das Kamillen-Präparat, ganz anders, wiederum das Brennnessel-Präparat, schon wieder anders. Aber immer demselben Prinzip folgend, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle, den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslauf. Das ist das Grundprinzip. Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Also dann wird sie wirklich so, dass man... Dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist. Sondern dass es Freude macht. Dass ich das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung... Dass ich wirklich die Arbeit durchfreue. Aber das geht von mir aus, dass sie nicht aus Last ist, dass sie nicht die Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, ist... Sage ich. Aber was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages, aus ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders, und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann. Jeder hat seine Wahrheit und es ist am Ende doch dieselbe, wie der Goethe das ausdrückt. Das hat der Goethe mal so ausgedrückt: &amp;quot;Jeder hat seine eigene, individuelle Wahrheit.&amp;quot; Wenn er sich wirklich bemüht im Leben selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell. So, wie die landwirtschaftliche Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so ist auch... Wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er. Es ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich das im Vorfeld... Gemeinschaft glaube, ich könnte einfach so ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und mich übend im täglichen Arbeitauflauf und immer aufmerksam bei der Sache bin, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag als Mensch, von Mensch zu Mensch... Es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen. Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch. Die brauchen wir heute im Sozialen. Ja. Entschuldigung. Ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das ist genau, was mein Hauptwunsch wäre. Also. Dankeschön. &lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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==Transkription des Vortrages 3. Folge==&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:00:42] Ja, einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen ja noch mal unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsrganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist ja eine der zentralen Fragen überhaupt heute in der Landwirtschaft: Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien? Und da hat man den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt und meint, also mehr in diese Richtung. Und der geht in diese Richtung. Also alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Und man lässt sich dann auch am Ende dann doch ungeheuer stark vom Markt bestimmen. Und macht da eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft. Und vergisst eigentlich den Impuls aus dem man heraus handelt, handeln will, als biologisch-dynamischer Landwirt. Und deswegen eben jetzt diese Betrachtung. Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismusgedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit? Und darauf kommt es an. Dass man nicht irgendwann mal, was man sich so klar gemacht hat... Und die üblichen... Die Arbeit läuft routinemäßig irgendwie sonst weiter. Sondern dass man eigentlich in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was man innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert... Dass man dieses Bild präsent hat in aller Arbeit. Da komme ich vielleicht nachher noch mal kurz drauf zurück. Jedenfalls bewundere ich hier zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus. Ein Kunstwerk. Man könnte natürlich das jetzt noch mal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Da habe ich heute leider und morgen keine Zeit mehr dafür. Wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darin steht. Also man kann das mal zunächst mal als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb ja nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Aber das ist ja nur ein zarter Bereich. Sondern eigentlich muss eigentlich ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;quot;Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen. Sondern ich will, dass du das an meiner Stelle... Ich bin kein Landwirt&amp;quot;, würde er sagen. &amp;quot;Und so delegiere ich sozusagen mein Ideal, was ich auch habe... Delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.&amp;quot; Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft nicht ein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle drin die Luft atmen, wo wir alle sozusagen unser Leben drin verbringen. Und da besteht eine Gesamtverantwortung. Und wir müssen irgendwie sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass dem Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;quot;Ich delegiere sozusagen meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.&amp;quot; Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt. Die selbstverständlich irgendwo auch aufblüht. Ganz hart. In den sogenannten CSAs, also in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage. Wo anfänglich sozusagen das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber... Zunächst natürlich auf der Vermarktungsebene. Aber das muss sich immer mehr steigern, bis auf den den geistigen Impuls selbst. Nun also, wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist. In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Und jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Und das kann man im Einzelnen ja dann auch beschreiben. Welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was dann die Pflanzenwelt bedeutet, im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber eben in die Erscheinung tritt, in der Pflanzenwelt. Und was damit alles im Zusammenhng... Dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit. Das Lebendige. Also jede Vereinseitigung in einem Betrieb, bedeutet eine Verarmung. In Bezug auf die Kräfte der Gesundung eines Landes, eines Organismus. Der basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt, der vielfältigen Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Und das dritte war dann eben der Seelenleib, wo wir dann uns befasst haben. Das letzte mal mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag. Und jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling... Diesen Begriff möchte ich gar nicht eigentlich nutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass sie wahrnehmbar wird, dass man, wenn man im Umgang mit den Tieren und mit seinem Bewusstsein... Wachhält in Bezug auf das: Was macht jetzt eigentlich dieser Vogel da in der Luft? Oder was ist jenes Insekt, das da fliegt, gerade die Blüte bestäubt? Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden... Kann teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna. Während bei der Haustierfauna ist es ja so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere. Und den Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege des Händen der Menschen. Sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen. Das Haustier sucht den Menschen. Und insofern tragen wir eine doppelte und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren, als gegenüber den Wildtieren, weil sie sich in diese Abhängigkeit begeben haben. Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der möglicherweise Züchtung im einem höheren Sinne, um eben immer mehr... Oder um Haustiere bleiben zu können. Sonst irgendwo verwildern sie oder sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in der Massentierhaltung heute verkommen die Tiere regelrecht. So, und jetzt haben wir uns ja zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und da uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Und haben dann jetzt versucht, hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Denn das ist ja gerade der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt: Was macht ein Tier? Wie äußert es sich nach außen, in seine Tätigkeit? Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus. Eine Abgrenzung nach außen und eine Gliederung in Organe. Das charakterisiert jedes Tier. Und jetzt, wenn man sich mit dem Rind befasst im Hinblick auf seine Funktion im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als dass es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet wie beim Pferd. Sondern die Tätigkeit der Kuh ist eigentlich ganz und gar sozusagen introvertiert. Nach innen gerichtet. Das ist ein introvertiertes Wsen, das Rind, die Kuh. Und man sieht es ja auch an dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es eigentlich mehr träumend sozusagen sich da so die Welt bewegt. Und dann haben wir zuletzt noch kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Die fressen alles das, was noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist eigentlich ihr Futter. Alles, bevor es zur Blüte kommt, also diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Und wir haben gesehen, dass das Rind also relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und auch einspeichelt. Und nach wenigen Wiederkau-Akten, nicht Kau-Akten, abschluckt und dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb dem Zwerchfell in diesem riesen Pansen. Und jetzt waren wir ja geendet am Mittwoch, indem wir gesagt haben, das, was da im Pansen sich abspielt an Gärungsvorgängen... Und das ist eine richtige Gärkammer. Also unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt, mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach da in dem Pansen tätig sind, und Bakterien. Und die bauen jetzt schon die leicht verdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist ja eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt. Das ist ja gerade das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser, also kohlenstoffreiche Verbindungen aufzulösen. Und dieser Auflösungsvorgang oder, sagen wir mal, Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh. Durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Protozoen sind das, Einzeller. Die bauen ab und bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das, wie der Regenwurm in seinem Darm, den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz. Steuert und verbindet mit Ton, Tonmineralien. Und dadurch dieser wunderbare, krümelige Boden entsteht, durch die Regenwurmtätigkeit so. Das geht aber... Das findet auch statt eben im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird also jetzt diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet und dann aber nicht irgendwie weitergeführt. Direkt, dann irgendwo in den Darm, also in den Drüsenmagen und dann in den Darm. Sondern, nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben, durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre, durch ins Maul. Und wird noch einmal mechanisch im Wiederkau-Akt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt. Und auf diesen Moment möchte ich noch mal mein Augenmerk lenken, den Wiederkau-Akt. Also da müssen Sie sich mal eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkaut. Wie die Kuh da aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen. Also nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern der die ganze Kopfhaut. Hat man den Eindruck, die spannt sich förmlich. Also man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit dem Kuh-Bewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich. Schauen Sie mal einer Kuh ins Auge, wenn sie frisst oder irgendwie so sich irgendwo herum bewegt oder da steht. Schauen Sie der mal in die Augen. Dann werden sie sehen, da sind diese riesen Kulleraugen. Da schauen Sie,wie in einem Brunnen. Bläulich die Farbe. Das isr dann so ganz bläulich, wie wenn man in ein blaues Wasser, ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es wie ein tiefer Brunnen eigentlich einem erscheint. Und jetzt fängt die an, wiederzukauen. Und da ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die da sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich. Und da fragt man sich wirklich: Was vollzieht sich jetzt da eigentlich in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesen Prozess des Wiedererkennens wie aufgeht, vollständig involviert ist? Und ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man das mehrfach mal anguckt, so eine Kuh wirklich beim Wiederkau-Akt. Dass da die Kuh jetzt erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher. Sie wählt ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter, im Wiederkau-Akt. Speichelt das ständig intensiv ein. Und mahlt da hin und her. Und es hängt jetzt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Ja, was? Auf was konzentriert die sich da eigentlich? Das ist nämlich so, wie wenn sie denken würde. Wenn man einen Menschen mal beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Und dann versucht er, eine Lösung gedanklich zu finden. Kann ich das verstehen, was ich da jetzt zum Gegenstand meiner Betrachtung habe? Und wenn man mal unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen, die Kuh, indem sie jetzt wiederkaut, nimmt sich ja die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese riesen Massen, auseinander. Zerkleinert sie systematisch. Und sie mahlt es ja förmlich und nimmt es also wie gesagt auseinander. Und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie sich mal... Versuchen Sie, so was mal ins Bild zu bringen. Die braucht ihre Augen eigentlich gar nicht. Und auch ihre Ohren nicht. Die müssen die Fliegen da immer wieder wegbewegen oder so. Also die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh, analysiert jetzt ihr Futter. Und da gibt es einen wunderschönen Ausspruch von Rudolf Steiner im landwirtschaftlichen Kurs, und zwar der Vortrag, dass da sich eine kosmisch-qualitative Analyse vollzieht. Es ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative. Keine quantitative. Eine qualitative Analyse also, wo die Kuh gleichsam die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Und diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges das Wachstum der Pflanzen das ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganzen Planeteneinstrahlungen, was nur irgendwie lebenschaffend wirkt, hat sich ja verdichtet. In der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlenhydratstruktur, im aufbau der Gerüstsubstanzen hat sich das ja alles verdichtet. Und jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen. Und ihre Wahrnehmung ist eigentlich eine, die wir nicht können. Die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Und wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir ein Stein verstehen wollen, was ein Stein ist... Das ist mir in meiner Jugend so gegangen. Ich habe immer gefragt: Was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe draufgekloppt, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Hat mir auch keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich in dem Stein innewohnt. Und so ist es. Die Kuh ist aber in der Lage, jetzt die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während dieser Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Und das sind die Lebenskräfte. Sie hat ja unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkau-Akt. Da fängt es an, ganz intensiv, dass sie eigentlich wahrnimmt: Was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert? Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweiß-Struktur und anders... Ob es nun die unteren Blätter sind, oder ob es die oberen Blätter sind. Oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Also überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert. Ja. Was ist das? Was drückt das aus? Und das analysiert eigentlich das Rind. Das ist der übersinnliche Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Also es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum. Das wird jetzt auseinandergenommen. Und die Kuhn hat da Wahrnehmungen, nämlich sie ist ein beseeltes Wesen. Kann also diese Wahrnehmungen irgendwo in sich verarbeiten. Also da muss man sich einfach mal wahrnehmend beobachten, selber sich ein Bild machen von dem, was da sich eigentlich als Tätigkeit in der Kuh vollzieht. Und jetzt ist die große Frage. Da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei, durch dieses Auseinandernehmen. Also die ganze Zellulosesubstanz wird alles auseinandergenommen, zermahlen. Und da werden diese Kräfte frei, die da jetzt sich gebunden haben, im Verlaufe des Vegetationsjahres, in der Pflanzensubstanz. Und darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie, das hebt sie. Das, was da rein ätherisch, lebendig, sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang. Das empfindet sie. Was macht sie jetzt mit diesem Kräftepotenzial? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Und das alles auseinandernimmt, das ist fest. Alles, was da das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird jetzt plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Und jetzt ist das... Da füllt es den ganzen riesen Leib der Kuh aus, möchte ich mal sagen. Das Ergebnis dieser Analyse. Was macht die damit? Das ist eine große Frage. Natürlich, die Kuh ist ja ein Wesen, was nicht gerade sehr furchtbar nach außen intelligent erscheint. Also mit ihrem träumenden Bewusstsein, dass sie da ständig den Kopf da... Mit dem Flotzmaul da im Gras herumwühlt. Sondern ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Innern. Sie ist hochintelligent, hoch, höchst intelligent, in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Und die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das. Der kann das in einen Gedanken verwandeln. Der kann aus den Lebensprozessen... Kann die sozusagen ihr Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt, dem Lebendigen... Dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen. Sodass sie eigentlich ein sehr hohes Bewusstsein eigentlich entwickeln könnte. Ich habe mal, ich entsinne mich gerade, bei Emerson... Das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert. Der ein großer Goethe-Freund war und auch mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war. Und der hat sich sehr auch mit der Kuh... Er hat die beobachtet, was das eigentlich für ein Wesen ist. Er hat gesagt, eigentlich, wenn man so eine Kuh so anschaut, beim Wiederkauen, da müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich, erheben kann. Und daraus jetzt sozusagen in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist. Sondern sie muss eigentlich drauf verzichten. Und wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht, sich ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtswesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da eigentlich erleben kann. Augenblicklich. Es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten. Kein Tier kann das. Sondern sie muss immer wieder neu diese Empfindungen sozusagen in ihr wachgerufen werden. Und so verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte einerseits für ihr Bewusstsein. Sie bewegt sich ja, sie muss ja sozusagen irgendwo ihre Leiblichkeit unterhalten. Sie braucht natürlich einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist als das, was die Kälberfütterung je braucht. Und da bleibt immer noch ein riesen Überschuss übrig. Was macht die jetzt mit diesen Kräften? Die sind eigentlich frei geworden in Bildekräften des Pflanzenwachstums, aber von ihr durchseelt. Von ihr belebt und beseelt. Was macht die damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Und das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat, im Zuge ihrer eigenen Verdauung jetzt enthält. Und das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man ja analysieren. 0,5 %, 0,4 bis 0,5 % Stickstoff und so und so die Phosphorsäure, Kalium. Unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt ist maßgeblich, sondern der qualitative, die qualitative, kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesem Dünger, der die Kuh verlässt. Und durch diesen Dünger... Oder diesem Dünger die Düngekraft verleiht. Er ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. In keiner Literatur finden wir den irgendwo. Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Weil das ist so schwierig, sich klar zu machen: Was ist eigntlich eine Kraft? Ich weiß nicht, ob ich es schon angedeutet habe. Ich kann nicht wissen, was eine Kraft ist. Mit meinem normalen Verstandesdenken. Und es muss auch jeder Physiker einem zugestehen: Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Und weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir es Energie. Aber das ist nur ein anderes Wort. Das besagt gar nichts. Man weiß es nicht. Man weiß effektiv nicht, was es ist. Man versuchte dann immer dahinterzukommen, indem man es wieder stofflich fasst, in Form von Atomen, von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint immer, man könne es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Und am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik, in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum. In diesem Sinne. Der die letzte Einheit allen Daseins wäre. Das gibt es eben nicht. Das weist die Quantenphysik nach. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen. Und ja, im Grunde genommen bereitet aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur... Bereitet die Kuh einen Dünger vor, der, je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie sie pflege, wie ich mit ihr umgehe, einen Dünger zubereitet, der mehr oder weniger wirksam ist. Und Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000-Liter-Kuh odeine mit der Leistung, einer Jahresleistung von 100.000 Litern, dass die überhaupt noch einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht alles in einem Maßverhältnis. Wenn es nur einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt... Also im frühen Jugendalter. So ist ja Schnitt heute aller Schlachtungen. Liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen. Da ist die Kuh verbraucht. Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten und so weiter Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist es vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Also solche Sachen muss man versuchen, mal auch sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Und die Stoffe sind nur sozusagen die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräftezusammenhänge. So. So erhalten wir also, wenn wir unsere Kühe halten, auf unserem Hof, in einem maßvollen Maßverhältnis, maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben, als der Betrieb an Futter hergibt. Sondern genau das Maß, was eben der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht.. Dass man dieses Maß hält. Das muss man mal finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großviee-Einheit pro Hektar, in Form von Rindern. Das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Kann man auf bäuerlichen Familienbetrieben. Gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben, da muss man schon von Glück sagen, wenn man da 0,3, 0,4 Großvieh-Einheiten pro Hektar hat. Und wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine. Und dann meint man auch, man könne die Schweine addieren, zu Großvieh-Einheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Also es geht immer um Maßverhältnisse. Und die muss man eben für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder, sagen wir mal, Begabung, wie ich das schon mal gesagt habe. Und jetzt muss wir da in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die dann da für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und die Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind. Und diese Maßverhältnisse zu finden, ist eine ungeheure Schwierigkeit heutzutage. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismuszusammenhang, für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Nun also dieser Dünger, der jetzt durch das Rind anfällt. Hier in diesem Seelenglied, ich glaube, es ist der, in dem fasst sich gleichsam zusammen, in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe... Wenn ich mal das jetzt ins Bild bringen soll. Fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf. Und wir partizipieren als Menschen davon. Natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und andere Anbaufrüchte. Aber im Großen und Ganzen, was die Massen anbetrifft und überhaupt, was der Betrieb sozusagen produktiv aus sich heraus setzt, an Futterpflanzen aus dem Grünland und aus dem Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Und das Ergebnis dieser Analyse ist dann der Dünger. Und dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen. Was es auch sei. Es ist ein Heilmittel für die Erde. Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe neulich mal wieder die italienische Reise bei Goethe gelesen. Und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt, auf Sizilien damals... Da kommen die auch zu sprechen, auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war ja sehr bewandert in diesen Dingen, hat ja selber einen kleinen Betrieb eine Zeit lang gehabt. Goethe. Weiß man heute gar nicht so genau. Und da schildert dieser Bauer eben, wie sie auf ihn zu sprechen kommen, dass er sagt: &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen.&amp;quot; Hat der Bauer gesagt. &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&amp;quot; Das ist noch was ganz aus dem Volkstümlichen heraus gesprochen. Aber im Volkstümlichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen noch nicht intellektuell die Sachen zerdacht wie in der Wissenschaft heute. Sondern haben auch noch aus einem unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst. Dass man unmittelbar dann erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht, im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffend, Gesundheitsbildung, Gesundheit schaffend. Er gleicht aus. Und so möchte ich jetzt dieses Kapitel hier in Bezug auf den Seelenleib noch kurz abschließen, indem ich eingehe auf die Wirksamkeit, die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes. Sofern man das also dann vielleicht auch experimentell auch genauer sich vor Augen führen kann. Also jetzt ein großes Problem bei der Haustierhaltung ist ja die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Und ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an im Jahr. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Verarmung. Verluste nennt man das heute, Substanzverluste. Und so kommt es gerade in Bezug auf einen Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung versucht, auch einzubeziehen in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Und da gilt ja bei der Erfassung des tierischen Düngers seit alters... Also seit uralten Zeiten das Gesetz: &amp;quot;Halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Das ist sozusagen der Grundsatz aller Mist-Bewahrung: &amp;quot;Halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Und was sagt das? Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir ja heute auch allenthalben üben. Das ist der Tiefstallmist. Wie wir auch ihn hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Und warum ist Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern so sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht. Und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen. Also Sie kennen ja... Im Tiefstall ist es ja so, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten ist, man hat den Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt ja total ab. Da kann man auch Holzschnitzel unten erst mal einstreuen, der saugt dann so ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Und dann Stroh drüber und dann gehen die Kühe drauf und jauchen drauf und setzen ihren Mist ab. Und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest. Und da gibt es dann eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Also schönes, warmes Polster, vor allen Dingen über den Winter. Und dann streut man wieder ein, wenn das also ein bisschen anfängt, matschig zu werden. Streut man wieder ein. Und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist da gewährleistet im Tiefstall, durch die Tiere selbst. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen. Die Tiere machen es. Man braucht natürlich ziemlich viel Raum. Zehn Quadratmeter pro Tier, mindestens, in so einem Tiefstall. Und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu. Also zehn Kilogramm pro Tier und Tag ist da allemal erforderlich. Und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt es vielleicht bei sieben Kilo oder sechs Kilo. Also das hängt dann sehr davon ab, was der Betrieb wirklich an Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht. So baut sich allmählich dann also dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben. Und darunter kühlt es ab. Und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also Abbauen durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess. Also mehr eine Art sehr gedämpft... Oder Vergärung stattfindet. Und bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ist ein anaerober Prozess. Unter Sauerstoffausschluss. Und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Und wenn man dann Fehlgärungen hat, dann fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen. Sondern es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es dann ausbringt, sagen wir mal, im August, zur Hackfrucht, im Rahmen der Fruchtfolge... Man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht. Dass dann die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn... Wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch. Und man könnte fast reinbeißen wie Brot. So ist dieser Zustand. Und das ist also das absolute Optimum, was man meines Erachtens in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann. Wo die Substanzverluste nicht gegen null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich so, sagen wir mal, zur Kompostierung oder anderen Verfahren. Heute wird ja mit dem Kuhmist vielfach einfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlicht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man es einfach irgendwo eine Weile hinwirft und dann irgendwann mal irgendwo, vielleicht auch irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Also die Bewahrung. Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Und für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man natürlich nicht alles... Keinen Mist im Tiefstall aufbewahren, sondern man kann ja die Tiere... Eigentlich nicht wirklich die Kühe im Tiefstall halten, tagaus, tagein. Sondern man muss sie ja dann immer wieder melken, man muss sie ja immer wieder füttern und Kraftfutter zugeben. Also sie müssen irgendwo eine anständige Futterkrippe haben. Und da stehen so rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? Also in den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie heute konfigurieren. Und dann macht man Gülle. Dann machen die die heutige Gülle. Und bei der Massentierhaltung fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus, jahrein. Oder Silofütterung verdauen die nur so halb vorverdautes Futter und dann setzen sie da hinten einen Mist ab, von dem man sehr fragen muss, welche Qualität er überhaupt noch hat. Und dann wird er einfach über die Entmistungsanlagen... Wird der mit der Jauche zusammen dann in Gülle-Behälter verfrachtet. Und da kommt es zu einer anaeroben Gärung. Also da kommt es ja nie dazu, dass da irgendwelche Erhitzungen stattfinden, sondern eine anaerobe, eine kalte Gärung. Und das Zeug wird dann noch, je nachdem. Nach ein paar Monaten wird das ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen auch ganz schön. Bei so Schweinegülle ist das allemal der Fall. Und das ist nur eigentlich eine Bewahrung. Aber es ist keine Pflege. Da verliert der Mist einfach an dieser, die ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotenzial zu bewahren, selbst zu bewahren. Das ist eine rein wässrige Angelegenheit. Und es wirkt dann auch ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, wie wenn es ein Mineraldünger wäre. Also die Frage der Gülle. Da muss ich einfach sagen, im biologisch-dynamischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein. Sondern man sollte eigentlich doch nach Wegen suchen, wie man möglichst Gülle vermeidet. Man hat die Jauche, und Jauche ist immer heute auch durch den Schieber immer ein bisschen Mist zugemengt. Die hat man allemal, als Kopfdünger, auch im Frühjahr, für das Getreide. Wenn das nicht so richtig in die Gänge kommt, Ende April. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen. Und das eine ist eben, wie gesagt, der Tiefstanllmist. Und das andere, da komme ich gleich drauf zu sprechen. Noch ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist also technisch... Oder das eleganteste Verfahren, zu entsorgen. Das Zeug zu entsorgen. Weil es nun mal anfällt, muss man es auch irgendwo hinverfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das ist eigentlich... Das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend auch erforscht ist. Man weiß es aus dem Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben ja keine Einstreumöglichkeiten und so. Das ist alles darauf ausgerichtet auf Verschlauchung. Man kann es auch nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben dann diese großen Spritzen, draussen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden. Alle Poren verschleimen. Und wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter. Dann baut sich da nichts ab. Und dann sind alle Poren dicht. Und wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab. Also erosionsartig kann das sogar die Narben verletzen von so einem Grünlandstandort. Und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe oder was da sich angesammelt haben, in den nächsten Vorfluter. Die ganze Gesetzgebung, die Düngegesetzgebung heute, die uns heute in den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich nichts kompostieren dürfen draußen in der Landschaft... Es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr. Entweder. Oder wir machen eine riesen Betonplatte und tun drauf kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter bei diesen Gesetzgebungen. Weil die immer gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt im hohen Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten. Und da fallen wir hinten runter. Also das erste Verfahren war das im Tiefstall-Verfahren. Das zweite Verfahren, das ganz Vergessenheit geraten ist, nahezu, aber was eigentlich im Grunde auch jetzt nicht ein Tiefstall-, sondern ein hochstallendes Verfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Und das muss neu entdeckt werden. Da bin ich also bombensicher. Wir müssen heute wirklich wieder danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln. Stapelmist heißt ja, dass man einen Frontlader... Also ausmistet im Stall. Und dann nimmt man also so einen Batzen und dann möglich mit der doppeltgreifenden Zange. Also dann hält man ihn fest und setzt dann den Batzen schön draußen, von mir aus, auf eine Betonplatte. Es ist unausweichlich, dass man das irgendwie befestigen muss. Setzt es da ab. Einen Batzen. Und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. Und dann hat man eine ganze Reihe, so breit, wie dann der ganze Stapelmisthaufen sein soll. Und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum einen Batzen davor. Und vielleicht noch einen dritten. Und dann hat sich zwischenzeitlich die erste Reihe so erwärmt, auf 30 Grad etwa. Mehr geht das nicht zunächst. 30 Grad. Dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erst mal in Gang kommen. Und dann nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Und dann die nächste Reihe wieder davor und wieder davor. Und dann kommt wieder die dritte Reihe obendrauf. Und so baut sich jetzt wirklich Lage für Lage... Baut sich jetzt ein Stapelmist über der Erde auf. Wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang... Wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter. Da ist genügend Feuchtigkeit. Und so baut sich dieser Stallmiststapel auf. Da kann man dann so wachsen lassen, bis zu dieser Höhe. Und wenn es dann zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten. Kann man das mal ein bisschen... Oder mit der Frontladergabel da so draufdrücken oder so. Muss man mal beobachten. Und da auf diese Weise kann man glaube ich wiederum, wenn man das sauber macht, eine ebenso gute, nahezu ebenso gute, Stallmistbewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert, als wie man das heute so gemeinhin macht. Stapelmistverfahren. Also ich rege das einfach mal an, dass man sich wieder dem zuwendet. Weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme... Sehe ich einfach, wie mit dem Mist normalerweise umgegangen wird. Das ist ja unmöglich. Riesen Verluste. Und das ist ja unser edelster Dünger. Und das dritte Verfahren ist natürlich die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung vielleicht mit auch anderen Abfällen. Nun muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat. Allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger mumifizierten Fertigdünger. Wo die Würmer, die Kompost-Würmer, ihre Tätigkeit dann schließlich abschließend... Die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet. Ein Vererdungsprozess findet ja noch statt. Also das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:51:48] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze? Und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind. Wie verhalten die sich im Kompostierungsvorgang? Verändert sich da was? In Bezug auf die kosmischen Kräfte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:52:04] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die die beide enthalten. Also das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, abmineralisiert zu werden, durch den mikrobiellen Abbau. Und dass das abgefangen wird, da sorgen einerseits das, was dem Mist selber innewohnt... Durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und es sorgt dafür: die Bodentiere. Die beenden ja den ganzen... Die besorgen ja letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Also gerade die Kompost-Würmer. Und das sind ja auch Tierwesen. Und die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden, bis auf null. Sondern dass sie wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich der schwarzekrümelnde Humus. Also man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, dass... Ja, wirklich bei der Sache ist als Mensch, dass die Natur selber bis zu einem gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Und das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt und die anderen, die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander. So, und jetzt noch ein... Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:39] Bei einem Betrieb, der einfach wenig Stroh zur Verfügung hat. Würden sie da dann eher Stapelmist empfehlen? Oder könnte man auch andere Sachen als Stroh einstreuen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:49] Für was? Was wäre das für ein Betrieb? Also ein Garten oder was? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:55] Ja, zum Beispiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:57] Also im Grünland, da ist natürlich... Also da müssen wir jetzt ja auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Also. Stroharmut, das ist eine richtige Armut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:54:14] Ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:54:15] Das ist gar keine Frage. Und da kann man dann jetzt einerseits versuchen... Das haben Sie ja früher sogar gemacht. Wir haben dann also irgendwo alles Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet. Aber das ist eben doch begrenzt. Die Möglichkeit, wenn man kein Stroh hat oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel auch viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Heckenverschnitt und so. Aber es muss frisch sein. Es darf nicht zu sehr schon abgestorben sein. Und es gibt immer... Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen. Weil bei Mist-Kompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Und der darf nicht mehr stehen. Da muss dann wieder einmal umgesetzt werden, vielleicht noch mal ein zweites Mal, aber nicht mehr. Möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen. Also das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Und da muss man einfach... Also die Lösungen bieten sich an. Die sind also... Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nicht, wenn man also eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und dann macht man halt Gülle. Aber jetzt noch einmal ein Wort schnell zur Wirkung. Sie wollten noch was fragen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:56:08] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind. Was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf mit einzubinden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:56:22] Ich komme dann... Wenn Sie die Frage stellen. Ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Fragen stellen, komme ich nachher noch mal darauf zurück. Wenn es um die Präparate geht. Also jetzt nur noch ein Kurzes zur Wirkung des Stallmistes. Und es ist auch eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge hätte. Sondern ein guter, guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage. Bei armen Böden ganz und gar. Und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich ordentlich frischen... Relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes doch weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus. Sondern insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ fördernd. Und das möchte ich Ihnen mal nur an einem Beispiel mal verdeutlichen. Wenn das jetzt hier unser Boden ist. Und in diesem Boden. sähen Sie jetzt, sagen wir mal, eine Gartenfrucht ein. Safen wir mal, ein Radieschen, dann entwickelt sich dieses Radieschen so, dass sie dann allmählich... Nehmen wir mal eine andere Farbe. Das Radieschen ist ja rot. Dann diesen Fruchtkörper bildet. Dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypocotyl. Das Hypocotyl ist ein kurzer Abschnitt im Epicotyl. Ehe die Pflanze nach oben wächst, in die Höhe, da gibt es über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht... Gibt es einen kürzeren Abschnitt, nennt man Hypocotyl. Und dann kommt das Epicotyl, das ist dann der eigentliche Spross. Und das ist jetzt so eine Aufblähung im Boden, dieses Hypocotyls. Was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Und hier wächst dann... Hier unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht dann also vollkommen, ich möchte mal sagen, vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so eine Radieschen-Wurzel oder eine rote Rübe... Graben Sie mal rote Rübe aus, da können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie da unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzel-Bildung. Und die setzt hier ganz deutlich ab. Dann haben Sie dann hier oben... Da haben Sie... Es entwickeln sich jetzt hier diese Blätter. Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit, sagen wir mal, Stallmist-Kompost, mit wirklich gut ausgereiftem Stallmist-Kompost... Im Gartenbau muss man immer ausgereifte Komposte düngen. Wenn da jetzt dieser Boden mit dem gedüngt werden ist, dann in etwa entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch sei arttypisch Dem Typus gemäß. Dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild, das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Und das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren. Und die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, also die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur aus so ohne Weiteres geschehen würde. Oder selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Und Typus heißt also, das Erscheinungsbild bezieht sich nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur die Pfahlwurzel-Bildung in die Tiefe. Sondern bis in die Struktur der organischen, der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an. Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine, sagen wir mal, Beethoven-Sonate hören, dann ist die komponiert. Da sind die Töne oder Stufen eben der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen, mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst zu einem Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich. Und wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren Sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktaven-Bildung in der Anordnung der Stoffe. Also die Töne sind eigentlich geronnene... Die Stoffe sind geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. Und so ist eigentlich die ganze Materie oder, sagen wir mal, die lebendige Welt, die Natur draußen komponiert, als Schöpfung komponiert. Und jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören. Dass wir nicht da irgendwie die total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist. Sondern dass wir eben im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat, in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. Und das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie jetzt, statt, dass die Stallmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen N-Düngung reinfunken, dann sieht dann unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine runde, ganz runde Formen zu wählen, wie hier. Sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt. Also eine leichte Formveränderungen des Fruchtkörpers. Und die Wurzel, jetzt extrem mal ausgesprochen, die sieht dann so aus. Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen. Das ist so ein... Sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier hier gedüngt wird... Wird das derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung. Und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stallmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoff-Düngung generell, ob wenig oder viel, derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot. Und die Stallmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:11] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:05:16] Dass sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:17] Dass sie verwildern? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:05:21] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier. Das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstriche zu setzen. Also man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanzen zurück. Sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlaufe der Evolution hineingeheimnist hat. Und das muss man wirklich geheimnist sagen. In das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird. Denn die Pflanze würde das ja nie von sich aus machen. Das ist wirklich... Das ist das Züchtungereignis der uralten persischen Kultur vor dem dritten vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihren besonderen Fähigkeiten und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Und das ist veranlagt, das ist da. Und jetzt kann ich das derangieren und kann sagen: Ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft. Das wirklich auch, was da veranlagt ist, in die äußere Erscheinung zu bringen und wird einfach... Also ja, der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zu Wildpflanze hin tendiert. Aber die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangment. Es ist eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren einfach ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden irgendwie Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen, Zerrbilder ihrer selbst. Aber das wollte ich jetzt nur noch mal ergänzend sagen. Dasselbe Phänomen können Sie bei den roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Und es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem. Dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wundrschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge. So sorgt jetzt die Stallmistdüngung... Die sorgt jetzt dafür, dass der ganze Hof sozusagen in den Genuss kommt, flächenhaft, durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger. Und jedes Jahr kommt dann der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Und das kann sich steigern. Weil die Kühe ja immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten. Der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder ins Grünland. Und dann wächst das Gras oder wächst eben... Unsere Kulturpflanzen wachsen ein bisschen anders. Die haben etwas davon, profitieren davon. Und so ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt. Sondern das ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt. So, und das können Sie sehen, kann man jetzt sozusagen ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zur Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins, und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich da also die drei Naturreiche geschildert habe? Und dann den Menschen dazu, als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt? Und durch seine Durchstrahlung dadurch seinen eigenen Organismus aufbaut. Und so müssen wir hier eben noch hinzudenken jetzt, die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet. Ja, da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage: Wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist? Und wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, dass... Wenn man diese Frage mal so rückt, dann merkt man sofort: Das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit. Das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da fällt sofort die Antwort ein: Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Jetzt ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt. Aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Muss man auch so sehen. Ich muss ja etwas kennen. Ich muss ja Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens. Was die Pflanze konstituiert, das Tier. Ich muss ja... Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Aber indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, dann muss ich... Dann wird es sofort zu einer Art Kunst. Denn jeder Standort ist anders, erfordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein Sich-Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden, wieder gegenüberstellen, wieder sich verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen. Solange das noch in einem Dorf sich abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Wenn sie es auch schon im 19. Jahrhundert und so in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts... Diese Weisheit schon ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, weit über ein Jahrtausend hinweg haben Sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja schon... Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau und Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich... Das war schon veranlagt. Jetzt haben wir... Heute sind da nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir einerseits als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können. Und wenn wir das dann umsetzen, dann geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute ja nachgerade riesen Dimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht den Zusammenhang. Und in dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf: &amp;quot;Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren.&amp;quot; Und die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt, immer. Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen. Und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern. Das ist jetzt nicht jetzt meine Aufgabe. Und das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt? Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, objektiviert auch. Dass man nicht nur sich sozusagen subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht. Und ständig versucht, sozusagen ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder einzelne seinen Teilbereich betreut. Was uns fehlt heute, ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem, auch im biologisch-dynamischen Landbau. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen... Wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben. Als Gärtner, der hier tätig ist, oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin? Denn jeder Mensch ist heute ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat. Und der ist bestimmt, also in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert sich, was richtig ist. Es ist noch nicht falsch, aber es ist auch nicht wahr. Verstehen Sie? Also was richtig ist, ist für sich richtig. Aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Und wir müssen danach streben, dass es wahr wird, dass es stimmig wird. Dass man es auch so erlebt innerlich: Ja, das stimmt jetzt. Und das ist jetzt das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun? Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun? Dann merken Sie, es geht immer darum, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einen räumlichen Zusammenhang und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Und dass das Licht sozusagen jetzt ein Ursache- und Wirkungszusammenang nur ist. Wenn ich auf den Acker rausfahre, mit dem Schlepper und pflüge den, dann ist es wirklich so eine... Da spielt sich hinter mir was ab. Und ich sitze vorne und träume. Ich lasse mich berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein. Das ist die hohe Kunst. So, und jetzt ist so eine Menschengemeinschaft heute zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit sozusagen, durch die Schule, durch Universitäten und so hervorbringt. Und jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgendsowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage: Wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten? Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist auch ein Riesenproblem heute in der Landwirtschaft. Die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Dann kann ich es nicht so sagen... Meine Norm über die anderen drüberstülpen. Sondern ich muss sehen: Wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen? Und das ist... Und aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft? Dass man wirklich an einem Strick zieht, obwohl die Initiativen... Jeder natürlich ist der Mensch, der er ist. Und jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Also das sind... Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte, was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss. Dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute also in gewissem Sinne... Also sind wir Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang. Aber wir wissen ganz genau: Wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, das ist ein... Der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen vielfach, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Und man hat keine Muße mehr. Und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite. Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Und um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche, würde ich mal sagen. Weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet. Wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen. Und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes. Also man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß dann mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Und wenn man nur der bleibt, der man ist, dann ist alles... Dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist, sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein wollen. Und dann kann es auch funktionieren innerhalb so einer Gemeinschaft. Nun, daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit zu arbeiten. Und die Arbeit ist das große Rätsel heute auch, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können. Wenn ich das mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Weil natürlich, Sie kommen auf den Hof: Das muss gemacht werden, das, jenes muss gemacht werden. Und dann macht man es irgendwie. Und dann sind da die Maschinen. Und da hat man immer gleich den Gedanken: Wie könnte man das auch, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen? Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man mit der Arbeit selber sich nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine. Nun, braucht sie natürlich. Man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, worein man, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das auch nicht mehr beurteilen, wirklich, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Und die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke, an deren Ende. Wann bin ich endlich fertig mit dem Ding? Und dann wird es ja heute auch quasi mit der Uhr gestoppt. Und wie lange was dauert und so. Und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Nicht? Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. Und so kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt. Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert: Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten und der Betrieb eben ist, eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Und, na ja, also dazu muss man sich entschließen, als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft... Ich sehe das nirgends, dass es sich irgendwie in dem Sinne verwirklicht. Vielleicht noch da oder dort. Es gibt wenige Beispiele. Dass man jetzt die ganze Kompostierung von Hand macht. Also dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht. Deswegen haben wir diese olle Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung... Ich meine jetzt, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft... Da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert... Also eine Gemeinschaft. Könnte man zu einem Schulungs- und Übungs-Element für Arbeit machen. Dass man die Gabeln in die Hand nimmt. Die Leute können heute nicht mehr gabeln. Die Schaufel in die Hand nehmen. Die Leute können heute vielfach ja nicht mehr schaufeln. Die machen dann einfach so die Schaufel, statt so. Das sind so ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Und dass man das verknüpft jetzt mit der Beobachtung alles dessen, was kommt, was Material ausmacht, dass ich da jetzt Aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem... Und dann entsteht ein Kunstwerk. Der Haufen, den ich wunderschön abdecke, ihm eine Haut gebe und alles das. Also die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal, förmlich, dass da die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Und ähnlich und nur ganz unmittelbar gilt das für die ganze Präparation, also die ganze Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert, förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird, bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man hier auch ein höheres... Eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt. Im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate. Wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z. Und dann wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwohin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt, irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache heraus kann ich nicht mehr urteilen. Also das... Ich muss zu Ende kommen, schleunigst. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes, auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung, in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisation, im Hinblick auf die Humusentwickelung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes. Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder... Dass ich die hofindividuell zusammenbinde. Dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze komponieren, in diesem Sinne. Aber dann durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Und das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft. Und wenn ich dann durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja eine Schöpfung ist, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes... Da komme ich morgen noch mal kurz darauf zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, dann sind es gewissermaßen... Ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen. Und das ist dann die Grundlage für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Qualität. Und das ist Ausgangspunkt für die Ideen hier. Und die fließen ein in die Arbeit. Die Arbeit, die wir leisten, die muss durchfreut werden wieder. Wir müssen die Arbeit durch Freuen, nicht abstrakt, erledigen. Sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Und dann fängt an, die Landwirtschaft nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist. Sondern im Gegenteil. Dass sie einen ständig... Das, was man tut, einen auch befeuert. Und man befeuert eben ein eigenes Tun mit seinen eigenen Ideen. Das ist eine... Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Und dann können wir hoffen, dass irgendwo doch wieder die Landwirtschaft wiederum aufs Neue aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten. &lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
Wir haben ja gestern unseren Blick auf einen Sachverhalt oder einen Zusammenhang gerichtet, der nun scheinbar weitab von der Landwirtschaft liegt. Und dabei ist er eigentlich gerade der Hintergrund, von dem aus erst ein tieferes Verständnis für den biologisch-dynamischen Landbau möglich ist. Und das ist eben... Erscheint zunächst sehr fremd. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird es, dass man den biologisch-dynamischen Landbau überhaupt nicht verstehen kann oft, als eben auf diesem Bild Hintergrund, den ich versucht habe, gestern hier anzudeuten. Dem Gesichtspunkt folgend, dass der Mensch zur Grundlage gemacht wird, wenn es darum geht, ein Bild innerlich zu entwickeln, wie man einen Betrieb, landwirtschaftlichen Betrieb gestalten müsste. Wenn er wirklich alle Bedingungen erfüllen soll, die dem Tier gerecht werden, der Pflanze gerecht werden, dem Boden gerecht werden. Beziehungsweise dem gesamten Weltenzusammenhang gerecht werden. Denn gerade in der Landwirtschaft greift ja nun der Mensch wirklich in eine Wirklichkeit ein, die er nicht geschaffen hat. Er hat nicht die Bäume geschaffen. Er hat nicht die Pflanzen geschaffen. Ja, er hat die Kulturpflanzen gezüchtet. Und alles das, gewiss. Und die Haustiere. Aber letztlich ist das eine Naturgegebenheit. Und in die greifen wir ein. Und da sagt heute der Ökologe, also der moderne Wissenschaftler, der sagt: &amp;quot;Ja, eigentlich greifen wir ein und machen tendenziell alles kaputt, was die Natur so schön geschaffen hat.&amp;quot; Also wir sind eigentlich verurteilt dazu, als Menschen, indem wir als Menschen hier auf Erden leben, letztlich alles zu zerstören. Nicht ganz unrecht, wenn man so auf die Verhältnisse schaut. Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder ist das auch das andere möglich? Dass wir nicht nur das Gegebene zerstören, sondern dass wir das im Gegenteil weiterentwickeln, aufbauen. Das ist ja die Grundfrage, die moralische Grundfrage, vor der eigentlich die Menschheit heute steht. Und da hat der biologisch-dynamische Lanbau eben diesen Ansatz, dass er vom Menschen ausgeht. Weil der Mensch eigentlich das halt repräsentiert innerhalb des gesamten Weltganzen heute auf Erden, dass er nicht nur die Natur in sich trägt, sondern auch das in sich trägt, was ihn befähigt... Noch nicht, dass er die Fähigkeiten schon hätte, aber was ihn zumindest befähigt, gerade den Gesichtspunkt zu entwickeln, wie man diesen Naturzusammenhang nicht nur erhält, nicht nur also quasi bewahrt, was geschaffen ist, die Schöpfung. Sondern dass man sich weiterentwickelt, so wie wir uns als Menschen auch dann richtig, richtig verstehen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Wenn wir stehen bleiben, da, wo wir sind, jeden Morgen ein Bierchen und dann zu Mittag noch die dicke Bratwurst und so und dann irgendwo unser Leben auf diese Art pflegen, dann halten wir höchstens einen Zustand, aber da kommen wir nicht weiter auf diesem Felde. Der Mensch ist dazu geboren, sich selber weiterzubringen. Das ist eigentlich seine Aufgabe, weit mehr zu werden, als er ist. Und das aus sich heraus. Nicht, dass ich ihm das sage, sondern das muss man sozusagen selber empfinden. Das muss man selber quasi als den Kern seines eigenen Wesens erfassen. Dass man wirklich in der Lage ist, Schritte zu tun, in seiner eigenen Entwicklung. Nun möchte ich jetzt auf diesem Hintergrund, den wir gestern betrachtet haben, mal auf unseren landwirtschaftlichen Betrieb schauen. Und sehen: Was können können wir da aus diesen Einsichten von gestern... Können wir das in irgendeiner Weise hineinschauen, hineingestalten, hineinbilden in den Naturzusammenhang? Es gibt ja den berühmten Dichter, Zeitgenossen Goethes, jüngeren Zeitgenossen, Novalis, Friedrich von Hardenberg, der heute nahezu unbekannt ist. Obwohl eigentlich im Grunde genommen also als das Nonplusultra erfasst ist, neben Goethe und Schiller. Dass er mal in seinen Fragmenten den Ausspruch getan hat: &amp;quot;Die Menschheit ist auf eine Mission! Zur Bildung der Erde sind wir berufen.&amp;quot; Die Menschheit ist auf einer Mission zur Bildung der Erde. Nicht nur zur Bildung des Menschen, sondern auch zur Bildung der Erde sind wir berufen. Das steht in den berühmten Fragmenten von Novalis. Das sind lauter Ideenentwürfe. Der ist, ich glaube, mit 29 Jahren schon gestorben. Also er hat in den jungen Jahren ein Werk vor die Menschheit hingestellt. Das ist geradezu überwältigend. Und in diesen Fragmenten sind eigentlich immer kurze Sätze, wo eigentlich eine Idee nach der andern gleichsam vor die vor einen hingestellt wird. Wo man sagt: &amp;quot;Ja, so ist es. Darauf müsste man eigentlich hinarbeiten.&amp;quot; Nun also, wir haben gestern den Menschen sehr aphoristisch und sehr grob und klotzig, möchte ich mal sagen, zunächst geschildert, in eine Drei- und Viergliederung. Und wenn wir jetzt uns vorstellen, wir hätten hier jetzt so einen landwirtschaftlichen Betrieb. Voll arrondiert. Und da stehen wir davor. Was machen wir jetzt mit dem Ding? Und vor dieser Situation steht man heute tatsächlich. Also Sie lernen jetzt alle, plus, minus, nehme ich an, auf biologisch-dynamischen Betrieben. Da ist was schon da. Aber es gibt heute Beispiele genug, zum Beispiel in der ehemaligen DDR, eigentlich bis zum heutigen Tag. War ja plötzlich blanko beziehungsweise eine Wüstenei hinterlassen, vom Sozialismus. Das Land war enteignet und jetzt musste man irgendwie sehen: Wie kriegt man das wieder einigermaßen in Kultur? Und es ist da oder dort gelungen. Aber heute sind im Grunde riesige Flächen ja schön so im konventionellen Landbau extrem in Monokulturen, dass man eigentlich sagt, das ist ja fast der mittlere Westen Amerikas. Und wenn man dann nach dem Osten geht, nach Polen, wo ich ein Projekt betreue noch, und auch vielleicht nach Tschechien oder wohin sie wollen, in den immer ehemaligen kommunistischen Ländern... In Russland ist es eine reine Katastrophe in dieser Hinsicht. Da stehen Sie plötzlich vor einem Riesenland, devastiert, Halbwüste. Da wachsen die Bäumchen, die Bäume auf den Äckern. Also wo man davor steht, ein solches Land regelrecht urbar zu machen, neu urbar zu machen. Die Gebäude verrottet, die Maschinen, wenn sie überhaupt noch existieren, dann verrostet. Einfach ungeeignet. Vor dieser Situation stand man noch im Jahr 2000. Ich zum Beispiel in Polen vor einem Betrieb heute von 1900 Hektar auf Sandboden. Reine Wüstenei. Und da fragt man sich: &amp;quot;Ja, was mache ich jetzt mit dem Ding?&amp;quot; Welches Bild habe ich? Es hängt jetzt von mir ab. Absolut. Das sagt mir kein Mensch. Die Natur sagt mir das nicht. Sondern ich muss sozusagen in mir selber ein Bild hervorzaubern, mit dem ich jetzt an diese vorhandene Wüstenei herantrete und sage: &amp;quot;Dieses Bild möchte ich hier verwirklichen.&amp;quot; Und da fragt man sich: Welches Bild habe ich nun wirklich? Und dann greift man vielleicht auf irgendwelche Konventionen zurück, irgendwelche Erfahrungen anderer. Und dann gibt es ein paar ökologische Fingerzeige. Man knüpft an Traditionen an, wie sie eben früher mal waren, vielleicht, bestenfalls. Oder aber man knallt da einen konventionellen Betrieb drauf, mit einer Biogasanlage, mit EU-Förderung. Und dann wird auf Teufel komm raus Monokultur betrieben. Das sind so die Antworten, die man dann haben kann. Aber letztlich steht man doch als Mensch vor so einem Stück und fragt sich ja: Es hängt jetzt ausschließlich von mir selbst ab, welches Bild ich jetzt verwirklichen möchte auf diesem Stück Land. Und ja, zunächst ist es so, kann man sich mal vorstellen, das ist einfach eine leere Fläche. Und ich habe jetzt die Aufgabe oder habe jetzt innerlich den Impuls, da biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen. Ja, da kann man schön den Impuls zu haben, aber der Impuls muss einen Inhalt haben, der muss lebenswirklich sein. Und wenn man jetzt versucht, mal einen solchen Lebenszusammenhang oder eben ein solches Stück Land jetzt sich vor Augen zu führen und dann mal zu schauen: Ja, was ist denn eigentlich da? Was ist wirklich von Natur aus da? Dann wird man zunächst mal sagen: Ganz gewiss ist da etwas, was naturgegeben vorhanden ist. Und das ist allemal der Boden. Das ist allemal das, was die mineralisch-physische Grundlage überhaupt jeden Hofes ausmacht. Also, man könnte sagen, das, was ich gestern gekennzeichnet habe als den physischen Leib, das findet man vor. Ja, und der ist zerstört, ein bisschen halt zerstörbar. Im Grunde genommen kann man so allzu viel doch nicht kaputtmachen. Die biologische Grundlage ist ein Fixum. Das Gestein aus dem Untergrund, was dann verwittert zum Boden und dann die verschiedenen Böden, Bodentypen hervorbringt. Also das ist alles zunächst mal gegeben. Und was da gegeben ist, das sind... Oder was den physischen Leib komponiert, des landwirtschaftlichen Hofes... Und ich sage bewusst... Nehme bewusst das Wort komponiert. Denn es geht um eine Komposition, vor der ich hier jetzt stehe. Dann ist das Material, mit dem dieser Hof sozusagen zunächst einmal komponiert ist... Wo ich nicht allzu viel dran verändern kann, sind die sogenannten vier Elemente. Die vier Elemente, die heute nicht mehr im wissenschaftlichen Gebrauch sind, aber seit griechischen Zeiten... Seit Empedokles, dem großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler, sind die sozusagen im Gebrauch gewesen, bis in die jüngste Vergangenheit. Und das ist einmal, dass das Physische konstituiert wird mit dem, was das Feste ist, also die Erde. Und dem, was das Element des Wassers ist, also alles, was flüssig ist. Also nicht nur das Wasser, sondern jede Art von Flüssigkeit. Ob das das Blut ist oder ob es die Lymphe ist oder ob das ein Saft ist, ein Apfelsaft oder sonst was. Alles, was flüssig ist, hat man eben mit dem Element des Wassers bezeichnet. Und dann das Element der Luft und das Element der Wärme. das sind die Elemente, die im Grunde genommen, möchte man sagen, das Physische, den physischen Leib komponieren. Das ist das Material, durch das hindurch alle Wirkungen des Kosmos... Alles, was nur irgend sonst wirkt in der Welt, wirkt auch zugleich durch diese vier Elemente hindurch. Nun, das Feste der Erde, das ist die geologische Grundlage zunächst einmal. Die muss man kennen. Und wenn Sie heute Ihre Betriebe bewirtschaften, müssen Sie schleunigst mal sehen, dass ist eine biologische Karte 1:25.000... Dass Sie sich die anschauen. Wenn der Chef die nicht hat auf dem Hof, dann muss er dafür sorgen, dass dafür möglichst bald versorgt wird. Und auf dieser geologischen Karte können Sie dann genau feststellen, aus welchen Gesteinen jetzt Ihre Böden da auf Ihrem Hof entstanden sind. Ob das nun eine Sedimentation ist, junge Sedimentation, zum Beispiel wie der Löss, oder ob das eine Wasser-Sedimentation ist, ein Schwemmland, oder ob es tatsächlich kristalline Gesteine sind, die im Untergrund anstehen und die durch Verwitterung dann ihren Boden haben entstehen lassen. Das ist notwendig auf jedem Hof, diese Grundlage, die physische Grundlage zu kennen. Und ich möchte jetzt schon sagen, die allergrößten Fehler, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft generell gemacht werden, das ist, dass die Kenntnisse auf diesem Feld zu gering sind. Man kennt seine Böden nicht, weil man deren Ursprung nicht kennt, woraus sie sich überhaupt entwickelt haben. Sie haben auch eine Entwicklung von über 10.000 Jahren hinter sich. Seit den letzten Eiszeiten. Allmählich haben sich diese Böden zu diesen Standorten, zu diesem Bodentypen entwickelt. Also man muss da Kenntnisse haben auf diesem Felde. Und auch, was wirklich im Untergrund ansteht an Gesteinen. Das gehört einfach für jeden... Jeder Landwirt müsste darüber Kenntnisse haben. Nun, aus dem Festen heraus entwickeln sich also unsere Böden durch Verwitterung. Es ist jetzt nicht meine Aufgabe, hier über die Verwitterung mich weiter auszubreiten. Das ist ein weites Gebiet, wie unsere Böden entstanden sind. Durch schüttweise Verwitterung des Untergrundes. Und meistens dann ein Bodenprofil entstanden ist, von vielleicht 1 Meter 20 Tiefe bis zu 2 Meter Tiefe, je nachdem, welche Art von Gestein da verwittert ist. So muss man auch den Wasserhaushalt, seines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Solche Dinge werden heute gar nicht mehr so furchtbar ernstgenommen, weil man so eine abstrakte Wirtschaft heute im konventionellen Landbau betreibt. Dass, wenn zu viel Wasser ist, dann drainiert man es halt weg. Und wenn zu wenig Wasser ist, dann beregnet man halt oder irgendwie solche Maßnahmen technologischer Art. Aber man muss wissen: Wie ist das jetzt mit den Quellhorizonten auf meinem Hof? Wo sind Feuchtbiotope? Wo bildet sich langsam aus Rinnsalen ein Bachlauf? Und schließlich: Wo mündet das hin? In einen Fluss? Oder man grenzt an einen See oder man baut sich einen Teich auf dem Hof. Das sind alles so Dinge, wo man eben... Ebenso, wie man aufmerksam wird auf das Feste, man aufmerksam werden muss, auf den Wasserhaushalt seiner Landwirtschaft. Und das erste, was man fragt, wenn man auf einen anderen Betrieb kommt: Was habt ihr hier für Niederschläge? Und wie sind die verteilt übers Jahr? Wenn Sie dieses wissen, ungefähr die physische Grundlage und die Niederschläge, dann wissen Sie schon ungefähr etwas, wie begabt Ihr Hof ist. Eine Landwirtschaft hat eine Begabung, so wie der Mensch eine Begabung hat. Der eine ist mehr musikalisch, der andere mehr... Sagen wir mal, geht gern lieber mit Literatur oder mit Kunst und sonstwas um. Jeder Mensch hat eine ganz spezifische Begabung, die ihn kennzeichnet. Und so hat auch jeder Hof eine spezifische Begabung, die wesentlich bestimmt wird, hier, durch die physische Organisation. Durch das Zusammenspiel von dem Festen, Flüssigen, Luftförmigen und Wärmehaften einer Landschaft. Also auch da muss man sich Kenntnisse entwickeln. Dann eben in Bezug auf die Luft. Ja, die Luft ist natürlich so, dass es das Beweglichste überhaupt ist unter den Elementen, mit der Wärme. Und die streicht natürlich über die Lande. Die ist ja nicht nur lokal gebunden, die Luftströmungen, die Winde und Stürme und Gewitter und Wasser kommt nur von oben. Und dennoch muss man sagen: Einmal muss man doch eine Kenntnis haben vom Großklima. In welchem Großklima befinde ich mich? Befinde ich mich in einer Trockenenzone, in einem... Sagen wir mal, in einem Regen-Schatten-Gebiet, wie wir hier... Auch, zum Beispiel auf dem Hof. Wir liegen im Regen-Schatten-Gebiet des Taunus. Und so muss man schon ein bisschen großräumig denken, wie sich jetzt die klimatischen Verhältnisse gerade in einer solchen Landschaft ausgestalten. Und wo sind dann Sommer-Kälte-Zonen oder Kälteeinbrüche, Spätfröste im Laufe des Jahres? Das hängt ja sehr stark mit dem Klima dann insgesamt zusammen. Und davon hängen auch unsere Kulturen ab, die ich dann anbaue. Und so ist es mit der Wärme. Die Wärme ist natürlich etwas ganz Besonderes, weil man die Wärme gar nicht fassen kann. Man kann ja natürlich fühlen, wenn irgendetwas warm ist, gewiss. Aber als Begriff Element wird sie heute über Bord geschmissen. In der Physik gibt es heute den Begriff der Wärme als Wärme nicht mehr. Schon seit Francis Bacon... Also Lord Bacon, der Baco von Viola, hieß er auch, der Begründer der Experimentalphysik, der hat die Wärme abgeschafft. Hat aber gesagt: &amp;quot;Die gibt es gar nicht. Das ist nur ein Bewegungszustand der Materie. Ein Bewegungszustand der Materie, das ist die Wärme. So wird sie heute definiert. Und ist also nur ein Zustand, dass das Wasser warm wird. Dann bewegen sich die Moleküle des Wassers entsprechend stärker. Und so ist es mit der Luft. Sauerstoff und Stickstoff in der Luft fangen an so stärker sich zu bewegen, durch Wärmeeinfluss. Und so ist es auch, wenn ich, sage ich mal, ein Gestein verschmelze. Da führe ich Energie zu und dann bewegen sich entsprechend die Moleküle. Die kommen plötzlich in Fluss. Das ist die Vorstellungsweise der materialistischen Auffassung heute. Die Wärme existiert gar nicht mehr. Dabei ist sie natürlich für uns. Wir erleben ja die Wärme unmitelbar. Das ist eine Tatsache. Wir leben in der Wärme. Das Ich des Menschen. Sein Geist, das Geistwesen lebt in der Wärme von 37 Grad Celsius oder 36,6 Grad Celsius. Das ist unsere Wärme. Und die halten wir auch. Und wenn wir die nicht halten, dann werden wir krank, sowohl wenn sie zu tief runter geht, als auch, wenn sie zum Fieber aufsteigt. Da merken wir: Das können wir so nicht ertragen. Also das Wärmeelement ist das geheimnisvollste unter allem. Und die Wärme durchdringt die Luft. Die Wärme durchdringt das Wasser, durchdringt das Feste der Erde. Und jetzt muss ich auch bei meinem landwirtschaftlichen Betrieb fragen: Wie sind die Verhältnisse hier? Also wie ist der Jahreslauf vom Frühjahr über den Sommer? Habe ich da ausgesprochene Hitzeperioden? Also bestimmt mich einfach die Wärme, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um das ein bisschen auszugleichen? An der physischen Organisation und dem physischen Leib unseres Hofes können wir verhältnismäßig wenig verändern. Natürlich, wir verändern heute nicht wenig durch die modernen Technologien. Also sagen wir eben, da ist ein Wasserüberschuss und der ist normalerweise immer Grünland. Deswegen heißt das Grünland. Grünland kann sich ja nur entwickeln bei hohen Grundwasserständen oder eben, wenn genügend Wasser einfach zur Verfügung steht. Also zum Beispiel durch entsprechende Niederschläge. Also der hohe Wasserverbrauch des Grünlandes ist dadurch gestillt oder ist dadurch befriedigt, dass da eben genügend Wasservorräte vorhanden sind. Deswegen finden wir Grünland klassisch immer in Vorfluter-Nähe, immer um die Seen herum, um die Flüsse herum, die Flüsse begleitend. Da kommt das Grundwasser relativ oberflächennah herangeströmt und mündet dann ein, in den Vorfluter. Und wenn man nun meint, das Grünland bringt sowieso nichts, also bringe ich es um, drainiere das ganze Zeug, senke den Grundwasserspiegel ab und baue Mais an. Und das ist so das üblichen Verfahren gewesen in den 70er Jahren, 80er Jahren, heute ist es verboten. Die dürfen kein Grünland mehr umbrechen. Also wenn es da ist, darf man es nicht mehr umbrechen. Also das ist schon auch... Da hat der Gesetzgeber mal eine ganz gute Tat vollbracht, den Grünland-Umbruch zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es natürlich alles Murks. Alle Gesetzgebung in der Landwirtschaft ist letzten Endes Murks, weil die immer ausgerichtet ist auf Fehlleistungen einer zu stark ökonomisierten Landwirtschaft. Zu stark einseitig ausgerichtet. Da entstehen dann die großen Probleme und dann macht man ein Gesetz. Und das gilt dann für alle. Und da leiden dann zum Beispiel die biologisch-dynamischen Betriebe darunter gewaltig. Denn der Landwirt muss entscheiden, wo er was macht. Und hier ist er ständig eingeschnürt. Deswegen hat man den Eindruck, als moderner Landwirt den Eindruck, dass da jetzt mal so Schnüre hier unten so darum herumgebunden werden. Und die Schnüre werden immer dichter hier um den Brustkorb und zuletzt um den Hals. Und dann kann man sie zuletzt noch aufhängen. Es ist unglaublich, was wir eine Überregulierung heute in der Landwirtschaft haben. Aufgrund dieser Tatsache. Man ist nicht mehr so ein freier Mensch in seinen Entscheidungen. Also man kann bewässern, man kann entwässern, das kann man. Wird ja heute in größerem Stil gemacht. Ich möchte sagen, die in Anführungsstrichen leistungsfähigste Landwirtschaft heute in der Welt ist die in Halbwüstenzonen, in wässerbaren Halbwüstenzonen. Da ist die eigentliche Produktion heute in der Welt. Da scheint das ganze Jahr die Sonne und das Wasser wird irgendwo hergeholt. 79 % der gesamten Süßwasser-Vorräte beansprucht die Landwirtschaft heute weltweit für sich selbst. Das ist irre. Also man kann bewässern, entwässern, man kann terrassieren. Das ist eine klassische Methode, auch in der Landwirtschaft immer gewesen, zu terrassieren. Der Weinbau existierte nur auf der Basis der Terrassierung. Heute sind die Weinreben alle in Linien, in der Fall-Linie des Hanges angelegt und nicht mehr quer dazu. Früher war das alles horizontal. Weinberg-Mauern. Die haben die Wärme zurück gestrahlt und haben dadurch für eine bessere Qualität noch gesorgt im Weinanbau. Auch der Obstbau war terrassiert. Und so ist der ganze mediterrane Raum ursprünglich eine Terrassenwirtschaft gewesen. Und auch hier in Mitteleuropa spielte die Terrassenwirtschaft eine ganz große Rolle. Aber das erfordert, dass man Mauern baut. Und das waren alles Felssteinmauern. Das war eine Kunst, eine hohe Kunst. Die habe ich noch gelernt in meiner Jugend, wie man Weinberg-Mauern baut. Aber die musste 50 Jahre halten, so hat man normalerweise gesagt. Dann musste man sie also wieder erneuern und terrassieren. Aber sonst: Sie können keine Hügel, keine Berge versetzen. Also Sie finden eine bestimmte Geomorphologie, eine bestimmte Landschaftsgestalt vor. Und mit der müssen Sie sich jetzt zurechtfinden. Ebenso finden Sie ganz bestimmte Böden vor. Wenn Sie jetzt auf einem Sandboden hocken, dann hocken Sie... Sind Sie das ganze Jahr, Ihr ganzes Leben lang mit dem Sandboden verheiratet, ne? Und wenn Sie auf einem Tonboden hocken, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Schwerer Boden, sehr kalt, mühsam in die Gänge zu setzen. Und so weiter. Da sind Sie mit dem verheiratet, oder? Oder Sie haben einen milden Lehm. Schwarze Erde möglicherweise. Ja, da kann man drauf spielen wie auf einem Klavier. Variationen. Also man ist zunächst einmal doch sehr weitgehend gebunden von dieser Naturbegabung des Hofes. Und jetzt gibt es eben ein zweites Glied, abgelesen jetzt vom Menschen. Und das ist seine Lebensorganisation oder Lebensleib. Und das ist natürlich eine große Frage: Was ist eigentlich... Kann man überhaupt von einem Lebensleib eines Hofes sprechen? Und wo finde ich den? Wo treffe ich den an? Ist es die Pflanzendecke? Gewiss, irgendwo ja. Und doch nicht. Denn die Pflanzendecke ist ja nur die Offenbarung von etwas. Ja, die Pflanzendecke. Ich sehe ja nur die Oberfläche. Ich sehe nur die wachsende Pflanze. Noch nicht mal die wachsende Pflanze, sondern wie die Pflanze sich in der Zeit verwandelt. Dann entwickle ich den Begriff der Entwicklung oder des Wachstums. Ja, also ich sehe das... Was da wächst, sehe ich ja gar nicht. Vor allem gucke ich zur Sonne hoch und sage: &amp;quot;Ja, also offensichtlich wächst da nur was, wenn die Sonne scheint.&amp;quot; Und je intensiver die Sonne scheint und genügend Feuchtigkeit und so weiter da ist, dann wächst es und wächst es und wächst es. Und wenn das alles nicht der Fall ist, dann wächst es eben nicht. Also irgendwo ist da ein Übersinnliches, ein nicht in die sinnliche Erscheinung Tretendes, was dieses Wachstum hervorbringt. Und das nennt man dann den Lebensleib, Gebilde, Kräfte. Und die sind eben nicht nur irdischer Art, sondern die sind kosmischen Ursprungs. Also da merkt man plötzlich, da ist eine ganz andere Wirklichkeit als die hier. Wenn man jetzt hier nur auf das Physische schaut. Und jetzt ist es aber doch so, dass Sie als Landwirt, als Gärtner am allermeisten gefordert sind, jetzt diesen Lebensleib doch zu gestalten. Sie müssen ein Übersinnliches gestalten, können das aber gar nicht, weil das für Sie zunächst keine Wahrnehmungssphäre ist. Aber Sie können gestalten an dem, was der Lebensleib schafft. Und das ist die einzelne Kultur, die Sie anbauen. Die Bäume, die da auf ihrem Gelände stehen, das Grünland, die Gräser, die Kräuter, die da wachsen. Das ist eine ungeheure Fülle verschiedener Erscheinungsformen dieses Verborgenen, ätherisch Lebendigen, also ein Kräftekonglomerat, was da wirkt. Und jetzt, wenn dann eine ganz bestimmte Pflanzengestalt sich und dann schließlich äußert, also wird der Landwirt in dem Augenblick Künstler. Wirklicher Künstler, wenn es darum geht, den Lebensleib eines landwirtschaftlichen Betriebes zu gestalten. Und nun ist dieses Künstlertum was ganz Eigenartiges, denn Sie müssen ja erst mal alles kaputt machen. Also ich meine jetzt, extrem gesprochen. Sie müssen erst etwas, was naturhaft ist, seiner Naturhaftigkeit entkleiden. Denn eigentlich hat dieser Standort, wo sie Ihren Hof darin haben... Der hat ja früher mal ganz anders ausgesehen. Im Mittelalter waren das alles Sumpflandschaften, überwiegend, in Deutschland. Die Flüsse waren ja reguliert und das Wasser stand in den Landschaften. Es war kaum Gefälle. Norddeutschland war ganz und gar davon geprägt. Aber auch hier viele, viele Gegenden. Die keltischen Namen der Dörfer und Städte hier im Umkreis, die gehen alle auf keltische Ausdrücke zurück, die Sümpfe beschreiben oder auf Sümpfe sich beziehen, auf Sumpfgebiete. Also das ist ja, ich möchte sagen, das, was man dem Menschen heute vorwirft von ökologischer Seite, dass er, wenn er eingreift in die Natur, da muss er erst mal alles irgendwie verändern. Er muss Bäume fällen, wenn da ein Wald steht. Ich muss ja eine Lichtung schlagen. Das haben sie im frühen Mittelalter gemacht. Alle Dörfer sind aus Waldgebieten heraus mehr oder weniger gewachsen. Wenn man mal von den (Schwarz-Gebieten?), den Löss-Gebieten Deutschlands absieht, ist das so. Da hat man eben die Bäume, da hat man den Wald gefällt und hat jetzt eine solche Lichtung geschlagen, hier so ein Riesending. Und jetzt hat man angefangen zu kultivieren. Und die Art, wie man dann angefangen hat zu kultivieren, ist wiederum ein Menschheitserbe aus vorchristlichen Hochkulturen. Denn was sie gemacht haben, nämlich, ich sage mal, im achten, neunten Jahrhundert oder siebten Jahrhundert, wo das entstanden ist... Dieses Prinzip, was ich hier schildere. Was Sie gemacht haben, ist nur das Ganze zusammengefasst, das ganze Erbe der vorchristlichen Hochkulturen. Denn keine Kulturpflanze, kaum eine, könnte man sagen, unter den heimischen Kulturpflanzen, ist nach dem dritten vorchristlichen Jahrtausend entstanden. Alle davor. Zwischen dem fünften und dritten vorchristliche Jahrtausend sind unsere Kulturpflanzen entstanden. Und unsere Haustiere sind entstanden seit dem achten vorchristlichen Jahrtausend. Das sind keine Schöpfungen von uns, da waren wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu. Und wenn wir heute meinen, wir könnten züchten in der Landwirtschaft, dann ist das ein sehr flacher Begriff. Denn Züchtung heißt ja heute, ich möchte sagen, das Gegebene, was da ist, an Kulturpflanzen zu manipulieren oder in irgendeiner Weise zu verwandeln, Variation herzustellen, eine neue Sorte zu schaffen. Aber eine prinzipiell neue Kulturpflanze, das kriegen wir heute nicht hin. Da sind wir völlig außerstande. Das muss man sich mal klarmachen Wir arbeiten mit dem Kapital der Vergangenheit und variieren es im Wesentlichen. Auch in der Haustier Züchtung ist das nicht anders. Also wir müssen also jetzt das Naturbiotop, was wir hier ursprünglich vorfinden, in ein Kulturbiotop verwandeln. Also die Einseitigkeit, die wir hergestellt haben, dass wir alles hier beseitigt haben, müssen wir jetzt kompensieren, aber auf höherer Stufe gewissermaßen. Und dazu ist eben erforderlich, dass wir, weil wir ja da jetzt sogar noch den Boden bearbeiten, dass wir da Saaten vornehmen... Wintersaaten, Frühjahrssaaten. Dass wir da also Ackerbau betreiben. Also ich schreibe mal hin: Ackerbau. Und innerhalb des Ackerbaus und Gartenbaus müssen wir jetzt die Einseitigkeit ausgleichen, kompensieren, durch eine Fruchtfolge. Die hohe Kunst der Fruchtfolge. Dass wir jetzt die Fruchtfolge so aufbauen, nicht nach Verkaufsfrüchten, die nach dem auslaufenden Markt gehen. Das möchten wir natürlich gerne. Weil die bringen ja Geld. Sondern die Vorsorge gestalten nach der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Nach dieser Maxime. Also insbesondere, um den Humusgehalt der Böden auf einem bestimmten Niveau zu halten oder gar zu steigern. Also ich muss jetzt hier versuchen, in der Gestaltung des Lebensleibes meine Kulturen so zu ordnen, in einer Fruchtfolge, dass der Boden, die Bodenfruchtbarkeit nicht abgebaut wird, sondern sich immer weiterentwickelt, mit meinen eigenen Maßnahmen weiterentwickelt. Ich kann da jetzt nicht in Details gehen. Und dann geht es darum, und das ist auch entscheidend, dass wir den Gartenbau, der ja sein eigenes Schicksal hat, seit dem 19. Jahrhundert, wo er ausgegliedert worden ist aus der Landwirtschaft, heute wieder heimgeholt wird. Eigentlich gehört der Gartenbau als Glied, als Organ, in einen solchen landwirtschaftlichen Organismus. Der muss heimgeholt werden, so möchte ich mal sagen. Der ist heute dezentralisiert und intensiv betrieben. Wo dann in Monokultur oder gar und unter Glas... Oder noch gesteigert, in Gebäuden. Oder wo vom obersten Stockwerk die Aussaat erfolgt und unten kommt der fertige Salat raus. Das sind dann wirklich Entwicklungen, die man heute anstrebt. Aber wenn man wirklich ordnungsgemäß vorgehen will, wenn man wirklich der Natur gemäß, im höheren Sinne gemäß handeln will, muss der Gartenbau wieder in diesen Gesamtzusammenhang eingebettet werden. Er hat eine Organfunktion im Organismus. So, wie die Niere oder die Leber oder der Magen, die Verdauungsorgane, was auch immer, das Herz. Das sind Organe im Organismus. Und alle müssen zusammenwirken, ineinanderwirken, dass da der Organismus lebensfähig wird. Und so müssen wir sehen: Wie wird jetzt das Ganze lebensfähig? Und da gehört nicht nur der Gartenbau dazu. Also ich sage mal, Feingemüse, Grobgemüse und Kräuter und Blumen. Blumen, dass das ganze Jahr hindurch irgendwas Blühendes in der Landschaft ist, das kann man heute auch machen, dass man den Gartenbau in gewissem Sinne integriert in den Ackerbau, mit Blühstreifen und solche Sachen. Da hat ma ja heute große Möglichkeiten. Es gehört aber auch dazu, der Obstbau. Obstbau, der muss reintegriert werden, auf die Höfe. Das ist ein Organ im Organismus der Landwirtschaft. Ein Hochstamm. 80-jährig oder 60-jährig. Da draußen. So ein dicker Obstbaum. Mit einer Mordskrone oben, der heute überhaupt keine Bedeutung mehr hat wirtschaftlich, weil es viel zu teuer ist, irgendwie die Äste zu schneiden und dann noch zu ernten. Und so weiter. Ein solcher Obstbaum beherbergt über tausend Insektenarten. Das waren Forschungen. Anfang der 50er Jahre wurden die angestellt. Da hat man zum ersten Mal entdeckt, was für ein Ökosystem so ein Obstbaum alleine für sich selbst ist. Nicht? Über tausend Insektenarten, die jetzt alle in einem Beziehungsverhältnis zueinander stehen. Und dann differenziert man innerhalb dieses Kosmos, kann man fast sagen, Schädlinge und Nützlinge. Furchtbare Begriffe, fürchterliche Begriffe. Das macht man einfach. Spricht man so. Und wenn Sie mal so ein bisschen in die Geschichte zurückschauen: Das haben Sie alles selbst nicht erlebt. Aber ich habe es noch erlebt. Da hat man vom Volksschädling gesprochen. Das war bei den Nazis der Fall, im Dritten Reich. Der eine Mensch war ein Nützling und der andere war ein Schädling. Und so hat man sie auch behandelt. Und so behandeln wir heute unsere sogenannten... Also unsere Insektenwelt, unsere Vogelwelt, je nachdem. Unter diesen Begriffen Nützling und Schädling. Die Denkungsart ist da kein bisschen anders. Also wir müssen... Der Obstbau hat eine ungeheure ökologische Bedeutung. Auch ein Organ. Jeder Baum, einzeln stehende Baum irgendwo in der Landschaft hatte... Ob es jetzt ein Obstbaum ist oder ein anderer. Hat eine Organfunktion im Gesamthaushalt des Hofes. Und so ist es eben mit der Wiesen- und Weidewirtschaft. Auch diese gehört natürlich hier herein. Die Wiesen, die spielen ja heute keine große Rolle mehr. Aber Weiden. Ja. Leider Gottes gibt es keine Wiesen mehr, die sind einfach ökonomisch zu teuer. (Zweischwürig?) und sehr kräuterreich. Die geben ja keine große Masse, aber die beste Qualität, die man sich denken kann, natürlich. Aber da legt man ja heute sowieso keinen großen Wert drauf. Also die Devise ist verschwunden aus unserer Landschaft. Die war früher landschaftsbeherrschend. Und heute die Weiden, die die Landschaften beherrschen. Und hier geht es eben darum, dass hier wirklich die Feuchtbiotope oder alles das, was ich vorhin schon geschildert habe, dass wir die als Grünland pflegen, als Grünland, als Organe im Organismus der Landwirtschaft betrachten. So ist es mit den Hecken, so ist es mit dem Wald. Der Wald gehört eigentlich in die Landwirtschaft. Heute sind alle Staatswald und so. Es gibt noch Bauernwälder. Aber das ist... Also im Grunde genommen ist der Wald auch ein Organ der gesamten Kulturlandschaft und auch eben als Gehölze, einzelne Gehölze in der Feldflur draußen auf den Weiden, sagen wir mal, so kleine Waldungen von größter Bedeutung. Und insbesondere die Hecken. Die Hecken, da möchte ich nur noch ein Wort dazu sagen. Es gibt ja Gebiete, wie auch hier, der Dottenfelderhof. Aber andernorts es wohl so gut wie keinen Wald gibt. Auch in großen Börde-Landschaften von Natur aus nicht. Und da kann man sich dadurch aushelfen, dass man Hecken anbaut. Denn die Hecke ist ein Wunderwerk. Denn die größte Verdichtung an Insektenwelt, an Vogelwelt, an Kriechtieren findet man in den Waldsäumen, den Waldrändern, da, wo der Wald übergeht. Wo die offene Landschaft, der Acker oder die Wiese oder Weide übergeht in den Wald. Da in dem Waldrand, da findet man die höchste Verdichtung. An diesen, na, also, sagen wir, der niederen Fauna insbesondere. Sodass die Waldränder eine unglaubliche ökologische Funktion haben in der Kulturlandschaft insgesamt. Da findet man krautartige Natur im Jahreslauf. Und dann findet man buschartige, niedere Büsche, höhere Büsche. Dann mittlere Stämme, dann Hochstämme. Das baut sich so auf. Und da findet man sozusagen die ganze Vielfalt versammelt. Wenn Sie eine Hecke anlegen in der Landwirtschaft, dann machen Sie dasselbe, aber doppelt. Weil jede Hecke, wenn sie gut angelegt ist, hat diese beiden Seiten, denn nach beiden Seiten ist ein Waldrand. Und nach beiden Seiten hin korrespondiert jetzt diese Hecke mit dem umliegenden Land und schafft überall Ausgleiche, kompensierte Einseitigkeiten. Und so weiter. In Bezug auf die ganze Fauna, die da in den Hecken lebt. Man hat mal gezählt, was in so einer hohen Hecke an Tierwelt zu finden ist. Dann kam man auf 3000 Arten. Und auch das Niederwild sucht ja immer dann auch Schutz in den Hecken und so weiter. Also wenn Sie das zusammennehmen, dann baut der Landwirt die Kulturlandschaft. Nicht der Naturschutz, nicht der Staat, nicht die Verordnung. Sondern das Bild der Landschaft erfließt aus diesem Prinzip notwendig. Wenn der Landwirt wirklich sein Geschäft, sein Handwerk richtig versteht, baut er Kulturlandschaft. Er baut einen Lebenszusammenhang auf seinem Hof. Da ist nicht alles verkaufsfähig, was er da macht. Sondern er ist sozusagen wirklich mit einer Ganzheit befasst, die dann aus sich heraus produktiv wird, in Bezug auf die Verkaufsfrüchte und so weiter. Aber er muss Sorge tragen, dass das wirklich jetzt hier eine lebendige... Eine Leibesbildung ist, dass jeder Hof seinen Lebensleib bildet. Und das ist unsere Aufgabe. In der Ökologie nennt man das ein Biotop. Die Natur baut Biotope. Und was machen wir? Das Biotop kaputt. Jetzt müssen wir selber ein neues schaffen. Ein Kultur-Biotop. Also das ist eine künstlerische Frage. Und da muss man einen Blick haben für Landschaften. Und merken, dass man immer da Maße setzt, maßvolle Zusammenhänge. Das ist es gerade, das, was der Mensch beitragen kann. Die Natur schafft ihr eigenes Maß, gewiss. Im brasilianischen Urwald finden Sie auf einem Hektar mindestens 100 Baumarten. Auf einem Hektar. Keine Baumart steht neben der anderen, zuerst alle anderen. Und heute ist man schon dazu gekommen, zu sagen, bis zu 400 Baumarten. Also eine unglaubliche Vielseitigkeit. Und so schafft die Natur, da ist sie uns Vorbild. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir diesen Lebensraum wirklich zu einer Ganzheit entwickeln wollen, müssen wir diese Vielseitigkeit selber auch herstellen. Aber in maßvollen Beziehungen, die wir selber setzen. Und dann wird der Hof gesund. Wenn der Lebensleib vielseitig genug gestaltet ist, dann gedeiht eigentlich das Ganze des Hofes. Dann gibt es keine einseitigen Krankheitszustände, also keine großen Einbrüche oder dergleichen. Vielseitigkeit ist hier angesagt. Jetzt gibt es eben noch ein drittes Glied in unserem landwirtschaftlichen Zusammenhang, das ist der Seelenleib. Und für den gilt dasselbe. Dasselbe, was ich jetzt schon hier gesagt habe. Ich kann das Seelische nicht sehen. Ich kann nur sehen, wie es sich verkörpert in den einzelnen Tierarten. Und selbst das kann ich noch nicht sehen. Sondern ich kann nur sehen, was die Tiere machen, was ihre Wirkungen sind, wie sie sich verhalten. Das ist ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was hier leibgebunden sich seelisch inkarniert hat. Und jetzt muss man jetzt sehen, dass man auch um den Seelenleib, sozusagen das, was so unsichtbar ist, aber auch wirksam... Das ist eine wirksame Welt. Die ist höher anzusetzen als das bloß Lebendige oder das Physische. Dass diese Welt auch wiederum genügend sich äußern kann in aller Vielfalt. Und die offenbart sich ja natürlich für uns zunächst einmal in der Tierwelt. Es gibt auch seelische Kräfte-Wirksamkeiten, die nicht sich im Tier offenbaren und deren Wirkungen aber auch für uns beobachtbar sind. Das ist zum Beispiel, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Das ist ja immer wieder aufs Neue unfassbar. Eigentlich ist die Pflanze dazu veranlasst, immer weiter zu wachsen, immer weiter zu wachsen. Und wenn ich ordentlich Stickstoff draufknalle, dann wächst der auch tatsächlich immer weiter. Da wird dr Blühprozess sozusagen verhindert oder jedenfalls stark gedrosselt. Solange die Pflanze wächst, ist es sozusagen... Lebt sie ihre eigene, ureigenste Natur aus. Und jetzt werden die Blätter immer kleiner und immer kleiner, verschwinden zuletzt im Stängel. Und dann sprüht der Stängel auf, wie am Beispiel Schafgarbe. Nein, das habe ich noch nicht gemacht. Also wie man das halt beobachten kann. Plötzlich sprüht der Stängel auf, teilt sich auf und dann bildet sich plötzlich ein Blütenschirm oder eben eine Blume. Das ist ein unglaublich faszinierendes Phänomen. Weil das widernatürlich ist für die Pflanze. Zunächst einmal. Dass sie eigentlich immer weiter wachsen will. Das ist ihr Element, die Wiederholung von Blatt zu Blatt, immer weiter. Die würde bis zum Mond am liebsten wachsen. Und plötzlich kommt da ein Impuls von außen, nicht von innen... Beim Tier kommt ervon innen. Bei der Pflanze kommt er von außen. Und berührt die Pflanze gerade dann. Und dann wird das Wachstum zurückgedrängt und eine Metamorphose findet statt und sie blüht auf, in Farben, in Formen, wo sie ihr eigenes Wesen seelisch offenbart. Obwohl sie gar nicht inkarniert ist wie beim Tier, sondern das Seelische der Pflanze. Deswegen hat ja Linné, der große Systematiker des Pflanzenreiches, im 18 Jahrhundert die Pflanzen allesamt systematisch nach den Blüten geordnet. Weil in der Blüte das Spezifische einer Familie, einer Gattung, einer bestimmten Pflanzenart hervortritt. In der Blüte offenbart sich die Pflanze in ihrer eigentlichen höheren Wesenheit. Aber es ist nur Bild eines Bildes. Noch nicht mal Bild, sondern es ist ein Bild eines Bildes, was ich da anschaue, wenn ich eine Blüte anschaue. Also da haben wir es mit einer Astralität zu tun, mit Seelenkräften, mit dem Sonnenlicht. Denn da ist die Sonne sehr unmittelbar daran beteiligt. Mit dem Sonnenlicht einströmen. Und in dem Sonnenlicht leben die Bildekräfte, die die Pflanze wachsen lassen. Und es leben jene Kräfte, die sie ersterben lassen in die Form, in die äußere Gestalt. Aber ich möchte mich erst mal beschränken auf die Tierwelt. Und wenn wir jetzt die Bedeutung der Tierwelt betrachten, in Bezug auf unseren Hof, den Hoforganismus, dann müssen wir da zwei große Bereiche unterscheiden. Und das eine ist die Wildfauna. Also die Wildfauna, das ist alles das, was man heute nicht als Nutztier bezeichnet, was einfach da ist oder auch nicht da ist. Also was von Natur aus sozusagen sich da einfindet. Das ist die Wildfauna. Und das andere ist die Haustierfauna. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel sozusagen. Und die möchte ich kurz charakterisieren. Schauen wir zunächst einmal die Wildfauna an. Also Wildfauna. Da möchte ich jetzt einmal absehen von den Säugetieren innerhalb der Wildfauna. Das ist häufig der Hirsch oder das Reh oder den Hasen, was da so kreucht und fleucht auf unseren Höfen. Ist ja wunderbar, wenn die da sind. Die ziehen sich immer mehr zurück. Was hatten wir hier früher Hasen auf dem Hof. Und heute muss man lange, lange suchen, bis man einen findet. Was hatten wir hier rehe auf dem Hof. Schutz bieten wir genügend an. Auch Futter bieten wir genügend an, aber diese Straße da oben ist eine Todesfalle. Und alles Übrige ist jetzt so umbaut. Und da ist der Fluss und so. Und dann plötzlich sind wir da eine fast säugetierfreie Fauna geworden, hier innerhalb dieser ganzen städtischen Umgebung. Es ist ein Jammer. Naja, Kaninchen haben wir noch, Füchse haben wir noch, lauter solche Sachen. Die sind schon auch noch da. Aber mal davon abgesehen, möchte ich vier Gruppen einer Wildfauna nennen, die gerade unter der Pflege des Landwirts stehen sollten. Wie eben die gesamte Fauna. Ich meine, wenn wir, sagen wir einmal, Hasen oder sonstiges Wild auf dem Hof haben, müssen wir Hege und Pflege betreiben. Das ist heute auch ein Begriff, der fast aus der Jagdwissenschaft nahezu verschwunden ist. Hege und Pflege. Wir können sie nicht einfach sich selbst überlassen, sondern müssen da auch eingreifen. Dass es alles im Gleichgewicht bleibt. Diese vier Gruppen einer Wildfauna, die haben eine unendliche Bedeutung und bringen äußerlich so gut wie überhaupt keinen Nutzen. Aber bringen von unendlicher Bedeutung einen überirdischen Nutzen. Wenn man das Ganze ins Auge fasst. Da gibt es also eine Gruppe, das sind die Wirbellosen. Das sind die, die in der Evolution eine sehr frühe Stufe bewahrt haben, bis zum heutigen Tag. Die gehen herauf bis zu den Amphibien, also Fröschen, Kröten und so. Sie fangen gerade an, ein Skelett auszubilden. Die Frösche haben ein Skelett, aber zunächst haben sie keins. Zunächst sind sie ja Kaulquappen, die schwimmen im Wasser rum wie ein Fisch. Also diese ganze wirbellose Tierwelt findet für uns in unserer Landwirtschaft einen besonderen Repräsentanten. Es gibt viele Repräsentanten, aber einen ganz besonderen, herausragenden. Und das ist der Regenbogen. Und zwar der Tauwurm, der Lumbricus terrestris, wie wir sie auf den Äckern haben. Der Tauwurm, der so bis zu dieser Länge werden kann. Und dann gibt es natürlich die Kompostwürmer, diese roten, kurzen und vielleicht so langen. Das sind ganz unterschiedliche Wurmarten. Aber nehmen wir mal den Lumbricus terrestris. Also der Tauwurm, wie wir ihn draußen im Boden finden. Das Ist ja ein ganzes Wunder für sich, was der eigentlich macht. Ich kann mich jetzt darüber nicht länger auslassen, aber kann nur so viel sagen, dass es hier sich um... Dass der hier ja sich nicht mit dem anorganisch Toten, aber mit dem Absterbenden im Boden beschäftigt. Alles, was abstirbt an Pflanzensubstanz, nicht die frische, er frisst keine frische Pflanzensubstanz. Es gibt Ausnahmen, die ich auch beobachtet habe. Aber das ist also eigentlich nicht der Fall. Sondern nur abgestorbene Substanz. Und die verarbeitet er innerlich in seiner Darmpassage. Wie gesagt, da müssten wir länger drüber reden, also das würde den ganzen Vormittag, eine Stunde dauern, wenn man das mal im Detail verfolgt. Was das für ein weisheitsvoller Vorgang ist, der sie da abspielt im Regwurm. Und dann frisst er ja nicht nur Pflanzensubstanz, sondern er frisst auch Tonmineralien und Feinsand. Das braucht er auch für seine Verdauung, für den Magen, mit Feinsand und Grobsand. Und dann wird das alles zermahlen in seinem Magen. Und dann sorgt er sogar dafür, durch Säureausscheidungen beziehungsweise im Gegenteil durch Kalkausscheidungen den Säuregehalt seiner Nahrung zu neutralisieren. Sodass der Regenwurmkot immer ungefähr PH sieben hat. Wenn auch alles andere noch unter PH sieben ist. Also Säuregrad ist damit gemeint. Also wenn es so bei PH sechs oder 6,5 liegt. Dann tut der Regenbogen sozusagen das Neutralisieren auf PH sieben. Und er holt sozusagen jetzt von unten nach oben die Erde herauf, entgegen der Schwere. Aus seinen langen Röhren, die bis zu 7 Meter Tiefe gehen können im Löss. Holt er das Material hoch und lagert es oben ab. Bis zu 100 Tonnen pro Jahr, pro Hektar. Er verjüngt unsere Böden, von Jahr zu Jahr. Wir merken es nicht auf dem Acker. Im Grünland bemerkt man sehr wohl. Und ich habe mich immer wieder gefragt, warum eigentlich in den alten Kulturstätten der Menschheit... Also sagen wir mal, ein griechischer Tempel oder irgendwo sonst in Sizilien oder wo auch immer so Altertümer rumliegen. Warum die halb überwachsen sind. Man muss sie eigentlich quasi ausgraben. Das hängt mit dem Regenwurm-Leben zusammen. Die Regenwürmer bauen jedes Jahr die Erde auf. Dafür sinken die Steine. Und baut die Erde auf durch ihre Ausscheidungen. Gerade in kalkreichen Gebieten ist das besonders deutlich zu sehen. Und das trifft ja für den ganzen mediterranen Raum zu. Also der Regenwurm. Der ist ein Plastiker des Erdig-Festen. Das hier. Der plastiziert den Boden. Der schafft Hohlräume, wodurch der Boden umso intensiver atmen kann. Und der Boden atmet ja wie Mensch und Tier. Er atmet CO2 aus und Sauerstoff ein. Und der Regenwurm sorgt aktiv dafür, wenn er sich rein senkrecht im Boden hoch bewegt... In seiner Röhre pumpt er den Kohlendioxyd, was schwerer ist als Luft, aus dem Boden raus. Und wenn er runtersausr in seiner Röhre... Und die sind ziemlich schnell die Regenwürmer. Erstaunlicherweise. Ziehen die wieder Außenluft, nämlich sauerstoffhaltige Außenluft wieder in den Boden ein. Er fördert aktiv die Bodenatmung. Und so weiter. Also, es sei nur angedeutet. Hier haben wir es mit einem Reich zu tun. Und der Regenwurm ist nur Repräsentant von vielen, vielen anderen Arten. Auch Insektenlarven und was da an Larven im Boden leben. Alle haben sie diese Tendenz, in ihrem Larvenstadium so zu wirken, ähnlich wie der Regenwurm. So, das ist eine Gruppe. Die zweite Gruppe. Also ich sage, er ist der Plastiker des Festen. Und diese zweite Gruppe sind die Fische. Ja, das fragt man sich wirklich. Was haben die Fische eigentlich für eine Bedeutung? Also wenn sie auf dem Teller liegen, schön zubereitetet. Die Fische haben eine unglaubliche Organfunktion im gesamten Haushalt der Landwirtschaft. Weil sie sind eigentlich ihrem Wesen nach die Plastiker des Flüssigen. Zu jedem Hof gehört ein Teich oder zumindest in Bachlauf, wo man dann wirklich dafür sorgt, dass da die Forellen drin sind, wenn es ein sauberes Wasser ist. Oder ein Teich. Oder eben er grenzt an einen See oder, wie hier, an einen Fluss. Dass man auch sein Augenmerk lenkt auf das Reich der Fische. Und deren Dasein eben ein Organ der Organfunktionen der gesamten umgebenden Landschaft bedeutet. Dadurch, dass sie das Wasser tatsächlich plastizieren durch ihre Bewegung. Wenn Sie mal an den Schwarzwald-Bach herantreten, da kann man das noch beobachten. Und sehen, wie die Forellen da drin herum huschen. Man sieht ja eigentlich fast immer nur so einen Schatten, der sich durch das Wasser bewegt. Keine Welle, nichts oben zu sehen. Und doch ein ganzer, ziemlich großer Körper bewegt sich da, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch das Wasser hindurch. Und verbirgt sich dann schnell irgendwo am Ufer. Oder aber die Forellen stehen vollkommen ruhig, nur ein bisschen mit der Schwanzflosse so zu wedeln, gegen die Strömung. Und lassen das strömende Wasser an ihrer Schuppenoberfläche vorbeigleiten. Und alles, was in Bewegung ist, an einem Festen entlang, erzeugt Wärme. Das ist Wärmephänomen. Die Forelle steht gegen die Strömung, lässt die Strömung an sich rüber entlang gleiten, hält sich sozusagen ganz ruhig. Und da empfindet sie jetzt durch das strömende Wasser an ihr Oberfläche eine Wärmestimmung, eine Lichtstimmung. Die Sonne strahlt ja ein in das Wasser. Also da merkt man, dass das ein Organ, ein Element ist, auf das wir gar nicht verzichten können. Ich möchte jetzt nicht im Detail auf die Elementarwesen zu sprechen kommen, die nämlich im Zusammenhang mit diesen hier genannten vier Gruppen zusammenhängen. Das würde zu weit führen, das würde auch vielleicht irritieren. Die Fische sind Plastiker des Wässrigen. Und es gibt noch eine dritte Gruppierung, das sind die Vögel. Die Vögel, die durchschwirren die Luft und plastizieren die Luft, das Element der Luft. Die großen Plastiker der Luft. Wenn Sie hier auf dem Hof... Oder auch wo Sie sind, möglicherweise, da sind die Schwalben über Sommer. Im Frühjahr, Sommer bis zum Herbst. Und jetzt beobachten Sie mal die Schwalben, was sie eigentlich machen, oder die Mauersegler. Den ganzen Tag, solange sie da oben gucken können, fliegen die durch die Luft. Die Mauersegler. Und Machen unglaubliche Lemniskaten mit ihrem Flügeln so durch die Luft. Also sie plastizieren förmlich durch ihren Flug und durch die Strömungen, die sie dann erzeugen... Plastizieren die jetzt das Element der Luft. Und jeder Vogel anders. Und so ist der Vogel durch seine Tätigkeit... Plastiziert er und bewirkt etwas. Und für uns ist das fast nicht wahrnehmbar, die Auswirkungen. Aber man merkt, wenn man einen Hof hat... Also ich habe das auf dem Dottenfelderhof hier beobachtet. Dass sich da allmählich eine Art Vogelglocke über dem Hof entwickelt. Dass man einen großen... Also viele Ornithologen, die kamen auf den Dottenfelderhof, weil man hier Vögel sieht, die man sonst nicht mehr sieht. Also eine reichhaltige, also artenreiche Vogelwelt, die durch das Vorhandensein von Hecken, von Obstbäumen... Sie brauchen ja immer Bäume, wo sie zielvoll hinfliegen können. Also sie brauchen diese. Und dann entstehen Beziehungszusammenhänge, zwischen Pflanzennatur und Baumnatur und den Vögeln. Die da hineinfliegen in das Innere des Baumes, dort ihre Nistplätze haben, herausfliegen in die Landschaft. Und so das ganze Element über das Luftelement alles miteinander verweben. Das ist ein atmosphärisches Element, was zur Gesundheit beiträgt einer Landwirtschaft. So, und dann haben wir noch zuletzt die Insektenwelt. Und da ist es natürlich also. Das ist ja die artenreichste Klasse überhaupt im Tierreich, die Insekten. Viele, viele, viele Arten, die wir überhaupt nie sehen. Nicht nur, weil sie im Boden leben, sondern weil sie so klein sind, dass die in der Luft oder auch erst spät abends deutlich in Erscheinung treten, wenn die Sonne untergeht. Oder morgens früh oder eben am helllichten Tag. Also es sind ganz unterschiedliche Lebensbedingungen, die Sie da aufsuchen. Also diese Insektenwelt kann man ja nun am besten studieren, wenn man die Bienen studiert. Die Biene ist neben dem seidenen Spinne das einzige Haustier so richtig aus der Insektenwelt. Und da kann man ja sehen, was die Insekten so machen. Jedes Insekt trägt irgendwo einen Tätigkeitssplitter bei zum Ganzen. Und die Insekten bestäuben dann natürlich am deutlichsten. Und da gehört die Biene dazu. Indem sie ihren Rüssel hineinsenkt in den Boden der Blüte und da in den Nektarien saugt. Und dann tun sie mit ihren hinteren Beinchen, wo die, wo die Pollen dranhängen, tun sie gleichzeitig die Narbe bestäuben, der Pflanzen. Das ist ein Vorgang, wo man merkt, dass in der Natur alles auf Beziehungen beruht. Alles steht in einem Beziehungsgeflecht. Das eine steht im Dienste des anderen. Also es ist nicht so, wie der Darwin gesagt hat, der Stärkste gewinnt in der Evolution. Sondern alles beruht auf Gegenseitigkeit. Alles. Das eine ist für das andere da. Nicht das eine dient dem Wir. Dass ich es auffresse. Wie eine Laus oder so Blutsauger. Sondern das eine steht jeweils im Dienste des anderen. Ist genau umgekehrt. So, die Insektenwelt nun jetzt plastiziert die Wärme. Die Insekten sind Wärmewesen, allein schon daran erkenntlich, dass sie die Eier mitten in die Sonne legen. Und die Sonne brütet die Eier aus. Und die Wärme ist ihr ureigentliches Lebenselement. Obwohl die Insekten sowohl im Festen, im Boden zu finden sind, als auch in der Luft, als auch im Wasser und in der Luft. Überall sind Insekten vorhanden. Aber das eigentliche Element ist die Wärme. Und daran kann man schon erkennen, dieses Prinzip der Wärme, das hier alles durchstrahlt, alles durchwirkt. Und so den Insekten die Möglichkeit bietet, in der Erde, im Wasser, in der Luft auch zu leben. Diese Welt müssen wir im Bewusstsein haben. Der Landwirt hat jetzt als Aufgabe, sein Beobachtungsvermögen für diese Welt zu schärfen. Und diese Beziehungen, die sich da im Stillen abspielen... Sich ihrer bewusst zu werden. Und seine Handlungen entsprechend darauf einzustellen, dass er hier eine Hecke pflanzt oder dort einen einzeln stehenden Baum oder sonst was da irgendwo in die Landschaft pflanzt. Um auch den jeweiligen jetzt dort gerne sich ansiedelnden Insekten oder Vögeln eine Heimstatt zu gewähren. Und so ist es auch mit dem Boden, in Bezug auf die Regenwürmer und alles Übrige. Also das möchte ich nur mal kurz erwähnt haben, dass wir nicht nur dieses Haus hier halten, um es zu Nutzen, sondern dass wir auch eine Wildfauna halten. Das heißt, der Begriff des Haltens bedeutet ja sehr viel. Ich halte etwas im Bewusstsein. Ich halte etwas im Bewusstsein. Und aus diesem Halten gestalte ich etwas, dass es draußen, in diesem Lebenszusammenhang sich halten kann. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich halte es hier in mir, in einem Bild. Der ganze Zusammenhang ist mir gegenwärtig. Und gleichzeitig sorge jetzt durch manche Maßnahmen dazu, dass es sich da draußen in der Natur selber halten kann. So, aber das ist jetzt noch eben ein Wort zu den Haustieren. Ich muss mir mal eine kleine Stärkung einverleiben. Nun könnte man jedes einzelne Haustier in seiner Bedeutung, im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang des landwirtschaftlichen Organismus schildern. Das würde hier bei weitem zu weit führen. Und aber gerade an den Haustieren kann man studieren, ihre Bedeutung für das Ganze des Hofes. Und zwar durch das, was sie sind und was sie tun. Und die meisten unserer Haustiere haben ja zunächst einmal oder ganz zentral die Bedeutung, dass sie den Dünger liefern für den Hof, für den Organismus, für den Boden. Und jedes einzelne dieser Haustiere trägt da in dieser Hinsicht jeweils etwas ganz Spezifisches bei. Also das bezeichnen wir ja dann im engeren Sinne als den Dünger. Da spricht man heute von Gründüngung in der Landwirtschaft, wenn man Pflanzen unterpflügt. Das ist übrigens keine Düngung in diesem Sinne. Der Begriff der Düngung bezieht sich eigentlich immer auf die Tiere. Auf die Ausscheidungen von der Stufe der Seelischen über das Lebendige bis ins Physische. Das ist der eigentliche Dünger. Und unter diesem Gesichtspunkt hat jede Tierart... Erzeugt einen spezifischen Dünger. Schauen Sie mal sich ein Pferd an. Arbeiten Sie mal mit einem Pferd oder reiten Sie auf einem Pferd und beschäftigen Sie sich mit einem solchen Tier. Dann werden Sie ja doch bemerken, dass das Pferd ein Wesen ist, das zweifellos beseelt ist. Es reagiert ganz verschieden auf die Art, wie Sie ihm begegnen. Entweder schlägt es hinten aus, mit dem Huf oder es schüttelt den Kopf oder macht sonst eine Bewegung. Man kann das nie ganz voraussagen. Ganz sicher. Wie ein Tier reagiert, auf irgendeine Handlungsweise von mir selbst. Daran kann man erkennen, dass  da ein Seelisches wirkt. Wenn ein Tier sich einer bestimmten Sache bewusst ist, schreckt es vielleicht auf oder so und handelt dann entsprechend. So. Und das Pferd ist nun ein Wesen, das charakterisiert ist, dass es sich gerne bewegt. Ja, seine ganze Natur ist eigentlich Bewegung. Also wenn Sie Pferde mal auf der Weide rauslassen, auf die Weide. Und jetzt im Frühjahr. Oder ausspannen, wenn sie von der Feldarbeit... Und sie kommen da und können sich da frei bewegen, dann geht es richtig los. Entweder im gemächlichen Schritt oder im Trab oder dann tatsächlich im Galopp. Die Fetzen fliegen aus den Hufen. Dann schmeißen sie ein Stück Grasnarbe hinter sich. Also ist da ist Vehemenz. Das Pferd ist ein Bewegungstier durch und durch. Und erlebt sich in der Bewegung. Und die Bewegungen sind schön, sind edel. Die edelsten Bewegungen, die wir so im Säugetierreich haben, finden wir gerade bei den Pferden. Unglaublicher Adel, der sich da äußert, in der Art, wie die Pferde jetzt ihren doch ziemlich großen massigen Körper da durch die Welt bewegen. Eine unglaubliche Harmonie auch in diesen Bewegungen drinnen. Das stimmt alles zusammen. Also da muss man sagen, das ist jetzt ein Ausdruck ihres Seelischen. Ein Ausdruck des Seelischen ist diese Art, sich so oder so oder so zu bewegen. Und wenn Sie jetzt sehen: Was fressen diese Kühe, die Pferde? Die sind auch Pflanzenfresser, aber keine Wiederkäuer. Und sie haben einen spezifischen Verdauungsgang, der eigentlich sehr seltsam ist, weil er nämlich sehr kurz ist beziehungsweise sehr klein ist. Kleiner Magen, ein relativ kleiner Magen. Und müssen deswegen bis zu 16 Stunden am Tag fressen. Die Pferde fressen mit am längsten am Tag. Im Vergleich sogar zu den Kühen. Weil der Verdauungsprozess, der muss ständig unterhalten werden. Und dann diese Bewegung nach außen. Und dann erzeugen die jetzt über diesen... Vor allen Dingen dann durch die Verdauung im Blinddarm. Ein riesen Blinddarmsack. Und im Enddarm erzeugen die einen Dünger, der sehr hochfaserreich ist und sehr stickstoffreich ist, also ammoniakhaltig ist. Man riecht es ja. Der ätzende Geruch vom Pferdemist. Und der sehr hitzig ist. Das ist ein hitziger Dünger. Und ich habe ja immer gesagt, man muss nur das Pferd schauen in seinen Bewegungen, um zu verstehen, dass dieser Dünger hitzig ist. Dass diese Dinge als Dünger unglaublich scharf ist, wirksam ist. Man hat den ja früher ins Frühbeet genommen, den Pferdedünger. Und dann Erde drauf gepackt und dann die Frühjahrspflanzen schon im Februar ausgesät. Und das war so gut wie ein Gewächshaus. Die Wärme hat auch die Pflanzen aus der Erde getrieben. Und die Wärme aus dem Pferdemist. Ein hitziger Dünger. Wenn Sie jetzt den Schweinemast nehmen. Da haben Sie ein Tier, das ein Allesfresser ist, Omnivore. Die Schweine scheuen vor nichts zurück. Und die tun nicht wie das Pferd den Kopf heben übers Rückgrat. Und dadurch heller in ihrem Bewusstsein sind. Sondern sie halten den Kopf runter und wühlen mit ihrer Schnauze die Erde durch. So ein wühlendes Tier, das erlebt sich, da in die Erde durchzupflügen und immer da nach irgendwelchen Larven oder so was zu suchen. Und dieses Schwein ist ja nun eines, was auch erstaunlich lebendig ist. Das ahnt man gar nicht mehr, wie lebendig die Schweine sein können. Also auch schnell, auch beweglich. Also die heutigen Züchtungen, da können sie das kaum noch erkennen. Nur bei den Ferkeln. Wenn die Ferkel geboren werden, haben die immer noch diese unglaubliche Schnelle. So zack, zack. Also es gibt da eine Geschichte, die ist, scheint es, verbürgt. Da hat der tolle Blomberg, hieß der... Das war im Ruhrgebiet einer, der so alle möglichen Sachen gedreht hat. Der hatte mit dem Herrn Grafen so und so, der ein Rennstall Besitzer war, eine Wette abgeschlossen, ob seine Rennpferde schneller sind als seine Schweine. Von Blomberg. Und der Rennstallbesitzer hat gesagt: &amp;quot;Selbstverständlich. Das ist ja gar kein Problem. Also die Wette haben schon gewonnen.&amp;quot; So ungefähr. Und da hat dertolle Blomberg dem Grafen gesagt: &amp;quot;Ja, aber gib mir mal vier Wochen Zeit.&amp;quot; &amp;quot;Ja, die kannst du gerne haben. Machen wir mal in vier Wochen dann.&amp;quot; Was hat der Blomberg gemacht? Er hatte Schweine. Das war mal das deutsche Edellandschwein. Also noch nicht die heutigen Züchtungen. Auch noch ein Weideschwein. Da hat er jeden Tag den Futtertrog ein bisschen weiter von der Startstelle ausgerückt. Und so vier Wochen lang immer weiter. Und jeden Tag mussten die die Schweine also ein Stück weiter laufen bis zum Futtertrog hin. Und nach vier Wochen stand er auf der Enddistanz. Und dann ging das große Rennen los. Und tatsächlich, die Schweine können ja rennen. Man hält das nicht für möglich. Man sieht die Beinchen nicht mehr. Und die stürmen also los zu ihrem Futtertrog und haben die abgehängt, die Rennpferde abgehängt. Die haben gewonnen. Also das können die Schweine.  &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:46] Es gibt ja doch das Wort Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:48] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:51] Schweinsgalopp, ja. Kennen Sie das nicht? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:53] Nein, das kenne ich nicht, aber (lacht) ja. Also die Wildschweine haben ja auch heute noch in den Wäldern ein unglaubliches Bewegungsgebiet, wo sie sich also über Nacht 40 Kilometer weit durch die Wälder schlagen. Also das Schwein hat einerseits diese Bewegungsfähigkeit. Andererseits ist es eben ein Tier, was auch ständig verdaut und die Tendenz hat, diese Energie, die da frei wird, in die Leibesbildung in sich aufzunehmen. Also fett zu werden, Muskulatur anzusetzen. Und so weiter. Und dieses Schwein, als Omnivore, verdaut nun so stark für das, was es tut, dass es sehr viel von der Nahrung verbraucht für sich selbst. Das Ganze ist auch ähnlich wie bei einem Hund. Hundemist, da sieht man hin, da rümpfen die Nase. Und beim Schweinemist, na ja, je nachdem, wie die Schweine gefüttert werden, rümpft man auch die Nase. Und das ist ja heute eine Verpestung der Landschaften vielfach, bei diesen großen Schweinehaltungen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweine viel mehr von den aufgenommenen Nährstoffen... Also jetzt sprechen wir davon. Für sich selbst beanspruchen, für ihr ganzes, intensives Leben. Schweine sind intensiv. Sie haben auch ganz wache Augen. Wenn Sie mal die Ohren so ein bisschen nach hinten schlagen und gucken mal wirklich in die Augen. Die gucken Sie an. Nicht zwar mit beiden Augen, aber mit einem. Und gucken. Sie sind blau. Vielfach blaue Augen, blau gefärbt. Und einen ganz deutlichen Blick, ganz gezielt. Das ist ein sehr, sehr waches Tier. Und das ist heute ein Dünger, den man nicht gerne ganz allein als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt. Sondern mit Untermischungen mit allen übrigen. Der Schweinedünger wurde bezeichnet immer als der kalte Dünger, im Verhältnis zum Pferdedünger. Der kalte Dünger. Und der dann auch auf Sandboden insbesondere gerne eingesetzt wird. Ja, und dann ist da der Hühnerdünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:28] Was ist die Erklärung vielleicht für den kalten Dünger? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Die Erklärung für den kalten Dünger? Gibt es irgendwie einen Ansatz? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für was? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für den kalten Dünger? Warum der... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:38] Na ja, also er erhitzt sich nicht so leicht wie der Pferdedünger. Also der Stickstoff liegt da in anderen Verbänden. Das Schwein hat das Eiweiß, hat da alles herausgeholt, was da an Stickstoff ist, und für sich verbraucht. Daher setzt es ja Eiweiß an, in Form von Fleisch und so weiter. Er hat zwar noch einen gewissen Stickstoff Gehalt von 0,4 %, wie auch der Kuhmist, der Schweinedünger. Aber da spielen sich zunächst mal keine Umsetzungen nachträglich ab, die erwärmend wirken. Also die Mikrobentätigkeit ist zunächst mal sehr zögerlich und daher eben kalt. Ja, und jetzt der Hühnerdünger. Und das Huhn wiederum ist ja ein Vogel, ein Laufvogel. Und das Eigenartige bei allen Haustieren ist, ob sie nun Tiere sind wie die Vögel... Nämlich Kopftiere. Wenn Sie mal einen Vogel angucken oder, sagen wir mal, einen Adler oder einen Bussard oder so, dann können Sie... Oder auch eine Meise. So werden Sie sehen, dass der Stoffwechselteil dieses Vogels sehr unterbelichtet ist, also sehr unterentwickelt. Die verdauen ja rasend schnell und sehr schlecht. Sodass sie Ausscheidungen der Hühner vielfach so reichhaltig sind als Nährstoffe, dass man sich noch den Hühnerdünger trocknet und dann den Rindern zum Fressen gibt. Machen die Amerikaner, das machen die Israelis mit den großen Massentierhaltungen. Die füttern als Teil... Da kommt noch Luzerner Heu dazu oder so. Aber im Wesentlichen eben auch Hühnermist, weil er noch so nährstoffreich ist. Das ist natürlich letzte Verrücktheit, so was zu machen. Aber so ist es eben. Also sie verdauen rasend schnell und sie sind eigentlich... Im Grunde genommen ist der Vogel seiner Natur nach ein reiner Kopf. Schauen Sie sich mal den Vogel an. Da setzt sich der Kopf... Setzt sich sozusagen vom übrigen Organismus schließlich ab. Alles zusammengedrängt. Das Skelett vom Vogel ist: Da verwächst das Brustbein mit den Rippen, mit dem Rückgrat. Alles ist zusammengewachsen. Das ist praktisch wie ein Kopf. Und wenn Sie in die Augen eines Huhns und oder eines Vogels schauen, dann werden Sie sehen, dass Sie da etwas begegnen, was einem fast Furcht erzeugen kann. Haben Sie mal einem Raubvogel in die Augen geguckt? Ein unglaublich stechender Blick. Also wirklich, da sind Sie selber schon fast böse. Und das sind reine Nerven-Sinnes-Tiere, die Vögel. Und jetzt, durch die Haustierwerdung hat man den Vogel zu einem stoffwechselaktiven Tier gemacht. Also das, was sonst um die Nerven-Sinnes-Organisation geht, hat man jetzt aufgebläht, sozusagen den Stoffwechselpol, durch entsprechende Fütterung. Sodass ein heutiges Legehuhn heutiger Hybrid-Züchtungen auf 220 bis 260 Eier pro Tier und ein Jahr kommt. Wahnsinnige Stoffwechselleistung. Das widerspricht eigentlich dem Vogel in dieser Weise. Also der Mist, der dann entsteht... Darauf wollte ich noch kurz zu sprechen kommen. Ist eben praktisch fast ein halber Mineraldünger. Hoch, hoch stickstoffhaltig bis zu 10 %. Hat auch noch einen relativ hohe Phosphorsäure-Gehalt, geringeren Kali-Gehalt. Ist ein Dünger, der... Sozusagen die Endstoffe sind so mineralisiert, dass sie tatsächlich so zügig und unmittelbar wirken, wie nur irgendein (leichter?) Mineraldünger. Deswegen auch, muss der Hühnerdünger eingemischt werden. Sozusagen in die üblichen Dünger, die auf dem Hof anfallen. Ich sehe schon, dass die Zeit leider davongeschritten ist. Ich muss dann das Thema Haustiere noch mal aufgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:26] Also von uns aus, also auch wenn es für die Gruppe okay ist, können wir auch noch ein bisschen weiter machen. Wir haben danach eine flexiblere Einheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:33] Was ist und nachher? &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:34] Wir machen intern was. Insofern es von uns aus die Kapazität... Wenn ihr noch Kapazität und Zugang habt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [01:27:47] Wenn man noch so viel Kapazität zur Aufnahme hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:51] Dann muss ich mein Kräftepotenzial noch ein bisschen zusammenreißen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:54] Oder brauchen Sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:27:55] Nein, das mache ich noch. Dann tue ich das noch mal kurz einleiten. Also, Sie sehen alle unser Haustiere erzeugen, gemäß dem, was Sie selber sind, einen ganz spezifischen Dünger. Und so ist es mit den Schafen. So ist es bei den Ziegen. Und man kann das schon äußerlich daran sehen und studieren, dass immer dann, wenn ein Tier den Kopf über dem Rückgrat hält. Die Ziege zum Beispiel. Die Ziege ist fast wie ein Reh manchmal. Es äugt so, mit den Augen, in der Umgebung, wie die Gemse auch. Während das Schafe, da hängt der Kopf da runter. Die Ohren klappen über die Augen. Und da sind wir ganz da unten und grasen da in aller Ruhe und Gemächlichkit. Die Ziege springt von einem zum anderen, kaum dass sie da ein Blättchen erwischt hat, ist es schon uninteressant, schon ist sie dort und holt sie ein anderes Blättchen irgendwie. Also ständig in Bewegung im Fressen. Und der Kopf ist über dem Rückgrat. Und wenn das der Fall ist, dann ist das ein Zeichen, dass der Nerven-Sinnes-Pol viel stärker ausgebildet ist bei diesen Tieren als der Stoffwechselpol. Denn der Nerven-Sinnes-Pol bedeutet Wachheit. Während, wenn der Kopf unter dem Niveau des Rückgrats ist, dann entsteht so etwas wie eine Art Dumpfheit des Bewusstseins. Mehr so ein Träumen, träumendes Bewusstsein. Und das prägt auch die Düngerqualität. Der Ziegendünger ist sehr viel... Also ich möchte mal sagen, ein Dünger, der die Pflanzen zum Blühen bringt. Wenn der Scharfsinn da mehr ein Dünger ist, die Pflanzen zum Wachsen bringt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge. Aber jetzt unter den Wiederkäuern ist eben das eigentlich Bedeutsamste aller Haustiere, die Königin oder der König, wenn sie so will, alle Haustiere, das ist eben doch das Rind. Und das Rind ist auch evolutiv ein großes Rätsel. Denn man kann heute sagen, wann ungefähr die Pferde zum ersten Mal in Erscheinung getreten sind, im früheren Tertiär zum Beispiel, im Eozän. Das ist eine geologische Angelegenheit. Also sehr früh waren schon die Urpferde da, die waren so groß. Die Urpferdchen. Die hat man hier gefunden, bei Darmstadt. In der Grube Messel, hat man sie wirklich gefunden, diese Urpferdche. Also sehr, sehr alt. Und haben durch das ganze Tertiär eine Entwicklung genommen, dass sie erst im oberen Miozän langsam zu der Größe herangewachsen waren, wie heute die Pferde eben sind. Das Rind war damals noch überhaupt nicht da. Die ganze Entwicklung der Normalier, der Säugetiere, die hat sich eigentlich entwickelt. Und ganz zuletzt kommen die Wiederkäuer. Und ganz zuletzt das Rind. Und zwar im Übergang vom Tertiär in die Eiszeiten, die frühen Eiszeiten. Da taucht das Rind und taucht der Mensch auf. Also der Mensch war ja schon immer da, wie auch das Rind immer da war. Nur dass es jetzt in die physische Erscheinung tritt. Das ist ein Urphänomen der Evolution, dass die Rinder, die Wiederkäuer generell, aber insbesondere die Rinder, also Spätlinge der Evolution sind. Und das andere Phänomen ist: Das Rind war zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, soweit man das überhaupt überschauen kann, ein heiliges Tier. Es war das Opfertier schlechthin. Und zwar seit frühesten Zeiten. Und man kennt es ja heute noch bei den Hindus in Indien. Das Rind hat gleichsam ein Anrecht auf Dasein wie der Mensch. Also wenn es irgendwo herumläuft auf der Straße, dann läuft es da herum. Dann tut es niemand wegscheuchen. Auf der Autobahn nicht. Da fahren alle außen rum. Und wehe, wehe, ein Mensch fährt ein Rind an! Also das heißt, das Rind per se ist heilig. Und wenn Sie die ganzen Mythologien der Völker durchforsten, in dieser Hinsicht, also zum Beispiel die ganze ägyptische Mythologie, dann spielt gerade in dieser Zeit... Die ja unter dem Sternbild des Stiers stand, die ganze ägyptische Kultur. Erscheint das Rind sozusagen göttlich. Die Himmelsgöttin Hathor, hieß die bei den Ägyptern, die Himmelsgöttin wurde dargestellt als Kuh, mit nach oben geschwungenen Hörnern. Und zwischen diesen Hörnern war die Sonnenscheibe. Die Hörner umschlossen gleichsam die Sonnenscheibe, golden. Und so findet man also gerade in diesen älteren Mythologien der Völker eine ungeheure Nähe des Menschen zum Rind. Oder das Rind zum Menschen. Und die Hirtenvölker, die ja ihren Repräsentanten Abel haben. Altes Testament. Der Abel war ein Hirte. Der ist der Repräsentant der Hirtenvölker. Und die Hirtenvölker haben sich im Wesentlichen mit dem Rind abgegeben, natürlich auch mit Schafen und Ziegen. Aber im Wesentlichen mit dem Rind. Seit Urzeiten. Und die Arabervölker, das waren ganz andere. Die haben sich nicht mit dem Rind abgegeben. Die haben sich mit der Pflanze abgegeben. Also man sieht daran, dass das Rind eine ganz eigene Evolution hat. Und in Menschennähe. Eine Haustierwerdung ist natürlich verbunden mit der Sesshaftigkeit. Es war schon immer Herdentier unter den Hirtenvölkern, vor Urzeiten. Aber dass es Haustier geworden ist, das bedeutet, dass der Mensch sesshaft wird. Das war eben im achten vorchristlichen Jahrtausende Fall. Im viertn, sechsten, fünften, also in der urpersischen, Übergang von der urindischen Kultur. Dort wird die Menschheit immer mehr sesshaft und hält jetzt das Tier. Es hält das Tier. Es ist nicht mehr in der freien Wildbahn, sondern man hält das Tier. Man hält es bei sich. Möglicherweise unter einem Dach. Wie bei den Kelten und Germanen. Nun. Dieses Rind also. Das kann man heute noch der Kuh ansehen. Obwohl sie so verzüchtet ist in vieler Hinsicht. Ist ein Haustier, was so absolut und absolut abhängig ist von Menschen. Dass man es eigentlich nicht verantworten kann, es irgendwie in die freie Wildbahn zu entlassen. Es ist nicht lebensfähig in freier Wildbahn. Es ist wirklich in viel höherem Grade als jedes andere Haustier, möglicherweise noch der Hund, abhängig vom Menschen. Der Mensch entscheidet über seine Geburt. Und der Mensch entscheidet über den Tod. Beim Rind. Bei allen Haustieren natürlich, aber da eben ganz besonders. Und das hängt auch mit dieser ganzen Opferungsfrage zusammen, in der früheren Zeit, dass man dem Tier eben ganz bewusst, um den Göttern zu opfern... Das heißt, dem zu opfern, zu dem diese Tier eine besondere Beziehung hatten. Daher die Göttin Hathor, Himmelsgöttin. Man hat noch im Tier etwas erlebt von seinem eigentlichen geistigen Ursprung, wo die Tiere eigentlich beheimatet sind. Übersinnlich. Nun, diese Kuh halten wir ja in unseren Höfen jetzt als die eigentlichen Zentralorgane, gleichsam als die Herzen unserer ganzen Landwirtschaft. Und das waren sie schon immer gewesen, oder zumindest also, seit es Sesshaftigkeit gibt. Dass das Rind das eigentliche Herz gewesen ist, eines landwirtschaftlichen Zusammenhanges. Und wenn man jetzt das Rind betrachtet in seiner Funktion, in dem, was es tut, dann bemerkt man, dass es ja der zentrale Pflanzenfresser ist. Ungeheure Massen, die da verschwinden in diesem riesen Pansen. Und acht Stunden am Tag frisst das Rind. Und acht Stunden am Tag verdaut das Rind, was es in den Pansen aufgenommen hat. Und wenn Sie dann mal rausgehen auf die Weide und verfolgen mal alle auf einem Hof eine gute Rinderherde... Und eine gute Rinderherde heißt, dass alle Tiere ungefähr dasselbe machen. Die heutigen Herden. Es gibt ja... Die heutigen Herden sind nicht mehr gute Herden, weil sie meistens von Auktionen irgendwelche zugekauften Tiere sind oder künstlich besamt von irgendwelchen Bullen von irgendwo hier in der Welt. Aber wenn man jetzt wirklich eine Herde aufbaut oder züchtet auf einem Hof, aus den Blutlinien der Mitte heraus, mit ab und zu Zukauf eines Bullen aus der Region, dann baut sich ein Herdenorganismus auf. Und das ist das Wichtige. Dass man einen Herdenorganismus hat. Dass die Tiere, die da zu einer Herde zusammengefasst sind, alle in etwa zur selben Zeit dasselbe tun. Und wenn Sie so eine Herde begleiten, raus auf die Weide, da gibt es dann ein Leittier vorneweg. Und dann ordnet sich das so hintereinander. Ziehen die immer in einer einzelnen... Also einreihig ziehen die da erst mal über ihren Weg bis zur Weide. Und dann verteilen sie sich. Und dann fangen sie an zu fressen. Dann ziehen sie praktisch alle Tiere in eine bestimmte Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Also die Tendenz ist da, dass die Tiere mehr oder weniger immer gleich dasselbe tun. Fressen, fressen, fressen. Relativ rasch reißen sie, rupfen sie das Futter ab, sie beißen es ja nicht ab. Also beißen können sie ja gar nicht richtig, weil sie im Oberkiefer keine Zähne haben, nur Unterkiefer. Und die drücken sie aufeinander und dann rupfen sie es ab. Also relativ schnell. Und dann alle zusammen. Und dann plötzlich haben sie genug erst mal gefressen und dann gehen sie zur Tränke, eine nach der anderen. Und so ist ein ganz bestimmter Herdenrhythmus. Das macht eine gute Herde aus, dass da ein eigener Herdenrhythmus waltet. Darauf muss man mal sein Augenmerk lenken. Nun, wie lange darf ich hier noch machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:40:34] Müssen Sie sagen. Also wie lange sie noch können und wie sie es rund machen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:40:38] Na ja, nun. Also ich muss es sowieso. Das Ganze kann ich sowieso nicht. Aber vielleicht nur noch so viel: Die Kühe fressen ja jetzt relativ rasch im Vorwärtsschreiten. Sie laufen über die Weide. Sie trampeln ja auch viel dann nieder. Wenn es dann zu hoch gewachsen ist, muss man aufpassen, dass man rechtzeitig genug weidet. Also dass das Gras also nicht, sagen wir mal, bis zu zehn Zentimeter hoch wird, dann ist es eigentlich schon fast zu spät. Dann bilden sich schon Halme. Und da muss man schon sehr alte... Also eigentlich eine Herde haben, die noch viel ursprüngliche Qualitäten bewahrt hat. Die fressen auch das Halmartige. Die heutigen Hochleistungsrachen, die fressen am liebsten das Futter zwischen fünf und sieben Zentimeter. Aberdas ist ja relativ rasch. Und dieses Futter ist auch sehr eiweißreich im Übrigen. Kann man ja verstehen, junges Futter. Also relativ jung. Und sie umfassen es auch gerne so mit der Zunge. Und dann nehmen sie es auch in das Maul. Und die Zunge wischt dann übers Flotzmaul. Haben Sie das mal beobachtet? Die wischen dann über das Flotzmaul. Und da hängen lauter feine Tröpfchen. Die tun die aus schwitzen förmlich oder aussondern, aus den Drüsen des Flotzmauls. Und dann nehmen die schon da wahr, was sie da gerade gefressen haben. Schon das Flotzmaul scheidet das sofort aus. Die Reaktion. Und dann über die Zunge schmecken die: ist das was? Oder ist nichts? Deswegen haben die Kühe auch ein ausgesprochenes Selektionsvermögen für das Futter. Und dann nehmen sie es auf, ins Maul. Und die Schneidezähne spielen ja da keine große Rolle mehr, sondern nur noch die Backenzähne. Und dann schieben sie das Futter ein paar Mal hin und her, von rechts nach links, von links nach rechts. Mahlen. Und scheiden aus diesen gewaltigen Drüsen... Die hier sitzen, im Unterkiefer und Oberkiefer und unter den Ohren. Aus diesen gewaltigen Drüsen scheiden die jetzt ihren Speichel aus. Das geht alles ziemlich rasch. Und dann wird es abgeschluckt. Das ist erst mal weg. Und die fressen dann weiter. Dann kommt der nächste Batzen. Und dann geht es alles runter dann, in den Pansen. Durch die Schlundröhre. Und der Pansen ist jenseits des Zwerchfell. Unter dieser Trennung von der mittleren Herz-Lunge-Region, in die Stoffwechsel-Region. Da ist das Zwerchfell. Und dadurch geht es. Und dahinter, also in dem Bereich des Stoffwechselorganismus lagert jetzt... Ja, man muss wirklich sagen, lagert. Vom Zwerchfell bis in die Beckenhöhle hinten dieser mächtige Sarg von 150 Litern Inhalt, der Pansen. Ein riesen Sack. Und da stopfen die jetzt das alles da rein, über die Haube. Es geht also... Oben über dem Pansen sitzt die Haube. Und der sogenannte Schleudermagen. Und von dort wird es hinein geschleudert jetzt förmlich, in den Pansen hinein. Und dort findet jetzt diese erste Vergärung statt. Und dazu muss die Kuh ruhen. Also wenn diese Vergärung ein bestimmtes Maß erreicht hat, dann holt sie nämlich jetzt aus dem Pansen wieder eine Portion nach der anderen wieder herauf ins Maul. Und fängt wieder an, wiederzukauen. Und wenn die Kühe wiederkauen, dann legen sie sich hin. Dann fressen sie nicht mehr. Man sieht es auch ab und zu, dass er noch stehen und wiederkauen, so ganz gemächlich. Oder dann eben im Liegen. Vollständige Ruhe. Und ein Batzen nach dem anderen wird hochgeholt und zwischen den Mahlzähnen jetzt hin- und hergeschoben. Und je nachdem, was für Futter es ist, 30 mal Kau-Akte, also Wiederkau-Akte. 40 Mal. Bei Raufutter, 50, 60 Mal, dass es hin- und hergeschoben wird und ständig eingespeichelt. Und die Kühe haben ein Speichel-Volumen am Tag bis zu 60, 80, 90 Liter. Das sind also unglaubliche Massen. Die das Futter aufschließen und auch in der ersten Anregung dann für die mikrobielle Verdauung abgeben. Und dann schluckt die Kuh jetzt das Futter wieder ab. Und wenn es dann genügend vorverdaut ist, dann geht es direkt in den Drüsenmagen, am Pansen vorbei, durch einen Psalter. Das ist der Blättermagen. Und dann geht es dann in den Drüsenmagen. Und dann geht die Verdauung weiter. Und ich würde sagen, wir machen jetzt doch mal Schluss, denn ich komme sowieso nicht zu Ende mit dieser ganzen Verdauungsfrage. Ich möchte morgen dann gerne noch mal jetzt diese Frage der Düngung durch das Haustier abschließen. Und dann übergehen, zu der Präparatedüngung und Präparatenfragen. Ja. Also dann. Vielen Dank für Ihre lange Aufmerksamkeit. Das war etwas lang. &lt;br /&gt;
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== Schlüsselwörter ==&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2030</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-03T10:02:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Video &amp;amp; Audio */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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==Themenschwerpunkte==&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
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{{Banner5v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Banner6v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:55:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Video &amp;amp; Audio */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Video &amp;amp; Audio==&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=8Zsxvq-puDo]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 4v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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==Transkription des Vortrages 4. Folge==&lt;br /&gt;
] So. Kommt da noch jemand oder... &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:01:36] Es kommen noch zwei. Aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es ein bisschen zu eng. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:01:44] Ja, es wird alles zu eng. Ja, einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der eigentliche Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist. Bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate. Und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr, sehr weitläufiges Thema. Um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Und wir haben ja nun... Also bei den Präparaten handelt es sich ja um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt. Und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was konvertiert wird und eben als Dünger eingesetzt wird, pflanzlicher oder tierischer Art. Und die Präparate sind nun etwas, was weit darüber hinausgeht. Was eben seinen Ursprung hat in der Geisteserkenntnis des Menschen. Also sie sind nicht naturhaften Ursprungs. Nur natürlicher Aufwand in Bezug auf das Material, was man verwendet. Aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind und wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft sich ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt. Und das macht erst mal große Verständnisschwierigkeiten, ganz selbstverständlich. Und man braucht eigentlich schon Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht. Aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft. Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger. Denn wir verwenden ja winzigste Substanzen. Also es ist auch vernachlässigbar, förmlich, was da substanziell eingesetzt wird. Aber eben diese Substanzen sind nur Träger von Kräften. Und um die Kräfte geht es. Und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. So, und jetzt möchte ich... Haben wir ja am... Also gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich? Physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation. Und dann der Mensch als Ich-Handelnder, aus einer Geistesnatur Handelnder, der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, gestaltet so einen Organismus der Landwirtschaft. Das haben wir betrachtet. Die Viergliederung also, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturreichen betrachtet. Und da möchte ich noch einmal zurückgreifen, auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, wo ich den... Wo ich vom Menschen ausgegangen bin. Und haben gesagt, es gibt eine Dreigliederung des Menschen, nach Kopf, Brust und Stoffwchsel-Gliedmaßen. Da nehmen wir noch das Zwerchfell da rein. Zwerchfell, Gliedmaßen. Also diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen. Da vertikale Mensch ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polares Stoffwechsel-Gliedmaßen-System und etwas, was dazwischen beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht. Das rhythmische System. Ich muss mich sehr kurz fassen in dieser Sache. Diese drei, dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut. Immmer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. Und so ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Landwirtschaft, von der ja in dem Satz, den ich gerade zitiert habe, noch vor... Gleich am Anfang. Der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn noch mal zitieren: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Also sie hat es nicht, sondern sie erfüllt es erst. &amp;quot;Wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.&amp;quot; Jeder Hof anders. Also eine Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität. Und dieser Begriff der Verschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, ist der so gebaut, in seiner Dreigliederung, dass er Träger ist, werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich da erleben, im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat, zu denken. Durch den Leib die Möglichkeit zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat, zu wollen. Das ist zunächst einmal Leib gebunden, erscheint es. Und die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer mehr befreit. Nun, also diese Dreigliederung wollte ich noch mal jetzt zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen, für die Bedeutung der Präparate. Und da ist es ja so, dass... Also das Zwerchfell hat auch noch einen gelben Strich und einen roten Strich. Das besteht nun tatsächlich, wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen. Und man schaut dann in die Natur, dann wird man sie, wie gesagt, überall wiederentdecken und so auch, wenn man versucht, den Begriff der Landwirtschaft und der Individualität zu fassen. Und da stellt sich das im folgenden Bilder dar. Das möchte ich jetzt eben kurz andeuten. Dass, wenn hier jetzt, sagen wir mal, der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen. Wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier: Das menschliche Haupt ist charakterisiert dadurch, dass es in relativer Ruhe sich befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind. Dadurch, dass da Todesprozesse, also Absterbeprozesse, der Tod da sozusagen wirksam wird. Nur dadurch kann Bewusstsein entstehen. Also alles das. Und dann eben auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse. Alles das kennzeichnet eben auch das, was sich im menschlichem Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz. Und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man das mal vergleicht mit dem menschlichen Stoffwechsel. Und alles, was über der Erde, in Luft und Wärme... Hier ist Erde und Wasser. Und hier in Luft und Wärme. Alles, was da herauf wächst oder herauf... Oder was sich da abspielt zunächst einmal, an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet. Ein ständiger Wechsel und Wandel. Was im Atmosphärischen sich abspielt, in Wind und Wetter, in Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenheiten, dem ständigen Wechsel, völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann. So ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch also genügend Variablen, die irgendwo noch offen lassen, dass nicht doch ein schönes Wetter... Statt, dass es regnet. Also das ist ein ständiger Wechsel und Wandel. Es ist eigentlich verwandt mit dem, was in den Stoffwechselprozessen des Bodens sich fortzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum. Und er bezeichnet das aus dem Kopf der Landwirtschaft. So. Also das habe ich eben sehr schnell und kurz gesagt. Nur damit Sie mal sehen: Da ist also eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme, sagte ich. Und nicht drunter, in Erde und Wasser. Und da laufen... Spielen sich spzifische Prozesse ab, die verwandt sind, denjenigen im Menschen selbst. Und nun gibt es dazwischen eben, hier, diese hauchdünne Haut, die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch. Und das ist der Boden. Und das ist ja ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann ja eigentlich kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesem rätselvollen Organ befasst. Aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Aber was das tiefere Geheimnis eigentlich dieses Bodens ist, das kann sich erst... Kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigentliche Polarität auffasst, die sie hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt. Ein Potenzial, nämlich Pflanzen hervorzubringen. Nur in dieser äußeren Haut. In dieser Begegnungszone zwischen oben und unten. Und diese Haut kann man gar nicht genau definieren im Grunde genommen. Es ist. Hauptsächlich natürlich... Man kann sagen, es ist der ABC-Horizont. Der A-Horizont ist der Humus-horizont. Der B-Horizont ist der Verlehmungs- und Tonhorizont. Und der C-Horizont ist das noch unverwitterte Gestein, ne? Das sind die drei. Die Dreiheit. Die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen. Ich nehme an, dass Sie sich damit ja auch auseinandergesetzt haben. Also, und nun wächst ja hier in diesem Boden, wenn wir dann Samen reinsetzen... Dann wächst der, senkt er seine Wurzel hier runter, in den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Und entwickelt seinen Spross hier herauf. Also nehmen wir mal irgendein Getreide. Und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht, in der Ähre. Im Grunde genommen die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen materialisiert, das Bild der landwirtschaftlichen Individualität repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzlbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter und dann oben schließlich die Ähre, die Fruchtbildung in der Ähre oben. Und wenn man jetzt eine Beziehung sucht, zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopfe stehenden Menschen und dem aufrecht nach oben, rechts senkrecht nach oben stehenden Menschen... Wenn man eine Beziehung sucht, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Denn dasjenige, was hier unten unter dem Boden fruchtet... Es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde. Und das ist die Möhre. Und die Schwarzwurzel. Das ist was ganz Erstaunliches. Da gibt es also Pflanzen, die hier oben sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht. Und wenn man diese Frucht nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nerven-Sinnes-Pol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung. Eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und den Kälbern füttern. Dann kriegen Sie ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also bewegungsfreudig. Dann, wenn sie also Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nerven-Sinnes-Organisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Und wenn sie umgekehrt jetzt hier von hier oben das füttern hier, um den Stoffwechsel Organismus zu ernähren, die Samenfrucht, nicht wahr? Dann entwickelt man physische Kräfte. Dann wird der Leib sozusagen... Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Da braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Und wenn man mit Pferden gearbeitet hat, dann hat man denen Hafer morgen erst mal ein paar Scheffeln gegeben. Der Hafer sticht und dann kann es das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Also das ist eine ganz andere Art der Ernährung hier, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt. Und andererseits eine Ernährung, die den Nerven-Sinnes-Pol stärker durchdringt. Und wenn man jetzt alles das, was hier dazwischen sich entwickelt an Stängel und Blatt, was die Kühe so gern fressen. Oder was sich in der menschliche Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet. Der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf, überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Ergibt sich das ganz neu. Aber das ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist. Also die Möhrenernährung bei den Tieren, die ist schon uralt. Und auch die Leinsamen-Ernährung hier oben, dass man eine Samenfrucht für die Entwicklung der Kälber... Sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol. Dass es eine, wie Rudolf Steiner ausdrückt, eine gutmilchende Kuh wird, das Kalb. Das hängt mit der Leinsamen-Ernährung zusammen. Also da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Und jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen: ist diese Welt, die hier hereinkraftet... Da ist der ganze Kosmos beteiligt. Und die Welt, die hier unten hereinkraftet, da ist die ganze Erdentiefe beteiligt. Die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut. Diese Haut ist eigentlich so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts. Der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht: Was ist eigentlich der Grund, dass das so schön wachsen kann? Dann wird man sagen: Ich kann es nirgendwo irgendwie wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles. Es wächst tatsächlich. Es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich eben begegnen. So. Und jetzt ist die ganz zentrale Frage, das die Grundfrage aller Landwirtschaft: Wie kann ich diese Haut hier, diesen Boden... Wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst? Oder anders gesagt: Wie kann ich das relativ unselbständige Hautorgan hier, was ständig den Einflüssen ausgesetzt von oben ist, den Außeneinflüssen von unten? Und nur immer antwortet, nur immer reagiert, wenn die Sonne scheint. Da trocknet der Boden aus. Wenn es regnet, dann wird er nass. Also es sind immer exogene Einflüsse, die das Ganze, die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. Und so ist die Grundfrage: Wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen? So wie der Mensch sich verselbständigt als Mensch, aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man nur ein Abstraktling. Also so ist es auch hier. Es geht gerade in der Landschaft darum: Wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ, naturveranlagt... Wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg? Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat... Wie kann man die entwickeln? Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt. Und dann eine Erziehung genießt, in der Schule, und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer mehr selbständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich mir in meinem Betrieb die Bodenhaut immer selbständiger mache, immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist eine Erziehungsfrage gewissermaßen, vor der der Landwirt da steht. Und diese Frage... Oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte. Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Nicht wahr? Natürlich müssen Sie die Kühe melken. Und das geht dann also raus und irgendwie sonst wie. Aber letzten Endes die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht. Und den Sie dann daraus wieder auf diese Haut ausbreiten. Und der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Und da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir auch schon angesprochen. Das ist einmal das, was hier an Pflanzenrückständen entsteht und dann sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet, auf höherer Stufe, als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet. Und jetzt ist da die Frage: Was spendet der Mensch? Und da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden: Was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich... Da kann man groß ausholen. Und ich möchte nur das mal kurzfassen und sagen: Der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt... Verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoismus, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbaut sie für sich. Dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist. Er braucht für alle seine Handlungen... Braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch Nichts. Das ist nur noch, muss man einmal sagen, Matter, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann: Da istStickstoff drin. Da ist Phosphorsäure drin und so weiter. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Da sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken. Und sodass eben die menschlichen Fäkalien... Ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit. Wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger, in den Konsequenzen. Die Pflanzen erwachsen, gewiss. Aber vollkommen derangiert, in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen, also mit fäkalgedüngtem Gemüse etwa oder dergleichen, dann werden Sie feststellen: Diese Pflanzen, die verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Sondern das ist die... Die wachsen, ja. Die wachsen irgendwie. Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden. Aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Diese molekularen Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also kurz gesagt. Also das, was der Mensch selber beiträgt... Durch seine Ausscheidungen löst er sich aus dem gesamten Zusammenhang heraus. Es ist Schlacke. Es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und diese Pflanzenkläranlagen pflanzen. Also sagen wir mal, irgendein schilfartiges Zeug da heranziehen und das mähen und kompostieren. Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann also... Kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber wie wir immer gesagt haben, wenn mir diese Fragen gestellt worden sind... Da haben wir gesagt: &amp;quot;Macht doch Riesel-Äcker oder macht Pappel-Anlagen, mit Riesel-Bewässerung, Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht eure Formulare für die Bürokratie.&amp;quot; Es wäre so die richtige Verwertung dessen, um was es da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf diese Art beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet dieser ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt also in gesteigertem Umfange seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht. Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt: &amp;quot;Der Tritt des Bauern düngt.&amp;quot; Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Na ja, was düngt denn da eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, durch einen eigenen Tritt, gerade im Frühjahr, wenn der schon locker ist. Und das ist auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festtritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht. Und schaut, mit allen Sinnen sich öffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer und dann im Sommer selbst gegen Herbst hin... Was atmet da? Was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen? Dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt. Also, ich möchte mal sagen, das ist das größte Manko auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag sich wandelnd im Jahreslauf aus der Natur zu uns spricht. So. So ist also die Grundfrage, die eigentlich dem biologisch-dynamischen Präparaten zugrunde liegt. Ist die: Wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen... Dass sie sich hier verdichten und die Kräfte erhöhen? Dass sie sich verdichten? Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln? Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, das eher aufnahmefähig wird für das... Und zwar dauerhaft aufnahmefähig. Was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit dann äußert. Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologisch-dynamischen Präparate. Das ist ein Kräftedünger, die das von oben herein bitten und das von unten herauf dringen. Dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate. So, und jetzt werde ich das Ganze auswischen. Wie? Ja, dann können wir auch das andere auswischen. Die schönen Blümchen hier außen herum. Das ist eben schade. Diese fast gotischen Verzierungen, Arabesken, könnte man fast sagen. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:41] Aber es ist für die Nachwelt schon festgehalten. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Für die Nachwelt ist es festgehalten. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:46] Ja? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:47] Ja, ja. Alles aufgenommen. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:53] So, jetzt wollen wir... Wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erstmal meine Frage: haben Sie schon mal Präparate gemacht auf den Höfen? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:29:04] Ja. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:29:05] Alle. Jeder? Irgendwie mal alle Präparate? Oder nur einzelne? Oder überhaupt nicht? Und? Hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja? Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein. Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate. Ich zähle sie einfach mal auf: Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen. Das ist leider nicht möglich. Und da gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann ausgebracht werden, aus Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat. Die wir dann auch... Die dann auch gerührt werden. Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung... Hornmist-Präparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer... Müsste man genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit. Und ich kann jetzt also das nur mal in Bezug auf das Hornmist-Präparat ausführlicher machen. Und dann kurz auf das Hornkiesel-Präparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmist-Präparat machen, herstellen, dann gehen wir Ende September, um Michaeli, 29. September... Gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen. Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe. Wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat: &amp;quot;Das tut mehr als jeder Heilige.&amp;quot; In Sizilien hat man es das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher oft instinktiv einfach ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Den sammeln wir, unseren Kuhfladen, im Schubkarren, sagen wir mal, auf den Hof. Und dieser Kuhfladen nun enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat, vom Frühjahr hier bis zum Herbst, über den Sommer hinweg. Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische, qualitative Analyse vollzogen. Und das alles hat sich irgendwo in dem Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlaufe des Jahres an Futter aufgenommen hat und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so ein Kuhfladen. Und dieser Kuhfladen... Normalerweise, wenn der auf einer Weide liegt, dann unterliegt er einem Mumifizierungsprozess. Naturhaft, rein naturhaft. Aber wir machen jetzt was ganz anderes, als was die Natur macht. Wir machen etwas... Das möchte ich hier mal so ein bisschen streicheln. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist. Und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formgestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechsel-Endprodukt, was wirklich ein reiner Spiegel dessen ist, was stoffwechselhaft da in der Kuh sich abgespielt hat. Ein Stoffwechsel-Endprodukt. Und das ist vom breiiger Natur. Das heißt, gestaltlos. Natürlich kann man... Nimmt man nicht gerade eine laktierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist. Sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz. Das ist ganz wichtig, dass man sich das klarmacht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz, erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich es mit der? Was ganz Unmögliches. Indem ich jetzt hier ein Horn, ein Kuh-Horn nehme und diese Substanz hier reinfülle, in die innere Höhlung und die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation. Stufe der Präparation. Eine Umstülpung. Denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen, in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist ihrem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan. Da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene... Und bei den tropischen Wiederkäuern. Das sind ja gewaltige Gehörne. Um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan, aus wenig Substanz, reine Form. Wunderschöne Formen, die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen: Wie stülpe ich die um? Und die gesamte Herstellung aller Präparate folgt diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestülpt wird. Denn dadurch entsteht eben etwas Neues. Nun also. Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel-Endprodukt mit einem Nerven-Sinnes-Pol... Im Horn, was vom Nerven-Sinnes-Pol der Kuh stammt, da ist es ja so: Die Kuh ist weg. Die ist dann nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht. Aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht. Methodisch. Nun möchte ich mal eine Zeitkontrolle machen. Ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet... Ach nin, das mache ich einmal anders. Wenn Sie mal den Schädel nehmen der Kuh. Das ist das hier. Hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter. Wenn Sie dann den Schädel nehmen der Kuh. Dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung. Und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht. Das ist dann hier der Kuh-Schädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn die Kuh... Wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst in der Pansen sich ausbildet entsteht da oben dieser Knubbel. Und da wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein: Das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst, wenn das Kalb anfängt Raufutter aufzunehmen, nachdem sie die Milch genossen haben, dann das Raufutter beginnt, dann fängt an das Horn zu wachsen. Also dieser Hornzapfen. Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuh-Horn rein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl. Und da strömt Atmungsluft herein, Atmungsluft. In dieses Organ, was durch und durch hart ist, Knochen ist, also das Erdig-Feste, sagen wir mal. Da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der hohen Bildung, nämlich die Luft und das Harte, Erdig-Festige als Element. Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost, heißt es, so sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich, ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut, befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden. Die wandern dann über die Pfortader, dann in die Leber. Von der Leber ins Herz und vom Herz in die Lunge, als noch venöses Blut. Und dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopf-Schlagader ab. Eine Arterie, die also den ganzen Kopf-, Hauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopf-Arterie, die strömt dann auch also mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt: Warum eigentlich? Da der Chef wohl einen Blackout gehabt, dass er da also so einen Überschuss da an Blut in die Hörner oben schickt. Es könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet. Das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise... Strömt da das Blut raus. Also da merkt man schon, da muss man schon aufmerksamer werden. Da ist irgendwo noch eine andere Funktion als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt... Was nehmen wir denn mal für eine Farbe? Nehmen wir mal Grün. Warum auch nicht? Stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide. Und was ist die? Haut. Verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchst verdichte Substanz, die es überhaupt aufGottes Erdboden gibt, im Organischen. Es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und die ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweiss-Substanz des Horns. Und da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht... Also ich muss noch mal hinschreiben, es ist einmal das Erdig-Feste. Das Element das Erdigen also. Dann das Wässrige, das Blut. Und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt. Und dann, wenn sie sich anfassen, dann merken Sie, dass die wie ein Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und da fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle. Durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird: Das ist genau derselbe Aufbau, der jedes wache Sinnesorgan auch hat. Ob es das Auge ist oder das Ohr. Immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen... Wodurch das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet. Die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehör-Knöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erst mal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden. Also Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn, rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar. Es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih. Wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben ,mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht. Sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab. Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten... Auch dieses Horn. Schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert. Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren. Sondern die Funktion des Horns besteht darin... Dadurch, dass das alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut... Der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an naher Substanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen. Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Es ist also meine Überzeugung in der langen, jahrelangen Überlegung in dieser Richtung. Die kosmisch-qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkau-Akt. Und das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen dann fort über die Blutbahn. Und das sind dann ätherisch-astrale Kräfte, die da strömen. Und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen in den Organismus. Und werden dann erst wahrgenommen. Aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch... Bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir hier verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa. Und diese Serosa ist enerviert. Das Bauchfell generell ist enerviert, in hohem Grade also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusst machend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmisch-qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verläßt. Kurz gesagt. Und das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird. Dieses Kräftepotenzial in sich zu konzentrieren und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stellen. Es ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, im Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus. Und immer dann, wenn sich was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das Ätherisch-Lebendige, Wachsende weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tiere wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch. Aber eben in der besonderen Weise, alles dasjenige zurückstaund, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist. Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird. Aufgrund des Zurückstrahlen-Könnens. Dass da nichst durchgeht. Da kommt nichts von außen rein. Und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation. So, jetzt müssen wir mal sehen. Ich wische das wieder weg. Ich brauche Platz. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:49] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? Das das eine Staufunktion ist? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:58] Also heute... Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und dann nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja ein Hohn. Also eine riesen Gefahr. Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein so eine geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben da irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist... Dieser Impuls ist da in der Kuh, hörner bilden zu wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen, hier oben am Stirnbein. Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere sind so ein bisschen wie... Sie stehen auch meistens ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern die sind vollkommen vereinzelt. Jedes Tier ist sozusagen ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da berühren oder mal so prüfen gegenseitig. Aber es ist keine Rache. Das ist der große Irrtum der Evolution, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Stoffwechsel... Also es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutter-Aufnahme. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:08] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Nochmal? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:16] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr hörnertragend. Die Ziegen schon noch. Und auch da gibt es diese schon hornlosen Rassen. Es ist überall so. Also die eigentlich Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also, wir sehen: Wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstau-Organ zu tun. Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix, ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab, da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Und diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Wenn wir... Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter. Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch, so eine Grube. An der Grenze jetzt von humoser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube. Und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein, in die Grube. So. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber. Das alles, was da oben an Niederschlag hereinkommt, dass das nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktische Sache. Deswegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Und das war hier, sagte ich, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Umstülpung. Das ist ganz wichtig, das ist immer eine Umkehr des Naturprozesses, was sich jetzt vollzieht. Dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner, als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Innern der Erde eingebettet. Und jetzt ist... Der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters... Wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer. Dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel... Dass jetzt hier Kräfte einströmen, während der Winterzeit, in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis oder was man heute auch den Tierkreis nennt... Aber gemeint ist der gesamte gestirnten Himmel. Die kraften jetzt rein. Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt. Die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken, in die Erde, während der Winterzeit, Kristall bildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt. Zum Beispiel die sekundären Tonmineralien. Kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Form-Kräfte, die wirken über die Erde. Über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner. Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens, den Hörnern. Und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt, in die Matrix, den Mist. Und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräfte-Konzentration, die sich da vollzieht. Und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen. Ständig muss sich die formen. Sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweiß-Formen entstehen, Kohlehydrate,-Formen entstehen, dass Fett-Formen entstehen. Also alles, was so substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Und an eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisaden-Zellen einer Blattoberfläche. Oder die Kutikularzellen, die die wirkliche Blattaut dann bilden. Alles ist anders geformt. Und so ist es dann, dass auch letztlich die Blätter sich formen, in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich auftut. Also eigentlich ist der ganze Frühjahrs-Wachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter. Will weiter wirken und rufen also diese durchformte, lebendige Substanz hervor. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls, klarzumachen. Dass wir in dieser Präparation des Hormist-Präparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren, in diesem... In dem dort vorhandenen Mist. Und dann kommt das Frühjahr. Und dann haben wir... Dann graben wir die aus und dann haben wir neuen Stoff in Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das ist... Dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es so was gibt. Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Uran und... Nicht Uran, sondern Plutonium erzeugen. Plutonium gibt so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber auch der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium... Wo ein Gramm reicht, um ganz Großraum Frankfurt ins Grab zu legen. Jeder Mensch und alles, was da nur wächst und gedeiht, ist sozusagen dem Tode überliefert. Wir haben es dort... Ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entläßt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und jetzt ist die große Frage: Sind wir als Menschen denn dazu berufen, nur diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen? Oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen? Die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken? Wenn man diesen Hintergrund mal sich vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind. Da haben wir ein Instrumentarium in Händen, wo wir neue Stoffe, neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen wirklich die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu elaborieren. So. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkiesel-Präparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor, gegenüber dem dem Hornmist-Präparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkiesel-Präparat ist der Kiesel-Kristall. Also ein Kristall. Ein Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest. Und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig. Das ist der Kiesel. Kiesel-Kristall. Oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert. Also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert, ist von Natur aus... Ist eigentlich... Wäre ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, sechssäuligen Kristall, nicht wahr? Einen, der da so gewachsen ist, hier auf einer Quarz-Oberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne und... Das ist reine Form. Reine Form. Kristall. Also herrlichste Form. Alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den, bis zum es geht nicht mehr. Sieben den mehrfach durch, sodass möglichst das Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen. So fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden. Das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen. Wunderbar. Und dann entsteht hier so ein ganz feines Kieselpuder. Das heißt, die Form wird verwandelt, durch unsere Tätigkeit, wiederum in Substanz. Wir machen ihn quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuh-Horn. Und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen. Dann läuft es da besser rein, in die innere Höhlung. Und dann lassen wir es... Stellen wir sie drei Tage, vier Tage senkrecht hin. Dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir das ein bisschen abkippen. Und dann können wir die Hörner vergraben. Nun, diese Hörner vergraben wir jetzt, genau gegenpolig, im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanz Form. Erfüllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich im Gegenpol zum Winter. Eigentlich müsste man... Könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil. Im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden... Machen wir da so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner dann rein vergraben. Und dann liegen sie jetzt von Ostern, Frühjahr bis Michaeli, ich sage mal, im Herbst... Ruhen die da in der Erde und sind jetzt da anderen Kräften ausgesetzt, als die Winter wirken. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften, der untersonnlichen, obersonnlichen Planeten. Untersonnlich ist Mond, Merkur und Venus. Obersonnlich eben auch Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte, in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers. Also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben. Die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner. Und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels. Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist eine Leistung des menschlichen Geistes. Das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon... Sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird. Und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind. Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen... Oder der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat. Das Horn ist ein echtes Tierorgan. Dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompost-Präparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt, von den Pflanzen, in Verbindung dann mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann tue ich nicht nur... Verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es den jeweiligen... Jeweilig im Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus. Also hier eben Erde und Wasser. Beim Hornmist-Präparat hier. Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkiesel-Präparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht. Im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeiten-Rhythmus. So, und jetzt nur noch... Die Zeit eilt uns fürchterlich von dannn. Die eigentliche Stufe der Anwendung dann der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz... Hier fest. Mehr oder weniger fest. Das Hornkiesel-Präparat und das Hornmist-Präparat, dass das als neuer Stoff erscheint. Dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Na, wenn ich hier also mein Fass stehen habe und hier oben irgendeinen Balken und hier den Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe, in das Wasser. Und das Ganze jetzt anfülle, so 3/4 hoch. Das also mit Wasser fülle. Regenwasser ist das Allerbeste. Angewärmt auf ungefähr 30 Grad. Wichtig. Und dies wird heute nicht mehr gemacht. Weil es so aufwendig ist. Weil man keine entsprechenden Wärme-Anlagen hat. Also jetzt geht es hier darum: Wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über? Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt... Dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen. Und zwar, indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie, langsam. Und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert. Und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter, bis auf den Boden herunter. Und das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. So. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt das natürlich weiter hoch. So. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist, eine Stunde lang das Wasser jetzt noch im Uhrzeigersinn zu rühren, sodass da einen Trichter entsteht. Bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann. Und der Trichter dann möglich sich herunterbildet, bis hin auf den Grund des Wassers. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt. Und dann entschließt man sich, in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn die ganze Sache... Wiederum einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, links herum, rechts herum, eine Stunde lang. Wenn man dann ein 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei 150 Litern Inhalt etwa: Das erste Fass fordert einen ganz schön. Und wenn man ein 400-Liter-Fast hat, umso mehr. Und das Interessante ist: Je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben... Morgens früh drei Fässer hintereinander haben viele gerührt. Und das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin. Also es geht drum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen. Und zwar fortwährend steigernd. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht täte, würde sofort schwappen. Es schwappt über den Rand oben rüber oder so. Sodass dann eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht. Da muss man immer mit dem Rührbesen sozusagen der zu bewegenden Masse des Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig. Nun, was vollzieht sich dann bei diesen Rühren? Da wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass zu etwa 3/4 voll ist und das Präparat ist drin... Kleine Menge. Winzige Menge. Dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann wird Sie merken, dass es in der Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch sagen sollte, hat man gesagt, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum geht es gegen unendlich. In Bezug auf die Geschwindigkeit. Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist es alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es langsamer sich bewegt. Und dann, je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas. Dass die homogene Menge Wassers sich auflöst in unendlich dünne Membrane. Häute. Die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbei gleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Es sind durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von der Peripherie zum Zentrum... Entsteht eine unendlich große Oberfläche. Können Sie das denken? Können Sie das denken, dass, wenn Wasser aneinander vorbeigleitet, von der Peripherie zum Zentrum hin aneinander vorbeigleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit? Die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Und dadurch entsteht... Durch die Strukturierung des Wassers entsteht eine, man möchte sagen, unendlich große Oberfläche. Das löst sich gleichsam in einer Oberflächenstruktur auf. Der homogene Wasserkörper. Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer die, die einprägt. So, wie der Erdboden, wie es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde, so ist jede Haut. Wenn ich drüberstreiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist. Wir waren selbst eine Art Wahrnehmungsorgan, aber ein empfangendes. Und auf diesem Wege, dieser Strukturbildung des Trichters, wird die feste Präparate-Substanz in das Wässrige übergeführt. Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Und nun kann man da natürlich endlos vieles noch dazu sagen. Es würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes dazu äußern: Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Rudolf Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde. Nun ist man jetzt der Meinung, wenn ich jetzt... Wenn es mir zu viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine, eine Stunde. Und diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt, von einem der Bauern damals im landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet: Wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in so Surrogatenmäßiges hinein. Das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Schönes Wort, Surrogatenmäßiges. Aber es ist so quasi ein Ersatz. Es ist nicht die Sache selbst. Also dann schildert er das immer weiter. Und er sagt ja nie ja oder nein. Also das wäre ja quasi eine Art... In die Freiheit des Menschen eingegriffen. Sondern man soll selber drauf kommen, wie man das am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt... Und das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt. Oder mit der (unv.) rührt, den Wirbelschalen... Ich weiß nicht, ob Sie die können. Wo das Wasser so lemniskatisch so hin und her... Wunderschön anzusehen. Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker. Und dann kommt man wieder und währenddessen läuft das ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so, wie hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe. So muss ich mich jetzt erst recht verbinden. Voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren. Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus. Also sein eigenes Wesen ist man 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag, zwölf Stunden, zwölf Stunden Nacht. Das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus. Der übrigens in Pädagogik auch eine Rolle spielt. Die eine Unterrichtsstunde, seit eh und je. Immer auch mit der kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von dem... Von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker. Das kann man immer beobachten. Oder ein Kliniker. Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form, den Rührprozess in irgendeiner Weise der Maschine... An die Maschine zu delegieren oder an die (unv.) ganz und gar... Kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat. Und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 68, als Betriebsgemeinschaft... Wir waren fünf Familien. Und wir haben gesagt, alles können wir machen hier. Wir können den ganzen Hof durchmechanisierung, wenn es denn irgendwie notwendig wäre. Eines nicht, das Rühren. Das ist also noli me tangere. Sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Und dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt: Wann ist das endlich... Die Stunde rum? Sondern dann merkt er allmählich dann, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann eine Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen. Das liegt heute so scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, eine Stunde. Und jetzt wird es der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Teilchen... Wo das durch die Luft fliegt. Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil die nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut. Das ist die Oberflächenspannung des Wassers, in seiner Haut. Und der ganze gegenwärtige Kosmos... Und das war ja alles vergangener Kosmos. Aber der gegenwartige... Jetzt in dem Moment, wo ich es herausspritze, hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten, eine bestimmte Stellung am Himmel. Alles ist in diesem Augenblick... Ist den Kräften der Welt ausgesetzt. Und so fliegen diese Tröpfchen da raus. Auch das muss man ins Auge fassen. Dass das Ausspritzen nicht einfach nur so eine... Na ja, man muss es ja irgendwie verteilen, auf das Feld, auf die Pflanzen. Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft, die Tropflieferungen. Und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden. Fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, hier sogar. Beim Hornmist-Präparat ein (unv.) Wenn man hinguckt, dann wird punktuell da, da und da die Erde ein bisschen feucht und schon hat es die Sonne weggeleckt. Oder es ist aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine Ursache, Wirkung im äußeren stofflichen Sinne sind. Sondern es geht hier wirklich darum, dass hier ich über Tage auf diesem Wege von der festen Substanz über die wässrige bis zur Wärme hin... Dass ich hier eins war, die Kräftewelt, die hier inauguriert worden sind. Jetzt wieder zurückführe in einen Wärme-Zustand hier im Boden. Der Boden darf nicht zu kalt sein. Um jetzt hier in Tröpfchen-Form zu landen und hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen. Und diese Wirkungen beziehen sich in Bezug, insbesondere in Bezug auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmist-Präparates. Dass es ein Ausgangspunkt der Sommersubstanz am Ausgangspunkt ist. Also in die allgemeine Mumifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich es hier aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um, über diese vier Stufen. Und wende sie an. Und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger, ein Sommer, eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat. Und jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich... Und die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich. Diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln. Die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Jetzt stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt. Dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind. Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dann dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat. Dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen, in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Und wenn jetzt hier wieder der Spross heraufwächst und da seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkiesel-Präparat... 501, 500, so werden wir abgekürzt, bezeichnet. Das Hornkiesel-Präparat auf das Grünen der Pflanze, auf die Blätter. Und was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr. Sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Nicht-Stoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das ist durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist, zu einem Sommerdünger geworden. Wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Und was vorher eine Sommersubstanz war und total verändert, verwandelt, wird jetzt zu einer Wintersubstanz, in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze. Und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel. Wenn Sie das jetzt... Das ist jetzt alles hier rasant gesprochen. Aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so rein zu denken, dass man... Man muss es machen. Man muss es wirklich machen. Das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass das... Dass ich der sachgerecht handhaben kann, den Rühr-Prozess, die ganze Herstellung. Ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren. Das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen. Es ist nicht möglich. Nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren. Und das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren. Wenn man nämlich alleine ist, kann man mal... Wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das mal machen. Aber so im Betrieb sollte eigentlich immer... Wir haben das so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt. Und besser ist es, wenn man zu zehnt, 13, 15 ist. Vielleicht nur kleinere Gefäße. Und dann von Hand. Da braucht man gar keinen Besen. Ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen. Dass wir diese Arbeiten möglichst mit viel... Dass er viele Menschenhände Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden. Und wenn man versucht, das jetzt von A bis Z... Das ist ein ewig langer, langer Prozess eigentlich. Einer ständigen Verwandlung. Und bei jedem Präparat anders. Wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt. Das ganze Jahr hindurch ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache.  Und das mit anderen Menschen teilt. Dann entsteht ein neues soziales Bewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Die größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute ist die soziale Frage. Die Umweltfrage natürlich. Gut, gut, gut, gut. Aber das eigentlich Drängende ist: Wie können wir überhaupt wieder ein soziales Bewusstsein entwickeln? Dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen. Sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen so etwas zu einem künstlerischen Prozess werden kann. Die Herstellung und Anwendung der Präparate. Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp. Und man kann es also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen. Und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarben-Präparat, das Kamillen-Präparat, ganz anders, wiederum das Brennnessel-Präparat, schon wieder anders. Aber immer demselben Prinzip folgend, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle, den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslauf. Das ist das Grundprinzip. Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Also dann wird sie wirklich so, dass man... Dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist. Sondern dass es Freude macht. Dass ich das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung... Dass ich wirklich die Arbeit durchfreue. Aber das geht von mir aus, dass sie nicht aus Last ist, dass sie nicht die Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, ist... Sage ich. Aber was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages, aus ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders, und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann. Jeder hat seine Wahrheit und es ist am Ende doch dieselbe, wie der Goethe das ausdrückt. Das hat der Goethe mal so ausgedrückt: &amp;quot;Jeder hat seine eigene, individuelle Wahrheit.&amp;quot; Wenn er sich wirklich bemüht im Leben selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell. So, wie die landwirtschaftliche Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so ist auch... Wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er. Es ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich das im Vorfeld... Gemeinschaft glaube, ich könnte einfach so ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und mich übend im täglichen Arbeitauflauf und immer aufmerksam bei der Sache bin, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag als Mensch, von Mensch zu Mensch... Es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen. Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch. Die brauchen wir heute im Sozialen. Ja. Entschuldigung. Ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das ist genau, was mein Hauptwunsch wäre. Also. Dankeschön. &lt;br /&gt;
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Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:00:42] Ja, einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen ja noch mal unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsrganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist ja eine der zentralen Fragen überhaupt heute in der Landwirtschaft: Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien? Und da hat man den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt und meint, also mehr in diese Richtung. Und der geht in diese Richtung. Also alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Und man lässt sich dann auch am Ende dann doch ungeheuer stark vom Markt bestimmen. Und macht da eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft. Und vergisst eigentlich den Impuls aus dem man heraus handelt, handeln will, als biologisch-dynamischer Landwirt. Und deswegen eben jetzt diese Betrachtung. Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismusgedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit? Und darauf kommt es an. Dass man nicht irgendwann mal, was man sich so klar gemacht hat... Und die üblichen... Die Arbeit läuft routinemäßig irgendwie sonst weiter. Sondern dass man eigentlich in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was man innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert... Dass man dieses Bild präsent hat in aller Arbeit. Da komme ich vielleicht nachher noch mal kurz drauf zurück. Jedenfalls bewundere ich hier zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus. Ein Kunstwerk. Man könnte natürlich das jetzt noch mal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Da habe ich heute leider und morgen keine Zeit mehr dafür. Wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darin steht. Also man kann das mal zunächst mal als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb ja nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Aber das ist ja nur ein zarter Bereich. Sondern eigentlich muss eigentlich ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;quot;Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen. Sondern ich will, dass du das an meiner Stelle... Ich bin kein Landwirt&amp;quot;, würde er sagen. &amp;quot;Und so delegiere ich sozusagen mein Ideal, was ich auch habe... Delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.&amp;quot; Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft nicht ein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle drin die Luft atmen, wo wir alle sozusagen unser Leben drin verbringen. Und da besteht eine Gesamtverantwortung. Und wir müssen irgendwie sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass dem Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;quot;Ich delegiere sozusagen meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.&amp;quot; Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt. Die selbstverständlich irgendwo auch aufblüht. Ganz hart. In den sogenannten CSAs, also in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage. Wo anfänglich sozusagen das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber... Zunächst natürlich auf der Vermarktungsebene. Aber das muss sich immer mehr steigern, bis auf den den geistigen Impuls selbst. Nun also, wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist. In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Und jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Und das kann man im Einzelnen ja dann auch beschreiben. Welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was dann die Pflanzenwelt bedeutet, im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber eben in die Erscheinung tritt, in der Pflanzenwelt. Und was damit alles im Zusammenhng... Dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit. Das Lebendige. Also jede Vereinseitigung in einem Betrieb, bedeutet eine Verarmung. In Bezug auf die Kräfte der Gesundung eines Landes, eines Organismus. Der basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt, der vielfältigen Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Und das dritte war dann eben der Seelenleib, wo wir dann uns befasst haben. Das letzte mal mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag. Und jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling... Diesen Begriff möchte ich gar nicht eigentlich nutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass sie wahrnehmbar wird, dass man, wenn man im Umgang mit den Tieren und mit seinem Bewusstsein... Wachhält in Bezug auf das: Was macht jetzt eigentlich dieser Vogel da in der Luft? Oder was ist jenes Insekt, das da fliegt, gerade die Blüte bestäubt? Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden... Kann teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna. Während bei der Haustierfauna ist es ja so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere. Und den Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege des Händen der Menschen. Sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen. Das Haustier sucht den Menschen. Und insofern tragen wir eine doppelte und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren, als gegenüber den Wildtieren, weil sie sich in diese Abhängigkeit begeben haben. Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der möglicherweise Züchtung im einem höheren Sinne, um eben immer mehr... Oder um Haustiere bleiben zu können. Sonst irgendwo verwildern sie oder sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in der Massentierhaltung heute verkommen die Tiere regelrecht. So, und jetzt haben wir uns ja zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und da uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Und haben dann jetzt versucht, hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Denn das ist ja gerade der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt: Was macht ein Tier? Wie äußert es sich nach außen, in seine Tätigkeit? Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus. Eine Abgrenzung nach außen und eine Gliederung in Organe. Das charakterisiert jedes Tier. Und jetzt, wenn man sich mit dem Rind befasst im Hinblick auf seine Funktion im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als dass es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet wie beim Pferd. Sondern die Tätigkeit der Kuh ist eigentlich ganz und gar sozusagen introvertiert. Nach innen gerichtet. Das ist ein introvertiertes Wsen, das Rind, die Kuh. Und man sieht es ja auch an dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es eigentlich mehr träumend sozusagen sich da so die Welt bewegt. Und dann haben wir zuletzt noch kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Die fressen alles das, was noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist eigentlich ihr Futter. Alles, bevor es zur Blüte kommt, also diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Und wir haben gesehen, dass das Rind also relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und auch einspeichelt. Und nach wenigen Wiederkau-Akten, nicht Kau-Akten, abschluckt und dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb dem Zwerchfell in diesem riesen Pansen. Und jetzt waren wir ja geendet am Mittwoch, indem wir gesagt haben, das, was da im Pansen sich abspielt an Gärungsvorgängen... Und das ist eine richtige Gärkammer. Also unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt, mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach da in dem Pansen tätig sind, und Bakterien. Und die bauen jetzt schon die leicht verdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist ja eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt. Das ist ja gerade das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser, also kohlenstoffreiche Verbindungen aufzulösen. Und dieser Auflösungsvorgang oder, sagen wir mal, Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh. Durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Protozoen sind das, Einzeller. Die bauen ab und bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das, wie der Regenwurm in seinem Darm, den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz. Steuert und verbindet mit Ton, Tonmineralien. Und dadurch dieser wunderbare, krümelige Boden entsteht, durch die Regenwurmtätigkeit so. Das geht aber... Das findet auch statt eben im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird also jetzt diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet und dann aber nicht irgendwie weitergeführt. Direkt, dann irgendwo in den Darm, also in den Drüsenmagen und dann in den Darm. Sondern, nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben, durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre, durch ins Maul. Und wird noch einmal mechanisch im Wiederkau-Akt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt. Und auf diesen Moment möchte ich noch mal mein Augenmerk lenken, den Wiederkau-Akt. Also da müssen Sie sich mal eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkaut. Wie die Kuh da aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen. Also nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern der die ganze Kopfhaut. Hat man den Eindruck, die spannt sich förmlich. Also man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit dem Kuh-Bewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich. Schauen Sie mal einer Kuh ins Auge, wenn sie frisst oder irgendwie so sich irgendwo herum bewegt oder da steht. Schauen Sie der mal in die Augen. Dann werden sie sehen, da sind diese riesen Kulleraugen. Da schauen Sie,wie in einem Brunnen. Bläulich die Farbe. Das isr dann so ganz bläulich, wie wenn man in ein blaues Wasser, ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es wie ein tiefer Brunnen eigentlich einem erscheint. Und jetzt fängt die an, wiederzukauen. Und da ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die da sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich. Und da fragt man sich wirklich: Was vollzieht sich jetzt da eigentlich in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesen Prozess des Wiedererkennens wie aufgeht, vollständig involviert ist? Und ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man das mehrfach mal anguckt, so eine Kuh wirklich beim Wiederkau-Akt. Dass da die Kuh jetzt erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher. Sie wählt ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter, im Wiederkau-Akt. Speichelt das ständig intensiv ein. Und mahlt da hin und her. Und es hängt jetzt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Ja, was? Auf was konzentriert die sich da eigentlich? Das ist nämlich so, wie wenn sie denken würde. Wenn man einen Menschen mal beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Und dann versucht er, eine Lösung gedanklich zu finden. Kann ich das verstehen, was ich da jetzt zum Gegenstand meiner Betrachtung habe? Und wenn man mal unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen, die Kuh, indem sie jetzt wiederkaut, nimmt sich ja die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese riesen Massen, auseinander. Zerkleinert sie systematisch. Und sie mahlt es ja förmlich und nimmt es also wie gesagt auseinander. Und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie sich mal... Versuchen Sie, so was mal ins Bild zu bringen. Die braucht ihre Augen eigentlich gar nicht. Und auch ihre Ohren nicht. Die müssen die Fliegen da immer wieder wegbewegen oder so. Also die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh, analysiert jetzt ihr Futter. Und da gibt es einen wunderschönen Ausspruch von Rudolf Steiner im landwirtschaftlichen Kurs, und zwar der Vortrag, dass da sich eine kosmisch-qualitative Analyse vollzieht. Es ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative. Keine quantitative. Eine qualitative Analyse also, wo die Kuh gleichsam die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Und diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges das Wachstum der Pflanzen das ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganzen Planeteneinstrahlungen, was nur irgendwie lebenschaffend wirkt, hat sich ja verdichtet. In der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlenhydratstruktur, im aufbau der Gerüstsubstanzen hat sich das ja alles verdichtet. Und jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen. Und ihre Wahrnehmung ist eigentlich eine, die wir nicht können. Die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Und wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir ein Stein verstehen wollen, was ein Stein ist... Das ist mir in meiner Jugend so gegangen. Ich habe immer gefragt: Was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe draufgekloppt, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Hat mir auch keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich in dem Stein innewohnt. Und so ist es. Die Kuh ist aber in der Lage, jetzt die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während dieser Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Und das sind die Lebenskräfte. Sie hat ja unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkau-Akt. Da fängt es an, ganz intensiv, dass sie eigentlich wahrnimmt: Was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert? Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweiß-Struktur und anders... Ob es nun die unteren Blätter sind, oder ob es die oberen Blätter sind. Oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Also überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert. Ja. Was ist das? Was drückt das aus? Und das analysiert eigentlich das Rind. Das ist der übersinnliche Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Also es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum. Das wird jetzt auseinandergenommen. Und die Kuhn hat da Wahrnehmungen, nämlich sie ist ein beseeltes Wesen. Kann also diese Wahrnehmungen irgendwo in sich verarbeiten. Also da muss man sich einfach mal wahrnehmend beobachten, selber sich ein Bild machen von dem, was da sich eigentlich als Tätigkeit in der Kuh vollzieht. Und jetzt ist die große Frage. Da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei, durch dieses Auseinandernehmen. Also die ganze Zellulosesubstanz wird alles auseinandergenommen, zermahlen. Und da werden diese Kräfte frei, die da jetzt sich gebunden haben, im Verlaufe des Vegetationsjahres, in der Pflanzensubstanz. Und darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie, das hebt sie. Das, was da rein ätherisch, lebendig, sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang. Das empfindet sie. Was macht sie jetzt mit diesem Kräftepotenzial? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Und das alles auseinandernimmt, das ist fest. Alles, was da das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird jetzt plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Und jetzt ist das... Da füllt es den ganzen riesen Leib der Kuh aus, möchte ich mal sagen. Das Ergebnis dieser Analyse. Was macht die damit? Das ist eine große Frage. Natürlich, die Kuh ist ja ein Wesen, was nicht gerade sehr furchtbar nach außen intelligent erscheint. Also mit ihrem träumenden Bewusstsein, dass sie da ständig den Kopf da... Mit dem Flotzmaul da im Gras herumwühlt. Sondern ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Innern. Sie ist hochintelligent, hoch, höchst intelligent, in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Und die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das. Der kann das in einen Gedanken verwandeln. Der kann aus den Lebensprozessen... Kann die sozusagen ihr Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt, dem Lebendigen... Dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen. Sodass sie eigentlich ein sehr hohes Bewusstsein eigentlich entwickeln könnte. Ich habe mal, ich entsinne mich gerade, bei Emerson... Das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert. Der ein großer Goethe-Freund war und auch mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war. Und der hat sich sehr auch mit der Kuh... Er hat die beobachtet, was das eigentlich für ein Wesen ist. Er hat gesagt, eigentlich, wenn man so eine Kuh so anschaut, beim Wiederkauen, da müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich, erheben kann. Und daraus jetzt sozusagen in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist. Sondern sie muss eigentlich drauf verzichten. Und wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht, sich ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtswesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da eigentlich erleben kann. Augenblicklich. Es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten. Kein Tier kann das. Sondern sie muss immer wieder neu diese Empfindungen sozusagen in ihr wachgerufen werden. Und so verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte einerseits für ihr Bewusstsein. Sie bewegt sich ja, sie muss ja sozusagen irgendwo ihre Leiblichkeit unterhalten. Sie braucht natürlich einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist als das, was die Kälberfütterung je braucht. Und da bleibt immer noch ein riesen Überschuss übrig. Was macht die jetzt mit diesen Kräften? Die sind eigentlich frei geworden in Bildekräften des Pflanzenwachstums, aber von ihr durchseelt. Von ihr belebt und beseelt. Was macht die damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Und das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat, im Zuge ihrer eigenen Verdauung jetzt enthält. Und das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man ja analysieren. 0,5 %, 0,4 bis 0,5 % Stickstoff und so und so die Phosphorsäure, Kalium. Unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt ist maßgeblich, sondern der qualitative, die qualitative, kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesem Dünger, der die Kuh verlässt. Und durch diesen Dünger... Oder diesem Dünger die Düngekraft verleiht. Er ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. In keiner Literatur finden wir den irgendwo. Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Weil das ist so schwierig, sich klar zu machen: Was ist eigntlich eine Kraft? Ich weiß nicht, ob ich es schon angedeutet habe. Ich kann nicht wissen, was eine Kraft ist. Mit meinem normalen Verstandesdenken. Und es muss auch jeder Physiker einem zugestehen: Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Und weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir es Energie. Aber das ist nur ein anderes Wort. Das besagt gar nichts. Man weiß es nicht. Man weiß effektiv nicht, was es ist. Man versuchte dann immer dahinterzukommen, indem man es wieder stofflich fasst, in Form von Atomen, von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint immer, man könne es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Und am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik, in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum. In diesem Sinne. Der die letzte Einheit allen Daseins wäre. Das gibt es eben nicht. Das weist die Quantenphysik nach. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen. Und ja, im Grunde genommen bereitet aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur... Bereitet die Kuh einen Dünger vor, der, je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie sie pflege, wie ich mit ihr umgehe, einen Dünger zubereitet, der mehr oder weniger wirksam ist. Und Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000-Liter-Kuh odeine mit der Leistung, einer Jahresleistung von 100.000 Litern, dass die überhaupt noch einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht alles in einem Maßverhältnis. Wenn es nur einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt... Also im frühen Jugendalter. So ist ja Schnitt heute aller Schlachtungen. Liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen. Da ist die Kuh verbraucht. Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten und so weiter Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist es vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Also solche Sachen muss man versuchen, mal auch sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Und die Stoffe sind nur sozusagen die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräftezusammenhänge. So. So erhalten wir also, wenn wir unsere Kühe halten, auf unserem Hof, in einem maßvollen Maßverhältnis, maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben, als der Betrieb an Futter hergibt. Sondern genau das Maß, was eben der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht.. Dass man dieses Maß hält. Das muss man mal finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großviee-Einheit pro Hektar, in Form von Rindern. Das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Kann man auf bäuerlichen Familienbetrieben. Gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben, da muss man schon von Glück sagen, wenn man da 0,3, 0,4 Großvieh-Einheiten pro Hektar hat. Und wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine. Und dann meint man auch, man könne die Schweine addieren, zu Großvieh-Einheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Also es geht immer um Maßverhältnisse. Und die muss man eben für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder, sagen wir mal, Begabung, wie ich das schon mal gesagt habe. Und jetzt muss wir da in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die dann da für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und die Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind. Und diese Maßverhältnisse zu finden, ist eine ungeheure Schwierigkeit heutzutage. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismuszusammenhang, für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Nun also dieser Dünger, der jetzt durch das Rind anfällt. Hier in diesem Seelenglied, ich glaube, es ist der, in dem fasst sich gleichsam zusammen, in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe... Wenn ich mal das jetzt ins Bild bringen soll. Fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf. Und wir partizipieren als Menschen davon. Natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und andere Anbaufrüchte. Aber im Großen und Ganzen, was die Massen anbetrifft und überhaupt, was der Betrieb sozusagen produktiv aus sich heraus setzt, an Futterpflanzen aus dem Grünland und aus dem Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Und das Ergebnis dieser Analyse ist dann der Dünger. Und dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen. Was es auch sei. Es ist ein Heilmittel für die Erde. Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe neulich mal wieder die italienische Reise bei Goethe gelesen. Und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt, auf Sizilien damals... Da kommen die auch zu sprechen, auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war ja sehr bewandert in diesen Dingen, hat ja selber einen kleinen Betrieb eine Zeit lang gehabt. Goethe. Weiß man heute gar nicht so genau. Und da schildert dieser Bauer eben, wie sie auf ihn zu sprechen kommen, dass er sagt: &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen.&amp;quot; Hat der Bauer gesagt. &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&amp;quot; Das ist noch was ganz aus dem Volkstümlichen heraus gesprochen. Aber im Volkstümlichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen noch nicht intellektuell die Sachen zerdacht wie in der Wissenschaft heute. Sondern haben auch noch aus einem unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst. Dass man unmittelbar dann erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht, im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffend, Gesundheitsbildung, Gesundheit schaffend. Er gleicht aus. Und so möchte ich jetzt dieses Kapitel hier in Bezug auf den Seelenleib noch kurz abschließen, indem ich eingehe auf die Wirksamkeit, die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes. Sofern man das also dann vielleicht auch experimentell auch genauer sich vor Augen führen kann. Also jetzt ein großes Problem bei der Haustierhaltung ist ja die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Und ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an im Jahr. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Verarmung. Verluste nennt man das heute, Substanzverluste. Und so kommt es gerade in Bezug auf einen Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung versucht, auch einzubeziehen in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Und da gilt ja bei der Erfassung des tierischen Düngers seit alters... Also seit uralten Zeiten das Gesetz: &amp;quot;Halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Das ist sozusagen der Grundsatz aller Mist-Bewahrung: &amp;quot;Halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Und was sagt das? Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir ja heute auch allenthalben üben. Das ist der Tiefstallmist. Wie wir auch ihn hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Und warum ist Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern so sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht. Und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen. Also Sie kennen ja... Im Tiefstall ist es ja so, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten ist, man hat den Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt ja total ab. Da kann man auch Holzschnitzel unten erst mal einstreuen, der saugt dann so ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Und dann Stroh drüber und dann gehen die Kühe drauf und jauchen drauf und setzen ihren Mist ab. Und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest. Und da gibt es dann eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Also schönes, warmes Polster, vor allen Dingen über den Winter. Und dann streut man wieder ein, wenn das also ein bisschen anfängt, matschig zu werden. Streut man wieder ein. Und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist da gewährleistet im Tiefstall, durch die Tiere selbst. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen. Die Tiere machen es. Man braucht natürlich ziemlich viel Raum. Zehn Quadratmeter pro Tier, mindestens, in so einem Tiefstall. Und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu. Also zehn Kilogramm pro Tier und Tag ist da allemal erforderlich. Und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt es vielleicht bei sieben Kilo oder sechs Kilo. Also das hängt dann sehr davon ab, was der Betrieb wirklich an Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht. So baut sich allmählich dann also dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben. Und darunter kühlt es ab. Und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also Abbauen durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess. Also mehr eine Art sehr gedämpft... Oder Vergärung stattfindet. Und bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ist ein anaerober Prozess. Unter Sauerstoffausschluss. Und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Und wenn man dann Fehlgärungen hat, dann fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen. Sondern es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es dann ausbringt, sagen wir mal, im August, zur Hackfrucht, im Rahmen der Fruchtfolge... Man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht. Dass dann die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn... Wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch. Und man könnte fast reinbeißen wie Brot. So ist dieser Zustand. Und das ist also das absolute Optimum, was man meines Erachtens in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann. Wo die Substanzverluste nicht gegen null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich so, sagen wir mal, zur Kompostierung oder anderen Verfahren. Heute wird ja mit dem Kuhmist vielfach einfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlicht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man es einfach irgendwo eine Weile hinwirft und dann irgendwann mal irgendwo, vielleicht auch irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Also die Bewahrung. Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Und für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man natürlich nicht alles... Keinen Mist im Tiefstall aufbewahren, sondern man kann ja die Tiere... Eigentlich nicht wirklich die Kühe im Tiefstall halten, tagaus, tagein. Sondern man muss sie ja dann immer wieder melken, man muss sie ja immer wieder füttern und Kraftfutter zugeben. Also sie müssen irgendwo eine anständige Futterkrippe haben. Und da stehen so rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? Also in den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie heute konfigurieren. Und dann macht man Gülle. Dann machen die die heutige Gülle. Und bei der Massentierhaltung fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus, jahrein. Oder Silofütterung verdauen die nur so halb vorverdautes Futter und dann setzen sie da hinten einen Mist ab, von dem man sehr fragen muss, welche Qualität er überhaupt noch hat. Und dann wird er einfach über die Entmistungsanlagen... Wird der mit der Jauche zusammen dann in Gülle-Behälter verfrachtet. Und da kommt es zu einer anaeroben Gärung. Also da kommt es ja nie dazu, dass da irgendwelche Erhitzungen stattfinden, sondern eine anaerobe, eine kalte Gärung. Und das Zeug wird dann noch, je nachdem. Nach ein paar Monaten wird das ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen auch ganz schön. Bei so Schweinegülle ist das allemal der Fall. Und das ist nur eigentlich eine Bewahrung. Aber es ist keine Pflege. Da verliert der Mist einfach an dieser, die ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotenzial zu bewahren, selbst zu bewahren. Das ist eine rein wässrige Angelegenheit. Und es wirkt dann auch ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, wie wenn es ein Mineraldünger wäre. Also die Frage der Gülle. Da muss ich einfach sagen, im biologisch-dynamischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein. Sondern man sollte eigentlich doch nach Wegen suchen, wie man möglichst Gülle vermeidet. Man hat die Jauche, und Jauche ist immer heute auch durch den Schieber immer ein bisschen Mist zugemengt. Die hat man allemal, als Kopfdünger, auch im Frühjahr, für das Getreide. Wenn das nicht so richtig in die Gänge kommt, Ende April. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen. Und das eine ist eben, wie gesagt, der Tiefstanllmist. Und das andere, da komme ich gleich drauf zu sprechen. Noch ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist also technisch... Oder das eleganteste Verfahren, zu entsorgen. Das Zeug zu entsorgen. Weil es nun mal anfällt, muss man es auch irgendwo hinverfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das ist eigentlich... Das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend auch erforscht ist. Man weiß es aus dem Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben ja keine Einstreumöglichkeiten und so. Das ist alles darauf ausgerichtet auf Verschlauchung. Man kann es auch nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben dann diese großen Spritzen, draussen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden. Alle Poren verschleimen. Und wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter. Dann baut sich da nichts ab. Und dann sind alle Poren dicht. Und wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab. Also erosionsartig kann das sogar die Narben verletzen von so einem Grünlandstandort. Und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe oder was da sich angesammelt haben, in den nächsten Vorfluter. Die ganze Gesetzgebung, die Düngegesetzgebung heute, die uns heute in den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich nichts kompostieren dürfen draußen in der Landschaft... Es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr. Entweder. Oder wir machen eine riesen Betonplatte und tun drauf kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter bei diesen Gesetzgebungen. Weil die immer gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt im hohen Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten. Und da fallen wir hinten runter. Also das erste Verfahren war das im Tiefstall-Verfahren. Das zweite Verfahren, das ganz Vergessenheit geraten ist, nahezu, aber was eigentlich im Grunde auch jetzt nicht ein Tiefstall-, sondern ein hochstallendes Verfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Und das muss neu entdeckt werden. Da bin ich also bombensicher. Wir müssen heute wirklich wieder danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln. Stapelmist heißt ja, dass man einen Frontlader... Also ausmistet im Stall. Und dann nimmt man also so einen Batzen und dann möglich mit der doppeltgreifenden Zange. Also dann hält man ihn fest und setzt dann den Batzen schön draußen, von mir aus, auf eine Betonplatte. Es ist unausweichlich, dass man das irgendwie befestigen muss. Setzt es da ab. Einen Batzen. Und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. Und dann hat man eine ganze Reihe, so breit, wie dann der ganze Stapelmisthaufen sein soll. Und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum einen Batzen davor. Und vielleicht noch einen dritten. Und dann hat sich zwischenzeitlich die erste Reihe so erwärmt, auf 30 Grad etwa. Mehr geht das nicht zunächst. 30 Grad. Dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erst mal in Gang kommen. Und dann nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Und dann die nächste Reihe wieder davor und wieder davor. Und dann kommt wieder die dritte Reihe obendrauf. Und so baut sich jetzt wirklich Lage für Lage... Baut sich jetzt ein Stapelmist über der Erde auf. Wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang... Wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter. Da ist genügend Feuchtigkeit. Und so baut sich dieser Stallmiststapel auf. Da kann man dann so wachsen lassen, bis zu dieser Höhe. Und wenn es dann zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten. Kann man das mal ein bisschen... Oder mit der Frontladergabel da so draufdrücken oder so. Muss man mal beobachten. Und da auf diese Weise kann man glaube ich wiederum, wenn man das sauber macht, eine ebenso gute, nahezu ebenso gute, Stallmistbewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert, als wie man das heute so gemeinhin macht. Stapelmistverfahren. Also ich rege das einfach mal an, dass man sich wieder dem zuwendet. Weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme... Sehe ich einfach, wie mit dem Mist normalerweise umgegangen wird. Das ist ja unmöglich. Riesen Verluste. Und das ist ja unser edelster Dünger. Und das dritte Verfahren ist natürlich die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung vielleicht mit auch anderen Abfällen. Nun muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat. Allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger mumifizierten Fertigdünger. Wo die Würmer, die Kompost-Würmer, ihre Tätigkeit dann schließlich abschließend... Die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet. Ein Vererdungsprozess findet ja noch statt. Also das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:51:48] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze? Und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind. Wie verhalten die sich im Kompostierungsvorgang? Verändert sich da was? In Bezug auf die kosmischen Kräfte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:52:04] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die die beide enthalten. Also das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, abmineralisiert zu werden, durch den mikrobiellen Abbau. Und dass das abgefangen wird, da sorgen einerseits das, was dem Mist selber innewohnt... Durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und es sorgt dafür: die Bodentiere. Die beenden ja den ganzen... Die besorgen ja letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Also gerade die Kompost-Würmer. Und das sind ja auch Tierwesen. Und die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden, bis auf null. Sondern dass sie wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich der schwarzekrümelnde Humus. Also man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, dass... Ja, wirklich bei der Sache ist als Mensch, dass die Natur selber bis zu einem gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Und das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt und die anderen, die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander. So, und jetzt noch ein... Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:39] Bei einem Betrieb, der einfach wenig Stroh zur Verfügung hat. Würden sie da dann eher Stapelmist empfehlen? Oder könnte man auch andere Sachen als Stroh einstreuen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:49] Für was? Was wäre das für ein Betrieb? Also ein Garten oder was? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:55] Ja, zum Beispiel. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:57] Also im Grünland, da ist natürlich... Also da müssen wir jetzt ja auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Also. Stroharmut, das ist eine richtige Armut. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:54:14] Ja. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:54:15] Das ist gar keine Frage. Und da kann man dann jetzt einerseits versuchen... Das haben Sie ja früher sogar gemacht. Wir haben dann also irgendwo alles Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet. Aber das ist eben doch begrenzt. Die Möglichkeit, wenn man kein Stroh hat oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel auch viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Heckenverschnitt und so. Aber es muss frisch sein. Es darf nicht zu sehr schon abgestorben sein. Und es gibt immer... Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen. Weil bei Mist-Kompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Und der darf nicht mehr stehen. Da muss dann wieder einmal umgesetzt werden, vielleicht noch mal ein zweites Mal, aber nicht mehr. Möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen. Also das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Und da muss man einfach... Also die Lösungen bieten sich an. Die sind also... Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nicht, wenn man also eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und dann macht man halt Gülle. Aber jetzt noch einmal ein Wort schnell zur Wirkung. Sie wollten noch was fragen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:56:08] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind. Was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf mit einzubinden? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:56:22] Ich komme dann... Wenn Sie die Frage stellen. Ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Fragen stellen, komme ich nachher noch mal darauf zurück. Wenn es um die Präparate geht. Also jetzt nur noch ein Kurzes zur Wirkung des Stallmistes. Und es ist auch eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge hätte. Sondern ein guter, guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage. Bei armen Böden ganz und gar. Und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich ordentlich frischen... Relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes doch weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus. Sondern insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ fördernd. Und das möchte ich Ihnen mal nur an einem Beispiel mal verdeutlichen. Wenn das jetzt hier unser Boden ist. Und in diesem Boden. sähen Sie jetzt, sagen wir mal, eine Gartenfrucht ein. Safen wir mal, ein Radieschen, dann entwickelt sich dieses Radieschen so, dass sie dann allmählich... Nehmen wir mal eine andere Farbe. Das Radieschen ist ja rot. Dann diesen Fruchtkörper bildet. Dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypocotyl. Das Hypocotyl ist ein kurzer Abschnitt im Epicotyl. Ehe die Pflanze nach oben wächst, in die Höhe, da gibt es über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht... Gibt es einen kürzeren Abschnitt, nennt man Hypocotyl. Und dann kommt das Epicotyl, das ist dann der eigentliche Spross. Und das ist jetzt so eine Aufblähung im Boden, dieses Hypocotyls. Was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Und hier wächst dann... Hier unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht dann also vollkommen, ich möchte mal sagen, vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so eine Radieschen-Wurzel oder eine rote Rübe... Graben Sie mal rote Rübe aus, da können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie da unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzel-Bildung. Und die setzt hier ganz deutlich ab. Dann haben Sie dann hier oben... Da haben Sie... Es entwickeln sich jetzt hier diese Blätter. Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit, sagen wir mal, Stallmist-Kompost, mit wirklich gut ausgereiftem Stallmist-Kompost... Im Gartenbau muss man immer ausgereifte Komposte düngen. Wenn da jetzt dieser Boden mit dem gedüngt werden ist, dann in etwa entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch sei arttypisch Dem Typus gemäß. Dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild, das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Und das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren. Und die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, also die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur aus so ohne Weiteres geschehen würde. Oder selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Und Typus heißt also, das Erscheinungsbild bezieht sich nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur die Pfahlwurzel-Bildung in die Tiefe. Sondern bis in die Struktur der organischen, der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an. Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine, sagen wir mal, Beethoven-Sonate hören, dann ist die komponiert. Da sind die Töne oder Stufen eben der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen, mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst zu einem Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich. Und wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren Sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktaven-Bildung in der Anordnung der Stoffe. Also die Töne sind eigentlich geronnene... Die Stoffe sind geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. Und so ist eigentlich die ganze Materie oder, sagen wir mal, die lebendige Welt, die Natur draußen komponiert, als Schöpfung komponiert. Und jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören. Dass wir nicht da irgendwie die total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist. Sondern dass wir eben im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat, in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. Und das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie jetzt, statt, dass die Stallmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen N-Düngung reinfunken, dann sieht dann unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine runde, ganz runde Formen zu wählen, wie hier. Sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt. Also eine leichte Formveränderungen des Fruchtkörpers. Und die Wurzel, jetzt extrem mal ausgesprochen, die sieht dann so aus. Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen. Das ist so ein... Sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier hier gedüngt wird... Wird das derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung. Und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stallmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoff-Düngung generell, ob wenig oder viel, derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot. Und die Stallmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:11] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:05:16] Dass sie... &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:17] Dass sie verwildern? &lt;br /&gt;
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[01:05:21] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier. Das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstriche zu setzen. Also man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanzen zurück. Sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlaufe der Evolution hineingeheimnist hat. Und das muss man wirklich geheimnist sagen. In das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird. Denn die Pflanze würde das ja nie von sich aus machen. Das ist wirklich... Das ist das Züchtungereignis der uralten persischen Kultur vor dem dritten vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihren besonderen Fähigkeiten und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Und das ist veranlagt, das ist da. Und jetzt kann ich das derangieren und kann sagen: Ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft. Das wirklich auch, was da veranlagt ist, in die äußere Erscheinung zu bringen und wird einfach... Also ja, der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zu Wildpflanze hin tendiert. Aber die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangment. Es ist eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren einfach ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden irgendwie Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen, Zerrbilder ihrer selbst. Aber das wollte ich jetzt nur noch mal ergänzend sagen. Dasselbe Phänomen können Sie bei den roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Und es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem. Dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wundrschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge. So sorgt jetzt die Stallmistdüngung... Die sorgt jetzt dafür, dass der ganze Hof sozusagen in den Genuss kommt, flächenhaft, durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger. Und jedes Jahr kommt dann der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Und das kann sich steigern. Weil die Kühe ja immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten. Der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder ins Grünland. Und dann wächst das Gras oder wächst eben... Unsere Kulturpflanzen wachsen ein bisschen anders. Die haben etwas davon, profitieren davon. Und so ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt. Sondern das ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt. So, und das können Sie sehen, kann man jetzt sozusagen ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zur Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins, und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich da also die drei Naturreiche geschildert habe? Und dann den Menschen dazu, als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt? Und durch seine Durchstrahlung dadurch seinen eigenen Organismus aufbaut. Und so müssen wir hier eben noch hinzudenken jetzt, die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet. Ja, da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage: Wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist? Und wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, dass... Wenn man diese Frage mal so rückt, dann merkt man sofort: Das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit. Das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da fällt sofort die Antwort ein: Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Jetzt ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt. Aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Muss man auch so sehen. Ich muss ja etwas kennen. Ich muss ja Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens. Was die Pflanze konstituiert, das Tier. Ich muss ja... Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Aber indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, dann muss ich... Dann wird es sofort zu einer Art Kunst. Denn jeder Standort ist anders, erfordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein Sich-Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden, wieder gegenüberstellen, wieder sich verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen. Solange das noch in einem Dorf sich abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Wenn sie es auch schon im 19. Jahrhundert und so in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts... Diese Weisheit schon ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, weit über ein Jahrtausend hinweg haben Sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja schon... Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau und Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich... Das war schon veranlagt. Jetzt haben wir... Heute sind da nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir einerseits als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können. Und wenn wir das dann umsetzen, dann geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute ja nachgerade riesen Dimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht den Zusammenhang. Und in dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf: &amp;quot;Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren.&amp;quot; Und die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt, immer. Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen. Und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern. Das ist jetzt nicht jetzt meine Aufgabe. Und das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt? Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, objektiviert auch. Dass man nicht nur sich sozusagen subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht. Und ständig versucht, sozusagen ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder einzelne seinen Teilbereich betreut. Was uns fehlt heute, ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem, auch im biologisch-dynamischen Landbau. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen... Wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben. Als Gärtner, der hier tätig ist, oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin? Denn jeder Mensch ist heute ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat. Und der ist bestimmt, also in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert sich, was richtig ist. Es ist noch nicht falsch, aber es ist auch nicht wahr. Verstehen Sie? Also was richtig ist, ist für sich richtig. Aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Und wir müssen danach streben, dass es wahr wird, dass es stimmig wird. Dass man es auch so erlebt innerlich: Ja, das stimmt jetzt. Und das ist jetzt das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun? Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun? Dann merken Sie, es geht immer darum, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einen räumlichen Zusammenhang und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Und dass das Licht sozusagen jetzt ein Ursache- und Wirkungszusammenang nur ist. Wenn ich auf den Acker rausfahre, mit dem Schlepper und pflüge den, dann ist es wirklich so eine... Da spielt sich hinter mir was ab. Und ich sitze vorne und träume. Ich lasse mich berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein. Das ist die hohe Kunst. So, und jetzt ist so eine Menschengemeinschaft heute zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit sozusagen, durch die Schule, durch Universitäten und so hervorbringt. Und jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgendsowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage: Wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten? Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist auch ein Riesenproblem heute in der Landwirtschaft. Die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Dann kann ich es nicht so sagen... Meine Norm über die anderen drüberstülpen. Sondern ich muss sehen: Wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen? Und das ist... Und aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft? Dass man wirklich an einem Strick zieht, obwohl die Initiativen... Jeder natürlich ist der Mensch, der er ist. Und jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Also das sind... Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte, was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss. Dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute also in gewissem Sinne... Also sind wir Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang. Aber wir wissen ganz genau: Wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, das ist ein... Der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen vielfach, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Und man hat keine Muße mehr. Und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite. Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Und um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche, würde ich mal sagen. Weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet. Wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen. Und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes. Also man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß dann mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Und wenn man nur der bleibt, der man ist, dann ist alles... Dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist, sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein wollen. Und dann kann es auch funktionieren innerhalb so einer Gemeinschaft. Nun, daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit zu arbeiten. Und die Arbeit ist das große Rätsel heute auch, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können. Wenn ich das mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Weil natürlich, Sie kommen auf den Hof: Das muss gemacht werden, das, jenes muss gemacht werden. Und dann macht man es irgendwie. Und dann sind da die Maschinen. Und da hat man immer gleich den Gedanken: Wie könnte man das auch, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen? Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man mit der Arbeit selber sich nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine. Nun, braucht sie natürlich. Man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, worein man, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das auch nicht mehr beurteilen, wirklich, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Und die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke, an deren Ende. Wann bin ich endlich fertig mit dem Ding? Und dann wird es ja heute auch quasi mit der Uhr gestoppt. Und wie lange was dauert und so. Und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Nicht? Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. Und so kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt. Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert: Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten und der Betrieb eben ist, eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Und, na ja, also dazu muss man sich entschließen, als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft... Ich sehe das nirgends, dass es sich irgendwie in dem Sinne verwirklicht. Vielleicht noch da oder dort. Es gibt wenige Beispiele. Dass man jetzt die ganze Kompostierung von Hand macht. Also dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht. Deswegen haben wir diese olle Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung... Ich meine jetzt, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft... Da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert... Also eine Gemeinschaft. Könnte man zu einem Schulungs- und Übungs-Element für Arbeit machen. Dass man die Gabeln in die Hand nimmt. Die Leute können heute nicht mehr gabeln. Die Schaufel in die Hand nehmen. Die Leute können heute vielfach ja nicht mehr schaufeln. Die machen dann einfach so die Schaufel, statt so. Das sind so ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Und dass man das verknüpft jetzt mit der Beobachtung alles dessen, was kommt, was Material ausmacht, dass ich da jetzt Aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem... Und dann entsteht ein Kunstwerk. Der Haufen, den ich wunderschön abdecke, ihm eine Haut gebe und alles das. Also die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal, förmlich, dass da die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Und ähnlich und nur ganz unmittelbar gilt das für die ganze Präparation, also die ganze Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert, förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird, bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man hier auch ein höheres... Eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt. Im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate. Wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z. Und dann wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwohin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt, irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache heraus kann ich nicht mehr urteilen. Also das... Ich muss zu Ende kommen, schleunigst. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes, auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung, in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisation, im Hinblick auf die Humusentwickelung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes. Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder... Dass ich die hofindividuell zusammenbinde. Dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze komponieren, in diesem Sinne. Aber dann durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Und das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft. Und wenn ich dann durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja eine Schöpfung ist, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes... Da komme ich morgen noch mal kurz darauf zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, dann sind es gewissermaßen... Ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen. Und das ist dann die Grundlage für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Qualität. Und das ist Ausgangspunkt für die Ideen hier. Und die fließen ein in die Arbeit. Die Arbeit, die wir leisten, die muss durchfreut werden wieder. Wir müssen die Arbeit durch Freuen, nicht abstrakt, erledigen. Sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Und dann fängt an, die Landwirtschaft nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist. Sondern im Gegenteil. Dass sie einen ständig... Das, was man tut, einen auch befeuert. Und man befeuert eben ein eigenes Tun mit seinen eigenen Ideen. Das ist eine... Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Und dann können wir hoffen, dass irgendwo doch wieder die Landwirtschaft wiederum aufs Neue aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten. &lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
Wir haben ja gestern unseren Blick auf einen Sachverhalt oder einen Zusammenhang gerichtet, der nun scheinbar weitab von der Landwirtschaft liegt. Und dabei ist er eigentlich gerade der Hintergrund, von dem aus erst ein tieferes Verständnis für den biologisch-dynamischen Landbau möglich ist. Und das ist eben... Erscheint zunächst sehr fremd. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird es, dass man den biologisch-dynamischen Landbau überhaupt nicht verstehen kann oft, als eben auf diesem Bild Hintergrund, den ich versucht habe, gestern hier anzudeuten. Dem Gesichtspunkt folgend, dass der Mensch zur Grundlage gemacht wird, wenn es darum geht, ein Bild innerlich zu entwickeln, wie man einen Betrieb, landwirtschaftlichen Betrieb gestalten müsste. Wenn er wirklich alle Bedingungen erfüllen soll, die dem Tier gerecht werden, der Pflanze gerecht werden, dem Boden gerecht werden. Beziehungsweise dem gesamten Weltenzusammenhang gerecht werden. Denn gerade in der Landwirtschaft greift ja nun der Mensch wirklich in eine Wirklichkeit ein, die er nicht geschaffen hat. Er hat nicht die Bäume geschaffen. Er hat nicht die Pflanzen geschaffen. Ja, er hat die Kulturpflanzen gezüchtet. Und alles das, gewiss. Und die Haustiere. Aber letztlich ist das eine Naturgegebenheit. Und in die greifen wir ein. Und da sagt heute der Ökologe, also der moderne Wissenschaftler, der sagt: &amp;quot;Ja, eigentlich greifen wir ein und machen tendenziell alles kaputt, was die Natur so schön geschaffen hat.&amp;quot; Also wir sind eigentlich verurteilt dazu, als Menschen, indem wir als Menschen hier auf Erden leben, letztlich alles zu zerstören. Nicht ganz unrecht, wenn man so auf die Verhältnisse schaut. Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder ist das auch das andere möglich? Dass wir nicht nur das Gegebene zerstören, sondern dass wir das im Gegenteil weiterentwickeln, aufbauen. Das ist ja die Grundfrage, die moralische Grundfrage, vor der eigentlich die Menschheit heute steht. Und da hat der biologisch-dynamische Lanbau eben diesen Ansatz, dass er vom Menschen ausgeht. Weil der Mensch eigentlich das halt repräsentiert innerhalb des gesamten Weltganzen heute auf Erden, dass er nicht nur die Natur in sich trägt, sondern auch das in sich trägt, was ihn befähigt... Noch nicht, dass er die Fähigkeiten schon hätte, aber was ihn zumindest befähigt, gerade den Gesichtspunkt zu entwickeln, wie man diesen Naturzusammenhang nicht nur erhält, nicht nur also quasi bewahrt, was geschaffen ist, die Schöpfung. Sondern dass man sich weiterentwickelt, so wie wir uns als Menschen auch dann richtig, richtig verstehen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Wenn wir stehen bleiben, da, wo wir sind, jeden Morgen ein Bierchen und dann zu Mittag noch die dicke Bratwurst und so und dann irgendwo unser Leben auf diese Art pflegen, dann halten wir höchstens einen Zustand, aber da kommen wir nicht weiter auf diesem Felde. Der Mensch ist dazu geboren, sich selber weiterzubringen. Das ist eigentlich seine Aufgabe, weit mehr zu werden, als er ist. Und das aus sich heraus. Nicht, dass ich ihm das sage, sondern das muss man sozusagen selber empfinden. Das muss man selber quasi als den Kern seines eigenen Wesens erfassen. Dass man wirklich in der Lage ist, Schritte zu tun, in seiner eigenen Entwicklung. Nun möchte ich jetzt auf diesem Hintergrund, den wir gestern betrachtet haben, mal auf unseren landwirtschaftlichen Betrieb schauen. Und sehen: Was können können wir da aus diesen Einsichten von gestern... Können wir das in irgendeiner Weise hineinschauen, hineingestalten, hineinbilden in den Naturzusammenhang? Es gibt ja den berühmten Dichter, Zeitgenossen Goethes, jüngeren Zeitgenossen, Novalis, Friedrich von Hardenberg, der heute nahezu unbekannt ist. Obwohl eigentlich im Grunde genommen also als das Nonplusultra erfasst ist, neben Goethe und Schiller. Dass er mal in seinen Fragmenten den Ausspruch getan hat: &amp;quot;Die Menschheit ist auf eine Mission! Zur Bildung der Erde sind wir berufen.&amp;quot; Die Menschheit ist auf einer Mission zur Bildung der Erde. Nicht nur zur Bildung des Menschen, sondern auch zur Bildung der Erde sind wir berufen. Das steht in den berühmten Fragmenten von Novalis. Das sind lauter Ideenentwürfe. Der ist, ich glaube, mit 29 Jahren schon gestorben. Also er hat in den jungen Jahren ein Werk vor die Menschheit hingestellt. Das ist geradezu überwältigend. Und in diesen Fragmenten sind eigentlich immer kurze Sätze, wo eigentlich eine Idee nach der andern gleichsam vor die vor einen hingestellt wird. Wo man sagt: &amp;quot;Ja, so ist es. Darauf müsste man eigentlich hinarbeiten.&amp;quot; Nun also, wir haben gestern den Menschen sehr aphoristisch und sehr grob und klotzig, möchte ich mal sagen, zunächst geschildert, in eine Drei- und Viergliederung. Und wenn wir jetzt uns vorstellen, wir hätten hier jetzt so einen landwirtschaftlichen Betrieb. Voll arrondiert. Und da stehen wir davor. Was machen wir jetzt mit dem Ding? Und vor dieser Situation steht man heute tatsächlich. Also Sie lernen jetzt alle, plus, minus, nehme ich an, auf biologisch-dynamischen Betrieben. Da ist was schon da. Aber es gibt heute Beispiele genug, zum Beispiel in der ehemaligen DDR, eigentlich bis zum heutigen Tag. War ja plötzlich blanko beziehungsweise eine Wüstenei hinterlassen, vom Sozialismus. Das Land war enteignet und jetzt musste man irgendwie sehen: Wie kriegt man das wieder einigermaßen in Kultur? Und es ist da oder dort gelungen. Aber heute sind im Grunde riesige Flächen ja schön so im konventionellen Landbau extrem in Monokulturen, dass man eigentlich sagt, das ist ja fast der mittlere Westen Amerikas. Und wenn man dann nach dem Osten geht, nach Polen, wo ich ein Projekt betreue noch, und auch vielleicht nach Tschechien oder wohin sie wollen, in den immer ehemaligen kommunistischen Ländern... In Russland ist es eine reine Katastrophe in dieser Hinsicht. Da stehen Sie plötzlich vor einem Riesenland, devastiert, Halbwüste. Da wachsen die Bäumchen, die Bäume auf den Äckern. Also wo man davor steht, ein solches Land regelrecht urbar zu machen, neu urbar zu machen. Die Gebäude verrottet, die Maschinen, wenn sie überhaupt noch existieren, dann verrostet. Einfach ungeeignet. Vor dieser Situation stand man noch im Jahr 2000. Ich zum Beispiel in Polen vor einem Betrieb heute von 1900 Hektar auf Sandboden. Reine Wüstenei. Und da fragt man sich: &amp;quot;Ja, was mache ich jetzt mit dem Ding?&amp;quot; Welches Bild habe ich? Es hängt jetzt von mir ab. Absolut. Das sagt mir kein Mensch. Die Natur sagt mir das nicht. Sondern ich muss sozusagen in mir selber ein Bild hervorzaubern, mit dem ich jetzt an diese vorhandene Wüstenei herantrete und sage: &amp;quot;Dieses Bild möchte ich hier verwirklichen.&amp;quot; Und da fragt man sich: Welches Bild habe ich nun wirklich? Und dann greift man vielleicht auf irgendwelche Konventionen zurück, irgendwelche Erfahrungen anderer. Und dann gibt es ein paar ökologische Fingerzeige. Man knüpft an Traditionen an, wie sie eben früher mal waren, vielleicht, bestenfalls. Oder aber man knallt da einen konventionellen Betrieb drauf, mit einer Biogasanlage, mit EU-Förderung. Und dann wird auf Teufel komm raus Monokultur betrieben. Das sind so die Antworten, die man dann haben kann. Aber letztlich steht man doch als Mensch vor so einem Stück und fragt sich ja: Es hängt jetzt ausschließlich von mir selbst ab, welches Bild ich jetzt verwirklichen möchte auf diesem Stück Land. Und ja, zunächst ist es so, kann man sich mal vorstellen, das ist einfach eine leere Fläche. Und ich habe jetzt die Aufgabe oder habe jetzt innerlich den Impuls, da biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen. Ja, da kann man schön den Impuls zu haben, aber der Impuls muss einen Inhalt haben, der muss lebenswirklich sein. Und wenn man jetzt versucht, mal einen solchen Lebenszusammenhang oder eben ein solches Stück Land jetzt sich vor Augen zu führen und dann mal zu schauen: Ja, was ist denn eigentlich da? Was ist wirklich von Natur aus da? Dann wird man zunächst mal sagen: Ganz gewiss ist da etwas, was naturgegeben vorhanden ist. Und das ist allemal der Boden. Das ist allemal das, was die mineralisch-physische Grundlage überhaupt jeden Hofes ausmacht. Also, man könnte sagen, das, was ich gestern gekennzeichnet habe als den physischen Leib, das findet man vor. Ja, und der ist zerstört, ein bisschen halt zerstörbar. Im Grunde genommen kann man so allzu viel doch nicht kaputtmachen. Die biologische Grundlage ist ein Fixum. Das Gestein aus dem Untergrund, was dann verwittert zum Boden und dann die verschiedenen Böden, Bodentypen hervorbringt. Also das ist alles zunächst mal gegeben. Und was da gegeben ist, das sind... Oder was den physischen Leib komponiert, des landwirtschaftlichen Hofes... Und ich sage bewusst... Nehme bewusst das Wort komponiert. Denn es geht um eine Komposition, vor der ich hier jetzt stehe. Dann ist das Material, mit dem dieser Hof sozusagen zunächst einmal komponiert ist... Wo ich nicht allzu viel dran verändern kann, sind die sogenannten vier Elemente. Die vier Elemente, die heute nicht mehr im wissenschaftlichen Gebrauch sind, aber seit griechischen Zeiten... Seit Empedokles, dem großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler, sind die sozusagen im Gebrauch gewesen, bis in die jüngste Vergangenheit. Und das ist einmal, dass das Physische konstituiert wird mit dem, was das Feste ist, also die Erde. Und dem, was das Element des Wassers ist, also alles, was flüssig ist. Also nicht nur das Wasser, sondern jede Art von Flüssigkeit. Ob das das Blut ist oder ob es die Lymphe ist oder ob das ein Saft ist, ein Apfelsaft oder sonst was. Alles, was flüssig ist, hat man eben mit dem Element des Wassers bezeichnet. Und dann das Element der Luft und das Element der Wärme. das sind die Elemente, die im Grunde genommen, möchte man sagen, das Physische, den physischen Leib komponieren. Das ist das Material, durch das hindurch alle Wirkungen des Kosmos... Alles, was nur irgend sonst wirkt in der Welt, wirkt auch zugleich durch diese vier Elemente hindurch. Nun, das Feste der Erde, das ist die geologische Grundlage zunächst einmal. Die muss man kennen. Und wenn Sie heute Ihre Betriebe bewirtschaften, müssen Sie schleunigst mal sehen, dass ist eine biologische Karte 1:25.000... Dass Sie sich die anschauen. Wenn der Chef die nicht hat auf dem Hof, dann muss er dafür sorgen, dass dafür möglichst bald versorgt wird. Und auf dieser geologischen Karte können Sie dann genau feststellen, aus welchen Gesteinen jetzt Ihre Böden da auf Ihrem Hof entstanden sind. Ob das nun eine Sedimentation ist, junge Sedimentation, zum Beispiel wie der Löss, oder ob das eine Wasser-Sedimentation ist, ein Schwemmland, oder ob es tatsächlich kristalline Gesteine sind, die im Untergrund anstehen und die durch Verwitterung dann ihren Boden haben entstehen lassen. Das ist notwendig auf jedem Hof, diese Grundlage, die physische Grundlage zu kennen. Und ich möchte jetzt schon sagen, die allergrößten Fehler, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft generell gemacht werden, das ist, dass die Kenntnisse auf diesem Feld zu gering sind. Man kennt seine Böden nicht, weil man deren Ursprung nicht kennt, woraus sie sich überhaupt entwickelt haben. Sie haben auch eine Entwicklung von über 10.000 Jahren hinter sich. Seit den letzten Eiszeiten. Allmählich haben sich diese Böden zu diesen Standorten, zu diesem Bodentypen entwickelt. Also man muss da Kenntnisse haben auf diesem Felde. Und auch, was wirklich im Untergrund ansteht an Gesteinen. Das gehört einfach für jeden... Jeder Landwirt müsste darüber Kenntnisse haben. Nun, aus dem Festen heraus entwickeln sich also unsere Böden durch Verwitterung. Es ist jetzt nicht meine Aufgabe, hier über die Verwitterung mich weiter auszubreiten. Das ist ein weites Gebiet, wie unsere Böden entstanden sind. Durch schüttweise Verwitterung des Untergrundes. Und meistens dann ein Bodenprofil entstanden ist, von vielleicht 1 Meter 20 Tiefe bis zu 2 Meter Tiefe, je nachdem, welche Art von Gestein da verwittert ist. So muss man auch den Wasserhaushalt, seines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Solche Dinge werden heute gar nicht mehr so furchtbar ernstgenommen, weil man so eine abstrakte Wirtschaft heute im konventionellen Landbau betreibt. Dass, wenn zu viel Wasser ist, dann drainiert man es halt weg. Und wenn zu wenig Wasser ist, dann beregnet man halt oder irgendwie solche Maßnahmen technologischer Art. Aber man muss wissen: Wie ist das jetzt mit den Quellhorizonten auf meinem Hof? Wo sind Feuchtbiotope? Wo bildet sich langsam aus Rinnsalen ein Bachlauf? Und schließlich: Wo mündet das hin? In einen Fluss? Oder man grenzt an einen See oder man baut sich einen Teich auf dem Hof. Das sind alles so Dinge, wo man eben... Ebenso, wie man aufmerksam wird auf das Feste, man aufmerksam werden muss, auf den Wasserhaushalt seiner Landwirtschaft. Und das erste, was man fragt, wenn man auf einen anderen Betrieb kommt: Was habt ihr hier für Niederschläge? Und wie sind die verteilt übers Jahr? Wenn Sie dieses wissen, ungefähr die physische Grundlage und die Niederschläge, dann wissen Sie schon ungefähr etwas, wie begabt Ihr Hof ist. Eine Landwirtschaft hat eine Begabung, so wie der Mensch eine Begabung hat. Der eine ist mehr musikalisch, der andere mehr... Sagen wir mal, geht gern lieber mit Literatur oder mit Kunst und sonstwas um. Jeder Mensch hat eine ganz spezifische Begabung, die ihn kennzeichnet. Und so hat auch jeder Hof eine spezifische Begabung, die wesentlich bestimmt wird, hier, durch die physische Organisation. Durch das Zusammenspiel von dem Festen, Flüssigen, Luftförmigen und Wärmehaften einer Landschaft. Also auch da muss man sich Kenntnisse entwickeln. Dann eben in Bezug auf die Luft. Ja, die Luft ist natürlich so, dass es das Beweglichste überhaupt ist unter den Elementen, mit der Wärme. Und die streicht natürlich über die Lande. Die ist ja nicht nur lokal gebunden, die Luftströmungen, die Winde und Stürme und Gewitter und Wasser kommt nur von oben. Und dennoch muss man sagen: Einmal muss man doch eine Kenntnis haben vom Großklima. In welchem Großklima befinde ich mich? Befinde ich mich in einer Trockenenzone, in einem... Sagen wir mal, in einem Regen-Schatten-Gebiet, wie wir hier... Auch, zum Beispiel auf dem Hof. Wir liegen im Regen-Schatten-Gebiet des Taunus. Und so muss man schon ein bisschen großräumig denken, wie sich jetzt die klimatischen Verhältnisse gerade in einer solchen Landschaft ausgestalten. Und wo sind dann Sommer-Kälte-Zonen oder Kälteeinbrüche, Spätfröste im Laufe des Jahres? Das hängt ja sehr stark mit dem Klima dann insgesamt zusammen. Und davon hängen auch unsere Kulturen ab, die ich dann anbaue. Und so ist es mit der Wärme. Die Wärme ist natürlich etwas ganz Besonderes, weil man die Wärme gar nicht fassen kann. Man kann ja natürlich fühlen, wenn irgendetwas warm ist, gewiss. Aber als Begriff Element wird sie heute über Bord geschmissen. In der Physik gibt es heute den Begriff der Wärme als Wärme nicht mehr. Schon seit Francis Bacon... Also Lord Bacon, der Baco von Viola, hieß er auch, der Begründer der Experimentalphysik, der hat die Wärme abgeschafft. Hat aber gesagt: &amp;quot;Die gibt es gar nicht. Das ist nur ein Bewegungszustand der Materie. Ein Bewegungszustand der Materie, das ist die Wärme. So wird sie heute definiert. Und ist also nur ein Zustand, dass das Wasser warm wird. Dann bewegen sich die Moleküle des Wassers entsprechend stärker. Und so ist es mit der Luft. Sauerstoff und Stickstoff in der Luft fangen an so stärker sich zu bewegen, durch Wärmeeinfluss. Und so ist es auch, wenn ich, sage ich mal, ein Gestein verschmelze. Da führe ich Energie zu und dann bewegen sich entsprechend die Moleküle. Die kommen plötzlich in Fluss. Das ist die Vorstellungsweise der materialistischen Auffassung heute. Die Wärme existiert gar nicht mehr. Dabei ist sie natürlich für uns. Wir erleben ja die Wärme unmitelbar. Das ist eine Tatsache. Wir leben in der Wärme. Das Ich des Menschen. Sein Geist, das Geistwesen lebt in der Wärme von 37 Grad Celsius oder 36,6 Grad Celsius. Das ist unsere Wärme. Und die halten wir auch. Und wenn wir die nicht halten, dann werden wir krank, sowohl wenn sie zu tief runter geht, als auch, wenn sie zum Fieber aufsteigt. Da merken wir: Das können wir so nicht ertragen. Also das Wärmeelement ist das geheimnisvollste unter allem. Und die Wärme durchdringt die Luft. Die Wärme durchdringt das Wasser, durchdringt das Feste der Erde. Und jetzt muss ich auch bei meinem landwirtschaftlichen Betrieb fragen: Wie sind die Verhältnisse hier? Also wie ist der Jahreslauf vom Frühjahr über den Sommer? Habe ich da ausgesprochene Hitzeperioden? Also bestimmt mich einfach die Wärme, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um das ein bisschen auszugleichen? An der physischen Organisation und dem physischen Leib unseres Hofes können wir verhältnismäßig wenig verändern. Natürlich, wir verändern heute nicht wenig durch die modernen Technologien. Also sagen wir eben, da ist ein Wasserüberschuss und der ist normalerweise immer Grünland. Deswegen heißt das Grünland. Grünland kann sich ja nur entwickeln bei hohen Grundwasserständen oder eben, wenn genügend Wasser einfach zur Verfügung steht. Also zum Beispiel durch entsprechende Niederschläge. Also der hohe Wasserverbrauch des Grünlandes ist dadurch gestillt oder ist dadurch befriedigt, dass da eben genügend Wasservorräte vorhanden sind. Deswegen finden wir Grünland klassisch immer in Vorfluter-Nähe, immer um die Seen herum, um die Flüsse herum, die Flüsse begleitend. Da kommt das Grundwasser relativ oberflächennah herangeströmt und mündet dann ein, in den Vorfluter. Und wenn man nun meint, das Grünland bringt sowieso nichts, also bringe ich es um, drainiere das ganze Zeug, senke den Grundwasserspiegel ab und baue Mais an. Und das ist so das üblichen Verfahren gewesen in den 70er Jahren, 80er Jahren, heute ist es verboten. Die dürfen kein Grünland mehr umbrechen. Also wenn es da ist, darf man es nicht mehr umbrechen. Also das ist schon auch... Da hat der Gesetzgeber mal eine ganz gute Tat vollbracht, den Grünland-Umbruch zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es natürlich alles Murks. Alle Gesetzgebung in der Landwirtschaft ist letzten Endes Murks, weil die immer ausgerichtet ist auf Fehlleistungen einer zu stark ökonomisierten Landwirtschaft. Zu stark einseitig ausgerichtet. Da entstehen dann die großen Probleme und dann macht man ein Gesetz. Und das gilt dann für alle. Und da leiden dann zum Beispiel die biologisch-dynamischen Betriebe darunter gewaltig. Denn der Landwirt muss entscheiden, wo er was macht. Und hier ist er ständig eingeschnürt. Deswegen hat man den Eindruck, als moderner Landwirt den Eindruck, dass da jetzt mal so Schnüre hier unten so darum herumgebunden werden. Und die Schnüre werden immer dichter hier um den Brustkorb und zuletzt um den Hals. Und dann kann man sie zuletzt noch aufhängen. Es ist unglaublich, was wir eine Überregulierung heute in der Landwirtschaft haben. Aufgrund dieser Tatsache. Man ist nicht mehr so ein freier Mensch in seinen Entscheidungen. Also man kann bewässern, man kann entwässern, das kann man. Wird ja heute in größerem Stil gemacht. Ich möchte sagen, die in Anführungsstrichen leistungsfähigste Landwirtschaft heute in der Welt ist die in Halbwüstenzonen, in wässerbaren Halbwüstenzonen. Da ist die eigentliche Produktion heute in der Welt. Da scheint das ganze Jahr die Sonne und das Wasser wird irgendwo hergeholt. 79 % der gesamten Süßwasser-Vorräte beansprucht die Landwirtschaft heute weltweit für sich selbst. Das ist irre. Also man kann bewässern, entwässern, man kann terrassieren. Das ist eine klassische Methode, auch in der Landwirtschaft immer gewesen, zu terrassieren. Der Weinbau existierte nur auf der Basis der Terrassierung. Heute sind die Weinreben alle in Linien, in der Fall-Linie des Hanges angelegt und nicht mehr quer dazu. Früher war das alles horizontal. Weinberg-Mauern. Die haben die Wärme zurück gestrahlt und haben dadurch für eine bessere Qualität noch gesorgt im Weinanbau. Auch der Obstbau war terrassiert. Und so ist der ganze mediterrane Raum ursprünglich eine Terrassenwirtschaft gewesen. Und auch hier in Mitteleuropa spielte die Terrassenwirtschaft eine ganz große Rolle. Aber das erfordert, dass man Mauern baut. Und das waren alles Felssteinmauern. Das war eine Kunst, eine hohe Kunst. Die habe ich noch gelernt in meiner Jugend, wie man Weinberg-Mauern baut. Aber die musste 50 Jahre halten, so hat man normalerweise gesagt. Dann musste man sie also wieder erneuern und terrassieren. Aber sonst: Sie können keine Hügel, keine Berge versetzen. Also Sie finden eine bestimmte Geomorphologie, eine bestimmte Landschaftsgestalt vor. Und mit der müssen Sie sich jetzt zurechtfinden. Ebenso finden Sie ganz bestimmte Böden vor. Wenn Sie jetzt auf einem Sandboden hocken, dann hocken Sie... Sind Sie das ganze Jahr, Ihr ganzes Leben lang mit dem Sandboden verheiratet, ne? Und wenn Sie auf einem Tonboden hocken, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Schwerer Boden, sehr kalt, mühsam in die Gänge zu setzen. Und so weiter. Da sind Sie mit dem verheiratet, oder? Oder Sie haben einen milden Lehm. Schwarze Erde möglicherweise. Ja, da kann man drauf spielen wie auf einem Klavier. Variationen. Also man ist zunächst einmal doch sehr weitgehend gebunden von dieser Naturbegabung des Hofes. Und jetzt gibt es eben ein zweites Glied, abgelesen jetzt vom Menschen. Und das ist seine Lebensorganisation oder Lebensleib. Und das ist natürlich eine große Frage: Was ist eigentlich... Kann man überhaupt von einem Lebensleib eines Hofes sprechen? Und wo finde ich den? Wo treffe ich den an? Ist es die Pflanzendecke? Gewiss, irgendwo ja. Und doch nicht. Denn die Pflanzendecke ist ja nur die Offenbarung von etwas. Ja, die Pflanzendecke. Ich sehe ja nur die Oberfläche. Ich sehe nur die wachsende Pflanze. Noch nicht mal die wachsende Pflanze, sondern wie die Pflanze sich in der Zeit verwandelt. Dann entwickle ich den Begriff der Entwicklung oder des Wachstums. Ja, also ich sehe das... Was da wächst, sehe ich ja gar nicht. Vor allem gucke ich zur Sonne hoch und sage: &amp;quot;Ja, also offensichtlich wächst da nur was, wenn die Sonne scheint.&amp;quot; Und je intensiver die Sonne scheint und genügend Feuchtigkeit und so weiter da ist, dann wächst es und wächst es und wächst es. Und wenn das alles nicht der Fall ist, dann wächst es eben nicht. Also irgendwo ist da ein Übersinnliches, ein nicht in die sinnliche Erscheinung Tretendes, was dieses Wachstum hervorbringt. Und das nennt man dann den Lebensleib, Gebilde, Kräfte. Und die sind eben nicht nur irdischer Art, sondern die sind kosmischen Ursprungs. Also da merkt man plötzlich, da ist eine ganz andere Wirklichkeit als die hier. Wenn man jetzt hier nur auf das Physische schaut. Und jetzt ist es aber doch so, dass Sie als Landwirt, als Gärtner am allermeisten gefordert sind, jetzt diesen Lebensleib doch zu gestalten. Sie müssen ein Übersinnliches gestalten, können das aber gar nicht, weil das für Sie zunächst keine Wahrnehmungssphäre ist. Aber Sie können gestalten an dem, was der Lebensleib schafft. Und das ist die einzelne Kultur, die Sie anbauen. Die Bäume, die da auf ihrem Gelände stehen, das Grünland, die Gräser, die Kräuter, die da wachsen. Das ist eine ungeheure Fülle verschiedener Erscheinungsformen dieses Verborgenen, ätherisch Lebendigen, also ein Kräftekonglomerat, was da wirkt. Und jetzt, wenn dann eine ganz bestimmte Pflanzengestalt sich und dann schließlich äußert, also wird der Landwirt in dem Augenblick Künstler. Wirklicher Künstler, wenn es darum geht, den Lebensleib eines landwirtschaftlichen Betriebes zu gestalten. Und nun ist dieses Künstlertum was ganz Eigenartiges, denn Sie müssen ja erst mal alles kaputt machen. Also ich meine jetzt, extrem gesprochen. Sie müssen erst etwas, was naturhaft ist, seiner Naturhaftigkeit entkleiden. Denn eigentlich hat dieser Standort, wo sie Ihren Hof darin haben... Der hat ja früher mal ganz anders ausgesehen. Im Mittelalter waren das alles Sumpflandschaften, überwiegend, in Deutschland. Die Flüsse waren ja reguliert und das Wasser stand in den Landschaften. Es war kaum Gefälle. Norddeutschland war ganz und gar davon geprägt. Aber auch hier viele, viele Gegenden. Die keltischen Namen der Dörfer und Städte hier im Umkreis, die gehen alle auf keltische Ausdrücke zurück, die Sümpfe beschreiben oder auf Sümpfe sich beziehen, auf Sumpfgebiete. Also das ist ja, ich möchte sagen, das, was man dem Menschen heute vorwirft von ökologischer Seite, dass er, wenn er eingreift in die Natur, da muss er erst mal alles irgendwie verändern. Er muss Bäume fällen, wenn da ein Wald steht. Ich muss ja eine Lichtung schlagen. Das haben sie im frühen Mittelalter gemacht. Alle Dörfer sind aus Waldgebieten heraus mehr oder weniger gewachsen. Wenn man mal von den (Schwarz-Gebieten?), den Löss-Gebieten Deutschlands absieht, ist das so. Da hat man eben die Bäume, da hat man den Wald gefällt und hat jetzt eine solche Lichtung geschlagen, hier so ein Riesending. Und jetzt hat man angefangen zu kultivieren. Und die Art, wie man dann angefangen hat zu kultivieren, ist wiederum ein Menschheitserbe aus vorchristlichen Hochkulturen. Denn was sie gemacht haben, nämlich, ich sage mal, im achten, neunten Jahrhundert oder siebten Jahrhundert, wo das entstanden ist... Dieses Prinzip, was ich hier schildere. Was Sie gemacht haben, ist nur das Ganze zusammengefasst, das ganze Erbe der vorchristlichen Hochkulturen. Denn keine Kulturpflanze, kaum eine, könnte man sagen, unter den heimischen Kulturpflanzen, ist nach dem dritten vorchristlichen Jahrtausend entstanden. Alle davor. Zwischen dem fünften und dritten vorchristliche Jahrtausend sind unsere Kulturpflanzen entstanden. Und unsere Haustiere sind entstanden seit dem achten vorchristlichen Jahrtausend. Das sind keine Schöpfungen von uns, da waren wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu. Und wenn wir heute meinen, wir könnten züchten in der Landwirtschaft, dann ist das ein sehr flacher Begriff. Denn Züchtung heißt ja heute, ich möchte sagen, das Gegebene, was da ist, an Kulturpflanzen zu manipulieren oder in irgendeiner Weise zu verwandeln, Variation herzustellen, eine neue Sorte zu schaffen. Aber eine prinzipiell neue Kulturpflanze, das kriegen wir heute nicht hin. Da sind wir völlig außerstande. Das muss man sich mal klarmachen Wir arbeiten mit dem Kapital der Vergangenheit und variieren es im Wesentlichen. Auch in der Haustier Züchtung ist das nicht anders. Also wir müssen also jetzt das Naturbiotop, was wir hier ursprünglich vorfinden, in ein Kulturbiotop verwandeln. Also die Einseitigkeit, die wir hergestellt haben, dass wir alles hier beseitigt haben, müssen wir jetzt kompensieren, aber auf höherer Stufe gewissermaßen. Und dazu ist eben erforderlich, dass wir, weil wir ja da jetzt sogar noch den Boden bearbeiten, dass wir da Saaten vornehmen... Wintersaaten, Frühjahrssaaten. Dass wir da also Ackerbau betreiben. Also ich schreibe mal hin: Ackerbau. Und innerhalb des Ackerbaus und Gartenbaus müssen wir jetzt die Einseitigkeit ausgleichen, kompensieren, durch eine Fruchtfolge. Die hohe Kunst der Fruchtfolge. Dass wir jetzt die Fruchtfolge so aufbauen, nicht nach Verkaufsfrüchten, die nach dem auslaufenden Markt gehen. Das möchten wir natürlich gerne. Weil die bringen ja Geld. Sondern die Vorsorge gestalten nach der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Nach dieser Maxime. Also insbesondere, um den Humusgehalt der Böden auf einem bestimmten Niveau zu halten oder gar zu steigern. Also ich muss jetzt hier versuchen, in der Gestaltung des Lebensleibes meine Kulturen so zu ordnen, in einer Fruchtfolge, dass der Boden, die Bodenfruchtbarkeit nicht abgebaut wird, sondern sich immer weiterentwickelt, mit meinen eigenen Maßnahmen weiterentwickelt. Ich kann da jetzt nicht in Details gehen. Und dann geht es darum, und das ist auch entscheidend, dass wir den Gartenbau, der ja sein eigenes Schicksal hat, seit dem 19. Jahrhundert, wo er ausgegliedert worden ist aus der Landwirtschaft, heute wieder heimgeholt wird. Eigentlich gehört der Gartenbau als Glied, als Organ, in einen solchen landwirtschaftlichen Organismus. Der muss heimgeholt werden, so möchte ich mal sagen. Der ist heute dezentralisiert und intensiv betrieben. Wo dann in Monokultur oder gar und unter Glas... Oder noch gesteigert, in Gebäuden. Oder wo vom obersten Stockwerk die Aussaat erfolgt und unten kommt der fertige Salat raus. Das sind dann wirklich Entwicklungen, die man heute anstrebt. Aber wenn man wirklich ordnungsgemäß vorgehen will, wenn man wirklich der Natur gemäß, im höheren Sinne gemäß handeln will, muss der Gartenbau wieder in diesen Gesamtzusammenhang eingebettet werden. Er hat eine Organfunktion im Organismus. So, wie die Niere oder die Leber oder der Magen, die Verdauungsorgane, was auch immer, das Herz. Das sind Organe im Organismus. Und alle müssen zusammenwirken, ineinanderwirken, dass da der Organismus lebensfähig wird. Und so müssen wir sehen: Wie wird jetzt das Ganze lebensfähig? Und da gehört nicht nur der Gartenbau dazu. Also ich sage mal, Feingemüse, Grobgemüse und Kräuter und Blumen. Blumen, dass das ganze Jahr hindurch irgendwas Blühendes in der Landschaft ist, das kann man heute auch machen, dass man den Gartenbau in gewissem Sinne integriert in den Ackerbau, mit Blühstreifen und solche Sachen. Da hat ma ja heute große Möglichkeiten. Es gehört aber auch dazu, der Obstbau. Obstbau, der muss reintegriert werden, auf die Höfe. Das ist ein Organ im Organismus der Landwirtschaft. Ein Hochstamm. 80-jährig oder 60-jährig. Da draußen. So ein dicker Obstbaum. Mit einer Mordskrone oben, der heute überhaupt keine Bedeutung mehr hat wirtschaftlich, weil es viel zu teuer ist, irgendwie die Äste zu schneiden und dann noch zu ernten. Und so weiter. Ein solcher Obstbaum beherbergt über tausend Insektenarten. Das waren Forschungen. Anfang der 50er Jahre wurden die angestellt. Da hat man zum ersten Mal entdeckt, was für ein Ökosystem so ein Obstbaum alleine für sich selbst ist. Nicht? Über tausend Insektenarten, die jetzt alle in einem Beziehungsverhältnis zueinander stehen. Und dann differenziert man innerhalb dieses Kosmos, kann man fast sagen, Schädlinge und Nützlinge. Furchtbare Begriffe, fürchterliche Begriffe. Das macht man einfach. Spricht man so. Und wenn Sie mal so ein bisschen in die Geschichte zurückschauen: Das haben Sie alles selbst nicht erlebt. Aber ich habe es noch erlebt. Da hat man vom Volksschädling gesprochen. Das war bei den Nazis der Fall, im Dritten Reich. Der eine Mensch war ein Nützling und der andere war ein Schädling. Und so hat man sie auch behandelt. Und so behandeln wir heute unsere sogenannten... Also unsere Insektenwelt, unsere Vogelwelt, je nachdem. Unter diesen Begriffen Nützling und Schädling. Die Denkungsart ist da kein bisschen anders. Also wir müssen... Der Obstbau hat eine ungeheure ökologische Bedeutung. Auch ein Organ. Jeder Baum, einzeln stehende Baum irgendwo in der Landschaft hatte... Ob es jetzt ein Obstbaum ist oder ein anderer. Hat eine Organfunktion im Gesamthaushalt des Hofes. Und so ist es eben mit der Wiesen- und Weidewirtschaft. Auch diese gehört natürlich hier herein. Die Wiesen, die spielen ja heute keine große Rolle mehr. Aber Weiden. Ja. Leider Gottes gibt es keine Wiesen mehr, die sind einfach ökonomisch zu teuer. (Zweischwürig?) und sehr kräuterreich. Die geben ja keine große Masse, aber die beste Qualität, die man sich denken kann, natürlich. Aber da legt man ja heute sowieso keinen großen Wert drauf. Also die Devise ist verschwunden aus unserer Landschaft. Die war früher landschaftsbeherrschend. Und heute die Weiden, die die Landschaften beherrschen. Und hier geht es eben darum, dass hier wirklich die Feuchtbiotope oder alles das, was ich vorhin schon geschildert habe, dass wir die als Grünland pflegen, als Grünland, als Organe im Organismus der Landwirtschaft betrachten. So ist es mit den Hecken, so ist es mit dem Wald. Der Wald gehört eigentlich in die Landwirtschaft. Heute sind alle Staatswald und so. Es gibt noch Bauernwälder. Aber das ist... Also im Grunde genommen ist der Wald auch ein Organ der gesamten Kulturlandschaft und auch eben als Gehölze, einzelne Gehölze in der Feldflur draußen auf den Weiden, sagen wir mal, so kleine Waldungen von größter Bedeutung. Und insbesondere die Hecken. Die Hecken, da möchte ich nur noch ein Wort dazu sagen. Es gibt ja Gebiete, wie auch hier, der Dottenfelderhof. Aber andernorts es wohl so gut wie keinen Wald gibt. Auch in großen Börde-Landschaften von Natur aus nicht. Und da kann man sich dadurch aushelfen, dass man Hecken anbaut. Denn die Hecke ist ein Wunderwerk. Denn die größte Verdichtung an Insektenwelt, an Vogelwelt, an Kriechtieren findet man in den Waldsäumen, den Waldrändern, da, wo der Wald übergeht. Wo die offene Landschaft, der Acker oder die Wiese oder Weide übergeht in den Wald. Da in dem Waldrand, da findet man die höchste Verdichtung. An diesen, na, also, sagen wir, der niederen Fauna insbesondere. Sodass die Waldränder eine unglaubliche ökologische Funktion haben in der Kulturlandschaft insgesamt. Da findet man krautartige Natur im Jahreslauf. Und dann findet man buschartige, niedere Büsche, höhere Büsche. Dann mittlere Stämme, dann Hochstämme. Das baut sich so auf. Und da findet man sozusagen die ganze Vielfalt versammelt. Wenn Sie eine Hecke anlegen in der Landwirtschaft, dann machen Sie dasselbe, aber doppelt. Weil jede Hecke, wenn sie gut angelegt ist, hat diese beiden Seiten, denn nach beiden Seiten ist ein Waldrand. Und nach beiden Seiten hin korrespondiert jetzt diese Hecke mit dem umliegenden Land und schafft überall Ausgleiche, kompensierte Einseitigkeiten. Und so weiter. In Bezug auf die ganze Fauna, die da in den Hecken lebt. Man hat mal gezählt, was in so einer hohen Hecke an Tierwelt zu finden ist. Dann kam man auf 3000 Arten. Und auch das Niederwild sucht ja immer dann auch Schutz in den Hecken und so weiter. Also wenn Sie das zusammennehmen, dann baut der Landwirt die Kulturlandschaft. Nicht der Naturschutz, nicht der Staat, nicht die Verordnung. Sondern das Bild der Landschaft erfließt aus diesem Prinzip notwendig. Wenn der Landwirt wirklich sein Geschäft, sein Handwerk richtig versteht, baut er Kulturlandschaft. Er baut einen Lebenszusammenhang auf seinem Hof. Da ist nicht alles verkaufsfähig, was er da macht. Sondern er ist sozusagen wirklich mit einer Ganzheit befasst, die dann aus sich heraus produktiv wird, in Bezug auf die Verkaufsfrüchte und so weiter. Aber er muss Sorge tragen, dass das wirklich jetzt hier eine lebendige... Eine Leibesbildung ist, dass jeder Hof seinen Lebensleib bildet. Und das ist unsere Aufgabe. In der Ökologie nennt man das ein Biotop. Die Natur baut Biotope. Und was machen wir? Das Biotop kaputt. Jetzt müssen wir selber ein neues schaffen. Ein Kultur-Biotop. Also das ist eine künstlerische Frage. Und da muss man einen Blick haben für Landschaften. Und merken, dass man immer da Maße setzt, maßvolle Zusammenhänge. Das ist es gerade, das, was der Mensch beitragen kann. Die Natur schafft ihr eigenes Maß, gewiss. Im brasilianischen Urwald finden Sie auf einem Hektar mindestens 100 Baumarten. Auf einem Hektar. Keine Baumart steht neben der anderen, zuerst alle anderen. Und heute ist man schon dazu gekommen, zu sagen, bis zu 400 Baumarten. Also eine unglaubliche Vielseitigkeit. Und so schafft die Natur, da ist sie uns Vorbild. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir diesen Lebensraum wirklich zu einer Ganzheit entwickeln wollen, müssen wir diese Vielseitigkeit selber auch herstellen. Aber in maßvollen Beziehungen, die wir selber setzen. Und dann wird der Hof gesund. Wenn der Lebensleib vielseitig genug gestaltet ist, dann gedeiht eigentlich das Ganze des Hofes. Dann gibt es keine einseitigen Krankheitszustände, also keine großen Einbrüche oder dergleichen. Vielseitigkeit ist hier angesagt. Jetzt gibt es eben noch ein drittes Glied in unserem landwirtschaftlichen Zusammenhang, das ist der Seelenleib. Und für den gilt dasselbe. Dasselbe, was ich jetzt schon hier gesagt habe. Ich kann das Seelische nicht sehen. Ich kann nur sehen, wie es sich verkörpert in den einzelnen Tierarten. Und selbst das kann ich noch nicht sehen. Sondern ich kann nur sehen, was die Tiere machen, was ihre Wirkungen sind, wie sie sich verhalten. Das ist ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was hier leibgebunden sich seelisch inkarniert hat. Und jetzt muss man jetzt sehen, dass man auch um den Seelenleib, sozusagen das, was so unsichtbar ist, aber auch wirksam... Das ist eine wirksame Welt. Die ist höher anzusetzen als das bloß Lebendige oder das Physische. Dass diese Welt auch wiederum genügend sich äußern kann in aller Vielfalt. Und die offenbart sich ja natürlich für uns zunächst einmal in der Tierwelt. Es gibt auch seelische Kräfte-Wirksamkeiten, die nicht sich im Tier offenbaren und deren Wirkungen aber auch für uns beobachtbar sind. Das ist zum Beispiel, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Das ist ja immer wieder aufs Neue unfassbar. Eigentlich ist die Pflanze dazu veranlasst, immer weiter zu wachsen, immer weiter zu wachsen. Und wenn ich ordentlich Stickstoff draufknalle, dann wächst der auch tatsächlich immer weiter. Da wird dr Blühprozess sozusagen verhindert oder jedenfalls stark gedrosselt. Solange die Pflanze wächst, ist es sozusagen... Lebt sie ihre eigene, ureigenste Natur aus. Und jetzt werden die Blätter immer kleiner und immer kleiner, verschwinden zuletzt im Stängel. Und dann sprüht der Stängel auf, wie am Beispiel Schafgarbe. Nein, das habe ich noch nicht gemacht. Also wie man das halt beobachten kann. Plötzlich sprüht der Stängel auf, teilt sich auf und dann bildet sich plötzlich ein Blütenschirm oder eben eine Blume. Das ist ein unglaublich faszinierendes Phänomen. Weil das widernatürlich ist für die Pflanze. Zunächst einmal. Dass sie eigentlich immer weiter wachsen will. Das ist ihr Element, die Wiederholung von Blatt zu Blatt, immer weiter. Die würde bis zum Mond am liebsten wachsen. Und plötzlich kommt da ein Impuls von außen, nicht von innen... Beim Tier kommt ervon innen. Bei der Pflanze kommt er von außen. Und berührt die Pflanze gerade dann. Und dann wird das Wachstum zurückgedrängt und eine Metamorphose findet statt und sie blüht auf, in Farben, in Formen, wo sie ihr eigenes Wesen seelisch offenbart. Obwohl sie gar nicht inkarniert ist wie beim Tier, sondern das Seelische der Pflanze. Deswegen hat ja Linné, der große Systematiker des Pflanzenreiches, im 18 Jahrhundert die Pflanzen allesamt systematisch nach den Blüten geordnet. Weil in der Blüte das Spezifische einer Familie, einer Gattung, einer bestimmten Pflanzenart hervortritt. In der Blüte offenbart sich die Pflanze in ihrer eigentlichen höheren Wesenheit. Aber es ist nur Bild eines Bildes. Noch nicht mal Bild, sondern es ist ein Bild eines Bildes, was ich da anschaue, wenn ich eine Blüte anschaue. Also da haben wir es mit einer Astralität zu tun, mit Seelenkräften, mit dem Sonnenlicht. Denn da ist die Sonne sehr unmittelbar daran beteiligt. Mit dem Sonnenlicht einströmen. Und in dem Sonnenlicht leben die Bildekräfte, die die Pflanze wachsen lassen. Und es leben jene Kräfte, die sie ersterben lassen in die Form, in die äußere Gestalt. Aber ich möchte mich erst mal beschränken auf die Tierwelt. Und wenn wir jetzt die Bedeutung der Tierwelt betrachten, in Bezug auf unseren Hof, den Hoforganismus, dann müssen wir da zwei große Bereiche unterscheiden. Und das eine ist die Wildfauna. Also die Wildfauna, das ist alles das, was man heute nicht als Nutztier bezeichnet, was einfach da ist oder auch nicht da ist. Also was von Natur aus sozusagen sich da einfindet. Das ist die Wildfauna. Und das andere ist die Haustierfauna. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel sozusagen. Und die möchte ich kurz charakterisieren. Schauen wir zunächst einmal die Wildfauna an. Also Wildfauna. Da möchte ich jetzt einmal absehen von den Säugetieren innerhalb der Wildfauna. Das ist häufig der Hirsch oder das Reh oder den Hasen, was da so kreucht und fleucht auf unseren Höfen. Ist ja wunderbar, wenn die da sind. Die ziehen sich immer mehr zurück. Was hatten wir hier früher Hasen auf dem Hof. Und heute muss man lange, lange suchen, bis man einen findet. Was hatten wir hier rehe auf dem Hof. Schutz bieten wir genügend an. Auch Futter bieten wir genügend an, aber diese Straße da oben ist eine Todesfalle. Und alles Übrige ist jetzt so umbaut. Und da ist der Fluss und so. Und dann plötzlich sind wir da eine fast säugetierfreie Fauna geworden, hier innerhalb dieser ganzen städtischen Umgebung. Es ist ein Jammer. Naja, Kaninchen haben wir noch, Füchse haben wir noch, lauter solche Sachen. Die sind schon auch noch da. Aber mal davon abgesehen, möchte ich vier Gruppen einer Wildfauna nennen, die gerade unter der Pflege des Landwirts stehen sollten. Wie eben die gesamte Fauna. Ich meine, wenn wir, sagen wir einmal, Hasen oder sonstiges Wild auf dem Hof haben, müssen wir Hege und Pflege betreiben. Das ist heute auch ein Begriff, der fast aus der Jagdwissenschaft nahezu verschwunden ist. Hege und Pflege. Wir können sie nicht einfach sich selbst überlassen, sondern müssen da auch eingreifen. Dass es alles im Gleichgewicht bleibt. Diese vier Gruppen einer Wildfauna, die haben eine unendliche Bedeutung und bringen äußerlich so gut wie überhaupt keinen Nutzen. Aber bringen von unendlicher Bedeutung einen überirdischen Nutzen. Wenn man das Ganze ins Auge fasst. Da gibt es also eine Gruppe, das sind die Wirbellosen. Das sind die, die in der Evolution eine sehr frühe Stufe bewahrt haben, bis zum heutigen Tag. Die gehen herauf bis zu den Amphibien, also Fröschen, Kröten und so. Sie fangen gerade an, ein Skelett auszubilden. Die Frösche haben ein Skelett, aber zunächst haben sie keins. Zunächst sind sie ja Kaulquappen, die schwimmen im Wasser rum wie ein Fisch. Also diese ganze wirbellose Tierwelt findet für uns in unserer Landwirtschaft einen besonderen Repräsentanten. Es gibt viele Repräsentanten, aber einen ganz besonderen, herausragenden. Und das ist der Regenbogen. Und zwar der Tauwurm, der Lumbricus terrestris, wie wir sie auf den Äckern haben. Der Tauwurm, der so bis zu dieser Länge werden kann. Und dann gibt es natürlich die Kompostwürmer, diese roten, kurzen und vielleicht so langen. Das sind ganz unterschiedliche Wurmarten. Aber nehmen wir mal den Lumbricus terrestris. Also der Tauwurm, wie wir ihn draußen im Boden finden. Das Ist ja ein ganzes Wunder für sich, was der eigentlich macht. Ich kann mich jetzt darüber nicht länger auslassen, aber kann nur so viel sagen, dass es hier sich um... Dass der hier ja sich nicht mit dem anorganisch Toten, aber mit dem Absterbenden im Boden beschäftigt. Alles, was abstirbt an Pflanzensubstanz, nicht die frische, er frisst keine frische Pflanzensubstanz. Es gibt Ausnahmen, die ich auch beobachtet habe. Aber das ist also eigentlich nicht der Fall. Sondern nur abgestorbene Substanz. Und die verarbeitet er innerlich in seiner Darmpassage. Wie gesagt, da müssten wir länger drüber reden, also das würde den ganzen Vormittag, eine Stunde dauern, wenn man das mal im Detail verfolgt. Was das für ein weisheitsvoller Vorgang ist, der sie da abspielt im Regwurm. Und dann frisst er ja nicht nur Pflanzensubstanz, sondern er frisst auch Tonmineralien und Feinsand. Das braucht er auch für seine Verdauung, für den Magen, mit Feinsand und Grobsand. Und dann wird das alles zermahlen in seinem Magen. Und dann sorgt er sogar dafür, durch Säureausscheidungen beziehungsweise im Gegenteil durch Kalkausscheidungen den Säuregehalt seiner Nahrung zu neutralisieren. Sodass der Regenwurmkot immer ungefähr PH sieben hat. Wenn auch alles andere noch unter PH sieben ist. Also Säuregrad ist damit gemeint. Also wenn es so bei PH sechs oder 6,5 liegt. Dann tut der Regenbogen sozusagen das Neutralisieren auf PH sieben. Und er holt sozusagen jetzt von unten nach oben die Erde herauf, entgegen der Schwere. Aus seinen langen Röhren, die bis zu 7 Meter Tiefe gehen können im Löss. Holt er das Material hoch und lagert es oben ab. Bis zu 100 Tonnen pro Jahr, pro Hektar. Er verjüngt unsere Böden, von Jahr zu Jahr. Wir merken es nicht auf dem Acker. Im Grünland bemerkt man sehr wohl. Und ich habe mich immer wieder gefragt, warum eigentlich in den alten Kulturstätten der Menschheit... Also sagen wir mal, ein griechischer Tempel oder irgendwo sonst in Sizilien oder wo auch immer so Altertümer rumliegen. Warum die halb überwachsen sind. Man muss sie eigentlich quasi ausgraben. Das hängt mit dem Regenwurm-Leben zusammen. Die Regenwürmer bauen jedes Jahr die Erde auf. Dafür sinken die Steine. Und baut die Erde auf durch ihre Ausscheidungen. Gerade in kalkreichen Gebieten ist das besonders deutlich zu sehen. Und das trifft ja für den ganzen mediterranen Raum zu. Also der Regenwurm. Der ist ein Plastiker des Erdig-Festen. Das hier. Der plastiziert den Boden. Der schafft Hohlräume, wodurch der Boden umso intensiver atmen kann. Und der Boden atmet ja wie Mensch und Tier. Er atmet CO2 aus und Sauerstoff ein. Und der Regenwurm sorgt aktiv dafür, wenn er sich rein senkrecht im Boden hoch bewegt... In seiner Röhre pumpt er den Kohlendioxyd, was schwerer ist als Luft, aus dem Boden raus. Und wenn er runtersausr in seiner Röhre... Und die sind ziemlich schnell die Regenwürmer. Erstaunlicherweise. Ziehen die wieder Außenluft, nämlich sauerstoffhaltige Außenluft wieder in den Boden ein. Er fördert aktiv die Bodenatmung. Und so weiter. Also, es sei nur angedeutet. Hier haben wir es mit einem Reich zu tun. Und der Regenwurm ist nur Repräsentant von vielen, vielen anderen Arten. Auch Insektenlarven und was da an Larven im Boden leben. Alle haben sie diese Tendenz, in ihrem Larvenstadium so zu wirken, ähnlich wie der Regenwurm. So, das ist eine Gruppe. Die zweite Gruppe. Also ich sage, er ist der Plastiker des Festen. Und diese zweite Gruppe sind die Fische. Ja, das fragt man sich wirklich. Was haben die Fische eigentlich für eine Bedeutung? Also wenn sie auf dem Teller liegen, schön zubereitetet. Die Fische haben eine unglaubliche Organfunktion im gesamten Haushalt der Landwirtschaft. Weil sie sind eigentlich ihrem Wesen nach die Plastiker des Flüssigen. Zu jedem Hof gehört ein Teich oder zumindest in Bachlauf, wo man dann wirklich dafür sorgt, dass da die Forellen drin sind, wenn es ein sauberes Wasser ist. Oder ein Teich. Oder eben er grenzt an einen See oder, wie hier, an einen Fluss. Dass man auch sein Augenmerk lenkt auf das Reich der Fische. Und deren Dasein eben ein Organ der Organfunktionen der gesamten umgebenden Landschaft bedeutet. Dadurch, dass sie das Wasser tatsächlich plastizieren durch ihre Bewegung. Wenn Sie mal an den Schwarzwald-Bach herantreten, da kann man das noch beobachten. Und sehen, wie die Forellen da drin herum huschen. Man sieht ja eigentlich fast immer nur so einen Schatten, der sich durch das Wasser bewegt. Keine Welle, nichts oben zu sehen. Und doch ein ganzer, ziemlich großer Körper bewegt sich da, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch das Wasser hindurch. Und verbirgt sich dann schnell irgendwo am Ufer. Oder aber die Forellen stehen vollkommen ruhig, nur ein bisschen mit der Schwanzflosse so zu wedeln, gegen die Strömung. Und lassen das strömende Wasser an ihrer Schuppenoberfläche vorbeigleiten. Und alles, was in Bewegung ist, an einem Festen entlang, erzeugt Wärme. Das ist Wärmephänomen. Die Forelle steht gegen die Strömung, lässt die Strömung an sich rüber entlang gleiten, hält sich sozusagen ganz ruhig. Und da empfindet sie jetzt durch das strömende Wasser an ihr Oberfläche eine Wärmestimmung, eine Lichtstimmung. Die Sonne strahlt ja ein in das Wasser. Also da merkt man, dass das ein Organ, ein Element ist, auf das wir gar nicht verzichten können. Ich möchte jetzt nicht im Detail auf die Elementarwesen zu sprechen kommen, die nämlich im Zusammenhang mit diesen hier genannten vier Gruppen zusammenhängen. Das würde zu weit führen, das würde auch vielleicht irritieren. Die Fische sind Plastiker des Wässrigen. Und es gibt noch eine dritte Gruppierung, das sind die Vögel. Die Vögel, die durchschwirren die Luft und plastizieren die Luft, das Element der Luft. Die großen Plastiker der Luft. Wenn Sie hier auf dem Hof... Oder auch wo Sie sind, möglicherweise, da sind die Schwalben über Sommer. Im Frühjahr, Sommer bis zum Herbst. Und jetzt beobachten Sie mal die Schwalben, was sie eigentlich machen, oder die Mauersegler. Den ganzen Tag, solange sie da oben gucken können, fliegen die durch die Luft. Die Mauersegler. Und Machen unglaubliche Lemniskaten mit ihrem Flügeln so durch die Luft. Also sie plastizieren förmlich durch ihren Flug und durch die Strömungen, die sie dann erzeugen... Plastizieren die jetzt das Element der Luft. Und jeder Vogel anders. Und so ist der Vogel durch seine Tätigkeit... Plastiziert er und bewirkt etwas. Und für uns ist das fast nicht wahrnehmbar, die Auswirkungen. Aber man merkt, wenn man einen Hof hat... Also ich habe das auf dem Dottenfelderhof hier beobachtet. Dass sich da allmählich eine Art Vogelglocke über dem Hof entwickelt. Dass man einen großen... Also viele Ornithologen, die kamen auf den Dottenfelderhof, weil man hier Vögel sieht, die man sonst nicht mehr sieht. Also eine reichhaltige, also artenreiche Vogelwelt, die durch das Vorhandensein von Hecken, von Obstbäumen... Sie brauchen ja immer Bäume, wo sie zielvoll hinfliegen können. Also sie brauchen diese. Und dann entstehen Beziehungszusammenhänge, zwischen Pflanzennatur und Baumnatur und den Vögeln. Die da hineinfliegen in das Innere des Baumes, dort ihre Nistplätze haben, herausfliegen in die Landschaft. Und so das ganze Element über das Luftelement alles miteinander verweben. Das ist ein atmosphärisches Element, was zur Gesundheit beiträgt einer Landwirtschaft. So, und dann haben wir noch zuletzt die Insektenwelt. Und da ist es natürlich also. Das ist ja die artenreichste Klasse überhaupt im Tierreich, die Insekten. Viele, viele, viele Arten, die wir überhaupt nie sehen. Nicht nur, weil sie im Boden leben, sondern weil sie so klein sind, dass die in der Luft oder auch erst spät abends deutlich in Erscheinung treten, wenn die Sonne untergeht. Oder morgens früh oder eben am helllichten Tag. Also es sind ganz unterschiedliche Lebensbedingungen, die Sie da aufsuchen. Also diese Insektenwelt kann man ja nun am besten studieren, wenn man die Bienen studiert. Die Biene ist neben dem seidenen Spinne das einzige Haustier so richtig aus der Insektenwelt. Und da kann man ja sehen, was die Insekten so machen. Jedes Insekt trägt irgendwo einen Tätigkeitssplitter bei zum Ganzen. Und die Insekten bestäuben dann natürlich am deutlichsten. Und da gehört die Biene dazu. Indem sie ihren Rüssel hineinsenkt in den Boden der Blüte und da in den Nektarien saugt. Und dann tun sie mit ihren hinteren Beinchen, wo die, wo die Pollen dranhängen, tun sie gleichzeitig die Narbe bestäuben, der Pflanzen. Das ist ein Vorgang, wo man merkt, dass in der Natur alles auf Beziehungen beruht. Alles steht in einem Beziehungsgeflecht. Das eine steht im Dienste des anderen. Also es ist nicht so, wie der Darwin gesagt hat, der Stärkste gewinnt in der Evolution. Sondern alles beruht auf Gegenseitigkeit. Alles. Das eine ist für das andere da. Nicht das eine dient dem Wir. Dass ich es auffresse. Wie eine Laus oder so Blutsauger. Sondern das eine steht jeweils im Dienste des anderen. Ist genau umgekehrt. So, die Insektenwelt nun jetzt plastiziert die Wärme. Die Insekten sind Wärmewesen, allein schon daran erkenntlich, dass sie die Eier mitten in die Sonne legen. Und die Sonne brütet die Eier aus. Und die Wärme ist ihr ureigentliches Lebenselement. Obwohl die Insekten sowohl im Festen, im Boden zu finden sind, als auch in der Luft, als auch im Wasser und in der Luft. Überall sind Insekten vorhanden. Aber das eigentliche Element ist die Wärme. Und daran kann man schon erkennen, dieses Prinzip der Wärme, das hier alles durchstrahlt, alles durchwirkt. Und so den Insekten die Möglichkeit bietet, in der Erde, im Wasser, in der Luft auch zu leben. Diese Welt müssen wir im Bewusstsein haben. Der Landwirt hat jetzt als Aufgabe, sein Beobachtungsvermögen für diese Welt zu schärfen. Und diese Beziehungen, die sich da im Stillen abspielen... Sich ihrer bewusst zu werden. Und seine Handlungen entsprechend darauf einzustellen, dass er hier eine Hecke pflanzt oder dort einen einzeln stehenden Baum oder sonst was da irgendwo in die Landschaft pflanzt. Um auch den jeweiligen jetzt dort gerne sich ansiedelnden Insekten oder Vögeln eine Heimstatt zu gewähren. Und so ist es auch mit dem Boden, in Bezug auf die Regenwürmer und alles Übrige. Also das möchte ich nur mal kurz erwähnt haben, dass wir nicht nur dieses Haus hier halten, um es zu Nutzen, sondern dass wir auch eine Wildfauna halten. Das heißt, der Begriff des Haltens bedeutet ja sehr viel. Ich halte etwas im Bewusstsein. Ich halte etwas im Bewusstsein. Und aus diesem Halten gestalte ich etwas, dass es draußen, in diesem Lebenszusammenhang sich halten kann. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich halte es hier in mir, in einem Bild. Der ganze Zusammenhang ist mir gegenwärtig. Und gleichzeitig sorge jetzt durch manche Maßnahmen dazu, dass es sich da draußen in der Natur selber halten kann. So, aber das ist jetzt noch eben ein Wort zu den Haustieren. Ich muss mir mal eine kleine Stärkung einverleiben. Nun könnte man jedes einzelne Haustier in seiner Bedeutung, im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang des landwirtschaftlichen Organismus schildern. Das würde hier bei weitem zu weit führen. Und aber gerade an den Haustieren kann man studieren, ihre Bedeutung für das Ganze des Hofes. Und zwar durch das, was sie sind und was sie tun. Und die meisten unserer Haustiere haben ja zunächst einmal oder ganz zentral die Bedeutung, dass sie den Dünger liefern für den Hof, für den Organismus, für den Boden. Und jedes einzelne dieser Haustiere trägt da in dieser Hinsicht jeweils etwas ganz Spezifisches bei. Also das bezeichnen wir ja dann im engeren Sinne als den Dünger. Da spricht man heute von Gründüngung in der Landwirtschaft, wenn man Pflanzen unterpflügt. Das ist übrigens keine Düngung in diesem Sinne. Der Begriff der Düngung bezieht sich eigentlich immer auf die Tiere. Auf die Ausscheidungen von der Stufe der Seelischen über das Lebendige bis ins Physische. Das ist der eigentliche Dünger. Und unter diesem Gesichtspunkt hat jede Tierart... Erzeugt einen spezifischen Dünger. Schauen Sie mal sich ein Pferd an. Arbeiten Sie mal mit einem Pferd oder reiten Sie auf einem Pferd und beschäftigen Sie sich mit einem solchen Tier. Dann werden Sie ja doch bemerken, dass das Pferd ein Wesen ist, das zweifellos beseelt ist. Es reagiert ganz verschieden auf die Art, wie Sie ihm begegnen. Entweder schlägt es hinten aus, mit dem Huf oder es schüttelt den Kopf oder macht sonst eine Bewegung. Man kann das nie ganz voraussagen. Ganz sicher. Wie ein Tier reagiert, auf irgendeine Handlungsweise von mir selbst. Daran kann man erkennen, dass  da ein Seelisches wirkt. Wenn ein Tier sich einer bestimmten Sache bewusst ist, schreckt es vielleicht auf oder so und handelt dann entsprechend. So. Und das Pferd ist nun ein Wesen, das charakterisiert ist, dass es sich gerne bewegt. Ja, seine ganze Natur ist eigentlich Bewegung. Also wenn Sie Pferde mal auf der Weide rauslassen, auf die Weide. Und jetzt im Frühjahr. Oder ausspannen, wenn sie von der Feldarbeit... Und sie kommen da und können sich da frei bewegen, dann geht es richtig los. Entweder im gemächlichen Schritt oder im Trab oder dann tatsächlich im Galopp. Die Fetzen fliegen aus den Hufen. Dann schmeißen sie ein Stück Grasnarbe hinter sich. Also ist da ist Vehemenz. Das Pferd ist ein Bewegungstier durch und durch. Und erlebt sich in der Bewegung. Und die Bewegungen sind schön, sind edel. Die edelsten Bewegungen, die wir so im Säugetierreich haben, finden wir gerade bei den Pferden. Unglaublicher Adel, der sich da äußert, in der Art, wie die Pferde jetzt ihren doch ziemlich großen massigen Körper da durch die Welt bewegen. Eine unglaubliche Harmonie auch in diesen Bewegungen drinnen. Das stimmt alles zusammen. Also da muss man sagen, das ist jetzt ein Ausdruck ihres Seelischen. Ein Ausdruck des Seelischen ist diese Art, sich so oder so oder so zu bewegen. Und wenn Sie jetzt sehen: Was fressen diese Kühe, die Pferde? Die sind auch Pflanzenfresser, aber keine Wiederkäuer. Und sie haben einen spezifischen Verdauungsgang, der eigentlich sehr seltsam ist, weil er nämlich sehr kurz ist beziehungsweise sehr klein ist. Kleiner Magen, ein relativ kleiner Magen. Und müssen deswegen bis zu 16 Stunden am Tag fressen. Die Pferde fressen mit am längsten am Tag. Im Vergleich sogar zu den Kühen. Weil der Verdauungsprozess, der muss ständig unterhalten werden. Und dann diese Bewegung nach außen. Und dann erzeugen die jetzt über diesen... Vor allen Dingen dann durch die Verdauung im Blinddarm. Ein riesen Blinddarmsack. Und im Enddarm erzeugen die einen Dünger, der sehr hochfaserreich ist und sehr stickstoffreich ist, also ammoniakhaltig ist. Man riecht es ja. Der ätzende Geruch vom Pferdemist. Und der sehr hitzig ist. Das ist ein hitziger Dünger. Und ich habe ja immer gesagt, man muss nur das Pferd schauen in seinen Bewegungen, um zu verstehen, dass dieser Dünger hitzig ist. Dass diese Dinge als Dünger unglaublich scharf ist, wirksam ist. Man hat den ja früher ins Frühbeet genommen, den Pferdedünger. Und dann Erde drauf gepackt und dann die Frühjahrspflanzen schon im Februar ausgesät. Und das war so gut wie ein Gewächshaus. Die Wärme hat auch die Pflanzen aus der Erde getrieben. Und die Wärme aus dem Pferdemist. Ein hitziger Dünger. Wenn Sie jetzt den Schweinemast nehmen. Da haben Sie ein Tier, das ein Allesfresser ist, Omnivore. Die Schweine scheuen vor nichts zurück. Und die tun nicht wie das Pferd den Kopf heben übers Rückgrat. Und dadurch heller in ihrem Bewusstsein sind. Sondern sie halten den Kopf runter und wühlen mit ihrer Schnauze die Erde durch. So ein wühlendes Tier, das erlebt sich, da in die Erde durchzupflügen und immer da nach irgendwelchen Larven oder so was zu suchen. Und dieses Schwein ist ja nun eines, was auch erstaunlich lebendig ist. Das ahnt man gar nicht mehr, wie lebendig die Schweine sein können. Also auch schnell, auch beweglich. Also die heutigen Züchtungen, da können sie das kaum noch erkennen. Nur bei den Ferkeln. Wenn die Ferkel geboren werden, haben die immer noch diese unglaubliche Schnelle. So zack, zack. Also es gibt da eine Geschichte, die ist, scheint es, verbürgt. Da hat der tolle Blomberg, hieß der... Das war im Ruhrgebiet einer, der so alle möglichen Sachen gedreht hat. Der hatte mit dem Herrn Grafen so und so, der ein Rennstall Besitzer war, eine Wette abgeschlossen, ob seine Rennpferde schneller sind als seine Schweine. Von Blomberg. Und der Rennstallbesitzer hat gesagt: &amp;quot;Selbstverständlich. Das ist ja gar kein Problem. Also die Wette haben schon gewonnen.&amp;quot; So ungefähr. Und da hat dertolle Blomberg dem Grafen gesagt: &amp;quot;Ja, aber gib mir mal vier Wochen Zeit.&amp;quot; &amp;quot;Ja, die kannst du gerne haben. Machen wir mal in vier Wochen dann.&amp;quot; Was hat der Blomberg gemacht? Er hatte Schweine. Das war mal das deutsche Edellandschwein. Also noch nicht die heutigen Züchtungen. Auch noch ein Weideschwein. Da hat er jeden Tag den Futtertrog ein bisschen weiter von der Startstelle ausgerückt. Und so vier Wochen lang immer weiter. Und jeden Tag mussten die die Schweine also ein Stück weiter laufen bis zum Futtertrog hin. Und nach vier Wochen stand er auf der Enddistanz. Und dann ging das große Rennen los. Und tatsächlich, die Schweine können ja rennen. Man hält das nicht für möglich. Man sieht die Beinchen nicht mehr. Und die stürmen also los zu ihrem Futtertrog und haben die abgehängt, die Rennpferde abgehängt. Die haben gewonnen. Also das können die Schweine.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:46] Es gibt ja doch das Wort Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:48] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:51] Schweinsgalopp, ja. Kennen Sie das nicht? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:53] Nein, das kenne ich nicht, aber (lacht) ja. Also die Wildschweine haben ja auch heute noch in den Wäldern ein unglaubliches Bewegungsgebiet, wo sie sich also über Nacht 40 Kilometer weit durch die Wälder schlagen. Also das Schwein hat einerseits diese Bewegungsfähigkeit. Andererseits ist es eben ein Tier, was auch ständig verdaut und die Tendenz hat, diese Energie, die da frei wird, in die Leibesbildung in sich aufzunehmen. Also fett zu werden, Muskulatur anzusetzen. Und so weiter. Und dieses Schwein, als Omnivore, verdaut nun so stark für das, was es tut, dass es sehr viel von der Nahrung verbraucht für sich selbst. Das Ganze ist auch ähnlich wie bei einem Hund. Hundemist, da sieht man hin, da rümpfen die Nase. Und beim Schweinemist, na ja, je nachdem, wie die Schweine gefüttert werden, rümpft man auch die Nase. Und das ist ja heute eine Verpestung der Landschaften vielfach, bei diesen großen Schweinehaltungen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweine viel mehr von den aufgenommenen Nährstoffen... Also jetzt sprechen wir davon. Für sich selbst beanspruchen, für ihr ganzes, intensives Leben. Schweine sind intensiv. Sie haben auch ganz wache Augen. Wenn Sie mal die Ohren so ein bisschen nach hinten schlagen und gucken mal wirklich in die Augen. Die gucken Sie an. Nicht zwar mit beiden Augen, aber mit einem. Und gucken. Sie sind blau. Vielfach blaue Augen, blau gefärbt. Und einen ganz deutlichen Blick, ganz gezielt. Das ist ein sehr, sehr waches Tier. Und das ist heute ein Dünger, den man nicht gerne ganz allein als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt. Sondern mit Untermischungen mit allen übrigen. Der Schweinedünger wurde bezeichnet immer als der kalte Dünger, im Verhältnis zum Pferdedünger. Der kalte Dünger. Und der dann auch auf Sandboden insbesondere gerne eingesetzt wird. Ja, und dann ist da der Hühnerdünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:28] Was ist die Erklärung vielleicht für den kalten Dünger? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Die Erklärung für den kalten Dünger? Gibt es irgendwie einen Ansatz? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für was? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für den kalten Dünger? Warum der... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:38] Na ja, also er erhitzt sich nicht so leicht wie der Pferdedünger. Also der Stickstoff liegt da in anderen Verbänden. Das Schwein hat das Eiweiß, hat da alles herausgeholt, was da an Stickstoff ist, und für sich verbraucht. Daher setzt es ja Eiweiß an, in Form von Fleisch und so weiter. Er hat zwar noch einen gewissen Stickstoff Gehalt von 0,4 %, wie auch der Kuhmist, der Schweinedünger. Aber da spielen sich zunächst mal keine Umsetzungen nachträglich ab, die erwärmend wirken. Also die Mikrobentätigkeit ist zunächst mal sehr zögerlich und daher eben kalt. Ja, und jetzt der Hühnerdünger. Und das Huhn wiederum ist ja ein Vogel, ein Laufvogel. Und das Eigenartige bei allen Haustieren ist, ob sie nun Tiere sind wie die Vögel... Nämlich Kopftiere. Wenn Sie mal einen Vogel angucken oder, sagen wir mal, einen Adler oder einen Bussard oder so, dann können Sie... Oder auch eine Meise. So werden Sie sehen, dass der Stoffwechselteil dieses Vogels sehr unterbelichtet ist, also sehr unterentwickelt. Die verdauen ja rasend schnell und sehr schlecht. Sodass sie Ausscheidungen der Hühner vielfach so reichhaltig sind als Nährstoffe, dass man sich noch den Hühnerdünger trocknet und dann den Rindern zum Fressen gibt. Machen die Amerikaner, das machen die Israelis mit den großen Massentierhaltungen. Die füttern als Teil... Da kommt noch Luzerner Heu dazu oder so. Aber im Wesentlichen eben auch Hühnermist, weil er noch so nährstoffreich ist. Das ist natürlich letzte Verrücktheit, so was zu machen. Aber so ist es eben. Also sie verdauen rasend schnell und sie sind eigentlich... Im Grunde genommen ist der Vogel seiner Natur nach ein reiner Kopf. Schauen Sie sich mal den Vogel an. Da setzt sich der Kopf... Setzt sich sozusagen vom übrigen Organismus schließlich ab. Alles zusammengedrängt. Das Skelett vom Vogel ist: Da verwächst das Brustbein mit den Rippen, mit dem Rückgrat. Alles ist zusammengewachsen. Das ist praktisch wie ein Kopf. Und wenn Sie in die Augen eines Huhns und oder eines Vogels schauen, dann werden Sie sehen, dass Sie da etwas begegnen, was einem fast Furcht erzeugen kann. Haben Sie mal einem Raubvogel in die Augen geguckt? Ein unglaublich stechender Blick. Also wirklich, da sind Sie selber schon fast böse. Und das sind reine Nerven-Sinnes-Tiere, die Vögel. Und jetzt, durch die Haustierwerdung hat man den Vogel zu einem stoffwechselaktiven Tier gemacht. Also das, was sonst um die Nerven-Sinnes-Organisation geht, hat man jetzt aufgebläht, sozusagen den Stoffwechselpol, durch entsprechende Fütterung. Sodass ein heutiges Legehuhn heutiger Hybrid-Züchtungen auf 220 bis 260 Eier pro Tier und ein Jahr kommt. Wahnsinnige Stoffwechselleistung. Das widerspricht eigentlich dem Vogel in dieser Weise. Also der Mist, der dann entsteht... Darauf wollte ich noch kurz zu sprechen kommen. Ist eben praktisch fast ein halber Mineraldünger. Hoch, hoch stickstoffhaltig bis zu 10 %. Hat auch noch einen relativ hohe Phosphorsäure-Gehalt, geringeren Kali-Gehalt. Ist ein Dünger, der... Sozusagen die Endstoffe sind so mineralisiert, dass sie tatsächlich so zügig und unmittelbar wirken, wie nur irgendein (leichter?) Mineraldünger. Deswegen auch, muss der Hühnerdünger eingemischt werden. Sozusagen in die üblichen Dünger, die auf dem Hof anfallen. Ich sehe schon, dass die Zeit leider davongeschritten ist. Ich muss dann das Thema Haustiere noch mal aufgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:26] Also von uns aus, also auch wenn es für die Gruppe okay ist, können wir auch noch ein bisschen weiter machen. Wir haben danach eine flexiblere Einheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:33] Was ist und nachher? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:34] Wir machen intern was. Insofern es von uns aus die Kapazität... Wenn ihr noch Kapazität und Zugang habt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [01:27:47] Wenn man noch so viel Kapazität zur Aufnahme hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:51] Dann muss ich mein Kräftepotenzial noch ein bisschen zusammenreißen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:54] Oder brauchen Sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:27:55] Nein, das mache ich noch. Dann tue ich das noch mal kurz einleiten. Also, Sie sehen alle unser Haustiere erzeugen, gemäß dem, was Sie selber sind, einen ganz spezifischen Dünger. Und so ist es mit den Schafen. So ist es bei den Ziegen. Und man kann das schon äußerlich daran sehen und studieren, dass immer dann, wenn ein Tier den Kopf über dem Rückgrat hält. Die Ziege zum Beispiel. Die Ziege ist fast wie ein Reh manchmal. Es äugt so, mit den Augen, in der Umgebung, wie die Gemse auch. Während das Schafe, da hängt der Kopf da runter. Die Ohren klappen über die Augen. Und da sind wir ganz da unten und grasen da in aller Ruhe und Gemächlichkit. Die Ziege springt von einem zum anderen, kaum dass sie da ein Blättchen erwischt hat, ist es schon uninteressant, schon ist sie dort und holt sie ein anderes Blättchen irgendwie. Also ständig in Bewegung im Fressen. Und der Kopf ist über dem Rückgrat. Und wenn das der Fall ist, dann ist das ein Zeichen, dass der Nerven-Sinnes-Pol viel stärker ausgebildet ist bei diesen Tieren als der Stoffwechselpol. Denn der Nerven-Sinnes-Pol bedeutet Wachheit. Während, wenn der Kopf unter dem Niveau des Rückgrats ist, dann entsteht so etwas wie eine Art Dumpfheit des Bewusstseins. Mehr so ein Träumen, träumendes Bewusstsein. Und das prägt auch die Düngerqualität. Der Ziegendünger ist sehr viel... Also ich möchte mal sagen, ein Dünger, der die Pflanzen zum Blühen bringt. Wenn der Scharfsinn da mehr ein Dünger ist, die Pflanzen zum Wachsen bringt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge. Aber jetzt unter den Wiederkäuern ist eben das eigentlich Bedeutsamste aller Haustiere, die Königin oder der König, wenn sie so will, alle Haustiere, das ist eben doch das Rind. Und das Rind ist auch evolutiv ein großes Rätsel. Denn man kann heute sagen, wann ungefähr die Pferde zum ersten Mal in Erscheinung getreten sind, im früheren Tertiär zum Beispiel, im Eozän. Das ist eine geologische Angelegenheit. Also sehr früh waren schon die Urpferde da, die waren so groß. Die Urpferdchen. Die hat man hier gefunden, bei Darmstadt. In der Grube Messel, hat man sie wirklich gefunden, diese Urpferdche. Also sehr, sehr alt. Und haben durch das ganze Tertiär eine Entwicklung genommen, dass sie erst im oberen Miozän langsam zu der Größe herangewachsen waren, wie heute die Pferde eben sind. Das Rind war damals noch überhaupt nicht da. Die ganze Entwicklung der Normalier, der Säugetiere, die hat sich eigentlich entwickelt. Und ganz zuletzt kommen die Wiederkäuer. Und ganz zuletzt das Rind. Und zwar im Übergang vom Tertiär in die Eiszeiten, die frühen Eiszeiten. Da taucht das Rind und taucht der Mensch auf. Also der Mensch war ja schon immer da, wie auch das Rind immer da war. Nur dass es jetzt in die physische Erscheinung tritt. Das ist ein Urphänomen der Evolution, dass die Rinder, die Wiederkäuer generell, aber insbesondere die Rinder, also Spätlinge der Evolution sind. Und das andere Phänomen ist: Das Rind war zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, soweit man das überhaupt überschauen kann, ein heiliges Tier. Es war das Opfertier schlechthin. Und zwar seit frühesten Zeiten. Und man kennt es ja heute noch bei den Hindus in Indien. Das Rind hat gleichsam ein Anrecht auf Dasein wie der Mensch. Also wenn es irgendwo herumläuft auf der Straße, dann läuft es da herum. Dann tut es niemand wegscheuchen. Auf der Autobahn nicht. Da fahren alle außen rum. Und wehe, wehe, ein Mensch fährt ein Rind an! Also das heißt, das Rind per se ist heilig. Und wenn Sie die ganzen Mythologien der Völker durchforsten, in dieser Hinsicht, also zum Beispiel die ganze ägyptische Mythologie, dann spielt gerade in dieser Zeit... Die ja unter dem Sternbild des Stiers stand, die ganze ägyptische Kultur. Erscheint das Rind sozusagen göttlich. Die Himmelsgöttin Hathor, hieß die bei den Ägyptern, die Himmelsgöttin wurde dargestellt als Kuh, mit nach oben geschwungenen Hörnern. Und zwischen diesen Hörnern war die Sonnenscheibe. Die Hörner umschlossen gleichsam die Sonnenscheibe, golden. Und so findet man also gerade in diesen älteren Mythologien der Völker eine ungeheure Nähe des Menschen zum Rind. Oder das Rind zum Menschen. Und die Hirtenvölker, die ja ihren Repräsentanten Abel haben. Altes Testament. Der Abel war ein Hirte. Der ist der Repräsentant der Hirtenvölker. Und die Hirtenvölker haben sich im Wesentlichen mit dem Rind abgegeben, natürlich auch mit Schafen und Ziegen. Aber im Wesentlichen mit dem Rind. Seit Urzeiten. Und die Arabervölker, das waren ganz andere. Die haben sich nicht mit dem Rind abgegeben. Die haben sich mit der Pflanze abgegeben. Also man sieht daran, dass das Rind eine ganz eigene Evolution hat. Und in Menschennähe. Eine Haustierwerdung ist natürlich verbunden mit der Sesshaftigkeit. Es war schon immer Herdentier unter den Hirtenvölkern, vor Urzeiten. Aber dass es Haustier geworden ist, das bedeutet, dass der Mensch sesshaft wird. Das war eben im achten vorchristlichen Jahrtausende Fall. Im viertn, sechsten, fünften, also in der urpersischen, Übergang von der urindischen Kultur. Dort wird die Menschheit immer mehr sesshaft und hält jetzt das Tier. Es hält das Tier. Es ist nicht mehr in der freien Wildbahn, sondern man hält das Tier. Man hält es bei sich. Möglicherweise unter einem Dach. Wie bei den Kelten und Germanen. Nun. Dieses Rind also. Das kann man heute noch der Kuh ansehen. Obwohl sie so verzüchtet ist in vieler Hinsicht. Ist ein Haustier, was so absolut und absolut abhängig ist von Menschen. Dass man es eigentlich nicht verantworten kann, es irgendwie in die freie Wildbahn zu entlassen. Es ist nicht lebensfähig in freier Wildbahn. Es ist wirklich in viel höherem Grade als jedes andere Haustier, möglicherweise noch der Hund, abhängig vom Menschen. Der Mensch entscheidet über seine Geburt. Und der Mensch entscheidet über den Tod. Beim Rind. Bei allen Haustieren natürlich, aber da eben ganz besonders. Und das hängt auch mit dieser ganzen Opferungsfrage zusammen, in der früheren Zeit, dass man dem Tier eben ganz bewusst, um den Göttern zu opfern... Das heißt, dem zu opfern, zu dem diese Tier eine besondere Beziehung hatten. Daher die Göttin Hathor, Himmelsgöttin. Man hat noch im Tier etwas erlebt von seinem eigentlichen geistigen Ursprung, wo die Tiere eigentlich beheimatet sind. Übersinnlich. Nun, diese Kuh halten wir ja in unseren Höfen jetzt als die eigentlichen Zentralorgane, gleichsam als die Herzen unserer ganzen Landwirtschaft. Und das waren sie schon immer gewesen, oder zumindest also, seit es Sesshaftigkeit gibt. Dass das Rind das eigentliche Herz gewesen ist, eines landwirtschaftlichen Zusammenhanges. Und wenn man jetzt das Rind betrachtet in seiner Funktion, in dem, was es tut, dann bemerkt man, dass es ja der zentrale Pflanzenfresser ist. Ungeheure Massen, die da verschwinden in diesem riesen Pansen. Und acht Stunden am Tag frisst das Rind. Und acht Stunden am Tag verdaut das Rind, was es in den Pansen aufgenommen hat. Und wenn Sie dann mal rausgehen auf die Weide und verfolgen mal alle auf einem Hof eine gute Rinderherde... Und eine gute Rinderherde heißt, dass alle Tiere ungefähr dasselbe machen. Die heutigen Herden. Es gibt ja... Die heutigen Herden sind nicht mehr gute Herden, weil sie meistens von Auktionen irgendwelche zugekauften Tiere sind oder künstlich besamt von irgendwelchen Bullen von irgendwo hier in der Welt. Aber wenn man jetzt wirklich eine Herde aufbaut oder züchtet auf einem Hof, aus den Blutlinien der Mitte heraus, mit ab und zu Zukauf eines Bullen aus der Region, dann baut sich ein Herdenorganismus auf. Und das ist das Wichtige. Dass man einen Herdenorganismus hat. Dass die Tiere, die da zu einer Herde zusammengefasst sind, alle in etwa zur selben Zeit dasselbe tun. Und wenn Sie so eine Herde begleiten, raus auf die Weide, da gibt es dann ein Leittier vorneweg. Und dann ordnet sich das so hintereinander. Ziehen die immer in einer einzelnen... Also einreihig ziehen die da erst mal über ihren Weg bis zur Weide. Und dann verteilen sie sich. Und dann fangen sie an zu fressen. Dann ziehen sie praktisch alle Tiere in eine bestimmte Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Also die Tendenz ist da, dass die Tiere mehr oder weniger immer gleich dasselbe tun. Fressen, fressen, fressen. Relativ rasch reißen sie, rupfen sie das Futter ab, sie beißen es ja nicht ab. Also beißen können sie ja gar nicht richtig, weil sie im Oberkiefer keine Zähne haben, nur Unterkiefer. Und die drücken sie aufeinander und dann rupfen sie es ab. Also relativ schnell. Und dann alle zusammen. Und dann plötzlich haben sie genug erst mal gefressen und dann gehen sie zur Tränke, eine nach der anderen. Und so ist ein ganz bestimmter Herdenrhythmus. Das macht eine gute Herde aus, dass da ein eigener Herdenrhythmus waltet. Darauf muss man mal sein Augenmerk lenken. Nun, wie lange darf ich hier noch machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:40:34] Müssen Sie sagen. Also wie lange sie noch können und wie sie es rund machen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:40:38] Na ja, nun. Also ich muss es sowieso. Das Ganze kann ich sowieso nicht. Aber vielleicht nur noch so viel: Die Kühe fressen ja jetzt relativ rasch im Vorwärtsschreiten. Sie laufen über die Weide. Sie trampeln ja auch viel dann nieder. Wenn es dann zu hoch gewachsen ist, muss man aufpassen, dass man rechtzeitig genug weidet. Also dass das Gras also nicht, sagen wir mal, bis zu zehn Zentimeter hoch wird, dann ist es eigentlich schon fast zu spät. Dann bilden sich schon Halme. Und da muss man schon sehr alte... Also eigentlich eine Herde haben, die noch viel ursprüngliche Qualitäten bewahrt hat. Die fressen auch das Halmartige. Die heutigen Hochleistungsrachen, die fressen am liebsten das Futter zwischen fünf und sieben Zentimeter. Aberdas ist ja relativ rasch. Und dieses Futter ist auch sehr eiweißreich im Übrigen. Kann man ja verstehen, junges Futter. Also relativ jung. Und sie umfassen es auch gerne so mit der Zunge. Und dann nehmen sie es auch in das Maul. Und die Zunge wischt dann übers Flotzmaul. Haben Sie das mal beobachtet? Die wischen dann über das Flotzmaul. Und da hängen lauter feine Tröpfchen. Die tun die aus schwitzen förmlich oder aussondern, aus den Drüsen des Flotzmauls. Und dann nehmen die schon da wahr, was sie da gerade gefressen haben. Schon das Flotzmaul scheidet das sofort aus. Die Reaktion. Und dann über die Zunge schmecken die: ist das was? Oder ist nichts? Deswegen haben die Kühe auch ein ausgesprochenes Selektionsvermögen für das Futter. Und dann nehmen sie es auf, ins Maul. Und die Schneidezähne spielen ja da keine große Rolle mehr, sondern nur noch die Backenzähne. Und dann schieben sie das Futter ein paar Mal hin und her, von rechts nach links, von links nach rechts. Mahlen. Und scheiden aus diesen gewaltigen Drüsen... Die hier sitzen, im Unterkiefer und Oberkiefer und unter den Ohren. Aus diesen gewaltigen Drüsen scheiden die jetzt ihren Speichel aus. Das geht alles ziemlich rasch. Und dann wird es abgeschluckt. Das ist erst mal weg. Und die fressen dann weiter. Dann kommt der nächste Batzen. Und dann geht es alles runter dann, in den Pansen. Durch die Schlundröhre. Und der Pansen ist jenseits des Zwerchfell. Unter dieser Trennung von der mittleren Herz-Lunge-Region, in die Stoffwechsel-Region. Da ist das Zwerchfell. Und dadurch geht es. Und dahinter, also in dem Bereich des Stoffwechselorganismus lagert jetzt... Ja, man muss wirklich sagen, lagert. Vom Zwerchfell bis in die Beckenhöhle hinten dieser mächtige Sarg von 150 Litern Inhalt, der Pansen. Ein riesen Sack. Und da stopfen die jetzt das alles da rein, über die Haube. Es geht also... Oben über dem Pansen sitzt die Haube. Und der sogenannte Schleudermagen. Und von dort wird es hinein geschleudert jetzt förmlich, in den Pansen hinein. Und dort findet jetzt diese erste Vergärung statt. Und dazu muss die Kuh ruhen. Also wenn diese Vergärung ein bestimmtes Maß erreicht hat, dann holt sie nämlich jetzt aus dem Pansen wieder eine Portion nach der anderen wieder herauf ins Maul. Und fängt wieder an, wiederzukauen. Und wenn die Kühe wiederkauen, dann legen sie sich hin. Dann fressen sie nicht mehr. Man sieht es auch ab und zu, dass er noch stehen und wiederkauen, so ganz gemächlich. Oder dann eben im Liegen. Vollständige Ruhe. Und ein Batzen nach dem anderen wird hochgeholt und zwischen den Mahlzähnen jetzt hin- und hergeschoben. Und je nachdem, was für Futter es ist, 30 mal Kau-Akte, also Wiederkau-Akte. 40 Mal. Bei Raufutter, 50, 60 Mal, dass es hin- und hergeschoben wird und ständig eingespeichelt. Und die Kühe haben ein Speichel-Volumen am Tag bis zu 60, 80, 90 Liter. Das sind also unglaubliche Massen. Die das Futter aufschließen und auch in der ersten Anregung dann für die mikrobielle Verdauung abgeben. Und dann schluckt die Kuh jetzt das Futter wieder ab. Und wenn es dann genügend vorverdaut ist, dann geht es direkt in den Drüsenmagen, am Pansen vorbei, durch einen Psalter. Das ist der Blättermagen. Und dann geht es dann in den Drüsenmagen. Und dann geht die Verdauung weiter. Und ich würde sagen, wir machen jetzt doch mal Schluss, denn ich komme sowieso nicht zu Ende mit dieser ganzen Verdauungsfrage. Ich möchte morgen dann gerne noch mal jetzt diese Frage der Düngung durch das Haustier abschließen. Und dann übergehen, zu der Präparatedüngung und Präparatenfragen. Ja. Also dann. Vielen Dank für Ihre lange Aufmerksamkeit. Das war etwas lang. &lt;br /&gt;
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Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
Wir haben ja gestern unseren Blick auf einen Sachverhalt oder einen Zusammenhang gerichtet, der nun scheinbar weitab von der Landwirtschaft liegt. Und dabei ist er eigentlich gerade der Hintergrund, von dem aus erst ein tieferes Verständnis für den biologisch-dynamischen Landbau möglich ist. Und das ist eben... Erscheint zunächst sehr fremd. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird es, dass man den biologisch-dynamischen Landbau überhaupt nicht verstehen kann oft, als eben auf diesem Bild Hintergrund, den ich versucht habe, gestern hier anzudeuten. Dem Gesichtspunkt folgend, dass der Mensch zur Grundlage gemacht wird, wenn es darum geht, ein Bild innerlich zu entwickeln, wie man einen Betrieb, landwirtschaftlichen Betrieb gestalten müsste. Wenn er wirklich alle Bedingungen erfüllen soll, die dem Tier gerecht werden, der Pflanze gerecht werden, dem Boden gerecht werden. Beziehungsweise dem gesamten Weltenzusammenhang gerecht werden. Denn gerade in der Landwirtschaft greift ja nun der Mensch wirklich in eine Wirklichkeit ein, die er nicht geschaffen hat. Er hat nicht die Bäume geschaffen. Er hat nicht die Pflanzen geschaffen. Ja, er hat die Kulturpflanzen gezüchtet. Und alles das, gewiss. Und die Haustiere. Aber letztlich ist das eine Naturgegebenheit. Und in die greifen wir ein. Und da sagt heute der Ökologe, also der moderne Wissenschaftler, der sagt: &amp;quot;Ja, eigentlich greifen wir ein und machen tendenziell alles kaputt, was die Natur so schön geschaffen hat.&amp;quot; Also wir sind eigentlich verurteilt dazu, als Menschen, indem wir als Menschen hier auf Erden leben, letztlich alles zu zerstören. Nicht ganz unrecht, wenn man so auf die Verhältnisse schaut. Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder ist das auch das andere möglich? Dass wir nicht nur das Gegebene zerstören, sondern dass wir das im Gegenteil weiterentwickeln, aufbauen. Das ist ja die Grundfrage, die moralische Grundfrage, vor der eigentlich die Menschheit heute steht. Und da hat der biologisch-dynamische Lanbau eben diesen Ansatz, dass er vom Menschen ausgeht. Weil der Mensch eigentlich das halt repräsentiert innerhalb des gesamten Weltganzen heute auf Erden, dass er nicht nur die Natur in sich trägt, sondern auch das in sich trägt, was ihn befähigt... Noch nicht, dass er die Fähigkeiten schon hätte, aber was ihn zumindest befähigt, gerade den Gesichtspunkt zu entwickeln, wie man diesen Naturzusammenhang nicht nur erhält, nicht nur also quasi bewahrt, was geschaffen ist, die Schöpfung. Sondern dass man sich weiterentwickelt, so wie wir uns als Menschen auch dann richtig, richtig verstehen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Wenn wir stehen bleiben, da, wo wir sind, jeden Morgen ein Bierchen und dann zu Mittag noch die dicke Bratwurst und so und dann irgendwo unser Leben auf diese Art pflegen, dann halten wir höchstens einen Zustand, aber da kommen wir nicht weiter auf diesem Felde. Der Mensch ist dazu geboren, sich selber weiterzubringen. Das ist eigentlich seine Aufgabe, weit mehr zu werden, als er ist. Und das aus sich heraus. Nicht, dass ich ihm das sage, sondern das muss man sozusagen selber empfinden. Das muss man selber quasi als den Kern seines eigenen Wesens erfassen. Dass man wirklich in der Lage ist, Schritte zu tun, in seiner eigenen Entwicklung. Nun möchte ich jetzt auf diesem Hintergrund, den wir gestern betrachtet haben, mal auf unseren landwirtschaftlichen Betrieb schauen. Und sehen: Was können können wir da aus diesen Einsichten von gestern... Können wir das in irgendeiner Weise hineinschauen, hineingestalten, hineinbilden in den Naturzusammenhang? Es gibt ja den berühmten Dichter, Zeitgenossen Goethes, jüngeren Zeitgenossen, Novalis, Friedrich von Hardenberg, der heute nahezu unbekannt ist. Obwohl eigentlich im Grunde genommen also als das Nonplusultra erfasst ist, neben Goethe und Schiller. Dass er mal in seinen Fragmenten den Ausspruch getan hat: &amp;quot;Die Menschheit ist auf eine Mission! Zur Bildung der Erde sind wir berufen.&amp;quot; Die Menschheit ist auf einer Mission zur Bildung der Erde. Nicht nur zur Bildung des Menschen, sondern auch zur Bildung der Erde sind wir berufen. Das steht in den berühmten Fragmenten von Novalis. Das sind lauter Ideenentwürfe. Der ist, ich glaube, mit 29 Jahren schon gestorben. Also er hat in den jungen Jahren ein Werk vor die Menschheit hingestellt. Das ist geradezu überwältigend. Und in diesen Fragmenten sind eigentlich immer kurze Sätze, wo eigentlich eine Idee nach der andern gleichsam vor die vor einen hingestellt wird. Wo man sagt: &amp;quot;Ja, so ist es. Darauf müsste man eigentlich hinarbeiten.&amp;quot; Nun also, wir haben gestern den Menschen sehr aphoristisch und sehr grob und klotzig, möchte ich mal sagen, zunächst geschildert, in eine Drei- und Viergliederung. Und wenn wir jetzt uns vorstellen, wir hätten hier jetzt so einen landwirtschaftlichen Betrieb. Voll arrondiert. Und da stehen wir davor. Was machen wir jetzt mit dem Ding? Und vor dieser Situation steht man heute tatsächlich. Also Sie lernen jetzt alle, plus, minus, nehme ich an, auf biologisch-dynamischen Betrieben. Da ist was schon da. Aber es gibt heute Beispiele genug, zum Beispiel in der ehemaligen DDR, eigentlich bis zum heutigen Tag. War ja plötzlich blanko beziehungsweise eine Wüstenei hinterlassen, vom Sozialismus. Das Land war enteignet und jetzt musste man irgendwie sehen: Wie kriegt man das wieder einigermaßen in Kultur? Und es ist da oder dort gelungen. Aber heute sind im Grunde riesige Flächen ja schön so im konventionellen Landbau extrem in Monokulturen, dass man eigentlich sagt, das ist ja fast der mittlere Westen Amerikas. Und wenn man dann nach dem Osten geht, nach Polen, wo ich ein Projekt betreue noch, und auch vielleicht nach Tschechien oder wohin sie wollen, in den immer ehemaligen kommunistischen Ländern... In Russland ist es eine reine Katastrophe in dieser Hinsicht. Da stehen Sie plötzlich vor einem Riesenland, devastiert, Halbwüste. Da wachsen die Bäumchen, die Bäume auf den Äckern. Also wo man davor steht, ein solches Land regelrecht urbar zu machen, neu urbar zu machen. Die Gebäude verrottet, die Maschinen, wenn sie überhaupt noch existieren, dann verrostet. Einfach ungeeignet. Vor dieser Situation stand man noch im Jahr 2000. Ich zum Beispiel in Polen vor einem Betrieb heute von 1900 Hektar auf Sandboden. Reine Wüstenei. Und da fragt man sich: &amp;quot;Ja, was mache ich jetzt mit dem Ding?&amp;quot; Welches Bild habe ich? Es hängt jetzt von mir ab. Absolut. Das sagt mir kein Mensch. Die Natur sagt mir das nicht. Sondern ich muss sozusagen in mir selber ein Bild hervorzaubern, mit dem ich jetzt an diese vorhandene Wüstenei herantrete und sage: &amp;quot;Dieses Bild möchte ich hier verwirklichen.&amp;quot; Und da fragt man sich: Welches Bild habe ich nun wirklich? Und dann greift man vielleicht auf irgendwelche Konventionen zurück, irgendwelche Erfahrungen anderer. Und dann gibt es ein paar ökologische Fingerzeige. Man knüpft an Traditionen an, wie sie eben früher mal waren, vielleicht, bestenfalls. Oder aber man knallt da einen konventionellen Betrieb drauf, mit einer Biogasanlage, mit EU-Förderung. Und dann wird auf Teufel komm raus Monokultur betrieben. Das sind so die Antworten, die man dann haben kann. Aber letztlich steht man doch als Mensch vor so einem Stück und fragt sich ja: Es hängt jetzt ausschließlich von mir selbst ab, welches Bild ich jetzt verwirklichen möchte auf diesem Stück Land. Und ja, zunächst ist es so, kann man sich mal vorstellen, das ist einfach eine leere Fläche. Und ich habe jetzt die Aufgabe oder habe jetzt innerlich den Impuls, da biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen. Ja, da kann man schön den Impuls zu haben, aber der Impuls muss einen Inhalt haben, der muss lebenswirklich sein. Und wenn man jetzt versucht, mal einen solchen Lebenszusammenhang oder eben ein solches Stück Land jetzt sich vor Augen zu führen und dann mal zu schauen: Ja, was ist denn eigentlich da? Was ist wirklich von Natur aus da? Dann wird man zunächst mal sagen: Ganz gewiss ist da etwas, was naturgegeben vorhanden ist. Und das ist allemal der Boden. Das ist allemal das, was die mineralisch-physische Grundlage überhaupt jeden Hofes ausmacht. Also, man könnte sagen, das, was ich gestern gekennzeichnet habe als den physischen Leib, das findet man vor. Ja, und der ist zerstört, ein bisschen halt zerstörbar. Im Grunde genommen kann man so allzu viel doch nicht kaputtmachen. Die biologische Grundlage ist ein Fixum. Das Gestein aus dem Untergrund, was dann verwittert zum Boden und dann die verschiedenen Böden, Bodentypen hervorbringt. Also das ist alles zunächst mal gegeben. Und was da gegeben ist, das sind... Oder was den physischen Leib komponiert, des landwirtschaftlichen Hofes... Und ich sage bewusst... Nehme bewusst das Wort komponiert. Denn es geht um eine Komposition, vor der ich hier jetzt stehe. Dann ist das Material, mit dem dieser Hof sozusagen zunächst einmal komponiert ist... Wo ich nicht allzu viel dran verändern kann, sind die sogenannten vier Elemente. Die vier Elemente, die heute nicht mehr im wissenschaftlichen Gebrauch sind, aber seit griechischen Zeiten... Seit Empedokles, dem großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler, sind die sozusagen im Gebrauch gewesen, bis in die jüngste Vergangenheit. Und das ist einmal, dass das Physische konstituiert wird mit dem, was das Feste ist, also die Erde. Und dem, was das Element des Wassers ist, also alles, was flüssig ist. Also nicht nur das Wasser, sondern jede Art von Flüssigkeit. Ob das das Blut ist oder ob es die Lymphe ist oder ob das ein Saft ist, ein Apfelsaft oder sonst was. Alles, was flüssig ist, hat man eben mit dem Element des Wassers bezeichnet. Und dann das Element der Luft und das Element der Wärme. das sind die Elemente, die im Grunde genommen, möchte man sagen, das Physische, den physischen Leib komponieren. Das ist das Material, durch das hindurch alle Wirkungen des Kosmos... Alles, was nur irgend sonst wirkt in der Welt, wirkt auch zugleich durch diese vier Elemente hindurch. Nun, das Feste der Erde, das ist die geologische Grundlage zunächst einmal. Die muss man kennen. Und wenn Sie heute Ihre Betriebe bewirtschaften, müssen Sie schleunigst mal sehen, dass ist eine biologische Karte 1:25.000... Dass Sie sich die anschauen. Wenn der Chef die nicht hat auf dem Hof, dann muss er dafür sorgen, dass dafür möglichst bald versorgt wird. Und auf dieser geologischen Karte können Sie dann genau feststellen, aus welchen Gesteinen jetzt Ihre Böden da auf Ihrem Hof entstanden sind. Ob das nun eine Sedimentation ist, junge Sedimentation, zum Beispiel wie der Löss, oder ob das eine Wasser-Sedimentation ist, ein Schwemmland, oder ob es tatsächlich kristalline Gesteine sind, die im Untergrund anstehen und die durch Verwitterung dann ihren Boden haben entstehen lassen. Das ist notwendig auf jedem Hof, diese Grundlage, die physische Grundlage zu kennen. Und ich möchte jetzt schon sagen, die allergrößten Fehler, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft generell gemacht werden, das ist, dass die Kenntnisse auf diesem Feld zu gering sind. Man kennt seine Böden nicht, weil man deren Ursprung nicht kennt, woraus sie sich überhaupt entwickelt haben. Sie haben auch eine Entwicklung von über 10.000 Jahren hinter sich. Seit den letzten Eiszeiten. Allmählich haben sich diese Böden zu diesen Standorten, zu diesem Bodentypen entwickelt. Also man muss da Kenntnisse haben auf diesem Felde. Und auch, was wirklich im Untergrund ansteht an Gesteinen. Das gehört einfach für jeden... Jeder Landwirt müsste darüber Kenntnisse haben. Nun, aus dem Festen heraus entwickeln sich also unsere Böden durch Verwitterung. Es ist jetzt nicht meine Aufgabe, hier über die Verwitterung mich weiter auszubreiten. Das ist ein weites Gebiet, wie unsere Böden entstanden sind. Durch schüttweise Verwitterung des Untergrundes. Und meistens dann ein Bodenprofil entstanden ist, von vielleicht 1 Meter 20 Tiefe bis zu 2 Meter Tiefe, je nachdem, welche Art von Gestein da verwittert ist. So muss man auch den Wasserhaushalt, seines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Solche Dinge werden heute gar nicht mehr so furchtbar ernstgenommen, weil man so eine abstrakte Wirtschaft heute im konventionellen Landbau betreibt. Dass, wenn zu viel Wasser ist, dann drainiert man es halt weg. Und wenn zu wenig Wasser ist, dann beregnet man halt oder irgendwie solche Maßnahmen technologischer Art. Aber man muss wissen: Wie ist das jetzt mit den Quellhorizonten auf meinem Hof? Wo sind Feuchtbiotope? Wo bildet sich langsam aus Rinnsalen ein Bachlauf? Und schließlich: Wo mündet das hin? In einen Fluss? Oder man grenzt an einen See oder man baut sich einen Teich auf dem Hof. Das sind alles so Dinge, wo man eben... Ebenso, wie man aufmerksam wird auf das Feste, man aufmerksam werden muss, auf den Wasserhaushalt seiner Landwirtschaft. Und das erste, was man fragt, wenn man auf einen anderen Betrieb kommt: Was habt ihr hier für Niederschläge? Und wie sind die verteilt übers Jahr? Wenn Sie dieses wissen, ungefähr die physische Grundlage und die Niederschläge, dann wissen Sie schon ungefähr etwas, wie begabt Ihr Hof ist. Eine Landwirtschaft hat eine Begabung, so wie der Mensch eine Begabung hat. Der eine ist mehr musikalisch, der andere mehr... Sagen wir mal, geht gern lieber mit Literatur oder mit Kunst und sonstwas um. Jeder Mensch hat eine ganz spezifische Begabung, die ihn kennzeichnet. Und so hat auch jeder Hof eine spezifische Begabung, die wesentlich bestimmt wird, hier, durch die physische Organisation. Durch das Zusammenspiel von dem Festen, Flüssigen, Luftförmigen und Wärmehaften einer Landschaft. Also auch da muss man sich Kenntnisse entwickeln. Dann eben in Bezug auf die Luft. Ja, die Luft ist natürlich so, dass es das Beweglichste überhaupt ist unter den Elementen, mit der Wärme. Und die streicht natürlich über die Lande. Die ist ja nicht nur lokal gebunden, die Luftströmungen, die Winde und Stürme und Gewitter und Wasser kommt nur von oben. Und dennoch muss man sagen: Einmal muss man doch eine Kenntnis haben vom Großklima. In welchem Großklima befinde ich mich? Befinde ich mich in einer Trockenenzone, in einem... Sagen wir mal, in einem Regen-Schatten-Gebiet, wie wir hier... Auch, zum Beispiel auf dem Hof. Wir liegen im Regen-Schatten-Gebiet des Taunus. Und so muss man schon ein bisschen großräumig denken, wie sich jetzt die klimatischen Verhältnisse gerade in einer solchen Landschaft ausgestalten. Und wo sind dann Sommer-Kälte-Zonen oder Kälteeinbrüche, Spätfröste im Laufe des Jahres? Das hängt ja sehr stark mit dem Klima dann insgesamt zusammen. Und davon hängen auch unsere Kulturen ab, die ich dann anbaue. Und so ist es mit der Wärme. Die Wärme ist natürlich etwas ganz Besonderes, weil man die Wärme gar nicht fassen kann. Man kann ja natürlich fühlen, wenn irgendetwas warm ist, gewiss. Aber als Begriff Element wird sie heute über Bord geschmissen. In der Physik gibt es heute den Begriff der Wärme als Wärme nicht mehr. Schon seit Francis Bacon... Also Lord Bacon, der Baco von Viola, hieß er auch, der Begründer der Experimentalphysik, der hat die Wärme abgeschafft. Hat aber gesagt: &amp;quot;Die gibt es gar nicht. Das ist nur ein Bewegungszustand der Materie. Ein Bewegungszustand der Materie, das ist die Wärme. So wird sie heute definiert. Und ist also nur ein Zustand, dass das Wasser warm wird. Dann bewegen sich die Moleküle des Wassers entsprechend stärker. Und so ist es mit der Luft. Sauerstoff und Stickstoff in der Luft fangen an so stärker sich zu bewegen, durch Wärmeeinfluss. Und so ist es auch, wenn ich, sage ich mal, ein Gestein verschmelze. Da führe ich Energie zu und dann bewegen sich entsprechend die Moleküle. Die kommen plötzlich in Fluss. Das ist die Vorstellungsweise der materialistischen Auffassung heute. Die Wärme existiert gar nicht mehr. Dabei ist sie natürlich für uns. Wir erleben ja die Wärme unmitelbar. Das ist eine Tatsache. Wir leben in der Wärme. Das Ich des Menschen. Sein Geist, das Geistwesen lebt in der Wärme von 37 Grad Celsius oder 36,6 Grad Celsius. Das ist unsere Wärme. Und die halten wir auch. Und wenn wir die nicht halten, dann werden wir krank, sowohl wenn sie zu tief runter geht, als auch, wenn sie zum Fieber aufsteigt. Da merken wir: Das können wir so nicht ertragen. Also das Wärmeelement ist das geheimnisvollste unter allem. Und die Wärme durchdringt die Luft. Die Wärme durchdringt das Wasser, durchdringt das Feste der Erde. Und jetzt muss ich auch bei meinem landwirtschaftlichen Betrieb fragen: Wie sind die Verhältnisse hier? Also wie ist der Jahreslauf vom Frühjahr über den Sommer? Habe ich da ausgesprochene Hitzeperioden? Also bestimmt mich einfach die Wärme, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um das ein bisschen auszugleichen? An der physischen Organisation und dem physischen Leib unseres Hofes können wir verhältnismäßig wenig verändern. Natürlich, wir verändern heute nicht wenig durch die modernen Technologien. Also sagen wir eben, da ist ein Wasserüberschuss und der ist normalerweise immer Grünland. Deswegen heißt das Grünland. Grünland kann sich ja nur entwickeln bei hohen Grundwasserständen oder eben, wenn genügend Wasser einfach zur Verfügung steht. Also zum Beispiel durch entsprechende Niederschläge. Also der hohe Wasserverbrauch des Grünlandes ist dadurch gestillt oder ist dadurch befriedigt, dass da eben genügend Wasservorräte vorhanden sind. Deswegen finden wir Grünland klassisch immer in Vorfluter-Nähe, immer um die Seen herum, um die Flüsse herum, die Flüsse begleitend. Da kommt das Grundwasser relativ oberflächennah herangeströmt und mündet dann ein, in den Vorfluter. Und wenn man nun meint, das Grünland bringt sowieso nichts, also bringe ich es um, drainiere das ganze Zeug, senke den Grundwasserspiegel ab und baue Mais an. Und das ist so das üblichen Verfahren gewesen in den 70er Jahren, 80er Jahren, heute ist es verboten. Die dürfen kein Grünland mehr umbrechen. Also wenn es da ist, darf man es nicht mehr umbrechen. Also das ist schon auch... Da hat der Gesetzgeber mal eine ganz gute Tat vollbracht, den Grünland-Umbruch zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es natürlich alles Murks. Alle Gesetzgebung in der Landwirtschaft ist letzten Endes Murks, weil die immer ausgerichtet ist auf Fehlleistungen einer zu stark ökonomisierten Landwirtschaft. Zu stark einseitig ausgerichtet. Da entstehen dann die großen Probleme und dann macht man ein Gesetz. Und das gilt dann für alle. Und da leiden dann zum Beispiel die biologisch-dynamischen Betriebe darunter gewaltig. Denn der Landwirt muss entscheiden, wo er was macht. Und hier ist er ständig eingeschnürt. Deswegen hat man den Eindruck, als moderner Landwirt den Eindruck, dass da jetzt mal so Schnüre hier unten so darum herumgebunden werden. Und die Schnüre werden immer dichter hier um den Brustkorb und zuletzt um den Hals. Und dann kann man sie zuletzt noch aufhängen. Es ist unglaublich, was wir eine Überregulierung heute in der Landwirtschaft haben. Aufgrund dieser Tatsache. Man ist nicht mehr so ein freier Mensch in seinen Entscheidungen. Also man kann bewässern, man kann entwässern, das kann man. Wird ja heute in größerem Stil gemacht. Ich möchte sagen, die in Anführungsstrichen leistungsfähigste Landwirtschaft heute in der Welt ist die in Halbwüstenzonen, in wässerbaren Halbwüstenzonen. Da ist die eigentliche Produktion heute in der Welt. Da scheint das ganze Jahr die Sonne und das Wasser wird irgendwo hergeholt. 79 % der gesamten Süßwasser-Vorräte beansprucht die Landwirtschaft heute weltweit für sich selbst. Das ist irre. Also man kann bewässern, entwässern, man kann terrassieren. Das ist eine klassische Methode, auch in der Landwirtschaft immer gewesen, zu terrassieren. Der Weinbau existierte nur auf der Basis der Terrassierung. Heute sind die Weinreben alle in Linien, in der Fall-Linie des Hanges angelegt und nicht mehr quer dazu. Früher war das alles horizontal. Weinberg-Mauern. Die haben die Wärme zurück gestrahlt und haben dadurch für eine bessere Qualität noch gesorgt im Weinanbau. Auch der Obstbau war terrassiert. Und so ist der ganze mediterrane Raum ursprünglich eine Terrassenwirtschaft gewesen. Und auch hier in Mitteleuropa spielte die Terrassenwirtschaft eine ganz große Rolle. Aber das erfordert, dass man Mauern baut. Und das waren alles Felssteinmauern. Das war eine Kunst, eine hohe Kunst. Die habe ich noch gelernt in meiner Jugend, wie man Weinberg-Mauern baut. Aber die musste 50 Jahre halten, so hat man normalerweise gesagt. Dann musste man sie also wieder erneuern und terrassieren. Aber sonst: Sie können keine Hügel, keine Berge versetzen. Also Sie finden eine bestimmte Geomorphologie, eine bestimmte Landschaftsgestalt vor. Und mit der müssen Sie sich jetzt zurechtfinden. Ebenso finden Sie ganz bestimmte Böden vor. Wenn Sie jetzt auf einem Sandboden hocken, dann hocken Sie... Sind Sie das ganze Jahr, Ihr ganzes Leben lang mit dem Sandboden verheiratet, ne? Und wenn Sie auf einem Tonboden hocken, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Schwerer Boden, sehr kalt, mühsam in die Gänge zu setzen. Und so weiter. Da sind Sie mit dem verheiratet, oder? Oder Sie haben einen milden Lehm. Schwarze Erde möglicherweise. Ja, da kann man drauf spielen wie auf einem Klavier. Variationen. Also man ist zunächst einmal doch sehr weitgehend gebunden von dieser Naturbegabung des Hofes. Und jetzt gibt es eben ein zweites Glied, abgelesen jetzt vom Menschen. Und das ist seine Lebensorganisation oder Lebensleib. Und das ist natürlich eine große Frage: Was ist eigentlich... Kann man überhaupt von einem Lebensleib eines Hofes sprechen? Und wo finde ich den? Wo treffe ich den an? Ist es die Pflanzendecke? Gewiss, irgendwo ja. Und doch nicht. Denn die Pflanzendecke ist ja nur die Offenbarung von etwas. Ja, die Pflanzendecke. Ich sehe ja nur die Oberfläche. Ich sehe nur die wachsende Pflanze. Noch nicht mal die wachsende Pflanze, sondern wie die Pflanze sich in der Zeit verwandelt. Dann entwickle ich den Begriff der Entwicklung oder des Wachstums. Ja, also ich sehe das... Was da wächst, sehe ich ja gar nicht. Vor allem gucke ich zur Sonne hoch und sage: &amp;quot;Ja, also offensichtlich wächst da nur was, wenn die Sonne scheint.&amp;quot; Und je intensiver die Sonne scheint und genügend Feuchtigkeit und so weiter da ist, dann wächst es und wächst es und wächst es. Und wenn das alles nicht der Fall ist, dann wächst es eben nicht. Also irgendwo ist da ein Übersinnliches, ein nicht in die sinnliche Erscheinung Tretendes, was dieses Wachstum hervorbringt. Und das nennt man dann den Lebensleib, Gebilde, Kräfte. Und die sind eben nicht nur irdischer Art, sondern die sind kosmischen Ursprungs. Also da merkt man plötzlich, da ist eine ganz andere Wirklichkeit als die hier. Wenn man jetzt hier nur auf das Physische schaut. Und jetzt ist es aber doch so, dass Sie als Landwirt, als Gärtner am allermeisten gefordert sind, jetzt diesen Lebensleib doch zu gestalten. Sie müssen ein Übersinnliches gestalten, können das aber gar nicht, weil das für Sie zunächst keine Wahrnehmungssphäre ist. Aber Sie können gestalten an dem, was der Lebensleib schafft. Und das ist die einzelne Kultur, die Sie anbauen. Die Bäume, die da auf ihrem Gelände stehen, das Grünland, die Gräser, die Kräuter, die da wachsen. Das ist eine ungeheure Fülle verschiedener Erscheinungsformen dieses Verborgenen, ätherisch Lebendigen, also ein Kräftekonglomerat, was da wirkt. Und jetzt, wenn dann eine ganz bestimmte Pflanzengestalt sich und dann schließlich äußert, also wird der Landwirt in dem Augenblick Künstler. Wirklicher Künstler, wenn es darum geht, den Lebensleib eines landwirtschaftlichen Betriebes zu gestalten. Und nun ist dieses Künstlertum was ganz Eigenartiges, denn Sie müssen ja erst mal alles kaputt machen. Also ich meine jetzt, extrem gesprochen. Sie müssen erst etwas, was naturhaft ist, seiner Naturhaftigkeit entkleiden. Denn eigentlich hat dieser Standort, wo sie Ihren Hof darin haben... Der hat ja früher mal ganz anders ausgesehen. Im Mittelalter waren das alles Sumpflandschaften, überwiegend, in Deutschland. Die Flüsse waren ja reguliert und das Wasser stand in den Landschaften. Es war kaum Gefälle. Norddeutschland war ganz und gar davon geprägt. Aber auch hier viele, viele Gegenden. Die keltischen Namen der Dörfer und Städte hier im Umkreis, die gehen alle auf keltische Ausdrücke zurück, die Sümpfe beschreiben oder auf Sümpfe sich beziehen, auf Sumpfgebiete. Also das ist ja, ich möchte sagen, das, was man dem Menschen heute vorwirft von ökologischer Seite, dass er, wenn er eingreift in die Natur, da muss er erst mal alles irgendwie verändern. Er muss Bäume fällen, wenn da ein Wald steht. Ich muss ja eine Lichtung schlagen. Das haben sie im frühen Mittelalter gemacht. Alle Dörfer sind aus Waldgebieten heraus mehr oder weniger gewachsen. Wenn man mal von den (Schwarz-Gebieten?), den Löss-Gebieten Deutschlands absieht, ist das so. Da hat man eben die Bäume, da hat man den Wald gefällt und hat jetzt eine solche Lichtung geschlagen, hier so ein Riesending. Und jetzt hat man angefangen zu kultivieren. Und die Art, wie man dann angefangen hat zu kultivieren, ist wiederum ein Menschheitserbe aus vorchristlichen Hochkulturen. Denn was sie gemacht haben, nämlich, ich sage mal, im achten, neunten Jahrhundert oder siebten Jahrhundert, wo das entstanden ist... Dieses Prinzip, was ich hier schildere. Was Sie gemacht haben, ist nur das Ganze zusammengefasst, das ganze Erbe der vorchristlichen Hochkulturen. Denn keine Kulturpflanze, kaum eine, könnte man sagen, unter den heimischen Kulturpflanzen, ist nach dem dritten vorchristlichen Jahrtausend entstanden. Alle davor. Zwischen dem fünften und dritten vorchristliche Jahrtausend sind unsere Kulturpflanzen entstanden. Und unsere Haustiere sind entstanden seit dem achten vorchristlichen Jahrtausend. Das sind keine Schöpfungen von uns, da waren wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu. Und wenn wir heute meinen, wir könnten züchten in der Landwirtschaft, dann ist das ein sehr flacher Begriff. Denn Züchtung heißt ja heute, ich möchte sagen, das Gegebene, was da ist, an Kulturpflanzen zu manipulieren oder in irgendeiner Weise zu verwandeln, Variation herzustellen, eine neue Sorte zu schaffen. Aber eine prinzipiell neue Kulturpflanze, das kriegen wir heute nicht hin. Da sind wir völlig außerstande. Das muss man sich mal klarmachen Wir arbeiten mit dem Kapital der Vergangenheit und variieren es im Wesentlichen. Auch in der Haustier Züchtung ist das nicht anders. Also wir müssen also jetzt das Naturbiotop, was wir hier ursprünglich vorfinden, in ein Kulturbiotop verwandeln. Also die Einseitigkeit, die wir hergestellt haben, dass wir alles hier beseitigt haben, müssen wir jetzt kompensieren, aber auf höherer Stufe gewissermaßen. Und dazu ist eben erforderlich, dass wir, weil wir ja da jetzt sogar noch den Boden bearbeiten, dass wir da Saaten vornehmen... Wintersaaten, Frühjahrssaaten. Dass wir da also Ackerbau betreiben. Also ich schreibe mal hin: Ackerbau. Und innerhalb des Ackerbaus und Gartenbaus müssen wir jetzt die Einseitigkeit ausgleichen, kompensieren, durch eine Fruchtfolge. Die hohe Kunst der Fruchtfolge. Dass wir jetzt die Fruchtfolge so aufbauen, nicht nach Verkaufsfrüchten, die nach dem auslaufenden Markt gehen. Das möchten wir natürlich gerne. Weil die bringen ja Geld. Sondern die Vorsorge gestalten nach der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Nach dieser Maxime. Also insbesondere, um den Humusgehalt der Böden auf einem bestimmten Niveau zu halten oder gar zu steigern. Also ich muss jetzt hier versuchen, in der Gestaltung des Lebensleibes meine Kulturen so zu ordnen, in einer Fruchtfolge, dass der Boden, die Bodenfruchtbarkeit nicht abgebaut wird, sondern sich immer weiterentwickelt, mit meinen eigenen Maßnahmen weiterentwickelt. Ich kann da jetzt nicht in Details gehen. Und dann geht es darum, und das ist auch entscheidend, dass wir den Gartenbau, der ja sein eigenes Schicksal hat, seit dem 19. Jahrhundert, wo er ausgegliedert worden ist aus der Landwirtschaft, heute wieder heimgeholt wird. Eigentlich gehört der Gartenbau als Glied, als Organ, in einen solchen landwirtschaftlichen Organismus. Der muss heimgeholt werden, so möchte ich mal sagen. Der ist heute dezentralisiert und intensiv betrieben. Wo dann in Monokultur oder gar und unter Glas... Oder noch gesteigert, in Gebäuden. Oder wo vom obersten Stockwerk die Aussaat erfolgt und unten kommt der fertige Salat raus. Das sind dann wirklich Entwicklungen, die man heute anstrebt. Aber wenn man wirklich ordnungsgemäß vorgehen will, wenn man wirklich der Natur gemäß, im höheren Sinne gemäß handeln will, muss der Gartenbau wieder in diesen Gesamtzusammenhang eingebettet werden. Er hat eine Organfunktion im Organismus. So, wie die Niere oder die Leber oder der Magen, die Verdauungsorgane, was auch immer, das Herz. Das sind Organe im Organismus. Und alle müssen zusammenwirken, ineinanderwirken, dass da der Organismus lebensfähig wird. Und so müssen wir sehen: Wie wird jetzt das Ganze lebensfähig? Und da gehört nicht nur der Gartenbau dazu. Also ich sage mal, Feingemüse, Grobgemüse und Kräuter und Blumen. Blumen, dass das ganze Jahr hindurch irgendwas Blühendes in der Landschaft ist, das kann man heute auch machen, dass man den Gartenbau in gewissem Sinne integriert in den Ackerbau, mit Blühstreifen und solche Sachen. Da hat ma ja heute große Möglichkeiten. Es gehört aber auch dazu, der Obstbau. Obstbau, der muss reintegriert werden, auf die Höfe. Das ist ein Organ im Organismus der Landwirtschaft. Ein Hochstamm. 80-jährig oder 60-jährig. Da draußen. So ein dicker Obstbaum. Mit einer Mordskrone oben, der heute überhaupt keine Bedeutung mehr hat wirtschaftlich, weil es viel zu teuer ist, irgendwie die Äste zu schneiden und dann noch zu ernten. Und so weiter. Ein solcher Obstbaum beherbergt über tausend Insektenarten. Das waren Forschungen. Anfang der 50er Jahre wurden die angestellt. Da hat man zum ersten Mal entdeckt, was für ein Ökosystem so ein Obstbaum alleine für sich selbst ist. Nicht? Über tausend Insektenarten, die jetzt alle in einem Beziehungsverhältnis zueinander stehen. Und dann differenziert man innerhalb dieses Kosmos, kann man fast sagen, Schädlinge und Nützlinge. Furchtbare Begriffe, fürchterliche Begriffe. Das macht man einfach. Spricht man so. Und wenn Sie mal so ein bisschen in die Geschichte zurückschauen: Das haben Sie alles selbst nicht erlebt. Aber ich habe es noch erlebt. Da hat man vom Volksschädling gesprochen. Das war bei den Nazis der Fall, im Dritten Reich. Der eine Mensch war ein Nützling und der andere war ein Schädling. Und so hat man sie auch behandelt. Und so behandeln wir heute unsere sogenannten... Also unsere Insektenwelt, unsere Vogelwelt, je nachdem. Unter diesen Begriffen Nützling und Schädling. Die Denkungsart ist da kein bisschen anders. Also wir müssen... Der Obstbau hat eine ungeheure ökologische Bedeutung. Auch ein Organ. Jeder Baum, einzeln stehende Baum irgendwo in der Landschaft hatte... Ob es jetzt ein Obstbaum ist oder ein anderer. Hat eine Organfunktion im Gesamthaushalt des Hofes. Und so ist es eben mit der Wiesen- und Weidewirtschaft. Auch diese gehört natürlich hier herein. Die Wiesen, die spielen ja heute keine große Rolle mehr. Aber Weiden. Ja. Leider Gottes gibt es keine Wiesen mehr, die sind einfach ökonomisch zu teuer. (Zweischwürig?) und sehr kräuterreich. Die geben ja keine große Masse, aber die beste Qualität, die man sich denken kann, natürlich. Aber da legt man ja heute sowieso keinen großen Wert drauf. Also die Devise ist verschwunden aus unserer Landschaft. Die war früher landschaftsbeherrschend. Und heute die Weiden, die die Landschaften beherrschen. Und hier geht es eben darum, dass hier wirklich die Feuchtbiotope oder alles das, was ich vorhin schon geschildert habe, dass wir die als Grünland pflegen, als Grünland, als Organe im Organismus der Landwirtschaft betrachten. So ist es mit den Hecken, so ist es mit dem Wald. Der Wald gehört eigentlich in die Landwirtschaft. Heute sind alle Staatswald und so. Es gibt noch Bauernwälder. Aber das ist... Also im Grunde genommen ist der Wald auch ein Organ der gesamten Kulturlandschaft und auch eben als Gehölze, einzelne Gehölze in der Feldflur draußen auf den Weiden, sagen wir mal, so kleine Waldungen von größter Bedeutung. Und insbesondere die Hecken. Die Hecken, da möchte ich nur noch ein Wort dazu sagen. Es gibt ja Gebiete, wie auch hier, der Dottenfelderhof. Aber andernorts es wohl so gut wie keinen Wald gibt. Auch in großen Börde-Landschaften von Natur aus nicht. Und da kann man sich dadurch aushelfen, dass man Hecken anbaut. Denn die Hecke ist ein Wunderwerk. Denn die größte Verdichtung an Insektenwelt, an Vogelwelt, an Kriechtieren findet man in den Waldsäumen, den Waldrändern, da, wo der Wald übergeht. Wo die offene Landschaft, der Acker oder die Wiese oder Weide übergeht in den Wald. Da in dem Waldrand, da findet man die höchste Verdichtung. An diesen, na, also, sagen wir, der niederen Fauna insbesondere. Sodass die Waldränder eine unglaubliche ökologische Funktion haben in der Kulturlandschaft insgesamt. Da findet man krautartige Natur im Jahreslauf. Und dann findet man buschartige, niedere Büsche, höhere Büsche. Dann mittlere Stämme, dann Hochstämme. Das baut sich so auf. Und da findet man sozusagen die ganze Vielfalt versammelt. Wenn Sie eine Hecke anlegen in der Landwirtschaft, dann machen Sie dasselbe, aber doppelt. Weil jede Hecke, wenn sie gut angelegt ist, hat diese beiden Seiten, denn nach beiden Seiten ist ein Waldrand. Und nach beiden Seiten hin korrespondiert jetzt diese Hecke mit dem umliegenden Land und schafft überall Ausgleiche, kompensierte Einseitigkeiten. Und so weiter. In Bezug auf die ganze Fauna, die da in den Hecken lebt. Man hat mal gezählt, was in so einer hohen Hecke an Tierwelt zu finden ist. Dann kam man auf 3000 Arten. Und auch das Niederwild sucht ja immer dann auch Schutz in den Hecken und so weiter. Also wenn Sie das zusammennehmen, dann baut der Landwirt die Kulturlandschaft. Nicht der Naturschutz, nicht der Staat, nicht die Verordnung. Sondern das Bild der Landschaft erfließt aus diesem Prinzip notwendig. Wenn der Landwirt wirklich sein Geschäft, sein Handwerk richtig versteht, baut er Kulturlandschaft. Er baut einen Lebenszusammenhang auf seinem Hof. Da ist nicht alles verkaufsfähig, was er da macht. Sondern er ist sozusagen wirklich mit einer Ganzheit befasst, die dann aus sich heraus produktiv wird, in Bezug auf die Verkaufsfrüchte und so weiter. Aber er muss Sorge tragen, dass das wirklich jetzt hier eine lebendige... Eine Leibesbildung ist, dass jeder Hof seinen Lebensleib bildet. Und das ist unsere Aufgabe. In der Ökologie nennt man das ein Biotop. Die Natur baut Biotope. Und was machen wir? Das Biotop kaputt. Jetzt müssen wir selber ein neues schaffen. Ein Kultur-Biotop. Also das ist eine künstlerische Frage. Und da muss man einen Blick haben für Landschaften. Und merken, dass man immer da Maße setzt, maßvolle Zusammenhänge. Das ist es gerade, das, was der Mensch beitragen kann. Die Natur schafft ihr eigenes Maß, gewiss. Im brasilianischen Urwald finden Sie auf einem Hektar mindestens 100 Baumarten. Auf einem Hektar. Keine Baumart steht neben der anderen, zuerst alle anderen. Und heute ist man schon dazu gekommen, zu sagen, bis zu 400 Baumarten. Also eine unglaubliche Vielseitigkeit. Und so schafft die Natur, da ist sie uns Vorbild. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir diesen Lebensraum wirklich zu einer Ganzheit entwickeln wollen, müssen wir diese Vielseitigkeit selber auch herstellen. Aber in maßvollen Beziehungen, die wir selber setzen. Und dann wird der Hof gesund. Wenn der Lebensleib vielseitig genug gestaltet ist, dann gedeiht eigentlich das Ganze des Hofes. Dann gibt es keine einseitigen Krankheitszustände, also keine großen Einbrüche oder dergleichen. Vielseitigkeit ist hier angesagt. Jetzt gibt es eben noch ein drittes Glied in unserem landwirtschaftlichen Zusammenhang, das ist der Seelenleib. Und für den gilt dasselbe. Dasselbe, was ich jetzt schon hier gesagt habe. Ich kann das Seelische nicht sehen. Ich kann nur sehen, wie es sich verkörpert in den einzelnen Tierarten. Und selbst das kann ich noch nicht sehen. Sondern ich kann nur sehen, was die Tiere machen, was ihre Wirkungen sind, wie sie sich verhalten. Das ist ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was hier leibgebunden sich seelisch inkarniert hat. Und jetzt muss man jetzt sehen, dass man auch um den Seelenleib, sozusagen das, was so unsichtbar ist, aber auch wirksam... Das ist eine wirksame Welt. Die ist höher anzusetzen als das bloß Lebendige oder das Physische. Dass diese Welt auch wiederum genügend sich äußern kann in aller Vielfalt. Und die offenbart sich ja natürlich für uns zunächst einmal in der Tierwelt. Es gibt auch seelische Kräfte-Wirksamkeiten, die nicht sich im Tier offenbaren und deren Wirkungen aber auch für uns beobachtbar sind. Das ist zum Beispiel, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Das ist ja immer wieder aufs Neue unfassbar. Eigentlich ist die Pflanze dazu veranlasst, immer weiter zu wachsen, immer weiter zu wachsen. Und wenn ich ordentlich Stickstoff draufknalle, dann wächst der auch tatsächlich immer weiter. Da wird dr Blühprozess sozusagen verhindert oder jedenfalls stark gedrosselt. Solange die Pflanze wächst, ist es sozusagen... Lebt sie ihre eigene, ureigenste Natur aus. Und jetzt werden die Blätter immer kleiner und immer kleiner, verschwinden zuletzt im Stängel. Und dann sprüht der Stängel auf, wie am Beispiel Schafgarbe. Nein, das habe ich noch nicht gemacht. Also wie man das halt beobachten kann. Plötzlich sprüht der Stängel auf, teilt sich auf und dann bildet sich plötzlich ein Blütenschirm oder eben eine Blume. Das ist ein unglaublich faszinierendes Phänomen. Weil das widernatürlich ist für die Pflanze. Zunächst einmal. Dass sie eigentlich immer weiter wachsen will. Das ist ihr Element, die Wiederholung von Blatt zu Blatt, immer weiter. Die würde bis zum Mond am liebsten wachsen. Und plötzlich kommt da ein Impuls von außen, nicht von innen... Beim Tier kommt ervon innen. Bei der Pflanze kommt er von außen. Und berührt die Pflanze gerade dann. Und dann wird das Wachstum zurückgedrängt und eine Metamorphose findet statt und sie blüht auf, in Farben, in Formen, wo sie ihr eigenes Wesen seelisch offenbart. Obwohl sie gar nicht inkarniert ist wie beim Tier, sondern das Seelische der Pflanze. Deswegen hat ja Linné, der große Systematiker des Pflanzenreiches, im 18 Jahrhundert die Pflanzen allesamt systematisch nach den Blüten geordnet. Weil in der Blüte das Spezifische einer Familie, einer Gattung, einer bestimmten Pflanzenart hervortritt. In der Blüte offenbart sich die Pflanze in ihrer eigentlichen höheren Wesenheit. Aber es ist nur Bild eines Bildes. Noch nicht mal Bild, sondern es ist ein Bild eines Bildes, was ich da anschaue, wenn ich eine Blüte anschaue. Also da haben wir es mit einer Astralität zu tun, mit Seelenkräften, mit dem Sonnenlicht. Denn da ist die Sonne sehr unmittelbar daran beteiligt. Mit dem Sonnenlicht einströmen. Und in dem Sonnenlicht leben die Bildekräfte, die die Pflanze wachsen lassen. Und es leben jene Kräfte, die sie ersterben lassen in die Form, in die äußere Gestalt. Aber ich möchte mich erst mal beschränken auf die Tierwelt. Und wenn wir jetzt die Bedeutung der Tierwelt betrachten, in Bezug auf unseren Hof, den Hoforganismus, dann müssen wir da zwei große Bereiche unterscheiden. Und das eine ist die Wildfauna. Also die Wildfauna, das ist alles das, was man heute nicht als Nutztier bezeichnet, was einfach da ist oder auch nicht da ist. Also was von Natur aus sozusagen sich da einfindet. Das ist die Wildfauna. Und das andere ist die Haustierfauna. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel sozusagen. Und die möchte ich kurz charakterisieren. Schauen wir zunächst einmal die Wildfauna an. Also Wildfauna. Da möchte ich jetzt einmal absehen von den Säugetieren innerhalb der Wildfauna. Das ist häufig der Hirsch oder das Reh oder den Hasen, was da so kreucht und fleucht auf unseren Höfen. Ist ja wunderbar, wenn die da sind. Die ziehen sich immer mehr zurück. Was hatten wir hier früher Hasen auf dem Hof. Und heute muss man lange, lange suchen, bis man einen findet. Was hatten wir hier rehe auf dem Hof. Schutz bieten wir genügend an. Auch Futter bieten wir genügend an, aber diese Straße da oben ist eine Todesfalle. Und alles Übrige ist jetzt so umbaut. Und da ist der Fluss und so. Und dann plötzlich sind wir da eine fast säugetierfreie Fauna geworden, hier innerhalb dieser ganzen städtischen Umgebung. Es ist ein Jammer. Naja, Kaninchen haben wir noch, Füchse haben wir noch, lauter solche Sachen. Die sind schon auch noch da. Aber mal davon abgesehen, möchte ich vier Gruppen einer Wildfauna nennen, die gerade unter der Pflege des Landwirts stehen sollten. Wie eben die gesamte Fauna. Ich meine, wenn wir, sagen wir einmal, Hasen oder sonstiges Wild auf dem Hof haben, müssen wir Hege und Pflege betreiben. Das ist heute auch ein Begriff, der fast aus der Jagdwissenschaft nahezu verschwunden ist. Hege und Pflege. Wir können sie nicht einfach sich selbst überlassen, sondern müssen da auch eingreifen. Dass es alles im Gleichgewicht bleibt. Diese vier Gruppen einer Wildfauna, die haben eine unendliche Bedeutung und bringen äußerlich so gut wie überhaupt keinen Nutzen. Aber bringen von unendlicher Bedeutung einen überirdischen Nutzen. Wenn man das Ganze ins Auge fasst. Da gibt es also eine Gruppe, das sind die Wirbellosen. Das sind die, die in der Evolution eine sehr frühe Stufe bewahrt haben, bis zum heutigen Tag. Die gehen herauf bis zu den Amphibien, also Fröschen, Kröten und so. Sie fangen gerade an, ein Skelett auszubilden. Die Frösche haben ein Skelett, aber zunächst haben sie keins. Zunächst sind sie ja Kaulquappen, die schwimmen im Wasser rum wie ein Fisch. Also diese ganze wirbellose Tierwelt findet für uns in unserer Landwirtschaft einen besonderen Repräsentanten. Es gibt viele Repräsentanten, aber einen ganz besonderen, herausragenden. Und das ist der Regenbogen. Und zwar der Tauwurm, der Lumbricus terrestris, wie wir sie auf den Äckern haben. Der Tauwurm, der so bis zu dieser Länge werden kann. Und dann gibt es natürlich die Kompostwürmer, diese roten, kurzen und vielleicht so langen. Das sind ganz unterschiedliche Wurmarten. Aber nehmen wir mal den Lumbricus terrestris. Also der Tauwurm, wie wir ihn draußen im Boden finden. Das Ist ja ein ganzes Wunder für sich, was der eigentlich macht. Ich kann mich jetzt darüber nicht länger auslassen, aber kann nur so viel sagen, dass es hier sich um... Dass der hier ja sich nicht mit dem anorganisch Toten, aber mit dem Absterbenden im Boden beschäftigt. Alles, was abstirbt an Pflanzensubstanz, nicht die frische, er frisst keine frische Pflanzensubstanz. Es gibt Ausnahmen, die ich auch beobachtet habe. Aber das ist also eigentlich nicht der Fall. Sondern nur abgestorbene Substanz. Und die verarbeitet er innerlich in seiner Darmpassage. Wie gesagt, da müssten wir länger drüber reden, also das würde den ganzen Vormittag, eine Stunde dauern, wenn man das mal im Detail verfolgt. Was das für ein weisheitsvoller Vorgang ist, der sie da abspielt im Regwurm. Und dann frisst er ja nicht nur Pflanzensubstanz, sondern er frisst auch Tonmineralien und Feinsand. Das braucht er auch für seine Verdauung, für den Magen, mit Feinsand und Grobsand. Und dann wird das alles zermahlen in seinem Magen. Und dann sorgt er sogar dafür, durch Säureausscheidungen beziehungsweise im Gegenteil durch Kalkausscheidungen den Säuregehalt seiner Nahrung zu neutralisieren. Sodass der Regenwurmkot immer ungefähr PH sieben hat. Wenn auch alles andere noch unter PH sieben ist. Also Säuregrad ist damit gemeint. Also wenn es so bei PH sechs oder 6,5 liegt. Dann tut der Regenbogen sozusagen das Neutralisieren auf PH sieben. Und er holt sozusagen jetzt von unten nach oben die Erde herauf, entgegen der Schwere. Aus seinen langen Röhren, die bis zu 7 Meter Tiefe gehen können im Löss. Holt er das Material hoch und lagert es oben ab. Bis zu 100 Tonnen pro Jahr, pro Hektar. Er verjüngt unsere Böden, von Jahr zu Jahr. Wir merken es nicht auf dem Acker. Im Grünland bemerkt man sehr wohl. Und ich habe mich immer wieder gefragt, warum eigentlich in den alten Kulturstätten der Menschheit... Also sagen wir mal, ein griechischer Tempel oder irgendwo sonst in Sizilien oder wo auch immer so Altertümer rumliegen. Warum die halb überwachsen sind. Man muss sie eigentlich quasi ausgraben. Das hängt mit dem Regenwurm-Leben zusammen. Die Regenwürmer bauen jedes Jahr die Erde auf. Dafür sinken die Steine. Und baut die Erde auf durch ihre Ausscheidungen. Gerade in kalkreichen Gebieten ist das besonders deutlich zu sehen. Und das trifft ja für den ganzen mediterranen Raum zu. Also der Regenwurm. Der ist ein Plastiker des Erdig-Festen. Das hier. Der plastiziert den Boden. Der schafft Hohlräume, wodurch der Boden umso intensiver atmen kann. Und der Boden atmet ja wie Mensch und Tier. Er atmet CO2 aus und Sauerstoff ein. Und der Regenwurm sorgt aktiv dafür, wenn er sich rein senkrecht im Boden hoch bewegt... In seiner Röhre pumpt er den Kohlendioxyd, was schwerer ist als Luft, aus dem Boden raus. Und wenn er runtersausr in seiner Röhre... Und die sind ziemlich schnell die Regenwürmer. Erstaunlicherweise. Ziehen die wieder Außenluft, nämlich sauerstoffhaltige Außenluft wieder in den Boden ein. Er fördert aktiv die Bodenatmung. Und so weiter. Also, es sei nur angedeutet. Hier haben wir es mit einem Reich zu tun. Und der Regenwurm ist nur Repräsentant von vielen, vielen anderen Arten. Auch Insektenlarven und was da an Larven im Boden leben. Alle haben sie diese Tendenz, in ihrem Larvenstadium so zu wirken, ähnlich wie der Regenwurm. So, das ist eine Gruppe. Die zweite Gruppe. Also ich sage, er ist der Plastiker des Festen. Und diese zweite Gruppe sind die Fische. Ja, das fragt man sich wirklich. Was haben die Fische eigentlich für eine Bedeutung? Also wenn sie auf dem Teller liegen, schön zubereitetet. Die Fische haben eine unglaubliche Organfunktion im gesamten Haushalt der Landwirtschaft. Weil sie sind eigentlich ihrem Wesen nach die Plastiker des Flüssigen. Zu jedem Hof gehört ein Teich oder zumindest in Bachlauf, wo man dann wirklich dafür sorgt, dass da die Forellen drin sind, wenn es ein sauberes Wasser ist. Oder ein Teich. Oder eben er grenzt an einen See oder, wie hier, an einen Fluss. Dass man auch sein Augenmerk lenkt auf das Reich der Fische. Und deren Dasein eben ein Organ der Organfunktionen der gesamten umgebenden Landschaft bedeutet. Dadurch, dass sie das Wasser tatsächlich plastizieren durch ihre Bewegung. Wenn Sie mal an den Schwarzwald-Bach herantreten, da kann man das noch beobachten. Und sehen, wie die Forellen da drin herum huschen. Man sieht ja eigentlich fast immer nur so einen Schatten, der sich durch das Wasser bewegt. Keine Welle, nichts oben zu sehen. Und doch ein ganzer, ziemlich großer Körper bewegt sich da, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch das Wasser hindurch. Und verbirgt sich dann schnell irgendwo am Ufer. Oder aber die Forellen stehen vollkommen ruhig, nur ein bisschen mit der Schwanzflosse so zu wedeln, gegen die Strömung. Und lassen das strömende Wasser an ihrer Schuppenoberfläche vorbeigleiten. Und alles, was in Bewegung ist, an einem Festen entlang, erzeugt Wärme. Das ist Wärmephänomen. Die Forelle steht gegen die Strömung, lässt die Strömung an sich rüber entlang gleiten, hält sich sozusagen ganz ruhig. Und da empfindet sie jetzt durch das strömende Wasser an ihr Oberfläche eine Wärmestimmung, eine Lichtstimmung. Die Sonne strahlt ja ein in das Wasser. Also da merkt man, dass das ein Organ, ein Element ist, auf das wir gar nicht verzichten können. Ich möchte jetzt nicht im Detail auf die Elementarwesen zu sprechen kommen, die nämlich im Zusammenhang mit diesen hier genannten vier Gruppen zusammenhängen. Das würde zu weit führen, das würde auch vielleicht irritieren. Die Fische sind Plastiker des Wässrigen. Und es gibt noch eine dritte Gruppierung, das sind die Vögel. Die Vögel, die durchschwirren die Luft und plastizieren die Luft, das Element der Luft. Die großen Plastiker der Luft. Wenn Sie hier auf dem Hof... Oder auch wo Sie sind, möglicherweise, da sind die Schwalben über Sommer. Im Frühjahr, Sommer bis zum Herbst. Und jetzt beobachten Sie mal die Schwalben, was sie eigentlich machen, oder die Mauersegler. Den ganzen Tag, solange sie da oben gucken können, fliegen die durch die Luft. Die Mauersegler. Und Machen unglaubliche Lemniskaten mit ihrem Flügeln so durch die Luft. Also sie plastizieren förmlich durch ihren Flug und durch die Strömungen, die sie dann erzeugen... Plastizieren die jetzt das Element der Luft. Und jeder Vogel anders. Und so ist der Vogel durch seine Tätigkeit... Plastiziert er und bewirkt etwas. Und für uns ist das fast nicht wahrnehmbar, die Auswirkungen. Aber man merkt, wenn man einen Hof hat... Also ich habe das auf dem Dottenfelderhof hier beobachtet. Dass sich da allmählich eine Art Vogelglocke über dem Hof entwickelt. Dass man einen großen... Also viele Ornithologen, die kamen auf den Dottenfelderhof, weil man hier Vögel sieht, die man sonst nicht mehr sieht. Also eine reichhaltige, also artenreiche Vogelwelt, die durch das Vorhandensein von Hecken, von Obstbäumen... Sie brauchen ja immer Bäume, wo sie zielvoll hinfliegen können. Also sie brauchen diese. Und dann entstehen Beziehungszusammenhänge, zwischen Pflanzennatur und Baumnatur und den Vögeln. Die da hineinfliegen in das Innere des Baumes, dort ihre Nistplätze haben, herausfliegen in die Landschaft. Und so das ganze Element über das Luftelement alles miteinander verweben. Das ist ein atmosphärisches Element, was zur Gesundheit beiträgt einer Landwirtschaft. So, und dann haben wir noch zuletzt die Insektenwelt. Und da ist es natürlich also. Das ist ja die artenreichste Klasse überhaupt im Tierreich, die Insekten. Viele, viele, viele Arten, die wir überhaupt nie sehen. Nicht nur, weil sie im Boden leben, sondern weil sie so klein sind, dass die in der Luft oder auch erst spät abends deutlich in Erscheinung treten, wenn die Sonne untergeht. Oder morgens früh oder eben am helllichten Tag. Also es sind ganz unterschiedliche Lebensbedingungen, die Sie da aufsuchen. Also diese Insektenwelt kann man ja nun am besten studieren, wenn man die Bienen studiert. Die Biene ist neben dem seidenen Spinne das einzige Haustier so richtig aus der Insektenwelt. Und da kann man ja sehen, was die Insekten so machen. Jedes Insekt trägt irgendwo einen Tätigkeitssplitter bei zum Ganzen. Und die Insekten bestäuben dann natürlich am deutlichsten. Und da gehört die Biene dazu. Indem sie ihren Rüssel hineinsenkt in den Boden der Blüte und da in den Nektarien saugt. Und dann tun sie mit ihren hinteren Beinchen, wo die, wo die Pollen dranhängen, tun sie gleichzeitig die Narbe bestäuben, der Pflanzen. Das ist ein Vorgang, wo man merkt, dass in der Natur alles auf Beziehungen beruht. Alles steht in einem Beziehungsgeflecht. Das eine steht im Dienste des anderen. Also es ist nicht so, wie der Darwin gesagt hat, der Stärkste gewinnt in der Evolution. Sondern alles beruht auf Gegenseitigkeit. Alles. Das eine ist für das andere da. Nicht das eine dient dem Wir. Dass ich es auffresse. Wie eine Laus oder so Blutsauger. Sondern das eine steht jeweils im Dienste des anderen. Ist genau umgekehrt. So, die Insektenwelt nun jetzt plastiziert die Wärme. Die Insekten sind Wärmewesen, allein schon daran erkenntlich, dass sie die Eier mitten in die Sonne legen. Und die Sonne brütet die Eier aus. Und die Wärme ist ihr ureigentliches Lebenselement. Obwohl die Insekten sowohl im Festen, im Boden zu finden sind, als auch in der Luft, als auch im Wasser und in der Luft. Überall sind Insekten vorhanden. Aber das eigentliche Element ist die Wärme. Und daran kann man schon erkennen, dieses Prinzip der Wärme, das hier alles durchstrahlt, alles durchwirkt. Und so den Insekten die Möglichkeit bietet, in der Erde, im Wasser, in der Luft auch zu leben. Diese Welt müssen wir im Bewusstsein haben. Der Landwirt hat jetzt als Aufgabe, sein Beobachtungsvermögen für diese Welt zu schärfen. Und diese Beziehungen, die sich da im Stillen abspielen... Sich ihrer bewusst zu werden. Und seine Handlungen entsprechend darauf einzustellen, dass er hier eine Hecke pflanzt oder dort einen einzeln stehenden Baum oder sonst was da irgendwo in die Landschaft pflanzt. Um auch den jeweiligen jetzt dort gerne sich ansiedelnden Insekten oder Vögeln eine Heimstatt zu gewähren. Und so ist es auch mit dem Boden, in Bezug auf die Regenwürmer und alles Übrige. Also das möchte ich nur mal kurz erwähnt haben, dass wir nicht nur dieses Haus hier halten, um es zu Nutzen, sondern dass wir auch eine Wildfauna halten. Das heißt, der Begriff des Haltens bedeutet ja sehr viel. Ich halte etwas im Bewusstsein. Ich halte etwas im Bewusstsein. Und aus diesem Halten gestalte ich etwas, dass es draußen, in diesem Lebenszusammenhang sich halten kann. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich halte es hier in mir, in einem Bild. Der ganze Zusammenhang ist mir gegenwärtig. Und gleichzeitig sorge jetzt durch manche Maßnahmen dazu, dass es sich da draußen in der Natur selber halten kann. So, aber das ist jetzt noch eben ein Wort zu den Haustieren. Ich muss mir mal eine kleine Stärkung einverleiben. Nun könnte man jedes einzelne Haustier in seiner Bedeutung, im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang des landwirtschaftlichen Organismus schildern. Das würde hier bei weitem zu weit führen. Und aber gerade an den Haustieren kann man studieren, ihre Bedeutung für das Ganze des Hofes. Und zwar durch das, was sie sind und was sie tun. Und die meisten unserer Haustiere haben ja zunächst einmal oder ganz zentral die Bedeutung, dass sie den Dünger liefern für den Hof, für den Organismus, für den Boden. Und jedes einzelne dieser Haustiere trägt da in dieser Hinsicht jeweils etwas ganz Spezifisches bei. Also das bezeichnen wir ja dann im engeren Sinne als den Dünger. Da spricht man heute von Gründüngung in der Landwirtschaft, wenn man Pflanzen unterpflügt. Das ist übrigens keine Düngung in diesem Sinne. Der Begriff der Düngung bezieht sich eigentlich immer auf die Tiere. Auf die Ausscheidungen von der Stufe der Seelischen über das Lebendige bis ins Physische. Das ist der eigentliche Dünger. Und unter diesem Gesichtspunkt hat jede Tierart... Erzeugt einen spezifischen Dünger. Schauen Sie mal sich ein Pferd an. Arbeiten Sie mal mit einem Pferd oder reiten Sie auf einem Pferd und beschäftigen Sie sich mit einem solchen Tier. Dann werden Sie ja doch bemerken, dass das Pferd ein Wesen ist, das zweifellos beseelt ist. Es reagiert ganz verschieden auf die Art, wie Sie ihm begegnen. Entweder schlägt es hinten aus, mit dem Huf oder es schüttelt den Kopf oder macht sonst eine Bewegung. Man kann das nie ganz voraussagen. Ganz sicher. Wie ein Tier reagiert, auf irgendeine Handlungsweise von mir selbst. Daran kann man erkennen, dass  da ein Seelisches wirkt. Wenn ein Tier sich einer bestimmten Sache bewusst ist, schreckt es vielleicht auf oder so und handelt dann entsprechend. So. Und das Pferd ist nun ein Wesen, das charakterisiert ist, dass es sich gerne bewegt. Ja, seine ganze Natur ist eigentlich Bewegung. Also wenn Sie Pferde mal auf der Weide rauslassen, auf die Weide. Und jetzt im Frühjahr. Oder ausspannen, wenn sie von der Feldarbeit... Und sie kommen da und können sich da frei bewegen, dann geht es richtig los. Entweder im gemächlichen Schritt oder im Trab oder dann tatsächlich im Galopp. Die Fetzen fliegen aus den Hufen. Dann schmeißen sie ein Stück Grasnarbe hinter sich. Also ist da ist Vehemenz. Das Pferd ist ein Bewegungstier durch und durch. Und erlebt sich in der Bewegung. Und die Bewegungen sind schön, sind edel. Die edelsten Bewegungen, die wir so im Säugetierreich haben, finden wir gerade bei den Pferden. Unglaublicher Adel, der sich da äußert, in der Art, wie die Pferde jetzt ihren doch ziemlich großen massigen Körper da durch die Welt bewegen. Eine unglaubliche Harmonie auch in diesen Bewegungen drinnen. Das stimmt alles zusammen. Also da muss man sagen, das ist jetzt ein Ausdruck ihres Seelischen. Ein Ausdruck des Seelischen ist diese Art, sich so oder so oder so zu bewegen. Und wenn Sie jetzt sehen: Was fressen diese Kühe, die Pferde? Die sind auch Pflanzenfresser, aber keine Wiederkäuer. Und sie haben einen spezifischen Verdauungsgang, der eigentlich sehr seltsam ist, weil er nämlich sehr kurz ist beziehungsweise sehr klein ist. Kleiner Magen, ein relativ kleiner Magen. Und müssen deswegen bis zu 16 Stunden am Tag fressen. Die Pferde fressen mit am längsten am Tag. Im Vergleich sogar zu den Kühen. Weil der Verdauungsprozess, der muss ständig unterhalten werden. Und dann diese Bewegung nach außen. Und dann erzeugen die jetzt über diesen... Vor allen Dingen dann durch die Verdauung im Blinddarm. Ein riesen Blinddarmsack. Und im Enddarm erzeugen die einen Dünger, der sehr hochfaserreich ist und sehr stickstoffreich ist, also ammoniakhaltig ist. Man riecht es ja. Der ätzende Geruch vom Pferdemist. Und der sehr hitzig ist. Das ist ein hitziger Dünger. Und ich habe ja immer gesagt, man muss nur das Pferd schauen in seinen Bewegungen, um zu verstehen, dass dieser Dünger hitzig ist. Dass diese Dinge als Dünger unglaublich scharf ist, wirksam ist. Man hat den ja früher ins Frühbeet genommen, den Pferdedünger. Und dann Erde drauf gepackt und dann die Frühjahrspflanzen schon im Februar ausgesät. Und das war so gut wie ein Gewächshaus. Die Wärme hat auch die Pflanzen aus der Erde getrieben. Und die Wärme aus dem Pferdemist. Ein hitziger Dünger. Wenn Sie jetzt den Schweinemast nehmen. Da haben Sie ein Tier, das ein Allesfresser ist, Omnivore. Die Schweine scheuen vor nichts zurück. Und die tun nicht wie das Pferd den Kopf heben übers Rückgrat. Und dadurch heller in ihrem Bewusstsein sind. Sondern sie halten den Kopf runter und wühlen mit ihrer Schnauze die Erde durch. So ein wühlendes Tier, das erlebt sich, da in die Erde durchzupflügen und immer da nach irgendwelchen Larven oder so was zu suchen. Und dieses Schwein ist ja nun eines, was auch erstaunlich lebendig ist. Das ahnt man gar nicht mehr, wie lebendig die Schweine sein können. Also auch schnell, auch beweglich. Also die heutigen Züchtungen, da können sie das kaum noch erkennen. Nur bei den Ferkeln. Wenn die Ferkel geboren werden, haben die immer noch diese unglaubliche Schnelle. So zack, zack. Also es gibt da eine Geschichte, die ist, scheint es, verbürgt. Da hat der tolle Blomberg, hieß der... Das war im Ruhrgebiet einer, der so alle möglichen Sachen gedreht hat. Der hatte mit dem Herrn Grafen so und so, der ein Rennstall Besitzer war, eine Wette abgeschlossen, ob seine Rennpferde schneller sind als seine Schweine. Von Blomberg. Und der Rennstallbesitzer hat gesagt: &amp;quot;Selbstverständlich. Das ist ja gar kein Problem. Also die Wette haben schon gewonnen.&amp;quot; So ungefähr. Und da hat dertolle Blomberg dem Grafen gesagt: &amp;quot;Ja, aber gib mir mal vier Wochen Zeit.&amp;quot; &amp;quot;Ja, die kannst du gerne haben. Machen wir mal in vier Wochen dann.&amp;quot; Was hat der Blomberg gemacht? Er hatte Schweine. Das war mal das deutsche Edellandschwein. Also noch nicht die heutigen Züchtungen. Auch noch ein Weideschwein. Da hat er jeden Tag den Futtertrog ein bisschen weiter von der Startstelle ausgerückt. Und so vier Wochen lang immer weiter. Und jeden Tag mussten die die Schweine also ein Stück weiter laufen bis zum Futtertrog hin. Und nach vier Wochen stand er auf der Enddistanz. Und dann ging das große Rennen los. Und tatsächlich, die Schweine können ja rennen. Man hält das nicht für möglich. Man sieht die Beinchen nicht mehr. Und die stürmen also los zu ihrem Futtertrog und haben die abgehängt, die Rennpferde abgehängt. Die haben gewonnen. Also das können die Schweine.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:46] Es gibt ja doch das Wort Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:48] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:51] Schweinsgalopp, ja. Kennen Sie das nicht? &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:53] Nein, das kenne ich nicht, aber (lacht) ja. Also die Wildschweine haben ja auch heute noch in den Wäldern ein unglaubliches Bewegungsgebiet, wo sie sich also über Nacht 40 Kilometer weit durch die Wälder schlagen. Also das Schwein hat einerseits diese Bewegungsfähigkeit. Andererseits ist es eben ein Tier, was auch ständig verdaut und die Tendenz hat, diese Energie, die da frei wird, in die Leibesbildung in sich aufzunehmen. Also fett zu werden, Muskulatur anzusetzen. Und so weiter. Und dieses Schwein, als Omnivore, verdaut nun so stark für das, was es tut, dass es sehr viel von der Nahrung verbraucht für sich selbst. Das Ganze ist auch ähnlich wie bei einem Hund. Hundemist, da sieht man hin, da rümpfen die Nase. Und beim Schweinemist, na ja, je nachdem, wie die Schweine gefüttert werden, rümpft man auch die Nase. Und das ist ja heute eine Verpestung der Landschaften vielfach, bei diesen großen Schweinehaltungen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweine viel mehr von den aufgenommenen Nährstoffen... Also jetzt sprechen wir davon. Für sich selbst beanspruchen, für ihr ganzes, intensives Leben. Schweine sind intensiv. Sie haben auch ganz wache Augen. Wenn Sie mal die Ohren so ein bisschen nach hinten schlagen und gucken mal wirklich in die Augen. Die gucken Sie an. Nicht zwar mit beiden Augen, aber mit einem. Und gucken. Sie sind blau. Vielfach blaue Augen, blau gefärbt. Und einen ganz deutlichen Blick, ganz gezielt. Das ist ein sehr, sehr waches Tier. Und das ist heute ein Dünger, den man nicht gerne ganz allein als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt. Sondern mit Untermischungen mit allen übrigen. Der Schweinedünger wurde bezeichnet immer als der kalte Dünger, im Verhältnis zum Pferdedünger. Der kalte Dünger. Und der dann auch auf Sandboden insbesondere gerne eingesetzt wird. Ja, und dann ist da der Hühnerdünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:28] Was ist die Erklärung vielleicht für den kalten Dünger? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Die Erklärung für den kalten Dünger? Gibt es irgendwie einen Ansatz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für was? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für den kalten Dünger? Warum der... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:38] Na ja, also er erhitzt sich nicht so leicht wie der Pferdedünger. Also der Stickstoff liegt da in anderen Verbänden. Das Schwein hat das Eiweiß, hat da alles herausgeholt, was da an Stickstoff ist, und für sich verbraucht. Daher setzt es ja Eiweiß an, in Form von Fleisch und so weiter. Er hat zwar noch einen gewissen Stickstoff Gehalt von 0,4 %, wie auch der Kuhmist, der Schweinedünger. Aber da spielen sich zunächst mal keine Umsetzungen nachträglich ab, die erwärmend wirken. Also die Mikrobentätigkeit ist zunächst mal sehr zögerlich und daher eben kalt. Ja, und jetzt der Hühnerdünger. Und das Huhn wiederum ist ja ein Vogel, ein Laufvogel. Und das Eigenartige bei allen Haustieren ist, ob sie nun Tiere sind wie die Vögel... Nämlich Kopftiere. Wenn Sie mal einen Vogel angucken oder, sagen wir mal, einen Adler oder einen Bussard oder so, dann können Sie... Oder auch eine Meise. So werden Sie sehen, dass der Stoffwechselteil dieses Vogels sehr unterbelichtet ist, also sehr unterentwickelt. Die verdauen ja rasend schnell und sehr schlecht. Sodass sie Ausscheidungen der Hühner vielfach so reichhaltig sind als Nährstoffe, dass man sich noch den Hühnerdünger trocknet und dann den Rindern zum Fressen gibt. Machen die Amerikaner, das machen die Israelis mit den großen Massentierhaltungen. Die füttern als Teil... Da kommt noch Luzerner Heu dazu oder so. Aber im Wesentlichen eben auch Hühnermist, weil er noch so nährstoffreich ist. Das ist natürlich letzte Verrücktheit, so was zu machen. Aber so ist es eben. Also sie verdauen rasend schnell und sie sind eigentlich... Im Grunde genommen ist der Vogel seiner Natur nach ein reiner Kopf. Schauen Sie sich mal den Vogel an. Da setzt sich der Kopf... Setzt sich sozusagen vom übrigen Organismus schließlich ab. Alles zusammengedrängt. Das Skelett vom Vogel ist: Da verwächst das Brustbein mit den Rippen, mit dem Rückgrat. Alles ist zusammengewachsen. Das ist praktisch wie ein Kopf. Und wenn Sie in die Augen eines Huhns und oder eines Vogels schauen, dann werden Sie sehen, dass Sie da etwas begegnen, was einem fast Furcht erzeugen kann. Haben Sie mal einem Raubvogel in die Augen geguckt? Ein unglaublich stechender Blick. Also wirklich, da sind Sie selber schon fast böse. Und das sind reine Nerven-Sinnes-Tiere, die Vögel. Und jetzt, durch die Haustierwerdung hat man den Vogel zu einem stoffwechselaktiven Tier gemacht. Also das, was sonst um die Nerven-Sinnes-Organisation geht, hat man jetzt aufgebläht, sozusagen den Stoffwechselpol, durch entsprechende Fütterung. Sodass ein heutiges Legehuhn heutiger Hybrid-Züchtungen auf 220 bis 260 Eier pro Tier und ein Jahr kommt. Wahnsinnige Stoffwechselleistung. Das widerspricht eigentlich dem Vogel in dieser Weise. Also der Mist, der dann entsteht... Darauf wollte ich noch kurz zu sprechen kommen. Ist eben praktisch fast ein halber Mineraldünger. Hoch, hoch stickstoffhaltig bis zu 10 %. Hat auch noch einen relativ hohe Phosphorsäure-Gehalt, geringeren Kali-Gehalt. Ist ein Dünger, der... Sozusagen die Endstoffe sind so mineralisiert, dass sie tatsächlich so zügig und unmittelbar wirken, wie nur irgendein (leichter?) Mineraldünger. Deswegen auch, muss der Hühnerdünger eingemischt werden. Sozusagen in die üblichen Dünger, die auf dem Hof anfallen. Ich sehe schon, dass die Zeit leider davongeschritten ist. Ich muss dann das Thema Haustiere noch mal aufgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:26] Also von uns aus, also auch wenn es für die Gruppe okay ist, können wir auch noch ein bisschen weiter machen. Wir haben danach eine flexiblere Einheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:33] Was ist und nachher? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:34] Wir machen intern was. Insofern es von uns aus die Kapazität... Wenn ihr noch Kapazität und Zugang habt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [01:27:47] Wenn man noch so viel Kapazität zur Aufnahme hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:51] Dann muss ich mein Kräftepotenzial noch ein bisschen zusammenreißen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:54] Oder brauchen Sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:27:55] Nein, das mache ich noch. Dann tue ich das noch mal kurz einleiten. Also, Sie sehen alle unser Haustiere erzeugen, gemäß dem, was Sie selber sind, einen ganz spezifischen Dünger. Und so ist es mit den Schafen. So ist es bei den Ziegen. Und man kann das schon äußerlich daran sehen und studieren, dass immer dann, wenn ein Tier den Kopf über dem Rückgrat hält. Die Ziege zum Beispiel. Die Ziege ist fast wie ein Reh manchmal. Es äugt so, mit den Augen, in der Umgebung, wie die Gemse auch. Während das Schafe, da hängt der Kopf da runter. Die Ohren klappen über die Augen. Und da sind wir ganz da unten und grasen da in aller Ruhe und Gemächlichkit. Die Ziege springt von einem zum anderen, kaum dass sie da ein Blättchen erwischt hat, ist es schon uninteressant, schon ist sie dort und holt sie ein anderes Blättchen irgendwie. Also ständig in Bewegung im Fressen. Und der Kopf ist über dem Rückgrat. Und wenn das der Fall ist, dann ist das ein Zeichen, dass der Nerven-Sinnes-Pol viel stärker ausgebildet ist bei diesen Tieren als der Stoffwechselpol. Denn der Nerven-Sinnes-Pol bedeutet Wachheit. Während, wenn der Kopf unter dem Niveau des Rückgrats ist, dann entsteht so etwas wie eine Art Dumpfheit des Bewusstseins. Mehr so ein Träumen, träumendes Bewusstsein. Und das prägt auch die Düngerqualität. Der Ziegendünger ist sehr viel... Also ich möchte mal sagen, ein Dünger, der die Pflanzen zum Blühen bringt. Wenn der Scharfsinn da mehr ein Dünger ist, die Pflanzen zum Wachsen bringt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge. Aber jetzt unter den Wiederkäuern ist eben das eigentlich Bedeutsamste aller Haustiere, die Königin oder der König, wenn sie so will, alle Haustiere, das ist eben doch das Rind. Und das Rind ist auch evolutiv ein großes Rätsel. Denn man kann heute sagen, wann ungefähr die Pferde zum ersten Mal in Erscheinung getreten sind, im früheren Tertiär zum Beispiel, im Eozän. Das ist eine geologische Angelegenheit. Also sehr früh waren schon die Urpferde da, die waren so groß. Die Urpferdchen. Die hat man hier gefunden, bei Darmstadt. In der Grube Messel, hat man sie wirklich gefunden, diese Urpferdche. Also sehr, sehr alt. Und haben durch das ganze Tertiär eine Entwicklung genommen, dass sie erst im oberen Miozän langsam zu der Größe herangewachsen waren, wie heute die Pferde eben sind. Das Rind war damals noch überhaupt nicht da. Die ganze Entwicklung der Normalier, der Säugetiere, die hat sich eigentlich entwickelt. Und ganz zuletzt kommen die Wiederkäuer. Und ganz zuletzt das Rind. Und zwar im Übergang vom Tertiär in die Eiszeiten, die frühen Eiszeiten. Da taucht das Rind und taucht der Mensch auf. Also der Mensch war ja schon immer da, wie auch das Rind immer da war. Nur dass es jetzt in die physische Erscheinung tritt. Das ist ein Urphänomen der Evolution, dass die Rinder, die Wiederkäuer generell, aber insbesondere die Rinder, also Spätlinge der Evolution sind. Und das andere Phänomen ist: Das Rind war zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, soweit man das überhaupt überschauen kann, ein heiliges Tier. Es war das Opfertier schlechthin. Und zwar seit frühesten Zeiten. Und man kennt es ja heute noch bei den Hindus in Indien. Das Rind hat gleichsam ein Anrecht auf Dasein wie der Mensch. Also wenn es irgendwo herumläuft auf der Straße, dann läuft es da herum. Dann tut es niemand wegscheuchen. Auf der Autobahn nicht. Da fahren alle außen rum. Und wehe, wehe, ein Mensch fährt ein Rind an! Also das heißt, das Rind per se ist heilig. Und wenn Sie die ganzen Mythologien der Völker durchforsten, in dieser Hinsicht, also zum Beispiel die ganze ägyptische Mythologie, dann spielt gerade in dieser Zeit... Die ja unter dem Sternbild des Stiers stand, die ganze ägyptische Kultur. Erscheint das Rind sozusagen göttlich. Die Himmelsgöttin Hathor, hieß die bei den Ägyptern, die Himmelsgöttin wurde dargestellt als Kuh, mit nach oben geschwungenen Hörnern. Und zwischen diesen Hörnern war die Sonnenscheibe. Die Hörner umschlossen gleichsam die Sonnenscheibe, golden. Und so findet man also gerade in diesen älteren Mythologien der Völker eine ungeheure Nähe des Menschen zum Rind. Oder das Rind zum Menschen. Und die Hirtenvölker, die ja ihren Repräsentanten Abel haben. Altes Testament. Der Abel war ein Hirte. Der ist der Repräsentant der Hirtenvölker. Und die Hirtenvölker haben sich im Wesentlichen mit dem Rind abgegeben, natürlich auch mit Schafen und Ziegen. Aber im Wesentlichen mit dem Rind. Seit Urzeiten. Und die Arabervölker, das waren ganz andere. Die haben sich nicht mit dem Rind abgegeben. Die haben sich mit der Pflanze abgegeben. Also man sieht daran, dass das Rind eine ganz eigene Evolution hat. Und in Menschennähe. Eine Haustierwerdung ist natürlich verbunden mit der Sesshaftigkeit. Es war schon immer Herdentier unter den Hirtenvölkern, vor Urzeiten. Aber dass es Haustier geworden ist, das bedeutet, dass der Mensch sesshaft wird. Das war eben im achten vorchristlichen Jahrtausende Fall. Im viertn, sechsten, fünften, also in der urpersischen, Übergang von der urindischen Kultur. Dort wird die Menschheit immer mehr sesshaft und hält jetzt das Tier. Es hält das Tier. Es ist nicht mehr in der freien Wildbahn, sondern man hält das Tier. Man hält es bei sich. Möglicherweise unter einem Dach. Wie bei den Kelten und Germanen. Nun. Dieses Rind also. Das kann man heute noch der Kuh ansehen. Obwohl sie so verzüchtet ist in vieler Hinsicht. Ist ein Haustier, was so absolut und absolut abhängig ist von Menschen. Dass man es eigentlich nicht verantworten kann, es irgendwie in die freie Wildbahn zu entlassen. Es ist nicht lebensfähig in freier Wildbahn. Es ist wirklich in viel höherem Grade als jedes andere Haustier, möglicherweise noch der Hund, abhängig vom Menschen. Der Mensch entscheidet über seine Geburt. Und der Mensch entscheidet über den Tod. Beim Rind. Bei allen Haustieren natürlich, aber da eben ganz besonders. Und das hängt auch mit dieser ganzen Opferungsfrage zusammen, in der früheren Zeit, dass man dem Tier eben ganz bewusst, um den Göttern zu opfern... Das heißt, dem zu opfern, zu dem diese Tier eine besondere Beziehung hatten. Daher die Göttin Hathor, Himmelsgöttin. Man hat noch im Tier etwas erlebt von seinem eigentlichen geistigen Ursprung, wo die Tiere eigentlich beheimatet sind. Übersinnlich. Nun, diese Kuh halten wir ja in unseren Höfen jetzt als die eigentlichen Zentralorgane, gleichsam als die Herzen unserer ganzen Landwirtschaft. Und das waren sie schon immer gewesen, oder zumindest also, seit es Sesshaftigkeit gibt. Dass das Rind das eigentliche Herz gewesen ist, eines landwirtschaftlichen Zusammenhanges. Und wenn man jetzt das Rind betrachtet in seiner Funktion, in dem, was es tut, dann bemerkt man, dass es ja der zentrale Pflanzenfresser ist. Ungeheure Massen, die da verschwinden in diesem riesen Pansen. Und acht Stunden am Tag frisst das Rind. Und acht Stunden am Tag verdaut das Rind, was es in den Pansen aufgenommen hat. Und wenn Sie dann mal rausgehen auf die Weide und verfolgen mal alle auf einem Hof eine gute Rinderherde... Und eine gute Rinderherde heißt, dass alle Tiere ungefähr dasselbe machen. Die heutigen Herden. Es gibt ja... Die heutigen Herden sind nicht mehr gute Herden, weil sie meistens von Auktionen irgendwelche zugekauften Tiere sind oder künstlich besamt von irgendwelchen Bullen von irgendwo hier in der Welt. Aber wenn man jetzt wirklich eine Herde aufbaut oder züchtet auf einem Hof, aus den Blutlinien der Mitte heraus, mit ab und zu Zukauf eines Bullen aus der Region, dann baut sich ein Herdenorganismus auf. Und das ist das Wichtige. Dass man einen Herdenorganismus hat. Dass die Tiere, die da zu einer Herde zusammengefasst sind, alle in etwa zur selben Zeit dasselbe tun. Und wenn Sie so eine Herde begleiten, raus auf die Weide, da gibt es dann ein Leittier vorneweg. Und dann ordnet sich das so hintereinander. Ziehen die immer in einer einzelnen... Also einreihig ziehen die da erst mal über ihren Weg bis zur Weide. Und dann verteilen sie sich. Und dann fangen sie an zu fressen. Dann ziehen sie praktisch alle Tiere in eine bestimmte Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Also die Tendenz ist da, dass die Tiere mehr oder weniger immer gleich dasselbe tun. Fressen, fressen, fressen. Relativ rasch reißen sie, rupfen sie das Futter ab, sie beißen es ja nicht ab. Also beißen können sie ja gar nicht richtig, weil sie im Oberkiefer keine Zähne haben, nur Unterkiefer. Und die drücken sie aufeinander und dann rupfen sie es ab. Also relativ schnell. Und dann alle zusammen. Und dann plötzlich haben sie genug erst mal gefressen und dann gehen sie zur Tränke, eine nach der anderen. Und so ist ein ganz bestimmter Herdenrhythmus. Das macht eine gute Herde aus, dass da ein eigener Herdenrhythmus waltet. Darauf muss man mal sein Augenmerk lenken. Nun, wie lange darf ich hier noch machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:40:34] Müssen Sie sagen. Also wie lange sie noch können und wie sie es rund machen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:40:38] Na ja, nun. Also ich muss es sowieso. Das Ganze kann ich sowieso nicht. Aber vielleicht nur noch so viel: Die Kühe fressen ja jetzt relativ rasch im Vorwärtsschreiten. Sie laufen über die Weide. Sie trampeln ja auch viel dann nieder. Wenn es dann zu hoch gewachsen ist, muss man aufpassen, dass man rechtzeitig genug weidet. Also dass das Gras also nicht, sagen wir mal, bis zu zehn Zentimeter hoch wird, dann ist es eigentlich schon fast zu spät. Dann bilden sich schon Halme. Und da muss man schon sehr alte... Also eigentlich eine Herde haben, die noch viel ursprüngliche Qualitäten bewahrt hat. Die fressen auch das Halmartige. Die heutigen Hochleistungsrachen, die fressen am liebsten das Futter zwischen fünf und sieben Zentimeter. Aberdas ist ja relativ rasch. Und dieses Futter ist auch sehr eiweißreich im Übrigen. Kann man ja verstehen, junges Futter. Also relativ jung. Und sie umfassen es auch gerne so mit der Zunge. Und dann nehmen sie es auch in das Maul. Und die Zunge wischt dann übers Flotzmaul. Haben Sie das mal beobachtet? Die wischen dann über das Flotzmaul. Und da hängen lauter feine Tröpfchen. Die tun die aus schwitzen förmlich oder aussondern, aus den Drüsen des Flotzmauls. Und dann nehmen die schon da wahr, was sie da gerade gefressen haben. Schon das Flotzmaul scheidet das sofort aus. Die Reaktion. Und dann über die Zunge schmecken die: ist das was? Oder ist nichts? Deswegen haben die Kühe auch ein ausgesprochenes Selektionsvermögen für das Futter. Und dann nehmen sie es auf, ins Maul. Und die Schneidezähne spielen ja da keine große Rolle mehr, sondern nur noch die Backenzähne. Und dann schieben sie das Futter ein paar Mal hin und her, von rechts nach links, von links nach rechts. Mahlen. Und scheiden aus diesen gewaltigen Drüsen... Die hier sitzen, im Unterkiefer und Oberkiefer und unter den Ohren. Aus diesen gewaltigen Drüsen scheiden die jetzt ihren Speichel aus. Das geht alles ziemlich rasch. Und dann wird es abgeschluckt. Das ist erst mal weg. Und die fressen dann weiter. Dann kommt der nächste Batzen. Und dann geht es alles runter dann, in den Pansen. Durch die Schlundröhre. Und der Pansen ist jenseits des Zwerchfell. Unter dieser Trennung von der mittleren Herz-Lunge-Region, in die Stoffwechsel-Region. Da ist das Zwerchfell. Und dadurch geht es. Und dahinter, also in dem Bereich des Stoffwechselorganismus lagert jetzt... Ja, man muss wirklich sagen, lagert. Vom Zwerchfell bis in die Beckenhöhle hinten dieser mächtige Sarg von 150 Litern Inhalt, der Pansen. Ein riesen Sack. Und da stopfen die jetzt das alles da rein, über die Haube. Es geht also... Oben über dem Pansen sitzt die Haube. Und der sogenannte Schleudermagen. Und von dort wird es hinein geschleudert jetzt förmlich, in den Pansen hinein. Und dort findet jetzt diese erste Vergärung statt. Und dazu muss die Kuh ruhen. Also wenn diese Vergärung ein bestimmtes Maß erreicht hat, dann holt sie nämlich jetzt aus dem Pansen wieder eine Portion nach der anderen wieder herauf ins Maul. Und fängt wieder an, wiederzukauen. Und wenn die Kühe wiederkauen, dann legen sie sich hin. Dann fressen sie nicht mehr. Man sieht es auch ab und zu, dass er noch stehen und wiederkauen, so ganz gemächlich. Oder dann eben im Liegen. Vollständige Ruhe. Und ein Batzen nach dem anderen wird hochgeholt und zwischen den Mahlzähnen jetzt hin- und hergeschoben. Und je nachdem, was für Futter es ist, 30 mal Kau-Akte, also Wiederkau-Akte. 40 Mal. Bei Raufutter, 50, 60 Mal, dass es hin- und hergeschoben wird und ständig eingespeichelt. Und die Kühe haben ein Speichel-Volumen am Tag bis zu 60, 80, 90 Liter. Das sind also unglaubliche Massen. Die das Futter aufschließen und auch in der ersten Anregung dann für die mikrobielle Verdauung abgeben. Und dann schluckt die Kuh jetzt das Futter wieder ab. Und wenn es dann genügend vorverdaut ist, dann geht es direkt in den Drüsenmagen, am Pansen vorbei, durch einen Psalter. Das ist der Blättermagen. Und dann geht es dann in den Drüsenmagen. Und dann geht die Verdauung weiter. Und ich würde sagen, wir machen jetzt doch mal Schluss, denn ich komme sowieso nicht zu Ende mit dieser ganzen Verdauungsfrage. Ich möchte morgen dann gerne noch mal jetzt diese Frage der Düngung durch das Haustier abschließen. Und dann übergehen, zu der Präparatedüngung und Präparatenfragen. Ja. Also dann. Vielen Dank für Ihre lange Aufmerksamkeit. Das war etwas lang. &lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:54:03Z</updated>

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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
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|&amp;lt;small&amp;gt;[[Betriebsorganismus und Düngung - alle Folgen von Manfred Klett|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;■&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;]] [[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Schlüsselwörter ==&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
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&lt;div&gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Stand 1. April 2023: Die Vorträge zum Betriebsorganismus und Düngung von Manfred sind bislang nur teilweise als ausführliche oder zusammengefasste Version erstellt worden. Wer möchte sich aktiv einbringen, und das Projekt mit nach vorne bringen? To-dos in Reihenfolge: Text aus der automatischen Transkription exakt prüfen, Absätze machen, Überschriften machen, Links erstellen. Fühlst du dich angesprochen einen oder mehrere Texte hier im anthro.world mit zu verarbeiten? Die tiefe Aufmerksamkeit auf den Inhalt wird sicherlich deiner eigenen Schulung nützen. Mit deiner Hilfe kommt das Anliegen von Manfred mit dem Betriebsorganismus und der Düngung UND die Themen des Zeitgeistes in die Welt voran. [https://blog.biodyn.wiki/impressum/kontakt-formular/ Für Weiteres bitte bei François melden]. Danke!&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Die Seite wurde neu angelegt: „ &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Stand 1. April 2023: Die Vorträge zur Bodenentwicklung im Jahreslauf von Manfred sind bislang nur teilweise als ausführliche oder zusammengefasste Version erstellt worden. Wer möchte sich aktiv einbringen, und das Projekt mit nach vorne bringen? To-dos in Reihenfolge: Text aus der automatischen Transkription exakt prüfen, Absätze machen, Überschriften machen, Links erstellen. Fühlst du dich angesprochen einen oder mehrere Texte hier im an…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt; &amp;lt;small&amp;gt;&#039;&#039;Stand 1. April 2023: Die Vorträge zur Bodenentwicklung im Jahreslauf von Manfred sind bislang nur teilweise als ausführliche oder zusammengefasste Version erstellt worden. Wer möchte sich aktiv einbringen, und das Projekt mit nach vorne bringen? To-dos in Reihenfolge: Text aus der automatischen Transkription exakt prüfen, Absätze machen, Überschriften machen, Links erstellen. Fühlst du dich angesprochen einen oder mehrere Texte hier im anthro.world mit zu verarbeiten? Die tiefe Aufmerksamkeit auf den Inhalt wird sicherlich deiner eigenen Schulung nützen. Mit deiner Hilfe kommt das Anliegen von Manfred mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf UND die Themen des Zeitgeistes in die Welt voran. [https://blog.biodyn.wiki/impressum/kontakt-formular/ Für Weiteres bitte bei François melden]. Danke!&#039;&#039;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:23:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
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{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
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[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=8Zsxvq-puDo]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 4v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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  {| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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==Transkription des Vortrages 4. Folge==&lt;br /&gt;
] So. Kommt da noch jemand oder... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:01:36] Es kommen noch zwei. Aber ich glaube, wir müssen anfangen, sonst wird es ein bisschen zu eng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:01:44] Ja, es wird alles zu eng. Ja, einen schönen guten Morgen. Wir wollen ja heute zum Abschluss kommen mit einem Thema, was eigentlich der eigentliche Kern des biologisch-dynamischen Landbaus ist. Bezieht sich auf die biologisch-dynamischen Präparate. Und wir haben nur sehr wenig Zeit, denn das ist natürlich ein sehr, sehr, sehr weitläufiges Thema. Um da wirklich in diese Sphäre einzudringen. Und wir haben ja nun... Also bei den Präparaten handelt es sich ja um spezifische Dünger, Düngersubstanzen, die man einsetzt über den Dünger des Hofes, der da anfällt. Und in Bezug auf das ganze organische Material, was sonst anfällt auf dem Hof, was konvertiert wird und eben als Dünger eingesetzt wird, pflanzlicher oder tierischer Art. Und die Präparate sind nun etwas, was weit darüber hinausgeht. Was eben seinen Ursprung hat in der Geisteserkenntnis des Menschen. Also sie sind nicht naturhaften Ursprungs. Nur natürlicher Aufwand in Bezug auf das Material, was man verwendet. Aber wie sie zusammengefügt sind, wie sie aufgebaut sind und wie sie komponiert sind, das ist eine Angelegenheit, die aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft sich ergibt, aus der Geisterkenntnis sich ergibt. Und das macht erst mal große Verständnisschwierigkeiten, ganz selbstverständlich. Und man braucht eigentlich schon Jahrzehnte und dann hat man es immer noch nicht. Aber man ist sozusagen auf dem Weg zu einem tieferen Verständnis dessen, was da eigentlich veranlagt ist für die Zukunft. Es handelt sich bei den Präparaten durchgängig um Kräftedünger. Denn wir verwenden ja winzigste Substanzen. Also es ist auch vernachlässigbar, förmlich, was da substanziell eingesetzt wird. Aber eben diese Substanzen sind nur Träger von Kräften. Und um die Kräfte geht es. Und jede Substanz ist Träger von spezifischen Kräften. So, und jetzt möchte ich... Haben wir ja am... Also gestern abgeschlossen die Betrachtung des landwirtschaftlichen Organismus in seiner Viergliedrigkeit. Sie erinnern sich? Physische Organisation, Lebensorganisation, seelische Organisation. Und dann der Mensch als Ich-Handelnder, aus einer Geistesnatur Handelnder, der das jetzt in eine neue Konfiguration bringt, gestaltet so einen Organismus der Landwirtschaft. Das haben wir betrachtet. Die Viergliederung also, die sich ergibt, wenn man das Verhältnis des Menschen zu den Naturreichen betrachtet. Und da möchte ich noch einmal zurückgreifen, auf unsere Betrachtung vor ein paar Tagen, wo ich den... Wo ich vom Menschen ausgegangen bin. Und haben gesagt, es gibt eine Dreigliederung des Menschen, nach Kopf, Brust und Stoffwchsel-Gliedmaßen. Da nehmen wir noch das Zwerchfell da rein. Zwerchfell, Gliedmaßen. Also diese Dreigliederung des Menschen in der Vertikalen. Da vertikale Mensch ist deutlich gegliedert in ein Nerven-Sinnes-System, in ein polares Stoffwechsel-Gliedmaßen-System und etwas, was dazwischen beide Systeme miteinander verbindet und ausgleicht. Das rhythmische System. Ich muss mich sehr kurz fassen in dieser Sache. Diese drei, dieses Prinzip der Dreigliederung findet man überall in der Natur, wohin man schaut. Immmer taucht es, leuchtet es aus allen Erscheinungen einem entgegen. Und so ist es auch in Bezug auf den landwirtschaftlichen Betrieb. Die Landwirtschaft, von der ja in dem Satz, den ich gerade zitiert habe, noch vor... Gleich am Anfang. Der im landwirtschaftlichen Kurs zu Beginn des zweiten Vortrages steht. Ich möchte ihn noch mal zitieren: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Also sie hat es nicht, sondern sie erfüllt es erst. &amp;quot;Wenn sie aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich.&amp;quot; Jeder Hof anders. Also eine Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität. Und dieser Begriff der Verschlossenheit, den haben wir betrachtet, das ist eigentlich der Organismus, das ist der Leib zu dieser Individualität. Wie wir einen Leib haben, einen leiblichen Organismus, ist der so gebaut, in seiner Dreigliederung, dass er Träger ist, werden kann für die Geistseele des Menschen. Der Mensch kann nur Mensch sein und sich da erleben, im Bewusstsein, in seinem Selbstbewusstsein, wenn er eine Leibesgrundlage hat. Und die ist so geartet, so geordnet, so gegliedert, dass die Geistseele sozusagen durch den Leib die Möglichkeit hat, zu denken. Durch den Leib die Möglichkeit zu fühlen, durch den Leib die Möglichkeit hat, zu wollen. Das ist zunächst einmal Leib gebunden, erscheint es. Und die ganze Entwicklung des Menschen besteht mehr und mehr darin, dass er sich von dieser Leibgebundenheit immer mehr befreit. Nun, also diese Dreigliederung wollte ich noch mal jetzt zum Ausgangspunkt nehmen, um eine Verständnisgrundlage zu schaffen, für die Bedeutung der Präparate. Und da ist es ja so, dass... Also das Zwerchfell hat auch noch einen gelben Strich und einen roten Strich. Das besteht nun tatsächlich, wenn man die Dreigliederung des Menschen versucht zu begreifen. Und man schaut dann in die Natur, dann wird man sie, wie gesagt, überall wiederentdecken und so auch, wenn man versucht, den Begriff der Landwirtschaft und der Individualität zu fassen. Und da stellt sich das im folgenden Bilder dar. Das möchte ich jetzt eben kurz andeuten. Dass, wenn hier jetzt, sagen wir mal, der Boden draußen wäre, dann finden wir eine Entsprechung, indem wir alle Prozesse betrachten, die unter dem Boden bis in die tiefsten Tiefen der Erde reichen. Wenn wir die betrachten, sind die sehr verwandt denjenigen, die sich im menschlichen Haupt abspielen. Ich sagte hier: Das menschliche Haupt ist charakterisiert dadurch, dass es in relativer Ruhe sich befindet. Dadurch, dass da Abbauvorgänge sind. Dadurch, dass da Todesprozesse, also Absterbeprozesse, der Tod da sozusagen wirksam wird. Nur dadurch kann Bewusstsein entstehen. Also alles das. Und dann eben auch Kristallisationsprozesse, also Verhärtungsprozesse. Alles das kennzeichnet eben auch das, was sich im menschlichem Haupt abspielt. Da besteht eine Korrespondenz. Und ebenso besteht eine solche Korrespondenz, wenn man das mal vergleicht mit dem menschlichen Stoffwechsel. Und alles, was über der Erde, in Luft und Wärme... Hier ist Erde und Wasser. Und hier in Luft und Wärme. Alles, was da herauf wächst oder herauf... Oder was sich da abspielt zunächst einmal, an Vorgängen, die haben eine tiefe Verwandtschaft mit dem, was im menschlichen Stoffwechsel stattfindet. Ein ständiger Wechsel und Wandel. Was im Atmosphärischen sich abspielt, in Wind und Wetter, in Blitz und Donner, im Regen und in den Trockenheiten, dem ständigen Wechsel, völlig irrational im Grunde genommen. Die Witterung ist das Irrationalste, was man sich vorstellen kann. So ungefähr. Bei den besten Wetterprognosen, die es heute gibt, gibt es immer noch also genügend Variablen, die irgendwo noch offen lassen, dass nicht doch ein schönes Wetter... Statt, dass es regnet. Also das ist ein ständiger Wechsel und Wandel. Es ist eigentlich verwandt mit dem, was in den Stoffwechselprozessen des Bodens sich fortzieht. Rudolf Steiner bezeichnet das im Landwirtschaftlichen Kurs den Bauch der Landwirtschaft. Da laufen wir drin herum, da laufen die Tiere auch drin herum. Und er bezeichnet das aus dem Kopf der Landwirtschaft. So. Also das habe ich eben sehr schnell und kurz gesagt. Nur damit Sie mal sehen: Da ist also eine Betrachtungsweise, dass der landwirtschaftliche Betrieb eine solche Grundgliederung hat. Etwas, was über der Erde ist, also in Luft und Wärme, sagte ich. Und nicht drunter, in Erde und Wasser. Und da laufen... Spielen sich spzifische Prozesse ab, die verwandt sind, denjenigen im Menschen selbst. Und nun gibt es dazwischen eben, hier, diese hauchdünne Haut, die so gelb gemalt ist wie der mittlere Mensch. Und das ist der Boden. Und das ist ja ein endloses Geheimnis, was der Boden eigentlich ist. Das kann ja eigentlich kein Mensch wirklich erklären. Da gibt es eine Wissenschaft der Bodenkunde, die sich ausschließlich mit diesem rätselvollen Organ befasst. Aber nur in einem ganz äußeren, peripheren, morphologischen und physiologischen Sinne. Aber was das tiefere Geheimnis eigentlich dieses Bodens ist, das kann sich erst... Kann man langsam begreifen, wenn man diese beiden Pole als die eigentliche Polarität auffasst, die sie hier jetzt durchdringt im Boden und dadurch etwas erzeugt. Ein Potenzial, nämlich Pflanzen hervorzubringen. Nur in dieser äußeren Haut. In dieser Begegnungszone zwischen oben und unten. Und diese Haut kann man gar nicht genau definieren im Grunde genommen. Es ist. Hauptsächlich natürlich... Man kann sagen, es ist der ABC-Horizont. Der A-Horizont ist der Humus-horizont. Der B-Horizont ist der Verlehmungs- und Tonhorizont. Und der C-Horizont ist das noch unverwitterte Gestein, ne? Das sind die drei. Die Dreiheit. Die Dreigliederung, die man auch im Boden finden kann. Ich weiß nicht, ob Sie es kennen. Ich nehme an, dass Sie sich damit ja auch auseinandergesetzt haben. Also, und nun wächst ja hier in diesem Boden, wenn wir dann Samen reinsetzen... Dann wächst der, senkt er seine Wurzel hier runter, in den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Und entwickelt seinen Spross hier herauf. Also nehmen wir mal irgendein Getreide. Und bildet dann hier oben eine Frucht, eine Samenfrucht, in der Ähre. Im Grunde genommen die Pflanze, die am wunderbarsten nach außen materialisiert, das Bild der landwirtschaftlichen Individualität repräsentiert, ist das Getreide. Mit der Wurzlbildung nach unten, der rhythmischen Folge der Blätter und dann oben schließlich die Ähre, die Fruchtbildung in der Ähre oben. Und wenn man jetzt eine Beziehung sucht, zwischen diesen beiden, dem auf dem Kopfe stehenden Menschen und dem aufrecht nach oben, rechts senkrecht nach oben stehenden Menschen... Wenn man eine Beziehung sucht, dann findet man die nämlich und handhabt sie ständig. Denn dasjenige, was hier unten unter dem Boden fruchtet... Es gibt Fruchtbildungen unter dem Niveau der Erde. Und das ist die Möhre. Und die Schwarzwurzel. Das ist was ganz Erstaunliches. Da gibt es also Pflanzen, die hier oben sprossen und die jetzt hier unten eine Möhre bilden, eine solche Frucht. Und wenn man diese Frucht nimmt, dann ernährt man mit dieser Frucht den Kopfpol, den Nerven-Sinnes-Pol des Menschen oder des Tieres. In der Kälberfütterung. Eine wunderbare Sache, wenn Sie Futtermöhren anbauen und den Kälbern füttern. Dann kriegen Sie ein glänzendes Fell und eine Lebhaftigkeit der Kälber. Also bewegungsfreudig. Dann, wenn sie also Futtermöhren gerade so füttern, dass die Nerven-Sinnes-Organisation des Tieres besonders stark gefördert wird. Und wenn sie umgekehrt jetzt hier von hier oben das füttern hier, um den Stoffwechsel Organismus zu ernähren, die Samenfrucht, nicht wahr? Dann entwickelt man physische Kräfte. Dann wird der Leib sozusagen... Dann hat man Arbeitskraft für die tägliche Arbeit. Da braucht man Brot. Der Mensch braucht dafür das Brot. Das Brot ernährt den unteren Menschen. Und wenn man mit Pferden gearbeitet hat, dann hat man denen Hafer morgen erst mal ein paar Scheffeln gegeben. Der Hafer sticht und dann kann es das Pferd sozusagen den Tag durchhalten. Also das ist eine ganz andere Art der Ernährung hier, die mehr den Stoffwechselpol kraftvoll durchdringt. Und andererseits eine Ernährung, die den Nerven-Sinnes-Pol stärker durchdringt. Und wenn man jetzt alles das, was hier dazwischen sich entwickelt an Stängel und Blatt, was die Kühe so gern fressen. Oder was sich in der menschliche Ernährung zeigt, zum Beispiel in allem, was im Vegetativen fruchtet. Der Salat, der Spinat, der Rosenkohl oder eben der Kohlkopf, überhaupt. Alles das, was dazwischen hier fruchtet, das ernährt tatsächlich den mittleren Menschen, den rhythmischen Menschen. Das ergibt sich aus der Geisteswissenschaft Rudolf Steiners. Ergibt sich das ganz neu. Aber das ist eine uralte Weisheit. Die Bauern wussten das früher, dass es so ist. Also die Möhrenernährung bei den Tieren, die ist schon uralt. Und auch die Leinsamen-Ernährung hier oben, dass man eine Samenfrucht für die Entwicklung der Kälber... Sehr stark anregend wirkt auf den Stoffwechselpol. Dass es eine, wie Rudolf Steiner ausdrückt, eine gutmilchende Kuh wird, das Kalb. Das hängt mit der Leinsamen-Ernährung zusammen. Also da besteht eine unmittelbare Korrespondenz zwischen innen und außen. Und jetzt ist die große Frage, vor der wir eigentlich stehen: ist diese Welt, die hier hereinkraftet... Da ist der ganze Kosmos beteiligt. Und die Welt, die hier unten hereinkraftet, da ist die ganze Erdentiefe beteiligt. Die begegnen sich irgendwo in dieser hauchdünnen Haut. Diese Haut ist eigentlich so, dass man sagen kann, sie ist ein Nichts und doch ein Alles. Es ist ein Nichts. Der Boden ist eigentlich ein Nichts. Wenn man irgendwo sucht: Was ist eigentlich der Grund, dass das so schön wachsen kann? Dann wird man sagen: Ich kann es nirgendwo irgendwie wirklich festmachen. Aber es ist ein Alles. Es wächst tatsächlich. Es gedeiht aus dieser Sphäre, wo diese beiden Pole sich eben begegnen. So. Und jetzt ist die ganz zentrale Frage, das die Grundfrage aller Landwirtschaft: Wie kann ich diese Haut hier, diesen Boden... Wie kann ich die dauerfruchtbar bekommen, dass da immer was rauswächst? Oder anders gesagt: Wie kann ich das relativ unselbständige Hautorgan hier, was ständig den Einflüssen ausgesetzt von oben ist, den Außeneinflüssen von unten? Und nur immer antwortet, nur immer reagiert, wenn die Sonne scheint. Da trocknet der Boden aus. Wenn es regnet, dann wird er nass. Also es sind immer exogene Einflüsse, die das Ganze, die ganzen Bodenvorgänge im Wesentlichen beeinflussen. Und so ist die Grundfrage: Wie kann man durch die Düngung dieses Hautorgan verselbstständigen gegenüber diesen beiden Polen? So wie der Mensch sich verselbständigt als Mensch, aus seiner Mitte heraus, aus seinem Herzen. Wenn die Kopferkenntnis Herzenserkenntnis wird, dann wird man erst Mensch. Vorher ist man nur ein Abstraktling. Also so ist es auch hier. Es geht gerade in der Landschaft darum: Wie kann man eigentlich dieses eigenartige Organ, naturveranlagt... Wie kann man das erziehen, entwickeln, zu immer größerer Bodenfruchtbarkeit, zu bodenständiger Dauerfruchtbarkeit, über die Jahre hinweg? Wie kann der Boden selber diese Begabung, die jeder Standort hat... Wie kann man die entwickeln? Das ist eine Erziehungsfrage, wie man das Kind in die Schule schickt. Und dann eine Erziehung genießt, in der Schule, und allmählich immer mehr wächst und gedeiht und immer mehr selbständiger wird als Mensch. So muss ich auch sehen, wie ich mir in meinem Betrieb die Bodenhaut immer selbständiger mache, immer eigenständiger mache, durch die Düngung. Das ist eine Erziehungsfrage gewissermaßen, vor der der Landwirt da steht. Und diese Frage... Oder anders gesagt, alle Tätigkeit, alle Arbeit in unserem landwirtschaftlichen Betrieb, die konzentriert sich letztlich immer hier in dieser Mitte. Schauen Sie mal, was Sie auch immer machen. Nicht wahr? Natürlich müssen Sie die Kühe melken. Und das geht dann also raus und irgendwie sonst wie. Aber letzten Endes die Konsequenz ist, dass der Dünger entsteht. Und den Sie dann daraus wieder auf diese Haut ausbreiten. Und der ganze Ackerbau, der ganze Gartenbau beschäftigt sich nur immer mit dieser Haut. Und da haben wir also bestimmte Dünger, die von Natur aus gegeben sind, die haben wir auch schon angesprochen. Das ist einmal das, was hier an Pflanzenrückständen entsteht und dann sich verwandelt zu Humus. Und dasjenige, was das Tier spendet, auf höherer Stufe, als Dünger, den haben wir ja auch betrachtet. Und jetzt ist da die Frage: Was spendet der Mensch? Und da war ja gestern auch die Frage kurz gestellt worden: Was ist denn mit menschlichen Fäkalien? Und das ist natürlich... Da kann man groß ausholen. Und ich möchte nur das mal kurzfassen und sagen: Der Mensch verbraucht durch seine Nahrung, die er aufnimmt... Verbraucht er alle Kräfte für sich selbst. Der Mensch ist der allergrößte Egoismus, den man sich vorstellen kann auf Gottes Erdboden. Der nimmt aus seiner Nahrung alles heraus und verbaut sie für sich. Dadurch, dass er denkt, sein Wachbewusstsein hat, dass er ein fühlender Mensch ist. Er braucht für alle seine Handlungen... Braucht er diese Kräfte aus der Nahrung. Und was übrig bleibt, ist Schlacke. Da ist nichts mehr drin. Das ist sozusagen nur noch Nichts. Das ist nur noch, muss man einmal sagen, Matter, also Materie, die da übrig bleibt. Die hat keinen Düngerwert mehr eigentlich. Wenn man auch nachweisen kann: Da istStickstoff drin. Da ist Phosphorsäure drin und so weiter. Aber der Stoff ist Träger von Kräften. Und hier hat man es mit Stoffen zu tun, die ihre Trägerschaft für Kräfte verloren haben. Da sind keine Kräfte mehr, die irgendwie düngend wirken. Und sodass eben die menschlichen Fäkalien... Ich habe selber da Experimente gemacht, vor längerer Zeit. Wenn man damit Pflanzen düngt, dann ist es ein gesteigerter Mineraldünger, in den Konsequenzen. Die Pflanzen erwachsen, gewiss. Aber vollkommen derangiert, in der gesamten physiologischen und auch morphologischen Ausbildung. Vollkommen derangiert. Also wenn Sie da Qualitätsuntersuchungen machen, also mit fäkalgedüngtem Gemüse etwa oder dergleichen, dann werden Sie feststellen: Diese Pflanzen, die verlieren jede Fähigkeit, ihr eigenes Urbild in Erscheinung zu bringen. Sondern das ist die... Die wachsen, ja. Die wachsen irgendwie. Und die sind sogar fähig, Frucht zu bilden. Aber wenn man die Früchte dann untersucht, ist es eine reine Katastrophe. Diese molekularen Eiweiße, die man da drin findet, die sind alle krebserregend. Also kurz gesagt. Also das, was der Mensch selber beiträgt... Durch seine Ausscheidungen löst er sich aus dem gesamten Zusammenhang heraus. Es ist Schlacke. Es ist nicht verwertbar. Es ist höchstens verwertbar, wenn Sie, sagen wir mal, Pflanzenkläranlagen machen und diese Pflanzenkläranlagen pflanzen. Also sagen wir mal, irgendein schilfartiges Zeug da heranziehen und das mähen und kompostieren. Und diese so entstehenden Pflanzenkomposte dann anwenden, vielleicht auf der Weide oder so, im Futterbau. Und dann erst in dritter Generation kann man das dann also... Kann man dann wieder irgendwelche menschlichen Nahrungsmittel anbauen. Oder aber wie wir immer gesagt haben, wenn mir diese Fragen gestellt worden sind... Da haben wir gesagt: &amp;quot;Macht doch Riesel-Äcker oder macht Pappel-Anlagen, mit Riesel-Bewässerung, Abwasser. Und dann wachsen die ungeheuer schnell, diese Pappeln. Und dann könnt ihr daraus Papier machen. Und aus dem Papier macht eure Formulare für die Bürokratie.&amp;quot; Es wäre so die richtige Verwertung dessen, um was es da geht. Also die Bürokratie hätte dann die entsprechende materielle Grundlage, um sich so richtig zu entfalten. Also dasjenige, was der Mensch auf diese Art beiträgt, ist ungeeignet für die Landwirtschaft. Was sich natürlich so hereinbildet, das verkraftet dieser ganze Zusammenhang. Aber nicht, dass man von außen irgendwo meint, man könnte jetzt also in gesteigertem Umfange seinen Boden verbessern, dadurch, dass man von der nächsten Kläranlage das Zeug holt. Also das ist es nicht. Da gibt es ein altes Sprichwort, das heißt: &amp;quot;Der Tritt des Bauern düngt.&amp;quot; Das hat mich immer außerordentlich begeistert. Na ja, was düngt denn da eigentlich? Wenn man den Boden verfestigt, durch einen eigenen Tritt, gerade im Frühjahr, wenn der schon locker ist. Und das ist auch ein typisches Bild, was so aus der Vergangenheit spricht. Es ist nicht der Tritt, dass man den Boden festtritt, sondern dass man über den Acker regelmäßig geht. Und schaut, mit allen Sinnen sich öffnet dem, was sich jetzt da im Frühjahr, im Übergang vom Frühjahr zum Sommer und dann im Sommer selbst gegen Herbst hin... Was atmet da? Was spricht da aus den Pflanzen, aus dem Boden, aus dem gesamten Atmosphärischen? Dass man das sich zur Erfahrung bringt und daraus seine Urteile fällt. Also, ich möchte mal sagen, das ist das größte Manko auch in biologisch-dynamischen Betrieben, dass wir viel zu wenig beobachten. Viel zu wenig uns innerlich verbinden mit dem, was wirklich von Tag zu Tag sich wandelnd im Jahreslauf aus der Natur zu uns spricht. So. So ist also die Grundfrage, die eigentlich dem biologisch-dynamischen Präparaten zugrunde liegt. Ist die: Wie kann ich jetzt dieses unscheinbare Hautorgan zu einem solchen machen, dass es selbstständig die Kräfte der Tiefen... Dass sie sich hier verdichten und die Kräfte erhöhen? Dass sie sich verdichten? Kann ich das steigern? Kann ich das entwickeln? Kann ich den Boden sozusagen zu einem eigenständigen Organ entwickeln, das eher aufnahmefähig wird für das... Und zwar dauerhaft aufnahmefähig. Was von oben und von unten wirkt und sich dann hier in der Bodenfruchtbarkeit dann äußert. Und diese Aufgabe haben eigentlich die biologisch-dynamischen Präparate. Das ist ein Kräftedünger, die das von oben herein bitten und das von unten herauf dringen. Dass das wirklich sich durchdringt und dadurch eigentlich die lebendige Substanz sich formen und ausgestalten kann. Das ist die Aufgabe der Präparate. So, und jetzt werde ich das Ganze auswischen. Wie? Ja, dann können wir auch das andere auswischen. Die schönen Blümchen hier außen herum. Das ist eben schade. Diese fast gotischen Verzierungen, Arabesken, könnte man fast sagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:41] Aber es ist für die Nachwelt schon festgehalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:44] Für die Nachwelt ist es festgehalten. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:46] Ja? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:28:47] Ja, ja. Alles aufgenommen. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:28:53] So, jetzt wollen wir... Wir haben es jetzt zu tun mit den Präparaten. Ja, erstmal meine Frage: haben Sie schon mal Präparate gemacht auf den Höfen? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:29:04] Ja. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:29:05] Alle. Jeder? Irgendwie mal alle Präparate? Oder nur einzelne? Oder überhaupt nicht? Und? Hat schon jemand mal gerührt? Von Hand? Kräftig? Ja? Also, man muss erst mal überhaupt die Erfahrungen mal eigentlich gemacht haben, ehe man überhaupt darüber redet. Muss man mit der Sache eigentlich umgegangen sein. Wir wollen also zunächst mal darauf hingucken, dass es also sechs Kompostpräparate gibt, Dungpräparate. Ich zähle sie einfach mal auf: Schafgarbe, die Kamille, die Brennnessel, die Eichenrinde, den Löwenzahn und den Baldrian. Das sind die sechs Kompostpräparate. Auf die kann ich jetzt nicht mehr eingehen. Das ist leider nicht möglich. Und da gibt es noch die zwei anderen Präparate, die dann ausgebracht werden, aus Flüssigkeit ausgespritzt werden. Das ist das sogenannte Hornmist- und das Hornkieselpräparat. Die wir dann auch... Die dann auch gerührt werden. Und diese beiden Präparate möchte ich jetzt mal in Bezug auf Herstellung, Anwendung und Wirkung... Hornmist-Präparat und das Hornkieselpräparat. Also jedes Präparat müsste man eigentlich ganz für sich genauer... Müsste man genauer beschreiben und charakterisieren. Das führt jetzt alles zu weit. Und ich kann jetzt also das nur mal in Bezug auf das Hornmist-Präparat ausführlicher machen. Und dann kurz auf das Hornkiesel-Präparat eingehen und dann dessen Anwendung und Wirkung. Wenn wir das Hornmist-Präparat machen, herstellen, dann gehen wir Ende September, um Michaeli, 29. September... Gehen wir raus auf die Weiden und holen uns ein paar Kuhfladen. Sammeln wir diesen Mist, den ich da beschrieben habe. Wie er entstanden ist in der Kuh. In Süddeutschland hat man das früher das Gold des Landwirts genannt. Wie der sizilianische Bauer gesagt hat: &amp;quot;Das tut mehr als jeder Heilige.&amp;quot; In Sizilien hat man es das Gold des Landwirts genannt. Die hatten früher oft instinktiv einfach ein Empfinden für den Wert dieses tierischen Düngers. Den sammeln wir, unseren Kuhfladen, im Schubkarren, sagen wir mal, auf den Hof. Und dieser Kuhfladen nun enthält kräftemäßig das gesamte Ergebnis dessen, was die Kuh gefressen hat, vom Frühjahr hier bis zum Herbst, über den Sommer hinweg. Das ist hier alles in Luft und Wärme. Was sich da heraufgebildet hat an Pflanzensubstanz, das frisst die Kuh, hat diese kosmische, qualitative Analyse vollzogen. Und das alles hat sich irgendwo in dem Verdauungssystem der Kuh dahin entwickelt, dass gegen den Herbst hin dieser Mist gleichsam wie eine Zusammenfassung alles dessen ist, was die Kuh im Verlaufe des Jahres an Futter aufgenommen hat und verarbeitet hat. Da haben wir jetzt so ein Kuhfladen. Und dieser Kuhfladen... Normalerweise, wenn der auf einer Weide liegt, dann unterliegt er einem Mumifizierungsprozess. Naturhaft, rein naturhaft. Aber wir machen jetzt was ganz anderes, als was die Natur macht. Wir machen etwas... Das möchte ich hier mal so ein bisschen streicheln. Wir nehmen jetzt diesen breiigen Kuhmist. Und da muss man immer auch auf die Substanz und die Formgestalt hinschauen. Beim Kuhmist handelt es sich um ein Stoffwechsel-Endprodukt, was wirklich ein reiner Spiegel dessen ist, was stoffwechselhaft da in der Kuh sich abgespielt hat. Ein Stoffwechsel-Endprodukt. Und das ist vom breiiger Natur. Das heißt, gestaltlos. Natürlich kann man... Nimmt man nicht gerade eine laktierende Kuh, wo es einfach nur so ein Brei ist. Sondern schon ein bisschen durchgeformt. Aber im Grundsatz ist eigentlich der Kuhmist eine amorphe Substanz. Das ist ganz wichtig, dass man sich das klarmacht. Die ist amorph, gestaltlos. Das ist eine reine Substanz, erfüllt sozusagen diesen Begriff voll und ganz. Gestaltlos, amorph, Substanz. Und was mache ich es mit der? Was ganz Unmögliches. Indem ich jetzt hier ein Horn, ein Kuh-Horn nehme und diese Substanz hier reinfülle, in die innere Höhlung und die innere Höhlung da vollstopfe. Und was mache ich da eigentlich? Da vollziehe ich nämlich eine Art Umstülpung des Naturprozesses. Das ist die erste Stufe der Präparation. Stufe der Präparation. Eine Umstülpung. Denn das, was hier die Kuh ausgeschieden hat, ist Außenwelt. Und das bringe ich jetzt in einen Innenraum des Horns. Das ist Innenwelt. Also schon das ist eine Umstülpung. Etwas, was sonst im Naturprozess allgemein aufgehen würde, das tue ich jetzt hier reinstopfen, in ein Organ, was die Kuh bildet. Das ist das Horn. Und dieses Horn ist ihrem Wesen nach nichts anderes wie die materialisierte Form. Es ist ein Formorgan. Da braucht man sehr wenig Material, um diese wunderbar gewundene... Und bei den tropischen Wiederkäuern. Das sind ja gewaltige Gehörne. Um diese zu bilden. Es ist ein reines Hüllenorgan, aus wenig Substanz, reine Form. Wunderschöne Formen, die so gewunden sind. Also schon das ist eine Polarität. Hier habe ich eine Substanz und hier habe ich eine Form. Hier habe ich einen Außen, hier habe ich ein Innen. Man muss immer die Gegensätze, die Polaritäten anschauen und jetzt sehen: Wie stülpe ich die um? Und die gesamte Herstellung aller Präparate folgt diesem Prinzip. Dass der Naturprozess, die Naturgesetzlichkeit, nach der die Natur verfährt, einfach ins Gegenteil umgestülpt wird. Denn dadurch entsteht eben etwas Neues. Nun also. Und dass das aber geschieht, dass ein Stoffwechsel-Endprodukt mit einem Nerven-Sinnes-Pol... Im Horn, was vom Nerven-Sinnes-Pol der Kuh stammt, da ist es ja so: Die Kuh ist weg. Die ist dann nicht mehr da. Sondern da treten wir als Menschen dazwischen. Mit unseren Ideen und unserem Willen. Und schaffen hier eine Beziehung. Das ist zunächst mal eine ganz lapidare Handlung. Lapidarer geht es gar nicht. Aber wenn man das mal versucht, wirklich unter den Aspekten der Polarität zu verfolgen, dann merkt man plötzlich, was dahinter eigentlich steht. Methodisch. Nun möchte ich mal eine Zeitkontrolle machen. Ein paar Worte wenigstens sagen zum Horn. Weil das Horn ja eigentlich eine Bildung ist, von der man heute glaubt, man kann darauf verzichten. Dieses Horn, wenn man das mal etwas größer zeichnet... Ach nin, das mache ich einmal anders. Wenn Sie mal den Schädel nehmen der Kuh. Das ist das hier. Hier ist der Schädel und hier geht es dann wieder runter. Wenn Sie dann den Schädel nehmen der Kuh. Dann ist das hier alles das Stirnbein. Und aus dem Stirnbein entsteht eine Ausstülpung. Und das ist der Hornzapfen, der im Horn drinsteht. Das ist dann hier der Kuh-Schädel. Das ist ein Hornzapfen. Und der ist gar nicht veranlagt, wenn das Kalb geboren wird, sondern das entsteht ja erst, wenn die Kuh... Wenn das Kalb Raufutter aufnimmt. Erst in der Pansen sich ausbildet entsteht da oben dieser Knubbel. Und da wächst langsam dieser Hornzapfen aus dem Stirnbein heraus. Man merkt also von vornherein: Das hängt mit der Verdauung zusammen. Erst, wenn das Kalb anfängt Raufutter aufzunehmen, nachdem sie die Milch genossen haben, dann das Raufutter beginnt, dann fängt an das Horn zu wachsen. Also dieser Hornzapfen. Und dieser Hornzapfen ist erstaunlicherweise verbunden mit den ganzen inneren Stirnhöhlen, die sich hier herumziehen. Die ziehen sich jetzt wie eine Höhlung hier in das Kuh-Horn rein. Dieser Hornzapfen ist wiederum hohl. Und da strömt Atmungsluft herein, Atmungsluft. In dieses Organ, was durch und durch hart ist, Knochen ist, also das Erdig-Feste, sagen wir mal. Da haben wir schon zwei Elemente, die da beteiligt sind an der hohen Bildung, nämlich die Luft und das Harte, Erdig-Festige als Element. Und jetzt ist hier dieses Horn umgeben, wie auch die ganzen Knochen hier, mit einer Knochenhaut. Periost, heißt es, so sagt man heute. Und diese Knochenhaut wird ziemlich, ziemlich intensiv durchblutet. Daraus wächst ja an der Basis auch das Horn und schiebt sich über das Ganze. Und dieses Blut dringt dann durch lauter feine Kanäle hier durch diesen Knochenzapfen hindurch und ernährt sozusagen jetzt diese Knochenhaut. Ungeheure Massen an Blut, befrachtet mit den ganzen Nahrungsstoffen, die da in der Verdauung aufgenommen werden. Die wandern dann über die Pfortader, dann in die Leber. Von der Leber ins Herz und vom Herz in die Lunge, als noch venöses Blut. Und dort laden sie sich mit Sauerstoff auf wieder zurück zum Herzen und dann in den großen Blutkreislauf des Tieres. Und von dem großen Blutkreislauf zweigt die Kopf-Schlagader ab. Eine Arterie, die also den ganzen Kopf-, Hauptprozesse am Leben hält. Und diese Kopf-Arterie, die strömt dann auch also mit der Verzweigung hier in das Horn. Und zwar solche Massen an Blut, dass man sich immer fragt: Warum eigentlich? Da der Chef wohl einen Blackout gehabt, dass er da also so einen Überschuss da an Blut in die Hörner oben schickt. Es könnte auch weniger sein. Denn wenn Sie mal sehen, wenn ein Horn abgebrochen ist, wie eine Kuh blutet. Das ist so wahnwitzig, dass man meint, da kommt literweise... Strömt da das Blut raus. Also da merkt man schon, da muss man schon aufmerksamer werden. Da ist irgendwo noch eine andere Funktion als nur die, dass da irgendein Lebensprozess aufrechterhalten wird in der Knochenhaut. Denn über das Ganze stülpt sich jetzt... Was nehmen wir denn mal für eine Farbe? Nehmen wir mal Grün. Warum auch nicht? Stülpt sich jetzt die eigentliche Hornscheide. Und was ist die? Haut. Verdichtete Haut, blankes Eiweiß. Und die verdichtete Substanz, die höchst verdichte Substanz, die es überhaupt aufGottes Erdboden gibt, im Organischen. Es gibt nichts Dichteres als dieses Horn. Und die ist so dicht, dass noch nicht einmal Strahlungen durchgehen. Auch radioaktive Strahlungen gehen da nicht durch. So dicht ist diese verhärtete, verdichtete Eiweiss-Substanz des Horns. Und da muss man sich fragen, wenn man diesen Aufbau ansieht... Also ich muss noch mal hinschreiben, es ist einmal das Erdig-Feste. Das Element das Erdigen also. Dann das Wässrige, das Blut. Und dann die Luft, die da durch die Atmung reinkommt. Und dann, wenn sie sich anfassen, dann merken Sie, dass die wie ein Ofen sind. Wenn Sie im Winter mal kalte Hände haben und da fassen Sie der Kuh ans Horn, dann können Sie sich richtig wärmen, wenn die Kuh nicht gerade den Kopf allzu sehr schüttelt. Das ist wie eine Wärmequelle. Durch diese ungeheuer starke Durchblutung. Sodass durch diesen Aufbau des Hornes eines deutlich wird: Das ist genau derselbe Aufbau, der jedes wache Sinnesorgan auch hat. Ob es das Auge ist oder das Ohr. Immer sind es die vier Elemente, die da jetzt als Träger des Physischen... Wodurch das Physische in die äußere Gestalt hineinbildet. Die müssen immer zusammenspielen, um ein Sinnesorgan entstehen zu lassen. Die Sinnesorgane sind die physischsten Erscheinungsformen überhaupt am menschlichen Organismus. Ich habe das Beispiel der Gehör-Knöchelchen genannt oder das Trommelfell. Also alles, was von außen hereindringt, muss überhaupt erst mal mechanisch, physisch umgesetzt werden im Sinnesorgan, um dann schließlich als eine Empfindung erlebt zu werden. Also Farbempfindung oder eine Tonempfindung und so weiter. Und so ist das Horn, rein vom Aufbau her betrachtet, von vornherein klar, anatomisch klar. Es ist ein Sinnesorgan. Aber es ist nicht ein Sinnesorgan nach außen, wie beim Hirsch mit seinem Geweih. Wo man immer den Eindruck hat, er tastet den ganzen Kosmos ab, wenn er da oben ,mit seinem Geweih so durch die Gegend zieht. Sondern das Gegenteil. Das Horn schließt die Kuh ab, hundertprozentig ab. Die hat überhaupt gar keinen Bezug zum Kosmos in diesem Sinne. Sondern sie hat im Wesentlichen einen Bezug zum Kosmos durch die Nahrung, die aufnimmt und verdaut. Das ist ihr Weg. Aber sinnesmäßig schließt sie sich ab, vollkommen. Sie ist eigentlich Kraft ihrer Hörner und Kraft ihrer Hufe da unten... Auch dieses Horn. Schließt sie sich von der Umwelt ab und ist total introvertiert. Der Hirsch ist extrovertiert, aber die Kuh ist introvertiert. Das heißt, das ist alles nach innen gerichtet. Das Horn lässt ihr gar keine Möglichkeit, irgendwie mit der Außenwelt sinnesmäßig zu korrespondieren. Sondern die Funktion des Horns besteht darin... Dadurch, dass das alles abschließt, diesen ganzen Lebensprozess, der hier herauspulst mit dem Blut... Der drängt sich gegen das Horn und wird vom Horn wieder zurückgewiesen in den Organismus. Sodass alles, was an naher Substanz hier durch das Blut heraufdringt, das wird hier aus dem Horn wieder in den ganzen Organismus zurückgewiesen. Nämlich in die innere Leibeshöhle. Dadurch ist das Horn ein Sinnesorgan, wo die Kuh eigentlich erst bewusst wird der kosmischen qualitativen Analyse. Das steht nirgends. Es ist also meine Überzeugung in der langen, jahrelangen Überlegung in dieser Richtung. Die kosmisch-qualitative Analyse nimmt ihren Anfang in dem Wiederkau-Akt. Und das setzt sich dann in kompliziertesten Wegen dann fort über die Blutbahn. Und das sind dann ätherisch-astrale Kräfte, die da strömen. Und die strömen herauf bis ins Horn. Und da werden sie jetzt zurückgewiesen in den Organismus. Und werden dann erst wahrgenommen. Aber nicht mehr vom Gehirn, sondern von dem, was man das Bauchfell nennt. Das Bauchfell ist eine Auskleidung der inneren Leibeshöhle, das Peritoneum. Und dieses Bauchfell ist auch... Bildet als eine Doppellamelle auch das Gekröse, das wir hier verwenden für die Herstellung des Löwenzahn-Präparates. Aber es kleidet alle inneren Organe, überzieht alle inneren Leibesorgane. Und dieses Bauchfell hat als äußerste Schicht eine sogenannte Serosa. Und diese Serosa ist enerviert. Das Bauchfell generell ist enerviert, in hohem Grade also nervendurchsetzt. Also eine Funktion wie sonst das Gehirn, aber eben im Bauch. Und das ist nicht bewusst machend. Wir haben keine Ahnung davon, was da sich eigentlich abspielt. Die Kuh braucht auch dieses Bewusstsein nicht, sondern sie braucht nur die Tatsache, dass da diese instinktiv sich vollziehende kosmisch-qualitative Analyse konzentriert wird, zusammengefasst wird und dem Dünger mitgeteilt wird, wenn er die Kuh verläßt. Kurz gesagt. Und das ist der Weg, auf dem meines Erachtens überhaupt erst der Dünger begabt wird. Dieses Kräftepotenzial in sich zu konzentrieren und dann dem Pflanzenwachstum zur Verfügung stellen. Es ist ein unendlich kompliziertes Geschehen. Aber dazu braucht die Kuh die Hörner. Und zwar jenes Horn, dieses Außenhorn, was diese heraufströmenden, im Blut heraufströmenden Kräfte wieder zurückweist in den Organismus. Und immer dann, wenn sich was staut, irgendwo in einem Organismus oder bei der Pflanze, wenn das Wachstum zu Ende kommt und die Blüte auftritt, dann haben wir es mit einem Staueffekt zu tun. Da ist nicht mehr das Ätherisch-Lebendige, Wachsende weiterhin wirksam, sondern das, was eben diesen Staueffekt hervorruft. Und das ist das Astrale, das Seelische. Aber das kommt von außen bei der Pflanze. Beim Tiere wirkt es von innen. Es ist ein Stauorgan wie jedes andere Sinnesorgan auch. Aber eben in der besonderen Weise, alles dasjenige zurückstaund, was im Blut an Nährhaftigkeit, an Nahrungsstofflichkeit, an Kräften über die Verdauung aufgenommen worden ist. Insofern ist tatsächlich das Horn ein Organ, was für die Präparation geeignet wird. Aufgrund des Zurückstrahlen-Könnens. Dass da nichst durchgeht. Da kommt nichts von außen rein. Und was von innen hereinströmt, das wird quasi wieder zurückgestaut. Und diese Funktion macht man sich zu eigen bei der Präparation. So, jetzt müssen wir mal sehen. Ich wische das wieder weg. Ich brauche Platz. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:49] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:50:50] Ist das allgemein bei horntragenden Tieren der Fall? Das das eine Staufunktion ist? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:50:58] Also heute... Es gibt ja Rassen, die hornlos sind. Vor allen Dingen interessanterweise im Norden, nicht im Süden. In den Tropen gibt es die nicht. Und dann nur sehr vereinzelt. Und heute versucht man ja gerade, um von dieser Enthornung wegzukommen, die Kühe hornlos zu züchten. Das ist ja ein Hohn. Also eine riesen Gefahr. Und dann schauen Sie sich mal ein Tier an, was enthornt worden ist. Das sieht ja ganz anders aus. Da bildet sich hier oben zwischen den Hörnern, also auf dem Stirnbein so eine geschwulstartige, verknöcherte Zone. Die Kühe haben da irgendwo so eine kleine Pyramide hier oben. Also wenn die Hörner weg sind, dann ist... Dieser Impuls ist da in der Kuh, hörner bilden zu wollen. Und der zeigt sich dann in diesen Wucherungen, hier oben am Stirnbein. Und wenn Sie dann die Kühe angucken, dann merken Sie auch, die verlieren ihre innere Lebhaftigkeit. Enthornte Tiere sind so ein bisschen wie... Sie stehen auch meistens ein bisschen wie die Sägeböcke da. Und die haben auch nicht mehr diesen Herdentrieb. Sondern die sind vollkommen vereinzelt. Jedes Tier ist sozusagen ein vereinzeltes, verlassenes Geschöpf. So kommt einem das immer vor. Die Hörner sind schon auch Tastorgane. Deswegen tun die ja gerne sich mit den Hörnern so ein bisschen da berühren oder mal so prüfen gegenseitig. Aber es ist keine Rache. Das ist der große Irrtum der Evolution, also der Evolutionsbiologen, dass sie glauben, das wäre primär eine Waffe. Es ist keine Waffe, sondern es ist ein Stoffwechsel... Also es ist ein Sinnesorgan, was den Stoffwechsel reguliert. Das zeigt sich insbesondere daran, dass es erst sich entwickelt mit der Raufutter-Aufnahme. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:08] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Nochmal? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [00:53:11] Ist das bei Schafen und Ziegen auch so? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:16] Ja, also ich meine, die Schafe sind ja weitgehend nicht mehr hörnertragend. Die Ziegen schon noch. Und auch da gibt es diese schon hornlosen Rassen. Es ist überall so. Also die eigentlich Naturveranlagung ist die Hornbildung. Und das sieht man also gerade in den tropischen Zonen. Da ist es ganz undenkbar, dass es da hornlose Wiederkäuer gäbe. So, und jetzt müssen wir uns die nächsten Schritte der Präparation vor Augen führen. Also, wir sehen: Wir haben es bei dem Horn mit einem Rückstau-Organ zu tun. Und jetzt haben wir da diese Substanz da reingestopft. Und diese Substanz ist Substanz, das heißt eine Matrix, ein Empfangendes. Da kann sich etwas abprägen. In der Form prägt sich nichts ab, da wird was zurückgewiesen, zurückgestoßen. Und diese Matrix, die landet jetzt hier im Innern des Hornes und ist jetzt den Kräften ausgesetzt, die vom Horn zurückgestrahlt werden, wie wenn es noch im lebendigen Organismus wäre. Und diese Tatsache machen wir uns jetzt zunutze. Wenn wir... Also dieses Geschehen ist der Herbst. Und jetzt kommen wir in den Winter. Und den Winter kann man mal genau polar zum Sommer so charakterisieren. Im Sommer aber atmet die Erde aus, im Winter atmet sie ein. Und dann, wenn hier der Boden ist, dann graben wir hier ein Loch, so eine Grube. An der Grenze jetzt von humoser Oberschicht und dem lehmigen Unterboden. Eine Grube. Und vergraben wir jetzt diese Hörner hier rein, in die Grube. So. Die legen wir so rein, dass die Öffnung immer so ein bisschen nach unten gebogen ist, dass kein Regenwasser während des Winters hier von oben durchsickern kann. Hier kommt wieder Erde drüber. Das alles, was da oben an Niederschlag hereinkommt, dass das nicht jetzt in die innere Höhlung der Hörner läuft. Das ist wichtig. Praktische Sache. Deswegen diese Hörner da im Inneren der Erde. Und das ist wieder ein Umstülpungsprozess. Und das war hier, sagte ich, die erste Stufe der Umstülpung. Und das ist jetzt die zweite Stufe der Umstülpung. Umstülpung. Das ist ganz wichtig, das ist immer eine Umkehr des Naturprozesses, was sich jetzt vollzieht. Dass das, was vorher bei der Kuh außen war, oben die Hörner, als Rückstauorgane, die liegen jetzt im Boden, im Innern der Erde eingebettet. Und jetzt ist... Der Prozess, der sich dann abspielt, ist der, dass während des Winters... Wo im Vordergrund stehen die Elemente Erde und Wasser, also nicht Luft und Wärme wie im Sommer. Dass da jetzt aus dem ganzen kosmischen Umkreis, dem Fixsternhimmel... Dass jetzt hier Kräfte einströmen, während der Winterzeit, in die Erde. Das ist der Winterpol. Die Winterkräfte sind eben Kräfte, die aus dem Fixsternumkreis oder was man heute auch den Tierkreis nennt... Aber gemeint ist der gesamte gestirnten Himmel. Die kraften jetzt rein. Und diesen Himmel haben die Griechen interessanterweise den Kristallhimmel genannt. Die alten Griechen. Und weil die Kräfte, die hier einwirken, in die Erde, während der Winterzeit, Kristall bildende sind. Also Kristallisationsvorgänge finden gerade insbesondere im Winter in der Erde statt. Zum Beispiel die sekundären Tonmineralien. Kann ich jetzt nicht genauer erläutern. Und diese Kristallisations- beziehungsweise Form-Kräfte, die wirken über die Erde. Über den Kiesel, die Kristallsubstanz des Kiesels im Boden werden die zurückgestrahlt und diese Strömungen wandern dann rein in die innere Höhlung der Hörner. Und diese Strahlungen werden also vermittelt jetzt durch das Kristalline des Bodens, den Hörnern. Und von der Höhlung der Hörner zurückgestrahlt, in die Matrix, den Mist. Und werden im Mist konzentriert. Es ist eine Kräfte-Konzentration, die sich da vollzieht. Und zwar von Formkräften während der Winterzeit. Das klingt alles sehr seltsam und fremd. Aber stellen Sie sich mal vor, das ganze folgende Jahr, vom ausgehenden Winter bis in den Sommer hinein, muss sich die Pflanze formen. Ständig muss sich die formen. Sowohl in ihrer inneren Substantialität, dass Eiweiß-Formen entstehen, Kohlehydrate,-Formen entstehen, dass Fett-Formen entstehen. Also alles, was so substanziell sich bildet, formt sich dann auch. Jede Zelle formt sich. Und an eine Gerüstzelle im Holz ist anders geformt, sehr länglich, als die Palisaden-Zellen einer Blattoberfläche. Oder die Kutikularzellen, die die wirkliche Blattaut dann bilden. Alles ist anders geformt. Und so ist es dann, dass auch letztlich die Blätter sich formen, in einer bestimmten Gestalt und schließlich auch die Blüte sich auftut. Also eigentlich ist der ganze Frühjahrs-Wachstumsprozess immer gleichzeitig beschickt durch Kräfte aus dem Winter. Will weiter wirken und rufen also diese durchformte, lebendige Substanz hervor. Und diese Kräfte, die konzentrieren sich eben jetzt im Horn. Das muss man sich einfach klarmachen, versuchen jedenfalls, klarzumachen. Dass wir in dieser Präparation des Hormist-Präparates eigentlich Formkräfte des Winters konservieren, sammeln, konzentrieren, in diesem... In dem dort vorhandenen Mist. Und dann kommt das Frühjahr. Und dann haben wir... Dann graben wir die aus und dann haben wir neuen Stoff in Händen. Also etwas, was es in der Natur gar nicht gibt. Denn diese Stufen der negativen Polarisierung, möchte ich es mal nennen, also der Umstülpung in mehreren Stufen, sorgt dafür, dass eine neue Stofflichkeit entsteht, die es so in der Natur überhaupt nicht gibt. Und dieser neue Stoff, das ist... Dürfte eigentlich für das moderne Bewusstsein nicht gerade verwunderlich sein, dass es so was gibt. Denn in der heutigen Atomphysik hat man es ja dazu gebracht, jetzt wirklich die Kernspaltung zu vollziehen. Und auch wegen der Kernspaltung kann man ja im Atomkraftwerk Uran und... Nicht Uran, sondern Plutonium erzeugen. Plutonium gibt so in der Natur gar nicht. Das ist ein neuer Stoff. Aber auch der Prozess, auf dem der entsteht, also das Plutonium... Wo ein Gramm reicht, um ganz Großraum Frankfurt ins Grab zu legen. Jeder Mensch und alles, was da nur wächst und gedeiht, ist sozusagen dem Tode überliefert. Wir haben es dort... Ein Gramm Plutonium reicht dazu aus. Eine winzige Menge, völlig unscheinbar. Die entfaltet aber und entläßt Kräfte, die absolut tödlich sind. Und jetzt ist die große Frage: Sind wir als Menschen denn dazu berufen, nur diese Kräfte sozusagen zur Erscheinung zu bringen? Oder sind wir gerade dazu berufen, Kräfte zur Erscheinung zu bringen, die aufbauen? Die nicht töten, sondern aufbauen, beleben, entwickelnd, in die Zukunft entwickelnd wirken? Wenn man diesen Hintergrund mal sich vor Augen führt, dann merkt man, dass die Präparate genau diese Stoffe sind. Da haben wir ein Instrumentarium in Händen, wo wir neue Stoffe, neue Stoffkompositionen schaffen, die sozusagen als Kräftekonzentrationen wirklich die Potenz in sich tragen, zukünftige Entwicklungen zu elaborieren. So. Und jetzt noch ein Wort schnell zum Hornkiesel-Präparat. Beim Hornkiesel gehen wir genau polar vor, gegenüber dem dem Hornmist-Präparat. Der Ausgangspunkt beim Hornkiesel-Präparat ist der Kiesel-Kristall. Also ein Kristall. Ein Bergkristall, sagen wir mal. Durchsichtig, nahezu durchsichtig, aber eben unglaublich fest. Und hier in unseren Breiten absolut verwitterungsbeständig. Das ist der Kiesel. Kiesel-Kristall. Oder Quarz, kann man auch sagen. Und der ist kristallisiert. Also der ist sozusagen der Repräsentant eigentlich des Winters. Alles, was kristallisiert, ist von Natur aus... Ist eigentlich... Wäre ein Ausdruck eines Winterprozesses. Und jetzt haben wir hier unseren wunderschönen, sagen wir mal, sechssäuligen Kristall, nicht wahr? Einen, der da so gewachsen ist, hier auf einer Quarz-Oberfläche. Diesen Kristall, den nehmen wir und machen ihn kaputt. Die schöne und... Das ist reine Form. Reine Form. Kristall. Also herrlichste Form. Alles hexagonales Prisma, nachdem der kristallisiert ist. Und jetzt gehen wir her und zerhämmern den, bis zum es geht nicht mehr. Sieben den mehrfach durch, sodass möglichst das Ziel darin besteht, dass wir ein möglichst feines Puder bekommen. So fein, dass es nicht mehr zwischen den Zähnen knirscht. So fein muss es zermahlen werden. Das ist ein langer Prozess, kann man im Frühjahr machen. Wunderbar. Und dann entsteht hier so ein ganz feines Kieselpuder. Das heißt, die Form wird verwandelt, durch unsere Tätigkeit, wiederum in Substanz. Wir machen ihn quasi amorph. Und dann verschaffen wir uns wieder einen Kuh-Horn. Und dann tun wir das hier reinfüllen, indem wir es ein bisschen mit Wasser anteigen. Dann läuft es da besser rein, in die innere Höhlung. Und dann lassen wir es... Stellen wir sie drei Tage, vier Tage senkrecht hin. Dann löst sich ein bisschen das Wasser aus dem Horn heraus, steht oben auf, dann tun wir das ein bisschen abkippen. Und dann können wir die Hörner vergraben. Nun, diese Hörner vergraben wir jetzt, genau gegenpolig, im Sommer. Also einen Winterkristall verwandeln wir in eine Substanz Form. Erfüllen damit wiederum diese Hornhülle und exponieren sie eigentlich im Gegenpol zum Winter. Eigentlich müsste man... Könnte man der Meinung sein, das müsste doch im Winter vergraben werden. Nein, im Gegenteil. Im Sommer, in Luft und Wärme. Hier, Luft und Wärme. Da machen wir wieder in unserem Boden... Machen wir da so ein Loch und tun da auch wieder die Hörner dann rein vergraben. Und dann liegen sie jetzt von Ostern, Frühjahr bis Michaeli, ich sage mal, im Herbst... Ruhen die da in der Erde und sind jetzt da anderen Kräften ausgesetzt, als die Winter wirken. Nämlich im Wesentlichen den planetarischen Kräften, der untersonnlichen, obersonnlichen Planeten. Untersonnlich ist Mond, Merkur und Venus. Obersonnlich eben auch Mars, Jupiter, Saturn. Also diese planetarischen Kräfte, in Verbindung mit dem Sonnenlicht, die wirken jetzt während des Sommers. Also ich muss hier auch noch Sommer hinschreiben. Die wirken jetzt aus dem Umkreis herein und auch wiederum in die inneren Höhlungen der Hörner. Und werden da durch Rückstauung von den Hörnern konzentriert in der Matrix des Kiesels. Und auf diese Weise entsteht eben auch wieder ein neuer Stoff. Eine neue Stoffkomposition, die wir herstellen. Das ist eine Leistung des menschlichen Geistes. Das ist nicht mehr naturhaft. Nur die Ausgangssubstanzen sind naturhaft. Aber wie wir sie in Beziehung setzen zueinander, das hängt von ganz anderen Dingen ab. Und so sehen wir jetzt schon... Sind wir so weit gediehen zu sagen, dass in Stufen der Umstülpung der Naturprozess in sein Gegenteil verkehrt wird. Und dass der Ausgangspunkt immer Naturprodukte sind. Mist und Horn, Kiesel und Horn. Und dass diese aus verschiedenen... Oder der Mist ist mehr Ausdruck einer pflanzlichen Substanz, die die Kuh verdaut hat. Das Horn ist ein echtes Tierorgan. Dass ich die Naturreiche miteinander in Beziehung bringe. Bei den Kompost-Präparaten wird das noch deutlicher, dass man effektiv Blüten als Ausgangspunkt nimmt, von den Pflanzen, in Verbindung dann mit tierischen Organen. Ich verknüpfe also die Naturreiche. Und dann tue ich nicht nur... Verknüpfe ich nicht nur das Pflanzen- und Tierreich, sondern ich setze es den jeweiligen... Jeweilig im Jahreslauf den Bedingungen des Irdischen aus. Also hier eben Erde und Wasser. Beim Hornmist-Präparat hier. Luft und Wärme während des Sommers beim Hornkiesel-Präparat. Alles, was Natur ausmacht, vereinigt sich in der Präparation. Das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich, die werden in eine entsprechende Beziehung gebracht. Im Rhythmus des Jahreslaufes. Das ist ja im Zeiten-Rhythmus. So, und jetzt nur noch... Die Zeit eilt uns fürchterlich von dannn. Die eigentliche Stufe der Anwendung dann der Präparate ist ja die, dass ich die feste Substanz... Hier fest. Mehr oder weniger fest. Das Hornkiesel-Präparat und das Hornmist-Präparat, dass das als neuer Stoff erscheint. Dass ich das jetzt ins Wässrige überführe. Und das mache ich ja mit dem Rührprozess. Na, wenn ich hier also mein Fass stehen habe und hier oben irgendeinen Balken und hier den Hahn und hier meinen Rührstab herunterhängen habe, in das Wasser. Und das Ganze jetzt anfülle, so 3/4 hoch. Das also mit Wasser fülle. Regenwasser ist das Allerbeste. Angewärmt auf ungefähr 30 Grad. Wichtig. Und dies wird heute nicht mehr gemacht. Weil es so aufwendig ist. Weil man keine entsprechenden Wärme-Anlagen hat. Also jetzt geht es hier darum: Wie führe ich die feste Substanz in die wässrige Substanz über? Und da entstehen nun ganz abenteuerliche Vorstellungen. Die eindeutige Anweisung im landwirtschaftlichen Kurs ist ja diese, dass man jetzt da diesen Besen hier, den man da reinhängt... Dass man den jetzt in Bewegung setzt und anfängt, diese ganze Wassermasse hier drin in Bewegung zu versetzen. Und zwar, indem man anfängt zu rühren, mehr in der Peripherie, langsam. Und dann die Bewegung immer mehr steigert, immer mehr steigert. Und dann entsteht dann allmählich so eine Art Trichter, bis auf den Boden herunter. Und das Wasser steigt dann währenddessen bis hier oben an den Rand hoch. So. Wenn hier ein Trichter entsteht, dann steigt das natürlich weiter hoch. So. Und was machen wir da eigentlich? Die Anweisung ist, eine Stunde lang das Wasser jetzt noch im Uhrzeigersinn zu rühren, sodass da einen Trichter entsteht. Bis zu dem Punkt, wo man eigentlich selber nicht mehr kann. Und der Trichter dann möglich sich herunterbildet, bis hin auf den Grund des Wassers. Und wenn man nicht mehr kann, dann entschließt man sich und rührt das Ganze wieder zusammen, sodass ein totales Chaos entsteht und es in gewissem Sinne auch dann zur Ruhe kommt. Und dann entschließt man sich, in der Gegenrichtung, gegen den Uhrzeigersinn die ganze Sache... Wiederum einen solchen Trichter aufzubauen. Und wieder kommt man an seine Grenzen und dann bricht man das wieder zusammen. Und das im rhythmischen Wechsel, links herum, rechts herum, eine Stunde lang. Wenn man dann ein 200-Liter-Fass vor sich stehen hat, bei 150 Litern Inhalt etwa: Das erste Fass fordert einen ganz schön. Und wenn man ein 400-Liter-Fast hat, umso mehr. Und das Interessante ist: Je öfter man rührt, Tag für Tag, aber dann auch mal drei Fässer hintereinander, wie wir das als Lehrlinge selbstverständlich gemacht haben... Morgens früh drei Fässer hintereinander haben viele gerührt. Und das dritte Fass geht fast von selbst. Da braucht man fast keine Kraft mehr. So ist man in dem Rhythmus drin. Also es geht drum, hier das Wasser so in Bewegung zu setzen. Und zwar fortwährend steigernd. Man muss mit dem Besenstiel immer einen kleinen Druck auf das Wasser ausüben, denn wenn man das nicht täte, würde sofort schwappen. Es schwappt über den Rand oben rüber oder so. Sodass dann eine ganz gleichmäßige Drehbewegung entsteht. Da muss man immer mit dem Rührbesen sozusagen der zu bewegenden Masse des Wassers voraus sein. Das ist ganz wichtig. Nun, was vollzieht sich dann bei diesen Rühren? Da wird die an sich ursprünglich homogene Masse, wenn das Fass zu etwa 3/4 voll ist und das Präparat ist drin... Kleine Menge. Winzige Menge. Dann fängt das Wasser sich an zu drehen. Und wenn Sie das mal beobachten, wie sich das dreht, dann wird Sie merken, dass es in der Peripherie langsamer dreht und nach dem Zentrum hin immer schneller dreht. Das ist jetzt ganz wichtig. Wenn man das mathematisch sagen sollte, hat man gesagt, gegen die Peripherie geht es gegen Null und gegen das Zentrum geht es gegen unendlich. In Bezug auf die Geschwindigkeit. Aber da das natürlich zusammengefasst ist in einem Fass, ist es alles relativ zu nehmen. Aber immerhin so, dass gegen die Fassgrenze es langsamer sich bewegt. Und dann, je weiter es zum Zentrum geht, desto schneller. Dadurch entsteht etwas. Dass die homogene Menge Wassers sich auflöst in unendlich dünne Membrane. Häute. Die rein dadurch entstehen, dass das Wasser an sich selbst vorbei gleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit. Es sind durch unterschiedliche Geschwindigkeit der Drehbewegung von der Peripherie zum Zentrum... Entsteht eine unendlich große Oberfläche. Können Sie das denken? Können Sie das denken, dass, wenn Wasser aneinander vorbeigleitet, von der Peripherie zum Zentrum hin aneinander vorbeigleitet, in unterschiedlicher Geschwindigkeit? Die eine ist langsamer, die andere schneller und gleitet aneinander vorbei. Und das sind unendlich dünne Häute. Das lässt sich mathematisch genau verfolgen. Und dadurch entsteht... Durch die Strukturierung des Wassers entsteht eine, man möchte sagen, unendlich große Oberfläche. Das löst sich gleichsam in einer Oberflächenstruktur auf. Der homogene Wasserkörper. Und der wird einprägsam. Die Oberfläche ist immer die, die einprägt. So, wie der Erdboden, wie es vorhin angemalt habe, einprägsam für die Wirkungen aus dem kosmischen Umkreis oder aus den Tiefen der Erde, so ist jede Haut. Wenn ich drüberstreiche, merke ich das ja, wie empfindsam die ist. Wir waren selbst eine Art Wahrnehmungsorgan, aber ein empfangendes. Und auf diesem Wege, dieser Strukturbildung des Trichters, wird die feste Präparate-Substanz in das Wässrige übergeführt. Es geht hier nicht einfach nur um Durchmischung. Das ist die große Illusion. Sondern es geht wirklich um eine wesenhafte Übertragung vom Festen auf das Element des Flüssigen. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Und nun kann man da natürlich endlos vieles noch dazu sagen. Es würde jetzt alles zu weit führen. Ich möchte nur Folgendes dazu äußern: Eine Stunde rühren wir. Warum eine Stunde? Rudolf Steiner hat dazu überhaupt nichts gesagt. Eine Stunde. Nun ist man jetzt der Meinung, wenn ich jetzt... Wenn es mir zu viel Arbeit macht oder niemand ist da, der rührt, dann kaufe ich mir eine Maschine und rühre das halt mit der Maschine, eine Stunde. Und diese Frage wurde glücklicherweise auch an Rudolf Steiner gestellt, von einem der Bauern damals im landwirtschaftlichen Kurs. Und er hat dann geantwortet: Wenn man das machen würde, dann käme man sehr schnell in so Surrogatenmäßiges hinein. Das heißt so viel wie etwas, was die Sache nicht mehr betrifft. Schönes Wort, Surrogatenmäßiges. Aber es ist so quasi ein Ersatz. Es ist nicht die Sache selbst. Also dann schildert er das immer weiter. Und er sagt ja nie ja oder nein. Also das wäre ja quasi eine Art... In die Freiheit des Menschen eingegriffen. Sondern man soll selber drauf kommen, wie man das am besten und richtig macht. Also jedenfalls, wenn man mit der Maschine rührt... Und das wird vielfach gemacht in der westlichen Welt. Oder mit der (unv.) rührt, den Wirbelschalen... Ich weiß nicht, ob Sie die können. Wo das Wasser so lemniskatisch so hin und her... Wunderschön anzusehen. Eine Stunde lang lässt man es durch die Wirbelschalen laufen. Währenddessen fährt man schon eine Rührung raus auf den Acker. Und dann kommt man wieder und währenddessen läuft das ab. Das ist es nicht. Das ist es einfach nicht. Sondern so, wie hier mich verbinde mit der Präparation, indem ich das herstelle, dann mich damit verbinde, indem ich diesen Umstülpungsschritt vollziehe. So muss ich mich jetzt erst recht verbinden. Voll und ganz mit meinem ganzen Wesen, um diesen Akt von einer Stunde zu absolvieren. Und zwar aus dem Grunde, weil dieser Rhythmus von einer Stunde eben der Willensrhythmus des Menschen ist. Der Mensch hat ja seinen Ich-Rhythmus. Also sein eigenes Wesen ist man 24 Stunden am Tag. Das ist also der Tag, zwölf Stunden, zwölf Stunden Nacht. Das sind die 24 Stunden. Da erlebt der Mensch sich in seinem Ich, wachend und schlafend. Und wenn Sie ein Zwölftel des Tagesbewusstseins nehmen, dann haben Sie eine Stunde. Und diese Stunde ist ein Rhythmus, ein bedeutender Rhythmus. Der übrigens in Pädagogik auch eine Rolle spielt. Die eine Unterrichtsstunde, seit eh und je. Immer auch mit der kleinen Pause dazwischen, die gehört dazu. Und so rühren wir eine Stunde unseren Rhythmus, meinen Rhythmus. Ich rühre anders als mein Nachbar. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus. Aber er ist insofern festgelegt, als es eine Stunde ist. Aber wie er diese Stunde erfüllt, das hängt ganz von dem... Von der Art, wie man sozusagen geistig, seelisch beschaffen ist als Mensch. Der Phlegmatiker rührt ein bisschen anders als der Choleriker. Das kann man immer beobachten. Oder ein Kliniker. Also jeder Mensch rührt seinen Rhythmus in das Fass. Und das ist auch prägend, wie man sich jetzt damit verbindet. Insofern kommt also jede fremde Form, den Rührprozess in irgendeiner Weise der Maschine... An die Maschine zu delegieren oder an die (unv.) ganz und gar... Kommt überhaupt nicht in Frage. Wenn man sich das einmal klargemacht hat. Und ich kann Ihnen sagen, als wir hier auf dem Dottenfelderhof angefangen haben, 68, als Betriebsgemeinschaft... Wir waren fünf Familien. Und wir haben gesagt, alles können wir machen hier. Wir können den ganzen Hof durchmechanisierung, wenn es denn irgendwie notwendig wäre. Eines nicht, das Rühren. Das ist also noli me tangere. Sondern das ist die Sache des Menschen. Da muss er sich sozusagen mit diesem Prozess selber innerlich verbinden und Erfahrungen machen. Und dann kann er auch allmählich merken, dass er nicht ständig auf die Uhr guckt: Wann ist das endlich... Die Stunde rum? Sondern dann merkt er allmählich dann, wenn er genügend mal gerührt hat, auch hintereinander weg, wann eine Stunde rum ist. Und in dem Maße, als das der Fall ist, merkt man, man ist in seinem eigenen Rhythmus bewusstseinsmäßig angekommen. Das liegt heute so scheinbar so fernab vom Bewusstsein der Menschen. Und wir müssen uns erst wieder durch mühsames Üben dahin bringen, das langsam zu kapieren, was da eigentlich damit verbunden ist. So, jetzt haben wir das Ding gerührt, eine Stunde. Und jetzt wird es der nächste Vorgang der, dass das Wässrige über die Luft verfrachtet wird, indem diese ganze Flüssigkeit hier aufgelöst wird in Tröpfchen, die da ausgespritzt werden über die Luft. Das ist nur ein Moment, wo die Teilchen... Wo das durch die Luft fliegt. Aber der Tropfen ist ja wiederum eine ganz besondere Bildung, weil die nämlich zu einer Kugel abschließt, mit einer Haut. Das ist die Oberflächenspannung des Wassers, in seiner Haut. Und der ganze gegenwärtige Kosmos... Und das war ja alles vergangener Kosmos. Aber der gegenwartige... Jetzt in dem Moment, wo ich es herausspritze, hat die Sonne eine bestimmte Stellung am Himmel, die Planeten, eine bestimmte Stellung am Himmel. Alles ist in diesem Augenblick... Ist den Kräften der Welt ausgesetzt. Und so fliegen diese Tröpfchen da raus. Auch das muss man ins Auge fassen. Dass das Ausspritzen nicht einfach nur so eine... Na ja, man muss es ja irgendwie verteilen, auf das Feld, auf die Pflanzen. Also diese Auflösung über die Luft, das Element der Luft, die Tropflieferungen. Und dann schließlich landet das hier irgendwo auf meinem Boden. Fällt hier ein Tröpfchen hin, da ein Tröpfchen hin, hier sogar. Beim Hornmist-Präparat ein (unv.) Wenn man hinguckt, dann wird punktuell da, da und da die Erde ein bisschen feucht und schon hat es die Sonne weggeleckt. Oder es ist aufgenommen vom Erdreich. Daran können Sie erkennen, dass das keine Ursache, Wirkung im äußeren stofflichen Sinne sind. Sondern es geht hier wirklich darum, dass hier ich über Tage auf diesem Wege von der festen Substanz über die wässrige bis zur Wärme hin... Dass ich hier eins war, die Kräftewelt, die hier inauguriert worden sind. Jetzt wieder zurückführe in einen Wärme-Zustand hier im Boden. Der Boden darf nicht zu kalt sein. Um jetzt hier in Tröpfchen-Form zu landen und hier im Erdreich bestimmte Wirkungen auszulösen. Und diese Wirkungen beziehen sich in Bezug, insbesondere in Bezug auf die Wurzel. Das ist das Faszinierende des Hornmist-Präparates. Dass es ein Ausgangspunkt der Sommersubstanz am Ausgangspunkt ist. Also in die allgemeine Mumifizierung aufgeht. Und jetzt reiße ich es hier aus diesem Zusammenhang heraus, gestalte sie vollständig um, über diese vier Stufen. Und wende sie an. Und dieser Hornmist jetzt als Kräftedünger wirkt jetzt auf den Kopfpol der landwirtschaftlichen Individualität. Es ist im eminentesten Sinne ein Kopfdünger, ein Sommer, eine Sommersubstanz wird zum Kopfdünger, der Winterkräfte konserviert hat. Und jetzt im Wesentlichen die Sinnesfähigkeit der Wurzeln gegenüber dem Erdreich... Und die Wurzel ist eine Art Sinnesorgan der Pflanze gegenüber dem Erdreich. Diese Sinnesfähigkeit zu entwickeln. Die Pflanze immer sinnesfähiger zu machen. Jetzt stellen Sie sich mal vor, was das für Konsequenzen hat, wenn man das mal wirklich weiterdenkt. Dass selbstverständlich das nur sinnvoll ist, wenn man auch das eigene Saatgut auf dem Hof hält. Weil das Saatgut dann alles dasjenige wirklich konserviert und in sich aufgenommen hat, was diese Prozesse sind. Wenn diese Pflanze Saatgut bildet, dann dadurch, dass die Wurzel diese Einflüsse aufgenommen hat. Dann überträgt sich das auf die nächste Generation, auf die nächste Generation, auf die nächste Generation. Deswegen ist es so wichtig, gerade die Saatgutfrage ständig einzubeziehen, in die ganzen täglichen Aufgaben, vor denen man steht. Und wenn jetzt hier wieder der Spross heraufwächst und da seine Blätter ausbildet, dann spritzen wir das Hornkiesel-Präparat... 501, 500, so werden wir abgekürzt, bezeichnet. Das Hornkiesel-Präparat auf das Grünen der Pflanze, auf die Blätter. Und was haben wir da? Da haben wir keinen Winterdünger mehr. Sondern wir haben einen Sommerdünger, wo wir mit Sommerkräften über den Kiesel jetzt den Nicht-Stoffwechsel der Pflanze aktivieren. Also gerade das, was die Pflanze vom Kosmos her empfängt, das ist durch eine ursprüngliche Wintersubstanz, die total verwandelt ist, zu einem Sommerdünger geworden. Wenn ich jetzt auf die wachsende Pflanze über der Erde, in Luft und Wärme, da aussprühe. Und was vorher eine Sommersubstanz war und total verändert, verwandelt, wird jetzt zu einer Wintersubstanz, in Bezug auf den Kopfpol der Pflanze. Und fördert die Sinnesfähigkeit der Wurzel. Wenn Sie das jetzt... Das ist jetzt alles hier rasant gesprochen. Aber wenn es wenigstens mal eine Anregung ist, dass man versucht, sich in die Dinge so rein zu denken, dass man... Man muss es machen. Man muss es wirklich machen. Das ist das Allerwichtigste. Ich muss mich üben, dass das... Dass ich der sachgerecht handhaben kann, den Rühr-Prozess, die ganze Herstellung. Ich muss die Wahrnehmung haben, das Horn und das gesellige Zusammensein beim Rühren. Das habe ich übrigens ganz vergessen zu sagen. Es ist nicht möglich. Nicht alleine rühren, sondern immer zu mehreren. Und das ist ein soziales Phänomen, das ganze Rühren. Wenn man nämlich alleine ist, kann man mal... Wenn man forschend mit der Sache umgeht, kann man das mal machen. Aber so im Betrieb sollte eigentlich immer... Wir haben das so eingerichtet, dass wir immer zu dritt rühren, immer zu dritt. Und besser ist es, wenn man zu zehnt, 13, 15 ist. Vielleicht nur kleinere Gefäße. Und dann von Hand. Da braucht man gar keinen Besen. Ich möchte sagen, das schafft überhaupt eine soziale Lebendigkeit auf den Höfen. Dass wir diese Arbeiten möglichst mit viel... Dass er viele Menschenhände Bewusstseine, Fähigkeiten sich damit verbinden. Und wenn man versucht, das jetzt von A bis Z... Das ist ein ewig langer, langer Prozess eigentlich. Einer ständigen Verwandlung. Und bei jedem Präparat anders. Wenn man sich da hineinlebt, hineindenkt. Das ganze Jahr hindurch ist man irgendwo beschäftigt mit der Sache.  Und das mit anderen Menschen teilt. Dann entsteht ein neues soziales Bewusstsein in der Landwirtschaft, das garantiere ich Ihnen. Die größten Probleme in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und generell natürlich in der Welt heute ist die soziale Frage. Die Umweltfrage natürlich. Gut, gut, gut, gut. Aber das eigentlich Drängende ist: Wie können wir überhaupt wieder ein soziales Bewusstsein entwickeln? Dass wir nicht jetzt nur als Einzelner isoliert irgendwas machen. Sondern dass wir ein Feld von Aktivität haben, wo Menschen sich beteiligen können und wo das dann überhaupt erst so ein bisschen so etwas zu einem künstlerischen Prozess werden kann. Die Herstellung und Anwendung der Präparate. Es ging jetzt alles ein bisschen hopp, hopp. Und man kann es also wirklich im Detail noch viel ausführlicher darstellen. Und man könnte jetzt für jedes einzelne Präparat, das Schafgarben-Präparat, das Kamillen-Präparat, ganz anders, wiederum das Brennnessel-Präparat, schon wieder anders. Aber immer demselben Prinzip folgend, dass Blütensubstanz, Pflanzensubstanz mit tierischer Organhülle, den Elementen des Irdischen übergeben, im Rhythmus des Jahreslauf. Das ist das Grundprinzip. Und da wird man genügend Gelegenheit haben, sich so reinzuleben, und das in Gemeinschaft, dass daraus eigentlich die biologisch-dynamische Landwirtschaft erst lebendig wird. Also dann wird sie wirklich so, dass man... Dass es nicht mehr eine Last ist, dass die Arbeit keine Last mehr ist. Sondern dass es Freude macht. Dass ich das, was ich genannt habe, den Begriff Durchfreuung... Dass ich wirklich die Arbeit durchfreue. Aber das geht von mir aus, dass sie nicht aus Last ist, dass sie nicht die Erledigungsarbeit ist. Dazu können die Präparate wirklich einem verhelfen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen also jetzt, wenn Sie wieder in die Praxis zurückkehren, dass Sie ein bisschen eingedenk sind solcher Gedanken und möglichst irgendwo sehen, dass Sie selbstständig forschen, daran anknüpfen. Was ich sage, ist... Sage ich. Aber was Sie sagen, müssen Sie sagen eines Tages, aus ihren Erfahrungen heraus. Und dann merken Sie allmählich, dass das kein Unsinn ist, was der Klett hier gerade gesagt hat. Ich sage es anders, und trotzdem ist es dieselbe Wahrheit. Das ist das Wunderbare, dass man das entdecken kann. Jeder hat seine Wahrheit und es ist am Ende doch dieselbe, wie der Goethe das ausdrückt. Das hat der Goethe mal so ausgedrückt: &amp;quot;Jeder hat seine eigene, individuelle Wahrheit.&amp;quot; Wenn er sich wirklich bemüht im Leben selbstverständlich. Und am Ende ist es dann doch dieselbige. Und das ist das Wunderbare, was man gerade im biologisch-dynamischen Landbau erleben kann. Es ist so individuell. So, wie die landwirtschaftliche Individualität ein individuelles Unternehmen ist, im höchsten Grade, so ist auch... Wird der Mensch immer individueller. Und je individueller er wird, desto gemeinschaftsfähiger wird er. Es ist eine unglaubliche Geschichte. Ich muss individuell werden, um gemeinschaftsfähig zu werden. Wenn ich das im Vorfeld... Gemeinschaft glaube, ich könnte einfach so ein bisschen Gemeinschaft hervorzaubern, auf der seelischen Ebene, dann platzt das übermorgen. Aber wenn ich mich eintauche in solche Gedankengänge und mich übend im täglichen Arbeitauflauf und immer aufmerksam bei der Sache bin, dann entsteht wirklich eine Kommunikation unter Menschen, wo man sich, so gegensätzlich man sein mag als Mensch, von Mensch zu Mensch... Es sind Versöhnungskräfte, die von so einer Sache ausgehen. Versöhnungskräfte von Mensch zu Mensch. Die brauchen wir heute im Sozialen. Ja. Entschuldigung. Ich habe meine Zeit mal wieder überzogen. Ich wünsche Ihnen für Ihre weitere Tätigkeit alles Gute. Bleiben Sie bei der Sache. Das ist genau, was mein Hauptwunsch wäre. Also. Dankeschön. &lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:17:13Z</updated>

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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:00:42] Ja, einen schönen guten Morgen wünsche ich. Wir wollen ja noch mal unser Thema fortsetzen in Bezug auf die Konzeption des Betriebsrganismus in der Landwirtschaft und dessen Gestaltung. Das ist ja eine der zentralen Fragen überhaupt heute in der Landwirtschaft: Wie gestalte ich meinen Hof? Was sind die Kriterien? Und da hat man den Eindruck, wir leben in einer durchaus pluralistischen Gesellschaft, wo jeder seinen eigenen Gedanken nachhängt und meint, also mehr in diese Richtung. Und der geht in diese Richtung. Also alle möglichen Einseitigkeiten, Pluralismen. Und man lässt sich dann auch am Ende dann doch ungeheuer stark vom Markt bestimmen. Und macht da eine reine Marktorientierung in seiner Landwirtschaft. Und vergisst eigentlich den Impuls aus dem man heraus handelt, handeln will, als biologisch-dynamischer Landwirt. Und deswegen eben jetzt diese Betrachtung. Welche Kriterien müssen wir aufsuchen, um den Organismusgedanken in uns zu fassen, präsent zu haben in der täglichen Arbeit? Und darauf kommt es an. Dass man nicht irgendwann mal, was man sich so klar gemacht hat... Und die üblichen... Die Arbeit läuft routinemäßig irgendwie sonst weiter. Sondern dass man eigentlich in der Landwirtschaft so drinsteht, dass man in jedem Augenblick das Bild, was man innerlich befeuert, was einen innerlich motiviert... Dass man dieses Bild präsent hat in aller Arbeit. Da komme ich vielleicht nachher noch mal kurz drauf zurück. Jedenfalls bewundere ich hier zunächst mal diese Umgrenzung unseres Organismus. Ein Kunstwerk. Man könnte natürlich das jetzt noch mal metamorphosieren, dieses Kunstwerk. Da habe ich heute leider und morgen keine Zeit mehr dafür. Wie tatsächlich das in gewissem Sinne ausstrahlt, nach allen Richtungen, im Hinblick auf das soziale Umfeld, in dem der landwirtschaftliche Betrieb darin steht. Also man kann das mal zunächst mal als eine Symbolisierung dieser Tatsache nehmen, dass jeder landwirtschaftliche Betrieb ja nicht irgendwo isoliert in der Landschaft steht, sondern korrespondiert mit dem sozialen Umfeld über die Vermarktung. Aber das ist ja nur ein zarter Bereich. Sondern eigentlich muss eigentlich ein landwirtschaftlicher Betrieb mehr und mehr vom Umfeld so aufgefasst werden, dass man sagt: &amp;quot;Ich will, dass du das so machst auf deinem Hof. Ich will nicht nur bei dir kaufen. Sondern ich will, dass du das an meiner Stelle... Ich bin kein Landwirt&amp;quot;, würde er sagen. &amp;quot;Und so delegiere ich sozusagen mein Ideal, was ich auch habe... Delegiere an dich, dass du das für mich ausführst.&amp;quot; Das wäre eine zukünftige Haltung der Gesellschaft gegenüber der Landwirtschaft. Dass die Gesellschaft kapiert, dass die Landwirtschaft nicht ein Privatunternehmen ist, der Selbstverwirklichung etwa, sondern ein gesellschaftliches Unternehmen ist. Die Pflege der Erde, wo wir alle drin die Luft atmen, wo wir alle sozusagen unser Leben drin verbringen. Und da besteht eine Gesamtverantwortung. Und wir müssen irgendwie sehen, dass wir so korrespondieren mit unserer Umwelt, dass dem Menschen mehr und mehr bewusst wird: &amp;quot;Ich delegiere sozusagen meine Verantwortung an den, der es jetzt macht, den Bauern, den Landwirt.&amp;quot; Das ist eine völlig neue Sichtweise, die sich da sozial ergibt. Die selbstverständlich irgendwo auch aufblüht. Ganz hart. In den sogenannten CSAs, also in der sogenannten solidarischen Landwirtschaft heutzutage. Wo anfänglich sozusagen das Gespräch zwischen Umkreis und Hof selber... Zunächst natürlich auf der Vermarktungsebene. Aber das muss sich immer mehr steigern, bis auf den den geistigen Impuls selbst. Nun also, wir waren in unserer Betrachtung dahin gekommen, dass wir versucht haben, den Organismus aufzubauen auf dem Hintergrund dessen, wie der menschliche Organismus aufgebaut ist. In eine physische Organisation, in eine Lebensorganisation und eine Seelenorganisation. Und jede dieser Organisationen trägt ihrerseits etwas dazu bei, dass das wirklich eine Ganzheit wird. Und das kann man im Einzelnen ja dann auch beschreiben. Welchen Beitrag der physische Leib in seinen Gesetzen und seinen Stoffen und Kräften beiträgt. Was dann die Pflanzenwelt bedeutet, im Hinblick auf die Offenbarung des Lebensleibes, der Lebensorganisation, die selber übersinnlich ist, aber eben in die Erscheinung tritt, in der Pflanzenwelt. Und was damit alles im Zusammenhng... Dass das alles auf der Basis der Vielfalt beruht, der Mannigfaltigkeit. Das Lebendige. Also jede Vereinseitigung in einem Betrieb, bedeutet eine Verarmung. In Bezug auf die Kräfte der Gesundung eines Landes, eines Organismus. Der basiert im Wesentlichen auf der Vielfalt, der vielfältigen Durchgestaltung des Lebensleibes eines Hofes. Und das dritte war dann eben der Seelenleib, wo wir dann uns befasst haben. Das letzte mal mit der Wildfauna und der Haustierfauna und deren Beitrag. Und jede einzelne Tierart, ob Schädling oder Nützling... Diesen Begriff möchte ich gar nicht eigentlich nutzen, erwähnen. Jede Tierart, egal wie, trägt dazu bei, dass die seelische Atmosphäre eines landwirtschaftlichen Betriebes fühlbar wird. Dass sie wahrnehmbar wird, dass man, wenn man im Umgang mit den Tieren und mit seinem Bewusstsein... Wachhält in Bezug auf das: Was macht jetzt eigentlich dieser Vogel da in der Luft? Oder was ist jenes Insekt, das da fliegt, gerade die Blüte bestäubt? Wenn ich mich da versuche hineinzuleben, dann kann ich nicht nur etwas denken, sondern ich kann es auch fühlen, kann mit meinem ganzen tieferen Empfinden... Kann teilnehmen an diesem geheimnisvollen Geschehen. Das ist die Wildfauna. Während bei der Haustierfauna ist es ja so, dass die ganz in die Hände des Menschen gelegt ist. Die Haustiere heißen nicht umsonst Haustiere. Und den Begriff Nutztiere, den sollte man vergessen. Sie sind einfach in der Pflege des Händen der Menschen. Sie können gar nicht für sich existieren. Sie sind absolut abhängig vom Menschen. Das wilde Tier flüchtet den Menschen. Das Haustier sucht den Menschen. Und insofern tragen wir eine doppelte und dreifache Verantwortung gegenüber den Haustieren, als gegenüber den Wildtieren, weil sie sich in diese Abhängigkeit begeben haben. Sie bedürfen der Haltung, der Fütterung, der Pflege und der möglicherweise Züchtung im einem höheren Sinne, um eben immer mehr... Oder um Haustiere bleiben zu können. Sonst irgendwo verwildern sie oder sie verkommen. Eigentlich muss man sagen, in der Massentierhaltung heute verkommen die Tiere regelrecht. So, und jetzt haben wir uns ja zuletzt mit den Wiederkäuern befasst und da uns konzentriert auf das Rind, die Kuh, die Königin aller Haustiere. Und haben dann jetzt versucht, hinzuschauen auf das, was die Kuh, was das Rind eigentlich macht. Denn das ist ja gerade der Ausdruck der spezifischen Seelenkonfiguration beim Rind. Dass man immer die Frage stellt: Was macht ein Tier? Wie äußert es sich nach außen, in seine Tätigkeit? Das ist ein Ausdruck dessen, was da innerlich und übersinnlich wirksam ist in der Gestaltung der ganzen Leiblichkeit des Organismus. Eine Abgrenzung nach außen und eine Gliederung in Organe. Das charakterisiert jedes Tier. Und jetzt, wenn man sich mit dem Rind befasst im Hinblick auf seine Funktion im Organismus der Landwirtschaft, dann ist es ja diese, dass es ein Verdauungstier ist. Es macht eigentlich nichts anderes, als dass es verdaut. Das ist seine Tätigkeit. Seine Tätigkeit ist nicht nach außen gerichtet wie beim Pferd. Sondern die Tätigkeit der Kuh ist eigentlich ganz und gar sozusagen introvertiert. Nach innen gerichtet. Das ist ein introvertiertes Wsen, das Rind, die Kuh. Und man sieht es ja auch an dem ganzen Gehabe des Tieres an, dass es eigentlich mehr träumend sozusagen sich da so die Welt bewegt. Und dann haben wir zuletzt noch kurz hingeschaut, wie die Kühe fressen und was sie fressen. Die fressen alles das, was noch relativ im Vegetativen verharrt, nämlich Stängel und Blatt. Das ist eigentlich ihr Futter. Alles, bevor es zur Blüte kommt, also diese Stängel und Blatt, das ist das Futter der Wiederkäuer generell, aber der Rinder ganz besonders. Und wir haben gesehen, dass das Rind also relativ schnell, rasch das Futter aufnimmt und auch einspeichelt. Und nach wenigen Wiederkau-Akten, nicht Kau-Akten, abschluckt und dann verschwindet es da unten schon im vollkommenen Unterbewusstsein, unterhalb dem Zwerchfell in diesem riesen Pansen. Und jetzt waren wir ja geendet am Mittwoch, indem wir gesagt haben, das, was da im Pansen sich abspielt an Gärungsvorgängen... Und das ist eine richtige Gärkammer. Also unter anaeroben Verhältnissen findet dort eine Gärung statt, mit Mikroben. Das sind so kleine Wimpertierchen, die millionenfach da in dem Pansen tätig sind, und Bakterien. Und die bauen jetzt schon die leicht verdauliche Substanz ab, resorbieren sogar schon Abbauprodukte durch die Pansenwand ins Blut. Aber die Masse ist ja eine sehr rohfaserreiche Masse, die das Rind aufnimmt. Das ist ja gerade das Besondere der Wiederkäuer, dass sie in der Lage sind, Rohfaser, also kohlenstoffreiche Verbindungen aufzulösen. Und dieser Auflösungsvorgang oder, sagen wir mal, Zersetzungsvorgang findet eben im Pansen vor allen Dingen statt, gesteuert von der Kuh. Durch abbauende Bakterien und diesen Wimpertierchen. Protozoen sind das, Einzeller. Die bauen ab und bauen ab und bauen ab. Aber unter der Regie der Kuh, die steuert das, wie der Regenwurm in seinem Darm, den ganzen Prozess des Abbaus der organischen Substanz. Steuert und verbindet mit Ton, Tonmineralien. Und dadurch dieser wunderbare, krümelige Boden entsteht, durch die Regenwurmtätigkeit so. Das geht aber... Das findet auch statt eben im Pansen der Kuh. Durch diesen Aufschluss der zellulosereichen Nahrung wird also jetzt diese sehr schwer verdauliche Nahrung aufbereitet und dann aber nicht irgendwie weitergeführt. Direkt, dann irgendwo in den Darm, also in den Drüsenmagen und dann in den Darm. Sondern, nein, sie wird wieder zurückgeholt, von unten nach oben, durch das Zwerchfell hindurch, durch die Speiseröhre, durch ins Maul. Und wird noch einmal mechanisch im Wiederkau-Akt, immer weiter zerkleinert und intensiv eingespeichelt. Und auf diesen Moment möchte ich noch mal mein Augenmerk lenken, den Wiederkau-Akt. Also da müssen Sie sich mal eine Kuh anschauen, wenn sie wiederkaut. Wie die Kuh da aussieht. Da verändert sich das ganze Gesicht der Kuh. Man muss da wirklich von einem Gesicht sprechen. Also nicht nur die Augen verändern sich, der Blick verändert sich, sondern der die ganze Kopfhaut. Hat man den Eindruck, die spannt sich förmlich. Also man hat den Eindruck, die ganze Kuh ist jetzt mit dem Kuh-Bewusstsein vollständig in dieser Wiederkau-Tätigkeit engagiert. Der Blick verändert sich. Schauen Sie mal einer Kuh ins Auge, wenn sie frisst oder irgendwie so sich irgendwo herum bewegt oder da steht. Schauen Sie der mal in die Augen. Dann werden sie sehen, da sind diese riesen Kulleraugen. Da schauen Sie,wie in einem Brunnen. Bläulich die Farbe. Das isr dann so ganz bläulich, wie wenn man in ein blaues Wasser, ein lichtdurchschienenes Wasser hineinschaut. So bläulich, aber ich möchte sagen, so, dass es wie ein tiefer Brunnen eigentlich einem erscheint. Und jetzt fängt die an, wiederzukauen. Und da ist der gesamte Blick der Kuh verändert. Von einer unglaublichen Konzentration, die da sich in diesem Blick äußert, im gesamten Gesicht, wie gesagt, um die Augen herum. Alles verändert sich. Und da fragt man sich wirklich: Was vollzieht sich jetzt da eigentlich in der Kuh, dass ihr ganzes Wesen in diesen Prozess des Wiedererkennens wie aufgeht, vollständig involviert ist? Und ich meine, ein Verständnis kann man dazu gewinnen, wenn man das mehrfach mal anguckt, so eine Kuh wirklich beim Wiederkau-Akt. Dass da die Kuh jetzt erst wirklich anfängt, sich voll bewusst zu werden, was sie da eigentlich gefressen hat. Das ist natürlich schon vorher. Sie wählt ja sehr deutlich aus. Aber jetzt analysiert sie das Futter, im Wiederkau-Akt. Speichelt das ständig intensiv ein. Und mahlt da hin und her. Und es hängt jetzt von der Art des Futters ab, wie rohfaserreich es ist, wie häufig diese Kauschläge sind, also Wiederkauschläge sind. Ja, was? Auf was konzentriert die sich da eigentlich? Das ist nämlich so, wie wenn sie denken würde. Wenn man einen Menschen mal beobachtet, wenn er denkt, dann kommt er innerlich vollkommen zur Ruhe und er konzentriert sich. Und dann versucht er, eine Lösung gedanklich zu finden. Kann ich das verstehen, was ich da jetzt zum Gegenstand meiner Betrachtung habe? Und wenn man mal unter diesem Gesichtspunkt die Kuh betrachtet, dann muss man sagen, die Kuh, indem sie jetzt wiederkaut, nimmt sich ja die ganze Stoffmasse der Pflanze, diese riesen Massen, auseinander. Zerkleinert sie systematisch. Und sie mahlt es ja förmlich und nimmt es also wie gesagt auseinander. Und entwickelt daran ihre Wahrnehmung. Das müssen Sie sich mal... Versuchen Sie, so was mal ins Bild zu bringen. Die braucht ihre Augen eigentlich gar nicht. Und auch ihre Ohren nicht. Die müssen die Fliegen da immer wieder wegbewegen oder so. Also die eigentliche Aktivität der Kuh in Bezug auf die Sinneswahrnehmung vollzieht sich im Wiederkauen. Dieser ungeheuren Konzentration auf das, was sie jetzt auseinandernimmt an Nahrung und dabei etwas analysiert. Die Kuh, analysiert jetzt ihr Futter. Und da gibt es einen wunderschönen Ausspruch von Rudolf Steiner im landwirtschaftlichen Kurs, und zwar der Vortrag, dass da sich eine kosmisch-qualitative Analyse vollzieht. Es ist ein wunderbarer Ausdruck, eine kosmisch-qualitative. Keine quantitative. Eine qualitative Analyse also, wo die Kuh gleichsam die Eigenschaften dessen prüft, was sie da jetzt gefressen hat. Und diese Eigenschaften sind das Ergebnis eines lebendigen Vorganges das Wachstum der Pflanzen das ganze Jahr hindurch. Der ganze Kosmos, die Sonneneinstrahlung, die ganzen Planeteneinstrahlungen, was nur irgendwie lebenschaffend wirkt, hat sich ja verdichtet. In der Pflanzensubstanz, in der Struktur der Pflanzen, in der Eiweißstruktur, in der Kohlenhydratstruktur, im aufbau der Gerüstsubstanzen hat sich das ja alles verdichtet. Und jetzt nimmt die Kuh das auseinander und guckt dazwischen. Und ihre Wahrnehmung ist eigentlich eine, die wir nicht können. Die wir nicht können. Wir sehen immer nur auf die Oberfläche, wenn wir wahrnehmen als Menschen. Wir sehen immer nur Gegenständliches in der äußersten Oberfläche. Und wenn wir prüfen wollen, was drin ist, dann ist es wieder eine Oberfläche. Wenn wir ein Stein verstehen wollen, was ein Stein ist... Das ist mir in meiner Jugend so gegangen. Ich habe immer gefragt: Was ist in dem Stein drin? Dann habe ich einen Hammer genommen, habe draufgekloppt, da waren es zwei Steine und wieder zwei Oberflächen. Hat mir auch keinen Einblick gewährt in das, was eigentlich in dem Stein innewohnt. Und so ist es. Die Kuh ist aber in der Lage, jetzt die Pflanzen so auseinanderzunehmen, dass sie tatsächlich das wahrnimmt, was die Pflanzen während dieser Wachstumszeit, der Vegetationszeit aufgebaut haben. Und das sind die Lebenskräfte. Sie hat ja unmittelbare Wahrnehmung im Wiederkau-Akt. Da fängt es an, ganz intensiv, dass sie eigentlich wahrnimmt: Was hat jetzt die Pflanzen im Laufe eines Vegetationsjahres strukturiert, kosmisch strukturiert? Jede Pflanze hat ein anderes Eiweiß, eine Eiweiß-Struktur und anders... Ob es nun die unteren Blätter sind, oder ob es die oberen Blätter sind. Oder gar die Blüte ist, der Stängel ist. Also überall ist das Eiweiß verschieden strukturiert. Ja. Was ist das? Was drückt das aus? Und das analysiert eigentlich das Rind. Das ist der übersinnliche Vorgang. Daher kosmisch-qualitative Analyse. Also es ist etwas, was sich hereingebildet hat in den Kosmos, in das Pflanzenwachstum. Das wird jetzt auseinandergenommen. Und die Kuhn hat da Wahrnehmungen, nämlich sie ist ein beseeltes Wesen. Kann also diese Wahrnehmungen irgendwo in sich verarbeiten. Also da muss man sich einfach mal wahrnehmend beobachten, selber sich ein Bild machen von dem, was da sich eigentlich als Tätigkeit in der Kuh vollzieht. Und jetzt ist die große Frage. Da werden Bildekräfte frei. Die Bildekräfte, die die Pflanzen aufgebaut haben, die werden alle frei, durch dieses Auseinandernehmen. Also die ganze Zellulosesubstanz wird alles auseinandergenommen, zermahlen. Und da werden diese Kräfte frei, die da jetzt sich gebunden haben, im Verlaufe des Vegetationsjahres, in der Pflanzensubstanz. Und darauf richtet sich die Wahrnehmung der Kuh. Das empfindet sie, das hebt sie. Das, was da rein ätherisch, lebendig, sozusagen in diesem Verdauungsakt jetzt frei wird, das hebt sie sozusagen auf die Stufe ihres eigenen seelischen Wesens. Das ist ein Wahrnehmungsvorgang. Das empfindet sie. Was macht sie jetzt mit diesem Kräftepotenzial? Ungeheure Massen, was eine Kuh so frisst. Und das alles auseinandernimmt, das ist fest. Alles, was da das ganze Jahr hindurch aufbauend auf die Pflanzensubstanz gewirkt hat, das wird jetzt plötzlich frei in diesem Verdauungsakt. Und jetzt ist das... Da füllt es den ganzen riesen Leib der Kuh aus, möchte ich mal sagen. Das Ergebnis dieser Analyse. Was macht die damit? Das ist eine große Frage. Natürlich, die Kuh ist ja ein Wesen, was nicht gerade sehr furchtbar nach außen intelligent erscheint. Also mit ihrem träumenden Bewusstsein, dass sie da ständig den Kopf da... Mit dem Flotzmaul da im Gras herumwühlt. Sondern ihre eigentliche Intelligenz entfaltet sie in ihrem Innern. Sie ist hochintelligent, hoch, höchst intelligent, in Bezug auf diese Fähigkeit der Stoffanalyse. Und die Ergebnisse dieser Fähigkeit kann die Kuh nicht in einen Gedanken verwandeln. Der Mensch kann das. Der kann das in einen Gedanken verwandeln. Der kann aus den Lebensprozessen... Kann die sozusagen ihr Bewusstsein so absterben lassen, dass das, was dem innewohnt, dem Lebendigen... Dass das in der Gedankenfähigkeit, Tätigkeit des Menschen aufglimmt, aufleuchtet. Die Kuh hat kein Ich. Sie ist nur ein Seelenwesen. Sodass sie eigentlich ein sehr hohes Bewusstsein eigentlich entwickeln könnte. Ich habe mal, ich entsinne mich gerade, bei Emerson... Das war ein amerikanischer Dichter im 19. Jahrhundert. Der ein großer Goethe-Freund war und auch mit dem Hermann Grimm sehr eng verbunden war. Und der hat sich sehr auch mit der Kuh... Er hat die beobachtet, was das eigentlich für ein Wesen ist. Er hat gesagt, eigentlich, wenn man so eine Kuh so anschaut, beim Wiederkauen, da müsste man meinen, die könnte denken. Aber sie kann es nicht. Sie kann nicht diesen Prozess, den der Mensch jetzt in seinem Wachbewusstsein, Kraft seines Ich, erheben kann. Und daraus jetzt sozusagen in einem höheren Sinne den weisheitsvollen Zusammenhang denken kann. Das kann die Kuh nicht, obwohl sie nahe dran ist. Sondern sie muss eigentlich drauf verzichten. Und wenn man das ganze Wesen der Kuh versucht, sich ins Bild zu bringen, muss man sagen, sie ist von A bis Z ein Verzichtswesen. Sie verzichtet auf alles das, was sie da eigentlich erleben kann. Augenblicklich. Es sind immer nur Augenblicke. Die Kuh kann keine Empfindung festhalten. Kein Tier kann das. Sondern sie muss immer wieder neu diese Empfindungen sozusagen in ihr wachgerufen werden. Und so verbraucht die Kuh einen Teil dieser freiwerdenden Bildekräfte einerseits für ihr Bewusstsein. Sie bewegt sich ja, sie muss ja sozusagen irgendwo ihre Leiblichkeit unterhalten. Sie braucht natürlich einen Großteil dieser Kräfte, um die Milch zu bilden, diesen ungeheuren Überschuss, der weit mehr ist als das, was die Kälberfütterung je braucht. Und da bleibt immer noch ein riesen Überschuss übrig. Was macht die jetzt mit diesen Kräften? Die sind eigentlich frei geworden in Bildekräften des Pflanzenwachstums, aber von ihr durchseelt. Von ihr belebt und beseelt. Was macht die damit? Sie muss darauf verzichten. Diese Kräfte gehen raus über den Verdauungsstrom und werden ausgeschieden. Und das Produkt ist der Kuhmist. Das Produkt ist der Kuhmist, der diese Überschusskräfte, die die Kuh nicht verbraucht hat, im Zuge ihrer eigenen Verdauung jetzt enthält. Und das verleiht dem Kuhdünger die eigentliche Düngerkraft. Der Kuhmist ist nicht ein Stoffdünger, wie man immer meint. Das kann man ja analysieren. 0,5 %, 0,4 bis 0,5 % Stickstoff und so und so die Phosphorsäure, Kalium. Unterscheidet sich nicht wesentlich von anderen. Nicht der quantitative Aspekt ist maßgeblich, sondern der qualitative, die qualitative, kosmische Analyse. Da werden die Kräfte freigesetzt und jetzt gebunden in diesem Dünger, der die Kuh verlässt. Und durch diesen Dünger... Oder diesem Dünger die Düngekraft verleiht. Er ist ein echter Kräftedünger. Den Begriff gibt es heute nicht. In keiner Literatur finden wir den irgendwo. Weil man keine Ahnung hat, was Kräfte sind. Weil das ist so schwierig, sich klar zu machen: Was ist eigntlich eine Kraft? Ich weiß nicht, ob ich es schon angedeutet habe. Ich kann nicht wissen, was eine Kraft ist. Mit meinem normalen Verstandesdenken. Und es muss auch jeder Physiker einem zugestehen: Wir wissen nicht, was Kräfte sind. Und weil wir Angst haben, den Kraftbegriff überhaupt als solchen auszudrücken, nennen wir es Energie. Aber das ist nur ein anderes Wort. Das besagt gar nichts. Man weiß es nicht. Man weiß effektiv nicht, was es ist. Man versuchte dann immer dahinterzukommen, indem man es wieder stofflich fasst, in Form von Atomen, von Elektronen, in Form von Protonen und den ganzen Elementarteilchen. Man meint immer, man könne es doch noch irgendwie körperhaft fassen, was Energie ist. Und am Ende löst sich alles auf in der Quantenphysik, in ein Nichts. Es gibt keinen Stoff, keinen Körper im Raum. In diesem Sinne. Der die letzte Einheit allen Daseins wäre. Das gibt es eben nicht. Das weist die Quantenphysik nach. Es löst sich alles in Kräfte auf. In Energie, würde man heute sagen. Und ja, im Grunde genommen bereitet aus dem Lebendigen, aus der beseelten Natur... Bereitet die Kuh einen Dünger vor, der, je nachdem, wie ich die Kuh füttere, wie ich sie halte, wie sie pflege, wie ich mit ihr umgehe, einen Dünger zubereitet, der mehr oder weniger wirksam ist. Und Sie können nicht erwarten, dass eine 10.000-Liter-Kuh odeine mit der Leistung, einer Jahresleistung von 100.000 Litern, dass die überhaupt noch einen vernünftigen Dünger bringt. Im Organismus steht alles in einem Maßverhältnis. Wenn es nur einseitig in diese Richtung getrimmt wird, wo eine Kuh nach viereinhalb Jahren geschlachtet werden muss, weil sie nichts mehr bringt, weil sie die Leistung nicht mehr bringt... Also im frühen Jugendalter. So ist ja Schnitt heute aller Schlachtungen. Liegt bei viereinhalb Jahren, zwei Laktationen. Da ist die Kuh verbraucht. Da hat die keinen Überschuss mehr. Infolgedessen kann man nicht erwarten, dass von einem so gehaltenen, gefütterten und so weiter Tier in der Massentierhaltung noch irgendwo ein vernünftiger Dünger herkommt. Am Ende ist es vielleicht doch nur Stoff und nicht mehr Kraft. Also solche Sachen muss man versuchen, mal auch sich ins Bild zu bringen. Wir arbeiten eigentlich in der Landwirtschaft immer mit Kräften. Und die Stoffe sind nur sozusagen die äußere quantitative Erscheinungsform dieser Kräftezusammenhänge. So. So erhalten wir also, wenn wir unsere Kühe halten, auf unserem Hof, in einem maßvollen Maßverhältnis, maßvollen Verhältnis zum Betriebsorganismus, dass wir nicht mehr haben, als der Betrieb an Futter hergibt. Sondern genau das Maß, was eben der Betrieb an Futter hergibt und andererseits an Dünger braucht.. Dass man dieses Maß hält. Das muss man mal finden. Früher hat man gesagt, generell eine Großviee-Einheit pro Hektar, in Form von Rindern. Das ist ein Optimum. Schön, wenn man das schafft. Kann man auf bäuerlichen Familienbetrieben. Gar kein Problem. Heute auf den Großbetrieben, da muss man schon von Glück sagen, wenn man da 0,3, 0,4 Großvieh-Einheiten pro Hektar hat. Und wenn man keine Rinder hat, dann macht man entsprechend Schweine. Und dann meint man auch, man könne die Schweine addieren, zu Großvieh-Einheiten, die denselben Düngerwert hätten wie das, was die Kühe bringen. Also es geht immer um Maßverhältnisse. Und die muss man eben für jeden Betrieb finden. Jeder Betrieb ist anders geartet, hat eine andere Voraussetzung, hat eine besondere Art von veranlagter Intelligenz oder, sagen wir mal, Begabung, wie ich das schon mal gesagt habe. Und jetzt muss wir da in diesem Betrieb die Maßverhältnisse finden, die dann da für die Gesunderhaltung und Weiterentwicklung des Hofes und die Bodenfruchtbarkeit erforderlich sind. Und diese Maßverhältnisse zu finden, ist eine ungeheure Schwierigkeit heutzutage. Wenn man sich zu sehr von den Maßverhältnissen bestimmen lässt, dann überspielt man eigentlich das, was der Hof als solcher, als ein lebendiger Organismuszusammenhang, für sein Gedeihen in die Zukunft braucht, für die nächsten Generationen. Nun also dieser Dünger, der jetzt durch das Rind anfällt. Hier in diesem Seelenglied, ich glaube, es ist der, in dem fasst sich gleichsam zusammen, in der kosmisch-qualitativen Analyse das Ergebnis dessen, was der ganze Jahreslauf gebracht hat. Eigentlich fressen die Kühe... Wenn ich mal das jetzt ins Bild bringen soll. Fressen die Kühe jedes Jahr einmal den ganzen Lebensleib des Hofes auf. Und wir partizipieren als Menschen davon. Natürlich von dem Getreide, was wir anbauen und andere Anbaufrüchte. Aber im Großen und Ganzen, was die Massen anbetrifft und überhaupt, was der Betrieb sozusagen produktiv aus sich heraus setzt, an Futterpflanzen aus dem Grünland und aus dem Ackerbau, das fressen die Kühe und analysieren das. Und das Ergebnis dieser Analyse ist dann der Dünger. Und dieser Dünger hat von vornherein aufgrund seiner Kräftekonstellation gesundende Wirkung auf alles. Auf den Boden, auf die Pflanzen. Was es auch sei. Es ist ein Heilmittel für die Erde. Der Kuhdünger ist ein Heilmittel für die Erde. Ich habe neulich mal wieder die italienische Reise bei Goethe gelesen. Und da schildert er, wie ein Bauer ihm erzählt, auf Sizilien damals... Da kommen die auch zu sprechen, auf landwirtschaftliche Dinge. Goethe war ja sehr bewandert in diesen Dingen, hat ja selber einen kleinen Betrieb eine Zeit lang gehabt. Goethe. Weiß man heute gar nicht so genau. Und da schildert dieser Bauer eben, wie sie auf ihn zu sprechen kommen, dass er sagt: &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen.&amp;quot; Hat der Bauer gesagt. &amp;quot;Der Mist kann mehr als alle Heiligen zusammen.&amp;quot; Das ist noch was ganz aus dem Volkstümlichen heraus gesprochen. Aber im Volkstümlichen lebt eine ungeheure Weisheit. Da haben die Menschen noch nicht intellektuell die Sachen zerdacht wie in der Wissenschaft heute. Sondern haben auch noch aus einem unmittelbaren Empfinden heraus so die Dinge gefasst. Dass man unmittelbar dann erlebt, wenn man sich das mal bewusst macht, wie wahr das ist. Nur anders ausgedrückt. Das, was der Mist macht, im Haushalt der Natur, ist überall Harmonie schaffend, Gesundheitsbildung, Gesundheit schaffend. Er gleicht aus. Und so möchte ich jetzt dieses Kapitel hier in Bezug auf den Seelenleib noch kurz abschließen, indem ich eingehe auf die Wirksamkeit, die Bewahrung des Mistes im landwirtschaftlichen Betrieb und die Wirksamkeit des Mistes. Sofern man das also dann vielleicht auch experimentell auch genauer sich vor Augen führen kann. Also jetzt ein großes Problem bei der Haustierhaltung ist ja die Bewahrung des Mistes. Der fällt ständig an, durchs ganze Jahr hindurch. Und ich wende ihn aber nur zu bestimmten Zeitpunkten an im Jahr. Also muss ich ihn bewahren. Ich muss aufpassen, dass nicht die ganze wunderbare Substanz flöten geht durch Verarmung. Verluste nennt man das heute, Substanzverluste. Und so kommt es gerade in Bezug auf einen Stallmist darauf an, dass man die ganze Stalleinrichtung, die ganze Tierhaltung versucht, auch einzubeziehen in Bezug auf die Frage der Bewahrung des Mistes. Und da gilt ja bei der Erfassung des tierischen Düngers seit alters... Also seit uralten Zeiten das Gesetz: &amp;quot;Halt ihn fest, halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Das ist sozusagen der Grundsatz aller Mist-Bewahrung: &amp;quot;Halt ihn feucht und tritt ihn fest.&amp;quot; Und was sagt das? Es gibt ein Bewahrungsverfahren, was wir ja heute auch allenthalben üben. Das ist der Tiefstallmist. Wie wir auch ihn hier unten haben, da im Kuhstall. Wir haben das versucht so einzurichten, dass wir möglichst viel Tiefstallmist erzeugen. Und warum ist Tiefstallmist die beste Mistqualität, die man überhaupt erzielen kann? Weil die Verluste am allergeringsten sind und die Abbauprozesse so zögerlich ablaufen, dass er sich nie übererwärmt, sondern so sukzessive in einen fermentativen Prozess übergeht. Und dadurch alle Abbauprozesse wie zur Ruhe kommen. Also Sie kennen ja... Im Tiefstall ist es ja so, dass man da so einstreut auf den Boden, nachdem man ausgemistet hat. Am besten ist, man hat den Lehmboden und keinen Betonboden. Leider Gottes ist man heute verpflichtet, baurechtlich, einen Betonboden zu machen und der sperrt ja total ab. Da kann man auch Holzschnitzel unten erst mal einstreuen, der saugt dann so ein bisschen die Feuchtigkeit auf. Und dann Stroh drüber und dann gehen die Kühe drauf und jauchen drauf und setzen ihren Mist ab. Und laufen über die ganze Lauffläche und treten das schon mal fest. Und da gibt es dann eine erste Schicht, die erwärmt sich vielleicht auf 30 Grad oder mal auf 35 Grad, aber nicht mehr. Also schönes, warmes Polster, vor allen Dingen über den Winter. Und dann streut man wieder ein, wenn das also ein bisschen anfängt, matschig zu werden. Streut man wieder ein. Und wieder jauchen die Tiere drauf und setzen ihren Mist ab und treten das alles fest. Feuchtigkeit und Festtreten ist da gewährleistet im Tiefstall, durch die Tiere selbst. Da braucht man gar nicht irgendwie zusätzlich von sich aus was machen. Die Tiere machen es. Man braucht natürlich ziemlich viel Raum. Zehn Quadratmeter pro Tier, mindestens, in so einem Tiefstall. Und der große Nachteil des Tiefstalls ist, man braucht sehr viel Einstreu. Man braucht sehr viel Einstreu. Also zehn Kilogramm pro Tier und Tag ist da allemal erforderlich. Und bei einer normalen Stallmisterzeugung im Anbindestall liegt es vielleicht bei sieben Kilo oder sechs Kilo. Also das hängt dann sehr davon ab, was der Betrieb wirklich an Getreidebau selber hat, was an Stroh zur Verfügung steht. So baut sich allmählich dann also dieser Tiefstallmist auf, immer ein Wärmepolster oben. Und darunter kühlt es ab. Und die Zersetzungsprozesse, die zunächst oxidativ sind, also Abbauen durch aerobe Bakterien, die verwandeln sich in einen fermentativen Prozess. Also mehr eine Art sehr gedämpft... Oder Vergärung stattfindet. Und bei der Vergärung muss man immer aufpassen, weil jeder Gärvorgang ist ein anaerober Prozess. Unter Sauerstoffausschluss. Und das führt dann leicht zu Fehlgärungen. Und wenn man dann Fehlgärungen hat, dann fängt es an zu stinken. Das ist so das übliche Phänomen. Sondern es muss gerade so geführt werden im Tiefstall, dass das Endergebnis, wenn man es dann ausbringt, sagen wir mal, im August, zur Hackfrucht, im Rahmen der Fruchtfolge... Man düngt normalerweise den Stallmist immer zur Hackfrucht. Dass dann die Konsistenz dieses Mistes so ist, dass man ihn... Wenn er richtig gut ist, hat er einen ganz, ganz milden Geruch. Und man könnte fast reinbeißen wie Brot. So ist dieser Zustand. Und das ist also das absolute Optimum, was man meines Erachtens in der ganzen Mistaufbewahrung erzielen kann. Wo die Substanzverluste nicht gegen null gehen, aber doch sehr gering sind. Im Vergleich so, sagen wir mal, zur Kompostierung oder anderen Verfahren. Heute wird ja mit dem Kuhmist vielfach einfach Schindluder getrieben. In der Bewahrung wird einfach schlicht Schindluder getrieben. Man ahnt gar nicht, welche unglaublichen Verluste eintreten, wenn man es einfach irgendwo eine Weile hinwirft und dann irgendwann mal irgendwo, vielleicht auch irgendwie kompostiert oder sonst was macht. Also die Bewahrung. Mistbewahrung bedarf der äußersten Sorgfalt. Und für diese Sorgfalt sorgt das Tier im Tiefstall selbst. Nun kann man natürlich nicht alles... Keinen Mist im Tiefstall aufbewahren, sondern man kann ja die Tiere... Eigentlich nicht wirklich die Kühe im Tiefstall halten, tagaus, tagein. Sondern man muss sie ja dann immer wieder melken, man muss sie ja immer wieder füttern und Kraftfutter zugeben. Also sie müssen irgendwo eine anständige Futterkrippe haben. Und da stehen so rum und da fällt auch Mist an. Was macht man damit? Also in den Boxenlaufställen zum Beispiel, wie sie heute konfigurieren. Und dann macht man Gülle. Dann machen die die heutige Gülle. Und bei der Massentierhaltung fällt der Tiefstall sowieso weg. Da stehen die jahraus, jahrein. Oder Silofütterung verdauen die nur so halb vorverdautes Futter und dann setzen sie da hinten einen Mist ab, von dem man sehr fragen muss, welche Qualität er überhaupt noch hat. Und dann wird er einfach über die Entmistungsanlagen... Wird der mit der Jauche zusammen dann in Gülle-Behälter verfrachtet. Und da kommt es zu einer anaeroben Gärung. Also da kommt es ja nie dazu, dass da irgendwelche Erhitzungen stattfinden, sondern eine anaerobe, eine kalte Gärung. Und das Zeug wird dann noch, je nachdem. Nach ein paar Monaten wird das ausgebracht auf den Acker und stinkt dann unter Umständen auch ganz schön. Bei so Schweinegülle ist das allemal der Fall. Und das ist nur eigentlich eine Bewahrung. Aber es ist keine Pflege. Da verliert der Mist einfach an dieser, die ihm innewohnenden Qualität, dieses Kräftepotenzial zu bewahren, selbst zu bewahren. Das ist eine rein wässrige Angelegenheit. Und es wirkt dann auch ein bisschen so in Form von Kopfdünger, draußen aufs Grünland draufgeknallt oder im Frühjahr auf das Getreide, so stimulierend, wie wenn es ein Mineraldünger wäre. Also die Frage der Gülle. Da muss ich einfach sagen, im biologisch-dynamischen Betrieb hat die eigentlich nichts zu suchen. Es gibt nie ein Absolutum und man kann nie ein Fundamentalist auf diesem Felde sein. Sondern man sollte eigentlich doch nach Wegen suchen, wie man möglichst Gülle vermeidet. Man hat die Jauche, und Jauche ist immer heute auch durch den Schieber immer ein bisschen Mist zugemengt. Die hat man allemal, als Kopfdünger, auch im Frühjahr, für das Getreide. Wenn das nicht so richtig in die Gänge kommt, Ende April. Aber sofern es wirklich den Kuhmist angeht, sollte man nach anderen Verfahren suchen. Und das eine ist eben, wie gesagt, der Tiefstanllmist. Und das andere, da komme ich gleich drauf zu sprechen. Noch ein Wort zur Gülle. Die Gülle ist natürlich super elegant. Es ist also technisch... Oder das eleganteste Verfahren, zu entsorgen. Das Zeug zu entsorgen. Weil es nun mal anfällt, muss man es auch irgendwo hinverfrachten. Aber was macht die Gülle? Die Gülle verschleimt die Böden. Und das ist eigentlich... Das sehe ich als das Hauptproblem an, was gar nicht genügend auch erforscht ist. Man weiß es aus dem Allgäu, wo sehr intensiv Güllewirtschaft getrieben wird, die haben ja keine Einstreumöglichkeiten und so. Das ist alles darauf ausgerichtet auf Verschlauchung. Man kann es auch nicht ausspritzen, sondern sie verschlauchen das und haben dann diese großen Spritzen, draussen auf den steilen Hängen. Da verschleimt der Oberboden. Alle Poren verschleimen. Und wenn jetzt die ganzen oxidativen Vorgänge im Boden stark gehemmt werden, durch viel Niederschlag, durch kühle Witterung und so weiter. Dann baut sich da nichts ab. Und dann sind alle Poren dicht. Und wenn dann Starkregen kommt, dann läuft das Wasser oberflächlich ab. Also erosionsartig kann das sogar die Narben verletzen von so einem Grünlandstandort. Und entsorgt gewissermaßen alle Nährstoffe oder was da sich angesammelt haben, in den nächsten Vorfluter. Die ganze Gesetzgebung, die Düngegesetzgebung heute, die uns heute in den biologisch-dynamischen Betrieben so sehr den Hals zuschnürt, dass wir eigentlich nichts kompostieren dürfen draußen in der Landschaft... Es sei denn, wir wechseln den Standort von Jahr zu Jahr. Entweder. Oder wir machen eine riesen Betonplatte und tun drauf kompostieren, was kein Mensch bezahlen kann. Also wir fallen als biologisch-dynamische Betriebe immer hinten runter bei diesen Gesetzgebungen. Weil die immer gemünzt sind auf diese Unmöglichkeiten, die heute in der konventionellen Landwirtschaft praktiziert werden. Die sorgen dafür, dass die Umwelt im hohen Grade verschmutzt wird und dann werden Gesetze gemacht, die für alle gelten. Und da fallen wir hinten runter. Also das erste Verfahren war das im Tiefstall-Verfahren. Das zweite Verfahren, das ganz Vergessenheit geraten ist, nahezu, aber was eigentlich im Grunde auch jetzt nicht ein Tiefstall-, sondern ein hochstallendes Verfahren ist, das ist der sogenannte Stapelmist. Und das muss neu entdeckt werden. Da bin ich also bombensicher. Wir müssen heute wirklich wieder danach trachten, für das tägliche Ausmisten aus dem Stall das Stapelmistverfahren wieder neu zu entwickeln. Stapelmist heißt ja, dass man einen Frontlader... Also ausmistet im Stall. Und dann nimmt man also so einen Batzen und dann möglich mit der doppeltgreifenden Zange. Also dann hält man ihn fest und setzt dann den Batzen schön draußen, von mir aus, auf eine Betonplatte. Es ist unausweichlich, dass man das irgendwie befestigen muss. Setzt es da ab. Einen Batzen. Und am nächsten Tag den nächsten daneben, dann den nächsten daneben, den nächsten daneben. Und dann hat man eine ganze Reihe, so breit, wie dann der ganze Stapelmisthaufen sein soll. Und dann setzt man in den folgenden Tagen wiederum einen Batzen davor. Und vielleicht noch einen dritten. Und dann hat sich zwischenzeitlich die erste Reihe so erwärmt, auf 30 Grad etwa. Mehr geht das nicht zunächst. 30 Grad. Dass die bakteriellen Prozesse des Abbaus erst mal in Gang kommen. Und dann nach mehreren Tagen kann man jetzt hergehen und die nächste Reihe wieder auf die erste draufsetzen. Schön gepackt. Und dann die nächste Reihe wieder davor und wieder davor. Und dann kommt wieder die dritte Reihe obendrauf. Und so baut sich jetzt wirklich Lage für Lage... Baut sich jetzt ein Stapelmist über der Erde auf. Wo wiederum durch den Eigendruck des Mistes beziehungsweise durch die beigemengte Feuchtigkeit aus dem Stallgang... Wo ab und zu abgespritzt wird und so weiter. Da ist genügend Feuchtigkeit. Und so baut sich dieser Stallmiststapel auf. Da kann man dann so wachsen lassen, bis zu dieser Höhe. Und wenn es dann zu trocken ist, zu viel Stroh drin ist, dann kann man auch mal festtreten. Kann man das mal ein bisschen... Oder mit der Frontladergabel da so draufdrücken oder so. Muss man mal beobachten. Und da auf diese Weise kann man glaube ich wiederum, wenn man das sauber macht, eine ebenso gute, nahezu ebenso gute, Stallmistbewahrung betreiben wie im Tiefstall. Mit weniger Stroh, etwas höheren Verlusten, aber doch stark reduziert, als wie man das heute so gemeinhin macht. Stapelmistverfahren. Also ich rege das einfach mal an, dass man sich wieder dem zuwendet. Weil ich einfach sehe, wo ich auf die Höfe komme... Sehe ich einfach, wie mit dem Mist normalerweise umgegangen wird. Das ist ja unmöglich. Riesen Verluste. Und das ist ja unser edelster Dünger. Und das dritte Verfahren ist natürlich die Kompostierung, die Mistkompostierung. In Verbindung vielleicht mit auch anderen Abfällen. Nun muss man da wissen, dass man damit die größten Verluste hat. Allerdings einen ganz hervorragenden Dünger dabei erzeugt, nämlich einen mehr oder weniger mumifizierten Fertigdünger. Wo die Würmer, die Kompost-Würmer, ihre Tätigkeit dann schließlich abschließend... Die Umwandlung der organischen Substanz abschließend behandelt, vererdet. Ein Vererdungsprozess findet ja noch statt. Also das sind die drei Bewahrungsmöglichkeiten im Betrieb. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [00:51:48] Wie verhalten sich die Lebenskräfte der Pflanze? Und dann die Seelenkräfte? Die Lebenskräfte der Pflanze und die Seelenkräfte der Kuh, die ja im Mist sind. Wie verhalten die sich im Kompostierungsvorgang? Verändert sich da was? In Bezug auf die kosmischen Kräfte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:52:04] Ja, die sorgen dafür, dass da eine Endsubstanz entsteht, die die beide enthalten. Also das rein Lebendige hat die Tendenz zu verduften, abmineralisiert zu werden, durch den mikrobiellen Abbau. Und dass das abgefangen wird, da sorgen einerseits das, was dem Mist selber innewohnt... Durch die Kuh mitgegeben, worauf sie verzichtet hat. Und es sorgt dafür: die Bodentiere. Die beenden ja den ganzen... Die besorgen ja letztlich die Verwandlung in Dauerhumus. Also gerade die Kompost-Würmer. Und das sind ja auch Tierwesen. Und die sorgen dafür, dass jetzt diese lebendigen Prozesse nicht einfach nur mikrobiell abgebaut werden, bis auf null. Sondern dass sie wieder aufgebaut werden und darauf was Neues entsteht, nämlich der schwarzekrümelnde Humus. Also man kann immer damit rechnen, wenn man es richtig macht, dass... Ja, wirklich bei der Sache ist als Mensch, dass die Natur selber bis zu einem gewissen Grad dafür sorgt, dass das vernünftig abläuft. Und das ist immer das Verhältnis von Astralität, also von Kräften, die das Tier zur Verfügung stellt und die anderen, die lebendigen Kräfte, die die Pflanze im Wesentlichen zur Verfügung stellt. Das geht immer ineinander. So, und jetzt noch ein... Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:39] Bei einem Betrieb, der einfach wenig Stroh zur Verfügung hat. Würden sie da dann eher Stapelmist empfehlen? Oder könnte man auch andere Sachen als Stroh einstreuen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:49] Für was? Was wäre das für ein Betrieb? Also ein Garten oder was? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:53:55] Ja, zum Beispiel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:53:57] Also im Grünland, da ist natürlich... Also da müssen wir jetzt ja auf die Kompostierung zu sprechen kommen. Das ist ein langes Thema. Also. Stroharmut, das ist eine richtige Armut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [00:54:14] Ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:54:15] Das ist gar keine Frage. Und da kann man dann jetzt einerseits versuchen... Das haben Sie ja früher sogar gemacht. Wir haben dann also irgendwo alles Wiesenheu und all diese Sachen dazu verwendet. Aber das ist eben doch begrenzt. Die Möglichkeit, wenn man kein Stroh hat oder wenig Stroh hat, da kann man zum Beispiel auch viel mit Frischhäcksel arbeiten. Frischhäcksel aus Heckenverschnitt und so. Aber es muss frisch sein. Es darf nicht zu sehr schon abgestorben sein. Und es gibt immer... Auf jedem Hof gibt es immer genügend Abfall in irgendeiner Form, dass man den anfallenden Mist kompostieren kann. Nur muss man den ein oder zweimal mehr umsetzen. Weil bei Mist-Kompostierung immer ein nasser Kern entsteht. Und der darf nicht mehr stehen. Da muss dann wieder einmal umgesetzt werden, vielleicht noch mal ein zweites Mal, aber nicht mehr. Möglichst nicht. Weil jedes Mal wieder neue Verluste entstehen. Also das ist von Betrieb zu Betrieb anders. Und da muss man einfach... Also die Lösungen bieten sich an. Die sind also... Irgendwo sind immer genügend Abfälle da. Natürlich nicht, wenn man also eine Massentierhaltung hat und nur Güllewirtschaft. Da hat man kein Stroh und dann macht man halt Gülle. Aber jetzt noch einmal ein Wort schnell zur Wirkung. Sie wollten noch was fragen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [00:56:08] Ich habe noch eine Frage, die mich beschäftigt. Die menschlichen Fäkalien, wenn die durch den Kompost gegangen sind. Was halten Sie davon, die auch in den Kreislauf mit einzubinden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [00:56:22] Ich komme dann... Wenn Sie die Frage stellen. Ich hätte nicht darüber gesprochen, aber wenn Sie die Fragen stellen, komme ich nachher noch mal darauf zurück. Wenn es um die Präparate geht. Also jetzt nur noch ein Kurzes zur Wirkung des Stallmistes. Und es ist auch eine alte Erfahrung, dass man vom Stallmist keine Bomben-Zusatzerträge, also Maximalerträge hätte. Sondern ein guter, guter Stallmist wirkt schon ertragserhöhend, keine Frage. Bei armen Böden ganz und gar. Und bei Kartoffeln, wo es um ungeheure Umsetzungen im Boden gehen muss, da braucht es natürlich ordentlich frischen... Relativ frischen Stallmist. Aber grundsätzlich ist die Wirkung des Stallmistes doch weniger ertragssteigernd, über ein bestimmtes Maß hinaus. Sondern insbesondere das Pflanzenwachstum qualitativ fördernd. Und das möchte ich Ihnen mal nur an einem Beispiel mal verdeutlichen. Wenn das jetzt hier unser Boden ist. Und in diesem Boden. sähen Sie jetzt, sagen wir mal, eine Gartenfrucht ein. Safen wir mal, ein Radieschen, dann entwickelt sich dieses Radieschen so, dass sie dann allmählich... Nehmen wir mal eine andere Farbe. Das Radieschen ist ja rot. Dann diesen Fruchtkörper bildet. Dieser Fruchtkörper des Radieschens ist eine Raumerweiterung des Hypocotyl. Das Hypocotyl ist ein kurzer Abschnitt im Epicotyl. Ehe die Pflanze nach oben wächst, in die Höhe, da gibt es über dem Punkt, wo die Wurzel nach unten geht... Gibt es einen kürzeren Abschnitt, nennt man Hypocotyl. Und dann kommt das Epicotyl, das ist dann der eigentliche Spross. Und das ist jetzt so eine Aufblähung im Boden, dieses Hypocotyls. Was keine Wurzel ist, wohlgemerkt. Und hier wächst dann... Hier unten wächst dann hier die Wurzel raus und geht dann also vollkommen, ich möchte mal sagen, vertikal in die Tiefe. Sie glauben gar nicht, wie tief so eine Radieschen-Wurzel oder eine rote Rübe... Graben Sie mal rote Rübe aus, da können Sie ganz schöne Löcher machen, bis Sie da unten an die Wurzelspitze kommen. Eine sogenannte Pfahlwurzel-Bildung. Und die setzt hier ganz deutlich ab. Dann haben Sie dann hier oben... Da haben Sie... Es entwickeln sich jetzt hier diese Blätter. Wenn Sie dieses Radieschen jetzt mit, sagen wir mal, Stallmist-Kompost, mit wirklich gut ausgereiftem Stallmist-Kompost... Im Gartenbau muss man immer ausgereifte Komposte düngen. Wenn da jetzt dieser Boden mit dem gedüngt werden ist, dann in etwa entwickelt sich dieses Radieschen oder diese rote Rübe oder was es auch sei arttypisch Dem Typus gemäß. Dem Urbild gemäß. Jede Pflanze hat ein bestimmtes Urbild, das sich dann verwirklicht in der äußeren Erscheinungsform. Und das Urbild kann sich jetzt deutlicher offenbaren oder weniger deutlich offenbaren. Und die Wirkung des Stallmistes ist gerade die, dass das Urbild sich viel deutlicher in die Erscheinung bringt, also die eigentliche Typusveranlagung deutlicher in Erscheinung bringt, als es von Natur aus so ohne Weiteres geschehen würde. Oder selbst bei einer höheren Ertragsbildung bleibt dieser Typus erhalten. Und Typus heißt also, das Erscheinungsbild bezieht sich nur auf die kugelrunde Form des Radieschens und nicht nur die Pfahlwurzel-Bildung in die Tiefe. Sondern bis in die Struktur der organischen, der eigentlich nährenden Substanz. Darauf kommt es immer an. Ich spreche, wenn ich von Qualität spreche, immer von der Komposition der Stoffe. Wie sind die Stoffe komponiert? Wenn Sie eine, sagen wir mal, Beethoven-Sonate hören, dann ist die komponiert. Da sind die Töne oder Stufen eben der tönenden Welt so geordnet, so aufeinander bezogen, mit Intervallen, dass da jetzt eine bestimmte Melodie, eine bestimmte Harmonie und eine bestimmte Rhythmik entsteht. Die hört man. Damit wird das erst zu einem Kunstwerk, dass sich etwas konfiguriert. Töne konfigurieren sich. Und wenn Sie jetzt diese Töne nehmen und projizieren Sie einfach mal ein paar Stockwerke tiefer, dann kommen Sie auf die Stoffe. Die Stoffe sind nichts anderes wie geronnene Töne eigentlich. Im Periodensystem der Elemente haben Sie auch die Oktaven-Bildung in der Anordnung der Stoffe. Also die Töne sind eigentlich geronnene... Die Stoffe sind geronnene Töne und haben in ihren Eigenschaften ähnliche Beziehungszusammenhänge wie die Töne untereinander. Und so ist eigentlich die ganze Materie oder, sagen wir mal, die lebendige Welt, die Natur draußen komponiert, als Schöpfung komponiert. Und jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Komposition nicht zerstören. Dass wir nicht da irgendwie die total korrumpieren, wie das nachgerade heute der Fall ist. Sondern dass wir eben im Verstehen dessen, was hier der Komponist gemeint hat, in seiner Komposition, dass wir dem gerecht werden in unseren eigenen Handlungen. Und das offenbart sich nun unmittelbar, wenn Sie jetzt, statt, dass die Stallmist düngen, jetzt da mit einer ordentlichen N-Düngung reinfunken, dann sieht dann unter Umständen so ein Radieschen so aus, dass es eher die Neigung hat, nicht mehr eine runde, ganz runde Formen zu wählen, wie hier. Sondern eher so ganz bisschen nach unten zugespitzt. Also eine leichte Formveränderungen des Fruchtkörpers. Und die Wurzel, jetzt extrem mal ausgesprochen, die sieht dann so aus. Die verliert ihre Pfahlwurzelfähigkeit. Das Urbild kann sich nicht mehr durchsetzen. Das ist so ein... Sondern die wird durch den Stickstoffüberhang, der hier hier gedüngt wird... Wird das derart derangiert. Das Urbild wird zerfleddert gewissermaßen, in der äußeren Erscheinung. Und Sie haben hier einen Fruchtkörper, der nicht mehr so durchstrukturiert ist, melodisch, wie das hier bei diesem runden Fruchtkörper bei Stallmistdüngung der Fall ist. Man kann grundsätzlich sagen, dass jede Stickstoff-Düngung generell, ob wenig oder viel, derangierend wirkt auf das Pflanzenwachstum. Es bringt die Pflanze aus dem Lot. Und die Stallmistdüngung sorgt dafür, dass das Urbildliche der Pflanze sich realisieren kann im Wachstum. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:11] Kann man sagen, dass die mit Stickstoff gedüngten Radieschen verwildern? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:05:16] Dass sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:05:17] Dass sie verwildern? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:05:21] Das ist eine gute Frage. Ich würde mal sagen, was mal Kulturpflanze geworden ist, das kann nicht mehr zurückgebildet werden zur Wildpflanze oder zum Wildtier. Das geht gar nicht. Insofern ist der Begriff der Verwilderung in Anführungsstriche zu setzen. Also man kommt nicht mehr auf das Ursprüngliche, die Wildpflanzen zurück. Sondern es ist mehr das, was der Mensch im Verlaufe der Evolution hineingeheimnist hat. Und das muss man wirklich geheimnist sagen. In das Pflanzenwachstum, dass es zur Fruchtbildung befähigt wird. Denn die Pflanze würde das ja nie von sich aus machen. Das ist wirklich... Das ist das Züchtungereignis der uralten persischen Kultur vor dem dritten vorchristlichen Jahrtausend, wo die Menschen vermocht haben, aus ihren besonderen Fähigkeiten und besonderen Seelenverfassung heraus, der Pflanze zur Fruchtbildung zu verhelfen. In diesem Sinne. Und das ist veranlagt, das ist da. Und jetzt kann ich das derangieren und kann sagen: Ja gut, es verwildert, es verliert die Kraft. Das wirklich auch, was da veranlagt ist, in die äußere Erscheinung zu bringen und wird einfach... Also ja, der Begriff der Verwilderung suggeriert, als ob das wiederum zu Wildpflanze hin tendiert. Aber die Wildpflanze hat auch eine Pfahlwurzel. Insofern ist es ein Derangment. Es ist eine Desorientierung. Die Pflanzen verlieren einfach ihren Anschluss an den Boden und an den Kosmos und werden irgendwie Zerrbilder ihrer selbst. Das würde ich eher so sagen, Zerrbilder ihrer selbst. Aber das wollte ich jetzt nur noch mal ergänzend sagen. Dasselbe Phänomen können Sie bei den roten Rüben wunderschön beobachten, das ist auch ein Pfahlwurzelbildner. Und es gibt andere Pflanzen, wie zum Beispiel die Buschbohnen, die machen ein sphärisches Wurzelsystem. Dann wird plötzlich dieses sphärische Wurzelsystem wundrschön ausgebildet oder aber derangiert, je nachdem, wie ich es dünge. So sorgt jetzt die Stallmistdüngung... Die sorgt jetzt dafür, dass der ganze Hof sozusagen in den Genuss kommt, flächenhaft, durch das, was jetzt das Tier, was durch die Tierhaltung an kosmisch-qualitativer Analyse vollzogen worden ist, über den Dünger. Und jedes Jahr kommt dann der Betrieb insgesamt in den Genuss dieser besonderen Zubereitung des Düngers. Und das kann sich steigern. Weil die Kühe ja immer etwas fressen draußen, das sie dann analysieren, einen Dünger zubereiten. Der kommt dann wieder daraus und bringt das Ergebnis dieser kosmisch-qualitativen Analyse auf den Acker oder ins Gartenland oder ins Grünland. Und dann wächst das Gras oder wächst eben... Unsere Kulturpflanzen wachsen ein bisschen anders. Die haben etwas davon, profitieren davon. Und so ist es eigentlich ein sich steigernder Vorgang, der sich da vollzieht. Das ist nicht einfach nur ein Kreislauf, wie man heute gerne sagt. Sondern das ist ein Vorgang, der sich von Jahr zu Jahr oder Jahrzehnt zu Jahrzehnt, je nachdem, in alle Zukunft entwickelt. Da ist ein Entwicklungsprozess angelegt. So, und das können Sie sehen, kann man jetzt sozusagen ins Detail denken in Bezug auf alle Tiere, was jedes Tier beiträgt zur Funktionsfähigkeit eines solchen Organismus. Aber es fehlt noch eins, und das ist eben das, was im Menschen das Ich ist. Erinnern Sie sich an das Bild, wo ich da also die drei Naturreiche geschildert habe? Und dann den Menschen dazu, als sein Ich, das jetzt das Ganze durchstrahlt? Und durch seine Durchstrahlung dadurch seinen eigenen Organismus aufbaut. Und so müssen wir hier eben noch hinzudenken jetzt, die Menschengemeinschaft, die diesen Hof jetzt bewirtschaftet. Ja, da stehen wir jetzt vor der Rätselfrage: Wie kann diese Menschengemeinschaft das leisten, was eigentlich ihre Aufgabe ist? Und wo sind die Menschen, die das können? Da merkt man, dass... Wenn man diese Frage mal so rückt, dann merkt man sofort: Das ist keine wissenschaftliche Angelegenheit. Das ist eine künstlerische Angelegenheit. Da fällt sofort die Antwort ein: Landwirtschaft ist eine Landbaukunst. Jetzt ist der künstlerisch wirkende Mensch gefragt. Aber die Kunst ist ja nichts anderes als eine Belebung der Wissenschaft. Muss man auch so sehen. Ich muss ja etwas kennen. Ich muss ja Kenntnisse haben in Bezug auf den Aufbau des Bodens. Was die Pflanze konstituiert, das Tier. Ich muss ja... Eigentlich muss ich die ganze Naturwissenschaft irgendwo in mir tragen. Aber indem ich es tue, indem ich es umsetze, meine Ideen umsetze, dann muss ich... Dann wird es sofort zu einer Art Kunst. Denn jeder Standort ist anders, erfordert jedes Mal eine abwägende innere Haltung, ein Sich-Gegenüberstellen und dann sich wieder verbinden, wieder gegenüberstellen, wieder sich verbinden. So, diese Menschengemeinschaft. Und das ist jetzt die große Frage auf den Höfen. Solange das noch in einem Dorf sich abgespielt hat, so vor 100 Jahren, da war das kein Problem. Die Bauern waren weise. Wenn sie es auch schon im 19. Jahrhundert und so in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts... Diese Weisheit schon ein bisschen im Verglimmen war, so muss man doch sagen, weit über ein Jahrtausend hinweg haben Sie diesen Organismus der Landwirtschaft tatsächlich gebildet. Der ist ja schon... Der ist ja da. Der hat sich ja über die Jahrhunderte herausgebildet. Im Verhältnis von Ackerbau und Viehzucht, Gartenbau und Obstbau und alles das. Das hat sich wirklich... Das war schon veranlagt. Jetzt haben wir... Heute sind da nur noch rudimentäre Reste davon übrig. Weil wir einerseits als moderne Menschen in dem Bewusstsein leben, dass wir alles können. Und wenn wir das dann umsetzen, dann geht alles schief. Dann entsteht eben die Umweltzerstörung mit all ihren Konsequenzen, die heute ja nachgerade riesen Dimensionen annehmen. Weil man immer nur punktuell gedacht hat und nicht den Zusammenhang. Und in dem Augenblick, jetzt wacht man langsam auf: &amp;quot;Menschenskinder, wir haben den Zusammenhang verloren.&amp;quot; Und die Bauern früher, die haben aus dem Zusammenhang gewirkt, immer. Das war ein instinktives Weben in den Naturzusammenhängen. Und die haben daraus eine Weisheit geschöpft, die war untrüglich. Das müsste man länger erläutern. Das ist jetzt nicht jetzt meine Aufgabe. Und das ist eigentlich das Problem der Menschengemeinschaft heute. Wie kann sich eine Gemeinschaft bilden, die wirklich eines Sinnes ist? Die einen Gemeinsinn entwickelt? Die aus der Erkenntnis dieser Zusammenhänge ihr eigenes Motiv, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, so konkretisiert, objektiviert auch. Dass man nicht nur sich sozusagen subjektiv als Mensch einbringt und sich selbst verwirklichen will, sondern dass man so in den Ideen, in den Begriffen lebt, dass man sich mit den anderen so austauscht. Und ständig versucht, sozusagen ein übergeordnetes Bild des Hofes zu entwickeln, aus dem heraus dann jeder einzelne seinen Teilbereich betreut. Was uns fehlt heute, ist die Fähigkeit, dass wir aus dem Ganzen heraus denken. Das ist das größte Problem, auch im biologisch-dynamischen Landbau. Dass wir immer, wo wir auch tätig sind, ob jetzt im Stall oder auf dem Acker draußen... Wir müssen immer das Ganze so weit wie nur irgend möglich als Gesamtbild im Bewusstsein haben. Als Gärtner, der hier tätig ist, oder als Obstbauer oder als Viehhalter. Man muss immer aus dem Ganzen heraus denken. Und das ist das große Problem. Wie kriegt man das hin? Denn jeder Mensch ist heute ein Experte in seiner Erkenntnis. Jeder Mensch ist so stark individualisiert, dass er einen ganz bestimmten Gesichtspunkt hat. Und der ist bestimmt, also in sich vollkommen richtig. Aber er stimmt nicht mehr, sobald wir die Sache im Zusammenhang denken. Da relativiert sich, was richtig ist. Es ist noch nicht falsch, aber es ist auch nicht wahr. Verstehen Sie? Also was richtig ist, ist für sich richtig. Aber in Bezug auf den großen Zusammenhang relativiert sich diese Richtigkeit. Und wir müssen danach streben, dass es wahr wird, dass es stimmig wird. Dass man es auch so erlebt innerlich: Ja, das stimmt jetzt. Und das ist jetzt das große Problem. Wie kriegt man eine solche Menschengemeinschaft dahin, dass sie als Gemeinschaft das Prinzip verwirklicht, in jedem Augenblick das Richtige richtig zu tun? Im richtigen Augenblick das Richtige richtig zu tun? Dann merken Sie, es geht immer darum, dass wir in einen räumlichen Prozess eingreifen, in einen räumlichen Zusammenhang und jetzt die Zeit wirken lassen müssen. Das Wesen der Kunst fängt an, wenn man in die Zeit eintaucht. Und dass das Licht sozusagen jetzt ein Ursache- und Wirkungszusammenang nur ist. Wenn ich auf den Acker rausfahre, mit dem Schlepper und pflüge den, dann ist es wirklich so eine... Da spielt sich hinter mir was ab. Und ich sitze vorne und träume. Ich lasse mich berieseln mit irgendeiner Musik aus der Kabine und so. Das ist so ein bisschen die Haltung heute. Aber dass man sich in den Prozess hineinfühlt, hineindenkt und in dem Prozess selber drinsteht, mit seinem ganzen Bewusstsein. Das ist die hohe Kunst. So, und jetzt ist so eine Menschengemeinschaft heute zusammengesetzt aus lauter solchen Leuten, die eben unsere Zeit sozusagen, durch die Schule, durch Universitäten und so hervorbringt. Und jeder hat so unterschiedliche Ansichten und Blickrichtungen und Wollensrichtungen, sich selber verwirklichen zu wollen oder irgendsowas in der Richtung. Und jetzt ist die Frage: Wie gelingt es jetzt, einen solchen Gemeinsinn zu entwickeln? Dass man wie aus einem Sinn heraus handelt, obwohl man ganz unterschiedlich gelagert ist in seinen Fähigkeiten? Und dass man auch die Anerkennung entwickelt für die Fähigkeiten anderer. Das ist auch ein Riesenproblem heute in der Landwirtschaft. Die Anerkennung der Fähigkeiten anderer. Nicht jeder ist gleich fähig in Bezug auf das, wo ich gerade eine Fähigkeit habe. Dann kann ich es nicht so sagen... Meine Norm über die anderen drüberstülpen. Sondern ich muss sehen: Wie können Fähigkeiten zusammenspielen? Wie kann aus der Gemeinschaft hier eine Fähigkeitsgemeinschaft entstehen? Und das ist... Und aus der Fähigkeitsgemeinschaft eine Initiativgemeinschaft? Dass man wirklich an einem Strick zieht, obwohl die Initiativen... Jeder natürlich ist der Mensch, der er ist. Und jetzt müssen die Initiativen so zusammenfließen, dass man an einem Strick zieht. Also das sind... Das ist ein weites Spektrum, was ich da ansprechen möchte, was die Gemeinschaft alles mit sich selbst anfangen muss. Dass sie diese Fähigkeiten überhaupt erst entwickelt. Die liegen nicht einfach da. Die sind nicht da. Wir sind heute also in gewissem Sinne... Also sind wir Waisenknaben und Waisenmädchen auf diesem Felde. Wir stehen ganz am Anfang. Aber wir wissen ganz genau: Wenn wir so wirken wollen, dann müssen wir uns in diese Richtung bemühen. Dieser Gemeinsinn, das ist ein... Der ist ganz individuell und zugleich gemein, allgemein. Nun, wie gesagt, das muss man pflegen. Und an dieser Pflege mangelt es, weil wir heute so viel Arbeit haben auf den Höfen vielfach, dass wir zu nichts mehr kommen. Müde ins Bett fallen abends und am nächsten frühen Morgen geht es gleich wieder los. Und man hat keine Muße mehr. Und man entschuldigt sich auch vielfach damit, weil so viel Arbeit ist. Das ist die andere Seite. Dass man nicht mehr zu einer gemeinsamen Studienarbeit kommt. Und um den Gemeinsinn zu entwickeln, muss eine gemeinsame Studienarbeit geschehen. Das ist eigentlich so sicher wie das Amen in der Kirche, würde ich mal sagen. Weil nämlich, wenn es darum geht, wirklich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige zu tun, dann helfen einem immer die anderen, dieses Bewusstsein zu entwickeln. Wenn man denn wirklich zusammenarbeitet. Wenn man denn wirklich versucht, die Grundfragen des biologisch-dynamischen Landbaus erkenntnismäßig zu durchdringen. Und zwar aus dem Gesamtumfang der Anthroposophie letzten Endes. Also man muss sein eigenes Menschsein erkennen, um sachgemäß dann mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten. Und wenn man nur der bleibt, der man ist, dann ist alles... Dann hat man sich selbst verkauft und selbst verloren. Man darf nie an dem Punkt stehenbleiben, wo man ist, sondern ein ständig sich entwickelndes Wesen sein wollen. Und dann kann es auch funktionieren innerhalb so einer Gemeinschaft. Nun, daraus entwickelt nun der Mensch die Fähigkeit zu arbeiten. Und die Arbeit ist das große Rätsel heute auch, weil wir eigentlich nicht mehr arbeiten können. Wenn ich das mal radikal sagen soll. Das lernen wir heute gar nicht mehr. Weil natürlich, Sie kommen auf den Hof: Das muss gemacht werden, das, jenes muss gemacht werden. Und dann macht man es irgendwie. Und dann sind da die Maschinen. Und da hat man immer gleich den Gedanken: Wie könnte man das auch, was ich jetzt von Hand mache, noch mit der Maschine machen? Das ist der erste Gedanke, der normalerweise immer auftaucht. Wenn man merkt, dass man mit der Arbeit selber sich nicht verbinden kann. Dann braucht man die Maschine. Nun, braucht sie natürlich. Man kann nicht ohne Maschinen arbeiten, aber man muss wissen, dass die Maschine einen emanzipiert von der Natur. Emanzipiert von der unmittelbaren Erfahrung dessen, worein man, wohin man jetzt seinen Willen richtet und seine ganzen Absichten. Deswegen kann man das auch nicht mehr beurteilen, wirklich, was man mit der Maschine macht. Man kann es nicht mehr so richtig beurteilen, was das für Konsequenzen hat. Und die Maschinenarbeit fördert die sogenannte Erledigungsarbeit. Dass ich am Anfang der Arbeit schon denke, an deren Ende. Wann bin ich endlich fertig mit dem Ding? Und dann wird es ja heute auch quasi mit der Uhr gestoppt. Und wie lange was dauert und so. Und danach wird der Betrieb eingerichtet. Das ist der Tod der Landwirtschaft. Nicht? Die Arbeit ist die Verwirklichung der Kunst des Landwirts. Der Künstler kann ja auch nicht irgendwie den Pinsel an den digitalen Apparat hängen und der malt dann das, was er da programmiert hat. Und so kann der Landwirt eigentlich nicht erwarten, dass seine eigenen Ideen sich verwirklichen, wenn er nicht selber Hand anlegt. Und weil das heute so ist auf den Höfen, sind wir mit einem wirklich ernstlichen Problem konfrontiert: Wie können wir uns wieder schulen in der Arbeit? Und dazu ist es erforderlich, dass wir uns Freiräume schaffen innerhalb dessen, was an Notwendigkeiten zu leisten und der Betrieb eben ist, eben durch die Maschinen. Freiräume, wo wir das üben können. Und, na ja, also dazu muss man sich entschließen, als Gemeinschaft entschließen. Und ein solcher Freiraum wäre in Zukunft... Ich sehe das nirgends, dass es sich irgendwie in dem Sinne verwirklicht. Vielleicht noch da oder dort. Es gibt wenige Beispiele. Dass man jetzt die ganze Kompostierung von Hand macht. Also dass man das will. Wir wollen das hier auf dem Hof nicht. Deswegen haben wir diese olle Kompostierungsmaschine. Aber ich bin ganz überzeugt, das ist keine Lösung. Sondern dass die Kompostierung... Ich meine jetzt, dass man nicht allen Mist kompostiert notwendigerweise, sondern dass man die Kompostierung für den Obstbau, für den Gartenbau, für die Wiesen- und Weidewirtschaft... Da braucht man den Kompost, nicht für den Ackerbau. Und diese Mengen, die könnte man auch, wenn man sich nur organisiert... Also eine Gemeinschaft. Könnte man zu einem Schulungs- und Übungs-Element für Arbeit machen. Dass man die Gabeln in die Hand nimmt. Die Leute können heute nicht mehr gabeln. Die Schaufel in die Hand nehmen. Die Leute können heute vielfach ja nicht mehr schaufeln. Die machen dann einfach so die Schaufel, statt so. Das sind so ganz elementare Handlungsweisen, die man überhaupt erst lernen muss. Und dass man das verknüpft jetzt mit der Beobachtung alles dessen, was kommt, was Material ausmacht, dass ich da jetzt Aufsetze. Oder die Zusätze, die ich auswähle, wo ich meine, man müsste vielleicht doch noch ein bisschen mehr Erde oder noch ein bisschen von dem und dem... Und dann entsteht ein Kunstwerk. Der Haufen, den ich wunderschön abdecke, ihm eine Haut gebe und alles das. Also die Kompostierung wäre in meinen Augen ein Ideal, förmlich, dass da die Gemeinschaft sich entschließt, das zu wollen. Und ähnlich und nur ganz unmittelbar gilt das für die ganze Präparation, also die ganze Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate und deren Anwendung. Das ist ein Feld, was einen auffordert, förmlich, dass da jeder Handgriff vom Menschen gemacht wird, bis zum Rühren der Präparate. Dass die Maschine da nichts zu suchen hat, aber wirklich gar nichts. Sondern dass man hier auch ein höheres... Eine höhere Stufe künstlerischer Tätigkeit pflegt. Im Herstellen, im Rühren der Präparate, im Ausbringen der Präparate. Wo man sich wirklich jetzt mal mit dem Prozess selber unmittelbar verbindet, von A bis Z. Und dann wird man überhaupt nur urteilsfähig. Vorher nicht. Sobald ich das irgendwohin delegiere, verliere ich meine Urteilsfähigkeit. Da urteile ich abstrakt, irgendwo oben drüber. Aber aus der Sache heraus kann ich nicht mehr urteilen. Also das... Ich muss zu Ende kommen, schleunigst. Diese Arbeit bezieht sich jetzt hier auf die Pflege des Seelenleibes, bezieht sich auf die Pflege des Lebensleibes, auf den physischen Leib. Hier durch Haltung, Fütterung, Pflege und Züchtung, in diesem Bereich. Hier für die Pflege der ganzen Lebensorganisation, im Hinblick auf die Humusentwickelung der Böden. Und hier durch die Bodenbearbeitung des physischen Leibes. Indem ich durch meine Arbeit diese verschiedenen Wesensglieder... Dass ich die hofindividuell zusammenbinde. Dass durch meine Arbeit erst eigentlich das individuelle Ganze des Hofes in die in die äußere Erscheinung tritt. Erst muss ich das Ganze komponieren, in diesem Sinne. Aber dann durch meine Arbeit muss ich das alles miteinander verbinden. Und das ist die eigentliche Kunst der Landwirtschaft. Und wenn ich dann durch meine Arbeit hier jetzt noch die Präparate zum Einsatz bringe, die ja eine Schöpfung ist, nicht der Natur, sondern des menschlichen Geistes... Da komme ich morgen noch mal kurz darauf zurück. Wenn ich diese Präparatearbeit unter diesem Gesichtspunkt hier betrachte, dann sind es gewissermaßen... Ist das jeweils der Leim oder der Kitt, der diese Wesensglieder miteinander verbindet und sich gegenseitig durchdringen lässt. Das ist die Aufgabe der Präparate, das wirklich zu einem in sich geschlossenen Organismus zu machen. Und das ist dann die Grundlage für die Entwicklung der landwirtschaftlichen Qualität. Und das ist Ausgangspunkt für die Ideen hier. Und die fließen ein in die Arbeit. Die Arbeit, die wir leisten, die muss durchfreut werden wieder. Wir müssen die Arbeit durch Freuen, nicht abstrakt, erledigen. Sondern wir müssen drin sein in dem Prozess. Und dann fängt an, die Landwirtschaft nicht mehr eine Last zu sein, keine Routine zu werden, wie das vielfach heute ist. Sondern im Gegenteil. Dass sie einen ständig... Das, was man tut, einen auch befeuert. Und man befeuert eben ein eigenes Tun mit seinen eigenen Ideen. Das ist eine... Man ist ständig im Gespräch mit der Welt. Und dann können wir hoffen, dass irgendwo doch wieder die Landwirtschaft wiederum aufs Neue aus der Taufe gehoben werden kann, als Kunst. Morgen dann noch ein paar Worte zu den Präparaten. &lt;br /&gt;
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Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==Transkription des Vortrages 2. Folge==&lt;br /&gt;
Wir haben ja gestern unseren Blick auf einen Sachverhalt oder einen Zusammenhang gerichtet, der nun scheinbar weitab von der Landwirtschaft liegt. Und dabei ist er eigentlich gerade der Hintergrund, von dem aus erst ein tieferes Verständnis für den biologisch-dynamischen Landbau möglich ist. Und das ist eben... Erscheint zunächst sehr fremd. Aber je mehr man sich damit beschäftigt, desto deutlicher wird es, dass man den biologisch-dynamischen Landbau überhaupt nicht verstehen kann oft, als eben auf diesem Bild Hintergrund, den ich versucht habe, gestern hier anzudeuten. Dem Gesichtspunkt folgend, dass der Mensch zur Grundlage gemacht wird, wenn es darum geht, ein Bild innerlich zu entwickeln, wie man einen Betrieb, landwirtschaftlichen Betrieb gestalten müsste. Wenn er wirklich alle Bedingungen erfüllen soll, die dem Tier gerecht werden, der Pflanze gerecht werden, dem Boden gerecht werden. Beziehungsweise dem gesamten Weltenzusammenhang gerecht werden. Denn gerade in der Landwirtschaft greift ja nun der Mensch wirklich in eine Wirklichkeit ein, die er nicht geschaffen hat. Er hat nicht die Bäume geschaffen. Er hat nicht die Pflanzen geschaffen. Ja, er hat die Kulturpflanzen gezüchtet. Und alles das, gewiss. Und die Haustiere. Aber letztlich ist das eine Naturgegebenheit. Und in die greifen wir ein. Und da sagt heute der Ökologe, also der moderne Wissenschaftler, der sagt: &amp;quot;Ja, eigentlich greifen wir ein und machen tendenziell alles kaputt, was die Natur so schön geschaffen hat.&amp;quot; Also wir sind eigentlich verurteilt dazu, als Menschen, indem wir als Menschen hier auf Erden leben, letztlich alles zu zerstören. Nicht ganz unrecht, wenn man so auf die Verhältnisse schaut. Aber ist das wirklich der Weisheit letzter Schluss? Oder ist das auch das andere möglich? Dass wir nicht nur das Gegebene zerstören, sondern dass wir das im Gegenteil weiterentwickeln, aufbauen. Das ist ja die Grundfrage, die moralische Grundfrage, vor der eigentlich die Menschheit heute steht. Und da hat der biologisch-dynamische Lanbau eben diesen Ansatz, dass er vom Menschen ausgeht. Weil der Mensch eigentlich das halt repräsentiert innerhalb des gesamten Weltganzen heute auf Erden, dass er nicht nur die Natur in sich trägt, sondern auch das in sich trägt, was ihn befähigt... Noch nicht, dass er die Fähigkeiten schon hätte, aber was ihn zumindest befähigt, gerade den Gesichtspunkt zu entwickeln, wie man diesen Naturzusammenhang nicht nur erhält, nicht nur also quasi bewahrt, was geschaffen ist, die Schöpfung. Sondern dass man sich weiterentwickelt, so wie wir uns als Menschen auch dann richtig, richtig verstehen, wenn wir uns weiterentwickeln wollen. Wenn wir stehen bleiben, da, wo wir sind, jeden Morgen ein Bierchen und dann zu Mittag noch die dicke Bratwurst und so und dann irgendwo unser Leben auf diese Art pflegen, dann halten wir höchstens einen Zustand, aber da kommen wir nicht weiter auf diesem Felde. Der Mensch ist dazu geboren, sich selber weiterzubringen. Das ist eigentlich seine Aufgabe, weit mehr zu werden, als er ist. Und das aus sich heraus. Nicht, dass ich ihm das sage, sondern das muss man sozusagen selber empfinden. Das muss man selber quasi als den Kern seines eigenen Wesens erfassen. Dass man wirklich in der Lage ist, Schritte zu tun, in seiner eigenen Entwicklung. Nun möchte ich jetzt auf diesem Hintergrund, den wir gestern betrachtet haben, mal auf unseren landwirtschaftlichen Betrieb schauen. Und sehen: Was können können wir da aus diesen Einsichten von gestern... Können wir das in irgendeiner Weise hineinschauen, hineingestalten, hineinbilden in den Naturzusammenhang? Es gibt ja den berühmten Dichter, Zeitgenossen Goethes, jüngeren Zeitgenossen, Novalis, Friedrich von Hardenberg, der heute nahezu unbekannt ist. Obwohl eigentlich im Grunde genommen also als das Nonplusultra erfasst ist, neben Goethe und Schiller. Dass er mal in seinen Fragmenten den Ausspruch getan hat: &amp;quot;Die Menschheit ist auf eine Mission! Zur Bildung der Erde sind wir berufen.&amp;quot; Die Menschheit ist auf einer Mission zur Bildung der Erde. Nicht nur zur Bildung des Menschen, sondern auch zur Bildung der Erde sind wir berufen. Das steht in den berühmten Fragmenten von Novalis. Das sind lauter Ideenentwürfe. Der ist, ich glaube, mit 29 Jahren schon gestorben. Also er hat in den jungen Jahren ein Werk vor die Menschheit hingestellt. Das ist geradezu überwältigend. Und in diesen Fragmenten sind eigentlich immer kurze Sätze, wo eigentlich eine Idee nach der andern gleichsam vor die vor einen hingestellt wird. Wo man sagt: &amp;quot;Ja, so ist es. Darauf müsste man eigentlich hinarbeiten.&amp;quot; Nun also, wir haben gestern den Menschen sehr aphoristisch und sehr grob und klotzig, möchte ich mal sagen, zunächst geschildert, in eine Drei- und Viergliederung. Und wenn wir jetzt uns vorstellen, wir hätten hier jetzt so einen landwirtschaftlichen Betrieb. Voll arrondiert. Und da stehen wir davor. Was machen wir jetzt mit dem Ding? Und vor dieser Situation steht man heute tatsächlich. Also Sie lernen jetzt alle, plus, minus, nehme ich an, auf biologisch-dynamischen Betrieben. Da ist was schon da. Aber es gibt heute Beispiele genug, zum Beispiel in der ehemaligen DDR, eigentlich bis zum heutigen Tag. War ja plötzlich blanko beziehungsweise eine Wüstenei hinterlassen, vom Sozialismus. Das Land war enteignet und jetzt musste man irgendwie sehen: Wie kriegt man das wieder einigermaßen in Kultur? Und es ist da oder dort gelungen. Aber heute sind im Grunde riesige Flächen ja schön so im konventionellen Landbau extrem in Monokulturen, dass man eigentlich sagt, das ist ja fast der mittlere Westen Amerikas. Und wenn man dann nach dem Osten geht, nach Polen, wo ich ein Projekt betreue noch, und auch vielleicht nach Tschechien oder wohin sie wollen, in den immer ehemaligen kommunistischen Ländern... In Russland ist es eine reine Katastrophe in dieser Hinsicht. Da stehen Sie plötzlich vor einem Riesenland, devastiert, Halbwüste. Da wachsen die Bäumchen, die Bäume auf den Äckern. Also wo man davor steht, ein solches Land regelrecht urbar zu machen, neu urbar zu machen. Die Gebäude verrottet, die Maschinen, wenn sie überhaupt noch existieren, dann verrostet. Einfach ungeeignet. Vor dieser Situation stand man noch im Jahr 2000. Ich zum Beispiel in Polen vor einem Betrieb heute von 1900 Hektar auf Sandboden. Reine Wüstenei. Und da fragt man sich: &amp;quot;Ja, was mache ich jetzt mit dem Ding?&amp;quot; Welches Bild habe ich? Es hängt jetzt von mir ab. Absolut. Das sagt mir kein Mensch. Die Natur sagt mir das nicht. Sondern ich muss sozusagen in mir selber ein Bild hervorzaubern, mit dem ich jetzt an diese vorhandene Wüstenei herantrete und sage: &amp;quot;Dieses Bild möchte ich hier verwirklichen.&amp;quot; Und da fragt man sich: Welches Bild habe ich nun wirklich? Und dann greift man vielleicht auf irgendwelche Konventionen zurück, irgendwelche Erfahrungen anderer. Und dann gibt es ein paar ökologische Fingerzeige. Man knüpft an Traditionen an, wie sie eben früher mal waren, vielleicht, bestenfalls. Oder aber man knallt da einen konventionellen Betrieb drauf, mit einer Biogasanlage, mit EU-Förderung. Und dann wird auf Teufel komm raus Monokultur betrieben. Das sind so die Antworten, die man dann haben kann. Aber letztlich steht man doch als Mensch vor so einem Stück und fragt sich ja: Es hängt jetzt ausschließlich von mir selbst ab, welches Bild ich jetzt verwirklichen möchte auf diesem Stück Land. Und ja, zunächst ist es so, kann man sich mal vorstellen, das ist einfach eine leere Fläche. Und ich habe jetzt die Aufgabe oder habe jetzt innerlich den Impuls, da biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen. Ja, da kann man schön den Impuls zu haben, aber der Impuls muss einen Inhalt haben, der muss lebenswirklich sein. Und wenn man jetzt versucht, mal einen solchen Lebenszusammenhang oder eben ein solches Stück Land jetzt sich vor Augen zu führen und dann mal zu schauen: Ja, was ist denn eigentlich da? Was ist wirklich von Natur aus da? Dann wird man zunächst mal sagen: Ganz gewiss ist da etwas, was naturgegeben vorhanden ist. Und das ist allemal der Boden. Das ist allemal das, was die mineralisch-physische Grundlage überhaupt jeden Hofes ausmacht. Also, man könnte sagen, das, was ich gestern gekennzeichnet habe als den physischen Leib, das findet man vor. Ja, und der ist zerstört, ein bisschen halt zerstörbar. Im Grunde genommen kann man so allzu viel doch nicht kaputtmachen. Die biologische Grundlage ist ein Fixum. Das Gestein aus dem Untergrund, was dann verwittert zum Boden und dann die verschiedenen Böden, Bodentypen hervorbringt. Also das ist alles zunächst mal gegeben. Und was da gegeben ist, das sind... Oder was den physischen Leib komponiert, des landwirtschaftlichen Hofes... Und ich sage bewusst... Nehme bewusst das Wort komponiert. Denn es geht um eine Komposition, vor der ich hier jetzt stehe. Dann ist das Material, mit dem dieser Hof sozusagen zunächst einmal komponiert ist... Wo ich nicht allzu viel dran verändern kann, sind die sogenannten vier Elemente. Die vier Elemente, die heute nicht mehr im wissenschaftlichen Gebrauch sind, aber seit griechischen Zeiten... Seit Empedokles, dem großen griechischen Philosophen und Wissenschaftler, sind die sozusagen im Gebrauch gewesen, bis in die jüngste Vergangenheit. Und das ist einmal, dass das Physische konstituiert wird mit dem, was das Feste ist, also die Erde. Und dem, was das Element des Wassers ist, also alles, was flüssig ist. Also nicht nur das Wasser, sondern jede Art von Flüssigkeit. Ob das das Blut ist oder ob es die Lymphe ist oder ob das ein Saft ist, ein Apfelsaft oder sonst was. Alles, was flüssig ist, hat man eben mit dem Element des Wassers bezeichnet. Und dann das Element der Luft und das Element der Wärme. das sind die Elemente, die im Grunde genommen, möchte man sagen, das Physische, den physischen Leib komponieren. Das ist das Material, durch das hindurch alle Wirkungen des Kosmos... Alles, was nur irgend sonst wirkt in der Welt, wirkt auch zugleich durch diese vier Elemente hindurch. Nun, das Feste der Erde, das ist die geologische Grundlage zunächst einmal. Die muss man kennen. Und wenn Sie heute Ihre Betriebe bewirtschaften, müssen Sie schleunigst mal sehen, dass ist eine biologische Karte 1:25.000... Dass Sie sich die anschauen. Wenn der Chef die nicht hat auf dem Hof, dann muss er dafür sorgen, dass dafür möglichst bald versorgt wird. Und auf dieser geologischen Karte können Sie dann genau feststellen, aus welchen Gesteinen jetzt Ihre Böden da auf Ihrem Hof entstanden sind. Ob das nun eine Sedimentation ist, junge Sedimentation, zum Beispiel wie der Löss, oder ob das eine Wasser-Sedimentation ist, ein Schwemmland, oder ob es tatsächlich kristalline Gesteine sind, die im Untergrund anstehen und die durch Verwitterung dann ihren Boden haben entstehen lassen. Das ist notwendig auf jedem Hof, diese Grundlage, die physische Grundlage zu kennen. Und ich möchte jetzt schon sagen, die allergrößten Fehler, die in der biologisch-dynamischen Landwirtschaft generell gemacht werden, das ist, dass die Kenntnisse auf diesem Feld zu gering sind. Man kennt seine Böden nicht, weil man deren Ursprung nicht kennt, woraus sie sich überhaupt entwickelt haben. Sie haben auch eine Entwicklung von über 10.000 Jahren hinter sich. Seit den letzten Eiszeiten. Allmählich haben sich diese Böden zu diesen Standorten, zu diesem Bodentypen entwickelt. Also man muss da Kenntnisse haben auf diesem Felde. Und auch, was wirklich im Untergrund ansteht an Gesteinen. Das gehört einfach für jeden... Jeder Landwirt müsste darüber Kenntnisse haben. Nun, aus dem Festen heraus entwickeln sich also unsere Böden durch Verwitterung. Es ist jetzt nicht meine Aufgabe, hier über die Verwitterung mich weiter auszubreiten. Das ist ein weites Gebiet, wie unsere Böden entstanden sind. Durch schüttweise Verwitterung des Untergrundes. Und meistens dann ein Bodenprofil entstanden ist, von vielleicht 1 Meter 20 Tiefe bis zu 2 Meter Tiefe, je nachdem, welche Art von Gestein da verwittert ist. So muss man auch den Wasserhaushalt, seines landwirtschaftlichen Betriebes kennen. Solche Dinge werden heute gar nicht mehr so furchtbar ernstgenommen, weil man so eine abstrakte Wirtschaft heute im konventionellen Landbau betreibt. Dass, wenn zu viel Wasser ist, dann drainiert man es halt weg. Und wenn zu wenig Wasser ist, dann beregnet man halt oder irgendwie solche Maßnahmen technologischer Art. Aber man muss wissen: Wie ist das jetzt mit den Quellhorizonten auf meinem Hof? Wo sind Feuchtbiotope? Wo bildet sich langsam aus Rinnsalen ein Bachlauf? Und schließlich: Wo mündet das hin? In einen Fluss? Oder man grenzt an einen See oder man baut sich einen Teich auf dem Hof. Das sind alles so Dinge, wo man eben... Ebenso, wie man aufmerksam wird auf das Feste, man aufmerksam werden muss, auf den Wasserhaushalt seiner Landwirtschaft. Und das erste, was man fragt, wenn man auf einen anderen Betrieb kommt: Was habt ihr hier für Niederschläge? Und wie sind die verteilt übers Jahr? Wenn Sie dieses wissen, ungefähr die physische Grundlage und die Niederschläge, dann wissen Sie schon ungefähr etwas, wie begabt Ihr Hof ist. Eine Landwirtschaft hat eine Begabung, so wie der Mensch eine Begabung hat. Der eine ist mehr musikalisch, der andere mehr... Sagen wir mal, geht gern lieber mit Literatur oder mit Kunst und sonstwas um. Jeder Mensch hat eine ganz spezifische Begabung, die ihn kennzeichnet. Und so hat auch jeder Hof eine spezifische Begabung, die wesentlich bestimmt wird, hier, durch die physische Organisation. Durch das Zusammenspiel von dem Festen, Flüssigen, Luftförmigen und Wärmehaften einer Landschaft. Also auch da muss man sich Kenntnisse entwickeln. Dann eben in Bezug auf die Luft. Ja, die Luft ist natürlich so, dass es das Beweglichste überhaupt ist unter den Elementen, mit der Wärme. Und die streicht natürlich über die Lande. Die ist ja nicht nur lokal gebunden, die Luftströmungen, die Winde und Stürme und Gewitter und Wasser kommt nur von oben. Und dennoch muss man sagen: Einmal muss man doch eine Kenntnis haben vom Großklima. In welchem Großklima befinde ich mich? Befinde ich mich in einer Trockenenzone, in einem... Sagen wir mal, in einem Regen-Schatten-Gebiet, wie wir hier... Auch, zum Beispiel auf dem Hof. Wir liegen im Regen-Schatten-Gebiet des Taunus. Und so muss man schon ein bisschen großräumig denken, wie sich jetzt die klimatischen Verhältnisse gerade in einer solchen Landschaft ausgestalten. Und wo sind dann Sommer-Kälte-Zonen oder Kälteeinbrüche, Spätfröste im Laufe des Jahres? Das hängt ja sehr stark mit dem Klima dann insgesamt zusammen. Und davon hängen auch unsere Kulturen ab, die ich dann anbaue. Und so ist es mit der Wärme. Die Wärme ist natürlich etwas ganz Besonderes, weil man die Wärme gar nicht fassen kann. Man kann ja natürlich fühlen, wenn irgendetwas warm ist, gewiss. Aber als Begriff Element wird sie heute über Bord geschmissen. In der Physik gibt es heute den Begriff der Wärme als Wärme nicht mehr. Schon seit Francis Bacon... Also Lord Bacon, der Baco von Viola, hieß er auch, der Begründer der Experimentalphysik, der hat die Wärme abgeschafft. Hat aber gesagt: &amp;quot;Die gibt es gar nicht. Das ist nur ein Bewegungszustand der Materie. Ein Bewegungszustand der Materie, das ist die Wärme. So wird sie heute definiert. Und ist also nur ein Zustand, dass das Wasser warm wird. Dann bewegen sich die Moleküle des Wassers entsprechend stärker. Und so ist es mit der Luft. Sauerstoff und Stickstoff in der Luft fangen an so stärker sich zu bewegen, durch Wärmeeinfluss. Und so ist es auch, wenn ich, sage ich mal, ein Gestein verschmelze. Da führe ich Energie zu und dann bewegen sich entsprechend die Moleküle. Die kommen plötzlich in Fluss. Das ist die Vorstellungsweise der materialistischen Auffassung heute. Die Wärme existiert gar nicht mehr. Dabei ist sie natürlich für uns. Wir erleben ja die Wärme unmitelbar. Das ist eine Tatsache. Wir leben in der Wärme. Das Ich des Menschen. Sein Geist, das Geistwesen lebt in der Wärme von 37 Grad Celsius oder 36,6 Grad Celsius. Das ist unsere Wärme. Und die halten wir auch. Und wenn wir die nicht halten, dann werden wir krank, sowohl wenn sie zu tief runter geht, als auch, wenn sie zum Fieber aufsteigt. Da merken wir: Das können wir so nicht ertragen. Also das Wärmeelement ist das geheimnisvollste unter allem. Und die Wärme durchdringt die Luft. Die Wärme durchdringt das Wasser, durchdringt das Feste der Erde. Und jetzt muss ich auch bei meinem landwirtschaftlichen Betrieb fragen: Wie sind die Verhältnisse hier? Also wie ist der Jahreslauf vom Frühjahr über den Sommer? Habe ich da ausgesprochene Hitzeperioden? Also bestimmt mich einfach die Wärme, bestimmte Maßnahmen zu ergreifen, um das ein bisschen auszugleichen? An der physischen Organisation und dem physischen Leib unseres Hofes können wir verhältnismäßig wenig verändern. Natürlich, wir verändern heute nicht wenig durch die modernen Technologien. Also sagen wir eben, da ist ein Wasserüberschuss und der ist normalerweise immer Grünland. Deswegen heißt das Grünland. Grünland kann sich ja nur entwickeln bei hohen Grundwasserständen oder eben, wenn genügend Wasser einfach zur Verfügung steht. Also zum Beispiel durch entsprechende Niederschläge. Also der hohe Wasserverbrauch des Grünlandes ist dadurch gestillt oder ist dadurch befriedigt, dass da eben genügend Wasservorräte vorhanden sind. Deswegen finden wir Grünland klassisch immer in Vorfluter-Nähe, immer um die Seen herum, um die Flüsse herum, die Flüsse begleitend. Da kommt das Grundwasser relativ oberflächennah herangeströmt und mündet dann ein, in den Vorfluter. Und wenn man nun meint, das Grünland bringt sowieso nichts, also bringe ich es um, drainiere das ganze Zeug, senke den Grundwasserspiegel ab und baue Mais an. Und das ist so das üblichen Verfahren gewesen in den 70er Jahren, 80er Jahren, heute ist es verboten. Die dürfen kein Grünland mehr umbrechen. Also wenn es da ist, darf man es nicht mehr umbrechen. Also das ist schon auch... Da hat der Gesetzgeber mal eine ganz gute Tat vollbracht, den Grünland-Umbruch zu verhindern. Auf der anderen Seite ist es natürlich alles Murks. Alle Gesetzgebung in der Landwirtschaft ist letzten Endes Murks, weil die immer ausgerichtet ist auf Fehlleistungen einer zu stark ökonomisierten Landwirtschaft. Zu stark einseitig ausgerichtet. Da entstehen dann die großen Probleme und dann macht man ein Gesetz. Und das gilt dann für alle. Und da leiden dann zum Beispiel die biologisch-dynamischen Betriebe darunter gewaltig. Denn der Landwirt muss entscheiden, wo er was macht. Und hier ist er ständig eingeschnürt. Deswegen hat man den Eindruck, als moderner Landwirt den Eindruck, dass da jetzt mal so Schnüre hier unten so darum herumgebunden werden. Und die Schnüre werden immer dichter hier um den Brustkorb und zuletzt um den Hals. Und dann kann man sie zuletzt noch aufhängen. Es ist unglaublich, was wir eine Überregulierung heute in der Landwirtschaft haben. Aufgrund dieser Tatsache. Man ist nicht mehr so ein freier Mensch in seinen Entscheidungen. Also man kann bewässern, man kann entwässern, das kann man. Wird ja heute in größerem Stil gemacht. Ich möchte sagen, die in Anführungsstrichen leistungsfähigste Landwirtschaft heute in der Welt ist die in Halbwüstenzonen, in wässerbaren Halbwüstenzonen. Da ist die eigentliche Produktion heute in der Welt. Da scheint das ganze Jahr die Sonne und das Wasser wird irgendwo hergeholt. 79 % der gesamten Süßwasser-Vorräte beansprucht die Landwirtschaft heute weltweit für sich selbst. Das ist irre. Also man kann bewässern, entwässern, man kann terrassieren. Das ist eine klassische Methode, auch in der Landwirtschaft immer gewesen, zu terrassieren. Der Weinbau existierte nur auf der Basis der Terrassierung. Heute sind die Weinreben alle in Linien, in der Fall-Linie des Hanges angelegt und nicht mehr quer dazu. Früher war das alles horizontal. Weinberg-Mauern. Die haben die Wärme zurück gestrahlt und haben dadurch für eine bessere Qualität noch gesorgt im Weinanbau. Auch der Obstbau war terrassiert. Und so ist der ganze mediterrane Raum ursprünglich eine Terrassenwirtschaft gewesen. Und auch hier in Mitteleuropa spielte die Terrassenwirtschaft eine ganz große Rolle. Aber das erfordert, dass man Mauern baut. Und das waren alles Felssteinmauern. Das war eine Kunst, eine hohe Kunst. Die habe ich noch gelernt in meiner Jugend, wie man Weinberg-Mauern baut. Aber die musste 50 Jahre halten, so hat man normalerweise gesagt. Dann musste man sie also wieder erneuern und terrassieren. Aber sonst: Sie können keine Hügel, keine Berge versetzen. Also Sie finden eine bestimmte Geomorphologie, eine bestimmte Landschaftsgestalt vor. Und mit der müssen Sie sich jetzt zurechtfinden. Ebenso finden Sie ganz bestimmte Böden vor. Wenn Sie jetzt auf einem Sandboden hocken, dann hocken Sie... Sind Sie das ganze Jahr, Ihr ganzes Leben lang mit dem Sandboden verheiratet, ne? Und wenn Sie auf einem Tonboden hocken, dann ist genau das Gegenteil der Fall. Schwerer Boden, sehr kalt, mühsam in die Gänge zu setzen. Und so weiter. Da sind Sie mit dem verheiratet, oder? Oder Sie haben einen milden Lehm. Schwarze Erde möglicherweise. Ja, da kann man drauf spielen wie auf einem Klavier. Variationen. Also man ist zunächst einmal doch sehr weitgehend gebunden von dieser Naturbegabung des Hofes. Und jetzt gibt es eben ein zweites Glied, abgelesen jetzt vom Menschen. Und das ist seine Lebensorganisation oder Lebensleib. Und das ist natürlich eine große Frage: Was ist eigentlich... Kann man überhaupt von einem Lebensleib eines Hofes sprechen? Und wo finde ich den? Wo treffe ich den an? Ist es die Pflanzendecke? Gewiss, irgendwo ja. Und doch nicht. Denn die Pflanzendecke ist ja nur die Offenbarung von etwas. Ja, die Pflanzendecke. Ich sehe ja nur die Oberfläche. Ich sehe nur die wachsende Pflanze. Noch nicht mal die wachsende Pflanze, sondern wie die Pflanze sich in der Zeit verwandelt. Dann entwickle ich den Begriff der Entwicklung oder des Wachstums. Ja, also ich sehe das... Was da wächst, sehe ich ja gar nicht. Vor allem gucke ich zur Sonne hoch und sage: &amp;quot;Ja, also offensichtlich wächst da nur was, wenn die Sonne scheint.&amp;quot; Und je intensiver die Sonne scheint und genügend Feuchtigkeit und so weiter da ist, dann wächst es und wächst es und wächst es. Und wenn das alles nicht der Fall ist, dann wächst es eben nicht. Also irgendwo ist da ein Übersinnliches, ein nicht in die sinnliche Erscheinung Tretendes, was dieses Wachstum hervorbringt. Und das nennt man dann den Lebensleib, Gebilde, Kräfte. Und die sind eben nicht nur irdischer Art, sondern die sind kosmischen Ursprungs. Also da merkt man plötzlich, da ist eine ganz andere Wirklichkeit als die hier. Wenn man jetzt hier nur auf das Physische schaut. Und jetzt ist es aber doch so, dass Sie als Landwirt, als Gärtner am allermeisten gefordert sind, jetzt diesen Lebensleib doch zu gestalten. Sie müssen ein Übersinnliches gestalten, können das aber gar nicht, weil das für Sie zunächst keine Wahrnehmungssphäre ist. Aber Sie können gestalten an dem, was der Lebensleib schafft. Und das ist die einzelne Kultur, die Sie anbauen. Die Bäume, die da auf ihrem Gelände stehen, das Grünland, die Gräser, die Kräuter, die da wachsen. Das ist eine ungeheure Fülle verschiedener Erscheinungsformen dieses Verborgenen, ätherisch Lebendigen, also ein Kräftekonglomerat, was da wirkt. Und jetzt, wenn dann eine ganz bestimmte Pflanzengestalt sich und dann schließlich äußert, also wird der Landwirt in dem Augenblick Künstler. Wirklicher Künstler, wenn es darum geht, den Lebensleib eines landwirtschaftlichen Betriebes zu gestalten. Und nun ist dieses Künstlertum was ganz Eigenartiges, denn Sie müssen ja erst mal alles kaputt machen. Also ich meine jetzt, extrem gesprochen. Sie müssen erst etwas, was naturhaft ist, seiner Naturhaftigkeit entkleiden. Denn eigentlich hat dieser Standort, wo sie Ihren Hof darin haben... Der hat ja früher mal ganz anders ausgesehen. Im Mittelalter waren das alles Sumpflandschaften, überwiegend, in Deutschland. Die Flüsse waren ja reguliert und das Wasser stand in den Landschaften. Es war kaum Gefälle. Norddeutschland war ganz und gar davon geprägt. Aber auch hier viele, viele Gegenden. Die keltischen Namen der Dörfer und Städte hier im Umkreis, die gehen alle auf keltische Ausdrücke zurück, die Sümpfe beschreiben oder auf Sümpfe sich beziehen, auf Sumpfgebiete. Also das ist ja, ich möchte sagen, das, was man dem Menschen heute vorwirft von ökologischer Seite, dass er, wenn er eingreift in die Natur, da muss er erst mal alles irgendwie verändern. Er muss Bäume fällen, wenn da ein Wald steht. Ich muss ja eine Lichtung schlagen. Das haben sie im frühen Mittelalter gemacht. Alle Dörfer sind aus Waldgebieten heraus mehr oder weniger gewachsen. Wenn man mal von den (Schwarz-Gebieten?), den Löss-Gebieten Deutschlands absieht, ist das so. Da hat man eben die Bäume, da hat man den Wald gefällt und hat jetzt eine solche Lichtung geschlagen, hier so ein Riesending. Und jetzt hat man angefangen zu kultivieren. Und die Art, wie man dann angefangen hat zu kultivieren, ist wiederum ein Menschheitserbe aus vorchristlichen Hochkulturen. Denn was sie gemacht haben, nämlich, ich sage mal, im achten, neunten Jahrhundert oder siebten Jahrhundert, wo das entstanden ist... Dieses Prinzip, was ich hier schildere. Was Sie gemacht haben, ist nur das Ganze zusammengefasst, das ganze Erbe der vorchristlichen Hochkulturen. Denn keine Kulturpflanze, kaum eine, könnte man sagen, unter den heimischen Kulturpflanzen, ist nach dem dritten vorchristlichen Jahrtausend entstanden. Alle davor. Zwischen dem fünften und dritten vorchristliche Jahrtausend sind unsere Kulturpflanzen entstanden. Und unsere Haustiere sind entstanden seit dem achten vorchristlichen Jahrtausend. Das sind keine Schöpfungen von uns, da waren wir überhaupt nicht mehr in der Lage dazu. Und wenn wir heute meinen, wir könnten züchten in der Landwirtschaft, dann ist das ein sehr flacher Begriff. Denn Züchtung heißt ja heute, ich möchte sagen, das Gegebene, was da ist, an Kulturpflanzen zu manipulieren oder in irgendeiner Weise zu verwandeln, Variation herzustellen, eine neue Sorte zu schaffen. Aber eine prinzipiell neue Kulturpflanze, das kriegen wir heute nicht hin. Da sind wir völlig außerstande. Das muss man sich mal klarmachen Wir arbeiten mit dem Kapital der Vergangenheit und variieren es im Wesentlichen. Auch in der Haustier Züchtung ist das nicht anders. Also wir müssen also jetzt das Naturbiotop, was wir hier ursprünglich vorfinden, in ein Kulturbiotop verwandeln. Also die Einseitigkeit, die wir hergestellt haben, dass wir alles hier beseitigt haben, müssen wir jetzt kompensieren, aber auf höherer Stufe gewissermaßen. Und dazu ist eben erforderlich, dass wir, weil wir ja da jetzt sogar noch den Boden bearbeiten, dass wir da Saaten vornehmen... Wintersaaten, Frühjahrssaaten. Dass wir da also Ackerbau betreiben. Also ich schreibe mal hin: Ackerbau. Und innerhalb des Ackerbaus und Gartenbaus müssen wir jetzt die Einseitigkeit ausgleichen, kompensieren, durch eine Fruchtfolge. Die hohe Kunst der Fruchtfolge. Dass wir jetzt die Fruchtfolge so aufbauen, nicht nach Verkaufsfrüchten, die nach dem auslaufenden Markt gehen. Das möchten wir natürlich gerne. Weil die bringen ja Geld. Sondern die Vorsorge gestalten nach der Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit. Nach dieser Maxime. Also insbesondere, um den Humusgehalt der Böden auf einem bestimmten Niveau zu halten oder gar zu steigern. Also ich muss jetzt hier versuchen, in der Gestaltung des Lebensleibes meine Kulturen so zu ordnen, in einer Fruchtfolge, dass der Boden, die Bodenfruchtbarkeit nicht abgebaut wird, sondern sich immer weiterentwickelt, mit meinen eigenen Maßnahmen weiterentwickelt. Ich kann da jetzt nicht in Details gehen. Und dann geht es darum, und das ist auch entscheidend, dass wir den Gartenbau, der ja sein eigenes Schicksal hat, seit dem 19. Jahrhundert, wo er ausgegliedert worden ist aus der Landwirtschaft, heute wieder heimgeholt wird. Eigentlich gehört der Gartenbau als Glied, als Organ, in einen solchen landwirtschaftlichen Organismus. Der muss heimgeholt werden, so möchte ich mal sagen. Der ist heute dezentralisiert und intensiv betrieben. Wo dann in Monokultur oder gar und unter Glas... Oder noch gesteigert, in Gebäuden. Oder wo vom obersten Stockwerk die Aussaat erfolgt und unten kommt der fertige Salat raus. Das sind dann wirklich Entwicklungen, die man heute anstrebt. Aber wenn man wirklich ordnungsgemäß vorgehen will, wenn man wirklich der Natur gemäß, im höheren Sinne gemäß handeln will, muss der Gartenbau wieder in diesen Gesamtzusammenhang eingebettet werden. Er hat eine Organfunktion im Organismus. So, wie die Niere oder die Leber oder der Magen, die Verdauungsorgane, was auch immer, das Herz. Das sind Organe im Organismus. Und alle müssen zusammenwirken, ineinanderwirken, dass da der Organismus lebensfähig wird. Und so müssen wir sehen: Wie wird jetzt das Ganze lebensfähig? Und da gehört nicht nur der Gartenbau dazu. Also ich sage mal, Feingemüse, Grobgemüse und Kräuter und Blumen. Blumen, dass das ganze Jahr hindurch irgendwas Blühendes in der Landschaft ist, das kann man heute auch machen, dass man den Gartenbau in gewissem Sinne integriert in den Ackerbau, mit Blühstreifen und solche Sachen. Da hat ma ja heute große Möglichkeiten. Es gehört aber auch dazu, der Obstbau. Obstbau, der muss reintegriert werden, auf die Höfe. Das ist ein Organ im Organismus der Landwirtschaft. Ein Hochstamm. 80-jährig oder 60-jährig. Da draußen. So ein dicker Obstbaum. Mit einer Mordskrone oben, der heute überhaupt keine Bedeutung mehr hat wirtschaftlich, weil es viel zu teuer ist, irgendwie die Äste zu schneiden und dann noch zu ernten. Und so weiter. Ein solcher Obstbaum beherbergt über tausend Insektenarten. Das waren Forschungen. Anfang der 50er Jahre wurden die angestellt. Da hat man zum ersten Mal entdeckt, was für ein Ökosystem so ein Obstbaum alleine für sich selbst ist. Nicht? Über tausend Insektenarten, die jetzt alle in einem Beziehungsverhältnis zueinander stehen. Und dann differenziert man innerhalb dieses Kosmos, kann man fast sagen, Schädlinge und Nützlinge. Furchtbare Begriffe, fürchterliche Begriffe. Das macht man einfach. Spricht man so. Und wenn Sie mal so ein bisschen in die Geschichte zurückschauen: Das haben Sie alles selbst nicht erlebt. Aber ich habe es noch erlebt. Da hat man vom Volksschädling gesprochen. Das war bei den Nazis der Fall, im Dritten Reich. Der eine Mensch war ein Nützling und der andere war ein Schädling. Und so hat man sie auch behandelt. Und so behandeln wir heute unsere sogenannten... Also unsere Insektenwelt, unsere Vogelwelt, je nachdem. Unter diesen Begriffen Nützling und Schädling. Die Denkungsart ist da kein bisschen anders. Also wir müssen... Der Obstbau hat eine ungeheure ökologische Bedeutung. Auch ein Organ. Jeder Baum, einzeln stehende Baum irgendwo in der Landschaft hatte... Ob es jetzt ein Obstbaum ist oder ein anderer. Hat eine Organfunktion im Gesamthaushalt des Hofes. Und so ist es eben mit der Wiesen- und Weidewirtschaft. Auch diese gehört natürlich hier herein. Die Wiesen, die spielen ja heute keine große Rolle mehr. Aber Weiden. Ja. Leider Gottes gibt es keine Wiesen mehr, die sind einfach ökonomisch zu teuer. (Zweischwürig?) und sehr kräuterreich. Die geben ja keine große Masse, aber die beste Qualität, die man sich denken kann, natürlich. Aber da legt man ja heute sowieso keinen großen Wert drauf. Also die Devise ist verschwunden aus unserer Landschaft. Die war früher landschaftsbeherrschend. Und heute die Weiden, die die Landschaften beherrschen. Und hier geht es eben darum, dass hier wirklich die Feuchtbiotope oder alles das, was ich vorhin schon geschildert habe, dass wir die als Grünland pflegen, als Grünland, als Organe im Organismus der Landwirtschaft betrachten. So ist es mit den Hecken, so ist es mit dem Wald. Der Wald gehört eigentlich in die Landwirtschaft. Heute sind alle Staatswald und so. Es gibt noch Bauernwälder. Aber das ist... Also im Grunde genommen ist der Wald auch ein Organ der gesamten Kulturlandschaft und auch eben als Gehölze, einzelne Gehölze in der Feldflur draußen auf den Weiden, sagen wir mal, so kleine Waldungen von größter Bedeutung. Und insbesondere die Hecken. Die Hecken, da möchte ich nur noch ein Wort dazu sagen. Es gibt ja Gebiete, wie auch hier, der Dottenfelderhof. Aber andernorts es wohl so gut wie keinen Wald gibt. Auch in großen Börde-Landschaften von Natur aus nicht. Und da kann man sich dadurch aushelfen, dass man Hecken anbaut. Denn die Hecke ist ein Wunderwerk. Denn die größte Verdichtung an Insektenwelt, an Vogelwelt, an Kriechtieren findet man in den Waldsäumen, den Waldrändern, da, wo der Wald übergeht. Wo die offene Landschaft, der Acker oder die Wiese oder Weide übergeht in den Wald. Da in dem Waldrand, da findet man die höchste Verdichtung. An diesen, na, also, sagen wir, der niederen Fauna insbesondere. Sodass die Waldränder eine unglaubliche ökologische Funktion haben in der Kulturlandschaft insgesamt. Da findet man krautartige Natur im Jahreslauf. Und dann findet man buschartige, niedere Büsche, höhere Büsche. Dann mittlere Stämme, dann Hochstämme. Das baut sich so auf. Und da findet man sozusagen die ganze Vielfalt versammelt. Wenn Sie eine Hecke anlegen in der Landwirtschaft, dann machen Sie dasselbe, aber doppelt. Weil jede Hecke, wenn sie gut angelegt ist, hat diese beiden Seiten, denn nach beiden Seiten ist ein Waldrand. Und nach beiden Seiten hin korrespondiert jetzt diese Hecke mit dem umliegenden Land und schafft überall Ausgleiche, kompensierte Einseitigkeiten. Und so weiter. In Bezug auf die ganze Fauna, die da in den Hecken lebt. Man hat mal gezählt, was in so einer hohen Hecke an Tierwelt zu finden ist. Dann kam man auf 3000 Arten. Und auch das Niederwild sucht ja immer dann auch Schutz in den Hecken und so weiter. Also wenn Sie das zusammennehmen, dann baut der Landwirt die Kulturlandschaft. Nicht der Naturschutz, nicht der Staat, nicht die Verordnung. Sondern das Bild der Landschaft erfließt aus diesem Prinzip notwendig. Wenn der Landwirt wirklich sein Geschäft, sein Handwerk richtig versteht, baut er Kulturlandschaft. Er baut einen Lebenszusammenhang auf seinem Hof. Da ist nicht alles verkaufsfähig, was er da macht. Sondern er ist sozusagen wirklich mit einer Ganzheit befasst, die dann aus sich heraus produktiv wird, in Bezug auf die Verkaufsfrüchte und so weiter. Aber er muss Sorge tragen, dass das wirklich jetzt hier eine lebendige... Eine Leibesbildung ist, dass jeder Hof seinen Lebensleib bildet. Und das ist unsere Aufgabe. In der Ökologie nennt man das ein Biotop. Die Natur baut Biotope. Und was machen wir? Das Biotop kaputt. Jetzt müssen wir selber ein neues schaffen. Ein Kultur-Biotop. Also das ist eine künstlerische Frage. Und da muss man einen Blick haben für Landschaften. Und merken, dass man immer da Maße setzt, maßvolle Zusammenhänge. Das ist es gerade, das, was der Mensch beitragen kann. Die Natur schafft ihr eigenes Maß, gewiss. Im brasilianischen Urwald finden Sie auf einem Hektar mindestens 100 Baumarten. Auf einem Hektar. Keine Baumart steht neben der anderen, zuerst alle anderen. Und heute ist man schon dazu gekommen, zu sagen, bis zu 400 Baumarten. Also eine unglaubliche Vielseitigkeit. Und so schafft die Natur, da ist sie uns Vorbild. Und jetzt müssen wir sehen, wie wir diesen Lebensraum wirklich zu einer Ganzheit entwickeln wollen, müssen wir diese Vielseitigkeit selber auch herstellen. Aber in maßvollen Beziehungen, die wir selber setzen. Und dann wird der Hof gesund. Wenn der Lebensleib vielseitig genug gestaltet ist, dann gedeiht eigentlich das Ganze des Hofes. Dann gibt es keine einseitigen Krankheitszustände, also keine großen Einbrüche oder dergleichen. Vielseitigkeit ist hier angesagt. Jetzt gibt es eben noch ein drittes Glied in unserem landwirtschaftlichen Zusammenhang, das ist der Seelenleib. Und für den gilt dasselbe. Dasselbe, was ich jetzt schon hier gesagt habe. Ich kann das Seelische nicht sehen. Ich kann nur sehen, wie es sich verkörpert in den einzelnen Tierarten. Und selbst das kann ich noch nicht sehen. Sondern ich kann nur sehen, was die Tiere machen, was ihre Wirkungen sind, wie sie sich verhalten. Das ist ein unmittelbarer Ausdruck dessen, was hier leibgebunden sich seelisch inkarniert hat. Und jetzt muss man jetzt sehen, dass man auch um den Seelenleib, sozusagen das, was so unsichtbar ist, aber auch wirksam... Das ist eine wirksame Welt. Die ist höher anzusetzen als das bloß Lebendige oder das Physische. Dass diese Welt auch wiederum genügend sich äußern kann in aller Vielfalt. Und die offenbart sich ja natürlich für uns zunächst einmal in der Tierwelt. Es gibt auch seelische Kräfte-Wirksamkeiten, die nicht sich im Tier offenbaren und deren Wirkungen aber auch für uns beobachtbar sind. Das ist zum Beispiel, wenn eine Pflanze zum Blühen kommt. Das ist ja immer wieder aufs Neue unfassbar. Eigentlich ist die Pflanze dazu veranlasst, immer weiter zu wachsen, immer weiter zu wachsen. Und wenn ich ordentlich Stickstoff draufknalle, dann wächst der auch tatsächlich immer weiter. Da wird dr Blühprozess sozusagen verhindert oder jedenfalls stark gedrosselt. Solange die Pflanze wächst, ist es sozusagen... Lebt sie ihre eigene, ureigenste Natur aus. Und jetzt werden die Blätter immer kleiner und immer kleiner, verschwinden zuletzt im Stängel. Und dann sprüht der Stängel auf, wie am Beispiel Schafgarbe. Nein, das habe ich noch nicht gemacht. Also wie man das halt beobachten kann. Plötzlich sprüht der Stängel auf, teilt sich auf und dann bildet sich plötzlich ein Blütenschirm oder eben eine Blume. Das ist ein unglaublich faszinierendes Phänomen. Weil das widernatürlich ist für die Pflanze. Zunächst einmal. Dass sie eigentlich immer weiter wachsen will. Das ist ihr Element, die Wiederholung von Blatt zu Blatt, immer weiter. Die würde bis zum Mond am liebsten wachsen. Und plötzlich kommt da ein Impuls von außen, nicht von innen... Beim Tier kommt ervon innen. Bei der Pflanze kommt er von außen. Und berührt die Pflanze gerade dann. Und dann wird das Wachstum zurückgedrängt und eine Metamorphose findet statt und sie blüht auf, in Farben, in Formen, wo sie ihr eigenes Wesen seelisch offenbart. Obwohl sie gar nicht inkarniert ist wie beim Tier, sondern das Seelische der Pflanze. Deswegen hat ja Linné, der große Systematiker des Pflanzenreiches, im 18 Jahrhundert die Pflanzen allesamt systematisch nach den Blüten geordnet. Weil in der Blüte das Spezifische einer Familie, einer Gattung, einer bestimmten Pflanzenart hervortritt. In der Blüte offenbart sich die Pflanze in ihrer eigentlichen höheren Wesenheit. Aber es ist nur Bild eines Bildes. Noch nicht mal Bild, sondern es ist ein Bild eines Bildes, was ich da anschaue, wenn ich eine Blüte anschaue. Also da haben wir es mit einer Astralität zu tun, mit Seelenkräften, mit dem Sonnenlicht. Denn da ist die Sonne sehr unmittelbar daran beteiligt. Mit dem Sonnenlicht einströmen. Und in dem Sonnenlicht leben die Bildekräfte, die die Pflanze wachsen lassen. Und es leben jene Kräfte, die sie ersterben lassen in die Form, in die äußere Gestalt. Aber ich möchte mich erst mal beschränken auf die Tierwelt. Und wenn wir jetzt die Bedeutung der Tierwelt betrachten, in Bezug auf unseren Hof, den Hoforganismus, dann müssen wir da zwei große Bereiche unterscheiden. Und das eine ist die Wildfauna. Also die Wildfauna, das ist alles das, was man heute nicht als Nutztier bezeichnet, was einfach da ist oder auch nicht da ist. Also was von Natur aus sozusagen sich da einfindet. Das ist die Wildfauna. Und das andere ist die Haustierfauna. Das sind zwei verschiedene Paar Stiefel sozusagen. Und die möchte ich kurz charakterisieren. Schauen wir zunächst einmal die Wildfauna an. Also Wildfauna. Da möchte ich jetzt einmal absehen von den Säugetieren innerhalb der Wildfauna. Das ist häufig der Hirsch oder das Reh oder den Hasen, was da so kreucht und fleucht auf unseren Höfen. Ist ja wunderbar, wenn die da sind. Die ziehen sich immer mehr zurück. Was hatten wir hier früher Hasen auf dem Hof. Und heute muss man lange, lange suchen, bis man einen findet. Was hatten wir hier rehe auf dem Hof. Schutz bieten wir genügend an. Auch Futter bieten wir genügend an, aber diese Straße da oben ist eine Todesfalle. Und alles Übrige ist jetzt so umbaut. Und da ist der Fluss und so. Und dann plötzlich sind wir da eine fast säugetierfreie Fauna geworden, hier innerhalb dieser ganzen städtischen Umgebung. Es ist ein Jammer. Naja, Kaninchen haben wir noch, Füchse haben wir noch, lauter solche Sachen. Die sind schon auch noch da. Aber mal davon abgesehen, möchte ich vier Gruppen einer Wildfauna nennen, die gerade unter der Pflege des Landwirts stehen sollten. Wie eben die gesamte Fauna. Ich meine, wenn wir, sagen wir einmal, Hasen oder sonstiges Wild auf dem Hof haben, müssen wir Hege und Pflege betreiben. Das ist heute auch ein Begriff, der fast aus der Jagdwissenschaft nahezu verschwunden ist. Hege und Pflege. Wir können sie nicht einfach sich selbst überlassen, sondern müssen da auch eingreifen. Dass es alles im Gleichgewicht bleibt. Diese vier Gruppen einer Wildfauna, die haben eine unendliche Bedeutung und bringen äußerlich so gut wie überhaupt keinen Nutzen. Aber bringen von unendlicher Bedeutung einen überirdischen Nutzen. Wenn man das Ganze ins Auge fasst. Da gibt es also eine Gruppe, das sind die Wirbellosen. Das sind die, die in der Evolution eine sehr frühe Stufe bewahrt haben, bis zum heutigen Tag. Die gehen herauf bis zu den Amphibien, also Fröschen, Kröten und so. Sie fangen gerade an, ein Skelett auszubilden. Die Frösche haben ein Skelett, aber zunächst haben sie keins. Zunächst sind sie ja Kaulquappen, die schwimmen im Wasser rum wie ein Fisch. Also diese ganze wirbellose Tierwelt findet für uns in unserer Landwirtschaft einen besonderen Repräsentanten. Es gibt viele Repräsentanten, aber einen ganz besonderen, herausragenden. Und das ist der Regenbogen. Und zwar der Tauwurm, der Lumbricus terrestris, wie wir sie auf den Äckern haben. Der Tauwurm, der so bis zu dieser Länge werden kann. Und dann gibt es natürlich die Kompostwürmer, diese roten, kurzen und vielleicht so langen. Das sind ganz unterschiedliche Wurmarten. Aber nehmen wir mal den Lumbricus terrestris. Also der Tauwurm, wie wir ihn draußen im Boden finden. Das Ist ja ein ganzes Wunder für sich, was der eigentlich macht. Ich kann mich jetzt darüber nicht länger auslassen, aber kann nur so viel sagen, dass es hier sich um... Dass der hier ja sich nicht mit dem anorganisch Toten, aber mit dem Absterbenden im Boden beschäftigt. Alles, was abstirbt an Pflanzensubstanz, nicht die frische, er frisst keine frische Pflanzensubstanz. Es gibt Ausnahmen, die ich auch beobachtet habe. Aber das ist also eigentlich nicht der Fall. Sondern nur abgestorbene Substanz. Und die verarbeitet er innerlich in seiner Darmpassage. Wie gesagt, da müssten wir länger drüber reden, also das würde den ganzen Vormittag, eine Stunde dauern, wenn man das mal im Detail verfolgt. Was das für ein weisheitsvoller Vorgang ist, der sie da abspielt im Regwurm. Und dann frisst er ja nicht nur Pflanzensubstanz, sondern er frisst auch Tonmineralien und Feinsand. Das braucht er auch für seine Verdauung, für den Magen, mit Feinsand und Grobsand. Und dann wird das alles zermahlen in seinem Magen. Und dann sorgt er sogar dafür, durch Säureausscheidungen beziehungsweise im Gegenteil durch Kalkausscheidungen den Säuregehalt seiner Nahrung zu neutralisieren. Sodass der Regenwurmkot immer ungefähr PH sieben hat. Wenn auch alles andere noch unter PH sieben ist. Also Säuregrad ist damit gemeint. Also wenn es so bei PH sechs oder 6,5 liegt. Dann tut der Regenbogen sozusagen das Neutralisieren auf PH sieben. Und er holt sozusagen jetzt von unten nach oben die Erde herauf, entgegen der Schwere. Aus seinen langen Röhren, die bis zu 7 Meter Tiefe gehen können im Löss. Holt er das Material hoch und lagert es oben ab. Bis zu 100 Tonnen pro Jahr, pro Hektar. Er verjüngt unsere Böden, von Jahr zu Jahr. Wir merken es nicht auf dem Acker. Im Grünland bemerkt man sehr wohl. Und ich habe mich immer wieder gefragt, warum eigentlich in den alten Kulturstätten der Menschheit... Also sagen wir mal, ein griechischer Tempel oder irgendwo sonst in Sizilien oder wo auch immer so Altertümer rumliegen. Warum die halb überwachsen sind. Man muss sie eigentlich quasi ausgraben. Das hängt mit dem Regenwurm-Leben zusammen. Die Regenwürmer bauen jedes Jahr die Erde auf. Dafür sinken die Steine. Und baut die Erde auf durch ihre Ausscheidungen. Gerade in kalkreichen Gebieten ist das besonders deutlich zu sehen. Und das trifft ja für den ganzen mediterranen Raum zu. Also der Regenwurm. Der ist ein Plastiker des Erdig-Festen. Das hier. Der plastiziert den Boden. Der schafft Hohlräume, wodurch der Boden umso intensiver atmen kann. Und der Boden atmet ja wie Mensch und Tier. Er atmet CO2 aus und Sauerstoff ein. Und der Regenwurm sorgt aktiv dafür, wenn er sich rein senkrecht im Boden hoch bewegt... In seiner Röhre pumpt er den Kohlendioxyd, was schwerer ist als Luft, aus dem Boden raus. Und wenn er runtersausr in seiner Röhre... Und die sind ziemlich schnell die Regenwürmer. Erstaunlicherweise. Ziehen die wieder Außenluft, nämlich sauerstoffhaltige Außenluft wieder in den Boden ein. Er fördert aktiv die Bodenatmung. Und so weiter. Also, es sei nur angedeutet. Hier haben wir es mit einem Reich zu tun. Und der Regenwurm ist nur Repräsentant von vielen, vielen anderen Arten. Auch Insektenlarven und was da an Larven im Boden leben. Alle haben sie diese Tendenz, in ihrem Larvenstadium so zu wirken, ähnlich wie der Regenwurm. So, das ist eine Gruppe. Die zweite Gruppe. Also ich sage, er ist der Plastiker des Festen. Und diese zweite Gruppe sind die Fische. Ja, das fragt man sich wirklich. Was haben die Fische eigentlich für eine Bedeutung? Also wenn sie auf dem Teller liegen, schön zubereitetet. Die Fische haben eine unglaubliche Organfunktion im gesamten Haushalt der Landwirtschaft. Weil sie sind eigentlich ihrem Wesen nach die Plastiker des Flüssigen. Zu jedem Hof gehört ein Teich oder zumindest in Bachlauf, wo man dann wirklich dafür sorgt, dass da die Forellen drin sind, wenn es ein sauberes Wasser ist. Oder ein Teich. Oder eben er grenzt an einen See oder, wie hier, an einen Fluss. Dass man auch sein Augenmerk lenkt auf das Reich der Fische. Und deren Dasein eben ein Organ der Organfunktionen der gesamten umgebenden Landschaft bedeutet. Dadurch, dass sie das Wasser tatsächlich plastizieren durch ihre Bewegung. Wenn Sie mal an den Schwarzwald-Bach herantreten, da kann man das noch beobachten. Und sehen, wie die Forellen da drin herum huschen. Man sieht ja eigentlich fast immer nur so einen Schatten, der sich durch das Wasser bewegt. Keine Welle, nichts oben zu sehen. Und doch ein ganzer, ziemlich großer Körper bewegt sich da, mit einer unglaublichen Geschwindigkeit durch das Wasser hindurch. Und verbirgt sich dann schnell irgendwo am Ufer. Oder aber die Forellen stehen vollkommen ruhig, nur ein bisschen mit der Schwanzflosse so zu wedeln, gegen die Strömung. Und lassen das strömende Wasser an ihrer Schuppenoberfläche vorbeigleiten. Und alles, was in Bewegung ist, an einem Festen entlang, erzeugt Wärme. Das ist Wärmephänomen. Die Forelle steht gegen die Strömung, lässt die Strömung an sich rüber entlang gleiten, hält sich sozusagen ganz ruhig. Und da empfindet sie jetzt durch das strömende Wasser an ihr Oberfläche eine Wärmestimmung, eine Lichtstimmung. Die Sonne strahlt ja ein in das Wasser. Also da merkt man, dass das ein Organ, ein Element ist, auf das wir gar nicht verzichten können. Ich möchte jetzt nicht im Detail auf die Elementarwesen zu sprechen kommen, die nämlich im Zusammenhang mit diesen hier genannten vier Gruppen zusammenhängen. Das würde zu weit führen, das würde auch vielleicht irritieren. Die Fische sind Plastiker des Wässrigen. Und es gibt noch eine dritte Gruppierung, das sind die Vögel. Die Vögel, die durchschwirren die Luft und plastizieren die Luft, das Element der Luft. Die großen Plastiker der Luft. Wenn Sie hier auf dem Hof... Oder auch wo Sie sind, möglicherweise, da sind die Schwalben über Sommer. Im Frühjahr, Sommer bis zum Herbst. Und jetzt beobachten Sie mal die Schwalben, was sie eigentlich machen, oder die Mauersegler. Den ganzen Tag, solange sie da oben gucken können, fliegen die durch die Luft. Die Mauersegler. Und Machen unglaubliche Lemniskaten mit ihrem Flügeln so durch die Luft. Also sie plastizieren förmlich durch ihren Flug und durch die Strömungen, die sie dann erzeugen... Plastizieren die jetzt das Element der Luft. Und jeder Vogel anders. Und so ist der Vogel durch seine Tätigkeit... Plastiziert er und bewirkt etwas. Und für uns ist das fast nicht wahrnehmbar, die Auswirkungen. Aber man merkt, wenn man einen Hof hat... Also ich habe das auf dem Dottenfelderhof hier beobachtet. Dass sich da allmählich eine Art Vogelglocke über dem Hof entwickelt. Dass man einen großen... Also viele Ornithologen, die kamen auf den Dottenfelderhof, weil man hier Vögel sieht, die man sonst nicht mehr sieht. Also eine reichhaltige, also artenreiche Vogelwelt, die durch das Vorhandensein von Hecken, von Obstbäumen... Sie brauchen ja immer Bäume, wo sie zielvoll hinfliegen können. Also sie brauchen diese. Und dann entstehen Beziehungszusammenhänge, zwischen Pflanzennatur und Baumnatur und den Vögeln. Die da hineinfliegen in das Innere des Baumes, dort ihre Nistplätze haben, herausfliegen in die Landschaft. Und so das ganze Element über das Luftelement alles miteinander verweben. Das ist ein atmosphärisches Element, was zur Gesundheit beiträgt einer Landwirtschaft. So, und dann haben wir noch zuletzt die Insektenwelt. Und da ist es natürlich also. Das ist ja die artenreichste Klasse überhaupt im Tierreich, die Insekten. Viele, viele, viele Arten, die wir überhaupt nie sehen. Nicht nur, weil sie im Boden leben, sondern weil sie so klein sind, dass die in der Luft oder auch erst spät abends deutlich in Erscheinung treten, wenn die Sonne untergeht. Oder morgens früh oder eben am helllichten Tag. Also es sind ganz unterschiedliche Lebensbedingungen, die Sie da aufsuchen. Also diese Insektenwelt kann man ja nun am besten studieren, wenn man die Bienen studiert. Die Biene ist neben dem seidenen Spinne das einzige Haustier so richtig aus der Insektenwelt. Und da kann man ja sehen, was die Insekten so machen. Jedes Insekt trägt irgendwo einen Tätigkeitssplitter bei zum Ganzen. Und die Insekten bestäuben dann natürlich am deutlichsten. Und da gehört die Biene dazu. Indem sie ihren Rüssel hineinsenkt in den Boden der Blüte und da in den Nektarien saugt. Und dann tun sie mit ihren hinteren Beinchen, wo die, wo die Pollen dranhängen, tun sie gleichzeitig die Narbe bestäuben, der Pflanzen. Das ist ein Vorgang, wo man merkt, dass in der Natur alles auf Beziehungen beruht. Alles steht in einem Beziehungsgeflecht. Das eine steht im Dienste des anderen. Also es ist nicht so, wie der Darwin gesagt hat, der Stärkste gewinnt in der Evolution. Sondern alles beruht auf Gegenseitigkeit. Alles. Das eine ist für das andere da. Nicht das eine dient dem Wir. Dass ich es auffresse. Wie eine Laus oder so Blutsauger. Sondern das eine steht jeweils im Dienste des anderen. Ist genau umgekehrt. So, die Insektenwelt nun jetzt plastiziert die Wärme. Die Insekten sind Wärmewesen, allein schon daran erkenntlich, dass sie die Eier mitten in die Sonne legen. Und die Sonne brütet die Eier aus. Und die Wärme ist ihr ureigentliches Lebenselement. Obwohl die Insekten sowohl im Festen, im Boden zu finden sind, als auch in der Luft, als auch im Wasser und in der Luft. Überall sind Insekten vorhanden. Aber das eigentliche Element ist die Wärme. Und daran kann man schon erkennen, dieses Prinzip der Wärme, das hier alles durchstrahlt, alles durchwirkt. Und so den Insekten die Möglichkeit bietet, in der Erde, im Wasser, in der Luft auch zu leben. Diese Welt müssen wir im Bewusstsein haben. Der Landwirt hat jetzt als Aufgabe, sein Beobachtungsvermögen für diese Welt zu schärfen. Und diese Beziehungen, die sich da im Stillen abspielen... Sich ihrer bewusst zu werden. Und seine Handlungen entsprechend darauf einzustellen, dass er hier eine Hecke pflanzt oder dort einen einzeln stehenden Baum oder sonst was da irgendwo in die Landschaft pflanzt. Um auch den jeweiligen jetzt dort gerne sich ansiedelnden Insekten oder Vögeln eine Heimstatt zu gewähren. Und so ist es auch mit dem Boden, in Bezug auf die Regenwürmer und alles Übrige. Also das möchte ich nur mal kurz erwähnt haben, dass wir nicht nur dieses Haus hier halten, um es zu Nutzen, sondern dass wir auch eine Wildfauna halten. Das heißt, der Begriff des Haltens bedeutet ja sehr viel. Ich halte etwas im Bewusstsein. Ich halte etwas im Bewusstsein. Und aus diesem Halten gestalte ich etwas, dass es draußen, in diesem Lebenszusammenhang sich halten kann. Verstehen Sie, was ich damit meine? Ich halte es hier in mir, in einem Bild. Der ganze Zusammenhang ist mir gegenwärtig. Und gleichzeitig sorge jetzt durch manche Maßnahmen dazu, dass es sich da draußen in der Natur selber halten kann. So, aber das ist jetzt noch eben ein Wort zu den Haustieren. Ich muss mir mal eine kleine Stärkung einverleiben. Nun könnte man jedes einzelne Haustier in seiner Bedeutung, im Hinblick auf den Gesamtzusammenhang des landwirtschaftlichen Organismus schildern. Das würde hier bei weitem zu weit führen. Und aber gerade an den Haustieren kann man studieren, ihre Bedeutung für das Ganze des Hofes. Und zwar durch das, was sie sind und was sie tun. Und die meisten unserer Haustiere haben ja zunächst einmal oder ganz zentral die Bedeutung, dass sie den Dünger liefern für den Hof, für den Organismus, für den Boden. Und jedes einzelne dieser Haustiere trägt da in dieser Hinsicht jeweils etwas ganz Spezifisches bei. Also das bezeichnen wir ja dann im engeren Sinne als den Dünger. Da spricht man heute von Gründüngung in der Landwirtschaft, wenn man Pflanzen unterpflügt. Das ist übrigens keine Düngung in diesem Sinne. Der Begriff der Düngung bezieht sich eigentlich immer auf die Tiere. Auf die Ausscheidungen von der Stufe der Seelischen über das Lebendige bis ins Physische. Das ist der eigentliche Dünger. Und unter diesem Gesichtspunkt hat jede Tierart... Erzeugt einen spezifischen Dünger. Schauen Sie mal sich ein Pferd an. Arbeiten Sie mal mit einem Pferd oder reiten Sie auf einem Pferd und beschäftigen Sie sich mit einem solchen Tier. Dann werden Sie ja doch bemerken, dass das Pferd ein Wesen ist, das zweifellos beseelt ist. Es reagiert ganz verschieden auf die Art, wie Sie ihm begegnen. Entweder schlägt es hinten aus, mit dem Huf oder es schüttelt den Kopf oder macht sonst eine Bewegung. Man kann das nie ganz voraussagen. Ganz sicher. Wie ein Tier reagiert, auf irgendeine Handlungsweise von mir selbst. Daran kann man erkennen, dass  da ein Seelisches wirkt. Wenn ein Tier sich einer bestimmten Sache bewusst ist, schreckt es vielleicht auf oder so und handelt dann entsprechend. So. Und das Pferd ist nun ein Wesen, das charakterisiert ist, dass es sich gerne bewegt. Ja, seine ganze Natur ist eigentlich Bewegung. Also wenn Sie Pferde mal auf der Weide rauslassen, auf die Weide. Und jetzt im Frühjahr. Oder ausspannen, wenn sie von der Feldarbeit... Und sie kommen da und können sich da frei bewegen, dann geht es richtig los. Entweder im gemächlichen Schritt oder im Trab oder dann tatsächlich im Galopp. Die Fetzen fliegen aus den Hufen. Dann schmeißen sie ein Stück Grasnarbe hinter sich. Also ist da ist Vehemenz. Das Pferd ist ein Bewegungstier durch und durch. Und erlebt sich in der Bewegung. Und die Bewegungen sind schön, sind edel. Die edelsten Bewegungen, die wir so im Säugetierreich haben, finden wir gerade bei den Pferden. Unglaublicher Adel, der sich da äußert, in der Art, wie die Pferde jetzt ihren doch ziemlich großen massigen Körper da durch die Welt bewegen. Eine unglaubliche Harmonie auch in diesen Bewegungen drinnen. Das stimmt alles zusammen. Also da muss man sagen, das ist jetzt ein Ausdruck ihres Seelischen. Ein Ausdruck des Seelischen ist diese Art, sich so oder so oder so zu bewegen. Und wenn Sie jetzt sehen: Was fressen diese Kühe, die Pferde? Die sind auch Pflanzenfresser, aber keine Wiederkäuer. Und sie haben einen spezifischen Verdauungsgang, der eigentlich sehr seltsam ist, weil er nämlich sehr kurz ist beziehungsweise sehr klein ist. Kleiner Magen, ein relativ kleiner Magen. Und müssen deswegen bis zu 16 Stunden am Tag fressen. Die Pferde fressen mit am längsten am Tag. Im Vergleich sogar zu den Kühen. Weil der Verdauungsprozess, der muss ständig unterhalten werden. Und dann diese Bewegung nach außen. Und dann erzeugen die jetzt über diesen... Vor allen Dingen dann durch die Verdauung im Blinddarm. Ein riesen Blinddarmsack. Und im Enddarm erzeugen die einen Dünger, der sehr hochfaserreich ist und sehr stickstoffreich ist, also ammoniakhaltig ist. Man riecht es ja. Der ätzende Geruch vom Pferdemist. Und der sehr hitzig ist. Das ist ein hitziger Dünger. Und ich habe ja immer gesagt, man muss nur das Pferd schauen in seinen Bewegungen, um zu verstehen, dass dieser Dünger hitzig ist. Dass diese Dinge als Dünger unglaublich scharf ist, wirksam ist. Man hat den ja früher ins Frühbeet genommen, den Pferdedünger. Und dann Erde drauf gepackt und dann die Frühjahrspflanzen schon im Februar ausgesät. Und das war so gut wie ein Gewächshaus. Die Wärme hat auch die Pflanzen aus der Erde getrieben. Und die Wärme aus dem Pferdemist. Ein hitziger Dünger. Wenn Sie jetzt den Schweinemast nehmen. Da haben Sie ein Tier, das ein Allesfresser ist, Omnivore. Die Schweine scheuen vor nichts zurück. Und die tun nicht wie das Pferd den Kopf heben übers Rückgrat. Und dadurch heller in ihrem Bewusstsein sind. Sondern sie halten den Kopf runter und wühlen mit ihrer Schnauze die Erde durch. So ein wühlendes Tier, das erlebt sich, da in die Erde durchzupflügen und immer da nach irgendwelchen Larven oder so was zu suchen. Und dieses Schwein ist ja nun eines, was auch erstaunlich lebendig ist. Das ahnt man gar nicht mehr, wie lebendig die Schweine sein können. Also auch schnell, auch beweglich. Also die heutigen Züchtungen, da können sie das kaum noch erkennen. Nur bei den Ferkeln. Wenn die Ferkel geboren werden, haben die immer noch diese unglaubliche Schnelle. So zack, zack. Also es gibt da eine Geschichte, die ist, scheint es, verbürgt. Da hat der tolle Blomberg, hieß der... Das war im Ruhrgebiet einer, der so alle möglichen Sachen gedreht hat. Der hatte mit dem Herrn Grafen so und so, der ein Rennstall Besitzer war, eine Wette abgeschlossen, ob seine Rennpferde schneller sind als seine Schweine. Von Blomberg. Und der Rennstallbesitzer hat gesagt: &amp;quot;Selbstverständlich. Das ist ja gar kein Problem. Also die Wette haben schon gewonnen.&amp;quot; So ungefähr. Und da hat dertolle Blomberg dem Grafen gesagt: &amp;quot;Ja, aber gib mir mal vier Wochen Zeit.&amp;quot; &amp;quot;Ja, die kannst du gerne haben. Machen wir mal in vier Wochen dann.&amp;quot; Was hat der Blomberg gemacht? Er hatte Schweine. Das war mal das deutsche Edellandschwein. Also noch nicht die heutigen Züchtungen. Auch noch ein Weideschwein. Da hat er jeden Tag den Futtertrog ein bisschen weiter von der Startstelle ausgerückt. Und so vier Wochen lang immer weiter. Und jeden Tag mussten die die Schweine also ein Stück weiter laufen bis zum Futtertrog hin. Und nach vier Wochen stand er auf der Enddistanz. Und dann ging das große Rennen los. Und tatsächlich, die Schweine können ja rennen. Man hält das nicht für möglich. Man sieht die Beinchen nicht mehr. Und die stürmen also los zu ihrem Futtertrog und haben die abgehängt, die Rennpferde abgehängt. Die haben gewonnen. Also das können die Schweine.  &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:46] Es gibt ja doch das Wort Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:48] Wie bitte? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp. &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:49] Schweinsgalopp? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B1&#039;&#039;&#039; [01:19:51] Schweinsgalopp, ja. Kennen Sie das nicht? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:19:53] Nein, das kenne ich nicht, aber (lacht) ja. Also die Wildschweine haben ja auch heute noch in den Wäldern ein unglaubliches Bewegungsgebiet, wo sie sich also über Nacht 40 Kilometer weit durch die Wälder schlagen. Also das Schwein hat einerseits diese Bewegungsfähigkeit. Andererseits ist es eben ein Tier, was auch ständig verdaut und die Tendenz hat, diese Energie, die da frei wird, in die Leibesbildung in sich aufzunehmen. Also fett zu werden, Muskulatur anzusetzen. Und so weiter. Und dieses Schwein, als Omnivore, verdaut nun so stark für das, was es tut, dass es sehr viel von der Nahrung verbraucht für sich selbst. Das Ganze ist auch ähnlich wie bei einem Hund. Hundemist, da sieht man hin, da rümpfen die Nase. Und beim Schweinemist, na ja, je nachdem, wie die Schweine gefüttert werden, rümpft man auch die Nase. Und das ist ja heute eine Verpestung der Landschaften vielfach, bei diesen großen Schweinehaltungen. Das hängt damit zusammen, dass die Schweine viel mehr von den aufgenommenen Nährstoffen... Also jetzt sprechen wir davon. Für sich selbst beanspruchen, für ihr ganzes, intensives Leben. Schweine sind intensiv. Sie haben auch ganz wache Augen. Wenn Sie mal die Ohren so ein bisschen nach hinten schlagen und gucken mal wirklich in die Augen. Die gucken Sie an. Nicht zwar mit beiden Augen, aber mit einem. Und gucken. Sie sind blau. Vielfach blaue Augen, blau gefärbt. Und einen ganz deutlichen Blick, ganz gezielt. Das ist ein sehr, sehr waches Tier. Und das ist heute ein Dünger, den man nicht gerne ganz allein als Dünger in der Landwirtschaft einsetzt. Sondern mit Untermischungen mit allen übrigen. Der Schweinedünger wurde bezeichnet immer als der kalte Dünger, im Verhältnis zum Pferdedünger. Der kalte Dünger. Und der dann auch auf Sandboden insbesondere gerne eingesetzt wird. Ja, und dann ist da der Hühnerdünger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:28] Was ist die Erklärung vielleicht für den kalten Dünger? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:31] Die Erklärung für den kalten Dünger? Gibt es irgendwie einen Ansatz? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für was? &lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;B2&#039;&#039;&#039; [01:22:35] Für den kalten Dünger? Warum der... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:22:38] Na ja, also er erhitzt sich nicht so leicht wie der Pferdedünger. Also der Stickstoff liegt da in anderen Verbänden. Das Schwein hat das Eiweiß, hat da alles herausgeholt, was da an Stickstoff ist, und für sich verbraucht. Daher setzt es ja Eiweiß an, in Form von Fleisch und so weiter. Er hat zwar noch einen gewissen Stickstoff Gehalt von 0,4 %, wie auch der Kuhmist, der Schweinedünger. Aber da spielen sich zunächst mal keine Umsetzungen nachträglich ab, die erwärmend wirken. Also die Mikrobentätigkeit ist zunächst mal sehr zögerlich und daher eben kalt. Ja, und jetzt der Hühnerdünger. Und das Huhn wiederum ist ja ein Vogel, ein Laufvogel. Und das Eigenartige bei allen Haustieren ist, ob sie nun Tiere sind wie die Vögel... Nämlich Kopftiere. Wenn Sie mal einen Vogel angucken oder, sagen wir mal, einen Adler oder einen Bussard oder so, dann können Sie... Oder auch eine Meise. So werden Sie sehen, dass der Stoffwechselteil dieses Vogels sehr unterbelichtet ist, also sehr unterentwickelt. Die verdauen ja rasend schnell und sehr schlecht. Sodass sie Ausscheidungen der Hühner vielfach so reichhaltig sind als Nährstoffe, dass man sich noch den Hühnerdünger trocknet und dann den Rindern zum Fressen gibt. Machen die Amerikaner, das machen die Israelis mit den großen Massentierhaltungen. Die füttern als Teil... Da kommt noch Luzerner Heu dazu oder so. Aber im Wesentlichen eben auch Hühnermist, weil er noch so nährstoffreich ist. Das ist natürlich letzte Verrücktheit, so was zu machen. Aber so ist es eben. Also sie verdauen rasend schnell und sie sind eigentlich... Im Grunde genommen ist der Vogel seiner Natur nach ein reiner Kopf. Schauen Sie sich mal den Vogel an. Da setzt sich der Kopf... Setzt sich sozusagen vom übrigen Organismus schließlich ab. Alles zusammengedrängt. Das Skelett vom Vogel ist: Da verwächst das Brustbein mit den Rippen, mit dem Rückgrat. Alles ist zusammengewachsen. Das ist praktisch wie ein Kopf. Und wenn Sie in die Augen eines Huhns und oder eines Vogels schauen, dann werden Sie sehen, dass Sie da etwas begegnen, was einem fast Furcht erzeugen kann. Haben Sie mal einem Raubvogel in die Augen geguckt? Ein unglaublich stechender Blick. Also wirklich, da sind Sie selber schon fast böse. Und das sind reine Nerven-Sinnes-Tiere, die Vögel. Und jetzt, durch die Haustierwerdung hat man den Vogel zu einem stoffwechselaktiven Tier gemacht. Also das, was sonst um die Nerven-Sinnes-Organisation geht, hat man jetzt aufgebläht, sozusagen den Stoffwechselpol, durch entsprechende Fütterung. Sodass ein heutiges Legehuhn heutiger Hybrid-Züchtungen auf 220 bis 260 Eier pro Tier und ein Jahr kommt. Wahnsinnige Stoffwechselleistung. Das widerspricht eigentlich dem Vogel in dieser Weise. Also der Mist, der dann entsteht... Darauf wollte ich noch kurz zu sprechen kommen. Ist eben praktisch fast ein halber Mineraldünger. Hoch, hoch stickstoffhaltig bis zu 10 %. Hat auch noch einen relativ hohe Phosphorsäure-Gehalt, geringeren Kali-Gehalt. Ist ein Dünger, der... Sozusagen die Endstoffe sind so mineralisiert, dass sie tatsächlich so zügig und unmittelbar wirken, wie nur irgendein (leichter?) Mineraldünger. Deswegen auch, muss der Hühnerdünger eingemischt werden. Sozusagen in die üblichen Dünger, die auf dem Hof anfallen. Ich sehe schon, dass die Zeit leider davongeschritten ist. Ich muss dann das Thema Haustiere noch mal aufgreifen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:26] Also von uns aus, also auch wenn es für die Gruppe okay ist, können wir auch noch ein bisschen weiter machen. Wir haben danach eine flexiblere Einheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:33] Was ist und nachher? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:34] Wir machen intern was. Insofern es von uns aus die Kapazität... Wenn ihr noch Kapazität und Zugang habt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B4&#039;&#039;&#039; [01:27:47] Wenn man noch so viel Kapazität zur Aufnahme hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:27:51] Dann muss ich mein Kräftepotenzial noch ein bisschen zusammenreißen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:27:54] Oder brauchen Sie... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:27:55] Nein, das mache ich noch. Dann tue ich das noch mal kurz einleiten. Also, Sie sehen alle unser Haustiere erzeugen, gemäß dem, was Sie selber sind, einen ganz spezifischen Dünger. Und so ist es mit den Schafen. So ist es bei den Ziegen. Und man kann das schon äußerlich daran sehen und studieren, dass immer dann, wenn ein Tier den Kopf über dem Rückgrat hält. Die Ziege zum Beispiel. Die Ziege ist fast wie ein Reh manchmal. Es äugt so, mit den Augen, in der Umgebung, wie die Gemse auch. Während das Schafe, da hängt der Kopf da runter. Die Ohren klappen über die Augen. Und da sind wir ganz da unten und grasen da in aller Ruhe und Gemächlichkit. Die Ziege springt von einem zum anderen, kaum dass sie da ein Blättchen erwischt hat, ist es schon uninteressant, schon ist sie dort und holt sie ein anderes Blättchen irgendwie. Also ständig in Bewegung im Fressen. Und der Kopf ist über dem Rückgrat. Und wenn das der Fall ist, dann ist das ein Zeichen, dass der Nerven-Sinnes-Pol viel stärker ausgebildet ist bei diesen Tieren als der Stoffwechselpol. Denn der Nerven-Sinnes-Pol bedeutet Wachheit. Während, wenn der Kopf unter dem Niveau des Rückgrats ist, dann entsteht so etwas wie eine Art Dumpfheit des Bewusstseins. Mehr so ein Träumen, träumendes Bewusstsein. Und das prägt auch die Düngerqualität. Der Ziegendünger ist sehr viel... Also ich möchte mal sagen, ein Dünger, der die Pflanzen zum Blühen bringt. Wenn der Scharfsinn da mehr ein Dünger ist, die Pflanzen zum Wachsen bringt. Das sind zwei ganz unterschiedliche Vorgänge. Aber jetzt unter den Wiederkäuern ist eben das eigentlich Bedeutsamste aller Haustiere, die Königin oder der König, wenn sie so will, alle Haustiere, das ist eben doch das Rind. Und das Rind ist auch evolutiv ein großes Rätsel. Denn man kann heute sagen, wann ungefähr die Pferde zum ersten Mal in Erscheinung getreten sind, im früheren Tertiär zum Beispiel, im Eozän. Das ist eine geologische Angelegenheit. Also sehr früh waren schon die Urpferde da, die waren so groß. Die Urpferdchen. Die hat man hier gefunden, bei Darmstadt. In der Grube Messel, hat man sie wirklich gefunden, diese Urpferdche. Also sehr, sehr alt. Und haben durch das ganze Tertiär eine Entwicklung genommen, dass sie erst im oberen Miozän langsam zu der Größe herangewachsen waren, wie heute die Pferde eben sind. Das Rind war damals noch überhaupt nicht da. Die ganze Entwicklung der Normalier, der Säugetiere, die hat sich eigentlich entwickelt. Und ganz zuletzt kommen die Wiederkäuer. Und ganz zuletzt das Rind. Und zwar im Übergang vom Tertiär in die Eiszeiten, die frühen Eiszeiten. Da taucht das Rind und taucht der Mensch auf. Also der Mensch war ja schon immer da, wie auch das Rind immer da war. Nur dass es jetzt in die physische Erscheinung tritt. Das ist ein Urphänomen der Evolution, dass die Rinder, die Wiederkäuer generell, aber insbesondere die Rinder, also Spätlinge der Evolution sind. Und das andere Phänomen ist: Das Rind war zu allen Zeiten der Menschheitsgeschichte, soweit man das überhaupt überschauen kann, ein heiliges Tier. Es war das Opfertier schlechthin. Und zwar seit frühesten Zeiten. Und man kennt es ja heute noch bei den Hindus in Indien. Das Rind hat gleichsam ein Anrecht auf Dasein wie der Mensch. Also wenn es irgendwo herumläuft auf der Straße, dann läuft es da herum. Dann tut es niemand wegscheuchen. Auf der Autobahn nicht. Da fahren alle außen rum. Und wehe, wehe, ein Mensch fährt ein Rind an! Also das heißt, das Rind per se ist heilig. Und wenn Sie die ganzen Mythologien der Völker durchforsten, in dieser Hinsicht, also zum Beispiel die ganze ägyptische Mythologie, dann spielt gerade in dieser Zeit... Die ja unter dem Sternbild des Stiers stand, die ganze ägyptische Kultur. Erscheint das Rind sozusagen göttlich. Die Himmelsgöttin Hathor, hieß die bei den Ägyptern, die Himmelsgöttin wurde dargestellt als Kuh, mit nach oben geschwungenen Hörnern. Und zwischen diesen Hörnern war die Sonnenscheibe. Die Hörner umschlossen gleichsam die Sonnenscheibe, golden. Und so findet man also gerade in diesen älteren Mythologien der Völker eine ungeheure Nähe des Menschen zum Rind. Oder das Rind zum Menschen. Und die Hirtenvölker, die ja ihren Repräsentanten Abel haben. Altes Testament. Der Abel war ein Hirte. Der ist der Repräsentant der Hirtenvölker. Und die Hirtenvölker haben sich im Wesentlichen mit dem Rind abgegeben, natürlich auch mit Schafen und Ziegen. Aber im Wesentlichen mit dem Rind. Seit Urzeiten. Und die Arabervölker, das waren ganz andere. Die haben sich nicht mit dem Rind abgegeben. Die haben sich mit der Pflanze abgegeben. Also man sieht daran, dass das Rind eine ganz eigene Evolution hat. Und in Menschennähe. Eine Haustierwerdung ist natürlich verbunden mit der Sesshaftigkeit. Es war schon immer Herdentier unter den Hirtenvölkern, vor Urzeiten. Aber dass es Haustier geworden ist, das bedeutet, dass der Mensch sesshaft wird. Das war eben im achten vorchristlichen Jahrtausende Fall. Im viertn, sechsten, fünften, also in der urpersischen, Übergang von der urindischen Kultur. Dort wird die Menschheit immer mehr sesshaft und hält jetzt das Tier. Es hält das Tier. Es ist nicht mehr in der freien Wildbahn, sondern man hält das Tier. Man hält es bei sich. Möglicherweise unter einem Dach. Wie bei den Kelten und Germanen. Nun. Dieses Rind also. Das kann man heute noch der Kuh ansehen. Obwohl sie so verzüchtet ist in vieler Hinsicht. Ist ein Haustier, was so absolut und absolut abhängig ist von Menschen. Dass man es eigentlich nicht verantworten kann, es irgendwie in die freie Wildbahn zu entlassen. Es ist nicht lebensfähig in freier Wildbahn. Es ist wirklich in viel höherem Grade als jedes andere Haustier, möglicherweise noch der Hund, abhängig vom Menschen. Der Mensch entscheidet über seine Geburt. Und der Mensch entscheidet über den Tod. Beim Rind. Bei allen Haustieren natürlich, aber da eben ganz besonders. Und das hängt auch mit dieser ganzen Opferungsfrage zusammen, in der früheren Zeit, dass man dem Tier eben ganz bewusst, um den Göttern zu opfern... Das heißt, dem zu opfern, zu dem diese Tier eine besondere Beziehung hatten. Daher die Göttin Hathor, Himmelsgöttin. Man hat noch im Tier etwas erlebt von seinem eigentlichen geistigen Ursprung, wo die Tiere eigentlich beheimatet sind. Übersinnlich. Nun, diese Kuh halten wir ja in unseren Höfen jetzt als die eigentlichen Zentralorgane, gleichsam als die Herzen unserer ganzen Landwirtschaft. Und das waren sie schon immer gewesen, oder zumindest also, seit es Sesshaftigkeit gibt. Dass das Rind das eigentliche Herz gewesen ist, eines landwirtschaftlichen Zusammenhanges. Und wenn man jetzt das Rind betrachtet in seiner Funktion, in dem, was es tut, dann bemerkt man, dass es ja der zentrale Pflanzenfresser ist. Ungeheure Massen, die da verschwinden in diesem riesen Pansen. Und acht Stunden am Tag frisst das Rind. Und acht Stunden am Tag verdaut das Rind, was es in den Pansen aufgenommen hat. Und wenn Sie dann mal rausgehen auf die Weide und verfolgen mal alle auf einem Hof eine gute Rinderherde... Und eine gute Rinderherde heißt, dass alle Tiere ungefähr dasselbe machen. Die heutigen Herden. Es gibt ja... Die heutigen Herden sind nicht mehr gute Herden, weil sie meistens von Auktionen irgendwelche zugekauften Tiere sind oder künstlich besamt von irgendwelchen Bullen von irgendwo hier in der Welt. Aber wenn man jetzt wirklich eine Herde aufbaut oder züchtet auf einem Hof, aus den Blutlinien der Mitte heraus, mit ab und zu Zukauf eines Bullen aus der Region, dann baut sich ein Herdenorganismus auf. Und das ist das Wichtige. Dass man einen Herdenorganismus hat. Dass die Tiere, die da zu einer Herde zusammengefasst sind, alle in etwa zur selben Zeit dasselbe tun. Und wenn Sie so eine Herde begleiten, raus auf die Weide, da gibt es dann ein Leittier vorneweg. Und dann ordnet sich das so hintereinander. Ziehen die immer in einer einzelnen... Also einreihig ziehen die da erst mal über ihren Weg bis zur Weide. Und dann verteilen sie sich. Und dann fangen sie an zu fressen. Dann ziehen sie praktisch alle Tiere in eine bestimmte Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Und dann plötzlich in diese Richtung. Also die Tendenz ist da, dass die Tiere mehr oder weniger immer gleich dasselbe tun. Fressen, fressen, fressen. Relativ rasch reißen sie, rupfen sie das Futter ab, sie beißen es ja nicht ab. Also beißen können sie ja gar nicht richtig, weil sie im Oberkiefer keine Zähne haben, nur Unterkiefer. Und die drücken sie aufeinander und dann rupfen sie es ab. Also relativ schnell. Und dann alle zusammen. Und dann plötzlich haben sie genug erst mal gefressen und dann gehen sie zur Tränke, eine nach der anderen. Und so ist ein ganz bestimmter Herdenrhythmus. Das macht eine gute Herde aus, dass da ein eigener Herdenrhythmus waltet. Darauf muss man mal sein Augenmerk lenken. Nun, wie lange darf ich hier noch machen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B3&#039;&#039;&#039; [01:40:34] Müssen Sie sagen. Also wie lange sie noch können und wie sie es rund machen wollen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; [01:40:38] Na ja, nun. Also ich muss es sowieso. Das Ganze kann ich sowieso nicht. Aber vielleicht nur noch so viel: Die Kühe fressen ja jetzt relativ rasch im Vorwärtsschreiten. Sie laufen über die Weide. Sie trampeln ja auch viel dann nieder. Wenn es dann zu hoch gewachsen ist, muss man aufpassen, dass man rechtzeitig genug weidet. Also dass das Gras also nicht, sagen wir mal, bis zu zehn Zentimeter hoch wird, dann ist es eigentlich schon fast zu spät. Dann bilden sich schon Halme. Und da muss man schon sehr alte... Also eigentlich eine Herde haben, die noch viel ursprüngliche Qualitäten bewahrt hat. Die fressen auch das Halmartige. Die heutigen Hochleistungsrachen, die fressen am liebsten das Futter zwischen fünf und sieben Zentimeter. Aberdas ist ja relativ rasch. Und dieses Futter ist auch sehr eiweißreich im Übrigen. Kann man ja verstehen, junges Futter. Also relativ jung. Und sie umfassen es auch gerne so mit der Zunge. Und dann nehmen sie es auch in das Maul. Und die Zunge wischt dann übers Flotzmaul. Haben Sie das mal beobachtet? Die wischen dann über das Flotzmaul. Und da hängen lauter feine Tröpfchen. Die tun die aus schwitzen förmlich oder aussondern, aus den Drüsen des Flotzmauls. Und dann nehmen die schon da wahr, was sie da gerade gefressen haben. Schon das Flotzmaul scheidet das sofort aus. Die Reaktion. Und dann über die Zunge schmecken die: ist das was? Oder ist nichts? Deswegen haben die Kühe auch ein ausgesprochenes Selektionsvermögen für das Futter. Und dann nehmen sie es auf, ins Maul. Und die Schneidezähne spielen ja da keine große Rolle mehr, sondern nur noch die Backenzähne. Und dann schieben sie das Futter ein paar Mal hin und her, von rechts nach links, von links nach rechts. Mahlen. Und scheiden aus diesen gewaltigen Drüsen... Die hier sitzen, im Unterkiefer und Oberkiefer und unter den Ohren. Aus diesen gewaltigen Drüsen scheiden die jetzt ihren Speichel aus. Das geht alles ziemlich rasch. Und dann wird es abgeschluckt. Das ist erst mal weg. Und die fressen dann weiter. Dann kommt der nächste Batzen. Und dann geht es alles runter dann, in den Pansen. Durch die Schlundröhre. Und der Pansen ist jenseits des Zwerchfell. Unter dieser Trennung von der mittleren Herz-Lunge-Region, in die Stoffwechsel-Region. Da ist das Zwerchfell. Und dadurch geht es. Und dahinter, also in dem Bereich des Stoffwechselorganismus lagert jetzt... Ja, man muss wirklich sagen, lagert. Vom Zwerchfell bis in die Beckenhöhle hinten dieser mächtige Sarg von 150 Litern Inhalt, der Pansen. Ein riesen Sack. Und da stopfen die jetzt das alles da rein, über die Haube. Es geht also... Oben über dem Pansen sitzt die Haube. Und der sogenannte Schleudermagen. Und von dort wird es hinein geschleudert jetzt förmlich, in den Pansen hinein. Und dort findet jetzt diese erste Vergärung statt. Und dazu muss die Kuh ruhen. Also wenn diese Vergärung ein bestimmtes Maß erreicht hat, dann holt sie nämlich jetzt aus dem Pansen wieder eine Portion nach der anderen wieder herauf ins Maul. Und fängt wieder an, wiederzukauen. Und wenn die Kühe wiederkauen, dann legen sie sich hin. Dann fressen sie nicht mehr. Man sieht es auch ab und zu, dass er noch stehen und wiederkauen, so ganz gemächlich. Oder dann eben im Liegen. Vollständige Ruhe. Und ein Batzen nach dem anderen wird hochgeholt und zwischen den Mahlzähnen jetzt hin- und hergeschoben. Und je nachdem, was für Futter es ist, 30 mal Kau-Akte, also Wiederkau-Akte. 40 Mal. Bei Raufutter, 50, 60 Mal, dass es hin- und hergeschoben wird und ständig eingespeichelt. Und die Kühe haben ein Speichel-Volumen am Tag bis zu 60, 80, 90 Liter. Das sind also unglaubliche Massen. Die das Futter aufschließen und auch in der ersten Anregung dann für die mikrobielle Verdauung abgeben. Und dann schluckt die Kuh jetzt das Futter wieder ab. Und wenn es dann genügend vorverdaut ist, dann geht es direkt in den Drüsenmagen, am Pansen vorbei, durch einen Psalter. Das ist der Blättermagen. Und dann geht es dann in den Drüsenmagen. Und dann geht die Verdauung weiter. Und ich würde sagen, wir machen jetzt doch mal Schluss, denn ich komme sowieso nicht zu Ende mit dieser ganzen Verdauungsfrage. Ich möchte morgen dann gerne noch mal jetzt diese Frage der Düngung durch das Haustier abschließen. Und dann übergehen, zu der Präparatedüngung und Präparatenfragen. Ja. Also dann. Vielen Dank für Ihre lange Aufmerksamkeit. Das war etwas lang. &lt;br /&gt;
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== Schlüsselwörter ==&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2013</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2013"/>
		<updated>2023-04-02T14:12:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
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{{Banner5v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
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{{Banner6v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
==Video &amp;amp; Audio==&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=YAzXJ7UzdCs]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 1v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:06:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
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== Schlüsselwörter ==&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rudolf Steiner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biodynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamisch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2010</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:01:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Transskription des Vortrages 1.Folge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
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==Themenschwerpunkte==&lt;br /&gt;
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==Transkription des Vortrages 1. Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Grundsäulen der Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den Ackerbau und den Gartenbau in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das Zentrum der Landwirtschaft überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenbearbeitung ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf &#039;&#039;&#039;die Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; also das Erste. Es ist das Älteste überhaupt. Seit es überhaupt eine Kultivierung gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den Boden zu ritzen, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar Holzpflüge. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; Und das Zweite ist &#039;&#039;&#039;die Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der römisch-griechischen Zeit haben die Kelten schon angefangen mit der Dreifelderwirtschaft. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Düngung&#039;&#039;&#039; Und die &#039;&#039;&#039;Düngung ist das Allerjüngste.&#039;&#039;&#039; Obwohl man sagen kann, in vorchristlichen Zeiten haben selbstverständlich die ganzen großen Hochkulturen auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine Wasserdüngung, die naturhaft abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch künstliche Bewässerung. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf &#039;&#039;&#039;die Kelten&#039;&#039;&#039; zurückgeht. Also die Kelten waren die Ersten, die angefangen hatten, mit Tonen zu düngen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im Mittelalter hat man &amp;quot;gemergelt&amp;quot;, also mit Kalktonen. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. &#039;&#039;&#039;Also die Düngung ist das Allerjüngste. Und heute das Allerbedeutendste und Wirkungsvollste,&#039;&#039;&#039; in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Bodens ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispan,zer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung sozusagen. Also ein Dauerfrostboden,&#039;&#039;&#039; der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sedimentation und Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der Löss zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme fängt das an zu verwittern.&#039;&#039;&#039; Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;durch eine physikalisch-chemische Verwitterung, auch biologische Verwitterung.&#039;&#039;&#039; Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horizontierung und Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das CrCO3 um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es &#039;&#039;&#039;entsteht Kohlensäure.&#039;&#039;&#039; Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO2 in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk offensichtlich im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begabung des landwirtschaftlichen Organismus ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem Granit entsteht ein anderer Boden, aus einer Granit-Verwitterung ein anderer Boden als Basalt-Verwitterung oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie Löss oder sonstigen Kieselablagerungen oder dergleichen oder Schiefergesteinen oder was es auch sein mag. &#039;&#039;&#039;Also jeder Standort hat seine eigenen Böden. Der Dottenfelderhof hat mindestens sechs, sieben verschiedene Bodentypen hier.&#039;&#039;&#039; Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. &#039;&#039;&#039;Das Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer. Das sind die drei Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, &#039;&#039;&#039;wo jetzt der natürliche Kalkgehalt&#039;&#039;&#039; des Gesteins, &#039;&#039;&#039;des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst.&#039;&#039;&#039; Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festellung verschiedener Horizontierungen ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein Loch graben, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen können in die Grube und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil.&#039;&#039;&#039; Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. Kalklösungsgrenze. Und dann können Sie das Profil mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen festzustellen sind, also durchgehende Schichten.&#039;&#039;&#039; Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten hervortreten, desto älter ist der Boden&#039;&#039;&#039; beziehungsweise desto degradierter ist der Boden, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen sind, desto jünger,&#039;&#039;&#039; kann man sagen, &#039;&#039;&#039;ist der Boden.&#039;&#039;&#039; Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum Kultivierung der Böden? ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern warum muss das alles immer kultiviert werden? Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses Profil des &#039;&#039;&#039;Ackerbaus,&#039;&#039;&#039; war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte Degradationserscheinungen auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert. Er wird alt.&#039;&#039;&#039; Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bodensystematik / Bodentypen: A-, B- und C-Horizont Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten.&#039;&#039;&#039; Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also &#039;&#039;&#039;Humus, humifizierte Auflage.&#039;&#039;&#039; Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik entwickelt, dass man heute von Bodentypen spricht,&#039;&#039;&#039; ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A-C-Böden: Rendzina, Ranker ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf Kalkstandorten der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk die Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier oben, aber nur so flachgründig. Und darunter steht dann gleich das Gestein an, der feste, harte Kalk. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden ist, dann spricht man von einer Rendzina.&#039;&#039;&#039; Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und &#039;&#039;&#039;das ist auf Kalk.&#039;&#039;&#039; Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da oben &#039;&#039;&#039;mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise Braunerderanker. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an Hanglagen finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altwerden des Bodens: Verwitterung / Tonbildung / B-Horizont ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung werden Stoffe frei, Ton-Bildung findet statt.&#039;&#039;&#039; Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langzeitbodenentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die Verwitterung so stark ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. &#039;&#039;&#039;Und es gibt ein wunderbares Buch, muss ich wirklich sagen, von Mückenhausen, der war Professor in Bonn.&#039;&#039;&#039; [10.1s] Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark lessivierte Para-Braunerde. &#039;&#039;&#039;Lessiviert heißt ausgewaschen.&#039;&#039;&#039; Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern eben sehr viel langsamer. In der Regel, durch den Kalküberschuss.&#039;&#039;&#039; Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann beschleunigt sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann plötzlich &#039;&#039;&#039;knickt es ab.&#039;&#039;&#039; Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese Prozesse durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterboden / Frühjahrsboden ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter sind die Böden dunkel.&#039;&#039;&#039; Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die Sonne scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme jetzt stärker in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das Wasser verdunstet, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden kommt, wird der Boden hell.&#039;&#039;&#039; Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - vollkommene Ruhe ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, &#039;&#039;&#039;dass die vier Elemente, das Erdige, das Wässrige, die Luft, das Gasförmige und die Luft und die Wärme auseinander treten.&#039;&#039;&#039; Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, anorganisch, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. &#039;&#039;&#039;Die wärmegesättigte Luft.&#039;&#039;&#039; Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. &#039;&#039;&#039;Das ist das Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern.&#039;&#039;&#039; Nun können wir aber etwas beobachten in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch bestimmte Prozesse stattfinden, und zwar rein mechanisch-physikalischer Art. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen Dauerfrost im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das Phänomen, der Boden ist mit Wasser gesättigt. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null&#039;&#039;&#039; Grad. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser Frost bewirkt etwas, die Kälte ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein Prozess stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallisationsprinzip / Anomalie des Wassers ===&lt;br /&gt;
Dann &#039;&#039;&#039;wird es erst mal fest.&#039;&#039;&#039; Dann wird es sogar durchsichtig, wie ein wunderschönes Kristall. Also &#039;&#039;&#039;es kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel, den großen Naturforscher,&#039;&#039;&#039; so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frostsprengung / Frostgare ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der Boden gefriert, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens im Februar, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; [20.5s] Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein Winterprozess ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und &#039;&#039;&#039;verwittern dann zu Ton.&#039;&#039;&#039; Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese verwittern zu Ton. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner &#039;&#039;&#039;Quarzkristall,&#039;&#039;&#039; sechsseitig, in einer &#039;&#039;&#039;sechsseitigen Pyramide,&#039;&#039;&#039; folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonmineralien zerfallen zu Koloiden ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der Verwitterungsprozess bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure. Das ist ein Zerfallsprozess.&#039;&#039;&#039; [18.3s] Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind keine kristallinen Substanzen mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos. Und das sind sogenannte Koloide.&#039;&#039;&#039; Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch Metall-Silikat-Verbindungen, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die Hauptkoloide, die in unseren Böden entstehen, dadurch, dass der Ton verwittert, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem alten Mysterienwissen, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess / Formbildungsprozess ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der Winterszeit und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die fängt im November an, aber hat ihren Höhepunkt zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess. Es ist ein Form-Bildungsprozess.&#039;&#039;&#039; Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T14:00:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Transskription des Vortrages 3.Folge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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==Transkription des Vortrages 4. Folge==&lt;br /&gt;
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[00:00:38] Einen schönen guten Morgen! Alle Berliner zurück? So. Alles Glyphosat scheint verboten zu sein, nachdem ihr da in Berlin wart oder wie? Ja, wir wollen also heute in dieser Zusatzstunde abschließen dieses ganze Thema Bodenentwicklung im Jahreslauf, im Zusammenhang mit der Bodenbearbeitung. Es kann ja auch nur ein Überblick sein. Man muss sozusagen das als Gesamtbild nehmen, um damit dann selbstständig irgendwie weiterarbeiten zu können in der Praxis. Nun hatten wir ja gesehen, dass der Winterprozess dadurch charakterisiert ist, dass es da rein physisch, mehr oder weniger physisch-anorganische Prozesse sich abspielen, also die Kristallisation. Dann haben wir gesehen, dass dann mit dem beginnenden Frühjahr in der Übergangszeit schon so Ende Februar, Mitte Februar, Ende Februar die Tage länger werden, der Boden sich langsam erwärmt und dadurch jetzt plötzlich über Nacht quasi, also in kürzester Frist Lebensvorgänge stattfinden im Boden, die man äußerlich noch gar nicht sieht. Deswegen muss man da immer erst mal genauer gucken, um zu sehen, wie es jetzt mit den Unkräutern steht und all dem. Also ein starker Aufschwung des Mikrobiellen, der mikrobiellen Entwicklung in den Böden und aber auch der ganzen Bodeninsekten, was da so kreucht und fleucht, der Würmer. Also ein Lebensvorgang, der sich da anbahnt im Übergang zum eigentlichen Frühling und der sich dann noch fortsetzt bis in den Sommer, Frühsommer hinein. Ein Lebensvorgang im Boden, ein ätherisch-lebendiger Vorgang, wo die Natur wieder anfängt, sich auszuatmen. Und das setzt sich dann fort über das Frühjahr, gegen den Sommer hin. Und wir haben am Samstag da noch mal darüber gesprochen, wie dann, gerade am Beispiel des Getreides jetzt aufgezeigt, Reifevorgänge einsetzen, nach der hlüte, die sowohl oben in der Blüte und dass da langsam die Samenentwicklung sich bildet, entwickelt. Aber gerade die ganze Pflanze also als vegetative Pflanzengestalt selber gleichsam ausreift. Es ist ein Reifevorgang, der die ganze Pflanze durchdringt, ehe sie dann endgültig dann abstirbt. Und auch der Boden reift aus. Vom Frühsommer in den Sommer hinein, immer stärker gegen den Herbst hin, reift der Boden, nicht nur die Frucht da oben. Sondern in der ganzen Natur vollzieht sich ein Art Reifevorgang. Und an diesem Punkt müssen wir jetzt im Sommer einsetzen. Wir haben dann gesehen, wie dieser Reifevorgang beim Getreide abschließt gewissermaßen durch diesen Kieselsäuremantel, den die Pflanze jetzt um sich herum legt. Indem die Kieselsäure aus dem Boden aufgenommen, als kolloidale Kieselsäure im Wasserstrom jetzt die ganzen Pflanzengewebe durchdringt und sich dann peripher ablagert in den äußeren Geweben. Und dadurch die Pflanze ihren Glanz erhält. Also das ist der Teil, der glänzt, richtig glänzt. Man kennt das heute kaum noch, das Phänomen, weil das konventionelle Getreide glänzt nicht mehr. Aber das ist das eigentliche Urphänomen des reifen Getreides, dass es anfängt, zu glänzen. Am stärksten kann man das beim Hafer sehen, dieser goldene Glanz. Und das steigert sich dann bis in die Ähren herauf, bis in die Spelzen und bis in die Grannen. Und dann, wenn das der Fall ist, dann kommt es dann wirklich zur Reife des Korns. Und jetzt müssen wir da drei Stufen der Reife unterscheiden. Die Erste ist die sogenannte Teigreife und dann die Gelbreife und die Todreife. Die Teigreife heißt, dass das Getreidekorn noch grünlich ist, dass man es noch relativ leicht zerdrücken kann, dass dann unter Umständen im Frühstadium noch so ein Milchsaft austritt. Und in dieser Teigreife wird heute auch schon Getreide zum Teil geerntet für Grünkern. Wenn man also den Grünkern herstellt, Graupen, meistens aus Dinkel, sonst aus Weizen, das ist also ein Vorgang, in dem man das grüne Korn erntet, in diesem Zustand der Teigreife und nachträglich dörrt. Ein Dörrevorgang ist es ja, der ja zur Graupenbildung führt. Nun die nächste Stufe ist dann die Geldreife. Und da ist das Korn schon richtig schön gelb. Also wirklich, dann merkt man, das hat Farbe bekommen, ist nicht mehr grün. Und es ist noch biegsam. Man kann es eigentlich nicht mehr zerdrücken, aber man kann es so biegen, es bricht nicht. Das ist Gelbreife. Und in der Gelbreife hat man früher das Getreide gedroschen, solange es noch keinen Mähdrescher gab. Also durch alle Zeiten hindurch, die tausenden Jahre von Entwicklung in der Landwirtschaft, wurde immer das Getreide in der Gelbreife geerntet, geschnitten, zuerst mit der Sense, später kam dann der Mähbinder auf. Und dann hat man das in Garben gebunden und hat die Garben aufgestellt in Hocken, oben noch eine Quergarbe drauf, damit der Wind das nicht durcheinanderwirbelt. Und dann hat man das gelbreife Getreide nachgetrocknet in der Hocke, draußen auf dem Feld, noch mindestens also sagen wir mal drei, vier Tage, wenn die Sonne richtig gebrannt hat. Aber ansonsten vielleicht sogar eine ganze Woche. Manchmal standen die Hocken 14 Tage draußen. Und dann hat man dann dieses nachgetrocknete Getreide eingefahren, auf den großen Leiterwägen aufgetürmt. Das war eine wunderbare Arbeit, die Garben da hoch zu staken. Und dann hat man das eingefahren in die Feldscheunen. Jeder Hof hatte früher so eine Feldscheune. Und also unser Feldscheune ist 87 hier abgebrannt, das letzte Stück. Und man sieht auch kaum noch Feldscheunen draußen. Man sah oft riesen Hallen, wo man dann die Getreideernte eingebanst hat. Also Einbansen hieß, dass man die Garben sozusagen sorgsam abgelegt hat, sodass man sie leicht auch wieder herausnehmen konnte, wenn man dann im Winter angefangen hat, das Getreide zu dreschen. Der Drusch war im Winter, nicht direkt jetzt vom Feld weg. Im Winter hat man dann das gedroschen mit der Standdreschmaschine. Und da konnte man wunderbar die Unkrautsamen sammeln. Da konnte man die Spreu sammeln, zur Fütterung für die Tiere. Und man hatte dann das Stroh. Also das war eine wunderbare Sache. Und heute ist es so, dass man während der Todreife drischt, 14 Tage später normalerweise, als die Gelbreife, wenn das Getreide todreif wird. Und das todreif ist also dann, wenn man das Korn über den Daumen brechen kann. Das hat dann ungefähr 16 Feuchtigkeit. Besser ist 15, 14 Prozent Feuchtigkeit. Und dann ist es auch lagerfähig. Man kann es vielleicht noch ein bisschen nachklüften dann, in den Silos, wo man so einlagert. Aber das ist ungefähr die Feuchtigkeit, die das Getreide lagerungsfähig macht. Über 16 Prozent wird sehr problematisch. Und 16 Prozent ist schon die Grenze. Ja und der Mähdrescher, das eleganteste Instrument, was es gibt. Aber im Grunde genommen für den Boden und für den Ackerbau nicht sonderlich geeignet. Es ist wirklich, man merkt ja heute von der Ernte so gut wie nichts mehr. Wenn heute so ein Betrieb, so ein Hof sein Getreide drischt, da fährt ja ab und zu mal ein Wagen rein, voll mit Getreide. Und dann kommen da auch irgendwann mal dann so ein paar Rundballen da reingefahren. Das war es dann auch. Das machen dann zwei, drei Schlepper und zwei, drei Leute. Und man merkt von der Ernte gar nichts. Früher war das so, die gesamten  Höfe waren allesamt, wer nur also Hände hatte, der war draußen auf dem Feld und hat die Hocken aufgestellt oder hat die Garben gebunden oder sonst was gemacht. Das habe ich noch alles erlebt. Und und da weiß man auch was Zusammenarbeit auch auf einem Hof, da gab es kein Halten. Da waren Kinder und die ältesten Menschen hier, die kamen, gingen alle mit aufs Feld und haben geholfen. Und das war eine Arbeitspitze im Jahr förmlich. Aber die schönste Zeit im Jahr, in gewissem Sinne. Nun der Mähdrusch, da würde ich doch noch was dazu sagen. Der hat eigentlich für den Ackerbau fast nur Nachteile. Also einmal sind die Mähdrescher maßlos schwer. Also auf den Vorderräders sind die wahnsinnig schwer und machen unglaubliche Spuren. Das ist nachher für das nachfolgende Bodenbearbeiten, den Stoppelsturz immer sehr störend, weil da wieder der Schildpflug rausspringt und es ist ein unsaubere Arbeit. Das ist das eine. Das Zweite ist, dass der Mähdrescher die Unkrautsamen hinten rausbläst auf den Acker. Früher hat man sogar Säcke gehabt, in den früheren Zeiten während des Mähdruschs hat man noch große Säcke gehabt, wo man Unkrautsamen getrennt aufgefangen hat, um sie vom Acker runterzubringen. Heute wird das Zeug alles rausgeblasen und dann mit dem Stroh entweder gehäckseltes schon, das Stroh oder eben ungehäckselt. Und dann nimmt die Presse dann anschließend, die Hochdruckpresse, nimmt dann das Stroh auf und die Unkrautsamen liegen alle wunderbar, einschließlich der Bruchkörner, einschließlich des Ausfallgetreides, liegt dann auf dem Acker. Da sieht man immer diese grünen Spuren. Wenn man das Stroh abgeräumt hat und es regnet, dann sieht man diese grünen Spuren auf dem Acker. Nun ja, das ist ein weiterer Nachteil. Ein dritter Nachteil ist der, dass der Mähdrescher verlangt, die Totreife. Das heißt, wir müssen 14 Tage warten nach der Gelbreife, bis wir endlich dreschen können. Es muss dann das Wetter auch danach sein. Und diese 14 Tage sind ganz entscheidend für die Ausreife des Bodens zur Bodengare, zur Sommer-Bodengare, gewiss. Aber jetzt muss man aufpassen, dass diese Reife nicht zu weit geht, dass der Boden nicht total austrocknet. Er trocknet schon aus, schon seit Anfang Juli, sagen wir seit der und nach der Blüte fängt er schon langsam an, auszutrocknen, weil auch das Wurzelwachstum nachlässt. Es sterben ja schon nach der Blüte die ersten Wurzeln ab. Und dadurch nimmt das Bodenleben, auch Mikrobenleben ab an Aktivität. Und der Boden trocknet aus. Wenn man vor der Blüte über einen Acker läuft und wir haben einen biodynamischen Betrieb, einen guten Boden, dann merkt man, dass unter dem Boden noch immer der Boden nachgibt, federt, zurückfedert. Der Boden federt gleichsam unter den unter den Schuhen. Während nach der Blüte, wird er immer härter. Und dann im Juli, in der vollen Ausreife des Getreides wird dann ziemlich hart. Also der gibt ja nicht mehr nach und dann unter den Füßen. Das heißt, der Boden trocknet aus. Die Sonnenstrahlen kommen auch immer tiefer herunter, weil es gibt ja keine grünen Blätter mehr. Also die trocknet zusätzlich noch durch die Wärme und natürlich durch die Sonnenstrahlen aus. Und da muss man rechtzeitig sehen, rechtzeitig genug sehen, dass man jetzt die Restfeuchtigkeit noch bewahrt, möglichst bewahrt, dass man nicht so lange den Acker über den Mähdrusch hinaus offen liegen lässt, sondern dass man so früh wie möglich, unmittelbar nach der Ernte, den Boden bearbeitet, die Stoppelbearbeitung. Und diese Maßnahme konnte man eben früher 14 Tage früher machen, eben in der Gelbreife. Und das hatte ganz große Vorzüge für die Erhaltung der Bodengare beziehungsweise die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden. Noch zusätzlich 14 Tage sind sehr lange. Gerade im Sommer, wenn es so richtig heiß ist. Und dann kommt es eben zum Verlust der Bodenfeuchtigkeit. Und auch eben zum Rückzug der ganzen Organismen, also insbesondere der höherentwickelten, wie zum Beispiel die Regenwürmer, die ziehen sich dann gerne in den Unterboden zurück, wenn es allzu warm wird und trocken wird. Das mögen sie nicht. Und auch diese intensive Lichteinstrahlung mögen die nicht. Nun ist der Acker abgeräumt, hier im Sommer. Und da stehen hier draußen die Stoppeln. Und unter den Stoppeln ist hier eine unglaubliche Wurzelmasse. Und hier oben liegen dann überall noch dieses Ausfallgetreide und die Unkräuter. Und jetzt müssen wir überlegen, um welchen Bodenprozess es jetzt geht, der sich im Sommer abspielt. Was ist jetzt nach der Ernte der entscheidende Bodenprozess? Und wie können wir den unterstützen, durch entsprechende Bodenbearbeitungs-Maßnahmen? Aber wir müssen immer zuerst versuchen, prozessual zu denken. Was hat sich jetzt seit dem Frühjahr entwickelt im Boden, bis zum Sommer hin? Und jetzt ernten wir da draußen. Und jetzt müssen wir fragen, hier war es ein Vorgang im Frühjahr, der ganz stark die Bodenfruchtbarkeit in Anspruch genommen hat durch Abbauvorgänge. Und jetzt, nachdem wir geerntet haben, welcher Bodenprozess ist jetzt maßgebend für die ganze Weiterentwicklung des Bodens? Wir haben also Bestandsrückstände des Wachstums, des vorausgegangenen Jahres oder Jahreslaufes. Und da sind jetzt Wurzeln im Boden, das sind Stoppeln draußen, Spreureste, Reste von abgestorbenen Unkräutern und so weiter. Und jetzt kommt es darauf an, einen Bodenprozess einzuleiten, der zum Gegenteil führt von dem hier. Nämlich, dass wieder ein Humusaufbau stattfindet. Wir müssen jetzt wirklich kräftiger einsetzen mit der Bearbeitung. Früher haben wir gesagt nur Hautbearbeitung, also gerade mal von oben ein bisschen den Boden antasten. Aber jetzt kommt es darauf an, hier etwas kräftiger einzuwirken mit der Stoppelbearbeitung. Indem wir jetzt in der Regel, also die klassische Regel sind acht Zentimeter, im Allgemeinen. Das hängt auch ein bisschen von Betrieb zu Betrieb ab, dass man acht Zentimeter versucht, jetzt hier das alles durcheinander zu wirbeln, dass die Stoppeln eingearbeitet werden in den Boden, dass die Wurzeln durcheinander gerührt werden und die noch wachsende Unkräuter vielleicht entwurzelt werden. Also ungefähr bis zu einer Tiefe von acht Zentimetern, also nicht zu tief, aber auch nicht zu flach, versuchen wir jetzt, einen Prozess einzuleiten dadurch, dass die organischen Rückstände der Pflanzen sich mit dem Erdreich vermischen. Es geht um ein Vermischen und ein Lockern. Das sind die beiden eigentlichen Vorgänge, die wir gerätemäßig bewältigen müssen, Mischen und Lockern. Und zu welchem Ziel eigentlich? Natürlich, wir müssen jetzt irgendwie sehen, dass wir die Stoppel unter die Erde bekommen. Aber alles dasjenige, was dann folgt, ist ja ein Vorgang, wie wiederum unter Sauerstoffzufuhr jetzt die Bodenorganismen anfangen, diese organische Substanz abzubauen. Es ist nochmal ein Abbauprozess und zugleich eben ein Umbauprozess. Aber zunächst müssen sie mal besiedelt werden, die ganzen organischen Reste, die Wurzeln, die Stoppeln besiedelt werden mit Mikroben, die dann anfangen, insbesondere natürlich, wenn es Eiweißhaltiges ist. Also zum Beispiel Leguminosenstroh, das wird ruckzuck abgebaut. Aber so ein Stroh wie sagen wir mal, der Roggen oder die Gerste oder Weizen haben ein sehr weites C-N-Verhältnis, also sehr viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff. Also es ist wenig Eiweiß eingebunden in den Stängel und das mögen die Mikroben nicht. Die mögen viel Eiweiß. Die mögen das leicht haben. Und das ist so quasi, die fangen gleich immer mit dem Nachtisch an. Und das ist eben, wenn es sehr viel Eiweiß in den/ Deswegen auch Gründüngung. Wenn Sie Gründüngung einarbeiten in den Boden, das ist eine Katastrophe, was Sie da machen, weil dann das Mikrobenleben viel zu stark angeregt wird. Die bauen das dann so rasant ab, dass nachher nichts mehr übrig bleibt. Und das ist hier keine Gefahr beim Getreidestroh, wegen des weiten sogenannten C-N-Verhältnisses. Also da ist der Kohlenstoff zu Stickstoff ungefähr 80 zu 1. Und infolgedessen ist es ein sehr, sehr langsamer Prozess. Gerade das Stroh ist sehr widerstandsfähig gegenüber dem mikrobiellen Abbau. Und so muss ich jetzt Bedingungen schaffen, gerade hier im Oberboden, dass einerseits die Feuchtigkeit bewahrt wird. Warum wird sie da eigentlich bewahrt durch eine solche Stoppelbearbeitung? Denn Sie tun ja gerade im Gegenteil sogar durch Lockerung und so weiter erst recht sozusagen die Verdunstung anregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:21:17] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich schneide das Kapillare ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:21:24] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das ist hier genau, da ist hier eine Grenze. Und da ist es dann so, im Laufe des Jahres hat sich eine ganz bestimmte Kapazität ausgebildet. Das heißt also, dass Wasser entgegen der Schwerkraft in diesem ganz feinen Haarrisse und Röhren oder was auch immer, kapillar aufsteigt. Und wenn es eben nicht bearbeitet würde, würde es so weit aufsteigen und würde verdunsten. Und hier steigt es jetzt nur so bis hier Unterkante dieser bearbeiteten Schicht herauf. Und verdunstet natürlich hier auch, aber an der Unterkante dieser bearbeiteten Schicht. Das war ein Landwirt, Rosenberg-Lipinski hieß er, der hat um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert gerade diese Tatsache beobachtet. Und hat gesagt, das ist so wichtig, dass diese Feuchtigkeit hier jetzt hereinsteigt, um hier ein bisschen für Feuchtigkeit zu sorgen, innerhalb dieser bearbeiteten Schicht. Und hat ungeheure Bedeutung für die Entwicklung des Gesamt der ganzen Abbauvorgänge jetzt des Strohs und der sonstigen abbaubaren organischen Rückstände. Die brauchen also Feuchtigkeit. Die brauchen aber auch Sauerstoff, deswegen die Bearbeitung. Durch die Bearbeitung kommt ja Sauerstoff in den Boden. Und sie brauchen Dunkelheit, Finsternis. Da darf die Sonne nicht direkt darauf brennen, also nicht reinscheinen. Insofern müssen die Stoppeln hier wirklich herunter eingemischt werden, hier in den Boden. Da darf man möglichst keine Stoppeln mehr sehen. Und dann fängt eben ein Prozess an. Und dieser Prozess ist der, dass zunächst mal die geformte, gestaltete organische Substanz vom Boden verdaut werden muss. Und jeder mikrobielle Angriff heißt ja eigentlich ein Verdauungsvorgang. Das ist genau dasselbe wie bei uns, unsere eigene Verdauung oder bei der Kuh im Pansen. Ich stelle einen chaotischen Zustand her. Und da fangen jetzt diese Mikroben ihre Tätigkeit an, indem sie abbauen, abbauen, abbauen, abbauen. Und das muss man sich auch mal ganz klar machen, alles Mikrobenleben im Haushalt der Natur, einschließlich der Bakterien, führt letzten Endes zur Mineralisation, zu einem totalen Abbau. Also dass von der organischen Substanz alles veratmet ist, da bleibt nichts mehr übrig. Und noch ein paar Mineralsalze im Boden. Das war es dann auch. Also das Mikrobenleben steht so lange im Dienste einer höheren Natur, als die Pflanze wächst. Aber wenn sie abgestorben ist, so ist da nichts mehr, was die Mikroben sozusagen zu Symbiosen anregt. Da ist nichts mehr, sondern dann bauen die ab, mineralisieren. Und glücklicherweise ist das eine organische Substanz, die nicht so leicht zu mineralisieren ist, sodass es sich ziemlich lange ausdehnt, dieser ganze Prozess. Aber das ist sozusagen Ihre Tätigkeit. Das ist eine atomistische Tätigkeit. Das ist Myriaden, Milliarden, Billionen in so einem winzigen Würfel Boden, guten Boden, da stecken Milliarden und Milliarden solcher Mikroben drin. Das ist aber atomistisch. Sozusagen jede versucht sozusagen, ihr eigenes Leben da zu fristen, mit dem, was da ist und baut ab und kümmert sich nicht darum, dass wenn sie alles abgebaut hat, da ist nichts mehr da und da sterben sie eben alle ab. So. Aber es geht ja nicht nur um den mikrobiellen Abbau, sondern es geht auch darum, dass jetzt im Sommer gerade das höhere Bodenleben aktiviert werden muss. Das ist die Zeit, wo wirklich, möchte ich mal sagen, die Regenwürmer anfangen, ihre segensreiche Tätigkeit zu entwickeln. Und Sie glauben gar nicht, wie segensreich der Regenwurm ist. Das könnten wir gar nicht. Wir können als Menschen nicht annähernd das leisten, was der Regenwurm in unseren Böden leistet. Er steht nur repräsentativ für andere Organismen, höhere Organismen im Boden, selbstverständlich. Es gibt also Ringelwürmer. Es gibt natürlich die Collembolen, die sogenannten Springschwänze. Es gibt also Asseln und alles das Zeug. Es gibt also eine Unzahl von verschiedenen Organismen, die jetzt hier im Boden, besonders gerne hier in dieser Zeit, wo so viel organische Substanz im Angebot ist, da oben, oberflächennah, die da tätig werden wollen. Und die Stoppelbearbeitung dient dazu, jetzt ein Milieu zu schaffen, in dem gerade die Bodentiere ihre Tätigkeit entfalten können in einer Zeit des Jahres, die ihnen nicht besonders zuträglich ist, wenn jetzt nämlich die Sonne von oben herunterbrennt auf dem langen Acker. Die Regenwürmer, die fliehen die Wärme, die ziehen sich dann gerade im Sommer gerne in ihre Röhren, ganz unten, einen Meter tief in die Erde zurück und warten, bis es wieder feucht wird. Und dadurch, dass man jetzt hier diese Lockerschicht schafft, Sauerstoff dringt ein, die Feuchtigkeit steigt auf. Hier bildet sich also ein Milieu, was diesen Bodentieren dann zuträglich sein kann. Und insbesondere die Regenwürmer. Durch die Stoppelbearbeitung locken wir die Regenwürmer herauf, in einer Jahreszeit, wo sie eigentlich eher die Tendenz haben, nach unten zu gehen. Wir locken sie durch ihre Röhren herauf, so dass sie jetzt anfangen, hier oben horizontal, die kommen vertikal durch ihre Röhren hoch und fangen jetzt an, hier oben die organische Substanz zu fressen, in sich aufzunehmen. Und der Regenwurm braucht eben auch dreierlei Dinge. Er braucht Sauerstoff, ein Sauerstoffatmer. Und er braucht Finsternis um sich herum. Er scheut das Sonnenlicht. Wenn er im Sommer aus dem Boden herauskommt und findet sein Loch nicht mehr zurück, dann verbrennt er unter der Sonne und er trocknet sofort aus, dann ist er tot. Also er braucht Sauerstoff, er braucht Feuchtigkeit und die Finsternis des Bodens. Es sind dies alles Wesen, die im Finstern leben. Und jetzt vollzieht er da seine segensreiche Tätigkeit. Und hier möchte ich jetzt mal kurz schildern, ehe wir dann auf die Bearbeitungsmaßnahmen selber noch mal eingehen. (...) Also der Regenwurm steht repräsentativ für die alle höheren Bodentiere, wohlgemerkt. Und der Regenwurm ist ja ein seltsames Gebilde. Es ist eigentlich nur ein Schlauch, so, Schlauch, irgendwie so. Und dieser Schlauch ist segmentiert. Überall, wo Sie in der Natur Segmentierung vorfinden, ist es ein Ausdruck einer relativ frühen evolutiven Entwicklung im Tierreich. Jede Segmentierung ist eigentlich noch ein Bild mehr des Pflanzlichen als Tierischen. Die Pflanze, wenn sie wächst, bildet immer eine Segmentierung, wenn es auch in der Vertikalen ist. Das Blatt, Stängel, Blatt, Stängel, Blatt, Stängel. Also ist immer ein Stängel-Glied und dann kommt ein Blatt, entweder gegenständig stehen die Blätter oder kreuzständig oder so. Und dann kommt wieder ein Stängelglied und so weiter. Es ist immer dieses rhythmische Gegliedertsein, das ist typisch für alles Lebendige. Und bei den Getreiden ist eben nicht so, dass/ bei jedem Knoten kommt ein Blatt raus. Also weil sonst kommen immer zwei Blätter heraus oder richtige Blattwirtel. Bei den Getreiden haben wir nur ein Blatt, das dann von jedem Knoten mit dem Stängel mitwächst und dann plötzlich einen Knick macht und dann sich abbiegt nach außen und erscheint dann als das Blatt. Nun, der Regenwurm zeigt eine ebensolche rhythmische Gliederung wie alle Würmer, auch die Raupen. Also die zeigen diese rhythmische Gliederung. Das weist darauf hin, dass dort die Stoffwechselprozesse, das ist sozusagen das Unbewusste ja im Menschen, dass sie da am allerstärksten ausgebildet sind. Und Stoffwechselprozesse sind immer Pflanzen-verwandt. Das ist also sozusagen die Pflanze in uns, auch im Menschen, wo wir völlig unbewusst sind, in dem, was sich da eigentlich abspielt. Wie die Pflanze auch eben ein Schlafbewusstsein hat, so hat der Mensch da unten ein Schlaf/ Er schläft eigentlich immer in seinem Stoffwechselorganismus. Da dringen wir mit unserem Bewusstsein nicht rein. Also schon morphologisch gesehen kann man sagen, dieser Wurm ist eigentlich ein Evolutionszustand, der mehr einer früheren Epoche der tierischen Evolution entspricht. Nun ist dieser Regenwurm aber ein erstaunlich hoch organisiert, inwendig. Er hat nämlich einen geschlossenen Blutkreislauf, der durch alle Segmente hindurch führt und hier oben eine kleine Verdickung hat. Das kann man das Herz nennen, aber das wäre fast zu viel gesagt. Jedes Segment wird also durchblutet und es hat außerdem ein ausgesprochen entwickeltes Nervensystem, das Gangliensystem, was auch durch alle Segmente hindurch geht. Und da sind immer so Verbindungen auch in den einzelnen Segmenten. Deswegen kann man einen Regenwurm ja durchschneiden, soll man nicht machen, aber wenn das mal geschieht, dann kann es sein, dass er fortlebt. Meistens kann er sich nicht mehr zum vollen Wurm regenerieren. Das ist ein Märchen. Aber er kann noch mal vielleicht die Wunde schließen und kann dann vielleicht die eine Hälfte noch eine Zeit lang überhaupt am Leben halten, aufgrund dieser besonderen, sowohl was den Blutkreislauf anbetrifft, als auch den die Nerventätigkeit, die Ganglientätigkeit. Und jetzt kommt aber noch eines dazu, dass dieser Regenwurm sage ich mal hier vorne, der hat Maul und irgendwo setzt er dann auch seine Häufchen ab und dazwischen, zwischen dem Maul, was jetzt eigentlich kein  Maul ist, er hat nämlich keine Zähne und nix, sondern er hat nur eine etwas verhärtete Haut, durch die er in der Lage ist, sich jetzt die einzelnen Sandkörnchen im Boden, Tonteilchen aufzunehmen und eben Pflanzenrückstände aufzunehmen. Also was der Regenwurm frisst, ist organische Substanz, Ton und Feinsand. Denn er frisst sich ja durch den Boden durch. Also hier oben, wenn er hier oben tätig ist, dann schiebt er sich durch den Boden durch. Dann tut er sozusagen den Leib zusammenziehen. Und dann drückt er sich nach vorne durch. Da wird er ganz spitz vorne und drückt sich durch den Boden durch. Also das ist normalerweise seine Horizontalbewegung, hier oben in dem bearbeiteten Boden. Aber ansonsten ist der Regenwurm ja ein Tier, welches solche senkrechten Röhren heruntergeht. Die gehen tief, tief in den Boden und vielleicht sogar unter den C-Horizont. Also auch Löss-Böden allemal, nicht nur durch das verwitterte Profil, sondern bis hinein in den Unterboden. Und bei Löss-Boden hat man nachgewiesen, dass Regenwürmer bis zu sieben Meter tief Löcher bilden können, solche Röhren bilden können. Und in diesen Röhren wohnen. Das ist das erstaunliche Phänomen. Wandert nun der Regenwurm auch rauf und runter. Hier unten hat er vielleicht irgendwo eine kleine Ausbuchtung. Und da kann er sich dann, wenn es trocken ist oder im Winter, dann tut er sich hier unten so einwickeln. Und da ruht er dann. Aber ansonsten bewegt er sich in der Senkrechte. Das ist schon mal ein unglaubliches Phänomen. Der Regenwurm ist ein Horizontalwesen, der kann sich nur schlängeln. Aber kaum kommt er in seine Röhre, dann fühlt er die Röhre, dann steht er in der Senkrechten. Man muss immer auf solche Phänomene aufmerksam werden. Es ist was anderes, wenn ein Tier in der Waagerechten ist, als wenn er in der Senkrechten ist. Das sind Bewusstseinsunterschiede des Seelischen des Tieres. Das erlebt sich gleich ganz anders. Und in diesen Röhren bewegt sich nun der Regenwurm relativ schnell, erstaunlich schnell. Er hat ja keine Beine, er hat nur die blanke Haut. Und diese Haut sondert ständig, unentwegt Schleim ab, um sich immer schön feucht zu halten. Und dann hat er aber eingebettet in die Haut einerseits Punktaugen, also dass sozusagen die ganze Hautoberfläche/ Was nehmen wir da für eine Farbe? Der hat hier die ganze Hautoberfläche, hat er hier Punktaugen. Die sind ganz verborgen in dieser Schleimschicht, in der äußeren Schleimschicht. Und er hat außerdem Borsten. Und diese Borsten, die kann er dann in der Senkrechten ausstülpen und kann sich dann sozusagen stufenweise hochschieben. Und das geht verdammt schnell. Also man glaubt es nicht, wie schnell so ein Regenwurm da rauf und runter geht. Er hat also so Borsten, die er ausstülpen kann. Die verschwinden in der Haut normalerweise. Und dann wenn er aber da in den Röhren sich bewegen, dann stülpt er die aus und dann bewegt er sich nach oben. Und indem sich nun dieser Regenwurm hier in dieser Höhle bewegt, sondert er ständig auch Schleim ab. Und diese Schleim, das ist praktisch Eiweiß, also ganz junges Eiweiß. Also nicht nur natürlich, aber hauptsächlich. Und mit dem kleidet er jetzt diese Wurmlöcher und diese Wurmröhren, die er selber gefressen hat wohlgemerkt, die hat er selber hergestellt, kleidet er jetzt mit diesem Eiweiß und diesem Schleim diese Röhren aus und stabilisiert damit die Röhren. Wenn da so ein Starkregen kommt, dass der nicht sofort zuschlemmt, sondern dass dadurch eine Art Wandbefestigung stattfindet, der Röhrenwand. Und es gibt fossile Regenwurmlöcher, das habe ich selber noch gesehen, in Lössprofilen, Regenwurmröhren, die aus der vorletzten Eiszeit stammen. Also nicht aus der letzten, sondern es gibt ein sogenanntes Interglazial zwischen den Eiszeiten, wo sich auch schon Bodenbildung vollzogen hat. Und da hat man in Lössböden Regenwurmröhren aus noch vor den Eiszeiten befindlichen Interglazial, in entsprechenden Löss-Standorten gefunden. So stabil ist das. Also der macht seine eigene Statik. Und dieser Schleim, der da abgesondert wird, ist gleichzeitig natürlich ein wunderbarer Boden für die Mikrobenwelt. Also die Mikroben, da kommen dann Sporen natürlich mit, mit dem Regenbogen werden Sporen eingetragen. Und dann keimen die aus, diese Sporen und bilden jetzt da also ein ganzes Myzel, Pilzmyzel, aber auch auskeimende mikrobielle Protozoen, alles Mögliche, also einzellige Wesen. Und die fangen dann an zu wachsen und vegetativ sich zu entwickeln. Und wenn das weit genug ist, dann steigt der Regenwurm herunter oder steigt je nachdem hoch und und grast seine eigenen Röhre ab. Seine Röhren, da ist der Tisch gedeckt, durch diese auskeimenden Mikroben pflanzlicher Art, tierische Art, also Protozoen. Und die grast er ab, indem er da in seinen Röhren rauf und runter geht. So. Und wenn es jetzt stark regnet und wenn man die Regenwürmer genau beobachtet, dann kann man ungefähr wissen, wann es regnet. Die machen nämlich hier oben einen kleinen Deckel drüber aus Lehm. Wenn es zum Regen kommt, also wenn ein Starkregen, ein Gewitterregen daniedergeht, dann sind die Röhren verschlossen. Die verschließt er vorher. Die machen die Tür zu. Das nicht da das ganze Wasser runterläuft. Aber kaum ist der Regen vorbei, dann öffnet er das hier oben wieder, damit der Sauerstoff reinkommt. Das ist eine. Das Zweite ist, dass der Regenwurm eigentlich die Bodenatmung am allermeisten beeinflusst. Ich habe ja gesagt, der Boden atmet genauso wie Mensch und Tier. Es sind ja Abbauprozesse hier im Organischen hier oben erstmal oder auch hier bei dem ganzen Frühjahrswachstum, Abbauprozesse. Da wird CO2 frei, Kohlendioxid. Das ist ein Gift. Raus aus dem Boden! Ja, wie? Schwerer als Luft. Jetzt sammelt sich das Kohlendioxid, es ist schwerer als die Luft, hier in diesen Röhren. Also da würde man sofort ersticken, wenn man da als Mensch da rein eintauchen wollte. Der Regenwurm hält es aus. Und jetzt, wenn er dann hochsteigt in seiner Röhre, ist es ist wie eine Pumpe, die das CO2 quasi herausgedrückt aus der Erde, in die Atmosphäre. Und wenn er wieder runter saust, dann zieht er Sauerstoff nach. Also er befördert aktiv durch seine Lebenstätigkeit die Bodenhaftung. Er entlüftet und belüftet durch seine Bewegungen in der Senkrechten. Also das ist ein richtiges Wunder, ist sowas. Und ich möchte nur gleich bemerken, dass es also wesentlich darauf ankommt, dass in den Böden möglichst viel Regenwürmer sind. Und da sind große, große Unterschiede. Also auf Sandböden hat man es mit dem Regenwurm sowieso schwer, weil da kein Ton ist. Er braucht Ton. Und da komme ich nachher noch mal drauf zurück. Er braucht Ton, er muss mit den organischen Substanzen zugleich Ton zu sich nehmen. Und im Sandboden ist so wenig Ton. Und infolgedessen kann man so schwer Löcher stabilisieren. Das Einzelkorngefüge eines Sandboden. Aber normalerweise, in unseren normalen Standorten, ist doch genügend Ton vorhanden für die Entwicklung des Regenwurmlebens. Und jetzt muss man zusehen, dass man da möglichst viele Regenwürmer in den Boden bekommen. Und das heißt, ich muss dafür sorgen, dass genügend organische Substanz immer angeboten wird, dass diese Regenwürmer im Boden abbauen können. Und dann vermehren sie sich ja auch. Dann legen sie ihre Eier und dann schlüpfen dann wieder junge Regenwürmer. Und wenn man  Berechnungen vornimmt, wie viel Regenwürmer in so einem Boden normalerweise sind, wenn es ein guter Boden ist, dann sagt man ganz über den Daumen gepeilt mindestens so viel Regenwürmer an Gewicht unter dem Boden wie eine Großvieheinheit über dem Boden. Eine Großvieheinheit sind normalerweise 500 Kilogramm Lebendgewicht, Kuh. Eine Kuh über dem Boden, eine Kuh in Form von Regenwürmern unter dem Boden. Das ist so ein Daumenmaß. Wenn man es aber genau zählt, dann entdeckt man enorme Unterschiede. Wir hatten glücklicherweise, in den Siebziger Jahren war das schon, irgendwie Ende der Siebziger Jahre, von der Universität Gießen hier mal eine Regenwurmzählung. Und zwar nicht nur hier, sondern auch auf allen benachbarten konventionellen Betrieb mit Viehhaltung auch und Ackerbau, gemischter Betrieb und ein extrem konventionell bewirtschafteter Gartenbaubetrieb oder so. Ja, so ein Gartenbaubetrieb, aber vollkommen extrem in Monokultur bewirtschaftet. Haben wir da auch Profile aufgegraben und haben da genaue Untersuchungen gemacht. Man macht das normalerweise mit Formalin. Man nimmt also einen Quadratmeter, steckt den genau ab, misst ihn aus. Und dann träufelt man Formalin auf den Acker und das Formalin, die Dämpfe, die ziehen dann ein in den Boden und die locken die Regenwürmer, die halten das nicht aus, sie wollen an die Luft. Die kommen dann alle obenr auf, alles was beweglich ist, jedenfalls. Und das sind ja, die größeren Tiere gehen ja erst hier runter, die kleineren, die bleiben ja mehr hier gegen die Oberfläche hin, den Sommer über. Also da haben die diese Zählung gemacht. Und zwar von winzig-klein, geschlüpft bis voll entwickelten Regenwürmern. Regenwürmer werden normalerweise neun Jahre alt. Also die können ein ganz schönes Alter erreichen und auch eine ganz schöne Größe. Und haben die gezählt. Und da haben sie bei dem bei dem extrem bewirtschafteten Gartenbaubetrieb vier Regenwürmer pro Quadratmeter gefunden. Da haben sie gesagt, na ja, immerhin, das ist doch was. Vier Regenwürmer. Und dann haben sie auf dem konventionellen Betrieb, Nachbarbetrieb hier in Gronau, haben sie 25 gefunden pro Quadratmeter. Und dann haben sie Untersuchungen gemacht auf verschiedenen Standorten hier, aber vor allen Dingen unten, im Unterland. Zwei Jahre nach Kleegras, auf unseren Tonböden da unten, Niederschwemmland-Boden, haben sie 600 gefunden. Und da haben sie gesagt, na ja, das ist ja ganz schön viel, also die Fachleute. Sie haben gesagt, aber 400 könnten es auch sein, das ist gut. Also da sieht man, also wir müssen daraufhin sehen, also wenn diese Bodenatmung durch die Regenwürmer richtig nachvollziehen kann und der Abbau der organischen Substanz, der ja auch wiederum ein ganz besonderer Vorgang ist, wie ich es gleich schildern werden, dann sieht man, dass der Regenwurm eigentlich der eigentliche Fruchtbarkeitsbildner der Erde ist. Und wenn sie da nicht die Hilfe haben von den Regenwürmern durch das ganze Jahr hindurch, denn die arbeiten das ganze Jahr hindurch, wenn es nur irgendwie Witterung danach ist, bevorzugt natürlich zu einer bestimmten Jahreszeit und das ist eben die von hier bis zum Herbst hin, wenn diese Aktivität ständig stattfindet, dann kann das kein Landwirt besser machen, kein Bodenbearbeitungs-Gerät besser machen. Also je aktiver der Boden in Bezug auf die Regenwürmer ist und hoher Regenwurm-Besatz und so 300, 400 Regenwürmer sollten es dann schon auch sein. Aber die müssen natürlich ernährt werden und so weiter. Und in Monokultur geht es gar nicht. Monokultur Mais, Monokultur Weizen oder so. Sondern ich muss eine Vielfalt in der Fruchtfolge haben, muss auch einen bestimmten Unkrautbesatz haben. Das mögen sie auch gerne. Die unterschiedlichen organischen Substanzen sind sehr unterschiedlich schmackhaft, mit sehr unterschiedlichem Eiweißhgehalt. Also ein breites Angebot muss da sein, dass die Regenwürmer sich entwickeln. Und nun ist es so, dass der Regenwurm mit seinem Mund hier all das aufnimmt. Und zu diesem Ziel frisst er sich durch den Boden hindurch. Hier oben drückt er sich durch den Boden hindurch, im Wesentlichen, muss nicht sein, aber im Wesentlichen doch, wenn schön locker ist. Ansonsten muss er seine Röhren auswählen. Und dann baut er vielleicht sogar eine zweite da in die Tiefe und eine dritte und eine vierte. Und was macht er denn aber mit dem Material, was er alles frisst? Das hat er alles in sich drin. Und wenn er dann voll ist, dann marschiert er hier oben rauf und legt das hier oben als ein Häufchen ab. Der Regenwurm sorgt dafür, dass die Böden sich verjüngen. Der ist der große Verjünger unserer Böden. Entgegen der Schwerkraft holt er von unten die Erde rauf und legt sie oben ab. Ich habe mich früher immer gewundert. Ich habe mich immer sehr für Ausgrabungsstätten interessiert, so und Griechenland und so. Und da habe ich mich immer gewundert, wie diese riesen Trümmer von Tempelanlagen, dass man die alle heute nur noch die Oberfläche sieht, die liegen alle irgendwo so halb vergraben in der Erde oder ganz zu. Und da muss man regelrechte Ausgrabungen machen. Na ja, als ich da mal so einen Archäologen da gefragt habe, der hat gesagt, ja, die sinken nicht ein, sondern die werden überwachsen dadurch, dass die Regenwürmer auf diesem Kalkboden so intensive Arbeit leisten, dass die Böden nach oben wachsen, die dort dadurch wachsen, sozusagen. Stellen Sie sich vor ein Regenwurmbesatz von 400 Regenwürmern pro Quadratmeter, das sind also mindestens 1.000 Kilogramm Lebendgewicht pro Hektar, die sorgen dafür, dass jedes Jahr zirka über 100 Tonnen Erde von unten nach oben verfrachtet werden. Pro Hektar 100 Tonnen. Durch ihren eigenen Leib nehmen sie das auf und marschieren dann wieder hoch und legen oben ihre Häufchen ab. Und je kalkreicher der Standort ist, desto stärker ist das, desto höher auch normalerweise der Regenwurmbesatz. Und saure Böden, die mag der nicht. Da gibt es dann auch andere Regenwurm-Arten, die da ein bisschen besser mit der Säure zurechtkommen. Aber der Lumbricus terrestris, also unser normaler Tauwurm, den wir so kennen, der braucht diesen Kalk. Und auf diese Weise also regenerieren sich unsere Böden, werden juvenil von Jahr zu Jahr, juveniler wieder. Wir haben ja ständig eine Mikroerosion von oben nach unten. Bei jedem Starkregen durch die Bodenporen werden Tonteilchen und so weiter nach unten verfrachtet. Und damit hängt die Alterung der Böden zusammen, die ich ja schon erwähnt habe, die Alterung der Böden, dass von oben nach unten, das Profil, eine Profilierung entsteht. Und oben die Böden dann verarmen an Ton und so weiter, durch Mikroerosion. Jetzt kommt der Regenwurm und trägt das alles wieder hoch. Es ist ein Wunder. Also was der Regenwurm macht, das ist immer das Beste vom Besten. Und er ist außerdem nicht jemand, der der Meinung ist, er müsste unbedingt, wenn er sozusagen ein bisschen mit dem Futter nicht so weit her reicht, dass er dann die grünen Blätter von den Pflanzen frisst. Er frisst nichts Grünes von den Pflanzen, er ist in dem Sinne kein Schädiger, er wirkt nie schädigend auf die Pflanze. Auch nicht im Boden, wo die Wurzel lebendig da wächst, das frisst er nicht. Er schädigen in keinem Punkt. Natürlich, ab und zu macht man mal Unfug. Das habe ich mal beobachtet, dass so ein Regenwurm ein grünes Pflanzenblatt abgebissen hat. Und was hat er gemacht? Er hat die ganze Oberfläche von dem Blatt, also neben seinem Loch. Die ganze Oberfläche von dem Blatt hat er jetzt mit seinem Schleim eingeschleimt. Und dann hat er das Blatt zusammengerollt, das kann der und hat es jetzt in seine Höhle reingezogen. Und da steckte das da ganz in der Höhle drin. Und da entwickeln sich jetzt in der Höhle, im Schleim, alle möglichen Bakterien. Und die bilden jetzt wieder so einen schönen Bakterienrasen oder Mikrobenrasen. Und das weidet er ab. Da war das Blatt sozusagen auch nur ein Mittel zum Zweck, dass er wieder seinen Tisch gedeckt bekommen. Aber ansonsten macht er überhaupt keinen Schaden. So und jetzt der Verdauungsvorgang ist ja der, dass er jetzt hier die Nahrung aufnimmt. Und dann wandert diese Nahrung in die Mundhöhle, Maul, Höhle, Mundhöhle. Das ist eine Erweiterung des Darms. Und dieser Darm, der geht dann auch hier durch bis hinten hin. Und diese Erweiterung dieser Mundhöhle, dazu braucht er jetzt und um dieses organische Material klein zu machen, braucht er jetzt insbesondere Feinsand oder auch mal ein Grobsandkorn, Kiesel. Und den braucht er hier in seinem Magen. Und mit diesem Kieselsand mahlt er jetzt, durch entsprechende Kontraktionen des Magens, mahlt er jetzt die organische Substanz klein. Also ähnlich wie das Wiederkauen der Kühe. Das macht er hier in seinem Maul. Und dann geht also diese verkleinerte organische Substanz, das geht hier also jetzt durch den ganzen Dünndarm hindurch. Und dieser Dünndarm ist voll gestopft, prall voll mit Mikroben. Und daran können Sie erkennen, dass der Regenwurm als Tier diesen Prozess, der bei der Pflanze peripher hauptsächlich ist, die diese sogenannte Rhizosphäre um die Wurzel herum, diese Symbiose, die ist um die Wurzel herum, im Wesentlichen, beim Tier ist sie innen drin. Da stülpt sich das Äußere ins Innere. Das ist ein Umstülpungsvorgang. Und daran können Sie schon erkennen, das Tier unterscheidet sich von der Pflanze durch Umstülpungen. Schon das Gastrulastadium, also wenn ein Organismus sich entwickelt, dann kommt es zu dieser Umstülpung. So. Das nennt man das Gastrulastadium. Wo jetzt die Zelle sich entwickelt. Zunächst ist sie noch verbunden mit der Außenwelt, nachher schließt sie sich ab. Und dann bildet sie ein Innenraum. Und so ist es eben beim Regenwurm. Das ist ein Innenraum, jetzt der ganze Darmschlauch, wo diese organische Substanz von außen reinkommt und jetzt mikrobiell von innen aufgeschlossen wird, unter der Regie des Seelenleibes, Astralleibes, wie auch immer, Empfindungsleibes, eben eines Tieres, was beseelt ist. Unterdessen Regie wird jetzt hier die organische Substanz abgebaut und die ganzen Symbiosen gesteuert, die da in diesem Darm ihre Tätigkeit entwickeln, prall, voll. Und sodass also hier jetzt systematisch hier ein Abbauvorgang mikrobielle Art stattfindet und jetzt aber gleichzeitig der Ton mitgenommen wird auf diesen Weg, sodass am Ende etwas in Erscheinung tritt, was der fruchtbarste Boden schlechthin ist. Und das sind die Regenwurm-Krümel. Warum? Weil die Regenwürmer es fertigbringen, nicht nur den Humufizierungsprozess, also den Humusaufbau zu bewerkstelligen. Dass das nicht alles nur mikrobielle abgebaut und mineralisiert wird, sondern das Gegenteil. Die schaffen nur die Vorbedingungen, dass jetzt ein Aufbauprozess unter der höheren Organisation des Regenwurms stattfinden kann. Und das nennen wir dann Humifizierung oder Humusaufbau. Es entsteht etwas Neues. Es ist nicht mehr dasselbe, was er an Futter von außen aufgenommen hat, das wird total verwandelt in eine Substanz, die wir Humus nennen. So rätselvoll diese Humussubstanz ist und so immer noch die Wissenschaft, darüber rätselt, was das überhaupt ist, also die ganze Humustheorie, die man in den Fünfzigerjahren hatte, die ich noch gelernt habe, die ist heute längst hinfällig, eigentlich, obwohl man das gar nicht realisiert. Weil die Wissenschaftler oder heute Landbauwissenschaftler, Bodenkundler sich um den Humus nicht sonderlich kümmern. Die kümmern sich um alles andere, aber der Humus ist eigentlich relativ uninteressant. Es hat ein bisschen eine Erneuerung des Bewusstseins stattgefunden in den letzten Jahren gewiss, das muss man schon sagen. Aber meistens von Leuten, die so mehr am Rande stehen. Also die Frage, wie es möglich ist, dass aus einer Substanz, die auf dem Wege ist des Abbaus, dieser Abbau abgefangen wird und plötzlich ein Neuaufbau stattfindet, in etwas, was nicht mehr die ursprüngliche Pflanze ist, sondern was etwas ganz Allgemeines ist, das über alle Pflanzen übergreift und was man dann Humus nennt, das vollzieht sich bevorzugt, ich möchte sagen nicht nur im Regenwurm, aber bevorzugt in den höheren Bodentieren. Und das Ergebnis nun, dieser Form der Verdauung, ist nun hier das Regenwurm-Häufchen, was er oben ablegt. Und wenn man das untersucht, dann steckt es nach wie vor voll mit Mikroben. Also da ist immer noch eine hohe Mikrobenaktivität, insbesondere die so genannten Ligninzersetzer. Lignin ist der Stoff, der das Holz verholzen lässt. Also die Stabilität, den Widerstand des Holzes bewirkt gegenüber mikrobiellem Angriff. Also dass die Stämme nicht von innen verfaulen, wie bei Rotfäule bei den Fichten, sondern dieses Lignin fressen natürlich auch die Regenwürmer, vor allen Dingen Wurzeln, da ist es ja vermehrt drin. Die Wurzel verholzen ja auch leicht. Und sodass die Verdauung, die der Regenwurm eingeleitet hat, die setzt sich in den Häufchen fort. Und zwar nach wie vor, möchte ich mal sagen, unter der Regie des Regenwurms. Also das ist dann nicht irgendwie beliebig, sondern die sind so imprägniert, gleichsam von dem Seelenwesen dieses Tiere so imprägniert, dass die Mikroben nicht machen können, was sie wollen, sondern sie machen eben genau das, was der Regenwurm ihnen diktiert hat. Und dabei entsteht nun etwas, was auch ein riesen Rätsel ist, nämlich der sogenannte Ton-Humus-Komplex. Das ist der Fachausdruck, also Ton-Humus-Komplex. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was genau passiert, bevor es Ton-Humus gibt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:02] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? Wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was geschieht, bevor wir Ton-Humus haben? Können Sie das noch mal sagen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:09] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, das ist ein geheimnisvoller Vorgang, dass eine mineralische und eine organische Substanz eine untrennbare Verbindung eingehen. Und dafür sorgen eben die Bodentiere. Der Regenwurm ist nur ein herausragender Repräsentant. Sie müssen sich vorstellen, dass jetzt der Regenwurm etwas macht, dass das, was er selber abgebaut hat, durch seinen mikrobiellen Abbau an organische Substanz, einen Aufbau bewirkt, aber gleichzeitig den Ton bindet an den Humus. Dass da eine untrennbare Verbindung ist. Und das ist dann die Substanz, die eigentlich Dauerfruchtbarkeit erzeugt. Wenn ein Boden dauerhaftfruchtbar ist, das heißt nicht im nächsten Jahr wieder einen Dünger brauchen. Sondern dass er wirklich über die Jahre hinweg ein hohes Niveau an Dauerfruchtbarkeit bewahrt, das ist wesentlich den Bodentieren zu verdanken. Also man ist zwar sich ziemlich sicher heute, dass die Schwarzeerden in der Ukraine oder in der Magdeburger Börde oder Kölner Bucht oder Soost da oben oder den ganzen Prärien in Nordamerika, das sind ja alles Schwarzeerde-Böden, die eigentlich ihr Dasein der Tätigkeit dieser Bodentiere verdanken. Es gibt heute Humusformen, das hat man in Amerika nachgewiesen, die über 1.000 Jahre alt sind, Dauerhumus. In den Prärien des mittleren Westens. Also diese Bodentiere, die möchten wir jetzt gerne aktivieren im Sommer. Sie sind auch schon im Frühjahr irgendwo tätig, weil es da immer organische Substanz abzubauen gibt, noch vom Vorjahr. Aber jetzt im Sommer, wo diese frischen Massen da entstehen, da möchten wir sie gerne hier oben haben. Und dazu müssen wir jetzt den Boden entsprechend bearbeiten. Wir müssen nur aufpassen, dass wir die Zeit noch/ Da müssen wir den Boden entsprechend bearbeiten und Sorge tragen, dass eben da genügend Feuchtigkeit aufsteigt, die Feuchtigkeit überhaupt bewahrt wird, dass genügend Sauerstoff da ist und so weiter. Und jetzt kann man natürlich gleichzeitig auch hier noch das nutzen und gleich wieder eine Gründung reinbringen, direkt nach dem Stoppelsturz eine Gründung raus, dass der Boden auch beschattet ist. Und das mögen die Regenwürmer gerne. Das Sonnenlicht, das direkte Sonnenlicht ist für sie tödlich. Aber kaum ist da eine beschattende Gründüngung oben drüber, bis in den Herbst hinein, dann können die ungestört sozusagen ihre ganze Arbeit leisten, vollziehen. So, jetzt möchte ich noch ein paar Worte sagen und vielleicht noch eins zum Regenwurm. Der ist sozusagen ein Universalgelehrter oder ein universal tätiges Wesen. Und ich habe mich immer gefragt, wie man eigentlich den Regenwurm verstehen kann, evolutiv. Und nun gibt es ja in den Naturreichen die bekannte Total-Metamorphose. Kennen Sie den Begriff? Also dass ein Insekt oder ein Tier, hier in diesem Fall ein Tier, ein Regenwurm, ein Lumbrizide Eier legt. Eier, die legt er hier oben irgendwo ab, im Boden. Und dann schlüpfen da draus Larven. Und die entwickeln sich dann zu Raupen beziehungsweise Entschuldigung, nicht zu Raupen, sondern beim Regenwurm eben zu Larven und die werden dann zu jungen Regenwürmern und so weiter. Aber es gibt andere Tiere, die jetzt Eier legen und aus den Eiern schlüpfen dann Larven und die entwickeln sich zu Raupen. Und die Raupen sind zunächst einmal in gewissem Sinne gar nicht zu differenzieren von einem Regenwurm, ist auch stark segmentiert. Nur haben sie meistens starke Farbenprägungen beziehungsweise auch Haare oder so in den Segmenten, kann ja sein. Aber im Prinzip sind sie eigentlich ein Regenwurm. Fressen en Masse, im Gegensatz zum Regenwurm, organische Substanz an der wachsenden Pflanze. Also die sind ja gefräßig bis dort hinaus. Und dieser Eichenwickelspinner, der räumt diese ganzen Blätter von so einer großen Eiche ab. Die können wirklich irren Schaden entwickeln, indem sie von der wachsenden Pflanze die lebende Substanz aufnehmen und dadurch die Pflanzen enorm auch schädigen. Und es gibt verschiedene Schmetterlingsarten. Kennen wir ja. Den Fuchs, den kleinen Fuchs oder so, der entwickelt sich jetzt auf ganz spezifischen Pflanzen, von denen er sich ernährt, die Raupe sich ernährt. Also zum Beispiel die Brennnessel. Deswegen haben wir immer so gern Brennnesseln auch am Wegrand stehen, überall so kleine Brennnessel-Inseln. Damit diese Schmetterlinge sich da entwickeln können. Auch das Tagpfauenauge. Oder es gibt andere Schmetterlinge, zum Beispiel der Distelfalter, der entwickelt sich ausgesprochen auch Disteln. Und so haben die Schmetterlinge insbesondere also ganz spezifische Pflanzen, worauf sie sich entwickeln, wo die Raupe sozusagen die Nahrung findet, die sie braucht für ihre eigene Entwicklung. Wenn jetzt eine solche Raupe, die genau so aufgebaut ist, wie so ein Regenwurm, die kommt plötzlich auf den Gedanken, dass mein Dasein noch nicht abgeschlossen ist. Ich muss da weiter wurschteln. Und dann fängt die sich an, einzusperren in einen Kokon, verschwindet vollständig in diesem Kokon und löst sich auf. Da bleiben ganz wenige Nervenstrukturen, die bleiben noch erhalten. Aber der ganze Organismus löst sich auf. Da sind keine Strukturen mehr, weder von der Raupe noch von etwas Zukünftigem zu sehen, sondern zunächst Masse, einfach Chaos. In dieser Hülle, an der Sonne. Sie hängen sich dann, diese Kokons, an der Sonne auf. Und die Sonne brütet da was aus. Dieser Kokon. Plötzlich öffnet er sich. Und was tritt hervor? Der Schmetterling, noch zusammengefaltet, verknitterte Flügel. Und dann quält der sich da raus aus diesem Kokon. Und dann tut er sich erst mal in der Luft so ein bisschen an der Sonne erwärmen und dann atmet er, pumpt ja, wie man sagt, mit den Flügeln und zack fliegt davon. Und das ist die Total-Metamorphose. Das heißt vom Ei über die Raupe, die Puppe oder den Kokon hin bis zum Imago, wie man das sagt, dann zur vollen Erscheinung, dem Schmetterling. Und wenn man jetzt die Entwicklung des Regenwurms in dieser Hinsicht betrachtet, dann bleibt der beim Raupenstadium stehen. Der entwickelt sich nicht weiter. Also von der Evolution her gesehen muss man sich ja wirklich fragen, ja, wie ist das eigentlich? Der hätte doch ein Schmetterling werden können. Aber er wird keiner. Er bleibt unterwegs stehen und fliegt nicht in die Luft, sondern gräbt sich in die Erde herunter. Und baut da sozusagen sein Reich auf, geht da mit dem Festen der Erde um. Das hinfälligste Wesen. Der Regenwurm ist so neunzig Prozent Wasser, in seiner Leiblichkeit. Das hinfälligste Wesen, kein Rückgrat, kein gar nichts. Der begibt sich da und beißt sich durch die feste Erde hindurch nach unten, in die Tiefe der Schwerkraft entgegen und entwickelt da diese wundersame Tätigkeit. Und ich habe immer den Eindruck, dass dieses Zurückgebliebensein in diesem Raupen- beziehungsweise Wurmzustand Kräfte zurückgehalten hat, die sonst in die Entwicklung der Imago gehen. Wenn Sie nämlich den Schmetterling angucken, Sie würden es der Raupe nicht ansehen, der Larve nicht ansehen, Sie würden es dem Ei schon gar nicht ansehen, was da mal draus wird, dass da wirklich ein Tagpfauenauge da mit dieser wunderbaren Musterung seiner Flügel, was eigentlich fast nur Staub ist. Das ist nur physisch, da ist kaum noch Leben drin. Das ist rein physisch, aber in einer unglaublichen Form, durchformt und durchfärbt, eine Farbenpracht, geordnet, strukturiert. Und der Leib selber ist zwar auch einer, der besteht aus Kopf, Brust und Abdomen, gewiss. Ein paar Beine sind auch noch dran. Der Schmetterling. Aber man hat den Eindruck, das Tier ist eigentlich jetzt nur noch da, ich möchte mal sagen, irgendwo eine ganz, ganz intensive Nahrung aufzunehmen, nämlich die Nektarinen aus den Blüten. Davon kann er sich ernähren, nicht mehr vom Blatt, wie die Raupe. Und nach kurzer Zeit stirbt er. Stirbt er und wird zu Staub. Er war vorher schon halb Staub, jetzt wird er vollends zu Staub. Aber diese wunderbare Erscheinung und dieses Flattern durch die Lüfte von Blume zu Blume, das ist ein Bild, wo man den Eindruck hat, der Schmetterling verbraucht sich selbst in seine eigene Imago. Und der Regenwurm, der bringt es nicht dahin. Aber er hat damit Überschuss-Kräfte durch die er diese unglaublich weisheitsvollen Arbeiten im Boden leisten kann. Und das ist mein Bild, wohlgemerkt. Das steht auch nicht irgendwo geschrieben. Aber das hat eine innere Notwendigkeit, dieser Gedanke. Denn man muss sich mal in den evolutiven Prozess ein bisschen hineinleben, hineindenken, wie das ganze Tierreich und Pflanzenreich bestimmte Stufen der Entwicklung durchlaufen hat. Und wenn da ein bestimmte Tier auf einer bestimmten Ebene stehen bleibt, dann hat es eine Bedeutung. Das ist dann nicht einfach mal, da hat der liebe Gott mal einen Blackout gehabt und hat gesagt, es könnte auch ein Regenwurm ein Schmetterling werden. Er wird keiner. Sondern er hat das Schicksal quasi, aufgrund dieser zurückgehaltenen Fähigkeiten das Feste der Erde durchzuarbeiten. Ja, also jetzt aber noch noch schnell zu den Bodenbearbeitungsgeräten. Es gibt heute eine derartige Fülle von Stoppelbearbeitungsgeräten, das ist geradezu grausam. Und es hängt damit zusammen, das habe ich schon mal gesagt, dass heute die Technik versucht, diese Vorgänge so optimal wie nur irgendwie zu konstruieren. Und jedes Mal merkt man, es klappt dann doch nicht so ganz. Warum? Weil der Mensch mit seiner Vernunft hinzu gedacht werden muss. Mit seinen Fähigkeiten. Man muss beobachten können. Als Ackerbauer muss man beobachten können und dann sorgsam das Gerät, das man hat, jetzt richtig einsetzen. Und so kann man mit den einfachsten Geräten unter Umständen Besseres erreichen als mit den kompliziertesten Geschichten, die man heute auf dem Markt hat. Es kommt auf die eigene Vernunft an. Die Techniker haben immer den Eindruck, die müssen das vorausdenken, dass der Landwirt nicht mehr denken braucht. Der Landwirt muss denken. Und die Geräte, die kann er dann auch entsprechend gut einsetzen. Das Klassische aller Bodenbearbeitungsgeräte für den Sommer, für den Stoppelsturz, ist der Schälpflug. Über den Schälpflug geht eigentlich nichts drüber. Das ist das allerbeste Gerät. Das schält flach, acht Zentimeter, kann man ganz flach einstellen. Eine sehr, sehr schmale Furche. Und der Boden, wenn man den schält, dann schüttet er, wie man so sagt. Der Boden schüttet. Es ist nicht wie beim Pflug, dass es ein Pflugbalken herumgezwängt wird, sondern schon durch das Wenden des Pfluges wird eine Scherung hervorgerufen, die dann diese koprogene, das heißt sehr, sehr porenreiche Schicht hier oben so auseinander löst, dass der Boden fließt, schüttet. Und darauf kommt es an. Und gleichzeitig mischt er, der Schälpflug mischt. Wenn er schüttet, mischt er auch. Und er schafft ebene Sauerstoff in den Boden. Und durch diese Art, wenn die richtig eingestellt ist, macht er auch keine Flugschule. Das heißt, die Regenwurm Löcher hier oben, die hier runtergehen, die werden nicht zugeschmiert. Und das ist das Schlimmste was man machen kann mit der Bodenbearbeitung, dass man die Regenwurmlöcher zuschmiert. Wenn man zu feucht über einen Acker fährt oder mit einem sehr stumpfen Schar, was keinen richtigen Untergriffe mehr hat, dann schmiert es diese Regenwurmlöcher, die hier unten, hier hoch gehen überall, die schmiert es hier zu. Dann können die nicht mehr atmen. Und das löst dann ungute Entwicklungen aus. Neben dem Schälpflug ist eigentlich auch noch ein recht gutes Bearbeitungsgerät für den Stoppelsturz, ist die Scheibenegge. Wenn man kreuz und quer fährt über den Acker, doppelt scheibt, kann man auch, weil die auch nicht so tief greifen, diese Geräte und auch abscheren und nicht schleifen. Das ist immer wichtig, dass hier unten eine Bruchzone entsteht und nicht eine Schleifzone. Also auch mit einer Scheibenegge kann man da sehr Gutes erreichen. Der einzige Nachteil der Scheibenegge ist, dass sie die Quecke vermehrt, wenn man welche hat. Weil man die Queckenwurzeln alle durchschneiden und jede Queckenwurzel gibt dann eine neue Pflanze. Also das ist ein echtes, echtes Problem. Und so weiter. Heute wird vielfach gegrubbert und meistens zu tief gegrubbert, viel zu tief. Also man muss so flach wie möglich grubbern und Sorge tragen, dass der Durchmischungseffekt genügend stattfindet und dass die Stoppeln wirklich eingearbeitet werden. Das macht der Grubber nicht so gut. Der lockert hauptsächlich. Und dann gibt es noch ein wunderbares Gerät, in den Fünfzigerjahren haben die alle gekauft und nach kurzer Zeit standen die dann alle in der Ecke und sind verrostet. Das war die Fräse. Die Fräse spielt zwar heute noch im Gartenbau eine ganz große Rolle. In der Landwirtschaft ist ist sie eine reine Katastrophe, im Grunde genommen im Gartenbau auch. Also man muss unterscheiden die Kreiselegge, die horizontal rührt den Boden, die macht nicht diesen Schaden. Aber die Howard-Fräse, die da aufkam in den Fünfzigerjahren. Die ist Zapfwellen-betriebe. Und Zapfwellen-betriebene Bodenbearbeitungsgeräte taugen in der Regel sowieso nicht viel. Und die haben dann diese Zinken hier. So. Irgendwie so. Und jetzt ist das die Drehrichtung. Und hier ist das Gelände, so der Boden. Jetzt wird das Ding also mit der Zapfwelle angetrieben, dreht sich und gleichzeitig haben wir einen Vorschub oder Vorwärtsbewegung durch den Schlepper, sodass diese Messer hier reinschlagen und weil das gleichzeitig einen Vorschub ist, die Tendenz haben, diese Senkrechte hier schon mal zu verdichten. Die werden sozusagen immer ein bisschen gedrückt und verschließen sozusagen hier, wirken hier strukturschädigend. Und dann schneiden sie hier unten weg und verschmieren eben auch die Regenwurmlöcher, die von oben kommen. Und schmeißen hier hinten den Boden auf, wunderbar, sieht so herrlich aus. Total alles wunderbar gemischt. Also ich Fräse mischt besser als alles andere. Aber was sie bewirkt ist eben durch ihre Rotation und weil das eben Zapfwellen-betrieben ist, wirkt die strukturzerstörend. Da kann man machen was man will. Und wenn dann Starkregen kommt grade nach der Fräsarbeit, man muss da mal einen Acker angucken, wie der aussieht. Also  ein Bild des Jammers. Verschlemmt dann auch viel stärker als es sonst der Fall ist. Also das Interessante ist, dass das Gerät eigentlich fast das Ideal erfüllt. Aber die Nebenwirkungen wie bei der Allopathie, die Nebenwirkungen sind so, dass die Bauern nach kurzer Zeit oder ich habe das überall beobachtet in den Sechzigerjahren, dass die Fräsen dann plötzlich wieder irgendwo in einem Winkel auf dem Hof standen. Die Fräse einzusetzen, dass sie keinen großen Schaden macht, das sind nur ganz wenige Momente im Jahr, wo der optimale Zustand besteht. Wenn es zu feucht ist, verschmiert hier alles. Wenn es so trocken ist, braucht man so eine irre Energie, dass die Messer sehr schnell einen ungeheuren Abnutzungseffekt damit verbunden und also Energieverbrauch ohne Ende. Aber es gibt einen ganz kleinen Moment, dieser Übergang zwischen feucht und trocken, wo die Fräse vielleicht eine ganz gute Arbeit leistet. Also auch da, wie bei allen Geräten, man muss genau hingucken. So. Jetzt aber noch ein letztes Wort. Das ist schlimm. Sie ist wieder so weit fortgeschritten, die Zeit. Wir müssen doch noch ein kleines Wort zum Herbst sagen. Diese ganzen Prozesse, die ich jetzt geschildert habe, die setzen sich fort, natürlich bis in den Herbst hinein. Die Humusbildung ist im Jahreslauf, geht vom August an in Richtung Herbst, so wie die Kristallisationsbildung im Herbst, im Januar, Dezember, Januar dann bis ins früheste Frühjahr geht und dann ist Schluss. Winterkristallisation und im Herbst gegen Winter oder Sommer gegen Herbst hin, vollzieht sich die Humusbildung, genau polar im Jahr. Und gleichzeitig haben wir eben hier Humusabbau und hier haben wir Humusaufbau. Aber das zieht sich auch rein bis zum Herbst. Der Herbst ist dadurch charakterisiert, dass alles abstirbt. Im Haushalt der Natur schon fängt es an im August und natürlich bei der Getreideernte auch schon. Aber dann immer weiter im September, Oktober hinein merken wir, die Natur atmet alles das wieder ein, was sie im Frühjahr ausgeatmet hat. Es ist die große Zeit des Einatmungsprozesses der Erde. Und man sieht, wie die Pflanzen jetzt nicht mehr sich vegetativ im Wesentlichen entwickeln, sondern hauptsächlich natürlich generativ und dann eben auch ausreifend. Die ganze Pflanze reift aus, die Früchte reifen aus. Das Getreide ist geerntet. Aber jetzt stehen die Hackfrüchte draußen. Nicht? Also die Rüben oder die Kartoffeln oder was es auch sein mag, Möhren oder Rüben oder was es auch sein mag. Die Feldfrüchte stehen draußen. Und man merkt, jetzt ist der September, die warmen Septembertage noch bis in die ersten Oktobertage sind ideal für das Ausreifen die eigentliche Fruchtbildung. Dass die Früchte ihre jeweiliges Aroma, ihre jeweilige Süße, die Zuckerrüben ganz besonders, ein paar Tage länger im Oktober sind schon wieder eins, zwei Prozent zusätzlich Zucker in den Rüben enthalten, Zuckerrüben. Oder ein paar Tage im Oktober noch länger unter der Wärme, Oktoberwärme weiter wachsen lassend die Runkelrüben. Und schon haben wir wieder ein paar Doppelzentner mehr Ernte. Also man möchte gerne eigentlich, möglichst lange noch die Hackfruchternte bis in den Oktober rausschieben. Was man heute nicht mehr gerne macht wegen der schweren Maschinen. Denn wenn es dann feucht ist, dann ist also Schluss. Dann macht man nur noch Schaden. Also das Eigentliche, das Wesentliche des Herbstes besteht darin, dass, obwohl die Tageslängen und die sonstigen Bedingungen, Erde, Wasser, Luft und Wärme in etwa wie im Spiegel sind wie im Frühjahr, aber genau das Gegenteil bewirken. Hier hat man vegetativen Aufstieg im Jahreslauf. Hier hat man vegetativen Abstieg im Jahreslauf und Fruchtbildung. Alles reift aus. Die Insekten legen alle überall ihre Eier ab, die Mikroben alle ihre Sporen. Und es kommt zur Ruhe. Die Vögel fliegen nach Süden. Und alles verkriecht sich irgendwo in der Baumrinde oder sonst wohin, verschwindet. Kein Leben mehr draußen. Ein paar Vögel vielleicht noch, Singvögel, die dann hier beheimatet sind. Aber ansonsten kommt alles zur Ruhe. Das ist Herbst. Goldene Herbsttage, wo alles reift, Frucht bildet und dann schließt sich sofort an der November, da fängt es an zu stürmen, die Blätter werden vollends von den Bäumen geweht und zurück bleibt dann das Gerippe, das Ast-Gerippe. Und so begibt sich jetzt die Natur in den Winter hinein. Das heißt also, für die Landwirtschaft jetzt betrachtet, die Natur kommt äußerlich zur Ruhe. Einatmungsprozess der Erde. Und die vegetativen Prozesse sind nicht mehr, keineswegs mehr vorherrschend, sondern alles geht in einen Endzustand über. Also das äußere Leben schließt sich ab. Und das ist der einzige Moment im Jahreslauf, wo wir getrost, würde ich mal sagen, eine Bodenbearbeitung vornehmen können, die überhaupt nicht Rücksicht nimmt auf die organischen Prozesse. Sonst müssen wir Rücksicht nehmen auf das, was im Frühjahr Hautbearbeitung ist. Hier eben Mulchbearbeitung. Das habe ich noch vergessen zu sagen, Mulchbearbeitung. Und hier haben wir im Herbst, eben im Winter, Herbst, Winter, hier haben wir eben die Tiefenbearbeitung. Und da muss ich Ihnen doch noch ein kleines Wort sagen. Ein paar Wörtchen. Die Bodenentwicklung im Jahreslauf kommt im Herbst zu Ende. Im ausgehenden Winter fängt sie an, hat ihren Höhepunkt im Sommer. Und dann wiederum kommt sie langsam über den Herbst hin, gegen den Winter hin, zu Ende. Und darin zu Ende, dass die ganzen vegetativen Prozesse absterben, das Tierreich sich weitgehend zurückzieht, auch zum Teil in Dauerformen übergeht. Und jetzt, in dieser Zeit des Spätherbstes, hat man immer die klassische Winterfurche gezogen, also gepflügt. Und das Pflügen ist heute in Verruf gekommen. Und zwar mit Recht, weil die Pflüge, die heute konstruiert werden, nichts mehr taugen. Die sind viel zu mächtig. Schneiden, also pflügen viel zu tief, 25 bis 30 Zentimeter. Man möchte den Boden möglichst tief aufwühlen, damit die Nährstoffe gut verteilt werden, die man daraufschmeißt von außen. Und in die Pflüge sind zu steif, weil sie ja auch ewig lang, zwölfscharig oder zehnscharig oder achtscharig sind. Und so weiter. Also diese Art von Pflügerei ist ein irrer Energieverbrauch und ein Herumwürgen des Bodens, plus/minus. Und dadurch ist das Pflügen eigentlich in Misskredit geraten. Und jetzt kommt es gerade darauf an, in der Winterfurche ein Pflügen zu praktizieren, was eigentlich im Idealfall würde ich mal sagen, nicht tiefer geht als 18 Zentimeter. 18 Zentimeter, 16 bis 18 Zentimeter tief. Und wo nun tatsächlich durch den wendenden Pflug der ganze Pflugbalken umgelegt wird, aber nicht um umgedreht wird, nicht um 180 oder 360 Grad, sondern nur seitlich abgelegt. Sodass, wenn Sie so eine Pflugfurche haben, so und dann hier auch wieder, dann haben Sie hier einen Furchenkopf und hier das Furchental. Und der Humus, hier der Oberboden, der findet sich dann hier, nicht da unten, sondern hier. Das ist die klassische Pflugablage. Und wenn man das beherrscht und den geeigneten Pflug hat, der nicht so tief greift, dann kann man getrost pflügen im Herbst. Man zerstört nichts, man chaotisiert den Boden. Und wenn man jetzt aber das macht Frühjahr, ist eine Katastrophe, wenn man das macht schon im Sommer, dann ist es sehr problematisch. Aber wenn man das macht, wirklich für die Winterbestellungen, also die Herbstsaaten und dann vor allen Dingen für die Hackfrucht im kommenden Jahr, dann erweist sich eben im Rahmen der Fruchtfolge, nicht jedes Jahr, sondern im Rahmen der Fruchtfolge gedacht hin und wieder eine solche Furche, die bewirkt etwas ganz anderes, als was der biologisch denkende Mensch jeweils für richtig hält, nämlich dass man hier einen Zeitpunkt erwischt, wo die Bodenprozesse rein anorganischer Natur sind. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:31:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Und wenn man das mit Pferden im auslaufenden Winter macht, also so im Januar, Februar? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:32:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das wäre schön, geht nicht. Schauen Sie mal, wie man jetzt rausgehen wollte auf den Acker. Das wäre hoffnungslos. Da würden Sie nur noch verschmieren, alles kaputtmachen. Nein, nein, das ist eine Vorbereitung für den Winter. Ich muss vor dem Winter eine Bearbeitung machen, wie gesagt, nicht jedes Jahr, im Rahmen der Fruchtfolge gedacht, wo ich den Boden chaotisiere. Wo ich alles, was ich sich so wunderschön aufgebaut hat im Laufe eines Jahres an Bodenstruktur und an verschiedenen Schichtungen, wo sich verschiedene Tierwesen entwickelt haben, alles das ist zu Ende gekommen. Und jetzt kann ich mal den Boden chaotisieren. Und das Chaotisieren ist ein Naturprozess, wo ich einen Zustand herstelle, aus dem heraus eine neue Evolution im nächsten Jahr stattfinden kann. Das heißt aber, dass ich den Boden vorbereite, dass die Winterkräfte, von denen ich gesprochen habe, diese Formkräfte, Kristallisationskräfte, also die Kristallisation, dass die hier jetzt voll eingreifen kann. Und dann muss ich mir immer überlegen, will ich vielleicht doch im Rahmen der Fruchtfolge jetzt da eine Winter-Zwischenfrucht anbauen?  Oder so was. Dann ist alles wunderschön begrünt. Das hat man gerne, um den Stickstoff zu bewahren im Boden, dass der nicht ausgewaschen wird. Das ist die Gefahr da, dass es zu einer erhöhten Stickstoffauswaschung kommt. Ich kann ihn also entweder begrünen, dann muss ich aber Gründe haben, das auch zu machen. Oder ich lasse mal wirklich offen, dass gerade bei schweren Böden die Winterkräfte, die Kristallisationskräfte ungehindert da in dem Boden wirken können. Und dann entsteht die Frostgare und dann entsteht sozusagen wieder die Basis dafür, dass eine neue Entwicklung im Jahreslauf aufbrechen kann im nächsten Jahr. Also wir machen eigentlich durch Bodenbearbeitung etwas, dass wir im Winter den Boden aussetzen in die Kristallisationskräfte. Da ist der Boden dann rein physisch, da ist die Natur rein physisch, tot eigentlich, abgestorben äußerlich. Im Frühjahr haben wir dann das aufbrechende Leben, ungeheuere Lebensentfaltung bis gegen den Sommer hin. Im Sommer das Gegenteilige, der Humusabbau wird übergeführt in den Humusaufbau nach der Ernte. Ein Humus-Bildungsprozess gegen den Herbst hin. Das ist ein Verinnerlichungsprozess. Es ist kein Lebendsprozess wie hier, sondern die Natur verinnerlicht etwas. Und jede Fruchtbildung, die Brotfrucht, dass Fruchtbildung entsteht im Haus der Natur ist immer, dass da ein etwas Rundes entsteht, nicht mehr flächenhaft, das Blatt. Das gehört zur Pflanze. Aber sobald eine Frucht entsteht ist es ein Astralisierungsvorgang. Da beseelt sich etwas, da strukturiert sich etwas durch auf einer entsprechenden Naturstufe. Und das ist dann Nahrungsfrucht. Also es muss etwas reifen. Und das ist ein Astralisierungsvorgang hier im Sommer. Astralisierung. Und hier, wo das wieder ganz physisch wird, da ist der Moment, wo in dieses Chaos hier sozusagen Ich-Kräfte beziehungsweise Kristallisationskräfte, Formkräfte einwirken. Wenn man so auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf hinschaut, muss man einfach sagen, das ist wie der ausgebreitete Mensch. Die Physische steht sozusagen ganz im Vordergrund im Winter. Dann wird das Lebendige aktiviert, dann das Seelische aktiviert. Und zuletzt ist sozusagen eine Direktbeziehung zum eigentlichen Geistigen, was da wirksam ist in der Welt gegeben im Winter. Und das eben mit Bodenbearbeitung zu begleiten, das ist unsere Kunst. Und das ist wirklich eine Kunst. Und da machen wir Fehler über Fehler, weil wir nicht beobachten. Da muss man wirklich in dem Sinne klassischer Naturwissenschaftler sein, die diese Fähigkeiten entwickeln, dass man beobachtet und denkt. Und das macht den Naturwissenschaft aus. Was anderes ist er eigentlich gar nicht. Dass er nur ganz genau seinen Sinnen traut, das, was er mit Augen sieht, oder mit Ohren hört und das gedanklich verarbeitet. Und dann kann der Landwirt ungemein fruchtbar durch die Bodenbearbeitung und nachhaltig vor allen Dingen wirken. So und wir haben die Zeit schon wieder überzogen. Es tut mir leid. Ich möchte nur noch das eine sagen. Wir haben uns ja versucht, jetzt diese ganzen Tage da zu verwenden, einen Gesamtüberblick mal zu geben über die Landwirtschaft auf dem Hintergrund der Bewusstseinsgeschichte der Menschheit. Das war ja eigentlich mein tiefstes Anliegen. Dass die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise keineswegs irgendwo ein Zufallsprodukt des zwanzigstens Jahrhunderts ist, sondern dass sie anknüpft an Bewusstseinsentwicklungs-Zustände durch die Zeiten hindurchgehen. Und je mehr ich sie verstehe, desto mehr verstehe ich auch den biologisch-dynamischen Landbau. Und dann wollte ich mal eben versuchen, wenigstens an einem Beispiel, gerade der Bodenbearbeitung, Bodenentwicklung im Jahreslauf zu sehen, wie wir in der Lage sind, aus unseren Ideen heraus, der Regenwurm macht schon alles wunderbar, aber er hat keine Ideen, der macht das eben so. Er ist ein leibgebundenes Wesen, der weisheitsvoll arbeitet. Und der Mensch ist ein Wesen, was ich aus der Leibgebundenheit befreit in seinem Bewusstsein und versucht jetzt wieder weise, nicht gescheit zu bleiben. Wir sind viel zu gescheit. Sondern weise zu werden, aber jetzt bewusst. Was der Regenwurm unbewusst macht oder die Kuh unbewusst macht oder das Tier generell, dass das der Mensch kraft seiner eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, die er in sich trägt, wirklich selber aus sich heraus schaffen muss. Weisheit. Und aus dieser Weisheit, die man selber in sich begründet, selber, als Herzensweisheit, dann entsteht auch die Liebekraft, hingebungsvoll die Dinge auch wirklich zu tun. Also dann kann man anfangen zu unterscheiden, ist das jetzt wirklich notwendig, einen 250-PS-Schlepper zu kaufen, der einen Haufen Geld kostet und Arbeitskräfte raus rationalisiert oder tue ich lieber den Betrieb mit mehr Menschen ausstatten? Dass da mehr menschliches Bewusstsein, mehr menschliche Fähigkeiten Platz greifen. Das ist so eine Perspektive in die Zukunft, die wir ins Auge fassen müssen. Wenn wir mit dem allgemeinen Trend weiter mitschwimmen, gehen wir mit unter. Und dazu braucht es eben solche Betrachtung, die mehr in einer bildhaften Weise Zusammenhänge versuchen zusammen zu schauen. Und das motiviert ungemein bis in die tägliche Arbeit hinein. Und das war mein Anliegen. Und damit möchte ich jetzt diese Runde, unsere meine Runde hier abschließen. Ja? Ich wünsche Ihnen alles Gute!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Bodenentwicklung im Jahreslauf Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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[00:00:41] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Also was ja das ganze Anliegen ist, das ist, dass wir nicht nur, wie das in der modernen Landwirtschaft der Fall ist, in einem punktuellen Denken uns bewegen. Punktuell, das heißt, dass man alle Arbeitsprozesse möglichst zusammenführt in einem. Und dann hat es sich. Und so ist auch die moderne Bodenbearbeitung von der Art, dass man die Tendenz hat, möglichst wenige Arbeitsgänge zu machen und die zu kombinieren. Also einmal eine Bodenbearbeitung und schon auch gesät gleichzeitig. Und so ist es auch mit der Ernte mit dem Mähdrescher. Da merkt man gar nicht mehr, dass man überhaupt noch erntet. Das merkt man auf dem Hof gar nicht mehr, dass eine Ernte draußen stattfindet. Und so ist es eigentlich mit allem in der Landwirtschaft heute. In einem Einmannbetrieb kann man gar nicht anders operieren. Ich erinnere noch mal an dieses Beispiel, das ich erwähnt habe, das der Wette von dem Achilleus mit der Schildkröte. Das ist so kennzeichnend, dieses Rätsel, was eben für sich nicht lösbar ist, weil der Achilleus, das war zweifellos ein Schnellläufer. Aber die Schildkröte war weiser als Achilleus. Die hat die Weisheit gegen die Schnelligkeit gesetzt. Und hat gewonnen, den Wettlauf gewonnen, weil er sie nie eingeholt hat, aufgrund der Eindimensionalität des ganzen Geschehens, wo sie nur drum gebeten hat, den Achilleus, um einen kleinen Vorsprung. Und nachdem er das zugestanden hat, war die Wette gewonnen. Weil man nur eindimensional denkt. An solchen Dingen haben sich die Griechen geübt, ihr Denken geübt. Also es geht darum, jetzt diese zweite Dimension hinzu zu denken. Und die zweite Dimension ist die Zeit. Und das spielt in der Bodenbearbeitung die Rolle schlechthin, dass wir in der Zeit denken lernen, nicht nur räumlich, punktuell, sondern im Zeitprozess denken lernen und sagen, die Arbeit, die wir jetzt machen, bereitet eine bestimmte Bodenentwicklung vor oder hilft, dass sie stattfinden kann. Und dann kommt der nächste Bodenbearbeitungs-Gang und der bereitet wiederum eine bestimmte Entwicklung vor. Man muss als Landwirt oder richtiger Ackerbauer, sage ich mal, prometheisch denken. Man muss vorausdenken. Man muss immer den Prozess, der jetzt fällig ist, den die Natur schon irgendwie macht, aber dass man den wirklich optimiert, den muss man vorausdenken. Das macht den modernen oder überhaupt den wirklich tüchtigen Landwirt aus, dass er ein Vorausdenkender ist, ein Prometheiker, gerade im Ackerbau. Aber da muss man in der zweiten Dimension leben. Und es gibt auch noch die dritte Dimension. Das wäre sozusagen engstens verknüpft mit der Düngung. Und vielleicht noch eine vierte Dimension, engstens verknüpft mit dem menschlichen Geist. Also da reden wir jetzt nicht davon. Sondern zunächst mal nur, dass man den Zeitfaktor genügend berücksichtigt, gerade bei der Bodenbearbeitung. Und was wir jetzt im Frühjahr hauptsächlich tun, ist ja nur, einen Prozess zu unterstützen, der dann in der Folgezeit, wenn wir die Saat ausbringen, wirklich den Boden so vorbereitet hat, dass die Pflanze alles dasjenige findet, was ihr die Möglichkeit gibt, jetzt die Bodenprozesse selber weiter zu steuern. Also über die Wurzelausscheidungen und über alles das, dass die Wurzel wirklich in die Tiefe geht, sich wirklich anständig verzweigt. Dass der Typus der Pflanze sich offenbaren kann. Also jede Pflanze hat ja einen bestimmten Typus. Das ist übrigens ein Begriff, den Goethe geprägt hat in seiner Pflanzenforschung, Metamorphose der Pflanze. Aber auch heute sagt man Phänotyp oder irgendwie so, in der heutigen Wissenschaft. Also jede Rosazee als Familie, aber dann jede einzelne Art unter den Rosazeen offenbart einen bestimmten Typus. Eine Buschrose anders als eine Zuchtrose, Gartenrose oder aber unter den Tieren genauso. Überall muss man einen Blick haben für den Typus von etwas. Und jetzt geht es darum, wenn wir Ackerbauer sind oder Pflanzenbauer, Gartenbauer, dann müssen wir ein bisschen einen Blick haben für den Typus einer Pflanze, den wir jetzt anbauen. Was offenbart sich da in einer solchen Gestalt einer Gemüsepflanze oder einem Getreide, einer Getreideart. Und darauf müssen wir natürlich auch die ganze Bodenbearbeitung abstellen. Wir handeln immer in einen universalen Zusammenhang hinein. Und dieser universale Zusammenhang offenbart sich immer im Zeitprozess. So. Und jetzt haben wir ja gesehen, wie wir im Frühjahr dadurch einen Prozess befördern, dass wir den im Herbst umgebrochenen Acker, ob er jetzt gepflügt ist oder tief gegrubbert ist oder wie es auch sein mag, was man alles da heute machen, denken kann, dass wir den Acker jetzt abschleppen, um die möglicherweise noch vorhandene Frostgare noch zu retten und einzuebnen. Damit dann in Verbindung mit der Bodenfeuchte da jetzt ein Milieu geschaffen wird, indem der Unkrautsame, der sowieso schon gequollen ist, schon über den Winter gequollen ist, aber eben nicht wächst, nicht keimt, aber jetzt, wo es warm wird, bis zu neun Grad Celsius im Boden, dann fängt es an zu keimen. Diese Unkräuter, die jetzt wachsen, diese erste Unkrautgeneration, die können wir nicht wegspritzen, wollen wir auch nicht. Und das ist ja gerade die punktuelle Denkweise des modernen Landbaus, dass man ein Roundup-Ready hat, das ist das Glyphosat. Und das Glyphosat ist ein Totalherbizid, also gegen das die jetzt da demonstrieren da in Berlin. Das ist ein Totalherbizid, was die Landwirtschaft vollständig revolutioniert hat über die ganze Welt hin. In Amerika funktioniert die ganze Landwirtschaft nur noch auf dieser Basis. Und in Europa droht sie, auch nur noch auf dieser Basis zu funktionieren. Deswegen haben wir von Jahr zu Jahr weniger Betriebe, die noch überhaupt existieren können. Denn so ein Totalherbizid lässt sich nur dort einsetzen, wo man von vornherein gute Böden hat. Das lohnt sich gar nicht, sozusagen im Mittelgebirge da irgendwo noch mit diesem Zeug da rumzumachen. Die Erträge bringen es dann nicht mehr, um das alles zu bezahlen, was man da alles an Inputkosten hat. Also dieses Totalherbizid sorgt dafür, dass die Landwirtschaft immer mehr Erträge bringt und immer ärmer wird, immer mehr Betriebe aufgeben müssen, weil sie diese fixen Kosten nicht mehr bewältigen können. Und also die Betriebsabnahme, ich habe immer gemeint, irgendwann ist doch mal Schluss. Aber es geht immer weiter. Also man geht davon aus, dass in den nächsten Jahren wieder 1.000 Betriebe irgendwie aufgeben in Hessen. Ja und dann werden die anderen immer größer. Und größer werdende Betriebe bedeutet, umso mehr Totalherbizid. Dass ein Mann so einen ganzen Betrieb von mehreren hundert Hektaren dann irgendwie maschinell bewältigt. Also wenn wir das nicht machen und das wollen wir ja auch nicht, sondern wir wollen wirklich der Natur Raum geben, ihren eigenen Gesetzen und die nur eben fördern, unterstützen, optimieren im Jahreslauf. Und da müssen wir eben zusehen, wie wir im Frühjahr, jetzt im Übergang vom Winter in den Frühjahr diese Vorbereitung bis zur Saat nutzen, um den Unkrautbestand so gering wie nur möglich zu halten. Ihn nicht auszuschalten, weiß Gott nicht. Es geht nicht darum, dass man die Unkräuter einfach gleichsam so behandelt wie ein Totalherbizid, sondern die haben ja ihre Bedeutung, die haben ihre ökologische Bedeutung. Das sind ja blühende Elemente in der Landwirtschaft, auf den Äckern draußen für die Bienen, für die ganzen Insektenwelt, für alles, was da kreucht und fleucht haben die irgendeine Bedeutung. Also das hat gar keinen Sinn, zu meinen, die Äcker müssen total unkrautfrei sein. Das ist ein Hirngespinst, würde ich mal sagen, das man heute hat, irgendwie aus rein technologischem Denken heraus. Sondern alle Unkräuter und zwar jedes Unkraut hat irgendeine Bedeutung, auch für die Humusbildung. Also die Humusbildung ist ja keineswegs so, dass es jetzt also egal ist, von wo der Humus herkommt, sondern jede Pflanzenart trägt etwas zur Qualität der Humusbildung bei. Und so auch die Unkräuter. Und zwar insbesondere die Wurzeln von den Unkräutern. Und Unkräuter sind ja im Grunde genommen Heilkräuter, nahezu allesamt. Die sind ja medizinal, die sind ja offizinal. Das heißt irgendwie, irgendein Pflanzenkenner unter den Ärzten versteht sich dann auf diese Unkräuter und kann die als Tee oder sonst wie einsetzen. Ich sagte ja schon mal hier in dem Zusammenhang, es gibt nach Paracelsus keine Einzelpflanzenart, die nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilt. Und so ist es mit der Unkräutern. Aber Sie müssen es in Maßen halten, denn wir wollen ja eine reine Nahrungsfrucht erzeugen. Da muss das richtige Gleichgewicht gefunden werden. Und diese Zeit vom Winter zum Frühjahr ist die Zeit, wo wir das vorbereiten müssen. Und das ist schon mal eine ordentliche Kunst. Man merkt, dass die  Landbau, weiß nicht was, Wissenschaft heute, die muss zur Landbaukunst werden. Man muss ein künstlerisches Vermögen entwickeln, auf dieser Klaviatur, wie wir das gestern Abend gehört haben, jetzt unser eigenes Konzert zu spielen durch das Jahr hindurch. Jeder Hof hat seine eigene Melodie, in dieser Hinsicht. Und jeder hat seinen eigenen Rhythmus in dieser Hinsicht. Und jeder hat auch das harmonische Ganze, was zur Dreiheit des Musikalischen gehört, die Harmonie. Auch dieser muss er selber sozusagen herstellen. Wir sind eigentlich als Landwirte sozusagen, das ist die Mission einer zukünftigen Landwirtschaft, dass man das begreift. Landbau muss wieder eine Kunst werden. Und so ist die Bodenbearbeitung im eminentesten Sinne eine Kunst, indem sie nämlich der Natur etwas vermittelt, den Naturprozessen, durch die, die so etwas über sich selbst hinausgeführt werden, über die Standortmöglichkeiten, wo man gerade ist, muss sozusagen diese Naturhaftigkeit, muss ein bisschen auf ein höheres Niveau gehoben werden. Und das macht dann eigentlich die Kunst des Landwirts aus. So. Und jetzt möchte ich nochmal/ Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kann ich noch eine Frage stellen, bevor wir in den Sommer gehen? Und zwar die Winterfurche. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;I &#039;&#039;&#039; Kommen wir noch drauf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Also es geht mir nur nochmal um so eine Beleuchtung. Also wir kennen zumindest im Osten ständig das Argument, Winterfurche ist scheiße. Zum einen weil nichts drauf ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Weil es? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Weil nichts weil nichts drauf ist, weil nichts bewurzelt ist, nichts bewachsen ist über Winter, dass es quasi brachliegt, also nackt daliegt. Und zum anderen, weil die Frostgare die Struktur zerschmettert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; ich komme auf diese Problematik noch zu sprechen. Wir kommen ja erst vom Frühjahr zum Sommer und dann zum Herbst und dann zum Winter. Und da wird diese Frage virulent. Und jetzt möchte ich noch einmal betonen, dass bei der Aussaat, wenn der Boden gut genug vorbereitet ist, dass die heutige Art, die so elegant ist wie nur was, dass man mit der Kreiselegge, die kombiniert mit der Sämaschine, dass man davon wirklich die Finger lässt. Weil das ist ja die Verkürzung, ein Zeitverkürzungprozess. Sondern das Unkraut muss vorher bekämpft werden, dass man die Kreiselegge höchstens nur noch braucht, um grobe Schollen irgendwie zu zerteilen, wenn es ein schwerer Boden ist, schlecht durch den Winter gekommen, da kann es sein, dass ich jetzt noch mal mit der Kreiselegge vorher vorweg das Ganze noch mal rumrühren. Aber man muss dann aufpassen, dass nicht zu viel Erdbewegung stattfindet, weil sonst wieder neue Unkräuter auskeimen. Je mehr ich die Erde bewege, tiefere Schichten erschließe, kommen nach oben und schon keimen wieder neue Unkräuter aus. Also die Kreiselegge möchte ich nochmal betonen. Also ich kann da dar nicht zugucken, was man heute so macht. Weil man der Eleganz erliegt, die die heutigen Bodenbearbeitungsverfahren haben. Und schaut nicht mehr hin, um was es eigentlich geht. Und wundert sich dann, dass da ein Unkraut draußen auf dem Acker steht. Jetzt nehmen wir an, wir hätten also ganz optimal gesät. Und dann haben wir ja drüber gesprochen, wie also jetzt hier die Wurzel herunter wächst und hier sich dann nach oben dann die Blättchen entwickeln, an die Blattrosette, die Wurzeln in die Tiefe gehen und jetzt diese Wurzelhaare sich entwickeln. Hier an jeweils an den Wurzelspitzen ganz feine Wurzelhärchen. Und dass sie als Assimililate, die sich oben bilden, jetzt über die Wurzelhärchen ausgeschieden werden in den Umkreis. Und jetzt im Umkreis dieser Wurzeln diese Rhizossphäre sich bildet. Dass also ein symbiontischer Mantel von Mikroben um die Wurzel herum sich bildet. Also dass die Wurzel richtig eine Wurscht wird, wenn man das mal genauer angucken würde. Man hat mal ausgerechnet, dass rund siebzig Prozent des gesamten Mikrobenlebens im Frühjahr, wenn die Kulturpflanze wirklich sich entfaltet, gesät ist, sich jetzt mehr und mehr versammeln und vermehren, rund um die Wurzeln. In den Dienst des Pflanzenwachstums sich stellen. Und dann aber auch im Umkreis der Pflanzenwurzel dann anfangen, den Humus abzubauen. Deswegen sagte ich ja, dass also der Prozesse, um den es da geht, Humusabbau. Und dass dieser Prozess jetzt von uns gefördert werden muss, da haben wir auch drüber gesprochen. Und dass dafür bestimmte Bodenbearbeitungs-Maßnahmen erforderlich sind. Und da haben wir von der Hautbearbeitung gesprochen. Also nur zwei bis drei Zentimeter tief, so als ungefähres Maß. Hängt immer vom Standort ab. Nur kratzen. Kruste brechen, das ist das eigentliche Wort. Kruste brechen. Nach jedem Regen bildet sich diese Kruste. Da kann man Gift drauf nehmen. Im Ackerbau ist das einfach so, weil der Humusgehalt von vornherein ein bisschen niedriger ist als im Gartengelände. Wenn der bei zwei Prozent Humus im Boden ist, selbst bei 2,5 Prozent treten diese Verschlemmungs-Erscheinungen an der Oberfläche auf. Und die muss ich also wieder brechen, weil der Boden atmet wie Mensch und Tier. Nämlich Kohlendioxid aus und Sauerstoff ein. Die Pflanze, die oberirdische Pflanze macht das Umgekehrte. Die atmet Kohlendioxid ein und Sauerstoff aus. Über die Blätter atmet sie Kohlendioxid ein. Also was hier entbunden wird im Boden, das tun die Pflanzen da oben schon wieder verwerten in den Blättern. Das ist eine unglaubliche Erscheinung, dass ein und derselbe Organismus umgekehrte Atmungsprozesse hat, unter der Erde, über der Erde. Und dann sage ich eben, dass diese Kohlensäure, die hier entsteht, durch Abbauvorgänge und immer, wenn etwas abgebaut wird, dann entsteht Kohlendioxyd, dass das aus der Erde raus muss. Das ist schwerer als die Luft, spezifisch schwerer. Und jetzt muss nur oben durch die Krustenbrechung hier sehen, dass also hier das Kohlendioxid abgeleitet wird. Und wenn dann über unseren Acker ein Wind streicht im Frühjahr, dann wirkt der Wind immer so, der saugt dann das schwere Kohlendioxid aus den Bodenporen heraus, heauf an die Luft. Das ist der Sinn des Windes für die Landwirtschaft, dass der Boden entlüftet wird, durch den über den Acker streichenden Wind. Ein Sinn davon. Das ist nicht nur der einzige, aber ein wesentlicher Faktor. Und gleichzeitig, durch das Brechen der Kruste, kann dann wieder Sauerstoff in den Boden rein, denn alle Bodenorganismen sind Sauerstoffatmer, die sogenannten Aerobier. Unter den Mikroben möchten wir gerade, dass die Aerobier, die Sauerstoffatmer aktivieren, die diesen Humusabbau betreiben. Es gibt auch Mikroben im Boden, die sind Anaerobier. Das heißt, es sind Fäulniserreger, die also nicht einen oxidativen Abbau betreiben, sondern ein reduzierten,  auf dem Wege der Reduktion. Das wollen wir möglichst nicht haben. Jede Druckstelle auf dem Acker, gerade im Frühjahr, hinter dem Schlepperrad, das merken wir nur nicht, bedeutet, dass da reduzierende Vorgänge die Folge sind. Immer wenn was gepresst wird, gedrückt wird, da geht die Luft raus, kein Sauerstoff mehr da. Und dann fangen plötzlich diese reduzierenden Mikroben und Bakterien an, ihre unheilvolle Tätigkeit zu entwickeln. Es gibt Böden, schwere Tonböden, habe ich selber mal gesehen, also war fassungslos, es zu sehen, aber es tritt viel häufiger auf, als man denkt, dass wenn man mal ein kleines Profil gräbt mit dem Spaten und ein bisschen tiefer gehen, dann merkt man plötzlich, dass da so eine blaue Zone ist im schweren Tonboden, bläulich. Und wenn man das in die Hand nimmt, dann riecht es nach Schwefelwasserstoff. Und das sind solche Zonen, wo Grünmassen in den Boden eingearbeitet worden sind im Herbst. Es wurde dann nass. Und dann eben kein Sauerstoff im Boden und es kommt dann zu einer Art Abbau, aber eben anaerob. Und dann fängt es an zu stinken, dann stinkt der Boden. Und das ist immer bei allen Druckstellen, ist das sehr schnell und leicht der Fall. Und das meiden die Pflanzen Wurzeln. Da wachsen die einfach nicht mehr weiter, diese reduzierenden Verhältnisse im Boden. Und insbesondere bei allen Druckstellen kommt es zu sogenannten, ich schreibe das mal an, Denitrifizierungen. Im Gegensatz zu Nitrifzierung. Nitrifizierung heißt, durch Sauerstoffzufuhr kommt es zur Bildung von Nitraten, von Nitratstickstoff. Und die Pflanzenwurzeln nehmen vorzugsweise den Nitratstickstoff auf, den oxidierten also. Das Nitrat ist NO3. Und es kommen dann so nette Denitrifzierungen unter anaeroben Bedingungen. Und zwar wiederum durch spezifische Bakterien, die sogenannten Denitrifkanten. Das sind auch verschiedene Arten von Bakterien. Und die verwandeln dann den Stickstoff in NO2. Die oxidieren den auf. Und dieses NO2 nennt man Lachgas. Und dieses Lachgas entweicht an die Atmosphäre und hat den ungefähr dreißigfachen Wert an Abbau in der Atmosphäre im Vergleich zum CO2. Also das CO2, was diese Klimaverhältnisse so sehr beeinflusst, wird noch mal dreißifgfach höher befördert durch diese Entweichung des Stickstoffs aus dem Boden beziehungsweise aus den Abgasen der Autos. Also dieses NO2 kommt in die Atmosphäre, regnet dann auch wieder zurück. Zum Teil wird das vom Regenwasser aufgenommen. Sodass wir heute naturgemäß schätzungsweise allein vierzig Kilogramm N pro Hektar vom Himmel kriegen, an N, an Stickstoff, gegenüber unter ganz ursprünglichen natürlichen Bedingungen noch so nach dem Zweiten Weltkrieg waren sieben Kilogramm pro Hektar und Jahr. Und heute sind es vierzig, sechzig Kilogramm pro Hektar und Jahr. Also wir haben quasi einen Mineraldünger aus der Luft. Und diesen Vorgang der Denitrifizierung, den müssen wir tunlichst unterbinden. Und ich möchte wissen, ich habe es noch nicht rausgekriegt, es steht in keiner Zeitschrift, nirgends, auch nur ein Sterbenswörtchen über den Sachverhalt, wie man das ja über Jahrzehnte erlebt hat, wenn es ungute Erscheinungen waren, die man möglichst vertuschen wollte. Aber gerade hier in Bezug auf die Entlassung von NO2 aus unseren Böden, aufgrund der hohen Stickstoffdüngung, wie man sie heute pflegt, man weiß ungefähr den Faktor, ungefähr 25 Prozent des gedünnten Stickstoff, der geht wieder in die Luft. Der sorgt dafür, dass da/ Aber man man hat vielleicht Messgeräte entwickelt, aber man setzt sie nicht ein. Es ist kein Kriterium der Beurteilung. Und weil man der Landwirtschaft natürlich nicht wieder noch mal neue Vorschriften machen müssen, man hat schon die Stickstoffdüngung reduziert in den letzten Jahren, muss ich schon sagen oder gezielter eingesetzt. Deswegen hat man die sogenannte N-Min-Untersuchungen eingeführt. Also versucht wirklich, das Bodenprofil zu untersuchen, in Bezug auf den Stickstoffgehalt in verschiedenen Etagen, um zu prüfen, wie viel an Stickstoffdüngung jetzt notwendig ist für die Pflanze, zusätzlich zu dem, was schon da ist. Solche Sachen hat man ja schon alle gemacht. Und dennoch, es gibt keine, ich kenne keine Bilanz, wo gesagt wird, welchen Anteil die Landwirtschaft wirklich an der Verschmutzung der Luft durch NO2, in welchem Grad sie beteiligt ist, prozentual im Verhältnis zu den Autoabgasen oder so. Es ist enorm jedenfalls, enorme Mengen gehen da in die Luft. Und das entsteht immer durch Druck, hohen Druck. Und den verursachen unser schweren Maschinen, mit denen wir heute über die Äcker da marschieren. So, das ist also noch ein Problem, was ich kurz ansprechen wollte. Wenn wir jetzt den Weg nehmen vom Frühjahr zum Sommer hin, dann hängt diese Frühjahrsbearbeitung sehr von den Früchten ab, die wir in unserer Fruchtfolge anbauen. Jede Frühjahrsbearbeitung in Form von Striegel, Hacke und leichter Egge und so weiter, die hört auf, wenn das Getreide schosst. Dann ist Schluss. Da hat der Bauer nichts mehr auf dem Acker zu suchen. Er kann durch seine Bestände durchgehen und kann gucken, wie alles schön ist und so. Aber bearbeitungsmäßig hat er da nichts mehr zu suchen. Jetzt müssen die Pflanzen wachsen. Und die wachsen enorm schnell, über Nacht, mehrere Zentimeter in die Höhe. Der Roggen kann wirklich über Nacht, man kann es messen von Tag zu Tag, wie der dann plötzlich da in die Höhe geht. Vorher, das habe ich noch vergessen zu sagen, vorher bildet er ja hier oben, aus den obersten (Ethanolium?), bildet er die sogenannten Kronenwurzeln aus. Die gehen ganz flach und dem Boden. Und die sind die eigentlichen Kraftsammler, Stickstoffsammler auch, durch mikrobiellen Abbau, der jetzt diese ungeheure Massenerzeugung an organischer Substanz hervorruft. Denn was da wächst ist Stickstoff, ist Eiweiß. Denn der Stickstoff setzt sich um in Eiweiß. Und das wächst und wächst und wächst und streckt sich endlos in die Höhe. Der Roggen wird dann ungefähr zwei Meter hoch oder 2,50 Meter sogar oder Mais noch höher, drei Meter. Also das ist eine Wuchsleistung, die so unglaublich ist, im Mai. Aber das geschieht im Wesentlichen durch diese Kronenwurzeln, die jetzt die Zersetzungprodukte, die Abbauprodukte aus der Humussubstanz umsetzen in dieses enorme Wachstum. Das ist auch der Grund, warum wir aufpassen müssen im Frühjahr, dass wir hier nicht zu tief mit der Hacke irgendwas machen und damit dann diese Kronenwurzeln verletzen. Das ist leicht der Fall. Beim Roggen soll man überhaupt nichts machen bei der Witterung und auch bei der Wintergerste nichts. Der Winterweizen, da kann man noch ein bisschen tiefer gehen. Ansonsten hat man am besten dann nur die Sommerung, da passiert nicht allzu viel. Also Hafer und Sommerweizen oder so. Also diese Kronenwurzeln, die sind eigentlich diejenigen, die jetzt diesen unglaublichen Wachstumstoß so Anfang Mai bewirken. Und dann wächst unser Getreide, wächst und wächst und wächst bis Mitte Juni, bis zur Blüte, bis so die Ähren schieben oben raus. Also da haben wir nichts zu suchen da draußen auf dem Acker. Anders ist es bei den Hackfrüchten. Also alles, was man Hackfrüchte nennt, das sagt ja schon der Name, bedeutet, dass ich so lange hacke, bis die Reihen geschlossen haben. Und die schließen dann vielleicht erst Mitte Juni oder vielleicht sogar Ende Juni. Und gerade die klassische Frucht, die klassische Hackfrucht überhaupt ist die Kartoffel. Die Kartoffel, die dadurch wächst, dass ich sogar relativ frischen Dünger zu den Kartoffeln gebe. Und dann die Kartoffelknolle und dieses ungeheuer schnelle Wachstum, dass ich das sozusagen kräftig anrege, zusätzlich zum vorhandenen Humus noch eine kräftige Düngung von außen. Und jetzt muss ich sehen, wie kann ich das anregen, dass das möglichst schnell vonstatten gehen kann, das Wachstum. Und deswegen muss ich sie ständig bearbeiten. Ich muss die Kartoffeln, wenn ich sie gelegt habe, im Boden, häufe ich sie ein bisschen an. Und dann, vielleicht nach ein paar Tagen, gehe ich wieder mit dem Striegel drüber und striegele oder egge sie gar herunter, wie man das sagt. Ich mache es fast wieder flach. Und dann geht sehr viel Unkraut schon mal dabei flöten. Und vor allen Dingen werden die Humusprozesse, die Abbauprozesse derart angeregt, dass die sofort von der Kartoffel umgesetzt werden in Knollenwachstum und so weiter. Und dann häufele ich wieder hoch. Und wieder ist ein Bodenbearbeitungsgang, der Humusabbau bedeutet. Und dann streiche ich wieder wieder herunter, wie man das nennt, Herunterstreichen. Also auch wieder mit einem Striegel oder mit einer Egge, je nachdem. Und wieder kommt es zu Humusabbau, wieder zu Unkrautvernichtung. Und dann tue ich am Ende dann, bevor die Reihen sich schließen, noch mal kräftig aufhäufeln. Und dann kommt es auch zur Ruhe. Und das ist der Grund, warum man die Kartoffeln, die Mistfresser nennen. Man könnte auch sagen die Humusfresser nennen oder die Bodenfruchtbarkeitsfresser nennt. Das sind sie wirklich. Und zwar warum? Durch die Häufigkeit der Bearbeitungen. Das muss man sich auch zehnmal hinter die Ohren schreiben, jede Bearbeitung, wann auch immer im Jahreslauf, bedeutet Humusabbau. Und am stärksten ist das im Frühjahr der Fall, im aufsteigenden Jahr. Die Erde atmet aus und gestaltet sich jetzt hinein in die Formen des Pflanzenwachstums. Und diese ungeheure Anregung, die da durch die Lebensprozesse im Boden geschieht, durch die erwärmende Sonne, die Feuchtigkeit, die Luft und so weiter, die wird am stärksten aktiviert, gerade beim Kartoffelanbau, im Hackfruchtbau generell. Bei den anderen Früchten ist es nicht gar so schlimm, aber bei den Kartoffeln ist es wirklich. Also ich habe da immer ein bisschen Manschetten, zu viel Kartoffeln anzubauen, in der Fruchtfolge. So, bei den Hackfrüchten ist ja klar. Auch dann Gemüsebau ist es ja so, also im Gartenbau, wo ich ständig immer wieder hacke, immer wieder striegele oder irgendwas mache, die Kulturen einigermaßen sauber halte. Also jede Bodenbearbeitung führt dazu, dass Humus abgebaut wird. Das ist übrigens auch der Grund, das gehört zwar jetzt nicht in unser Thema, das gehört in den Februarkurs, im nächsten Jahr. Also wenn man dann die Düngung zum Thema hat. Gerade im Gartenbau brauchen wir deshalb die Kompostierung, weil wir so intensiv arbeiten im Gartenbau, eine Kultur nach der anderen, immer wieder bearbeitet. Und da kommt es zum Humusabbau. Da kann gar nicht das Gegenteil wieder geschehen, dass er wieder was Neues aufbaut. Dann muss ich alle Abfälle rausnehmen, sie kompostieren und dann in Form von Kompost wieder den Dauerhumus von außen als Dünger dem Erdreich zufügen. Und das ist anders im Gartenbau als in der Landwirtschaft. So, jetzt kommen wir noch mal zu einem Punkt, den ich doch erwähnen möchte, obwohl es ist also keine Bodenbearbeitungs-Maßnahme in dem Sinne, sondern ein Prozess, der dann stattfindet und den man auch in der Regel gar nicht so deutlich im Blick hat. Jetzt  stellen Sie sich vor, unser Getreide wäre jetzt gewachsen, geschosst, hätte die Ähren geschoben, hätte sich voll ausgestaltet, kommt zur Blüte. Ganz unscheinbarer Blüte. Die Blüte beim Roggen sieht man nur dadurch, wenn der Wind bläst, dass da plötzlich so eine gelbe Wolke, Staubwolke über die Felder zieht, also die Sporen vom Roggen, von der Roggenblüte. Also Mitte Juni etwa haben wir es mit der Getreideblüte zu tun. Und dann sehen wir plötzlich das ist eigentlich schon eine genaueres Studium wert, dass die ersten feinen Feinwurzeln absterben. Mit der Blüte stirbt da unten schon was ab, Wurzelspitzen. Und dann sehen wir, dass die untersten Blätter vergilben, gelb werden. Und dann geht es weiter nach oben, von unten nach oben. Ein Blatt nach dem anderen vergilbt, wird gelb. Das Fahnenblatt ist aber noch grün, das oberste, das große Fahnenblatt. Und dann wird auch das Fahnenblatt plötzlich gelb. Also alles nach der Blüte. Und dann sieht man noch das letzte Internodium, dieses langgezogene Internodium vom obersten Fahnenblatt bis in die Ähre sieht man noch grün, einigermaßen grün. Und dann stirbt es auch ab, verfärbt sich allmählich. Und dann ist die Ähre immer noch grün, zum Teil. Und dann stufenweise wird dann auch die Ähre allmählich gelb und so weiter. Und dann setzt der Reifeprozess ein. Also die Pflanze, die Getreidepflanze stirbt von unten nach oben ab. Das ist ein ganz interessantes Phänomen. Und nun findet A in diesem letzten Absterbeprozess noch ein Prozess statt, nämlich der, dass die Wurzeln jetzt nicht mehr Kalium oder Phosphorsäure oder sonst wie so viel brauchen oder aufnehmen aus dem Boden, weil sie ja absterben. Also sie wachsen ja nicht mehr. Die brauchen zum Wachsen Kalium. Wissen Sie eigentlich, warum die Pflanze so viel Kalium braucht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:37:36] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wasserhaushalt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:37:37] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, es ist der Wasserhaushalt. Aber eben ein spezifischer Wasserhaushalt, die ganzen osmotischen Vorgänge. Also das Kalium sorgt in der Pflanze dafür, dass es zu Säftespannungen kommt. Schauen Sie sich mal eine Weintraube an, eine Weinbeere oder eine Kirsche, wenn sie schön reif ist oder eine Johannisbeere oder schwarzer Johannisbeere oder was es auch sein mag. Da müssen Sie sich doch eigentlich wundern, warum die nicht schrumpelig sind. Die schrumpeln später, gewiss, wenn sie überreif werden. Aber zunächst sind sie gespannt. Das ist wie ein Ballon. Also wie man einen Luftballon voll mit Luft pumpen wurde, so sind diese Beeren vollgepumpt mit Wasser, also Flüssigkeit, besser gesagt. Aber was erzeugt nun diesen Druck? Da ist ja ein riesiger, hochgradiger Druck wirksam, der lange in den Beeren gehalten wird. Und die Grundlage dafür, dass dieser Turgordruck, wie man das nennt, gehalten wird. Dazu braucht man das Kalium. Das Kalium besorgt diese Möglichkeit, dass Osmose stattfindet. Dass man verschiedene Konzentrationen, Säftebildung bei den Pflanzen hat. Verschiedene Konzentrationen. Wenn hier eine niedrige Konzentration ist und hier eine höhere Konzentration, dann müsste es ja einen Ausgleich geben, normalerweise. Unterschiedliche Konzentrationen gleichen sich immer aus. Aber jetzt sorgt das Kalium in Verbindung mit anderen Fermentativen und sonstigen Prozessen, sorgt dafür, dass wenn eine Haut dazwischen ist, dann hat man hier niedrigen Druck und einen hohen Druck. Man nennt das die Osmose. Und das ist ein unglaubliches Phänomen. Also dass die Pflanze ihren eigenen Druck regulieren kann mit dem Kalium, sowohl interzellular als auch extrazellular, zwischen den einzelnen Zellen. Nun findet da also ein letzter Prozess statt. Die Pflanze braucht kein Kalium mehr, braucht das alles nicht mehr. Sie nimmt plötzlich Kieselsäure auf. Kieselsäure, dieses wabbelige Zeug, diese Kolloide, die da im Boden da unten die Hohlräume auskleiden. Nicht, dass sie das erst mal da in der Blüte tut. Sie fängt ja schon schon vorher an. Aber dann richtig, dass sie als letzten physiologischen Prozess Kieselsäure aus dem Boden aufnimmt. Der Boden verarmt auch noch an Kieselsäure, an diesen Kolloiden. Die wandern mit dem Wasserstrom und diese Kieselsäure durchwandert nun alle Gewebe der Pflanze, durchsetzt diese Gewebe und wandert dann raus bis an die Peripherie. Die Kieselsäure findet sich dann an den Blatträndern konzentriert, aber auch in den Stängelgliedern, immer an der äußersten Cuticula, nennt man diese äußerste Haut, da sind in den Zellen Kieselsäure konzentriert. Und so an den Blatträndern, so an den Blattspitzen. Und dann das nächste Blatt hat noch höhere Kieselsäure-Gehalte und das nächsthöhere nochmal höhere Kieselsäuregehalte und die Stängelglieder auch. Und zuletzt geht es dann hoch bis in die Ähre und da findet sich noch mehr Kieselsäure. Also diese Kieselsäure sorgt dann für diese Elastizität, dass ein solcher Halm sich in Wind so elastisch hin und her bewegen kann. Da ist die Kieselsäure im wesentlichen beteiligt. Und dann steigert sich noch einmal der Kieselsäure-Gehalt in den Spelzen, die die Getreidekörner, die sich da entwickeln, in der Ähre umhüllen. Und der tollste, der höchste Kieselsäuregehalt sind dann schließlich die Grannen. Die bestehen dann praktisch zu neunzig Prozent aus Kieselsäure. Die brechen ja auch, die sind auch stachelig, also kaum noch elastisch. Also was ist das für ein Prozess? Was veranlasst das Getreide? Getreide sind Gramineen. Das sind einkeimblättrige Pflanzen, Gräser also, gehören zu den Gräsern, die diese langen, langen elastische Stängel da bilden. Und jetzt da im Wind hin und her wogen. So ein Roggen, der dann so ungefähr so hoch wird. Der heute kaum noch die Standfestigkeit hat, um das auszuhalten, diese Höhe, da noch sich im Wind aufrecht zu halten. Aber das hängt von dem Kieselsäuregehalt ab. Was macht denn diese Kieselsäure? Indem sie an die Peripherie wandert, trocknen sie aus. Ist sehr wasserhaltig, ein Kolloid. Trocknet aus. Und was bildet sich? Ein Halbedelstein, nämlich Opal. Die Pflanzen opalisieren in der äußersten Zellschicht des ganzen Stängels. Und dann eben auch bis in die Färbung der Ähren und so weiter, umkleidet sich die ganze Getreidepflanze mit einer Opalhaut, einer Kieselsäurehaut. Und Kieselsäure im Haushalt der Natur ist diejenige, die im Zusammenhang steht mit den ganzen planetarischen Systemen. Also man hat so den Eindruck, dieser ganze Prozess ist die Voraussetzung, dass eine anständige Reife sich vollzieht. Dass es eine physiologische Parallelerscheinung ist zur eigentlichen Reife der Früchte, der Samenfrüchte wie beim Getreide oder sonstwie. Also da spielt ja Kieselsäure für die Qualitätsbildung, das heißt für die Ausformung, die letzte Ausformung im Jahreslauf, also bis zur Reife eben der Früchte, spielt die Kieselsäure eine ganz zentrale Rolle. Sie ist diejenige, die eigentlich die Formkräfte des Winters sozusagen jetzt wirklich einbaut. Und zwar nicht nur peripher in die Pflanze, sondern sämtliche substanziellen Prozesse, die da stattfinden, die Eiweißbildung, die Kohlehydratbildung, die werden quasi durchgeformt, durchgestaltet durch die Kieselsäure. Und das erzeugt erst die wirkliche Nahrhaftigkeit. Wir essen heute unreifes Zeug, im Wesentlichen heute. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, das ist alles in der Unreife geerntet. Vor allen Dingen alles, was an Bananen importiert oder sonst wo an Zitrusfrüchten, das ist alles unreif. Da ist dieser Prozess nie zu Ende gekommen, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Es dies der Grund für das Horn-Mist-Präparat, dass man das einsetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:25] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, sicher. Das ist ja gerade der Witz. Also das Horn-Mist-Präparat weniger als das Horn-Kiesel-Präparat. Das Horn-Mist-Präparat ist sozusagen immer, um überhaupt die vegetativen physiologischen Prozesse in Gang zu setzen, über die Wurzel. Und das Horn-Kiesel-Präparat  ist gerade dasjenige, welches die ganzen physiologischen Prozesse jetzt im Blattgrün bis hin zur Reife aktiviert und steuert und optimiert. Also wenn man das Horn-Kiesel-Präparat so in der jungen Pflanze spritzt, dann unterstützt man noch die Ausformungsvorgänge im Vegetativen.  Und wenn man es nach der Blüte spritzt, dann gegen die Reife hin, dann unterstützt man gerade die Ausformungsvorgänge der substanziellen Erfüllung der Früchte, also unterstützt die Nährhaftigkeit. Und das sind immer Formfragen. Den Begriff hat man heute in der Naturwissenschaft nicht. Man hat nur Substanz. Es kommt auf die Substanz an. Aber dass die Substanz immer eine Formung braucht. Ich möchte mal noch dieses eine Beispiel erwähnen. Sie haben ja alle von dem BSE seinerzeit gehört. Bovine enzephalitische sonst wie was, Schwammbildung im Gehirn. Da werden bestimmte Zellen so verändert, dass sie substanziell im Bezug auf die Eiweißstruktur noch dieselbe Struktur haben, unverändert, sondern nur die Form ist verändert. Dass ein und dieselbe Zelle, die vorher sozusagen funktionstüchtig war, ihre Funktionstüchtigkeit nur dadurch verliert, dass sie eine andere Form annimmt. Ein Wunder, also für die Naturwissenschaftler ist das ein Wunder. Das hat man damals deutlich gesagt. Man hat es wirklich herausgekriegt, die Struktur des Eiweißes ist nicht verändert, sondern nur deren Formgestalt. Und dadurch verliert sie die Funktionsfähigkeit. Das ist mal ein Hinweis gewesen, dass man immer Form und Substanz als Polaritäten zusammendenken muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:47:50] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich erinnere mich gerade, wir haben im Kurs bei uns, im Seminar mal Rudolf Steiner gelesen, ich weiß nicht, welche Schrift. Und darin schrieb er, gäbe es in der Natur mehr Kieselsäure, vor allen Dingen, hätten sie überall Kakteen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:08] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das sind die Landwirtschaftlichen Kurse, dieser Vortrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:09] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Und hätten wir mehr Kalk, glaube ich, dann wären überall Lianen oder so weiche Formen. Aber er hat nichts von der Reife gesagt. Also es ging wirklich nur um die Form. Deswegen noch mal die Nachfrage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:24] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das ist klar. Kalk und Kiesel kann man nie auseinander denken. Das ist auch eine Polarität. Aber jetzt ist das Phänomen, dass bei der Reife, wo es um die Form geht, um eine ganz ziselierte Ausformung bis hin zu den Geranien. Wenn man sieht, wie man die mal anguckt genau, wie die aussehen, die Grannen, wie eine Säge fast. Also richtig zackenförmig und also fast rein mineralisch. Und der übrige Kiesel dann austrocknet zum Opal. Der Kiesel hat immer die Funktion im Haus oder Natur, Sinnesprozesse zu ermöglichen. Wenn Sie verfolgen, wo der Kiesel auftritt beim Menschen, in den Augen, in allen Sinnesorganen, in der Haut, die ist Kieselsäure-reich, immer die Peripherie. Die Kieselsäure lagert sich immer in allen organischen, wo sie auch nur wirkt, immer an der Peripherie ab und ist ein Hinweis darauf, dass die Kieselsäure quasi der Vermittler ist all dieser Kräfte, die jetzt von außen Reife bewirkend oder Substanz erfüllend und Reife bewirkend sind. Die Pflanze wird quasi wahrnehmend über die Kieselsäure, wie die Augen. Wir haben da sehr viel Kieselsäure, in den Augen. Wahrnehmend wird für das, was jetzt Sonnen-Planeten-Wirkung ist, in der Reife selbst. Und die Formkräfte, die kommen aus dem Winter, die werden dann von unten nach oben getragen. Aber dass sich das wirklich ausformen, Substanz erfüllen kann, dass die Substanzen sich wirklich durchstrukturieren, dass Reineiweiß entsteht und nicht nur Rohprotein, was was nur füttert, aber nicht ernährt, dafür sorgt die Kieselsäure. Im Landwirtschaftlichen Kurs, im dritten Vortrag nennt er sie dann den äußeren Sinn im Irdischen. Die Kieselsäure als der äußere Sinn im Irdischen. Also ich wollte diesen Prozess hindeuten und eben darauf aufmerksam machen, dass diese Opalisierung den Glanz dem Getreide gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:50] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Irdischen. Äußerer Sinn im Irdischen. Der Glanz. Haben Sie mal einen richtig schönen Hafer gesehen? Gelb, orange, golden, glänzend? Das ist einfach ein Anblick für die Götter, diese Farbe. Ein wirklich schöner, biologisch-dynamisch gewachsener Hafer muss eigentlich goldgelb sein. Es gibt verschiedene Sorten, Färbungen, gewiss. Aber das liegt eigentlich in seiner Natur. Das heißt, das, was normalerweise immer mit dem Blütenprozess zusammenhängt, dass etwas sich verfärbt, Farbe annimmt, das zielt jetzt nicht nur in die Samenfrucht substanzbildend ein, sondern die ganze Pflanze ist von einem Blütenprozess durchdrungen, von oben bis unten. Und das hängt mit diesem wunderschönen Glanz, der da an der Peripherie entsteht. Und wenn Sie mal vergleichen, das Stroh von einem biologisch-dynamischen Betrieb mit dem eines konventionellen Betriebes, dann werden Sie dort nie diese Färbung antreffen. Die geht immer ins Grau im konventionellen Zusammenhang. Und das Stroh in seiner Konsistenz ist auch  unterschieden. Das biologisch-dynamische Stroh bricht, wenn man es wirklich mal so - es biegt sich eine Weile, aber dann bricht es. Und das konventionelle Stroh bricht nicht, will nicht brechen. Das ist zäh. Und ich habe mal selber Untersuchungen gemacht vor vielen, vielen Jahren über die Kieselsäureeinlagerungen in Pflanzen und deren Wanderungen durch die Gewebe. Und dann habe ich festgestellt, dass im konventionellen Stroh die Kieselsäure nicht an die Peripherie kommt. Daher der mangelnde Glanz. Es bleibt im Gewebe hängen, die bleibt unterwegs hängen. Das ist ein Unreife-Symptom. Es kommt nicht zur Reife. Und die Reife heißt, dass sich die Stoffe dort ablagern, wo sie hingehören. Und noch eine kleine Geschichte, wir kommen wieder nicht sehr weit, möchte ich doch noch zum Abschluss hier erwähnen in diesem Zusammenhang. Wir hatten immer mit dem Viehhändler zu tun gehabt im nächsten Dorf, in Dorteilweil, der hat uns das Vieh verkauft. Und wir hatten mit ihm solche Geschäftsbeziehungen, dass wir einfach das Vieh ihm gegeben haben, haben nie eine Rechnung gesehen und der hat es dann irgendwie verkauft und am Jahresende hat man dann irgendwo mal eine Bilanz gemacht. Haben wir noch Schulden oder hat er noch Schulden bei uns? Und dann haben wir das irgendwie ausgeglichen. So haben wir damals abgerechnet mit unserem Viehhändler. Total auf der Basis des totalen Vertrauens. Und eines Tages sagte er, ja, er verkaufe jetzt seine eigenen Kühe. Er hat auch einen Stall gehabt, wo die aufgekauften Kühe dann immer eingestallt hat, bis es dann weiterverkauft hat. Und dann sagt er: Ja/ Wie war das noch mal genau? Er hat seine Kühe, hat er verkauft. Ja. Aber er hat dann immer wieder durch Zukauf das Vieh irgendwo in den Stall stellen müssen, bevor er sie dann weiterverkauft hat. Dann hat er gesagt, also er würde von uns gerne Stroh haben. Er hatte kein Strom mehr. Er hat auch die Landwirtschaft aufgegeben. Wollte Stroh haben, damit er einstreuen kann im Stall. Da haben wir auch das Stroh zur Verfügung gestellt. Und eines Tages kommt er zu uns und hat gesagt, er versteht die Welt nicht mehr. Er legt sein Heu in die Krippe und am Morgen kommt er im Stall und das Stroh ist weggefressen. Da haben die Kühe so lange rumgemacht, bis sie irgendwo an das Stroh gekommen sind, das da eingestreut worden ist. Und daran kann man sehen, dass das Stroh tatsächlich ein Futtermittel ist, wenn es nur richtig erzeugt wird, und zwar ein echtes Diätetikum für die Tiere. Wenn man das einmischt in das andere Futter. Insbesondere das Jungvieh braucht Stroh in der Fütterung. Und zwar ein gutes Stroh, was bricht. Wenn dann die Strohteile durch den Wiederkauakt dann so langsam da unten in den Pansen reinkommen, müssen die ständig diese Stroh, diese relativ zähe spitzige Substanz muss die Schleimhaut des Pansens ständig irgendwo reizen. Und dann wird der Verdauungsprozess noch mal intensiviert. Noch einmal gehen die Konvulsionen da im Pansen hin und her, erst recht. Also das geht bis in die Fütterung, bis in die Leistungsfähigkeit der Tiere hinein. Ein solches Stroh, das suchen die. Sehr, sehr rohfaserreich. Das brauchen die einfach, gerade das Jungvieh, für ihre eigene Entwicklung. Und daran kann man erkennen, Stroh ist nicht gleich Stroh. Und Zukaufstroh schon gar nicht. Denn normalerweise ist das immer konventionelle Stroh. Und dann kauft man etwas zu, was eigentlich nicht so richtig in den Zyklus des eigenen Betriebsorganismus passt. Das ist ein echtes Problem. Ich gucke auf die Uhr und sehe schon wieder, dass die Zeit vorbei ist. Also wir sind jetzt eigentlich erst in den Übergang zum Sommer gekommen, wo dieser Prozess stattfindet. Und dieser Prozess ist eigentlich derjenige, der echte Qualitätsbildung hervorruft. Diese Reife. Einer der bedeutendsten Begriffe, die man überhaupt in Bezug auf die Qualitätsfrage bilden muss, das ist der Begriff der Reifephysiologie. Was kennzeichnet wirklich ein reifes Produkt? Und da merkt man ganz deutlich, dass die meisten Produkte, die man heute im Supermarkt heute kauft, dass sie nicht reif sind, die sind unreif, die sind unreif geerntet und sind dann nachträglich, wie die Bananen, mit Ethylen besprüht im Hamburger Hafen. Und da werden sie ganz schnell gelb, müssen dann schleunigst über den Ladentisch gehen, damit sie nicht vergammeln. Aber grün geerntet in Guatemala oder irgendwo da in den Bananenländern. Und so ist es mit den Zitrusfrüchten, so ist es mit allen. Die Mango-Früchte, die kann man gar nicht essen hier, die schmecken nach nichts. Die sind grün geerntet und die reifen einfach nie mehr so aus und wirken dann ernährungsphysiologisch auch nicht sehr positiv. Dieses grüne Zeug, was pseudoreif ist nach außen hin. Und das hängt damit zusammen, dass der Begriff der Reifphysiologie bedeutet, dass die innere Ausformung der Nährwert bestimmenden Substanzen, Eiweiß und die Kohlehydrate und die Fermente und alles das, dass das langsam, ganz langsam einen Endzustand erreicht. Und der Endzustand heißt Ruhe, physiologische Ruhe. Und wenn etwas sehr schnell verfault, dann tritt die physiologische Ruhe nicht ein. Schon vorzeitig verfault ist. Und diese physiologische Ruhe bedeutet Lagerfähigkeit. Dass die Produkte lagerfähig sind, das hängt mit dieser physiologischen Ruhe zusammen. Dass die sogenannten Fermente, die physiologische Prozesse aktivieren, dass die selber zum Stillstand kommen in ihrer Wirkung, zur Ruhe kommen und dann ist Ruhe, physiologische Ruhe. Und das heißt Reife. Und das braucht Zeit. Das ist wieder ein Zeitprozess. Und wenn ich diesen Prozess unberücksichtigt lasse, dann fault mir das Zeug unter den Fingern weg. Wenn ich es einlagere oder so, da muss ich schon Kühlschränke wieder haben und weiter Elektrizität, Energie-Input, damit ich also diese Früchte gerade noch ein paar Tage am Leben halten. Und wir können das anders haben. Also der Begriff der Reifphysiologie ist ein ganz, ganz wichtiger Begriff, der besagt, im Grunde genommen die Durchformung der Substanz. Dass aus Rohprotein Reineiweiß wird. Und das ernährt. Das Rohprotein ernährt nicht. Im Gegenteil, das ist krebserzeugend. Aber das Reineiweiß, das ist dann dasjenige. Oder die ganzen Vitamine, das Vitamin C, das ist Ascorbinsäure von Haus aus. Aber wenn ich dann sehe, die reifen Früchte und untersuche die, dann finde ich kaum noch Vitamin C, sondern die Dehydroascorbinsäure ist eine Vorstufe ist zur Ascorbinsäurebildung, zum Vitamin C. Also wir essen ständig unreifes Zeug. Und das macht diese schleichenden Krankheiten aus, die man heute nicht so richtig diagnostizieren kann. Was die Krankenhäuser füllt und wo die Ärzte nicht wissen, was sie da genau noch machen sollen. Das sind  Ernährungsfragen ersten Grades. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:09] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Der Unterschied zwischen Rohprotein und Reineiweiß ist mir nicht klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:14] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Naja, also die Seite schon längst vorbei. Aber vielleicht nur wenn Sie das fragen jetzt, Rohprotein ermittelt man dadurch, dass man die lebende Substanz aufschließt oder den sogenannten Kjeldahl-Aufschluss, so heißt das, das ist ein Verfahren. Und da bestimmt man den Stickstoff. Und jetzt weiß man, dass der Stickstoff in einem Verhältnis steht zu Kohlenstoff und anderen Stoffen und multipliziert man den mit einem gewissen Faktor und da kommt der Rohproteingehalt raus. Wenn man dann aber jetzt die gesamt Rohprotein, was irgendwo halb, dreiviertel strukturiertes Eiweiß ist, zum Beispiel freie Aminosäuren sind da drin, niedermolekulare Eiweißverbindungen der verschiedensten Art, Amide, aber eben kein hochstrukturiertes Eiweiß. Und je hochstrukturierter ein Eiweiß ist, desto gesünder ist es. Und das kann ich jetzt durch bestimmte Untersuchungsverfahren trennen. Das ist eine Säureaufschluss, dass ich das Rohprotein in einem bestimmten Säureaufschluss dann etwas abfiltrieren kann, was dann koaguliert hat. Und dann kann ich das selber untersuchen. Und dann merke ich, dass da ein großer Unterschied ist zwischen Rohprotein-Gehalt und dem sehr viel geringeren Reineiweiß-Gehalt, der eigentlich ernährungsphysiologisch von Bedeutung ist. Und das Rohprotein ist immer belastend und krankheitserzeugend, vieles davon sogar cancerogen. Also wir tauchen jetzt hier ein anderes Thema ein, aber es ist eine ernährungspsychologische Frage. Und da wird heute einfach drüber weggesehen, weil die Untersuchungen sehr, sehr teuer sind. Die kann man nicht zu Routine-Untersuchungen machen, deswegen macht man es auch nicht. Man schweigt darüber aus. Ist nach wie vor der Überzeugung, dass Rohprotein das eigentliche Maß der Eiweiße ist. Dabei ist ein großer Bestandteil gar kein Eiweiß, es sind einfach Vorstufen zur Eiweißbildung. Die Formkräfte, die das durchgestalten, durchstrukturieren, auf die kommt es an. Die treten erst ein, wenn ein Produkt reif werden kann. Und im konventionellen Landbau wird es normalerweise auch bei der Todreife niemals reif. Das Getreide zum Beispiel. Weil zu viel Stickstoff nachgeliefert wird. Und die Pflanzen können nicht mehr zur Ruhe kommen. Die müssen noch immer irgendwo Stickstoff einlagern. Also zum Beispiel die Spät-Stickstoffdüngung, die wir in der Landwirtschaft heute generell haben. Mitte Juni noch mal drauf, was es hier geben kann, wo sozusagen der Stickstoff über die Blätter aufgenommen wird als Harnstoff und eingelagert wird ins Getreide, schafft mordsmäßig Erträge, aber das ist ernährungsphysiologisch eine Katastrophe. Die Pflanzen möchten immer weiter wachsen, weiter wachsen und können es nicht. Sie müssen reifen, aber die Reife kommt dann doch nicht richtig richtig zustande. Also da berühren wir jetzt Themen, die  sind hochbrisant eigentlich und da redet keiner. Also ich meine, es kommt immer mehr auch an die Oberfläche, da oder dort. Vor 30 Jahren hätte man über so was überhaupt noch nicht reden können. Und heute gibt es dann schon Gesprächspartner, die das merken, dass da was ganz faul ist. Ja, also Entschuldigung! Und morgen machen wir dann wirklich mal eine Abrundung. &lt;br /&gt;
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[01:05:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Montag. &lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Bodenentwicklung im Jahreslauf Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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[00:00:44] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und uns geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Anbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Witterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen dieser Formgestaltung der Pflanzen. Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich ein klein wenig über den Winter hindurch bis in eine Tiefe von einem Meter, 1.20 Meter, 1.50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass es für für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formen. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einen strahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. Und so setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, in bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Fall des Getreides das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Windes sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchführung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also ist es auch wirklich so? Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnten Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle/ Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses eine Strahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklicher ahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen Ort, an solchen Verhältnissen sich exponiert. Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des überhaupt, des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutions epoche der Erde, denn viel älter als die laub gehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen winter prozess mitmachen. Jedenfalls das äußere leben ist verschwunden und diese Form kräfte wirken wirksam. Kristall Höhlungen im Untergrund bis in die tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt, wenn man, wenn die wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es Ich möchte ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt. Das heißt, ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durch durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich also sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen herumtanzt oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben Ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich auch der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. Sondern im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich eben unnorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Tarasxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er als Kompostite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine Konifere oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichtern die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. Und das Eigenartige ist nun, dass wenn man denkt, wirklich denkt und das Denke verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles Mögliche, Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich in beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreiecks bilde, dann hat ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zu Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen, nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber. Aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - Also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildungen ein Kristallisationvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quaso also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen zu entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterzeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winter Prozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfällt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben. Und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und darunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so/ Lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefstand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchforstet. Aber dann wird da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat, sind sehr feine Poren das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf den Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint. Und dann am Ende dieses Prozesses es dann es regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die oberste Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist, im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt will ich eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann daraus hört und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Fruche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da und dort eine Larve von einer Collembole kann man dann sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man merkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht. Es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür. Aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist herausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, das tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:08] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:11] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Fall, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:47] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:50] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, hat man früher mit den Pferden das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber dann gibt es auch noch die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schon Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:53] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:54] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu vielen Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:26] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:39] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:41] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Die Frostkrümel sind an eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:20] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreissäge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren. Tut die wieder zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, lanz Traktor dazu gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die drei Zylinder. Heute sind es vier Zylinder und es gibt vielleicht sogar sechs Zylinder. Jetzt bei 300 PS Maschinen, die wie dieser dieses diese Antriebstechnik durch die durch den Kolben Rhythmus der ist, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese diese diese Schmierung bzw die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. Also deswegen kann man immer erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer so spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann. Und eben das hält ein und rechts. Wenn schon eingeebnet ist, dann rührt man ein klein wenig auf zwei drei Zentimeter und schon wird das umgebaut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker gehen und dann diese Bewegung macht und das gehört zum Landwirt, dass er auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen engen Strich über den Acker zieht, mit einer Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da. Also schon, es kann mir von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt den ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die die Sämaschine. Nicht? Dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal sehen. Ich lasse das hier noch mal stehen. Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr/ also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also jetzt nehmen wir das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne Krümelschicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge. Und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt. Und der Nachstreicher von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:44] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:49] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich sind die Samen, die draußen in der Natur sich finden die über den Winter, das ist ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. Und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebendverbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr? Wir befinden uns immer noch in dieser Zeit. Der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das. Das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahre, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was ich sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sie hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter entwickelt, so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über die Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und der Zucker wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünen Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernähren sie sich weiter durch die Assimilation an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, molekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlenhydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man sich eigentlich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal auch wieder hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da die entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:12] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, C, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. Also die Pflanze, was muss ich im Frühjahr machen? Sie muss sich mit der Erde verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesem Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Und die bauen jetzt um die Wurzel den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine arge Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:18:57] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise von Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:05] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnt, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da nachvollziehen. Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang, da wird also der Stickstoff zum Salz. Da entstehen Nitrate. Die sind löslich in Bodenwasser. Dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich in Wasser. PO4. Und so weiter und so weiter. Also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus, hier die Bodensalze, aufnimmt, über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch den Symbiosenmantel der Rhozosphäre im Wurzelbereich. Diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, kann aber auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter rauskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühsten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Unebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Mühlen die Kraft haben, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unser Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und es ist wie wenn man die Kühe striegeln und das Pferd striegeln, so striegeln man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass wenn man einen halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen. Um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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[00:00:44] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Heute ist Samstag. Die zweite Woche ist zu Ende. Bis dahin reichen normalerweise die Kräfte. Und die dritte Woche kommt dann der Tiefschlaf. Und dann dauert es eine Weile, bis man wieder so ganz den Anschluss findet. Ja, wir haben gestern also angefangen, uns mit der Bodenentwicklung im Jahreslauf zu befassen. Und wir hatten da zunächst mal zwei Gesichtspunkte, indem wir gesprochen haben von der langfristigen Boden Entwicklung, die dann zu den sogenannten Bodentypen geführt hat. Dass jeder Standort seinen ganz spezifischen, charakteristischen Boden-Typus hat, je nachdem, wie in den letzten 10.000 Jahren die Witterungsverhältnisse, die klimatischen Verhältnisse und so weiter waren. Also da muss man so ein bisschen doch auch eine Kenntnis haben von diesem Tatbestand. Aber ich habe dann gesagt, dass eine viel bedeutendere Entwicklung diejenige ist, mit der wir konkret umgehen, die wir selber konkret mitgestalten. Und das ist die Bodenentwicklung im Jahreslauf. Und die geht ja parallel dem Pflanzenwachstum. Also man kann gar nicht unabhängig denken von dem, was dann auf diesem Boden sich dann im Verlaufe des Vegetationsjahres entwickelt an Pflanzennatur. Und da haben wir uns zunächst mal angeschaut, also wir differenzieren ja dann im Zeitenlauf. Entwicklung heißt ja immer, in der Zeit denken, nicht nur im Raum, dann denken wir nur physikalisch. Aber in dem Augenblick, wo wir in der Zeit denken, denken wir im höheren Sinne chemisch-physiologisch. Und uns geht es darum, jetzt zu unterscheiden, was sind die besonderen Winterprozesse, was sind die Frühjahrsprozesse im Boden, die Sommer-, die Herbstprozesse. Und die begleiten wir ja, durch Bodenbearbeitung und so weiter. Und da haben wir gestern angefangen, jetzt den Blick zu werfen auf den Winterprozess. Und der Winterprozess ist ein sehr verborgener, weil im Grunde genommen ja eigentlich da nicht mehr viel äußerlich passiert auf der Erde. Die Pflanzen sind abgestorben im Herbst, die Bäume stehen wie so Gerippe in der Landschaft, Laub abgeworfen. Also ein äußeres Leben ist da kaum noch zu konstatieren. Und wenn Sie hinschauen, zum Beispiel auf eine Winterung, also ein Winterweizen, der im Herbst gesät worden ist und der jetzt überwintert und Sie schauen sich mal die Pflanzen an während des Winters, da hört das Wachstum auf. Es hört leider Gottes nicht auf heutzutage, bei dieser milden Witterung. Da sieht man immer, dass die Blätter die Tendenz haben, sich ein bisschen zu stellen. Und im konventionellen Anbau können wir beobachten, dass die Blätter immer gestellt bleiben, auch während des Winters, der Winterzeit, wegen dem Stickstoff-Überhang in den Böden. Es ist zu viel Stickstoff vorhanden, dass die Pflanzen quasi gedrängt werden, immer noch weiter zu wachsen, obwohl die äußeren Bedingungen es eigentlich gar nicht wirklich zulassen. Das ist wie ein Zwang, den ich ausübe, mit diesem Stickstoff-Überhang. Sondern was eigentlich wintertypisch ist, gerade für die Witterung, ist am schönsten beim Winterweizen zu sehen, dass die Blättchen, die drei Blätter oder vier Blätter, je nachdem, wie sie sich jetzt schon entwickelt haben im Vorwinter, dass die sich platt an die Erde legen, wie ein Stern. Wenn Sie mal so 15 Grad minus haben, 10 Grad minus so im Januar, jetzt in dieser Zeit und sie gehen dann raus auf den Acker, dann würden Sie sehen, dass die Blättchen dieser Pflanze wie eine Rosette, rosettenartig angeordnet, platt an die Erde gedrückt sind, also sich nicht stellen. Das heißt, das Wachstum kommt vollkommen zu Ende. Und man hat immer den Eindruck, wenn man dann über den Acker geht und diese sternförmigen, rosettenartigen Bildungen sieht, der Blätter, wie wenn das ein Abbild wäre des gestirnten Himmels über der Erde. Wie wenn sich das abbilden würde jetzt in diesen dieser Formgestaltung der Pflanzen. Das Einzige, was dann noch wächst während des Winters, das Einzige, alles andere ist tot, also ist abgestorben und im Ruhezustand, das sind die Wurzelspitzen der tiefgehenden Saugwurzeln der Wintergetreide. Also die wachsen ganz, ganz langsam noch, also stark verlangsamt, aber sie wachsen. Aber sie wachsen in die Tiefe, also in Richtung Erdmittelpunkt. Also die Kronwurzeln, die wachsen erst im Frühjahr. Aber die Saugwurzeln, die gehen in die Tiefe und verlängern sich ein klein wenig über den Winter hindurch bis in eine Tiefe von einem Meter, 1.20 Meter, 1.50 Meter, je nachdem, wie der Boden beschaffen ist. Das ist also auch ein Phänomen, was man beobachten kann. Dann haben wir gestern darauf hingeschaut, dass es für für den Winter typisch sind, diese zwei Erscheinungsformen der Kristallisation. Also ich möchte sagen, das Grundprinzip des Winters heißt Kristallisation. Und was heißt Kristallisation? Es heißt Formen. Das sind Formen der Kräfte. So wie die Pflanze jetzt ganz gedrängt am Boden liegt, das ist auch ein Formphänomen, diese Rosette. Und so ist auch in Bezug auf das Mineralische, dass alles die Tendenz hat, noch mehr Form zu werden als vorher und zwar bis in die innersten Kristallisationsvorgänge der bestehenden Mineralien. Die ganze Mineralnatur der Erde tendiert noch mehr, sich durchzuformen bis ins innerste Kristallgefüge. Aufgrund der jetzt einen strahlenden Umkreiskräfte des Fixsternhimmels, die eben keine Zeit-Raum-Kräfte sind, die nicht in Zeit und Raum wirken, sondern die außerräumlich, außerzeitlich, also in dem Sinne keine Kräfte sind, die man jetzt messen kann. Die kann man physikalisch nicht messen. Man kann nur den Effekt sehen, wie jetzt diese kristallbildenden Kräfte im kristallisierenden Wasser, in den kristallisierenden Schneeflocken nach Sternengesetzen, das heißt nach dem hexagonalen Prinzip sich durchgestalten, durchformen. Und so setzt sie sich fort im Boden, in dem ganzen Kristallgefüge, in bis in die Tiefen der Erde, dass diese Formkräfte wirksam werden. Und diese Formkräfte brauchen wir weiß Gott das ganze Jahr hindurch. Die werden hauptsächlich im Winter empfangen von der Erde und müssen dann bewahrt werden für das spätere Pflanzenwachstum. Und die Bewahrung dieser Kräfte, das ist vor allen Dingen die Aufgabe der Tonmineralien. Der Ton im Boden, der sich dann auch stärker durchformt. Wir haben von den sekundären Tonmineralien gesprochen. Also dass aus dem amorphen Zustand der Hydroxide, also von Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, das sich so durchgestaltet, dass plötzlich wieder ein hexagonales Blättchen entsteht, ein Kristallblättchen, ganz fein, mikroskopisch klein, aber immerhin, in die Gestaltlosigkeit formt sich etwas herein und bildet diese hexagonalen Strukturen. Und diese Formkräfte brauchen wir einfach für das ganze Jahr. Denn aus diesen im Winter eingesammelten Formkräften gestaltet sich dann im Verlaufe des Jahres die Pflanze aus. Die Pflanze formt sich ja auch. Und je stärker diese Kräfte wirksam sind im Winter, desto stärker formt sich die Pflanze aus. Bis dahin, dass die Fruchtbildung, also im Fall des Getreides das Getreidekorn, was ja ein dickes Korn ist, nicht wie beim Gras hauchdünn, winzig klein, sondern schon eine richtige, kräftige Form hat, also auch substanzerfüllt ist, dass diese Formkräfte bis in die Gestalt-Durchformung der Früchte sich vollzieht. Und dann entsteht Nahrungsqualität. Die Formkräfte des Windes sind maßgebend für die Nahrungsqualität, für die Durchführung des Eiweißes, der Kohlenhydrate, auch der Fette und Öle. Die eigentliche Qualitätsbildung wird im Winter veranlagt durch die einstrahlenden Formkräfte. Nun möchte ich noch auf einen Gedanken aufmerksam machen, im Zusammenhang mit der Kristallisation. Der mag ein bisschen befremdlich klingen, aber man kann ihn ja mal aussprechen. Sehen Sie, im Winter ist alles äußere Leben abgestorben. Und dann meint man also, die Erde ist mausetot. Sie ist rein physisch, rein anorganische. Also ist es auch wirklich so? Zunächst einmal, die ganzen Prozesse sind anorganischer Natur, physikalischer Natur. Aber gleichzeitig hat man den Eindruck, wenn man mal rausgeht auf das Feld, so Mitte, Ende Januar, ich habe es glaube ich hier schon mal gesagt, weiß ich nicht, und stellt sich nachts mal draußen hin, wo es dunkel ist. Und stellt sich einfach auf den Acker. Und es ist es wirklich elend kalt um einen herum. Man muss es sich schon irgendwie ganz schön warm machen. Und stellt sich jetzt auf den Acker, auf den bloßen Boden und stellt sich einfach mal hin und lässt sich jetzt beeindrucken von dem, was da ist, was da wirkt. Und über einem der gestirnten Himmel. Die Sterne leuchten wunderbar im Januar, ganz hoch am Himmel bestrahlen die das Firmament. Und dann stehen wir da auf der dunklen Erde, da unten. Und um uns herum ist auch eine dunkle/ Die Sinne werden nicht affiziert. Und dann merkt man plötzlich, wie man innerlich ganz zur Ruhe kommt und nur schaut, nur betrachtet, besinnt mal diese Eindrücke, die man da gewinnen kann. Ich empfehle, das mal zu machen, einfach sich mal ein bisschen stärker beeindrucken lassen von dem, was eigentlich ständig in der Welt wirkt. Und das geht am besten, wenn die Autos nicht mehr draußen und die Geräuschkulisse da und alles das. Sondern gerade in der Nacht da draußen mal stehen auf dem Feld und zu sehen, wie das da so grummelt und irgendwie die ganze Welt strömt, strahlt auf einen ein. Und es werden Empfindungen erweckt, die man sonst gar nicht hat. Und so weiter. Da merkt man, dass wirklich der Sternhimmel unmittelbar jetzt mit der Erde in eine Beziehung tritt. Das Gefühl, man kann es nicht denken, aber man kann es fühlen, dass da eine Relation ist, dass das nicht irgendwo da oben ist und hier unten ist die Erde. Sondern dass das irgendwie in einer Korrespondenz steht. Also dieses eine Strahlende aus dem kosmischen Umkreis auf die Erde ist eine Realität, die kann man jedenfalls gedanklicher ahnen, wenn man das mal vielleicht bei Rudolf Steiner gelesen hat. Man kann es aber fühlen, sich vergegenwärtigen, wenn man sich mal so nachts an einem solchen Ort, an solchen Verhältnissen sich exponiert. Nun, was ist das eigentlich für ein Vorgang des Nachts oder des überhaupt, des Winters? Es ist ein Vorgang, dass man sieht, dass das äußere Leben weg ist. Die Bäume haben kein Grün, außer den Fichten, den Tannen. Die stammen aus einer ganz anderen Evolutions epoche der Erde, denn viel älter als die laub gehölze, die dann viel stärker sozusagen diesen winter prozess mitmachen. Jedenfalls das äußere leben ist verschwunden und diese Form kräfte wirken wirksam. Kristall Höhlungen im Untergrund bis in die tiefen der Erde. Und da findet ein Prozess statt, den man selbst als Mensch nachvollziehen kann, wenn man sich dem wirklich hingibt, wenn man die Situation selber in sich herstellt. Das heißt, wenn man denkt, wenn man, wenn die wissen vielleicht ganz genau, wenn ich mich konzentrieren will auf einen Sachverhalt, dann heißt es Ich möchte ja doch bedenken, ich möchte mit meinem Denken etwas verstehen wollen. Und da muss ich erst mal zur Ruhe kommen, so wie die Natur draußen zur Ruhe kommt. Das heißt, ich muss selber in mir einen Zustand herstellen, dass ich mich wirklich konzentrieren kann auf einen bestimmten Sachverhalt, den ich jetzt durchschauen will, durch durchdenken will. Also wenn ich ein denkender Mensch sein will, muss ich innerlich irgendwie zur Ruhe kommen. Ich muss die Lebensprozesse in mir zurückdrängen. Ich kann nicht, wenn ich also sozusagen ungeheuer tätig bin oder sozusagen herumtanzt oder sonst was mache, kann ich ja nicht irgendwie jetzt mich konzentrieren auf einen bestimmten Gedanken, sondern da muss ich mich hinsetzen und mal wirklich innerlich zur Ruhe kommen. Und dann lasse ich meine Gedanken auf einem bestimmten Inhalt ruhen. Und das mache ich, wenn ich mein Denken steigern will, in der Meditation. Die Meditation ist nichts anderes als eine Bemühung, in innerer Konzentration mein eigenes Gedankenleben so stark ins Bewusstsein zu heben, dass ich in Ruhe auf einem Gedanken eben Ruhe, in innerer Ruhe einen Gedanken zu fassen suche, mich innerlich zu verbinden mit dem, was da in einem bestimmten Gedanken, ob es ein mathematischer Gedanke ist oder ob es ein Inhalt ist, den ich auch der Sinneswelt begrifflich entnommen habe, was es auch sein mag. Wenn ich mich darauf konzentriere, dann merke ich, dass ich mich mehr verbinde mit etwas, was man Geist nennt. Sondern im normalen Bewusstsein ist es so, dass wir das immer wegdrängen, möglichst nur ja nicht. Also man muss sich eben unnorm anstrengen, um einen Zustand in sich herzustellen, der so ist, dass ich alles ausschließe, was sonst so in der Welt ist, und nur mich konzentriere auf dieses eine. Und dann merke ich, dass der Gedanke wesenhaft ist, in seiner innersten Natur wesenhaft, dass es nicht ein Nomen ist. Heute haben wir, in der heutigen Naturwissenschaft weithin diese Auffassung, das sind alles Nomen, es ist ein Nominalismus eigentlich. Wir brauchen Namen für das. Wir nennen das sogar mit lateinischen Namen, dass das auch jeder versteht in der Welt. Und dass  Löwenzahn Tarasxacum officinale heißt und so. Dann ist es Schluss. Und wenn ich das weiß, dann bin ich schon fast zufrieden. Aber da fängt es erst an. Denn gerade wenn ich einen Löwenzahn betrachte, dann merke ich, dass er als Kompostite eine völlig andere Natur hat als eine Rose oder als eine Konifere oder so. Ich merke also, da drückt sich etwas aus in dieser Pflanze, die will etwas zeigen, sie will etwas offenbaren. Und wir sehen das eben zwar mit Augen, aber wir können es noch lange nicht verstehen, was da als bildendes Prinzip im Löwenzahn wirksam ist. Also wenn man sich konzentriert auf einen Gedanken und das ist eine Übung, die verlangt Wille, da müssen Sie den Willen ins Denken schicken, sonst passiert nichts. Sonst irrlichtern die Gedanken irgendwie durch die Gegend. Sondern Sie müssen den festhalten. Sie müssen sich wirklich konzentrieren. Also das ist quasi eine Übung, die man selber machen muss als Mensch, wenn man sich tiefer mit einer Sache verbinden will. Und das Eigenartige ist nun, dass wenn man denkt, wirklich denkt und das Denke verschwindet immer mehr aus der Welt. Je digitaler die Welt wird, desto mehr verschwindet das menschliche Denken. Also weil man man das nicht mehr delegieren kann. Heute delegiert man alles an den Computer, an alles Mögliche, Medien. Man möchte sich von außen die Sachen sagen lassen, gar nicht mehr von innen. Und Denken bedeutet, dass man sich von innen, durch innere Anstrengung was aussprechen lässt, im Gedanken. Dass der Gewicht hat. Dass der ein wesenhaftes Gebilde ist, mit dem ich da umgehe. Also dass der wirkliche Denker, ich meine jetzt nicht der Mathematiker, Mathematiker denken manchmal gar nicht so sonderlich toll, weil die nämlich irgendwo das so mehr intuitiv aus dem Ärmel schütteln ihre einzelnen Formeln. Selbst als Mathematiker muss man sich anstrengen, um einen Gedanken, den man wie selbstverständlich irgendwo formelmäßig im Bewusstsein hat, dass man den so denkt, dass man sich mit diesem Inhalt des Gedankens innerlich verbindet, dass er zum Erlebnis wird. Also zum Beispiel, da gibt es das Gesetz des Pythagoras, der formuliert hat, dass das Quadrat über der Hypotenuse gleich in beiden Kathetenquadraten ist, im rechtwinkligen Dreieck, kennen Sie ja, der Satz des Pythagoras. Wenn ich ein Viereck, ein Quadrat nach der längsten Seitenlänge eines Dreiecks bilde, dann hat ist das flächenmäßig gleich den beiden Kathetenquadraten der kürzeren Längen. Das hat der Pythagoras zwar entdeckt irgendwie, hat es auch formuliert, aber ist es nicht so, dass es nicht immer schon die Menschheit gewusst hat. Man lebte früher intuitiv in diesen Gesetzen, in diesen Gedanken drin, nur hat man sie sich nicht zu Bewusstsein gebracht. Und dann kommt plötzlich einer, der schon weiter fortgeschritten ist in seiner eigenen Gedankenentwicklung und formuliert jetzt, liefert den Beweis, dass es so ist. Aber dazu muss man so einen Inhalt in sich, in innerer Konzentration versuchen nachzuvollziehen, nicht nur als eine Gegebenheit einfach. In der Schule lernt man das einfach und da hatten wir es oder hatten es nicht. Was soll das? Sondern es muss wirklich zum inneren Erlebnis werden. Was das für ein Gesetz ist, dass gerade die Hypotenuse und das Quadrat darüber gleich den beiden Kathetenquadraten ist. Das ist doch ein Wunder. Das ist ein Gesetz. Und so ist eigentlich alles Gedankliche, hat diesen Gesetzescharakter. Es ist wesenhaft. Es ist nicht nur ein Nomen. Und das muss man sich mal zum Erlebnis bringen. Es gehört zu den modernen Menschen. Das stellt sich durch nichts alleine ein, sondern ich muss mich anstrengen, um überhaupt mal gefühlsmäßig dahin zu kommen, dass Gedanken gelebt, erlebt werden können. Und während wir das machen, bildet sich etwas in uns, was man nicht für möglich hält. Und die Medizin weiß das und spricht auch darüber. Aber kann es nun überhaupt nicht erklären und die Bedeutung schon gar nicht. Sie wissen vielleicht - Also dass wir ein Gehirn haben, das wissen wir. Aber es gibt ja die sogenannte Hypophyse und die sogenannte Epiphyse. Das sind Anhangsdrüsen am Gehirn. Die Hypophyse sitzt an der Unterkante des Gehirns und die Epiphyse obendrauf. Winzige Drüsen. Und es ist sowieso schon seltsam genug, dass es im Gehirn Drüsen gibt. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Können Sie die beiden Worte anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:22:55] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Epiphyse. Hypophyse. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Dankeschön! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:23:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Und diese Epiphyse, von der Hypophyse weiß man sehr wohl, dass sie ganz bestimmte Funktionen im menschlichen Organismus haben. Es sind Drüsen, die haben eigentlich im Gehirn gar nichts zu suchen, denn die Drüsen gehören in den unterbewussten Teil des Körpers. Also alles, was unterhalb des Zwerchfells ist, da sind die Drüsen zu Hause. Also bei der Hypophyse weiß man das in etwa. Bei der Epiphyse hat man ja eigentlich bis zum heutigen Tag gerätselt, was da sich eigentlich abspielt. Denn das Eigenartige ist, dass man beobachtet hat, dass die Epiphyse sich mit Kriställchen füllt, feinen organischen Kriställchen und zwar dann, wenn man denkt. Und wenn die Gedanken in Vergessenheit geraten und wieder wegdriften, dann löst sich das im Gehirnwasser wieder auf. Die hängt so halb im Gehirnwasser drin, die Epiphyse. Und es findet also bei jeder Gedankenbildungen ein Kristallisationvorgang statt. Und der dämmert wieder weg. Und sehen Sie, dieser Vorgang findet im Winter in unserer Erde statt. Es bildet sich immer etwas, es kristallisiert etwas. Quaso also wie wenn die Epiphyse jetzt aktiv wäre und dann löst es sich wieder auf, sobald es dann ins Frühjahr reingeht. Man muss im Makrokosmos dieselben Prozesse aufsuchen, die wir im Menschen finden. Das heißt, das Wort, der Mensch wird zur Grundlage gemacht. Wir müssen alle diese Prozesse in uns aufsuchen, um die Prozesse im Makrokosmos, in der Natur draußen zu entdecken, um eine Verwandtschaft zu entdecken zwischen Mensch und Natur. Also so gesehen, wenn man das mal versucht, auch sich innerlich zur Empfindung zu bringen, muss man sagen, im Winter, wenn es kalt wird, wenn diese Kristallisationsprozesse stattfinden, denkt sich die Erde selber. Die Erde entwickelt sozusagen eine Art Eigenbewusstsein während der Winterzeit. Und das lässt sich zart, zart, zart erleben, wenn man sich mal dem exponiert, wie ich es vorhin geschildert habe. Dann dämmert einem das, dass da ein Verwandtschafts-Gefühl entsteht zwischen dem eigenen Menschsein und dem, was sich da makrokosmisch sich um einen herum ausbreitet. Also das ist ein Wintererlebnis. Jeder Denkakt ist ein Wintererlebnis. Im Denken denkt sich der Mensch selbst und er kann sich selber denken. Und so ist eigentlich der Winter Prozess zwar ein Todesprozess, äußerlich, aber innerlich wird die Erde ungeheuer geistig während des Winters sein. Und das sind diese Formkräfte, in Verbindung mit dem, was da jetzt die Erde in quasi Rückschau auf das vergangene Jahr und in Vorausschau auf das kommende Jahr, was da sozusagen sich prozessual in der Erde abspielt. Also das wollte ich nur noch mal, diesen Gedanken geäußert haben. Da fängt sozusagen in gewissem Sinne die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise an, dass man sich mal solchen Gedanken hingibt. Dass man sich versucht, wirklich mal erkennend, fühlend, wollend, so in die Natur zusammen hineinfällt, dass man das erlebt, was da draußen ist und was korrespondiert zum eigenen menschlichen Innern. Und die heutige Naturwissenschaft, die heutige Medizin kann einem da Hilfestellung leisten, weil sie Dinge entdeckt, die so rätselhaft sind, wenn man sie nur als Phänomene jetzt gerade mal so vor Augen hat und die dann verständlich werden, wenn man plötzlich da draußen in der Natur einen verwandten Prozess entdeckt und sagt, das stimmt ja überein, das ist derselbe Vorgang, nur eben nicht innermenschlich, sondern außermenschlich. So. Das wollte ich jetzt nur noch mal kurz erwähnt haben. Und hindeuten, dass das ja eigentlich die Stimmung ist, die wir erleben können, wenn wirklich Winter ist. Wenn da draußen eine Schneedecke ist. Wenn das alles kristallisiert ist da, über die ganze Landschaft sind weiße Schneekristalle. Und es ist kalt, es schneit vom Himmel oder es ist ein klarer Sternenhimmel über einem und darunter ist alles Ruhe, Ruhe, Ruhe. Dann ist das eine Situation so auf der Erde, die wir herstellen müssen, wenn wir einen Gedanken bewusst denken wollen. Aber das war jetzt nur ein kleines Intermezzo. Wie geht es jetzt weiter im Jahreslauf? Wir haben gesehen, dass das Ergebnis dieses Winterprozesses, wo die Natur sich selber bearbeitet - Natur bearbeitet sich selbst durch die Kristallisationsvorgänge - da haben wir nichts zu suchen draußen. Ja, wir haben sehr wohl was zu suchen draußen, indem wir über einen Acker gehen im Winter, also vor allem, wenn es gefroren ist, und schauen uns wirklich genauso wie im Sommer oder so/ Lassen diese Stimmungen auf uns wirken, die in dieser Jahreszeit draußen walten. Das gehört zum Landwirt-sein allemal dazu. So, und das Ergebnis nun dieses Winterprozesses ist die Frostgare, haben wir gesagt. Und jetzt werden die Tage wieder länger, vom 23. Dezember an, im Tiefstand der Sonne werden die Tage wieder langsam, langsam, langsam länger. Und dann kommt Lichtmess Anfang Februar und die Sonne gewinnt mehr an Kraft. Und da liegt jetzt der blanke Boden draußen und ist vielleicht noch durchforstet. Aber dann wird da so ein paar sonnige, schöne, warme Tage kommen, taut der Boden auf und es fangen an, die obersten Poren ihr Wasser zu entlassen, durch Verdunstung, die obersten Poren. Es dringt die warme Luft in den Boden langsam ein. Das ist ein ganz langsamer Vorgang im Frühjahr, dass das, was sich während des Winters gesondert hat, in die Elemente, dass jetzt plötzlich von oben her die Luft, die Wärme in diese Bodenporen, die vom Wasser befreit sind, eindringen. Und da findet jetzt etwas statt. Und zwar, das ist wiederum ein einzigartiger Vorgang, der sich normalerweise den Sinnen entzieht. Sie müssen sich jetzt vorstellen, sobald der Boden auch nur ein bisschen warm wird, und er wird nur warm dadurch, dass die Luft in ihn eindringt. Und es kommt darauf an, wie schnell so was geht. Also am Sandboden zieht die Luft sehr schnell ein, weil viel von dem Bodenwasser abdrainiert nach unten. Oder auch bei Sonneneinstrahlung schneller verdunstet. Jedenfalls geht das im Sandboden sehr viel schneller. Im Tonboden, den man auch in der Sprache der Landwirtschaft einen kalten Boden nennt, gegenüber dem warmen Sandboden, der braucht sehr lange, bis er sich erwärmt. Der schwere Boden, der Tonboden braucht sehr lange. Warum eigentlich? Weil er in den Poren das Wasser hat, sind sehr feine Poren das Wasser festhält, kapillar festhält. Das verdunstet nicht so leicht. Da muss es schon eben ordentlich warm werden. Aber das dauert eben seine Zeit. Und er bleibt so lange kalt, als das Wasser im Boden ist. Weil das Wasser eine enorm hohe Wärmekapazität hat, wie man sagt. Das heißt, es braucht sehr viel Sonnenwärme, ehe sich das Wasser um ein Grad Celsius erwärmt hat, das ist eine Kalorie, um ein Grad Celsius erwärmt hat. Und im Tonboden erwärmt es sich einfach nicht, weil keine Luft und keine Wärme in den Boden kommt. Sehr lange Zeit nicht. Deswegen spricht man vom kalten Boden. Wenn wir aber jetzt eine Frostgare haben, gerade auf den Tonboden, dann ist es ein sehr lockeres Gefüge, aber eben eine Art Einzelkrümel-Gefüge. Die Krümel hängen nicht zusammen, die sind nur rein mechanisch durch Frostsprengung entstanden. Und jetzt kommt der erste große Regen zur Unzeit sozusagen. Und dann verschlemmt der meine ganze schöne Frostgare. Da ist nichts mehr übrig. Dann ist es nur wieder eine homogene, zusammengeschlossene Erdschicht, vollkommen homogen. Und jetzt muss ich Glück haben. Und da muss der Landwirt, er muss ab und zu auch mal Glück haben, dass dann lang genug sagen wir mal im Februar doch mal die Sonne scheint. Und dann am Ende dieses Prozesses es dann es regnet, wenn dieser geheimnisvolle Prozess stattgefunden hat, den ich jetzt schildern möchte. Dass nämlich im frühesten Frühjahr, sagen wir jetzt in der zweiten Hälfte Februar, wenn der Boden sich oberflächlich vielleicht zwei, drei, vier, fünf Zentimeter erwärmt hat, noch nicht bis neun Grad. Erst bei neun Grad fangen überhaupt dann die Unkrautsamen an, zu keimen. Aber doch auf dem Wege dahin. Und man geht raus auf den Acker, sieht noch gar nichts. Man sieht nur, dass die oberste Erhebungen des Ackers, bei einer rauen Furche die Furchenkämme oder sonst, wenn er schon vorbereitet ist, im Herbst, dass er schon stärker eingeebnet ist, so kleine Unebenheiten, die werden plötzlich hell. Im Winter ist der Boden dunkel durch die Wassersättigung. Jetzt im Frühjahr wird er plötzlich hell. Und das ist ein Zeichen, dass Luft und Wärme in den Boden reinkommen. Und wenn Sie dann sich mal so richtig als Landwirt fühlen, dann ist es so, dass wenn sie das sehen, dann werden sie unruhig. Da werden sie unruhig, und zwar deshalb, weil sie sagen, jetzt muss ich was machen. Im Winter hat man nie diese Unruhe, da hat man die Ruhe. Aber jetzt wird man unruhig. Man sagt, jetzt trocknet der Boden aus. Jetzt will ich eigentlich doch die erste Bearbeitung schon folgen lassen. Ich müsste schon das erste Saatbett vorbereiten. Die Saat muss schleunigst in den Boden. Es ist jedes Frühjahr eine Verführung. Jedes Jahr ist es eine Verführung, dass man zu früh des eben ansichtig Entschlüsse fasst und dann daraus hört und will schon die Saat in den Boden bringen. Da muss man Geduld, Geduld, Geduld üben und genauestens beobachten. Und die wichtigste Beobachtung, die man machen kann, ist die, dass man rausgeht auf den Acker. Angenommen, er wäre in rauer Fruche und eine schöne Frostgare. Und dann knien Sie sich auf den Acker nieder und streichen so mit der Hand und dem Arm über den Boden drüber hinweg, vielleicht in der Tiefe bis zu zwei, drei Zentimetern, so wie Sie es gerade so zur Seite schieben können den Boden. Und dann sind sie völlig überrascht, wie nach wenigen Sonnentagen ein Gewusel da in dem Boden ist. Dass da plötzlich ein Leben von der Sonne in Gang gesetzt worden ist, in kürzester Frist. Also Ringelwürmer und die ersten Käfer marschieren da rum, alles unter dem Boden. Und da und dort eine Larve von einer Collembole kann man dann sehen. Aber das ist noch nicht so interessant. Sondern man sieht folgendes, wenn man den Boden beiseite schiebt, schiebt man nicht mehr die blanke Frostgare beiseite, sondern man merkt, dass die frostgaren Krümel plötzlich zusammenhängen, dass sie zusammengewachsen sind, dass sie nicht mehr reine mechanische Gebilde sind, sondern dass das auch eintritt, dass ein solcher Krümel hier und ein solcher Krümel hier, irgendwie geformt, und ein solcher Krümel hier, in anderer Weise geformt, dass der jetzt nicht mehr für sich alleine ist, sondern dass, wenn man das genauer anguckt, man sieht es eigentlich mit bloßem Auge nicht. Es bedarf da auch ein bisschen das Mikroskop dafür. Aber man sieht, dass hier plötzlich Brücken entstehen, von Krümel zu Krümel. Das sind Bakterienkolonien, die sich binnen kürzester Frist herausbilden und hier jetzt diese Krümel zusammenbinden. Und hinterlassen dann hier eine Pore. Das ist jetzt die Pore. Und diese Pore ist dann ausgekleidet mit diesen amorphen Substanzen wie Kieselsäure. Das tue ich mal hier so andeuten. Das ist dann hier alles so ein bisschen ausgekleidet mit Kieselsäure und Aluminium-Hydroxid, so hier außen rum. Und diese Pore ist lufterfüllt und wenn es regnet auch mal kurz wassererfüllt. Jedenfalls, es entstehen Bedingungen, wo sich jetzt Erde, Wasser, Luft und Wärme durchdringen. Das ist der Frühjahrsprozess. Und damit stabilisieren sich jetzt die Krümelstruktur. Und wenn Ihnen das gelingt, dass das eintritt, dann ist die halbe Ernte gewonnen. Denn diese Struktur ist unzerstörbar durch das Jahr. Wenn man nicht die größten Fehler später macht mit der Bodenbearbeitung, ist diese Struktur nicht mehr zerstörbar. Die hält an und tritt dann später als Sommergare auf. Aber dann ist sie noch stärker lebend verbaut. Diesen Prozess nennt man laut Sekera, ein Bodenkundler in Wien, ein fabelhafter Mann, hochbegabt, jung gestorben, nennt man Lebendverbauung. Lebendverbauung. Also das ist so ein Begriff aus den Naturwissenschaften. Aber das bezeichnet diesen Vorgang hier treffend, das tatsächlich durch Lebensvorgänge einer erwachenden Natur, einer langsam ausatmenden Erde jetzt hier die einzelnen Bodenkrümel so auf organischem Wege verbunden werden, dass sie eigentlich nicht mehr auseinanderfallen können. Sondern es stabilisiert sich immer weiter, immer weiter durch das Jahr hindurch. Diesen Prozess hier, also wenn der gelingt, dann ist wirklich die halbe Ernte gewonnen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:08] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Welchen Fehler gilt es zu vermeiden? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:11] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, also in diesem Fall, habe ich gesagt, ist es wirklich eine glückhaft Sache, wenn es gelingt. Jetzt ist die große Frage natürlich, wie kann man das unter Umständen ein bisschen steuern, also dem ein bisschen nachhelfen? Und da gibt es einen Bodenbearbeitungs-Vorgang, den man heute überhaupt nicht mehr kennt, also so gut wie nicht mehr kennen, das ist sogenannte Abschleppen. Wissen Sie, was das ist? Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:40:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Na ja, einfach mit einer Wiesenschleppe über einen Acker fahren. &lt;br /&gt;
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[00:40:47] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Wie bitte, wie? &lt;br /&gt;
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[00:40:47] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Eine Wiesenschleppe. &lt;br /&gt;
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[00:40:50] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Zum Beispiel Wiesenschleppe. Die ist meistens schon ein bisschen schwer. Aber es gibt also die verschiedensten Gerätschaften. Früher, solange man noch mit Pferden gearbeitet hat, hat man einfach alte Wagen, eiserne Räder von den Wagen, hat man mit Ketten aneinander gebunden und hat die so einfach über den Acker geschleppt. Oder ein Strauchwerk von Hecken zusammengebunden, hat man früher mit den Pferden das Strauchwerk über die Äcker gezogen. Oder aber dann gibt es auch noch die verschiedenen Schleppen. Vielleicht sind sie heute auch noch am Markt, weiß ich nicht. Die sind dann so gebaut, dass es hier so zwei Bretter sind, zwei Dielen, die sind hier verbunden und haben hier unten eine kleine Schar. Und mit dem zieht man jetzt so über einen Acker und ebnet dadurch den Acker ein. Die feinen Krümel werden jetzt verteilt, gleichmäßig, sodass der Acker eben wird. Und was mache ich dabei? Ich sorge dafür, dass jetzt das Unkraut gleichmäßig in dieser verebneten Fläche keimen kann. Da kommt schön Luft rein, kommt schon Wärme rein, das Sonnenlicht kommt rein und so. Dann fangen plötzlich, bis auf vier Zentimeter Tiefe vielleicht, manchmal sogar noch tiefer, fangen jetzt die Unkräuter an zu keimen. Die brauchen diese Temperatur von ungefähr neun Grad Celsius. Und dann fängt es an zu keimen. Und sehen Sie, wir müssen diesen Keimvorgang der Unkräuter anregen. Und gleichzeitig fördern wir damit diese Lebendverbauung. Aber andererseits fördern wir die Unkrautkeimung. Und das ist für den biologisch-dynamischen Landwirt das A und O. Und dieses A und O wird heute nicht beherrscht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:46] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich habe noch nicht ganz verstanden, wieso die Lebendverbauung angeregt wird. &lt;br /&gt;
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[00:42:53] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
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[00:42:53] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wie wird mit dem Abschleppen die Lebendverbauung angeregt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:42:54] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, weil die Bodenkrümel, die Frostgare, die wird gleichmäßig verteilt. Und dann entsteht eine gleichmäßige Oberfläche, die locker ist, zwei Zentimeter, drei Zentimeter, viel tiefer darf es nicht gehen. Und das erwärmt sich dann ganz gleichmäßig. Und dann kann diese Lebendverbauung wirklich den Boden strukturmäßig stabilisieren. So wie er dann nachher dann auch sein soll. Später kommt dann die Saat rein und so. Dass man nicht noch mal zu vielen Boden rumwühlen muss. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:26] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber diese Krümel sind doch nur ein Aspekt der Lebenverbauung, richtig? Es sind ja auch noch Humusteile oder lebende Bestandteile, die müssen ja auch da sein. Die müssen ja auch irgendwie/. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:39] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ist alles da drin, ja. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:41] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aber das ist ja auch steuerbar durch den Landwirt. // (unv.) dass es da ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:43:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, ja. // Selbstverständlich, das ist ganz klar. Die Frostkrümel sind an eine mechanische Zerteilung auch der Bestandteile, die im Ton enthalten sind, also zum Beispiel Humus. Also das ist nicht ganz zu trennen. Aber selbstverständlich. Also da ist alles, alles dran beteiligt. Deswegen sagte ich ja auch, dass hier in den Poren sich diese Hydroxide ausbilden, diese gelartigen Substanzen, also kolloidalen Substanzen, die dann diese inneren Hohlräume auskleiden und wasseraufnahmefähig sind und immer wieder Wasser abgeben können. Aufnahme. Es ist wie ein rhythmischer Prozess. Wenn es trocken wird, geben die Wasser ab. Wenn es feucht wird, nehmen sie es wieder auf. Das atmet quasi in diesen Poren, diese Hydrathüllen. Jedes Körnchen ist mit einer Hydrathülle umgeben. Also noch mal zu dem Abschleppen. Dieses Abschleppen ist eigentlich heute vergessen. Warum eigentlich? Weil allgemein die Tendenz besteht heute in der Bodenbearbeitung, die einzelnen Arbeitsgänge zusammenzuführen zu möglichst einem nur. Und das schrecklichste Instrument, was es auf diesem Felde gibt, also das ist meine Überzeugung, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kreiselegge. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:18] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:20] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Kreiselegge? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, also ich meine nicht grundsätzlich die Kreiselegge, aber dass ich die Kreiselegge kombiniere mit der Sämaschine, das ist eine reine Katastrophe. Da soll man die Finger davon lassen. Und die biologisch-dynamischen Betriebe machen das genauso wie andere auch, weil so elegant ist. Aber das zu kombinieren erzeugt Unkrautwuchs. Erstmal kreist die Kreissäge am Ende doch ein bisschen zu tief und trocknet den Boden aus. Sie macht eine gute Arbeit, möchte ich gar nicht sagen, weil sie von oben kreiselt. Die Fräse, die fräst sich so von senkrecht nach unten ein. Aber die Kreiselegge, die tut von oben wirbeln, den Boden. Und da muss man sehr genau einstellen, dass es nur wirklich zwei, drei Zentimeter sind. Aber das bedeutet, dass ich noch mal ein Samenbett schaffe für die Unkräuter, also ein Keimbett für die Unkräuter. Und das darf sich ein biologisch-dynamischer Landwirt einfach nicht leisten. Sondern man hat eigentlich, ich möchte sagen, die Erfahrungen und jahrzehntelang der Bodenbearbeitungsentwicklung, hat man heute weitgehend vergessen, weil heute auf dem Markt Gerätschaften sind, wo man verschiedene Bearbeitungsgänge zusammenführen kann. Und das Gegenteil muss sein. Ich muss sie auseinanderziehen. Die Zusammenführung heißt ein Raum Prozess. Im Augenblick muss es schon stimmen. Und sich auseinander zu ziehen, heißt, den Zeitprozess zu dehnen. Und gerade in der Bodenbearbeitung kommt es drauf an, das Grundgesetz alles Acker- und Pflanzenbaus, Gartenbaus, nämlich zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Das ist das ganze Geheimnis. Zum richtigen Zeitpunkt das Richtige richtig zu tun. Ich muss mich in den Zeitprozess stellen. Und das bedeutet dann, von dem Gesichtspunkt aus hat das Abschleppen eine ganz große Bedeutung. Aber wir sind gleichsam auch als biologisch-dynamische Betriebe fast gehindert daran, das vernünftig machen zu können, weil wir nicht so früh mit den Schleppern auf den Acker können. Bei unserer Größe der Schlepper und der Größe der Gerätschaften ist das alles zu schwer. Das lastet alles auf der Hinterachse. Die hängen an der Drei-Punkt-Aufhängung und da fährt man über den Acker und dann macht man solche Spuren. Tut die wieder zustreichen, dass man sie ja nicht sieht. Aber im Untergrund hat man ganz starke Verdichtungen, die sich das ganze Jahr nicht mehr zurückbilden. Wenn man zu früh drauffährt. Die bilden sich nicht mehr zurück. Auch mikrobiell findet da nichts mehr statt. Und das klassische Zugelement war immer schon da das Pferd gewesen. Mit dem Pferd kann man eben abschleppen. Obwohl der Pferdehuf eine starke Verdichtung hervorruft, denn ich kann mit dem Pferdehuf glatt 14 Tage früher auf den Acker als mit dem Schlepper, mit dem Pferd. Aber das Pferd hinterlässt dann mit seinen vier Hufen durchaus ganz schöne Druckspuren in den Äckern. Sinkt vielleicht so tief ein. Aber diese Druckspuren interessanterweise, bilden sich im Lauf des Jahres zurück. Die werden mikrobiell von allen Seiten her, bei einem aktiven Boden wird das wieder zurückgebildet. Während die Schlepperspuren, die werden in der Regel heute nicht mehr zurückgebildet. Die bleiben und zwar nicht nur durch den Bodendruck des Schleppers, der natürlich wesentlich größer ist als der des Pferdes. Also man kann das abfedern durch Terra-Reifen oder geringen Luftdruck und kann also tolle Sachen machen, zweifellos. Man kann Zwillingsreifen aufziehen und so weiter. Das sind alles Möglichkeiten, noch ein bisschen früher auf den Acker zu kommen. Aber der Schlepperreifen oder der Schlepper zieht ja dadurch, dass die Reifen sich drehen. Und im Drehen fährt der Schlepper immer ein Stückchen weiter. Und da entsteht der sogenannte Schlupf. Der ist immer da. Schlupf, das heißt Vorwärtsbewegung, gegen den Widerstand schlüpft der Reifen ein klein wenig durch und erzeugt dann ganz feine Schleif/ beziehungsweise er verschmiert den Acker. Wenn er zu feucht ist, gibt es Schmierspuren. Man nennt es dann später also eine sogenannte Solenbildung, die dadurch eintritt. Die Pflugsohle ist schlepperverursacht. Und das ist das eine. Das andere ist die Vibration. Früher hat man nur Einzylinder gehabt, lanz Traktor dazu gemacht und dann gab es die Zweizylinder und dann gab es die drei Zylinder. Heute sind es vier Zylinder und es gibt vielleicht sogar sechs Zylinder. Jetzt bei 300 PS Maschinen, die wie dieser dieses diese Antriebstechnik durch die durch den Kolben Rhythmus der ist, der setzt sich fort durch die ganze Maschine bis auf die Räder erzeugt Schwingungen und durch diese Schwingungen wird diese diese diese Schmierung bzw die Verdichtung in den Böden noch einmal verstärkt. Also deswegen kann man immer erst auf den Acker, wenn wirklich der Boden tragfähig ist und dann ist es zu spät. Wir sind immer so spät draußen mit dem Schlepper. Also eigentlich bräuchten wir im Übergang vom Winter zum Frühjahr bräuchten wir das Pferd, um rechtzeitig genug draußen zu sein, mit einem schönen, mit einer schönen, einfachen Schlepper, die man sich selber bauen kann. Und eben das hält ein und rechts. Wenn schon eingeebnet ist, dann rührt man ein klein wenig auf zwei drei Zentimeter und schon wird das umgebaut. Und diese erste Generation von Unkraut müssen wir haben und dann kann erst die Saat erfolgen nach 14 Tagen, möchte ich mal sagen. Und dieses Prinzip wird heute vielfach missachtet. Man muss in der Zeit mit den Prozessen mitgehen, mit der Bearbeitung des Bodens. Na ja, also angenommen, es gelingt jetzt, wir hätten den Acker ein bisschen abgeschleppt und das Unkraut wäre schon in einer ersten Generation aufgelaufen. Und das kann man ja immer wieder prüfen, indem man auf den Acker gehen und dann diese Bewegung macht und das gehört zum Landwirt, dass er auch hinkniet und dann diese Bewegung macht und guckt. Und wenn er dann sieht, nach dem Abschleppen, vielleicht eine Woche später geht er raus und macht wieder so, dann sieht er, dass unterm Boden lauter weiße Fäden sind. Und diese weißen Fäden ist das aufgelaufene Unkraut, was noch nicht den Boden durchstoßen hat, noch keine Keimblätter durchgedrückt hat durch die Bodenoberfläche. Da ist das keimende Unkraut noch ganz weiß-gelblich gefärbt und oben die Keimblätter, die liegen wunderschön angelegt, aber noch unter der Erde. Und alle Unkrautbekämpfung ist dann am erfolgreichsten, wenn ich die Unkräuter in diesem fädigen Stadium erwische. Wenn ich sie da erwische. Da haben sie nämlich meistens noch keine Wurzelhaare ausgebildet. Da senkt sich nur die Wurzel in die Tiefe, aber noch nicht die ganz feinen Härchen, womit sie sich dann mit der Wurzel verbindet. Und wenn sie mal mit der Erde verbunden ist über die Wurzelhaare, da kann ich sie nicht mehr rausreißen. Dann holt sie der Striegel nicht mehr raus. Also ich muss wirklich dieses fädige Stadium erwischen, nämlich dann, wenn ich die Pflanze noch gar nicht sehe, wo der Keimling noch nicht die Kruste durchbrochen hat. Es verlangt eigentlich von dem Landwirt, dass er vom Abschleppen an ständig draußen im Acker rumguckt und guckt, also wie sieht es da aus. Und dann ergreift er daraufhin auch seine Maßnahmen. Die nächste Maßnahme wäre jetzt dann im Frühjahr, dass er einen engen Strich über den Acker zieht, mit einer Krümelwalze. Ich halte dieses Gerät immer noch für das Allerbeste für die biologisch-dynamische Landwirtschaft, nicht diese modernen Apparate da. Also schon, es kann mir von mir aus eine sechs Meter breite Egge sein, mit der man auch vorsichtig, nicht tiefer als drei Zentimeter, den Boden durcheggt. Und dahinter läuft die Krümelwalze und drückt den ein bisschen an. Und dann lässt man das noch mal ein bisschen ruhen. Und dann kommt die die Sämaschine. Nicht? Dass nochmal vielleicht ein bisschen Unkraut aufläuft, sodass man beim Säen selber noch mal eine Unkrautbekämpfung machen kann. So, und jetzt müssen wir mal sehen. Ich lasse das hier noch mal stehen. Also wir befinden uns jetzt im Übergang vom Frühjahr/ also noch mitten im Frühjahr. Der nächste Schritt ist, dass wir jetzt die Saat ausbringen. Also jetzt nehmen wir das Beispiel Getreide, weil das Getreide am allerschönsten den Jahreslauf mitmacht. Nehmen Sie mal jetzt den Sommerweizen und den wollen wir säen. Jetzt haben wir vorhin noch mal das Feld vorbereitet, wunderschöne Krümelschicht, Oberflächenschicht. Und jetzt legen wir hier also in so einen aufgearbeiteten, gelockerten Boden hier das Samenkorn rein. Und es ist wirklich eine fabelhafte Konstruktion, so eine Sämaschine. Weil die macht das viel besser als die Handsaat. Die Handsaat streut ja, wenn man aus dem Tuch raussät auf den Acker, streut ja den Samen oberflächlich auf die Erde. Und da muss man noch mal mit der Egge drübergehen, um ihn so ein bisschen einzueggen. Während diese Sämaschine legt das Saatgut absolut exakt ab dosiert, kann man genau einstellen, die Saatgutmenge. Und zwar so ab, dass hier unter, dass hier beim Sävorgang der Säschar hier eine leise Verdichtung erzeugt, in der Saatgut-Rille leise den Boden verdichtet. Und auf diese verdichtete Zone wird die Saat abgelegt. Und der Nachstreicher von der Sämaschine deckt das wieder zu. Sodass hier eine ganz leise Verdichtung ist, wo das Saatgut drauf liegt. Und was bedeutet das? Durch die Verdichtung wird kapillar Wasser angezogen von unten, steigt auf. Und dadurch quillt der Same schneller, nimmt Wasser auf. Der Same muss quellen. Vor der Keimung muss er genügend Wasser aufgenommen haben. Und das sorgt man dafür, dass durch die leise Verdichtung unter dem Samenkorn hier jetzt kapillar das Bodenwasser aufsteigt und dadurch der Same schneller quellen kann. Das ist schon eine kunstvolle Geschichte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:44] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Den Samen, kann man den auch vorquellen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:57:49] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das muss nicht unbedingt sein, aber man kann es selbstverständlich machen. Ich meine, an sich sind die Samen, die draußen in der Natur sich finden die über den Winter, das ist ja massenhaft, also Unkräuter und so, die sind alle gequollen. Aber die kommen erst zum Keimen, wenn es warm wird. Und also können wir diesen Prozess auch immer erst dann machen, wenn der Boden wirklich oberflächlich neun Grad Celsius erreicht hat. Dann fängt es auch gleich an zu keimen. Es quillt und es keimt. Und wenn wir jetzt die Saat ausgebracht haben, ich wollte nur noch mal sagen, nochmal warnen, wirklich ich persönlich, andere mögen anderer Auffassung sein und es ist auch interessant, welche unterschiedlichen Auffassungen es gibt heutzutage, wenn es um die Bodenbearbeitung geht. Es ist eigentlich mehr ein Herumirren als ein wirklich sicheres Handhaben, was ich so erlebe. Jeder hat so seine eigenen Theorien. Er geht aber nicht auf die Prozesse ein. Und das Angebot an entsprechender Maschinerie ist so endlos heute, weil jede Firma glaubt, jetzt wirklich den Trick gefunden zu haben, dass man etwas machen kann, ohne dass man denken muss. Gerade der Landwirt, der muss denken lernen in der Arbeit. Im Tun selber muss er ganz wach sein und dann kommt man mit ganz einfachen Maschinen auch hin. Also jetzt haben wir unsere Saat hier im Boden. Jetzt keimt dieser Same und sendet jetzt als Allererstes die Keimwurzel hier herunter in die Tiefe. Die Pflanze verwurzelt sich, bevor sie eigentlich überhaupt richtig ihren Spross entwickelt. Und dann aber sehr bald folgt dann auch der Spross hier, das Keimblatt oder so, was es denn jetzt sein mag, einer monokulturellen Pflanze, nur eins. Und dann entwickelt sich hier die Wurzel. Zunächst ist es die Keimwurzel, die zunächst einfach nur als Wurzelstrang in die Tiefe wächst, in Richtung Erdmittelpunkt, also der Schwerkraft folgend. Und solange sie noch ganz im Anfang dieses Keimlingstadiums ist, ähnlich wie die Unkräuter, dann kann ich so eine Pflanze auch wieder ganz leicht aus dem Boden rausziehen. Da ist kein Widerstand, fast kein Widerstand. Und dieser Widerstand entsteht erst, wenn jetzt hier also verstärkt Seitenwurzeln sich ausbilden. Das sind also meistens immer drei Saugwurzeln in die Tiefe. Und auch dann kann man noch die Pflanze relativ leicht herausziehen. Aber sobald sich hier diese feinen Wurzelhärchen herausbilden, immer hier oben an den Wurzelspitzen, dann ist die Pflanze verhakt, dann kriege ich sie nicht mehr raus. Und das ist auch ein Problem dann der Unkrautbekämpfung. Sobald die Pflanze ergrünt, kommen diese Wurzelhaare unten, treten in Erscheinung im Boden. So, welcher Prozess findet jetzt statt? Hier war es, wo wir jetzt sagen der der Lebendverbauung, der Strukturveranlagung. Und was ist jetzt der nächste Prozess im Frühjahr? Wir befinden uns immer noch in dieser Zeit. Der jetzt maßgebend wird und bestimmend wird auf das ganze folgende Jahr bis hin zur Ernte? Das ist der, dass durch die Ausbildung dieser Wurzelhaare. Im Übrigen können Sie das wunderschön sehen, wenn Sie im Herbst mal Roggen sehen und ziehen dann doch aus dem schönen, lockeren Boden, kraftvoll den Spross mit Wurzel raus, aus dem Boden. Dann sehen Sie, dass um die Wurzel herum lauter Krümel hängen. So wie so eine Wurst ist das. Lauter Bodenkrümeln hängen an der Wurzel. Das sind die Wurzelhaare. Die verwachsen jetzt mit dem Erdreich. Und dadurch bekommt die Pflanze überhaupt erst richtig Halt. Also hier bilden sich jetzt überall diese Wurzelhaare. Zunächst die ganze Länge der Wurzel, zuletzt nur noch am Ende, an der Wurzelspitze, diese Wurzelhaare. Und das ist jetzt wieder eine tolle Erscheinung. Indem nämlich zunächst einmal die Pflanze wächst. Aus was eigentlich? Aus was wächst eigentlich überhaupt die Pflanze? Dass das überhaupt mal in Gang kommt, der ganze Prozess? Eine Wurzel sich bildet, das erste Blatt sich bildet, das Keimblatt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Aus dem Samenkorn. Aus der Reserve vom letzten Jahr sozusagen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:59] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja. Das ist das. Das letzte Jahr hat sozusagen die Grundlage geschaffen, dass überhaupt die Pflanze keimen kann. Und das ist der Mehlkörper, der Samenmehlkörper. Am einen Ende sitzt der Keimling, schon veranlagt. Und dann ist da der Samenkörper, der beim Fruchtgetreide entsprechend vergrößert ist. Aber der enthält alles dasjenige, was die Pflanze braucht, um keimen zu können. Das holt sie aus sich selbst heraus, aus der Vergangenheit, veranlagt im vergangenen Jahr. Und das ist schon mal ein ganz großes Wunder. Also sowohl die Keimwurzel, die erste Keimwurzel als auch dieser Keimling, indem er nach oben in Erscheinung tritt und dann an der Sonne ergrünt. Alles das wird zunächst mal nur aus dem Samenkorn ernährt. Die Pflanze ernährt sich selber, indem sie keimt und diese Keimwurzel ausbildet. Und dann irgendwann kommt aber der Moment, wo diese Quelle erschöpft ist. Und was dann? Was dann? Wie bringt die Pflanze es jetzt fertig, von den Reserven des vergangenen Jahre, die erschöpft sind, jetzt sich aktuell mit dem Boden zusammen, jetzt zu einer höheren Pflanze zu entwickeln? Wo kommt das jetzt alles her, was ich sie da braucht zum Wachsen? Sie braucht so was wie den Samen. Vorher hat sie den Samen gehabt, den Mehlkörper. Und jetzt muss sie etwas finden, was eigentlich dem verwandt ist, diesem Mehlkörper. Und das muss sie im Boden offensichtlich finden. Und das ist der Humus. Der Humus ist eigentlich, möchte ich mal sagen, die Quelle der Nährsubstanz nach der Samenkeimung. Und an den Humus muss jetzt die Pflanze herankommen, den muss sie sich irgendwie aufschließen. Denn von selbst geht da auch nichts. Also hier die Lebendverbauung, die sorgt schon ein bisschen dafür, die ganze Mikrobentätigkeit im Boden, die wird aktiviert. Aber jetzt erfolgt die Saat und jetzt senkt die Pflanze ihre Wurzeln hier runter, in diesem Zusammenhang. Und jetzt muss sie sich quasi dieser Bakterien und dieser Mikroben und all dem bedienen, dass die aktiv werden und den Humus aufschließen, sodass die Wurzel jetzt das Ergebnis dieses Aufschlusses sich aneignen kann. Und da passiert ein wahres Wunder. Also das kann man gar nicht anders sagen. Dass nämlich diese Wurzelhaare müssen Sie sich so vorstellen, also wenn das jetzt eine Wurzel wäre hier, mit der Wurzelspitze, dann bildet sie hier als Ausstülpung der Epidermiszellen, ganz feine Ausstülpungen hier, einen halben Millimeter lang, manchmal auch einen Millimeter lang oder nur einen viertel Millimeter. Das sind die Wurzelhaare. Und diese Wurzelhaare wachsen mit dem Erdreich zusammen. Die wachsen mit der Mineralität der Erde zusammen. Die bilden eine Einheit. Die Pflanze ist in Bezug auf ihre Wurzel mit der Erde eins, ungetrennt. In der Luft und der Wärme bildet sich ihre Gestalt aus. Es ist getrennt von allem übrigen. Da berührt sich kein Baum den anderen. Aber über die Wurzel sind alle Bäume verbunden im Wald. Das ist ein Wunder. Durch Mykkhorizen, das ist eine Pilzsymbiose von Wurzel zu Wurzel. Ein ganzer Wald ist irgendwie unterirdisch über das Wurzelwerk miteinander verbunden. Oberirdisch ist die Pflanze voneinander getrennt. Und dass jetzt diese Verbindung mit der Erde in dieser Weise stattfinden kann, sondert die Wurzel, sondert die Pflanze, durch das, was sie jetzt hier am Sonnenlicht, in dem die Pflanze hier weiter ihre Blätter entwickelt, so und dann langsam hier den Stängel entwickelt, da synthetisiert sie am Sonnenlicht. Die Sonne ist jetzt maßgebend, dass alles weitergeht. Synthetisiert sich im Sonnenlicht über die Blatt, über das Chlorophyll, synthetisiert sie Zucker. Und der Zucker wird umgesetzt in Eiweißstoffe, in Kohlehydrate und alles übrige. Und diese sogenannten Assimilate, die sich hier oben in der grünen Pflanze bilden, die fließen jetzt zum Teil herunter in die Wurzeln. Und dann fängt nämlich die Pflanze an, sich selbst zu ernähren. So muss man auch an die Sache denken. Die Pflanze ernährt sich schon über die Keimung selber. Und dann ernähren sie sich weiter durch die Assimilation an der Sonne in den grünen Blättern. Und dann würde sie natürlich bald absterben, wenn da nicht irgendwo von unten Wasser, also Feuchtigkeit, Wasser und Mineralstoffe, die diesen ganzen Prozess unterstützen würden. Und dass das geschehen kann, dass die Wurzeln ihre eigene Aktivität entwickeln, um den oberirdischen Wachstumsprozess zu ermöglichen, rinnen diese Assimilate in den Blättern durch die Stängel durch die Wurzel hindurch herunter bis an die Wurzelspitzen. Und ernähren die Wurzeln in ihrem Wachstum. Aber damit nicht genug, sondern über diese Wurzelhaare scheiden jetzt die Wurzeln hier die sogenannten Wurzelausscheidungen aus. Und das sind also dann das Ergebnis dieser Assimilate hier oben, das sind, ich sage mal Eiweißbruchstücke, molekulare Eiweiße, dann Zucker oder Kohlenhydrate, so gut wie keine Fette. Aber dann Fermente, die organische Prozesse in Gang setzen und Säuren, organische Säuren. Das alles scheiden die Wurzelhaare aus. Die Pflanzen sind eigentlich ein Eimer ohne Boden. Also ein Großteil, den man sich eigentlich als Ernte erhofft, auf den Speicher zu kriegen, das bleibt unterwegs hängen, im Boden. Das wird ausgeschieden. Und durch diese Wurzelausscheidungen und zwar alles Ergebnisse bereits des lebendigen Pflanzen-Bildungsprozesses. Wenn sich Eiweiß gebildet hat, Zucker gebildet hat, Fermente, organische Säuren, das sind alles schon Ergebnisse einer Aktivität von Lebensprozessen. Das wird von den Wurzelhaaren ausgeschieden. Und was macht es da? Da ernährt die Pflanze den Boden. Es ist genau umgekehrt, als man es heute denkt, in der Pflanzenernährung. Aus ihrer eigenen Aktivität ernährt die Pflanze nämlich die Mikrobentätigkeit um die Wurzel herum und dadurch entstehen die sogenannten Symbiosen. Symbiosen, ich schreibe mal auch wieder hin. Symbiose heißt Zusammenleben auf Griechisch. Symbios, ein Zusammenleben von Pflanze und Bakterien und Mikroben und und und, bis hin zu Pilzen, Pilzfäden, Pilzhyphen, die sogar in die Wurzel eindringen und sich da die entsprechend mit den Elementen versorgen, die die Pilze brauchen. Und die Pilze sind gleichsam diejenigen, die die Pflanze mit Wasser und Mineralstoffen versorgen. Die Pilze holen aus den Pflanzenwurzeln, holen die das Eiweiß und alle Lebensstoffe heraus und versorgen die Pflanze selbst mit Wasser. Das ist ein Grund für das Baumsterben gewesen und ist es noch, dass die Pflanzen vertrocknen, weil diese Symbiose mit den sogenannten Mykorrhizen, Pilzhyphen nicht mehr funktioniert. Dann versorgen die Pilzhyphen nicht mehr die Bäume, die da vernetzt sind durch den ganzen Wald, nicht mehr genügend mit Wasser. Also das ist ein unendlich geheimnisvoller Prozess. Und der wird von der Pflanze gesteuert. Der läuft nicht einfach von Natur so ab, sondern die Pflanze ist aktiv. Man würde mal sagen, sie hat in dem Sinne kein Bewusstsein. Aber die physiologischen Prozesse laufen ab nach den Bedürfnissen des Wachstums. Die Pflanze will wachsen, wachsen, wachsen, wachsen. Und aus diesem Bedürfnis heraus steuert jetzt die Pflanze über die Wurzelausscheidung die ganze Bodenaktivität um die Wurzel herum. So. Hier war noch eine Frage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:12] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ja. Das Wort Mykorrhiza, können Sie das nochmal anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Was war das? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mykorrhiza, ob Sie das anschreiben? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:13:13] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ach so! Ein komisches Wort. Myko heißt Pilz auf Griechisch und Rhiza heißt die Wurzel, also die Pilzwurzel. Mykorrhiza. Mit zwei R, mit H und mit Y. Mykorrhiza. Mit H, C, A. Das heißt nichts anderes wie Pilzwurzel. Also die Pflanze, was muss ich im Frühjahr machen? Sie muss sich mit der Erde verbinden. Sie muss eins werden mit der Erde. Und diese Wurzelhaare, die wachsen so mit den Bodenelementen hier, mit diesen Krümeln so zusammen, dass da keine Grenze mehr ist, zwischen der lebendigen Wurzelsubstanz, der Wurzelhaare. Das ist meistens sehr, sehr zartes Eiweiß. Die wächst sozusagen jetzt mit diesem Humusteilchen oder Tonteilchen, was da so ist im Boden, wächst zusammen, dass da keine Grenze mehr ist. Das kann man physikalisch-chemisch, kann man da keine Grenze in dem Sinne vorstellen. Und da scheiden jetzt diese Wurzeln auch die Säuren aus. Und die Säuren, die sorgen jetzt dafür, dass jetzt in diesen Tonteilchen sagen wir mal, jetzt die Tonmineralien abgebaut werden. Denn die Tonmineralien enthalten im Wesentlichen das Kalium. Und dass Austauschvorgänge, das sagt man heute in der Wissenschaft, stattfinden zwischen den Wurzelhaaren und an den Oberflächen der Tonteilchen, da findet ein Kaliumaustausch statt. Und auf diese Weise kann die Pflanze selbsttätig, wohlgemerkt, sich mit Kalium versorgen. Die Phosphorsäure holt sie im Wesentlichen aus dem Humus. Durch den Humusabbau werden eigentlich die sogenannten Phosphor-Nukleotide, das sind die Kerneiweiße der Zellen, die enthalten immer Phosphor. Und durch den mikrobiellen Abbau wird diese Phosphorsäure frei und die Pflanzen nehmen sie auf. Jetzt haben wir also einen so unendlich geheimnisvollen Prozess, der da unter der Erde sich abspielt, von der Pflanze gesteuert, wenn man einen guten Boden hat. Und der hochgradig  gestört wird, wenn ich da Stickstoff drauf schmeiße. Denn durch die Stickstoffdüngung, kann ich jetzt so nebenbei hier erwähnen, wird gerade dieser Prozess gehemmt, der Aufbau dessen, dass sich hier um die Wurzeln herum eine Rhizosphäre entwickelt von Symbiosen, die bis zu einem Zentimeter Abstand, vielleicht sogar mal zwei Zentimeter Abstand von der Wurzel, sich die Mikroben des Bodens, also die da auch diese Lebendverbauung verursachen, herumgruppieren, heranziehen an die Wurzel, von der Wurzel ernährt werden und dann ihre Abbaukraft - Mikroben sind im Wesentlichen dazu da, in der Welt Zeug abzubauen, um ihr eigenes Leben aufzubauen. Und die bauen jetzt um die Wurzel den Humus ab. Sie ätzen die Mineralien an durch die Säuren. Man kann sogar messen heute, dass der PH-Wert erniedrigt wird im direkten Umkreis der Wurzeln. Das kann man heute schon messen. Durch die Ausscheidung der Säuren. Also ein biologischer Verwitterungsvorgang findet direkt um die Wurzeln herum statt. Und gleichzeitig wird der Humus angegriffen und da wird der Stickstoff freigesetzt. Stickstoff, Phosphorsäure und solche Sachen, die werden durch den mikrobiellen Abbau aus dem Humus freigesetzt. So dass der Frühjahrsprozess ein Abbauprozess ist, des Humus. Der boden verliert an Humusgehalt. Das ist ein Verlust und zwar ein beträchtlicher Verlust. Aber er wird ein Gewinn, weil das sich sofort umsetzt in die Entwicklung der Pflanze über der Erde. Das wirkt dann ertragsbildend. Aber wenn das nicht funktioniert, dass der Abbau geschieht, ohne dass es genügend aufgenommen wird, das heißt, dass nur ein schütterer Bestand auf dem Acker steht oder eine arge Verunkrautung oder so, dann kann es sein, dass es eben schief läuft mit der ganzen Geschichte. Und dann kann man mehr Humus verlieren, als man gewonnen hat, nachher. Durch die Bestandesrückstände im Laufe des Jahres. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:18:57] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; In welchem Pflanzenstadium würde man idealerweise von Horn-Mist-Präparat ausbringen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:19:05] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Vor der Saat oder direkt nach der Saat, das ist der ideale Zeitpunkt. Weil das Horn-Mist-Präparat, dessen Bedeutung, das kann ich jetzt nur nebenbei erwähnt, hängt ja damit zusammen, dass dieser Prozess geschieht, dass dieses Ganze, was hier so unendlich subtil im Verborgenen, im Boden sich abspielt, dass das die richtigen Wege nimmt. Und das ist nicht nur ein Substanzgeschehen, wie man heute denkt im Materialismus, das ist ein Kräftegeschehen, Lebenskräfte, astralische, also Bildekräfte insgesamt, die jetzt hier wirksam sind. Die Formkräfte des Winters sind an all dem beteiligt. Also es ist ein Substanz-Kräfte-Geschehen, was sich da nachvollziehen. Jetzt muss ich noch eins erwähnen. Ich bin wieder erschrocken über die Zeit. Dass durch diesen Abbauvorgang, da wird also der Stickstoff zum Salz. Da entstehen Nitrate. Die sind löslich in Bodenwasser. Dann ist die Phosphorsäure, wird zum Salz, wird löslich in Wasser. PO4. Und so weiter und so weiter. Also durch den Abbauprozess entstehen eigentlich Salze. Und diese Salze werden jetzt wiederum in Verbindung mit dem Wasser von diesen Wurzelhaaren aufgenommen. Also wir haben den seltsamen Prozess, der sich fast widerspricht, dass die Wurzelhaare einerseits etwas ausscheiden, aus ihrem eigenen Assimilatstrom und andererseits das Ergebnis des Abbaus, hier die Bodensalze, aufnimmt, über dieselben Wurzelhaare, im Gegenstrom-Prinzip. Ausscheidung, Einscheidung. Und das ist ein Lebensvorgang. In allem Lebendigen herrscht nicht das Prinzip von Ursache und Wirkung als Folge, sondern die Gleichzeitigkeit. Dass etwas in Gleichzeitigkeit gegenläufig geschehen kann. Und das findet in den Wurzelhaaren statt. Einerseits Ausscheidung, andererseits Einscheidung, das Ergebnis des Abbauprozesses durch die Symbiosen, durch den Symbiosenmantel der Rhozosphäre im Wurzelbereich. Diese ganze Angelegenheit überhaupt, die kann man sich sozusagen ein bisschen zusammengestückelt denken. Aber der Gesamtumfang dessen, was sich da eigentlich in Gleichzeitigkeit abspielt, das ist eben so ähnlich wie im Menschen, wenn er fühlt, wenn denkt. Da finden auch alle möglichen prozessualen Vorgänge im Gehirn oder sonst im Nervensystem oder sonst wo statt. Und das Ergebnis nehmen sie wahr, indem sie Gedanken haben, Gefühle haben und Willensimpulse freisetzen können. Und dieses ganze Geschehen hier unter dem Boden ist eigentlich ein Geschehen, so ähnlich wie im menschlichen Haupt, wo auch ständiger Abbau stattfinden muss im Gehirn, dass wir Gedanken haben. Und die Pflanze hat keine Gedanken, aber die wächst. Es ist ein Wachstumsprozess, der da ausgelöst wird. Aber man muss das in etwa auf gleicher Ebene sehen. Die Wurzel ist eigentlich der Nerven-Sinnes-Pol der Pflanze. So, jetzt muss ich, weil die Zeit schon wieder um ist, ich wollte schon mindestens meilenweit weiter sein, aber jedenfalls dieser Abbauprozess hier, dass ich Bodenfruchtbarkeit vermindere zugunsten des Pflanzenwachstums, den muss ich unterstützen im Frühjahr. Ich muss den Abbau unterstützen. Und wie mache ich das? Das mache ich dadurch, dass ich mit einem feinen Instrument hier oben ständig die Kruste breche, die hier bei jedem Regen im Frühjahr entsteht. Jeder Regen im Frühjahr löst aus, dass eine leise Verschlemmung der obersten Kruste entsteht, insbesondere bei humusarmen Böden, kann aber auch bei humusreicheren Böden der Fall sein. Und diese Kruste muss ich brechen. Warum? Weil die Wurzel atmet wie Mensch und Tier. Hier unten steht CO2 im Boden. Aber die Wurzel kann nur wachsen, wenn sie O hat, O2, Sauerstoff. Und jetzt muss ich sehen, wie kriege ich das Kohlendioxid aus dem Boden raus? Es wirkt nämlich wie ein Gift im Boden. Es ist schwerer als Luft. Es möchte immer Boden unten bleiben. Und jetzt muss ich deswegen den Boden offenhalten im Frühjahr, so lange es nur irgend geht. Und dazu dient unsere Frühjahrs-Bodenbearbeitung. Und das Hauptinstrument ist der Striegel. Die leichte Egge, wenn es nicht mehr so gut geht. Oder dann die Hacke bei den Hackfrüchten oder im Feldgemüsebau oder sonst wo. Also das sind alles nur Instrumente, die dazu dienen, zwei Zentimeter, drei Zentimeter höchstens die Kruste oben zu brechen. Nicht so, dass wieder Unkräuter rauskeimen, das wäre ja fürchterlich. Sondern nur, dass der Boden so gebrochen ist, dass das schwere Kohlendioxid durch den über den Acker streichenden Wind aus den Bodenporen heraus gesaugt wird und andererseits Sauerstoff in den Boden reinkommt. Deswegen brauchen wir die Veranlagung dieser Bodenstruktur im Frühjahr, im frühsten Frühjahr. Da muss der Boden so vorbereitet werden, dass das wirklich genug stattfinden kann, dass der Boden entlüften kann, was eigentlich vergiftend wirkt auf das Pflanzenwachstum und umgekehrt Sauerstoff einatmen kann. Und das allerwichtigste Instrument ist der Striegel. Und es gibt ja heute moderne Striegel, die so zwölf Meter breit arbeiten, so Federzahnstriegel. Der klassische Striegel ist der Netzstriegel. Wissen Sie noch, was das ist? Netzstriegel sieht man heute kaum noch. Dabei ist es unübertroffen. Das ist einfach ein Netz von Metall. Und an jedem Kreuzungspunkt hier hängt ein senkrechter Zinken, etwas beweglich gestaltet, nicht steif wie bei der Egge. Bei der Egge ist, jeder Eggenzinken ist steif hier verschraubt. Während bei der Netzegge ist das Ganze so beweglich. Und der kann sich jeder Unebenheit angliedern. Und da gibt es sechs Millimeter Zinken, acht Millimeter Zinken und zehn Millimeter Zinken, je nachdem, welche Böden man hat. Und das war das beste Instrument vom Striegeln, was ich überhaupt gekannt habe. Da konnte man sehr früh ganz zart mal nur über die Kruste fahren, um möglicherweise, wenn die Möhren nicht wirklich durchkommen durch die Kruste, wenigstens die Kruste so zu brechen, dass die Mühlen die Kraft haben, die Bodenkruste zu durchstoßen. Man braucht da sehr subtile Gerätschaften, um jeweils dem jeweiligen Zustand des Bodens gerecht zu werden. Die Striegelarbeit und dann eben die Hacke, zum Beispiel in der Winterung. Früher haben wir viel mehr unser Weizen und unseren Hafer gehackt, als man es heute tut. Heute lässt man es einfach sein, lässt die Unkräuter wachsen, fertig, aus. Macht viel zu viel Arbeit. Aber früher hat man, also das liegt mir so im Blut, dass ich das gar nicht mehr angucken kann, wenn man nicht wirklich, so lang es nur irgend geht wirklich mit dem Striegel bis zum Schossen sozusagen des Getreides noch diese Kruste bricht. Und damit immer auch ein bisschen Unkraut dabei erwischt. Jetzt haben wir leider Gottes schon wieder die Zeit erreicht. Also dieser Prozess der Bodenbearbeitung früher ist eine Hautbearbeitung. Ich darf nur die Oberfläche berühren und es ist wie wenn man die Kühe striegeln und das Pferd striegeln, so striegeln man jetzt den Acker und bricht die Kruste. Und dieser ganze Prozess wird enorm angeregt. Und ich habe soundso oft beobachtet, dass wenn man einen halben Acker gestriegelt hatte und dann kam der erste Regen, da musste man abbrechen, dann hat man im Nachhinein gesehen, dass der gestriegelte Acker grüner war als der nicht mehr gestriegelte. Das regt den Stickstoff-Freisetzungsprozess durch Abbau im Boden an, die mikrobielle Aktivität. So, und dann müssen wir jetzt sehen, ja, wie eigentlich? Wir haben jetzt nur noch den Nachmittag. Müssen wir jetzt sehen, wie es jetzt also sich fortsetzt in den Sommer hinein, unsere Bearbeitung der Böden und welche Prozesse da zu berücksichtigen sind. Und dann noch den Herbst. Da müssen wir also uns sehr sputen. Um das Ziel der Klasse noch zu erreichen. Gut, dann müssen wir jetzt mal abbrechen. Die Pause soll ja schließlich sein. Danke!&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - ein Vortragszyklus von Manfred Klett</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Alle Folgen auf einen Blick */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Manfred Klett.jpg|thumb|400px|Dr. Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
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== Einleitung==&lt;br /&gt;
Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alle Folgen auf einen Blick==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2004</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T13:48:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
{{Banner5v7ManfredKlettVorträgeBodenentwicklung}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
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== Schlüsselwörter ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Banner6v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über den Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
{{Banner7v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=2003</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T13:41:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
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== Videodoku Betriebsorganismus und Düngung ==&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Vorträge von Manfred Klett findest du [[Manfred Klett|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T13:39:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ManfredKlettVorträgeBetriebsorganismus}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
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{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
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|&lt;br /&gt;
== Videodoku Betriebsorganismus und Düngung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Betriebsorganismus u Düngung Folge 1 bis 4 Vortrag von Manfred Klett.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=YAzXJ7UzdCs]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 1. von 4. -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Vorträge von Manfred Klett findest du [[Manfred Klett|hier]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einleitung ==&lt;br /&gt;
Ja, ich wünsche einen schönen guten Morgen. Und ich wünsche Ihnen auch, dass hier eine interessante Woche vor Ihnen steht und neue Einblicke in die biologisch-dynamische Landwirtschaft. Nun möchte ich mich kurz vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mein Werdegang auf dem Dottenfelderhof ===&lt;br /&gt;
Ich bin hier Mitbegründer der Betriebsgemeinschaft Dottenfelderhof gewesen, 1968, als wir hier angefangen haben auf dem Dottenfelderhof, aber war schon hier auf dem Hof 1956/57 als Lehrling tätig. Ich habe hier meine landwirtschaftliche Lehre schon durchlaufen, in einer ersten Phase der biologisch-dynamischen Bewirtschaftung von 1946 bis 1957.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenreform und die Konventionelle Bewirtschaftung ===&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung wurde wieder konventionell auf zehn Jahre, ein Interregnum, weil eben dieser Hof im Zuge der Bodenreform - die gab es nach dem Zweiten Weltkrieg in allen Besatzungszonen, auch in der russischen. Die Bodenreform, dass jeder Landbesitzer, der über 100 Hektar Land besaß so und so viel Land abgeben musste, zur Ansiedlung ostvertriebener Bauern. Und der Landgraf von Hessen, dem dieser Betrieb gehört hat, hat den Betrieb dann komplett abtreten müssen an eine Siedlungsgesellschaft. Die wurden ja damals neu belebt nach dem zweiten Weltkrieg, um diese ganzen Vorgänge dann zu steuern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichtlicher Verlauf des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Sodass wir dann uns damit abfinden mussten, dass jetzt der Eigentümer eine Siedlungsgesellschaft war, die nur die eine Absicht hatte, diesen Hof zunächst einmal für ostvertriebene Landwirte freizumachen, andererseits später, nachdem das nicht so gelungen war, diesen Hof scheibchenweise nach der Salamitaktik zu verscherbeln. Stadtnah gelegen und sehr hohe Bodenpreise, Baupreise hier in der Gegend, sodass der Dottenfelderhof also in seinem ganzen geschichtlichen Verlauf seinen Nullpunkt erreicht hat, in den 60er, 70er, 80er Jahren, nein, sagen wir einmal, 60er Jahren, 50er, 60er Jahren. Der Hof selber hat eine Geschichte, die weit über 1000 Jahre hinausgeht. Er ist einer der ältesten Siedlungsorte überhaupt, weit und breit, weil er wird urkundlich schon erwähnt, 843, als ein freies Königsgut, unter Karl dem Großen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Geschichte des Dottenfelderhofs ===&lt;br /&gt;
Also in der Zeit war Karl der Große schon gestorben, aber es waren dann seine Söhne und Enkel. Und ein freies Königsgut, ein karolingisches Königsgut. Und dann kamen ja dann die Sachsen Kaiser, und es war dann Otto der Zweite, der Kaiser also, der jetzt diesen Hof seinerzeit dem Kloster Worms zur Lehen gegeben hat, 976. Das ist alles urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof als Klostergut ====&lt;br /&gt;
976 wurde der Dottenfelderhof ein Klostergut von Worms. Klöster konnten nur existieren, wenn sie Pfründe hatten. Sie benötigten entsprechenden Landbesitz, der zur Lehen gegeben wurde, damit sie nicht nur täglich in der Landwirtschaft für ihren eigenen Lebensunterhalt arbeiten konnten, sondern auch ein paar Mönche freigestellt werden konnten, um die Bibel abzuschreiben. Um die Bibel abzuschreiben, brauchte es Pfründe und den Zehnten, der dann an das Kloster abgeliefert wurde, damit es überhaupt existieren konnte. Der Dottenfelderhof wurde zu einem solchen Lehensgut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann 1121, 1122, 1123 wurde das erneut zur Lehen gegeben, an das gerade eben gegründete oder den gerade eben gegründeten Orden der Prämonstratenser. Die Prämonstratenser waren ein relativ kleiner Orden in der Aufsplitterung der Zisterzienser gewesen. Auch seit dieser Zeit war der Dottenfelderhof ein Klostergut, von Kloster Ilbenstadt hier ganz in der Nähe. Der Hof blieb über 800 Jahre, also bis zur Säkularisation 1803 bis 1806, ein Klostergut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Dottenfelderhof nach der Säkularisation ====&lt;br /&gt;
Unter Napoleon wurde der ganze Klosterbesitz hier in Mitteleuropa aufgeteilt. So kam der Hof schließlich in die Hände der Landgrafen von Hessen-Kassel. Er wurde dann eine Art Beispielbetrieb im 19. Jahrhundert für moderne Verfahren in der Landwirtschaft, Zuckerrübenanbau und dergleichen mehr. Weitere Details wurden nicht genannt, um Zeit zu sparen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Umstellung auf biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ====&lt;br /&gt;
1946 heiratete ein Landwirt ein, der eigentlich aus einer Goldschmiede stammte. Ein hochintelligenter, befähigter Mann, der diesen Hof hier dann auf die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise umgestellt hat. Der Dottenfelderhof sollte ja eigentlich in den 50er Jahren das Zentrum der biologisch-dynamischen Bewegung in Deutschland werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rückschläge ====&lt;br /&gt;
Doch dann zerbrach das 1954, weil eben der Druck auf das Land hier so groß war. Die wollten hier formal noch ostvertriebene Landwirte ansiedeln. Aber das Ganze zerbrach dann. Also wie ein Kartenhaus fiel das in sich zusammen, 1957. Das war eine unglaubliche Tragik, weil die Möglichkeit, hier jetzt so eine ganz neue Entwicklung zu inaugurieren, erstmal aussichtslos wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verhandlungen um den Hof ====&lt;br /&gt;
Nachher habe ich eben versucht, noch in der Folgezeit immer mit meinem ehemaligen Lehrchef hier zu prüfen, ob wir doch diesen Hof wiedergewinnen können. Und das war uns dann nach vierjährigen Verhandlungen mit dem Land Hessen von 1964 bis 1968 schließlich gelungen. Allerdings in Form von Kriegszuständen, kann man fast sagen, in den Verhandlungen mit dem Land Hessen. Also man hat sich sozusagen mit schärfsten Waffen da bekämpft. Also wir mit den Waffen der Idee, wir hatten ja keine anderen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Konventioneller Landbau und Vertragsbedingungen ====&lt;br /&gt;
Aber es war ja noch eine Zeit, wo der konventionelle Landbau sozusagen sein Aufstiegserlebnis hatte: &amp;quot;Jetzt endlich können wir also technologisch alles so machen, dass der Mensch als Arbeitender überflüssig wird in der Landwirtschaft.&amp;quot; Diese Entwicklung fing ja damals an. Na ja, und da haben wir vier Jahre mit dem Land Hessen verhandelt und dann schließlich einen Pachtvertrag über fünf Jahre bekommen, einen Knebelvertrag, wo jeder Sachverständige auf diesem Feld gesagt hat: &amp;quot;Damit habt ihr die Schlinge um den Hals mitgeliefert bekommen&amp;quot;. Das war ein furchtbarer Knebelvertrag. Kann ich jetzt nicht im Einzelnen darauf eingehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Unterstützung und Widerstand ====&lt;br /&gt;
Aber jedenfalls war der so, die haben gesagt: &amp;quot;So stehen die das nie durch&amp;quot;. Sie versuchten eben, uns irgendwie hier von vornherein wegzukriegen. Nur der Minister selber und ein paar wenige Menschen, die haben ein bisschen eine Hand über uns gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Schwierige Anfangsjahre auf dem Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Na ja, und dann waren das also außerordentliche schwierige Jahre, der Dottenfelderhof war heruntergewirtschaftet bis zum geht nicht mehr. Das war eine Räuberburg, so wurde sie damals bezeichnet, das war also völlig am Boden alles. Sowohl der Zustand der Böden als auch der Gebäude. Also da war jahrzehntelang nichts mehr gemacht worden. Und wir haben uns damals gesagt, einmal den Fuß zwischen Tür und Angel, kriegt uns niemand mehr von dem Hof runter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erhalt des Hofes und langfristige Pachtverträge ====&lt;br /&gt;
Und so war es dann auch. Obwohl es manchmal aussah, wie wenn wir morgen hier weg müssten. Und dann, Ende der 70er Jahre, haben wir dann schließlich endlich es erreicht, hier einen 18-jährigen Pachtvertrag neu zu bekommen für den Hof und haben dann es auch durchgesetzt, dass das Land Hessen den Hof gekauft hat, von der Siedlungsgesellschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gründung des gemeinnützigen Vereins und Kauf der Hofgebäude ====&lt;br /&gt;
Und wir sind in den Kauf eingestiegen und haben die Hofgebäude mit 20 Hektar drum herum gekauft, als gemeinnütziger Verein. Sodass jetzt/ Die Gebäude und diese 20 Hektar sind also Eigentum des gemeinnützigen Trägers Landbauschule Dottenfelderhof und alles übrige Land/ Wir haben natürlich noch Zupachtungen von außerhalb, aber jetzt sind es direkt um den Hof arrondiert ungefähr 165 Hektar. Na ja, also insofern war jetzt zunächst mal eine Entwicklung gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Investitionen und Gründung der Landbauschule Dottenfelderhof ====&lt;br /&gt;
Dadurch konnten wir überhaupt investieren, auch in den folgenden Jahren. Das war ja vorher völlig unmöglich. Und wir haben dann die Landbauschule Dottenfelderhof gegründet, schon in den 70er Jahren, und haben dann hier auch eine Forschung eingerichtet, da drüben, das werden Sie vielleicht auch sehen, oder das haben Sie schon gesehen. Unsere ganze Züchtung, die wir hier jetzt auf dem Hof betreiben, die Forschung, die wir hier auf dem Hof betreiben und alle möglichen sonstigen Initiativen, die hier eben dann statt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bedeutung der Betriebsgemeinschaft für die biologisch-dynamische Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
So hat sich also das entwickelt und ich möchte nur noch ein Wort sagen zur Betriebsgemeinschaft. Weil ich meine, dass das der springende Punkt ist für die gesamte Zukunft der biologisch-dynamischen Landwirtschaft in Europa, in Mitteleuropa ganz besonders. Wir müssen da Pioniere sein auf diesem Felde, und dass nicht mehr der bäuerliche Familienbetrieb das eigentliche Ideal sein kann in die Zukunft. Na ja, also das ist vielleicht zu viel gesagt. Aber jedenfalls, da liegen ja auch Probleme vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen für einzelne Familienbetriebe ====&lt;br /&gt;
Denn wie soll eine einzelne Familie in der Lage sein, einen biologisch-dynamischen Betrieb, Viehhaltung, Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Heckenbau, Wiesen- und Weidewirtschaft und dann auch noch Weiterverarbeitung und Vermarktung unter einem Dach möglich zu machen? Ganz aussichtslos. Man ist dann burned out nach nicht allzu langer Zeit, sondern man muss sehen: Wie können wir sozial, nicht nur biologisch-dynamisch...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die soziale Frage und die Zukunft der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das Biologisch-Dynamische ist eine ungeheuere Zukunftsaufgabe. Und so ist auch in Verbindung mit dem Biologisch-Dynamischen die soziale Frage ungeheuer aktuell. Und die Landwirtschaft hat in Zukunft dafür eine ungeheure Aufgabe, eine Mission förmlich, neue soziale Entwicklungen zu iaugurieren. Und das war auch von Anfang an unser Anliegen hier auf dem Dottenfelderhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die Betriebsgemeinschaft ergab sich nun nicht aus diesem Anliegen primär. Wir hatten kein, wie soll man sagen, soziales Impetus, hier und da etwas zu schaffen, sondern es ergab sich rein und ausschließlich aus den Bedingungen des biologisch-dynamischen Landbaus. Wir haben gesagt, ein Einzelner kann niemals mit angestellten Mitarbeitern auf die Dauer einen biologisch-dynamischen Betrieb umtreiben, sondern die Mitarbeiter müssen selbst motiviert sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit der Eigenmotivation und Zusammenarbeit auf Augenhöhe ====&lt;br /&gt;
Die müssen selber aus sich heraus das Motiv haben, biologisch-dynamisch wirtschaften zu wollen, und zwar auf Augenhöhe. Also nicht mehr die hierarchische Struktur von einst: Da ist der Betriebsleiter und dann kommen die verschiedenen Stufen bis herunter über die Lehrlinge und Mägde und dann die Ratten und Mäuse, so war das ja früher. Sondern dass diejenigen, die hier wirtschaften... Das war ja unser großes Ideal gewesen. Das hat sich ein bisschen hier gewandelt. Unser großes Ideal gewesen. Und das ist es für mich auch in alle Zukunft, dass wir eine Form, eine soziale Form entwickeln müssen, wo jeder Einzelne voll motiviert ist und Arbeitgeber und Arbeitnehmer in einer Person ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abschaffung der Lohnarbeit und Mitunternehmertum ====&lt;br /&gt;
Also wir wollten eigentlich jede Lohnarbeit abschaffen. Das ist auch noch heute mein Ideal, dass wir keine Lohnarbeitskräfte mehr haben, sondern dass jeder, der daran mitarbeitet, Mitunternehmer ist. Geistig Mitunternehmer. Voll motiviert und dann auf Augenhöhe zusammengearbeitet. Das war der Grund, warum wir überhaupt die Betriebsgemeinschaft gegründet haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geschichte und Herausforderungen der Betriebsgemeinschaften ====&lt;br /&gt;
Das war damals ein derartiges Novum, 1968. Obwohl es gab schon Bemühungen vor dem zweiten Weltkrieg. Es gab ja schon Bemühungen nach dem zweiten Weltkrieg in der biologisch-dynamischen Bewegung. Die sind alle zerbrochen, alle zerbrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Gründung der Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und wie wir dann 68&#039; anfingen, unter den unmöglichen Bedingungen hier: kein Geld, kein nichts, kein gar nichts, sondern nur die Idee. Da leuchtete plötzlich sozusagen historisch ein Moment auf und man sagte: &amp;quot;Jetzt. Jetzt ist der Moment da, jetzt ist er reif. Jetzt können wir diesen Versuch wagen&amp;quot;. Und wir hatten so gut wie keine Rückendeckung von irgendwo. Also es kann man an fünf Fingern abzählen, die Menschen, die uns sozusagen gesagt haben, dass wir nicht total verrückt sind. Und, na ja, so sind es jetzt 50 Jahre, dass der Hof in dieser Form existiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entwicklung und Wandel ====&lt;br /&gt;
Es hat sich vieles gewandelt, nicht mehr so ganz, wie ich mir das wünsche. Aber das muss immer durch/ Sowieso. Alle Entwicklung ist immer ein Stirb und Werde, immer ein Stirb und Werde. Und das hört man nicht gern, wenn man jung ist. Man möchte ja immer, dass etwas wird, oder dass man jedenfalls Teil hat, dass da irgendwas wird. Aber dass auch etwas sterben muss, das möchte man so gar nicht so wahrhaben wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erweiterung des Dottenfelderhofes ====&lt;br /&gt;
Aber es ist ein Entwicklunsgesetz, dass alles erst mal... Wenn etwas wird, dann muss auch wieder etwas sterben, um neu zu werden und immer auf neue Stufen der Entwicklung zu erklimmen. Und so ist es auch so heute, dass durch die Erweiterung der Entwicklung des Dottenfelderhofes, durch die Weiterverarbeitung durch den Laden hier unten, durch die Bäckerei, die Konditorei, die Käserei und dann die Forschung und also alles, was hier sich angesiedelt hat... Dass natürlich dadurch viele Menschen von außen hinzukamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Herausforderungen einer Betriebsgemeinschaft ====&lt;br /&gt;
Und die konnten nur als Lohnarbeitskräfte zunächst mal oder als Angestellte hier am Rande, sozusagen um den Kernbetrieb herum... Konnten die hier ihre Arbeit aufnehmen. Und das hat sich dann auch irgendwo ausgewirkt auf den Hof selbst. Und ich möchte mal sagen, das Ideal steht. Und auch die ersten Erfahrungen auf diesem Felde sind gemacht. Und ich weiß, wie schwer es ist, eine Betriebsgemeinschaft wirklich am Leben zu erhalten. Ich weiß das. Bis in den letzten Winkel weiß ich das, welche Gefährdungen und welche Probleme auftreten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Bedeutung von objektiver Selbstlosigkeit und Zusammenarbeit ====&lt;br /&gt;
Einfach damit, dass man lernt, als Individuum, als individueller Mensch wirklich dieses Maß von Selbstlosigkeit, objektiver Selbstlosigkeit, nicht emotionaler... Objektive Selbstlosigkeit zu entwickeln, dass man wirklich mit dem anderen zusammen eine wirkliche Gemeinschaft zielstrebig in eine Zukunft hinein arbeitet, um der Sache willen, nicht um seiner selbst willen! Aber das ist die Perspektive in die Zukunft, das möchte ich Ihnen ans Herz legen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise als sozialer Pionier ====&lt;br /&gt;
Jedes Schicksal läuft anders. Da gibt es keine Norm. Aber man muss einmal klar sein: Die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise ist nicht nur biologisch-dynamischer Pionier. Auch im sozialen Felde muss sie Pionieraufgaben... Muss sie etwas vorleben, anderen Menschen der Gesellschaft vorleben, dass ganz andere Entwicklungsgänge in die Zukunft möglich sind, die heilsam sind, im Sozialen heilsam sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und der Betriebsorganismus ==&lt;br /&gt;
So, aber das ist eigentlich gar nicht mein Thema, über das ich hier heute spreche, sondern ich habe jetzt noch mal ein bisschen historisch zurückgegriffen. Sondern ich bin ja gefragt worden, noch etwas zu sagen über die Düngung im biologisch-dynamischen Landbau und das im Kontext mit dem Betriebsorganismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einführung in den Betriebsorganismus ===&lt;br /&gt;
In aller Kürze möchte ich erst mal eingehen auf den Betriebsorganismus. Was das eigentlich ist, wie ich den überhaupt verstehen kann. Welchen Zugang es da überhaupt gibt. Es wird ja immer drüber geredet, aber es ist irgendwie ein Wort, das ist ein Nomen. Und was verbindet man damit jetzt ganz konkret?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die tierische Düngung und der Organismus-Gedanke ====&lt;br /&gt;
Von da ausgehend dann morgen... Sich also mit der Frage der tierischen Düngung, gerade im Kontext des Organismus-Gedanken mich zu beschäftigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Biologisch-dynamische Präparate ====&lt;br /&gt;
Und dann am Freitag und Samstag wollen wir dann auf dieser Grundlage dann auch uns noch mal wenigstens symptomatisch mit einzelnen Aspekten der biologisch-dynamischen Präparate befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach dem landwirtschaftlichen Organismus ====&lt;br /&gt;
So, aber jetzt diese Frage nach dem Betriebsorganismus. Sie stehen ja alle irgendwo in der Landschaft drinnen, sind auf irgendwelchen Höfen, haben da ihre Erfahrungen gemacht und da gibt es vielleicht Kühe, da gibt es auch das und jenes und die Felder und Gartenbau da oder dort. Aber das hat sich alles so entwickelt, wie sich eben die Zeitverhältnisse ergeben haben, wie es die Marktverhältnisse ergeben haben in den letzten Jahren. Und die Frage ist immer: &amp;quot;Hat man wirklich eine Idee dessen, was landwirtschaftlicher Organismus sein kann?&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Grundlagen zum Verständnis des Begriffs Organismus ====&lt;br /&gt;
Was eigentlich die Grundlagen, die ideellen Grundlagen sind zum Verständnis dieses Begriffs Organismus? Ja, und da möchte ich erst auf drei Hinweise Rudolf Steiners, den Begründer des biologisch-dynamischen Landbaus, aus seinem Landwirtschaftlichen Kurs zitieren. Und von dort meinen Ausgangspunkt nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erster Hinweis: Landwirtschaft als Individualität ====&lt;br /&gt;
Also der erste, ich möchte sagen Initialsatz förmlich im Landwirtschaftlichen Kurs, im Hinblick auf die Aufgabe eines zukünftigen Landbaus, ist einer, den man eigentlich hier nicht verstehen kann. Und dennoch enthält er alles! Und den möchte ich einfach mal zitieren. Da heißt es am Beginn des zweiten Vortrags, also letzten Endes den Kurs eröffnend, also stellen Sie sich mal irgendeinen Hof vor: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt ihr Wesen.&amp;quot; Man setzt hier nach: &amp;quot;Im besten Sinne des Wortes erfüllt sie ihr Wesen, wenn sie aufgefasst werden kann...&amp;quot;, völlig freilassend, &amp;quot;aufgefasst werden kann als eine Art Individualität für sich, eine wirklich in sich geschlossene Individualität.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Annäherung an das Ideal der Individualität ====&lt;br /&gt;
Und jede Landwirtschaft müsste sich dann annähern, diesem Ideal, eine solche Individualität zu sein. Jetzt muss man sich fragen: &amp;quot;Was soll das eigentlich? Was ist damit ausgedrückt?&amp;quot; Das ist zunächst mal dieses gesagt: &amp;quot;Eine Landwirtschaft erfüllt nur dann ihr Wesen.&amp;quot; Sie hat es gar nicht. Sie hat noch nicht ihr Wesen. Es sei denn, ich fasse sie auf als eine Art Individualität. Ich, also ich als Landwirt! Das ist nicht gegeben da draußen, sondern ich muss es auffassen, ich muss es mit Gedanken... Das ist eine Anstrengung, Erkenntnisanstrengung. Ich muss erfassen, diesen Gedanken fassen, dass eine Landwirtschaft eine Art Individualität ist, ja, eine wirklich in sich geschlossene Individualität!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Begriffe und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Da hat man natürlich lauter Begriffe, mit denen man auch noch gar nicht so richtig zurecht kommt. Was ist überhaupt eine Individualität? Was ist denn da überhaupt die Geschlossenheit? Und so weiter. Und was ist das Wesen überhaupt?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Volle Geschlossenheit nicht erreichbar ====&lt;br /&gt;
Und ein zweiter Satz im Landwirtschaftlichen Kurs, der nimmt noch mal Bezug auf diese ganze Sache und sagt: &amp;quot;Im Grunde ist die volle Geschlossenheit in einem landschaftlichen Betrieb nicht zu erreichen&amp;quot;. So. Verständlich, ich meine, der Wind weht hier über unseren Betrieb, der kommt von England rüber, ein Sturm oder so, da kommt alles von außen rein. Oder es regnet von Wolken, die voll beladen sind mit dem Dreck von Frankfurt hier auf den Dottenfelderhof. Oder wir kaufen Maschinen von außen dazu oder auch hin und wieder mal Vieh, oder was es auch sein mag. Also wir können nicht autark, total autark sein, als landwirtschaftlicher Betrieb nicht in voller Geschlossenheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Notwendigkeit des Begriffs der Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Aber, sagt er, man müsse doch den Begriff der notwendigen Geschlossenheit haben. Wenn man den nicht hat, dann kann man auch keine Geschlossenheit eines landwirtschaftlichen Organismus schaffen, sondern ich muss den Begriff haben. Das heißt, in diesen beiden Äußerungen, die ich zitiert habe, ist schon klar: Der Mensch ist gefordert, sich mal ordentlich Gedanken zu machen, mein Gott! Und nicht nur so vor sich hin zu friemeln und nur seinen Egoismus auszuleben, sondern sich klare Gedanken machen: Was heißt das eigentlich? Individualität? Kann denn hier jemals ein landwirtschaftlicher Betrieb Individualität sein?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Begriff der Individualität und Geschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Es gebührt doch eigentlich nur dieser Begriff dem Menschen im strengen Sinne? Und ebenso: Wie steht es mit dem Begriff der Geschlossenheit?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Grundlage ====&lt;br /&gt;
Das Dritte, was ich noch kurz zitieren will, ist: Am Ende des vierten Vortrages, wo gesagt wird: &amp;quot;In allem wird vom Menschen ausgegangen. Der Mensch wird zur Grundlage gemacht.&amp;quot; Also in allem, was eigentlich in der Landwirtschaft gestaltungsmäßig sich vollziehen kann und vollziehen muss, da muss man die Kriterien von der Erkenntnis des Menschen her nehmen und kann sie nicht draußen in der Natur ohne Weiteres finden. Sondern ich muss da einen Begriff bilden, der abgeleitet ist von dem Verständnis des Menschen selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismus des Menschen als Basis ====&lt;br /&gt;
Und das möchte ich jetzt tun. Das möchte ich jetzt tun, und zwar in aller Kürze. Es tut mir leid, solche Dinge müssen sehr viel ausführlicher dargestellt werden. Aber nur, um das Prinzipielle mal sichtbar zu machen. Gehen wir mal vom Menschen aus, und zwar unter dem Gesichtspunkt, das jetzt als Grundlage zu nehmen für den Begriff der landwirtschaftlichen Individualität bzw. des landwirtschaftlichen Organismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Vergleich mit Tier, Pflanze und Mineral ====&lt;br /&gt;
Also wir sind jetzt genötigt, ganz abzusehen von der Landwirtschaft und den Blick wirklich auf den Menschen zu lenken und zu sehen: Wie ist eigentlich der Mensch organismusmäßig konstituiert? Wir können auch vom Tier ausgehen, aber da fehlt dann was. Wir könnten auch von der Pflanze ausgehen, da fehlt noch mehr, um den Organismusbegriff wirklich zu fassen. Und wir können auch vom Mineral ausgehen. Und da fehlt am allermeisten. Aber der Mensch erfüllt sozusagen das, worum es hier geht, als Persönlichkeit, erfüllt das voll und ganz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch in der Achse Erde-Sonne ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie sich mal den Menschen... Das ist schrecklich. Aber so einen Strichmenschen vorstellen. Der steht sogar noch ein bisschen krumm. Aber eigentlich ist er natürlich... Swn müssen Sie sich in der Achse Erde Sonne vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der menschliche Organismus: Eine physiologische und morphologische Gliederung ====&lt;br /&gt;
Und dieses eigenartige Gebilde Mensch zeigt nun eine ganz bestimmte physiologische und morphologische Gliederung als Grundlage für seine eigene geistig-seelische Entwicklung und Sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das menschliche Haupt ====&lt;br /&gt;
Wenn wir zunächst mal den Blick... Man sieht es ja schon irgendwo hier an dieser Gestalt, das da oben ist völlig anders als irgendwie, was da unten so ist. Wenn wir mal hier oben jetzt nur mal diesen Bereich anschauen, das menschliche Haupt. Das ist wie so eine Kugel da oben auf den Halswirbeln. Und wäre für sich auch nicht die Spur lebensfähig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Haupt ====&lt;br /&gt;
Sondern eigentlich das wäre die Tendenz, dass das Haupt das vollendet, was es ständig erlebt, nämlich abzusterben. Im Haupte haben wir lauter physiologische Vorgänge, die nur und allesamt enden in einem Abbau-Prozess.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Knochen-Substanz, Haut und Haare ====&lt;br /&gt;
Also wenn Sie zunächst mal darauf hinschauen, dass das Haupt umgeben ist von einer harten Knochen-Substanz, die ist nicht kristallin, sie ist so knorpelartig, aber knorpelartig verknöchert, und dies ist ziemlich tot. Es wird ein bisschen durchblutet, aber fast also vernachlässigbar. Und das Haupt ist dann umgeben. Nun gut, das muss man ihm zugestehen. Hier von einer dünnen Haut, und die ist stark durchblutet. Das ist das einzige, was so richtig lebendig ist da oben. Und da wachsen dann die Haare raus. Aber die Haare sind auch schon wieder ziemlich tot. Die kann man abschneiden, ohne dass man merkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gehirn-Wasser und Gehirn ====&lt;br /&gt;
Und jetzt ist dieses Haupt erfüllt. Zunächst mal mit einer Flüssigkeit. Dem Gehirn-Wasser, das ist eine lympheartige Substanz. Und dann ist es eben erfüllt hier von dem Gehirn. Also ich sehe jetzt mal ab von allem Übrigen. Erfüllt von dem Gehirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und der &amp;quot;tote&amp;quot; Charakter des Gehirns ====&lt;br /&gt;
Und das Gehirn setzt sich nach außen fort, in die Sehnerven, in die Hörnerven, in die Sinnesorgane, die wachen Sinnesorgane, mit denen wir uns am intensivsten mit der Welt in Beziehung setzen. Und alles, was sich hier abspielt... Das Gehirn, weiß ja selber... Ist eigentlich tot. Das ist das reinste Wasser, was man sich überhaupt vorstellen kann. Aber es ist eben ganz mineralisch tot. Da bilden sich sogar ganz feine Kriställchen drin in dem Gehirn. Wenn wir denken. Dann die Epiphyse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Epiphyse und organische Kristallbildung ====&lt;br /&gt;
Die sitzt hier oben auf dem Gehirn auf. Da bilden sich lauter feine organische Kriställchen. Die schwimmen dann zum Teil in dem Gehirnwasser herum. Und wenn wir einen Gedanken vergessen, lösen die sich wieder auf. Das kann man heute medizinisch nachweisen. Jeder Gedanke bildet einen Kristall, bildet etwas. Und diese Form, die sich da bildet, also jetzt ganz im Physischen, die löst sich wiederum auf, wenn etwas in Vergessenheit gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau-Prozesse im Gehirn ====&lt;br /&gt;
Das heißt, das Gehirn ist eine Bildung, wo ständig Materie abgebaut wird. Organische Materie. Das Blut strömt hier vom Herzen hoch, hier in das Haupt und unterhält sozusagen gerade eben das Haupt noch lebendig, den Kopf, das Gehirn lebendig. Aber eigentlich ist es also fast an der Schwelle des Todes, des Absterbens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Intensive Atmung und Todesprozesse ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Tatsache, dass hier ständig Abbau-Vorgänge sind... Das Gehirn hat die intensivste Atmung im ganzen Körper. Also Atmung geschieht immer dadurch, dass Kohlendioxyd entsteht, durch Abbau Prozesse und dann durch den Atem wieder ausgeatmet wird. Und die intensivste Art findet hier statt. Abbau, das heißt eigentlich Todesprozesse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Ruhepol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und wir sehen auch, dass das Haupt eigentlich dasjenige ist am Menschen, obwohl man den Kopf drehen kann... Und man kann nicken. Glücklicherweise kann man das noch. Ist es eigentlich der Ruhepol des Menschen. Da ist der Mensch eigentlich am meisten... Befindet sich in Ruhe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane als physikalische Apparate ====&lt;br /&gt;
Und aufgrund dieser Prozesse, die da im Kopf sich abspielen... Natürlich muss man dann unter diesem Gesichtspunkt auch die Sinnesorgane mit einbeziehen, das Auge, das Ohr. Wenn Sie die anatomisch studieren, dann werden Sie bemerken, dass das eigentlich fast physikalische Apparate sind, zunächst einmal. Das Auge. Es ist wie eine Kamera auf Tour. Und auch die Gehörknöchelchen, die die ganzen Schallwellen übertragen auf das Innenohr, das sind alles mechanische Vorgänge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung des Hauptes ====&lt;br /&gt;
Plus, minus. Also dieses Haupt muss ständig von unten ernährt werden, damit es überhaupt existieren kann in dieser Form.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gegenläufige Organisation ====&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir gegenläufig zum Haupt eine Organisation, die wirklich das vollständige Gegenteil darstellt. Wo wir im Grunde genommen überhaupt kein Erlebnis mehr... Sich einen Einblick nehmen können, direkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Lebenspol des Menschen ====&lt;br /&gt;
Das ist das zu dem, was hier jetzt geschildert worden ist. Polar dazu man sagen kann, dass es der Lebenspol des Menschen ist. Wo alle Lebensvorgänge lokalisiert sind, wo alles in einem ständigen Wechsel und Wandel begriffen ist, wo Aufbau-Prozesse stattfinden und wo Regenerationsprozesse stattfinden. Also der Lebenspol, kann man sagen, der Lebenspol des Menschen. Und hier ist auch alles in Bewegung. Denken Sie mal an die Gliedmaßen, die Arme, die Hände, Bewegung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Polarität des Menschen ====&lt;br /&gt;
Man sieht von daher schon, dass der Mensch eigentlich ungeheuer polarisiert ist, in zwei Pole. Einen Todes Pol und einen Lebenspol. Und aufgrund dieser Todesprozesse hier oben entwickelt der Mensch sein Denken. Oder werden ihm die Gedanken bewusst, so muss man es genauer sagen. Während hier unten wir uns im Willen erleben als wollende Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Organisation des unteren Menschen ====&lt;br /&gt;
Und so ist der ganze untere Mensch eigentlich organisiert, in Bezug auf die Verdauungsprozesse. Die ganzen Drüsenprozesse und was da sich abspielt. Dass die alle dem Leben dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nerven-Sinnesprozesse und Stoffwechsel-Gliedmaßen-System ====&lt;br /&gt;
Und wir können hier oben vielleicht noch die Nerven- Sinnesprozesse, das Sinnessystem hinschreiben. Und hier ist das Stoffwechsel-Gliedmaßen-System. Von daher gesehen ist der Mensch ein zweigliedriges Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zur stillenden Brust ====&lt;br /&gt;
Ich verstehe nicht ganz. Die stillende Brust von einer Mutter. Gehört die jetzt zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier oben auf dieser Seite haben Sie einen Strich gemalt. Deshalb, oder?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was meinen Sie? Also, ich habe Sie nicht verstanden. Sprechen Sie einmal lauter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stillende Brust einer Mutter, wo die jetzt hingehört. Auch zu den Lebensprozessen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Sie ein Kind bekommen, oder wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Menschliche Dreigliederung: Zwerchfell und mittlere Zone ====&lt;br /&gt;
Ja, genau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ja, sicher. Das ist ja alles unterhalb des Zwerchfells. Das hier ist das Zwerchfell. Also, ich tue jetzt keine Unterscheidung zwischen Mann und Frau hier treffen. Sondern das gilt einfach für den Menschen. Der Mensch ist Mensch, ob so oder so, Mensch ist er in erster Linie. Und da haben wir hier eben diese Trennung zwischen diesem Oben und Unten und das ist das Zwerchfell. Und da spielen sich eben diese Lebensvorgänge insbesondere ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der rhythmische Mensch und die Verbindung von Kopf- und Stoffwechselpol ====&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir hier dazwischen eben noch eine andere Wirklichkeit. Mal sehen, was ich da für eine Farbe nehme. Eine andere Wirklichkeit. Das ist da, wo nun Lunge und Herz beheimatet sind, wo der Mensch ein rhythmisches Wesen ist. Rhythmus. Und dieser mittlere Mensch, wo wir uns am allermeisten als Mensch erleben... Wir erleben uns ja nicht im Kopf als Mensch so sehr. Auch nicht im Bauch, sondern gerade in dieser mittleren Zone. Da erleben wir uns als am allermeisten, als Mensch. Und diese Organe, die hier als Zentralorgane in der Mitte angesiedelt sind, offenbaren sich in rhythmischer Tätigkeit. Und diese rhythmische Tätigkeit verbindet den Kopf Pol mit dem Stoffwechselpol. Denken Sie an den Blutkreislauf. Der Blutkreislauf, der vom Herzen ausströmt, im arteriellen Blut und dann in den Kopf strömt. In den Kopf, Schlagader und im übrigen Kreislauf durch den ganzen Körper hindurch. Also diese mittlere Zone bringt diese beiden Gegensätze, das Oben und Unten, in einen Ausgleich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fühlen und die Dreigliederung des Menschen ====&lt;br /&gt;
Und darin, in diesem Ausgleich, erleben wir uns als Menschen am allermeisten. Wenn wir uns einmal selbst beobachten, prüfen. Und das setzt sich natürlich fort, hier in die Gliedmaßen. In den Bewegungsmenschen. Und wenn man zum Beispiel an die Blutentstehung denkt, dann muss man sich vorstellen, dass in den Röhrenknochen der Gliedmaßen hauptsächlich das Blut sich bildet. Das ist auch unmittelbar mit einbezogen in die ganzen Stoffwechselvorgänge. Hier nun, das habe ich noch vergessen zu sagen, im Zusammenhang mit dem rhythmischen System entwickeln wir unser Fühlen oder werden wir unseres Fühlens bewusst. Wenn man so auf den Menschen einmal schaut... Man kann es anatomisch bis in die letzten Details verfolgen. Man kann es also morphologisch, physiologisch in jede Richtung hin verfolgen. Man wird sehen, dass dieses Prinzip dieser Welt des Drei-Glieder Seins des Menschen einem überall entgegenspringt förmlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreigliederung des Menschen: Anwendungsbereiche ====&lt;br /&gt;
Und dass darauf eigentlich überhaupt letzten Endes eine Verständnisgrundlage geschaffen werden kann, für die Pädagogik, für die Medizin, also eine entsprechende Medizin oder aber eben auch für die Landwirtschaft und für alles Übrige ebenso. Also man spricht hier von der Dreigliederung des Menschen. Auf diese Sache werde ich erst am Freitag noch mal zurückkommen. Und möchte jetzt... Wollen Sie was sagen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage zu Kopf und Abbau ====&lt;br /&gt;
B3 [00:40:50] Ich hätte eine Frage. Und zwar: ich verstehe das nicht so ganz, dass der Kopf quasi... Den Tod da drin und den Abbau. Das verstehe ich halt nicht so ganz, weil im Gehirn ja auch ganz viele Aufbauprozesse ja auch wieder vonstattengehen. Also jeden Moment, wenn Synapsen Verbindungen sich trennen, entstehen auch wieder neue. Und da kann halt auch im Laufe eines Zeitraums ein Aufbau entstehen, so Erinnerungen, die bleiben und neue, die dazukommen. Dann hat man ja im Endeffekt auch einen Aufbauprozess. Und genau das verstehe ich nicht so ganz, warum man vom Kopf als Abbauprodukt redet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau, Tod und denkendes Bewusstsein ====&lt;br /&gt;
Also der Abbau ist notwendig, damit wir überhaupt ein denkendes Bewusstsein haben. Und das erleben wir ja gerade hier in unserem Nervensystem. Aber es muss natürlich auch erhalten werden, es muss sozusagen in einem Zustand erhalten werden. Man kann es nicht mehr steigern, man kann es gerade noch erhalten. Und das sind natürlich schon Regenerationsvorgänge auch im Gehirn, das ist keine Frage. Aber letzten Endes funktionell physiologisch ist es ein ständiges Abbauen, muss natürlich wiederaufgebaut werden. Selbstverständlich. Aber dieser Abbauprozess als solcher ist ein Todesprozess. Und durch den Tod entsteht überhaupt erst ein denkendes Bewusstsein. Ohne Tod gäbe es kein Bewusstsein. Das muss man sich mal versuchen klar zu machen. Oder anders gesagt: Wenn man eine Verletzung hat, am Kopf oder so... Nicht wahr? Dann sind möglicherweise so und so viele seelische Möglichkeiten ausgeschaltet. Und jetzt muss er sich natürlich wieder regenerieren in diese Richtung, dass es wieder möglich wird, dass diese Abläufe stattfinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abbau und Aufbau im menschlichen Körper ====&lt;br /&gt;
Es ist immer sozusagen gerade am Leben gehalten, so möchte ich mal sagen. Also es steht im Vordergrund der Abbau. Und der Aufbau dient gerade, dass immer wieder abgebaut werden kann. Während hier im Stoffwechsel wohl genau das Gegenteil der Fall ist. Hier kommt alles sozusagen, steigt herauf bis in die Nerven-Sinnes-Bereiche, um diesen Pol am Leben zu erhalten. Diese Dreigliederung, die ich versucht/ Also wirklich. Also das ist zu aphoristisch fast, möchte ich sagen. Aber nur mal dieses Bild hinstellen und wir werden daran nochmal anknüpfen am nächsten Freitag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Viergliederung des Menschen und Verbindung zur Natur ===&lt;br /&gt;
Jetzt möchte ich aber noch eine andere... Einen Aspekt kurz schildern, und das ist die Viergliederung des Menschen. Schauen Sie, man kann nämlich jetzt nicht nur unter diesem Aspekt des Aufbaus des menschlichen Leibes mal den Menschen betrachten, sondern auch: Welche Verwandtschaft trägt er zu den ganzen Naturreichen? Wie steht er eigentlich im Verhältnis? Wie steht er im Verhältnis zu der ganzen ihn umgebenden Natur? Ist er ein ganz fremdes Wesen oder ist er eben auch zugleich ein Naturwesen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mensch und Mineralreich ====&lt;br /&gt;
Und da kann man zunächst einmal feststellen, dass, wenn man den Menschen vergleicht mit all dem, was in der mineralischen Welt sich abspielt, die rein anorganisch ist, physikalisch tot... Das Mineral ist ja sozusagen nur... Unterliegt nur den physischen Gesetzen. Alles, was ich da stofflich, kräftemäßig im Zusammenhang des toten mineralischen Reiches abspielt, spielt sich auch im Menschen ab. Im Menschen sind alle die Stoffe, die Kräfte, die Gesetze wirksam, die auch im Mineralreich wirksam sind. Das kann man heute bis ins Detail förmlich verfolgen. Ja, das verführt einen geradezu, den Mediziner, den Naturwissenschaftler, zu glauben, das wären die einzigen Gesetze, die wirklich Geltung haben. Das ist eine Verführung, weil die so schlüssig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Materialismus und die Verbindung zum Menschen ====&lt;br /&gt;
Alles, was sozusagen mineralisch, stofflich, kräftemäßig im Menschen wirkt, ist in sich so schlüssig, dass man darauf regelrecht eine medizinische Weltanschauung begründen kann. Oder generell eine Weltanschauung begründet hat, die nennt man heute den Materialismus. Der Materialismus hat eine große Bedeutung, aber nur auf dieser Ebene hier. Eine Verwandtschaft der mineralisch-anorganischen Natur mit dem Menschen. Man findet alles, was da draußen ist, auch im Menschen irgendwie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sinnesorgane und Skelett als Ausdruck der Verbindung ====&lt;br /&gt;
Und ein äußerer Ausdruck dessen sind einmal die Sinnesorgane und, sagen wir mal, das Skelett oder alle Stützgewebe. Da wirken dieselben Kräfte. Und auch stoffliche Kompositionen wirken, wie man sie auch in der Außenwelt findet. Das ist nach denselben Prinzipien aufgebaut. Kann ich jetzt nicht in die Details gehen. Das würde zu weit führen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als physische Organisation ====&lt;br /&gt;
Die Sinnesorgane sind wirklich... Habe ich schon gesagt, die Knöchelchen zum Beispiel. Oder die Tatsache, dass das Licht durch die Linse hindurch gleichsam fixiert wird, durch den Glaskörper hindurch, hinten auf die gelben Körper, auf die eigentlichen Lichtzellen, auf dem Hintergrund des Auges. Das sind alles physikalische Vorgänge, wie man sie in der Kamera auch hat. Also insofern besteht hier eine tiefe Verwandtschaft, aber die bezieht sich eben nur auf das, was man den physischen Leib oder die physische Organisation des Menschen nennen kann. Also wenn das nur Geltung hätte, dann wäre der Mensch ein Stein. Ein Stein. Also er hätte keine eigene Regsamkeit, gar nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Verbindung des Menschen zur Pflanzenwelt ====&lt;br /&gt;
Und wenn man jetzt aber sieht, dass der Mensch tatsächlich in der Lage ist, eine Eigenbewegung zu entwickeln, ja in sich Lebensvorgänge sich abspielen zu lassen, zeigt er eine Verwandtschaft mit den Pflanzen. Die Pflanze ist ja ein Gebilde, die vereint das Mineralische, die nimmt das Mineralische auch auf, verwandelt es auf eine höhere Stufe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen als Offenbarer von Lebensvorgängen ====&lt;br /&gt;
Und da entwickeln sich nun in der Pflanze Kraft von Substanzen und Kräften, die nicht mehr rein irdischer Natur sind, sondern wo der ganze Planetenumkreis mitwirken muss, dass die Pflanze überhaupt Leben erzeugt. Keine Pflanze kann leben, ohne dass die Sonne scheint. Das muss man sich mal klarmachen. Es gibt kein Leben auf der Erde ohne den ganzen planetarischen Umkreis. Und insofern hebt sich die Pflanze gleichsam aus der toten, mineralisch-irdischen Sphäre heraus und wird zur Offenbarerin von Lebensvorgängen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit der Pflanzenwelt ===&lt;br /&gt;
Und auch dieses weiß ich jetzt. Auch im Menschen eine Verwandtschaft. Und diese drückt sich ja aus im Drüsensystem. Das Drüsensystem. Ist natürlich überall im Menschen zu finden, aber hauptsächlich im unteren Menschen. Und das macht, dass der Mensch eben einen Lebenslauf hat wie die Pflanze oder eine Lebensorganisation.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pflanzen und ihre gesundmachenden Eigenschaften ====&lt;br /&gt;
Und man weiß ja nun: Die Pflanzen, die sind ja von Natur aus eigentlich nur gesund. Also es gibt eigentlich keine kranke Pflanze. Streng genommen. Wenn man nicht selbst dafür sorgt, dass die Pflanze quasi äußerlich krank wird, also etwa abstirbt oder so, durch Infektionen. Die kommen alle von außen. Die Pflanze ist eigentlich ein gesundmachendes, durch und durch gesundes Wesen innerhalb der Naturreiche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Heilpflanzen und ihre Wirkung auf den Menschen ====&lt;br /&gt;
Und ein solcher Mensch wie Paracelsus, der einer der größten Ärzte in der ganzen Menschheitsgeschichte war, hat die Bemerkung gemacht, dass es kein Kräutlein gibt auf der Welt, das nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilen könnte. Und so benutzen wir ja die Heilpflanzen. Die Heilpflanzen in der verschiedensten Art benutzen wir, um irgendetwas, was hier derangiert ist, innerhalb der menschlichen, komplizierten Organisation, gerade auf der Ebene des Lebendigen... Dass das wiederum in ein ausgewogenes Verhältnis zu allem Übrigen kommen kann. Gesunden also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung des Menschen zur Tierwelt ===&lt;br /&gt;
Dann zeigt der Mensch eben eine Verwandtschaft zum Tier. Und diese Verwandtschaft zum Tier ist ja auch ganz evident, denn das Tier hat eine Seele. Das ist ein beseeltes Wesen. Hier ist nur Leben. Hier ist nur Tod. Das Tier ist ein beseeltes Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Anerkennung der Seele bei Tieren und Menschen ====&lt;br /&gt;
Und das ist etwas, was dem modernen Bewusstsein so maßlos schwerfällt, das zu verstehen. Dass wir einem Tier ein Seelisches zusprechen können. Uns, uns Menschen, können wir ein Seelisches zusprechen. Wenngleich in den Wissenschaften man manchmal den Eindruck hat, da gäbe es auch keine Seele mehr. Aber im eigenen Empfinden, in der eigenen Erfahrung merken wir, dass wir ein beseeltes Wesen sind. Wir können denken, wir können fühlen, wir können wollen, eben jene Tätigkeiten. Also wir haben ein Bewusstsein, dass wir neben dem... Dass wir ein lebendiges, auch ein beseeltes Wesen sind. Dieses Bewusstsein kann man sich wirklich erwerben. Es ist gar nicht so selbstverständlich, dass es einen immer im Bewusstsein gibt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Seele des Tieres und unsere Wahrnehmung ====&lt;br /&gt;
Und beim Tier ist es nun so, dass es auch eine Seele hat. Stellen Sie sich mal vor, irgendso eine Mücke fliegt da durch die Luft. Dann sollen wir da sagen, da ist eine Seele drin? Oder Käfer da im Boden, ein Regenwurm im Boden, da soll eine Seele drin sein? Es wird ja heute auch... Man merkt ja, dass die Art, wie die Menschen mit den Tieren umgehen, in der Massentierhaltung und so... Dann fühlt man sich irritiert. Da stimmt was nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierschutz und Fundamentalismus ====&lt;br /&gt;
Aber man dringt nicht wirklich durch, zu sagen: Das Tier hat eine Seele und diese Seele hat ihre eigene, geistig-wesenhafte Existenz in Welten, die gar nicht hier auf Erden nur ist, sondern eben die jetzt in diesem einzelnen Tier so inkarniert ist. Man ist dringt nicht bis zum Phänomen selber durch, sondern man bleibt immer davor stehen und merkt: Die Art, wie wir heute mit den Tieren umgeht, das kann man eigentlich verantworten. Ja, warum eigentlich nicht? Also die Begriffe, die Gedanken in der Richtung zu verdichten. Da macht man immer... Dann scheut man wieder zurück. Und weil man zurückscheut, wird man dann sehr leicht zum Fundamentalisten. Und die größten Fundamentalisten, die heute herumlaufen, sind vielfach die Tierschützer. Leider Gottes ist das so, auch die Naturschützer. Dann entsteht sehr schnell ein Fundamentalismus, weil man sagt: &amp;quot;Nein, ich habe das Gefühl, da stimmt was nicht.&amp;quot; Und dann nagelt man das fest: &amp;quot;Du darfst nicht, du darfst nicht.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Seelische im Tier und der biologisch-dynamische Landwirt ===&lt;br /&gt;
So. Dann kommen moralische Forderungen ohne eine klare Erkenntnis der Zusammenhänge. Und so ist es gerade für den biologisch-dynamischen Landwirt so wichtig, dass er sich auch mal versucht hinein zu leben in das, was da eigentlich seelisch wirksam ist in dem Tier. Und da werden Sie bemerken, dass dieses Seelische im Tier deswegen so schwer zu fassen ist, weil es sich ohne Rest aufgeht in die Leibesbildung. Ohne Rest.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Tragik der Tiere und ihre gebundenen Fähigkeiten ====&lt;br /&gt;
Das Tier kann nicht denken. Das kann nicht denken, Gedanken haben über die Welt. Sondern bestenfalls die Gedanken sind in ihm wirksam. Also das, was sonst das Denken des Menschen ist, ist in ihm als Weisheitsvolles Instrument des Tier-Seins in den Leib hinein gebunden. Und so das Fühlen und so das Wollen. Das Tier hat gar keine Möglichkeit, irgendwelche Freiheitsgrade zu entwickeln, sondern es ist notwendigerweise ein Pferd, eine Kuh, ein Elefant, ein Löwe oder was auch immer. Oder eben auch eine Mücke. Und darin liegt eine gewisse Tragik der Tiere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Empfindung und Verhalten von Tieren ====&lt;br /&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie das mal... Man muss sich mal auf so eine Empfindung einlassen und mal den Blick ruhen lassen auf irgendeinem Tier und seinem ganzen Verhalten. Und dann muss man einfach sagen: &amp;quot;Mein Gott, mein Gott, bist du festgelegt in deinem Sein, so festgelegt, so definiert. Du kannst gar nicht ausbrechen. Du bist nur zu diesen Handlungen fähig. Allerdings, wenn man auf die Handlung schaut, unendlich weise.&amp;quot; Die Weisheit ist ausgebreitet im ganzen Tierreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tiere und die menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Also es gab ja mal einen Zeitgenossen Goethes, Oken hieß der. Der hat gesagt: &amp;quot;Würde man alle Tiere, Tierarten mal, Tierseelen, zusammenschmeißen in einen Topf und würde da ganz groß drin herumrühren, dann würde die menschliche Seele rauskommen. Und würde man die menschliche Seele zerstückeln in lauter ihre einzelnen Facetten und würde jeder einzelnen Facette einen Leib zusprechen, dann käme das Tierreich heraus.&amp;quot; Das ist ein Bild. Aber ein Bild, was sehr viel sagt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier und die Tragik des Tierseins ===&lt;br /&gt;
Es zeigt sich eine Verwandtschaft des Menschen mit dem Tier, die ist da. Aber beim Tier ist das Seelische vollständig leibgebunden und das macht seine Tragik aus. Und gleichzeitig aber auch die Offenbarung einer unendlichen Weisheit. Also wenn man Weisheit... Der Begriff ist ja heute auch schon nicht mehr sehr akut aktuell.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Studium der Weisheit durch Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Also dass das Zusammenstimmen von verschiedenen Verhältnissen zu einem Ganzen... Wenn man das wirklich studieren will, dann muss man das Tier studieren in dem, was es tut, in seinen Aktionen. Denn alles, was das Tier tut, ist nichts anderes. Eine Offenbarung dessen, was seelisch, weisheitsvoll in diesem Leib gebunden ist. Es ist keine Freiheit da. Es ist ein Muss. Es ist eine Notwendigkeit, dass das Tier so handelt, wie es handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierverhaltensforschung als junge Wissenschaft ====&lt;br /&gt;
Und wenn ich das Tierseelische wirklich tiefer verstehen will, mit meinem ganz normalen Bewusstsein, Vernunftsbewusstsein allerdings, dann muss ich darauf hingucken: Was macht das Tier? Was tut das Tier, nicht? Was macht der Elefant in freier Wildbahn? Oder der Löwe? Oder wie verhält sich die Kuh? Ja, die Verhaltensforschung ist eine sehr, sehr junge Wissenschaft, also ganz erstaunlich eigentlich. Und hat sich zuerst der wilden Natur angenommen. In Bezug auf das Erforschen der Verhaltensweisen der Tierarten, zuletzt dem Haustier komischerweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere und der Begriff &amp;quot;Nutztier&amp;quot; ===&lt;br /&gt;
Das Haustier ist lange Zeit hinten runtergefallen und das entdeckt man jetzt erst. Und ist da auch noch sehr, sehr unsicher, wie das überhaupt mit dem Haustier beschaffen ist. Deswegen hält man es ja als Nutztier. Dann stellen Sie sich mal vor, was der Begriff Nutztier eigentlich heißt. Da verneine ich jede seelische, besondere Eigenschaft im Tier. Ich verneine sie plötzlich. Indem ich das Tier zum Nutztier degradiere, das nur noch mir nutzt. Wem nutzt es dann? Nicht, sich selbst. Indem, wie ich es so mäste und zu Maximalleistungen zwinge. Sondern es nutzt mir. Das ist der glatte menschliche Egoismus, der eigentlich dem Tier den Namen Nutztier verleiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Objektives Seelisches in Tieren ====&lt;br /&gt;
Aber das Tier hat ein objektiv Seelisches in sich wirksam. Und das drückt sich in seinem gesamten Verhalten aus. Und wenn wir es verstehen wollen, müssen wir auf dieses Verhalten unser Augenmerk lenken. Und da können wir sehr weit kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Moderne Ökologie und Tierverhalten ====&lt;br /&gt;
Es gab natürlich schon in den Naturwissenschaften immer Ansätze in diese Richtung. Die hat man dann weitgehend verloren. Und heute kommt es langsam wieder auf, in der Ökologie, dass man plötzlich studiert, sich für die Beziehungsverhältnisse innerhalb der Insektenreiches, innerhalb der Vögel und innerhalb des Edaphons, unserer Tiere im Boden. Und so weiter und so weiter. Man fängt jetzt an, nicht mehr nur das einzelne Tier zu definieren, wie viele Beine hat und wie viel Knie oder wo eigentlich das Herz ist beim Tier oder wo... Weiß ich nicht, was. Die Sinnesorgane, wie die beschaffen sind, die Facettenaugen. Das hat man alles anatomisch genauestens natürlich längst rausgekriegt. Aber wie sich das Tier einfügt in die gesamten seelischen, seelisch-lebendigen Zusammenhang des Tierreiches und welche Funktionen es in aller Spezialität hier und dort und dort und dort erfüllt. Diese Zusammenhänge tauchen erst heute in der modernen Ökologie mehr und mehr auf. Und vielfach immer noch unter dem Nutzaspekt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erkenntnis der Tierseele ====&lt;br /&gt;
Also wie kann ich Nützlinge einsetzen im Glashaus, dass ich mir dort die Läuse auffressen? Das wird ja heute auch schon zu einer Technologie entwickelt, wie wir verfahren. Aber dennoch ist es so, dass man merkt: Eigentlich bedarf das nur noch eines kleinen Ruckes in der Erkenntnis und man würde erkennen: Das Tier hat eine Seele. Und diese Seele ist dominant. Die ist so, wie das Leben in der Pflanze dominant ist über das Physische, so ist die Seele des Tieres dominant über das Lebendige und Physische des Tieres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschlicher Seelenleib und Astralleib ===&lt;br /&gt;
So eben hat auch der Mensch eine Seele, hat einen Seelenleib. In der anthroposophischen Ausdrucksweise sagt man auch Astralleib. Und der hat nun eine physische Repräsentanz in all dem, was sich ausdrückt im Nerven-Sinnes-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die menschliche Seele und ihre Rätsel ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt unter diesem Aspekt mal auf den Menschen, die menschliche Seele schauen, dann ist es so, dass die menschliche Seele ja unendlich viele Rätsel aufgibt. Der alte Heraklit, das war ein griechischer Philosoph, der noch vor Sokrates gelebt hat... So um das fünfte Jahrhundert vor Christus. Der hat die Bemerkung gemacht, er habe die Seele durchwandert, alle Straßen und Wege der Seele, (so weit?) (unv). Und er ist an kein Ende gekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leibgebundene menschliche Seele ====&lt;br /&gt;
Das war ein ganz, ganz, ganz bedeutender Geist. Er hat die Seele erforscht und hat kein Ende gefunden. Man geht Wege und Straßen. Überall verzweigt es sich in die ganze Welt. Aber er hat kein Ende gefunden. Die menschliche Seele. Sie hat kein Ende. Die tiefe Seele ist weit gebunden. Und die menschliche Seele ist auch leibgebunden bis zu einem gewissen Grad, weiß Gott, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Emotionen und Leiblichkeit ====&lt;br /&gt;
Wir haben Hunger. Das ist ein Gefühl, Hunger zu haben. Wir haben Durst. Ein Gefühl, also Durst zu haben. Das heißt, der Leib fordert da etwas. Und das drückt sich seelisch aus. Und so sind alle Emotionen, die man so hat, Zornesausbrüche oder weiß nicht was... Da merkt man ganz deutlich: Es hängt mit meiner Leiblichkeit zusammen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spannungsfeld zwischen Himmel und Hölle ====&lt;br /&gt;
Da bin ich eigentlich... In dem Falle ist mein Seelisches noch in den Leib gebunden, wie beim Tier. Und eigentlich hat man immer den Eindruck beim Menschen, bei sich selbst... Ein bisschen Selbsterkenntnis muss man da üben. Wird man bemerken: Man befinde sich eigentlich immer zwischen Himmel und Hölle. Also das heißt, zwischen Himmel. Das heißt, dass man befreit ist vom Leib in dem Seelischen. Und Hölle. Das heißt, dass man plötzlich untertaucht in eine Welt des Leiblichen, wo man sich nicht mehr ohne Weiteres unter Kontrolle hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Böse in der Welt ====&lt;br /&gt;
Das ist dieses Spannungsfeld, in dem sich der Mensch erlebt und das Böse in der Welt, was man heute so hat. Es wirkt durch den Menschen, als eine objektive Kraft durch den Menschen. Immer dann, wenn er heruntersinkt in seine Leiblichkeit und keine Freiheitsgrade mehr zulässt. Dann entsteht eben das Böse in der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Leiblichkeit und menschliche Tugenden ====&lt;br /&gt;
Aber andererseits hat der Mensch sich zu befreien aus seiner Leiblichkeit. Und das macht den Menschen zum Menschen. Und das ist das Wunderbare. Dass, wenn ich versuche, mit einem anderen Menschen ins Gespräch zu kommen, in Korrespondenz zu kommen, dann merke ich ganz deutlich: Da spricht nicht mehr nur der Leib, sondern da löse ich mich heraus. Und dann entwickle ich lauter Tugenden. Also Tugend ist ja heute auch schon kein Begriff mehr. Ehrfurcht zu haben, Liebe, Kraft zu haben. Für das Andere, das Wesenhafte, was mir da begegnet. Oder aber in Hingabe etwas zu tun. Das sind alles Qualitäten, wo der Mensch sozusagen merkt: Das ist nicht mein Leib, der da arbeitet, sondern das bin ich als losgelöst von meinem Leibe. Da ist ein Höheres in mir wirksam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Seelen in der menschlichen Brust ====&lt;br /&gt;
Goethe hat dieses herrliche Gedicht, wo er bemerkt: &amp;quot;Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust.&amp;quot; Das heißt eine Seele, die leibgebunden ist, die andere Seele, die leibbefreit ist. Und die ganze menschliche Entwicklung in alle Zukunft besteht darin, dass wir uns immer mehr üben darin, frei zu werden von unseren Emotionen. Frei zu werden von diesen Zwängen, die in uns walten, von diesen unkontrollierten Instinkten und so weiter. Sondern davon frei zu kommen, das zu verwandeln. Nicht die wegzuschieben, kein Asket zu werden. Sondern die zu erkennen, in sich zu erkennen, als wirksame Kraft. Und die zu verwandeln in etwas, was man dann als leibfrei, als Seelisches erkennen kann oder handhaben kann. Sodass wir hier jetzt eine neue Trennungslinie ziehen müssen. Das leibgebundene Seelische und die leibfreie Seele. Die steht über dieser Strichellinie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Mensch als Naturwesen ====&lt;br /&gt;
Wenn man diese drei Naturreiche und deren Repräsentanz im Menschen verfolgt, wird man sagen: Ja, der Mensch ist auch ein Naturwesen. Er ist völlig abhängig auch von allem dem, was ich da geschildert habe. Und er hat entsprechende Organe überall, hier oben im Kopf, wie im Bauch, wie Herz und Lunge, auch wie die Säugetiere auch haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich als Wesenskern ====&lt;br /&gt;
Und dennoch ist es so, dass sich dadurch, dass der Mensch mehr ist nur als eine Seele... Nämlich dass er ein Ich hat, dass er einen Wesenskern hat, dass er etwas hat, wo er sagt: &amp;quot;Ich.&amp;quot; Zu sich selbst. Und nicht: &amp;quot;Du.&amp;quot; Zu sich selbst. Sondern du zu dem anderen Menschen, der wiederum zu sich Ich sagt. Nicht? Das macht man sich alles heute gar nicht so bewusst. Man handhabt das irgendwo. Aber das wirklich mal tiefer zu hinterfragen: Was drückt sich eigentlich darin aus, dass hier in mir etwas waltet, was dann die Kraft hat, irgendwo im Seelischen Ordnung zu schaffen? Und nicht nur im Seelischen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Ich und die Verwandlung des Lebendigen ====&lt;br /&gt;
Sondern was im Grunde genommen hereinstrahlt in diese Sphäre hier. Und versucht, das leibgebundene Seelische zu verwandeln, in leibungebundenes Seelisches. In höhere Tugenden. Und dass dieses Ich auch Kraft hat, hier jetzt tiefer noch in die Lebenszusammenhänge des Menschen... Und auch diese versucht zu verwandeln. Und da geschieht vieles in tiefer, tiefer Unbewusstheit. Aber wir können uns darum bemühen, die Voraussetzungen, die Bedingungen zu schaffen, dass das Ich wirklich einwirken kann, noch unter das Seelische herunter oder über das Seelische, in das Lebendige hinein, das Lebendige zu verwandeln. Dass wir auch da die Kontrolle über uns selbst gewinnen und dass das Ich schließlich hereinwirkt, bis in den physischen Leib herunter. Es durchstrahlt den ganzen Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Einfluss des Ichs auf den physischen Leib ====&lt;br /&gt;
Und das kann man heute ja... Wenn wir jetzt sagen, mit den Methoden der modernen Naturwissenschaft kann man so was ja förmlich nachweisen, dass die sogenannte DNA... Das ist eine bestimmte... Desoxyribonukleinsäure nennt sich das. Das ist also eine Erbsubstanz. Dass die einen Prägestempel hat, wodurch man den Menschen durch Analyse der DNA den Menschen definieren kann. Jeder einzelne Mensch hat seine Komposition des Stofflichen. Der ganze Stoff ist Leib ist natürlich aufgebaut. Da sind Eiweiße. Da sind Kohlehydrate. Da sind Fette. Da sind alle möglichen Hormone und, was weiß ich, Fermente wirksam. Der ganze Organismus. Es ist alles da, muss da sein. Aber wie es da ist und wie es komponiert, ist stofflich. Und wie es ineinander wirkt, da kraftet etwas herein, was den Menschen zu diesem bestimmten Menschen macht. Und darauf muss man mal sein Augenmerk legen. Da ist ein ein Höheres in uns. Das: &amp;quot;Ich bin.&amp;quot; Dass ich sage: &amp;quot; Ich bin. Und ich bin nicht jemand anders. Ich bin nur der, der ich bin.&amp;quot; Ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individuelles Ich und DNA in Tieren und Pflanzen 01:11:00 ====&lt;br /&gt;
Aber, also jedes einzelne Tier und jede einzelne Pflanze hat ja auch ihre eigene DNA. Also ich verstehe nicht so richtig den Zusammenhang zum Ich, zum individuellen Ich des Menschen. Im Gegensatz zur Pflanze und Tier, in dem Fall.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Also es ist so, dass man... Beim Tier sind diese ganzen physiologischen Prozesse sehr viel einheitlicher. In den Arten. Und von den Arten natürlich unterschiedlich. Sondern man kann sich eigentlich dieses Bild noch mal vor Augen stellen, dass, wenn man verstehen will, was das Tier eigentlich ist... Dann stellen Sie sich mal vor, Sie hätten hier vor sich eine große Leinwand und die ist ziemlich undurchsichtig. Und dann machen sie mal Löcher, fünf Löcher rein und stecken durch die Löcher in ihre Finger. Und da stehen sie auf der anderen Seite. Und dann sehen sie plötzlich diese Finger. Und die bewegen sich sogar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Tierische Ich und menschliches Ich ====&lt;br /&gt;
Und jetzt müssen Sie sich klar machen: Ja, offensichtlich, dass sie sich bewegen. Da muss hinter der Leinwand was sein, was diese Bewegungen hervorruft. Und bei Menschen ist es evident. Da steht der Mensch direkt hinter der Leinwand und streckt seine Hände, Finger dadurch. Und dieses Bild kann man übertragen aufs Tierreich und sagen: Das, was da als Finger erscheint, sind die einzelnen Individuen. Löwen in der Serengeti, alle Löwen der Welt oder alle Rinder oder Kühe der Welt oder jede Art steht sozusagen verborgen hinter einer solchen Leinwand. Und was erscheint, sind die einzelnen Individuen, losgelöst von ihrem eigentlichen wesenhaften ichhaften Urgrund. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert. Das ist das Problem des Tieres. Auch das Tier hat ein Ich, aber es ist nicht inkarniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiger Überschuss im Menschen ====&lt;br /&gt;
Und des Menschen Ich hat sich mit dem Leib verbunden, aber nicht vollständig. Da ist sozusagen ein geistiger Überschuss im Menschen, der im Denken, Fühlen und Wollen ist. Und ähnlich ist es mit den Pflanzen. Also die Pflanzen, da sind ja die Eiweiß-Strukturen zum Beispiel bei den Getreidekörner oder bei der roten Rübe. Oder wenn sie die untersuchen, sind die Eiweiß-Strukturen sehr verwandt, sehr ähnlich. Im Prinzip eigentlich nicht unterschieden, innerhalb der Art. So, also das macht den Menschen eigentlich zum Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Übersinnliche in uns ====&lt;br /&gt;
Dass da ein übersinnliches Wesen in uns kraftet. Das ist nicht irgendwo nur in der Welt, sondern es ist zugleich in uns. Und das macht es, dass wir Seelen leibfrei denken lernen können. Dass wir auch mit unserem Fühlen uns mehr dem Denken zuwenden können oder mehr den leiblichen Vorgängen. Und wir können mithilfe des Denkens und Fühlens so in den Willen eingreifen, dass wir tatsächlich möglich die Fähigkeit haben können zum freien Wollen. Stellen Sie sich so was mal vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Streben nach freiem Willen ====&lt;br /&gt;
Wenn der Mensch von sich sagen kann, er ist ein frei wollender Mensch. Was gibt es eigentlich Erstrebenswerteres als das? Dass wir nicht nur immer nur durch unsere Triebe, Begierden und Leidenschaften sozusagen befeuert werden von unten. Sondern dass wir in aller Ruhe aus unserem Denken, einem Bewusstsein heraus so hereinkraften können in unsere ganze Leiblichkeit, dass wir dadurch zum vernünftigen Handeln, zum sozialen Handeln, zu solchen Sphären uns fähig machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Der Organismusbegriff und Abgeschlossenheit ====&lt;br /&gt;
Wenn wir jetzt diese drei Bereiche hier zusammen schauen: Das Mineralische, Pflanzliche und das Seelische des Tieres, dann ist hiermit der Organismusbegriff erfüllt. Das macht den Organismus zum Organismus. Hier herrscht eine Abgeschlossenheit. Das Tier tut es förmlich uns vor Augen führen, was eigentlich gemeint ist mit dem Begriff der Abgeschlossenheit. Da ist eine Haut, eine leibliche Abgrenzung. Der Elefant hat eine Haut, der ist begrenzt. Der ist riesig groß, natürlich. Ein riesiges Tier. Aber dann ist es doch irgendwo begrenzt, mit Elefantenhaut. Und dann ist das Tier dadurch charakterisiert, dass es sich nach innen in eine bestimmte Organwelt gliedert. Und das ist Ausdruck eines Seelischen. Also das Seelische steht über dem Leben, steht über dem rein Physischen, obwohl es noch evolutiv noch sehr jung ist. Aber es steht darüber und steuert gewissermaßen oder prägt sich rein in das Lebendige, prägt sich rein ins Physische und lässt ein abgegrenztes Gebilde entstehen, mit einer Haut umgeben. Und innerhalb der Haut sind bestimmte Organe, die auch in sich wiederum abgegrenzt sind, die dann überhaupt dem Seelischen die Möglichkeit bieten, anwesend zu sein, inkarniert zu sein. Sodass man sagen kann: Der Organismusbegriff erfüllt sich. Also die relative Abgeschlossenheit erfüllt sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Das Seelische und die Gestalt ====&lt;br /&gt;
Wenn ich sage, da ist ein Seelisches, das ist übersinnlich. Das kann ich nur in seinem Verhalten irgendwo und in seinen Phänomenen erfassen. Da ist ein Seelisches, das grenzt sich nach außen ab in einer Gestalt und gliedert sich nach innen in Organe. Da haben Sie so ein bisschen so eine Art, ich möchte sagen, Definition. Es ist ein Begriff, eine Idee, die aber sich mit Inhalt erfüllt, wenn man darauf hinschaut. Das hier grenzt sich ab nach außen, in eine bestimmte Gestalt. Und die ist so spezifisch. Die schon so Ausdruck des Wesenhaft-Seelischen, was sich da repräsentiert. Wenn das Reh aus dem Waldrand heraustritt und dann plötzlich den Kopf hebt und das Gehirn. Oder der Hirsch sozusagen sein Geweih abtastet oder den ganzen atmosphärischen Umkreis... Wenn das da heraustritt aus dem Wald und steht da und äugt. Das Bild muss man sich mal vor Augen führen. Da merken Sie: Das ist ein Atmosphärisches. Und alles Atmosphärische ist eigentlich nichts anderes wie eine Erscheinungsweise des Seelischen, was man in der Anschauung unmittelbar hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Weisheit der Natur und menschliches Eingreifen ====&lt;br /&gt;
Und so kann das Tier unendlich viel über sich selbst sagen, wenn man auf die Formen hinschaut, auf die Gestalt hinschaut. Wie ist die Gestalt beschaffen? Und eben dann auch seine eigene Innenwelt, wie die organisiert ist und wie es sich dann nach außen hin gibt in seinem Verhalten. Es ist gleich zu Ende. Also das macht den Organismus aus. Dass da Mineralisches, Pflanzliches und Tierisches zusammenklingt zu einem höheren Ganzen. Und alles, was da zusammenklingt, ist in sich weisheitsvoll. Da kann ich gar nicht dran rütteln. Das macht man natürlich heute. Ich versuche ja, mit der Gentechnik an allem zu rütteln oder mit der Art der modernen Düngung oder den ganzen Insektiziden. Und was weiß ich, an Pestiziden, die ich einsetze in der Landwirtschaft rüttle ich ständig an der Weisheit der Natur. Wo aber genau hingeschaut wird: Diese Welt ist durch und durch weise. Da reicht keine menschliche Vernunft dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Individualität und der Geist ====&lt;br /&gt;
Und das greift auch, wenn das in ein richtiges Verhältnis zueinander gebracht wird, im Sinne eines Organismus. Dann wirkt diese Weisheit durch sich selbst. Und nun aber, wenn wir jetzt aufsteigen im Menschen, bis in diese Sphäre, dann erfassen wir das, was man Individualität nennt. Wenn wir von Individualität sprechen, dann reicht es nicht, nur vom Mineralischen, Pflanzlichen und Tierischen zu sprechen, sondern von dem zu sprechen, was eigentlich das Ich seiner tiefsten Natur nach ist. Also Geist. Realer, in sich ruhender Geist, der sich selbst in Bezug auf sein eigenes Wesen ausspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Aufgabe des biologisch-dynamischen Landbaus ===&lt;br /&gt;
Und er spricht sich aus im Ich des Menschen. Und jetzt stehen wir vor der Forderung der Aufgabe, im biologisch-dynamischen Landbau, unseren landwirtschaftlichen Betrieb in dem Sinne zu entwickeln, dass wir ihm eine Geschlossenheit verschaffen. Eine relative Geschlossenheit im Sinne des Organismusbegriffs. Uns in den Begriff der Individualität fassen, den wir nur durch uns selbst in Selbsterkenntnis fassen können und diesen mit diesem Begriff nun versuchen, so reinzukraften in diese Sphären hier, dass... Wenn ich es so auffasse, heißt es da in dem Satz. Dann kann ich so arbeiten, so gestalten, so hineinwirken in die äußere Natur, dass etwas entsteht, was auch im Geiste dem Menschen verwandt ist. Was nicht nur auf dieser Stufe dem Menschen verwandt ist oder dieser oder dieser. Sondern hier in Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Selbstlosigkeit in der Landwirtschaft ====&lt;br /&gt;
Das heißt, dass es losgelöst von der Natur... Kann ich einen Begriff versuchen, so zu erfassen, aufgrund der Erkenntnis meiner selbst, dass diese jetzt für mich zum Instrument werden kann, meinen landwirtschaftlichen Hof nicht nur zu einem Organismus in diesem Sinne hier durch Zusammenschluss der Naturreiche herstellen kann. Sondern dass das Ganze durchstrahlt wird von meinen Intentionen, die nicht mehr leibgebunden sind. Meinen Ideen, meinen höchsten Gedanken, die ich denken kann. Die kann ich jetzt investieren. Aber eben nur auf der Basis der Selbstlosigkeit. Denn sobald das Selbst nur so leibgebunden mitspricht, dann ist es eigentlich schon Egoismus. Sondern das erfordert eigentlich eine Seelenverfassung vom Menschen, die er sich erübt, dass er sich erst in den Zustand, in den geistigen Zustand versetzt, in vollkommener Reinheit es so zu versuchen, hereinzuwirken in den Haushalt der Natur... Es ist nicht zu seinem Nutzen, nur seinem Nutzen dient, sondern dass er da eine Art Evolution, eine Entwicklung veranlagt, die mit ihm innigst verknüpft ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frage: Geistige Seele bei Tieren ====&lt;br /&gt;
Die bezieht sich eigentlich nur auf diese Trennung zwischen der körperlich gebundenen Seele und der geistigen Seele. Und da bin ich jetzt gerade wieder dieses Geistig-Individuelle drauf gekommen. Also glauben Sie, oder glaubst du, dass Tiere... Also du hattest das beschrieben quasi mit diesem: Wenn wir eine andere Seele erleben und diese Kommunikation. Dass das diese geistige Seele ausmacht. Und glaubst du, dass Tiere das nicht können?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Frage nach der menschlichen und tierischen Identität ====&lt;br /&gt;
Wie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Na ja, so wie wir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch sie selbst? Kann der Elefant mehr werden, als er ist?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Können wir mehr werden als wir sind? Können wir mehr werden als ein Mensch? Können wir vielleicht auch einfach ein Adler sein? Und wenn wir ein Adler sind, haben wir dann ein Ich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschliche Empfindungen als verschiedene Tiere ===&lt;br /&gt;
Der Mensch ist in gewissem Sinne sogar ein Adler, wenn er denkt. Das haben früher die Menschen so erlebt. Da ist man Adler, wenn man die Gedanken in ihrer Höhe, der Höhe des Geistes, die Gedanken so denkt, dann haben sie sich als Adler empfunden. Wenn sie sich empfunden haben, als kraftvoll tätiger Mensch, dann haben sie sich als Stier empfunden. Und wenn sie sich empfunden haben, als jemand, der ganz aus der Mitte heraus wirkt und daraus tätig ist in der Welt haben sie sich als Löwe empfunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Sichtweise anderer Spezies auf den Menschen ===&lt;br /&gt;
Aber was wir ja eben nicht können, ist, dem Tier in seinen Kopf zu gucken und zu wissen, als was sich dieses Tier empfindet. Ich denke mal nämlich, wenn eine andere Spezies sich uns als Mensch angucken würde, würde diese Spezies auch ganz klar uns sehen, so wie wir sind. Und die würde uns nicht als Adler sehen und nicht als Löwe sehen und nicht als Bär sehen, sondern die würde uns als Menschen sehen und könnte vielleicht auch nicht nachvollziehen, wie wir uns vielleicht als Adler fühlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Weisheit im Tierreich und das Lernen des Menschen ===&lt;br /&gt;
Also wissen Sie, eines muss man sich eingestehen als Mensch. Wir können so denken, wie ich es jetzt mal so versucht habe, so hier vorzustellen. Aber wir haben bei weitem nicht die Weisheit, die im Tierreich liegt. Das Tier ist weit, weit höher Weisheitsvoll. In seinen ganzen Tätigkeiten steht es weit, weit über dem Menschen. Aber eines hat der Mensch: Er kann das, was er kann, steigern durch die Kraft seines Ich. Er kann lernen. Er kann lernen. Er kann sozusagen sich immer mehr zum Menschen machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Tiere im menschlichen Wesen ===&lt;br /&gt;
Das ist, wenn ich sage: Kann der Elefant mehr Elefant werden? Er kann nur Elefant sein, auch innerlich, als dieses Wesen, das er geworden ist, evolutiv. Und der Mensch hat die Möglichkeit, obwohl er eigentlich viel weniger weisheitsvoll ist... Viel zu stark emotionell, auch wie er sich gibt. So ist doch der Mensch einer, der lernen kann. Lernen, lernen, lernen, mehr zu werden als er ist. Diese Fähigkeit ist noch so zart, aber sie ist da. Kraft dessen, was in mir als Mensch... Oder mich zum Menschen macht. Also wir können uns nicht einfach nur so leichtfertig über die Tiere erheben und meinen, wie herrlich weit haben wir es gebracht. Aber wir haben eine Fähigkeit in uns, die uns die Möglichkeit gibt, das Tier in seinem wahren Wesen, den Adler in seinem Wesen, den Löwen in seinem Wesen, den Stier in seinem Wesen, so zu erkennen, dass wir erkennen, die sind alle in uns. Und trotzdem ist da noch etwas, was die zusammenfasst zu einem höheren Ganzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fragen und zukünftige Diskussionen ===&lt;br /&gt;
Fragen über Fragen. Aber es soll nur auch mal eine Eröffnung sein, was wir heute besprochen haben, für das Düngungsthema, was wir dann morgen anschlagen. Und ich bin eigentlich leider Gottes noch nicht sehr weit gekommen. Also wir müssen dann morgen noch mehr Tempo anlegen. Ja, also dann wünsche ich dir noch einen schönen Tag heute. Und morgen sehen wir uns wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Düngung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebsorganismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Manfred_Klett&amp;diff=2001</id>
		<title>Manfred Klett</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Manfred_Klett&amp;diff=2001"/>
		<updated>2023-04-02T13:25:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Manfred Klett.jpg|thumb|400px|Dr. Manfred Klett (Ostern 2021)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dr. Manfred Klett - Biografie kurz ==&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Dr. Manfred Klett&#039;&#039;&#039; wurde 1933 in [[Wikipedia:Tanganjika|Tanganjika]], dem heutigen [[Wikipedia:Tansania|Tansania]], am [[Wikipedia:Kilimandscharo|Kilimandscharo]] geboren. Die Schulzeit verbrachte er u.a. an der [https://www.schule-schloss-salem.de/de/ Schule Schloss Salem] und nach dem zweiten Weltkrieg an der [[a:Freie Waldorfschule Uhlandshöhe|Waldorfschule Stuttgart]], mit einjährigem Schüleraustausch in England. Ein Studium an der [[Wikipedia:Technische Hochschule Stuttgart|Technischen Hochschule Stuttgart]] nahm ein vorzeitiges Ende durch einen Unfall. Während eines einjährigen Arbeitsaufenthaltes im Nord-Osten [[Wikipedia:Syrien|Syrien]]s entschloss er sich Landwirt zu werden. Nach einer Lehre folgte das Studium der Landwirtschaft an der [[Wikipedia:Universität Stuttgart-Hohenheim|Universität Stuttgart-Hohenheim]] mit der Promotion im Fach [[Wikipedia:Bodenkunde|Bodenkunde]]. Weitere vier Jahre waren der Forschung am Institut für [[a:Biologisch-dynamische_Landwirtschaft|biologisch-dynamische Wirtschaftsweise]] zum Thema „Düngung und Nahrungsqualität“ gewidmet. 1968 markierte die Begründung der Betriebsgemeinschaft [https://www.dottenfelderhof.de Dottenfelderhof] (fünf Familien) und wenig später die der [https://www.dottenfelderhof.de/landbauschule/uebersicht/ Landbauschule Dottenfelderhof]. Nach zwanzigjähriger biologisch-dynamischer Aufbauarbeit mit Ehefrau und fünf Kindern, übernahm er die Leitung der „[https://www.sektion-landwirtschaft.org/ Landwirtschaftlichen Abteilung der naturwissenschaftlichen Sektion am Goetheanum]“ in [[Wikipedia:Dornach SO|Dornach]]/ [[Wikipedia:Schweiz|Schweiz]]. Nach vierzehnjähriger Tätigkeit und weiteren acht Jahren als freier Mitarbeiter an der mittlerweile um gegründeten „Sektion für Landwirtschaft“ kehrte er auf den Dottenfelderhof zurück und nahm erneut eine Lehrtätigkeit an der dortigen Landbauschule auf. Daneben betreut er seit 21 Jahren das [https://www.juchowo.org/de/stanislaw-karlowski-stiftung.html/ Dorfprojekt Juchowo] in [[Wikipedia:Polen|Polen]]. Es ist der Versuch, im östlichen Europa eine Pflanzstätte zu schaffen, in welcher die „Bildung der Erde“ ([[a:Novalis|Novalis]]) sich als eine soziale Aufgabe darstellt und „die soziale Frage“ in die Bildung der Erde eine Antwort findet. &lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
== Filmdokumentationen mit Manfred Klett ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dr. Manfred Klett - Biografie lang ===&lt;br /&gt;
Hier erzählt Manfred vor einer Handvoll von Azubis und Landbauschüler der biologisch-dynamischen Landwirtschaft vom Dottenfelderhof aus seiner Lebensbiografie. [[Manfred Klett - Biografie als Film|Seine ausführliche Transkription von Wort zu Text findest du hier.]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Filmdoku[[Datei:Biografie_Manfred_Klett.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=UxzloWD0xrU]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Biografie Manfred Klett -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Feier zur Buchveröffentlichung von Manfred Klett ===&lt;br /&gt;
[[Manfred Klett - Feier zur Buchveröffentlichung: &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot;|Filmdokumentation von einer Feier zum Anlass der Buchveröffentlichung von Manfred Klett]]. Manfred zu Ehren, fanden sich am 18. Juli 2021 im Rahmen einer kleinen Feier einige seiner Wegbegleiter ein, die heute ebenfalls zu den bekanntesten Menschen in der biologisch-dynamischen Bewegung gehören. Mit Freude wurde gefeiert, dass Manfred Klett sein neues Buch &amp;quot;Von der Agrartechnologie zur Landbaukunst&amp;quot; fertig gestellt und veröffentlicht hat. &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Filmdoku[[Datei:Manfred Klett von der Agrartechnologie zur Landbaukunst.PNG|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=zTTDNtf6uhY]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Manfred Klett -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenfruchtbarkeit und Ernährungsdynamik ===&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortrag im anthroposophischen Zweig in Nürnberg. Es geht um Bodenfruchtbarkeit, welche Manfred anschaulich im Jahreslauf darstellt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Filmdoku[[Datei:Dr. Manfred Klett biodynamische Landwirtschaft Vortrag Bodenfruchtbarkeit 12. November 2017.jpg|450px|center|link=https://biodyn.wiki/Bodenfruchtbarkeit_und_Ern%C3%A4hrungsdynamik_-_Vortrag_von_Manfred_Klett_am_12._November_2017]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Manfred Klett -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen ===&lt;br /&gt;
Im Januar 2018 hält Dr. Manfred Klett eine spannende Vortragsreihe in 4 Folgen vor den Auszubildenden und den Landbauschülern am Dottenfelderhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Bodenentwicklung im Jahreslauf - alle Folgen von Manfred Klett|Bodenentwicklung im Jahreslauf - alle Folgen von Manfred Klett]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Filmdoku&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen.JPG|250px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 1. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt; &lt;br /&gt;
| [[Datei:Manfred Klett Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen.JPG|250px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=UJyjfHQd5Q8]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 2. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Manfred Klett Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen.JPG|250px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=BZmr5x-0Yes]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 3. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Manfred Klett Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen.JPG|250px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=R7tR9CaXiMM]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 4. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;big&amp;gt;[[Betriebsorganismus und Düngung - alle Folgen von Manfred Klett]]&amp;lt;/big&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Filmdoku&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Manfred Klett Düngung, Hoforganismus und Präparate.JPG|250px|center|link=https://biodyn.wiki/Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_1. Folge von_Manfred_Klett]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 1. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung, Hoforganismus und Präparate.JPG|250px|center|link=https://biodyn.wiki/Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_2. Folge von_Manfred_Klett]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 2. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung, Hoforganismus und Präparate.JPG|250px|center|link=https://biodyn.wiki/Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_3. Folge von_Manfred_Klett]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 3. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung, Hoforganismus und Präparate.JPG|250px|center|link=https://biodyn.wiki/Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_4. Folge von_Manfred_Klett]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 4. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Hof als Organismus im geschichtlichen Werden in 10 Folgen ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;5&amp;quot; |Filmdoku&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 1| link=https://www.youtube.com/watch?v=WVgPaqVLRvo]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 1. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 2| link=https://www.youtube.com/watch?v=G7SSZhrpZKI]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 2. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 3| link=https://www.youtube.com/watch?v=cnAvmH_PAoM]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 3. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 4| link=https://www.youtube.com/watch?v=uADCCOU1B5w]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 4. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 5| link=https://www.youtube.com/watch?v=WE-3N-1Wdcc]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 5. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 6| link=https://www.youtube.com/watch?v=KC2JOLGMDuE]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 6. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 7| link=https://www.youtube.com/watch?v=L9KWwWt44WY]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 7. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 8| link=https://www.youtube.com/watch?v=GnUr2mZOTOg]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 8. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 9| link=https://www.youtube.com/watch?v=WvQdrn39Fs4]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 9. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Yt Titel Manfred Klett Hof als Organismus im geschichtlichen Werden. Vortragsreihe mit 10. Folgen.JPG|150px|Folge 10| link=https://www.youtube.com/watch?v=J-Y3ZLAoLjs]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 10. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Düngung in 12 Folgen===&lt;br /&gt;
Hier hält er für Auszubildende und Studierende eine Vorlesung in 12 Teilen. Es wird umfassend und ganzheitlich der Begriff der Düngung angeschaut. Viele weise Gedanken und seine reiche Lebenserfahrung fließen hier mit ein.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Filmdoku&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 1| link=https://www.youtube.com/watch?v=sYitfUdpZ-o]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 1. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 2| link=https://www.youtube.com/watch?v=DVsBmaGXPtM]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 2. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 3| link=https://www.youtube.com/watch?v=Ikdsk9JWqBg]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 3. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 4| link=https://www.youtube.com/watch?v=5IzRykZzNq4]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 4. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 5| link=https://www.youtube.com/watch?v=4mRWK57R6c4]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 5. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 6| link=https://www.youtube.com/watch?v=nswn0fhMxzY]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 6. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 7| link=https://www.youtube.com/watch?v=nDg6cZL7vOk]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 7. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 8| link=https://www.youtube.com/watch?v=iXhPvoH7QOk]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 8. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 9| link=https://www.youtube.com/watch?v=pcPOkTD7z18]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 9. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 10| link=https://www.youtube.com/watch?v=sYitfUdpZ-o]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 10. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 11| link=https://www.youtube.com/watch?v=Vzd7KQ7VrW0]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 11. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Manfred Klett Düngung.jpg|150px|Folge 12| link=https://www.youtube.com/watch?v=QGNQ-zfUoxg]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 12. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Geologie Vorlesung Dr. Manfred Klett zusammen mit Dr. Gunter Gebhard in 11 Folgen===&lt;br /&gt;
Hier hält [[ Dr. Manfred Klett]] für den Jahreskurs der Landbauschule, in welchem ich auch Teilnehmer war, im Juli 2017 eine Vorlesungsreihe zum Thema Geologie. Es handelt sich dabei um die letzte Vorlesungsreihe Geologie, die Manfred Klett hier durchführen wird. Im Anschluss zu den 11 Vorlesungen, erfolgt mit den Kursteilnehmern eine Exkursion, wo die Praxis erlebt werden konnte. Der Vorlesungsreihe Geologie wohnte auch Dr. Gunter Gebhard bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| colspan=&amp;quot;4&amp;quot; |Filme Geologie&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|1. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=8_eqXo13UXE]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 1. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|2. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=vLJX5-2hoao]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 2. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|3. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=Mgxoh3MXZ7A]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 3. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|4. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=Xrhlum1i9xQ]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 4. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|5. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=X9y_9vlY5lI]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 5. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|6. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=nRXZu8zOXMs]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 6. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|7. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=5NB616kxO_c]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 7. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|[[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|8. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=bzjlvzRGI68]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 8. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|[[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|9. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=TEE2q9K0lyk]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 9. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|10. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=CbAZch2CEvs]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 10. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| [[Datei:Geologie Vorlesung in 11 Teilen Dottenfelderhof.jpg|150px|11. Folge| link=https://www.youtube.com/watch?v=DDLozvTtGXw]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- 11. Folge -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_ein_Vortragszyklus_von_Manfred_Klett&amp;diff=2000</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - ein Vortragszyklus von Manfred Klett</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_ein_Vortragszyklus_von_Manfred_Klett&amp;diff=2000"/>
		<updated>2023-04-02T13:23:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Alle Folgen auf einen Blick */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Manfred Klett.jpg|thumb|400px|Dr. Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Einleitung==&lt;br /&gt;
Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alle Folgen auf einen Blick==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Vorlage:Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_Vortr%C3%A4ge_als_Tabelle&amp;diff=1999</id>
		<title>Vorlage:Betriebsorganismus und Düngung Vorträge als Tabelle</title>
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		<updated>2023-04-02T13:22:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Die Seite wurde neu angelegt: „&amp;lt;onlyinclude&amp;gt; {| class=&amp;quot;notiz&amp;quot; |- | &amp;lt;center&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Vortragszyklus&amp;lt;br&amp;gt;«Betriebsorganismus und Düngung»&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br&amp;gt;&amp;amp;nbsp; &amp;lt;center&amp;gt;  {| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0em 0em 0em 0em; font-size: 9pt;&amp;quot; |- |&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp; |&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp; |&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp; |Betriebsorganismus…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;margin: 0em 0em 0em 0em; font-size: 9pt;&amp;quot;&lt;br /&gt;
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|[[Betriebsorganismus und Düngung - 1. Folge von Manfred Klett|&amp;amp;nbsp;1&amp;amp;nbsp;]]&lt;br /&gt;
|[[Betriebsorganismus und Düngung - 2. Folge von Manfred Klett|&amp;amp;nbsp;2&amp;amp;nbsp;]]&lt;br /&gt;
|[[Betriebsorganismus und Düngung - 3. Folge von Manfred Klett|&amp;amp;nbsp;3&amp;amp;nbsp;]]&lt;br /&gt;
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|}&lt;br /&gt;
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		<title>Betriebsorganismus und Düngung - ein Vortragszyklus von Manfred Klett</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Alle Folgen auf einen Blick */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Manfred Klett.jpg|thumb|400px|Dr. Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Einleitung==&lt;br /&gt;
Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alle Folgen auf einen Blick==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Betriebsorganismus und Düngung in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Bodenentwicklung im Jahreslauf Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Betriebsorganismus_und_D%C3%BCngung_-_ein_Vortragszyklus_von_Manfred_Klett&amp;diff=1997</id>
		<title>Betriebsorganismus und Düngung - ein Vortragszyklus von Manfred Klett</title>
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		<updated>2023-04-02T13:19:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: Die Seite wurde neu angelegt: „Dr. Manfred Klett {{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}} == Einleitung== Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.    ==Alle Folgen auf einen Blick== Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der GA 327 (Landwirtschaftlicher…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Manfred Klett.jpg|thumb|400px|Dr. Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
== Einleitung==&lt;br /&gt;
Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alle Folgen auf einen Blick==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Bodenentwicklung im Jahreslauf Vorträge als Tabelle}}&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Sonstige Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Manfred Klett]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landbauschule Dottenfelderhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dornach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftliche Sektion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Goetheanum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vortrag]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Video]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:GA 327]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landwirtschaftlicher Kurs]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Stemü</name></author>
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	<entry>
		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_1._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=1996</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 1. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<updated>2023-04-02T13:12:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Literaturangaben */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Banner1v7ManfredKlettVorträgeBodenentwicklung}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Bodenentwicklung im Jahreslauf - alle Folgen von Manfred Klett#Alle Transkriptionen|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;■&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;]] [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Sinn und Zweck - Vorträge von Manfred Klett}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
==Video &amp;amp; Audio==&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred Klett 1v4 Bodenentwicklung im Jahreslauf.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=9Z-E0-7vbbk]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 1v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/5ae3skedbg8yf9t/Folge%201%20v%204_%20Dr.%20Manfred%20Klett_%20Bodenentwicklung%20im%20Jahreslauf.mp3?dl=0 Audio zum streamen &amp;amp; runterladen]&amp;lt;/center&amp;gt; &amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/pm85m0wwef01lf0/Folge%201%20v%204_%20Dr.%20Manfred%20Klett_%20Bodenentwicklung%20im%20Jahreslauf.mp4?dl=0 Video zum streamen &amp;amp; runterladen]&amp;lt;/center&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Banner2v7ManfredKlettVorträgeBodenentwicklung}}&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;notiz&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Themenschwerpunkte==&lt;br /&gt;
  {| class=&amp;quot;notiz center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;lt;small&amp;gt;[[Bodenentwicklung im Jahreslauf - alle Folgen von Manfred Klett|&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;■&amp;amp;nbsp;&amp;amp;nbsp;]] [[Bodenentwicklung im Jahreslauf - 2. Folge von Manfred Klett|▷ nächste Folge]]&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
{{Banner3v7ManfredKlettVorträgeBodenentwicklung}}&lt;br /&gt;
==Transskription des Vortrages 1.Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die drei Grundsäulen der Landwirtschaft ===&lt;br /&gt;
Good afternoon everybody! So, wir wollen jetzt heute Nachmittag im beschleunigten Verfahren ein neues Thema anschlagen, was jetzt an einem Punkt sozusagen ins Konkrete geht. Nun ist es ja so, Sie haben ja gesehen, so ein landwirtschaftlicher Betrieb ist ein sehr vielseitiger, wo Ackerbau, Gartenbau, Obstbau, Viehwirtschaft in voller Breite, Wiesen- und Weidewirtschaft, Heckenbau, Waldbau, Gewässerwirtschaft, alles klingt zusammen zu einem Ganzen. Und ich möchte jetzt mal nur eine Sparte herausgreifen, nämlich den Ackerbau und den Gartenbau in Bezug auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf, die wir dann bearbeitend unterstützen. Und das ist ja sozusagen im Grunde genommen das Zentrum der Landwirtschaft überhaupt, nicht wahr, dass man ja mit dem Boden umgeht, dem Organ, was eigentlich schöpferisch ist in der Landwirtschaft. Also das ist das Organ, was im Grunde genommen alles das hervorbringt und hervorzaubert, was nur irgendwie die Existenz von Mensch und Tier ermöglicht auf Erden. Und da ist es ja so, dass wir in Bezug auf diese Erzeugung, die ackerbauliche und gartenbauliche Erzeugung, dass wir da &#039;&#039;&#039;drei Grundsäulen&#039;&#039;&#039; haben, die diese Produktion gewissermaßen optimiert. Und das ist einerseits die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; die älteste Ackerbaukunst, könnte man sagen, die Bodenbearbeitung. Das Zweite ist die &#039;&#039;&#039;Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und das Dritte ist die &#039;&#039;&#039;Düngung.&#039;&#039;&#039; Auf diesen drei Säulen ruht eigentlich der gesamte Ackerbau und der gesamte Gartenbau letzten Endes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bodenbearbeitung ===&lt;br /&gt;
Und ich möchte und muss mich jetzt also beschränken hier auf &#039;&#039;&#039;die Bodenbearbeitung,&#039;&#039;&#039; also das Erste. Es ist das Älteste überhaupt. Seit es überhaupt eine Kultivierung gibt des Bodens, seit der &#039;&#039;&#039;ur-persischen Kultur,&#039;&#039;&#039; so im achten vorchristlichen Jahrtausend, gibt es Bodenbearbeitung. Da hat man angefangen, eben den Boden zu ritzen, noch nicht zu pflügen, aber zu ritzen, mit ganz einfachen Mitteln. Meistens waren es sogar Holzpflüge. Und später kam dann erst eine Schar drauf geschraubt, ja?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Das war Bodenbearbeitung, Ackerbau und Düngung, diese drei Säulen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Fruchtfolge war das Zweite.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay, danke!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ackerbau, Fruchtfolge und Düngung. Und das Älteste ist wie gesagt also die Bodenbearbeitung. Und erst sehr viel später kam dann wirklich der wendende Pflug auf, in der römischen Kultur, römisch-griechischen Kultur und zwar gar nicht mal so sehr primär in Rom also im römischen Einflussbereich, sondern in Gallien. Also Caesar beschreibt zum Beispiel auf seinem Weg nach England, in seinen Eroberungszügen nach Norden beschreibt er, wie er in Gallien den zweischarigen Pflug antrifft. Und da war er völlig perplex, dass sowas überhaupt möglich ist, dass man schon damals zweischarig gepflügt hat; die Gallier. Nun also, und dann hat sich ja (dann) die Bodenbearbeitung (dann) weiterentwickelt, so durch die Jahrhunderte. Ich komme da noch mal gleich drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Fruchtfolge&#039;&#039;&#039; Und das Zweite ist &#039;&#039;&#039;die Fruchtfolge.&#039;&#039;&#039; Und die Fruchtfolge, die ist eigentlich sehr viel später erst entstanden, auch sehr sicher &#039;&#039;&#039;keltischen Ursprungs.&#039;&#039;&#039; Also auch so noch aus der römisch-griechischen Zeit haben die Kelten schon angefangen mit der Dreifelderwirtschaft. Die Dreifelderwirtschaft ist dann erst eingezogen in die christlich-abendländische Entwicklung des sechsten, siebten, achten, neunten Jahrhunderts. Aber schon davor haben die Kelten angefangen, eine Art Fruchtfolge so systematisch zu entwickeln und zu handhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Düngung&#039;&#039;&#039; Und die &#039;&#039;&#039;Düngung ist das Allerjüngste.&#039;&#039;&#039; Obwohl man sagen kann, in vorchristlichen Zeiten haben selbstverständlich die ganzen großen Hochkulturen auch gedüngt, aber mit Wasser. Das war eine Wasserdüngung, die naturhaft abgelaufen ist, im Wesentlichen. Später dann natürlich auch durch künstliche Bewässerung. Aber im Grunde genommen überall da, wo der Organismus im Naturwachstum durch die großen Flussgebiete, die Überschwemmungsgebiete des Nils, des Zweistromlandes oder dann der afghanischen oder damaligen eben ur-persischen Gebiete, die Flüsse, die da aus dem Hindukusch kamen. Und dann vorher in Indien eben der Ganges und das Brahmaputra-Gebiet. Das waren die großen Flussgebiete, wo die Natur selber gedüngt hat, durch die Überschwemmungen und durch die Sedimentation von Humus, von feinen Bodenteilchen, Ton, Feinsand und Grobsand, das hat jährlich sedimentiert, hat jährlich die Böden verjüngt, sozusagen. Aber eine Düngung in dem Sinne, wie wir es verstehen, dass wir heute mit etwas düngen, was nicht wässrigen Charakter, sondern eben schon mehr dem Festen, Erdigen entspricht, das ist erst eine Entwicklung, die auch, auch würde ich sagen, auf &#039;&#039;&#039;die Kelten&#039;&#039;&#039; zurückgeht. Also die Kelten waren die Ersten, die angefangen hatten, mit Tonen zu düngen.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mit was?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Verschiedenen Tonarten. Die haben die sogar über die Lande verfrachtet. Die haben sogar über den Kanal von England, haben die Tone rübergefahren an die Normandie, reine Kalkgebiete und haben damit gedüngt. Und dann später im Mittelalter hat man &amp;quot;gemergelt&amp;quot;, also mit Kalktonen. Und dann kam eben überhaupt erst eine gezielte Düngung auf, dann in den abendländisch-christlichen Dorfschaften des siebten, achten, neunten Jahrhunderts, wo Ackerbau und Viehzucht zueinander in Beziehung gebracht worden sind. Das habe ich ja erzählt im Detail. &#039;&#039;&#039;Also die Düngung ist das Allerjüngste. Und heute das Allerbedeutendste und Wirkungsvollste,&#039;&#039;&#039; in den verschiedenen Arten, wie man sie eben anwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Entstehung des Bodens ===&lt;br /&gt;
Nun, ich möchte also jetzt mich reduzieren auf die Fragen der Bodenbearbeitung, im Zusammenhang mit der Entwicklung im Jahreslauf, der Bodenentwicklung im Jahreslauf. Nun ist ja das große Rätsel der Boden selber. Es ist ja ein unergründliches Rätsel, ein schieres Nichts eigentlich, eine hauchdünne &#039;&#039;&#039;Haut über die Erde,&#039;&#039;&#039; wo alles heraussprießt, was die höheren Naturreiche dann ausmacht. Aber eigentlich, wenn man genau hinguckt, ja, was ist denn das eigentlich? Es ist eigentlich so gut wie ein Nichts. Nach unten setzt sich dann sofort das Gestein fort, in den Untergrund. Nach oben ist eine Riesenatmosphäre und so. Aber da ist nur eine Haut dazwischen und die nennen wir Boden. Und jetzt ist die Frage, was spielen sich eigentlich für Prozesse ab, dass es möglich ist, dass an dieser Grenze zwischen dem Wässrigen und Festen der Erde, der &#039;&#039;&#039;Elemente des Erdigen, Festen und des Wässrigen und Luft und Wärme,&#039;&#039;&#039; an dieser Grenze, wo die sich alle berühren, der Boden entsteht? Man hat heute eine Bodenkunde, die wird an den Universitäten gelehrt, ist zu einer Mordswissenschaft geworden. Und hat dort nun begonnen, die ganzen, also die grundlegenden &#039;&#039;&#039;physiologischen Prozesse&#039;&#039;&#039; zu beschreiben, die sich da jetzt in den Böden so vollziehen. Und zwar mehr im Sinne einer &#039;&#039;&#039;Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; nicht die des einzelnen Jahres, sondern über die langen Zeiten hinweg, nämlich im Wesentlichen seit den letzten Eiszeiten. Und die letzten &#039;&#039;&#039;Eiszeiten&#039;&#039;&#039; datieren zurück auf ungefähr 10.000 vor Christus. Da hat sich das Eis hier, die große Eisbedeckung in Europa zurückgezogen. Die hat ja gereicht bis in die deutschen Mittelgebirge vom Norden, über die ganze Norddeutsche Tiefebene. Das war ja alles ein riesen Eispan,zer gewesen. Und von Süden, von den Alpen her, hat sich auch ein Eispanzer ausgebildet, der dann bis ins voralpine Gebiet, also bis auf die Schwäbische Alb hinauf vorgestoßen ist. Und dazwischen war ein vereistes Gebiet, nicht im Sinne von Gletschereis, sondern eine &#039;&#039;&#039;Tundrabildung sozusagen. Also ein Dauerfrostboden,&#039;&#039;&#039; der nur gelegentlich während der Sommerzeit mal oberflächlich aufgetaut ist und so. Also das sind die geologischen Fragen, da könnten wir jetzt ein paar Stunden drüber reden. Jedenfalls ist das der &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkt der ganzen Bodenentwicklung.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sedimentation und Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Durch die Eiszeiten hat sich, ich möchte mal sagen, über die ganze nördliche Erdensphäre, also nördlich des Äquators, hat sich eine &#039;&#039;&#039;Sedimentation&#039;&#039;&#039; ergeben, rein, möchte ich mal sagen, aus Rohstoffen der Bodenbildung. Vorher waren da nur Gesteine, Grobgesteine, feinere Gesteine, Gletscherschliff oder eben dann der Löss zum Beispiel, eine &#039;&#039;&#039;äolische Sedimentation,&#039;&#039;&#039; also aus der Luft über die Winde verfrachtet. Aber es war vollkommen mineralisch, tot, absolut tot. Und jetzt fängt dann eben an, durch die Erwärmung des Klimas, durch das &#039;&#039;&#039;Zusammenwirken von Erde, Wasser, Luft und Wärme fängt das an zu verwittern.&#039;&#039;&#039; Und so sind eigentlich unsere &#039;&#039;&#039;Böden im Wesentlichen entstanden,&#039;&#039;&#039; über eine Entwicklungszeit von 10.000 Jahren etwa. Und sind entstanden im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;durch eine physikalisch-chemische Verwitterung, auch biologische Verwitterung.&#039;&#039;&#039; Also es würde jetzt zu weit führen, das im Detail zu schildern. Aber im Wesentlichen chemisch-physikalisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Horizontierung und Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Und das hat jetzt zu einer bestimmten &#039;&#039;&#039;Horizontierung unserer Böden&#039;&#039;&#039; geführt. Also wenn Sie jetzt rausgehen dann mal mit dem Spaten und graben mal den Boden auf, und das empfehle ich jedem zu machen, mal auf dem heimatlichen Hof einen Spaten in die Hand zu nehmen und dann mal, so mal &#039;&#039;&#039;einen Meter tief zu graben,&#039;&#039;&#039; Minimum. Und dann hat man in der Tasche noch so ein kleines Salzsäure-Fläschchen, &#039;&#039;&#039;verdünnte Salzsäure,&#039;&#039;&#039; macht da ein tiefes Loch und prüft immer wieder, je nachdem, welchen Horizont man jetzt durchstößt, prüft jetzt mit der Salzsäure, ob da eine Reaktion zu sehen ist. Wenn (es) nämlich &#039;&#039;&#039;nichts passiert,&#039;&#039;&#039; dann ist es ein Zeichen dafür, dass der &#039;&#039;&#039;Boden entkalkt&#039;&#039;&#039; ist. Und &#039;&#039;&#039;sobald es anfängt jetzt, zu brausen,&#039;&#039;&#039; dann bildet sich nämlich ein Kalziumbikarbonat. Dann setzt sich das CrCO3 um in &#039;&#039;&#039;Kalziumbikarbonat&#039;&#039;&#039; und es &#039;&#039;&#039;entsteht Kohlensäure.&#039;&#039;&#039; Und diese Kohlensäure, die geht zum Teil als CO2 in die Luft und zum Teil eben als Wasser in den Boden, der Rest. Also so kann man jetzt prüfen, wenn man da ein Loch gräbt auf seinem eigenen Acker und sieht, wie tief jetzt der Boden entkalkt ist. Und normalerweise sagt man, sobald diese Reaktion nachzuweisen ist, also dass da &#039;&#039;&#039;freier Kalk offensichtlich im Boden&#039;&#039;&#039; ist, dann hat man die &#039;&#039;&#039;Grenze der Verwitterung&#039;&#039;&#039; erreicht. Der Boden ist von oben nach unten verwittert. Und dann plötzlich kommt der Moment, wo jetzt diese Reaktion stattfindet, Kohlensäure aufbraust. Und dann muss man sagen, &#039;&#039;&#039;bis dahin ist der Boden über diese 10.000 Jahre hinweg verwittert.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, das unverwittert ist. Also man rechnet heute zum Boden &#039;&#039;&#039;alles das, was verwittert ist. Das nennt man Boden.&#039;&#039;&#039; Und darunter ist das anstehende Gestein, aus dem der Boden durch Verwitterung entstanden ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Begabung des landwirtschaftlichen Organismus ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können Sie sich denken, dass je nachdem, welches Gestein im Untergrund ansteht, sind die Böden verschieden. Auf einem Granit entsteht ein anderer Boden, aus einer Granit-Verwitterung ein anderer Boden als Basalt-Verwitterung oder wieder ein anderer Boden so auf Lockergestein wie Löss oder sonstigen Kieselablagerungen oder dergleichen oder Schiefergesteinen oder was es auch sein mag. &#039;&#039;&#039;Also jeder Standort hat seine eigenen Böden. Der Dottenfelderhof hat mindestens sechs, sieben verschiedene Bodentypen hier.&#039;&#039;&#039; Auf die Bodentypen komme ich gleich zu sprechen. Also außerordentlich vielfältig. Und die muss man eigentlich kennen. Also man sollte zumindest schon ungefähr wissen auf dem Hof, wo man ist, was liegen hier eigentlich für Bodentypen vor? Was ist eigentlich im Untergrund anstehend an Gestein? Denn das eben schafft diese sogenannte, was ich genannt habe, es steht nicht im Lehrbuch, &#039;&#039;&#039;Begabung des landwirtschaftlichen Organismus.&#039;&#039;&#039; Je nachdem, welches Gestein eben hier zur Bodenentwicklung beigetragen hat, ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Also das Gestein bedingt die Verwitterung.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Beginn der Verwitterung ===&lt;br /&gt;
Nicht das Gestein. &#039;&#039;&#039;Das Gestein ist der Ausgangspunkt&#039;&#039;&#039; dafür. Das Gestein verwittert. Das Gestein ist ein Klotz, also ein Fels. Und aus dem Fels würde keine Pflanze herauswachsen. Und jetzt muss erstmal dieser &#039;&#039;&#039;Kristallverband des festen Gesteins,&#039;&#039;&#039; wie es sich gebildet hat, entweder vulkanisch, in Form von Basalt oder aus Urgestein aus Urururzeiten Granit oder Porphyrit oder die Gneise, die man also dann meistens in den deutschen Mittelgebirgen findet, im Schwarzwald und hier im Thüringer Wald und so weiter. Das sind Urgesteine. Und die sind ja sozusagen ein Mineralverband. Und dieser Mineralverband ist im Wesentlichen &#039;&#039;&#039;Quarz, Feldspat und Glimmer. Das sind die drei Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die man normalerweise findet. Und die sind fest kristallin verbunden zu einer Einheit. Und durch die Verwitterung, das heißt &#039;&#039;&#039;durch Wasser-, durch Luft- und durch Wärme-Einwirkung löst sich dieser Kristallverband und dann beginnt die Verwitterung.&#039;&#039;&#039; &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Diese Salzsäurereaktion findet in dem Ausgangsgestein statt, also unten oder in dem darüber?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Nicht in dem darüber. Da ist es entkalkt. Und dann kommt der Moment, &#039;&#039;&#039;wo jetzt der natürliche Kalkgehalt&#039;&#039;&#039; des Gesteins, &#039;&#039;&#039;des Untergrundes plötzlich diese Reaktion auslöst.&#039;&#039;&#039; Deswegen kann man die Grenze der Bodenentwicklung sehen im Übergang von dem Nichtaufbrausen zu dem Aufbrausen. Denn das bezeichnet die sogenannte Kalklösungsgrenze. Also wir wollen uns jetzt nicht irgendwie in solche Detailbetrachtungen hier verlieren. Die stehen ja weitgehend, was die Verwitterung angeht, in jedem Lehrbuch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Festellung verschiedener Horizontierungen ===&lt;br /&gt;
Zunächst mal nur das Grundsätzliche und da möchte ich noch kurz dazu sagen, dass, wenn Sie dann so ein Loch graben, hier, und so machen, dass Sie hier &#039;&#039;&#039;reinsteigen können in die Grube und dann haben Sie hier ein sogenanntes Profil.&#039;&#039;&#039; Das nennt man Profil. Da können Sie sich hier schön hinsetzen auf Ihre Stufen und können mal gucken, hier unten ist die Kalklösungsgrenze. Kalklösungsgrenze. Und dann können Sie das Profil mal betrachten. Dann werden Sie merken, dass es gar nicht einheitlich ist, sondern dass da &#039;&#039;&#039;verschiedene Horizontierungen festzustellen sind, also durchgehende Schichten.&#039;&#039;&#039; Und man kann sagen, &#039;&#039;&#039;je stärker diese Schichten hervortreten, desto älter ist der Boden&#039;&#039;&#039; beziehungsweise desto degradierter ist der Boden, desto also älter in dem Sinne, dass er degradiert ist, dass er abgebaut hat schon, dass er ausgewaschen ist, dass er also keine große Fruchtbarkeite(n) von Natur aus mehr hat, je stärker diese Horizontierungen sind; und &#039;&#039;&#039;je weniger diese Horizontierungen sind, desto jünger,&#039;&#039;&#039; kann man sagen, &#039;&#039;&#039;ist der Boden.&#039;&#039;&#039; Desto fruchtbarer ist er, desto gesünder ist er noch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum Kultivierung der Böden? ===&lt;br /&gt;
Es ist ein interessantes Phänomen. Das knüpft noch mal an die Frage an, die mir da gestellt worden ist, &#039;&#039;&#039;warum man eigentlich einen Boden nicht der Natur überlassen oder überhaupt die Natur sich selbst überlassen soll,&#039;&#039;&#039; irgendwo in Naturschutzgebieten? Sondern warum muss das alles immer kultiviert werden? Ich habe mal selber Bodenuntersuchungen gemacht und habe mal verglichen, einen geologischen Standort auf Jungmoräne, das ist also die jüngste eiszeitliche Ablagerung, verglichen an einem Standort, wo nachweislich seit Urzeiten Wald ist. Und daneben, also auf demselben Standort, in derselben Geländeneigung, unter denselben klimatischen und sonstigen Bedingungen Ackerbau betrieben worden ist seit mindestens 1.000 Jahren. Und da war ich also völlig überrascht. Ich habe das dann mehrfach wieder bestätigt gefunden, dass &#039;&#039;&#039;unter Wald die Böden eine viel stärkere Horizontierung haben, als unter Ackerbau.&#039;&#039;&#039; Und dieser Ackerbau, dieses Profil des &#039;&#039;&#039;Ackerbaus,&#039;&#039;&#039; war so homogen von oben nach unten, in ganz leisen Übergängen, zarten Übergängen. Also kaum eine Horizontierung. Und das weist auf einen juvenilen Boden hin. &#039;&#039;&#039;Juvenil&#039;&#039;&#039; heißt also jung, noch sozusagen &#039;&#039;&#039;verwitterungsfrisch&#039;&#039;&#039; und voll eben belebt von oben nach unten. Und &#039;&#039;&#039;unter Wald&#039;&#039;&#039; war derselbe Standort viel deutlicher horizontiert. Das heißt, wo sogenannte Degradationserscheinungen auftreten. Der Boden &#039;&#039;&#039;degradiert. Er wird alt.&#039;&#039;&#039; Diese Schichten sind nichts anderes als Auswaschungsschichten, wo die Verwitterung so weit fortgeschritten ist, dass die Böden eben vieles an basischen Stoffen wie Kalk und Magnesium und Natrium, also Natrium ist ja ziemlich uninteressant, aber Kalium, darüber nicht mehr verfügen. Also sie sind stärker verarmt, sobald solche Horizonte auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Bodensystematik / Bodentypen: A-, B- und C-Horizont Nun unterscheidet man normalerweise dieses Profil, wenn man es beschreiben will, nach Horizonten.&#039;&#039;&#039; Und man sagt, das ist hier römisch A. Und dann sagen wir da, das ist römisch BE und das ist römisch BT und das wäre hier der C-Horizont, das ist der unverwitterte Untergrund. Man unterscheidet also normalerweise A-, B- und C-Horizont. &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039; heißt normalerweise die oberste Auflage, die fruchtbare, meistens also &#039;&#039;&#039;Humus, humifizierte Auflage.&#039;&#039;&#039; Und die &#039;&#039;&#039;B-Horizonte,&#039;&#039;&#039; die man ganz stark differenzieren kann dann auch, die bezeichnen die &#039;&#039;&#039;Verlehmungshorizonte,&#039;&#039;&#039; also wo Tonbildung, fortschreitend Tonbildung stattfindet. Und dann kommt diese Grenze zu einem Untergrund. Also hier war die Kalklösungfront. Nicht dass ich hier was Falsches schreibe. Das ist der &#039;&#039;&#039;C-Horizont&#039;&#039;&#039; hier, das ist die &#039;&#039;&#039;Kalklösungsfront.&#039;&#039;&#039; Das ist das &#039;&#039;&#039;unverwitterte Gestein.&#039;&#039;&#039; So. Und jetzt kann man sozusagen dieses Profil genauer beschreiben. Und die sind heute genau beschrieben. Und daraus hat man nämlich die &#039;&#039;&#039;Bodensystematik entwickelt, dass man heute von Bodentypen spricht,&#039;&#039;&#039; ein bestimmter Bodentypus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== A-C-Böden: Rendzina, Ranker ===&lt;br /&gt;
Und wenn ich höre, ein Betrieb sitzt auf einem A-C-Boden, nur der &#039;&#039;&#039;A-Horizont&#039;&#039;&#039; ausgebildet und der &#039;&#039;&#039;C-Horizont, dazwischen ist nichts,&#039;&#039;&#039; das ist meistens auf Kalkstandorten der Fall, dass man so das vorfindet. Auf der Schwäbischen Alb oben oder der Fränkischen Alb, da findet man solche A-C-Böden, wo durch den &#039;&#039;&#039;Überschuss an Kalk die Verwitterung stark gebremst&#039;&#039;&#039; wird. Und da bildet sich ein sehr schöner &#039;&#039;&#039;Mull-Humus-Horizont&#039;&#039;&#039; hier oben, aber nur so flachgründig. Und darunter steht dann gleich das Gestein an, der feste, harte Kalk. Dann hat man es mit einem A-C-Boden zu tun. Das muss ich auch noch kurz mal hier an die Tafel malen. Also wenn das Profil ein &#039;&#039;&#039;A-C-Boden ist, dann spricht man von einer Rendzina.&#039;&#039;&#039; Rendzina. Wenn Sie das Wort mal hören, dann wissen Sie, und &#039;&#039;&#039;das ist auf Kalk.&#039;&#039;&#039; Das ist sozusagen die erste Boden-Entwicklungsstufe, dass sich kräftig Humus entwickelt an der Oberfläche und drunter ist das unverwitterte Gestein. Und jetzt, wenn aber da oben &#039;&#039;&#039;mehr Kieseliges&#039;&#039;&#039; ist, Kiesel, also stark Quarz zum Beispiel im Granit, &#039;&#039;&#039;saures Material, was schwer verwittert,&#039;&#039;&#039; wenn das also sehr kieselhaltig ist, das Ausgangsgestein, dann bildet sich ein &#039;&#039;&#039;Ranker.&#039;&#039;&#039; Hier zum Beispiel, hier in diesem Geländeanstieg da oben, da haben wir Ranker beziehungsweise Braunerderanker. Das sind so Übergangsbereiche. Das ist auch also hier ein A-C-Boden. Und jetzt, das sind die &#039;&#039;&#039;Ausgangspunkte aller Boden-Entwicklungen.&#039;&#039;&#039; Wenn man solche Standorte hat, wo das vorkommt, dann hat man es mit einer &#039;&#039;&#039;sehr jungen, sehr langsamen, gehemmten Verwitterung&#039;&#039;&#039; zu tun. Meistens an Hanglagen finden die sich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Altwerden des Bodens: Verwitterung / Tonbildung / B-Horizont ===&lt;br /&gt;
Und jetzt gibt es eine Verwitterungsstufe, die führt zu einer stärkeren, zu einem &#039;&#039;&#039;Altwerden des Bodens,&#039;&#039;&#039; nennt man das. Diese juvenilen Standorte werden jetzt durch die Verwitterung älter, das heißt durch Verlagerung, &#039;&#039;&#039;durch Verwitterung werden Stoffe frei, Ton-Bildung findet statt.&#039;&#039;&#039; Alle möglichen, die basischen Bestandteile, wie gesagt, wie Calcium und Magnesium und Kalium, werden ausgewaschen in den Untergrund, hier in den C-Horizont, wandern ins Grundwasser. Der Kalk sorgt dann für die Härte des Wassers, dass das Wasser dann - dass man sehr viel Seife braucht, um sozusagen sich die Hände zu waschen. Und die &#039;&#039;&#039;Rendzina entwickelt sich jetzt zu Para-Braunerde.&#039;&#039;&#039; Das ist so eine weitere Entwicklungsstufe, Para-Braunerde. Und die hier zu &#039;&#039;&#039;Braunerde.&#039;&#039;&#039; Und das heißt, jetzt entsteht zu dem A-C-Horizont ein &#039;&#039;&#039;A-B-C-Horizont.&#039;&#039;&#039; Das heißt, entsteht hier diese Horizontierung. Die besteht darin, dass Ton sich bildet, aus der Mineralverwitterung von Felsspäten, von Glimmern und dergleichen, was da so die &#039;&#039;&#039;Mineralkomponenten des Ausgangsgesteines&#039;&#039;&#039; sind, &#039;&#039;&#039;entsteht durch die Verwitterung Ton,&#039;&#039;&#039; Tonmineralien. Das ist das, was dann klebt, was dann knarscht, wo man dann schöne Töpfe formen kann und so weiter. Also das, was man eben Ton nennt in der Erde. Es gibt ja auch den Ton, den man hören kann. Aber interessanterweise ist es das gleiche Wort. Es gibt vielleicht Gründe, dass es so ist. &#039;&#039;&#039;Der Ton schafft neben dem Humus eigentlich die Fruchtbarkeit unserer Böden.&#039;&#039;&#039; Also hier haben wir jetzt mehr den Humushorizont. Und das ist jetzt der &#039;&#039;&#039;Be-, Bt-Horizont. Das ist also der Tonhorizont.&#039;&#039;&#039; So. Und so bildet sich hier die Braunerde und jetzt kann die Verwitterung immer weiter fortschreiten, wenn die Bedingungen entsprechend sind. Zum Beispiel &#039;&#039;&#039;auf Sandböden verwittern die Böden viel schneller&#039;&#039;&#039; als ich sage mal auf einem Basalt-Untergrund. Braunerde. Sodass jetzt aus dieser Braunerde (jetzt) ein Boden entsteht, den man gar nicht gerne hat. Also ein schreckliches Zeug, der sogenannte &#039;&#039;&#039;Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und der also eine starke Horizontierung zeigt, wo schon der &#039;&#039;&#039;A-Horizont eine Bleichzone&#039;&#039;&#039; unter der schwarzen Humusauflage, so eine graue Bleichzone hat. Auch die setzt sich fort in den B-Horizont und unten hat man dann einen Bt-Horizont, das heißt B-Ton. Da verlagert sich schon der Ton in den Untergrund. Durch die Niederschläge, durch die Verwitterung wandert dann der Ton in den Untergrund, zum Teil auch der Humus. Und das setzt sich fort bis zum &#039;&#039;&#039;Podsol.&#039;&#039;&#039; Das machen wir hier dann. Entschuldigung! Das ist der sogenannte Podsol, auf dieser Seite. Und das ist das Ende vom Lied. Also nicht ganz das Ende vom Lied, aber auf nahezu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Langzeitbodenentwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Böden werden immer älter und immer älter und immer älter. Also man sagt, eine Alterung, ein &#039;&#039;&#039;Alterungsprozess,&#039;&#039;&#039; wenn (das) der ursprüngliche &#039;&#039;&#039;Rankersand beim Podsol endet.&#039;&#039;&#039; Oder eben ein wunderschöner &#039;&#039;&#039;Rendzina,&#039;&#039;&#039; aber übergehend &#039;&#039;&#039;in die Para-Braune(rde),&#039;&#039;&#039; die dann eigentlich leistungsfähig ist, auch hier die &#039;&#039;&#039;Braunerde,&#039;&#039;&#039; geht es über &#039;&#039;&#039;in den Pseudogley.&#039;&#039;&#039; Und da fängt es langsam an zu kippen. Also da werden die Böden dann wirklich auch schwierig zu bearbeiten und sind dann nicht mehr sehr leistungsfähig. Und so spricht man hier von einer &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung, über 10.000 Jahre, eine Langzeitentwicklung,&#039;&#039;&#039; also die über große Zeiträume geht. Und es gibt Gegenden der Erde, wo die Verwitterung so stark ist, also &#039;&#039;&#039;in den Tropen,&#039;&#039;&#039; in den Feuchttropen, in den eigentlichen Regentropen, so stark ist, dass diese &#039;&#039;&#039;Profile bis zu dreißig Meter tief&#039;&#039;&#039; sind. Dass die Verwitterung zum Teil natürlich auch schon längere Zeiten, weil es da keine Eiszeiten gab, aber es gab die &#039;&#039;&#039;Pluviazeiten.&#039;&#039;&#039; Während wir Eiszeiten hatten hier, hatten die intensive Regenzeiten damals, zum Beispiel auch in der Sahara, die war begrünt in diesen frühen Zeiten. Und da haben sich also Böden entwickelt durch Verwitterung, mit einer solchen Intensität, die sogenannten &#039;&#039;&#039;Roterden oder Laterite&#039;&#039;&#039; oder wie sie alle heißen, Bodentypen, die dann also dreißig Meter tief allemal in Kalk sind, wo auch das Eisen schon anfängt zu wandern, also wirklich hochsterile Böden, unter dem Amazonas-Urwald zum Beispiel hat man solche Standorte. Also ich möchte mich gar nicht weiter darauf einlassen. Das ist die Langzeit-Bodenentwicklung. Und die wird heute im Wesentlichen an den Hochschulen gelehrt. &#039;&#039;&#039;Und es gibt ein wunderbares Buch, muss ich wirklich sagen, von Mückenhausen, der war Professor in Bonn.&#039;&#039;&#039; [10.1s] Und ich gebe es mal rum. Da sind diese ganzen Bodenprofile aufgezeichnet, alle nach unmittelbarer Wahrnehmung genauestens beschrieben. Nur dass Sie mal sehen, was das für eine Fleißarbeit ist, die da über die Jahrzehnte geleistet worden (sind) ist. Man hat das alles klassifiziert und daraus hat man die Bodentypen formuliert. Die haben ganz bestimmte Bezeichnungen. Und die kennzeichnen jeweils, welche Prozesse abgelaufen sind in diesen letzten 10.000 Jahren. Und wie man an seinem eigenen Standort wirklich erkennen kann, aha, das ist also jetzt wirklich eine typische Para-Baunerde oder eine stark lessivierte Para-Braunerde. &#039;&#039;&#039;Lessiviert heißt ausgewaschen.&#039;&#039;&#039; Und so weiter.&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was sind das in unseren Breitengraden für Zeiträume, die es braucht von zum Beispiel einer Para-Braunerde zum Pseudogley?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwitterungskurve bei Kalk- bzw. Basenüberschuss ===&lt;br /&gt;
Das hängt vom Standort ab, je nachdem wie das Ausgangsmaterial (Material) beschaffen ist. Wenn es sehr stark entkalkt ist, also kalkarm, dann geht es umso schneller. Und sonst, wenn eher ein &#039;&#039;&#039;Kalküberschuss&#039;&#039;&#039; da ist, also ein &#039;&#039;&#039;Basenüberschuss&#039;&#039;&#039; nennt man das. Gegenüber den sauren Gesteinen gibt es die basischen Gesteine. Die &#039;&#039;&#039;basischen Gesteine verwittern eben sehr viel langsamer. In der Regel, durch den Kalküberschuss.&#039;&#039;&#039; Der Kalk hält das immer noch. Der verzögert die Verwitterung. Aber wenn der &#039;&#039;&#039;Kalk immer wieder ausgewaschen&#039;&#039;&#039; wird, dann beschleunigt sich das unter Umständen sehr schnell. Das ist nicht eine gleichmäßige Verwitterung, so eine lineare &#039;&#039;&#039;Verwitterungskurve,&#039;&#039;&#039; sondern eine, die sozusagen so geht, dann plötzlich &#039;&#039;&#039;knickt es ab.&#039;&#039;&#039; Und da gehen die Prozesse sehr viel schneller. Aber was ich hier schildere, das steht in jedem Lehrbuch, können Sie nachlesen in vielfältiger Schilderung. Das ist alles, möchte ich mal sagen, chemisch-physikalisch hat man das alles wunderbar analysiert und hat daran Theorien geknüpft und weiß Gott was. Aber das interessiert mich als &#039;&#039;&#039;Ackerbauer&#039;&#039;&#039; nicht besonders. Es ist natürlich, man muss es wissen. Was ist das jetzt für ein Bodentyp, der hier auf dem Hof ansteht? Man muss sozusagen &#039;&#039;&#039;in der Natur lesen lernen, auch seine Böden.&#039;&#039;&#039; Lesen lernen, was waren da für Vorgänge in den Zeiten, die Jahrtausende, die vorausgegangen sind? Das ist schon ungeheuer wichtig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr ===&lt;br /&gt;
Aber wenn Sie Ackerbauer sind und wollen Ihren &#039;&#039;&#039;Acker bestellen&#039;&#039;&#039; und wollen da also ein anständiges Wachstum entwickeln im Jahreslauf, dann kommt es auf andere Prozesse an. Dann kommt es auf das an, was jetzt hier und jetzt aktuell möglich ist an &#039;&#039;&#039;Bodenentwicklung von Jahr zu Jahr.&#039;&#039;&#039; Die nimmt einen &#039;&#039;&#039;Anfang im Winter&#039;&#039;&#039; und setzt sich fort über das &#039;&#039;&#039;Frühjahr,&#039;&#039;&#039; dann über den &#039;&#039;&#039;Sommer zum Herbst&#039;&#039;&#039; hin und dann &#039;&#039;&#039;wieder im Winter&#039;&#039;&#039; und dann kommt da was zu Ende, dann &#039;&#039;&#039;stirbt etwas&#039;&#039;&#039; und was &#039;&#039;&#039;Neues entwickelt sich&#039;&#039;&#039; im nächsten Jahr. Und dem folgt ja dann die äußere Entwicklung auch der Pflanzenwelt. Das muss man kennen. Was sind das für Prozesse, die sich im Jahreslauf abspielen, die wir &#039;&#039;&#039;begleiten durch unsere Maßnahmen,&#039;&#039;&#039; durch die &#039;&#039;&#039;Bodenbearbeitung&#039;&#039;&#039; insbesondere? Und wie können wir diese Prozesse durch Bearbeitung des Bodens entweder &#039;&#039;&#039;fördern,&#039;&#039;&#039; möglicherweise gar auch mal &#039;&#039;&#039;hemmen&#039;&#039;&#039; und also wie können wir sie so &#039;&#039;&#039;steuern,&#039;&#039;&#039; dass es jeweils den pflanzengemäßen Zustand entwickelt, den die Pflanzen brauchen? Und darauf möchte ich jetzt mein Augenmerk lenken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterboden / Frühjahrsboden ===&lt;br /&gt;
Also wenn Sie jetzt mal so ein Loch graben draußen würden auf dem Acker oder überhaupt auf den Acker rausgehen, dann gucken Sie sich mal so einen Standort an. Dann werden Sie bemerken, dass hier gerade während des Winters die Böden alle eine dunkle Färbung haben. Man guckt gar nicht immer so genau hin. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter sind die Böden dunkel.&#039;&#039;&#039; Und das täuscht immer einen tollen Humusgehalt vor. Und dabei ist es im Grunde genommen nichts anderes als die &#039;&#039;&#039;Wassersättigung der Böden.&#039;&#039;&#039; Die sind bis oben hin voll mit Wasser. Alle Poren, die im Boden sind und man rechnet normalerweise bei unseren Böden mit ungefähr fünfzig Prozent Bodenvolumen. Alles andere ist solide Substanz. Und dazwischen sind eben kleine Hohlräume, kleinere, winzige, kleinere und größere. Und die sind jetzt restlos und total mit Wasser gefüllt. Das ist die Situation jetzt in der Winterzeit. Und deswegen kann man auch nicht auf den Acker raus. Also es klebt alles und man macht tiefe Spuren. Man würde den Boden eigentlich zerstören. &#039;&#039;&#039;Im Winter hat der Landwirt auf dem Acker draußen nichts zu suchen.&#039;&#039;&#039; Es sei denn, er läuft über den Acker und guckt mal, was er sonst für Impressionen hat und Wahrnehmungen. Also das ist das Phänomen, was man beobachten kann. Und kaum dass es &#039;&#039;&#039;Frühjahr&#039;&#039;&#039; wird, dass die Sonne scheint, dass die &#039;&#039;&#039;Wärme jetzt stärker in den Boden&#039;&#039;&#039; kommt, das Wasser verdunstet, anfängt, zu verdunsten, dann sieht man, dass plötzlich der Boden sich aufhellt. Das heißt, sobald &#039;&#039;&#039;Luft in den Boden kommt, wird der Boden hell.&#039;&#039;&#039; Und daran kann man auch schon in etwa immer ermessen, wann ich überhaupt im &#039;&#039;&#039;Frühjahr auf den Acker raus&#039;&#039;&#039; kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess - vollkommene Ruhe ===&lt;br /&gt;
So möchte ich jetzt einfach mal die Bodenentwicklung im Jahreslauf verfolgen. Im Winter. Was sind da für Prozesse? Im Frühjahr. Und so weiter. Sommer. Herbst. Und da zeigt sich eben doch etwas ganz Charakteristisches. In unserem Winter sind (in) unsere Böden eigentlich, wie soll ich sagen, mausetot. Stimmt natürlich nicht, aber nahezu, also äußerlich gesprochen. Alles &#039;&#039;&#039;biologische Geschehen ist eigentlich völlig zur Ruhe gekommen.&#039;&#039;&#039; Alles befindet sich in einem Dauerzustand. Die Bakterien und alle sind nicht mehr aktiv. Die Mikroben leider Gottes bei dieser Witterung natürlich nicht. Aber wenn es mal einen &#039;&#039;&#039;richtigen Frost&#039;&#039;&#039; gibt und so, dann kommt das alles zum &#039;&#039;&#039;Stillstand.&#039;&#039;&#039; Die Dauer geht in eine &#039;&#039;&#039;Dauerform&#039;&#039;&#039; über. Die Regenwürmer sind ganz tief da unten im Boden, haben sich eingekringelt in so einer Höhle, im frostfreien Untergrund. Also da spielt sich nichts mehr ab. Sondern im Winter haben wir eigentlich Zustände, die rein chemisch-physikalischer Natur sind. Also jetzt ein bisschen extrem gesprochen. Das Leben hört nie auf. Aber jetzt, da kommt etwas &#039;&#039;&#039;vollkommen zur Ruhe. Das ist der Winterprozess,&#039;&#039;&#039; zunächst mal äußerlich betrachtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterphänomen - Trennung der 4 Elemente ===&lt;br /&gt;
Und jetzt, wenn man dann das mal genauer anguckt, dann finden eben diese &#039;&#039;&#039;chemisch-physikalischen Prozesse&#039;&#039;&#039; statt. Und zwar insbesondere dadurch, &#039;&#039;&#039;dass die vier Elemente, das Erdige, das Wässrige, die Luft, das Gasförmige und die Luft und die Wärme auseinander treten.&#039;&#039;&#039; Dass der Boden wirklich ein physischer Körper wird, anorganisch, tot, eben da, wo, ich möchte mal sagen, wo kein Lebendiges mehr direkt äußerlich sichtbar ist. Die separieren sich, hier in der Tiefe des Bodens draußen, wenn man über den Acker geht, sagte ich schon, sind die &#039;&#039;&#039;Poren alle mit Wasser bis oben hin gefüllt.&#039;&#039;&#039; Und aber auch das Bodenwasser ist eigentlich nur &#039;&#039;&#039;Wasser neben Erde.&#039;&#039;&#039; Das ist nicht irgendwie jetzt durchdrungen, sondern es ist halt nass. Der Boden ist nass, feucht, schon. Aber das ist wie getrennt. Ein &#039;&#039;&#039;wassergefülltes Gefäß&#039;&#039;&#039; sozusagen. Und daneben ist eben noch Erde. &#039;&#039;&#039;Es hat sich getrennt.&#039;&#039;&#039; Das spielt sich nicht groß ab. Gewisse Verwitterungsprozesse finden natürlich bevorzugt im Winter statt, also gewisse Reaktionen zwischen dem Wässrigen und dem Festen, keine Frage. Aber die Tendenz ist, dass sich eigentlich nichts abspielt. Und so sondert sich auch die Luft und die Wärme. Die &#039;&#039;&#039;Luft ist aus dem Boden&#039;&#039;&#039; raus, also wirklich überhaupt kein Tropfen Luft mehr drin, ist &#039;&#039;&#039;vom Wasser verdrängt.&#039;&#039;&#039; Und die Atmosphäre ist auch nicht mehr warm durchdrungen, wie man es sonst normalerweise erlebt. Die Wärme taucht immer für uns erlebbar in der Atmosphäre auf, in der Luft. &#039;&#039;&#039;Die wärmegesättigte Luft.&#039;&#039;&#039; Das empfinden wir als warm. Hier drin ist es schön warm. Also es ist die Luft, die warm ist. Auch das &#039;&#039;&#039;fängt sich an, zu sondern. Die Elemente von Luft und Wärme, es wird kalt.&#039;&#039;&#039; Also bis zur Frostnacht oder über Frosttage, Dauerfrost, wo man merkt, das ist die zitternde Luft, der &#039;&#039;&#039;Frost zittert förmlich, die Luft erstarrt.&#039;&#039;&#039; Und man hat diese Kälteempfindungen. Das sind alles Phänomene, wo man merkt, die Natur wird rein physisch, rein anorganisch, rein tot, äußerlich so gesprochen. &#039;&#039;&#039;Das ist das Phänomen im Winter, dass die Elemente sich voneinander sondern.&#039;&#039;&#039; Nun können wir aber etwas beobachten in den letzten Jahren hier nicht so sehr, aber das gehört zum Winter, dass doch bestimmte Prozesse stattfinden, und zwar rein mechanisch-physikalischer Art. Denn wenn wir so einen richtig schönen Frost haben, so einen Dauerfrost im Januar, wie sich das gehört eigentlich, dass der Boden gefriert, was passiert da eigentlich? Ja?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Die Frostgare. Also Wasser dringt in den Boden ein, dann friert das und dann platzt es auseinander.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; Ja, das ist das Ergebnis schon. Ja. Aber das ist richtig. Das ist genau die Sache. Also wir haben das Phänomen, der Boden ist mit Wasser gesättigt. Jetzt &#039;&#039;&#039;friert es unter null&#039;&#039;&#039; Grad. Und dann sehen wir plötzlich, dass sich Eis bildet, wo Wasser oben in der &#039;&#039;&#039;Wasseroberfläche&#039;&#039;&#039; plötzlich eine &#039;&#039;&#039;Eisbildung&#039;&#039;&#039; stattfindet. Die Bäche und Flüsse frieren zu. Das war noch vor fünfzig Jahren selbstverständlich. Da waren wir noch Schlittschuh laufen auf der (Nida?). Das ist alles vorbei. Aber dieser Frost bewirkt etwas, die Kälte ist es ja, die &#039;&#039;&#039;Abwesenheit von Wärme,&#039;&#039;&#039; dass jetzt ein Prozess stattfindet, der ist &#039;&#039;&#039;einzigartig im Haushalt der Natur. Das Wasser gefriert&#039;&#039;&#039; und was ist denn das, wenn das Wasser gefriert?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;blockquote&amp;gt;  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Mehr Volumen.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kristallisationsprinzip / Anomalie des Wassers ===&lt;br /&gt;
Dann &#039;&#039;&#039;wird es erst mal fest.&#039;&#039;&#039; Dann wird es sogar durchsichtig, wie ein wunderschönes Kristall. Also &#039;&#039;&#039;es kristallisiert&#039;&#039;&#039; eben. Und zwar in so einzigartig schönen Formen, die man sonst in der Natur, in dieser Reichhaltigkeit nirgends findet. Jede Schneeflocke, jeder Eiskristall, der vom Himmel runterfällt im Schnee, ist anders als der andere. Ein und dasselbe &#039;&#039;&#039;hexagonale Kristallisationsprinzip&#039;&#039;&#039; und doch &#039;&#039;&#039;jeder Schneekristall ist anders&#039;&#039;&#039; geformt. Also die &#039;&#039;&#039;Phantasie der Natur&#039;&#039;&#039; ist da &#039;&#039;&#039;grenzenlos,&#039;&#039;&#039; in der Formgestaltung. Sie müssen sich nur mal, wenn es mal richtig bitterkalt ist, minus 15 Grad, dann fallen nämlich die Einzelkristalle einzeln herunter, nicht verklebt zu Schneeflocken, sondern einzeln. Und dann lassen sie ihn mal auf dem Papier liegen und gucken Sie sich das mal unterm Mikroskop an. Das ist eine solche Formfülle und eine solche Herrlichkeit an Formen, künstlerisch gestaltet, da gehen Ihnen die Augen über. Und das hat den &#039;&#039;&#039;Ernst Haeckel, den großen Naturforscher,&#039;&#039;&#039; so begeistert, dass er die sogar alle gemalt hat. Das hat ihn &#039;&#039;&#039;so fasziniert,&#039;&#039;&#039; dass er &#039;&#039;&#039;Eiskristalle gemalt&#039;&#039;&#039; hat, wegen dieser geradezu unbeschreiblichen Schönheit. Also es ist ein &#039;&#039;&#039;Phänomen, das Flüssige wird fest.&#039;&#039;&#039; Ein flüssiger Aggregatzustand geht über in den Festen. Und dieser Übergang ist nun anders als irgendein sonstiger Übergang vom Flüssigen zum Festen. Nämlich dass &#039;&#039;&#039;normalerweise, wenn etwas fest wird, zieht es sich zusammen.&#039;&#039;&#039; Es verringert sein Volumen. Also wenn ich glühendes Eisen habe, dann ist es ausgedehnt. Und jetzt, wenn es jetzt also erhärtet zu Stahl, dann wird es sein Volumen verringern, es zieht sich zusammen. Und so ist es mit allem, allem, was in dem Haushalt der Natur nur an festen Substanzen vorliegt, wenn man sie zum Glühen bringt, zum Schmelzen bringt und die aus der Schmelze werden wieder fest, dann verringert sich das Volumen. Und beim &#039;&#039;&#039;Eis ist es genau umgekehrt.&#039;&#039;&#039; Es ist das &#039;&#039;&#039;Einzige im Haushalt der Natur,&#039;&#039;&#039; dass ein &#039;&#039;&#039;Flüssiges fest wird in der Kristallisation.&#039;&#039;&#039; Und dann, wenn es kristallisiert, &#039;&#039;&#039;sein Volumen ausdehnt.&#039;&#039;&#039; Das ist so einzigartig, das ist eine sogenannte &#039;&#039;&#039;Anomalie des Wassers.&#039;&#039;&#039; Und wenn das nicht so wäre, dann gäbe es keine Fische in den Gewässern, in den Flüssen und Seen. Weil nämlich, wenn das Eis schwerer wäre, also spezifische Gewicht, mehr als das spezifische Gewicht von eins, nämlich Wasser, dann würde das Eis heruntersinken auf den Boden und vom Boden auf würde der ganze See zufrieren, das ganze Gewässer zufrieren. Und dass das Eis schwimmt, dass der Nordpol eigentlich eine Eisinsel ist, die schwimmt auf dem Meereswasser, da ist kein Land drunter wie am Südpol, sondern es ist eine riesen Eisdecke, die den Nordpol bedeckt. Das hängt mit dieser Tatsache zusammen, dass das &#039;&#039;&#039;spezifische Gewicht des Eises,&#039;&#039;&#039; des festen Eises &#039;&#039;&#039;geringer ist als die des Wassers.&#039;&#039;&#039; Deswegen &#039;&#039;&#039;schwimmen die Eisberge,&#039;&#039;&#039; so gefährlich sie sind, zu einem bestimmten Prozentteil gucken die oben raus und zum größeren Prozentteil schwimmen die unter Wasser&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frostsprengung / Frostgare ===&lt;br /&gt;
Und dieses Phänomen ist ja die Ursache für das, was hier vorhin gesagt worden ist, dass, wenn der Boden gefriert, es zu dieser &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; kommt, zur &#039;&#039;&#039;Frostgare.&#039;&#039;&#039; Und das ist sozusagen eine Hoffnung, die der Landwirt immer wieder hat, der Winter möge eine Frostgare bringen, als Ergebnis dieser Kaltzeit. Dass wirklich, also angenommen, Sie haben einen Acker, Sie haben den spät im Jahr geerntet, sagen wir mal, es war zu nass oder was weiß ich was, Zuckerrüben oder so und Sie kamen nicht auf den Acker raus. Da haben Sie spät geerntet. Der Acker war durchgewirkt wie nur irgendwas, geknetet und nichts mehr. Und man denkt, den kriegt man ja nie wieder in Schuss. Und dann fängt man noch an, den Acker zu pflügen. Dann sind das alles so blanke Balken. Der ganze Acker spiegelt sozusagen wie verschmiert. Schauerlich. Und da steht man davor und sagt, mein Gott, wie soll da wieder je ein fruchtbarer Boden draus werden? Und dann kommt ein schöner, &#039;&#039;&#039;harter Winter.&#039;&#039;&#039; Und dann &#039;&#039;&#039;frieren bis in die feinen Haarrisse,&#039;&#039;&#039; im Boden hat man immer so ganz feine Haarrisse, Kapillaren, wo dann das Wasser gefroren ist. Und jetzt &#039;&#039;&#039;taut das oder jetzt gefriert es und sprengt&#039;&#039;&#039; jetzt den verschmierten &#039;&#039;&#039;Boden auseinander in lauter einzelne sogenannte Frostkrümel.&#039;&#039;&#039; Und diese Frostkrümel sind alle polyedrisch. Also die haben irgendwie so, solche Formen. &#039;&#039;&#039;Polyeder&#039;&#039;&#039; nennt man die, Vielecke. Ganz mechanisch vollzieht sich das. Das ist kein organischer Prozess, sondern ein rein mechanischer Frost-Sprengungsprozess durch Volumen-Vergrößerung des Wassers und des Eises. Und dabei fängt nun an, dieser total verschmierte &#039;&#039;&#039;Acker in eine wunderbar krümelnde Struktur aus dem Winter herauszugehen ins Frühjahr.&#039;&#039;&#039; Und das wollen wir immer gerne haben. Und das ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Aktivierung der Verwitterungsprozesse. Der Winter ist sehr stark beteiligt an dem ganzen Verwitterungsgeschehen, gerade durch die Frostsprengung. Also auf das kann man leider Gottes heute nicht mehr so richtig hoffen. Es gibt dann noch &#039;&#039;&#039;Spätfröste,&#039;&#039;&#039; meistens im Februar, zum Teil noch &#039;&#039;&#039;Wechselfröste bis in den März&#039;&#039;&#039; hinein. Die hat man gar nicht so gern, weil dann meistens von der Winterung, &#039;&#039;&#039;von den Wintersaaten,&#039;&#039;&#039; Winterweizen, Winterroggen oder auch von der Wintergerste gerne &#039;&#039;&#039;die Wurzeln dann abreißen durch die Frostsprengung.&#039;&#039;&#039; Weil da hebt sich immer der Boden ein bisschen hoch und dann reißen die Wurzeln ab. Das ist eine ganz gefährliche Sache im März, diese sogenannten Wechselfröste. &#039;&#039;&#039;Also die Frostgare ist ein Winterprozess, durch Volumenvergrößerung des Wassers, indem es zu Eis gefriert und dadurch eben die festen Bestandteile des Bodens auseinander drängt.&#039;&#039;&#039; [20.5s] Und wenn es dann wieder taut, dann werden diese Krümelstrukturen hinterlassen. Beste Voraussetzungen für eine gute Bodenentwicklung im Jahreslauf bis zum Sommer hin, wenn man diese Frostgare bewahren kann. Da haben wir nur zum Teil Einfluss darauf. Diese &#039;&#039;&#039;Frostgare ist sehr instabil.&#039;&#039;&#039; Sobald der erste große Regen im frühen Frühjahr auf so eine Frostgare drauffällt, dann verschlemmt der sofort total und bildet eine Kruste. Das ist ein völlig instabiler Zustand, der nur so lange hält, als es trocken ist. Und wenn es jetzt rechtzeitig warm wird, der Boden richtig, weil die Sonne so ein paar Tage lang im Februar schon auf den Boden scheint und wir haben diese Frostgare, dann passiert dann wiederum ein Wunder, die sogenannte &#039;&#039;&#039;Lebendverbauung des Bodens.&#039;&#039;&#039; Da komme ich aber später noch mal drauf zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grundmineralien verwittern zu Tonmineralien ===&lt;br /&gt;
Jetzt haben wir aber noch einen &#039;&#039;&#039;zweiten Prozess,&#039;&#039;&#039; der ganz gewiss in erster Linie ein Winterprozess ist. Und der auch ein &#039;&#039;&#039;Kristallisationsprozess&#039;&#039;&#039; ist. Jetzt müssen Sie sich vorstellen, dass durch die Verwitterung die Mineralkristalle, die Kristalle wie Quarz, Quarz ist also Kieselgestein oder Feldspäte, Glimmer, diese &#039;&#039;&#039;Grundmineralien,&#039;&#039;&#039; die den Granit zum Beispiel aufbauen, dass die jetzt weiter und weiter, weiter verwittern. Und &#039;&#039;&#039;verwittern dann zu Ton.&#039;&#039;&#039; Nicht der Quarz, aber der &#039;&#039;&#039;Feldspat und der Glimmer,&#039;&#039;&#039; diese verwittern zu Ton. Dann entstehen die sogenannten Tonmineralien. Und diese &#039;&#039;&#039;Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die haben tatsächlich also eine hexagonale Form. Das nennt man ein &#039;&#039;&#039;Hexagon, Sechseck.&#039;&#039;&#039; Und dieses Hexagon findet man ja auch beim Quarz. Wenn der kristallisiert, dann bildet sich auch ein sechsseitiges Prisma. Ein schöner &#039;&#039;&#039;Quarzkristall,&#039;&#039;&#039; sechsseitig, in einer &#039;&#039;&#039;sechsseitigen Pyramide,&#039;&#039;&#039; folgt demselben Kristallisationsprinzip, nur dass das jetzt kein länglicher Kristall ist, sondern ein Plättchen. Also ein dünnes Plättchen, hauchdünn, so ein Tonmineral. Und winzig klein. Also da muss man schon das Elektronenmikroskop zum Teil zur Hand nehmen, um diese ersten winzigen Bildungen zu entdecken. Die können natürlich dann größer werden. Es gibt dann auch wirklich makroskopisch wahrnehmbare, solche &#039;&#039;&#039;Ton-Mineral-Plättchen.&#039;&#039;&#039; Das sind lauter Plättchen. Wie die Blätter eines Buches können die aufeinander liegen. Oder aber sie können dann auch sich also zerteilen. Und dann gibt es eben einen plastischen Ton, zum Beispiel. Jetzt können diese Plättchen, das sind alles &#039;&#039;&#039;Kristallplättchen, sogenannte Aluminium-Silikate,&#039;&#039;&#039; wie auch (auch) die anderen. Also ich kann jetzt nicht im Einzelnen hier auch alle ausführen. Also jedenfalls kristalline Strukturen, ganz, ganz, ganz geordnete, kristalline Strukturen, sind die aufgebaut, aber hauchdünn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tonmineralien zerfallen zu Koloiden ===&lt;br /&gt;
Und jetzt können die aber weiter verwittern. Der Verwitterungsprozess bleibt nicht bei der Tonbildung stehen. Es geht dann noch weiter. Und dann &#039;&#039;&#039;zerfallen diese Tonmineralien in Aluminium-Hydroxid oder in Kieselsäure. Das ist ein Zerfallsprozess.&#039;&#039;&#039; [18.3s] Und diese beiden, Aluminium-Hydroxid und Kieselsäure, das sind keine kristallinen Substanzen mehr, sondern sie sind, wie man es nennt, amorph. &#039;&#039;&#039;Amorph heißt gestaltlos. Und das sind sogenannte Koloide.&#039;&#039;&#039; Haben Sie das Wort Koloid schon mal gehört? Ja? Einzeln ja, und ansonsten schüttelt man das Haupt. &#039;&#039;&#039;Koloidale Substanzen&#039;&#039;&#039; sind solche, die eben &#039;&#039;&#039;nicht kristallin&#039;&#039;&#039; sind, sondern die einen &#039;&#039;&#039;Zustand&#039;&#039;&#039; darstellen der Materie, der &#039;&#039;&#039;zwischen der echten Lösung&#039;&#039;&#039; - wenn Sie Salz oder Zucker in einen Kaffee reinschmeißen, dann löst der sich und dann gibt es eine echte Lösung. Er verschwindet total und da verändert sich nur der Geschmack. Aber sonst ist er weg, verliert seine kristalline Struktur, der Zucker oder das Salz oder was das sein mag. Das ist die eine Seite. &#039;&#039;&#039;Die andere Seite ist der feste, kristalline Zustand.&#039;&#039;&#039; Und da gibt es einen dazwischen, zwischen der vollkommenen Auflösung im Wässrigen oder aber der feste kristalline Zustand. Dazwischen gibt es einen, der den &#039;&#039;&#039;Übergang&#039;&#039;&#039; darstellt, und &#039;&#039;&#039;das nennt man das Koloid.&#039;&#039;&#039; Ein Koloid ist ein sehr wasserreicher Zustand. Und es ist &#039;&#039;&#039;wabbelig.&#039;&#039;&#039; Also wenn Sie einen guten Pudding mal zum Nachtisch essen, dann essen Sie eigentlich Koloide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte?&amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Spricht man in dem Zusammenhang auch von Silberkoloid-haltigem Wasser?&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberiodid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Silberkoloid. &amp;lt;/blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Silberchloid? &amp;lt;blockquote&amp;gt;&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Koloidales Silber, ja.&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Koloide und ihre Bedeutung für das Pflanzenwachstum ===&lt;br /&gt;
Also es gibt noch und noch verschiedene Koloide. Und in aller Regel sind das auch Metall-Silikat-Verbindungen, aber in so feiner Verteilung, dass sie eben nicht kristallisiert sind. Da gibt es also ein unendliches Spektrum. Aber die Hauptkoloide, die in unseren Böden entstehen, dadurch, dass der Ton verwittert, also das Aluminiumhydroxid und die Kieselsäure, dadurch entstehen Koloide. Und diese &#039;&#039;&#039;Koloide sind von unendlicher Bedeutung für unser Pflanzenwachstum.&#039;&#039;&#039; Also es ist nicht so, dass sie dann verloren wären. Koloide halten sich im Boden, die werden nicht so leicht ausgewaschen. Und die kleiden dann in der Regel die inneren Hohlräume des Bodens aus. Also &#039;&#039;&#039;jede Pore im Boden&#039;&#039;&#039; enthält dann als Auskleidung der festen mineralischen Substanz nach außen &#039;&#039;&#039;eine Haut von solchen Koloiden.&#039;&#039;&#039; Und das mögen die &#039;&#039;&#039;Wurzeln am allerliebsten,&#039;&#039;&#039; solche koloidalen Substanzen. Weil sie dort die &#039;&#039;&#039;Stoffe&#039;&#039;&#039; finden, die sie dann auch &#039;&#039;&#039;zum Aufbau ihrer eigenen Pflanzengestalt&#039;&#039;&#039; brauchen. Also diese Verwitterung geht dann bis zu den Koloiden herunter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phänomen der Formkräfte: amorph wird wieder kristallin ===&lt;br /&gt;
Und diese Koloide nun im Winter, die also amorph sind, gestaltlos, da findet nun etwas statt, was man eigentlich naturwissenschaftlich überhaupt nicht verstehen kann. Da findet nämlich etwas statt, dass plötzlich &#039;&#039;&#039;in diese amorphe, gestaltlose Masse Kräfte einschießen.&#039;&#039;&#039; Und plötzlich sind wieder solche &#039;&#039;&#039;hexagonalen Strukturen&#039;&#039;&#039; sichtbar. Also &#039;&#039;&#039;aus dem gestaltlosen Zustand wiederum in den gestalteten,&#039;&#039;&#039; kann es zurückgeführt werden. Und da wird im Landwirtschaftlichen Kurs wird da auch darauf hingewiesen, auf ein &#039;&#039;&#039;Phänomen,&#039;&#039;&#039; was man eigentlich erst &#039;&#039;&#039;geisteswissenschaftlich&#039;&#039;&#039; in diesem Sinne ergründen kann. Dass die &#039;&#039;&#039;Kräfte, die kristallbildend sind, nicht auf der Erde ihren Ursprung haben.&#039;&#039;&#039; Das sind Formkräfte. Also die den Schneekristall bilden oder die überhaupt kristalline Strukturen bilden, in der Erde, Formkräfte, die ihren &#039;&#039;&#039;Ursprung&#039;&#039;&#039; haben im gesamten Umkreis der Erde und zwar dem allerfernsten Umkreis, dem &#039;&#039;&#039;Fixstern-Umkreis.&#039;&#039;&#039; Die alten &#039;&#039;&#039;Griechen,&#039;&#039;&#039; die haben das doch sozusagen aus dem alten Mysterienwissen, haben die das auch noch gewusst, gekannt und haben vom &#039;&#039;&#039;Fixstern-Himmel&#039;&#039;&#039; als dem &#039;&#039;&#039;Kristall-Himmel&#039;&#039;&#039; gesprochen. Nämlich dadurch kennzeichnend, dass das eigentlich dieser Umkreis ist, von dem &#039;&#039;&#039;Formkräfte hereinwirken, die auf der Erde&#039;&#039;&#039; diese Formen, diese &#039;&#039;&#039;Kristallformen entstehen lassen.&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Winterprozess / Formbildungsprozess ===&lt;br /&gt;
Und jetzt haben wir in der Winterszeit und darauf macht eben dann &#039;&#039;&#039;Rudolf Steiner im Landwirtschaftlichen Kurs&#039;&#039;&#039; aufmerksam, die eine Zeit ist, die fängt im November an, aber hat ihren Höhepunkt zwischen &#039;&#039;&#039;Mitte Januar bis Mitte Februar,&#039;&#039;&#039; wo diese &#039;&#039;&#039;kristallbildenden Kräfte am allerstärksten wirksam&#039;&#039;&#039; werden. Das ist der eigentliche &#039;&#039;&#039;Winterprozess. Es ist ein Form-Bildungsprozess.&#039;&#039;&#039; Sodass man davon ausgehen muss und ich habe noch keinen Kristallografen gefunden, das sind komplizierte Experimente, die man da machen muss, um das wirklich nachzuweisen, dass gerade diese koloidalen Substanzen, die durch die Verwitterung frei werden, wie ein Endprodukt der Verwitterung sind, dass sie jetzt gerade im Winter, jetzt wieder umschlagen und neue Kristallformen bilden, Tonmineralien bilden, en miniature, also wirklich nur unterm scharfen Mikroskop überhaupt sichtbar, Kristallstrukturen schaffen, die dann die sogenannten sekundären Tonmineralien bilden. Sekundäre Tonmineralien. Man kennt die aus der Bodenkunde. Es ist nicht so, dass das jetzt im Landwirtschaftlichen Kurs stünde. Sondern man kennt dieses &#039;&#039;&#039;Phänomen der Bildung von sekundären Tonmineralien,&#039;&#039;&#039; die dann den primären, das sind die primären Tonmineralien hier, vollkommen gleichen in der Kristallstruktur. Sodass wir im &#039;&#039;&#039;Winter eine zweite Kristallisation&#039;&#039;&#039; haben. Das ist die erste Kristallisation. Und die zweite, das ist die Bildung, also Kristallisation von sekundären Tonmineralien. So. Oh Gott. Stimmt das? Es ist eigentlich Pause. Die Stunde ist ja kürzer als anderthalb Stunden. Ja, also bis dahin möchte ich es mal bringen. Das ist der &#039;&#039;&#039;Winterprozess,&#039;&#039;&#039; der auch von &#039;&#039;&#039;größter Bedeutung ist für die ganze Bodenentwicklung im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Dass das stattfindet. Einmal die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung und andererseits die Kristallisation aus amorphen Zuständen.&#039;&#039;&#039; Es ist ein ganz geheimnisvolles Geschehen in unseren Böden. Und das pendelt immer hin, verwittert wieder, in den Jahreslauf hinein, in amorphe Zustände. Und im Winter schwingt es zurück und kristallisiert wieder. So ein &#039;&#039;&#039;Pendel im Jahreslauf.&#039;&#039;&#039; Ja, die Zeit ist leider um. Wir müssen daran anknüpfen und dann morgen sehen, im beschleunigten Verfahren, was findet im Frühjahr statt, was im Sommer, was im Herbst? Es sind in jedem Boden in etwa gleich laufende Prozesse, die der Landwirt jetzt mit seiner Bodenbearbeitung dann steuern muss. Aber &#039;&#039;&#039;im Winter&#039;&#039;&#039; hier, da hat er mit der Bodenbearbeitung draußen überhaupt nichts zu suchen. Dann &#039;&#039;&#039;bearbeitet sich die Natur selber.&#039;&#039;&#039; Die &#039;&#039;&#039;Frostsprengung&#039;&#039;&#039; ist eine naturhafte Bodenbearbeitung. Und auch die &#039;&#039;&#039;Re-Kristallisation der Tonmineralien&#039;&#039;&#039; ist auch eine Bearbeitung, die die Natur selber vornimmt, um einen fruchtbaren Boden für das kommende Jahr zu bilden. Ja. Gut, dann wünsche ich noch einen schönen Abend!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Alle Folgen auf einen Blick ==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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== Themenbezogene Leseanregungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - eine Vortragsreihe von Manfred Klett</title>
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== Einleitung==&lt;br /&gt;
Methodisch fließen bei Dr. Manfred Klett neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
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==Alle Folgen auf einen Blick==&lt;br /&gt;
Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:biologisch-dynamische Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - eine Vortragsreihe von Manfred Klett</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Einleitung */&lt;/p&gt;
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Methodisch fließen bei Manfred neben der Vorträge von Rudolf Steiner auch eigene Geisteswissenschaftliche Erkenntnisse mit ein.  &lt;br /&gt;
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Hier hält Manfred Klett einen Vortragszyklus über die Bodenentwicklung im Jahreslauf in 4 Folgen, welcher sich an der [[A:GA 327|GA 327]] (Landwirtschaftlicher Kurs) orientiert.&lt;br /&gt;
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==Literaturangaben ==&lt;br /&gt;
Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
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		<id>https://biodyn.wiki/index.php?title=Bodenentwicklung_im_Jahreslauf_-_4._Folge_von_Manfred_Klett,_2018&amp;diff=1993</id>
		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 4. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Stemü: /* Transskription des Vortrages 3.Folge */&lt;/p&gt;
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==Video &amp;amp; Audio==&lt;br /&gt;
[[Datei:Manfred Klett 4v4 Bodenentwicklung im Jahreslauf.jpg|450px|center|link=https://www.youtube.com/watch?v=R7tR9CaXiMM]]&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;- Folge 4v4 -&amp;lt;/center&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
[https://www.dropbox.com/s/omsytqloag89viy/Bodenentwicklung%20im%20Jahreslauf-%204.%20Folge%20Manfred%20Klett.mp3?dl=0 Audio zum streamen &amp;amp; runterladen]&amp;lt;/center&amp;gt; &amp;lt;center&amp;gt;&lt;br /&gt;
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__TOC__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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==Themenschwerpunkte==&lt;br /&gt;
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==Transskription des Vortrages 3.Folge==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:00:38] Einen schönen guten Morgen! Alle Berliner zurück? So. Alles Glyphosat scheint verboten zu sein, nachdem ihr da in Berlin wart oder wie? Ja, wir wollen also heute in dieser Zusatzstunde abschließen dieses ganze Thema Bodenentwicklung im Jahreslauf, im Zusammenhang mit der Bodenbearbeitung. Es kann ja auch nur ein Überblick sein. Man muss sozusagen das als Gesamtbild nehmen, um damit dann selbstständig irgendwie weiterarbeiten zu können in der Praxis. Nun hatten wir ja gesehen, dass der Winterprozess dadurch charakterisiert ist, dass es da rein physisch, mehr oder weniger physisch-anorganische Prozesse sich abspielen, also die Kristallisation. Dann haben wir gesehen, dass dann mit dem beginnenden Frühjahr in der Übergangszeit schon so Ende Februar, Mitte Februar, Ende Februar die Tage länger werden, der Boden sich langsam erwärmt und dadurch jetzt plötzlich über Nacht quasi, also in kürzester Frist Lebensvorgänge stattfinden im Boden, die man äußerlich noch gar nicht sieht. Deswegen muss man da immer erst mal genauer gucken, um zu sehen, wie es jetzt mit den Unkräutern steht und all dem. Also ein starker Aufschwung des Mikrobiellen, der mikrobiellen Entwicklung in den Böden und aber auch der ganzen Bodeninsekten, was da so kreucht und fleucht, der Würmer. Also ein Lebensvorgang, der sich da anbahnt im Übergang zum eigentlichen Frühling und der sich dann noch fortsetzt bis in den Sommer, Frühsommer hinein. Ein Lebensvorgang im Boden, ein ätherisch-lebendiger Vorgang, wo die Natur wieder anfängt, sich auszuatmen. Und das setzt sich dann fort über das Frühjahr, gegen den Sommer hin. Und wir haben am Samstag da noch mal darüber gesprochen, wie dann, gerade am Beispiel des Getreides jetzt aufgezeigt, Reifevorgänge einsetzen, nach der hlüte, die sowohl oben in der Blüte und dass da langsam die Samenentwicklung sich bildet, entwickelt. Aber gerade die ganze Pflanze also als vegetative Pflanzengestalt selber gleichsam ausreift. Es ist ein Reifevorgang, der die ganze Pflanze durchdringt, ehe sie dann endgültig dann abstirbt. Und auch der Boden reift aus. Vom Frühsommer in den Sommer hinein, immer stärker gegen den Herbst hin, reift der Boden, nicht nur die Frucht da oben. Sondern in der ganzen Natur vollzieht sich ein Art Reifevorgang. Und an diesem Punkt müssen wir jetzt im Sommer einsetzen. Wir haben dann gesehen, wie dieser Reifevorgang beim Getreide abschließt gewissermaßen durch diesen Kieselsäuremantel, den die Pflanze jetzt um sich herum legt. Indem die Kieselsäure aus dem Boden aufgenommen, als kolloidale Kieselsäure im Wasserstrom jetzt die ganzen Pflanzengewebe durchdringt und sich dann peripher ablagert in den äußeren Geweben. Und dadurch die Pflanze ihren Glanz erhält. Also das ist der Teil, der glänzt, richtig glänzt. Man kennt das heute kaum noch, das Phänomen, weil das konventionelle Getreide glänzt nicht mehr. Aber das ist das eigentliche Urphänomen des reifen Getreides, dass es anfängt, zu glänzen. Am stärksten kann man das beim Hafer sehen, dieser goldene Glanz. Und das steigert sich dann bis in die Ähren herauf, bis in die Spelzen und bis in die Grannen. Und dann, wenn das der Fall ist, dann kommt es dann wirklich zur Reife des Korns. Und jetzt müssen wir da drei Stufen der Reife unterscheiden. Die Erste ist die sogenannte Teigreife und dann die Gelbreife und die Todreife. Die Teigreife heißt, dass das Getreidekorn noch grünlich ist, dass man es noch relativ leicht zerdrücken kann, dass dann unter Umständen im Frühstadium noch so ein Milchsaft austritt. Und in dieser Teigreife wird heute auch schon Getreide zum Teil geerntet für Grünkern. Wenn man also den Grünkern herstellt, Graupen, meistens aus Dinkel, sonst aus Weizen, das ist also ein Vorgang, in dem man das grüne Korn erntet, in diesem Zustand der Teigreife und nachträglich dörrt. Ein Dörrevorgang ist es ja, der ja zur Graupenbildung führt. Nun die nächste Stufe ist dann die Geldreife. Und da ist das Korn schon richtig schön gelb. Also wirklich, dann merkt man, das hat Farbe bekommen, ist nicht mehr grün. Und es ist noch biegsam. Man kann es eigentlich nicht mehr zerdrücken, aber man kann es so biegen, es bricht nicht. Das ist Gelbreife. Und in der Gelbreife hat man früher das Getreide gedroschen, solange es noch keinen Mähdrescher gab. Also durch alle Zeiten hindurch, die tausenden Jahre von Entwicklung in der Landwirtschaft, wurde immer das Getreide in der Gelbreife geerntet, geschnitten, zuerst mit der Sense, später kam dann der Mähbinder auf. Und dann hat man das in Garben gebunden und hat die Garben aufgestellt in Hocken, oben noch eine Quergarbe drauf, damit der Wind das nicht durcheinanderwirbelt. Und dann hat man das gelbreife Getreide nachgetrocknet in der Hocke, draußen auf dem Feld, noch mindestens also sagen wir mal drei, vier Tage, wenn die Sonne richtig gebrannt hat. Aber ansonsten vielleicht sogar eine ganze Woche. Manchmal standen die Hocken 14 Tage draußen. Und dann hat man dann dieses nachgetrocknete Getreide eingefahren, auf den großen Leiterwägen aufgetürmt. Das war eine wunderbare Arbeit, die Garben da hoch zu staken. Und dann hat man das eingefahren in die Feldscheunen. Jeder Hof hatte früher so eine Feldscheune. Und also unser Feldscheune ist 87 hier abgebrannt, das letzte Stück. Und man sieht auch kaum noch Feldscheunen draußen. Man sah oft riesen Hallen, wo man dann die Getreideernte eingebanst hat. Also Einbansen hieß, dass man die Garben sozusagen sorgsam abgelegt hat, sodass man sie leicht auch wieder herausnehmen konnte, wenn man dann im Winter angefangen hat, das Getreide zu dreschen. Der Drusch war im Winter, nicht direkt jetzt vom Feld weg. Im Winter hat man dann das gedroschen mit der Standdreschmaschine. Und da konnte man wunderbar die Unkrautsamen sammeln. Da konnte man die Spreu sammeln, zur Fütterung für die Tiere. Und man hatte dann das Stroh. Also das war eine wunderbare Sache. Und heute ist es so, dass man während der Todreife drischt, 14 Tage später normalerweise, als die Gelbreife, wenn das Getreide todreif wird. Und das todreif ist also dann, wenn man das Korn über den Daumen brechen kann. Das hat dann ungefähr 16 Feuchtigkeit. Besser ist 15, 14 Prozent Feuchtigkeit. Und dann ist es auch lagerfähig. Man kann es vielleicht noch ein bisschen nachklüften dann, in den Silos, wo man so einlagert. Aber das ist ungefähr die Feuchtigkeit, die das Getreide lagerungsfähig macht. Über 16 Prozent wird sehr problematisch. Und 16 Prozent ist schon die Grenze. Ja und der Mähdrescher, das eleganteste Instrument, was es gibt. Aber im Grunde genommen für den Boden und für den Ackerbau nicht sonderlich geeignet. Es ist wirklich, man merkt ja heute von der Ernte so gut wie nichts mehr. Wenn heute so ein Betrieb, so ein Hof sein Getreide drischt, da fährt ja ab und zu mal ein Wagen rein, voll mit Getreide. Und dann kommen da auch irgendwann mal dann so ein paar Rundballen da reingefahren. Das war es dann auch. Das machen dann zwei, drei Schlepper und zwei, drei Leute. Und man merkt von der Ernte gar nichts. Früher war das so, die gesamten  Höfe waren allesamt, wer nur also Hände hatte, der war draußen auf dem Feld und hat die Hocken aufgestellt oder hat die Garben gebunden oder sonst was gemacht. Das habe ich noch alles erlebt. Und und da weiß man auch was Zusammenarbeit auch auf einem Hof, da gab es kein Halten. Da waren Kinder und die ältesten Menschen hier, die kamen, gingen alle mit aufs Feld und haben geholfen. Und das war eine Arbeitspitze im Jahr förmlich. Aber die schönste Zeit im Jahr, in gewissem Sinne. Nun der Mähdrusch, da würde ich doch noch was dazu sagen. Der hat eigentlich für den Ackerbau fast nur Nachteile. Also einmal sind die Mähdrescher maßlos schwer. Also auf den Vorderräders sind die wahnsinnig schwer und machen unglaubliche Spuren. Das ist nachher für das nachfolgende Bodenbearbeiten, den Stoppelsturz immer sehr störend, weil da wieder der Schildpflug rausspringt und es ist ein unsaubere Arbeit. Das ist das eine. Das Zweite ist, dass der Mähdrescher die Unkrautsamen hinten rausbläst auf den Acker. Früher hat man sogar Säcke gehabt, in den früheren Zeiten während des Mähdruschs hat man noch große Säcke gehabt, wo man Unkrautsamen getrennt aufgefangen hat, um sie vom Acker runterzubringen. Heute wird das Zeug alles rausgeblasen und dann mit dem Stroh entweder gehäckseltes schon, das Stroh oder eben ungehäckselt. Und dann nimmt die Presse dann anschließend, die Hochdruckpresse, nimmt dann das Stroh auf und die Unkrautsamen liegen alle wunderbar, einschließlich der Bruchkörner, einschließlich des Ausfallgetreides, liegt dann auf dem Acker. Da sieht man immer diese grünen Spuren. Wenn man das Stroh abgeräumt hat und es regnet, dann sieht man diese grünen Spuren auf dem Acker. Nun ja, das ist ein weiterer Nachteil. Ein dritter Nachteil ist der, dass der Mähdrescher verlangt, die Totreife. Das heißt, wir müssen 14 Tage warten nach der Gelbreife, bis wir endlich dreschen können. Es muss dann das Wetter auch danach sein. Und diese 14 Tage sind ganz entscheidend für die Ausreife des Bodens zur Bodengare, zur Sommer-Bodengare, gewiss. Aber jetzt muss man aufpassen, dass diese Reife nicht zu weit geht, dass der Boden nicht total austrocknet. Er trocknet schon aus, schon seit Anfang Juli, sagen wir seit der und nach der Blüte fängt er schon langsam an, auszutrocknen, weil auch das Wurzelwachstum nachlässt. Es sterben ja schon nach der Blüte die ersten Wurzeln ab. Und dadurch nimmt das Bodenleben, auch Mikrobenleben ab an Aktivität. Und der Boden trocknet aus. Wenn man vor der Blüte über einen Acker läuft und wir haben einen biodynamischen Betrieb, einen guten Boden, dann merkt man, dass unter dem Boden noch immer der Boden nachgibt, federt, zurückfedert. Der Boden federt gleichsam unter den unter den Schuhen. Während nach der Blüte, wird er immer härter. Und dann im Juli, in der vollen Ausreife des Getreides wird dann ziemlich hart. Also der gibt ja nicht mehr nach und dann unter den Füßen. Das heißt, der Boden trocknet aus. Die Sonnenstrahlen kommen auch immer tiefer herunter, weil es gibt ja keine grünen Blätter mehr. Also die trocknet zusätzlich noch durch die Wärme und natürlich durch die Sonnenstrahlen aus. Und da muss man rechtzeitig sehen, rechtzeitig genug sehen, dass man jetzt die Restfeuchtigkeit noch bewahrt, möglichst bewahrt, dass man nicht so lange den Acker über den Mähdrusch hinaus offen liegen lässt, sondern dass man so früh wie möglich, unmittelbar nach der Ernte, den Boden bearbeitet, die Stoppelbearbeitung. Und diese Maßnahme konnte man eben früher 14 Tage früher machen, eben in der Gelbreife. Und das hatte ganz große Vorzüge für die Erhaltung der Bodengare beziehungsweise die Erhaltung der Feuchtigkeit im Boden. Noch zusätzlich 14 Tage sind sehr lange. Gerade im Sommer, wenn es so richtig heiß ist. Und dann kommt es eben zum Verlust der Bodenfeuchtigkeit. Und auch eben zum Rückzug der ganzen Organismen, also insbesondere der höherentwickelten, wie zum Beispiel die Regenwürmer, die ziehen sich dann gerne in den Unterboden zurück, wenn es allzu warm wird und trocken wird. Das mögen sie nicht. Und auch diese intensive Lichteinstrahlung mögen die nicht. Nun ist der Acker abgeräumt, hier im Sommer. Und da stehen hier draußen die Stoppeln. Und unter den Stoppeln ist hier eine unglaubliche Wurzelmasse. Und hier oben liegen dann überall noch dieses Ausfallgetreide und die Unkräuter. Und jetzt müssen wir überlegen, um welchen Bodenprozess es jetzt geht, der sich im Sommer abspielt. Was ist jetzt nach der Ernte der entscheidende Bodenprozess? Und wie können wir den unterstützen, durch entsprechende Bodenbearbeitungs-Maßnahmen? Aber wir müssen immer zuerst versuchen, prozessual zu denken. Was hat sich jetzt seit dem Frühjahr entwickelt im Boden, bis zum Sommer hin? Und jetzt ernten wir da draußen. Und jetzt müssen wir fragen, hier war es ein Vorgang im Frühjahr, der ganz stark die Bodenfruchtbarkeit in Anspruch genommen hat durch Abbauvorgänge. Und jetzt, nachdem wir geerntet haben, welcher Bodenprozess ist jetzt maßgebend für die ganze Weiterentwicklung des Bodens? Wir haben also Bestandsrückstände des Wachstums, des vorausgegangenen Jahres oder Jahreslaufes. Und da sind jetzt Wurzeln im Boden, das sind Stoppeln draußen, Spreureste, Reste von abgestorbenen Unkräutern und so weiter. Und jetzt kommt es darauf an, einen Bodenprozess einzuleiten, der zum Gegenteil führt von dem hier. Nämlich, dass wieder ein Humusaufbau stattfindet. Wir müssen jetzt wirklich kräftiger einsetzen mit der Bearbeitung. Früher haben wir gesagt nur Hautbearbeitung, also gerade mal von oben ein bisschen den Boden antasten. Aber jetzt kommt es darauf an, hier etwas kräftiger einzuwirken mit der Stoppelbearbeitung. Indem wir jetzt in der Regel, also die klassische Regel sind acht Zentimeter, im Allgemeinen. Das hängt auch ein bisschen von Betrieb zu Betrieb ab, dass man acht Zentimeter versucht, jetzt hier das alles durcheinander zu wirbeln, dass die Stoppeln eingearbeitet werden in den Boden, dass die Wurzeln durcheinander gerührt werden und die noch wachsende Unkräuter vielleicht entwurzelt werden. Also ungefähr bis zu einer Tiefe von acht Zentimetern, also nicht zu tief, aber auch nicht zu flach, versuchen wir jetzt, einen Prozess einzuleiten dadurch, dass die organischen Rückstände der Pflanzen sich mit dem Erdreich vermischen. Es geht um ein Vermischen und ein Lockern. Das sind die beiden eigentlichen Vorgänge, die wir gerätemäßig bewältigen müssen, Mischen und Lockern. Und zu welchem Ziel eigentlich? Natürlich, wir müssen jetzt irgendwie sehen, dass wir die Stoppel unter die Erde bekommen. Aber alles dasjenige, was dann folgt, ist ja ein Vorgang, wie wiederum unter Sauerstoffzufuhr jetzt die Bodenorganismen anfangen, diese organische Substanz abzubauen. Es ist nochmal ein Abbauprozess und zugleich eben ein Umbauprozess. Aber zunächst müssen sie mal besiedelt werden, die ganzen organischen Reste, die Wurzeln, die Stoppeln besiedelt werden mit Mikroben, die dann anfangen, insbesondere natürlich, wenn es Eiweißhaltiges ist. Also zum Beispiel Leguminosenstroh, das wird ruckzuck abgebaut. Aber so ein Stroh wie sagen wir mal, der Roggen oder die Gerste oder Weizen haben ein sehr weites C-N-Verhältnis, also sehr viel Kohlenstoff und wenig Stickstoff. Also es ist wenig Eiweiß eingebunden in den Stängel und das mögen die Mikroben nicht. Die mögen viel Eiweiß. Die mögen das leicht haben. Und das ist so quasi, die fangen gleich immer mit dem Nachtisch an. Und das ist eben, wenn es sehr viel Eiweiß in den/ Deswegen auch Gründüngung. Wenn Sie Gründüngung einarbeiten in den Boden, das ist eine Katastrophe, was Sie da machen, weil dann das Mikrobenleben viel zu stark angeregt wird. Die bauen das dann so rasant ab, dass nachher nichts mehr übrig bleibt. Und das ist hier keine Gefahr beim Getreidestroh, wegen des weiten sogenannten C-N-Verhältnisses. Also da ist der Kohlenstoff zu Stickstoff ungefähr 80 zu 1. Und infolgedessen ist es ein sehr, sehr langsamer Prozess. Gerade das Stroh ist sehr widerstandsfähig gegenüber dem mikrobiellen Abbau. Und so muss ich jetzt Bedingungen schaffen, gerade hier im Oberboden, dass einerseits die Feuchtigkeit bewahrt wird. Warum wird sie da eigentlich bewahrt durch eine solche Stoppelbearbeitung? Denn Sie tun ja gerade im Gegenteil sogar durch Lockerung und so weiter erst recht sozusagen die Verdunstung anregen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:21:17] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich schneide das Kapillare ab. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:21:24] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Das ist hier genau, da ist hier eine Grenze. Und da ist es dann so, im Laufe des Jahres hat sich eine ganz bestimmte Kapazität ausgebildet. Das heißt also, dass Wasser entgegen der Schwerkraft in diesem ganz feinen Haarrisse und Röhren oder was auch immer, kapillar aufsteigt. Und wenn es eben nicht bearbeitet würde, würde es so weit aufsteigen und würde verdunsten. Und hier steigt es jetzt nur so bis hier Unterkante dieser bearbeiteten Schicht herauf. Und verdunstet natürlich hier auch, aber an der Unterkante dieser bearbeiteten Schicht. Das war ein Landwirt, Rosenberg-Lipinski hieß er, der hat um die Jahrhundertwende vom 18. zum 19. Jahrhundert gerade diese Tatsache beobachtet. Und hat gesagt, das ist so wichtig, dass diese Feuchtigkeit hier jetzt hereinsteigt, um hier ein bisschen für Feuchtigkeit zu sorgen, innerhalb dieser bearbeiteten Schicht. Und hat ungeheure Bedeutung für die Entwicklung des Gesamt der ganzen Abbauvorgänge jetzt des Strohs und der sonstigen abbaubaren organischen Rückstände. Die brauchen also Feuchtigkeit. Die brauchen aber auch Sauerstoff, deswegen die Bearbeitung. Durch die Bearbeitung kommt ja Sauerstoff in den Boden. Und sie brauchen Dunkelheit, Finsternis. Da darf die Sonne nicht direkt darauf brennen, also nicht reinscheinen. Insofern müssen die Stoppeln hier wirklich herunter eingemischt werden, hier in den Boden. Da darf man möglichst keine Stoppeln mehr sehen. Und dann fängt eben ein Prozess an. Und dieser Prozess ist der, dass zunächst mal die geformte, gestaltete organische Substanz vom Boden verdaut werden muss. Und jeder mikrobielle Angriff heißt ja eigentlich ein Verdauungsvorgang. Das ist genau dasselbe wie bei uns, unsere eigene Verdauung oder bei der Kuh im Pansen. Ich stelle einen chaotischen Zustand her. Und da fangen jetzt diese Mikroben ihre Tätigkeit an, indem sie abbauen, abbauen, abbauen, abbauen. Und das muss man sich auch mal ganz klar machen, alles Mikrobenleben im Haushalt der Natur, einschließlich der Bakterien, führt letzten Endes zur Mineralisation, zu einem totalen Abbau. Also dass von der organischen Substanz alles veratmet ist, da bleibt nichts mehr übrig. Und noch ein paar Mineralsalze im Boden. Das war es dann auch. Also das Mikrobenleben steht so lange im Dienste einer höheren Natur, als die Pflanze wächst. Aber wenn sie abgestorben ist, so ist da nichts mehr, was die Mikroben sozusagen zu Symbiosen anregt. Da ist nichts mehr, sondern dann bauen die ab, mineralisieren. Und glücklicherweise ist das eine organische Substanz, die nicht so leicht zu mineralisieren ist, sodass es sich ziemlich lange ausdehnt, dieser ganze Prozess. Aber das ist sozusagen Ihre Tätigkeit. Das ist eine atomistische Tätigkeit. Das ist Myriaden, Milliarden, Billionen in so einem winzigen Würfel Boden, guten Boden, da stecken Milliarden und Milliarden solcher Mikroben drin. Das ist aber atomistisch. Sozusagen jede versucht sozusagen, ihr eigenes Leben da zu fristen, mit dem, was da ist und baut ab und kümmert sich nicht darum, dass wenn sie alles abgebaut hat, da ist nichts mehr da und da sterben sie eben alle ab. So. Aber es geht ja nicht nur um den mikrobiellen Abbau, sondern es geht auch darum, dass jetzt im Sommer gerade das höhere Bodenleben aktiviert werden muss. Das ist die Zeit, wo wirklich, möchte ich mal sagen, die Regenwürmer anfangen, ihre segensreiche Tätigkeit zu entwickeln. Und Sie glauben gar nicht, wie segensreich der Regenwurm ist. Das könnten wir gar nicht. Wir können als Menschen nicht annähernd das leisten, was der Regenwurm in unseren Böden leistet. Er steht nur repräsentativ für andere Organismen, höhere Organismen im Boden, selbstverständlich. Es gibt also Ringelwürmer. Es gibt natürlich die Collembolen, die sogenannten Springschwänze. Es gibt also Asseln und alles das Zeug. Es gibt also eine Unzahl von verschiedenen Organismen, die jetzt hier im Boden, besonders gerne hier in dieser Zeit, wo so viel organische Substanz im Angebot ist, da oben, oberflächennah, die da tätig werden wollen. Und die Stoppelbearbeitung dient dazu, jetzt ein Milieu zu schaffen, in dem gerade die Bodentiere ihre Tätigkeit entfalten können in einer Zeit des Jahres, die ihnen nicht besonders zuträglich ist, wenn jetzt nämlich die Sonne von oben herunterbrennt auf dem langen Acker. Die Regenwürmer, die fliehen die Wärme, die ziehen sich dann gerade im Sommer gerne in ihre Röhren, ganz unten, einen Meter tief in die Erde zurück und warten, bis es wieder feucht wird. Und dadurch, dass man jetzt hier diese Lockerschicht schafft, Sauerstoff dringt ein, die Feuchtigkeit steigt auf. Hier bildet sich also ein Milieu, was diesen Bodentieren dann zuträglich sein kann. Und insbesondere die Regenwürmer. Durch die Stoppelbearbeitung locken wir die Regenwürmer herauf, in einer Jahreszeit, wo sie eigentlich eher die Tendenz haben, nach unten zu gehen. Wir locken sie durch ihre Röhren herauf, so dass sie jetzt anfangen, hier oben horizontal, die kommen vertikal durch ihre Röhren hoch und fangen jetzt an, hier oben die organische Substanz zu fressen, in sich aufzunehmen. Und der Regenwurm braucht eben auch dreierlei Dinge. Er braucht Sauerstoff, ein Sauerstoffatmer. Und er braucht Finsternis um sich herum. Er scheut das Sonnenlicht. Wenn er im Sommer aus dem Boden herauskommt und findet sein Loch nicht mehr zurück, dann verbrennt er unter der Sonne und er trocknet sofort aus, dann ist er tot. Also er braucht Sauerstoff, er braucht Feuchtigkeit und die Finsternis des Bodens. Es sind dies alles Wesen, die im Finstern leben. Und jetzt vollzieht er da seine segensreiche Tätigkeit. Und hier möchte ich jetzt mal kurz schildern, ehe wir dann auf die Bearbeitungsmaßnahmen selber noch mal eingehen. (...) Also der Regenwurm steht repräsentativ für die alle höheren Bodentiere, wohlgemerkt. Und der Regenwurm ist ja ein seltsames Gebilde. Es ist eigentlich nur ein Schlauch, so, Schlauch, irgendwie so. Und dieser Schlauch ist segmentiert. Überall, wo Sie in der Natur Segmentierung vorfinden, ist es ein Ausdruck einer relativ frühen evolutiven Entwicklung im Tierreich. Jede Segmentierung ist eigentlich noch ein Bild mehr des Pflanzlichen als Tierischen. Die Pflanze, wenn sie wächst, bildet immer eine Segmentierung, wenn es auch in der Vertikalen ist. Das Blatt, Stängel, Blatt, Stängel, Blatt, Stängel. Also ist immer ein Stängel-Glied und dann kommt ein Blatt, entweder gegenständig stehen die Blätter oder kreuzständig oder so. Und dann kommt wieder ein Stängelglied und so weiter. Es ist immer dieses rhythmische Gegliedertsein, das ist typisch für alles Lebendige. Und bei den Getreiden ist eben nicht so, dass/ bei jedem Knoten kommt ein Blatt raus. Also weil sonst kommen immer zwei Blätter heraus oder richtige Blattwirtel. Bei den Getreiden haben wir nur ein Blatt, das dann von jedem Knoten mit dem Stängel mitwächst und dann plötzlich einen Knick macht und dann sich abbiegt nach außen und erscheint dann als das Blatt. Nun, der Regenwurm zeigt eine ebensolche rhythmische Gliederung wie alle Würmer, auch die Raupen. Also die zeigen diese rhythmische Gliederung. Das weist darauf hin, dass dort die Stoffwechselprozesse, das ist sozusagen das Unbewusste ja im Menschen, dass sie da am allerstärksten ausgebildet sind. Und Stoffwechselprozesse sind immer Pflanzen-verwandt. Das ist also sozusagen die Pflanze in uns, auch im Menschen, wo wir völlig unbewusst sind, in dem, was sich da eigentlich abspielt. Wie die Pflanze auch eben ein Schlafbewusstsein hat, so hat der Mensch da unten ein Schlaf/ Er schläft eigentlich immer in seinem Stoffwechselorganismus. Da dringen wir mit unserem Bewusstsein nicht rein. Also schon morphologisch gesehen kann man sagen, dieser Wurm ist eigentlich ein Evolutionszustand, der mehr einer früheren Epoche der tierischen Evolution entspricht. Nun ist dieser Regenwurm aber ein erstaunlich hoch organisiert, inwendig. Er hat nämlich einen geschlossenen Blutkreislauf, der durch alle Segmente hindurch führt und hier oben eine kleine Verdickung hat. Das kann man das Herz nennen, aber das wäre fast zu viel gesagt. Jedes Segment wird also durchblutet und es hat außerdem ein ausgesprochen entwickeltes Nervensystem, das Gangliensystem, was auch durch alle Segmente hindurch geht. Und da sind immer so Verbindungen auch in den einzelnen Segmenten. Deswegen kann man einen Regenwurm ja durchschneiden, soll man nicht machen, aber wenn das mal geschieht, dann kann es sein, dass er fortlebt. Meistens kann er sich nicht mehr zum vollen Wurm regenerieren. Das ist ein Märchen. Aber er kann noch mal vielleicht die Wunde schließen und kann dann vielleicht die eine Hälfte noch eine Zeit lang überhaupt am Leben halten, aufgrund dieser besonderen, sowohl was den Blutkreislauf anbetrifft, als auch den die Nerventätigkeit, die Ganglientätigkeit. Und jetzt kommt aber noch eines dazu, dass dieser Regenwurm sage ich mal hier vorne, der hat Maul und irgendwo setzt er dann auch seine Häufchen ab und dazwischen, zwischen dem Maul, was jetzt eigentlich kein  Maul ist, er hat nämlich keine Zähne und nix, sondern er hat nur eine etwas verhärtete Haut, durch die er in der Lage ist, sich jetzt die einzelnen Sandkörnchen im Boden, Tonteilchen aufzunehmen und eben Pflanzenrückstände aufzunehmen. Also was der Regenwurm frisst, ist organische Substanz, Ton und Feinsand. Denn er frisst sich ja durch den Boden durch. Also hier oben, wenn er hier oben tätig ist, dann schiebt er sich durch den Boden durch. Dann tut er sozusagen den Leib zusammenziehen. Und dann drückt er sich nach vorne durch. Da wird er ganz spitz vorne und drückt sich durch den Boden durch. Also das ist normalerweise seine Horizontalbewegung, hier oben in dem bearbeiteten Boden. Aber ansonsten ist der Regenwurm ja ein Tier, welches solche senkrechten Röhren heruntergeht. Die gehen tief, tief in den Boden und vielleicht sogar unter den C-Horizont. Also auch Löss-Böden allemal, nicht nur durch das verwitterte Profil, sondern bis hinein in den Unterboden. Und bei Löss-Boden hat man nachgewiesen, dass Regenwürmer bis zu sieben Meter tief Löcher bilden können, solche Röhren bilden können. Und in diesen Röhren wohnen. Das ist das erstaunliche Phänomen. Wandert nun der Regenwurm auch rauf und runter. Hier unten hat er vielleicht irgendwo eine kleine Ausbuchtung. Und da kann er sich dann, wenn es trocken ist oder im Winter, dann tut er sich hier unten so einwickeln. Und da ruht er dann. Aber ansonsten bewegt er sich in der Senkrechte. Das ist schon mal ein unglaubliches Phänomen. Der Regenwurm ist ein Horizontalwesen, der kann sich nur schlängeln. Aber kaum kommt er in seine Röhre, dann fühlt er die Röhre, dann steht er in der Senkrechten. Man muss immer auf solche Phänomene aufmerksam werden. Es ist was anderes, wenn ein Tier in der Waagerechten ist, als wenn er in der Senkrechten ist. Das sind Bewusstseinsunterschiede des Seelischen des Tieres. Das erlebt sich gleich ganz anders. Und in diesen Röhren bewegt sich nun der Regenwurm relativ schnell, erstaunlich schnell. Er hat ja keine Beine, er hat nur die blanke Haut. Und diese Haut sondert ständig, unentwegt Schleim ab, um sich immer schön feucht zu halten. Und dann hat er aber eingebettet in die Haut einerseits Punktaugen, also dass sozusagen die ganze Hautoberfläche/ Was nehmen wir da für eine Farbe? Der hat hier die ganze Hautoberfläche, hat er hier Punktaugen. Die sind ganz verborgen in dieser Schleimschicht, in der äußeren Schleimschicht. Und er hat außerdem Borsten. Und diese Borsten, die kann er dann in der Senkrechten ausstülpen und kann sich dann sozusagen stufenweise hochschieben. Und das geht verdammt schnell. Also man glaubt es nicht, wie schnell so ein Regenwurm da rauf und runter geht. Er hat also so Borsten, die er ausstülpen kann. Die verschwinden in der Haut normalerweise. Und dann wenn er aber da in den Röhren sich bewegen, dann stülpt er die aus und dann bewegt er sich nach oben. Und indem sich nun dieser Regenwurm hier in dieser Höhle bewegt, sondert er ständig auch Schleim ab. Und diese Schleim, das ist praktisch Eiweiß, also ganz junges Eiweiß. Also nicht nur natürlich, aber hauptsächlich. Und mit dem kleidet er jetzt diese Wurmlöcher und diese Wurmröhren, die er selber gefressen hat wohlgemerkt, die hat er selber hergestellt, kleidet er jetzt mit diesem Eiweiß und diesem Schleim diese Röhren aus und stabilisiert damit die Röhren. Wenn da so ein Starkregen kommt, dass der nicht sofort zuschlemmt, sondern dass dadurch eine Art Wandbefestigung stattfindet, der Röhrenwand. Und es gibt fossile Regenwurmlöcher, das habe ich selber noch gesehen, in Lössprofilen, Regenwurmröhren, die aus der vorletzten Eiszeit stammen. Also nicht aus der letzten, sondern es gibt ein sogenanntes Interglazial zwischen den Eiszeiten, wo sich auch schon Bodenbildung vollzogen hat. Und da hat man in Lössböden Regenwurmröhren aus noch vor den Eiszeiten befindlichen Interglazial, in entsprechenden Löss-Standorten gefunden. So stabil ist das. Also der macht seine eigene Statik. Und dieser Schleim, der da abgesondert wird, ist gleichzeitig natürlich ein wunderbarer Boden für die Mikrobenwelt. Also die Mikroben, da kommen dann Sporen natürlich mit, mit dem Regenbogen werden Sporen eingetragen. Und dann keimen die aus, diese Sporen und bilden jetzt da also ein ganzes Myzel, Pilzmyzel, aber auch auskeimende mikrobielle Protozoen, alles Mögliche, also einzellige Wesen. Und die fangen dann an zu wachsen und vegetativ sich zu entwickeln. Und wenn das weit genug ist, dann steigt der Regenwurm herunter oder steigt je nachdem hoch und und grast seine eigenen Röhre ab. Seine Röhren, da ist der Tisch gedeckt, durch diese auskeimenden Mikroben pflanzlicher Art, tierische Art, also Protozoen. Und die grast er ab, indem er da in seinen Röhren rauf und runter geht. So. Und wenn es jetzt stark regnet und wenn man die Regenwürmer genau beobachtet, dann kann man ungefähr wissen, wann es regnet. Die machen nämlich hier oben einen kleinen Deckel drüber aus Lehm. Wenn es zum Regen kommt, also wenn ein Starkregen, ein Gewitterregen daniedergeht, dann sind die Röhren verschlossen. Die verschließt er vorher. Die machen die Tür zu. Das nicht da das ganze Wasser runterläuft. Aber kaum ist der Regen vorbei, dann öffnet er das hier oben wieder, damit der Sauerstoff reinkommt. Das ist eine. Das Zweite ist, dass der Regenwurm eigentlich die Bodenatmung am allermeisten beeinflusst. Ich habe ja gesagt, der Boden atmet genauso wie Mensch und Tier. Es sind ja Abbauprozesse hier im Organischen hier oben erstmal oder auch hier bei dem ganzen Frühjahrswachstum, Abbauprozesse. Da wird CO2 frei, Kohlendioxid. Das ist ein Gift. Raus aus dem Boden! Ja, wie? Schwerer als Luft. Jetzt sammelt sich das Kohlendioxid, es ist schwerer als die Luft, hier in diesen Röhren. Also da würde man sofort ersticken, wenn man da als Mensch da rein eintauchen wollte. Der Regenwurm hält es aus. Und jetzt, wenn er dann hochsteigt in seiner Röhre, ist es ist wie eine Pumpe, die das CO2 quasi herausgedrückt aus der Erde, in die Atmosphäre. Und wenn er wieder runter saust, dann zieht er Sauerstoff nach. Also er befördert aktiv durch seine Lebenstätigkeit die Bodenhaftung. Er entlüftet und belüftet durch seine Bewegungen in der Senkrechten. Also das ist ein richtiges Wunder, ist sowas. Und ich möchte nur gleich bemerken, dass es also wesentlich darauf ankommt, dass in den Böden möglichst viel Regenwürmer sind. Und da sind große, große Unterschiede. Also auf Sandböden hat man es mit dem Regenwurm sowieso schwer, weil da kein Ton ist. Er braucht Ton. Und da komme ich nachher noch mal drauf zurück. Er braucht Ton, er muss mit den organischen Substanzen zugleich Ton zu sich nehmen. Und im Sandboden ist so wenig Ton. Und infolgedessen kann man so schwer Löcher stabilisieren. Das Einzelkorngefüge eines Sandboden. Aber normalerweise, in unseren normalen Standorten, ist doch genügend Ton vorhanden für die Entwicklung des Regenwurmlebens. Und jetzt muss man zusehen, dass man da möglichst viele Regenwürmer in den Boden bekommen. Und das heißt, ich muss dafür sorgen, dass genügend organische Substanz immer angeboten wird, dass diese Regenwürmer im Boden abbauen können. Und dann vermehren sie sich ja auch. Dann legen sie ihre Eier und dann schlüpfen dann wieder junge Regenwürmer. Und wenn man  Berechnungen vornimmt, wie viel Regenwürmer in so einem Boden normalerweise sind, wenn es ein guter Boden ist, dann sagt man ganz über den Daumen gepeilt mindestens so viel Regenwürmer an Gewicht unter dem Boden wie eine Großvieheinheit über dem Boden. Eine Großvieheinheit sind normalerweise 500 Kilogramm Lebendgewicht, Kuh. Eine Kuh über dem Boden, eine Kuh in Form von Regenwürmern unter dem Boden. Das ist so ein Daumenmaß. Wenn man es aber genau zählt, dann entdeckt man enorme Unterschiede. Wir hatten glücklicherweise, in den Siebziger Jahren war das schon, irgendwie Ende der Siebziger Jahre, von der Universität Gießen hier mal eine Regenwurmzählung. Und zwar nicht nur hier, sondern auch auf allen benachbarten konventionellen Betrieb mit Viehhaltung auch und Ackerbau, gemischter Betrieb und ein extrem konventionell bewirtschafteter Gartenbaubetrieb oder so. Ja, so ein Gartenbaubetrieb, aber vollkommen extrem in Monokultur bewirtschaftet. Haben wir da auch Profile aufgegraben und haben da genaue Untersuchungen gemacht. Man macht das normalerweise mit Formalin. Man nimmt also einen Quadratmeter, steckt den genau ab, misst ihn aus. Und dann träufelt man Formalin auf den Acker und das Formalin, die Dämpfe, die ziehen dann ein in den Boden und die locken die Regenwürmer, die halten das nicht aus, sie wollen an die Luft. Die kommen dann alle obenr auf, alles was beweglich ist, jedenfalls. Und das sind ja, die größeren Tiere gehen ja erst hier runter, die kleineren, die bleiben ja mehr hier gegen die Oberfläche hin, den Sommer über. Also da haben die diese Zählung gemacht. Und zwar von winzig-klein, geschlüpft bis voll entwickelten Regenwürmern. Regenwürmer werden normalerweise neun Jahre alt. Also die können ein ganz schönes Alter erreichen und auch eine ganz schöne Größe. Und haben die gezählt. Und da haben sie bei dem bei dem extrem bewirtschafteten Gartenbaubetrieb vier Regenwürmer pro Quadratmeter gefunden. Da haben sie gesagt, na ja, immerhin, das ist doch was. Vier Regenwürmer. Und dann haben sie auf dem konventionellen Betrieb, Nachbarbetrieb hier in Gronau, haben sie 25 gefunden pro Quadratmeter. Und dann haben sie Untersuchungen gemacht auf verschiedenen Standorten hier, aber vor allen Dingen unten, im Unterland. Zwei Jahre nach Kleegras, auf unseren Tonböden da unten, Niederschwemmland-Boden, haben sie 600 gefunden. Und da haben sie gesagt, na ja, das ist ja ganz schön viel, also die Fachleute. Sie haben gesagt, aber 400 könnten es auch sein, das ist gut. Also da sieht man, also wir müssen daraufhin sehen, also wenn diese Bodenatmung durch die Regenwürmer richtig nachvollziehen kann und der Abbau der organischen Substanz, der ja auch wiederum ein ganz besonderer Vorgang ist, wie ich es gleich schildern werden, dann sieht man, dass der Regenwurm eigentlich der eigentliche Fruchtbarkeitsbildner der Erde ist. Und wenn sie da nicht die Hilfe haben von den Regenwürmern durch das ganze Jahr hindurch, denn die arbeiten das ganze Jahr hindurch, wenn es nur irgendwie Witterung danach ist, bevorzugt natürlich zu einer bestimmten Jahreszeit und das ist eben die von hier bis zum Herbst hin, wenn diese Aktivität ständig stattfindet, dann kann das kein Landwirt besser machen, kein Bodenbearbeitungs-Gerät besser machen. Also je aktiver der Boden in Bezug auf die Regenwürmer ist und hoher Regenwurm-Besatz und so 300, 400 Regenwürmer sollten es dann schon auch sein. Aber die müssen natürlich ernährt werden und so weiter. Und in Monokultur geht es gar nicht. Monokultur Mais, Monokultur Weizen oder so. Sondern ich muss eine Vielfalt in der Fruchtfolge haben, muss auch einen bestimmten Unkrautbesatz haben. Das mögen sie auch gerne. Die unterschiedlichen organischen Substanzen sind sehr unterschiedlich schmackhaft, mit sehr unterschiedlichem Eiweißhgehalt. Also ein breites Angebot muss da sein, dass die Regenwürmer sich entwickeln. Und nun ist es so, dass der Regenwurm mit seinem Mund hier all das aufnimmt. Und zu diesem Ziel frisst er sich durch den Boden hindurch. Hier oben drückt er sich durch den Boden hindurch, im Wesentlichen, muss nicht sein, aber im Wesentlichen doch, wenn schön locker ist. Ansonsten muss er seine Röhren auswählen. Und dann baut er vielleicht sogar eine zweite da in die Tiefe und eine dritte und eine vierte. Und was macht er denn aber mit dem Material, was er alles frisst? Das hat er alles in sich drin. Und wenn er dann voll ist, dann marschiert er hier oben rauf und legt das hier oben als ein Häufchen ab. Der Regenwurm sorgt dafür, dass die Böden sich verjüngen. Der ist der große Verjünger unserer Böden. Entgegen der Schwerkraft holt er von unten die Erde rauf und legt sie oben ab. Ich habe mich früher immer gewundert. Ich habe mich immer sehr für Ausgrabungsstätten interessiert, so und Griechenland und so. Und da habe ich mich immer gewundert, wie diese riesen Trümmer von Tempelanlagen, dass man die alle heute nur noch die Oberfläche sieht, die liegen alle irgendwo so halb vergraben in der Erde oder ganz zu. Und da muss man regelrechte Ausgrabungen machen. Na ja, als ich da mal so einen Archäologen da gefragt habe, der hat gesagt, ja, die sinken nicht ein, sondern die werden überwachsen dadurch, dass die Regenwürmer auf diesem Kalkboden so intensive Arbeit leisten, dass die Böden nach oben wachsen, die dort dadurch wachsen, sozusagen. Stellen Sie sich vor ein Regenwurmbesatz von 400 Regenwürmern pro Quadratmeter, das sind also mindestens 1.000 Kilogramm Lebendgewicht pro Hektar, die sorgen dafür, dass jedes Jahr zirka über 100 Tonnen Erde von unten nach oben verfrachtet werden. Pro Hektar 100 Tonnen. Durch ihren eigenen Leib nehmen sie das auf und marschieren dann wieder hoch und legen oben ihre Häufchen ab. Und je kalkreicher der Standort ist, desto stärker ist das, desto höher auch normalerweise der Regenwurmbesatz. Und saure Böden, die mag der nicht. Da gibt es dann auch andere Regenwurm-Arten, die da ein bisschen besser mit der Säure zurechtkommen. Aber der Lumbricus terrestris, also unser normaler Tauwurm, den wir so kennen, der braucht diesen Kalk. Und auf diese Weise also regenerieren sich unsere Böden, werden juvenil von Jahr zu Jahr, juveniler wieder. Wir haben ja ständig eine Mikroerosion von oben nach unten. Bei jedem Starkregen durch die Bodenporen werden Tonteilchen und so weiter nach unten verfrachtet. Und damit hängt die Alterung der Böden zusammen, die ich ja schon erwähnt habe, die Alterung der Böden, dass von oben nach unten, das Profil, eine Profilierung entsteht. Und oben die Böden dann verarmen an Ton und so weiter, durch Mikroerosion. Jetzt kommt der Regenwurm und trägt das alles wieder hoch. Es ist ein Wunder. Also was der Regenwurm macht, das ist immer das Beste vom Besten. Und er ist außerdem nicht jemand, der der Meinung ist, er müsste unbedingt, wenn er sozusagen ein bisschen mit dem Futter nicht so weit her reicht, dass er dann die grünen Blätter von den Pflanzen frisst. Er frisst nichts Grünes von den Pflanzen, er ist in dem Sinne kein Schädiger, er wirkt nie schädigend auf die Pflanze. Auch nicht im Boden, wo die Wurzel lebendig da wächst, das frisst er nicht. Er schädigen in keinem Punkt. Natürlich, ab und zu macht man mal Unfug. Das habe ich mal beobachtet, dass so ein Regenwurm ein grünes Pflanzenblatt abgebissen hat. Und was hat er gemacht? Er hat die ganze Oberfläche von dem Blatt, also neben seinem Loch. Die ganze Oberfläche von dem Blatt hat er jetzt mit seinem Schleim eingeschleimt. Und dann hat er das Blatt zusammengerollt, das kann der und hat es jetzt in seine Höhle reingezogen. Und da steckte das da ganz in der Höhle drin. Und da entwickeln sich jetzt in der Höhle, im Schleim, alle möglichen Bakterien. Und die bilden jetzt wieder so einen schönen Bakterienrasen oder Mikrobenrasen. Und das weidet er ab. Da war das Blatt sozusagen auch nur ein Mittel zum Zweck, dass er wieder seinen Tisch gedeckt bekommen. Aber ansonsten macht er überhaupt keinen Schaden. So und jetzt der Verdauungsvorgang ist ja der, dass er jetzt hier die Nahrung aufnimmt. Und dann wandert diese Nahrung in die Mundhöhle, Maul, Höhle, Mundhöhle. Das ist eine Erweiterung des Darms. Und dieser Darm, der geht dann auch hier durch bis hinten hin. Und diese Erweiterung dieser Mundhöhle, dazu braucht er jetzt und um dieses organische Material klein zu machen, braucht er jetzt insbesondere Feinsand oder auch mal ein Grobsandkorn, Kiesel. Und den braucht er hier in seinem Magen. Und mit diesem Kieselsand mahlt er jetzt, durch entsprechende Kontraktionen des Magens, mahlt er jetzt die organische Substanz klein. Also ähnlich wie das Wiederkauen der Kühe. Das macht er hier in seinem Maul. Und dann geht also diese verkleinerte organische Substanz, das geht hier also jetzt durch den ganzen Dünndarm hindurch. Und dieser Dünndarm ist voll gestopft, prall voll mit Mikroben. Und daran können Sie erkennen, dass der Regenwurm als Tier diesen Prozess, der bei der Pflanze peripher hauptsächlich ist, die diese sogenannte Rhizosphäre um die Wurzel herum, diese Symbiose, die ist um die Wurzel herum, im Wesentlichen, beim Tier ist sie innen drin. Da stülpt sich das Äußere ins Innere. Das ist ein Umstülpungsvorgang. Und daran können Sie schon erkennen, das Tier unterscheidet sich von der Pflanze durch Umstülpungen. Schon das Gastrulastadium, also wenn ein Organismus sich entwickelt, dann kommt es zu dieser Umstülpung. So. Das nennt man das Gastrulastadium. Wo jetzt die Zelle sich entwickelt. Zunächst ist sie noch verbunden mit der Außenwelt, nachher schließt sie sich ab. Und dann bildet sie ein Innenraum. Und so ist es eben beim Regenwurm. Das ist ein Innenraum, jetzt der ganze Darmschlauch, wo diese organische Substanz von außen reinkommt und jetzt mikrobiell von innen aufgeschlossen wird, unter der Regie des Seelenleibes, Astralleibes, wie auch immer, Empfindungsleibes, eben eines Tieres, was beseelt ist. Unterdessen Regie wird jetzt hier die organische Substanz abgebaut und die ganzen Symbiosen gesteuert, die da in diesem Darm ihre Tätigkeit entwickeln, prall, voll. Und sodass also hier jetzt systematisch hier ein Abbauvorgang mikrobielle Art stattfindet und jetzt aber gleichzeitig der Ton mitgenommen wird auf diesen Weg, sodass am Ende etwas in Erscheinung tritt, was der fruchtbarste Boden schlechthin ist. Und das sind die Regenwurm-Krümel. Warum? Weil die Regenwürmer es fertigbringen, nicht nur den Humufizierungsprozess, also den Humusaufbau zu bewerkstelligen. Dass das nicht alles nur mikrobielle abgebaut und mineralisiert wird, sondern das Gegenteil. Die schaffen nur die Vorbedingungen, dass jetzt ein Aufbauprozess unter der höheren Organisation des Regenwurms stattfinden kann. Und das nennen wir dann Humifizierung oder Humusaufbau. Es entsteht etwas Neues. Es ist nicht mehr dasselbe, was er an Futter von außen aufgenommen hat, das wird total verwandelt in eine Substanz, die wir Humus nennen. So rätselvoll diese Humussubstanz ist und so immer noch die Wissenschaft, darüber rätselt, was das überhaupt ist, also die ganze Humustheorie, die man in den Fünfzigerjahren hatte, die ich noch gelernt habe, die ist heute längst hinfällig, eigentlich, obwohl man das gar nicht realisiert. Weil die Wissenschaftler oder heute Landbauwissenschaftler, Bodenkundler sich um den Humus nicht sonderlich kümmern. Die kümmern sich um alles andere, aber der Humus ist eigentlich relativ uninteressant. Es hat ein bisschen eine Erneuerung des Bewusstseins stattgefunden in den letzten Jahren gewiss, das muss man schon sagen. Aber meistens von Leuten, die so mehr am Rande stehen. Also die Frage, wie es möglich ist, dass aus einer Substanz, die auf dem Wege ist des Abbaus, dieser Abbau abgefangen wird und plötzlich ein Neuaufbau stattfindet, in etwas, was nicht mehr die ursprüngliche Pflanze ist, sondern was etwas ganz Allgemeines ist, das über alle Pflanzen übergreift und was man dann Humus nennt, das vollzieht sich bevorzugt, ich möchte sagen nicht nur im Regenwurm, aber bevorzugt in den höheren Bodentieren. Und das Ergebnis nun, dieser Form der Verdauung, ist nun hier das Regenwurm-Häufchen, was er oben ablegt. Und wenn man das untersucht, dann steckt es nach wie vor voll mit Mikroben. Also da ist immer noch eine hohe Mikrobenaktivität, insbesondere die so genannten Ligninzersetzer. Lignin ist der Stoff, der das Holz verholzen lässt. Also die Stabilität, den Widerstand des Holzes bewirkt gegenüber mikrobiellem Angriff. Also dass die Stämme nicht von innen verfaulen, wie bei Rotfäule bei den Fichten, sondern dieses Lignin fressen natürlich auch die Regenwürmer, vor allen Dingen Wurzeln, da ist es ja vermehrt drin. Die Wurzel verholzen ja auch leicht. Und sodass die Verdauung, die der Regenwurm eingeleitet hat, die setzt sich in den Häufchen fort. Und zwar nach wie vor, möchte ich mal sagen, unter der Regie des Regenwurms. Also das ist dann nicht irgendwie beliebig, sondern die sind so imprägniert, gleichsam von dem Seelenwesen dieses Tiere so imprägniert, dass die Mikroben nicht machen können, was sie wollen, sondern sie machen eben genau das, was der Regenwurm ihnen diktiert hat. Und dabei entsteht nun etwas, was auch ein riesen Rätsel ist, nämlich der sogenannte Ton-Humus-Komplex. Das ist der Fachausdruck, also Ton-Humus-Komplex. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was genau passiert, bevor es Ton-Humus gibt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:02] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? Wie? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:02] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Was geschieht, bevor wir Ton-Humus haben? Können Sie das noch mal sagen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:02:09] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Na ja, das ist ein geheimnisvoller Vorgang, dass eine mineralische und eine organische Substanz eine untrennbare Verbindung eingehen. Und dafür sorgen eben die Bodentiere. Der Regenwurm ist nur ein herausragender Repräsentant. Sie müssen sich vorstellen, dass jetzt der Regenwurm etwas macht, dass das, was er selber abgebaut hat, durch seinen mikrobiellen Abbau an organische Substanz, einen Aufbau bewirkt, aber gleichzeitig den Ton bindet an den Humus. Dass da eine untrennbare Verbindung ist. Und das ist dann die Substanz, die eigentlich Dauerfruchtbarkeit erzeugt. Wenn ein Boden dauerhaftfruchtbar ist, das heißt nicht im nächsten Jahr wieder einen Dünger brauchen. Sondern dass er wirklich über die Jahre hinweg ein hohes Niveau an Dauerfruchtbarkeit bewahrt, das ist wesentlich den Bodentieren zu verdanken. Also man ist zwar sich ziemlich sicher heute, dass die Schwarzeerden in der Ukraine oder in der Magdeburger Börde oder Kölner Bucht oder Soost da oben oder den ganzen Prärien in Nordamerika, das sind ja alles Schwarzeerde-Böden, die eigentlich ihr Dasein der Tätigkeit dieser Bodentiere verdanken. Es gibt heute Humusformen, das hat man in Amerika nachgewiesen, die über 1.000 Jahre alt sind, Dauerhumus. In den Prärien des mittleren Westens. Also diese Bodentiere, die möchten wir jetzt gerne aktivieren im Sommer. Sie sind auch schon im Frühjahr irgendwo tätig, weil es da immer organische Substanz abzubauen gibt, noch vom Vorjahr. Aber jetzt im Sommer, wo diese frischen Massen da entstehen, da möchten wir sie gerne hier oben haben. Und dazu müssen wir jetzt den Boden entsprechend bearbeiten. Wir müssen nur aufpassen, dass wir die Zeit noch/ Da müssen wir den Boden entsprechend bearbeiten und Sorge tragen, dass eben da genügend Feuchtigkeit aufsteigt, die Feuchtigkeit überhaupt bewahrt wird, dass genügend Sauerstoff da ist und so weiter. Und jetzt kann man natürlich gleichzeitig auch hier noch das nutzen und gleich wieder eine Gründung reinbringen, direkt nach dem Stoppelsturz eine Gründung raus, dass der Boden auch beschattet ist. Und das mögen die Regenwürmer gerne. Das Sonnenlicht, das direkte Sonnenlicht ist für sie tödlich. Aber kaum ist da eine beschattende Gründüngung oben drüber, bis in den Herbst hinein, dann können die ungestört sozusagen ihre ganze Arbeit leisten, vollziehen. So, jetzt möchte ich noch ein paar Worte sagen und vielleicht noch eins zum Regenwurm. Der ist sozusagen ein Universalgelehrter oder ein universal tätiges Wesen. Und ich habe mich immer gefragt, wie man eigentlich den Regenwurm verstehen kann, evolutiv. Und nun gibt es ja in den Naturreichen die bekannte Total-Metamorphose. Kennen Sie den Begriff? Also dass ein Insekt oder ein Tier, hier in diesem Fall ein Tier, ein Regenwurm, ein Lumbrizide Eier legt. Eier, die legt er hier oben irgendwo ab, im Boden. Und dann schlüpfen da draus Larven. Und die entwickeln sich dann zu Raupen beziehungsweise Entschuldigung, nicht zu Raupen, sondern beim Regenwurm eben zu Larven und die werden dann zu jungen Regenwürmern und so weiter. Aber es gibt andere Tiere, die jetzt Eier legen und aus den Eiern schlüpfen dann Larven und die entwickeln sich zu Raupen. Und die Raupen sind zunächst einmal in gewissem Sinne gar nicht zu differenzieren von einem Regenwurm, ist auch stark segmentiert. Nur haben sie meistens starke Farbenprägungen beziehungsweise auch Haare oder so in den Segmenten, kann ja sein. Aber im Prinzip sind sie eigentlich ein Regenwurm. Fressen en Masse, im Gegensatz zum Regenwurm, organische Substanz an der wachsenden Pflanze. Also die sind ja gefräßig bis dort hinaus. Und dieser Eichenwickelspinner, der räumt diese ganzen Blätter von so einer großen Eiche ab. Die können wirklich irren Schaden entwickeln, indem sie von der wachsenden Pflanze die lebende Substanz aufnehmen und dadurch die Pflanzen enorm auch schädigen. Und es gibt verschiedene Schmetterlingsarten. Kennen wir ja. Den Fuchs, den kleinen Fuchs oder so, der entwickelt sich jetzt auf ganz spezifischen Pflanzen, von denen er sich ernährt, die Raupe sich ernährt. Also zum Beispiel die Brennnessel. Deswegen haben wir immer so gern Brennnesseln auch am Wegrand stehen, überall so kleine Brennnessel-Inseln. Damit diese Schmetterlinge sich da entwickeln können. Auch das Tagpfauenauge. Oder es gibt andere Schmetterlinge, zum Beispiel der Distelfalter, der entwickelt sich ausgesprochen auch Disteln. Und so haben die Schmetterlinge insbesondere also ganz spezifische Pflanzen, worauf sie sich entwickeln, wo die Raupe sozusagen die Nahrung findet, die sie braucht für ihre eigene Entwicklung. Wenn jetzt eine solche Raupe, die genau so aufgebaut ist, wie so ein Regenwurm, die kommt plötzlich auf den Gedanken, dass mein Dasein noch nicht abgeschlossen ist. Ich muss da weiter wurschteln. Und dann fängt die sich an, einzusperren in einen Kokon, verschwindet vollständig in diesem Kokon und löst sich auf. Da bleiben ganz wenige Nervenstrukturen, die bleiben noch erhalten. Aber der ganze Organismus löst sich auf. Da sind keine Strukturen mehr, weder von der Raupe noch von etwas Zukünftigem zu sehen, sondern zunächst Masse, einfach Chaos. In dieser Hülle, an der Sonne. Sie hängen sich dann, diese Kokons, an der Sonne auf. Und die Sonne brütet da was aus. Dieser Kokon. Plötzlich öffnet er sich. Und was tritt hervor? Der Schmetterling, noch zusammengefaltet, verknitterte Flügel. Und dann quält der sich da raus aus diesem Kokon. Und dann tut er sich erst mal in der Luft so ein bisschen an der Sonne erwärmen und dann atmet er, pumpt ja, wie man sagt, mit den Flügeln und zack fliegt davon. Und das ist die Total-Metamorphose. Das heißt vom Ei über die Raupe, die Puppe oder den Kokon hin bis zum Imago, wie man das sagt, dann zur vollen Erscheinung, dem Schmetterling. Und wenn man jetzt die Entwicklung des Regenwurms in dieser Hinsicht betrachtet, dann bleibt der beim Raupenstadium stehen. Der entwickelt sich nicht weiter. Also von der Evolution her gesehen muss man sich ja wirklich fragen, ja, wie ist das eigentlich? Der hätte doch ein Schmetterling werden können. Aber er wird keiner. Er bleibt unterwegs stehen und fliegt nicht in die Luft, sondern gräbt sich in die Erde herunter. Und baut da sozusagen sein Reich auf, geht da mit dem Festen der Erde um. Das hinfälligste Wesen. Der Regenwurm ist so neunzig Prozent Wasser, in seiner Leiblichkeit. Das hinfälligste Wesen, kein Rückgrat, kein gar nichts. Der begibt sich da und beißt sich durch die feste Erde hindurch nach unten, in die Tiefe der Schwerkraft entgegen und entwickelt da diese wundersame Tätigkeit. Und ich habe immer den Eindruck, dass dieses Zurückgebliebensein in diesem Raupen- beziehungsweise Wurmzustand Kräfte zurückgehalten hat, die sonst in die Entwicklung der Imago gehen. Wenn Sie nämlich den Schmetterling angucken, Sie würden es der Raupe nicht ansehen, der Larve nicht ansehen, Sie würden es dem Ei schon gar nicht ansehen, was da mal draus wird, dass da wirklich ein Tagpfauenauge da mit dieser wunderbaren Musterung seiner Flügel, was eigentlich fast nur Staub ist. Das ist nur physisch, da ist kaum noch Leben drin. Das ist rein physisch, aber in einer unglaublichen Form, durchformt und durchfärbt, eine Farbenpracht, geordnet, strukturiert. Und der Leib selber ist zwar auch einer, der besteht aus Kopf, Brust und Abdomen, gewiss. Ein paar Beine sind auch noch dran. Der Schmetterling. Aber man hat den Eindruck, das Tier ist eigentlich jetzt nur noch da, ich möchte mal sagen, irgendwo eine ganz, ganz intensive Nahrung aufzunehmen, nämlich die Nektarinen aus den Blüten. Davon kann er sich ernähren, nicht mehr vom Blatt, wie die Raupe. Und nach kurzer Zeit stirbt er. Stirbt er und wird zu Staub. Er war vorher schon halb Staub, jetzt wird er vollends zu Staub. Aber diese wunderbare Erscheinung und dieses Flattern durch die Lüfte von Blume zu Blume, das ist ein Bild, wo man den Eindruck hat, der Schmetterling verbraucht sich selbst in seine eigene Imago. Und der Regenwurm, der bringt es nicht dahin. Aber er hat damit Überschuss-Kräfte durch die er diese unglaublich weisheitsvollen Arbeiten im Boden leisten kann. Und das ist mein Bild, wohlgemerkt. Das steht auch nicht irgendwo geschrieben. Aber das hat eine innere Notwendigkeit, dieser Gedanke. Denn man muss sich mal in den evolutiven Prozess ein bisschen hineinleben, hineindenken, wie das ganze Tierreich und Pflanzenreich bestimmte Stufen der Entwicklung durchlaufen hat. Und wenn da ein bestimmte Tier auf einer bestimmten Ebene stehen bleibt, dann hat es eine Bedeutung. Das ist dann nicht einfach mal, da hat der liebe Gott mal einen Blackout gehabt und hat gesagt, es könnte auch ein Regenwurm ein Schmetterling werden. Er wird keiner. Sondern er hat das Schicksal quasi, aufgrund dieser zurückgehaltenen Fähigkeiten das Feste der Erde durchzuarbeiten. Ja, also jetzt aber noch noch schnell zu den Bodenbearbeitungsgeräten. Es gibt heute eine derartige Fülle von Stoppelbearbeitungsgeräten, das ist geradezu grausam. Und es hängt damit zusammen, das habe ich schon mal gesagt, dass heute die Technik versucht, diese Vorgänge so optimal wie nur irgendwie zu konstruieren. Und jedes Mal merkt man, es klappt dann doch nicht so ganz. Warum? Weil der Mensch mit seiner Vernunft hinzu gedacht werden muss. Mit seinen Fähigkeiten. Man muss beobachten können. Als Ackerbauer muss man beobachten können und dann sorgsam das Gerät, das man hat, jetzt richtig einsetzen. Und so kann man mit den einfachsten Geräten unter Umständen Besseres erreichen als mit den kompliziertesten Geschichten, die man heute auf dem Markt hat. Es kommt auf die eigene Vernunft an. Die Techniker haben immer den Eindruck, die müssen das vorausdenken, dass der Landwirt nicht mehr denken braucht. Der Landwirt muss denken. Und die Geräte, die kann er dann auch entsprechend gut einsetzen. Das Klassische aller Bodenbearbeitungsgeräte für den Sommer, für den Stoppelsturz, ist der Schälpflug. Über den Schälpflug geht eigentlich nichts drüber. Das ist das allerbeste Gerät. Das schält flach, acht Zentimeter, kann man ganz flach einstellen. Eine sehr, sehr schmale Furche. Und der Boden, wenn man den schält, dann schüttet er, wie man so sagt. Der Boden schüttet. Es ist nicht wie beim Pflug, dass es ein Pflugbalken herumgezwängt wird, sondern schon durch das Wenden des Pfluges wird eine Scherung hervorgerufen, die dann diese koprogene, das heißt sehr, sehr porenreiche Schicht hier oben so auseinander löst, dass der Boden fließt, schüttet. Und darauf kommt es an. Und gleichzeitig mischt er, der Schälpflug mischt. Wenn er schüttet, mischt er auch. Und er schafft ebene Sauerstoff in den Boden. Und durch diese Art, wenn die richtig eingestellt ist, macht er auch keine Flugschule. Das heißt, die Regenwurm Löcher hier oben, die hier runtergehen, die werden nicht zugeschmiert. Und das ist das Schlimmste was man machen kann mit der Bodenbearbeitung, dass man die Regenwurmlöcher zuschmiert. Wenn man zu feucht über einen Acker fährt oder mit einem sehr stumpfen Schar, was keinen richtigen Untergriffe mehr hat, dann schmiert es diese Regenwurmlöcher, die hier unten, hier hoch gehen überall, die schmiert es hier zu. Dann können die nicht mehr atmen. Und das löst dann ungute Entwicklungen aus. Neben dem Schälpflug ist eigentlich auch noch ein recht gutes Bearbeitungsgerät für den Stoppelsturz, ist die Scheibenegge. Wenn man kreuz und quer fährt über den Acker, doppelt scheibt, kann man auch, weil die auch nicht so tief greifen, diese Geräte und auch abscheren und nicht schleifen. Das ist immer wichtig, dass hier unten eine Bruchzone entsteht und nicht eine Schleifzone. Also auch mit einer Scheibenegge kann man da sehr Gutes erreichen. Der einzige Nachteil der Scheibenegge ist, dass sie die Quecke vermehrt, wenn man welche hat. Weil man die Queckenwurzeln alle durchschneiden und jede Queckenwurzel gibt dann eine neue Pflanze. Also das ist ein echtes, echtes Problem. Und so weiter. Heute wird vielfach gegrubbert und meistens zu tief gegrubbert, viel zu tief. Also man muss so flach wie möglich grubbern und Sorge tragen, dass der Durchmischungseffekt genügend stattfindet und dass die Stoppeln wirklich eingearbeitet werden. Das macht der Grubber nicht so gut. Der lockert hauptsächlich. Und dann gibt es noch ein wunderbares Gerät, in den Fünfzigerjahren haben die alle gekauft und nach kurzer Zeit standen die dann alle in der Ecke und sind verrostet. Das war die Fräse. Die Fräse spielt zwar heute noch im Gartenbau eine ganz große Rolle. In der Landwirtschaft ist ist sie eine reine Katastrophe, im Grunde genommen im Gartenbau auch. Also man muss unterscheiden die Kreiselegge, die horizontal rührt den Boden, die macht nicht diesen Schaden. Aber die Howard-Fräse, die da aufkam in den Fünfzigerjahren. Die ist Zapfwellen-betriebe. Und Zapfwellen-betriebene Bodenbearbeitungsgeräte taugen in der Regel sowieso nicht viel. Und die haben dann diese Zinken hier. So. Irgendwie so. Und jetzt ist das die Drehrichtung. Und hier ist das Gelände, so der Boden. Jetzt wird das Ding also mit der Zapfwelle angetrieben, dreht sich und gleichzeitig haben wir einen Vorschub oder Vorwärtsbewegung durch den Schlepper, sodass diese Messer hier reinschlagen und weil das gleichzeitig einen Vorschub ist, die Tendenz haben, diese Senkrechte hier schon mal zu verdichten. Die werden sozusagen immer ein bisschen gedrückt und verschließen sozusagen hier, wirken hier strukturschädigend. Und dann schneiden sie hier unten weg und verschmieren eben auch die Regenwurmlöcher, die von oben kommen. Und schmeißen hier hinten den Boden auf, wunderbar, sieht so herrlich aus. Total alles wunderbar gemischt. Also ich Fräse mischt besser als alles andere. Aber was sie bewirkt ist eben durch ihre Rotation und weil das eben Zapfwellen-betrieben ist, wirkt die strukturzerstörend. Da kann man machen was man will. Und wenn dann Starkregen kommt grade nach der Fräsarbeit, man muss da mal einen Acker angucken, wie der aussieht. Also  ein Bild des Jammers. Verschlemmt dann auch viel stärker als es sonst der Fall ist. Also das Interessante ist, dass das Gerät eigentlich fast das Ideal erfüllt. Aber die Nebenwirkungen wie bei der Allopathie, die Nebenwirkungen sind so, dass die Bauern nach kurzer Zeit oder ich habe das überall beobachtet in den Sechzigerjahren, dass die Fräsen dann plötzlich wieder irgendwo in einem Winkel auf dem Hof standen. Die Fräse einzusetzen, dass sie keinen großen Schaden macht, das sind nur ganz wenige Momente im Jahr, wo der optimale Zustand besteht. Wenn es zu feucht ist, verschmiert hier alles. Wenn es so trocken ist, braucht man so eine irre Energie, dass die Messer sehr schnell einen ungeheuren Abnutzungseffekt damit verbunden und also Energieverbrauch ohne Ende. Aber es gibt einen ganz kleinen Moment, dieser Übergang zwischen feucht und trocken, wo die Fräse vielleicht eine ganz gute Arbeit leistet. Also auch da, wie bei allen Geräten, man muss genau hingucken. So. Jetzt aber noch ein letztes Wort. Das ist schlimm. Sie ist wieder so weit fortgeschritten, die Zeit. Wir müssen doch noch ein kleines Wort zum Herbst sagen. Diese ganzen Prozesse, die ich jetzt geschildert habe, die setzen sich fort, natürlich bis in den Herbst hinein. Die Humusbildung ist im Jahreslauf, geht vom August an in Richtung Herbst, so wie die Kristallisationsbildung im Herbst, im Januar, Dezember, Januar dann bis ins früheste Frühjahr geht und dann ist Schluss. Winterkristallisation und im Herbst gegen Winter oder Sommer gegen Herbst hin, vollzieht sich die Humusbildung, genau polar im Jahr. Und gleichzeitig haben wir eben hier Humusabbau und hier haben wir Humusaufbau. Aber das zieht sich auch rein bis zum Herbst. Der Herbst ist dadurch charakterisiert, dass alles abstirbt. Im Haushalt der Natur schon fängt es an im August und natürlich bei der Getreideernte auch schon. Aber dann immer weiter im September, Oktober hinein merken wir, die Natur atmet alles das wieder ein, was sie im Frühjahr ausgeatmet hat. Es ist die große Zeit des Einatmungsprozesses der Erde. Und man sieht, wie die Pflanzen jetzt nicht mehr sich vegetativ im Wesentlichen entwickeln, sondern hauptsächlich natürlich generativ und dann eben auch ausreifend. Die ganze Pflanze reift aus, die Früchte reifen aus. Das Getreide ist geerntet. Aber jetzt stehen die Hackfrüchte draußen. Nicht? Also die Rüben oder die Kartoffeln oder was es auch sein mag, Möhren oder Rüben oder was es auch sein mag. Die Feldfrüchte stehen draußen. Und man merkt, jetzt ist der September, die warmen Septembertage noch bis in die ersten Oktobertage sind ideal für das Ausreifen die eigentliche Fruchtbildung. Dass die Früchte ihre jeweiliges Aroma, ihre jeweilige Süße, die Zuckerrüben ganz besonders, ein paar Tage länger im Oktober sind schon wieder eins, zwei Prozent zusätzlich Zucker in den Rüben enthalten, Zuckerrüben. Oder ein paar Tage im Oktober noch länger unter der Wärme, Oktoberwärme weiter wachsen lassend die Runkelrüben. Und schon haben wir wieder ein paar Doppelzentner mehr Ernte. Also man möchte gerne eigentlich, möglichst lange noch die Hackfruchternte bis in den Oktober rausschieben. Was man heute nicht mehr gerne macht wegen der schweren Maschinen. Denn wenn es dann feucht ist, dann ist also Schluss. Dann macht man nur noch Schaden. Also das Eigentliche, das Wesentliche des Herbstes besteht darin, dass, obwohl die Tageslängen und die sonstigen Bedingungen, Erde, Wasser, Luft und Wärme in etwa wie im Spiegel sind wie im Frühjahr, aber genau das Gegenteil bewirken. Hier hat man vegetativen Aufstieg im Jahreslauf. Hier hat man vegetativen Abstieg im Jahreslauf und Fruchtbildung. Alles reift aus. Die Insekten legen alle überall ihre Eier ab, die Mikroben alle ihre Sporen. Und es kommt zur Ruhe. Die Vögel fliegen nach Süden. Und alles verkriecht sich irgendwo in der Baumrinde oder sonst wohin, verschwindet. Kein Leben mehr draußen. Ein paar Vögel vielleicht noch, Singvögel, die dann hier beheimatet sind. Aber ansonsten kommt alles zur Ruhe. Das ist Herbst. Goldene Herbsttage, wo alles reift, Frucht bildet und dann schließt sich sofort an der November, da fängt es an zu stürmen, die Blätter werden vollends von den Bäumen geweht und zurück bleibt dann das Gerippe, das Ast-Gerippe. Und so begibt sich jetzt die Natur in den Winter hinein. Das heißt also, für die Landwirtschaft jetzt betrachtet, die Natur kommt äußerlich zur Ruhe. Einatmungsprozess der Erde. Und die vegetativen Prozesse sind nicht mehr, keineswegs mehr vorherrschend, sondern alles geht in einen Endzustand über. Also das äußere Leben schließt sich ab. Und das ist der einzige Moment im Jahreslauf, wo wir getrost, würde ich mal sagen, eine Bodenbearbeitung vornehmen können, die überhaupt nicht Rücksicht nimmt auf die organischen Prozesse. Sonst müssen wir Rücksicht nehmen auf das, was im Frühjahr Hautbearbeitung ist. Hier eben Mulchbearbeitung. Das habe ich noch vergessen zu sagen, Mulchbearbeitung. Und hier haben wir im Herbst, eben im Winter, Herbst, Winter, hier haben wir eben die Tiefenbearbeitung. Und da muss ich Ihnen doch noch ein kleines Wort sagen. Ein paar Wörtchen. Die Bodenentwicklung im Jahreslauf kommt im Herbst zu Ende. Im ausgehenden Winter fängt sie an, hat ihren Höhepunkt im Sommer. Und dann wiederum kommt sie langsam über den Herbst hin, gegen den Winter hin, zu Ende. Und darin zu Ende, dass die ganzen vegetativen Prozesse absterben, das Tierreich sich weitgehend zurückzieht, auch zum Teil in Dauerformen übergeht. Und jetzt, in dieser Zeit des Spätherbstes, hat man immer die klassische Winterfurche gezogen, also gepflügt. Und das Pflügen ist heute in Verruf gekommen. Und zwar mit Recht, weil die Pflüge, die heute konstruiert werden, nichts mehr taugen. Die sind viel zu mächtig. Schneiden, also pflügen viel zu tief, 25 bis 30 Zentimeter. Man möchte den Boden möglichst tief aufwühlen, damit die Nährstoffe gut verteilt werden, die man daraufschmeißt von außen. Und in die Pflüge sind zu steif, weil sie ja auch ewig lang, zwölfscharig oder zehnscharig oder achtscharig sind. Und so weiter. Also diese Art von Pflügerei ist ein irrer Energieverbrauch und ein Herumwürgen des Bodens, plus/minus. Und dadurch ist das Pflügen eigentlich in Misskredit geraten. Und jetzt kommt es gerade darauf an, in der Winterfurche ein Pflügen zu praktizieren, was eigentlich im Idealfall würde ich mal sagen, nicht tiefer geht als 18 Zentimeter. 18 Zentimeter, 16 bis 18 Zentimeter tief. Und wo nun tatsächlich durch den wendenden Pflug der ganze Pflugbalken umgelegt wird, aber nicht um umgedreht wird, nicht um 180 oder 360 Grad, sondern nur seitlich abgelegt. Sodass, wenn Sie so eine Pflugfurche haben, so und dann hier auch wieder, dann haben Sie hier einen Furchenkopf und hier das Furchental. Und der Humus, hier der Oberboden, der findet sich dann hier, nicht da unten, sondern hier. Das ist die klassische Pflugablage. Und wenn man das beherrscht und den geeigneten Pflug hat, der nicht so tief greift, dann kann man getrost pflügen im Herbst. Man zerstört nichts, man chaotisiert den Boden. Und wenn man jetzt aber das macht Frühjahr, ist eine Katastrophe, wenn man das macht schon im Sommer, dann ist es sehr problematisch. Aber wenn man das macht, wirklich für die Winterbestellungen, also die Herbstsaaten und dann vor allen Dingen für die Hackfrucht im kommenden Jahr, dann erweist sich eben im Rahmen der Fruchtfolge, nicht jedes Jahr, sondern im Rahmen der Fruchtfolge gedacht hin und wieder eine solche Furche, die bewirkt etwas ganz anderes, als was der biologisch denkende Mensch jeweils für richtig hält, nämlich dass man hier einen Zeitpunkt erwischt, wo die Bodenprozesse rein anorganischer Natur sind. Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:31:59] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Und wenn man das mit Pferden im auslaufenden Winter macht, also so im Januar, Februar? &lt;br /&gt;
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[01:32:07] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das wäre schön, geht nicht. Schauen Sie mal, wie man jetzt rausgehen wollte auf den Acker. Das wäre hoffnungslos. Da würden Sie nur noch verschmieren, alles kaputtmachen. Nein, nein, das ist eine Vorbereitung für den Winter. Ich muss vor dem Winter eine Bearbeitung machen, wie gesagt, nicht jedes Jahr, im Rahmen der Fruchtfolge gedacht, wo ich den Boden chaotisiere. Wo ich alles, was ich sich so wunderschön aufgebaut hat im Laufe eines Jahres an Bodenstruktur und an verschiedenen Schichtungen, wo sich verschiedene Tierwesen entwickelt haben, alles das ist zu Ende gekommen. Und jetzt kann ich mal den Boden chaotisieren. Und das Chaotisieren ist ein Naturprozess, wo ich einen Zustand herstelle, aus dem heraus eine neue Evolution im nächsten Jahr stattfinden kann. Das heißt aber, dass ich den Boden vorbereite, dass die Winterkräfte, von denen ich gesprochen habe, diese Formkräfte, Kristallisationskräfte, also die Kristallisation, dass die hier jetzt voll eingreifen kann. Und dann muss ich mir immer überlegen, will ich vielleicht doch im Rahmen der Fruchtfolge jetzt da eine Winter-Zwischenfrucht anbauen?  Oder so was. Dann ist alles wunderschön begrünt. Das hat man gerne, um den Stickstoff zu bewahren im Boden, dass der nicht ausgewaschen wird. Das ist die Gefahr da, dass es zu einer erhöhten Stickstoffauswaschung kommt. Ich kann ihn also entweder begrünen, dann muss ich aber Gründe haben, das auch zu machen. Oder ich lasse mal wirklich offen, dass gerade bei schweren Böden die Winterkräfte, die Kristallisationskräfte ungehindert da in dem Boden wirken können. Und dann entsteht die Frostgare und dann entsteht sozusagen wieder die Basis dafür, dass eine neue Entwicklung im Jahreslauf aufbrechen kann im nächsten Jahr. Also wir machen eigentlich durch Bodenbearbeitung etwas, dass wir im Winter den Boden aussetzen in die Kristallisationskräfte. Da ist der Boden dann rein physisch, da ist die Natur rein physisch, tot eigentlich, abgestorben äußerlich. Im Frühjahr haben wir dann das aufbrechende Leben, ungeheuere Lebensentfaltung bis gegen den Sommer hin. Im Sommer das Gegenteilige, der Humusabbau wird übergeführt in den Humusaufbau nach der Ernte. Ein Humus-Bildungsprozess gegen den Herbst hin. Das ist ein Verinnerlichungsprozess. Es ist kein Lebendsprozess wie hier, sondern die Natur verinnerlicht etwas. Und jede Fruchtbildung, die Brotfrucht, dass Fruchtbildung entsteht im Haus der Natur ist immer, dass da ein etwas Rundes entsteht, nicht mehr flächenhaft, das Blatt. Das gehört zur Pflanze. Aber sobald eine Frucht entsteht ist es ein Astralisierungsvorgang. Da beseelt sich etwas, da strukturiert sich etwas durch auf einer entsprechenden Naturstufe. Und das ist dann Nahrungsfrucht. Also es muss etwas reifen. Und das ist ein Astralisierungsvorgang hier im Sommer. Astralisierung. Und hier, wo das wieder ganz physisch wird, da ist der Moment, wo in dieses Chaos hier sozusagen Ich-Kräfte beziehungsweise Kristallisationskräfte, Formkräfte einwirken. Wenn man so auf die Bodenentwicklung im Jahreslauf hinschaut, muss man einfach sagen, das ist wie der ausgebreitete Mensch. Die Physische steht sozusagen ganz im Vordergrund im Winter. Dann wird das Lebendige aktiviert, dann das Seelische aktiviert. Und zuletzt ist sozusagen eine Direktbeziehung zum eigentlichen Geistigen, was da wirksam ist in der Welt gegeben im Winter. Und das eben mit Bodenbearbeitung zu begleiten, das ist unsere Kunst. Und das ist wirklich eine Kunst. Und da machen wir Fehler über Fehler, weil wir nicht beobachten. Da muss man wirklich in dem Sinne klassischer Naturwissenschaftler sein, die diese Fähigkeiten entwickeln, dass man beobachtet und denkt. Und das macht den Naturwissenschaft aus. Was anderes ist er eigentlich gar nicht. Dass er nur ganz genau seinen Sinnen traut, das, was er mit Augen sieht, oder mit Ohren hört und das gedanklich verarbeitet. Und dann kann der Landwirt ungemein fruchtbar durch die Bodenbearbeitung und nachhaltig vor allen Dingen wirken. So und wir haben die Zeit schon wieder überzogen. Es tut mir leid. Ich möchte nur noch das eine sagen. Wir haben uns ja versucht, jetzt diese ganzen Tage da zu verwenden, einen Gesamtüberblick mal zu geben über die Landwirtschaft auf dem Hintergrund der Bewusstseinsgeschichte der Menschheit. Das war ja eigentlich mein tiefstes Anliegen. Dass die biologisch-dynamische Wirtschaftsweise keineswegs irgendwo ein Zufallsprodukt des zwanzigstens Jahrhunderts ist, sondern dass sie anknüpft an Bewusstseinsentwicklungs-Zustände durch die Zeiten hindurchgehen. Und je mehr ich sie verstehe, desto mehr verstehe ich auch den biologisch-dynamischen Landbau. Und dann wollte ich mal eben versuchen, wenigstens an einem Beispiel, gerade der Bodenbearbeitung, Bodenentwicklung im Jahreslauf zu sehen, wie wir in der Lage sind, aus unseren Ideen heraus, der Regenwurm macht schon alles wunderbar, aber er hat keine Ideen, der macht das eben so. Er ist ein leibgebundenes Wesen, der weisheitsvoll arbeitet. Und der Mensch ist ein Wesen, was ich aus der Leibgebundenheit befreit in seinem Bewusstsein und versucht jetzt wieder weise, nicht gescheit zu bleiben. Wir sind viel zu gescheit. Sondern weise zu werden, aber jetzt bewusst. Was der Regenwurm unbewusst macht oder die Kuh unbewusst macht oder das Tier generell, dass das der Mensch kraft seiner eigenen Entwicklungsmöglichkeiten, die er in sich trägt, wirklich selber aus sich heraus schaffen muss. Weisheit. Und aus dieser Weisheit, die man selber in sich begründet, selber, als Herzensweisheit, dann entsteht auch die Liebekraft, hingebungsvoll die Dinge auch wirklich zu tun. Also dann kann man anfangen zu unterscheiden, ist das jetzt wirklich notwendig, einen 250-PS-Schlepper zu kaufen, der einen Haufen Geld kostet und Arbeitskräfte raus rationalisiert oder tue ich lieber den Betrieb mit mehr Menschen ausstatten? Dass da mehr menschliches Bewusstsein, mehr menschliche Fähigkeiten Platz greifen. Das ist so eine Perspektive in die Zukunft, die wir ins Auge fassen müssen. Wenn wir mit dem allgemeinen Trend weiter mitschwimmen, gehen wir mit unter. Und dazu braucht es eben solche Betrachtung, die mehr in einer bildhaften Weise Zusammenhänge versuchen zusammen zu schauen. Und das motiviert ungemein bis in die tägliche Arbeit hinein. Und das war mein Anliegen. Und damit möchte ich jetzt diese Runde, unsere meine Runde hier abschließen. Ja? Ich wünsche Ihnen alles Gute!&lt;br /&gt;
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		<title>Bodenentwicklung im Jahreslauf - 3. Folge von Manfred Klett, 2018</title>
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==Transskription des Vortrages 3.Folge==&lt;br /&gt;
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[00:00:41] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Also was ja das ganze Anliegen ist, das ist, dass wir nicht nur, wie das in der modernen Landwirtschaft der Fall ist, in einem punktuellen Denken uns bewegen. Punktuell, das heißt, dass man alle Arbeitsprozesse möglichst zusammenführt in einem. Und dann hat es sich. Und so ist auch die moderne Bodenbearbeitung von der Art, dass man die Tendenz hat, möglichst wenige Arbeitsgänge zu machen und die zu kombinieren. Also einmal eine Bodenbearbeitung und schon auch gesät gleichzeitig. Und so ist es auch mit der Ernte mit dem Mähdrescher. Da merkt man gar nicht mehr, dass man überhaupt noch erntet. Das merkt man auf dem Hof gar nicht mehr, dass eine Ernte draußen stattfindet. Und so ist es eigentlich mit allem in der Landwirtschaft heute. In einem Einmannbetrieb kann man gar nicht anders operieren. Ich erinnere noch mal an dieses Beispiel, das ich erwähnt habe, das der Wette von dem Achilleus mit der Schildkröte. Das ist so kennzeichnend, dieses Rätsel, was eben für sich nicht lösbar ist, weil der Achilleus, das war zweifellos ein Schnellläufer. Aber die Schildkröte war weiser als Achilleus. Die hat die Weisheit gegen die Schnelligkeit gesetzt. Und hat gewonnen, den Wettlauf gewonnen, weil er sie nie eingeholt hat, aufgrund der Eindimensionalität des ganzen Geschehens, wo sie nur drum gebeten hat, den Achilleus, um einen kleinen Vorsprung. Und nachdem er das zugestanden hat, war die Wette gewonnen. Weil man nur eindimensional denkt. An solchen Dingen haben sich die Griechen geübt, ihr Denken geübt. Also es geht darum, jetzt diese zweite Dimension hinzu zu denken. Und die zweite Dimension ist die Zeit. Und das spielt in der Bodenbearbeitung die Rolle schlechthin, dass wir in der Zeit denken lernen, nicht nur räumlich, punktuell, sondern im Zeitprozess denken lernen und sagen, die Arbeit, die wir jetzt machen, bereitet eine bestimmte Bodenentwicklung vor oder hilft, dass sie stattfinden kann. Und dann kommt der nächste Bodenbearbeitungs-Gang und der bereitet wiederum eine bestimmte Entwicklung vor. Man muss als Landwirt oder richtiger Ackerbauer, sage ich mal, prometheisch denken. Man muss vorausdenken. Man muss immer den Prozess, der jetzt fällig ist, den die Natur schon irgendwie macht, aber dass man den wirklich optimiert, den muss man vorausdenken. Das macht den modernen oder überhaupt den wirklich tüchtigen Landwirt aus, dass er ein Vorausdenkender ist, ein Prometheiker, gerade im Ackerbau. Aber da muss man in der zweiten Dimension leben. Und es gibt auch noch die dritte Dimension. Das wäre sozusagen engstens verknüpft mit der Düngung. Und vielleicht noch eine vierte Dimension, engstens verknüpft mit dem menschlichen Geist. Also da reden wir jetzt nicht davon. Sondern zunächst mal nur, dass man den Zeitfaktor genügend berücksichtigt, gerade bei der Bodenbearbeitung. Und was wir jetzt im Frühjahr hauptsächlich tun, ist ja nur, einen Prozess zu unterstützen, der dann in der Folgezeit, wenn wir die Saat ausbringen, wirklich den Boden so vorbereitet hat, dass die Pflanze alles dasjenige findet, was ihr die Möglichkeit gibt, jetzt die Bodenprozesse selber weiter zu steuern. Also über die Wurzelausscheidungen und über alles das, dass die Wurzel wirklich in die Tiefe geht, sich wirklich anständig verzweigt. Dass der Typus der Pflanze sich offenbaren kann. Also jede Pflanze hat ja einen bestimmten Typus. Das ist übrigens ein Begriff, den Goethe geprägt hat in seiner Pflanzenforschung, Metamorphose der Pflanze. Aber auch heute sagt man Phänotyp oder irgendwie so, in der heutigen Wissenschaft. Also jede Rosazee als Familie, aber dann jede einzelne Art unter den Rosazeen offenbart einen bestimmten Typus. Eine Buschrose anders als eine Zuchtrose, Gartenrose oder aber unter den Tieren genauso. Überall muss man einen Blick haben für den Typus von etwas. Und jetzt geht es darum, wenn wir Ackerbauer sind oder Pflanzenbauer, Gartenbauer, dann müssen wir ein bisschen einen Blick haben für den Typus einer Pflanze, den wir jetzt anbauen. Was offenbart sich da in einer solchen Gestalt einer Gemüsepflanze oder einem Getreide, einer Getreideart. Und darauf müssen wir natürlich auch die ganze Bodenbearbeitung abstellen. Wir handeln immer in einen universalen Zusammenhang hinein. Und dieser universale Zusammenhang offenbart sich immer im Zeitprozess. So. Und jetzt haben wir ja gesehen, wie wir im Frühjahr dadurch einen Prozess befördern, dass wir den im Herbst umgebrochenen Acker, ob er jetzt gepflügt ist oder tief gegrubbert ist oder wie es auch sein mag, was man alles da heute machen, denken kann, dass wir den Acker jetzt abschleppen, um die möglicherweise noch vorhandene Frostgare noch zu retten und einzuebnen. Damit dann in Verbindung mit der Bodenfeuchte da jetzt ein Milieu geschaffen wird, indem der Unkrautsame, der sowieso schon gequollen ist, schon über den Winter gequollen ist, aber eben nicht wächst, nicht keimt, aber jetzt, wo es warm wird, bis zu neun Grad Celsius im Boden, dann fängt es an zu keimen. Diese Unkräuter, die jetzt wachsen, diese erste Unkrautgeneration, die können wir nicht wegspritzen, wollen wir auch nicht. Und das ist ja gerade die punktuelle Denkweise des modernen Landbaus, dass man ein Roundup-Ready hat, das ist das Glyphosat. Und das Glyphosat ist ein Totalherbizid, also gegen das die jetzt da demonstrieren da in Berlin. Das ist ein Totalherbizid, was die Landwirtschaft vollständig revolutioniert hat über die ganze Welt hin. In Amerika funktioniert die ganze Landwirtschaft nur noch auf dieser Basis. Und in Europa droht sie, auch nur noch auf dieser Basis zu funktionieren. Deswegen haben wir von Jahr zu Jahr weniger Betriebe, die noch überhaupt existieren können. Denn so ein Totalherbizid lässt sich nur dort einsetzen, wo man von vornherein gute Böden hat. Das lohnt sich gar nicht, sozusagen im Mittelgebirge da irgendwo noch mit diesem Zeug da rumzumachen. Die Erträge bringen es dann nicht mehr, um das alles zu bezahlen, was man da alles an Inputkosten hat. Also dieses Totalherbizid sorgt dafür, dass die Landwirtschaft immer mehr Erträge bringt und immer ärmer wird, immer mehr Betriebe aufgeben müssen, weil sie diese fixen Kosten nicht mehr bewältigen können. Und also die Betriebsabnahme, ich habe immer gemeint, irgendwann ist doch mal Schluss. Aber es geht immer weiter. Also man geht davon aus, dass in den nächsten Jahren wieder 1.000 Betriebe irgendwie aufgeben in Hessen. Ja und dann werden die anderen immer größer. Und größer werdende Betriebe bedeutet, umso mehr Totalherbizid. Dass ein Mann so einen ganzen Betrieb von mehreren hundert Hektaren dann irgendwie maschinell bewältigt. Also wenn wir das nicht machen und das wollen wir ja auch nicht, sondern wir wollen wirklich der Natur Raum geben, ihren eigenen Gesetzen und die nur eben fördern, unterstützen, optimieren im Jahreslauf. Und da müssen wir eben zusehen, wie wir im Frühjahr, jetzt im Übergang vom Winter in den Frühjahr diese Vorbereitung bis zur Saat nutzen, um den Unkrautbestand so gering wie nur möglich zu halten. Ihn nicht auszuschalten, weiß Gott nicht. Es geht nicht darum, dass man die Unkräuter einfach gleichsam so behandelt wie ein Totalherbizid, sondern die haben ja ihre Bedeutung, die haben ihre ökologische Bedeutung. Das sind ja blühende Elemente in der Landwirtschaft, auf den Äckern draußen für die Bienen, für die ganzen Insektenwelt, für alles, was da kreucht und fleucht haben die irgendeine Bedeutung. Also das hat gar keinen Sinn, zu meinen, die Äcker müssen total unkrautfrei sein. Das ist ein Hirngespinst, würde ich mal sagen, das man heute hat, irgendwie aus rein technologischem Denken heraus. Sondern alle Unkräuter und zwar jedes Unkraut hat irgendeine Bedeutung, auch für die Humusbildung. Also die Humusbildung ist ja keineswegs so, dass es jetzt also egal ist, von wo der Humus herkommt, sondern jede Pflanzenart trägt etwas zur Qualität der Humusbildung bei. Und so auch die Unkräuter. Und zwar insbesondere die Wurzeln von den Unkräutern. Und Unkräuter sind ja im Grunde genommen Heilkräuter, nahezu allesamt. Die sind ja medizinal, die sind ja offizinal. Das heißt irgendwie, irgendein Pflanzenkenner unter den Ärzten versteht sich dann auf diese Unkräuter und kann die als Tee oder sonst wie einsetzen. Ich sagte ja schon mal hier in dem Zusammenhang, es gibt nach Paracelsus keine Einzelpflanzenart, die nicht irgendeine Krankheit beim Menschen heilt. Und so ist es mit der Unkräutern. Aber Sie müssen es in Maßen halten, denn wir wollen ja eine reine Nahrungsfrucht erzeugen. Da muss das richtige Gleichgewicht gefunden werden. Und diese Zeit vom Winter zum Frühjahr ist die Zeit, wo wir das vorbereiten müssen. Und das ist schon mal eine ordentliche Kunst. Man merkt, dass die  Landbau, weiß nicht was, Wissenschaft heute, die muss zur Landbaukunst werden. Man muss ein künstlerisches Vermögen entwickeln, auf dieser Klaviatur, wie wir das gestern Abend gehört haben, jetzt unser eigenes Konzert zu spielen durch das Jahr hindurch. Jeder Hof hat seine eigene Melodie, in dieser Hinsicht. Und jeder hat seinen eigenen Rhythmus in dieser Hinsicht. Und jeder hat auch das harmonische Ganze, was zur Dreiheit des Musikalischen gehört, die Harmonie. Auch dieser muss er selber sozusagen herstellen. Wir sind eigentlich als Landwirte sozusagen, das ist die Mission einer zukünftigen Landwirtschaft, dass man das begreift. Landbau muss wieder eine Kunst werden. Und so ist die Bodenbearbeitung im eminentesten Sinne eine Kunst, indem sie nämlich der Natur etwas vermittelt, den Naturprozessen, durch die, die so etwas über sich selbst hinausgeführt werden, über die Standortmöglichkeiten, wo man gerade ist, muss sozusagen diese Naturhaftigkeit, muss ein bisschen auf ein höheres Niveau gehoben werden. Und das macht dann eigentlich die Kunst des Landwirts aus. So. Und jetzt möchte ich nochmal/ Ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Kann ich noch eine Frage stellen, bevor wir in den Sommer gehen? Und zwar die Winterfurche. &lt;br /&gt;
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[00:13:04] &#039;&#039;&#039;I &#039;&#039;&#039; Kommen wir noch drauf. &lt;br /&gt;
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[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Also es geht mir nur nochmal um so eine Beleuchtung. Also wir kennen zumindest im Osten ständig das Argument, Winterfurche ist scheiße. Zum einen weil nichts drauf ist. &lt;br /&gt;
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[00:13:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Weil es? &lt;br /&gt;
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[00:13:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Weil nichts weil nichts drauf ist, weil nichts bewurzelt ist, nichts bewachsen ist über Winter, dass es quasi brachliegt, also nackt daliegt. Und zum anderen, weil die Frostgare die Struktur zerschmettert. &lt;br /&gt;
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[00:13:43] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; ich komme auf diese Problematik noch zu sprechen. Wir kommen ja erst vom Frühjahr zum Sommer und dann zum Herbst und dann zum Winter. Und da wird diese Frage virulent. Und jetzt möchte ich noch einmal betonen, dass bei der Aussaat, wenn der Boden gut genug vorbereitet ist, dass die heutige Art, die so elegant ist wie nur was, dass man mit der Kreiselegge, die kombiniert mit der Sämaschine, dass man davon wirklich die Finger lässt. Weil das ist ja die Verkürzung, ein Zeitverkürzungprozess. Sondern das Unkraut muss vorher bekämpft werden, dass man die Kreiselegge höchstens nur noch braucht, um grobe Schollen irgendwie zu zerteilen, wenn es ein schwerer Boden ist, schlecht durch den Winter gekommen, da kann es sein, dass ich jetzt noch mal mit der Kreiselegge vorher vorweg das Ganze noch mal rumrühren. Aber man muss dann aufpassen, dass nicht zu viel Erdbewegung stattfindet, weil sonst wieder neue Unkräuter auskeimen. Je mehr ich die Erde bewege, tiefere Schichten erschließe, kommen nach oben und schon keimen wieder neue Unkräuter aus. Also die Kreiselegge möchte ich nochmal betonen. Also ich kann da dar nicht zugucken, was man heute so macht. Weil man der Eleganz erliegt, die die heutigen Bodenbearbeitungsverfahren haben. Und schaut nicht mehr hin, um was es eigentlich geht. Und wundert sich dann, dass da ein Unkraut draußen auf dem Acker steht. Jetzt nehmen wir an, wir hätten also ganz optimal gesät. Und dann haben wir ja drüber gesprochen, wie also jetzt hier die Wurzel herunter wächst und hier sich dann nach oben dann die Blättchen entwickeln, an die Blattrosette, die Wurzeln in die Tiefe gehen und jetzt diese Wurzelhaare sich entwickeln. Hier an jeweils an den Wurzelspitzen ganz feine Wurzelhärchen. Und dass sie als Assimililate, die sich oben bilden, jetzt über die Wurzelhärchen ausgeschieden werden in den Umkreis. Und jetzt im Umkreis dieser Wurzeln diese Rhizossphäre sich bildet. Dass also ein symbiontischer Mantel von Mikroben um die Wurzel herum sich bildet. Also dass die Wurzel richtig eine Wurscht wird, wenn man das mal genauer angucken würde. Man hat mal ausgerechnet, dass rund siebzig Prozent des gesamten Mikrobenlebens im Frühjahr, wenn die Kulturpflanze wirklich sich entfaltet, gesät ist, sich jetzt mehr und mehr versammeln und vermehren, rund um die Wurzeln. In den Dienst des Pflanzenwachstums sich stellen. Und dann aber auch im Umkreis der Pflanzenwurzel dann anfangen, den Humus abzubauen. Deswegen sagte ich ja, dass also der Prozesse, um den es da geht, Humusabbau. Und dass dieser Prozess jetzt von uns gefördert werden muss, da haben wir auch drüber gesprochen. Und dass dafür bestimmte Bodenbearbeitungs-Maßnahmen erforderlich sind. Und da haben wir von der Hautbearbeitung gesprochen. Also nur zwei bis drei Zentimeter tief, so als ungefähres Maß. Hängt immer vom Standort ab. Nur kratzen. Kruste brechen, das ist das eigentliche Wort. Kruste brechen. Nach jedem Regen bildet sich diese Kruste. Da kann man Gift drauf nehmen. Im Ackerbau ist das einfach so, weil der Humusgehalt von vornherein ein bisschen niedriger ist als im Gartengelände. Wenn der bei zwei Prozent Humus im Boden ist, selbst bei 2,5 Prozent treten diese Verschlemmungs-Erscheinungen an der Oberfläche auf. Und die muss ich also wieder brechen, weil der Boden atmet wie Mensch und Tier. Nämlich Kohlendioxid aus und Sauerstoff ein. Die Pflanze, die oberirdische Pflanze macht das Umgekehrte. Die atmet Kohlendioxid ein und Sauerstoff aus. Über die Blätter atmet sie Kohlendioxid ein. Also was hier entbunden wird im Boden, das tun die Pflanzen da oben schon wieder verwerten in den Blättern. Das ist eine unglaubliche Erscheinung, dass ein und derselbe Organismus umgekehrte Atmungsprozesse hat, unter der Erde, über der Erde. Und dann sage ich eben, dass diese Kohlensäure, die hier entsteht, durch Abbauvorgänge und immer, wenn etwas abgebaut wird, dann entsteht Kohlendioxyd, dass das aus der Erde raus muss. Das ist schwerer als die Luft, spezifisch schwerer. Und jetzt muss nur oben durch die Krustenbrechung hier sehen, dass also hier das Kohlendioxid abgeleitet wird. Und wenn dann über unseren Acker ein Wind streicht im Frühjahr, dann wirkt der Wind immer so, der saugt dann das schwere Kohlendioxid aus den Bodenporen heraus, heauf an die Luft. Das ist der Sinn des Windes für die Landwirtschaft, dass der Boden entlüftet wird, durch den über den Acker streichenden Wind. Ein Sinn davon. Das ist nicht nur der einzige, aber ein wesentlicher Faktor. Und gleichzeitig, durch das Brechen der Kruste, kann dann wieder Sauerstoff in den Boden rein, denn alle Bodenorganismen sind Sauerstoffatmer, die sogenannten Aerobier. Unter den Mikroben möchten wir gerade, dass die Aerobier, die Sauerstoffatmer aktivieren, die diesen Humusabbau betreiben. Es gibt auch Mikroben im Boden, die sind Anaerobier. Das heißt, es sind Fäulniserreger, die also nicht einen oxidativen Abbau betreiben, sondern ein reduzierten,  auf dem Wege der Reduktion. Das wollen wir möglichst nicht haben. Jede Druckstelle auf dem Acker, gerade im Frühjahr, hinter dem Schlepperrad, das merken wir nur nicht, bedeutet, dass da reduzierende Vorgänge die Folge sind. Immer wenn was gepresst wird, gedrückt wird, da geht die Luft raus, kein Sauerstoff mehr da. Und dann fangen plötzlich diese reduzierenden Mikroben und Bakterien an, ihre unheilvolle Tätigkeit zu entwickeln. Es gibt Böden, schwere Tonböden, habe ich selber mal gesehen, also war fassungslos, es zu sehen, aber es tritt viel häufiger auf, als man denkt, dass wenn man mal ein kleines Profil gräbt mit dem Spaten und ein bisschen tiefer gehen, dann merkt man plötzlich, dass da so eine blaue Zone ist im schweren Tonboden, bläulich. Und wenn man das in die Hand nimmt, dann riecht es nach Schwefelwasserstoff. Und das sind solche Zonen, wo Grünmassen in den Boden eingearbeitet worden sind im Herbst. Es wurde dann nass. Und dann eben kein Sauerstoff im Boden und es kommt dann zu einer Art Abbau, aber eben anaerob. Und dann fängt es an zu stinken, dann stinkt der Boden. Und das ist immer bei allen Druckstellen, ist das sehr schnell und leicht der Fall. Und das meiden die Pflanzen Wurzeln. Da wachsen die einfach nicht mehr weiter, diese reduzierenden Verhältnisse im Boden. Und insbesondere bei allen Druckstellen kommt es zu sogenannten, ich schreibe das mal an, Denitrifizierungen. Im Gegensatz zu Nitrifzierung. Nitrifizierung heißt, durch Sauerstoffzufuhr kommt es zur Bildung von Nitraten, von Nitratstickstoff. Und die Pflanzenwurzeln nehmen vorzugsweise den Nitratstickstoff auf, den oxidierten also. Das Nitrat ist NO3. Und es kommen dann so nette Denitrifzierungen unter anaeroben Bedingungen. Und zwar wiederum durch spezifische Bakterien, die sogenannten Denitrifkanten. Das sind auch verschiedene Arten von Bakterien. Und die verwandeln dann den Stickstoff in NO2. Die oxidieren den auf. Und dieses NO2 nennt man Lachgas. Und dieses Lachgas entweicht an die Atmosphäre und hat den ungefähr dreißigfachen Wert an Abbau in der Atmosphäre im Vergleich zum CO2. Also das CO2, was diese Klimaverhältnisse so sehr beeinflusst, wird noch mal dreißifgfach höher befördert durch diese Entweichung des Stickstoffs aus dem Boden beziehungsweise aus den Abgasen der Autos. Also dieses NO2 kommt in die Atmosphäre, regnet dann auch wieder zurück. Zum Teil wird das vom Regenwasser aufgenommen. Sodass wir heute naturgemäß schätzungsweise allein vierzig Kilogramm N pro Hektar vom Himmel kriegen, an N, an Stickstoff, gegenüber unter ganz ursprünglichen natürlichen Bedingungen noch so nach dem Zweiten Weltkrieg waren sieben Kilogramm pro Hektar und Jahr. Und heute sind es vierzig, sechzig Kilogramm pro Hektar und Jahr. Also wir haben quasi einen Mineraldünger aus der Luft. Und diesen Vorgang der Denitrifizierung, den müssen wir tunlichst unterbinden. Und ich möchte wissen, ich habe es noch nicht rausgekriegt, es steht in keiner Zeitschrift, nirgends, auch nur ein Sterbenswörtchen über den Sachverhalt, wie man das ja über Jahrzehnte erlebt hat, wenn es ungute Erscheinungen waren, die man möglichst vertuschen wollte. Aber gerade hier in Bezug auf die Entlassung von NO2 aus unseren Böden, aufgrund der hohen Stickstoffdüngung, wie man sie heute pflegt, man weiß ungefähr den Faktor, ungefähr 25 Prozent des gedünnten Stickstoff, der geht wieder in die Luft. Der sorgt dafür, dass da/ Aber man man hat vielleicht Messgeräte entwickelt, aber man setzt sie nicht ein. Es ist kein Kriterium der Beurteilung. Und weil man der Landwirtschaft natürlich nicht wieder noch mal neue Vorschriften machen müssen, man hat schon die Stickstoffdüngung reduziert in den letzten Jahren, muss ich schon sagen oder gezielter eingesetzt. Deswegen hat man die sogenannte N-Min-Untersuchungen eingeführt. Also versucht wirklich, das Bodenprofil zu untersuchen, in Bezug auf den Stickstoffgehalt in verschiedenen Etagen, um zu prüfen, wie viel an Stickstoffdüngung jetzt notwendig ist für die Pflanze, zusätzlich zu dem, was schon da ist. Solche Sachen hat man ja schon alle gemacht. Und dennoch, es gibt keine, ich kenne keine Bilanz, wo gesagt wird, welchen Anteil die Landwirtschaft wirklich an der Verschmutzung der Luft durch NO2, in welchem Grad sie beteiligt ist, prozentual im Verhältnis zu den Autoabgasen oder so. Es ist enorm jedenfalls, enorme Mengen gehen da in die Luft. Und das entsteht immer durch Druck, hohen Druck. Und den verursachen unser schweren Maschinen, mit denen wir heute über die Äcker da marschieren. So, das ist also noch ein Problem, was ich kurz ansprechen wollte. Wenn wir jetzt den Weg nehmen vom Frühjahr zum Sommer hin, dann hängt diese Frühjahrsbearbeitung sehr von den Früchten ab, die wir in unserer Fruchtfolge anbauen. Jede Frühjahrsbearbeitung in Form von Striegel, Hacke und leichter Egge und so weiter, die hört auf, wenn das Getreide schosst. Dann ist Schluss. Da hat der Bauer nichts mehr auf dem Acker zu suchen. Er kann durch seine Bestände durchgehen und kann gucken, wie alles schön ist und so. Aber bearbeitungsmäßig hat er da nichts mehr zu suchen. Jetzt müssen die Pflanzen wachsen. Und die wachsen enorm schnell, über Nacht, mehrere Zentimeter in die Höhe. Der Roggen kann wirklich über Nacht, man kann es messen von Tag zu Tag, wie der dann plötzlich da in die Höhe geht. Vorher, das habe ich noch vergessen zu sagen, vorher bildet er ja hier oben, aus den obersten (Ethanolium?), bildet er die sogenannten Kronenwurzeln aus. Die gehen ganz flach und dem Boden. Und die sind die eigentlichen Kraftsammler, Stickstoffsammler auch, durch mikrobiellen Abbau, der jetzt diese ungeheure Massenerzeugung an organischer Substanz hervorruft. Denn was da wächst ist Stickstoff, ist Eiweiß. Denn der Stickstoff setzt sich um in Eiweiß. Und das wächst und wächst und wächst und streckt sich endlos in die Höhe. Der Roggen wird dann ungefähr zwei Meter hoch oder 2,50 Meter sogar oder Mais noch höher, drei Meter. Also das ist eine Wuchsleistung, die so unglaublich ist, im Mai. Aber das geschieht im Wesentlichen durch diese Kronenwurzeln, die jetzt die Zersetzungprodukte, die Abbauprodukte aus der Humussubstanz umsetzen in dieses enorme Wachstum. Das ist auch der Grund, warum wir aufpassen müssen im Frühjahr, dass wir hier nicht zu tief mit der Hacke irgendwas machen und damit dann diese Kronenwurzeln verletzen. Das ist leicht der Fall. Beim Roggen soll man überhaupt nichts machen bei der Witterung und auch bei der Wintergerste nichts. Der Winterweizen, da kann man noch ein bisschen tiefer gehen. Ansonsten hat man am besten dann nur die Sommerung, da passiert nicht allzu viel. Also Hafer und Sommerweizen oder so. Also diese Kronenwurzeln, die sind eigentlich diejenigen, die jetzt diesen unglaublichen Wachstumstoß so Anfang Mai bewirken. Und dann wächst unser Getreide, wächst und wächst und wächst bis Mitte Juni, bis zur Blüte, bis so die Ähren schieben oben raus. Also da haben wir nichts zu suchen da draußen auf dem Acker. Anders ist es bei den Hackfrüchten. Also alles, was man Hackfrüchte nennt, das sagt ja schon der Name, bedeutet, dass ich so lange hacke, bis die Reihen geschlossen haben. Und die schließen dann vielleicht erst Mitte Juni oder vielleicht sogar Ende Juni. Und gerade die klassische Frucht, die klassische Hackfrucht überhaupt ist die Kartoffel. Die Kartoffel, die dadurch wächst, dass ich sogar relativ frischen Dünger zu den Kartoffeln gebe. Und dann die Kartoffelknolle und dieses ungeheuer schnelle Wachstum, dass ich das sozusagen kräftig anrege, zusätzlich zum vorhandenen Humus noch eine kräftige Düngung von außen. Und jetzt muss ich sehen, wie kann ich das anregen, dass das möglichst schnell vonstatten gehen kann, das Wachstum. Und deswegen muss ich sie ständig bearbeiten. Ich muss die Kartoffeln, wenn ich sie gelegt habe, im Boden, häufe ich sie ein bisschen an. Und dann, vielleicht nach ein paar Tagen, gehe ich wieder mit dem Striegel drüber und striegele oder egge sie gar herunter, wie man das sagt. Ich mache es fast wieder flach. Und dann geht sehr viel Unkraut schon mal dabei flöten. Und vor allen Dingen werden die Humusprozesse, die Abbauprozesse derart angeregt, dass die sofort von der Kartoffel umgesetzt werden in Knollenwachstum und so weiter. Und dann häufele ich wieder hoch. Und wieder ist ein Bodenbearbeitungsgang, der Humusabbau bedeutet. Und dann streiche ich wieder wieder herunter, wie man das nennt, Herunterstreichen. Also auch wieder mit einem Striegel oder mit einer Egge, je nachdem. Und wieder kommt es zu Humusabbau, wieder zu Unkrautvernichtung. Und dann tue ich am Ende dann, bevor die Reihen sich schließen, noch mal kräftig aufhäufeln. Und dann kommt es auch zur Ruhe. Und das ist der Grund, warum man die Kartoffeln, die Mistfresser nennen. Man könnte auch sagen die Humusfresser nennen oder die Bodenfruchtbarkeitsfresser nennt. Das sind sie wirklich. Und zwar warum? Durch die Häufigkeit der Bearbeitungen. Das muss man sich auch zehnmal hinter die Ohren schreiben, jede Bearbeitung, wann auch immer im Jahreslauf, bedeutet Humusabbau. Und am stärksten ist das im Frühjahr der Fall, im aufsteigenden Jahr. Die Erde atmet aus und gestaltet sich jetzt hinein in die Formen des Pflanzenwachstums. Und diese ungeheure Anregung, die da durch die Lebensprozesse im Boden geschieht, durch die erwärmende Sonne, die Feuchtigkeit, die Luft und so weiter, die wird am stärksten aktiviert, gerade beim Kartoffelanbau, im Hackfruchtbau generell. Bei den anderen Früchten ist es nicht gar so schlimm, aber bei den Kartoffeln ist es wirklich. Also ich habe da immer ein bisschen Manschetten, zu viel Kartoffeln anzubauen, in der Fruchtfolge. So, bei den Hackfrüchten ist ja klar. Auch dann Gemüsebau ist es ja so, also im Gartenbau, wo ich ständig immer wieder hacke, immer wieder striegele oder irgendwas mache, die Kulturen einigermaßen sauber halte. Also jede Bodenbearbeitung führt dazu, dass Humus abgebaut wird. Das ist übrigens auch der Grund, das gehört zwar jetzt nicht in unser Thema, das gehört in den Februarkurs, im nächsten Jahr. Also wenn man dann die Düngung zum Thema hat. Gerade im Gartenbau brauchen wir deshalb die Kompostierung, weil wir so intensiv arbeiten im Gartenbau, eine Kultur nach der anderen, immer wieder bearbeitet. Und da kommt es zum Humusabbau. Da kann gar nicht das Gegenteil wieder geschehen, dass er wieder was Neues aufbaut. Dann muss ich alle Abfälle rausnehmen, sie kompostieren und dann in Form von Kompost wieder den Dauerhumus von außen als Dünger dem Erdreich zufügen. Und das ist anders im Gartenbau als in der Landwirtschaft. So, jetzt kommen wir noch mal zu einem Punkt, den ich doch erwähnen möchte, obwohl es ist also keine Bodenbearbeitungs-Maßnahme in dem Sinne, sondern ein Prozess, der dann stattfindet und den man auch in der Regel gar nicht so deutlich im Blick hat. Jetzt  stellen Sie sich vor, unser Getreide wäre jetzt gewachsen, geschosst, hätte die Ähren geschoben, hätte sich voll ausgestaltet, kommt zur Blüte. Ganz unscheinbarer Blüte. Die Blüte beim Roggen sieht man nur dadurch, wenn der Wind bläst, dass da plötzlich so eine gelbe Wolke, Staubwolke über die Felder zieht, also die Sporen vom Roggen, von der Roggenblüte. Also Mitte Juni etwa haben wir es mit der Getreideblüte zu tun. Und dann sehen wir plötzlich das ist eigentlich schon eine genaueres Studium wert, dass die ersten feinen Feinwurzeln absterben. Mit der Blüte stirbt da unten schon was ab, Wurzelspitzen. Und dann sehen wir, dass die untersten Blätter vergilben, gelb werden. Und dann geht es weiter nach oben, von unten nach oben. Ein Blatt nach dem anderen vergilbt, wird gelb. Das Fahnenblatt ist aber noch grün, das oberste, das große Fahnenblatt. Und dann wird auch das Fahnenblatt plötzlich gelb. Also alles nach der Blüte. Und dann sieht man noch das letzte Internodium, dieses langgezogene Internodium vom obersten Fahnenblatt bis in die Ähre sieht man noch grün, einigermaßen grün. Und dann stirbt es auch ab, verfärbt sich allmählich. Und dann ist die Ähre immer noch grün, zum Teil. Und dann stufenweise wird dann auch die Ähre allmählich gelb und so weiter. Und dann setzt der Reifeprozess ein. Also die Pflanze, die Getreidepflanze stirbt von unten nach oben ab. Das ist ein ganz interessantes Phänomen. Und nun findet A in diesem letzten Absterbeprozess noch ein Prozess statt, nämlich der, dass die Wurzeln jetzt nicht mehr Kalium oder Phosphorsäure oder sonst wie so viel brauchen oder aufnehmen aus dem Boden, weil sie ja absterben. Also sie wachsen ja nicht mehr. Die brauchen zum Wachsen Kalium. Wissen Sie eigentlich, warum die Pflanze so viel Kalium braucht? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:37:36] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Wasserhaushalt? &lt;br /&gt;
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[00:37:37] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, es ist der Wasserhaushalt. Aber eben ein spezifischer Wasserhaushalt, die ganzen osmotischen Vorgänge. Also das Kalium sorgt in der Pflanze dafür, dass es zu Säftespannungen kommt. Schauen Sie sich mal eine Weintraube an, eine Weinbeere oder eine Kirsche, wenn sie schön reif ist oder eine Johannisbeere oder schwarzer Johannisbeere oder was es auch sein mag. Da müssen Sie sich doch eigentlich wundern, warum die nicht schrumpelig sind. Die schrumpeln später, gewiss, wenn sie überreif werden. Aber zunächst sind sie gespannt. Das ist wie ein Ballon. Also wie man einen Luftballon voll mit Luft pumpen wurde, so sind diese Beeren vollgepumpt mit Wasser, also Flüssigkeit, besser gesagt. Aber was erzeugt nun diesen Druck? Da ist ja ein riesiger, hochgradiger Druck wirksam, der lange in den Beeren gehalten wird. Und die Grundlage dafür, dass dieser Turgordruck, wie man das nennt, gehalten wird. Dazu braucht man das Kalium. Das Kalium besorgt diese Möglichkeit, dass Osmose stattfindet. Dass man verschiedene Konzentrationen, Säftebildung bei den Pflanzen hat. Verschiedene Konzentrationen. Wenn hier eine niedrige Konzentration ist und hier eine höhere Konzentration, dann müsste es ja einen Ausgleich geben, normalerweise. Unterschiedliche Konzentrationen gleichen sich immer aus. Aber jetzt sorgt das Kalium in Verbindung mit anderen Fermentativen und sonstigen Prozessen, sorgt dafür, dass wenn eine Haut dazwischen ist, dann hat man hier niedrigen Druck und einen hohen Druck. Man nennt das die Osmose. Und das ist ein unglaubliches Phänomen. Also dass die Pflanze ihren eigenen Druck regulieren kann mit dem Kalium, sowohl interzellular als auch extrazellular, zwischen den einzelnen Zellen. Nun findet da also ein letzter Prozess statt. Die Pflanze braucht kein Kalium mehr, braucht das alles nicht mehr. Sie nimmt plötzlich Kieselsäure auf. Kieselsäure, dieses wabbelige Zeug, diese Kolloide, die da im Boden da unten die Hohlräume auskleiden. Nicht, dass sie das erst mal da in der Blüte tut. Sie fängt ja schon schon vorher an. Aber dann richtig, dass sie als letzten physiologischen Prozess Kieselsäure aus dem Boden aufnimmt. Der Boden verarmt auch noch an Kieselsäure, an diesen Kolloiden. Die wandern mit dem Wasserstrom und diese Kieselsäure durchwandert nun alle Gewebe der Pflanze, durchsetzt diese Gewebe und wandert dann raus bis an die Peripherie. Die Kieselsäure findet sich dann an den Blatträndern konzentriert, aber auch in den Stängelgliedern, immer an der äußersten Cuticula, nennt man diese äußerste Haut, da sind in den Zellen Kieselsäure konzentriert. Und so an den Blatträndern, so an den Blattspitzen. Und dann das nächste Blatt hat noch höhere Kieselsäure-Gehalte und das nächsthöhere nochmal höhere Kieselsäuregehalte und die Stängelglieder auch. Und zuletzt geht es dann hoch bis in die Ähre und da findet sich noch mehr Kieselsäure. Also diese Kieselsäure sorgt dann für diese Elastizität, dass ein solcher Halm sich in Wind so elastisch hin und her bewegen kann. Da ist die Kieselsäure im wesentlichen beteiligt. Und dann steigert sich noch einmal der Kieselsäure-Gehalt in den Spelzen, die die Getreidekörner, die sich da entwickeln, in der Ähre umhüllen. Und der tollste, der höchste Kieselsäuregehalt sind dann schließlich die Grannen. Die bestehen dann praktisch zu neunzig Prozent aus Kieselsäure. Die brechen ja auch, die sind auch stachelig, also kaum noch elastisch. Also was ist das für ein Prozess? Was veranlasst das Getreide? Getreide sind Gramineen. Das sind einkeimblättrige Pflanzen, Gräser also, gehören zu den Gräsern, die diese langen, langen elastische Stängel da bilden. Und jetzt da im Wind hin und her wogen. So ein Roggen, der dann so ungefähr so hoch wird. Der heute kaum noch die Standfestigkeit hat, um das auszuhalten, diese Höhe, da noch sich im Wind aufrecht zu halten. Aber das hängt von dem Kieselsäuregehalt ab. Was macht denn diese Kieselsäure? Indem sie an die Peripherie wandert, trocknen sie aus. Ist sehr wasserhaltig, ein Kolloid. Trocknet aus. Und was bildet sich? Ein Halbedelstein, nämlich Opal. Die Pflanzen opalisieren in der äußersten Zellschicht des ganzen Stängels. Und dann eben auch bis in die Färbung der Ähren und so weiter, umkleidet sich die ganze Getreidepflanze mit einer Opalhaut, einer Kieselsäurehaut. Und Kieselsäure im Haushalt der Natur ist diejenige, die im Zusammenhang steht mit den ganzen planetarischen Systemen. Also man hat so den Eindruck, dieser ganze Prozess ist die Voraussetzung, dass eine anständige Reife sich vollzieht. Dass es eine physiologische Parallelerscheinung ist zur eigentlichen Reife der Früchte, der Samenfrüchte wie beim Getreide oder sonstwie. Also da spielt ja Kieselsäure für die Qualitätsbildung, das heißt für die Ausformung, die letzte Ausformung im Jahreslauf, also bis zur Reife eben der Früchte, spielt die Kieselsäure eine ganz zentrale Rolle. Sie ist diejenige, die eigentlich die Formkräfte des Winters sozusagen jetzt wirklich einbaut. Und zwar nicht nur peripher in die Pflanze, sondern sämtliche substanziellen Prozesse, die da stattfinden, die Eiweißbildung, die Kohlehydratbildung, die werden quasi durchgeformt, durchgestaltet durch die Kieselsäure. Und das erzeugt erst die wirkliche Nahrhaftigkeit. Wir essen heute unreifes Zeug, im Wesentlichen heute. Wenn wir im Supermarkt einkaufen, das ist alles in der Unreife geerntet. Vor allen Dingen alles, was an Bananen importiert oder sonst wo an Zitrusfrüchten, das ist alles unreif. Da ist dieser Prozess nie zu Ende gekommen, ja? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:21] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Es dies der Grund für das Horn-Mist-Präparat, dass man das einsetzt? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:45:25] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, sicher. Das ist ja gerade der Witz. Also das Horn-Mist-Präparat weniger als das Horn-Kiesel-Präparat. Das Horn-Mist-Präparat ist sozusagen immer, um überhaupt die vegetativen physiologischen Prozesse in Gang zu setzen, über die Wurzel. Und das Horn-Kiesel-Präparat  ist gerade dasjenige, welches die ganzen physiologischen Prozesse jetzt im Blattgrün bis hin zur Reife aktiviert und steuert und optimiert. Also wenn man das Horn-Kiesel-Präparat so in der jungen Pflanze spritzt, dann unterstützt man noch die Ausformungsvorgänge im Vegetativen.  Und wenn man es nach der Blüte spritzt, dann gegen die Reife hin, dann unterstützt man gerade die Ausformungsvorgänge der substanziellen Erfüllung der Früchte, also unterstützt die Nährhaftigkeit. Und das sind immer Formfragen. Den Begriff hat man heute in der Naturwissenschaft nicht. Man hat nur Substanz. Es kommt auf die Substanz an. Aber dass die Substanz immer eine Formung braucht. Ich möchte mal noch dieses eine Beispiel erwähnen. Sie haben ja alle von dem BSE seinerzeit gehört. Bovine enzephalitische sonst wie was, Schwammbildung im Gehirn. Da werden bestimmte Zellen so verändert, dass sie substanziell im Bezug auf die Eiweißstruktur noch dieselbe Struktur haben, unverändert, sondern nur die Form ist verändert. Dass ein und dieselbe Zelle, die vorher sozusagen funktionstüchtig war, ihre Funktionstüchtigkeit nur dadurch verliert, dass sie eine andere Form annimmt. Ein Wunder, also für die Naturwissenschaftler ist das ein Wunder. Das hat man damals deutlich gesagt. Man hat es wirklich herausgekriegt, die Struktur des Eiweißes ist nicht verändert, sondern nur deren Formgestalt. Und dadurch verliert sie die Funktionsfähigkeit. Das ist mal ein Hinweis gewesen, dass man immer Form und Substanz als Polaritäten zusammendenken muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:47:50] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Ich erinnere mich gerade, wir haben im Kurs bei uns, im Seminar mal Rudolf Steiner gelesen, ich weiß nicht, welche Schrift. Und darin schrieb er, gäbe es in der Natur mehr Kieselsäure, vor allen Dingen, hätten sie überall Kakteen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:08] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das sind die Landwirtschaftlichen Kurse, dieser Vortrag. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:09] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Okay. Und hätten wir mehr Kalk, glaube ich, dann wären überall Lianen oder so weiche Formen. Aber er hat nichts von der Reife gesagt. Also es ging wirklich nur um die Form. Deswegen noch mal die Nachfrage. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:48:24] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Ja, das ist klar. Kalk und Kiesel kann man nie auseinander denken. Das ist auch eine Polarität. Aber jetzt ist das Phänomen, dass bei der Reife, wo es um die Form geht, um eine ganz ziselierte Ausformung bis hin zu den Geranien. Wenn man sieht, wie man die mal anguckt genau, wie die aussehen, die Grannen, wie eine Säge fast. Also richtig zackenförmig und also fast rein mineralisch. Und der übrige Kiesel dann austrocknet zum Opal. Der Kiesel hat immer die Funktion im Haus oder Natur, Sinnesprozesse zu ermöglichen. Wenn Sie verfolgen, wo der Kiesel auftritt beim Menschen, in den Augen, in allen Sinnesorganen, in der Haut, die ist Kieselsäure-reich, immer die Peripherie. Die Kieselsäure lagert sich immer in allen organischen, wo sie auch nur wirkt, immer an der Peripherie ab und ist ein Hinweis darauf, dass die Kieselsäure quasi der Vermittler ist all dieser Kräfte, die jetzt von außen Reife bewirkend oder Substanz erfüllend und Reife bewirkend sind. Die Pflanze wird quasi wahrnehmend über die Kieselsäure, wie die Augen. Wir haben da sehr viel Kieselsäure, in den Augen. Wahrnehmend wird für das, was jetzt Sonnen-Planeten-Wirkung ist, in der Reife selbst. Und die Formkräfte, die kommen aus dem Winter, die werden dann von unten nach oben getragen. Aber dass sich das wirklich ausformen, Substanz erfüllen kann, dass die Substanzen sich wirklich durchstrukturieren, dass Reineiweiß entsteht und nicht nur Rohprotein, was was nur füttert, aber nicht ernährt, dafür sorgt die Kieselsäure. Im Landwirtschaftlichen Kurs, im dritten Vortrag nennt er sie dann den äußeren Sinn im Irdischen. Die Kieselsäure als der äußere Sinn im Irdischen. Also ich wollte diesen Prozess hindeuten und eben darauf aufmerksam machen, dass diese Opalisierung den Glanz dem Getreide gibt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:50] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Bitte? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Äußerer Sinn im? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[00:50:51] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Irdischen. Äußerer Sinn im Irdischen. Der Glanz. Haben Sie mal einen richtig schönen Hafer gesehen? Gelb, orange, golden, glänzend? Das ist einfach ein Anblick für die Götter, diese Farbe. Ein wirklich schöner, biologisch-dynamisch gewachsener Hafer muss eigentlich goldgelb sein. Es gibt verschiedene Sorten, Färbungen, gewiss. Aber das liegt eigentlich in seiner Natur. Das heißt, das, was normalerweise immer mit dem Blütenprozess zusammenhängt, dass etwas sich verfärbt, Farbe annimmt, das zielt jetzt nicht nur in die Samenfrucht substanzbildend ein, sondern die ganze Pflanze ist von einem Blütenprozess durchdrungen, von oben bis unten. Und das hängt mit diesem wunderschönen Glanz, der da an der Peripherie entsteht. Und wenn Sie mal vergleichen, das Stroh von einem biologisch-dynamischen Betrieb mit dem eines konventionellen Betriebes, dann werden Sie dort nie diese Färbung antreffen. Die geht immer ins Grau im konventionellen Zusammenhang. Und das Stroh in seiner Konsistenz ist auch  unterschieden. Das biologisch-dynamische Stroh bricht, wenn man es wirklich mal so - es biegt sich eine Weile, aber dann bricht es. Und das konventionelle Stroh bricht nicht, will nicht brechen. Das ist zäh. Und ich habe mal selber Untersuchungen gemacht vor vielen, vielen Jahren über die Kieselsäureeinlagerungen in Pflanzen und deren Wanderungen durch die Gewebe. Und dann habe ich festgestellt, dass im konventionellen Stroh die Kieselsäure nicht an die Peripherie kommt. Daher der mangelnde Glanz. Es bleibt im Gewebe hängen, die bleibt unterwegs hängen. Das ist ein Unreife-Symptom. Es kommt nicht zur Reife. Und die Reife heißt, dass sich die Stoffe dort ablagern, wo sie hingehören. Und noch eine kleine Geschichte, wir kommen wieder nicht sehr weit, möchte ich doch noch zum Abschluss hier erwähnen in diesem Zusammenhang. Wir hatten immer mit dem Viehhändler zu tun gehabt im nächsten Dorf, in Dorteilweil, der hat uns das Vieh verkauft. Und wir hatten mit ihm solche Geschäftsbeziehungen, dass wir einfach das Vieh ihm gegeben haben, haben nie eine Rechnung gesehen und der hat es dann irgendwie verkauft und am Jahresende hat man dann irgendwo mal eine Bilanz gemacht. Haben wir noch Schulden oder hat er noch Schulden bei uns? Und dann haben wir das irgendwie ausgeglichen. So haben wir damals abgerechnet mit unserem Viehhändler. Total auf der Basis des totalen Vertrauens. Und eines Tages sagte er, ja, er verkaufe jetzt seine eigenen Kühe. Er hat auch einen Stall gehabt, wo die aufgekauften Kühe dann immer eingestallt hat, bis es dann weiterverkauft hat. Und dann sagt er: Ja/ Wie war das noch mal genau? Er hat seine Kühe, hat er verkauft. Ja. Aber er hat dann immer wieder durch Zukauf das Vieh irgendwo in den Stall stellen müssen, bevor er sie dann weiterverkauft hat. Dann hat er gesagt, also er würde von uns gerne Stroh haben. Er hatte kein Strom mehr. Er hat auch die Landwirtschaft aufgegeben. Wollte Stroh haben, damit er einstreuen kann im Stall. Da haben wir auch das Stroh zur Verfügung gestellt. Und eines Tages kommt er zu uns und hat gesagt, er versteht die Welt nicht mehr. Er legt sein Heu in die Krippe und am Morgen kommt er im Stall und das Stroh ist weggefressen. Da haben die Kühe so lange rumgemacht, bis sie irgendwo an das Stroh gekommen sind, das da eingestreut worden ist. Und daran kann man sehen, dass das Stroh tatsächlich ein Futtermittel ist, wenn es nur richtig erzeugt wird, und zwar ein echtes Diätetikum für die Tiere. Wenn man das einmischt in das andere Futter. Insbesondere das Jungvieh braucht Stroh in der Fütterung. Und zwar ein gutes Stroh, was bricht. Wenn dann die Strohteile durch den Wiederkauakt dann so langsam da unten in den Pansen reinkommen, müssen die ständig diese Stroh, diese relativ zähe spitzige Substanz muss die Schleimhaut des Pansens ständig irgendwo reizen. Und dann wird der Verdauungsprozess noch mal intensiviert. Noch einmal gehen die Konvulsionen da im Pansen hin und her, erst recht. Also das geht bis in die Fütterung, bis in die Leistungsfähigkeit der Tiere hinein. Ein solches Stroh, das suchen die. Sehr, sehr rohfaserreich. Das brauchen die einfach, gerade das Jungvieh, für ihre eigene Entwicklung. Und daran kann man erkennen, Stroh ist nicht gleich Stroh. Und Zukaufstroh schon gar nicht. Denn normalerweise ist das immer konventionelle Stroh. Und dann kauft man etwas zu, was eigentlich nicht so richtig in den Zyklus des eigenen Betriebsorganismus passt. Das ist ein echtes Problem. Ich gucke auf die Uhr und sehe schon wieder, dass die Zeit vorbei ist. Also wir sind jetzt eigentlich erst in den Übergang zum Sommer gekommen, wo dieser Prozess stattfindet. Und dieser Prozess ist eigentlich derjenige, der echte Qualitätsbildung hervorruft. Diese Reife. Einer der bedeutendsten Begriffe, die man überhaupt in Bezug auf die Qualitätsfrage bilden muss, das ist der Begriff der Reifephysiologie. Was kennzeichnet wirklich ein reifes Produkt? Und da merkt man ganz deutlich, dass die meisten Produkte, die man heute im Supermarkt heute kauft, dass sie nicht reif sind, die sind unreif, die sind unreif geerntet und sind dann nachträglich, wie die Bananen, mit Ethylen besprüht im Hamburger Hafen. Und da werden sie ganz schnell gelb, müssen dann schleunigst über den Ladentisch gehen, damit sie nicht vergammeln. Aber grün geerntet in Guatemala oder irgendwo da in den Bananenländern. Und so ist es mit den Zitrusfrüchten, so ist es mit allen. Die Mango-Früchte, die kann man gar nicht essen hier, die schmecken nach nichts. Die sind grün geerntet und die reifen einfach nie mehr so aus und wirken dann ernährungsphysiologisch auch nicht sehr positiv. Dieses grüne Zeug, was pseudoreif ist nach außen hin. Und das hängt damit zusammen, dass der Begriff der Reifphysiologie bedeutet, dass die innere Ausformung der Nährwert bestimmenden Substanzen, Eiweiß und die Kohlehydrate und die Fermente und alles das, dass das langsam, ganz langsam einen Endzustand erreicht. Und der Endzustand heißt Ruhe, physiologische Ruhe. Und wenn etwas sehr schnell verfault, dann tritt die physiologische Ruhe nicht ein. Schon vorzeitig verfault ist. Und diese physiologische Ruhe bedeutet Lagerfähigkeit. Dass die Produkte lagerfähig sind, das hängt mit dieser physiologischen Ruhe zusammen. Dass die sogenannten Fermente, die physiologische Prozesse aktivieren, dass die selber zum Stillstand kommen in ihrer Wirkung, zur Ruhe kommen und dann ist Ruhe, physiologische Ruhe. Und das heißt Reife. Und das braucht Zeit. Das ist wieder ein Zeitprozess. Und wenn ich diesen Prozess unberücksichtigt lasse, dann fault mir das Zeug unter den Fingern weg. Wenn ich es einlagere oder so, da muss ich schon Kühlschränke wieder haben und weiter Elektrizität, Energie-Input, damit ich also diese Früchte gerade noch ein paar Tage am Leben halten. Und wir können das anders haben. Also der Begriff der Reifphysiologie ist ein ganz, ganz wichtiger Begriff, der besagt, im Grunde genommen die Durchformung der Substanz. Dass aus Rohprotein Reineiweiß wird. Und das ernährt. Das Rohprotein ernährt nicht. Im Gegenteil, das ist krebserzeugend. Aber das Reineiweiß, das ist dann dasjenige. Oder die ganzen Vitamine, das Vitamin C, das ist Ascorbinsäure von Haus aus. Aber wenn ich dann sehe, die reifen Früchte und untersuche die, dann finde ich kaum noch Vitamin C, sondern die Dehydroascorbinsäure ist eine Vorstufe ist zur Ascorbinsäurebildung, zum Vitamin C. Also wir essen ständig unreifes Zeug. Und das macht diese schleichenden Krankheiten aus, die man heute nicht so richtig diagnostizieren kann. Was die Krankenhäuser füllt und wo die Ärzte nicht wissen, was sie da genau noch machen sollen. Das sind  Ernährungsfragen ersten Grades. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:09] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Der Unterschied zwischen Rohprotein und Reineiweiß ist mir nicht klar. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[01:01:14] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Naja, also die Seite schon längst vorbei. Aber vielleicht nur wenn Sie das fragen jetzt, Rohprotein ermittelt man dadurch, dass man die lebende Substanz aufschließt oder den sogenannten Kjeldahl-Aufschluss, so heißt das, das ist ein Verfahren. Und da bestimmt man den Stickstoff. Und jetzt weiß man, dass der Stickstoff in einem Verhältnis steht zu Kohlenstoff und anderen Stoffen und multipliziert man den mit einem gewissen Faktor und da kommt der Rohproteingehalt raus. Wenn man dann aber jetzt die gesamt Rohprotein, was irgendwo halb, dreiviertel strukturiertes Eiweiß ist, zum Beispiel freie Aminosäuren sind da drin, niedermolekulare Eiweißverbindungen der verschiedensten Art, Amide, aber eben kein hochstrukturiertes Eiweiß. Und je hochstrukturierter ein Eiweiß ist, desto gesünder ist es. Und das kann ich jetzt durch bestimmte Untersuchungsverfahren trennen. Das ist eine Säureaufschluss, dass ich das Rohprotein in einem bestimmten Säureaufschluss dann etwas abfiltrieren kann, was dann koaguliert hat. Und dann kann ich das selber untersuchen. Und dann merke ich, dass da ein großer Unterschied ist zwischen Rohprotein-Gehalt und dem sehr viel geringeren Reineiweiß-Gehalt, der eigentlich ernährungsphysiologisch von Bedeutung ist. Und das Rohprotein ist immer belastend und krankheitserzeugend, vieles davon sogar cancerogen. Also wir tauchen jetzt hier ein anderes Thema ein, aber es ist eine ernährungspsychologische Frage. Und da wird heute einfach drüber weggesehen, weil die Untersuchungen sehr, sehr teuer sind. Die kann man nicht zu Routine-Untersuchungen machen, deswegen macht man es auch nicht. Man schweigt darüber aus. Ist nach wie vor der Überzeugung, dass Rohprotein das eigentliche Maß der Eiweiße ist. Dabei ist ein großer Bestandteil gar kein Eiweiß, es sind einfach Vorstufen zur Eiweißbildung. Die Formkräfte, die das durchgestalten, durchstrukturieren, auf die kommt es an. Die treten erst ein, wenn ein Produkt reif werden kann. Und im konventionellen Landbau wird es normalerweise auch bei der Todreife niemals reif. Das Getreide zum Beispiel. Weil zu viel Stickstoff nachgeliefert wird. Und die Pflanzen können nicht mehr zur Ruhe kommen. Die müssen noch immer irgendwo Stickstoff einlagern. Also zum Beispiel die Spät-Stickstoffdüngung, die wir in der Landwirtschaft heute generell haben. Mitte Juni noch mal drauf, was es hier geben kann, wo sozusagen der Stickstoff über die Blätter aufgenommen wird als Harnstoff und eingelagert wird ins Getreide, schafft mordsmäßig Erträge, aber das ist ernährungsphysiologisch eine Katastrophe. Die Pflanzen möchten immer weiter wachsen, weiter wachsen und können es nicht. Sie müssen reifen, aber die Reife kommt dann doch nicht richtig richtig zustande. Also da berühren wir jetzt Themen, die  sind hochbrisant eigentlich und da redet keiner. Also ich meine, es kommt immer mehr auch an die Oberfläche, da oder dort. Vor 30 Jahren hätte man über so was überhaupt noch nicht reden können. Und heute gibt es dann schon Gesprächspartner, die das merken, dass da was ganz faul ist. Ja, also Entschuldigung! Und morgen machen wir dann wirklich mal eine Abrundung. &lt;br /&gt;
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[01:05:04] &#039;&#039;&#039;B&#039;&#039;&#039; Montag. &lt;br /&gt;
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[01:05:04] &#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039; Am Montag. &lt;br /&gt;
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*Rudolf Steiner: Landwirtschaftlicher Kurs, [[A:GA 327|GA 327]] (1999), &amp;lt;nowiki&amp;gt;ISBN 3-7274-3270-5&amp;lt;/nowiki&amp;gt;, [http://fvn-archiv.net/PDF/GA/GA327.pdf#view=Fit pdf] auf fvn-rs.net&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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