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Im Kapitel «Die Dreigliederung des Menschen und die landwirtschaftliche Individualität» (S. 88 ff.) wurde auf den Begriff der «Landwirtschaftlichen Individualität» eingegangen und auf dessen Herleitung von der Trichotomie des Menschen nach Leib, Seele und Geist. Der Leib gliedert sich derart, dass er im Kopf oder Nerven-Sinnes-System dem Menschengeist im Denken zum Selbstbewusstsein verhilft, im rhythmischen System der Brustorgane die Menschenseele im Selbstfühlen sich erleben lässt und im Stoffwechsel-Gliedmaßen-System der Menschenwille sich betätigen kann. Im Menschen fasst sich zusammen, was um ihn herum sich als Natur ausbreitet und was ihm über die Sinne gegenständlich gegenübertritt. Wir gehen also in der Landwirtschaft zunächst mit Abbildlichem um, dessen hervorbringendes Wesen sich darin verbirgt (z.B. im Erscheinungsbild der Kuh ihr Wesen). Dem bewusst erkennenden Menschen eröffnet sich aber die Möglichkeit, nicht im Abbildlichen stehen zu bleiben und, davon ausgehend, in seelenloser Abstraktion den Urgrund des Seins in der Materie zu postulieren, sondern diesen in Ideen zu finden, die im anschauenden Bewusstsein aufleuchten und im Menschen moralisch-geistige Impulse erwecken. Die Ideen sind dann keine Abstraktionen mehr, wenn der bewusst Erkennende sie selbst denkend hervorbringt, sie selbst im fühlenden Erleben belebt und sie dem eigenen Willen als moralische Impulse einpflanzt. Die Ideen, so gefasst, begründen erst ein über die Natur hinausgehendes freies Schöpfertum. Dies baut aus ethischen Intuitionen eine Brücke, die die Kluft zwischen dem