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Im biologisch-dynamischen Land- und Gartenbau kann nur von einer Substitution vorhandener Mineraldefizite gesprochen werden. Bei dieser geht es nicht darum, den Stoffpegel auf das Niveau wissenschaftlich empfohlener Richtwerte anzuheben – für das allmähliche Aufkalken zur Wiederherstellung eines Säure-Basengleichgewichts kann als solcher Richtwert pH > 6 gelten –, es geht vielmehr darum, mit Hilfe der Gesteinsmehle die oben angesprochene «Sinnestätigkeit» der Wurzel in Verbindung mit dem assoziierten Bodenleben anzuregen. Diese Doppelheit von peripherer Stoffwechsel- und Wurzel-Sinnestätigkeit lenkt den Aufschluss des Gesteinsmehls und durch diesen den ins Stocken geratenen biogenen Aufschluss der Mineralreserven des Bodens. In dieser Hinsicht sind besonders die silikatischen Urgesteinsmehle von Bedeutung. Sie enthalten das ganze Spektrum all jener Stoffelemente, das den Ausgangspunkt der Entwicklung der fruchtbarsten Böden bildet. Bei dem rein mechanischen Mahlvorgang bleibt die streng geometrische Stoffkomposition der Silikate erhalten. Die Verwitterung der feinen Körnung geschieht im durchlüfteten, humosen, stoffwechselaktiven Oberboden und ist daher ein weitgehend biogenes Geschehen. Es führt zur Genese von primären und sekundären Tonmineralien im Feinwurzelbereich der Rhizosphäre. Zudem werden dabei chemisch- und lebensätherische Kräfte entbunden, die einst in Urzeiten im Übergang von dem Zustand des Lebendig-Wässrigen in den toten Formzustand des Erdig-Festen geronnen waren.