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In seinen umfangreichen Studien zum Leben des Komposthaufens hat Bockemühl[1] in Kompostversuchen (im Folgenden BKV) mit einer Mischung von Kuh- und Pferdemist eine Reihe von Lebensprozessen verfolgt, die sich im Haufen vom Aufsetzen bis zur Reife vollziehen. Sie bestätigen im Detail die dem aufmerksamen Praktiker vertrauten vier Phasen der Kompostentwicklung anhand verschiedener Messdaten in zeitlicher Folge, vor allem aber anhand des Auftretens und wieder Verschwindens verschiedener Organismengruppen während dieser vier Phasen. Als repräsentativen Vertreter der Zersetzungs- und Umwandlungsvorgänge im Haufen wählte Bockemühl die artenreiche Gruppe der Springschwänze (Collembola), die, nach dem roten Kompostwurm (Eisenia foetida), die Hauptarbeit der Umsetzung leisten. In diesem Zusammenhang muss allerdings betont werden, dass deren Tätigkeit wie auch die der Ringelwürmer, Fadenwürmer, Insektenlarven sowie der schier ins Unendliche gehenden Vielzahl an Mikroben jeweils Symptome eines als Ganzheit zu begreifenden Beziehungsgefüges sind. Die Voraussetzungen zur Bildung dieser Ganzheit werden durch die Hand des Menschen geschaffen. Dass diese in vier Phasen sich eigenwesenhaft zu einem Organ im Organismus der Landwirtschaft vereinigen, bedarf kontinuierlich der Achtsamkeit und pflegenden Hand.

  1. Jochen Bockemühl: Vom Leben des Komposthaufens, Dornach 1981, 67 S.