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Kohlendioxid (CO2) entweicht als Gas durch die Haut des Haufens in die Außenluft (Abbildung 16). Im BKV wurde das Maximum nach drei bis vier Wochen erreicht, um dann nach sieben Wochen rasch und in der Folge gleichmäßig nach dem Versuchsende hin nach einem Jahr abzufallen. Anders verhielt es sich mit der Ammoniakentgasung, die gleich zu Beginn einsetzte, in der zweiten und dritten Woche den Maximalwert erreichte und nach sechs Wochen nahezu auf null abfiel. In dieser Zeitspanne der Ammoniakabgabe – bei eiweißreichen Materialien wie Gemüseabfällen auch Schwefelwasserstoff – treten Geruchswolken nach außen, die möglichst im Haufen verbleiben sollten: «ein Organisches ist umso gesünder, je mehr es im Innern und je weniger es nach außen riecht».[1] Die Geruchsemanation ist ein Zeichen eines noch wuchernden, formlosen Geschehens. Sie zeigt unwiederbringliche Substanzverluste an. Diesen gebietet die in der zweiten Phase aufkommende Verpilzung (Hutpilze) Einhalt. Sie sorgt, obwohl selbst wuchernd und den ganzen Haufen durchsetzend, für eine Hemmung des in der ersten Phase dominierenden bakteriellen Abbaus. Parallel zur Verpilzung entsteht statt Ammoniak fortan Nitrat, dessen Gehalt in den folgenden Monaten stetig zunimmt und über eiweißähnliche Vorstufen in die Humusbildung eingeht.
- ↑ Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 12. Juni 1924, Dornach 1999, S. 92.






