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3. Die wässrige oder Verwandlungsphase
Sie wird augenfällig in dem plötzlichen Zusammensacken des Haufens. Nach der vorangegangenen Trockenphase lagert dieser jetzt dichter und durchfeuchtet sich selbst, indem durch den Abbau der schwer zersetzlichen Zellmembrane die Flüssigkeit aus den Zellvakuolen und Interzellularräumen austritt (Abbildung 16, S. 292). Der Haufen schließt sich stärker gegenüber der Außenwelt ab, er riecht nicht mehr ätzend, und es vollziehen sich im feucht-wässrigen Milieu mannigfache Umsetzungen, Stoffum- und -neubildungen. Die Kleintiere, vornean die Collembolen, übernehmen die Regie; sie zerkleinern das Material, fressen Mikroben und Pilze und vermindern dabei deren Population. Das wuchernde Chaos von Phase 1 und 2 beginnt sich, durch die Massenvermehrung der Kleintiere, zu ordnen und in durchlüftete Innenräume zu gliedern. Die Milieubedingungen wandeln sich und entsprechend metamorphosieren sich die Springschwänze von wurmartigen, wenig differenzierten Formen zu solchen mit deutlich hervortretenden Organbildungen. Aus dem BKV geht hervor, wie eine Art der anderen Art folgt und wieder verschwindet. So lebt im Dunkel des Haufens die Kleintierwelt evolutiv ein noch niederes, gleichsam pflanzen-tierisches Dasein dar. Dieses wird teils von innen, teils von außen von Kräften eines differenziert wirkenden Seelisch-Astralen durchstrahlt. Dieses empfindende Leben macht den Komposthaufen zu einem Organismus. In der dritten Phase vollzieht sich in ihm der Übergang vom noch formlosen Zustand des Wässrigen in jenen des durchgeformten Erdig-Festen, eine einzige große Substanzverwandlung.






