Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1143/de

Aus BiodynWiki

Unter tropischen Klimabedingungen herrscht in den Böden Humusarmut; die organische Substanz unterliegt einer beschleunigten Mineralisierung. Dasselbe findet dort infolge der hohen Wärmegrade und Feuchtigkeit auch im Komposthaufen statt. Hingegen bewährt sich dort eine Kompostierung «unter der Erde» in großen Erdgruben, in die über Nacht eine Anzahl Ziegen, Schafe oder Rinder gepfercht werden. Sie treten das in der Regel sperrige, meist verholzte Material fest und feuchten und reichern es mit ihren Ausscheidungen an. Man erzielt eine gute Humusqualität. Eine Handvoll solchen Humus in ein Pflanzloch gebracht, das Saatgut in den Humus eingebettet und leicht mit Erde überdeckt, erzeugt ein schieres Wunder: Die Erträge steigen auf bisher unbekannte Höhe und der Wohlstand der in Armut dahinlebenden Bevölkerung wächst.[1]

  1. Mündliche Mitteilung von Matthias Guépin, Dozent am Emerson College (GB) und Berater in Kenia.