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Der Obstbaum verholzt und trägt gleichzeitig zarte, schmackhafte Früchte. Er beherrscht die Polarität von Licht und Dunkel, Leben und Tod sowie Äther-Astralwirken. Das kommt besonders beim Hochstamm zum Ausdruck. In ihm strebt die Ätherlebendigkeit aus dem in die Breite und Tiefe reichenden Wurzelwerk über Stamm und Äste in die belaubten Triebe der Baumkrone. Diese starke Belebung in Luft und Wärme zieht ein reiches Insektenleben an: «Von demjenigen, was da als Astralreiches durch die Bäume hindurchgeht, lebt und webt das ausgebildete Insekt».[1] Polar dazu herrscht in allem Verholzenden und so vor allem im Wurzelgebiet «Ätherarmut». In diesem, stärker den Kräften der Mineralisierung ausgesetzten, Milieu entfalten sich die Larven der Insekten. Der auf langsam wachsender Unterlage gepfropfte Hochstamm verkörpert gleichsam diese Polarität; er ist genügsam und bedarf keiner Düngung, schon gar nicht einer solchen, die triebig wirkt.
- ↑ Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 15. Juni 1924, Dornach 1999, S. 184.






