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Anders sein Gegenpol, der in geschlossenen Plantagen monokulturartig auf schnell wachsender Unterlage kultivierte Niederstamm. Er wächst eher als ein schwach verholzender Trieb aus dem Boden und fruchtet erdnah gleichsam im Jugendalter. Das Kambium, das im Hochstamm dämpfend auf eine zu hohe Wüchsigkeit wirkt, bedarf im Niederstamm einer kontinuierlichen Stimulierung durch einen humusreichen, gut durchwurzelbaren Boden. Die gestaltende Kraft und die Lebendigkeit des Humus setzt sich gleichsam in das Kambium hinein fort. Der Niederstamm bedarf eines Düngers, der keinesfalls triebig wirkt, sondern in seiner von den Larven und Würmern des Komposthaufens lebendig durchastralisierten Gestaltungskraft dem Kambium selbst anverwandt ist. Im Hochstamm stülpt sich die mineralisierte Erde in Stamm und Astwerk der Krone auf. Im triebigen Niederstamm ist die Aufstülpung reduziert zugunsten einer gleichermaßen hohen Lebendigkeit im Wurzelraum und im Kronenbereich. Im gleichen Sinn wirkt auch die im Nieder- und Halbstammobstbau gepflegte intensive Gründüngung.






