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Für alle Kulturen ist die Düngung mit Stallmist eine Wohltat: Als Frischmist für die Nachtschattengewächse, Kartoffeln und Tomaten, im angerotteten Zustand für Hackfrüchte und Getreide und vererdet für den mehrjährigen Feldfutterbau sowie für Grünland, Garten- und Obstbau. Aufgrund seiner nachhaltig hohen Düngekraft ist nicht für alle Kulturen jährlich eine Düngung nötig, sondern im Rahmen einer wohlkomponierten Fruchtfolge im Ackerbau alle drei Jahre zu den Hackfrüchten. Für eine gute Ertragsbildung ist der Bedarf der Hackfrüchte mit ca. 300 dt/ha gedeckt. Hinsichtlich des Gesamtdüngeraufkommens des Betriebes ist eine jährliche Düngermenge von einer Großvieheinheit (GVE) pro ha (1 GVE entspricht 500 kg Lebendgewicht) ideal. Im Durchschnitt kann man bei einer Kuhherde einschließlich Nachzucht pro Tier mit einer GVE rechnen. Eine Rinder-GVE erzeugt je nach Einstreumenge 80 bis 100 dt Festmist. Einschließlich der Dünger der anderen Haustiere wird der Besatz von einer GVE pro ha in kleineren und mittleren Betrieben erreicht, vielfach sogar überschritten; im Fall von Großbetrieben mit vorwiegend Ackerbau sinkt die Zahl an GVEs pro ha grenzwertig auf 0,4 bis 0,3 ab. Der Rindermist bildet die Hauptmasse, der so weit wie möglich die in geringeren Mengen anfallenden Mistarten des übrigen Haustierbestandes beigemischt werden. Überschüssige Düngermengen werden im Rahmen der Fruchtfolge in die abtragende Sommerung vor der Hauptfutterfrucht mit ca. 100 dt eingesetzt.