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In ihren organischen Prozessen hält die Lebensorganisation der Pflanze die aus der Umgebung aufgenommene leblose Substanz in Fluss: «Lebloses wandelt sich in Lebendes.»[1] Dieses aber erstirbt in die Form der pflanzlichen Organe, z.B. des Blattes der Blüte. Die Frage erhebt sich, ob der bis in die Blüte in Fluss gehaltene, dort aber zu Ende gekommene, dem Kosmos offene Substanzstrom bewahrt, ja auf höherer Stufe neu belebt werden kann. Man kann annehmen, dass dies die Ausgangsfrage Rudolf Steiners auf der Suche nach Düngerstoffen war, die «das Erdige, Feste, selber beleben» können. Die Antwort aus der Geistesforschung konnte wohl nur lauten: Den durch die Pflanze belebten irdischen Substanzstrom in eine Sphäre heben, die der höheren Natur des Tieres eigen ist. Denn im Tier bleibt die lebendige Substanz im Fluss durch dessen astralische Organisation, die in das strömende Leben die Organe hereinbildet.[2]

  1. Rudolf Steiner, Ita Wegman: Grundlegendes für eine Erweiterung der Heilkunst nach geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen, GA 27, Kap. V. «Pflanze, Tier, Mensch», Dornach 1991, S. 35.
  2. Ebd.