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Im Gegensatz zum Mist als einem Stoffwechselprodukt des Sommers ist der kristalline Quarz ein Repräsentant des Wintergeschehens der Erde: Der «Kiesel» (Quarz, Bergkristall) ist der «äußere Sinn im Irdischen».[1] Er widersteht am stärksten den Kräften der Verwitterung. Im ersten Schritt emanzipieren wir den Quarz aus seinem naturhaften Kristallsein, zerschlagen seine kristalline Struktur, mahlen ihn so staubfein wie möglich, machen ihn also amorph. Dann teigen wir mit etwas Wasser das Quarzmehl an und füllen es in Kuhhörner. Wieder vollzieht sich in diesem ersten Schritt der Präparation eine Umstülpung: ein Äußeres wird ein Inneres (Abbildung 24). Und ebenso geschieht es im zweiten Schritt, einer zweiten Stufe der Emanzipation. Der den Winterkräften nahestehende Quarz wird zu einer Sommersubstanz, indem die gefüllten Hörner im Frühjahr vergraben werden und dort den Sommer über in der Erde ruhen. Der dem amorphen Zustand angenäherte Quarz wird jetzt zur empfänglichen Matrix für die während der Sommerzeit vorherrschenden Stoffwechselkräfte in Wärme und Luft. Eingefangen und zurückgestrahlt von der inneren Höhlung des Kuhhorns konzentrieren sich diese in dem dafür empfänglich gemachten Quarzmehl. Dieses wird so in die Lage versetzt, die Kräfte des Sommerwirkens festzuhalten und zu bewahren, so wie der Hornmist die Kräfte des Winterwirkens.

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 11. Juni 1924, Dornach 1999, S. 82: «Das Kieselige ist der allgemeine äußere Sinn im Irdischen.»