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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1311/de
Eine jeweils geringe Menge an Präparatesubstanz (Hornmist, maximal vier Horninhalte pro Hektar, Hornkiesel, eine Messerspitze = 3 bis 4 g/ha) wird in handwarmem Wasser eine Stunde lang im rhythmischen Wechsel gerührt. Es geschieht am besten mit einer an der Decke oder einem Querbalken beweglich befestigten Rührstange, die mit dem Rührbesen in ein wassergefülltes Fass eintaucht. Man beginnt damit, durch kreisförmiges, peripheres Rühren die Wassermasse langsam in Bewegung zu setzen. Durch fortdauerndes Beschleunigen wandert der Rührbesen auf die zentrale Achse gegen den sich bildenden Wirbeltrichter zu. In diesem erreicht die Geschwindigkeit des rotierenden Wassers ein Maximum, gegen die Wandung des Fasses verlangsamt sie sich. In einem Wirbel besteht die Tendenz zu unbegrenzter Geschwindigkeit zum Zentrum hin, daher die saugende Kraft; gegen die Peripherie hin tendiert die Geschwindigkeit gegen Null. Zwischen beiden Polen entstehen durch Geschwindigkeitsdifferenzen gewundene Wirbelschichten, die der Zweidimensionalität, der Idee der Fläche sich annähern. Der homogene Körper des Wassers strukturiert sich in aneinander entlanggleitende Flächen, sowohl in räumlicher Beziehung zwischen Zentrum und Peripherie als auch zeitlich vom Ruhezustand des Wassers sich steigernd bis zur maximalen Entfaltung des Rotationstrichters.[1] Beim Erreichen von dessen maximaler Ausformung – man kommt an die Grenze seiner Kräfte, die Wassermasse weiter beschleunigen zu können – wird durch ein abruptes Gegenhalten des Rührbesens der Trichter zerstört, die strukturierte Wassermasse bricht zusammen, verfällt in den Zustand eines formlosen Chaos und nähert sich für einen Augenblick dem Zustand homogener Ruhe, um dann in Gegenrichtung zu erneuter Trichterbildung beschleunigt zu werden. Die Flüssigkeit wird also im rhythmischen Wechsel in den Polaritäten von Ruhe und Bewegung, Homogenität und flächenhafter Durchformung im Aufbau des Wirbeltrichters gehalten.
- ↑ Vgl. Theodor Schwenk: Das sensible Chaos, Stuttgart 2010, 216 S.






