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was im landwirtschaftlichen Betrieb an organischen Massen im Jahreslauf aus der Pflanzen- und Tierwelt anfällt. Es geht in Entfaltung seiner Wirkung im Kompost und im Düngerstapel auf. Zu gegebener Zeit kommen diese Dünger hinaus auf den Boden. Der Boden aber ist nur eine hauchdünne Haut. Er bildet als ein «Zwerchfell»[1] die Mitte zwischen dem «Oben» und «Unten», den Höhen und Tiefen, dem Licht und der Finsternis. Arbeiten wir den Dünger in diese hautartige «Mitte» ein, dann wird sie durch diese neue Stoffanordnung befruchtet, die die Essenz eines Zusammenklanges der mineralischen, pflanzlichen und tierischen Natur ist, der Rhythmen des Sonnenjahres und der geistig schöpferischen Kraft des Menschen. Dieser Dünger veredelt und überhöht die Wirkungsweisen der drei Naturreiche, diejenigen der kristallinen Sinnesnatur der Erde, des Pflanzenkompostes und des tierischen Düngers. Er gleicht nicht nur aus, was dem Boden durch Raubbau genommen wurde, sondern er gibt der Erde, dem «Werk», die Fähigkeit, dass das Leblose sich belebt, das Belebte empfindungstragend und dieses sich individualisiert durch den aus der Zukunft einstrahlenden Geist.
- ↑ Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 10. Juni 1924, Dornach 1999, S. 44.






