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Auffallend ist, dass die scharfe Betonung der Polarität von Wurzel und Blüte, wie diese für die Kompositen Schafgarbe und Kamille charakteristisch ist, der Brennnessel fehlt, sie gehört der Ordnung der Urticales an. Mit ihren unscheinbaren Blütenständen taucht sie in das Blattwerk des oberen Drittels des Stängels unter. Die Blüten wachsen aus den Blattachseln der streng kreuz-gegenständig und stockwerkartig übereinander angeordneten Blätter (Abbildung 28, S. 383). Die pollentragenden Pflanzen weisen eine mehr längliche Blattspreite und abgerundete Zähnelung des Blattrandes auf, die der fruchttragenden Pflanzen haben dagegen eine mehr gedrungene herzförmige Blattspreite und eine scharf zugespitzte Zähnelung. Die Blattmetamorphose deutet sich nur schwach an: Schon im untersten Blatt offenbart sich der Typus der Pflanze mit ausgeprägter noch etwas rundlicher Zähnelung und einem Besatz an Brennhaaren; ja selbst die Keimblätter tragen schon solche. Aufwärts gegen die Mitte des Sprosses weitet sich die Blattspreite zu betonter Herzförmigkeit, und gegen die Spitze des Stängels verengt sie sich wieder zu fein und spitz gezähnelten, lanzettlichen Formen.