Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1404/de

Aus BiodynWiki

Das gesamte Blattwerk, der vierkantige, innen hohle Stängel sowie die Blüte sind mit Brennhaaren besetzt. Diese sind einzellige Ausstülpungen der Epidermis, die an der Basis durch Kalkeinlagerungen verstärkt sind. Sie tragen an der Spitze ein verkieseltes Köpfchen, das bei Berührung abbricht. Das Brennhaar sticht wie eine Injektionsnadel in die Haut und entlässt einen das Brennen verursachenden giftigen Zellsaft, das Urtizin. Dieses enthält unter anderem Stoffe (Histamin, Serotonin, Acetylcholin), die normalerweise nur bei Mensch und Tier vorkommen.[1] In den Brennhaaren erstirbt gegen die Peripherie der Pflanze hin ein physiologischer Prozess, wie das ja gerade für die Blüte charakteristisch ist. Man kann deshalb mit Fug und Recht sagen: Nicht nur sind die Blüten der Brennnessel ins Blattwerk heruntergezogen, sondern ihr oberirdischer Spross ist mit den Brennhaaren von frühester Jugend an von einer Art Blühprozess umkleidet.

  1. Erdmut-M. W. Hoerner: Die biologisch-dynamischen Präparate, Stuttgart 2019, S. 320.