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Die Präparate sind Stoffkompositionen, die, ein jedes auf seine Art, das unter 3. genannte Beziehungsverhältnis zwischen Übernatur (Kosmos) und Natur (Erde) «düngen». Hierbei kommt der Dreiheit des Schafgarben-, Kamilleund Brennnesselpräparates eine besondere Bedeutung zu. Sie bewirken eine besondere Art der Stoffumwandlung: Die erdgebundenen Elemente Kalium und Kalzium werden im Lebenszusammenhang der Pflanzen nicht nur ätherisiert, sondern sie erhalten Eigenschaften, die sie der Wirkungsweise des Stickstoffs annähern. Sie werden zu Trägern astralischer Kräfte bzw. wandeln sich schließlich ganz in Stickstoff um. Rudolf Steiner gibt hierzu folgende Hinweise: «weil nämlich im organischen Prozess eine geheime Alchimie liegt, die zum Beispiel das Kali, wenn es nur in der richtigen Weise drin arbeitet, wirklich in Stickstoff umsetzt und sogar den Kalk, wenn der richtig arbeitet, wirklich in Stickstoff umsetzt».[1] Und ferner: Es «besteht ein gegenseitiges Qualitätsverhältnis zwischen dem Kalk und dem Wasserstoff, das ähnlich ist dem Qualitätsverhältnis zwischen Sauerstoff und dem Stickstoff in der Luft. […] Unter dem Einfluss des Wasserstoffs wird nämlich fortwährend Kalk und Kali umgewandelt in Stickstoffartiges und zuletzt in wirklichen Stickstoff. […] der ist gerade so ungeheuer nützlich für das Pflanzenwachstum, aber man muss ihn sich eben erzeugen lassen durch solche Methoden, wie ich sie geschildert habe»[2]; das heißt also durch ein künstlerisches Gestalten von substanziellen Werdeprozessen im Organismus des landwirtschaftlichen Betriebes. Wie für den Maler Leinwand, Farbe und Pinsel die Mittel seines künstlerischen Schaffens sind, so für den Landwirt die Erde und deren Belebung durch die Herstellung und Anwendung der Präparate.

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 13. Juni 1924, Dornach 1999, S. 136.
  2. Ebd.