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Der Spross der jungen Eiche wächst, mit quirlig ansetzender Verästelung, vertikal in die Höhe und ähnelt in diesem Wuchstypus dem anderer Laubbäume. Unverkennbar aber offenbart sich das Urbild der Eiche von Jugend auf in dem so charakteristischen, in der Spreite eingebuchteten und gelappten Eichenlaub. Erst nach circa 20 Jahren ihrer Jugendzeit verändert sich das Erscheinungsbild der Stieleiche zu der ihr eigenen Wuchsform einer breit ausladenden, unregelmäßig-lockereren und durchlichteten Baumkrone (Abbildung 29, S. 401). Was sich in der Form der Blätter schon von Anfang an angedeutet hat, erfasst in den darauffolgenden Jahrzehnten mit Macht den ganzen Baum. Die gewaltige Wachstumskraft, die selbst noch in einer 1000-jährigen Eiche fortdauern kann, wirkt in allen ihren Gliedern wie gestaut, ersichtlich an dem Zurückbleiben der Leitsprosse des Vorjahres und deren Überwachsenwerden durch Seitentriebe, wodurch der unregelmäßige Verlauf der stammartig sich entwickelnden Seitenäste entsteht. Ebenso stauen sich die Blätter an der Triebspitze zu Büscheln; der Stamm «staut» sich nach innen zu großer Härte des Holzes, nach außen in die sich verdichtende, dauerhaft anhaftende Borke.