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Der Milchsaft
Neben dem Löwenzahn führen noch andere Kompositenarten, wie die Wegwarte (Cichorium intybus), der Lattich (Lactuca serriola), die Gänsedistel (Sonchus arvensis) sowie die Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae), in ihren Geweben Milchsaft. Dieser ist eine weiße milchige Emulsion, die, im Falle des Löwenzahns – und dies macht ihn einzigartig – in Röhrenkanälen einheitlich die ganze Pflanze durchzieht. Von der rübenartig verdickten Wurzel reichen sie über den in den Wurzelhals zurückgestauten Stängel in die Mittelrippe der Blätter und schließlich über den lufterfüllten Blütenstängel bis herauf an den Blütenboden. Der Milchsaft verbindet die gegenseitig so voneinander abgesetzt erscheinenden Glieder des Löwenzahns zu einem Ganzen. Man steht vor einem Rätsel! Muss diesem Milchsaft nicht ebenso gut eine salhafte wie sulfurische Natur zugeschrieben werden und wie viel mehr noch eine merkuriale? Vereinigt er in sich nicht alle drei Qualitäten? Existiert hier überhaupt das Grundprinzip der Blütenpflanze, die Heraufläuterung des Mineralstofflichen und dessen Ätherisierung im Blühprozess?






