Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1505/de

Aus BiodynWiki

Gehalten anreichert. Die Frühlingswurzel weist den meisten Bitterstoff auf, die Augustwurzel das meiste Inulin, die Septemberwurzel das meiste Taraxin, die Oktoberwurzel das meiste Lävulin.[1] Der Milchsaft besteht aus einer wasserähnlichen Grundsubstanz – dem Taraxacum-Liquor –, in welchem viele Mineralsubstanzen, wie unter anderen Kalium und Silizium, sowie organische Verbindungen gelöst sind, wie Eiweiße, Gerbstoffe, Alkaloide, Vitamine.[2] Die in dieser Lösung in feinen Tröpfchen suspendierten Stoffe sind Harze sowie hauptsächlich Kautschuk mit kolloidaler Eiweißschutzhülle. In der Asche der ganzen Pflanze finden sich 7% Kieselsäure, 40% Kaliumoxid, 8% Magnesiumoxid, 28,6% Natriumoxid sowie Spuren von Zink, Kupfer, Mangan und Schwefel.[3] Die Gehaltszahlen der analytisch nachweisbaren Stoffe geben, über ihr Vorhandensein hinaus, wenig Anhaltspunkte, die einen Zusammenhang zum bildenden Wesen erkennen lassen. Mehr Auskunft erhält man, wenn man bestimmte Stoffkompositionen ins Auge fasst, z.B. Wirkstoffe und deren Heilwirkungen. Aber auch diese sagen nichts über die Ganzheit Löwenzahn aus, die diese Wirkungen hervorbringt. Solange man dieses Ganze als eine gegebene Naturtatsache hinnahm, galt der Löwenzahn als offizinale Heilpflanze. Jetzt, da die Wirkstoffe, die als heilend angesehen werden, isoliert und synthetisiert sind oder durch andere synthetische Stoffe ersetzt werden können, hat der Löwenzahn seinen Ehrenstatus verloren, Heilpflanze zu sein. Er wird diesen Status erst wiedergewinnen – und so alle anderen Heilpflanzen –, wenn man das Beziehungsverhältnis der Stoffe zueinander als ein Kraftgefüge zu erkennen sucht, dessen Architekt unter der Regie der von außen wirkenden Astralkräfte der Äther- oder Lebensleib der betreffenden Heilpflanze ist. Die einzelnen organischen Stoffverbindungen haben ihre Prägung durch die Ganzheit der ätherischen Organisation zwar erhalten, sie repräsentieren diese aber nicht vollgültig.

  1. Werner Christian Simonis: Heilpflanzen und Mysterienpflanzen, Wiesbaden 1991, S. 280.
  2. Ebd., S. 282.
  3. Erdmuth-M. W. Hoerner: Die biologisch-dynamischen Präparate , Stuttgart 2019, 512 S.