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Wie die Außenhaut und die in diese eingebetteten vier mittleren Sinne – Wärme-, Seh-, Geschmacks- und Geruchssinn – [1][2] ein sinnliches Abbild der Wirklichkeit des Seins dem Wachbewusstsein vermitteln, so die Innenhaut des Bauchfells die Offenbarung dieser Wesenswirklichkeit selbst; Letzteres im Zusammenhang hauptsächlich mit dem Lebenssinn. Dieser kündet dumpf von den leiblichen Befindlichkeiten. Er gehört neben dem Gleichgewichts-, Eigenbewegungs- und Tastsinn zu den unteren, den Willenssinnen.[3] Durch ihre Willensnähe ruht ihre Tätigkeit im tiefsten Unterbewusstsein, dem des Tiefschlafs; sie steht in unmittelbarer Beziehung zur Geistwirklichkeit des Seins. Das Sinnesorgan des Bauchfells nimmt also nicht ein gegenständliches Gegenüber wahr, sondern es taucht in die Wesensoffenbarungen ein, die in der Tätigkeit der Leibeshöhlenorgane zum Ausdruck kommen. So ist die Tätigkeit der Blase, als Konzentrations- und Ausscheidungsorgan, eine andere als die des Dünndarms als Einscheidungsorgan der Verdauungssäfte. Wieder anders sind die Tätigkeiten von Leber, Pankreas, Milz etc. Das Bauchfell ist

  1. Willi Aeppli: Sinnesorganismus, Sinnesverlust, Sinnespflege; Stuttgart 1967; sowie
    Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: Die zwölf Sinne in der seelischen Beobachtung – Eine Exkursion, Münchenstein 2019, 253 S.
  2. Rudolf Steiner: Anthroposophie ein Fragment, GA 45, Dornach 2002.
  3. Willi Aeppli: Ebd.; sowie: Dietrich Rapp, Hans-Christian Zehnter: Ebd.