Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1544/de

Aus BiodynWiki

Es entsteht eine neue Stoffkomposition im Lebendigen, ein Dünger, der noch in intimerer Weise dafür sorgt, dass sich die übersinnlich-astralische Organisation der Kulturpflanzen deren ätherischer und über diese deren physischer Organisation einprägt. Die Pflanzen werden sinnesfähiger und dadurch empfindsamer für die Stoffe, die sie für ihr Wachstum brauchen: «wird die Pflanze auf diese Weise, in der feinsten Weise mit Kieselsäure durchzogen, durchlebt, dann ist es so, dass sie empfindsam wird gegen alles und alles heranzieht».[1] Weiter wird ausgeführt, dass dieser Umkreis sich offensichtlich nicht nur auf den durchwurzelten Bodenraum der Einzelpflanze bezieht, sondern sich bis in den benachbarten Acker, Wald und die angrenzende Wiese erstreckt.[2] Diese zunächst rätselvolle Aussage kann nach dem heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand durchaus durch das Phänomen der Symbiose der Pflanzenwurzeln mit Bodenpilzen (Mykorrhiza) gedeutet werden, deren Mycelien – ein Geflecht von Zellfäden (Hyphen) – über größere Entfernungen hinweg die Wurzelsysteme der Pflanzen miteinander vernetzen. Die Hyphen versorgen einerseits die Pflanzen mit Wasser (Waldbäume), vor allem aber mit Mineralstoffen, andererseits profitieren sie von deren Energiehaushalt. Man kann das Phänomen des sich wechselseitig fördernden Zusammenlebens (Symbiose) höher entwickelter Organismen mit niederen durchaus in der

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 13. Juni 1924, Dornach 1999, S. 138.
  2. Ebd., S. 138.