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Das Erscheinungsbild des Baldrian

Man findet den Baldrian in den Rand- und Übergangszonen der kultivierten Ländereien auf lehmigen, humosen Böden, vorzugsweise an feuchteren, eher schattigen Orten, wie an Waldrändern, auf Feuchtwiesen, an den Uferstreifen von Bächen und Flüssen und am Fuß von Böschungen mit Druckwasser aus dem Untergrund. In Gebirgstälern tritt er bis in beträchtliche Höhenlagen auf. Er kann auch gärtnerisch kultiviert werden. Findet sich der Löwenzahn, außer in seiner kurzen Blütezeit, verborgen zwischen Gräsern und Kräutern, erhebt sich der Baldrian aus dem anfänglichen Rosettenstadium in stolzer Aufrechte hoch über seine Umgebung hinaus, gipfelnd in der weiß bis hellrosa aufblühenden Trugdolde. Sie besteht aus eng zusammengedrängten, zarten, winzigen Einzelblütchen, die sich in dem intensiv verströmenden Duft wie aufzulösen scheinen. Das Stängelprinzip dominiert die ganze Pflanze. Mit einer Wuchshöhe bis zu zwei Metern reicht der Stängel bis herunter in den Wurzelraum, Rhizome bildend, und herauf in den Luftraum, sich im Blütenstand verströmend. Nach oben wie unten zerteilt er sich einerseits in die zarten Blütenstiele, andererseits in die klobigen Rhizome. Im Stängel durchdringt sich auf einzigartige Weise das Erdenhafte mit dem Wirken von Luft und Wärme. Kreuzgegenständig entfalten sich die unpaarig gefiederten Blätter. Im ersten Jahr nach der Aussaat ist die Blattmetamorphose am deutlichsten ausgeprägt. Aus der Blattrosette aufwärts erhebt sich die Blattfolge in immer größeren Abständen. Der Blattstiel verkürzt sich zunehmend und im Übergang zum Blütenstand ziehen sich schließlich die Blätter ganz an