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Man kann es als ein Phänomen besonderer Art empfinden, wie die Säfteströme einer Staudenpflanze wie die des Baldrians beschaffen sind. Zunächst speist der Assimilationstrom (Phloem) aus der Blattrosette das Wachstum der Rhizome und Wurzeln sowie deren Stoffkompositionen, in welchen schon der stoffliche Aufbau der ganzen Pflanze vorhanden ist. Sobald der Stängel beginnt, in die Höhe zu schießen, münden diese vorgebildeten Stoffe in den aufsteigenden Xylemstrom und werden in Luft, Licht und Wärme erneut von Bildekräften der sich metamorphosierenden Blattregion kompositionell verfeinert. Durch sie gestaltet sich das Wesensurbild des Baldrians in Stängel, Blattfolge und Blütenstand in die äußere sinnliche Erscheinungsform. Die Erdenschwere der Stoffe im Wurzelstock geht in Blattwerk und Blüte über in die «Leichte» und verduftet.