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Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/1571/de
Wie die stoffliche Vielfalt der Wurzelrinde mit der Blattrosette einen Lebenszusammenhang bildet, so die Blattfolge des Sprosses mit dem Blütenstand. Der Formenwandel der Blätter, den Stängel aufwärts bis zur Blüte (Blattmetamorphose), ist der ins Bild gebrachte Ausdruck der im Lebendigen unsichtbar sich vollziehenden stofflichen Bildungs- und Umbildungsprozesse. Im Emporwachsen gelangt der Spross aus dem Bereich des Erdig-Wässrigen in jenen der Wärme und der durchlichteten Luft. Hier strahlen direkt und gegenwärtig die Kräfte der Sonne und der Planetensphären ein. Hier erst prägt sich abbildlich das Wesensurbild des Baldrians in seiner Vollkommenheit dem in der Rhizomwurzel vorgebildeten Stoffesgeschehen ein. Wie im Wurzelstock die im Erdig-Wässrigen wirkenden Kräfte das Übergewicht haben, so im aufstrebenden Spross die Kräfte des Lichtes und der Wärme, vermittelt durch die Luft. Mag das der Grund dafür sein, warum der dumpf bewusstseinstrübende Geruch und herb-bittere Geschmack des Wurzelstocks in den Blättern so gut wie nicht auftritt, wohl aber in weniger intensiver Form im Stängel? In der Wurzel verdichten und konzentrieren sich diese Qualitäten, in der Abfolge der Blätter hingegen geraten sie in steter Verwandlung in Fluss.






