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Die Blüte

Im Gegensatz zur Wurzel des Baldrians, deren eminent starke Astralität sich in der Komposition vielerlei verschiedener Stoffe niederschlägt, vor allem ätherischer Öle, deren dumpfer, teils übel riechender Duft von der Wurzelrinde zurückgehalten wird, verströmen die Blüten diesen Duft in verfeinerter, geläuterter Form. Der Baldrian hat eine lange, von Ende Mai (mit Vollblüte Juni/Juli) bis September reichende Blütezeit. Sie beginnt mit der gegenständigen Verzweigung des Hauptsprosses an den obersten Blattansätzen. Die doppelseitige Verzweigung wiederholt sich noch mehrmals, sodass der Hauptspross über die Seitenäste hinauswächst. Dadurch nimmt der Blütenstand eine gewölbte bis halbkugelförmige Gestalt an. An die Basis der Seitenzweige schmiegen sich die letzten zugespitzten, gefiederten Laubblätter der Blattfolge an. Die gegenständige Verzweigung des Hauptsprosses und der Seitenäste