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Die Stabilität des durch Mineralverwitterung und Zersetzung organischen Materials in Lösung gegangenen Phosphors (HPO4)2– ist eine Folge seiner Reaktionfreudigkeit. Er geht neue Verbindungen ein vor allem mit Kalzium unter Bildung sekundärer Kalziumphosphate; ferner wird er von Aluminium- und Eisenhydroxiden absorbiert, die ihrerseits Komplexe mit Huminund Fulvosäuren bilden. Suspendiert findet er sich in Bodenkolloiden sowie adsorbiert an Tonmineralien und Humusstoffen. Bis 80% der organischen Phosphorverbindungen liegen in Form der Phytate vor (Kalzium- und Magnesiumsalze der Inosithexaphosphorsäure); weitere 5 bis 10% finden sich in den Nukleinsäuren der Zellkerne der Pflanzen und Mikroorganismen.[1]

  1. Friedrich Scheffer, Paul Schachtschabel: Lehrbuch der Bodenkunde, Berlin 2018, 772 S.