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Der Lebensprozess des Schachtelhalms ist ein aus dem Element des Wassers heraus geborener, stoffwechselaktiver Kieselprozess. Er bewegt sich von innen hin zur Peripherie der belebten Gewebe. Indem das Wasser durch die Außenwärme verdunstet, scheidet sich die Kieselsäure ab und umgibt die ganze Stängelpflanze mit einem Mantel wasserhaltiger, amorpher Kieselsäure. Sie findet sich in den Epidermiszellen sowie eingelagert zwischen den Zellmembranen derselben. Alle Zustände, von dem der Lösung über das plastische Gel bis zum erhärteten, amorphen, glasartigen Opal – ein wasserhaltiges Siliziumdioxid (SiO2 + H2O) –, werden durchlaufen. Verascht man das Stängelkraut des Schachtelhalms, bleibt nach dem Verglühen des schwarzen Kohlenstoffgerüstes zuletzt ein weißes Kieselskelett übrig. Es zeigt linsenartige Ausbuchtungen, die im belebten Zustand das Sonnenlicht auf das in Reihen angeordnete Chlorophyll leiten.[1]

  1. Ebd., S. 107.