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Herstellung und Anwendung

Vom Ackerschachtelhalm wird um Johanni zur Zeit seiner größten vegetativen Entfaltung der grüne Trieb an einem sonnigen Tag gesammelt und, im luftigen Schatten dünn ausgebreitet, getrocknet[1]. Hinsichtlich der Weiterbehandlung führt Rudolf Steiner aus: «dass man Equisetum arvense zu einer Art von Tee macht, ziemlich konzentriertem Tee, den man verdünnt und dann als Jauche für diejenigen Felder benutzt […] [, auf welchen man; Ergänzung durch den Verfasser] Brand und ähnliche Pflanzenkrankheiten bekämpfen will».[2] Stappung hat weltweit die vielfältigen Praktiken der Teezubereitung aus Schachtelhalmkraut dokumentiert, hinsichtlich der Dauer des Kochens und der anschließenden Vergärung zur Jauche sowie der Kaltvergärung des frischen Krauts der Anwendungszeiten, -mengen und -häufigkeit und, ob das Präparat nur vorbeugt oder auch bei akutem Pilzbefall eine Wirkung verspricht.[3] Aus der Summe der Erfahrungen der Teezubereitung hat sich folgende Rezeptur ergeben: «In zehn bis zwanzig Liter Wasser werden 200 bis 300 Gramm Droge etwa eine Stunde schwach gekocht. Bei Verwendung frischen Krautes etwa 1,5 kg auf die gleiche Wassermenge.»[4] Die längere Zeit des Siedens ist erforderlich, um einerseits das stark verkieselte periphere Zellgewebe aufzuschließen, andererseits diesen Prozess in dem universalen Urelement der Wärme zu halten.

  1. Christian von Wistinghausen, Wolfgang Scheibe, Eckhard von Wistinghausen: Anleitung zur Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate, Arbeitsheft Nr. 1, Stuttgart 1998, 96 S.
  2. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 14. Juni 1924, Dornach, 1999, S. 167.
  3. Walter Stappung: Die Düngerpräparate Rudolf Steiners – Herstellung und Anwendung, Rüfenacht 2017, Bd. I + II: 748 S.
  4. Christian von Wistinghausen, Wolfgang Scheibe, Eckhard von Wistinghausen: Anleitung zur Herstellung der biologisch-dynamischen Präparate, Arbeitsheft Nr. 1, Stuttgart 1998, S. 71.