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Überwiegen nun bei anhaltender Nässe die Mondenkräfte, ist der Kulturboden einseitig von einer Mondenlebendigkeit durchdrungen. Es wird damit gerade das niedere pflanzliche und tierische Leben dieser früheren Evolutionsstufen angeregt und so auch in besonderer Weise das Pilzwachstum. Das geschieht nicht nur im Boden, sondern um eine Etage höher auch in und auf den oberirdischen Organen der Pflanze. Was im Dunkel des Bodens seinen rechten Ort hat, es schafft sich unrechtmäßigerweise einen zweiten Boden im Luftraum über der Erde; das Mikrobenleben parasitiert die lebendigen Gewebe der Pflanze. Selbst das gegenwärtige Sonnenwirken kann nur bedingt diesem wuchernden Fremdleben Einhalt gebieten. Es muss nach einer Pflanze gesucht werden, die so viel Sonnenkraft in sich konzentrieren und verarbeiten kann, das sie das überschüssige Mondenleben im Wässrigen unschädlich macht, ja, im Sinne einer Synthese, ein gesundes Verhältnis zwischen den Polaritäten der aus der Vergangenheit wirkenden Mondenastralität und der aus dem gegenwärtigen Kosmos einstrahlenden Sonnenastralität zu schaffen vermag. Dieses Vermögen hat der Schachtelhalm als herausragender Repräsentant des Übergangs von einer wassergeborenen zu einer erdgeborenen Pflanze. Als Teejauche wirkt er so, dass man die Erde entlastet von der überschüssigen Mondkraft, dass der Schachtelhalmtee «dem Wasser seine vermittelnde Kraft entzieht und der Erde mehr Erdenhaftigkeit gibt, damit sie die größere Mondenwirkung nicht aufnimmt durch das anwesende Wasser».[1] Mit dieser Beschreibung wird eindeutig auf die prophylaktische Behandlung der Böden mit dem Schachtelhalmpräparat hingewiesen. Das Miterleben mit dem Gang der Witterung im Jahreslauf schult das Bewusstsein, in weiser Voraussicht zu handeln. Geschieht die Prophylaxe regelmäßig von Jahr zu Jahr, beugt man dem Akutfall vor. Gleichwohl werden viele Erfahrungen beschrieben, vor allem

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, GA 327, Vortrag vom 14. Juni 1924, Dornach 1999, S.167.