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Auf wirtschaftlichem Feld steht die Landwirtschaft unter dem Druck anonymer, preisdiktierender Märkte, einer Technologie des berechnenden Egoismus. Ihr, ihrem Wesen nach fremder, enorm hoher Kapitalbedarf hinsichtlich des Zukaufs von Produktionsmitteln (wie Maschinen, Dünger-, Futter-, Pflanzen- und Tierbehandlungsmittel, Biozide, Energie etc.) zwingt sie zu einseitiger, umweltbelastender Massenproduktion, die ihrerseits die Preise verbilligt, weltweit Verdrängungswettbewerb auslöst, der Globalisierung der Agrarmärkte Vorschub leistet und in den Drittländern für Hungersnöte verantwortlich zeichnet. Die Landwirtschaft, am
Gängelband der Kapitalinteressen hängend, ist ihrer selbst entfremdet; sie ist durch und durch kommerzialisiert. Wege und Mittel zu finden, um aus diesem Gefängnis auszubrechen, stellt heute für jeden landwirtschaftlichen Betrieb die größte Herausforderung dar. Diese Mauern zu überwinden, kann dann gelingen, wenn der Hof sich mit Weiterverarbeitung, Handel und Verbraucherschaft in der Region wirtschaftlich assoziiert. Hier eröffnet sich ein drittes, ganz und gar in die Zukunft gerichtetes Übungsfeld im Sozialen. Der Blick weitet sich über die Hofgrenzen hinaus in das soziale Umfeld. Man sucht und findet die Wirtschaftspartner, die willens sind, ihre wirtschaftende Tätigkeit in den Dienst eines assoziativen Miteinanders zu stellen und auf die Wohlfahrt aller Beteiligten auszurichten. Das Strebensziel ist, mit der Assoziation ein Kunstwerk der «Geschwisterlichkeit» zunächst vom Hof ausgehend und im regionalen Rahmen unter den Wirtschaftspartnern zu schaffen. Es handelt sich um die Kunst, in Gemeinschaft in der Heranbildung eines Gemeinsinns die wirtschaftlichen Tatbestände bildhaft in ihren Zusammenhängen denken zu lernen. Sie findet ihren Ausdruck in einer Kultur von Vereinbarungen des selbstlosen Umgangs in Hinblick auf regionale Bedarfsdeckung und die Findung eines wertgerechten Preises.






