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Die bäuerliche Bevölkerung folgte dem Freiheitsdrang, sich aus der Naturgebundenheit und der Volksgeistführung (die sich in den Volkstümern und in der künstlerischen Prägung der Volksseelen zum Ausdruck brachte) zu entbinden, um in der arbeitsteiligen Moderne – wie zuvor auch das Proletariat – den mühevollen Weg der Selbstfindung zu beschreiten. Es tauschte die einstmalige Geborgenheit im Traditionsstrom der Volkstümer und Volksseelen mit den herausfordernden und zugleich verlockenden Angeboten der arbeitsteiligen Moderne. In das dadurch entstandene geistige Vakuum auf dem Lande brach mit der Macht einer Sturzflut der Agrarindustrialismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über den Rest der bäuerlichen Bevölkerung herein, mit der zwangsläufigen Folge der Gleichschaltung der landwirtschaftlichen mit den Methoden der industriellen Erzeugung. Durch diese Gleichschaltung sind Tatsachen geschaffen, die jeden Landwirt bei einiger Selbstbesinnung an Grenzerlebnisse heranführen können, an ein Erleben von selbstgeschaffenen Widersprüchen, die Anlass zu Erkenntnisfragen geben. Eine solche rein aus der Zwiespältigkeit der Lebenspraxis neu sich stellende Erkenntnisfrage lautet: Sind die Erzeugungsbedingungen der Landwirtschaft gleich denen der Industrie oder besteht hier ein prinzipieller Unterschied? Die Antwort auf diese Frage lässt sich nur aus einer Charakterisierung der Faktoren der industriellen im Vergleich zur landwirtschaftlichen Produktionsweise auffinden.