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Erkennt und würdigt man die volle Tragweite der Polarität der Erzeugungsbedingungen in der Industrie, die dem Geist des Menschen entspringen, und jenen in der Landwirtschaft, die der Natur innewohnen, dann kann in der Landwirtschaft streng genommen kein Kapital gebildet werden. Denn das, was an Arbeit durch die menschliche Geisteskraft auf die Natur aufgewendet wird, gerinnt nicht in ein Produktionsmittel, das sich wie die Maschine neben die Natur stellt; es werden nicht Rohstoffe, Energien und Naturgesetze aus dem Naturzusammenhang isoliert und neu kombiniert. Die Geistesleistung besteht im Gegenteil darin, den Begriff der Geschlossenheit des organismischen Ganzen zu denken, und die Arbeitsleistung darin, die in der Natur wirksamen Produktivkräfte danach zu ordnen und zueinander in Wechselwirkung zu bringen. Gestaltet sich ein landwirtschaftlicher Betrieb getreu seinen Erzeugungsbedingungen, ist er eine immerfort werdende Ganzheit, die den handelnden Menschen einschließt und die sich im Produktionsprozess selbst reproduziert. Die Kapitalbildung in der Landwirtschaft, im übertragenen Sinn gesprochen, ist deshalb vor allem in einem Zeitgeschehen zu suchen, nämlich in der Erhaltung und Entwicklung der Produktionsmittel, der Kulturböden, der Kulturpflanzen und der Haustiere im Kontext mit der übergeordneten Ganzheit des Betriebsorganismus.