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umarbeitenden Pfluges, der Dolch, «der den Menschen die Kraft gibt, sich die äußere sinnliche Welt zu erarbeiten».[1] Dieselbe Sonnengottheit Ahura Mazdao ist auch der große Inspirator des Zarathustra, des Führers der iranischen Völker, schon bald nach der atlantischen Katastrophe.[2] Diese hohe Individualität ist nicht zu verwechseln mit dem ihr wesenhaft so nahe stehenden historischen Zarathustra oder Nazaratos aus dem 6./7. Jahrhundert v.Chr., dem Lehrer des Pythagoras. Auf den Ur-Zarathustra, dem Begründer der urpersischen Kultur im 6. vorchristlichen Jahrtausend, gehen auch die urpersischen Mysterien zurück, deren Lehren in dem zoroastrischen Avesta entfernt nachklingen. Das Avesta, das seine schriftliche Fassung erst um die Zeitenwende herum erfahren hatte, wird auf den historischen Zarathustra der persischen Achämeniden-Zeit (etwa 600 v.Chr.) zurückgeführt.[3] Doch deuten Texte der Gesänge des Avesta (Gathas) auf viel ältere Überlieferungen, die auf die Mysterienweisheit des Ur-Zarathustra zurückgehen. Antike Quellen aus der Platonischen Schule weisen neben dem historischen auf den Ur-Zarathustra hin, der 6000 Jahre vor dem Tod Platons oder 5000 Jahre vor dem Trojanischen Krieg gelebt haben soll.[4]
- ↑ Rudolf Steiner: Das Matthäus-Evangelium,GA 123, Vortrag vom 1. September 1910, Dornach 1988, S. 27.
- ↑ Ebd., S. 28f.
- ↑ Walther Hinz: Zarathustra, Stuttgart 1961, 271 S.
- ↑ Markus Osterrieder, Peter Guttenhöfer:Die Durchlichtung der Welt: Altiranische Geschichte, Bildungswerk Beruf und Umwelt, Kassel 2008, 60 S.






