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An die Stelle der Priesterherrschaft im alten Indien und des Wirkens der sieben heiligen Rishis traten nun Priesterkönige, deren Erster der vorgeschichtliche Zarathustra war.[1] Die Lehre des älteren Zarathustra kündete von dem Urgegensatz von Licht und Finsternis, von Gut und Böse, von dem hohen Sonnenwesen Ahura Mazdao oder Ormuzd und dem Geist der Finsternis, Ahriman oder Angra mainyu, dem Herrscher der Erdentiefen. Zarathustra wies die Menschen an, sich nicht allein in Verehrung dem hohen Sonnenwesen zuzuwenden, sondern dieses aktiv durch die Maya hindurch in der äußeren Sinneswelt zu suchen, die Erde zu bearbeiten, sie zu durchlichten, die Pflanzen in ihren Organen zur nahrhaften Frucht umzubilden und die Wildheit des Tieres zur Seelenoffenheit gegenüber dem Menschen umzuformen. Ein Großteil der Kulturpflanzen, die bis zum heutigen Tag die Grundnahrungsmittel für die Menschheit darstellen, allen voran die Getreide (Weizen und Gerste), aber auch Gemüse- und Obstarten entstammen der
- ↑ Karl Heyer:Von der Atlantis bis Rom, Beiträge zur Geschichte des Abendlandes, Band I, Stuttgart 1997, 254 S.






