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Dieses sakral-künstlerische Vermögen der Urperser erschöpfte sich nicht nur in der Herausbildung der Haustiere und der Kulturpflanzen, sondern bezog sich auch und gerade auf die Bearbeitung der Erde. Die Bodenbearbeitung entwickelte sich dort, wo der «Organismus im Naturwachstum» die idealen Voraussetzungen zur Entfaltung bot. Es waren die genannten Gebirgstäler und Flussgebiete des afghanischen und ostiranischen Hochlandes, die sich nach Süd-Westen in Wüsten- und im Norden in die turanischen Steppengebiete verloren. Hier war der tätige Mensch gefordert. Durch kunstvolle Bewässerungssysteme, u.a. durch Quellfassungen in Stollen, die tief in die Talhänge hineingetrieben sind, wurde der Boden einerseits durch das Wasser belebt und andererseits durch den ritzenden Pflug und die Hacke partiell zum Absterben gebracht. Hier wird die Handhabe des Wechselspiels von Tod und Leben, des Stirb und Werde zur Kunst. Jeder mechanische Eingriff in den Boden bedeutet die Anregung von Abbauprozessen. So begründet sich hier die hohe Kunst des Ackerbaus, die im Zusammenhang mit dem Anbau der Kulturpflanzen auf der Beherrschung der lebentragenden kosmischen und todbringenden irdischen Kräfte beruht.






