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Eingeweihten in die höheren Geistwelten erschlossen, die Wesensglieder des Menschen zu Trägern des fortschreitenden Ich-Bewusstseins zu erziehen. In der griechisch-lateinischen Epoche betraf dies das Eintreten des Ich in die Verstandes- oder Gemütsseele, nach der Empfindungsseele die zweite Modifikation des Astralleibes.[1] Das Ich kommt erst zum Vorschein in der Verstandes- oder Gemütsseele.[2] Das Ich dachte zwar schon aus sich selbst, war aber noch auf der Suche nach sich selbst. Sokrates, im fünften Jahrhundert v. Chr., sprach noch nicht: «Ich sage mir», sondern «mein Daimon sagt mir». Das Ich lebte auch in der Sprache noch verborgen als tätiger Akteur integriert ins Verbum, z.B.: griechisch: paideuo = ich erziehe; lateinisch: cogito = ich erkenne.

  1. Rudolf Steiner:Das Johannes-Evangelium, GA 103, Vortrag vom 30. Mai 1908, Dornach 1995, S. 172f.
  2. Näheres siehe: Rudolf Steiner:Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie, GA 121, Vortrag vom 15. Juni 1910, Dornach 2017.