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Der alte Grieche empfand die Natur nicht als ein Äußeres, von ihm Abgetrenntes, sondern Berg und Tal, Hügel und Ebene, Quelle und Wasserlauf, umspült von Wasserdünsten, von Luft und Wärme und flutendem Licht, erlebte er von derselben Geistigkeit durchwoben, die er auch in sich lebendig webend und seelisch-geistig impulsierend fand. Dieses von der erwachenden Verstandes- oder Gemütsseele durchdrungene Empfinden machte sein künstlerisches Wesen aus; aus diesem Empfinden gestaltete der Grieche die Landschaft: Der Hirte die offenen Bergeshöhen mit ihren Herden; der Wein- und Obstbauer die Terrassierungen der Steilhänge; der Ackerbauer kultivierte die Ebenen mit Getreide; und nächst den Siedlungen gedieh eine Gartenlandschaft. Im gesamten griechisch-lateinischen Kulturraum verwandelte sich der aus Urzeiten gewachsene Organismus im Naturwachstum unter Wahrung seines jeweiligen Typus in kleinräumige, gegliederte Obst- und Gartenbaulandschaften, gleichsam ein Spiegel der sich herausbildenden Verstandesoder Gemütsseele.