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Mit dem Beginn des 15. Jahrhunderts bricht das fünfte nachatlantische Zeitalter an, in welchem das Ich in das dritte der drei Seelenglieder, in die Bewusstseinsseele, eintritt.[1] Der Mensch erwacht am Gegenüber der gegenständlich empfundenen Welt zu sich selbst, zum Selbstbewusstsein. Es entsteht eine vorerst unüberbrückbare Kluft zwischen dem Selbstbewusstwerden und demjenigen, was die Welt der Erscheinungen hervorbringt. In seinem sich selbst erkennenden Ich kann der Mensch in sich aber den Geistquell finden, das «Ich bin», das sich zwar einerseits wahrnehmend der Welt gegenüberstellt und andererseits erkennend mit dem sich in den Sinneserscheinungen verborgenen Geistig-Wesenhaften verbinden kann. Was einst instinktiv dem Erleben der Seele zufloss, jetzt kann es bewusst in seinem Wesen erkannt und mit der Wesenssubstanz des Ich vereint werden. So liegt es in der Macht der Bewusstseinsseele, in ihrem Denken und Tun über sich selbst

  1. Rudolf Steiner: Das Johannes-Evangelium, GA 103, Vortrag vom 30. Mai 1908, Dornach 1995, S. 172f.