Eine freie Initiative von Menschen bei mit online Lesekreisen, Übungsgruppen, Vorträgen ... |
| Use Google Translate for a raw translation of our pages into more than 100 languages. Please note that some mistranslations can occur due to machine translation. |
Translations:Benutzer:Arian/Klett-Mini-Test/282/de
Diese beiden Strömungen sind erst in nachchristlicher Zeit in das allgemeine Kulturleben aufgegangen. Doch haben sie sich noch da und dort lange in zeitversetzten Kulturen in reinster Gegensätzlichkeit erhalten. Ein Beispiel aus eigenem Erleben kann dies beleuchten: Im Afrika der 1930er-Jahre lebten im heutigen Tansania im Kilimandscharo-Gebiet in enger räumlicher Nachbarschaft und unter Wahrung ihrer Stammesgepflogenheiten die Volksstämme der Bantu und der Massai. Letztere, ein hamitisches Volk, lebte nomadisierend mit seinen Zebuherden inmitten der Wildnis in Nachbarschaft von Löwe, Elefant, Büffel etc. Schutz für Mensch und Herde boten des Nachts mit Dornengestrüpp umhegte Lagerplätze (sog. «Krale»); die Nahrung bestand aus der Milch und dem Blut der Zeburinder sowie aus Wurzeln bestimmter wildwachsender Pflanzen als Diätetika. Da stand er nun, der Hirte, ein Tuch um die Schulter geworfen, leicht auf den Speer gestützt, den Büffellederschild an sich gelehnt, hoch gewachsen, mit edlen Gesichtszügen, ruhend wie eine Säule in voller Sonnenglut, den ernst-träumenden Blick in die Ferne gerichtet, die Herde um sich geschart, dem Fremden sich zuwendend, ein flüchtiger Gruß, sonst keine Frage, kein Wort. Die Massai zu jener Zeit lehnten jede Zivilisation, jede schulische Bildung ab. Sie lebten einverwoben in die Natur mit einem in die Ahnenkette zurückreichenden Bewusstsein.






