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Frage war in der Landwirtschaft noch nicht akut. Doch drohende Vorzeichen, wie die Auswirkungen der Düngung mit synthetisch hergestellten Stickstoffsalzen, der Verlust der Sortenstabilität und der Tiergesundheit sensibilisierten einzelne Bauern und Landwirte. Sie traten seit 1920 an Rudolf Steiner mit der Bitte heran, ihnen aus der anthroposophischen Geisteswissenschaft Erkenntnisgrundlagen und praktische Hinweise für die Erneuerung der Landwirtschaft in die Zukunft zu geben. Es ging den Fragestellern um Ideen, um geistige Wahrbilder, die der landwirtschaftlichen Arbeit über die bloße Verfahrenstechnik hinaus wieder einen Sinn geben und, wenn diese Ideen ergriffen werden, wieder eine geistig-moralische Brücke zu den Dingen und Wesen in Natur und Kosmos bauen können sollten. Der Landwirtschaftliche Kurs enthält die Keimlegung zur Entwicklung einer Landwirtschaft der Zukunft, in welcher der verborgene Strom der Impulse des christlich-abendländischen Landbaus in tiefgreifender Metamorphose an die Oberfläche des Bewusstseinszeitalters tritt. Rudolf Steiner knüpfte unmittelbar an die Fragen von Menschen an, die in der alten, dem Tode geweihten Landbaukultur standen und die nach Ansätzen zu deren Erneuerung suchten. Er knüpfte an ein gerade noch bestehendes Vergangenes an, um es in ein Zukünftiges zu verwandeln. Er appellierte dabei an das denkende Bewusstsein des tätigen, in der Praxis stehenden Menschen.






