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Einst lebte das Prinzip der Entwicklung instinktiv träumend, verborgen in den Quellen der Urweisheit, als wirksame Kraft geistiger Führung in der Menschheit. Im Fortschreiten des Erwachens zum Selbstbewusstsein erlosch dieses Erbe. Sehr jung noch, erst in der Zeit des deutschen Idealismus, in den Forschungen eines Charles Darwins (1809–1882) und Ernst Haeckels (1834– 1919) und voll umfänglich in der anthroposophischen Geisteswissenschaft, taucht das Entwicklungsprinzip auf neue Art im Denken auf. Bezogen auf die Dreigliederung der menschlichen Seelenfähigkeiten erleben wir das heute im Denken vor allem als vorausschauende Idee, im Fühlen als freudig-regsamen Impuls und im Wollen als geistgetragene Initiativkraft. Auf den Wegen dieser Dreiheit erfasst sich der Mensch in geistiger Erfüllung seines Wesens als Ich und macht sich zum Initiator und Träger der Entwicklung in die Zukunft. In seinem Streben zur Freiheit lebt er das Entwicklungsprinzip dar.






