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Polar zum Kopfpol unter der Erde weitet sich über der Erde der «Bauch»[1] der landwirtschaftlichen Individualität aus. Hier, unter der direkten Einwirkung des Kosmos, entsteht gleichsam im Sinne einer Art «äußeren Verdauung» von Licht, Wärme, Luft und Wasserdünsten das Leben. Hier tritt alles im Werden in Form und Farbe in die äußere Erscheinung, und alles Vergehen nimmt die Erscheinung wieder in die unsichtbare Innenwelt zurück. Alles ist in Bewegung, die sprießende Pflanze, das sich frei bewegende Tier, der tätige Mensch; die Wolken ziehen, die Dünste steigen auf, der Regen fällt, der Wind bewegt jedes einzelne Blatt, wogt durch das Getreide, der Blitz zuckt und spaltet die Eiche, der Donner rollt, die Wandelsterne ziehen ihre Bahnen und die Sonne bringt über die Erde Tag und Nacht. Hier, im Stoffwechselpol der landwirtschaftlichen Individualität, unterliegt alles der steten Wandlung. Während unter der Erde das Geistig-Lebendige, gelöst vom Materiellen, als innere Regsamkeit die Erde durchzieht, wie die Gedanken den Kopf,[2] so gestaltet sich über der Erde dieses Leben in Form und Farbe im Materiellen. Das

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, Dornach 1995, Vorträge vom 10. und 12. Juni 1924.
  2. Ebd.