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Das Element der Luft lagert bald still über der Gemarkung, bald streicht es sanft, bald stürmisch über die Lande. Wie schon die Niederschläge, so sind es erst recht die Luftströmungen in Wind und Wetter, die Länder und Meere übergreifen, aber an jedem Erdenort, wo Hindernisse den Weg verstellen – sei es ein Höhenzug, seien es Bäume, Hecken etc. –, verwirbelt, abgemildert oder gar zur Ruhe gebracht werden. Vor allem die bodennahe Luftschicht verharrt unter dem Pflanzenaufwuchs andauernder und steht in stetem Austausch mit der in den Ritzen und Poren des Oberbodens mal längere, mal kürzere Zeit verweilenden Bodenluft. Der rein physische, anorganisch tote Charakter des Luftelementes zeigt sich in seiner stofflichen Zusammensetzung. Die Hauptbestandteile, Sauerstoff und Stickstoff – im Lebendigen höchst aktive Stoffe –, gehen in der Außenluft Verbindungen mit sich selbst ein und sind daher im höchsten Grade reaktionsträge. Anders verhält sich das Element der Luft im Boden. Dort tritt es mit den Elementen Erde und Wasser in Beziehung und belebt sich zu seiner vollen Reaktionskraft, neue Verbindungen eingehend. Eine andere Erscheinungsweise der bewegten Luft ist der Druck, den sie ausübt, wenn sie in Wind und Sturm das Wasser in Wellen schlägt, das Getreide wogen, die Blätter der Pappel zittern und ganze Wälder stürzen lässt.