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Die vollendete Form der Kunstwiesen fand man noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts in den Mittelgebirgslagen. Der Autor konnte in der Rhön kurz vor der Zerstörung dieser kunstvollen Gebilde letzte Reste der sogenannten Buckelwiesen bestaunen. Sie anzulegen, mit klarem Wasser zu «düngen», zu pflegen, zu Heu zu mähen und das Heu in großen Tüchern geschultert einzubringen, war ausschließlich aufwendigste Handarbeit. Sie wurde mit bis zu fünf Heuschnitten im Jahr belohnt. Von einem höher am Talhang gelegenen Mühlgraben wurden talwärts ein Erdhügel neben dem anderen mit dachartigen Seitenflanken gebaut Auf dem First dieser Hügeldächer verlief rechtwinklig vom Mühlbach aus ein weniger als ein Spaten breiter Stichgraben mit 0-Gefälle. Zur Bewässerungszeit, abhängig von den Mondphasen, lief das Wasser breitflächig zu beiden Seiten über die Stichgrabenkante, rieselte