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Bei dieser Art der Bewässerungskunst ging es nicht primär um die Durchfeuchtung des Untergrundes, sondern um die rasch hindurchperlende Bewegung des in der Regel mineral- und vor allem aber stickstoffarmen Wassers durch die Grasnarbe. Man darf vermuten, dass hier dem Wasser ein Düngungseffekt zukommt. Durch die Sauerstoffaufnahme des bewegt-rieselnden Wassers – der Sauerstoff als Träger des Lebens[1] – scheint das Wasser das Wachstum der Gräser und Kräuter derart zu beleben, dass auf diesen meist mineralarmen Böden qualitativ und quantitativ Höchsterträge erzielt worden sind.

  1. Rudolf Steiner: Geisteswissenschaftliche Grundlagen zum Gedeihen der Landwirtschaft, Vortrag vom 11. Juni 1924, GA 327, Dornach 1999, S. 68f.