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Jedes der genannten Lebensorgane ist für sich schon eine über das Naturbiotop hinausgehende Kunstschöpfung. Umso mehr gilt dies hinsichtlich der Komposition dieser Lebensglieder zum Ganzen der Lebensorganisation des Hof- oder Dorforganismus. Alle Wirkungen des Fixsternumkreises, der Planeten, der Sonne, des Mondes und der Erde haben sich ihr im Jahreslauf eingeprägt und gehen in den «Samenzustand» des «Allgemein-Pflanzlichen» auf, in den das Leben bewahrenden Humus. Die rosenkreuzerischen Alchemisten nannten ihn deshalb den «Universalsamen der Erde» (Mutterboden)[1], im Gegensatz zu dem «Individualsamen», der, von der einzelnen Pflanze gebildet, auf den Mutterboden herunterfällt. Der Humus trägt das irdisch gewordene Leben der Vorjahre in die Gegenwart. Man kann ihn deshalb auch strukturell und substanziell als das «Gedächtnis der Erde» ansprechen. Man kann sagen, in ihm lebt in die irdisch-stoffliche Form geronnen das Prinzip des Allgemein-Pflanzlichen.
- ↑ Walther Cloos: Werdende Natur, Dornach 1966, 141 S.






