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Die Wildtierarten – Organe des Hof- und Landschaftsorganismus
Die kulturschöpferische Leistung der Landwirtschaft war die Wandlung der Wildnatur in die Kulturnatur; es bleibt weiterhin ihre Aufgabe, für deren Pflege und Weiterentwicklung zu sorgen. Dieser Wandlungsschritt bedeutete u.a., die wildlebende Großtierwelt entweder ganz aus den Landschaften zu bannen – wie die Raubtiere: Wolf, Bär, Luchs, sowie die Huftiere wie Auerochse, Elch, Wisent, Wildschwein etc. – und sie durch die Haustiere zu ersetzen, oder sie in die Hege und Pflege zu nehmen, wie das Edelwild: Hirsch, Reh und Ren, oder das Niederwild, Hase, Fuchs etc. Die wildlebenden Säugetiere sind menschenscheu und überwiegend nachtaktiv. Ihre vorzüglichen Sinneseigenschaften mit Geruch, Gehör und Gesichtssinn weisen auf die Wachheit eines bewussteren Innenlebens. Mit ihren Sinnen tauchen sie in die Außenwelt ein, witternd, horchend, äugend – wie z.B. das Edelwild, wenn es zum Äsen aus dem Waldesdunkel in die offene Flur hinaustritt. Das seelische Instinktleben wird von diesen Wahrnehmungen angeregt und zugleich weitet sich






