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Bei den wildlebenden Tieren ist das, was ihr Seelenwesen ausmacht, vollständig in die Bildung des Leibes aufgegangen. Es lebt sich dieses Seelische in und durch den Leib aus. So prägen die Tiere, von ihren Instinkten geleitet, d.h. aus innerer Notwendigkeit, ihr eigenes Sein ihrem Lebensraum ein; in Erweiterung ihrer selbst beleben und beseelen sie diesen Lebensraum durch ihre Tätigkeit und machen ihn zu ihrem Revier: «Die Pflanze gibt, das Tier nimmt im Haushalt der Natur.»[1] Das Tier befriedigt seine Begierdennatur durch das, was es seiner Umgebung entnimmt. In dieser Befriedigung hat es sein Behagen, das es freudig in seinen Bewegungen und Lauten der Welt kundgibt.

  1. Ebd., Vortrag vom 14. Juni 1924, S. 193.